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Le contrat social : un outil d’analyse pour les pays de la région Moyen-Orient et Afrique du Nord (MENA), et au-delà

DIE - 20. Januar 2020 - 11:10

Le contrat social est un concept clé des sciences sociales por¬tant sur les relations entre l’État et la société. Il renvoie à l’en-semble des accords explicites ou implicites intervenant entre tous les groupes sociaux concernés et le souverain (c.-à-d. le gouvernement ou tout autre acteur au pouvoir), définissant leurs droits et obligations mutuels (Loewe & Zintl, à paraître).
L’analyse des contrats sociaux permet de mieux comprendre : (i) pourquoi certains groupes sociaux sont mieux positionnés que d’autres sur les plans social, politique ou économique, (ii) pourquoi certains se révoltent et revendiquent un nouveau contrat social et, par conséquent, (iii) ce qui peut amener un pays à sombrer dans un conflit violent. En outre, le concept montre en quoi les interventions étrangères peuvent influer sur les relations entre l’État et la société en renforçant la position du souverain ou celle de groupes sociaux donnés. Il montre que l’inclusion insuffisante de certains groupes peut provoquer une fragilité de l’État, des déplacements et des migrations.
Cependant, jusqu’à présent, aucune définition convenable ni aucune expression concrète n’ont encore été données au terme « contrat social » – au détriment de la recherche et de la coopération internationale. Ce type d’approche analytique structurée des relations entre l’État et la société est impératif, tant dans la recherche que dans la politique, dans la région MENA et au-delà. Le présent document d’information définit un cadre, suggérant une analyse de (i) la portée des contrats sociaux, (ii) leur substance et (iii) leur dimension temporelle.
Après l’indépendance, les gouvernements de la région MENA ont établi un type de contrat social spécifique avec les citoyens, essentiellement basé sur la redistribution des ren¬tes. Ils ont permis aux citoyens d’accéder à l’énergie et aux denrées alimentaires à prix subventionnés, à une éducation
publique gratuite et à des emplois dans la fonction publique, en contrepartie de la reconnaissance tacite de la légitimité des régimes politiques, et ce malgré un manque de participation politique. Mais face à la croissance démographique et à la baisse des recettes publiques, certains gouvernements n’ont plus pu s’acquitter de leurs obligations et ont concentré leurs dépenses sur des groupes d’importance stratégique, subordonnant l’octroi de ressources à l’assentiment politique.
Les soulèvements de 2011 dans de nombreux pays arabes expriment alors une insatisfaction profonde vis-à-vis des contrats sociaux qui n’assuraient plus ni la participation à la vie politique, ni l’octroi d’avantages sociaux substantiels (au moins pour une grande partie de la population).
À la suite, les pays de la région MENA ont pris des directions différentes. La Tunisie a déjà avancé vers un dé-veloppement plus inclusif et une participation politique accrue. Le Maroc et la Jordanie essaient de rétablir certains volets de leur ancien contrat social, sur la base d’un modèle paternaliste, sans participation substantielle. Dans le contrat social émergeant en Égypte, le gouvernement ne promet pas plus que la sécurité individuelle et collective, et uniquement en contrepartie d’un assentiment politique total. La Libye, le Yémen et la Syrie sont tombés dans la guerre civile sans qu’aucun nouveau contrat ne se dessine au niveau national, et l’Irak se bat pour en établir un. Et les mouvements de fuite et de migration affectent également les contrats sociaux de pays voisins comme la Jordanie, la Turquie et le Liban.
Tous les pays de la région MENA devront œuvrer à la mise en place de nouveaux contrats sociaux aux fins de réduire l’instabilité actuelle et favoriser leur reconstruction physique. Le présent document propose un point sur la dimension conceptuelle de la renégociation de ces contrats et leur importance pour la coopération internationale avec ces pays.
 

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Wissen Sie, auf welche Steuereinnahmen Ihre Regierung verzichtet?

DIE - 20. Januar 2020 - 9:00

Überall auf der Welt suchen Regierungen verzweifelt nach Mitteln zur Finanzierung von Sozialpolitik, öffentlicher Infrastruktur und Entwicklungsprojekten. Doch dieselben Regierungen verzichten regelmäßig auf bedeutende Steuereinnahmen, indem sie Investoren Steuervergünstigungen gewähren, für den Konsum bestimmter Güter und Dienstleistungen niedrigere Umsatzsteuersätze festsetzen, bestimmte Gruppen von Energiesteuern befreien etc. Es handelt sich um Ausnahmen von der normalen Besteuerung (sogenannte Steuerausgaben, englisch „tax expenditures“), die eine bestimmte Branche, Aktivität oder Personengruppe begünstigen.

Diese Ausnahmen sind keine Kleinigkeiten. Allein für die Vereinigten Staaten wird geschätzt, dass die dortige Bundesregierung im Jahr 2019 auf mehr als 1,3 Billionen USD verzichtet hat. Das entspricht nach Angaben des US-Finanzministeriums circa 29 Prozent der direkten Bundesausgaben und etwa sechs Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Auch wenn vorliegende Schätzungen in ihrer Reichweite begrenzt sind, zeigen sie, dass die Steuerausgaben in Lateinamerika zwischen 0,7 und 6,6 Prozent des BIP und in Afrika zwischen 0,6 und 7,8 Prozent des BIP liegen.

Die tatsächlichen Zahlen können deutlich höher liegen, denn kaum eine Regierung gibt ein umfassendes Bild über die gewährten Vergünstigungen und die damit verbundenen Einnahmenausfälle. Häufig berufen sich Regierungen auf gute Gründe, um Steuerausgaben zu rechtfertigen. Dazu gehört, Investitionskapital aus dem Ausland anzuwerben, Innovation und Beschäftigung zu fördern oder den Zugang zu Grundbedarfsgütern zu erleichtern. In den meisten Fällen wissen die Regierungen jedoch nicht, ob die Steuerausgaben die erklärten Ziele erreichen und, noch wichtiger, ob ihr Nutzen tatsächlich größer ist als die Kosten, die sie verursachen.

Eine aktuelle Analyse der 43 Volkswirtschaften der G20 und der OECD zeigt, dass acht Länder in den vergangenen zehn Jahren keine Steuerausgaben offengelegt haben. 26 haben einfache Berichte veröffentlicht, und nur neun Regierungen haben regelmäßig detaillierte und umfassende Berichte publiziert. Noch trüber ist das Bild in Afrika, der Region mit der höchsten Anzahl von Ländern mit niedrigem oder niedrigem mittleren Einkommen. Von den 53 afrikanischen Ländern, die vom Team der Global Tax Expenditures Database (GTED) untersucht wurden, haben zwischen 2000 und 2019 nur 19 mindestens einmal einen Bericht veröffentlicht. Die übrigen 34 Länder haben in diesem Zeitraum keine Berichte öffentlich gemacht. Die GTED ist ein Gemeinschaftsprojekt von Think Tanks und Forschungseinrichtungen aus Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika unter der Leitung des Council on Economic Policies (CEP) und des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Das Hauptziel des Projekts ist es, die Transparenz zu erhöhen, vertrauenswürdige Informationen zu generieren und die Forschung im Bereich der Steuerausgaben auszubauen. Die GTED wird mit offiziellen Daten der Regierungen weltweit in einem einheitlichen Format erstellt, um die internationale Vergleichbarkeit zu erhöhen.

Die von den 19 afrikanischen Ländern vorgelegten Berichte sind in Qualität und Umfang sehr unterschiedlich. Marokko und Côte d'Ivoire ragen durch die Breite der Informationen heraus, die ihre Berichte bieten. Die meisten anderen Länder liefern dagegen nur aggregierte Schätzungen der Einnahmeausfälle, entweder auf der Ebene der Bemessungsgrundlage oder auf der Ebene der Haushaltskategorie. Es fehlen genaue Informationen zu einzelnen Vergünstigungen, die für Kosten-Nutzen-Analysen und die Bewertung der Wirksamkeit und Effizienz dieser Maßnahmen erforderlich wären. Diese Art von Informationen ist nicht nur für die politischen Entscheidungsträger von Bedeutung. Sie ist auch wichtig, um Transparenz und Rechenschaftslegung gegenüber der Gesellschaft zu erhöhen.

Aus Gründen der Transparenz und politischen Debatte müssen Berichte über Steuerausgaben öffentlich sein. Im Idealfall sind sie mit dem Haushalt verknüpft oder auf offenen und leicht zugänglichen Websites oder Repositorien der Regierung zu finden. Verweise auf solche Berichte in amtlichen Mitteilungen sollten Informationen darüber enthalten, wo sie zu finden sind. Da aber die überwiegende Mehrheit der Regierungen ihre Steuerausgaben nicht vollständig ausweist, kann die Öffentlichkeit nicht diskutieren, ob diese Vergünstigungen sinnvoll sind. Wissenschaftliche Forschung kann ihre Wirkung im Hinblick auf Verteilung, Investitionen oder Marktverzerrungen nicht beurteilen, und Parlamente können nicht beschließen, jene Steuerausgaben zu streichen, die eindeutig nicht die gewünschte Wirkung erzielen. Es ist daher von großer Bedeutung, dass in der internationalen Steuerzusammenarbeit gemeinsame Standards bei der Berichterstattung über Steuerausgaben diskutiert und die Regierungen weltweit ermutigt werden, diese anzuwenden, wie es beispielsweise die Think20-Task Force für Handel, Investitionen und Steuern vorschlägt.

Christian von Haldenwang ist Senior Researcher im Forschungsprogramm Transformation politischer (Un-)Ordnung am Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE). Agustín Redonda ist Fellow des Council on Economic Policies (CEP).

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Open Curbs: Eine offene Plattform zur effektiven Nutzung des Straßenrands

reset - 20. Januar 2020 - 6:17
An Straßenrändern von  Innenstädten konkurrieren Autos, Lieferdienste, Fußgänger*innen, Radfahrende um den begrenzten Platz. Das US-Unternehmen Coord will diesen Raum effektiver gestalten: Die Bereiche werden mithilfe von Machine Learning digital visualisiert und auf einer offenen Plattform zugänglich gemacht.
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The Widening Military–political Gap in Israel

SWP - 20. Januar 2020 - 0:00

Over the last decade, the gap between the military and political elites in Israel has increased and eventually peaked in 2019, when a group of senior officers who had just retired from the Israel Defense Forces (IDF) formed a new party – led by three former chiefs of staff – and called for the replacement of Prime Minister Benjamin Netanyahu’s government. This gap has developed because Israel’s previous govern­ments have represented a new kind of polarising, right-wing politics beyond what is considered a shared national common sense. The military, on the other hand, is striv­ing to maintain the character it has acquired as a “Nation in Arms” by reflecting the entire society of Israel and acting according to its professional ethos and national statist values. The stated goal of the officers entering politics was to defend those values against perceivably partisan and polarising governmental politics. The com­position of a future government is thus both: A competition over principled values of the state, but also a determination about the steps regarding the military and politi­cal leadership in Israel, as well as the military’s relations with society at large.

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A Stable Countryside for a Stable Country?

SWP - 20. Januar 2020 - 0:00

∎ Agriculture is central to the stability of Tunisia’s economy and society. The new Deep and Comprehensive Free Trade Agreement (DCFTA) under negotiation with the EU offers opportunities for the agricultural sector, but also presents risks for the country as a whole.

∎ Within Tunisia there is strong emotional resistance to the DCFTA. Its intensity is comparable to the strength of feeling against the Transatlantic Trade and Investment Partnership (TTIP) in Germany a few years ago.

∎ In addition to criticisms of specific topics in the talks, a string of issues fuel this categorical rejection: wariness of European dominance; negative experiences with transformations in the agricultural sector, especially in relation to land ownership; as well as the tradition – prevalent across North Africa – of securing food security through protectionist trade policy.

∎ Sustainability impact assessments demonstrate positive welfare effects on growth and standard of living – but many concerns about ecological and social repercussions appear justified. Such negative effects can be avoided through concrete solutions within the agreement, and even better through appropriate Tunisian policies.

∎ The EU can address the categorical rejection by almost all stakeholders in Tunisia through better communication during negotiations. As well as appealing for commitment and responsibility on the Tunisian side, it will be important to approach Tunisian sensitivities with awareness and respect.

∎ Above all, Tunisian researchers should be more involved in DCFTA sus­tainability impact assessments and participate in public debate on these studies.

∎ Regardless of the success or failure of the talks, Tunisian agriculture needs to be promoted and developed. The organic sector offers great ex­port opportunities and attractive employment opportunities for young people.

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Die häufigsten Fragen zum Ungleichheits-Bericht von Oxfam

Oxfam - 19. Januar 2020 - 16:24
Seit dem Jahr 2015 berichtet Oxfam jährlich im Januar zum Stand der globalen Ungleichheit. Aber wie kommt Oxfam eigentlich zu diesen Zahlen? Was kann man gegen die dramatische Ungleichheit tun? Und ist soziale Ungleichheit überhaupt ein Problem? © Johnny Miller / Unequal Scenes Weltweit ist die Lücke zwischen arm und reich im vergangenen Jahr erneut größer geworden

Seit dem Jahr 2015 berichtet Oxfam jährlich im Januar zum Stand der globalen Ungleichheit. Aber wie kommt Oxfam eigentlich zu diesen Zahlen? Was kann man gegen die dramatische Ungleichheit tun? Und ist soziale Ungleichheit überhaupt ein Problem?

  1. Ist nicht Armut das viel größere Problem als Ungleichheit?
    1. Unser Wirtschaftssystem
    2. Folgen des Klimawandels
    3. Ungleicher Zugang zu Bildung und Gesundheit
    4. Politischer Ausschluss
  2. Ist Ungleichheit ein globales Problem oder nur in armen Ländern?
    1. Ungleichheit in Deutschland: Chancen geraubt – Aufstiegsversprechen gebrochen
    2. Ungleichheit in Deutschland: Gefährdung von Demokratie und Gesellschaft
    3. Ungleichheit in Deutschland: Wirtschaftliche Entwicklung
  3. Nimmt Ungleichheit zu oder ab?
    1. Globale Vermögensungleichheit nimmt zu
    2. Vermögensungleichheit innerhalb von Ländern
    3. Einkommensungleichheit innerhalb von Ländern
    4. Globale Einkommensungleichheit
    5. Eine relative Abnahme kann auch eine absolute Zunahme sein
    6. Ungleichheit zwischen Männern und Frauen
  4. Wie kommt Oxfam zu seinen Zahlen zu Ungleichheit?
  5. Was kann gegen Ungleichheit getan werden?
    1. Investitionen in soziale Gerechtigkeit erhöhen!
    2. Geschlechtergerechtigkeit schaffen!
    3. Steuern gerecht und sozial gestalten!
Ist nicht Armut das viel größere Problem als Ungleichheit?

Ungleichheit und Armut gehen miteinander einher: Ungleichheit schafft und verstärkt Armut. Dafür gibt es folgende Gründe:  

Unser Wirtschaftssystem belohnt Reichtum und verfestigt Armut

Von unserem Wirtschaftssystem profitieren diejenigen, die auf der Vermögens- und Einkommensleiter ohnehin schon oben stehen. Die Vermögen der Reichsten erreichen neue Rekorde, während der Anteil der ärmeren Hälfte der Weltbevölkerung am globalen Vermögen nicht einmal ein Prozent beträgt. Kaum anders sieht es bei den Einkommen aus.

Eines der UN-Entwicklungsziele lautet, extreme Armut bis zum Jahr 2030 zu überwinden. Wenn die Wohlstandsgewinne allerdings weiterhin zu so großen Teilen von unten nach oben umverteilt werden, können wir dieses Ziel nicht erreichen. Zwar ist die Zahl der Menschen in extremer Armut weltweit gesunken. Es leben jedoch weiterhin Milliarden von Menschen nur knapp über der extremen Armutsgrenze.

Wollte man – unter Beibehaltung der gegenwärtigen Verteilung der Wohlstandsgewinne – jedem Menschen bis 2030 ein Einkommen von mindestens fünf US-Dollar am Tag ermöglichen, so müsste die globale Wirtschaft stark wachsen. Ein solches Wachstum wäre jedoch angesichts der begrenzten Ressourcen unseres Planeten katastrophal. Fest steht: Wenn wir Armut besiegen wollen, müssen wir Wohlstandsgewinne gerechter verteilen und Ungleichheit bekämpfen.

Folgen des Klimawandels

Durch ihren Lebensstil verantworten die Reichsten dieser Welt einen Großteil der klimaschädlichen Emissionen. Die Auswirkungen des Klimawandels wie Unwetter, Dürren und Überschwemmungen treffen hingegen vor allem Menschen in Armut. Ihre Lebens- und Einkommensgrundlagen hängen häufiger von intakten Ökosystemen ab, beispielsweise in der Landwirtschaft. Zugleich haben ärmere Bevölkerungsgruppen weniger Möglichkeiten, sich an Klimaveränderungen anzupassen oder sich vor ihnen zu schützen.

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Ungleicher Zugang zu Bildung und Gesundheit

Große Ungleichheit in Einkommen innerhalb eines Landes geht oftmals einher mit ungleichem Zugang zu Bildung. Nicht nur reiche Haushalte sondern selbst Familien aus der Mittelschicht nutzen in manchen Ländern nach Möglichkeit private Bildungs- und Gesundheitsangebote. Sie verlieren das Interesse an öffentlichen Systemen, und da sie diese selbst nicht nutzen, wollen sie auch nicht länger zu deren Finanzierung beitragen.

Es ist jedoch fatal, wenn nur noch die Ärmsten Interesse an öffentlicher Infrastruktur haben, denn ihre Belange werden oftmals weniger gehört (siehe unten), und diese Dienste werden vernachlässigt.  Eine langfristige Folge des Mangels an flächendeckender, guter und vor allem öffentlicher Gesundheitsversorgung sowie entsprechenden Bildungsangeboten, ist, dass Armut zementiert wird. Denn Zugang zu diesen öffentlichen sozialen Diensten ist eine Voraussetzung für ein gesundes und langes Leben. Zudem können Menschen dadurch einen gut bezahlten Job bekommen, der ihnen einen Weg aus der Armut bietet.

Die Auswirkungen einer mangelnden Gesundheitsversorgung sind ebenfalls dramatisch: Nachweislich sterben mehr Menschen an vermeidbaren Krankheiten, wenn mehr Gesundheitsdienstleistungen aus der eigenen Tasche bezahlt werden müssen.

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Politischer Ausschluss

Wenn Menschen in extremer Armut ihre gesamte Zeit dafür aufwenden müssen, ihr Überleben zu sichern, bleibt ihnen kaum eine Möglichkeit, politisch aktiv zu werden. In vielen Ländern ist die Beteiligung von ärmeren Menschen an Wahlen und politischen Prozessen deshalb gering – auch politische Ämter haben ärmere Menschen nur selten inne. Bleibt Menschen in Armut ihr Recht auf Teilhabe verwehrt, werden zahlreiche Stimmen nicht gehört.

Für Oxfam die Lösung für dieses demokratische Defizit darin, mehr Beteiligungsmöglichkeiten einzufordern und mit von Armut betroffenen Menschen gemeinsam dafür zu kämpfen, dass ihre Stimme gehört wird.

Ist Ungleichheit ein globales Problem oder nur in armen Ländern? © Pablo Tosco/Oxfam Ungleichheit ist nicht nur in Ländern des globalen Südens ein Problem.

Ungleichheit ist eine globale Herausforderung und betrifft Menschen sowohl in armen als auch in reichen Ländern. Die Mehrzahl der Deutschen gehört global gesehen zu den Reichen. Allerdings sind auch innerhalb Deutschlands und Europas die Einkommen und Vermögen sehr ungleich verteilt.

Auch hier profitieren Vermögende und Spitzenverdiener stärker von unserem Wirtschaftssystem als Menschen mit niedrigen Löhnen. Trotz boomender Wirtschaft ist die Ungleichheit der Einkommen in Deutschland auf einem Höchststand. Und auch hierzulande zeigt sich, dass Menschen mit geringerem Einkommen in der Politik weniger Gehör finden.

Zahlreiche Probleme, die mit Ungleichheit einhergehen unterscheiden sich nicht grundlegend zwischen armen und reichen Ländern, sondern nur in der Intensität.

Ungleichheit in Deutschland: Chancen geraubt – Aufstiegsversprechen gebrochen

Die Zustände mögen nicht so katastrophal sein, wie in Ländern des globalen Südens, aber auch hier wird Armut ebenso über Generationen weitergegeben wie Reichtum und den damit verbundenen Privilegien. Auch in Deutschland sterben Menschen in strukturschwachen Regionen deutlich früher als in wohlhabenden Gegenden. Und auch das deutsche Bildungssystem erschwert es Kindern aus einkommensschwachen Familien, den gleichen Bildungsstand zu erreichen wie Kinder aus besser verdienenden Haushalten.

Und neben der physischen Gesundheit wirkt sich Ungleichheit auch negativ auf das psychische Wohlbefinden, Selbstbild und Selbstwertgefühl aus. Mit zunehmender Ungleichheit steigen Status- und Abstiegsangst sowie Stress und Depressionen. Menschen in Armut bekommen das Gefühl vermittelt, sie hätten individuell versagt, obwohl es gesellschaftliche Strukturen sind, die dazu führen, dass große Vermögen und materieller Mangel gleichermaßen vererbt werden.

Verantwortlich hierfür ist nicht zuletzt die Idee der Leistungsgerechtigkeit. Diese besagt in Kürze, dass diejenigen, die es nicht an die Spitze schaffen, sich nicht genug angestrengt haben und damit selbst schuld sind. Tatsächlich werden Unterschiede in der Leistung jedoch maßgeblich durch bestehende Ungleichheiten – in Einkommen, Vermögen aber auch Geschlecht und Herkunft – verursacht. Einkommensungleichheit ist eine der Hauptursachen für den Mangel an Chancengleichheit.

Ungleichheit in Deutschland: Demokratie und Gesellschaft

In ungleichen Gesellschaften sinkt das Vertrauen in die Gemeinschaft und der soziale Zusammenhalt leidet. Zudem heizt Ungleichheit auch hierzulande eine politische Krise an, in der es Vermögenden und großen Konzernen gelingt, Politik in ihrem Sinne zu beeinflussen. Auf der anderen Seite verlieren zahlreiche Menschen das Interesse an Wahlen und Politik, weil sie ihre Belange nicht repräsentiert sehen und ihre Anliegen weniger Gehör finden.

Zugleich trägt Ungleichheit dazu bei, dass auch Menschen in der Mitte der Gesellschaft, die nicht von Armut betroffen sind, sich zunehmend vom sozialen Abstieg bedroht oder von der Gesellschaft nicht anerkannt fühlen.

Doch Armut und soziale Ängste sind weder persönliche Schwächen noch dem eigenen Unvermögen geschuldet. Ungleichheit erzeugt diese Strukturen gesellschaftlicher Spaltung, und gemeinsam können wir sie überwinden.

Wir brauchen größere Gerechtigkeit bei der Verteilung von Einkommen und Vermögen. Auf Dauer kann dies nur gelingen, wenn arme Teile der Bevölkerung auch gleichberechtigt an den Prozessen beteiligt sind, in denen über die Verteilung von Ressourcen entschieden wird.

Ungleichheit in Deutschland: Wirtschaftliche Entwicklung

Nicht zuletzt ist das gegenwärtige Ausmaß von Ungleichheit auch ökonomisch nicht zu rechtfertigen. Während es lange hieß, Ungleichheit wäre notwendig, um Wirtschaftswachstum zu schaffen, sieht dies heute selbst der Internationale Währungsfonds kritisch. Dass ein Umdenken nötig ist, zeigen die folgenden drei Argumente:

  1. Wenn ärmere Bevölkerungsgruppen geringe Einkommen haben und sich nichts leisten können, drückt Ungleichheit die Nachfrage.
  2. Wenn zahlreiche Menschen nicht die Gelegenheit bekommen, sich umfassend zu bilden und ihre Talente auch wirtschaftlich einzusetzen, wird das Potential für Produktion und Innovation nicht ausgeschöpft.
  3. Die Marktkonzentration in zahlreichen Wirtschaftsbereichen – etwa der Digitalwirtschaft oder dem Ernährungssektor – ist ein Hindernis. Nutzen die weltweit größten Konzerne ihre Marktmacht, schöpfen sie sehr viel mehr Gewinne ab, bauen damit ihre Finanzmacht aus, kaufen kleinere Wettbewerber auf und sichern ihre Vormachtstellung weiter ab.

Kritiker werfen Oxfam – und anderen, die soziale Ungleichheit thematisieren – vor, damit die Gesellschaft zu spalten. Tatsächlich ist es jedoch die tägliche Erfahrung von Ungleichheit, die den sozialen Zusammenhalt sprengt. Ungleichheit – nicht die Kritik daran – schadet der wirtschaftlichen Entwicklung, der Armutsbekämpfung, heizt die Erderwärmung an und unterhöhlt Demokratien.

Dies macht auch deutlich: Wir alle haben viel zu gewinnen, wenn es uns gelingt, Ungleichheit zu überwinden – mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt, mehr Solidarität und mehr Vertrauen. In Gesellschaften mit geringerer Ungleichheit gibt es weniger Gewaltverbrechen und die Menschen fühlen sich sicherer. Weniger Ungleichheit erhöht die Bereitschaft von Menschen, sich für das Gemeinwohl einzusetzen: Der Stress, mit anderen mithalten zu müssen, sinkt und setzt Energien für gemeinsames Engagement frei. Packen wir es an!

Nimmt Ungleichheit zu oder ab? © Eleanor Farmer/Oxfam Ein um Almosen bittender Mann vor einem Luxus-Designer-Geschäft in Hanoi City

Bevor man diese Frage beantworten kann, ob Ungleichheit zu- oder abnimmt, muss zunächst geklärt sein, über welche Ungleichheit eigentlich gesprochen wird.

Ungleichheit kann mit Bezug auf Vermögen wie auch auf Einkommen bestimmt werden. Vermögens- und Einkommensungleichheit sind nicht identisch, jedoch miteinander verwoben: Einkommen kann in Vermögen umgewandelt werden, wenn es nicht konsumiert wird. Dies ist vor allem den Bezieher*innen höherer Einkommen möglich. Vermögen kann zusätzliches Einkommen generieren, etwa wenn Investitionen Rendite erzielen. Doch jede*r Kleinsparer*in weiß: relevante Gewinne aus Vermögen erzielen vor allem die Besitzer*innen größerer Einkommen. 

Diese Formen der Ungleichheit können sowohl global als auch national gemessen werden. Nationale Ungleichheit erfasst die Unterschiede der Einkommen oder Vermögen innerhalb der Bevölkerung eines Landes.

Nationale Ungleichheit ist relevant, da zahlreiche Maßnahmen politischer Entscheidungsträger*innen, die Ungleichheit beeinflussen, hier die größte Wirkung erzielen. Außerdem vergleichen sich Menschen zumeist eher mit Menschen in ihrer Umgebung, bevor sie Vergleiche mit Menschen in anderen Erdteilen anstellen.

Globale Ungleichheit erfasst Einkommens- und Vermögensunterschiede zwischen allen Menschen auf der Welt. Für eine Entwicklungsorganisation wie Oxfam ist der Vergleich auf globaler Ebene wichtig, da wirtschaftliche Gewinne aus weltweiten Produktions- und Handelstätigkeiten stammen. Extremer Reichtum und extreme Armut sind durch das globalisierte Wirtschaftssystem miteinander verbunden und müssen daher auch gemeinsam in den Blick genommen werden.

Darüber hinaus gibt es weitere Formen der Ungleichheit, beispielsweise im Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder in der politischen Beteiligung. Diese stehen oftmals in engem Bezug zu Einkommen und Vermögen – aber auch zu Geschlecht und Herkunft.

Globale Vermögensungleichheit nimmt zu 

Die globale Vermögensungleichheit ist dramatisch und hat sich über Jahre verschärft – das zeigen die jährlichen Berichte von Oxfam zu Ungleichheit.

Vermögensungleichheit innerhalb von Ländern

Auch die nationale Vermögensungleichheit hat in den letzten Jahrzehnten vielerorts weiter zugenommen.

Einkommensungleichheit innerhalb von Ländern

Die Einkommensungleichheit innerhalb nationalstaatlicher Grenzen steigt in zahlreichen Ländern an. Da dies insbesondere bevölkerungsreiche Länder betrifft, leben weltweit sieben von zehn Menschen in einem Land, in dem die Einkommensungleichheit zugenommen hat. Auch in Deutschland ist die Ungleichheit der Einkommen über Jahre gestiegen. Innerhalb Europas liegt Deutschland mit Blick auf Einkommensungleichheit im Mittelfeld.  

Zugleich gibt es gerade auf der nationalen Ebene zahlreiche Möglichkeiten, für Regierungen erfolgreich gegen Einkommensungleichheit vorzugehen: durch faire Steuerpolitik, durch Investitionen in Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung, sowie durch faire Löhne und Gleichstellung von Frauen. Daher nimmt Ungleichheit nicht überall gleichermaßen zu, sondern vor allem dort, wo Regierungen sich nicht ausreichend engagieren.

Globale Einkommensungleichheit

Einkommensungleichheit nimmt global gesehen nach Meinung der Weltbank ab. Dies könnte also die einzige der vier Ebenen von Ungleichheit sein, auf der es Entwarnung gibt. Allerdings: Wäre die Welt ein Land, dann würde sie ein ähnliches Maß an Ungleichheit aufweisen wie Südafrika, eines der ungleichsten Länder der Welt.

Die Daten der Weltbank zeigen vor allem, dass der Unterschied zwischen einem Durchschnittseinkommen in beispielsweise China und Deutschland abgenommen hat. Der Grund dafür ist, dass die Einkommen in China deutlich stärker gewachsen sind als in Deutschland, dies gilt auch für eine Reihe von anderen bevölkerungsreichen asiatischen und lateinamerikanischen Ländern. Ließe man jedoch allein China bei dieser Berechnung außen vor, so hätte auch die globale Einkommensungleichheit weiter zugenommen. Dass zahlreiche Chinesen heute über höhere Einkommen verfügen ist begrüßenswert. Um von einer Trendwende der globalen Einkommensungleichheit zu sprechen, reicht dies jedoch nicht aus. Hinzu kommt die bleibende absolute Ungleichheit, die im nächsten Abschnitt aufgezeigt wird.

Aktuelle Zahlen finden Sie in unserem Oxfam-Bericht zu Ungleichheit.

Eine relative Abnahme kann auch eine absolute Zunahme sein

Entwarnung gibt es mit Blick auf globale Ungleichheit auch deswegen nicht, weil sich die oben genannten Messungen ausnahmslos auf relative Unterschiede beziehen. Doch gerade für die Ärmsten sind auch absolute Veränderungen von großer Bedeutung.

Deutlich wird das an folgendem Beispiel: Person A verdient pro Tag 2 US-Dollar, Person B 200 US-Dollar. Erhalten beide eine Lohnerhöhung von 50 Prozent, nimmt die relative Ungleichheit zwischen den beiden nicht zu. Person B wird noch immer 100-mal mehr Einkommen haben als Person A. Zugleich nimmt die absolute Ungleichheit zu: Das Einkommen von Person A steigt nur um 1 US-Dollar, während Person B eine Erhöhung von 100 US-Dollar erhält. Der absolute Abstand zwischen beiden ist von 198 auf 297 US-Dollar angewachsen.

Es kann also zugleich zu einer Abnahme der relativen und einer Zunahme der absoluten Einkommensungleichheit kommen – und genau dies ist auf globaler Ebene geschehen.

Ungleichheit zwischen Männern und Frauen

Ungleichheit besteht nicht allein zwischen Reich und Arm, sie existiert auch zwischen Männern und Frauen.

Eine Ursache sind Gesetze, die es Frauen vielerorts verwehren, über Ressourcen wie Land, Kredite, oder Erbschaften zu verfügen. Zudem benachteiligen diese Gesetze Frauen im Arbeits-, Steuer- oder Erbrecht. Auch stehen einer echten Gleichberechtigung gesellschaftliche Normen und Stereotype im Wege, die Erziehungs-, Pflege- und Hausarbeit als „Frauenarbeit“ definieren.

In der Folge – und weil öffentliche Dienste in diesen Bereichen fehlen – sind es Frauen und Mädchen, die vorranging die unbezahlte Pflege von Kindern, älteren und kranken Menschen sowie das Waschen, Putzen und Kochen übernehmen. Die Zeit, die Frauen mit unbezahlter und kaum anerkannter Sorgearbeit verbringen, fehlt ihnen, um Einkommen zu erwirtschaften, sich weiter zu qualifizieren und den eigenen Interessen Gehör zu verschaffen.

Insbesondere in dem Alter, in dem Frauen Kinder bekommen können und sich deren Betreuung und Erziehung widmen, sind sie häufiger von Armut betroffen. Im Laufe ihres gesamten Lebens haben Frauen daher weniger Möglichkeiten, eine bezahlte Arbeit auszuüben Zudem  müssen sie häufiger prekäre oder schlecht bezahlte Arbeiten verrichten. Frauen können so weniger Vermögen und eigenständige soziale Absicherung aufbauen, wodurch sie auch im Alter eher in Armut leben.

Nicht zuletzt fehlt Frauen durch ihre unbezahlten Zusatzaufgaben häufig die Zeit, sich in politische Prozesse einzubringen. Wo Politik weder von, noch für Frauen gemacht wird, verstärkt das ihre Benachteiligung. Ein Wirtschaftssystem, das unbezahlte Sorgearbeit nicht anerkennt, wertschätzt und umverteilt, ist nicht gerecht – es ist vorrangig von Männern für Männer gemacht.

Wie kommt Oxfam zu seinen Zahlen zu Ungleichheit?

Oxfams jährliche Berechnungen zu globaler Vermögensungleichheit stützen sich auf Angaben der Schweizer Großbank Credit Suisse zum Vermögen der Weltbevölkerung und auf Recherchen des Magazins Forbes zum Vermögen der Superreichen. Die Zahlen sind nicht leicht zu erheben, weder für die Reichsten, noch für die Ärmsten.

Das geringe Vermögen eines indischen Bauern oder etwa seine Schulden bei einem Geldverleiher im Nachbardorf finden nicht unbedingt Eingang in eine offizielle Statistik. Ebenso wenig erfasst werden in die Steueroasen geparkten Milliardenvermögen der Superreichen. Solche partielle Datenlücken werden von den Forscher*innen bei Credit Suisse und Forbes durch Hochrechnungen und Schätzungen ergänzt – beides sind in den Wirtschaftswissenschaften gängige Verfahren.

In der Summe sind dies die beiden besten verfügbaren und über Jahre in ihrem Vorgehen konsistenten Quellen zur weltweiten Verteilung von Vermögen. Sie werden zudem laufend aktualisiert. Jedes Jahr gibt Credit Suisse daher rückwirkend verbesserte – den neuen Informationen entsprechende – Zahlen für die Vorjahre an. Forbes erstellt jährlich eine Liste der weltweiten Milliardär*innen.

Im Detail erläutern wir unsere Berechnungen jedes Jahr in einer englischsprachigen „Methodolgy Note,“ die zusammen mit unseren Berichten auf unserer Webseite verfügbar sind.

Hier finden Sie unsere aktuellen Publikationen zu globaler Ungleichheit.

Auf Kritik an unseren Zahlen und den Berechnungen sind wir in den vergangenen Jahren hier und hier ausführlich eingegangen.

5. Was kann gegen Ungleichheit getan werden? © Chris Stowers/Oxfam Schulkinder in Indien lernen lesen und schreiben.

Ungleichheit ist keine Naturgewalt. Die tiefe und wachsende Kluft zwischen Reich und Arm ist das Ergebnis politischer Entscheidungen. Im Zentrum steht die Frage, worauf Regierungen Steuern erheben und wofür sie diese einsetzen. Hier gibt es eine Reihe von Ansatzpunkten für Regierungen auf der ganzen Welt gegen Ungleichheit vorzugehen.

Entschiedenes Handeln in drei Bereichen ist dafür unverzichtbar:

Investitionen in soziale Gerechtigkeit erhöhen!

Gebührenfreie öffentliche Bildung, Gesundheitsversorgung und soziale Sicherungsnetze sind unverzichtbar im Kampf gegen Armut und Ungleichheit – und wichtig für mehr Geschlechtergerechtigkeit. Zur Finanzierung dieser Dienste brauchen Staaten Spielraum, der nicht durch Spardiktate eingeschränkt werden darf. Das gilt für Deutschland und Europa ebenso, wie für Partnerländer in der Entwicklungszusammenarbeit.

Geschlechtergerechtigkeit schaffen!

Die Unterschiede zwischen den Geschlechtern in Bezug auf Einkommen, Vermögen und politische Teilhabe sind vielerorts gewaltig und müssen abgebaut werden. Insbesondere müssen global die Rechte von Frauen gestärkt werden, und wir müssen in Deutschland und Europa die Gleichstellung von Frauen vorantreiben.

Steuern gerecht und sozial gestalten!

Damit in soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung investiert werden kann, müssen Konzerne und Superreiche ihren fairen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten. Wir müssen Steuervermeidung stoppen, Konzerne angemessen besteuern und Superreiche stärker in die Verantwortung nehmen.

Deutschland als eine der weltweit führenden Wirtschaftsmächte und die Europäische Union als größter Wirtschaftsraum der Welt sind hier in einer besonderen Verantwortung. Die Weichen müssen richtig gestellt werden, und zwar durch eine Politik der Solidarität und Weltoffenheit, die soziale Ungleichheit bei uns, in Europa und weltweit effektiv bekämpft.

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E+Z - 19. Januar 2020 - 12:20
The background of current protests against Hindu supremacism

Europe should do more to promote human rights in Central Asia. That was what Hugh Williamson of Human Rights Watch, the international non-governmental organisation, demanded recently in our EU briefing. I agree, but would like to add in South Asia deserves attention too. India is currently witnessing a wave of protests that may have far-reaching implications, and in some Indian states, police repression has been brutal. Moreover, Kashmiris are being denied free access to the internet. 

Depressingly, international media are not paying much attention. One reason is that Indian politics is not easy to understand. India is a huge country with a great diversity of cultures and languages. To a large extent, outsiders do not understand the terms used in India's political debate. 

As our regular readers will know, the national government of Prime Minister Narendra Modi is implementing a Hindu supremacist agenda, to which the current protests are expressing determined opposition. I wrote a short blog post about it late last year, and would like to add some more information now because that might help readers from other world regions to understand the current scenario.  

At this point in time, three abbreviations - CAA, NRC and NPR - stand for the divisive approach of the national government. CAA means Citizenship Amendment Act, NRC means National Register of Citizens and NPR means National Population Register. What must look like technical administrative jargon to outsiders, actually has an important sectarian dimension.  

The CAA became law on December and grants fast-track access to citizenship to religiously persecuted people from neighbouring countries provided they are not Muslim. This is problematic not only because the constitution forbids religious discrimination, but also because Muslim minorities are persecuted in India’s neighbouring countries.

The NRC has yet to be established, but it was piloted in the state of Assam, and resulted in a great number of Muslims being denied citizenship (see our comment by Arfa Khanum Sherwani). The NPR is to be updated this year providing the database for the NRC.

It also matters of course that the Modi government has reduced Kashmir from a state to a mere union territory a few months ago. This Muslim-majority region used to have special rights. It also has a history of violent unrest, though it was comparatively peaceful in recent years. Shortly before it status was changed, more Indian soldiers were sent to Kashmir, and the Internet is now been switched off for months. Arfa Khanum dealt with this topic in her comment too. The situation hasn't really improved since.

The national government switched off the internet in Kashmir in summer. In January, the Supreme Court finally ruled that such action was unconstitutional. In response, the internet has been switched on again – but not in all districts in Kashmir. Making matters worse, those Kashmiris who can now go online still have only access to a limited number of government-selected websites. Siddarth Varadarajan of The Wire, an innovative news website, has assessed the matter well.  No, such censorship is obviously not compatible with democratic principles.  

India’s large Muslim minority has reason to worry. And so have the members of India's many other minorities. Masses of Hindus now also rallying in support of the constitutional principles the national government is not observing. In turn, the Hindu supremacists call them anti-national or even terrorists, but they are actually patriots defending the rule of law and social cohesion. 

An interesting aspect is that networks of Muslim women are playing a crucial role in the protests. To a large extent, they are the faces of the movement. They are raising their voices and protesting in public. In other words, they are assertively expressing a modern sense of active citizenship. Yes, many of them are wearing headscarves, but no, they are neither submissive nor stuck in outdated traditions. Some people in the west like to argue that Islam is by definition anti-modern. They should pay attention to what is happening in India. The activist women, moreover, obviously do not need a charismatic leader. They are able to network quite efficiently among one another, organising protest camps in various cities, as Yogendra Yadav, an activist and social scinetist, has spelled out.

Students too are agitating against Hindu supremacism, and there has been violence at several universities. Qite evidently, activists of Modi's party's youth wing were the main perpetrators, attacking people who were rallying for the Constitution. Typically, the police did nothing to rein them in. It seems unlikely that official investigations will deliver any convincing results concerning what happend. An independent tribunal organised by civil-society organisations, by contrast, has found proof of government malfeasance. No body should be surprised. 

Police repression has often been brutal, especially in the large state of Uttar Pradesh, which is run by Narendra Modi's party. Several protesters have been killed, but the state authorities claim that the security forces were under attack. As the Kolkata-based newspaper The Telegraph has reported, 19 protesters have been shot dead. By contrast, all injured police officers were released from hospital within 48 hours. Nonetheless, the authorities claim that criminals among the protesters fired all the shots. The Telegraph spelled out serious questions the police should answer, including the following two:

- “Why did they (the criminals) aim always at the policemen’s limbs while generally targeting the protesters’ torsos and heads?”

- “And how did the pattern repeat itself with such amazing consistency, from Meerut to Muzaffarnagar, and Lucknow to Firozabad (major towns in Uttar Pradesh)?” 

So far, the protest movement has been nonviolent. To some extent, this can be seen as a legacy of Mahatma Gandhi. At the same time, it makes strategic sense. Violent action fast discredits a social movement. Moreover, there is ample reason to suspect that the Hindu supremacists would like to see riots erupting. It would allow them to unleash their thugs on the minorities. South Asia has a history of traumatic “communal” riots, in which one faith community attacks another. Violence in one country, moreover, can fast lead to violence in another. When Hindus attack Muslims in India, Pakistani Muslims are tempted to retaliate against Pakistani Hindus, for example.

India’s economy is in crisis. The national government has been unable to deliver on its developmental promises. At the same time, it always had a Hindu supremacist agenda. It is now polarising society, deflecting public attention from its shortcomings and stoking hatred against Muslims. The journalist Kapil Komireddi has written a very good book about the decline of Indian governance and the rise of Hindu supremacism. I reviewed it in September and can recommend it to anyone who wants to understand what is going on. Moreover, I wrote a related blogpost in October discussing how The Economist and other international media sytematically under-estimate just how much the Modi government is driven by Hindu supremacist ideology. 

If you want to follow Indian English language media online, I'll recommend two websites, both of which I have referred to in this blogpost. The first belongs to The Wire (https://thewire.in) the other to The Telegraph (https://telegraphindia.com). If you are not familiar with Indian politics, however, you may have to do quite a bit of googling to fully understand the content.

Komireddi, K.S., 2019: Malevolent republic. A short history of the new India. London: Hurst/Delhi: Context.

 

 

 

 

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Veganuary – im Januar testen wir vegan

EINEWELTblabla - 17. Januar 2020 - 11:35

Die Hälfte des veganen Januars ist inzwischen geschafft und um euch weiter am Ball zu halten, habe ich euch einige Dos und Don’ts rausgesucht sowie Alternativen zu tierischen Produkten aufgelistet.

Gründe für eine vegane Lebensweise gibt es viele: Das Wohl der Tiere, unsere Umwelt oder die eigene Gesundheit. Dass wir unseren Fleischkonsum einschränken sollten, ist mittlerweile bekannt. Doch egal aus welchem Grund du dich für eine vegane Ernährung entschieden hast, ich finde die Entscheidung super und möchte dich mit diesem Beitrag unterstützen.

Natürlich vegan

Aber von vorne. Zunächst sind die meisten Grundnahrungsmittel ganz natürlich vegan: Reis, Nudeln, das meiste Brot, Müsli, Gemüse und Obstsorten, Kräuter, Gewürze, Erdnussbutter, Marmelade, Kokosmilch, Dosentomaten, Olivenöl, trübe Fruchtsäfte, Kaffee, Tee. etc., etc…

Zudem gibt es viele natürlich vegane Alternativen zu tierischen Produkten. Beispielsweise kannst du Butter durch Margarine ersetzen und Honig durch Agavendicksaft, Ahorn– oder Zuckerrübensirup. Sogar aus Maniok kann ein Honig-ähnlicher Saft gewonnen werden.  Zartbitterschokolade kommt ebenfalls ohne Milch aus.

Auch traditionelle Gerichte kannst du in vegan neu interpretieren, ganz ohne Fleischersatz: Brownies aus Kidneybohnen, veganes „Ei“ aus Leinsamen und Aufstriche kannst du selbst machen, z.B. mit Kürbis, Linse-Tomate oder Schokoaufstrich. 

Pflanzenmilch und Cashew-Nüsse

Und dann gibt es noch die veganen Ersatzprodukte, die es mittlerweile in großer Auswahl in Super- und Biomärkten gibt. Veganes Eis, Gummibärchen ohne Gelatine, vegane Schokolade und Kekse. Auch auf Milch musst du nicht verzichten. Es gibt vielen pflanzlichen Milchersatz, wie Soja-, Mandel-, Lupinen-, Hanf-, Reis- und Hafermilch. Probiere dich einfach durch, welche Sorte dir am besten schmeckt.

Auch Käse- und Fleischersatz kannst du in verschiedenen Variationen kaufen. Diese sind zwar gesünder als Fleisch, doch enthalten sie meistens viel Fett, sind überwürzt und die Liste an Zusatzstoffen ist schier unendlich. Auch die Herstellungskosten solltest du bedenken. Die gute Nachricht ist, dass du mit Seitan deinen Fleischersatz selbst kreieren kannst und sich im Internet sogar Rezepte finden, um veganen Parmesan, Mozzarella, Pizza- und Frischkäse selbst auszuprobieren.

Generell solltest du bei veganen Lebensmittel auf das Herkunftsland achten. Jackfruit , Avocado und Chia-Samen sind zwar total lecker, haben aber einen hohen ökologischen Fußabdruck. Seitan, Leinsamen und Lupine dagegen gibt es auch aus Deutschland.

Sieht vegan aus, ist jedoch Tier drin

Doch nun zu den Fallen, in die wir immer wieder tappen, wenn wir denken uns gerade ein veganes Gericht zu kaufen.

Pommes sind beispielsweise nicht immer vegan. Manchmal verwenden die Restaurants Butterschmalz oder Schweineschmalz zum Frittieren. Auch für einige Gewürze und Aromen werden tierische Produkte verwendet (z.B. Rindfleischaroma) oder es werden nicht-vegane Zusatzstoffe beigefügt. Außerdem solltest du nicht vergessen, dass in Mayonnaise Eier verarbeitet sind.

Auch Alkohol ist mit Vorsicht zu genießen. Beim Brauen von Bier werden häufig Fischblasen zum Filtern eingesetzt. Da deren Bestandteile nicht im Bier zurückbleiben sollen, sind diese nicht als Zusatzstoff aufgelistet. Doch auch im Wein finden sich tierische Rückstände. Eiweiß wird traditionell verwendet, um den Wein klar werden zu lassen und auch Gelatine und Fischblasen können zur Filterung genutzt werden.

Die gleiche Prozedur wird übrigens zur Klärung von Säften verwendet. 

Damit dir kein solcher Fauxpas passiert, achte beim Kauf einfach auf das V-Label oder frag die Service-Kräfte.  

Weitere unglaubliche Enthüllungen, wo überall Tierisches drin steckt, findest du hier.

Vegan im Alltag

Veganes Essen muss nicht unbedingt teuer und zeitintensiv sein. Frisch Kochen macht Spaß, du kannst experimentieren und neue Rezepte ausprobieren. Außerdem kannst du so zusätzlich saisonale und regionale Lebensmittel kaufen, damit du den ökologischen Fußabdruck gering hältst. Auch vegane Kleidung und Kosmetik gerät immer mehr in den Fokus und ist inzwischen in jeder Drogerie erhältlich. Informiere dich vorher, welche Marken auf Tierversuche und deren Produkte verzichten. Und nun ein letzter Tipp: Wenn du beim Bio Bäcker einkaufst, verzichtest du auf unnötige Zusatzstoffe in den Backwaren und kannst die Verkäufer*innen direkt fragen, ob tierische Produkte darin verarbeitet wurden. Den lokalen Markt unterstützt du so auch.  

Übrigens, auf ihrer Website stellt die Initiative Veganuary vegane Rezeptideen online und bietet Hilfestellung, wie wir die Umstellung meistern können.  Auch ein Lebensmittel-Guide und alle wichtigen Infos zu veganer Ernährung findest du dort. Die Initiative kommt ursprünglich aus Großbritannien und hat sich nun durch den großen Zuwachs auch auf andere Länder ausgeweitet – und ist somit auch zu uns gekommen. 

Und falls es dich doch nochmal an die Fleischtheke verschlägt, dann schau doch vorher mal in den Fleischatlas rein.

Beitragsbild von Mittmac auf Pixabay.

Bild von Hermann Schmider auf Pixabay

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Neuer Aktionsflyer von Make Chocolate Fair!

INKOTA - 17. Januar 2020 - 11:26
Immer wieder werden wir bei Veranstaltungen und Aktionen gefragt: "Welche Schokolade ist denn eigentlich wirklich fair?". Wir haben deshalb die wichtigsten Siegel für Kakao und Schokolade miteinander verglichen, damit Verbraucher*innen im "Siegel-Dschungel" den Durchblick behalten: Welche Standards garantieren Fairtrade, GEPA, NaturlandFair und Co.? Wie "nachhaltig" ist die Rainforest Alliance? Und wodurch unterscheidet sich die Schokolade von FairAfric von anderen Schokoladen? Findet es heraus in unserem Siegel-Check! Weiterhin erklärt der Flyer, welche "bittere Wahrheit" hinter dem süßen Genuss der Schokolade steckt, die wir täglich konsumieren. Denn wie viel vom Preis einer Tafel Schokolade kommt eigentlich bei den Kakaobäuerinnen und -bauern an? Außerdem wird die INKOTA-Kampagne Make Chocolate Fair! vorgestellt: Was sind ihre Ziele? Was fordert die Kampagne von den Schokoladenunternehmen? Und welchen Beitrag kann die deutsche Bundesregierung mit einem Lieferkettengesetz gegen die Missstände auf Kakaoplantagen leisten? Den neuen Aktionsflyer können Sie ab sofort im INKOTA-Webshop herunterladen oder gegen Versandkosten bestellen. Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), sowie der Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist alleine INKOTA verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.      
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UNICEF zur Libyen-Konferenz in Berlin

Unicef - 17. Januar 2020 - 10:07
Vor der internationalen Libyen-Konferenz in Berlin am Sonntag fordert UNICEF alle Konfliktparteien erneut dazu auf, Kinder jederzeit zu schützen, Angriffe auf Schulen zu beenden und Angriffe auf Kinder und zivile Einrichtungen zu unterbinden.
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17. Januar 2020

ONE - 17. Januar 2020 - 10:04

1. Showdown im Kongo
In der Tageszeitung (taz) beleuchtet Simone Schlindwein eine Militäroffensive der Demokratischen Republik Kongo gegen die Rebell*innen der Allied Democratic Forces (ADF) im Osten des Landes. Die Operation habe bereits im Dezember 2014 begonnen. Seitdem habe es Berichte darüber gegeben, dass ADF-Kämpfer*innen in der Region um die Stadt Beni Massaker verüben. In dem Konflikt seien rund 1.600 Zivilist*innen und Soldat*innen ums Leben gekommen. Die lokale Bevölkerung fühle sich nicht von der Armee geschützt und werfe ihr vor, sogar Geschäfte mit der ADF zu betreiben. Angeführt werde die ADF seit einigen Jahren von dem Ugander Musa Baluku, der die Rebellengruppe internationaler und islamistisch ausgerichtet habe. Trotz anderweitiger Bekundungen des sogenannten Islamischen Staats (IS) könne laut UN-Expert*innen keine direkte Verbindung zwischen der ADF und dem IS bestätigt werden. Die Angst vor einer Ausbreitung des Islamismus beschere Kongos President Félix Tshisekedi internationale Unterstützung, sowohl von Russland als auch den USA, Frankreich und der ehemaligen Kolonialmacht Belgien. Der Armeesprecher General Leon Kasonga sei zuversichtlich, die ADF mit der jetzigen Offensive „auszulöschen“.

2. Mali: UN-Friedensmisssion wird nicht verkleinert
Wie die Rheinische Post meldet, sind die USA im UN-Sicherheitsrat mit dem Vorschlag abgeblitzt, die 16.000 Mann starke UN-Mission Minusma in Mali zu verkleinern. Als Gründe für eine Verkleinerung führten die USA an, dass das Friedensbkomen von 2015 nicht eingehalten werde und sich die Sicherheits- und Versorgungslage im Land verschlechtere. Die Truppen solle sich auf dicht besiedelte Regionen konzentrieren. Gleichzeitig sollen durch die Verkleinerung frei werdende Mittel anderweitig verwenden werden. Insbesondere Frankreich und Russland haben sich jedoch für ein Fortbestehen der bisherigen Truppengröße stark gemacht. Jean-Pierre Lacroix, Leiter der UN-Friedensmission, habe sich sogar für eine Erweiterung des Mission ausgesprochen.

3. Krimi in Lesotho
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Hessisch-Niedersächsische Allgemeine sowie n-tv.de berichten, beschäftigt sich das südafrikanische Land Lesotho mit einem spektakulärem Mordfall. Maesiah Thabane, die Gattin von Premierminister Tom Thabane sei untergetaucht. Gegen die 42-jährige liege ein Haftbefehl vor. Sie werde verdächtigt, an der Ermordung der ehemaligen Gattin des Premierminister beteilgt gewesen zu sein. Der Mord soll sich zwei Tage vor der Vereidigung Tom Thabanes und ein Jahr vor der Hochzeit mit Maesiah Thabane ereignet haben. Thabanes Sprecher Relebohile Moyeye, der auch verdächtigt werde, sei ebenfalls untergetaucht. Das Hohe Gericht des Landes habe bereits einen Antrag auf Aufhebung des Haftbefehls abgelehnt. Die Opposition fordere den Rücktritt des 80-jährigen Premiers, der ebenfalls in dem Fall verstrickt sein könne und dem vorgeworden werde, sich von seiner Frau die Regierungsgeschäfte „diktieren“ zu lassen.

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Two faces of the automation revolution: impacts on working conditions of migrant labourers in the Dutch agri-food sector

EADI Debating Development Research - 17. Januar 2020 - 9:50
by Tyler Williams, Oane Visser, Karin Astrid Siegmann and Petar Ivosevic  |EADI/ISS Blog Series Rapid advances in robotics and artificial intelligence (AI) are enabling production increases in the Dutch agri-food sector, but are also creating harsh working conditions as the sector remains dependent on manual labour, while implementing new technologies. To ensure better working conditions …
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Evangelicals and Politics in Brazil

SWP - 17. Januar 2020 - 0:00

∎ Since the 1970s a religious change has occurred in Latin America. As a proportion of the population, Catholics have greatly diminished, and Evangelicals rapidly increased. These developments are causally linked.

∎ In the course of this demographic transformation, the Catholic Church has lost its special position in society and its privileged access to politics. It has been replaced by a large number of diverse and autonomous Evangelical churches, above all the Pentecostal and neo-Pentecostal.

∎ The substantial social weight of the Evangelical churches is connected, inter alia, to their importance as “problem solvers” in precarious sections of society. Faith communities are increasingly extending this commitment into the political sphere.

∎ The increasing social relevance and political power of the Evangelical churches has come to prominence in a particularly striking way in Brazil. Since 1 January 2019, Jair Messias Bolsonaro, a former soldier who was baptised in the Jordan by an Evangelical pastor, has been heading its government.

 

 

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Freie Universität Berlin ruft den Klimanotstand aus

#HOCHN - 17. Januar 2020 - 0:00
Die Freie Universität Berlin hat am 17. Dezember 2019 öffentlich den Klimanotstand ausgerufen. Das Präsidium der Hochschule verabschiedete eine Erklärung, in der sich die Universität zu ihrer Verantwortung beim Klimaschutz bekennt und dazu weitreichende Handlungsziele formuliert.

Foto: Dean Moriarty on pixabay

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16. Januar 2020

ONE - 16. Januar 2020 - 17:20

1. Mehr Hunger durch Klimawandel
Die Vereinten Nationen warnen vor einer Hungerkrise im südlichen Afrika, wie Tagesschau.de meldet. Anhaltende Wetterextreme wie lange Dürren und Überschwemmungen sowie wirtschaftliche Missstände haben zur Folge, dass 45 Millionen Menschen die Unterernährung drohe. Das seien „so viele wie nie zuvor“, so das Welternährungsprogramm (WFP). Die Situation sei insbesondere durch den globalen Klimawandel verschärft worden. Wichtig sei daher auch, die Menschen in den von Wetterxtremen betroffenen Gebieten widerstandsfähiger zu machen. Das WFP plane Nahrungsmittelhilfen für 8,3 Millionen Menschen bereitzustellen. Von den dafür benötigten 440 Millionen Euro seien bisher ledigich 184 Millionen gesichert.

 2. Müller: „Kampfpreise unmoralisch“
Entwicklungsminister Gerd Müller kritisiert die „unmoralischen“ Geizkampagnen deutscher Einzelhandelsketten. Das berichten unter anderem die Berliner Morgenpost, shz.de und der Deutschlandfunk. Betroffen seien oft Produkte aus Entwicklungsländern wie Kaffee. Bei der Landwirtschaftsmesse Grüne Woche wollen sieben der führenen deutschen Einzelhändler, darunter Aldi, Rewe und Edeka, am Freitag eine Selbstverpflichtungserklärung unterschreiben. Darin sichern sie „existenzsichernde Preise“ für bestimme Produke aus Entwicklungsländern zu und übernehmen damit „Verantwortung für faire Lieferketten“. Angesichts vieler „Kampfpreise“ zweifle Müller allerdings am Problembewusstsein einiger Lebensmittelhändler. Die Niedrigpreise tragen zu einer Verarmung in Entwicklungsländern bei, so der Minister weiter.

3. Südafrika hat Problem mit Fremdenfeindlichkeit
Laut Human Rights Watch unternimmt Südafrika zu wenig gegen Fremdenfeindlichkeit, wie der Deutschlandfunk meldet. Entsprechende Gesetze werden kaum umgesetzt, gewalttätige Übergriffe bleiben oft ohne rechtliche Konsequenzen. 2019 erreichte die Gewalt gegen Ausländer*innen mit mehreren Toten ihren traurigen Höhepunkt. Die Menschenrechtsorganisation habe zudem Burundi, Südsudan und Guinea dafür kritisiert, den Spielraum für zivilgesellschaftliches Engagement einzuschränken.

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