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Megachor singt für sauberes Trinkwasser

BfdW - 22. August 2019 - 13:25
Von der Nordsee bis zum Bayerischen Wald, von NRW bis Berlin: Am 6. Gospelday am 20. September um 12:00 Uhr beteiligen sich fast 3.000 Sängerinnen und Sänger in 65 Städten. Sie singen in Malls, in der U-Bahn, auf Rathaustreppen im Rahmen der Aktion "Gospel für eine gerechtere Welt".

Mit dem Choraktionstag machen die vielen Laienchöre auf den Zugang für sauberes Trinkwasser aufmerksam.  Mangelndes oder verunreinigtes Trinkwasser verursacht Hunger und Armut. Die Chöre erinnern deshalb mit dem Gospelsong „Soon be done“ daran, dass jeder Mensch für die Beendigung des Hungers und der Armut aktiv werden kann. Sie geben den Menschen eine Stimme, die sonst nicht gehört werden.

Im Norden Kenias etwa wird das Wasser aufgrund des Klimawandels immer knapper. Die nächsten Wasserlöcher sind meist mehrere Kilometer weit entfernt, und es können täglich nur bis zu 30 Liter mühsam zu Fuss in die Dörfer getragen werden. Traditionell sind dafür Frauen und Mädchen zuständig. Ihnen bleibt nach mehreren Stunden Weg meist keine Zeit mehr um in die Schule oder einer Beschäftigung nach zu gehen.

Durch den Bau von Wassertanks, die Regenwasser auffangen, kann dieser Weg auf nur wenige Meter verkürzt und die Zeit zum Wasserhohlen deutlich reduziert werden. Der neue Zugang zu sauberem Trinkwasser ist somit ein wesentlicher Schlüssel für Bildung und eine bessere Zukunft der Frauen und deren Familien.
Die Chöre wollen mit ihrem Auftritt auf das Projekt aufmerksam machen und um Unterstützung dafür werben. Ist Ihr Chor auch dabei?

 

Thema (BfdW) : WasserLänderbezug (Afrika): KeniaLinks: 6. Gospelday startet am 20. SeptemberAuf Fels gebaut
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GEOlino und UNICEF feiern 30 Jahre Kinderrechte

Unicef - 22. August 2019 - 11:00
Am Sonntag, den 25. August, findet erstmals das Open-Air-Festival „GEOlino LIVE“ statt. Anlässlich des 30. Geburtstages der UN-Kinderrechtskonvention erwarten das Kindermagazin GEOlino, UNICEF sowie die weiteren Partner des Events mehr als 10.000 Kinder und ihre Eltern in der Berliner Wuhlheide, um gemeinsam die Kinderrechte zu feiern. 
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Mangelnde Finanzierungsunterstützung zwingt UN lebensrettende Nothilfe im Jemen einzustellen

Vereinte Nationen - 22. August 2019 - 10:48

22. August 2019 - Die Vereinten Nationen haben am Mittwoch bekannt gegeben, dass sie mehrere humanitäre Programme im Jemen einstellen müssen, da die von den Mitgliedstaaten zugesagten finanziellen Mittel nicht gezahlt worden seien.

"Wir sind angewiesen auf die versprochenen Gelder", sagte Lise Grande, die Humanitäre Koordinatorin der Vereinten Nationen für den Jemen. "Millionen von Menschen im Jemen, die unverschuldet Opfer dieses Konflikts sind, sind auf unsere Unterstützung angewiesen, um zu überleben", mahnte sie.

Wenn die zugesagten Mittel nicht in den kommenden Wochen eingehen, werden die Lebensmittelrationen für 12 Millionen Menschen gesenkt und mindestens 2,5 Millionen unterernährte Kinder von den Grundversorgungsleistungen ausgeschlossen.

"Dies ist die weltweit größte humanitäre Anstrengung zur Bewältigung der schlimmsten humanitären Krise", betonte Grande. "Wenn wir die nötige Finanzierung erhalten, können wir einen großen Unterschied bewirken."

Sie bedankte sich bei den Gebern, die ihre Versprechen eingehalten haben und sagte, dass mit ihren Geldern „ die Nothilfe verdoppelt, in manchen Teilen des Landes auch verdreifacht wurde”.

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Der Bauernhof als Genossenschaft: In den Niederlanden werden Familien gemeinsam zu Erzeugern

reset - 22. August 2019 - 7:07
Im niederländischen Boxtel betreiben Familien gemeinsam einen Bauernhof, um eine nachhaltige, lokale Landwirtschaft zu fördern.
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Verifying LAWS Regulation – Opportunities and Challenges

SWP - 22. August 2019 - 0:00

 

 

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Japan-South Korea Relations – A Downward Spiral

SWP - 22. August 2019 - 0:00

The latest dispute between Japan and South Korea over compensation for former Korean forced labourers appears to be following a familiar pattern. Historical spats between two most important democracies in Northeast Asia – especially over the phase of Japanese colonial rule – are nothing new. But the tensions run deeper this time, and mutual mistrust has hit unseen heights. Japanese frustration has grown markedly, with Tokyo feeling duped by Seoul. While there have always been tussles over diverging interpretations of history, current domestic and regional developments are an exacerbating factor. Now leaders in both capitals are publicly questioning whether the other side still shares similar core values and strategic goals. The growing rift could easily affect the regional balance of power, weakening America’s position as ally of both Japan and South Korea.

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Soziale Ungleichheit überwinden – von der Utopie zur Realität

#2030Agenda.de - 21. August 2019 - 20:31

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wollen die Staaten Armut beenden, Wohlstand schaffen sowie Umwelt- und Klimaschutz voranbringen. Um dies zu erreichen, muss die stetig wachsende soziale, ökologische und ökonomische Ungleichheit deutlich reduziert werden – vor allem in den Ländern im globalen Süden. Aber auch in Deutschland wächst das Wohlstandsgefälle. Die Vermögensungleichheit steigt und prekäre Beschäftigungsverhältnisse nehmen zu. Schülerinnen und Schüler gehen für mehr Klimagerechtigkeit auf die Straße. Es muss sich etwas ändern, um langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt bei uns und weltweit zu stärken.

Im Rahmen der Konferenz unterziehen wir die aktuellen politischen Entwicklungen einem Realitätscheck. In Gesprächsrunden und Fachforen diskutieren wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft Ideen, wie wir bei uns und weltweit diesoziale, ökologische und ökonomische Ungleichheit reduzieren können, und im Sinne der Agenda 2030 »niemand zurücklassen«.

Über Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Sie können sich hier anmelden.

Ein vollständiges Konferenzprogramm gibt ers hier zum Download.

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"Nicht konsequent genug"

#2030Agenda.de - 21. August 2019 - 20:31
Die Bundesregierung strebt eine nachhaltige Entwicklung an, um auch künftigen Generationen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Dies will sie insbesondere mit einer nationalen Nachhaltigkeitsstrategie erreichen, die nach den Feststellungen des Bundesrechnungshofes jedoch unvollständig ist und nicht konsequent genug umgesetzt wird. Die Bundesregierung muss ihre auf eine nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Aktivitäten aufeinander abstimmen, den Erfolg kontrollieren und zielgerichtet steuern.
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SDGs nebenbei lernen

#2030Agenda.de - 21. August 2019 - 20:31

Ungerechte Handelsbeziehungen im Vorbeigehen verstehen, die Substainable Development Goals (SDGs) nebenbei erklären und diskutieren – geht nicht? Doch! Casual Learning (oder informelles Lernen) spricht Menschen dort an, wo sie sich ohnehin aufhalten und erreicht damit Zielgruppen, die mit gewöhnlichen Formaten in der Regel nicht erreicht werden, sei es im Waschsalon, im Freibad oder auf dem Wochenmarkt. Mit eigens entwickelten Methoden können im Casual Learning Inhalte des Globalen Lernens niedrigschwellig vermittelt und für nachhaltige Entwicklung sensibilisiert werden.

Mit der Ausstellung des Zentrums Oekumene „Solidarität – Demokratie – Gerechtigkeit: 17 Ziele für eine bessere Welt“ machen wir uns mit den Zielen der SDGs vertraut. Anschließend führt eine ReferentIn von finep (forum für internationale Planung + Entwicklung) in das Konzept und die Methoden des Casual Learning ein und stellt verschiedene Bildungsmaterialien vor.

Anmeldungen an carolin.bernhardt[at]epn-hessen.de

Weitere Infos unter https://www.epn-hessen.de/events/sdgs-nebenbei-lernen/

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21. August 2019

ONE - 21. August 2019 - 17:35
1. Kamerun: Separatist*innen verurteilt

Katrin Gänsler berichtet in der Tageszeitung (taz), dass in Kamerun Mitglieder der anglophonen Separationsbewegung zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Noch sei nicht klar, ob sie Berufung einlegen werden. Neben der Haftstrafe müssen die Verurteilten hohe Geldstrafen zahlen. Die Bewohner*innen des anglophonen Teil Kameruns werden seit Jahrzehnten durch die Regierung von Präsident Paul Biya unterdrückt. Bereits 2018 sei Sisiku Ayuk Tabe, Anführer der Separatistenbewegung, zusammen mit 46 Separatisten*innen in Nigeria verhaftet und an Kamerun ausgeliefert worden. Die anhaltenden Auseinandersetzungen in der anglophonen Region sorgen dafür, dass immer mehr Menschen fliehen, 35.000 leben bereits im Nachbarland Nigeria. Laut der International Crisis Group (ICG) seien bisher 1.850 Menschen in dem Konflikt ums Leben gekommen. Das Urteil nun sei auch richtungsweisend für das weitere Verfahren gegen Oppositionspolitiker Maurice Kamto. Dieser sitze seit Ende Januar dieses Jahrs im Gefängnis, bisher noch ohne Urteil.

2. Sambia: Kirche wird immer wichtiger

In der Deutschen Welle berichtet Tessa Clara Walther, dass die Kirche in Sambia einen immer höheren Stellenwert hat. Bei der zehnten Weltversammlung von ‚Religions for Peace’ in Lindau am Bodensee seien auch Vertreter*innen aus Afrika zu Gast. Der katholische Bischof David Masupa aus Sambia, Vorsitzender der ‚Unabhängigen Kirche von Sambia’ berichtet, dass christlicher Glauben immer relevanter werde. Die Kirche helfe gerade jungen Menschen bei einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, so Masupa. Trotz einer offiziell niedrigen Arbeitslosenquote gebe es soziale und wirtschaftliche Probleme im Land. Familienstrukturen seien in Sambia sehr wichtig und somit werde auch Glaube und Religion über die Familie vermittelt, sagt Bischof Masupa. Die Kirche schenke den Menschen in Sambia vor allem Hoffnung.

3. Chinesische Investitionen in Äthiopien

Wie Joachim Eggers in der Deutschen Welle berichtet, werden Chinas Investitionen in Äthiopien zunehmend kritisch betrachtet. Rund 12 Milliarden Euro soll China bereits an Äthiopien verliehen haben, hauptsächlich für den Ausbau der Infrastruktur. Um mehr als acht Prozent könne die Wirtschaft pro Jahr dank der chinesischen Investitionen wachsen, so Costantinos Berhutsefa Constantinos, Professor für Politik an der Universität in Addis Abeba. Dieses Wirtschaftswachstum habe vor allem die Regierung nach dem chinesischen Modell vorangetrieben: staatlich verordnetes Wachstum auch gegen Widerstände aus der Bevölkerung. Seit dem Regierungswechsel im Frühjahr 2018 werde das Verhältnis zu China allerdings nüchterner gesehen. Gerade für Bauprojekte oder bei Autofirmen kommen lediglich die Arbeitskräfte aus Äthiopien. Bauteile und Materialien werde aus China importiert. Auch werde China bei den Krediten für die Infrastruktur auf eine Rückzahlung drängen, so Joachim Eggers.

 

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Join Us at Our Digitalisation and Sustainability – Requirements and Opportunities Event on 10 October 2019 in Wuppertal

SCP-Centre - 21. August 2019 - 17:22

How will climate change, digitalisation, blockchain and new work concepts affect your company? Can you implement digitalisation and sustainability in your company activities? Our event Digitalisation and Sustainability – Requirements and Opportunities will answer these questions with practical examples, interactive workshop formats along with ideas for the future of your organisation.

In the one-day event, we will show you the potential of the two topics – sustainability and digitalisation, with practical examples. Through keynote speeches, workshops and discussions we will highlight opportunities and challenges, while helping you come up with concrete ideas on how your company can benefit from these megatrends. We will also address questions on what large and small companies can learn from each other with insights from our R2Pi Project.

The following topics will be covered in the event :

  • Best practices of digital and sustainable business models
  • How can digitalisation promote transparency and sustainability in value chains?
  • How does digitalisation enable circular economy products and services?
  • How will the future of work look like and how can we prepare for it today?
  • How does digitalisation promote resource efficiency, energy efficiency and climate change mitigation?
  • How do sustainable digital responsibility and new management models in companies look like?
  • What are the funding opportunities for innovative digital sustainability activities?

Workshop: Digitalisation & Sustainability – Requirements and Opportunities
Date: 10 October 2019
Time: 10:30 to 17:00
Location: VillaMedia Gastronomie GmbH, Viehhofstrasse 125, 42117 Wuppertal

This event is organised by the Competence Centre eStandards (Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards)and is primarily tailored towards decision-makers in SMEs. The event will be conducted in German.

Click here to register for the event.

Registrations are open until 02.10.2019

For further information contact Patrik Eisenhauer

 

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Zukunftstechnologien smart³ - global: nachhaltig: digital

INKOTA - 21. August 2019 - 16:23
Wir laden mit der dreiteiligen Vernetzungsreihe ein, zentrale Herausforderungen im Kontext von Zukunftstechnologien zu identifizieren, gemeinsame Ziele zu erkennen und daraus Handlungsansätze und politische Forderungen weiter- zuentwickeln. Die digitale Transformation bietet mit dem Ausbau von Zukunftstechnologien und datengespeisten Informationssystemen technische Lösungen für Probleme an, die unser Wirtschaftssystem selbst generiert hat: Klimanotstand, Zerstörung von Ökosystemen, Ausbeutung von Arbeitskräften und soziale Unruhen. Während durch die Digitalisierung Lösungen angeboten werden, droht sie die genannten Probleme im gleichen Zug zu reproduzieren. Zivilgesellschaftliche Kräfte sind daher aufgefordert, ihre Expertise zu bündeln und ihre Ideen und Visionen - von Klimaschutz und Mobilität, Umweltschutz, Menschenrechten und digitalen Bürgerrechten - zusammenzuführen. Jede Session bietet jeweils einen Input-Block und einen Block zur Vernetzung und Erarbeitung von gemeinsamen Handlungsansätzen. 27. September 2019// 13-17h // Geh8 // Dresden
Suffizienz und Teilhabe: Nachhaltiger Ausbau und Nutzung von Zukunftstechnologien mit Tilman Santarius (IÖW) 01. November 2019// 13-17h // Franckesche Stiftungen Haus 30 // Halle
Datenhandel und Rohstoffhandel 4.0: Gerechte Handelsstrukturen für Zukunftstechnologien mit Merle Groneweg (Power Shift) und Sven Hilbig (Brot für die Welt) 15. November 2019// 13-17h // Haus Dacheröden // Erfurt
Ökologie und Menschenrechte: Sorgfaltspflichten bei der Produktion von Zukunftstechnologien mit Jacques Nzumbu Mwanga (CARF/ D.R. Kongo) und N.N. (Ökoinstitut) Die Teilnahme ist kostenfrei. Wir bitten um Anmeldung bis 20. September unter: ressourcengerecht[at]inkota.de Weitere Informationen Einladung zur Workshop- und Vernetzungsreihe    Diese Veranstaltungsreihe wird gefördert mit Mitteln des evangelischen Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für rtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und dem Katholischen Fonds. Für den Inhalt ist der Veranstalter allein verantwortlich; die dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.     
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DIE: Publikation | „Klimamigration“ in Subsahara-Afrika: Trends und grundlegende Empfehlungen für die Entwicklungszusammenarbeit

Bonn - 21. August 2019 - 14:41
Dieses Papier gibt einen Überblick über den Zusammenhang zwischen den Folgen des Klimawandels und menschlicher Mobilität in West-, Ost- und im südlichen Afrika, den von diesen Phänomenen am stärksten betroffenen Regionen Subsahara-Afrikas. Obwohl es generell an Daten zur „Klimamigration“ mangelt, lassen sich aus der wachsenden Zahl von Fallstudien und Forschungsprojekten einige Trends ableiten. Basierend darauf […]
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The G7 Summit in Biarritz: Finding agreement amid discord

DIE Blog - 21. August 2019 - 14:10

It is a common practice today to speak about the demise of the liberal world order. Threats to multilateralism, free trade and democratic values seem to arise from everywhere; both through a growing assertiveness of authoritarian regimes, but also from within liberal democracies.

This creates particular challenges for international cooperation at a time when the world is increasingly confronted with new or (re-)emerging and transversal issues such as digital privacy and inequality. These issues are insufficiently regulated within our existing system of institutions, necessitating new and renewed forms of multilateral cooperation.

In light of these challenges, on the occasion of the 2018 G7 Summit in Charlevoix, Canada and the accompanying Think 7 Summit (a meeting of researchers from G7 countries extended to include a number of outreach partners), we looked at the particular institutional characteristics of the G7 and how they impact its ability to tackle new and transversal issues in global governance. In an article that was the output of our involvement in the Think 7 Summit, we highlighted two important features of the G7 that make it better suited than other international institutions to address these issues: the informality and like-mindedness of G7 members when it comes to social, economic and political values. We argued the G7’s relatively high level of informality, along with its focus on shared values among members make it well adapted to address new and complex issues that have „no home”. At the same time, its members are frequently expected to share problem definitions that enable them to reach faster solutions. Both at the previous Charlevoix and the upcoming Biarritz Summits, leaders of the G7 have committed to dealing with increasingly complex threats to multilateralism and emerging problems such as growing inequality, green finance, and the taxation of the digital economy.

However, as the G7 Summit in Biarritz approaches, it has become clear that the likemindedness of G7 member states is in flux and what we are presented with is a “G6 plus one.” Given the current global context, reaching solutions on these issues has proven to be difficult in light of, in particular, domestic developments in the United States. Yet, with creative solutions building on the G7’s informality and the flexibility it provides, the current era of the G6 plus one will not necessarily relegate the G7 to a phase of decline and inactivity. Ahead of the upcoming summit, we call on leaders to make the most of the G7 by intensifying their debate on a long-term coherent vision strengthening common values and, where this proves to be impossible, to create mini-lateral solutions and long-term plans for particular problems at hand.

Playing to the G7’s strengths

Over a history of forty-five summits from Rambouillet in 1975 to the upcoming summit in Biarritz, the G7 has had an overall mixed record of tackling global issues. Building on the competitive advantages offered by its informal nature and generally like-minded membership, the G7 has been relatively more successful at tackling new and complex issues than conventional issues.

In 2018, for example, G7 leaders addressed both well-established and emerging issues. Within the first category, they acknowledged that trade liberalization contributes to economic growth, urged North Korea to dismantle its weapons of mass destruction, and expressed concern for the Israeli-Palestinian conflict. Not surprisingly, these statements did not contribute to solving these entrenched issues.

The G7 was more productive in framing emerging issues, such as sexual violence in digital contexts, foreign interference in elections, the governance of artificial intelligence, and ocean plastic waste. These problems are not adequately governed by other international institutions and G7 declarations adopted in 2018 will contribute to framing these issues in the years to come.

Likewise, the Biarritz agenda includes traditional issues that are already on the work program of existing intergovernmental organizations, such as fighting terrorism, protecting biodiversity, maintaining a resilient financial system and promoting access to education, as well as emerging issues that are in need of global leadership, including digital trust and supply chains for agricultural commodities. We expect the Biarritz Summit to be of greater importance for the second category of issues.

Making the most of the “G6 plus one”

Over a history of forty-five summits from Rambouillet in 1975 to the upcoming summit in Biarritz, the G7 has had an overall mixed record of tackling global issues. Building on the competitive advantages offered by its informal nature and generally like-minded membership, the G7 has been relatively more successful at tackling new and complex issues than conventional issues.

In 2018, for example, G7 leaders addressed both well-established and emerging issues. Within the first category, they acknowledged that trade liberalization contributes to economic growth, urged North Korea to dismantle its weapons of mass destruction, and expressed concern for the Israeli-Palestinian conflict. Not surprisingly, these statements did not contribute to solving these entrenched issues.

The G7 was more productive in framing emerging issues, such as sexual violence in digital contexts, foreign interference in elections, the governance of artificial intelligence, and ocean plastic waste. These problems are not adequately governed by other international institutions and G7 declarations adopted in 2018 will contribute to framing these issues in the years to come.

Likewise, the Biarritz agenda includes traditional issues that are already on the work program of existing intergovernmental organizations, such as fighting terrorism, protecting biodiversity, maintaining a resilient financial system and promoting access to education, as well as emerging issues that are in need of global leadership, including digital trust and supply chains for agricultural commodities. We expect the Biarritz Summit to be of greater importance for the second category of issues.

The G7 remains an informal institution, despite its 45 years of meetings and efforts – both deliberate and organic – to institutionalize its processes. Yet, growing divergences in preferences, such as the United States’ “America First” foreign policy, puts the like-mindedness of G7 members at risk. At Biarritz next week, in areas ranging from international trade to climate change mitigation, G7 discussions seem likely to fragment, with dividing lines forming between the positions of the G6 (and the European Union) and that of the United States.

Reduced like-mindedness could harm the G7 in two ways. First, it may impede members’ ability to reach consensus on important issues. Second, as host states set the agenda, with the Trump Administration assuming the G7 Presidency at the end of the year, it could make transitions between summits increasingly erratic. Yet, building on the G7’s informality and the flexibility it conveys, solutions are available.

In areas where the G7 fails to reach consensus, there are no rules preventing smaller, “mini-lateral” groupings of like-minded member states from coordinating on pressing matters or the addition of external like-minded states to a summit. Like-minded sub-group or extended group mini-lateral solutions can serve as the basis for broader solutions at future summits. The sub-group strategy was successfully used in the early years of Russia’s G7 (then G8) participation where the G7—excluding Russia—met alongside the G8. The extended groups solution is being used again this year, with Australia, India, Egypt, South Africa, Rwanda and Chile set to attend the Summit.

G7 themes have historically been set by the host country, affecting the coherence of transitions from one summit to the next. With the United States in line to host the upcoming 2020 G7 Summit, there may be a clear agenda shift after Biarritz. To minimize disruption, at Biarritz, the G7 should prioritize a small number of long-term initiatives to be followed up at the next summit, as recommended by this year’s Think Tank 7 report. Doing so will ensure a degree of consistency is maintained from one summit to the next, while leaving host states room to incorporate their choice items on the agenda and respond to new pressing issues.

Conclusion

As would be expected of one of the progenitors of the G7, the French Presidency has been proactive in its organization of and boosterism surrounding this year’s summit. It has arranged the usual run-up of ministerial meetings and social media campaigns to build a steady drum roll of anticipation ahead of the leaders’ summit at the end of August. In addition, it has reached out not only to external partners as mentioned above but also domestic groups in an effort to placate the gilets jaunes. Moreover, for the first time in a decade, the summit will be organised across three days rather than two. We applaud this proactivity, especially if it reinforces the G7’s comparative advantages as an informal (and therefore flexible) as well as like-minded grouping. However, the French Presidency needs to proceed with caution.

We welcome the extended groups solution as one way to keep the G7 relevant. Utilizing a ‘variable geometry’ and rebooting each summit in terms of inviting like-minded leaders to discuss emerging issues can ensure that the right people to address a specific issue are sat at the same table. It should be embraced as the ‘new normal’ of the way future G7 summits are organized, rather than presented as a novelty. However, there are associated risks. Invited guests need to feel that they are part of a meaningful discussion with tangible outcomes and follow-through to ensure they do not become disillusioned, disengaged and look to form their own groups of outsiders defined by little more than their perceived exclusion by the traditional G7 elite. The way in which the G5 of Brazil, China, India, Mexico and South Africa failed to articulate successfully with the G8 provides a cautionary lesson that should be heeded to ensure the reboot in design of the G7 at Biarritz does not become just one more attempt at rearranging chairs on the Titanic.

In terms of the summit agenda, the French Presidency has placed the emphasis on the nebulous and potentially meaningless soundbite of ‘fighting inequality’. This is all very well as an attempt to grab attention and elicit some buy-in but requires greater specificity around the issues to be addressed. As we have argued elsewhere, the G7 is well placed to address new and transversal issues, and we hope to see concrete progress at Biarritz particularly in terms of framing the issues of digital trust, supply chains for agricultural commodities, and given its theme, the underlying dimensions of inequality and its impact on other issue areas. The G7 should provide a home for these issues and resist the urge to fall back solely on traditional, headline issues that are often little more than soundbites.

This year’s G7 summit has the opportunity to provide a template for the way future summits are organized in a more nimble and agile way than has been the case at recent summits. This template is all the more necessary as the G7 Presidency rotates from a proactive France to a capricious Trump administration seeking re-election in 2020 and a UK in 2021 still seeking political stability and leadership as a result of the Brexit debacle. Mini-lateralism and long-term thinking provide two viable ways through these uncertain times.

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Engagement in fragilen Staaten erfordert Konfliktsensibilität

VENRO - 21. August 2019 - 13:13

Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit und effektive humanitäre Hilfe sind in fragilen Staaten besonderes schwer zu realisieren. Bei der Finanzierung von Projekten muss daher die politische Situation vor Ort genau berücksichtigt werden. Oft fehlt es den Geberländern jedoch an der notwendigen Konfliktsensibilität.

In den letzten Jahren engagieren sich Geberländer zunehmend in fragilen Kontexten – die internationale Gemeinschaft hat ihre Unterstützung in solchen Ländern von 2007 bis 2016 real um mehr als 27 Prozent gesteigert. Dieser Entwicklung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass staatliche Fragilität nicht allein die dort lebenden Menschen betrifft und ihre Lebensperspektiven negativ beeinflusst, sondern gleichzeitig regionale und weltweite Folgen hat.

Vor diesem Hintergrund ist ein noch immer häufig verwendeter politischer Frame die „Bekämpfung von Fluchtursachen“, also die Annahme, dass Investitionen in die Entwicklung fragiler Länder – teilweise hypothetische – Negativeffekte auf die eigenen Staaten mindern könnten. Nachbarländer fragiler Staaten und Geberregierungen versuchen im besten Fall mit solchen oder ähnlichen Begriffen auf populistische Bedrohungspropaganda in ihrer jeweiligen Öffentlichkeit zu reagieren – im schlechtesten Fall bedienen sie sie sogar. Teile von Gesellschaft und Politik dramatisieren die Belastungen für das eigene Land, die vermeintlich durch fragile Bedingungen anderswo entstehen. Das verleitet auf politischer Ebene schnell zu Aktionismus oder zur Abschottung. Beispiele sind die Finanzierung großvolumiger Projekte in Krisengebieten oder die Unterstützung von Grenzsicherungsmaßnahmen, die inhuman und mit Menschenrechten nicht vereinbar sind. Die von Expert_innen für fragile Kontexte geforderte Konfliktsensibilität und Kontextualisierung externer Interventionen finden kaum Berücksichtigung und bestehende zivilgesellschaftliche Initiativen sowie einflussreiche informelle Autoritäten oder Respektspersonen können sich nicht einbringen. Damit laufen solche Maßnahmen Gefahr, für die betroffenen Menschen keine positiven Wirkungen zu haben, oder schlimmstenfalls deren Lebenssituation sogar noch fragiler zu machen.

Wirkungsanalysen sind in fragilen Kontexten unerlässlich

Bis 2030, so eine Schätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), werden etwa vier Fünftel aller extrem armen Menschen in Ländern oder Regionen mit fragilen Voraussetzungen zu Hause sein. Deswegen müssen sich internationale Nichtregierungsorganisationen (NRO) vermehrt mit den schwierigen Rahmenbedingungen zivilgesellschaftlichen Engagements in fragilen Kontexten auseinandersetzen. Nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit und effektive humanitäre Hilfe sind in fragilen Kontexten noch schwieriger zu realisieren als in solchen mit funktionierenden und belastbaren staatlichen Strukturen. Fehlende oder schwache Rechtsstaatlichkeit, hohe Gewalt- und Kriminalitätsraten, gering legitimierte staatliche Ansprechpartner sowie beschränkte Wirkungsräume zivilgesellschaftlicher Strukturen, Korruption und schwacher sozialer Zusammenhalt behindern und bedrohen besonders die Arbeit einheimischer zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie stellen aber auch für internationale NRO besondere Herausforderungen dar und bringen für alle spezielle Risiken mit sich. Deswegen sind in fragilen Kontexten genaue und wiederholte Analysen der nichtintendierten Wirkungen, der Beziehungsgeflechte und Entscheidungswege unerlässlich, um die Situation der Menschen tatsächlich zu verbessern. Die Erfahrung und die Kenntnisse der Menschen vor Ort sollten dafür die Basis bilden – seien es die von Kolleg_innen aus NRO oder von integren Respektpersonen auf staatlicher wie nicht-staatlicher Ebene oder einfach die von Menschen, die sich für das Gemeinwohl einsetzen.

Armut und Unsicherheit prägen den Lebensalltag der meisten Menschen in fragilen Kontexten. Schon jetzt müssen rund 1,8 Milliarden Menschen mit diesen Bedingungen umgehen und geeignete Überlebensstrategien entwickeln, bis 2030 werden es voraussichtlich etwa 2,3 Milliarden sein. In der Mehrheit sind das Menschen, die jünger sind als 20 Jahre und für die prekäre Lebensverhältnisse, extreme soziale Ungleichheit, Gewalt und Korruption ebenso zum Alltag gehören wie fehlende staatliche Dienstleistungen, schlechte Bildungs- und Erwerbsmöglichkeiten, erschwerte gesellschaftliche und politische Teilhabe sowie bedrohliche Schädigungen der Ökosysteme.

Misstrauen in Institutionen bestimmt das Verhältnis der Menschen zum Staat und seinen Vertretern. Besonders dort, wo gewalttätige Konflikte eine Rolle spielen, gefährden nicht allein fehlende soziale, wirtschaftliche und politische Sicherheit ein vertrauensvolles und friedliches Zusammenleben, sondern zusätzlich Gewalt sowie Gefahr für Leib und Leben. Mut machend ist aber, dass es selbst unter diesen Bedingungen und Verhältnissen Menschen, Initiativen, Organisationen und manchmal sogar Institutionen (oder Teile davon) gibt, die sich für alle einsetzen und denen daran gelegen ist, die Fragilität ihres jeweiligen Umfeldes zu verringern. Diese Kräfte zu identifizieren, ihre Ideen für Veränderung kennenzulernen und zu verstehen, sollte zu Beginn eines jeden externen Engagements in fragilen Kontexten stehen. Wenn es gelingt, die durch Erfahrungen mit fragilen Bedingungen entwickelte Kreativität der Menschen zu nutzen, den Austausch untereinander zu erleichtern und Projekte an sich verändernde Bedingungen immer wieder anzupassen, sind das weitere Schritte, die zu einem wirksamen zivilgesellschaftlichen Engagement in fragilen Kontexten beitragen können. Und letztlich gehört für alle Beteiligten der Mut zum Scheitern dazu!

Christine Idems ist Sprecherin der VENRO-AG Fragile Staaten.

Weitere Hintergründe zu diesem Thema erhalten Sie in unserem Positionspapier „Noch Normalfall oder schon Ausnahme: Die Zusammenarbeit mit fragilen Staaten“, in dem Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit in Konfliktregionen dargestellt und Forderungen an die Bundesregierung und Bundestag gericht werden.

Zwischen Dirndl und Lederhosen: Mein Treffen mit dem Entwicklungsminister

ONE - 21. August 2019 - 12:17

Unsere Jugendbotschafterin Janice war auf der Allgäuer Festwoche unterwegs, um sich dort mit dem Entwicklungsminister zu treffen. Hier berichtet sie von ihren Erlebnissen. 

Auf der Allgäuer Festwoche habe ich mich mit Entwicklungsminister Müller getroffen, um von ihm mehr Einsatz für den Kampf gegen vermeidbare Krankheiten zu fordern. Ein ziemlich aufregender Termin für mich, der besser lief, als ich erwartet hatte.

Im ONE-T-Shirt zwischen lauter Trachten

Überall auf der Festwoche sehe ich feiernde Menschen in bayerischer Tracht. Dazwischen ich, im ONE-T-Shirt. Ich bin in Kempten, um mich mit dem deutschen Entwicklungsminister Gerd Müller zu treffen und ihm eine Petition zu übergeben. Das Treffen zu vereinbaren, ging unkompliziert und schnell. Dem Entwicklungsminister gleich persönlich gegenüberzustehen, ist aber eine ganz andere Sache! Er ist ja doch ein hohes Tier und ich will nichts Falsches sagen, mich verhaspeln oder blamieren.

Jugendbotschafterin Janice bei der Allgäuer Festwoche

Der Minister ist auch nur ein Mensch

Viel Bedenkzeit habe ich aber gar nicht. Ich werde prompt zum Treffpunkt gebeten und schüttle dem Minister die Hand. Als er so vor mir steht, wird mir klar: er ist auch nur ein Mensch. Das kann ich schaffen! Dann werde ich an den Tisch gebeten und sitze dort eine ganze Weile, während sich der Minister, seine Frau, die Stadträtin, der Landrat und zwei Vertreterinnen des Bäuerinnenverbands unterhalten. Ich bekomme Kaffee, Kuchen und einen Hugo und kann zuhören und manchmal auch mitreden. Vor allem, als es um die Deutsche Bahn geht. Denn die ist der Grund, warum mein Jugendbotschafterkollege es heute leider nicht zu dem Treffen geschafft hat.

Übergabe unserer Petition an Minister Müller

Das Treffen: ein voller Erfolg!

Am Ende kann ich dann noch mein Anliegen vortragen. Fast 150.000 Menschen fordern Minister Müller und die politisch Verantwortlichen weltweit auf, den Globalen Fonds zu stärken. Der Globale Fonds bekämpft die vermeidbaren Krankheiten Aids, Malaria und Tuberkulose und hat bisher dazu beigetragen, schon 16 Millionen Menschenleben gerettet. Mit Deutschlands Hilfe soll er das auch weiterhin tun. Nach meinem kleinen Pitch habe ich das Gefühl, dass sich alle Anwesenden für das Thema interessieren und ich bekomme wirklich positive Rückmeldungen.

Zwar sagt der Minister leider nicht sofort begeistert zu, Geld für den Fonds auszugeben, aber immerhin wirkt er nicht abgeneigt. Und er sagt selbst, wie wichtig die Arbeit des Fonds ist. Sozusagen ein voller Erfolg! Endlich kann ich wieder ruhig atmen. Denn ich habe diese wichtige Sache erfolgreich gemeistert. Mit einem leichten Schwips (Hugo) und einem guten Gefühl (habe mich nicht allzu oft verhaspelt), kann ich beruhigt wieder nach Hause fahren. Mission accomplished!

Bereits im April war Janice in Kempten unterwegs und hat Briefe von ONE-Unterstützer*innen an das Wahlkreisbüro von Minister Müller übergeben. Schau dir hier die Bilder der Aktion an und zeige deinen Support für so viel junges Engagement! 

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Zerstörerische Landnutzung

E+Z - 21. August 2019 - 12:03
Weltklimarat zeigt die Wechselwirkungen zwischen Landnutzung und Klimawandel auf

Der Klimawandel beeinflusst die Landnutzung, und diese trägt zum Klimawandel bei. Wie die Wechselwirkungen genau aussehen, legt der Weltklimarat (International Panel on Climate Change – IPCC) in seinem im August veröffentlichten Sonderbericht dar. 107 Wissenschaftler aus 52 Ländern waren daran beteiligt, davon mehr als die Hälfte aus Entwicklungsländern. Sie haben rund 7000 wissenschaftliche Studien ausgewertet.

Die Menschheit beeinflusst gut 70 Prozent der eisfreien Landoberfläche der Erde. Infrastruktur macht nur ein Prozent aus. 12 Prozent sind Ackerfläche, 37 Prozent Weideflächen und 22 Prozent genutzte Wälder. Die restlichen 28 Prozent sind weitgehend ungenutzt; dazu gehören Wälder und andere Ökosysteme, aber auch Felsen und Wüsten.

Der Anteil der genutzten Fläche wächst stetig. Die Nahrungsmittelproduktion hat laut dem Bericht zwischen 1961 und 2017 um 240 Prozent zugenommen – allerdings nicht nur durch mehr Flächen, sondern auch aufgrund höherer Produktivität.

Der Einfluss der Landnutzung auf Ökosysteme ist enorm – und oft zerstörerisch. Fruchtbarer Boden geht verloren, Wüsten breiten sich aus, und die Artenvielfalt nimmt ab. Zudem verbraucht die Landwirtschaft 70 Prozent des weltweiten Trinkwassers. Häufig geht auch die Funktion des Bodens als CO2-Senke verloren; er ist nach den Ozeanen der größte Kohlenstoffspeicher der Erde. Folglich befeuert die nichtnachhaltige Landnutzung die Erderwärmung.

Diese geht über Landmassen schneller vonstatten als über den Meeren. Was sich die Weltgemeinschaft im Pariser Vertrag als Limit gesetzt hat, ist über der Landoberfläche schon erreicht: Dem Bericht zufolge ist dort die mittlere Lufttemperatur seit der vorindustriellen Zeit um 1,5 Grad gestiegen, beinahe doppelt so stark wie die globale Durchschnittstemperatur.

Wegen des Klimawandels werden wiederum Extremwettereignisse häufiger und intensiver. Er trägt in vielen Regionen zu Landdegradierung und Wüstenbildung bei. Ernährungssicherheit und Ökosysteme sind bedroht. Die Risiken sind regional sehr unterschiedlich, wie die Autoren betonen, wobei die Auswirkungen für Länder niedrigen Einkommens tendenziell drastischer sind.

Wie sich der Klimawandel künftig auswirkt, hängt nicht nur vom Grad der Erwärmung ab, sondern beispielsweise auch vom Bevölkerungswachstum, von Konsumgewohnheiten, Produktionsweisen und dem technischen Fortschritt. Positiv ist, dass die Autoren zahlreiche Möglichkeiten im Zusammenhang mit Landsystemen sehen, um den Klimawandel zu mindern und sich daran anzupassen. Häufig sei das möglich, ohne um Landflächen zu konkurrieren, und mit zahlreichen Zusatznutzen verbunden.

Ein wichtiger Punkt ist nachhaltiges Landmanagement, das den Erhalt von Ressourcen wie Böden, Wasser, Tieren und Pflanzen und ihrer ökologischen Funktionen beinhaltet. Im Bericht heißt es: „Die Verringerung und Umkehr von Landdegradierung – in der Größenordnung von einzelnen landwirtschaftlichen Betrieben bis hin zu ganzen Wassereinzugsgebieten – kann der Allgemeinheit kosteneffiziente, unmittelbare und langfristige Vorteile bringen und mehrere der Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) unterstützen.“

Die Autoren plädieren unter anderem für nachhaltigen Ackerbau, weniger Dünger und reduzierte Fleischproduktion. Außerdem gingen im Moment 25 bis 30 Prozent der produzierten Nahrungsmittel verloren oder würden weggeworfen – wenn sich das änderte, wäre schon sehr viel gewonnen.

Um bei der Landnutzung umzusteuern, halten die Autoren entsprechende Politik für nötig. Als konkrete Ansatzpunkte nennen sie unter anderem verbesserten Marktzugang, Sicherung von Nutzungsrechten und die Einbeziehung von Umweltkosten bei Nahrungsmitteln. Der Bericht macht klar: Gehandelt werden muss sofort. Das gilt für alle Sektoren, die für den Klimawandel relevant sind.

Link
IPCC-Sonderbericht Klimawandel und Landsysteme:
https://www.de-ipcc.de/254.php

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Dringender Bedarf an „Zurückhaltung und echtem Dialog“ im Nahen Osten, um größere Konfrontationen zu vermeiden

Vereinte Nationen - 21. August 2019 - 11:17

21. August 2019 - Die Kabinettschefin des UN-Generalsekretärs, Maria Luiza Viotti, informierte den Sicherheitsrat über die Lage im Nahen Osten und sagte am Dienstag, dass "Zurückhaltung und ein echter Dialog dringend erforderlich sind", um eine größere Konfrontation zu vermeiden. Diese hätte katastrophale Folgen, auch weit über die Region hinaus.

Sie beschrieb die Lage im Nahen Osten als "problematisch und komplex" und von langwierigen Konflikten und geopolitischen Spannungen gekennzeichnet. Insbesondere in der Straße von Hormus seien die Spannungen auf ein gefährliches Niveau gestiegen. Die mit der Schifffahrt verbundenen Rechte und Pflichten müssten auf Basis des Völkerrechts respektiert werden. Viotti bekräftigte auch die Unterstützung der Vereinten Nationen für den Gemeinsamen Umfassenden Aktionsplan (Joint Comprehensive Plan of Action, JCPOA), der häufig als iranisches Nuklearabkommen bezeichnet wird und "der einzige vereinbarte internationale Rahmen bleibt, um das iranische Nuklearprogramm in Angriff zu nehmen."

Ein gerechtes Israel-Palästina „wesentlich für die Zukunft der gesamten Region“

In Bezug auf den israelisch-palästinensischen Konflikt, welcher am längsten auf der Agenda der Vereinten Nationen für Frieden und Sicherheit ist, sagte Viotti, dass eine gerechte, für beide Seiten akzeptable Lösung für die Zukunft der gesamten Region des Nahen Ostens von wesentlicher Bedeutung ist. Die Vereinten Nationen sind bemüht eine Zwei-Staaten-Lösung zu unterstützen, die es Palästinensern und Israelis ermöglichen würde, in zwei demokratischen Staaten nebeneinander, in Frieden und innerhalb sicherer und international anerkannter Grenzen zu leben.

Agenda 2030 „untrennbar mit der Konfliktlösung verbunden“

Die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung ist nach Ansicht von Viotti unmittelbar mit der Lösung und Prävention von Konflikten verbunden. Sie wies auf die Gleichstellung der Geschlechter hin und erklärte, dass es in den letzten Jahren in der Region zwar einige bemerkenswerte Fortschritte gegeben habe, die Chancengleichheit jedoch begrenzt geblieben sei und geschlechtsspezifische Gewalt weit verbreitet sei.

Viotti erläuterte abschließend die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen die Vereinten Nationen die zahlreichen Herausforderungen im Nahen Osten angehen, z. B. vorbeugende Diplomatie und Mediation, Bereitstellung humanitärer Hilfe und Unterstützung von Initiativen zur nachhaltigen Entwicklung.

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INKOTA-Jahresbericht 2018

INKOTA - 21. August 2019 - 11:15
Ein meterhoher Wellenbrecher vor der Bayer Konzernzentrale; als Weltkugel bemalte Orangen, die vor dem Brandenburger Tor ausgepresst werden; Osterhasen, die PassantInnen über die bittere Seite des Schokoladengeschäfts aufklären – das INKOTA-Jahr 2018 war spektakulär! Dass wir mit unserem Engagement auch etwas bewirken können, haben wir auch dieses Jahr wieder gezeigt. Ein besonderes Highlight war für uns, dass wir bei der Weltkakaokonferenz in Berlin das Thema existenzsichernde Einkommen auf die Agenda der Branche setzen konnten. Außerdem haben wir uns in die Debatte um Elektromobilität eingeklinkt, und sie durch die bisher vernachlässigte Perspektive der globalen Gerechtigkeit erweitert. Denn wir sind überzeugt: Nur wenn der wachsende Rohstoffbedarf für Elektromobilität unter Achtung der Menschenrechte gedeckt wird, kann diese Technologie Teil einer nachhaltigen Zukunftslösung werden. Und nicht nur unsere Kampagnenarbeit hier vor Ort hat Früchte getragen: Wir freuen uns sehr, dass wir seit Mitte 2018 mit zwei neuen Partnerorganisationen unsere Arbeit in Vietnam fortsetzen können. Weniger erfreulich waren hingegen die Entwicklungen in Nicaragua: Im letzten Jahr hat die Ortega-Regierung politische Freiheiten massiv eingeschränkt und gesellschaftlichen Protest brutal unterdrückt. Popol Na, eine Partnerorganisation von INKOTA, wurde verboten. Andere Partner in Nicaragua wurden in ihrer Arbeit stark eingeschränkt. Wir standen ihnen mit Solidarität und Unterstützung zur Seite – und werden dies auch 2019 fortsetzen. Doch mit dem Jahresbericht 2018 informieren wir Sie nicht nur über unsere Aktivitäten. Wir zeigen Ihnen auf, wie unsere Arbeit wirkt und was wir gemeinsam mit unseren UnterstützerInnen und PartnerInnen im globalen Süden und Norden bewegt haben. Außerdem schaffen wir Transparenz: Wir legen im Jahresbericht offen, wie wir unsere Spenden und Fördermittel verwendet haben. Weitere Informationen INKOTA-Jahresbericht 2018
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Grüne Suchmaschinen - wie sie funktionieren und warum es sinnvoll ist, sie zu nutzen

reset - 21. August 2019 - 6:37
Jede Suchanfrage erzeugt Datenströme. Um diese Daten in Bewegung zu setzen, ist Energie nötig. Und deren Erzeugung setzt CO2-Emissionen frei. In der Summe aller Suchenfragen ist das gar nicht so wenig. Sind grüne Suchmaschinen eine klimaschonende Alternative?
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