Sie sind hier

Ticker

Die Entwicklungsländer und die Kollateralschäden der EU-Agrarpolitik

EurActiv - 18. Oktober 2019 - 11:58
Die GAP-Unterstützung für Landwirte hat negative Auswirkungen auf die Umwelt und die Landwirtschaft in den Entwicklungsländern.
Kategorien: Ticker

18. Oktober 2019

ONE - 18. Oktober 2019 - 11:56
1. Zu wenig Geld für Tuberkulose-Bekämpfung

Wie das Hamburger Abendblatt und die Ärzte Zeitung melden, wird laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr Geld für die Behandlung von Tuberkulose benötigt als zur Bekämpfung der Krankheit bisher zur Verfügung steht. Nur fünfzig Prozent der Kinder, die an Tuberkulose erkrankt sind, erhalten ausreichend medizinische Versorgung, so die WHO. Laut Schätzung der Gesundheitsorganisation fehlen in ärmeren Ländern rund drei Milliarden Euro für die Behandlung. Im Vergleich zum Vorjahr sei 2018 die Zahl der Neuerkrankungen zwar um rund zwei Prozent zurückgegangen, es gebe jedoch nach wie vor eine große Dunkelziffer bei der Meldung von Tuberkulose-Erkrankten und -Diagnostizierten. Zwei Drittel aller neuen Fälle stammen aus Indien, China, Indonesien, den Philippinen, Pakistan, Nigeria, Bangladesch sowie Südafrika.

2. Südafrika ohne Strom

Sowohl das ZDF als auch die Neue Zürcher Zeitung berichten, dass es in Südafrika zu anhaltenden Stromausfällen kommt. Der staatliche Energieversorger Eskom kämpfe bereits seit Beginn des Jahres mit Erzeugungsengpässen. Wartungsarbeiten von Kraftwerken haben zu Ausfällen geführt. Nun habe der Energieversorger den zweiten Tag hintereinander den Strom in verschiedenen Orten gezielt abgestellt. Dies solle die Gesamtnachfrage drosseln, sorge jedoch auch dafür, dass neben der Wirtschaft auch die aktuell stattfindenden Abiturarbeiten betroffen sind.

3. Prominente für Entwicklungshilfe

Neben Til Schweiger und Jan Josef Liefers engagieren sich weitere neun Prominente für die neue Kampagne „Entwicklung wirkt“, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung schreiben. Jungen Menschen soll mit der Kampagne des Entwicklungsministeriums ein Eindruck vermittelt werden, was Entwicklungszusammenarbeit bedeutet und bewirkt. Schweiger macht unter anderem auf die Arbeit der German Doctors in Kenia aufmerksam. Bei der Organisationen arbeiten deutsche Ärzte ehrenamtlich während ihres Urlaubes. Auch die Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe und Misereor seien Partner der Kampagne. Jeder könne helfen und sich engagieren, so Schweiger. Entwicklungszusammenarbeit werde von der Bevölkerung insgesamt zwar positiv gesehen, doch gleichzeitig gebe es Vorbehalte gegenüber ihrer Wirkung, so Harald Kischlat, Vorstand von German Doctors.

The post 18. Oktober 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus 40 Ländern verabschieden Erklärung für mehr Kinderfreundlichkeit

Unicef - 18. Oktober 2019 - 11:30
Zum Abschluss des ersten internationalen Gipfels Kinderfreundlicher Kommunen in Köln bekennen sich Stadtoberhäupter aus aller Welt in einer Erklärung zur Verwirklichung der Kinderrechte. Auch die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen präsentierten ihre Forderungen in einem Manifest. 
Kategorien: Ticker

Reisende sind Reisende sind Reisende – oder? Über die Macht des Visums

EINEWELTblabla - 18. Oktober 2019 - 10:46

Heute gibt es einen Gastbeitrag von VisaWie, einem Verein, der sich gegen diskriminierende Visa-Verfahren einsetzt. Hier lesen und aufregen:

Freund*innen in anderen Ländern besuchen oder ein Praktikum im Ausland absolvieren – ganz normale Dinge, die junge Menschen im 21. Jahrhundert eben tun. Das soziale Netzwerk ist für viele von uns mittlerweile global verteilt und Länder-Grenzen für viele kaum sichtbar. Aber gilt das eigentlich für alle? Dayo[1] aus Benin wollte einen Freiwilligendienst beim Internationalen Bund in Deutschland absolvieren. Nachdem er bereits alle erforderlichen Unterlagen eingereicht hatte, wurde er zu einem gesonderten Botschaftstermin eingeladen. Doch statt eines respektvollen Gespräches erwarteten ihn dort eine Menge Anschuldigungen, wie zum Beispiel der Vorwurf, die deutsche Organisation im Hinblick auf seine Deutschkenntnisse getäuscht zu haben. Trotz aller erdenkbaren Bestätigungen seines potentiellen Praktikumsgebers wurde sein Visum schlussendlich abgelehnt. Ähnlich erging es ihm zuvor, als er ebenfalls ein Visum für ein Praktikum beantragt hatte, obwohl ihm von der Botschaft mündlich zugesichert worden war, dass die Visumserteilung kein Problem darstellen werde.

Auch Said aus Lahore hat Ähnliches bei der Visumsbeantragung erlebt. Nach vielen Besuchen seiner deutschen Freund*innen in Pakistan wollte er nun ihr Zuhause kennenlernen und beantragte deshalb ein Besuchsvisum. Da er die formalen Kriterien erfüllte, kümmerte er sich um die langwierige Zusammenstellung aller notwendigen Dokumente – eine drei Monate andauernde und kostspielige Angelegenheit. Bei seinem Botschaftstermin konnte er dann jedoch nicht wie erwartet seinen Besuchsgrund erklären, sondern sah sich haltlosen Unterstellungen bezüglich seiner Rückkehrbereitschaft nach Pakistan ausgesetzt. Schlussendlich attestierte ihm die Botschaft, diese nicht ausreichend bewiesen zu haben und lehnt das Visum ab. Diese Rückkehrbereitschaft – also die Bereitschaft in das Herkunftsland zurückzukehren – ist meist der springende Punkt im Visaprozess und der häufigste Grund, warum Visa abgelehnt werden. Sie kann ganz einfach weder objektiv belegt, noch wiederlegt werden, bleibt also eine Einschätzungsfrage seitens der Botschaft und wird für viele zur unüberwindbaren Hürde.

Die Visavergabe folgt struktureller Ausgrenzung

Dayo und Said sind keine Einzelfälle – während deutsche Staatsbürger*innen echte Reisefreiheit genießen und ohne Visum in 172 Ländern reisen können, gelangen andersherum nur Staatsangehörige von 71 Staaten ohne Visumsprozedere über die deutsche Grenze. In der Rede über die noch nie dagewesene Mobilität im 21. Jahrhundert geht es also vor allem um die Bewegungsfreiheit deutscher (oder europäischer) Staatsbürger*innen. Im Rahmen der Organisation eines Süd-Nord-Freiwilligendienstes waren auch wir Zeug*innen der Willkürlichkeit von Visumsvergabeprozessen. Wir waren damals im Verein Zugvögel – Grenzen überwinden e. V. aktiv. Über diesen Verein sollten zwei junge Frauen aus Uganda einen staatlich geförderten weltwärts-Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren. Doch das Visum wurde aufgrund von „fehlender Rückkehrbereitschaft“ im ersten Anlauf verweigert. Das war im Jahr 2014. Aus der Wut und Ohnmacht über diese Ablehnung erwuchs schnell die Frage, inwiefern es sich hier um Einzelfälle oder systematische Diskriminierung handelte – die VisaWie?-Kampagne wurde ins Leben gerufen.

Bei näherem Betrachten der Visa-Vergabepraxis und der dazu vorhandenen Zahlen und Fakten – wie zum Beispiel Visa-Erteilungsquoten – wurde uns bewusst, dass es sich hierbei vermutlich nicht um Zufälle, sondern um strukturelle Ausgrenzung handelt. Visa werden nicht im luftleeren Raum erteilt, sondern fügen sich ein in ein System postkolonialer globaler Machtverhältnisse. So sind Grenzsysteme und die damit verbundenen Kontrollen der Menschen, die diese überqueren wollen, nicht natürlich gegeben, sondern ein Produkt historisch relativ neuer Entwicklungen. Während der territoriale Nationalstaat des 19. Jahrhunderts Menschen in ein System von Zugehörigkeiten einsortiert, entscheidet die ungleiche Verteilung von Macht zwischen diesen Staaten auch über die Bewegungsfreiheit ihrer jeweiligen Bürger*innen. Dies lässt sich auch heute darin beobachten, wer ohne Visa in Deutschland einreisen darf und wer nicht

Die Absurdität der Visapolitik heute

In den letzten Jahren gab es immer wieder Veränderungen in den Bestimmungen, welche Staatsbürger*innen ohne Visum in Deutschland einreisen können und wer nicht. Visaregelungen sind also nicht dauerhaft und dass wir in manchen Ländern ein Visum zur Einreise benötigen und manchmal nicht, ist schon gar nicht „normal“ oder naturgegeben. Vielmehr bestimmen zwischenstaatliche Verträge darüber, die vor dem Hintergrund geopolitischer, wirtschaftlicher und innenpolitischer Interessen ausgehandelt werden. Dass die EU und Deutschland ihre im internationalen Machtgefüge starke Position nutzen, versteht sich von selbst. In den letzten Jahren hat es in diesem Zusammenhang immer wieder Neuverhandlungen von Visaverträgen gegeben.

Die Fluchtbewegungen der letzten Jahre beispielsweise haben sich auch auf Visabestimmungen ausgewirkt. Befreiungen von der Visumspflicht für Staatsangehörige mancher Staaten wird als politisches Mittel genutzt, damit diese die „irreguläre“ Migration aus Drittstaaten verhindern. Die EU hat beispielsweise Ägypten und Tunesien Angebote gemacht, die Visabestimmungen für deren Bürger*innen zu erleichtern. Bedingung für die Erleichterungen war es, die Abschiebungen von Geflüchteten aus der EU in diese Länder zu vereinfachen. Eine ähnliche Regel war Teil der Verhandlungen um den „EU-Türkei Deal“, die letztendlich aber nicht mit aufgenommen wurde. Diese Beispiele zeigen also, dass plötzliche Visaerleichterungen Teil politischer Verhandlungen werden, solange sie den Interessen Deutschlands entsprechen – in diesem Fall: die Kontrolle über Migration wieder zu erlangen.

Auch die visumsfreie Einreise für Ukrainer*innen passt in dieses Schema. So muss diese Entscheidung im Kontext der Zerrissenheit der Ukraine zwischen der EU und Russland gesehen werden – hier geht es also auch um geopolitische Interessen. Gleichzeitig gilt diese Bestimmung nicht bedingungslos. Falls sich durch die Visafreiheit eine Zunahme illegalisierter Migration erkennen lässt, soll sie wieder entzogen werden. Das Muster der deutschen Visapolitik folgt also sehr deutlich den nationalen Interessen. Die restriktiven Visaverfahren für die meisten Länder im globalen Süden bestätigen dieses Muster.

Ad absurdum wird die Visapolitik geführt, wenn Staaten Reisepässe zum Verkauf bieten und damit die Reisefreiheit zur Ware wird, die sich nur die Reichsten dieser Welt leisten können. So verkaufen zum Beispiel Staaten wie Zypern, Malta, Bulgarien und Griechenland die Staatsbürgerschaft zum Preis von örtlichen Immobilien, mit Mindestwerten von 1 – 2 Mio. Euro. Damit können sich also Superreiche einen der „stärksten“ (gemessen am Reisepassindex) Reisepässe erstehen und sich damit globale Bewegungsfreiheit erkaufen.

Global betrachtet ist die Bewegungsfreiheit also ein Ausdruck von Privilegien, die uns mit der Geburt verliehen werden (oder eben nicht). Die hier genannten Beispiele zeigen, inwiefern die Frage, ob du ein Visum für die Reise in andere Länder brauchst oder nicht, ein Spielball der Politik ist und damit ein Ausdruck globaler Machtverhältnisse. Visabestimmungen sind also alles andere als natürlich, sondern politisch – und damit auch politisch veränderbar.

Aktiv gegen die Willkür in der Visa-Vergabe

Weil wir bei VisaWie!? zu den wenigen privilegierten Menschen gehören, die sich weltweit fast uneingeschränkt bewegen können und von globalen Machtverhältnissen profitieren, die andere in ihrer Bewegungsfreiheit einschränken, setzen wir uns dafür ein, die Visavergabe zu verändern. Wir sind davon überzeugt, dass sich diese Prozesse über politische Stellungnahme, Protest und Bildungsarbeit ändern lassen. Mit Workshops auf Seminaren thematisieren wir beispielsweise die lange, koloniale Geschichte des Visums, um Menschen für diese Ungerechtigkeit zu sensibilisieren. Mit dem Reisepassquartett thematisieren wir auf spielerische Weise die fehlende „Rückkehrbereitschaft“, die ein besonders scharfes und meist willkürliches Kriterium der Ablehnung von Visumsanträgen darstellt. Mit unserem politischen Protest fordern wir ein transparentes, erfüllbares und objektives Verfahren, das sich auch wirtschaftlich schwache Personen leisten können, weil vielen Menschen schon ein Antrag wegen diverser Anforderungen der jeweiligen Botschaft nicht möglich ist. Findest du auch, dass die Bewegungsfreiheit eines Menschen nicht davon abhängig sein darf, an welchem Ort er oder sie zufällig geboren wurde? Dann schreib uns und beteilige dich mit uns an Aktionen gegen diskriminierende Visaverfahren!

[1] Name geändert

Beitragsbild: Photo by Anete Lūsiņa on Unsplash

Der Beitrag Reisende sind Reisende sind Reisende – oder? Über die Macht des Visums erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

Kategorien: Ticker

Schulwettbewerb ruft zum Mitmachen auf

Engagement Global Presse - 18. Oktober 2019 - 9:38
„Meine, deine, unsere Zukunft?!“ Lokales Handeln – globales Mitbestimmen. Foto: Engagement Global

Wieso schwimmt immer mehr Plastikmüll in unseren Weltmeeren? Welche Folgen hat die Erderwärmung für unsere Lebenswelt? Welche Auswirkungen hat unser Konsumverhalten weltweit? Und wie können junge Menschen dazu beitragen, die EINE WELT nachhaltiger zu gestalten? Diese und weitere Fragen rücken bei Kindern und Jugendlichen immer mehr in den Fokus. „Meine, deine, unsere Zukunft?!“ Lokales Handeln – globales Mitbestimmen lautet daher das Thema der neuen Wettbewerbsrunde. Gesucht werden vielfältige, ideenreiche Projekte, Konzepte und Handlungsideen in jeder denkbaren Form. Einsendeschluss für die Beiträge ist der 2. März 2020.

Dass die Auseinandersetzung mit globalen Themen und das aktive Engagement für die Zukunft der EINEN WELT gerade in der heutigen Zeit von großer Bedeutung sind, weiß auch Moderator Ralph Caspers. Als prominenter Unterstützer der neunten Runde des Schulwettbewerbs bestärkt er junge Menschen darin, sich für den EINE WELT-Gedanken einzusetzen.

Als prominenter Unterstützer des neunten Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik bestärkt Moderator Ralph Caspers junge Menschen darin, sich für den EINE WELT-Gedanken einzusetzen. Foto: Johannes Haas

„Mut ist stärker als Angst. Trotzdem wird uns oft – mal offensichtlich, mal ganz subtil – gesagt, dass wir vor allem und jedem Angst haben sollten. Das ist ziemlich bescheuert. Denn wer nicht komplett Bio und Erdkunde verschlafen hat, weiß: Was man sät, wird größer. Wenn man Angst sät, wird Angst größer, wenn man dagegen Reis sät, wird Reis größer. Und was macht wohl einen Großteil der Menschen satter? Deshalb finde ich es großartig, dass es den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik gibt. Angst wird man los, indem man mutig ist, in die Welt rausgeht und Sachen macht. Und ich freue mich schon jetzt auf die Preisverleihung, um zu sehen, was da alles gewachsen sein wird“, so Caspers.

Großes Finale mit Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller in Berlin

Alle eingereichten Beiträge werden von einer fachkundigen Jury in einem zweistufigen Verfahren bewertet und so die Preisträgerinnen und Preisträger bestimmt. Diese können sich über attraktive Preisgelder im Gesamtwert von über 50.000 Euro freuen. Dabei werden Schulen, die sich erfolgreich für den Schulpreis bewerben, mit Geldpreisen im Gesamtwert von mehr als 25.000 Euro ausgezeichnet. Delegationen der Gewinnerteams werden zur großen Preisverleihung im Juni 2020 nach Berlin eingeladen, um ihren Preis persönlich von Bundesminister Dr. Gerd Müller entgegenzunehmen. Zudem erhalten alle Teilnehmenden eine namentliche Urkunde.

Themen nachhaltiger Entwicklung in Schulunterricht und -alltag integrieren

Immer mehr Schülerinnen und Schüler wollen im Rahmen der weltweiten Klimabewegung „Fridays for Future“ darauf aufmerksam machen, dass sie sich um ihre Zukunft sorgen und bei wichtigen gesellschaftlichen Fragen mitbestimmen möchten, um einen stärkeren Einfluss auf die Gestaltung ihrer eigenen Zukunft zu haben. Mit dem Thema „Meine, deine, unsere Zukunft?!“ Lokales Handeln – globales Mitbestimmen nimmt die neunte Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik genau diesen Wunsch in den Blick und bietet Kindern und Jugendlichen eine Plattform für ihre Gedanken und Ideen. Lehrerinnen und Lehrer haben durch die Teilnahme am Wettbewerb die Möglichkeit, den Lernbereich Globale Entwicklung in ihrem Unterricht zu verankern, die komplexen Zusammenhänge der EINEN WELT altersgerecht zu vermitteln und Kinder und Jugendliche für eine aktive Auseinandersetzung mit ihrer Lebenswelt zu motivieren.

Alle Informationen zum Schulwettbewerb, den Teilnahmebedingungen und Bewertungskriterien finden Sie auf der Webseite. Außerdem stehen Lehrkräften thematisch passende Unterrichtsmaterialien für die Klassenstufen 1–6 sowie 7–13 kostenlos zur Bestellung und zum Download zur Verfügung.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für EINE WELT für alle“ wird von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten durchgeführt.

Ansprechpartnerinnen

Bianca Klüser
Engagement Global gGmbH, Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik
Telefon: +49 (0)228 20 717-307
E-Mail: bianca.klueser@engagement-global.de

Beate Wiese
wiese pr Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49(0)30 60945180
E-Mail: einewelt@wiese-pr.de

Weitere Informationen

Zur Internetseite des Schulwettbewerbs
Zum Auftakttrailer zur neunten Wettbewerbsrunde
Zur Facebook-Seite des Schulwettbewerbs
Zur Instagram-Seite des Schulwettbewerbs


Kategorien: Ticker

Demokratie braucht Gleichberechtigung weltweit

BfdW - 18. Oktober 2019 - 9:20

Geschlechtergerechtigkeit ist ein Kernelement unserer Demokratie. Rechtspopulismus und Antifeminismus gehen Hand in Hand und bedrohen Gleichberechtigung und Frauenrechte.

Über diese Bedrohung, ihre Folgen und mögliche Handlungsoptionen, um dem Trend entgegenzuwirken, diskutierten die Teilnehmenden der Konferenz Diakonie und Entwicklung (KDE) am 9. und 10. Oktober in Düsseldorf mit verschiedenen Gästen aus dem In- und Ausland. Die Konferenz ist das höchste Beschlussgremium des Evangelischen Werkes für Diakonie und Entwicklung (EWDE), zu dem die Diakonie Deutschland, Brot für die Welt und die Diakonie Katastrophenhilfe gehören.

Repressionen gegen Menschenrechtsverteidigerinnen

Einen Überblick über die Situation der Gewalt und Repression gegen Frauen und Frauenbewegungen weltweit gab Marusia Lopez Cruz, Frauenrechtsaktivistin und Mitglied des internationalen feministischen Netzwerks Jass (Just Associates). Frau Lopez Cruz setzte den Fokus auf Menschenrechtsverteidigerinnen in Lateinamerika, die unter höchstem persönlichem Einsatz gegen die Zerstörung ihrer Umwelt und Gemeinschaften durch internationale Bergbau-, oder Ölkonzerne kämpfen. Sie werden in vielen Ländern von Militär, Polizei und anderen Staatsorganen bedroht, verhaftet, misshandelt - und sogar ermordet. Häufig werden solche Verbrechen auch von organisierten Kriminellen oder paramilitärischen Milizen begangen. Auch männliche Menschenrechtsverteidiger sind von Gewalttaten betroffen. Aktivistinnen sind jedoch besonders gefährdet. „Sie sind persönlichen Diffamierungen und Hass ausgesetzt, leider auch in ihren eigenen Familien und Organisationen. Dem müssen wir entgegenwirken“, sagte Frau Lopez Cruz. Durch ihren Aktivismus brechen die Frauen mit der traditionellen Rolle, was Widerstand hervorruft. Die gegen sie ausgeübte Gewalt ist häufig sexualisiert und soll ihr Engagement verhindern.

Der Mord 2016 an der Menschenrechtsverteidigerin Berta Cáceres, die sich für die Rechte indigener Völker und den Erhalt ihrer natürlichen Umwelt in Honduras einsetzte, ist leider nur ein Fall unter vielen. Allein in Mexiko und Zentralamerika wurden zwischen 2012 und 2016 mindestens 42 Menschenrechtsverteidigerinnen ermordet. Die meisten von ihnen mussten sterben, weil sie ihr Land verteidigten, gegen Gewalt und Straflosigkeit kämpften und/oder Menschenrechtsverletzungen anprangerten. Vielerorts in der Region ist das ohnehin geringe Vertrauen der Bevölkerung in den Staat und seine Organe völlig verloren gegangen. Frauen suchen Alternativen zum Kapitalismus, weil er sie besonders ausbeutet. Der Neoliberalismus in Lateinamerika hat dazu geführt, dass soziale Rechte und staatliche Führsorge drastisch abgebaut wurden. Eingesprungen sind die Frauen, um die entstandenen Lücken zu füllen. Sie sind es, die sich in dieser Situation an die Spitze zivilgesellschaftlicher Initiativen setzen und nach alternativen Lebensformen suchen. Frau Lopez Cruz berichtete von einer Gemeinschaft in Honduras, die sich von ihrem Land inmitten einer Ölpalmenplantage nicht vertreiben lässt und den Kontakt zu sämtlichen staatlichen Stellen und Institutionen abgebrochen hat. Frauen in Lateinamerika suchen nach Wegen, Leben und Natur in Einklang zu bringen und zu schützen. Das ist gemeinschaftsbezogener Feminismus für sie.  

„Deutschland ist kein Vorbild für Gleichberechtigung“

Das war das Fazit von Prof. Dr. Ulrike Lembke, Professorin für Öffentliches Recht und Geschlechterstudien an der Humboldt Universität zu Berlin. Sie wies darauf hin, dass sich Geschlechterstereotype in Deutschland eher verfestigen als auflösen. Das zeigt sich bei der Berufswahl. Frauen wählen nach wie vor schlecht bezahlte frauentypische Berufe. Die damit verbundene geschlechtliche Prägung beginnt im Kindesalter. Von der Industrie wird dies kräftig unterstützt, indem sie parallele Märkte schafft, für Mädchen und für Jungen. Das ist lukrativ und setzt sich deshalb in den Angeboten für Erwachsene fort. Rechtspopulist*innen nutzen die auf diese Weise verfestigten Stereotype als Brücke in die Mitte der Gesellschaft, in der traditionelle Geschlechterrollen und Arbeitsteilung verankert sind und die Verteidigung der aus Vater, Mutter und Kind bestehenden Familie in auf viel Zustimmung trifft.   

Frau Lembke nannte eine gesicherte Existenz, Freiheit von Gewalt und persönliche Autonomie als Voraussetzung für demokratische Teilhabe. Sie führte aus, dass die existierenden gesetzlichen Grundlagen in Deutschland nicht ausreichen, um Frauen volle demokratische Teilhabe zu ermöglichen. Als Beispiele nannte sie die Regelungen zur Elternzeit oder das neue Gesetz zur Brückenteilzeit, die traditionelle Geschlechterrollen nicht genügend aufbrechen und eine eigenständige Existenzsicherung von Frauen nicht gewährleisten. Ebenso wenig ist es in Deutschland gelungen, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Die Zahl der Frauenmorde hat auch in Deutschland zugenommen. Die rechtlichen Regelungen sind größtenteils wirkungslos geblieben, was auch an fehlender Finanzierung beispielsweise der Frauenhäuser liegt. Stattdessen ist besonders seit der Silvesternacht in Köln 2015/16 eine rassistische Vereinnahmung der Gewalt zu beobachten, von der wir uns deutlich abgrenzen müssen. Außerdem ist es bisher nicht gelungen, gegen digitale Gewalt, besonders gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen im Netz, wirksam vorzugehen.  

Das Verschwinden der Frauen aus der Lokalpolitik, die in der Regel nach Feierabend stattfindet, wenn sich noch immer mehrheitlich Frauen sich um Kinder kümmern, bezeichnete Frau Lembke als „Alarm für die Demokratie.“ Auch im Bundestag sind Frauen mit nur 31 Prozent unterrepräsentiert, in den Landtagen sind sie zwischen 20 und 40 Prozent vertreten. Demokratische Teilhabe in Deutschland ist für Frauen, die nicht nur wegen ihres Geschlechts, sondern wegen einer Behinderung, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Hautfarbe und/oder ihres Migrationshintergrundes benachteiligt werden, besonders schwer zu erreichen. Sie müssen jedoch ebenfalls Gleichberechtigung erfahren und am öffentlichen Diskurs teilnehmen können, wenn Demokratie funktionieren soll.

Die Gleichstellungspolitik der Europäischen Union (EU) ist aktuell ebenfalls wenig fortschrittlich. Das war nicht immer so. Frau Lembke berichtete von einer Initiative der Europäischen Union, eine innovative Gleichstellungspolitik auf den Weg zu bringen. Leider scheiterte der Versuch u.a. aufgrund des Widerstandes der damaligen Bundesregierung. Es bleibt abzuwarten, ob sich daran in Zukunft etwas ändern wird.    

Feminismus im Visier von Rechts

Der im rechten Milieu grassierender Antifeminismus zeigt sich besonders deutlich im Umgang mit Frauen im Netz. Während Beiträge, die von Männern stammen, zwar kritisch kommentiert werden, bleiben die Kommentare  in der Regel jedoch sachlich. Dagegen machen Frauen, besonders Journalistinnen und Politikerinnen ganz andere Erfahrungen. Sie werden als Personen diffamiert und abgewertet, auf sexualisierte Weise angegriffen und mit Vergewaltigung und Mord bedroht. Der Journalist und Autor Christian Jakobs bestätigte den Bericht von Marusia Lopez Cruz mit Beispielen aus Deutschland und Europa.

Rechtspopulismus und der ihm innewohnende Antifeminismus bedrohen Frauenrechte. Viele Regierungen, Parteien und Gruppierungen, die eine offene und lebendige Zivilgesellschaft bekämpfen und einschränken möchten, sind gleichzeitig antifeministisch. Sie fallen durch heftige Gender-Kritik auf und halten an tradierten Geschlechterverhältnissen und -rollen fest – auch in Deutschland. Herr Jakob erinnerte an die Publikation eines Lehrbuchs über sexuelle Vielfalt einer Kassler Wissenschaftlerin. Sie wurde danach massiv bedroht und musste ihr Büro schließen. Auch in Frankreich sind die Gender-Wissenschaften und ihre Vertreter*innen ins Visier rechter Populist*innen geraten. Im Ungarn Viktor Orbans wurden Gender Studies inzwischen sogar ganz aus den Universitäten verbannt, weil sie angeblich eine Bedrohung für die traditionellen Werte, besonders der Familie darstellen. Sexualaufklärung für Jugendliche, das Recht auf Abtreibung sowie geschlechtliche und sexuelle Vielfalt stehen im Zentrum der antifeministischen Attacken. Sie gehen von der Lebensschutz-Bewegung aus, von Kirchen, Populist*innen und Rechtsextremen. Gemeinsam ist all diesen Gruppierungen eine völkische Perspektive. Die Übergänge zwischen den Gruppierungen sind dabei fließend. 

Wir sind es gewohnt, rechte Bewegungen mit Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit in Verbindung zu setzten. Der Antifeminismus ist jedoch ein weiteres Element des rechten Diskurses. Darauf wies Dr. Ines Kappert, Leiterin des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie der Heinrich-Böll-Stiftung hin. Antisemitismus, Rassismus und Antifeminismus dienen dazu Menschen als „fremd“ und als „anders“ abzuwerten. „Feminismus wird als Meinung diskreditiert“, sagte Frau Kappert. Dabei haben feministische Perspektiven und Ansätze gesellschaftspolitische Debatten befeuert und bereichert. Feministische Perspektiven und Wissenschaft zielen darauf ab, (geschlechter)gerechte demokratische Gesellschaften zu verwirklichen - vielfältig und offen. Feminismus dient der Erfüllung eines Verfassungsauftrags, nämlich dem der Gleichberechtigung, der von demokratischen Institutionen umgesetzt werden muss. Dies geschieht jedoch nicht. Wie Frau Lopez, wies auch Frau Kappert darauf hin, dass die eigenen Institutionen in den Blick genommen werden müssen, um zu prüfen, ob sie nicht einen Resonanzraum für rechte Bewegungen darstellen. Bisher ist die institutionelle Ebene vernachlässigt worden und entsprechend fehlen hier die notwendigen Antidiskriminierungskompetenzen.     

Dem Trend entgegenwirken

Aktivistinnen haben Netzwerke geschaffen, die gegenseitige Unterstützung und Solidarität ermöglichen. Frau Lopez Cruz erwähnte als Beispiel ein mittelamerikanisches Netzwerk von Menschenrechtsverteidigerinnen (Iniciativa Mesoamericana de Mujeres Defensoras de Derechos Humanos). In der Regel wissen die Frauen, wie sie sich schützen können. Auf institutionelle Veränderungen, Zufluchtsorte und Notfallfonds können sie trotzdem nicht verzichten. Vor diesem Hintergrund ist es alarmierend, wenn das deutsche Innenministerium Aktivist*innen aus Krisengebieten keine Visa erteilt. Diese Erfahrung hat beispielsweise die Heinrich-Böll-Stiftung gemacht. Die Rückkehrprognose der Eingeladenen ist wichtiger gewesen als der Austausch. Hier findet eine Verschiebung von Prioritäten statt, auf die die kritische Zivilgesellschaft mit verstärkter Lobbyarbeit reagieren muss.

Lobbyarbeit ist ebenfalls  notwendig, um die weltweite Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen anzuprangern, die auch durch den Einsatz von europäischem Kapitel geschehen. Auch deutsche Unternehmen sind der Einhaltung von Menschenrechten  im Ausland verpflichtet. Eine Lieferkettenkampagne, an der Brot für die Welt beteiligt ist, fordert diese Verantwortung ein.         

Das Ausmaß sexualisierter Gewalt im Kontext der Digitalisierung nimmt zu, dient der Einschüchterung von Aktivist*innen und erfolgt ohne Regulierung und straffrei. Schlimmste Beleidigungen und Drohungen werden als zulässige Meinungsäußerungen gewertet. So jedenfalls stufte das Landgericht Berlin kürzlich die Diffamierungen der Grünen-Politikerin Renate Künast bei Facebook ein. Obwohl Betroffene Anzeige erstatten und die Kommentare zurückverfolgt werden können, verlaufen die meisten Anzeigen im Sand, weil die Justiz sie nicht priorisiert. Hier besteht Handlungsbedarf, den zivilgesellschaftliche Akteure bei der Politik konsequent einfordern sollten.

Die Diskussionsveranstaltung in Düsseldorf machte wiederholt deutlich, dass der Antifeminismus dem rechten Diskurs eine Brücke in die Mitte der Gesellschaft baut. Alle demokratischen Kräfte müssen sich von diesem Diskurs deutlich abgrenzen. Netzwerke und Bündnisse erhöhen dabei die Sichtbarkeit. Kirche und Diakonie dürfen sich nicht zurückhalten. Sie müssen ihre politischen und theologischen Argumente schärfen und sich mit klarer Spreche nicht nur gegen Antisemitismus und Rassismus positionieren, sondern auch den Antifeminismus anprangern. Wie wichtig es ist, dabei auch die eigenen Institutionen kritisch in den Blick zu nehmen und als Vorbild zu fungieren, wurde in der Diskussion mehrfach betont.

Wir brauchen feministisches Wissen und Expertise für die Gestaltung von Demokratie. Geschlechtergerechtigkeit ist eine politische und gesamtgesellschaftliche Angelegenheit, die uns alle angeht. 

Thema (BfdW) : GeschlechtergerechtigkeitUnternehmensverantwortungLänderbezug (Lateinamerika): Lateinamerika und Karibik
Kategorien: Ticker

Vom Straßenkind zum Filmemacher?

Unicef - 18. Oktober 2019 - 9:00
Patrick brach im Alter von zwölf Jahren die Schule ab, um seiner alleinerziehenden Mutter unter die Arme zu greifen. Dank der "Dagoretti Film School" haben er und viele andere Straßenkinder nun wieder einen Traum und eine Perspektive. UNICEF-Mitarbeiterin Anja Petz berichtet von ihrer Projektreise nach Kenia.
Kategorien: Ticker

Nachhaltige Entwicklungsziele erfahrbar machen

Engagement Global - 18. Oktober 2019 - 8:00
Die Lernplattform will Schülerinnen und Schüler die 17 Ziele näher bringen. Foto: John Schnobrich

In Zusammenarbeit mit Geographielehrerinnen und
-lehrern sowie Fachwissenschaftlerinnen und
-wissenschaftlern werden an der westfälischen Wilhelms-Universität in Münster Online-Lernarrangements mit dem Namen „Reflectories“ entwickelt. Hierbei setzt sich das Wort „reflectory“ aus den Begriffen „reflect“ und „(s)tory“ zusammen.

Die Reflectories thematisieren die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG, Sustainable Development Goals) auf vielfältige Weise und übersetzen sie in alltagsnahe, möglichst an die Lebenswelt der Lernenden anknüpfende Situationen. Dabei werden komplexe Wechselwirkungen von Prozessen auf verschiedenen Ebenen, zum Beispiel mit Blick auf den eigenen Wohnort und eine entfernte Region, und in Bezug auf die Entwicklungsdimensionen der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Die Lernplattform ist offen für alle.

Konkret werden die Lernenden in eine fiktive Geschichte eingebunden und zu reflektierten Entscheidungen eingeladen. Dabei werden sie mit unterschiedlichen, teilweise sehr gegensätzlichen Argumentationen beteiligter Akteurinnen und Akteure konfrontiert und wiederholt dazu aufgefordert, unterschiedliche Argumente abzuwägen und Entscheidungen zu treffen.

In einem Reflectory geht es um SDG 2 (Kein Hunger). Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler erfahren hier mehr über mögliche Ursachen die hinter dem Problem Hunger stecken und werden aufgefordert, Entscheidungen zu treffen, um Hunger zu bekämpfen. Um in die Geschichte einzutauchen, gibt es kurze Audio-Tracks, welche Informationen aus dem Blickwinkel mehrerer Perspektiven, hier zum Beispiel zum Kaffeeanbau und –handel in Uganda, liefern. Am Ende die Frage: Welche Folgen hat unser Kaffeegenuss für wenig Geld in anderen Ländern? Um mehr über die Konsequenzen zu erfahren, können sich die Schülerinnen und Schüler dann zum Beispiel die Geschichte einer kleinbäuerlichen Familie in Uganda anhören. Die Geschichte wirft weitere Fragen auf und fordert konkrete Entscheidungen. Je nach ausgewählter Entscheidung, nimmt die Geschichte einen unterschiedlichen Verlauf.

Wie in der Realität sind diese Entscheidungen meist komplex, beinhalten kontroverse Informationen und zeichnen sich durch Nicht-Wissen und Unsicherheit aus. Direkt im Anschluss werden die Lernenden mit den Konsequenzen konfrontiert, die wiederum Ausgangspunkte für weitere notwendige Entscheidungen darstellen. Je nach getroffener Entscheidung zieht die Geschichte andere Handlungskonsequenzen nach sich. Auf diese Weise sollen Wechselwirkungen und Rückkoppelungseffekte von individueller Handlung und regionalen, nationalen und globalen Prozessen deutlich werden.

Ziel des Projekts ist es, Lernende mit Hilfe dieser Online-Lernmöglichkeit die Vielschichtigkeit globaler Herausforderungen vor Augen zu führen, zum Beispiel anhand der SDG. Die Schülerinnen und Schüler bekommen Möglichkeiten aufgezeigt mit Komplexität, Kontroversität, Multiperspektivität und Nicht-Wissen umzugehen und sollen diese reflektieren. Die fiktiven Dilemmasituationen verhelfen den Schülerinnen und Schülern außerdem dazu, die eigenen System-, Bewertungs- und Handlungskompetenzen im Sinne des Globalen Lernens zu fördern.

Interessierte können Reflectories selbst unter dem untenstehenden Link ausprobieren, Entscheidungen treffen und dabei den Verlauf der Geschichten steuern.

Finanziell unterstützt wir das Projekt vom Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung (FEB) von Engagement Global, das Projekte in Deutschland fördert, die lebensnah und anschaulich über entwicklungspolitische Themen aufklären und die zeigen, wie sich Bürger entwicklungspolitisch engagieren können.

Weitere Informationen

Zur Reflectories Webseite
Zum Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung

Kategorien: Ticker

Erster Nachhaltigkeitsbericht der Universität Greifswald erschienen

#HOCHN - 18. Oktober 2019 - 0:00
Greifswald: Universität veröffentlicht ersten Nachhaltigkeitsbericht.

Foto: Tiemo Timmermann

Kategorien: Ticker

Climate Summit of Generations 2019 in Hamburg

#HOCHN - 18. Oktober 2019 - 0:00
Am 18. und 19.10.2019 findet der Climate Summit of Generations unter dem Motto "Stop re-financing the climate crisis! Support science and solutions that benefit our society and economy!" an der Universität Hamburg statt.

Foto: unsplash/CC0 Lizenz

Kategorien: Ticker

"Decolonize Chocolate" – Kinovorstellung in Hamburg

INKOTA - 17. Oktober 2019 - 17:04
Warum wird Schokolade eigentlich so gut wie nie in den Ursprungsländern des Kakaos hergestellt? Was für politische Rahmenbedingungen sind nötig, um die Schieflage im globalen Handels- gefüge zu durchbrechen und welches Engagement zeigen europäische Schokoladen- firmen hinsichtlich einer gerechteren Wertschöpfung und einer Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Kakao-Anbauländern?
  • Was: Film "Decolonize Chocolate" + Diskussion
  • Wann: Di, 19. November 2019, 20 Uhr
  • Wo: Lichtmess Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
  • Mit: fairafric + Evelyn Bahn, Referentin vom INKOTA-netzwerk
Der Film „Decolonize Chocolate“ (Ghana 2019, 70 Min, Deutsch/Englisch mit Deutschen/Englischen UT) geht dieser Frage nach und gibt exklusive Einblicke in die Pionierarbeit der ghanaischen Schokoladenproduktion. Auf einer Reise durch Ghana trifft fairafric Gründer Hendrik die Bio-Kakaobäuerin Mavis, den Schokoladenfabrik-Arbeiter Michael und Yayra, den Gründer der ersten Bio-Kakao-Initiative Ghanas, und spricht mit ihnen über ihren Arbeitsalltag und die Schwierigkeiten eines gleichberechtigten Kakaohandels. Im Anschluss an das Filmscreening diskutiert Evelyn Bahn vom INKOTA-netzwerk mit Vertreter*innen von fairafric darüber, wie Gewinne aus der Schokoladenproduktion gerecht verteilt werden können, sodass die Länder des globalen Südens nicht mehr länger nur als reine Rohstofflieferanten dienen. Wie wirken sich Kolonialismus und Globalisierung bis heute auf Welthandel, globale Arbeitsteilung und Produktion aus?

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!

Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen
Fallbeispiel Kakao: Damit Menschenrechte nicht durch den Kakao gezogen werden
Infoblatt 5: Kinderarbeit Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global und findet statt in Kooperation mit dem Lichtmess Kino, fairafric und dem INKOTA Netzwerk sowie mit Unterstützung von Zusammen Leben und Arbeiten e.V.
Kategorien: Ticker

„We Exist“ Filmtour

Engagement Global Presse - 17. Oktober 2019 - 16:53
Der Dokumentarfilm „We Exist“ wechselt die Perspektive und begleitet Menschen auf der Flucht. Foto: We Exist

Kriege und bewaffnete Konflikte, aber auch Ressourcenverknappung und Naturkatastrophen führen nicht selten zu Flucht und Migration. Weltweit waren noch nie so viele Menschen auf der Flucht wie heute. In der Öffentlichkeit wird oft über die damit zusammenhängenden Herausforderungen für die Länder Europas gesprochen und selten über das, was die Menschen auf ihrer Flucht erleben.

„We Exist“ ist ein Dokumentarfilm, der die Perspektive wechselt und Menschen auf der Flucht begleitet. Die gleichnamige Filmtour startete bereits und wird noch bis Samstag, 30. November 2019, in zwölf deutschen Ortschaften Halt machen. Mit dabei ist Regisseur Lucian Segura.

Der 45-minütige Dokumentarfilm „We Exist“ kombiniert Musik von Musikerinnen und Musiker aus Ländern des mittleren Ostens und Afrikas mit Bildern von Menschen auf der Flucht, die den menschlichen Aspekt des Ausnahmezustands zeigen.

Die Musikerinnen und Musiker kommen teilweise aus Flüchtlingslagern, teilweise sind es regional und international bekannte Gruppen, die ihre Musik für diesen Film komponiert und zur Verfügung gestellt haben. Der Film hat eine Erzählstruktur, die sich von der klassischen, journalistischen Erzählweise unterscheidet: Er nimmt die Zuschauenden an die Hand und mit zu den Menschen auf der Flucht.

Bei allen Veranstaltungen wird Regisseur Lucian Segura im Anschluss für ein Filmgespräch anwesend sein, um mit den Zuschauerinnen und Zuschauern über das Gesehene zu diskutieren und Fragen zu beantworten. Lucian Segura ist ein deutsch-spanischer Filmemacher, Absolvent der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin und lebt in Barcelona. Er dreht vor allem Spiel- und Dokumentarfilme, die sich mit Themen wie Migration, Klimawandel und der Umwelt beschäftigen.

Insgesamt macht die Filmtour noch in zwölf deutschen Städten Halt, unter anderem in mehreren Ortschaften im brandenburgischen Landkreis Prignitz, für Studierende an den Universitäten in Berlin und Osnabrück oder für die breite Öffentlichkeit im Rahmen des Globalen Filmherbst im Süden 2019 in Weil der Stadt, Ludwigsburg und Meitingen. Weitere Informationen zu den Orten finden Sie auf der Homepage zum Film.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen Engagement Global und dem Deutschen Institut für Entwicklungszusammenarbeit (DIE) sowie lokalen Partnern in den jeweiligen Orten, in denen der Film gezeigt wird. Die Filmtour findet im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) statt.

Weitere Informationen

Zur Internetseite der „We Exist“ Filmtour
Zum Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD)

Kategorien: Ticker

Langer Weg zur echten Verhandlung

E+Z - 17. Oktober 2019 - 16:02
Für den nötigen Neuanfang in Venezuela müssen Regierung und Opposition ernsthafte Gespräche aufnehmen

Venezuelas Lage ist prekär. Die Bevölkerung leidet unter Inflation, Arbeitslosigkeit und Lebensmittel- sowie Medikamentenknappheit. Nach immenser Preissteigerung kostet eine Tasse Kaffee umgerechnet mittlerweile 3900 Euro. Anfang vorigen Jahres waren es drei Euro. Ursachen der Krise sind schlechte Regierungsführung und Korruption, aber auch Wirtschaftssanktionen. Obwohl die Regierung die Bürgerrechte nicht beachtet, kann die Opposition weiterhin Massen mobilisieren.

Im Januar hatte der Präsident der Nationalversammlung, Juan Guaidó, Maduro als gescheitert bezeichnet und sich selbst zum neuen Interimspräsidenten ernannt. Die USA, Deutschland und verschiedene anderer EU-Mitglieder erkannten ihn an. Sie erwarteten, Maduro werde angesichts des breiten Widerstandes bald stürzen. Er ist aber weiter im Amt – unterstützt von Militär und Sicherheitskräften.

Die internationale Staatengemeinschaft hat nicht einheitlich auf die Krise reagiert. Unter Washingtons Führung beschlossen mehrere Länder Wirtschaftssanktionen, um Maduro weiter zu schwächen. Dagegen versuchten Norwegen, Uruguay und Mexiko, Gespräche zwischen Maduro und Guaidó zu vermitteln. Das scheiterte jedoch, weil die Regierung über Sanktionen klagte. Russland und China halten derweil zu Maduro und wenden sich gegen jegliche „Einmischung in innere Angelegenheiten“.

Angesichts des politischen Patts ließ das internationale Medieninteresse an Venezuela nach. Einige aktuelle Entwicklungen sind aber spannend. Die Kommission für Wahrheit, Recht und Öffentliche Ordnung (Comisión para la Verdad, la Justicia, la Paz y la Tranquilidad Pública) wurde neu einberufen und könnte sich als nützliches Forum erweisen. Zudem wurde Edgar Zambrano, der Vizepräsident der Nationalversammlung, aus rechtswidriger Haft entlassen. Die Regierung hat versprochen, weitere politische Gefangene freizulassen und die Wahlbehörde, der die Opposition Parteilichkeit vorwirft, neu auszurichten.

2020 endet die fünfjährige Amtszeit der Nationalversammlung, sodass Parlamentswahlen anstehen. Bislang hat die Regierung keine Mehrheit, weshalb sie 2017 eine verfassunggebende Versammlung einberief, deren Wahl aber internationalen Beobachtern zufolge weder fair noch frei verlief. Venezuela hat also zwei konkurrierende Parlamente, wobei die Nationalversammlung stärker legitimiert ist.

Wahlen könnten im nächsten Jahr das politische Patt beenden. Es heißt gelegentlich, dass Maduro sich manchen Oppositionskreisen gegenüber kompromissbereit gebe, zeige, dass er sich stark fühle und glaube, Gaidó beispielsweise mit der Freilassung von Dissidenten diskreditieren zu können. Die Regierung wirft dem Oppositionspolitiker auch Inkompetenz und Verwicklungen in Drogengeschäfte vor. Dennoch bleibt Guaidó wichtig. Kürzlich sprach sich die Frente Amplio Venezuela Libre (breites Bündnis für ein freies Venezuela) für ihn aus. Ihr gehören 20 Parteien sowie die 300 Gewerkschaften, Arbeitgeberorganisationen, Studentenvereinigungen und zivilgesellschaftliche Initiativen an.

Venezuela braucht Versöhnung, aber das geht nicht schnell. Südafrika überwand die Apartheid auch nicht mit einem einzigen Abkommen. Nötig waren vielmehr viele informelle formale Gespräche. Vor der abschließenden Einigung war es immer wieder nötig, sich darauf zu einigen, eine gemeinsame Lösung zu finden.

In Venezuelas ist noch keine Lösung in Sicht. Wenn es gut läuft, entstehen jetzt aber Rahmenbedingungen für Verhandlungen. Nur Venezolaner selbst können Venezuelas Probleme lösen, und dafür müssen die verfeindeten Lager, die Maduro and Guidó derzeit anführen, miteinander ins Gespräch kommen.

Die internationale Staatengemeinschaft kann keine Lösung vorschreiben oder auch nur beeinflussen. Sie kann aber nach dem Vorbild Norwegens, Uruguays und Mexikos zu Gesprächen ermutigen. Wer nur eine der Konfliktparteien unterstützt, hilft nicht. Dass Sanktionen nicht funktionieren, ist mittlerweile evident.

Fabio Andrés Díaz Pabón ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Rhodes University in Südafrika und forscht am Internationalen Institute of Social Studies in Den Haag.
diazpabon@iss.nl

Kategorien: Ticker

UN-Generalsekretär: Das Ende der extremen Armut ist von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Zukunft für alle

Vereinte Nationen - 17. Oktober 2019 - 15:59

Jedes Jahr am 17. Oktober wird die Mühe und der Kampf von mehr als 700 Millionen Menschen weltweit gewürdigt, die mit weniger als 1,90 USD pro Tag leben.

“Die extreme Armut zu beseitigen steht im Mittelpunkt der Bemühungen die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und eine nachhaltige Zukunft für alle Menschen zu schaffen. Um erfolgreich niemanden zurückzulassen müssen wir uns zunächst um die ärmsten Menschen kümmern“, sagte der Generalsekretär.

Guterres wies darauf hin, dass der Schwerpunkt des diesjährigen Gedenkens auf dem gemeinsamen Handeln liegt, “um Kinder, ihre Familien und Gemeinschaften zur Bekämpfung der Armut zu befähigen”, da das Gedenken auf den 30. Jahrestag der UN-Konvention über die Rechte des Kindes fällt.

Er sagte, dass die Wahrscheinlichkeit in extremer Armut zu leben bei Kindern mehr als doppelt so hoch ist wie bei Erwachsenen, was zur Folge hat, dass sie “ihr Leben lang benachteiligt sind” und sich ein “generationenübergreifender Transfer dieser Benachteiligung” fortsetzt.

Zudem werden die Kinder von heute mit den “verheerenden Folgen des Klimawandels leben müssen“, wenn wir nun nicht ehrgeizige Massnahmen ergreifen, so der UN-Generalsekretär.

Herr Guterres wies darauf hin, dass Mädchen einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, aber zugleich eine treibende Kraft für Veränderungen seien.

“Mit jedem Jahr dass ein Mädchen an der Schule bleibt erhöht sich das Durchschnittseinkommen im Laufe ihres Lebens und sinkt die Chance auf eine frühzeitige Heirat. Zudem hat die Schulbildung eindeutige Vorteile für die Gesundheit und Erziehung ihrer eigenen Kinder, weswegen Bildung eine wesentliche Rolle darin spielt den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen,“ sagte er.

Das Ende der Armut ist das erste der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die die Staats- und Regierungschefs der Welt im Jahr 2015 verabschiedeten.

Der UN-Generalsekretär sagte, dass man die Kinderarmut nur beenden kann indem man die Armut in den Haushalten, aus denen sie kommen, bekämpft.

Er betonte, dass der Zugang zu hochwertigen sozialen Diensten Vorrang haben muss, doch dass heute fast zwei Drittel der Kinder nicht sozialversichert sind. Eine familienorientierte Politik, einschließlich flexibler Arbeitsregelungen, Elternzeit und Unterstützung bei der Kinderbetreuung, ist ebenfalls unabdingbar.

Herr Guterres beendete seine Botschaft mit einem Aufruf zum Handeln: „An diesem internationalen Tag rufen wir auf, sich erneut zu verpflichten das Ziel für nachhaltige Entwicklung 1 zu erreichen und eine faire Globalisierung zu erzielen, die Kindern, Familien und Gemeinschaften zugutekommt.”

Kategorien: Ticker

The CSCP Heads the First-Ever Centre for Economics and Digital Responsibility in the State of North Rhine-Westphalia.

SCP-Centre - 17. Oktober 2019 - 14:52

How can companies contribute to improving the quality of life for everyone in times of digitalisation? How can companies successfully adopt sustainability as a part of their digital strategy? The newly set up centre aims to answer these questions by encouraging small and medium-sized enterprises (SMEs) to introduce a long-term concept on economic, ecological, digital and social issues and to develop innovative products, services and business models. The centre is also an important component in the implementation of the strategy for digital transformation in the state of North Rhine-Westphalia (NRW).

This project is a collaboration between the CSCP and its networking partners the Chamber of Industry and Commerce North Rhine-Westphalia (IHK NRW) and Heinrich-Heine University Düsseldorf.

Economics and Digital Affairs Minister Prof. Dr Andreas Pinkwart shared, “We are consistently continuing along the path we have embarked on with the topic of responsible corporate management in digital times. Digitalisation must be at the service of the people. I am pleased that we are now bundling the various aspects of digitalisation in connection with economic responsibility in a state-wide centre, offering companies a contact point in North Rhine-Westphalia and thus assuming a genuine pioneering role.’’

The new centre will network partners from business, science, start-ups, civil society, financial players as well as chambers and associations with each other. The centre aims to jointly develop solutions for entrepreneurial challenges in the age of digitalisation and sustainability and to carry them into organisations. The focus is on corporate culture, living and working, digital leadership and social entrepreneurship. Other important fields of action are fair dealings with employees, diversity in personnel selection, environmental, climate and resource protection, respect for consumer interests, assuming responsibility for the supply chain, transparent corporate management and open and appropriate communication with stakeholders in connection with digitisation.

Michael Kuhndt, Managing Director of the CSCP, sees the new centre as a special opportunity to accelerate the sustainable transformation of the economy with the help of digital technologies and to strengthen NRW as a business location: “Digitalisation and sustainability equally challenge products, services, business models, leadership and lifestyles. The resulting changes offer great opportunities for actively shaping the corporate strategy for a good life and sustainable innovations”.

The centre was selected among many other projects by a jury and is financed by the European Regional Development Fund (ERDF) and by state funds. A total of 800,000 euros is available for 3 years. As planned, the centre will start work at the beginning of 2020.

For further information, please contact Patrick Bottermann.

Der Beitrag The CSCP Heads the First-Ever Centre for Economics and Digital Responsibility in the State of North Rhine-Westphalia. erschien zuerst auf CSCP gGmbH.

Kategorien: english, Ticker

17. Oktober 2019

ONE - 17. Oktober 2019 - 13:50
1. Widriger Kobaltabbau im Kongo

Christoph Seidler interviewt auf Spiegel Online den Rohstoffexperten Philip Schütte zum Kobalt-Abbau in der Demokratischen Republik Kongo. 70 Prozent der weltweiten Kobalt-Reserven befinden sich in Kongo, Australien und Kuba. Das afrikanische Land sei ein wichtiger Rohstofflieferant für die Produktion von Akkus von Elektrofahrzeugen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffen (BGR), für die auch Schütte wirke, habe sich mit den Arbeitsumständen in den kongolesischen Minen beschäftigt. Vor allem der Kleinbergbau, auf den rund 10 bis 20 Prozent des gesamten Bergbaus entfallen, stelle ein großes Problem dar, so Schütte. Der Abbau erfolge oft illegal und unter Bedingungen, die für die Arbeiter*innen gefährlich sind. Es gebe natürlich auch legalen Kleinbergbau. Die entsprechenden Gebiete werden von der Regierung ausgewiesen und seien für viele Bergleute unattraktiv. Auch Kinderarbeit sei ein großes Thema, so Schütte. Bei den von der BGR untersuchten Minen sei die Situation jedoch weniger schlimm gewesen als befürchtet. Kinder üben oft leichte Tätigkeiten aus oder begleiten ihre arbeitenden Eltern. Der Kongo sei jedoch zu wichtig im Kobalt-Abbau, um auf ihn zu verzichten, so Schütte. Unternehmen müssten die OECD-Standards für Sorgfaltspflicht stärker umsetzen. Dies sei wichtiger als den Kongo in der Lieferkette zu meiden.

2. Mali: Kein Vertrauen

Katrin Gänsler spricht in der Tageszeitung (taz) mit dem Anthropologen Bréma Ely Dicko über die aktuelle Situation in Mali. Die angespannte Lage habe sich zunächst auf den Norden des Landes konzentriert, ab 2015 jedoch nach Zentralmali ausgebreitet. Viele der aktiven Gruppen nutzen Waffen, was wiederum zu einem Anstieg der Gewalt führe, so Dicko. Ein Problem sei, dass die Bevölkerung wenig Vertrauen in den Staat habe. Trotz der anwesenden Blauhelm-Soldat*innen und der G5-Saheltruppen gebe es tägliche Gewalt. Auch die Ausbildung der malischen Armee stehe immer wieder in der Kritik; die Soldat*innen würden im Kampf gegen den Terrorismus zu wenig Einsatz zeigen. Die Ausstattung und Ausbildung sei ungenügend und dies mache es den Angreifer*innen einfach. Der Krieg sei asymmetrisch, die Fahrzeuge des Militärs ungeeignet und die Willensstärke zu gering, so Dicko. Zudem kursieren Gerüchte um einen Staatsstreich.

3. Kolonialgüter: Rückgabe wird einfacher

Vladimir Balzer berichtet im Deutschlandfunk über das Verfahren der Rückgabe von Kulturobjekten aus Afrika. Im kommenden Jahr soll in Berlin dafür eine zentrale Anlaufstelle entstehen. Die Kunst, die mit Deutschlands Kolonialgeschichte verknüpft sei, komme überwiegend aus Afrika. Nun gebe es Mittel, um die Recherche zur Herkunft zu fördern und die Nachfragen zu Rückführungen zu bearbeiten. Bisher sei die Suche langwierig und kleinteilig gewesen. Transparenz sei hierbei eines der wichtigsten Kriterien, so Carsten Brosda, Kultursenator aus Hamburg.

The post 17. Oktober 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

17.10.2019 Minister Müller: "Schwerpunkt der Weltbank muss weiter auf Klimaschutz und Afrika liegen"

BMZ - 17. Oktober 2019 - 12:00
Anlässlich der Jahrestagung der Weltbank erklärt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Globaler Klimaschutz, Engagement in den Krisenregionen und Überwindung von Hunger und Armut vor allem in Afrika: Bei den Überlebensfragen der Menschheit ist die Weltbank unser zentraler Partner. Vor allem in Subsahara-Afrika stehen wir vor großen Herausforderungen. Nach Angaben der Weltbank werden im Jahr 2030 fast 90 Prozent aller Menschen in extremer Armut in ...
Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren