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ABC – der neue inter­nationale Fahrrad-Wettbewerb für Hochschulen

#HOCHN - 12. Juni 2019 - 0:00

Die Kampagne „Academic Bicycle Challenge" (ABC) ist der erste internationale Fahrrad-Wettbewerb für Fachhochschulen und Universitäten und vereint Fahrrad-Spaß, gesunde Bewegung und praktischen Klimaschutz. Das gemeinsame Ziel ist es, möglichst viele Fahrrad-Kilometer zurückzulegen.

Innerhalb des ausgewählten Teilnahmemonats zwischen April und November 2019 treten Mitarbeitende und Studierende in die Pedale und erfassen ihre alltäglichen Fahrten per App. Die ABC zählt alle zurückgelegten Fahrrad-Kilometer und erstellt spannende Rankings – nach Einzelpersonen, Fakultäten, Teams und Hochschulen. Über 30 Hochschulen von Singapur über Brasilien bis nach Ungarn sind bereits dabei. Zu den Unterstützern gehört zum Beispiel der netzwerk n e. V., der sich für eine Nachhaltige Entwicklung an Hochschulen einsetzt.

Weitere Informationen zur Teilnahme sowie zur Challenge allgemein erhalten Sie auf der Webseite: https://www.go-abc.org/start/

Foto: UHH/Möller

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11. Juni 2019

ONE - 11. Juni 2019 - 15:16

1. Bildung gegen Bevölkerungsboom
Im Interview mit dem SPIEGEL stellt sich der Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, Fragen zu den Studienergebnissen seines Insituts zur Bevölkerungsnetwicklung in Afrika. Das dortige Bevölkerungswachstum sei im Verhältnis zu anderen Weltregionen verhältnismäßig stark. Entwicklung und Bevölkerungsentwicklung stehen in einem engen Zusammenhang, bisher seien viele Akteure noch zögerlich, aktiv die Herausforderungen bei Familiengrößen und Kindszahlen anzugehen. Dabei sei kein staatlicher Zwang nötig, sondern Investitionen in die Bereiche Gesundheitsversorgung, Bildung und Jobs. Dies habe zum Beispiel in Thailand zu einem deutlichen Rückgang der Geburtenziffern geführt. Insbesondere Bildung für Frauen sei ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Bevölkerungspolitik. Mit steigender Bildung sinke das Risiko einer Frühverheiratung, Frauen bekommen später und weniger Kinder und können sich in der Familienplanung besser gegen ihre Partner durchsetzen. Allerdings reichen Bildungsinvestitionen alleine nicht aus. Es müsse auch sichergestellt werden, dass es genügend Jobs für die gebildeten Frauen gebe. Auch der Zugang zu Verhütungsmittel werde durch religiöse Gruppen oder der gegenwärtigen US-Administration erschwert. Die deutsche Entwicklunspolitik solle sich auf Gesundheit, Bildung und Jobs fokussieren und dabei auch das Ziel verfolgen, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, so Klingholz. Dies ermögliche afrikanischen Ländern einen Entwicklungsschub, wie ihn viele asiatische Staaten bereits durchlaufen haben.

2. Über 150 Millionen von Kinderarbeit betroffen
Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, tagesschau.de, ZDF.de und Zeit Online thematisieren einen Bericht des Kinderhilfswerks Unicef und der Kinderrechtsorganisation Terre des hommes. Demnach müssen rund 152 Millionen Kinder arbeiten, rund jedes zehnte Kind weltweit. Für etwa 50 Prozent der Betroffenen gelten gefährliche und ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Mit 72 Millionen Jungen und Mädchen führt Afrika die Liste der meisten Kinderarbeiter*innen an. Die meisten seien in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Zahl der betroffenen Kinder sei im Vergleich zum Jahr 2000 zwar um über 90 Millionen zurückgegangen, aber der Rückgang verlangsame sich. Unicef habe dazu aufgerufen, extreme Armut, Bildung und die Stärkung in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu rücken, um Kinderarbeit stärker zu bekämpfen. Terre des Hommes habe zudem eine weltweite Durchsetzung der Schulpflicht sowie eine stärkere Sanktionierung von Arbeitgebern gefordert, die Kinder beschäftigen.

3. Tote in Mali
Wie unter anderem Spiegel Online, tagesschau.de, FAZ.net, Zeit Online melden, sind bei einem Überfall in Mali knapp 100 Menschen getötet worden. Unbekannte haben das Massaker in einem Dorf in der Region Mopi verübt. Die Täter*innen seien noch nicht identifiziert worden, aber ein ethnischer und verteilungspoiltischer Konflikt werde nicht ausgeschlossen. Der Konflikt in der Region habe sich durch das Auftauchen islamistischer Terrormilizen verschärft. Bereits im März seien bei einem ähnlichen Angriff 130 Menschen ums Leben gekommen. Die Bundeswehr sei im Rahmen einer UN- und einer EU-Mission mit etwa 1000 Soldat*innen vor Ort im Einsatz.

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11.06.2019 Minister Müller: "Kinderarbeit ist eine Tragödie für jedes einzelne Kind und für Entwicklungsländer als Ganzes"

BMZ - 11. Juni 2019 - 14:00
Anlässlich der derzeit in Genf stattfindenden Jahreskonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und im Vorfeld des Internationalen Tages gegen Kinderarbeit am 12. Juni erklärt Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller: "Auch im Jahr 2019 müssen weltweit noch immer über 150 Millionen Kinder arbeiten, um ihr Überleben zu sichern. Das sind über 150 Millionen Kinder, denen eine sorglose Kindheit und ihr Recht auf Bildung verwehrt werden."...
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Timor-Leste: Starke Frauen braucht das Land!

Misereor - 11. Juni 2019 - 11:47
Knapp drei Viertel der Frauen in Timor-Leste sind Opfer häuslicher und sexueller Gewalt. Christina ist eine von ihnen.

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Henkel und UNICEF: gemeinsam gegen Mangelernährung

Unicef - 11. Juni 2019 - 11:00
Ab 2019 unterstützt der Düsseldorfer Konsumgüterkonzern UNICEF dabei, die Ernährung von Kindern weltweit zu verbessern, damit sie überleben und sich gesund entwickeln können. Gemeinsames Ziel ist es, möglichst vielen Kindern den Zugang zu einer gesunden und nahrhaften Ernährung zu ermöglichen.
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Digitalisierung hilft bei Agenda 2030

Vereinte Nationen - 11. Juni 2019 - 10:25

11. Juni 2019 – Das Gremium für digitale Zusammenarbeit der Vereinten Nationen hat den neuen technischen Bericht „Das Zeitalter der digitalen Interdependenz“ veröffentlicht. Darin heißt es, dass die digitale Zukunft sicherer und umfassender sein muss. Vor rund einem Jahr wurde das Gremium von Generalsekretär António Guterres ins Leben gerufen.

In dem Bericht wird untersucht, wie die digitale Technologie dazu beitragen kann, die Agenda 2030 der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung zu verwirklichen. In einer Zeit, in der rund die Hälfte der Weltbevölkerung noch keinen Zugang zum Internet hat, fordert das Gremium, dass jeder Erwachsene bis 2030 einen erschwinglichen Zugang zu digitalen Netzen, sowie zu digital gestützten Finanz- und Gesundheitsdiensten hat.

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Mit KI, Big Data und Citizen Science Giraffen schützen

reset - 11. Juni 2019 - 8:08
Wie viele Tier- und Pflanzenarten sind auch Giraffen vom Aussterben bedroht. Eine Mischung aus Big Data, Künstlicher Intelligenz und Citizen Science soll helfen, bessere Schutzmaßnahmen für die Tiere zu planen.
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Ursachen von Kinderarbeit stärker bekämpfen

Unicef - 11. Juni 2019 - 1:05
UNICEF zum Welttag gegen Kinderarbeit: Kinderarbeit raubt Kindern ihre Kindheit und zerstört ihre Zukunftschancen. Trotzdem müssen immer noch 152 Millionen Mädchen und Jungen – fast jedes zehnte Kind auf der Welt – arbeiten, um zum Überleben ihrer Familien beizutragen.
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Mehr als nur eine Personalentscheidung

SWP - 11. Juni 2019 - 0:00

Europa hat gewählt, nun steht die Neubesetzung der EU-Institutionen an. Die meiste Aufmerksamkeit richtet sich auf personelle Fragen. Doch genauso wichtig ist die inhalt­liche und strukturelle Neuaufstellung der EU-Kommission, die unter Präsident Juncker zahlreiche Reformen erfahren hat. Zum Ende ihrer Amtsperiode ist die Bilanz ge­mischt: Die Kommission ist fokussierter geworden, und die interne Kohärenz deut­lich gestiegen. Doch viele der Gesetzgebungsvorschläge waren auch am Ende der Legis­laturperiode im Europäischen Parlament und/oder im Rat der EU nicht mehrheits­fähig. Das Leitbild der politischen Kommission hat sich zunehmend als unvereinbar mit den Kontrollaufgaben des höchsten Exekutivorgans der EU erwiesen. Die neue Kommission wird in einem schwierigeren politischen Umfeld agieren und selbst par­tei­politisch heterogener werden. Ihre Neuaufstellung sollte daher auch als Gelegenheit genutzt werden, um das Spitzenkandidatenprinzip anders zu interpretieren und um zwischen Parlament, Rat und neuer Kommission ein gemeinsames politisches Pro­gramm für die EU zu verhandeln.

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UN Global Compact Aufruf: SDG-Pioniere gesucht!

Global Compact - 11. Juni 2019 - 0:00
Der UN Global Compact hat im Mai seine Suche nach SDG-Pionieren für 2019 gestartet - gesucht werden junge Fach- und Führungskräfte, die in Unternehmen besondere Arbeit leisten, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) voranzubringen.
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Warum eine Berufsausbildung für den Personentransport in Nairobi wichtig ist und junge Frauen Arbeitsplatzangebote brauchen | E+Z

Weblinks - 9. Juni 2019 - 23:43

Comments:

  • In Nairobi betreiben private Transportunternehmen die Buslinien. Eines von ihnen ist Citi Hoppa. Geschäftsführerin Judy Thuo setzt auf Qualität in der Kundenbetreuung. Sie erklärt, warum betriebliche Ausbildung im öffentlichen Nahverkehr nötig ist und warum besonders Frauen Erwerbschancen brauchen. - Karsten Weitzenegger

Tags: frauen, entwicklung, berufsbildung, Kenia

by: Karsten Weitzenegger

Kinderarbeit: Die sieben wichtigsten Fragen und Antworten

Unicef - 7. Juni 2019 - 14:52
Hier finden Sie die wichtigsten Infos zu Kinderarbeit im Überblick – und so viel vorweg: Wenn Ihre Kinder nicht beim Aufräumen oder Rasen mähen helfen wollen und sich dabei auf das Verbot von Kinderarbeit berufen, dürfen Sie getrost widersprechen.
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Der neue Kompass Globales Lernen Rheinland-Pfalz ist da

Engagement Global - 7. Juni 2019 - 14:39
Bildungsangebote des Globalen Lernens zeichnen sich durch Methodenvielfalt und die Orientierung an den Bedürfnissen und Erfahrungen der Lernenden aus. Foto: Engagement Global

Ab sofort ist die Printversion des neuen Kompass Globales Lernen Rheinland-Pfalz verfügbar sowie die digitale Version ab Ende Juni in der interaktiven Datenbank zu finden. Von Dienstag, 4. Juni, bis Donnerstag 6. Juni 2019 wurde in Trier, Klingenmünster und Koblenz der neue Kompass vorgestellt. Er bündelt die vielfältigen Bildungsangebote des Globalen Lernens und informiert zu Anbieterinnen und Anbietern sowie Bildungsinitiativen solcher Angebote in und für Rheinland-Pfalz.

In Trier kamen Interessierte, Bildungsanbieterinnen und –anbieter sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Austausch und zur Vorstellungen des Kompasses bei einem Workshop zusammen. Unter dem Motto „Globales Lernen in Eifel, Hunsrück und der Region Trier: Themen aus aller Welt in unserer Region“ wurden außerdem verschiedene Mitmachangebote des Globalen Lernens aus der Region vorgestellt. Beispielhaft stellte die Toupi-Group ihr Angebot zum Demokratie-Lernen vor.

Bei dem Workshop „Sozial-ökologischer Wandel in der Südpfalz: Das ‚Gute Leben‘ und andere Ansätze zum Globalen Lernen“ wurden Material- und Projektangebote lokaler Bildungsanbieterinnen und -anbieter aufgezeigt sowie nach Vernetzungsmöglichkeiten für mögliche gemeinsame Projekte in der Region gesucht. Die Teilnehmenden tauschten sich über ihre Vorstellungen einer zukunftsfähigen Südpfalz aus. Neben vielfältigen Bildungsakteuren war auch Federico Koelle von der Organisation Fundación Cerro Verde/ Schutzwald e.V. anwesend, die derzeit am Süd-Nord-Austausch-Programm von weltwärts teilnimmt. Er betonte, dass zum „Buen Vivir“ die Stärkung der Gemeinschaft nötig sei. Die Mehrheit der Anwesenden stimmte dem zu und unterstrich den Wert lokaler Zentren und konkrete Vernetzungsmöglichkeiten im ländlichen Raum, wie sie die Bürgerstiftung Pfalz anbietet.

Über beispielhafte Wege vom Lernen zum Handeln wurde bei dem Vernetzungstreffen in Koblenz gesprochen. Bildungsanbieterinnen und –anbieter aus der Region stellten ihre Arbeit vor und sprachen über Wege, wie Globales Lernen zu lokalem Handeln führen kann. Das ISSO-Institut plant dazu weitere Veranstaltungen. Der Vertreter des Ministeriums für Bildung, Jan-Hendrik Winter, hob die Bedeutung des Kompass Globales Lernen hervor und versprach, die Verbreitung in Rheinland-Pfalz weiter zu unterstützen.

Globales Lernen steht für Vielfalt und einen offenen pädagogischen Ansatz. Bildungsangebote des Globalen Lernens zeichnen sich durch Methodenvielfalt und die Orientierung an den Bedürfnissen und Erfahrungen der Lernenden aus. Sie sind interaktiv, kreativ, partizipativ und spielerisch.

Zu den drei Veranstaltungen luden ELAN e.V., die Lokale Agenda 21 Trier, die Bürgerstiftung Pfalz, das ISSO-Institut und die Außenstelle Mainz von Engagement Global ein.

Der Kompass Globales Lernen in Rheinland-Pfalz ist ein Ergebnis der Kooperation zwischen dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk (ELAN) e.V., der dort angesiedelten Fachpromotion Globales Lernen und der Außenstelle Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland von Engagement Global.

Kontakt

Die gedruckte Ausgabe des Kompass Globales Lernen in Rheinland-Pfalz kann bei ELAN e.V. bestellt werden per E-Mail an:

bildung@elan-rlp.de

Kleinere Stückzahlen können auch bei der Außenstelle von Engagement Global in Mainz abgerufen werden per E-Mail an:

aussenstelle.mainz@engagement-global.de

Mehr Informationen

Zum Online-Angebot des Kompass Globales Lernen in Rheinland Pfalz (ab Ende Juni verfügbar)

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Wegen Klimawandel: Änderungen vorbehalten!

BfdW - 7. Juni 2019 - 14:06
Im Rahmen der European Sustainable Development Week hat die Botschaft von Neuseeland in Deutschland zusammen mit Brot für die Welt zu einem Film- und Diskussionsabend eingeladen, um die Betroffenheit der pazifischen Inseln durch den Klimawandel in den Fokus zu stellen.

Mit dem Titel “Subject to Change – Pacific Islands on the frontline of climate change” haben am 3. Juni die Botschaft von Neuseeland und Brot für die Welt in das Haus des Werkes EWDE für einen Film- und Diskussionsabend eingeladen. Die Abendveranstaltung reihte sich damit in die Veranstaltungen der “Diplomacy for Sustainability” - Woche. Unter diesem Motto stellten diese Woche das Auswärtige Amt und 23 in Berlin vertretene Botschaften während der European Sustainable Development Week 2019 (ESDW19) ihre Arbeit zur Umsetzung der Agenda 2030 und der Sustainable Development Goals (SDGs) vor.

Brot für die Welt hat gleich zugestimmt, als die Botschaft von Neuseeland die Anfrage gestellt hat gemeinsam ein Event zu gestalten, bei dem die starke Verletzlichkeit der pazifischen Inseln gegenüber des Klimawandels im Fokus steht und wie Klimagerechtigkeit erreicht werden kann für die betroffene Bevölkerung.

Nach der Eröffnung der Abendveranstaltung durch Antje Monshausen, Referatsleitung Wirtschaft und Umwelt bei Brot für die Welt, wurde der neuseeländische Dokumentarfilm „Subject to change“ (auf Deutsch „Änderungen vorbehalten“) gezeigt, der über das Schicksal der am Pazifikufer gelegenen Dorfgemeinschaften, die mit den Auswirkungen des Klimawandels kämpfen, informiert.

Im Anschluss an den Film begrüßte der Botschafter von Neuseeland in Deutschland, S. E. Herr Rupert Thomas Holborow das Publikum und lud zu einer Podiumsdiskussion, um die Verletzlichkeitsaspekte im Pazifik vertieft aufzugreifen und zu debattieren, was getan werden muss, damit niemand in der Klimakrise zurückgelassen wird.

Moderiert durch Dr. Christiane Averbeck, Geschäftsführerin der Klima-Allianz Deutschland, wurde der Botschafter von Tuvalu in der EU, S. E. Aunese Makoi Simati, gebeten in Reflexion auf den Dokumentarfilm die Auswirkungen des Klimawandels auf seinen kleinen Inselstaat zu beschreiben und seine Erwartungen an Staaten wie Deutschland und Neuseeland in der Unterstützung von Tuvalu in der Klimakrise.

Der Botschafter hat dabei sehr deutlich gemacht, dass Tuvalu nicht auf internationale Hilfe wartet, um die Bewohner vor den Auswirkungen des Klimawandels zu schützen, sondern selbst sehr aktiv Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe ergreift. Neben diversen Anpassungsmaßnahmen und der Reduktion des ohnehin schon sehr niedrigen CO2-Ausstosses, hat Tuvalu auch einen Survival Fund, der im Fall eines Extremwetterereignisses wie zum Beispiel eines Zyklons sofort der Bevölkerung zur Verfügung steht. So wolle man garantieren, dass die Bevölkerung sich von klimabedingten Schäden und Verluste sofort wieder rehabilitieren kann.

Sabine Minninger, Referentin für internationale Klimapolitik bei Brot für die Welt, hat Tuvalu, Fidschi und Französissch Polynesien mehrfach im Rahmen ihrer Arbeit besucht, zuletzt zusammen mit dem Klimabotschafter von Brot für die Welt, dem ARD-Wettermann Sven Plöger. Sie gab zu bedenken, dass die Bereitstellung von Klimafinanzierung für die Kompensation von klimabedingten Schäden und Verluste im Südpazifik keine Charity-Maßnahme ist, sondern die Industriestaaten und ölexportierende Entwicklungsländer wie zB Saudi Arabien gemäß des Verursacherprinzips in der Verantwortung stehen. Dementsprechend sollten diese Staaten auch in der Verantwortung stehen, die ärmsten und verletzlichsten Bevölkerungsgruppen in der Klimakrise zu unterstützen. Zusammen mit weltweiten NGO-Bündnissen wie der ACT Alliance und dem Climate Action Network fordert Brot für die Welt daher auch die verpflichtende Bereitstellung von Klimafinanzierung für Betroffene von klimabedingten Schäden und Verluste. Dieses Anliegen der ärmsten und verletzlichsten Staaten wie der pazifischen Inselstaaten wurde leider im Pariser Klimaabkommen nicht verankert und müsste daher nun nachträglich vereinbart werden.

Ingrid-Gabriela Hoven, Leiterin der Abteilung „Globale Zukunftsfragen – Sektoren“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellte die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung vor wie zum Beispiel die Unterstützung eines pazifischen Klimarisikopools, der wie eine „Klimaversicherung“ den Menschen nach einem Extremereignis hilft, schnell wieder auf die Beine zu kommen. Die Bundesregierung hält auch ihr Versprechen, ihren Beitrag für den Grünen Klimafond zu verdoppeln und Frau Hoven würde sich freuen, wenn andere Industriestaaten ebenso ihren fairen Beitrag leisten würden zur Finanzierung von CO2-Minderungs- und Anpassungsprojekten im Globalen Süden. Sie steht auch zu der Klimaverantwortung Deutschlands und hält daher einen schnellen Kohleausstieg sowie ein Klimarahmengesetz für dringend notwendig.

Dr. Nina Hall, Assistenzprofessorin am Bologna Institute for Policy Research, beschäftigt sich wissenschaftlich mit der neuseeländischen Klima- und Migrationspolitik. Vor dem Hintergrund, dass im schlimmsten Fall die pazifischen Inseln Aufgrund des Meeresspiegelanstiegs unbewohnbar werden beschäftigt sie sich mit den Einwanderungsgesetzen von Neuseeland.

Die Beiträge aufgrund der unterschiedlichen Expertise der Podiumsgäste lieferten noch genug Diskussionsstoff für die anwesenden ZuhörerInnen, die anschließend bei einem Empfang im Foyer des Werkes noch angeregt lange weiter diskutierten.

 

Thema (BfdW) : KlimafluchtKlima, Energie und UmweltKlimaLänderbezug (Asien): FidschiVeranstaltung bzw. Programme: Politische Veranstaltungen Bildergalerie: 

v.l.n.r. Nina Hall, Ingrid-Gabriela Hoven, Christiane Averbeck

© Deniz Rönsch

 

Botschafter von Tuvalu in der EU, S. E. Aunese Makoi Simati mit Christiane Averbeck und Sabine Minninger

© Deniz Rönsch

 

Botschafter von Neuseeland in Deutschland, S. E. Herr Rupert Thomas Holborow

© Deniz Rönsch

 

 

Links: Der Dokumentarfilm: Subject to ChangeDoku-Beitrag von Brot für die Welt: Tuvalu in Zeiten des KlimawandelsBlogbeitrag: Tuvalu - Should I stay or should I go
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Faire Schokolade: So gut schmeckt Hoffnung!

Misereor - 7. Juni 2019 - 13:42
Durchschnittlich essen wir Deutsche im Jahr pro Kopf ein Kilogramm Schokolade und versüßen uns sdamit ein stückweit unser Leben. Das Leben als Kakaobauer ist jedoch häufig kein Zuckerschlecken, besonders für die Kinder. Anders in der von MISEREOR unterstützten Bio-Kakaokooperative in der Elfenbeinküste.

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07. Juni 2019

ONE - 7. Juni 2019 - 12:11

1. AU suspendiert Sudans Mitgliedschaft
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, die tageszeitung (taz), die Hannoversche Allgemeine Zeitung, ZDF.de, FAZ.net, Zeit Online und der Deutschlandfunk melden, dass die Afrikanische Union (AU) die Mitgliedschaft Sudans in dem Staatenbund vorerst ausgesetzt hat. Grund sei die gewaltsame Unterdrückung der seit Monaten anhaltenden Proteste seitens der regierenden Militärführung. Die Mitgliegschaft sei ausgesetzt, bis es eine zivil geführte Übergangsregierung gebe, so die AU. Bei den Einsätzen gegen Demonstrierende seien bereits über 100 Menschen getötet und 500 verletzt worden. Das sudanesische Gesundheitsministerium spreche von lediglich 46 Toten. Trotz der Repressionen wolle die Protestbewegung weiter daran festhalten, friedlich zu demonstrieren.

2. 3 plus für die KfW
In der Frankfurter Rundschau thematisiert Tobias Schwab die Selbstevaluation der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die deutsche Förder- und Entwicklungsbank habe 180 ihrer Projekte untersucht und davon 77 Prozent als erfolgreich eingestuft. Dieses Ergebniss könne sich sehen lassen, so KfW-Vorstandsmitglied Joachim Nagel. Als Vergleich: Die Weltbank erreiche Quoten zwischen 60 und 70 Prozent. Geprüft worden sei nach den fünf Kriterien „Relevanz, Effektivität, Effizienz, Impact und zeitliche Nachhaltigkeit“. Die Durchschnittsnote aller untersuchten Projekte liege bei 2,8 (1 für „sehr gut“ und 5 für „eindeutig unzureichend“). Erwähnenswert sei, dass Projekte in Subsahara-Afrika, die oft unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden, mit einer 3,0 bewertet wurden. Die größte Erfolgsquote gebe es in Asien mit 91 Prozent positiv bewerteten Projekten. Laut dem Evaluierungsbericht müsse der Fokus insgesamt stärker auf mittelgroße Städte in armen Ländern rücken. Prognosen zufolge werden sie ob der Landflucht in Asien und Afrika die meisten Menschen aufnehmen müssen.

3. Gesucht: Lokale High-Tech-Lösungen in Entwicklungsländern
Im Deutschlandfunk setzt sich Katharina Nickoleit mit Medizintechnik in Entwicklungsländern auseinander. Die Herausforderungen für Ingenieure sei die häufig stattfindenden Stromausfälle, die die Anfertigung bestimmter Spezialanfertigungen wie künstliche Sprunggelenke so gut wie möglich machen. Zudem gebe es oft Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen bestimmter Geräte. Die Kunst liege darin, einfache und lokale Lösungen zu finden. Diese seien zudem oft mit weniger Kosten verbunden. Es gebe in Entwicklungsländern ein riesiges wirtschaftliches Potential. Um dieses zu erschließen, müssen Hersteller ihre Produkte allerdings an die Bedürfnisse in diesen Ländern anpassen.

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