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Hungersnot, Ernährungskrise, Mangelernährung – Was ist das?

Unicef - 9. Oktober 2019 - 13:10
In Ländern wie Somalia, Südsudan oder Jemen hungern Hunderttausende Menschen. Bilder von ausgemergelten Kindern, Berichte von qualvoll verhungerten Mädchen und Jungen sind immer wieder in den Nachrichten oder auf Social Media. Trotzdem gibt es offiziell momentan in keinem Land der Welt eine Hungersnot – warum?
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09. Oktober 2019

ONE - 9. Oktober 2019 - 12:38
1. Lyon: Macron fordert gemeinsame Anstrengung gegen Aids

Wie das Handelsblatt meldet, fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Weltgemeinschaft auf, insgesamt 14 Milliarden US-Dollar in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu investieren. Die zweitägige Geberkonferenz beginne am heutigen Nachmittag in Lyon. Die Mehrheit der anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter werde aus Afrika erwartet. Morgen werde Präsident Macron selbst sprechen. Bereits beim G7-Gipfel im August habe Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet, dass Deutschland für die kommenden drei Jahre eine Milliarde Euro für den Globalen Fonds bereitstellen werde. Laut der Agentur AFP sei Deutschland nach den USA, dem Vereinigten Königreich und Frankreich der viergrößte Geber für den Globalen Fonds.

2. Kamerun: Kein Konfliktende in Sicht

Johannes Dieterich thematisiert in der Frankfurter Rundschau die anhaltenden Auseinandersetzungen in Kamerun. Die Konflikte im Westen des Landes zwischen der frankophonen Mehrheit und dem anglophonen Teil der Bevölkerung halten auch nach Jahren der Kämpfe weiter an. Die Journalistin Roselinde Obah berichtet, dass sowohl viele der anglophonen Rebell*innen als auch die Soldat*innen der Regierung in Zivil unterwegs seien, um so flexibel und unerkannt Zugriffe durchführen zu können. Der Konflikt spiele sich nach wie vor fast unsichtbar für die restliche Welt ab. Dies liege auch daran, dass sie Regierung Kameruns oft keine ausländischen Reporter*innen in die betroffenen Regionen lasse. Die 2016 friedlich begonnenen Proteste seien in gewaltsame Auseinandersetzungen umgeschlagen. Bis heute seien dem Konflikt über 3.000 Menschen zum Opfer gefallen. Unter der Regierung Paul Biyas, der seit 37 Jahren regiert, haben die Spannungen innerhalb der Bevölkerung zugenommen. Inzwischen entstehen immer mehr Rebellengruppen in den westlichen Provinzen des Landes. Oft sei hierbei nicht klar, ob sie die Befreiung von der Regierung anstreben oder primär die Ausplünderung der Bevölkerung. Eine Beteiligung zu dem ‚Nationale Dialog‘ von der Regierung haben die Rebell*innen ausgeschlossen.

3. Ruanda: US-Prediger ausgewiesen

Wie die Deutsche Welle und das Domradio melden, wurde der US-amerikanische Prediger Gregg Schoof aus Ruanda verwiesen. Seit Juli halte sich der Pastor laut ruandischen Behörden bereits illegal im Land auf. Nun sei er nach einer öffentlichen Rede und Verteilung von Erklärungen in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, festgenommen worden. In den Erklärungen bezichtigte Schoof unter anderem die Regierung des Heidentums. Bereits im Januar 2018 sei der Gründer einer baptistischen Kirche aufgefallen, als er auf seinem Radiosender ‚Amazing Grace‘ Frauen als „Inkarnation des Bösen“ beschrieben habe. Dies habe den Lizenzentzug sowie die Schließung seiner Kirche durch ruandische Behörden zur Folge gehabt. Schoof wolle sich nun in Uganda niederlassen.

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‘Justice’ not ‘aid’ for the Global South

EADI Debating Development Research - 9. Oktober 2019 - 11:51
By Koen Bogaert, Julie Carlier, Brecht De Smet, Marlies Casier, Dorien Vanden Boer and Bernard Mazijn Development cooperation does not work. It has never worked. So why not flush the European DG Development down the drain? That was the conclusion of a recent piece published by European researchers Jan Orbie and Sarah Delputte. The danger …
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UN-Generalsekretär beklagt fehlende Zahlungen der Mitgliedsstaaten

Vereinte Nationen - 9. Oktober 2019 - 10:40

Die Vereinten Nationen befinden sich nach den Worten von UN-Generalsekretär Guterres in einer akuten Finanzkrise. Guterres sagte in New York, man werde im Oktober das größte Defizit der Dekade erreichen. Es bestehe das Risiko, dass man im November nicht genug Geld für die Gehälter der Mitarbeiter habe. Der Etat der Vereinten Nationen liegt 2019 bei rund 3,3 Milliarden Dollar. Größter Beitragszahler sind die USA. Sie bestreiten 22 Prozent des Budgets. Für dieses Jahr stehen aus Washington noch rund 670 Millionen Dollar aus, für frühere Budgets noch 380 Millionen Dollar. Präsident Trump hält den Beitrag seines Landes für zu hoch und fordert eine Reform. Die Friedensmissionen der UN laufen über einen eigenen Etat, der aktuell bei rund 6,5 Milliarden Dollar liegt. Auch hier sind noch Beiträge der USA offen.

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Amazoniensynode: ein Pakt für Indigene und Mutter Erde

Misereor - 9. Oktober 2019 - 10:16
Voneinander lernen - miteinander träumen – zusammen umsetzen. Genau das ist angesagt bei der Amazonas-Synode. Vor allem aber verstehen, was in den neun Ländern des Amazonasgebietes geschieht.

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Kolo(ge)nialer Kakao: Führung, Gespräche und Verkostung

INKOTA - 8. Oktober 2019 - 16:42
Schokolade gehört in Deutschland zu den beliebtesten Süßigkeiten. Doch nur wenigen ist bewusst, dass mit der Schokolade auch eine lange Geschichte von Ausbeutung und Leid verbunden ist. Was: Führung, Gespräche und Verkostung mit
Pauline Zéi (INADES, Côte d‘Ivoire), Anke Kuß (INKOTA) und Steffen Ramm (Botanischer Garten) Moderation: Karl Hildebrandt (Oikocredit) Wann: Sonntag, 27. Oktober 2019, 14.00-16.30 Uhr Wo: Gewächshäuser Botanischer Garten Potsdam (Maulbeerallee 2, 14469 Potsdam) Mit unserer Veranstaltung begeben wir uns auf eine Reise durch diese Geschichte: Wie kam der Kakao, ursprünglich die „Speise der Götter“, von Lateinamerika nach Afrika, wo er heute hauptsächlich angebaut wird? Welche Auswirkungen hatte der Kolonialismus auf Kakaoanbauländer wie Ghana oder die Elfenbeinküste, und inwiefern sind seine Folgen dort noch heute spürbar? Was müsste geschehen, um die globale Ungerechtigkeit in der Schokoladenherstellung zu überwinden?
Mit Pauline Zéi von der INKOTA-Partnerorganisation INADES haben wir diesmal Gelegenheit, aus erster Hand über die gegenwärtige Situation und über Zukunftsperspektiven im Kakaoanbau in Westafrika zu sprechen. Eine Veranstaltung der Kampagne Make Chocolate Fair! in Kooperation mit dem Botanischen Garten Potsdam, dem Aktionsladen Eine Welt Potsdam und dem Oikocredit Förderkreis Nordost e.V.. Die Teilnahme kostet 2,50 Euro pro Person. Anmeldung über folgenden Link oder per E-Mail an kuss@inkota.de.

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, die Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

   
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Save the Date: The IMF and Inequalities

Global Policy Forum - 8. Oktober 2019 - 16:23

The IMF has now recognized economic and gender inequality as issues that are core to its mandate, and claims it is playing key role in helping countries achieve SDG 10. However, evidence from the country-level suggests that IMF policy advice and loan conditions may in fact be exacerbating inequalities on multiple levels and dimensions (social; political; economic; generational). The event co-hosted by SID, CESR, ANND, DAWN, FES, GPF, TWN and Social Watch on 17th October 2019 will debate the tensions between IMF-advised structural adjustments and the need for systemic changes in monetary and financial governance at the global level to ensure governments can have fiscal and policy space to tackle inequalities and finance the SDGs.

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08. Oktober 2019

ONE - 8. Oktober 2019 - 13:53
1. Bilanz in Mali

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer betonte bei ihrem Besuch in Mali die strategische Bedeutung des Landes und sprach sich für die weitere Präsenz der Bundeswehr in Mali aus, wie unter anderem ZDF, die Tagesschau, ntv, Focus Online und die Neue Osnabrücker Zeitung melden. Kramp-Karrenbauer habe auch ein positives Fazit zur Ausbildungsmission EUTM gezogen, an der auch deutsche Soldat*innen beteiligt seien. Man dürfe diese Mission jedoch nicht von anderen wie etwa der UN-Mission Minusma trennen, sondern müsse diese gemeinsam betrachten. Die Stabilität Malis spiele auch bei der Sicherheitslage in Europa eine Rolle, so die Verteidigungsministerin. Verbesserungsbedarf gebe es bei der Kooperation der G5-Gruppe (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad) über die Landesgrenzen hinaus. Während die Terrorist*innen international kooperierten, täten dies die regionalen Einsatzgruppen oft nicht. Spiegel Online berichtet weiter, dass es am Sonntag kurz vor dem Besuch der Verteidigungsministerin in Mali zu einem Angriff auf Blauhelmsoldat*innen der Uno-Friedensmission kam.

2. Kinderlos in Nigeria

Katrin Gänsler schreibt in der Tageszeitung (taz) über die Stigmatisierung von Kinderlosen in Nigeria. Nigeria sei mit einer statistischen Geburtenrate von 4,8 Kindern pro Frau der bevölkerungsreichste Staat Afrikas, umso schlimmer sei es für Paare, die keine Kinder bekommen können, so Oladapo Ladipo, Gynäkologe und Präsident der Gesellschaft für Reproduktions- und Familiengesundheit (ARFH). Es gebe nur Schätzungen, wie viele Paare betroffen seien doch die Zahlen seien in den letzten Jahren angestiegen. Die Gründe seien vielfältig so Ladipo. Unter anderem gebe es Infektions- und Sexualkrankheiten bei Frauen oder Zeugungsunfähigkeit durch Mumpserkrankungen bei Männern. Auch könne der Trend beobachtet werden, dass sich durch längere Bildung das Gebäralter nach hinten verschiebt. Hohe Jugendarbeitslosigkeit führe auch dazu, dass viele sich eine Familie praktisch nicht leisten könnten. Kinderlosigkeit sei zudem ein schwieriges Thema in Nigeria, weshalb auch Zeremonien und Heilkräuter, die dem abhelfen sollen, boomen. Auch der Handel mit Neugeborenen werde in Nigeria durch den starken Kinderwunsch weiter angetrieben, schreibt Gänsler.

3. Afrika: Tourismus so hoch wie nie

Kerstin Schweizer berichtet in der Deutschen Welle über den wachsenden Tourismus in Afrika. Noch nie seien so viele Tourist*innen nach Afrika gekommen wie im vergangenen Jahr. Grund hierfür sei unter anderem der stetige Infrastrukturausbau. Als bestes Beispiel diene hierfür Äthiopiens Flughafen, der durch den stetigen Ausbau zu einem wichtigen Drehkreuz geworden sei. Auch Visaerleichterungen hätten mehr Tourist*innen in das Land gezogen wie in keinem anderen Staat des Kontinents. Generell seien die Investitionen in die Tourismusbranche in Subsahara-Afrika höher als in Nordafrika. Neben Tourismus versprechen sich die Regionen auch wirtschaftliches Wachstum. Insbesondere das afrikanische Freihandelsabkommen solle diesen Tourismus-Trend unterstützen, so Schweizer. Das Potenzial in Afrika sei groß, der Kontinent stehe gerade am Anfang.

 

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Tip Me: Virtuelles Trinkgeld für faire Produkte

EINEWELTblabla - 8. Oktober 2019 - 11:44

Kinderarbeit, unterirdische Bezahlung, kaum Arbeitsschutz – dass es um die Arbeitsbedingungen in vielen Ländern schlecht bestellt ist, ist nicht neu. Trotzdem kaufen die meisten von uns immer noch Fast Fashion und Produkte, die in China oder Bangladesh hergestellt sind. Das Sozialunternehmen Tip Me will für mehr globale Gerechtigkeit sorgen, und zwar mit einem globalen Trinkgeld.

Trinkgeld über Tip Me: Wie funktioniert’s?

Die Idee ist: Tip Me arbeitet direkt mit Herstellerfirmen zusammen (momentan sind es erst eine Firma, die Mode herstellt und ein Produzent von Sneakers, aber mehr sollen folgen) und beim Kauf auf deren Seite kannst du beispielsweise den syrischen Näher*innen Ilham und Mohammed einen, drei oder fünf Euro Trinkgeld geben. Die Zahlung läuft über PayPal und das Geld kommt zu 100 Prozent bei den Näher*innen an.

Gewissensberuhigung oder Weg zum nachhaltigen Konsum der Zukunft?

Wir finden die Idee eines globalen Trinkgelds super! Vor allem deshalb, weil sie Bewusstsein schafft für die Schattenseiten der globalen Marktwirtschaft und vor allem der Fast Fashion-Industrie. Hinge an jedem Zweiten Kleidungsstück ein Schild mit dem Foto der Näherin und einem Hinweis auf die Möglichkeit des direkten Trinkgelds, dann würden wir uns viel mehr Gedanken über unseren Konsum machen. Wir würden bewusster einkaufen, vielleicht sogar WENIGER einkaufen, und das wäre super: Denn der nachhaltigste Konsum ist unserer Meinung nach reduzierter oder minimaler Konsum!

Beitragsbild: Photo by Sam Truong Dan on Unsplash

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Intelligente Ampeln für weniger Schadstoffe in der Stadt

reset - 8. Oktober 2019 - 7:44
Weniger Staus, weniger Stop-and-go, weniger Parkplatzsuche: KI-gesteuerte Ampeln sollen die Luft in Wuppertal sauberer machen.
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Russlands Krise der Repräsentation

SWP - 8. Oktober 2019 - 0:00

Die Zustimmungswerte des russischen Staatspräsidenten Wladimir Putin und der Regierungspartei Einiges Russland befinden sich auf einem historischen Tiefstand. Die Hauptstadt Moskau erlebte im Juli und August im Vorfeld der Regionalwahlen vom 8. September die größten Demonstrationen seit der Protestwelle 2011–2013. Doch die Stabilität des Regimes ist vorerst nicht in Gefahr, von einer Legitimationskrise lässt sich noch nicht sprechen. Dem Kreml steht weiterhin ein breites Spektrum an Mitteln zur Verfügung, um dem wachsenden Verlangen von Teilen der Gesellschaft nach politischer Repräsentation entgegenzuwirken. Hierzu gehören Wahlmanipulation und Formen selektiver Repression. An Deutschland gerichtete Vorwürfe, sich in Russlands innere Angelegenheiten einzumischen, sollen von hausgemachten Problemen ablenken. In den nächsten Jahren dürften sich die Spannungen verschärfen, die aus dem Gegensatz zwischen Forderungen nach Grundrechten und Mitbestimmung von unten und repressiver Reaktion von oben resultieren.

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“Ein neues Verhältnis von Mensch und Natur“

BfdW #Nachhaltigkeit - 7. Oktober 2019 - 15:11
Vergangene Woche trafen sich die Staats- und Regierungschefs dieser Welt in New York, um sich gegenseitig darin zu bestärken, dass endlich etwas passieren muss: Die Zahl der Hungernden steigt nach einer Phase der Besserung wieder an; etwa 800 Millionen Menschen leben in extremer Armut.
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“Ein neues Verhältnis von Mensch und Natur“

BfdW - 7. Oktober 2019 - 15:11
Vergangene Woche trafen sich die Staats- und Regierungschefs dieser Welt in New York, um sich gegenseitig darin zu bestärken, dass endlich etwas passieren muss: Die Zahl der Hungernden steigt nach einer Phase der Besserung wieder an; etwa 800 Millionen Menschen leben in extremer Armut.

Die soziale Ungleichheit nimmt weltweit zu: Wie kann nachhaltige Entwicklung gelingen, die natürliche Ressourcen schont, die planetaren Grenzen respektiert, die Erderwärmung unter 1,5 Grad hält und den Menschen ein gutes Leben ermöglicht? Einer der Schlüssel liegt – laut in New York vorgestelltem Expertenbericht - im Ernährungssystem.

Unser aktuelles System mit Produktion und Verbrauch nutzt Ressourcen nicht nachhaltig. Die Biodiversität geht verloren, die Qualität der Böden verschlechtert sich. Flüsse und Meere verschmutzen und der Klimawandel schreitet voran. Jedes Jahr gehen 12 Millionen Hektar fruchtbaren Bodens verloren.

Mit den herkömmlichen Landwirtschafts-Methoden werden bis 2050 die Treibhausgasemissionen der globalen Landwirtschaft um 87 Prozent steigen. Doch genau das Gegenteil ist erforderlich, um die Klimaziele zu erreichen. Aber es geht noch weiter: die schwankenden Preise für Nahrungsmittel beeinträchtigen nicht nur die Lebensgrundlagen der 750 Millionen Kleinbauern und Kleinbäuerinnen, die einen Großteil unserer Nahrungsmittel produzieren. Menschen, die in Armut leben, müssen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben.

Unser Ernährungssystem muss dringend verändert werden, um auch die anderen UN-Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 zu erreichen. Ohne eine Ernährungswende wird die Agenda scheitern. Wir brauchen nicht nur neue Politikansätze auf allen Ebenen, die nachhaltige Produktion fördern. Auch ein gerechter Handel mit und Zugang zu Nahrungsmitteln ist notwendig. Genauso wie ein „neues Verhältnis von Mensch und Natur“, wie es auf dem Gipfel in New York formuliert wurde.

Dieses neue Verhältnis findet sich zum Beispiel in agrarökologischen Methoden, die tief verwurzelt sind im Wissen lokaler Gemeinschaften. Dazu gehören sowohl räumliche als auch zeitliche Diversifizierung im Anbau und dem jeweiligen Klima angepasste Sorten. Arbeiten mit der Natur, und nicht gegen sie, ist der Schlüssel für ein neues Ernährungssystem und für die Erreichung aller Ziele der Agenda 2030.

Thema (BfdW) : Nachhaltigkeit
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07. Oktober 2019

ONE - 7. Oktober 2019 - 14:14

1. Verteidigungsministerin auf Afrika-Reise

Wie mehrere Medien, darunter ZDF online, die Süddeutsche Zeitung, die Welt, das Handelsblatt, die Berliner Morgenpost, die Rheinische Post und die Frankenpost, berichten, hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrer Afrika-Reise auch deutsche Soldat*innen in Mali besucht. Begrüßt wurde die Ministerin zunächst in Niamey, der Hauptstadt Nigers von Issoufou Katambé, dem Verteidigungsminister des Landes. Sie habe den Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr besucht, der Teil der UN-Mission Minusma in Mali sei. Am Sonntag sei Kramp-Karrenbauer dann weiter in die Hauptstadt Malis, Bamako, gereist. Der Besuch der UN-Mission, die auch von deutschen Soldat*innen unterstützt wird, sei eine der gefährlichsten Reisen der Ministerin. Die Sicherheitslage in Mali verschlechtere sich, gleichzeitig sei die Strategie der deutschen Bundeswehr in der Sahelzone und in Mali nicht immer klar, so Friedrich Christian Haas, Sicherheits- und Krisenexperte, den die Welt zitiert. Neben Annegret Kramp-Karrenbauer ist auch Gesundheitsminister Jens Spahn aktuell in Afrika unterwegs, wie unter anderem das Handelsblatt, die Tagesschau und die Zeit melden. Dort habe er über Deutschlands Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung als auch über Migration gesprochen.

2. Kamerun: Oppositionspolitiker frei

In Kamerun wurde der Anführer der Oppositionspartei MRC, Maurice Kamto, freigelassen, wie unter anderem Spiegel Online, die Tageszeitung (taz), die Deutsche Welle, der österreichische ORF und evangelische.de melden. Neben dem Chef der Partei kamen weitere inhaftierte Oppositionelle am vergangenen Samstag frei. Bereits am Freitag habe Paul Biya, Staatschef von Kamerun, erklärt, dass die Verfahren und Vorwürfe gegen die Oppositionellen fallen gelassen werden. Ihnen wurde unter anderem Aufstand gegen den Staat vorgeworfen. Bereits 2017 hatten die Demonstrationen gegen Biya, der seit mehr als 35 Jahren an der Spitze des Landes steht, zugenommen. Auch Krisen zwischen dem frankophonen Teil und der anglophonen Minderheit hatten Proteste in dem Land verstärkt. Mit der Freilassung Kamtos sei nun erstmals der Ruf der Opposition gehört worden, so Christopher Ndong, Anwalt von Kamto.

3. Afrika: Digitaler Wahlkampf?

In der Deutschen Welle berichtete Silja Fröhlich bereits am Samstag über den Einfluss von Analysesystemen auf politische Wahlen in Afrika. Die Erhebung, Auswertung und Nutzung von enormen Datenmengen, sogenannte ‚Big Data‘, werde auch in afrikanischen Wahlkämpfen immer relevanter. Die Wahl im Senegal 2018 sei das beste Beispiel: Hier habe Präsident Macky Sall mit Hilfe von Umfragen in den Wahlkreisen und darauf basierenden Analysen einen Wahlkampf führen können, der auf die Wünsche der Bevölkerung zugeschnitten war. So sei er mit hohem Vorsprung wiedergewählt worden. Auch der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta habe laut Berichten 2013 und 2017 auf Dienstleistungen der Firma Cambridge Analytica zurückgegriffen, die später wegen Datenmissbrauchs in Verruf geraten war. In vielen Ländern Afrikas fehle die Technologie, um Datenmengen richtig zu verarbeiten, so Emmanuel Vitus, Kommunikationsmanager der ‚Paradigm Initiative‘. Cambridge Analytica habe gezeigt, dass die Daten nicht nur für Regierungen, Parteien und Unternehmen zur Recherche dienen, sondern auch einfach an den oder die Höchstbietenden weitergeben werden, sagt Vitus. Auch Juliet Nanfuka von der Nichtregierungsorganisation ‚Collaboration on International ICT Policy for East and Southern Africa‘ sehe Big Data kritisch. Oft könnte man zu leicht an die Daten herankommen, der Prozess liege häufig in einer Grauzone, so Nanfuka.

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Pressemitteilung: Internationales Menschenrechtsabkommen - Bundesregierung muss sich zu Verhandlungen äußern

Global Policy Forum - 7. Oktober 2019 - 12:11

Am 14. Oktober beginnt in Genf die fünfte Verhandlungsrunde für ein UN-Abkommen zu Wirtschaft und Menschenrechten. Deutschland hat bereits angekündigt, sich an den aktuellen Verhandlungen nicht inhaltlich zu beteiligen. Aus diesem Grund fordert die Treaty Alliance Deutschland – ein breites Bündnis aus 27 zivilgesellschaftlichen Organisationen – die Bundesregierung und die EU auf, die Blockade zu beenden und tätig zu werden. Am heutigen „Tag der menschenwürdigen Arbeit“ rufen die Organisationen dazu auf, durch konstruktive Beteiligung an den Verhandlungen dafür zu sorgen, dass auf internationaler Ebene verbindliche Regeln zum Schutz von Menschenrechten und der Umwelt in globalen Produktionsverhältnissen geschaffen werden.

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SCHÖNE NEUE WELT – DAS DUELL

Forum Umwelt & Entwicklung - 7. Oktober 2019 - 10:40

Die Welt verändern, die Welt retten, das ist in diesen Tagen wieder mal das große Gesprächsthema. Aber wie? Das ist das große Fragezeichen, vor dem wir alle stehen. Manche tun nur so, als wollten sie die Welt verändern, aber wenn es ernst wird, soll doch alles so bleiben wie es ist. Manche würden sie ja schon gerne verändern, aber erst wenn andere es auch wollen – oder auch erst dann, wenn du es nicht selber tun musst, sondern andere das für dich tun.

 

Die Welt verändern, das was das große Thema der „Schönen Neuen Welt“ vor einem Jahr. Die Schöne Neue Welt war eine Zeitreise in die Zukunft, bei der es doch am Ende um die Gegenwart des Jahres 2018 ging.

Ein Jahr nach der Reise ins Jahr 2048 haben sich zwei unserer Zeitreisenden, Antonio Gramsci und Margaret Thatcher, die bei der Schönen Neuen Welt präsentierten neun Varianten von Plan A und Plan B gründlich angesehen und ihre eigenen Schlüsse daraus gezogen.

 

Gramsci hat sich viele Anregungen geholt, wie in den 2020er Jahren die Voraussetzungen für eine utopische Zukunft geschaffen werden können und fasst dies in „Plan A: Wie wir die Welt veränderten“ zusammen. Margaret Thatcher hat sich genau angesehen, wie man die heutigen Grundkonstanten der Politik – die ja maßgeblich auf sie zurückzuführen sind – in den 2020er Jahren weiter durchziehen kann, obwohl immer weniger Leute damit einverstanden sind. So präsentiert sie „Plan B: Wie wir verhinderten, dass ihr die Welt verändert“. Beide Ergebnisse sind in sich schlüssig – und manche Entwicklungen sogar identisch. Aber in einem unterschiedlichen gesellschaftlich-politischen Umfeld kann ein und dasselbe Phänomen völlig andere Konsequenzen haben.

 

Antonio Gramsci und Margaret Thatcher haben sich vorgenommen, im Dezember 2019 eine erneute Zeitreise anzutreten und sich zu treffen. Sie sind neugierig – und streitlustig. Sie fordern sich gegenseitig heraus. Sie wollen es wissen: Was ist plausibler – Plan A oder Plan B? Anspruchsvoll ist beides: die herrschenden Megatrends zu besiegen, die drohenden Dystopien zu verhindern. Einfach wird das nicht, viel zu viele haben sehr große Interessen daran, dass es so weitergeht wie es seit Jahrzehnten weitergeht. Aber immer mehr Menschen wollen das nicht, längst lehnt eine Mehrheit die Status-Quo-Politik ab: gegen eine Mehrheit diese Trends nochmal 30 Jahre lang durchzuziehen, ist anspruchsvoll, verlangt Profis in der Kunst des Machterhalts, und davon gibt es nur wenige. Gramsci und Thatcher zeigen, was zu tun wäre.

 

Merken Sie sich heute schon den 05.12.2019 vor, denn wenn sich Thatcher und Gramsci auf der Bühne treffen, wird das kein Kaffeekränzchen, sondern ein DuellUnd damit es spannender wird: Lesen Sie hier schon die Synthese des Plan A , Antonio Gramscis Rückblick darauf „Wie wir die Welt veränderten“ – aber auch die Synthese von Plan B, Margaret Thatchers Rückblick „Wie wir verhinderten, dass ihr die Welt verändert“: www.snw2048.de/dokumentation

 

 

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Weltmädchentag 2019: Elf Fakten über Mädchen

Unicef - 7. Oktober 2019 - 9:15
Am Freitag ist Weltmädchentag. Deshalb haben wir die wichtigsten Fakten darüber zusammengestellt, mit welchen Problemen Mädchen immer noch zu kämpfen haben – und was sie bewegen können, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. 
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Erdölfrei und kompostierbar - Dieser Biokunststoff macht Schluss mit Plastikverpackungen!

reset - 7. Oktober 2019 - 7:28
Kein Erdöl, weniger CO2-Emissionen und günstig in der Herstellung: Das dänische Unternehmen Cellugy hat einen Biokunststoff entwickelt, der zu 100 Prozent biologisch abbaubar ist und sich gut für Lebensmittelverpackungen eignet.
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Der amerikanisch-chinesische Weltkonflikt

SWP - 7. Oktober 2019 - 0:00

∎ Das amerikanisch-chinesische Konfliktsyndrom setzt sich aus mehreren Elementen zusammen. Ihm zugrunde liegt eine regionale, aber auch zunehmend globale Statuskonkurrenz.

∎ Diese Konkurrenz um Einfluss mischt sich mit einem ideologischen Antagonismus, der auf amerikanischer Seite inzwischen stärker in den Mittelpunkt gerückt ist.

∎ Da sich die USA und China als potentielle militärische Gegner sehen und die Planungen danach ausrichten, prägt auch das Sicherheitsdilemma die Beziehungsstruktur.

∎ Die strategische Rivalität ist besonders an der maritimen Peripherie Chinas ausgeprägt, dominiert von militärischen Bedrohungsvorstellungen und der amerikanischen Wahrnehmung, China wolle in Ostasien eine exklusive Einflusssphäre etablieren.

∎ Die globale Einflusskonkurrenz ist aufs engste mit der technologischen Dimension der amerikanisch-chinesischen Rivalität verwoben. Es geht dabei um die Vorherrschaft im digitalen Zeitalter.

∎ Für die internationale Politik birgt die sich intensivierende strategische Rivalität zwischen den beiden Staaten die Gefahr, sich zu einem strukturellen Weltkonflikt zu verdichten. Dieser könnte eine De-Globalisierung in Gang setzen und zwei Ordnungen entstehen lassen, die eine von den USA dominiert, die andere von China.

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