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FDP fragt nach Investionen in Bildung

#Bundestag - 12. August 2019 - 18:38
FDP fragt nach Investionen in Bildung - Entwicklung/Kleine Anfrage
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Engagement von Baden-Württemberg

#Bundestag - 12. August 2019 - 18:38
Engagement von Baden-Württemberg - Entwicklung/Kleine Anfrage
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Entwicklungsfördernde Politik

#Bundestag - 12. August 2019 - 18:38
Entwicklungsfördernde Politik - Entwicklung/Kleine Anfrage
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Film “Santa y Andrés” im Kino

BfdW - 12. August 2019 - 16:59
1983 in einer ländlichen Region im Osten Kubas. Dorthin wurde Andrés, ein unangepasster homosexueller Schriftsteller, wegen „ideologischer Probleme“ verbannt. Als im nahegelegenen Dorf ein internationales Friedensforum stattfinden soll, wird er von einer linientreuen Landarbeiterin bewacht.

Damit soll sichergestellt werden, dass er keine öffentlichen politischen Stellungnahmen abgibt. Drei Tage lang steigt Santa mit einem Stuhl den Hügel zur Behausung des Delinquenten hinauf und positioniert sich direkt vor seiner Tür, um alles zu überwachen, was er tut. Andrés und Santa verbindet nichts außer der zermürbenden Nähe, der sie sich unterwerfen müssen.

Doch langsam nähern sich die beiden an. Obwohl Santas Aufgabe eigentlich erledigt ist, hilft sie ihm zu Hause und er erzählt ihr schließlich von den Schriftstellern und Freunden, die nicht mehr leben oder das Land verlassen mussten. Andrés wird von seinem stummen Freund verraten. Er habe ein neues Buch geschrieben und in seinem Haus versteckt. Santa warnt Andrés, doch dann muss sie eine Strafmission zum Haus von Andrés begleiten. Als die Durchsuchung erfolglos bleibt, wird Santa aufgefordert, ihn zur Demütigung mit Eiern zu bewerfen. Unter Tränen verweigert sie die Kollaboration. Am nächsten Tag macht sie sich wieder auf den Weg den Hügel hinauf, doch Andrés ist nicht da. Sie findet ihn am Strand, von wo aus er Kuba auf einem Boot verlässt. Im letzten Bild sieht man Santa bei ihrer gewohnten Tätigkeit im Stall. Und  nichts ist mehr, wie es war.

Der Film wurde in der Produktion von Brot für die Welt mit Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes gefördert und ist noch an folgenden Tagen im Kino zu sehen:

15.-21.08.2019: Berlin, Kino in der Brotfabrik

27.08.2019: Essen, Filmkunsttheater

29.08.-04.09.2019: Weingarten, Kulturzentrum Linse

29.08.-04.09.2019: Frankfurt Höchst, Filmforum Höchst

05.-08.09.2019: München, Werkstattkino

Die DVD wird ab Ende 2019 herauskommen.

Regie und Drehbuch:  Carlos Lechuga

Dauer: 105 Minuten

Produktion: 2016, Kuba, Frankreich, Kolumbien

Genre: Spielfilm

Themen: Gerechtigkeit, Solidarität, Widerstand

Altersbeschränkungen: ab 14 Jahren

Sprache: Spanisch, Untertitel: Deutsch

Thema (BfdW) : MenschenrechteLänderbezug (Lateinamerika): Cuba
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12. August 2019

ONE - 12. August 2019 - 16:25
1. Ebola: Zu wenig Hilfe, zu viel Nationalismus

Der österreichische Standard berichtet, dass der weltweit aufstrebende Nationalismus Krisen wie die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo noch verschärft. Wie wenig nationale Herangehensweisen zur Bewältigung internationaler Herausforderungen beitragen, zeige die Grenzschließung des Nachbarlands Ruanda. Steigende Lebensmittelpreise, inoffizielle und unkontrollierte Grenzübertritte binnen kurzer Zeit seien die Folge gewesen. Nach nur 24 Stunden habe die Regierung aufgrund von internationalem Druck die Grenzen wieder geöffnet. Hier habe sich gezeigt, wie wichtig eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit sei, um die Krankheit zu kontrollieren und einzudämmen. Ein großes Problem sei auch die ‚America first‘-Politik der derzeitigen US-Regierung. Viele Staaten würden zu wenig Geld in die Bekämpfung der Seuche stecken, so Gayle Smith, frühere Chefin der US-Behörde für internationale Entwicklung USAID und Präsidentin der Entwicklungsorganisation ONE. Es fehle an der Vorbildfunktion der USA. Präsident Trump zeige bei der Bekämpfung von Ebola ein großes Desinteresse und der politische Druck auf andere Staaten sei zu niedrig. Zudem berichtete Marcus Bachmann von Ärzte ohne Grenzen in einem Interview mit der Deutschen Welle, dass Kinder besonders von der Krankheit betroffen sind. Rund jede*r sechste Infizierte sei unter fünf Jahren. Auch seien mit 57 Prozent Frauen häufiger betroffen als Männer. Dies steigere im Umkehrschluss auch die Zahl der infizierten Kinder, so Bachmann.

2. Wird der Bund klimaneutral?

Wie unter anderem Zeit Online, die Welt und die Berliner Morgenpost berichten, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller einen klimaneutralen Bundestag. Vor allem sei es wichtig Flugreisen zu reduzieren. Ein zuvor veröffentlichter Bericht habe gezeigt, dass Abgeordnete des Bundestages im Jahr 2018 deutlich mehr geflogen seien als noch 2017. Rund 13.000 Flugmeilen sei jede/r Parlamentarier*in 2018 im Durchschnitt geflogen. Laut Müller sei eine Kompensation von Flugreisen nötig. Dieses Geld könne dann in Klimaprojekte in Entwicklungs- und Schwellenländer gesteckt werden. Er selbst wolle bis Ende dieses Jahres erreichen, dass sein Ministerium klimaneutral werde. Andere Ministerien sollten seinem Beispiel folgen, so der CSU-Politiker. Kritik für den Vorschlag gab es jedoch von den Linken. Kompensationen lösen das Grundproblem nicht, die Alternativen müssen besser werden, so Dietmar Bartsch, Fraktionsvorsitzender der Linken im Bundestag.

3. Tansania: Explosion nach LKW-Unfall 

Mehrere Medien, darunter die Tagesschau, Spiegel Online, Zeit Online sowie der Tagesspiegel berichten von einer Explosion in Morogoro im Osten Tansanias, bei der mindestens 62 Menschen ums Leben gekommen sind. Die Explosion gehe auf einen beschädigten Tanklaster zurück. Beim Versuch an den verbliebenen Treibstoff zu gelangen und diesen aufzufangen, sei der Wagen explodiert. Es gebe weitere Opfer mit Verbrennung, die sich in Behandlung befinden.

 

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Helferinnen in größter Not

Welthungerhilfe - 12. August 2019 - 14:03
Der Welttag der Humanitären Hilfe am 19. August macht jedes Jahr auf die lebensgefährliche Arbeit der vielen weltweiten Helferinnen und Helfer in Katastrophen- und Krisengebieten aufmerksam. 2019 stehen Frauen im Fokus. Wir haben Welthungerhilfe-Kolleginnen gefragt, was sie persönlich antreibt.
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„Nachhaltigkeits-Woche“ im November 2019

RNE Termin - 12. August 2019 - 11:35

Für alle, die mehr über „Nachhaltigkeit in Berlin“ erfahren möchten, bietet das Robert-Tillmanns-Haus vom 18.-22. November ein einwöchiges Programm zum Thema an.

Der Beitrag „Nachhaltigkeits-Woche“ im November 2019 erschien zuerst auf Rat für Nachhaltige Entwicklung.

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DW Akademie: Call for Ideas | Beyond the crisis – Communication, engagement and accountability in forced migration settings

Bonn - 12. August 2019 - 11:10
This is how you can contribute to the program of DW Akademie’s first conference on communication in forced migration settings! Whenever the international community provides services to people in need, information is as crucial as food, water, shelter and medicine. Recognition for Communication and Community Engagement (CCE) as an integral part of any humanitarian intervention […]
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Benzin aus der Brauerei: Forscher entwickeln Biokraftstoff aus Biertreber

reset - 12. August 2019 - 7:32
Einer Forschungsgruppe in Spanien ist es gelungen, aus einem Nebenprodukt beim Bierbrauprozess einen Kraftstoff zu gewinnen, der vergleichbar mit herkömmlichem Benzin ist.
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Kolumbien auf dem Weg zum Minimalfrieden

SWP - 12. August 2019 - 0:00

Die Umsetzung des Friedensabkommens zwischen der kolumbianischen Regierung und den FARC-EP-Rebellen kommt nur schleppend voran. In viele Regionen sind neue bewaffnete und kriminelle Gruppen eingedrungen. Dort häufen sich die Morde an demobilisierten Angehörigen der Guerilla sowie an Personen, die sich für den Friedensprozess einsetzen. Wichtige Bestimmungen des Abkommens werden bislang nicht wirksam angewendet, weil sie den Interessen des Präsidenten Iván Duque zu­widerlaufen. Zudem belastet die Migrationskrise mit Venezuela die öffentlichen Kassen und erschwert den Weg zu einem friedlichen Zusammenleben in den besonders konfliktsensiblen Grenzregionen. Von »Frieden« kann daher nicht die Rede sein, denn zu ungleich ist die Umsetzung des Abkommens und zu instabil die Sicherheitslage in der Breite des Territoriums. Das Engagement der internationalen Gemeinschaft ist ein wichtiger Beitrag für die Fortsetzung des Friedensprozesses. Es sollte sich aber noch mehr auf die Absicherung von Friedensaktivisten richten.

 

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Prävention von Anschlägen mit Massenvernichtungsmitteln

SWP - 12. August 2019 - 0:00
Ansätze zur Stärkung von multilateralen Regimen
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Offener Brief an Bundesministerin Klöckner: Waldexperten warnen vor Aktionismus in der Waldkrise und fordern Ende von “Holzfabriken”

Forum Umwelt & Entwicklung - 10. August 2019 - 16:07

Angesichts der aktuellen Waldkrise fordert eine Gruppe von Waldexperten, Forstpraktikern, Waldbesitzern, Verbändevertretern, die BundesBürgerInitiative WaldSchutz (BBIWS) mit den ihr angeschlossenen Bürgerinitiativen in einem offenen Brief an Bundesministerin Julia Klöckner eine Abkehr von der konventionellen Forstwirtschaft.

Die Unterzeichner „fordern die staatliche Forstwirtschaft auf, anstelle teurem Aktionismus endlich eine sachkundige Fehleranalyse des eigenen Wirkens vorzunehmen und dabei alle Akteure mit einzubeziehen. Gefordert werden eine konsequente Abkehr von der Plantagenwirtschaft und eine radikale Hinwendung zu einem Management, das den Wald als Ökosystem und nicht mehr länger als Holzfabrik behandelt“.

 

Download offener Brief

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Freie Plätze für ENSA-Vernetzungswerkstatt

Engagement Global Presse - 9. August 2019 - 14:48
Die Lernwerkstatt findet als Open Space Format statt. Foto: Dave Grossmann

Das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm (ENSA) lädt von Freitag, 13. bis Sonntag, 15. September 2019 zu einer „Vernetzungswerkstatt“ in Luisenthal ein. Interessierte Vertreterinnen und Vertreter aus Schulen und Nichtregierungsorganisationen (NROs) können gemeinsam an Aspekten der Verankerung diskriminierungssensibler Schulpartnerschaften im Schulalltag arbeiten, sich austauschen und vernetzen.

Durch das Open Space-Format der Veranstaltung legen die Teilnehmenden selbst fest, welche Themen rund um die Schulpartnerschaftsarbeit besprochen werden. Fragen wie diese können dabei aufgegriffen werden:

  • Welche konkreten Möglichkeiten gibt es, um Unterricht diskriminierungssensibel zu gestalten?
  • Wie lassen sich Eltern, Vereine und NROs bei Schulpartnerschaften und Lernreisen einbinden?
  • Wie können verantwortliche Lehrkräfte in der Schulpartnerschaftsarbeit entlastet werden, etwa durch Materialien, externe Begleitung oder Arbeitsgemeinschaften?
  • Wie lassen sich Schulpartnerschaften dauerhaft in Schulen verankern?

Die Lernwerkstatt richtet sich an alle Interessierten, die etwas über die Potenziale von Schulpartnerschaften lernen und sich über diskriminierungssensible und rassismuskritische Bildungsmaterialien und den Umgang mit diesen austauschen möchten.

Die Veranstaltung bietet außerdem die Möglichkeit, sich zu vernetzen, Lernerfahrungen aus der Schulpartnerschaftsarbeit zu besprechen und gemeinsam zu überlegen, wie diese gewinnbringend in die Unterrichts- und Schulgestaltung eingebracht werden können. Begleitet wird die Veranstaltung von der erfahrenen Open Space Moderatorin Bianca Herrling.

Die Teilnahme an der Veranstaltung sowie die Unterbringung in Einzelzimmern ist für Sie kostenfrei. Fahrtkosten werden nach Bundesreisekostengesetz von Engagement Global übernommen. Wir gehen davon aus, dass eine vorherige theoretische Auseinandersetzung mit Konzepten von struktureller Diskriminierung stattgefunden hat.

Die durchgehende Anwesenheit ist für die Qualität der Arbeit und die weiterführenden Vereinbarungen Voraussetzung. Deshalb möchten wir Sie bitten, an der gesamten Veranstaltung teilzunehmen.

Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung bis Samstag, 31. August 2019!

Wann? Freitag, 13. September bis Sonntag, 15. September 2019
Wo: Luisenthal
Anmeldeschluss ist Samstag, 31. August 2019

Weitere Informationen

Anmeldung zur ENSA-Vernetzungswerkstatt

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Von der Zukunftsstadt Malchin zur resilienzfähigen Region Mecklenburgische Schweiz

KMGNE - 9. August 2019 - 14:47

Im Rahmen des von der Bosch-Stiftung (im Programm Spielraum) unterstützten Forschungsprojektes „Land*Stadt Transformation gestalten“ sowie des Projektes Regio-Brandig Mecklenburgische Schweiz ist im Frühjahr des Jahres ein Teilprojekt begonnen worden, das sich mit der zukünftigen Resilienzfähigkeit der ländlichen Region um den Kummerower See befasst.

Das Projekt verbindet Zukunftsforschung und transdisziplinäre Transformationsforschung. Es setzt auf dem Ansatz auf, den das KMGNE 2016 bei dem Projekt Zukunftsstadt Malchin angelegt hatte und das mit dem Foresight-Festival der Martin Luther Universität Halle (jetzt Berlin) verknüpft war.

Das Design des Forschungsprojektes ist wissenschaftlich und zielt zudem auf konkretes Handlungswissen ab.

Wissenschaftliche Fragen sind, wie sich belastbare resilienzfähige Entwicklungsszenarien (z.B. Gestaltung von Ökosystemen) für die Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen in 30 Jahren designen lassen. Desweiteren geht es darum, welches prognostische undexplorative Wissen bei wem in lokalen Systemen zu finden ist.

Das Handlungswissen für lokale Entscheider besteht etwa darin, welche Governancestrukturen (also Leitungs-, Organisationsstrukturen) und Institutionen des Wissens gebraucht werden und welche infrastrukturellen, niedrigschwelligen Doppelstrukturen für Extremereignisse notwendig sind, um die Anfälligkeit (Vulnerabilität) eines Systems wahrnehmen und bewältigen zu können.

Vom 16.8. – 18.8.2019 findet ein Forschungskolloquium in Karnitz statt, das offen organisiert ist und Expertise von Citizen Science einbezieht.

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Szenarische Zukunftsbilder

KMGNE - 9. August 2019 - 13:59

In einem Verbund bereitet das KMGNE gegenwärtig ein Projekt unter dem Arbeitstitel „Zukunftsgeschichten“ vor, das sich der Entwicklung szenarischer Zukunftsbilder für eine Klimakultur, die sich dem 1,5 Grad-Ziel verpflichtet fühlt, widmet.

Das explorative Projekt wird zusammen mit dem Fraunhofer Institut ISE und dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebwertung (IZT) im Kontext von Energiewende und Klimafolgenanpassung entwickelt. Es schafft Bedingungen, in denen das Erkunden möglicher Zukünfte durch spekulative und provokative Szenarios stattfindet, welche durch Designobjekte erzählt werden (Methode des Design Fiction, die auch bei der Internationalen Sommeruniversität „Transmedia Storytelling | Kultur des Klimawandels“ eingesetzt wird). Darüber sollen Debatten über zuvor nicht besprochene mögliche und „anfassbare“ Zukünfte angestoßen und diskutiert werden. Auf diese Weise können für die Energiewende relevante Fragestellungen formuliert und erkundet werden.

Dem Resilienzansatz folgend wird dabei explizit auf die Wissensbasiertheit der Zukunftsoptionen geachtet, die zwangsläufig den Umgang mit Nichtwissen und Unsicherheit einschließt. In Zukunftswerkstätten werden Debatten in den Narrativentwicklungen angesiedelt und mit Transformationswissen aus der Wissenschaft zu gesellschaftlichen Trends und Energiesystemwissen angereichert. Damit wird die Gefahr, dass Zukunftsgeschichten zu spekulativ geraten und von der Wirklichkeit entkoppelt werden, reduziert.

Das Ziel besteht darin, die Ergebnisse der Zukunftsbildentwicklungen in Kommunikationsformate zu überführen, mit denen:

  • die individuelle Reflektion über die Energiewende aktiviert
  • negative Emotionen durch positive Bilder ersetzt und durch hoffnungsvolle Geschichten sichtbar gemacht werden können.

Eine nächste Abstimmung wird am Rande der ENavi-Diskursveranstaltung zu „Akzeptanz und politische Partizipation in der Energietransformation“ am 25. September 2019 in Berlin stattfinden.

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Amazonas-Synode: Teilen anstatt besitzen

Misereor - 9. August 2019 - 8:43
Der Oktober wird in diesem Jahr ein besonderer Monat für Amazonien, für die Kirche, für MISEREOR, unsere Partner und für mich: Bei der „Amazonien-Synode“ in Rom beraten Bischöfe, Ureinwohner aus dem Amazonasgebiet und ihre Sprecherinnen und Vertreter mit Umweltfachleuten und Theologen über die Zukunft dieses riesigen Lebensraumes, der gleichsam die Lunge unseres Planeten ist.

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Der Beitrag Amazonas-Synode: Teilen anstatt besitzen erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

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Wir heizen die Erde mit Essen und fressen die Böden auf

Oxfam - 8. August 2019 - 18:37
Was und wie wir essen, trägt erheblich zur Zerstörung von Land, Böden und dem Weltklima bei. Der Sonderbericht des UN-Weltklimarats warnt deutlich davor, dass der Klimawandel weltweit nicht nur Hunger und Armut, sondern auch die negativen Folgen der industriellen Landwirtschaft für Land, Böden, die Artenvielfalt und die Ökosysteme weiter verschärft. Wir brauchen einen Wandel im Umgang mit Land, Böden und Landwirtschaft – nebst konsequentem Klimaschutz. © Kimlong Meng/Oxfam Nachhaltige Landwirtschaft: In Kambodscha trainiert die Oxfam-Partnerorganisation Rachana Kleinbäuerinnen und -bauern im Umgang mit dem Klimawandel beim Reisanbau.

Der UN-Wissenschaftsrat zum Klimawandel (IPCC) muss irgendwie ein gutes Gespür für die Themen der politischen Sommerpause in Deutschland haben: Passend zur Debatte um den krassen Fleischkonsum in Deutschland und den damit verbundenen ökologischen Folgen hat jetzt der IPCC in Genf einen Sonderbericht veröffentlicht, der die Zusammenhänge zwischen der Klimakrise, den Folgen für Land und Böden und die Rolle der industriellen Landwirtschaft und unserer Ernährungsgewohnheiten betrachtet. Der tausendseitige Hauptbericht war schon vor einer Weile fertig und stellt einen Sachstandsbericht der wissenschaftlichen Literatur zum Thema dar; in Genf hatten nun Regierungsdelegationen aller Länder tagelang über die politische Zusammenfassung verhandelt – Zeile für Zeile.

Hier sind vier Gründe, warum dieser IPCC-Sonderbericht so wichtig ist:

1. Was und wie wir essen, trägt erheblich zur Zerstörung von Land, Böden und dem Weltklima bei.

Die industrielle Landwirtschaft mit hohem Energieeinsatz, tierquälerischer Massentierhaltung und exzessivem Einsatz von Düngemitteln, sowie Verarbeitung, Lagerung, Transport und Verkauf von Nahrungsmitteln sind zusammen für rund ein Drittel der weltweiten Treibhausgase verantwortlich. Weltweit degradiert die industrielle Landwirtschaft zudem Anbauflächen, plündert Frischwasserressourcen, setzt Umweltgifte frei, beschleunigt das Aussterben von Tier- und Pflanzenarten und zerstört ganze Ökosysteme. Insbesondere für den exzessiven Fleischkonsum in den reichen Ländern (und zunehmend in den relativ wohlhabenden Schichten in den Schwellenländern) werden Wälder gerodet oder abgefackelt, um neue Anbauflächen für die Futtermittelproduktion zu gewinnen. Aber Vorsicht: sich bei den Menschen aus den armen Ländern beschweren, dass sie mit wachsendem Wohlstand mehr tierische Produkte verzehren, geht am Problem vorbei. Das besteht zuallererst im exzessiven Konsum von Fleisch in den reichen Ländern wie zum Beispiel Deutschland.

2. Der Klimawandel verschärft weltweit Hunger und Armut – und verschärft die Probleme der industriellen Landwirtschaft weiter.

Die UN-Welternährungsorganisation FAO hat uns gerade erst daran erinnert, dass über 800 Millionen Menschen nicht genug zu essen haben, und der neue IPCC-Bericht fügt ziemlich unmissverständlich hinzu: wegen des Klimawandels wird es noch schlimmer. In vielen Weltregionen sind die Folgen einer Überhitzung der Atmosphäre sinkende Ernten, schlechtere Bodenfruchtbarkeit, wachsende Wasserknappheit und weniger Nährstoffe in den Pflanzen. Wenn die Böden gar nichts mehr hergeben, der Klimawandel die Ernten komplett vertrocknen lässt oder von den Feldern spült, bleibt den Menschen oft nichts weiter übrig, als ihre Heimat zu verlassen. Klimawandel bedeutet aber auch: höhere Nahrungsmittelpreise – für in Armut lebenden Menschen in den Entwicklungsländern, die jetzt schon einen Großteil ihres verfügbaren Einkommens für Nahrungsmittel ausgeben, kaum zu bewältigen.

3. Ein besserer Umgang mit Land und Böden ist unverzichtbar für den Kampf gegen den Klimawandel und den Kampf gegen Hunger und Armut.

Gesunde, fruchtbare Böden sind nicht nur Voraussetzung für den Anbau von Nahrungsmitteln; sie können auch erhebliche Mengen an Treibhausgasen absorbieren. Der Bericht des IPCC zeigt Wege auf, wie wir in der Landwirtschaft sowohl Treibhausgase reduzieren und gleichzeitig die Landwirtschaft gegen den Klimawandel absichern können. Agrarökologische Anbauverfahren sind dafür bestens geeignet – nicht nur können sie die Erträge trotz Klimawandel verbessern, sondern schützen gleichzeitig Böden, Wasserressourcen, die Artenvielfalt und Ökosysteme. Sie sind damit eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft, die Oxfam auch ganz konkret unterstützt: In Bolivien unterstützt Oxfam solch eine Initiative, die degradierte Flächen aufwertet, die Bodenfruchtbarkeit erhöht, Ökosysteme erhält und die Lebensgrundlagen der Menschen stärkt.

Der IPCC-Bericht betont übrigens auch, wie wichtig im Umgang mit Land und Böden die Einbindung der örtlichen Bevölkerung ist, insbesondere auch indigener Gruppen, deren Lebensgrundlagen oft von intakten Ökosystemen anhängen, die aber selten über offiziell anerkannte Landtitel verfügen und daher häufig von ihrem Land vertrieben werden, wenn beispielsweise große Konzerne sich etwa in bisher intakte Wälder ausbreiten wollen. Die Landrechte solcher Gruppen zu stärken, ist eine kritische Zukunftsaufgabe und kann einen wichtigen Beitrag leisten im Klimaschutz.

4. Wir brauchen ehrgeizigen Klimaschutz, um sowohl die Treibhausgase als auch den weltweiten Hunger auf null zu senken, und müssen dabei die falschen Lösungen vermeiden.

Der IPCC-Bericht warnt unmissverständlich davor, dass die globale Erwärmung um 3-4°C über dem vorindustriellen Niveau, auf die es derzeit angesichts der kriminell unzulänglichen Klimaschutzanstrengungen der Länder hinausläuft, schwerwiegende Risiken und irreversible Folgen für die weltweite Ernten, die Ernährungssouveränität der Menschen und den Kampf gegen den Hunger nach sich ziehen wird. Umso peinlicher ist es, dass die Bundesregierung ihre Klimaschutzziele nach ihrer eigenen Projektion allesamt deutlich verfehlen wird. Damit die Klimakrise und ihre Folgen noch halbwegs beherrschbar bleiben, müssen die Treibhausgasemissionen noch vor 2050 auf Netto-Null sinken – unter anderem durch eine komplette Abkehr von den fossilen Energien.

Vorsicht aber vor falschen Lösungen, die großen Schaden anrichten könnten, beispielswese der Idee, statt konsequentem Klimaschutz großflächig Monokulturen anzupflanzen, damit zum Beispiel wachsende Wälder das Kohlendioxid aus der Atmosphäre binden oder zumindest klimaneutral als Biomasse für die Energiegewinnung dienen sollen. Damit das Wirkung hat, müssten gewaltige Flächen dafür dem Anbau von Nahrungsmitteln zur Verfügung entzogen werden. Zudem haben derartige Plantagen in der Vergangenheit immer wieder zu zahlreichen ökologischen und sozialen Problemen, Vertreibungen und Menschenrechtsverletzungen geführt.

Der Klimaschutz muss also bei uns zuhause nicht nur anfangen, sondern auch durchgezogen werden. Das erfordert den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien, einen Ausstieg aus der klimaschädlichen Kohle oder ein wirksames Klimaschutzgesetz, betrifft aber auch uns alle. Dazu gehört solch grober Unfug wie die SUV-Liebhaberei mancher Politiker – und auch unser krasser Fleischkonsum. Das haben auch die Wissenschaftler vom IPCC geschrieben. Wissenschaftlich verklausuliert natürlich.

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Kooperation mit Brasilien

#Bundestag - 8. August 2019 - 18:12
Kooperation mit Brasilien - Entwicklung/Kleine Anfrage
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Menschenrechtsverletzungen in Indien

#Bundestag - 8. August 2019 - 18:12
Menschenrechtsverletzungen in Indien - Entwicklung/Antwort
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Inklusion in der Zusammenarbeit

#Bundestag - 8. August 2019 - 18:12
Inklusion in der Zusammenarbeit - Entwicklung/Antwort
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