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Faire Schokolade: So gut schmeckt Hoffnung!

Misereor - 7. Juni 2019 - 13:42
Durchschnittlich essen wir Deutsche im Jahr pro Kopf ein Kilogramm Schokolade und versüßen uns sdamit ein stückweit unser Leben. Das Leben als Kakaobauer ist jedoch häufig kein Zuckerschlecken, besonders für die Kinder. Anders in der von MISEREOR unterstützten Bio-Kakaokooperative in der Elfenbeinküste.

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07. Juni 2019

ONE - 7. Juni 2019 - 12:11

1. AU suspendiert Sudans Mitgliedschaft
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, die tageszeitung (taz), die Hannoversche Allgemeine Zeitung, ZDF.de, FAZ.net, Zeit Online und der Deutschlandfunk melden, dass die Afrikanische Union (AU) die Mitgliedschaft Sudans in dem Staatenbund vorerst ausgesetzt hat. Grund sei die gewaltsame Unterdrückung der seit Monaten anhaltenden Proteste seitens der regierenden Militärführung. Die Mitgliegschaft sei ausgesetzt, bis es eine zivil geführte Übergangsregierung gebe, so die AU. Bei den Einsätzen gegen Demonstrierende seien bereits über 100 Menschen getötet und 500 verletzt worden. Das sudanesische Gesundheitsministerium spreche von lediglich 46 Toten. Trotz der Repressionen wolle die Protestbewegung weiter daran festhalten, friedlich zu demonstrieren.

2. 3 plus für die KfW
In der Frankfurter Rundschau thematisiert Tobias Schwab die Selbstevaluation der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die deutsche Förder- und Entwicklungsbank habe 180 ihrer Projekte untersucht und davon 77 Prozent als erfolgreich eingestuft. Dieses Ergebniss könne sich sehen lassen, so KfW-Vorstandsmitglied Joachim Nagel. Als Vergleich: Die Weltbank erreiche Quoten zwischen 60 und 70 Prozent. Geprüft worden sei nach den fünf Kriterien „Relevanz, Effektivität, Effizienz, Impact und zeitliche Nachhaltigkeit“. Die Durchschnittsnote aller untersuchten Projekte liege bei 2,8 (1 für „sehr gut“ und 5 für „eindeutig unzureichend“). Erwähnenswert sei, dass Projekte in Subsahara-Afrika, die oft unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden, mit einer 3,0 bewertet wurden. Die größte Erfolgsquote gebe es in Asien mit 91 Prozent positiv bewerteten Projekten. Laut dem Evaluierungsbericht müsse der Fokus insgesamt stärker auf mittelgroße Städte in armen Ländern rücken. Prognosen zufolge werden sie ob der Landflucht in Asien und Afrika die meisten Menschen aufnehmen müssen.

3. Gesucht: Lokale High-Tech-Lösungen in Entwicklungsländern
Im Deutschlandfunk setzt sich Katharina Nickoleit mit Medizintechnik in Entwicklungsländern auseinander. Die Herausforderungen für Ingenieure sei die häufig stattfindenden Stromausfälle, die die Anfertigung bestimmter Spezialanfertigungen wie künstliche Sprunggelenke so gut wie möglich machen. Zudem gebe es oft Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen bestimmter Geräte. Die Kunst liege darin, einfache und lokale Lösungen zu finden. Diese seien zudem oft mit weniger Kosten verbunden. Es gebe in Entwicklungsländern ein riesiges wirtschaftliches Potential. Um dieses zu erschließen, müssen Hersteller ihre Produkte allerdings an die Bedürfnisse in diesen Ländern anpassen.

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06. Juni 2019

ONE - 7. Juni 2019 - 12:04

Merkel spricht mit Trump über Afrika
Unter anderem Welt Online, Spiegel Online, FAZ.net, Focus Online, n-tv.de, die Dresdner Neueste Nachrichten, die Augsburger Allgemeine und die Deutsche Welle berichten von einem kurzen Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump am Rande Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum der Landung der Alliierten (D-Day) in der Normandie. Laut Regierungssprecherein seien die Situation in Europa nach den EU-Parlamentswahlen, der Kampf gegen Terrorismus, insbesondere in Nordafrika und der Sahelzone thematisiert worden. Nach Angaben der Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sollen die Gespräche beim diesjährigen G20-Gipfel in Japan fortgesetzt werden. Das letzte Gespräch zwischen Merkel und Trump habe telefonisch am 22. März stattgefunden.

Kritik an Entwicklungsinvestitionsfonds
Wie die Tagespost meldet, kritistiert die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt den neuen Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung. Dieser bevorteilige europäische und deutsche Unternehmen, für die 60 Prozent der Mittel reserviert seien. Unternehmen aus Afrika sollten gleichberechtigten Zugang zu den Fördergeldern erhalten. Diese Mittel müssten wiederum an die Einhaltung von Menschenrechten gebunden sein, so Reinhard Palm von Brot für die Welt. Ähnliche Kritik kam vonseiten des entwicklungspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Uwe Kekeritz. Die Linke kritisierte zudem, dass die Finanzierung des Fonds, der günstige Kredite für Investitionen in Afrika vergebe, noch nicht gesicher sei.

Freihandel in Afrika: Hoffnung für alle?
Die Deutsche Welle (DW) thematisiert die neue Afrikanische Freihandelszone AfCFTA, die Ende Mai in Kraft getreten sei. Allerdings bestehe sie derzeit nur auf dem Papier, da die bisher 23 Mitgliedsländer sich noch auf die konkrete Umsetzung einigen müssen. In der äthiopischen Hauptstadt Addid Abeba diskutieren die zuständigen Minister*innen ab morgen über nächste Schritte. Mit einem Umfang von andertahlb Milliarden Menschen wäre AfCFTA die größte Freihandelszone der Welt. Bisher werden ein Großteil afrikanischer Rohstoffe außerhalb des Kontinents exportiert. Durch die neue Vereinbarung solle der innerafrikanische Handel verstärkt sowie neue Geschäftsmöglichkeiten und Arbeitsplätze geschaffen werden. Bisher halten sich jedoch die beiden größten Wirtschaftsnationen Afrikas, Nigeria und Südafrika, zurück mit einer Beteiligung dem Projekt. Beide Länder sind jeweils Teil eines regionalen Freihandelsabkommens.

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07.06.2019 Weltmeerestag am 8. Juni: Minister Müller für Verbot von Einweg-Plastiktüten

BMZ - 7. Juni 2019 - 11:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller anlässlich des Tags des Meeres der Vereinten Nationen am 8. Juni: "Unsere Meere vermüllen, Fische und Wale fressen Plastik, 90 Prozent aller Seevögel haben Kunststoffmüll im Magen. Wenn wir die Entwicklung nicht stoppen, gibt es bald mehr Plastik in den Meeren als Fisch. Wir müssen das Meer schützen – indem wir Müll vermeiden, die Recycling-Quote erhöhen und Müll selbst verwerten. ...
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Afrikanischer Frauenfußball bei der WM in Frankreich

ONE - 7. Juni 2019 - 10:56

von Moritz Fromm

Am 7. Juni beginnt mit dem Eröffnungsspiel Frankreich gegen Südkorea die achte Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Für das Turnier in Frankreich haben sich drei afrikanische Mannschaften qualifiziert: Südafrika, Nigeria und Kamerun. Bisher taten sich die afrikanischen Vertreterinnen meistens schwer. So kassierten die Ivorerinnen vor vier Jahren eine 10:0-Niederlage gegen Deutschland. Mit Nigeria (1999) und Kamerun (2015) kamen erst zwei afrikanische Teams überhaupt in die nächste Runde. Alle drei Teams gehen also als Außenseiterinnen in das Turnier.

Allerdings kann schon der dritte Platz für das Erreichen des Achtelfinals reichen und die Spitze des internationalen Frauenfußballs ist in den letzten Jahren enger zusammengerückt. Es liegt an diesen Mannschaften zu zeigen, dass dabei auch mit dem afrikanischen Frauenfußball zu rechnen ist:

Nigeria

Die ‚Super Falcons‘ haben sich bislang für jedes WM-Turnier qualifizieren können. Bei ihrer achten Teilnahme sind sie also das erfahrenste afrikanische Team. Nur 1999 überstanden sie allerdings die Vorrunde – in Frankreich soll eine junge Mannschaft diesen Erfolg wiederholen. Nur sechs der 23 Spielerinnen sind vor 1990 geboren, drei sogar erst im Jahr 2000. Angeführt wird die Mannschaft – trainiert vom Schweden Thomas Dennerby – dabei von einem echten Star: Asisat Oshoala.

Die 18-jährige Khadija ist nur eines von vielen Beispielen für junge Frauen aus Afrika mit Freude am Kicken

Die 24-jährige Stürmerin vom FC Barcelona war 2016 und 2017 Fußballerin des Jahres in Afrika. Bei der U20-Weltmeisterschaft 2014 führte sie ihr Team ins Endspiel gegen Deutschland und wurde beste Torschützin und Spielerin des Turniers. Ihre Tore sollen dazu beitragen, diesmal nicht knapp in der Vorrunde zu scheitern. Vor vier Jahren unterlag Nigeria den späteren Weltmeisterinnen USA nur mit null zu eins und holte ein Unentschieden gegen die Schwedinnen. Vor acht Jahren verloren sie ebenfalls nur sehr knapp gegen die damaligen Gastgeberinnen aus Deutschland.

Die Siegerinnen der letzten drei Afrikameisterschaften erwarten mit Gastgeber Frankreich, Norwegen und Südkorea schwere Gegnerinnen. Doch die Super Falcons haben wegen ihrer guten Ergebnisse bei den letzten Turnieren und ihrer Stürmerin Asisat Oshoala eine echte Chance ins Achtelfinale vorzustoßen.

Südafrika

Zum ersten Mal dabei ist die Frauenfußballmannschaft Südafrikas, die ‚Banyana Banyana‘. Dass sie in der deutschen Gruppe B nicht chancenlos sein werden, zeigt das Ergebnis der Afrikameisterschaft aus dem letzten Jahr. Im Finale in Accra unterlagen sie den Nigerianerinnen erst im Elfmeterschießen. Trainiert wird die Mannschaft bei ihrer Premiere von einer der Gründerinnen des südafrikanischen Frauennationalteams: Desiree Ellis. Bevor sie die Banyana Banyana übernahm, trainierte sie zehn Jahre das Frauenteam der Tottenham Hotspur, für das sie selbst elf Jahre gespielt hatte.

Maymun Muhyadine Mohamed spielte in Somalia Fußball und durchbrach damit Geschlechterrollen. Trotz ihrer Flucht nach Djibouti, lässt sie sich nicht vom Ball abhalten. Foto: UNHCR/G.Beals

Star des Teams ist die amtierende afrikanische Fußballerin des Jahres Thembi Kgatlana. Gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Linda Motlhalo spielt die 22jährige Stürmerin für den chinesischen Verein Beijing BG Phoenix FC. Keine der Spielerinnen im Kader ist größer als 1,70m. Nicht nur deshalb werden es die Südafrikanerinnen als eine der sogennanten Kleinen schwer haben bei der Weltmeisterschaft. Zuletzt unterlagen sie in einem Testspiel Norwegen mit zwei zu sieben.

Mit dem von Trainerin Ellis geforderten „Charakter und Mut” möchte das Team gegen die starken Gegnerinnen aus Deutschland, Spanien und China aber für die ein oder andere Überraschung sorgen.

Kamerun

Gleich bei ihrer ersten Weltmeisterschaftsteilnahme vor vier Jahren überstanden die Löwinnen die Gruppenphase. Im Achtelfinale verloren sie danach allerdings knapp gegen China. Für ganze acht Spielerinnen im kamerunischen Kader ist die Weltmeisterschaft mit keiner großen Reise verbunden, da sie ohnehin bei französischen Vereinen unter Vertrag stehen. Weitere Spielerinnen sind verpflichtet in Norwegen, Russland, Spanien, der Türkei oder den USA.

Die Löwinnen haben nicht nur einen international vertretenen, sondern auch einen ausgeglichenen Kader mit dem sie sich durchaus Chancen ausrechnen können. Herausragend im Wortsinn ist am ehesten Gaëlle Enganamouit. Sie wurde 2015 Torschützenkönigin der schwedischen Liga und Afrikas Fußballerin des Jahres. Gemeinsam stürmen wird sie mit der in den USA aufgewachsenen Michaela Abam vom Paris FC und Gabrielle Onguéné vom ZSKA Moskau.

Auch in Sambia spielt Fußball eine wichtige Rolle. Foto: Michael Mistretta

Entscheidend für den Erfolg der Mannschaft wird sein, ob sie aus den ersten beiden Spielen gegen die Niederlande und Kanada mindestens einen Punkt ergattern können. Dann würden die Chancen vor dem letzten Gruppenspiel gegen Neuseeland gut stehen, dass sich die Löwinnen erneut für das Achtelfinale qualifizieren können.

Fußball bewegt die Welt – mehr als jede andere Sportart. Fußball zu spielen bedeutet für Frauen fast überall auf der Welt aber vor allem auch, mit traditionellen Geschlechterrollen konfrontiert zu werden. Wir bei ONE sind überzeugt: Frauen können kicken – und vieles mehr. Mit unserer Kampagne #Armutistsexistisch setzen wir uns dafür ein, Mädchen und Frauen in Afrika zu stärken.

 

 

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NGOs fordern von Bundesregierung mehr Einsatz bei der Eindämmung von Aids, TB und Malaria

DSW - 7. Juni 2019 - 10:16
„Der Globale Fonds braucht einen starken deutschen Beitrag“

Hannover / Berlin 11.06.2019. Neun Entwicklungsorganisationen rufen die Bundesregierung mit der Kampagne #FillUpTheFund gemeinsam dazu auf, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose (TB) und Malaria mit 1,2 Milliarden Euro zu unterstützen. Jedes Jahr fordern Aids, TB und Malaria fast drei Millionen Menschenleben. Betroffen sind vor allem jene, die in Armut leben.

 Seit seiner Gründung in 2002 hat der Globale Fonds dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten, die ansonsten an den Folgen von Aids, TB und Malaria gestorben wären. Insgesamt konnten die Todesfälle durch die drei Armutskrankheiten um ein Drittel reduziert werden – ein beeindruckender Erfolg, der den Globalen Fonds zu einem der effektivsten Finanzierungsinstrumente für weltweite Gesundheit macht. Neben der Prävention und Behandlung der drei Krankheiten stärkt er die Gesundheitsversorgung insgesamt: Er unterstützt einkommensschwache Länder beim Aufbau nachhaltiger Gesundheitssysteme, damit alle Menschen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung bekommen.

Das zeigt, dass ein Ende dieser Epidemien möglich ist – entscheidend ist nun einzig und allein der politische Wille. Der Globale Fonds benötigt bis zu seiner Wiederauffüllungskonferenz in Lyon am 10. Oktober 2019 mindestens 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit in den Jahren 2020-2022 fortsetzen zu können.

#FillUpTheFund„Der Globale Fonds braucht einen starken deutschen Beitrag, damit Aids, TB und Malaria bald Geschichte sind“. Mit diesem Appell richten sich die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Aktionsbündnis gegen Aids, Freunde des Globalen Fonds Europa, Global Citizen, Kindernothilfe, ONE, Oxfam, Plan International Deutschland und World Vision an die Bundesregierung. Das Herzstück der Kampagne sind Videobotschaften von Bundestagsabgeordneten, in denen sie sich für einen starken Beitrag Deutschlands einsetzen. Diese und andere Kampagnenelemente befinden sich auf der Kampagnenwebsite www.fillupthefund.de.

Die Erfolge des Globalen Fonds machen das Ziel greifbar, die Ausbreitung der drei tödlichsten Armutskrankheiten zu stoppen. Es könnte jedoch schnell wieder in weite Ferne rücken, wenn sich die Weltgemeinschaft – und insbesondere wirtschaftsstarke Nationen wie Deutschland – vor den nötigen Investitionen scheut.

  • Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat der Globale Fonds zusammen mit seinen Partnerorganisationen 27 Millionen Menschenleben gerettet.
  • 35 Millionen Menschen sind bisher an den Folgen von Aids gestorben – das entspricht der Bevölkerung Kanadas. Aids ist weltweit Todesursache Nummer 1 für Frauen unter 50. Allein 2017 konnten dank des Globalen Fonds 17,5 Millionen Menschen eine antiretrovirale HIV-Therapie erhalten.
  • TB bleibt bis heute die tödlichste Infektionskrankheit der Welt: laut der WHO fordert sie jedes Jahr 1,6 Millionen Menschenleben. Allein 2017 wurden fünf Millionen Erkrankte mithilfe des Globalen Fonds behandelt.
  • Alle zwei Minuten stirbt ein Kind an Malaria. Fast 200 Millionen Moskitonetze zur Malariaprävention stellte der Globale Fonds im Jahr 2017 zur Verfügung und verhinderte so Millionen von Neuinfektionen.

Infos zur Kampagne, die Videobotschaften sowie eine Vorstellung der beteiligten Organisationen finden Sie unter www.fillupthefund.de.

Pressekontakt:
Malene Hummel
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
malene.hummel@dsw.org
0511 / 94373 20

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Bank transfers from Parmalat

E+Z - 7. Juni 2019 - 9:32
A dairy co-operative in Zambia’s Copperbelt helps women escape poverty

The Fisenge Business Dairy Co-operative Union was started by women in 2008. According to a recent census, the 400 co-operative members now own about 4000 cattle. Though the co-operative was created for women, widowed men and orphaned boys are allowed to join when female members die.

Fisenge is a small urban location near the town of Luanshya. Copper mining used to be the region’s main industry. Many people were plunged into poverty when Binani, a foreign investor, pulled out in 2000. Local women started the dairy co-operative to create new livelihoods.

Women own the herds, but they are kept on farms that are mainly registered in the names of their husbands. “My husband owns the farm, but he has to think twice before divorcing me because my dairy cattle have created a good cash flow to our household,” says a co-operative member.

A farmer donated the first ten cows. Later, Heifer International, the Arkansas-based charity, gave the women another 20 animals. Today, the co-operative supplies milk to Parmalat, the multinational dairy giant. The payments are done through a bank.

The co-operative sells its members milking cans and stock feed. It also provides bicycles, so dairy farmers can bring the goods to the depot. It has even acquired two tractors, which are hired out to farmers to earn extra income beyond the milk business.

“We have decided to add value ourselves,” says Eric Kapuka, the co-operative’s accountant. The most recent investment was to build a processing plant. It will package in 0.5-litre sachets which are meant for end consumers. To run the new facility, the co-operative hired a production manager, a machine operator and a sales lady.

Effarta Jele is a founding member of the co-operative union. “From milk sales, I have educated several of my children, including one who studied at the University of Cape Town in South Africa.” She is the first ever female board member of the Zambia National Farmers’ Union (ZNFU) and is keenly interested in promoting dairy farming in this context.

Humphrey Nkonde is the assistant to the editor-in-chief at Mission Press and media researcher based in Ndola, Zambia.
humphrey_nkonde@ymail.com

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Narben auf Kinderkörpern

E+Z - 7. Juni 2019 - 9:21
Im syrischen Bürgerkrieg wurden viele Kinder verletzt und traumatisiert

Der siebenjährige Ahmad Alkhateb spielte gerade mit seinen Freunden auf der Straße nahe seinem Elternhaus in al-Raqqa in Nordost-Syrien, als plötzlich eine Granate neben ihnen einschlug. Die Granatsplitter trafen Ahmad im Gesicht und hinterließen eine große Wunde auf seiner Wange. Was noch schlimmer war: Sein rechtes Bein musste amputiert werden, obwohl die Ärzte im Krankenhaus alles taten, was sie konnten. Er bekam erst eine Prothese, als die Straße nach Damaskus wieder sicher war.

Die junge Ärztin Doneaa arbeitet im Kinderkrankenhaus von Damaskus. Sie sagt, dass viele Kinder aus Gegenden im Osten wie Deir al-Zour oder al-Raqqa zu ihnen gebracht werden, da es dort keine adäquate medizinische Behandlung gebe. In Damaskus wurde auch Ahmad schließlich behandelt und bekam ein künstliches Bein. Er lernt jetzt wieder zu gehen.

Das psychologische Trauma hat Ahmads Erinnerung ausgelöscht. Die Ärztin meint, der kleine Junge sei noch in der „Phase der Verleugnung“. Ahmads Mutter ist besorgt, weil sich das Verhalten ihres Kindes drastisch geändert hat: „Er isoliert sich, und er spricht nicht mehr als ein oder zwei Worte zu uns.“

Laut dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) sind rund 3,3 Millionen syrische Kinder Kriegsgefahren ausgesetzt, wie etwa Sprengfallen und Blindgängern. Die meisten verletzten Kinder bekommen nicht die notwendige medizinische Behandlung. UNICEF erklärt, dass 1,5 Millionen Menschen in Syrien mit langfristigen Behinderungen leben, die durch Kriegsverletzungen verursacht sind. Explosionen von Minen sind die Hauptursache, wenn Kinder in diesem Land sterben. Blindgänger verursachten vergangenes Jahr 434 Todesfälle.

Henrietta Fore, die Geschäftsführerin von UNICEF, weist darauf hin, dass allein 2018 1106 syrische Kinder in den Kämpfen getötet wurden. Seit der Krieg begann, war dies die „höchste Zahl von Kindern, die in einem einzigen Jahr starben“. Fore schätzt jedoch, dass die wirklichen Zahlen sehr viel höher liegen.

Millionen von Kindern haben ihr gesamtes Leben in Kriegszonen verbracht. Viele sind schwer traumatisiert. Aber es gibt keine Institution, die diese Kinder psychologisch unterstützt.  

Die elfjährige Rima hat eine lange Narbe auf ihrem Bein. „Als sie drei Jahre alt war, wurde unser Haus eines Nachts bombardiert“, berichtet ihre Mutter. „Rima hatte Verbrennungen dritten Grades. Erst nach acht Monaten ging es ihr besser.“ Wegen ihrer Narbe trägt Rima nur lange Hosen. Aber wann immer sie ein Mädchen in einem kurzen Kleid sieht, sagt sie zu ihrer Mutter: „Ich wünschte, ich könnte auch so ein kurzes Kleid tragen!“

Nawar Almir Ali ist Journalistin und lebt in Damaskus, Syrien.
nawaralmir@gmail.com

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Sudan is not China

E+Z - 7. Juni 2019 - 9:08
Western media under-estimate the extent to which China opened up under authoritarian rule after the Tiananmen Square massacre

On 3 June 2019, Sudan’s military and paramilitary militias clamped down on the country’s democracy movement. They killed several dozen people. It is too early to say what will become of the so far nonviolent uprising, but the outlook is bleak. The generals will surely try to tighten their grip on the country, so dictatorship looks likely at least in the short term.

Almost exactly 30 years earlier, on 4 June 1989, Chinese troops put an end to democracy protests on Tiananmen Square in Beijing. At first glance, the events looks similar. I think there are big differences, however. Let me elaborate.

It has become trendy in the past three years to argue that authoritarianism is stronger than previously believed, and that democracy is weaker. Evidence is seen in the fact that the one-party rule in China has prevailed and even seems to be becoming more rigid in recent years. A long, though slow trend of China opening up after the Tiananmen Square massacre has apparently gone into reverse. The hopes of western observers, myself included, for eventual democratisation have apparently failed.

This assessment, which is currently en vogue, is too simplistic. It misses what has driven Chinese development. To explain this crucial point, I must first discuss briefly what “development” means. No, is not simply economic growth, nor is it simply rising per-capita incomes, both of which have been impressive in China the past 4 decades, starting well before 1989.

What really matters is functional differentiation. This sociological term means that important subsystems of society gain autonomy and become self-managing. Those subsystems include the economy, science, law, religion, the political system, mass media and others. Niklas Luhmann, the prominent sociologist, called them “functional” systems. They operate according to their own logic, but they are not entirely independent because they all  rely on services provided by the other functional systems. For example, markets fail unless there is an independent judiciary that can settle conflicts. In a similar sense, technology companies depend on cutting-edge scientific research. Research, in turn, depends on a minimum level of free exchange among peers.

Luhmann’s systems theory is very complex and, were he still alive, he would probably cringe at the simplified way I am referring to him here. To understand China’s striking development and success since the early 1980s, however, it is important to see how much functional differentiation the regime allowed to happen and even actively brought about. It created special economic zones in which profit-driven companies flourished. It invested heavily in higher education, establishing universities that now have strong international reputations. Masses of students were allowed to study abroad, including at western universities, and later, millions of tourists to visit Europe and North America.

China’s Communist Party backed off from the totalitarian communist ideology which, under Mao, everyone had to pledge allegiance to. While people never had the freedom to directly challenge the authority of the regime, they were mostly free to develop and discuss all sorts of ideas that were not directly related to government legitimacy.

Even political power was decentralised, with different provinces having the liberty to adopt different policies. What worked in one place was copied in others, and eventually rolled out throughout the country. To a large extent, however, the central government was not micromanaging affairs. It was observing what was going on. It was not simply imposing its will, but showed an eagerness to learn from experience. Moreover, it kept focused on building physical and social infrastructures.

It is true that governance always stayed authoritarian. I find it depressing that political human rights were never fulfilled. We mustn’t overlook, however, that the Communist Party enjoys considerable legitimacy in the eyes of China’s people, nonetheless. The reason is not only that society as a whole has become more prosperous, but also that people have far more options than they did in the past. Their opportunities to take their fate into their own hands have multiplied.

It is noteworthy, development – according to a UNDP definition – means enabling people to do that. Political freedoms are a component, but other issues matter too, especially education. Functional differentiation was what facilitated increased opportunities in China, giving scope for people to thrive in different spheres, pursuing different kinds of careers and creating a multitude of new livelihoods.

Until about 10 years ago, the international development community largely expected further opening up in China. I plan to discuss what went wrong in another blog post next Sunday. Right now, I want to return to Sudan.

I do not think that the military, if it stays in control at all, will copy the Chinese model of modernising society by bringing about more functional differentiation. Sudan’s military has a brutal track record of war and repression. It has been in the country for decades without doing much to develop the country.

China’s developmental dictatorship is unusual. It is more typical for authoritarian rulers to exploit their nations than to enhance people’s welfare. Yes, I know, there is corruption in China and top leaders have certainly been enriching themselves. But that is not the only thing they did. The point is that they have managed to improve the lives of masses of Chinese people to an extent that makes their rule legitimate in those people’s eyes.

Not everyone is happy, of course, and repression in China is getting worse. Nonetheless, the overall track record of the communist regime is impressive, and for a long time its argument that it would introduce political human rights once social-economic human rights were fulfilled seemed credible. I’ll return to this issue next week.

 

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Pressemitteilung: Ausbeutung der Meere hat alarmierende Dimension erreicht – Verhandlungen zum Tiefseebergbau schreiten voran

Forum Umwelt & Entwicklung - 7. Juni 2019 - 8:00
PRESSEMITTEILUNG

      

 

Ausbeutung der Meere hat alarmierende Dimension erreicht – Verhandlungen zum Tiefseebergbau schreiten voran

 

Berlin, 07.06.2019             Die Belastung der Meere beschränkt sich nicht länger nur auf Überfischung, Plastikmüll oder die Folgen des Klimawandels. Im Zuge der laufenden Verhandlungen zum Tiefseebergbau wird ein neuer Wirtschaftszweig geschaffen, der neue und weitreichende Gefahren für die Meeresökologie mit sich bringt. Während die deutsche Industrie bereits aktiv in diese Prozesse eingebunden ist, weiß die Öffentlichkeit kaum etwas von den Aktivitäten der Bundesregierung zum Tiefseebergbau. Umwelt- und Entwicklungsverbände kritisieren den intransparenten Prozess und fordern wirksamen Schutz der Meere statt immer neuer Unterstützung für High-Tech-Wirtschaft.

 

Download der Pressemitteilung

 

Derzeit wird bei der Internationalen Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen ein Abkommen zum Bergbau am Meeresboden verhandelt. Deutschland hat derzeit die Rolle des Vizepräsidenten in dem einflussreichen Rat inne, dem lediglich 36 Länder angehören und der besonderen Einfluss auf die Verhandlungen hat. In der Öffentlichkeit sind diese Verhandlungen kaum bekannt, obwohl bereits Steuergelder geflossen sind und die deutsche Industrie eingebunden wird. Mittlerweile gibt es zahlreiche Explorations- und Forschungsprojekte für Bergbau in der Tiefsee. Bedenken von Umwelt- und Entwicklungsverbänden werden weitestgehend ignoriert. Die Verbände fordern daher deutlich mehr Transparenz bezüglich der Verhandlungsposition der Bundesregierung, der Bewilligung von Forschungsvorhaben in der Tiefsee und Lobbygesprächen mit der deutschen maritimen Industrie. Erneut machen diese Verbände deutlich, dass Tiefseebergbau katastrophal für Umwelt und Menschen sein wird und die Triebkräfte dahinter offengelegt werden müssen:

Marie-Luise Abshagen, Referentin für nachhaltige Entwicklung vom Forum Umwelt und Entwicklung kritisiert: Wir können es uns als Menschheit nicht leisten, in den Meeren noch mehr Schaden anzurichten. Doch genau das wird mit Tiefseebergbau passieren. Damit wird einen Teil der Meere unwiederbringlich zerstört -mit Auswirkungen, die unseren derzeitigen Wissenstand über die Ozeane und ihre Ökosysteme weit überschreiten. Selbst ein internationales Regelwerk für Tiefseebergbau, das Umweltschutz beinhaltet, wird die Zerstörung der Abbaugebiete in Kauf nehmen müssen. Anders geht Tiefseebergbau nicht. Und wofür das Ganze? Für die Weiterführung eines High-Tech basierten Wirtschaftswachstums, von dem schon jetzt nur eine kleine Elite weltweit und in Deutschland wirklich profitiert.“

 

Kai Kaschinski, Projektkoordinator von Fair Oceans, gibt zudem zu bedenken: „Abgesehen von den katastrophalen Auswirkungen auf der Hohen See, müssen wir davon ausgehen, dass der Tiefseebergbau auch nahe der Küsten stattfinden wird, wie es vor Papua-Neuguinea geplant ist und Menschen von den Auswirkungen direkt betroffen sein werden. Weltweit wurden auf der Hohen See wie auch in den Küstengewässern schon mehr als 1 Mio. km² an Lizenzgebieten für den Tiefseebergbau erworben. Sowohl unsere Partnerorganisationen vor Ort wie auch unsere Studie zum Tiefseebergbau haben uns gezeigt wie groß die damit verbundenen sozialen und ökologischen Gefahren sind. Wie schon im Offshore-Ölgeschäft geschehen ist zu erwarten, dass auch der Tiefseebergbau weit über die jeweiligen Lizenzgebiete hinaus und gerade im globalen Süden zu Menschenrechtsverletzungen und einer ungerechten Ressourcenverteilung beitragen wird. Wollen wir hierfür wirklich in Deutschland eine Vorreiterrolle übernehmen?“

 

„Seit Jahren fordern wir die Bundesregierung auf, Umwelt- und Entwicklungspolitik in ihren Meeresstrategien zusammenzudenken. Unser Lebensstil wirkt sich jetzt schon negativ auf die Menschen aus, die weltweit an Küsten und vom Meer leben. Sie bekommen jetzt schon den Klimawandel, die Überfischung und die Vermüllung der Meere ab. Nur wenn wir politisch und ökonomisch in Deutschland einen anderen Kurs einschlagen, können diese Menschen ein Leben in Würde führen. Das heißt, Fischereifangquoten reduzieren, Kreislaufwirtschaft umsetzen, eine deutlich ambitioniertere Klimapolitik verwirklichen.  Ähnlich wie in der Klimakrise sind wir längst an dem Punkt angekommen, dass wir sofortiges politisches Handeln brauchen, das verbindlich den Schutz der Meere und die Lebensperspektiven von Küsten- und Fischereigemeinschaften in den Vordergrund stellt“, fasst Francisco Marí, Referent für Meerespolitik bei Brot für die Welt zusammen.

 

 

Tiefseebergbau und seine Auswirkung ist eines der Themen bei der Konferenz zur internationalen Meerespolitik mit dem Titel: „Weltmeere zwischen Umwelt und Entwicklung – 25 Jahre Seerecht zwischen wachsenden Schutz- und Nutzungsansprüchen“, zu der auch in diesem Jahr das Forum Umwelt und Entwicklung, Fair Oceans und Brot für die Welt im Rahmen des „Welttags der Ozeane“ einladen. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stellen Lösungsansätze für die vielfältigen Probleme der Meere vor.

Juni 2018 – 10:00 bis 16:00 Uhr, Landesvertretung Bremen in Berlin – Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin.

Programm und weitere Infos finden Sie hier

 

 

Fachlicher Kontakt

 

  • Marie-Luise Abshagen, Referentin für nachhaltige Entwicklung, Forum Umwelt und Entwicklung, Tel: +49 (0) 30 678 1775 75. Mobil: +49 (0) 176 6313 9941 Email: abshagen@forumue.de
  • Kai Kaschinski, Projektkoordinator Fair Oceans, Koordinator AG Meere im Forum Umwelt und Entwicklung Tel: +49 (0) 421-720 34. Mobil: +49 (0)152-295 170 04, Email: verein.intkom@gmx.de
  • Francisco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei Brot für die Welt, Tel: 49 (0)30 65211 1822, Mobil: +49 179 4621 783, Email: francisco.mari@brot-fuer-die-welt.de

Pressekontakt

  • Ramona Bruck, Referentin Presse & Öffentlichkeitsarbeit im Forum Umwelt und Entwicklung, Tel: +49 (0) 30 678 1775 910. Mobil: +49 (0) 176 433 11 157 Email: bruck@forumue.de
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Mit der Abluft aus Restaurants heizen und kühlen?

reset - 7. Juni 2019 - 7:19
Das schwedische Startup Enjay hat ein System entwickelt, mit dem man die Wärmeenergie aus verdreckter Abluft speichern und wiederverwenden kann.
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Kinderehen: 115 Millionen Kinder-Bräutigame

Unicef - 7. Juni 2019 - 0:01
Nicht nur Mädchen sind von Kinderehen betroffen, auch 115 Millionen Jungen wurden weltweit vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet und damit früh in eine Erwachsenenrolle gedrängt. Zum ersten Mal veröffentlicht das UN-Kinderhilfswerk UNICEF heute eine Schätzung über die Zahl von Kinder-Bräutigamen. 
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Die EU-Kommission als sicherheits- und verteidigungspolitische Akteurin

SWP - 7. Juni 2019 - 0:00

Die internationale Ordnung befindet sich im Umbruch. Daraus ergibt sich die For­derung, dass die Europäische Union »weltpolitikfähig« werden sollte – dies die Worte des scheidenden Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker. Die Organe der EU sind sich einig, dass dies nur gelingen kann, wenn die Sicherheits- und Verteidigungs­politik der Union gestärkt wird. Wie das jedoch geschehen sollte, welche Strukturen erforderlich sind und wer dies entscheiden soll, darüber herrscht Dissens. Im Som­mer 2019 wird die nächste Europäische Kommission gebildet. Angesichts dessen erscheint es dringlich, die verschiedenen Optionen und deren Folgen für die bestehenden Formen der Zusammenarbeit nationaler und europäischer Verteidigungs­politiken zu diskutieren.

 

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Ohne schlechtes Gewissen um die Welt?

reset - 6. Juni 2019 - 18:55
Eine Gruppe Klimaaktivist*innen will zeigen, dass es auch ohne Flugzeug geht und reist mit dem Segelboot zur UN-Klimakonferenz in Chile im Dezember 2019.
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Reaktion auf Vorwürfe gegen WWF

#Bundestag - 6. Juni 2019 - 15:35
Reaktion auf Vorwürfe gegen WWF - Entwicklung/Kleine Anfrage
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Lidl und die fairen Bananen

Oxfam - 6. Juni 2019 - 14:45
Letzten Herbst verkündete Lidl, nur noch faire Bananen verkaufen zu wollen. Warum der Discounter nun einen Rückzieher macht und was für die Menschenrechte in internationalen Lieferketten jetzt getan werden muss, erklärt Frank Braßel im Oxfam Blog. © Oxfam Deutschland Eine Arbeiterin auf einer Bananenplantage in Ecuador. Das südamerikanische Land ist einer der führenden Bananenproduzenten der Welt und größter Bananenlieferant für den deutschen Markt.

Sein gesamtes Bananen-Angebot nach und nach auf Früchte mit dem Fair-Trade-Siegel umzustellen. Das hatte Lidl im vergangenen September versprochen – mit viel Werbung, mit Unterstützung des deutschen Entwicklungsministers und auch mit öffentlichem Lob von Oxfam. Das war ein wichtiges Signal, angesichts des enormen Preisdrucks und Strukturen von Ausbeutung, Rechtsverletzung und Umweltzerstörung im internationalen Bananenhandel.

Nicht faire Billig-Banane

Nun hat der Discounter eher beiläufig und kleinlaut verkündet, dass es ihnen nicht gelungen sei, „Kunden von unserem Engagement zu überzeugen“. In einem Schreiben von Jan Bock, dem Geschäftsleiter von Einkauf Lidl Deutschland, heißt es: „Sinkende Absätze, auch bedingt durch günstige Aktionspreise im Markt, haben uns letztlich nach über acht Monaten zu einer erweiterten Ausrichtung gezwungen“. Gemeint ist damit die Beibehaltung der nicht fairen Billig-Banane.

Lidls Schritt zu einem ausschließlichen Verkauf von Fairtrade-Bananen mit besseren Preisen und besseren Arbeitsbedingungen hätte zu einem neuen Geschäftsmodell werden können. Dass das möglich ist, zeigen andere Supermärkte in Großbritannien und den Niederlanden. Kund*innen dafür verantwortlich zu machen, dass dies bei Lidl nicht funktioniert, ist also nur vorgeschoben.

Unklare Nachhaltigkeitsstrategie 

Was genau steckt hinter der Entscheidung des Supermarktes, das Modell nun scheitern zu lassen? In jedem Fall hat die Discounter-Strategie den Schwarz-Konzern, zu dem Lidl und Kaufland gehören, mit mehr als 100 Milliarden Euro Umsatz zur größten Supermarktkette Europas und den Besitzer zu einem der fünf reichsten Menschen Deutschlands gemacht.

Dieser Erfolg war ohne langfristige Investitionen und eine klare Strategie nicht möglich. Hier darf man fragen, warum die neue Orientierung auf mehr Nachhaltigkeit bei den fairen Bananen nicht funktioniert haben soll, und auch so schnell wieder aufgegeben wurde.

Brutaler Preiskampf deutscher Supermärkte

Klar ist, dass Lidls Schritt gezielt über Monate von Dumpingangeboten der Konkurrenz –insbesondere Aldi, Edeka und dessen Discounter Netto – begleitet wurde. Dieser brutale Preiskampf deutscher Supermärkte fordert seit Jahren Opfer: Kleine Produzenten und die Beschäftigten in den Bananenplantagen werden mit Hungerlöhnen abgespeist und gesundheitsschädlichen Pestiziden ausgesetzt.  

Der Einfuhrpreis von Bananen in Deutschland ist zwischen 2015 und 2018 um 20 Prozent gefallen und liegt heute unter dem Preis von 2008 – wobei die Produktionskosten in Lateinamerika im vergangenen Jahrzehnt deutlich gestiegen sind. So verschieben sich die Anteile am Bananengeschäft: Immer mehr bleibt bei den Supermärkten, immer weniger bei den Menschen, die für unser Essen arbeiten. Dies ist nicht nur bei den Bananen so, sondern bei vielen international gehandelten Produkten von Tee bis Krabben, wie Oxfam herausgefunden hat.  

Höhere Qualität für weniger Geld?

Die Preispolitik der Supermärkte steht offensichtlich im Widerspruch zu der „Nachhaltigkeitspolitik“ der großen Ketten. So hat zwar der große Lidl-Konkurrent Aldi (Süd) in den vergangenen Monaten erstmals eine Erklärung zur Achtung der Menschenrechte in seiner Lieferkette veröffentlicht – was ein wichtiger und positiver Schritt ist. Konträr hierzu steht aber die gleichzeitige Ankündigung, den Einkaufspreis pro Kiste Bananen um einen Dollar zu senken.

Dies brachte verständlicherweise in Lateinamerika Regierungen wie Privatwirtschaft, Gewerkschaften wie Unternehmensverbände, große wie kleine Produzenten in Rage: Auf der einen Seite verlangen die Unternehmen immer höhere Qualitätsstandards, auf der anderen Seite wollen sie dafür immer weniger zahlen. Menschenrechte und Nachhaltigkeit haben allerdings ihren Preis. Dieser und die Qualitäten müssen sich im Verkaufs-, aber insbesondere im Einkaufspreis des Produkts widerspiegeln. Dafür trägt der verkaufende Supermarkt eine wichtige Verantwortung, die er nicht einfach auf die Verbraucher*innen abwälzen kann.

Geschmack von Ausbeutung und Rechtsverletzungen

Da dieser Verantwortung nicht nachgekommen wird, braucht es ganz offensichtlich eine strikte gesetzliche Regelung. Für den Schutz und die Durchsetzung von Menschenrechten im internationalen Wirtschaftsleben ist ein Gesetz nötig, einschließlich einer Kontrolle der Marktmacht von Großunternehmen. Sonst werden wir weiterhin damit konfrontiert, dass an vielen Produkten in „unserem“ Geschäft der Geschmack von Ausbeutung und Rechtsverletzungen klebt.

Das trifft auch auf die nicht fairen Bananen zu, die Lidl weiterhin im Angebot führen will: Sie sollen alle mit dem grünen Frosch der Rainforest Alliance ausgezeichnet sein. Dieses Label ist aber keineswegs dafür bekannt, Arbeits- und Menschenrechte wirksam zu schützen. Bei Lidl wird es nun faktisch zu einer Kennzeichnung von Billig-Bananen.

Nötig ist ein Gesetz für Menschenrechte in internationalen Lieferketten

Allein auf die Freiwilligkeit von Unternehmen zu setzen funktioniert offensichtlich nicht. Wir brauchen dringend ein Gesetz, das Menschenrechten in internationalen Lieferketten Vorrang einräumt und verhindert, dass in Zuliefererbetrieben von deutschen Unternehmen Arbeiter*innen ausgebeutet und ihre Rechte systematisch verletzt werden. Entwicklungsminister Müller und Arbeitsminister Heil haben sich für ein solches Gesetz ausgesprochen, Kanzleramt und Wirtschaftsministerium scheinen hierbei jedoch bremsen zu wollen. Oxfam und viele andere Organisationen werden weiter dran bleiben und ein solches Gesetz auch in Zukunft einfordern.

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Wann wird's mal wieder richtig Sommer?

Welthungerhilfe - 6. Juni 2019 - 10:30
Rissige Böden, verdorrte Felder, ausgetrocknete Flussbetten – Eine Dürre wie in 2018 hat es in Deutschland noch nie gegeben. Nun warnen Experten vor einem weiteren Rekord-Sommer. In anderen Teilen der Welt bedrohen wiederkehrende Dürren das Leben der Menschen.
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