Sie sind hier

Ticker

Grundlegende Transformation nötig

E+Z - 8. Januar 2020 - 11:05
Expertenbericht fordert Abkehr von fossilen Brennstoffen im Verkehr

Wenn ländliche Gebiete besser erschlossen würden, könnten eine Milliarde mehr Menschen Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Beschäftigung bekommen. Verbesserte Sicherheit im Verkehr könnte weltweit pro Jahr 800 000 Verkehrstote vermeiden. Das sind zwei wichtige Ergebnisse eines Berichts von Sustainable Mobility for All (SuM4All), einer Dachorganisation öffentlicher und privater Akteure im Verkehrssektor.

Die Autoren mahnen, dass Verkehrsströme dringend unabhängiger von fossilen Brennstoffen gemacht werden müssen. Die Verantwortung liege vor allem bei den Industrieländern, denn dort seien die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen pro Kopf am höchsten.

Eine starke Reduzierung des CO2-Ausstoßes würde dem Bericht zufolge zudem die Luftverschmutzung und damit verbundene Gesundheitsrisiken weltweit deutlich verringern. Hiervon sei Südasien am stärksten betroffen.

Viele internationale Vereinbarungen, wie die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals – SDGs) oder das Pariser Klimaabkommen, thematisieren nachhaltige Verkehrspolitik konkret. Es hapere jedoch an der Umsetzung der Ansätze, bemängelt der Bericht. Beispielsweise sei in einigen Ländern der Bau von Straßen gefördert worden, um den Zugang zu Märkten und Arbeit zu verbessern. Das habe jedoch zu mehr Todesfällen sowie Luft- und Lärmbelastung geführt. Insbesondere in Südafrika sehen die Autoren die mangelnde Sicherheit im Verkehr mit Sorge.

Oft würden einzelne Technologien wie Elektrofahrzeuge zur Senkung der Treibhausgasemissionen zu stark gefördert. Das untergrabe die Erweiterung der Vielfalt der Verkehrsmittel. Trotz einiger Fortschritte in bestimmten Verkehrsbereichen vermissen die SuM4All-Autoren die erforderliche grundlegende Transformation des Systems.Der Report führt die relevantesten und wirkungsvollsten politischen Maßnahmen zur Erreichung nachhaltiger Mobilität auf. Ein Einheitsmodell funktioniere nicht – jedes Land müsse spezifische Maßnahmen ergreifen. SuM4All präsentiert verschiedene Instrumente dafür in vier „Toolboxen“: Zu den regulatorischen und institutionellen Instrumenten gehören unter anderem bessere Koordination zwischen den Verkehrsträgern und entsprechenden Ausbau der Transportmöglichkeiten. Wichtig seien zudem Vorschriften für den grenzüberschreitenden Verkehr, Verkehrsdienste, Fahrzeugnutzung sowie den Umgang mit Daten.

Die Technologie-Toolbox behandelt die Planung, Bereitstellung und Wartung von Infrastruktur. Technische Standards müssen dabei Sicherheitsbelange berücksichtigen.

Die Wirtschafts- und Finanz-Toolbox empfiehlt Maßnahmen zur Finanzierung und Preisgestaltung, Steuern und Subventionen, Innovationspolitik und Kosten­effizienz des Verkehrssektors. Bei der Umstellung zu nachhaltiger Mobilität nehmen private Akteure demnach eine Schlüsselrolle ein. Sie bieten innovative Technologien, Produkte und Dienstleistungen sowie die für den Übergang erforderlichen Geschäftsmodelle an. Von der Konzeption bis zur Umsetzung konkreter Maßnahmen sei deshalb eine Zusammenarbeit zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor erforderlich, heißte es im Bericht.

Die Kommunikations-Toolbox schließlich hilft dabei, öffentliche Kampagnen zur Beeinflussung von Verhaltens­änderungen zu erarbeiten, nachhaltige Verkehrsalternativen erkennbar zu machen und Wissen zu managen.

Zusätzlich ermöglicht ein Webtool, länderspezifische Mobilitätsindizes einzusehen und Aktionspläne abzuleiten. Verschiedene Indizes wie etwa das Verhältnis von Schnellzugstrecken zu Passagierzahlen helfen, Stärken und Schwächen in der Verkehrsinfrastruktur zu identifizieren. Insgesamt zeigt der Bericht das große Potenzial des Verkehrssektors auf, nachhaltige Entwicklung zu gestalten.

Link
Sustainable mobility for all, 2019: Global roadmap of action toward sustainable mobility.
http://www.sum4all.org/gra

Floreana Miesen ist Geografin und freie Autorin.
floreana.miesen@gmx.de

Kategorien: Ticker

Erfahrungen von ehemaligem Jugendbotschafter Nikolas als UN-Jugenddelegierter

ONE - 8. Januar 2020 - 10:55

Hier erzählt der ehemalige ONE-Jugendbotschafter Nikolas Karanikolas von seinen Erfahrungen auf einer Deutschlandtour, bei der er mit jungen Menschen bundesweit ins Gespräch kam und bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen in den New Yorker Headquarters. 

„Wir sind die erste Generation, die extreme Armut beenden und wohl die letzte, die den Klimawandel stoppen kann.  Wir könnten die Welt verändern, aber wir tun es nicht.“

Vor einem Jahr war alles noch ein Traum, der erstaunlich schnell Realität wurde. Josephine Hebling und Nikolas Karanikolas sind die deutschen Jugenddelegierten zur UN Generalversammlung 2019 und so das Sprachrohr der in Deutschland lebenden Jugend.

New York: Headquater UN: Das Herz schlägt nicht nur bis zum Hals, sondern gefühlt im gesamten Körper. Nikolas trägt ein weißes T-Shirt auf dem in schwarzen Buchstaben „Stop Sexism“ steht. Neben ihm die zweite Jugenddelegierte Josephine, vor ihnen ein Mikrofon und ein Schild mit der Aufschrift Germany. Dahinter erstreckt sich die Generalversammlung der Vereinten Nationen. Der luxemburgische Vorsitzende sagt etwas, zwar versteht man es nicht, aber dann springt das Mikrofon an, die Augen von 193 Staaten richten sich auf die Jugenddelegierten und ihre Rede beginnt.

Täglich grüßt die Deutschlandtour!

Für die in Deutschland lebende Jugend sprechen? Zwar ein Traum, doch mal kritisch bemerkt: zwei weiße, heterosexuelle Studierende – so manche*r würde sich unter Vielfalt etwas Anderes vorstellen. Ein Riesenproblem, sie sind nicht repräsentativ. Deshalb haben die Jugenddelegierten eine Deutschlandtour gemacht. Auf dieser haben sie Forderungen der in Deutschland lebenden Jugend gesammelt. „Was wir für wichtig halten, spielt keine Rolle. Die Verhandlungen, die Rede – alles basiert auf Forderungen von jungen Menschen. Auf unserer Deutschlandtour haben wir den Fokus ganz klar auf Vielfalt gerichtet. Unsere Gesellschaft ist bunt und darin liegt unser eigentlicher Schatz“, so Nikolas.

(c) SOS Kinderdörfer e.V. 

Die Jugenddelegierten sind daher in über sechs Monaten als eine Art „Rockstars der Jugendpartizipation“ durch Deutschland getourt und haben 36 Stationen besucht sowie über 3.000 Forderungen gesammelt. Die Reise führte von dem Jugendgefängnis Wittlich zum SOS-Kinderdorf bis hin zu dem Bund Muslimischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen, um nur einige zu nennen. Kurzer Stopp beim Auswärtigen Amt für eine Hospitation und ein Treffen mit Bundesaußenminister Heiko Maas, bei dem man ihn für die Forderungen sensibilisieren wollte und ab ging es zur UN-Generalversammlung nach New York.

Schlaflos durch die UN

Am ersten Tag kurz Fan sein und mit großen Kinderaugen durch die UN laufen – am zweiten Arbeitstag dann gleich die Rede. Im Saal sind 193 Staaten und im Augenblick der Rede hört die Welt zu. 3.000 Forderungen, 36 Tourstationen und 5 Minuten Redezeit. Die Jugenddelegierten sprechen über ihre Erfahrungen, über Klimawandel und Solidarität. „Es gibt in Deutschland seit 15 Jahren ein Jugenddelegiertenprogramm und wir könnten ein ‘Best of’ von Forderungen geben, die nicht ernst genommen wurden und das haben wir halt gesagt“, sagen Josephine und Nikolas. „Außerdem ist es möglich extreme Armut, Klimawandel, das Ertrinken von Migrant*Innen oder politische Verfolgung zu stoppen, aber die Staaten tun es nicht – und das ist die eigentliche Tragödie“. Mit einem Appell, endlich zu handeln, endet die Rede. Rede gehalten, doch jetzt geht’s es an die dicken Bretter. In alle Prozesse die Jugendmeinung einbringen, ungemütlich sein und den Diplomat*Innen sagen, was auf jeden Fall in die Resolution gehört.

Im gefühlten Stillstand zwischen den Trumps der Welt

Jetzt geht es in die Verhandlungen: Aussagen wie “Homosexualität gibt es nicht” und “Frauen müssen nicht genannt werden, sie werden ja mitgedacht” gehören hier zur Normalität. Unsere oft gegensätzliche Meinung als Jugenddelegierte wird dadurch nicht selten als radikal wahrgenommen.

Nikolas startete eine T-Shirt Aktion und trug jeden Tag ein T-Shirt mit einer politischen Botschaft von Jugendlichen aus Deutschland in der UN. Dass er die Rede in einem T-Shirt, auf dem „Stop Sexism“ stand, halten durfte, war gerade noch an der Grenze, doch am Folgetag wird er aus dem Sicherheitsrat geworfen. Mit einem T-Shirt auf dem „Stoppt Waffenlieferungen in Krisengebiete“ steht, fliegt er nach sieben Sekunden im Raum raus. Doch sieht das der deutsche Botschafter und nimmt eben diesen Appell in seine Rede im Sicherheitsrat mit auf. Josephine durfte im Name aller Jugenddelegierten eine Rede vor dem Generalsekretär halten und forderte endlich mehr Handeln für den Klimaschutz ein.

„Es war großartig, Teil des deutschen Teams zu sein. Deutschland steht auf für Menschenrechte dort, wo es auch andere tun sollten. Ohne Deutschland sähe es um Menschenrechte in der UN deutlich schlechter aus“ sagten Josephine und Nikolas zu ihrer Zeit bei den Vereinten Nationen.

Nach drei Wochen voller Verhandlungen war der erste Teil des Traums zunächst vorbei und endete, als das Flugzeug, in dem die Jugenddelegierten saßen, wieder Frankfurt erreichte. Nun geht es an den zweiten Teil der Deutschlandtour, die Vorbereitungen für die Sozialentwicklungskommission bei den Vereinten Nationen und an die Auswahl unserer Nachfolger*Innen. Denn auch in Zukunft muss es heißen: „nichts über die Jugend – ohne die Jugend.”

Klingt nach einer tollen und aufregenden Erfahrung, oder? Du hast da auch Lust drauf? Bis zum 13.01.2020 könnt ihr euch noch als neue UN-Jugenddelegierte für Deutschland bewerben: https://www.jugenddelegierte.de/jugenddelegierte/bewirb-dich

The post Erfahrungen von ehemaligem Jugendbotschafter Nikolas als UN-Jugenddelegierter appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Emanzipation durch Nähen? Podiumsdiskussion auf der Berlin Fashion Week

INKOTA - 8. Januar 2020 - 10:27
Bangladesch ist einer der größten Textilexporteure weltweit. Insbesondere Frauen arbeiten in den Fabriken und Sweatshops, größtenteils zu Hungerlöhnen und unter unmenschlichen Arbeitsbedinungen. Dabei setzen sie nicht nur ihre Gesundheit, sondern zum Teil auch ihr Leben aufs Spiel, wie der Einsturz der Fabrik Rana Plaza 2013 mit über 1.000 Todesopfern zeigte. Wir wollen bei der anstehenden Podiumsdiskussion aber nicht nur ein Licht auf die Ausbeutung der Arbeiterinnen werfen, sondern auch darauf welche Chancen Arbeit für Frauen in streng patrichalen Gesellschaften bietet.
  • Was: Podiumsdisskussion "Emanzipation durch Nähen" auf der Berlin Fashion Week
  • Wann: Donnerstag, 16. Januar 2020, 13:00-14:00 Uhr
  • Wo: Neonyt, Messe für nachhaltige Mode. Veranstaltungsort: Stage. Flughfafen Tempelhof, Platz der Luftbrücke 5, 12101 Berlin
  • Der Eintrit ist frei, es ist aber eine Anmeldung bei der Messe erforderlich. Hier geht es zur Anmeldung.
 Im Rahmen der Berlin Fashion Week diskutiert Anne Neumann von INKOTA mit der Hamburger Journalistin und Autorin Daniela Schröder über die Arbeitsbedingungen und Möglichkeiten, welche sich Näherinnen in Bangladesch darbieten. Daniela Schröder liest dazu im Voraus aus ihrer neusten Reportage für welche sie zwei Näherinnen aus Bangladesh zu ihrer Arbeit in eine Texilfabrik begleitete. Dadurch konnte sie aus nächster Nähe die Arbeitsbedinungen der Frauen erleben, aber auch wie sich das Selbstverständnis und das Rollenbild der Frauen durch einen Berufsalltag verändert. Die Veranstaltung wird moderiert vom Autoren Dmitrij Gawrisch. Mehr zur Kampagne für Saubere Kleidung
Kategorien: Ticker

Zehn Jahre nach dem Erdbeben in Haiti: Es bleibt viel zu tun

Welthungerhilfe - 8. Januar 2020 - 9:49
Am kommenden Sonntag jährt sich das verheerende Erdbeben in Haiti zum zehnten Mal. Das Bündnis Entwicklung Hilft, an dem auch die Welthungerhilfe beteiligt ist, berichtet im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung am 9. Januar in Berlin über die kurz- und langfristige Wirkung der Hilfe und fordert strukturelle Veränderungen in Haiti.
Kategorien: Ticker

Angemessen gemessen?

#2030Agenda.de - 8. Januar 2020 - 0:39

Indikatoren bilden eine wesentliche Grundlage um zu überprüfen, ob die Regierungen Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) gemacht haben. 2017 einigte sich die UN-Statistikkommission auf eine vorläufige Liste von 232 Nachhaltigkeitsindikatoren. Seitdem werden diese Indikatoren laufend weiterentwickelt, gegenwärtig im Rahmen einer umfassenden Überprüfung, die im März 2020 zu einer aktualisierten Indikatorenliste führen soll („2020 Comprehensive Review“). Dabei werden auch Probleme sichtbar: Für zahlreiche Zielvorgaben gibt es noch immer keine geeigneten Indikatoren, es existiert keine allgemein anerkannte Methodik oder die Datenlage ist mangelhaft. Zudem drücken sich in der Wahl der Indikatoren politische Schwerpunktsetzungen aus, die über den engen Kreis von Statistikexpert*innen hinaus diskutiert werden müssten. Und schließlich lösen Indikatoren auch nicht das Grundsatzproblem der Widersprüche und Zielkonflikte innerhalb der SDGs. Das Briefing des Global Policy Forums gibt ein kurzes Update zum aktuellen Stand der Debatte auf UN-Ebene.

Kategorien: Ticker

Executive Update: "Temperatures are rising, your voice should too"

Global Compact - 8. Januar 2020 - 0:00
Lise Kingo, Generalsekretärin des UN Global Compact, ruft in ihrem aktuellen Executive Update Unternehmen dazu auf, ihre Ambitionen für mehr Klimaschutz signifikant zu verstärken und einzufordern. Mit Blick auf die Ergebnisse der vergangenen UN-Klimakonferenz (COP 25) in Madrid, die Mitte Dezember zu Ende ging, wurde deutlich, dass wir noch lange nicht da stehen, wo wir im Hinblick auf die Klimakrise stehen sollten. Was eine wichtige Gelegenheit sein sollte, mehr Ehrgeiz zu zeigen, wurde stattdessen zu einem der längsten UN-Klimagespräche in der Geschichte.
Kategorien: Ticker

Thema Klimawandel: Neue Highlights aus dem Promotor*innen-Programm

agl - 7. Januar 2020 - 16:44

 

Das Thema "Klima" ist derzeit in aller Munde. Endlich. Die Erderwärmung sowie ihre Ursachen und Folgen sind globale Herausforderungen, die ein verändertes Handeln im Alltag, in der Wirtschaft und in der Politik erfordern.

 

Derzeit stoßen mehr als 150 bundesweit aktive Eine Welt-Promotor*innen Prozesse durch Beratungs-, Vernetzungs und Qualifizierungsmaßnahmen anm, vermitteln Wissen, entwickeln Kampagnen und unterstützen Aktionen für verschiedene Zielgruppen.

 

Wie die Eine Welt-Promotor*innen ihre Zielgruppen zum Thema Klimawandel sensibilisieren, stellen wir in dieser Ausgabe der Highlights vor.

Kategorien: Ticker

7. Januar 2020

ONE - 7. Januar 2020 - 13:44

1. „Babyfabriken“ boomen in Nigeria
Das Redaktionsnetzwerk Deutschland thematisiert den illegalen Handel mit Säuglingen und Kleinkindern in Nigeria. Dieser habe sich zu einem lukrativen Geschäft für Menschenhändler*innen entwickelt. Die Nachfrage sei sehr hoch. Laut der Hilfsorgsanisation SOS-Kinderdörfer vermitteln die Menschenhändler*innen die Kinder oft an kinderlose Paare aus der ganzen Welt. Neben der illegalen Adoption werden die Kinder auch zu Sklaverei, sexuellen Handlungen und Organhandel missbraucht. An die Kinder gelangen die Menschenhändler*innen meist dadurch, dass sie junge Frauen aus dem armen Osten des Landes mit Versprechen auf ein besseres Leben anlocken, sie dann entführen und schwängern. Auch verzweifelte schwangere Jugendliche, die von ihren Familien verstoßen wurden, seien oft Opfer des Kinderhandels. Oft werden diese selbst nach der Geburt in „Babyfabriken“ festgehalten und zum Sex gezwungen, um erneut schwanger zu werden.

2. Deutschland verbessert Transport von Ebola-Kranken
Christoph Schult berichtet im aktuellen Spiegel, dass das Auswärtige Amt (AA) plant, erkrankte Ebola-Helfer*innen nach Deutschland zu evakuieren. Seit dem Sommer 2018 seien in der Demokratischen Republik bereits über 2200 Menschen an der hochansteckenden Infektionskrankheit gestorben, bei dem Ebola-Ausbruch in Westafrika zwischen 2013 und 2016 seien insgesamt rund 11.000 Menschen ums Leben gekommen. Anders als bei der letzten Epidemie gebe es jetzt zwar zwei Ebola-Impfstoffe, diese können allerdings nicht flächendeckend eingesetzt werden, da einige Gebiete im Kongo unter Kontrolle von Rebell*innen seien. Die Gefahr einer regionalen Ausbreitung sei laut AA noch immer „sehr hoch“. Mithilfe von „modularen Evakuierungseinheiten“ wolle das Bundesaußenministerium Betroffene bereits beim Transport intensivmedizinisch versorgen und dabei das behandelnde medizinische Personal schützen. Durch die Bauweise könne zudem nach Ankunft ein schnellerer Transport in ein Krankhaus gewährleistet werden. Dadurch könne wichtige Zeit gespart werden – gewöhnlich sterben Patient*innen „binnen zehn Tagen“. Die Evakuierungseinheiten seien kompakt genug, um mit gängigen Frachtflugzeugen transportiert zu werden.

3. Kenia: USA stocken Truppen auf
Zwei Tage nach dem Angriff auf einen US-Militärstützpunkt in Kenia kam es im Osten des Landes  erneut zu einem Anschlag, wie Tagesschau.de berichtet. Dabei seien vier Menschen getötet worden, darunter ein Kind. Zudem töteten Milizionäre der islamistischen Al-Shabab sechs weitere Menschen in einer kenianischen Grenzregion. Im Nachbarland Somalia kämpfe die Terrororganisation um die Vorherrschaft. Mit Unterstützung der USA stelle Kenia Truppen für eine Mission der Afrikanischen Union bereit, um gegen Al-Shabab vorzugehen. Wie die Agentur Reuters weiter meldet, stocken die USA als Reaktion auf den Anschlag vor zwei Tagen ihre Truppen in Kenia auf. Bei dem Angriff seien nicht nur drei US-Militärs getötet worden, sondern es seien jeweils zwei Flugzeuge und Hubschrauber sowie mehrere Armeefahrzeuge zerstört worden.

The post 7. Januar 2020 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Angemessen gemessen? Die globalen Indikatoren für die SDGs auf dem Prüfstand

Global Policy Forum - 7. Januar 2020 - 11:59

Indikatoren bilden eine wesentliche Grundlage um zu überprüfen, ob die Regierungen Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) gemacht haben. 2017 einigte sich die UN-Statistikkommission auf eine vorläufige Liste von 232 Nachhaltigkeitsindikatoren. Seitdem werden diese Indikatoren laufend weiterentwickelt, gegenwärtig im Rahmen einer umfassenden Überprüfung, die im März 2020 zu einer aktualisierten Indikatorenliste führen soll („2020 Comprehensive Review“). Dabei werden auch Probleme sichtbar: Für zahlreiche Zielvorgaben gibt es noch immer keine geeigneten Indikatoren, es existiert keine allgemein anerkannte Methodik oder die Datenlage ist mangelhaft. Zudem drücken sich in der Wahl der Indikatoren politische Schwerpunktsetzungen aus, die über den engen Kreis von Statistikexpert*innen hinaus diskutiert werden müssten. Und schließlich lösen Indikatoren auch nicht das Grundsatzproblem der Widersprüche und Zielkonflikte innerhalb der SDGs. Das Briefing des Global Policy Forums gibt ein kurzes Update zum aktuellen Stand der Debatte auf UN-Ebene.

Kategorien: english, Ticker

Podcast: So klingt die Digitalisierung in der Landwirtschaft

INKOTA - 7. Januar 2020 - 11:50
Die Digitalisierung ist in aller Munde und aus unserem Alltag ist sie kaum noch wegzudenken, dabei verspricht die Digitale Transformation die Lösung nahezu aller Probleme: Dem Fachkräftemangel wird durch die digitalisierte Arbeitswelt „4.0“ und künstliche Intelligenz begegnet. Die Auswirkungen des Klimawandels könne man mit „smarten digitalen Lösungen“ abbremsen oder gar umkehren und damit ganz nebenbei auch noch die Welt besser ernähren. In diesem Prozess werden die Grenzen fließender, die Grauzonen breit. Denn nicht nur die Unterscheidung zwischen realer und virtueller Welt löst sich zunehmend auf, je stärker Beruf, Freundschaften, Freizeit aber auch Beziehungen im Internet stattfinden und das Leben zu einem großen digitalen Malstrom wird, dann verschiebt sich die Perspektive und die Verantwortlichkeit ändert sich. Diese tiefgreifende Veränderung unserer Wirklichkeit und Arbeitswelt hat inzwischen auch die elementarsten Bereiche unseres Lebens erreicht: Die Lebensmittelproduktion. Wie werden wir in der Zukunft unser Essen erzeugen? Seit knapp 15 Jahren pflügt die „Digitale Revolution“ auch den Agrarsektor um - verändert Produktionsweisen, Besitzstandsverhältnisse und somit auch unsere Verbindung zum Acker, zu den Tieren und Pflanzen. Schon längst tragen Kühe digitale Bewegungsmelder und werden von Milchrobotern gemolken. Wetterdaten von Satellitenbildern werden von Computern mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert, automatisch zu Hilfe genommen, um zu entscheiden, wann Felder geerntet oder mit welchen Pestiziden sie besprüht werden. Aber was macht das mit der Landwirtschaft? Welche Folgen hat dieser Transformationsprozess für die Landwirte und unsere Lebensmittelproduktion? Wo liegen die Chancen und Risiken dieser Transformation? Der Journalist Peter Kreysler hat sich auf die Spurensuche begeben. Sie können den folgenden Text auch hören. Einfach klicken und auf Soundcloud anhören.
Peter Kreysler: „Digitale Landwirtschaft, ein großes Thema. Können Sie uns sagen, was Sie damit verbinden?“ Hubertus Paetow, DLG Vorstand: „Digitalisierung ist einerseits natürlich eine wahnsinnig faszinierende große neue Technologie, mit unendlich vielen Möglichkeiten in ganz vielen Bereichen des täglichen Lebens.“ So Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Als ich den Präsidenten der DLG an einem stürmischen Novemberabend in Berlin Mitte treffe, diskutiert er bei der Deutschen Bank mit Politikern, Agrarexperten und Lobbyisten über die Probleme mit der Düngeverordnung. „Sehen Sie, das Thema Digitalisierung der Landwirtschaft ist allgegenwärtig“, wie er lachend einräumt, denn auch das Problem der Überdüngung könnte man in Zukunft vielleicht mit Hilfe der Digitalisierung in den Griff bekommen. Peter Kreysler: „Können Sie ein paar konkrete Beispiele nennen, wo das Sinn macht?“ Hubertus Paetow: „Ein Bereich ist der ganze Bereich Erntescheidungsunterstützung, Prognosesysteme, Satelliten-Daten für bessere Düngungen. Da müssen wir zwar noch viel viel dran arbeiten, dass wir die Systeme da so konsistent hinkriegen, dass sie auch wirklich zum Erfolg führen.“ So gibt es bereits computergesteuerte Traktoren, die genau so viel Gülle ausbringen, wie auf jedem Meter eines Feldes benötigt wird. Die Informationen dazu liefert eine mit Sensoren ausgestattete Drohne, die das Feld vorher abgeflogen hat und den Nährstoffbedarf des Feldes misst. „Sicherlich, alles noch Zukunftsmusik“, räumt Paetow ein. Hubertus Paetow: „Den größten ,Drive’ haben wir im Moment bei der Automatisierung. Zum Beispiel Unkrautroboter in Reinkulturen sind eine Technologie, die ist heute verfügbar, die können Sie heute kaufen. Im Gemüseanbau laufen die ersten Systeme auch schon mehrere Jahre und sind da wirklich erfolgreich. Das ist eine Technologie, die sehe ich unmittelbar im Kommen.“ Hier könnte dann im Gemüseanbau auf Herbizide ganz verzichtet werden - geschont würde die Umwelt. Schaumschlägerei ist nicht die Sache von Paetow, lieber dämpft er heute die hohen Erwartungen und falschen Heilsversprechen. Hubertus Paetow: „Auf der anderen Seite müssen wir ein bisschen vorsichtig sein, ob wir in so einem Bereich wie Landwirtschaft nicht dann die Möglichkeiten und Potentiale digitaler Lösungen auch überschätzen. Am Ende sind es Werkzeuge, die uns bei unserer Gesamtaufgabe ständig in der Produktion, die richtige Entscheidung zu treffen, unterstützen oder eben auch Vorgänge autonom ausführen können, die ansonsten in mühevoller Handarbeit durchgeführt werden.“ Ich will genauer wissen, wie es denn um die Chancen und Risiken bei der Digitalisierung bestellt ist. In der Potsdamer Straße am Rande des Berliner Regierungsviertels wird über diese Fragen nachgedacht. Im Institut für ökologische Wirtschaftsforschung zerbrechen sich Forscher über Nutzen und Schaden der digitalen Landwirtschaft den Kopf. Steffen Lange, Institut ökologische Wirtschaftsforschung: „Mein Name ist Steffen Lange, ich bin Wirtschaftswissenschaftler und Forscher und arbeite vor allen Dingen zu nachhaltigem Wirtschaften. Digitalisierung spielt bei uns in ganz vielen Bereichen eine Rolle, im Energiebereich, im Mobilitätsbereich und eben auch im Landwirtschaftsbereich. // Wir haben gerade ein Forschungsprojekt zu Digitalisierung und Biodiversität, in dem wir untersuchen, welche Chancen und Risiken es dazu gibt.“ Peter Kreysler: „Das klingt doch ganz spannend, was haben Sie denn da rausgefunden?“ Steffen Lange: „Das Projekt läuft noch, aber was wir uns da anschauen sind neue Technologien, wie zum Beispiel Feldroboter und drohnen-basierte Systeme, und versuchen herauszubekommen, was man damit an Biodiversität fördern könnte, wenn man es denn richtig großflächig installieren würde. Das sind erst einmal Pilot-Projekte, die noch nicht breitflächig in der Praxis umgesetzt wurden. Und auf der anderen Seite schauen wir uns auch die Risiken an.“ Peter Kreysler: „Wo sehen Sie die Risiken?“ Steffen Lange: „Wenn die Digitalisierung mit einer fortwährenden Monopolisierung einhergeht, mit einer Machtkonzentration bei den Konzernen, denen die Daten gehören, dann sind das - aus ökonomischer, aber auch aus ökologischer Perspektive - eher Risiken als Chancen.“ Der Forscher Lange erklärt mir das nun etwas genauer. Zwar könnte die neue digitale Technologie es inzwischen nicht nur theoretisch ermöglichen, dass mehr unterschiedliche Pflanzensorten auf ein Feld gepflanzt werden oder aber dass Dünger und Pestizide besser abgestimmt angewendet werden, aber bisher waren das alles nur Pilotversuche. Das so genannte „Precision-Farming“, also die so beschworene „Präzisionslandwirtschaft“ würde bisher hauptsächlich für die „Ertragssteigerung“ genutzt, aber nicht, um Nachhaltigkeit zu verbessern oder um die Biodiversität zu stärken. Steffen Lange: „Das Risiko ist aus meiner Sicht, dass die Digitalisierung ganz anders genutzt wird: Dass die Monokultur bestehen bleibt, dass die Maschinen noch vergrössern könnten, dass man zwar Drohnen einsetzt, das schon, aber dass man sehr große Traktoren einsetzt und sogar noch größere und dass insbesondere die Unternehmen, die dahinterstehen, immer größer werden, weil es immer wichtiger wird, wem die Daten gehören, und dass man ohne eine große Datenanalyse eigentlich gar keine Landwirtschaft mehr betreiben kann. Und einem kleinen Bauern fällt das erst mal schwerer, weil er die finanziellen Mittel nicht hat. Und gerade geht die Tendenz dahin, dass ihm die Daten gar nicht mehr gehören und er dann auch nicht mehr die Macht darüber hat, diese Daten auszuwerten - das müsste anders sein.“ Zur Zeit bewertet der Berliner Forscher am Ende meines Gesprächs die Chancen noch skeptisch, und er fragt sich, ob in Zukunft der Nutzen der Digitalisierung auch die Nachteile überwiegen wird. Am Schluss sagt er mir noch, dass hier die Politik in die Verantwortung kommt, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch im globalen Süden erhofft man sich durch vermehrte Nutzung der neuen digitalen Technologien Ertragssteigerungen, wie mir Neth Daño von der ETC Group aus den Philippinen erklärt. Sie ist neuen technischen Lösungen offen gegenüber, sieht den jetzigen Trend der Digitalisierung jedoch kritisch: Neth Daño, ETC Group (Englisch): “Wir sehen wirklich nicht, wie die Digitalisierung eine Entwicklung einleiten wird, die unsere Bauern und Bäuerinnen aus Armut führen wird. Alle diejenigen, die sich keine digitalen Werkzeuge leisten können, werden noch mehr marginalisiert. 25 Prozent der Menschen in den Philippinen leben von der Landwirtschaft. Und das ist eine große Zahl arbeitender Menschen, die dann ihren Job in diesem Sektor verlieren werden. Das wird passieren, wenn die Digitalisierung der Landwirtschaft, wie sie jetzt hier von der Regierung propagiert wird, eingeführt wird.“ Dabei sind Bauern das zur Zeit noch recht offen. Gerade auch die Biobranche sieht in der Entwicklung eher Chancen, wie mir der Landwirt Bernd Voss erklärt. Bernd Voß, Landwirt, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft: „Auf der einen Seite ist völlig klar, dass die Digitalisierung ein Hilfsmittel ist in der Landwirtschaft, hinsichtlich der Arbeitsqualität für die Menschen selber, aber auch hinsichtlich der Qualität der Arbeit mit den Tieren, auf den Feldern, und viele Perspektiven und Möglichkeiten gibt. Ich glaube, das muss man einmal festhalten und von daher muss man auch versuchen, das maximal zu nutzen. Und Digitalisierung in der Landwirtschaft ist ja überhaupt nicht neu, sondern ist einer der am meisten digitalisierten Bereiche, das wird häufig vergessen. Wir haben eben den Melk-Roboter, Kälber- und Rinderfütterung seit vielen vielen Jahren auf den Betrieben. Das ist das eine. Das andere ist, dass es häufig so dargestellt wird, dass alle Probleme der Landwirtschaft mit Digitalisierung gelöst werden. Und das ist ein ,Schmarren’, wenn ich das mal so sagen darf.“ Bernd Voß fasst die entscheidenden Punkte so zusammen: Bernd Voß: „Wem gehört das Wissen? Wem gehören die Daten? Das ist ein ganz wichtiger Grundsatz.“ Geht es bei der Digitalisierung vornehmlich darum? „Also: Wem gehört das Wissen und wem gehören die Daten?“ Ich habe mich auf den Weg gemacht nach Hannover, um mir einen genaueren Eindruck zu verschaffen, wohin die Entwicklung der Landwirtschaft geht. Wie wird die Zukunft aussehen? Wie werden dann in dieser neuen Welt unsere Lebensmittel hergestellt? Vielleicht finde ich ja hier Antworten. Hier in Hannover-Laatzen findet alle zwei Jahre die grösste Agrarmesse der Welt: Die Agritechnica. DB-Zugansage: „Verehrte Fahrgäste, wie bereits „angedroht“: Wir erreichen jetzt Hannover-Laatzen. Reisende zur Agritechnica steigen bitte jetzt hier aus!“
 
Zu dem riesigen Messegelände strömen tausende Menschen; drinnen in den Hallen dominieren gigantische Traktoren, Mähdrescher und Landmaschinen das Bild. Dort sehe ich selbstfahrende Traktoren ohne Lenkrad und Kabine und hier an diesem Messestand werden mit einem Laser Unkräuter bekämpft. Über mir schwebt eine überdimensionale Drohne, aus deren weißen Plastiktank könnten auch auf unwegsamen Hanglagen von Weinbergen Pestizide versprüht werden. Auf großen Bildschirmen des Veranstalters wird das diesjährige Motto der „Agritechnica“ beworben: Innovation. Auch der größte Traktoren-Hersteller John Deere ist gekommen, um hier seine Zukunftsvision zu präsentieren: John Deere Messestand: „Herzlich Willkommen in der Zukunft, meine Damen und Herren. Ich möchte sie einladen, einen Blick in die Zukunft der Landtechnik zu werfen. Alles, was sie hier sehen, sind Konzepte und Prototypen, einige davon werden in den nächsten Jahren in Serie gehen, aber alle Maschinen hier sind voll funktionsfähig und dienen der Entwicklung von drei großen Kerntechnologien.“ Ich schaue mich um. Auch auf diesem Messestand überwiegen die selbstfahrenden Fahrzeuge. „Automation“ ist hier das neue Zauberwort, sie soll Arbeitserleichterung schaffen, Effizienz steigern. Alle vorgestellten Landmaschinen werden von künstlicher Intelligenz betrieben und gelenkt. John Deere Messestand: „Das Spritzen [von Pestiziden] berührt auch das Thema künstliche Intelligenz. // Dabei handelt es sich hier um ein Ausbringungs-Verfahren – lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen –, bei dem jede Pflanze einzeln erkannt und behandelt wird, möglich gemacht durch spezielle Hochleistungskameras und eine intelligente Software.“
 
Eins wird klar: Die industrielle Landwirtschaft hat sich bereits seit langem aufgemacht, die neuen digitalen Werkzeuge in ihren Produktionsalltag zu integrieren. Die nächste Station meiner Spurensuche: Silicon Valley. Heute hängen die Wolken tief in der San-Francisco-Bay. Die Sonne wird sich auch am Nachmittag nicht durchkämpfen können. Die gegenüberliegenden Hügelketten sind nur schemenhaft zu erkennen. Dort, im fernen Dunst liegen die Firmenzentralen von Google, Apple und Facebook, weiter südlich hat sich der Autobauer Tesla-Motors aufgemacht, und zwar nicht nur, um die Elektro-Mobilität in Schwung zu bringen. Firmengründer Elon Musk schießt Satelliten in die Umlaufbahn, um Daten von den Äckern zu sammeln. Innovationen werden in der Bay am laufenden Band entwickelt. Auch die erfolgreichste Felderkennungssoftware „Field View“ des Unternehmens Climate Copperation stammt von hier. Doch die Digitalisierung der Landwirtschaft macht nicht Halt bei Maschinen, Traktoren und Sensoren. Bis in die „Software des Lebens“, der DNA, ist sie bereits vorgedrungen. Die programmierbare Genschere Crispr/Cas9 wird zunehmend eingesetzt, um das Saatgut zu verbessern und neue Nutztiere zu erschaffen. In dem weißen lang gezogenen Flachbau, vor dem ich jetzt stehe, wurden vor einigen Jahren, diese so genannten „Genscheren“ entwickelt: Megan Hochstrasser vom „Innovative Genomics Institute“ empfängt mich an der Sicherheitsschleuse. Sie will mir zeigen, wie „kinderleicht“ es ist, DNA umzuprogrammieren; aber auch, welche Wucht diese Entwicklung inzwischen hat. Wir laufen durch die Labore, wo überall an neuen Anwendungen geforscht wird. Megan Hochstrasser (Englisch): “Heute ist es also die simpelste Sache der Welt, RNA und DNA-Sequenz neu zu programmieren, zu schreiben oder zu verändern. Ich kann mich an meinen Computer setzen und diese Sequenz bestellen. Sagen wir, ich will die Kombination der Basenpaare A C T C C und dann klicke ich hier auf ,Bestellen’. Ein paar Tage später kommt genau die synthetisch hergestellte RNA hier mit der Post an. Es gibt inzwischen eine Reihe von Firmen, die DNA und RNA synthetisch schnell herstellen können. Es ist sehr billig geworden und es wird jeden Tag immer günstiger.“ Das Lesen und Schreiben von Gensequenzen hat noch Anfang dieses Jahrtausends mehrere Millionen Dollar verschlungen und Jahre gedauert. Heute erledigt das eine Zulieferindustrie für 1000 Dollar und es dauert nur noch ein paar Tage. Fährt man mit dem Auto von der Westküste der Vereinigten Staaten in Richtung Osten, erreicht man Tage später den „Corn Belt“. Hier erstrecken sich bis zum Horizont Mais-, Soja- und Weizenfelder. In St. Louis befindet sich die Firmenzentrale von Monsanto, das inzwischen von der deutschen Bayer AG übernommen wurde. Um „fit für die Zukunft zu sein“, muss das Unternehmen stetig seine Geschäftsfelder erweitern - nach der horizontalen Integration folgt die vertikale. Nicht nur in der Neuen Gentechnik und bei Pestiziden ist das Unternehmen führend, auch bei dem Thema „Precision Farming“ wird ständig an neuen Lösungen geforscht und spannende „Start Ups“, die Agrar-Lösungen entwickelt haben, werden aufgekauft. Erklärtes Ziel ist es, „dass der Landwirt auf einer Plattform Komplettlösungen bekommt.“ Saatgut, Pflanzenschutz, Dünger, Feldbearbeitung und Ernte lägen dann gebündelt in der Kompetenz eines Unternehmens. Zwei Mitarbeiter der PR-Abteilung sind bereit, mich durch das Forschungs- und Innovationszentrum von Monsanto zu führen. Jetzt gewinne ich einen ersten Überblick, wie umfassend die Geschäftsfelder des Unternehmens sind. Im Keller fangen wir an: Mitarbeiter Barton, BAYER-Monsanto (Englisch): “Der Chipper-Roboter wird von einem Computer gesteuert, Millionen von Samenkörnern werden geschnitten, bearbeitet und dann analysiert. Am Ende dieses Vorgangs bleibt nur eine Handvoll von Saatgutsorten mit der besten DNA.“ In der ersten Etage befindet sich das weltweit einzige Genlesegerät für Agrarprodukte. Ein unscheinbarer, aber leistungsstarker Kasten, wie ich erfahre: Barton (Englisch): „Diese Maschine kann innerhalb eines Tages die DNA einer Pflanze erfassen. Um das menschliche Genom zu sequenzieren, brauchte es Jahrzehnte und hat Millionen von Dollar gekostet. Diese Maschine schafft das in ein paar Tagen und es kostet uns nur einige tausend Dollar.“ Eine Etage drüber werden neuste chemische Pflanzenschutzmittel hochautomatisch getestet, auch die Fußballfeld-großen Gewächshäuser auf den Dächern laufen hochautomatisch und werden von Computern gesteuert. Am Ende der mehrstündigen Tour zeigt mir Barton, wohin das Unternehmen zukünftig steuern will. Barton: „Sie sind ja gerade durch Iowa gereist, das ist was Sie gesehen haben: große, unendliche Felder, tausende von Hektar. Sie sehen wie eins aus, aber wenn man die Hektar auf zehn Quadratmeter große Parzellen einteilt, dann stellt man fest: jedes dieser Parzellen ist unterschiedlich. Manche brauchen mehr Dünger, haben viel Wasser oder weniger, manche brauchen anderes Saatgut oder andere Pestizide. Durch unsere GPS-gelenkte Software können wir Pflanzmaschinen so steuern, dass sie Saatkörner dichter oder weiter voneinander entfernt pflanzen, kann Dünger mehr oder weniger verteilt werden. In unserer „Field View“ Technologie sehen wir den nächsten Wachstumsbereich im Agrarsektor.“ Im November 2019 kündigte der Landmaschinenhersteller Claas an, dass er mit Field View arbeiten wird. Die Landwirtschaftssoftware „Field View“ sammelt bereits von 150 Millionen Hektar Informationen und ist damit das führende Produkt in der digitalen Ackeranalyse. Damit konnte der führende Agrarkonzern Bayer auch in diesem Sektor seine Marktführerschaft deutlich behaupten. Klar wird, die Digitalisierung hat in der industrialisierten Landwirtschaft schon längst Fahrt aufgenommen, aber was bedeutet das für die Landwirtinnen und Landwirte? „Digitale Landwirtschaft“ ein INKOTA Podcast 2019 von Peter Kreysler. Es sprachen: Barbara Becker, Wolfgang Glum und Peter Kreysler. Musik: Zoe Keating, Redaktion: Lena Michelsen. Das ist die erste Folge aus einer deriteiligen Podcast-Reihe, die sich mit dem Einfluss digitaler Technologien in der Landwirtschaft beschäftigt. Folge zwei und drei erscheinen im Frühjahr 2020. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um keine Folge zu verpassen. Erfahren Sie mehr zum Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft Bestellen Sie Material zu Digitalisierung in der Landwirtschaft

Dieser Podcast wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

 
Kategorien: Ticker

Zukunftspreis Hamburg: für eine lebenswerte Zukunft!

EINEWELTblabla - 7. Januar 2020 - 10:27

Ein frohes neues Jahr euch allen, EineWeltBlaBla ist aus dem Winterschlaf erwacht!

Heute wenden wir uns an alle Hamburger*innen: Wir wollen euch den Zukunftspreis Hamburg vorstellen. Dieser Preis fördert Projektideen und Vorschläge, die zu Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Gesellschaft beitragen, nach dem Motto: Heute so leben, dass auch übermorgen alle leben können – überall auf der Welt!

Bewerben können sich bis zum 31. März 2020 Jugendliche und junge Erwachsene aus der Metropolregion Hamburg bis zum Alter von 30 Jahren aus Schule, Berufsbildung, Betrieb und Hochschule. Der 3. Zukunftspreis Hamburg 2020 wird ausgeschrieben vom Zukunftsrat Hamburg in Kooperation mit der Gemeinwohl-Ökonomie Hamburg. Gewinnen könnt ihr bis zu 3000 Euro!

Kriterien für den Hamburger Zukunftspreis
  • Vorschläge, die möglichst gleichermaßen zu ökologischen, ökonomischen und sozialen Verbesserungen beitragen, z. B. Ressourcen- und Energieeffizienz, Klimaschutz, Naturschutz, soziale Gerechtigkeit oder Sicherung der wirtschaftlichen Nachhaltigkeit, wie z. B. Gemeinwohl-Ökonomie
  • Beiträge, die Bildung zur nachhaltigen Entwicklung fördern – auch als künstlerische oder journalistische Arbeiten
  • Beiträge mit besonderer Innenwirkung im Sinne einer zukunftsfähigen Organisations- oder Unternehmenskultur
  • Die Beiträge sollen langfristig angelegt und innovativ sein sowie möglichst Vernetzungs- und Kooperationseffekte fördern
  • Die Vorschläge sollen für praktische Umsetzbarkeit stehen, zur Nachahmung anregen und den Gedanken der Zukunftsfähigkeit in die Gesellschaft tragen

Also los, liebe Leute aus Hamburg, reicht eure Vorschläge ein für eine lebenswerte Zukunft! ♥

Beitragsbild: Photo by Clark Tibbs on Unsplash

Der Beitrag Zukunftspreis Hamburg: für eine lebenswerte Zukunft! erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

Kategorien: Ticker

Blauer Himmel über Peking

E+Z - 7. Januar 2020 - 10:01
Unsere indische Autorin findet Pekings Fortschritte im Kampf gegen die Luftverschmutzung beeindruckend

Peking ist für Smog bekannt, weshalb mich der azurfarbene Himmel freudig überraschte, als ich die Stadt im Sommer besuchte. Ich prüfte dann die Luftverschmutzungsdaten, welche die Botschaften und Konsulate der USA veröffentlichen. Am 28. August betrug der recht gute Wert für Peking 20, während meine Heimatstadt Kalkutta auf 57 kam und Standorte in Delhi sogar bis zu 160 erreichten.

Die schlichte Wahrheit ist, dass die Luft in indischen Städten heute in der Regel schlechter ist als in chinesischen. In Indien mangelt es an dem entschlossenen Handeln, das in China Wirkung zeigt. Laut Umweltminister muss hochwertiges Wachstum umweltfreundlich sein. Dass das kommunistische Regime autoritär agieren kann, ist manchmal vorteilhaft.

Daten der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization – WHO) zufolge sind Pekings Schwefeldioxidwerte von 2015 bis 2019 um 70 Prozent gesunken – und die Feinstaubbelastung um 36 Prozent. Kohlekraftwerke und kohlenutzende Industriebetriebe mussten Filter installieren, und es wurden sauberere, gasbetriebene Anlagen gebaut. Höherwertiger Treibstoff wurde eingeführt und alte Fahrzeuge stillgelegt. Häuser mit festen Brennstoffen zu heizen ist nicht mehr erlaubt.

Die Luftverschmutzung ist immer noch ein Problem. Zwar zeigen WHO-Statistiken, dass die Feinstaubbelastung in 62 chinesischen Städten von 2013 bis 2016 im Schnitt um ein Drittel zurückgegangen ist, aber dennoch erreicht keine von ihnen den von der WHO empfohlenen Grenzwert von zehn 10µg pro Kubikmeter für PM2.5 (Feinstaub mit weniger als 2.5 Mikrometer Durchmesser). Nur ein Drittel der größeren Städte erreicht den WHO-Übergangsrichtwert von 35µg.

Dennoch hat die Politik offensichtlich die Lage bereits verbessert. Vor den Olympischen Spielen 2008 in Peking plagten die Regierung wegen der hohen Luftverschmutzung Imagesorgen, und sie beschloss etwas zu tun. Das betraf unter anderem den Stadtverkehr.

Auf den Straßen Pekings fahren heute 6600 elektrische Busse. In Shanghai sind sogar sämtliche 16 400 öffentlichen Busse batteriebetrieben. China hat derzeit 385 000 elektrische Busse, und die Zahl soll bis 2025 auf 600 000 steigen. Auch die Elektrifizierung von Taxis, Lastwagen und anderen Fahrzeugen wird vorangetrieben. Immer mehr Autos fahren mit Strom. Tatsächlich ist die Volksrepublik ein Vorreiter in Sachen Elektromobilität. Der Batteriehersteller BYD setzt globale Maßstäbe, und Anlegern aus aller Welt ist seine große Bedeutung für die Autoindustrie klar.

China ist aber auch fahrradfreundlich. In Peking gibt es Mietfahrräder, die mit einer Art Kreditkarte aufgeschlossen werden und nach vollendeter Fahrt an einem anderen Standort wieder angeschlossen werden können. Der Preis beträgt gerade mal 15 US-Cent pro Stunde und wird automatisch abgebucht.

Klimaschützer aus verschiedenen Ländern haben sich kritisch über Pekings riesigen neuen Flughafen geäußert. Sie sollten akzeptieren, dass asiatische Megastädte ähnliche Mobilitätsbedürfnisse haben wie europäische Hauptstädte, deren Bevölkerung meist viel kleiner ist. Sie sollten darüber hinaus zur Kenntnis nehmen, dass der neue Flughafen sehr gute Bahnanbindungen in die Stadt und ins Umland hat. In den nächsten drei Jahren soll zudem eine Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Tianjin fertig werden. Die Reise in diese Hafenstadt mit 15 Millionen Menschen wird weniger als 40 Minuten dauern, sodass der Flughafen nicht einer, sondern zwei Megastädten dienen wird.

Das Netz der Hochgeschwindigkeitsstrecken durchquert China und reduziert den Bedarf an Binnenflügen. Zuvor hatten nur viel kleinere Länder wie Japan oder manche EU-Mitglieder eine solche Eisenbahninfrastruktur. Weder Indien noch die USA haben irgendetwas Vergleichbares. Sie verfolgen auch keine ähnliche Politik wie die, die zunächst „blauen Himmel über Peking“ anstrebt und diesen Ehrgeiz auf immer mehr Orte ausweitet. Wer hinschaut, kann mit eigenen Augen sehen, dass China Luftverschmutzung und Klimakrise ernst nimmt.

Aditi Roy Ghatak ist Wirtschaftsjournalistin und lebt in Kalkutta.
aroyghatak1956@gmail.com

Kategorien: Ticker

Neues Vorstandsmitglied bei der Welthungerhilfe

Welthungerhilfe - 7. Januar 2020 - 9:09
Susanne Fotiadis leitet den Bereich Marketing und Kommunikation
Kategorien: Ticker

Climate-KIC veranstaltet ersten Nachwuchs-Climathon in Lateinamerika

reset - 7. Januar 2020 - 7:47
Erstmals wurde in einem lateinamerikanischen Land das „Young Innovators“-Programm von Climate-KIC veranstaltet. Die Ziele: die Stärkung der Jugend in Sachen Klimainnovationen und das Ermöglichen von Inklusivität und Klimagerechtigkeit in gefährdeten Regionen. Unsere Redakteurin Katie Cashman war dabei.
Kategorien: Ticker

Klimaziele: 2020, Jahr der verschobenen Ziele - Süddeutsche.de

Weblinks - 6. Januar 2020 - 14:29

Comments:

  • Das Jahr 2020 war einmal das große Zieljahr in Sachen #Nachhaltigkeit. Doch an die wenigsten Vorhaben von einst wird die Bundesregierung in diesem Jahr einen Haken setzen können, schreibt @MBauchmueller in einem lesenswerten
    SZ-Beitrag. #Agenda2030 - Karsten Weitzenegger

Tags: SDG, BMZ, deutschland, entwicklung, wirtschaft, klimaschutz

by: Karsten Weitzenegger

6. Januar 2020

ONE - 6. Januar 2020 - 12:13

1. Terrorserie in Afrika
Afrika hat eine regelrechten Serie an Terroranschlägen zu beklagen. Bei einem Attentat auf einen Schulbus in Burkina Faso seien mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, die meisten von ihnen Kinder. Das melden unter anderem Spiegel Online, Zeit Online, die Stuttgarter Nachrichten und der Deutschlandfunk. Neun weitere Betroffene seien verletzt worden. Noch sei nicht klar, wer genau für die Tat verantwortlich sei. Das Land sei in den vergangenen Jahren vermehrt Zielscheibe für Anschlage islamistischer Gruppierungen gewesen. Wie das ZDF und der Deutschlandfunk weiter melden, hat die Terrormiliz Boko Haram bereits vor Weihnachten ein Massaker auf dem Tschadsee verübt, bei dem rund 50 Menschen umgebracht wurden. Der Anschlag sei nur dank eines Überlebenden bekannt geworden, die meisten von ihnen Fischer*innen aus Tschad, Kamerun und Nigeria. Ferner berichten Tagesschau.de, Spiegel Online, die Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz) und der Deutschlandfunk, dass die islamistische Al-Shabab-Miliz einen Anschlag auf einen Militärstützpunkt in Kenia verübt hat. Dabei seien ein US-amerikanischer Soldat und zwei Pentagonmitarbeiter*innen getötet worden. Zwei weitere Soldat*innen seien verletzt worden. US-General Stephen Townsend verkündete, die USA werde weiterhin dafür sorgen, „dass Al-Shabaab kein Rückzugsgebiet in Ostafrika habe, um Anschläge zu planen“.

2. Müller für neuen EU-Afrika-Pakt
Im Gespräch mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland fordert Entwicklungsminister Gerd Müller eine Neuausrichtung der EU-Afrika-Politik. Das diesjährige Auslaufen des Cotonou-Vertrags könne die Gelegenheit für eine neue Partnerschaft sein. Kernelemente sollen eine Zusammenarbeit in Energie- und Klimafragen, die Bekämpfung von Armut und Hunger, faire Handelsbeziehungen sowie ein „Abkommen für geregelte Migration“ sein. In Anbetracht des stark wachsenden afrikanischen Energiebedarfs müsse Afrika zu einem „grünen Kontinent“ werden, um die globale Erderwärmung noch auf zwei Grad begrenzen zu können. Derzeit seien dort jedoch etwa 450 Kohlekraftwerke im Aufbau oder geplant. Zudem kündigte der CSU-Minister die Einrichtung eines deutsch-afrikanischen Jugendwerks an.

3. US-Botschafter verlässt Sambia
Wie die BILD, die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel sowie der Deutschlandfunk melden, verlässt der US-Botschafter Daniel Foote Sambia. Dem war ein Streit über die Rechte Homosexueller vorausgegangen. Die Regierung Sambias hatte nach Kritik des US-Diplomaten an der homophoben Politik des Landes um die Ablösung Footes gebeten. In Sambia seien homosexuelle Handlungen verboten und können mit langjährigen Haftstrafen geahndet werden.

The post 6. Januar 2020 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Für mehr Energieeffizienz: Bractlet erschafft digitale Gebäude-Klone

reset - 6. Januar 2020 - 7:45
Jedes Gebäude ist ein einzigartiges komplexes System. Wie kann man dessen Energieverbrauch kostengünstig und zuverlässig reduzieren? Ein US-Startup liefert dafür eine digitale Lösung.
Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren