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UN-Menschenrechtskommissarin: "Alle Staaten tragen Hauptverantwortung für den Schutz vor Hassattacken"

Vereinte Nationen - 7. August 2019 - 10:37

7. August 2019 – UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet hat die Schießereien des vergangenen Wochenendes in den USA verurteilt und gemahnt, dass "nicht nur die USA, sondern alle Staaten" mehr tun sollten, um Diskriminierung zu stoppen.

Bei einer Veranstaltung in Genf begrüßte der Sprecher von Bachelet, Rupert Colville, die Ablehnung der USA von „Rassismus, Hass und weißer Vorherrschaft“ nach den beiden Tragödien, bei denen am Samstag in Texas und Ohio mindestens 29 Menschen ums Leben gekommen waren.

Colville forderte Social Media Unternehmen und Regierungen auf, bei Maßnahmen zusammenzuarbeiten, die eine wachsende Anzahl von Hassverbrechen und deren Verbreitung über Social Media in den USA und anderen Orts aufhalten könnten.

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09.09.2019 | Deutsche Investitionen und Beschäftigung in Afrika

GIZ Event - 7. August 2019 - 9:53
Veranstaltungsdatum: Montag, 9. September 2019
„Welt im Wandel“ – eine Veranstaltungsreihe der GIZ und des Verlags Der Tagesspiegel
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Eine Zukunftsvision für Afrika

E+Z - 7. August 2019 - 9:17
Afrika muss sich von westlichen Kriterien lösen und seinen eigenen Weg gehen, fordert senegalesischer Ökonom

Vor rund 50 Jahren erlangten die letzten europäischen Kolonien in Afrika die Unabhängigkeit. Die weiße Minderheitsherrschaft in Südafrika endete in den 1990er Jahren. Dennoch scheinen zumindest einige der 54 Länder des Kontinents in einer Dauerkrise zu stecken. Das verfestigt uralte Stereotype von Afrika als einem fin­steren Ort, der geprägt ist von Armut, Hunger und Kriegen.

Der Maßstab, mit dem Zustand und Perspektive Afrikas gemessen werden, sei das Entwicklungsmodell des Westens, schreibt Sarr in seinem kürzlich auf Deutsch erschienenen Buch „Afrotopia“. Entwicklung werde darin in erster Linie als wirtschaftliches Aufholen verstanden.

Nicht das Wohlergehen der Menschen stehe im Mittelpunkt, sondern das Bruttosozialprodukt oder die Weltmarkt­position einer Nation. Um in dieser Welt anerkannt zu werden, scheine den Afrikanern nichts anderes übrigzubleiben, als sich in die Rolle der minderbemittelten Schüler des Westens zu fügen, schreibt Sarr, der unter anderem 2018 als Co-Autor des vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron in Auftrag gegebenen Berichts über die Rückgabe afrikanischer Raubkunst Aufmerksamkeit erregte (siehe hierzu auch Blogbeitrag von Hans Dembowski auf unserer E+Z/D+C-Website).

Sklaverei, Kolonialismus und die Ausbeutung von Rohstoffen hätten tiefe Spuren in Afrika und den Seelen der Menschen hinterlassen. Allein durch die direkten und indirekten Folgen des Sklavenhandels habe der Kontinent bis zu 224 Millionen Menschen verloren. Sarr zufolge wird es Jahrhunderte brauchen, um sich von dem Verlust an Arbeitskraft und Bodenschätzen zu erholen. In der westlichen Welt halte sich zwar teilweise bis heute die Vorstellung, man habe Afrika „die Zivilisation“ gebracht, dabei gerate aber oft in Vergessenheit, wie groß der Anteil eben dieser westlichen Welt an Afrikas Krise sei, mahnt er.

Darüber hinaus sei das westliche Wirtschaftsmodell konträr zur afrikanischen Kultur und zur Tradition informellen Wirtschaftens, das mehr Familien in Afrika ernähre als formelle Arbeit. Westliche Messinstrumente erfassten diesen großen informellen Sektor nicht. Es gebe daher eine große Kluft zwischen dem, was internationale Indikatoren über den Kontinent aussagen, und dem, was die Menschen in der Realität erleben.

Zudem hätten die Industrienationen angesichts der Krise ihrer Demokratien, der wachsenden sozialen Ungerechtigkeit und des von ihnen verursachten Klimawandels in den vergangenen Jahren dramatisch an Autorität verloren. Das auf Wachstum ausgelegte westliche Wirtschaftssystem mit seiner rücksichtslosen Ausbeutung habe sich als ruinös erwiesen und sei keineswegs nachahmungswürdig.

Die Länder Afrikas hätten zwar nach und nach formell ihre politische Unabhängigkeit erstritten, doch seien afrikanische Herrscher oftmals nur Marionetten des Westens und hätten koloniale Herrschaftsformen übernommen. Dies spiegele sich bis heute beispielsweise in den Strukturen des Verwaltungs-, aber auch des Bildungssystems, der Sprache und in der Elitenformung wieder.

Sarr geht es nach eigenen Aussagen nicht darum, die Vergangenheit zurückzuholen oder zu romantisieren. Vielmehr müsse Afrika unter den aktuellen Gegebenheiten seine eigene Praxis des Wirtschaftens und Lebens entwickeln, basierend auf der afrikanischen Kultur und auf Traditionen, die den Prinzipien der Nachhaltigkeit, des Gemeinwohls und der Achtsamkeit folgten – Prinzipien, die in unserer sich immer schneller drehenden Welt wieder mehr und mehr an Bedeutung gewinnen.

Die Zeit Afrikas werde kommen, schreibt Sarr, seiner Bodenschätze wegen und seiner jungen Bevölkerung wegen – Mitte dieses Jahrhunderts werden gut 2 Milliarden Menschen und damit mehr als ein Fünftel der Weltbevölkerung auf dem afrikanischen Kontinent leben. Wenn Afrika die Entfremdung von seiner eigenen Kultur hinter sich lasse, könne es wieder aufblühen und den Platz in der Welt einnehmen, der ihm als Wiege der Menschheit gebühre.

Buch
Sarr, F., 2019: Afrotopia. Berlin, Matthes & Seitz (französische Originalausgabe erschienen 2016, Éditions Philippe Rey).

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E-Mails löschen, Umwelt schonen: Tipps für ein grünes Mailkonto

reset - 7. August 2019 - 6:53
Schon gewusst, dass deine gespeicherten E-Mails permanent Strom verbrauchen? Deinen Posteingang zu „entrümpeln“ ist also ein einfacher Weg, deinen Energieverbrauch zu reduzieren.
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6 Tipps für einen umweltschonenden Posteingang

reset - 7. August 2019 - 6:53
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Schone den Planeten, pflege deinen digitalen Posteingang!

reset - 7. August 2019 - 6:53
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KI gegen Artensterben und illegalen Holzschlag auf Sumatra

reset - 7. August 2019 - 5:00
Auf Sumatra setzen Naturschützer eine neue Technologie ein, um den Regenwald mit seinen Tieren und Pflanzen zu schützen und illegale Rodung zu verhindern.
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Japan-Südkorea-Beziehungen auf Talfahrt

SWP - 7. August 2019 - 0:00

Der jüngste Streit zwischen Japan und Südkorea über die Entschädigung ehemaliger koreanischer Zwangsarbeiter scheint bekannten Mustern zu folgen. Schließlich sind bilaterale Auseinandersetzungen über die gemeinsame Geschichte – insbesondere über die Phase der japanischen Kolonialherrschaft – nichts Neues. Doch die Span­nungen greifen diesmal tiefer und das beidseitige Misstrauen hat ein nie dagewesenes Niveau erreicht. Deutlich angestiegen ist auf japanischer Seite die Frustration über Südkoreas Politik, von der sich die Regierung in Tokio hintergangen fühlt. Unterschiedliche Geschichtsauffassungen sorgen seit jeher für Konflikte, doch aktu­elle innenpolitische und regionale Entwicklungen belasten das Verhältnis zusätzlich. In den Führungen der beiden wichtigsten Demokratien Nordostasiens sind in den letzten Jahren Zweifel aufgekommen, ob der jeweils andere noch ähnliche Wertevorstellungen und strategische Ziele vertritt. Das zunehmende Zerwürfnis könnte die regionale Machtbalance in den nächsten Jahren beeinflussen, denn es schwächt die Position der USA in Asien als Bündnispartner Japans und Koreas.

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Future Food Systems

INKOTA - 6. August 2019 - 16:20
  • Wann: Montag, 9. September 2019, 17:30 - 20:00 Uhr (mit anschließendem Empfang)
  • Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Unser globales Ernährungssystem befindet sich in einer Schieflage: Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Hungernden weltweit angestiegen. 821 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung. 151 Millionen Kinder sind chronisch unterernährt, 2 Milliarden Menschen leiden unter sogenanntem verborgenem Hunger und ebenso viele Menschen sind übergewichtig. Wachsende soziale Ungleichheit erschwert den Zugang zu gesunder Nahrung für immer mehr Menschen. Das UN-Komitee für Welternährung (CFS) erarbeitet in einem Multiakteursprozess bis zum Jahr 2020 Freiwillige Leitlinien für “Food Systems and Nutrition”, die aufzeigen, welche politischen Veränderungen für eine Transformation unserer Ernährungssysteme notwendig sind. Vor diesem Hintergrund möchte INKOTA Sie herzlich einladen, mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Bundesregierung, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu diskutieren, wie wir unsere Ernährungssysteme zukunftsfähig machen können. Gemeinsam wollen wir konkrete Empfehlungen für die Leitlinien formulieren. Dabei wird es um folgende Fragen gehen: Wie müssen unsere Ernährungssysteme gestaltet werden, damit sie allen Menschen eine gesunde Ernährung ermöglichen und wir unsere Lebensgrundlagen bewahren?
Wie müssen Ernährungs-, Agrar-, Gesundheits- und weitere Politiken  dazu aufeinander abgestimmt werden?
Welche Rolle sollte die Bundesregierung spielen?
Auf dem Podium diskutieren mit:
  • Beate Kasch, Abteilungsleiterin für „EU-Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit, Fischerei" im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Stefan Schmitz (tbc), Unterabteilungsleiter, Beauftragter Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Sofia Monsalve, Generalsekretärin von FIAN International, Vertreterin Zivilgesellschaftlicher Mechanismus des UN-Komitees für Welternährung (CFS)
  • Stefanie Lemke, Associate Professor, Gender, Nutrition & Right to Food Policies, Centre for Agroecology, Water and Resilience (CAWR), Coventry University und Universität Hohenheim
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin freihalten könnten. Wir bitten um ihre Online-Anmeldung bis spätestens zum 2. September 2019. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Andrea Sonntag (andrea.sonntag[at]welthungerhilfe.de) und Lea Meyer (lea.meyer[at]savethechildren.de) Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion mit Ihnen!
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06. August 2019

ONE - 6. August 2019 - 15:40
1. Strom aus Afrika

Wie unter anderem die Welt, Focus Online, ZDF, Deutsche Welle und die Frankfurter Rundschau berichten, ist das Energiegroßprojekt Desertec zehn Jahre nach dessen Start weitgehend gescheitert. Das ursprüngliche Vorhaben habe darin bestanden, Strom in der afrikanischen Sahara-Wüste zu erzeugen und diesen nach Europa zu transportieren. Grund für das Scheitern seien Uneinigkeiten über strategische Fragen zwischen den Gründungsmitgliedern und fehlender politischer Rückhalt. Mittlerweile haben sich die meisten beteiligten deutschen Unternehmen aus der Initiative zurückgezogen. Die Partner kommen nun aus Saudi-Arabien und China. Bei der Gründung von Desertec seien erneuerbare Energie noch nicht marktfähig gewesen, so Paul van Son, Geschäftsführer der Desertec Industrial Initiative (DII). Heute spielen Wind- oder Solaranlangen eine weitaus größere Rolle. Marokko plane, 52 Prozent seines Energiebedarfs aus regenerativen Quellen zu gewinnen. Bemerkenswert sei, dass nicht in erster Linie die Wirtschaft solche Projekte vorantreibt, sondern dass sie „institutionell gefördert“ werden. Im Handelsblatt berichtet Wolfgang Drechsler, dass unter der aktuellen Regierung Südafrikas erneuerbare Energien wieder eine Zukunft haben. Unter dem neuen Präsidenten Cyril Ramaphosa sei das Thema grüne Energie wieder nach oben auf die politische Agenda gerückt. Attraktiv seien neben Solar- und Windkraftanlagen auch Biogas. Dies versorge die Verbraucher*innen nicht nur mit Energie, die Biogasanlagen regeln auch die Verarbeitung von Bio-Abfällen und Abwasser aus industriellen Prozessen.

2. Flucht durch den Jemen

Fanny Facsar berichtet in der Deutschen Welle, dass immer mehr Geflüchtete aus Afrika auf dem Weg nach Saudi-Arabien und Europa die gefährlichere Route über den Jemen wählen. Viele der Migrant*innen kommen an der Küste des Jemens an, um dort in die nächstgelegene Stadt Aden zu gelangen. Dies sei oft mit tagelangen Märschen durch die Wüste verbunden. Von dem seit vier Jahren tobenden Krieg im Jemen erfahren Viele erst mit der Ankunft. Die Route durch den Jemen nach Europa sei günstiger und noch relativ unbekannt, allerdings auch gefährlich. Der anhaltende Krieg verhindere, dass die Migrant*innen von Aden aus weiter nach Dhale gelangen können, wo sie die Grenze nach Saudi-Arabien überqueren können. Genaue Zahlen, wie viele Menschen die Route von Ostafrika über den Jemen wählen, gebe es nicht. Schätzungen gehen von 50.000 bis zu 150.000 pro Jahr aus. An der neuen Route verdienen vor allem die Schleuser*innen. An jedem Geflüchteten, den sie nach Jemen schleusen, verdienen sie rund 400 US-Dollar.

3. Südsudan: Angriff auf Militärfahrzeug

Wie die Junge Welt und die Salzburger Nachrichten berichten, sind im Südsudan zehn Menschen bei einem Angriff auf ein Militärfahrzeug getötet worden. Bereits am Sonntag habe die Rebellengruppe National Salvation Front (NAS) einen Angriff auf Zivilist*innen verübt und dabei fünf Menschen getötet. Das Land befinde sich wegen der anhaltenden Gewalt in einem fragilen Zustand. Die NAS erkenne das im vergangenen Jahr geschlossene Friedensabkommen zwischen Präsident Salva Kiir und den Unterstützern des ehemaligen Vizepräsidenten Riek Machar nicht an. Im November solle nun eine Einheitsregierung in Kraft treten.

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UN signs deal with Davos that threatens democratic principles

Global Policy Forum - 6. August 2019 - 14:37

Photo: UN Photo/Manuel Elias

A global corporate and government marriage took place mid June 2019 – and governments and citizens were not even invited as guests. The occasion was the signing of a memorandum of understanding between the corporate-led World Economic Forum (WEF) and the United Nations. The nuptial agreement commits the two institutions to unprecedented levels of cooperation and coordination in the fields of education, women, financing, climate change, and health. At first glance, this agreement may sound entirely beneficial. Harris Gleckman, senior fellow at the Center for Governance and Sustainability at the University of Massachusetts Boston and Director of Benchmark Environmental Consulting warns in this article that the memorandum is not just about cooperation, but rather establishes an institutional home for multinational corporations inside the UN. There is no similar space in the UN system for civil society, for academics, for religious leaders, or for youth. In its strong advocacy for a “multistakeholder” approach to global governance which demotes the primacy of states to make global decisions, it also marks a fundamental challenge to a nation-state global governance system that - despite its flaws - has clear obligations, responsibilities and liabilities.

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Chemikalien und Gender – SAICM geschlechtergerecht gestalten

Forum Umwelt & Entwicklung - 6. August 2019 - 13:59

von Anna Holthaus und Dr. Minu Hemmati, MSP Institute e. V.

 

Ohne Geschlechtergerechtigkeit ist die Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele nicht möglich (UN Women 2018). Dies gilt auch für den nachhaltigen Umgang mit Chemikalien und das Ziel eines gesunden Planeten für alle. Wieso das so ist und was der derzeitige Gestaltungsprozess des Strategischen Ansatzes zum Internationalen Chemikalienmanagement (SAICM) hierzu beitragen kann, möchten wir in diesem Beitrag erläutern.

 

©miratrick

 

Chemikalien und Gender – was hat das miteinander zu tun?

 

Es gibt drei Gründe, warum das Thema Gender für Chemikalien von Bedeutung ist:

  1. biologische Differenzen
  2. soziale Geschlechterrollen, – normen und -identitäten
  3. das Potenzial der Gender-Analyse

 

Biologische Differenzen

Die Körper von Frauen und Männern sind unterschiedlich von bestimmten Chemikalien betroffen –  Wie stark Personen gesundheitsschädigenden Chemikalien ausgesetzt sind, auch Exposition genannt, und welche Risiken und Auswirkungen dies mit sich trägt, kann je nach Geschlecht sehr unterschiedlich sein. So speichern Frauen aufgrund eines höheren Körperfettanteils eher mehr Umweltschadstoffe in ihrem Gewebe als Männer. Zudem durchleben Frauen neben der Pubertät weitere Lebensphasen wie Schwangerschaft, Stillzeit und Menopause, in denen ihr Körper aufgrund der starken physiologischen Veränderungen anfälliger für Gesundheitsschäden durch Chemikalien wird. Außerdem können dabei auch chemische Belastungen an die nachfolgende Generation weitergegeben werden (UNDP 2011). Aber auch Männer sind gegenüber manchen Chemikalien besonders anfällig: ForscherInnen sehen in hormonell wirkenden Chemikalien und Schadstoffen eine mögliche Ursache für den weltweiten Anstieg der Hodenkrebsrate und den massiven Verlust der Anzahl an Spermien von Männern in Industrieländern (Levine et al. 2017). Diese biologischen Differenzen sind bisher jedoch unzureichend erforscht und finden auch in der Risikoanalyse von Chemikalien und Medikamententests nur wenig Beachtung.

 

Soziale Geschlechterrollen, -normen und -identitäten

Zweitens ist das Geschlecht als soziale Kategorie mit geschlechtsspezifischen Verhaltensnormen und Rollen in der Gesellschaft sowie der Entwicklung von “weiblichen” und “männlichen” Identitäten verknüpft. Diese wiederum beeinflussen das Verhalten im Umgang mit Chemikalien, einschließlich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt. So sind Männer und Frauen zum Beispiel aufgrund der Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern von unterschiedlichen Chemikalien häufiger betroffen: Männer arbeiten eher im Bauwesen und kommen so mit Chemikalien von Baustoffen in Kontakt, Frauen häufiger in Pflegeberufen mit Reinigungsmitteln und Kosmetik- oder Pflegeprodukten. Aber auch innerhalb einzelner Sektoren bewirkt die Arbeitsteilung unterschiedliche Expositionen: So machen beispielsweise Frauen im Durchschnitt 43 Prozent der landwirtschaftlichen Arbeitskräfte in Ländern des Globalen Südens aus. Sie sind dabei stärker von indirekter Exposition betroffen, zum Beispiel durch die Ernte und den Umgang mit chemisch behandelten Pflanzen oder kontaminierter Kleidung, während Männer oft direkter exponiert sind, unter anderem beim Mischen von Chemikalien (UNDP 2011). Frauen sind zudem stärker von der Innenraumverschmutzung beispielweise durch die Verbrennung von Haushaltsbrennstoffen oder die chemische Belastung durch das Mobiliar betroffen, insbesondere in benachteiligten Bevölkerungsgruppen[1] (WHO 2009).

 

Das Potenzial der Gender-Analyse

Drittens werden in der Gender-Analyse Fragen gestellt, die uns helfen, die Ursachen für nicht nachhaltiges Verhalten und Gesellschaften zu verstehen und innovative Lösungsansätze für eine nachhaltige Chemikalienpolitik zu finden. Mit der Gender-Analyse lässt sich beispielsweise herausfinden, warum Schutzmaßnahmen beim Umgang mit giftigen Chemikalien immer wieder außer Acht gelassen werden: So halten sich Arbeiter aufgrund ihres „männlichen“ Rollenverständnisses weniger an Schutzmaßnahmen und tragen seltener Schutzkleidung als ihre Kolleginnen; Frauen insbesondere aus Ländern des Globalen Südens, können sich hingegen passgenaue Schutzkleidung weniger leisten als ihre männlichen Kollegen (falls diese überhaupt erhältlich ist), und sie können aufgrund von höheren Analphabetismus-Raten Sicherheitshinweise weniger gut verstehen und umsetzen (Andrade-Rivas/Rother 2015). Das Bebildern von Sicherheitshinweisen, die finanzielle Förderung von Frauen beim Erwerb von Schutzkleidung und Sicherheitstrainings, in denen Geschlechterrollen thematisiert werden, können somit neue und vorher nicht bedachte Problemlösungen bieten.

 

SAICM geschlechtergerecht gestalten

 

Wie gezeigt, hilft die Integration von Genderaspekten, Problemursachen aufzudecken, effektive Lösungen zu finden und Ungerechtigkeiten entgegenzuwirken. Daher findet Gender, dank engagierter Frauengruppen und GenderexpertInnen, bereits in vielen UN Prozessen verstärkt Beachtung. Hierbei wurden Politikinstrumente und Werkzeuge entwickelt, welche auch bei SAICM nützlich wären: So gibt es zum Beispiel im Klimaprozess UNFCCC bei jeder Konferenz einen „Gendertag“. Mehrere UN-Prozesse haben für ihre Genderaktivitäten einen Gender Focal Point innerhalb ihres Sekretariats ernannt. In den Konventionen zu Basel, Rotterdam und Stockholm (BRS), im Biodiversitäts- und im Klimaprozess wurden mehrjährige Gender Aktionspläne entwickelt.

 

Um negative Auswirkungen von Chemikalien aufgrund von Geschlechterungerechtigkeiten entgegenzuwirken und eine geschlechtergerechte und gesunde Zukunft für alle zu ermöglichen, müssen Genderaspekte nun auch innerhalb des SAICM Post 2020 Prozesses integriert werden.

 

Wir fordern daher:

  • einen Gender Focal Point im zukünftigen Sekretariat einzurichten,
  • in einem partizipativen Prozess einen Gender-Aktionsplan zu entwickeln,
  • geschlechtsdifferenzierte Daten verfügbar zu machen und die Forschung zum Thema zu verstärken,
  • Gender-Analysen und Genderexpertise auf internationaler und nationaler Ebene systematisch zu nutzen,
  • Frauen voll und gleichwertig in die Entscheidungsfindung auf allen Politikebenen einzubeziehen,
  • und die aktive Teilnahme von Frauenorganisationen in internationalen und nationalen Politikprozessen ideell und finanziell zu unterstützen.

 

 

Anna Holthaus und Dr Minu Hemmati vom MSP Institute e. V. setzen sich innerhalb des Projektes „Gender & Chemicals“ für die Integration von Genderaspekten im SAICM Beyond 2020 Prozess ein. Mehr Hintergrundinformationen, Blogs und Politikvorschläge finden sich auf www.gender-chemicals.org.

 

 

[1] Dies zeigt auch, dass neben dem Geschlecht weitere Kategorien unterschiedliche Betroffenheit von Chemikalien bedingen, wie zum Beispiel das Alter, die allgemeine Gesundheit, soziale Benachteiligung und/oder die Herkunft.

 

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SCALIBUR Project Kicks-Off Their Biowaste Club in Kozani, Greece

SCP-Centre - 6. August 2019 - 12:50

In the European Union over 100 million tonnes of biowaste are thrown away every year. Currently, 75% of this goes to landfill or is incinerated, and this is about to change for the SCALIBUR project’s three pilot cities – Kozani, Albano Laziale and Madrid. The first city to officially kick-off their biowaste club is Kozani, Greece, where a local stakeholder panel will implement various activities along Kozani’s biowaste value chain.

As in much of Europe, most organic waste in Kozani currently goes to landfill – a bad option for the environment and the economy. The Municipality of Kozani is determined to change this with the newly launched Biowaste Club.

The Club consists of a stakeholder board that includes all key local actors along the city’s biowaste value chain. During the 4 years of the SCALIBUR project, the Biowaste Club will be supported by the CSCP and local project partner CluBE (Cluster of Bioenergy and Environment of Western Macedonia) to pilot new initiatives to make Kozani’s biowaste value chain more circular. The Biowaste Club will support the Municipality to roll-out separate collection in pilot neighbourhoods across the city of Kozani, and explore opportunities to transform biowaste into valuable products such as bioplastics and fertilisers.

Members of the Club will work together to revolutionise the Integrated Regional Waste Management System, making the city a circular economy pioneer in Greece, while also exploring the potential to create new growth and employment opportunities through better biowaste management.

“The biowaste club will be our core engagement tool in Kozani, to empower all actors along the value chain – in particular the citizens – to bring in their needs, perspectives and visions for Kozani and to motivate them to actively contribute to biowaste recycling and sustainable lifestyles in their city”, explained Carina Diedrich, Project Manager, the CSCP.

Kozani, Albano Laziale and Madrid will be supported by expert partners from the SCALIBUR project, who are researching and testing improved methods for biowaste collection, transport, sorting and (pre)treatment.

This initiative is part of the project SCALIBUR, which has received funding from the European Union’s Horizon 2020 Research and Innovation Programme. Under the guidance of the CSCP, ‘Biowaste Clubs’ are also being established in Albano Laziale (Italy) and Madrid (Spain).

Please contact Carina Diedrich for more information.

Map Image: OpenStreetMap | License: Open Database License (ODbL)

photo Ⓒ Nikos Ntavos, CluBE (Cluster of Bioenergy and Environment of Western Macedonia)

Der Beitrag SCALIBUR Project Kicks-Off Their Biowaste Club in Kozani, Greece erschien zuerst auf CSCP gGmbH.

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Frauen fordern das Patriarchat heraus

E+Z - 6. August 2019 - 12:33
Frauen in Uganda protestieren gegen sexuelle Belästigung und nutzen dafür den #MeToo-Hashtag

Im Mai 2019 veröffentlichte eine Gruppe männlicher Studenten eine Liste mit Namen von 230 Mädchen, die angeblich „leicht ins Bett zu kriegen“ seien. Auf der Liste standen auch ihre Telefonnummern und Universitäten. Es wurde jedoch nichts dagegen unternommen, weder von den Universitäten noch von der Polizei, obwohl es sich um einen klaren Fall von übler Nachrede und Veröffentlichung privater Daten handelte. Lediglich andere Frauen bemerkten, was geschehen war.

Wenn Frauen nicht selber dagegen vorgehen, wird nichts gegen sexuelle Belästigung und geschlechtsspezifische Gewalt getan. Zwischen Mai 2017 und Juni 2018 wurden mehr als 40 ugandische Frauen ermordet oder entführt. Feministinnen nutzten die sozialen Medien, um im Juni vorigen Jahres einen Frauen-Protestmarsch in Ugandas Hauptstadt Kampala zu organisieren. Buchstäblich in der letzten Minute erteilte die Polizei die Erlaubnis dafür.

Zum ersten Mal nahm ich an einer Demonstration teil, bei der die Sicherheitskräfte die Demonstranten schützten, anstatt sie mit Tränengas zu beschießen – wie sonst üblich in Uganda, sobald Menschen zusammenkommen, um öffentlich zu protestieren.

Für mich bedeutete diese Frauendemo #MeToo im Einsatz: Die vielen Stimmen im Online-Aktivismus kamen zusammen in einer Offline-Aktion. Dies war der Startschuss von öffentlichen Protesten gegen die grassierende Gewalt gegen Frauen. Nun erheben mehr und mehr ugandische Frauen ihre Stimme. Leider zeigt aber die negative Reaktion der Gesellschaft, wie systematisch sexueller Missbrauch weiterhin ist.

Natürlich zeigt man Mitleid, wenn Frauen getötet werden. Aber wenn wir die „Freiheit“ von Männern kritisieren, Frauen unter dem Deckmantel von Patriarchat oder Kultur zu belästigen und zu missbrauchen, dann erwartet uns das „Tränengas“ des digitalen Zeitalters: Social-Media-Mobbing. Obendrein hören wir die sehr laute Stille der Gesetzeshüter. All dies zeigt, dass die ugandische Gesellschaft weiterhin frauenfeindlich eingestellt ist.

Laut Tina Musuya, Geschäftsführerin des Zentrums zur Vorbeugung häuslicher Gewalt (CEDOVIP), ist sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz „weit verbreitet“. Ein Beispiel: Samantha Mwesigwa ist Staatsanwältin im Justizministerium. Sie litt zehn Jahre lang unter der sexuellen Belästigung durch ihren früheren Direktor Christopher Gashirabake, jetzt Vize-Generalstaatsanwalt. Mwesigwa sagt, sie habe „alle juristischen Mittel“ genutzt, um Recht zu bekommen, aber ohne Erfolg. „Das Justizministerium hat mich im Stich gelassen“, sagt sie. Daraufhin machte sie ihre Geschichte in den sozialen Medien öffentlich, und erst jetzt bekommen ihre Anschuldigung der sexuellen Belästigung und das Leugnen des Beschuldigten die nötige Aufmerksamkeit. Es ist zu hoffen, dass ihr Fall nun vor Gericht kommt.

Samantha Mwesigwa ist eine Staatsanwältin. Wie kann sich eine arme Frau ohne diesen politischen Einfluss wehren?

Auf der positiven Seite: Dies ist die #MeToo-Bewegung in Uganda heute. Mutige Frauen fordern Gerechtigkeit, ungeachtet der Konsequenzen, und andere Frauen zeigen ihre Unterstützung durch Hashtags und andere Formen von Online- und Offline-Aktivismus.

Reicht das? Nein, bei weitem nicht. Es dauert so lange, bis Frauen Recht bekommen – wenn überhaupt –, dass sie oft frustriert aufgeben. Die Unterstützung für Täter, die beispielsweise Rachepornos veröffentlichen, ist erschreckend hoch. Eine Frau, deren Nacktfotos ohne ihre Zustimmung veröffentlich werden, wird unter Ugandas Anti-Pornografie-Gesetz für die Herstellung und Verbreitung von Pornografie belangt. Die Polizei macht sogar die gerichtliche Vorladung der Opfer öffentlich und zeigt der Gesellschaft damit, dass es akzeptabler ist, eine missbrauchte Frau noch weiter zu belästigen, als den Täter zur Rechenschaft zu ziehen.

Aber es scheint, dass sich das Blatt in Uganda langsam wendet. Frauenproteste können eine Zeitlang ignoriert werden. Aber sexuelle Gewalt weiterhin zu rechtfertigen – das ist unmöglich.

Lindsey Kukunda ist Autorin, Redakteurin und Trainerin für digitale Sicherheit sowie Leiterin der zivilgesellschaftlichen Organisation Not Your Body. Sie lebt in Kampala in Uganda.
lindseykukunda@gmail.com
@RizaLouise, @NotyourbodyUg

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Unterwegs zum G7-Gipfel – was bisher geschah

ONE - 6. August 2019 - 12:21

Am 24. August ist es soweit: Die G7 Staaten treffen sich in Biarritz, um über die globalen Herausforderungen zu diskutieren und die politischen Weichen für die nächsten Jahre zu stellen. Bei so einem wichtigen Event sind wir natürlich am Start. Und bereiten uns seit Monaten vor. Hier erklären wir euch, was bisher geschah:

Internationaler Frauentag – Los geht’s!

Pünktlich zum Frauentag am 8. März haben über 40 Aktivistinnen, die in verschiedensten Ländern Afrikas für die Rechte und Belange von Frauen kämpfen einen offenen Brief mitverfasst. Ihre Forderung an die politisch Verantwortlichen: Wir setzten uns vor Ort ein, doch wir brauchen die Unterstützung der Politiker*innen. Wir fordern Taten, keine leeren Versprechen.

Über 40 Aktivistinnen quer aus Afrika haben diese mutige Forderung nach Geschlechtergerechtigkeit formuliert. Diese Frauen werden nicht aufhören, bis alle die gleichen Möglichkeiten haben! 💪🏽👊🏽
Unterzeichne ihren offenen Brief:https://t.co/UCzUqY0DHx #IWD2019 #Frauentag pic.twitter.com/FzhFqtzfdz

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) March 8, 2019

Konferenz der Minister*innen für Gleichstellung – Viel Lärm auf Twitter & Facebook

Anfang Juni haben sich die Minister*innen für Gleichstellung der G7-Staaten getroffen. Uns war wichtig, dass dabei nicht nur die Belange der Menschen in den G7-Ländern diskutiert wird. Wir fordern Geschlechtergerechtigkeit weltweit. Deshalb haben wir mit unzähligen Facebookposts und Tweets einigen Lärm gemacht. Unsere Nachrichten an die Parlamentarische Staatssekretärin des Ministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend forderten: Gleiche Rechte und Chancen für Mädchen und Frauen, weltweit.

Liebe Caren Marks @BMFSFJ, ich bin einer von 125.000 Menschen, die Aktivistinnen aus ganz Afrika im Kampf für Gleichberechtigung unterstützen. Wir zählen auf Sie bei #G7France https://t.co/5cUP0Zpbxm pic.twitter.com/pDVRCBBqrp @ONEDeutschland #ONEYouth19

— Lukas Zimmermann (@Lukas__Zi) May 8, 2019

Pan-Afrikanische feministische Perspektiven – Aya Chebbi in Berlin

Am 7. Mai hatten wir die Ehre, die tunesische Aktivistin Aya Chebbi zu empfangen. Im Arabischen Frühling setzte sie sich für Frauen und Demokratie ein, mittlerweile ist die Jugenddelegierte der Afrikanischen Union – dem Pendant zur EU. Gemeinsam mit Jugendbotschafterinnen hat sie beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung klar gemacht: Wir brauchen Fortschritte in der Gleichberechtigung. Die G7 muss liefern!

Auf dem Weg ins @BMZ_Bund mit #ArmutIstSexistisch Botschafterin @aya_chebbi und #ONEYouth19 Botschafterinnen Luisa und Sonya. Unsere Botschaft: Echter Fortschritt, keine leeren Versprechen für Geschlechtergerechtigkeit. Die #G7France müssen liefern! pic.twitter.com/td3j1ikjAv

— StephanExo-Kreischer (@BueroBerlin) May 7, 2019

Übergabe des offenen Briefs an den  G7-Sherpa der Bundesregierung

Einen Monat später haben unsere Jugendbotschafter*innen beim Bundeskanzleramt vorbeigeschaut. Dort hatten wir ein wichtiges Treffen mit dem deutschen G7-Sherpa. Das ist die Person, die bereits im Vorfeld mit den Sherpas der anderen Ländern über die Themen des G7-Gipfels verhandelt. Umso wichtiger, dass auch unsere Botschaft hört. Ein konstruktiver Austausch und die Versicherung, sich beim Gipfel für die Anliegen von Frauen weltweit einzusetzen.

#G7 Sherpa der Bundesregierung Prof. Röller versichert: Deutschland wird an der Seite Frankreichs ein starker Partner für die Stärkung von Frauen sein. Wir geben gerne Rückenwind, nehmen Sie aber auch beim Wort. Vielen Dank für den konstruktiven Austausch.#ArmutIstSexistisch pic.twitter.com/PlpNSV6dje

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) June 4, 2019

Jugendbotschafterin Carla leitet die deutsche Delegation beim Jugend-G7-Gipfel

Beim Jugend-G7-Gipfel, dem Y7, leitet die Jugendbotschafterin Carla die deutsche Delegation. Ziel des Treffens ist es, die Anliegen der Jugend in den G7 Prozess mit einzubringen. Ihr Schwerpunkt: „Heutzutage sollte extreme Armut eigentlich kein Thema mehr sein – ist es aber, insbesondere für Frauen, denn Armut ist sexistisch. Dabei haben Frauen und Mädchen das größte Potenzial, extreme Armut zu beenden – wenn man sie nur ließe. Hier müssen die G7-Staaten ansetzen. Wir brauchen keine weiteren Versprechen, sondern endlich echte Fortschritte.“

Unsere Jugendbotschafterin @carla_reemtsma bei #Y7: Wir brauchen eine gleichberechtigte und umfassende Partnerschaft mit #Afrika – für die Ärmsten und Frauen & Mädchen. Für Fortschritt müssen wir Ungerechtigkeit bekämpfen und global denken & handeln. 🌍💪 #G7Biarritz #ONEYouth19 https://t.co/pJ0S5YBN94

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) June 13, 2019

Eure Gesetzesvorschläge für Gleichberechtigung

Frankreich hat zum G7-Gipfel einen Prozess angestoßen, bei dem Bürger*innen der G7 Ideen für Gesetze zur Gleichberechtigung vorschlagen können. Wir von ONE finden das super und haben auch gesammelt.

Frankreich ist Gastgeber des diesjährigen #G7-Gipfels. Zur Vorbereitung hat die französische Regierung eine Umfrage gestartet. Mit welchen Maßnahmen sollen Mädchen und Frauen rund um den Globus gestärkt werden? Deine Ideen sind gefragt! #G7Biarritzhttps://t.co/MLXNNFFCIc

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) July 5, 2019

E-Mails an Minister Müller

Anfang Juli haben sich die Minister*innen für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der G7-Länder getroffen. Damit auch dort unsere Forderungen klar sind, haben wir unsere Unterstützer*innen gebeten, Mails an die politisch Veranstwortlichen zu schreiben. In rund 1500 Nachrichten haben sie Bundesminister Dr. Gerd Müller aufgefordert, die Entwicklungsgelder für die Grund- und Sekundarschulbildung in der ärmsten Region Afrikas, der Sahelzone, zu verdoppeln.

Plakat- und Stickeraktivismus für die Finanzminister

Mitte Juli haben sich die Finanzminister zu einem Vorgipfel der G7 getroffen. Dabei hatten sie bereits die Möglichkeit 240 Millionen Frauen in Afrika Zugang zu Finanzdienstleistungen zu verschaffen. Grund genug, um über Nacht Plakate vor dem Finanzministerium aufzuhängen und Bankautomaten aus ganz Deutschland zu bestickern.

Denn während 99 Prozent der Frauen in Deutschland ein Bankkonto haben, sind es in Niger nur 11 Prozent. Und unsere Botschaft wurde gehört und Unterstützung vom Finanzministerium angekündigt. Frankreich und Großbritannien haben ihren finanziellen Beitrag bereits zugesagt, wir bleiben dran und warten auf die Zusage von Deutschland.

Super-Aktion, @ONEDeutschland und @carolinkebekus 👏! Auch uns ist wichtig, dass Frauen weltweit Zugang zu Finanzdienstleistungen erhalten! Deshalb unterstützen wir auch finanziell die Allianz für Finanzielle Inklusion mit Fokus auf Sub-Sahara-Afrika @OlafScholz #G7Finance #G7 https://t.co/4GJv9aE95o

— BMF (@BMF_Bund) July 16, 2019

Und jetzt? Mach mit!

Natürlich machen wir nicht halt. Du hast die Möglichkeit eine Postkarte an die Bundeskanzlerin zu schicken. Fordere sie hier auf, sich bei der G7 besonders für Frauen und Mädchen weltweit einzusetzen.

The post Unterwegs zum G7-Gipfel – was bisher geschah appeared first on ONE.

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Small Organisations: A Challenge for Monitoring and Evaluation

EADI Debating Development Research - 6. August 2019 - 10:18
By Diego da Silva Rodrigues To monitor and evaluate public and social policies is a key element of the development agenda. More and more, governments and international organisations tend to make their choices based on evidence, in order to identify the best and most cost-efficient options among a massive amount of programmes which are all …
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UN-Generealsekretär verurteilt bewaffnete Angriffe in den USA

Vereinte Nationen - 6. August 2019 - 10:09

UN-Generalsekretär António Guterres hat den Terroranschlag in El Paso (Texas) am vergangenen Samstag auf das "Schärfste" verurteilt, sowie seinen "Schock und seine Empörung" über die Massenerschießungen wenige Stunden später in Dayton (Ohio) zum Ausdruck gebracht.

Guterres drückte den Familien und Angehörigen der Opfer sein tief empfundenes Beileid aus. Er drückte seine Solidarität mit den Menschen und Regierungen der Vereinigten Staaten und Mexikos aus, die bei dem El-Paso-Angriff jeweils Mitbürger verloren.

In einer Erklärung seines Sprechers betonte Guterres am Montag, dass „alle zusammenarbeiten müssen, um Gewalt, die auf Hass, Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung jeglicher Art beruht, entgegenzuwirken“.

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Blaue Energie: Ein neues Verfahren macht Osmosekraft günstig nutzbar

reset - 6. August 2019 - 6:22
Sogenannte „Blaue Energie“ wurde bisher als zu teuer für die breite Nutzung eingestuft. In einem neuen Prozess könnten die Anfangskosten jedoch stark sinken.
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Chinas Verschuldung und seine Außenwirtschaftsbeziehungen

SWP - 6. August 2019 - 0:00

∎ Das Wachstum der chinesischen Wirtschaft wurde seit 2008 durch immer höhere Schulden finanziert. Die Gesamtverschuldung des Landes stieg in dieser Zeit um gut 100 Prozent seiner Wirtschaftsleistung.

∎ Die zunehmende Schuldenlast bedroht die Stabilität der chinesischen Wirtschaft. Eine Finanzkrise in China wiederum hätte gravierende Folgen für die Weltwirtschaft.

∎ Der chinesische Staat reagiert auf das zunehmende Misstrauen der eigenen Bürger durch scharfe Beschränkungen des Kapitalexports.

∎ Peking muss sich zwischen einer Stabilisierung der chinesischen Finanz­märkte und der Förderung des Wirtschaftswachstums entscheiden. Beide Ziele werden sich nicht gleichzeitig erreichen lassen.

∎ Die Kommunistische Partei Chinas versucht angesichts stagnierender Binnennachfrage, das bisherige Wirtschaftsmodell des Landes, das auf immer höherer Verschuldung basiert, zu exportieren. Das Instrument hierzu ist die Belt-and-Road-Initiative (BRI), auch als »Neue Seidenstraße« bezeichnet.

∎ Einige Nehmerländer geraten in eine gefährliche Überschuldungslage, wenn sie Infrastrukturprojekte im Rahmen der BRI finanzieren.

∎ Europäische Länder sollten auf Chinas Strategien reagieren und eine eigene Infrastruktur-Initiative insbesondere für asiatische Entwicklungs- und Schwellenländer starten. Deutschland könnte ein solches Projekt finanzieren, das zunächst ein Volumen von etwa 300 Milliarden Euro haben sollte.

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