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Wo sind die afrikanischen Stimmen?

DIE - 4. Februar 2019 - 12:58
Bonn, 04.02.2019. Der afrikanische Kontinent besitzt heute einen Stellenwert im öffentlichen und politischen Diskurs in Deutschland und Europa wie vielleicht noch nie seit Ende der Kolonialzeit. Dies zeigt sich insbesondere an drei Debatten bzw. Fragen, die in jüngster Vergangenheit nicht nur zu heftigen, (teils diplomatischen) Verwerfungen geführt haben: Was tun gegen Flucht und Verzweiflungsmigration aus Afrika? Wie kann ein fairer Umgang mit während der Kolonialzeit geraubten Kunst- und Kulturgegenständen aussehen – oder kann es diesen überhaupt geben? Sind die west- beziehungsweise zentralafrikanischen Gemeinschaftswährungen CFA-Franc ein post-koloniales Machtinstrument Frankreichs, welches die Herrschaft über seine ehemaligen afrikanischen Kolonien niemals wirklich aufgegeben hat? Doch anders als in der Vergangenheit ist die „Kolonialherrenart“, die viele Europäer an den Tag legten, zunehmend passé. Der Ruf, wichtige Bereiche der Wissenschaft, Kultur oder Politik zu „entkolonialisieren“ und in einen Dialog auf Augenhöhe mit dem Nachbarkontinent Europas und seinen Menschen einzutreten, wird immer lauter. Aber wo sind eigentlich die afrikanischen Positionen in diesen Debatten? Leider sind ihre Stimmen in vielen öffentlichen Bereichen nach wie vor kaum hörbar. Das muss sich ändern. Im deutschen (Spitzen-)Sport sind Menschen mit afrikanischen Wurzeln schon lange eine Alltäglichkeit – sie erfahren in den Vereinen und bei Millionen Fußballfans Unterstützung und Sympathie für ihre Leistungen. Auch im Unterhaltungsbereich gibt es zahlreiche afrodeutsche Gesichter. Künstler wie Samy Deluxe, Eunique oder Afrob etwa sind wichtige Größen ihrer jeweiligen musikalischen Genres in Deutschland. Erst gestern hat auch mit Florence Kasumba die erste Kommissarin mit afrikanischen Wurzeln ihren Dienst in der altehrwürdigen „Tatort“-Reihe der ARD angetreten. Im Gegensatz dazu sieht es vor allem im politischen Betrieb ganz anders aus: Dem einen oder der anderen fällt nach mühsamem Überlegen vielleicht noch Karamba Diaby ein, ein im Senegal geborener Bundestagsabgeordneter der SPD. Aber sonst? Obwohl es natürlich auch in Deutschland selbst afrikanische beziehungsweise afrikanisch-stämmige Wissenschaftlerinnen, Kulturvertreter oder Journalistinnen gibt, sind die oben bereits erwähnten Debatten doch sehr eurozentristisch. Schaut man etwa auf die deutsche Fluchtursachen-Debatte, erwecken bis heute einige Beiträge den Eindruck, dass es vor allem auf Europa ankäme: durch weniger Rüstungsexporte, weniger Treibhausgasemissionen und ein Mehr an Entwicklungszusammenarbeit und Migrationskontrolle ließe sich das Problem schon langfristig lösen. Wer so argumentiert, der mag zwar von der eigenen Hybris beseelt sein, macht es sich aber sicherlich zu einfach. Die Ursachen von Flucht und irregulärer Migration sind höchst komplex und lassen sich nicht einfach auf Armut, Klimawandel oder das Erbe der Kolonialzeit reduzieren. Vielmehr spielen hier unter anderem lokale Konflikte oder spezifische politische Konstellationen vor Ort eine große Rolle. Um diese Probleme anzugehen, bedarf es auch sehr guter Kenntnisse der komplexen gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Verhältnisse in den über 50 afrikanischen Staaten. Leider neigen viele Deutsche noch immer dazu, den afrikanischen Kontinent wie ein einziges Land zu betrachten. In der Debatte um die Bewältigung der Probleme der afrikanischen Länder bevorzugen viele daher auch eher simple Pauschallösungen - statt auf lokale Fachexpertise zu hören. Auch bei der Debatte um die Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte, die sich in letzter Zeit stark um die Fragen von Entschädigung oder Rückgabe geraubter Kulturgegenstände dreht, zeigt sich eine nicht sonderlich ausgeprägte Bereitschaft, die afrikanische Seite beziehungsweise afrikanische Diaspora-Gruppen miteinzubinden. So entsteht leicht der Eindruck, dass es sich bei derlei Unterfangen vor allem um europäische beziehungsweise „weiße“ Elitenprojekte handelt, bei denen die Deutungshoheit um die Kolonialzeit und ihr Erbe vor allem einer Seite zukommt – nämlich der europäischen. Damit würde der Sinn der Entkolonialisierung, also einer Befreiung Afrikas von europäischen Sicht- und Interpretationsmustern, selbstredend ad absurdum geführt. Natürlich gibt es z.B. in der Wissenschaft schon positive Ansätze für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Die AIMS Initiative etwa, eine v.a. von der Humboldt-Stiftung geförderte Initiative für mathematischen Forschung an verschiedenen afrikanischen Universitäten, die ohne einen europäischen „Lead“ auskommt, wäre hier zu nennen. Auch die sogenannten Reformpartnerschaften der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit afrikanischen Ländern wie Ghana oder der Elfenbeinküste lassen sich als grundsätzlich positive Beispiele nennen. Aber nur wenn wir es insgesamt schaffen, statt vor allem über, auch noch mehr mit Afrika, seinen Menschen und seiner Diaspora zu sprechen, kann es gelingen, Diskurse auch tatsächlich zu entkolonialisieren. Und nur so können Afrika und Europa auch voneinander lernen, sowohl gemeinsame als auch Probleme der jeweils einen oder anderen Seite zu bewältigen. Stephen Adaawen ist selbstständiger Gutachter und Wissenschaftler aus Ghana mit den Arbeitsschwerpunkten Migration, Klimawandel und ländliche Entwicklung.Benjamin Schraven ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsprogramm "Umwelt-Governance und Transformation zur Nachhaltigkeit" am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE).
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The peer review of EU aid: a challenge from the OECD

DIE - 4. Februar 2019 - 12:26
Niels Keijzer and Simon Maxwell analyse the peer review of EU aid, highlighting six main issues on EU development finance.
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Zentralafrikanische Republik: UN fordern Unterstützung bei der Umsetzung des neuen Friedensabkommens

Vereinte Nationen - 4. Februar 2019 - 12:08

Nach zehntägigen Verhandlungen haben die zentralafrikanische Regierung und 14 bewaffnete Gruppen am Samstag ein Friedensabkommen erzielt, laut eines Tweets der Mission der UN in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA).

"Lasst uns mobilisieren, um die Umsetzung des Friedensabkommens zu unterstützen", twitterte Jean-Pierre Lacroix, UN-Untergeneralsekretär für Friedensoperationen, nachdem das Friedensabkommen in der sudanesischen Hauptstadt Khartum abgeschlossen wurde.

Das Abkommen wurde im Rahmen der Afrikanischen Initiative für Frieden und Versöhnung in der Zentralafrikanischen Republik (CAR) unter der Leitung der Afrikanischen Union (AU) und mit Unterstützung der UN ermöglicht.

MINUSCA zitierte Smail Chergui, den AU-Kommissar für Frieden und Sicherheit, als er die beispielhafte Zusammenarbeit der Parteien bei den Gesprächen in Khartum betonte und auf Twitter sagte: "Dies ist ein großer Tag für die ZAR und für das gesamte Volk der Zentralafrikanischen Republik".

Firmin Ngrebad, Leiter der Delegation der zentralafrikanischen Regierung, betonte, dass die Unterstützung des Abkommens durch die Zentralafrikaner es "dem Volk der Zentralafrikanischen Republik ermöglichen wird, den Weg der Versöhnung, Eintracht und Entwicklung einzuschlagen".

In Anbetracht der Sicherheits- , Menschenrechts- und politischen Krise innerhalb des Landes und ihrer Auswirkungen auf die Region nahm MINUSCA 2014 seine Tätigkeit im Rahmen von Kapitel VII der UN-Charta auf.

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So kämpfen wir für das Ende von weiblicher Genitalverstümmelung

DSW - 4. Februar 2019 - 11:51

Ein Hinweis vorweg: Die kulturelle Praktik, um die es hier geht, benennen wir als Genitalverstümmelung. Aus Respekt vor den Betroffenen sprechen wir jedoch von beschnittenen Mädchen/Frauen.

Eine ehemalige Beschneiderin erzählt:

Bei dem Schnitt benutzten wir scharfe Gegenstände wie eine Rasierklinge, eine Schere oder “Omuruna” – einen traditionellen Stein für Beschneidungen. Die Werkzeuge waren selten desinfiziert und das Mädchen bekam nichts, um ihre Schmerzen zu lindern, während ihre Schamlippen und Klitoris entfernt wurden. Das konnte zu Infektionen führen, zum Beispiel mit HIV. Ich weiß nicht, wie viele Mädchen ich so infizierte.

Heute praktiziert sie nicht mehr, doch sie möchte trotzdem anonym bleiben. Wir sprachen mit ihr und vielen anderen Menschen im Rahmen einer Studie für unser Projekt gegen Genitalverstümmelung in Tansania. Rund 15 Prozent der Frauen zwischen 15 und 49 Jahren wurden hier Opfer dieses Eingriffs. In den ländlichen Regionen sind es mehr, in den Städten weniger. Über 80 Prozent der beschnittenen Frauen in Tansania sind für die Abschaffung dieser Praktik, bei der die äußeren Geschlechtsorgane, wie die Klitoris oder Schamlippen, ganz oder teilweise entfernt werden. Nachdem die offene Wunde vernäht ist, bleibt meist nur ein kleines Loch für Urin und Menstruationsblut. Viele Mädchen sterben bei der Prozedur oder später an den Folgen. Dabei gibt es in Tansania schon seit 1998 ein Gesetz gegen die Genitalverstümmelung.

Wieso wird Genitalverstümmelung praktiziert?

Die Antwort ist nicht so einfach. Denn weibliche Genitalverstümmelung ist nicht auf ein bestimmtes Land oder eine Religion zu begrenzen. Dort wo sie durchgeführt wird, hat sie jedoch eine lange Tradition und hängt unter anderem mit festen Rollenbildern für Männer und Frauen sowie mit Mythen über die gesundheitlichen Vorteile zusammen. Und auch mit finanzieller Not.

Obwohl die meisten Beschneidungen noch vor dem fünften Lebensjahr stattfinden, gelten sie als Teil eines Rituals, das den Übergang eines Mädchens zum Frausein markiert. Damit kann die Vorstellung verbunden sein, dass beschnittene Mädchen weniger Lust beim Sex verspüren, deshalb ihrem späteren Ehemann nicht fremdgehen und somit „gute Ehefrauen“ werden. Wenn die Ehe als die einzige Option für die Zukunft eines Mädchens gilt, hängt viel von ihrer “Heiratsfähigkeit” ab. So haben Eltern oft Angst, dass kein Mann ihre Tochter will, wenn sie nicht beschnitten ist.

Das macht die DSW gegen Genitalverstümmelung

Im Zentrum unseres Projekts stehen die Mädchen und jungen Frauen, die Opfer von Genitalverstümmelung wurden oder einem hohen Risiko ausgesetzt sind, bald zu Opfern zu werden. Sie gilt es zu stärken!

Eine von vielen Demonstrationen gegen Genitalverstümmelung in Arusha zum Jugendtag 2018

Wir unterstützen sie dabei, sich in Klubs zusammenzuschließen, in denen sie Erfahrungen und Informationen austauschen können. Außerdem bilden wir junge Frauen zu Jugendberaterinnen aus. Sie sind Vermittlerinnen und Advokatinnen für ihre eigenen Bedürfnisse. Sie diskutieren nicht nur mit Gleichaltrigen über die schwerwiegenden Folgen der Praktik, sondern sprechen auch öffentlich bei Events wie bei einer Demonstration zum Jugendtag in Arusha. Begleitet wird dies von Workshops, in denen junge Frauen die Grundlagen von Business Management lernen. Denn wenn die jungen Frauen mehr Perspektiven haben und finanziell unabhängig sein können, verringert sich auch der Druck der Eltern, einen passenden Ehemann finden zu müssen.

Doch ohne die Männer geht es nicht. Sie sind schließlich vielerorts diejenigen, die etwas zu sagen haben. Deshalb beziehen wir auch männliche Jugendliche mit in unsere Arbeit ein. Über unsere Kontakte in die Gemeinden identifizieren wir beispielsweise junge Männer, die sich bereits offen gegen Genitalverstümmelung positionieren. Diese binden wir aktiv mit ein und bilden sie darin aus, wie sie Mädchen und junge Frauen in ihren Positionen unterstützen können. Diese „Allies“ (Verbündete) sind auch bei Dialogveranstaltungen und bei der Ausbildung weiterer (männlicher) Jugendberater beteiligt.

Außerdem spielt die Arbeit mit Eltern, Lehrer*innen Gemeindeführer*innen und Politiker*innen eine zentrale wichtige Rolle, denn sie können eine langfristige Veränderung erreichen, indem sie das Thema kritisch behandeln und sich gegen die Praktik aussprechen. Dies erreichen wir auch über Medien: Journalist*innen und Radiosprecher*innen schaffen Aufmerksamkeit für das Thema Genitalverstümmelung und stärken die kritischen Stimmen.

Unsere Projekterfolge gegen Genitalverstümmelung

Seit dem Beginn der neuesten Projektlaufzeit im Juli 2018, haben wir schon viele Erfolge erzielt. So haben die Jugendberater*innen den Informationsaustausch zwischen jungen Frauen und Gesundheitseinrichtungen gestärkt. Dadurch sinkt auch die Hemmschwelle für junge Menschen sich in Behandlung zu begeben und auf diesem Wege Hilfe zu suchen.

Außerdem haben bereits rund 100 junge Frauen Lehrgänge für Business Management absolviert und durch die enge Zusammenarbeit mit Regierungsvertreter*innen ergaben sich wichtige Kontakte zu Ausbildungsbetrieben in der Privatwirtschaft. Die Teilnehmerinnen berichteten, dass sie durch die Aktivitäten innerhalb des Projekts ihr Selbstbewusstsein stärken konnten und sich nun besser Gehör verschaffen, wenn es um ihre Rechte geht.

Unsere Erfolge zeigen, dass es eine wichtige Arbeit ist, die einen großen Unterschied im Leben der Mädchen macht! Um diese fortzuführen brauchen wir jedoch Hilfe. Wenn du uns dabei unterstützen möchtest, freuen wir uns über eine Spende zugunsten der Millionen von Mädchen, die unter dieser Praktik leiden.

Ich möchte Helfen!

Der Beitrag So kämpfen wir für das Ende von weiblicher Genitalverstümmelung erschien zuerst auf DSW.

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4. Februar 2019

ONE - 4. Februar 2019 - 11:00
  1. Nigeria vor den Wahlen

Die Lage in Nigeria vor den Präsidentschaftswahlen Ende Februar spielt heute in mehreren Medien eine Rolle. Unter anderem das Domradio hat ein Interview von Marc Engelhart mit Panti Filibus Musa, dem Erzbischof der größten lutherischen Kirche Nigerias veröffentlicht. Die Kirche sei besorgt, ob die anstehenden Wahlen frei, fair und glaubwürdig vonstattengehen werden. Insgesamt werde eine Sprache verwendet, die zu Hass und Gewalt anstifte.  Musa fordert mehr Einmischung der Kirche in die Politik, da nur ein interreligiöser Dialog Terror und Gewalt im Nordosten des Landes beenden könne.  In einem Video auf Dw.com berichtet Adrian Kriesch über die große Arbeitslosigkeit in Nigeria. Mit 87 Millionen Menschen sei Nigeria das Land mit den meisten Menschen in Armut. Ein Viertel der Bevölkerung habe keine geregelte Arbeit, was vor den Wahlen Sorgen bereite. Die österreichische Zeitung Krone berichtet unterdessen von einem Hubschrauberunfall des Vizpräsidenten von Nigeria, Yemi Osinbajo. Auf seiner Dienstreise sei eine Landung missglückt. Es sei ein Wunder, dass niemand verletzt worden sei. Osinbajo habe seinen Wahlkampf danach weitergeführt als sei nichts passiert.

  1. Impfen in Mali

Bereits am Wochenende veröffentlichte Spiegel Online einen Bericht von Jürgen Bätz zum Thema Impfen in Mali. Während die Impfmüdigkeit in Deutschland zunehme, seien Impfungen in Mali als Lebensretter begehrt, so Bätz. In Mali erinnerten sich viele noch an Zeiten, in denen Kinder an vermeidbaren Krankheiten wir Masern, Pocken oder Tetanus gestorben seien. Nach Angaben der WHO verhinderten Impfungen jährlich zwei bis drei Millionen Todesfälle. In Mali alleine hätten Impfkampagnen bereits Zehntausenden Kindern das Leben gerettet. Der Weltbank zufolge sein im Jahr 2000 dort jedes fünfte Kind noch vor dem fünften Geburtstag gestorben, inzwischen sei es nur noch jedes Zehnte. In Deutschland sterbe etwa jedes 300. Vorschulkind.

 

  1. Kongo: Kampf um Bodenschätze und Mineralien

Wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung berichtet, hat es am Wochenende bei schweren Gefechten zwischen kongolesischen Soldaten und Rebellen im Ost-Kongo gegeben, bei denen mindestens 22 Menschen getötet wurden. Andrea Böhm beschreibt auf Zeit online detailliert, welche Rolle Joseph Kabila und seine Gefolgschaft im Wettstreit um die Rohstoffe gespielt haben und weiterhin spielen werden. Denn nach der mutmaßlich durch Kabila manipulierten Wahl des neuen Präsidenten Felix Tshisekedi gebe es kaum Hoffnungen auf einen politischen Wandel. Der Kongo sei zwar unendlich reich an Rohstoffen, doch die Bevölkerung verharre in Armut – obwohl der Bergbau das Fundament für den Wiederaufbau des Kongo sein könnte und müsste. Artikel 58 der kongolesischen Verfassung sichere allen Bürger*innen der Landes Teilhabe an dessen Reichtum zu. Der Staat sei zu einer gerechten Verteilung der Gewinne verpflichtet. Für Kongoles*innen sei dies jedoch „der blanke Hohn“. Unter denjenigen, die mit Spaten, Spitzhacken und bloßen Händen in Gruben und Tunnel nach den Rohstoffen graben, seien erstens Zehntausende Kinder und zweitens verkauften die Gräber*innen ihre Ausbeute im Anschluss für lächerlich wenig Geld an Mittelsmänner oder Firmen. Andrea Böhm lässt die Frage offen, ob am Ende die Kongoles*innen den höchsten Preis für die Energiewende der Wohlhabenden zahlen müssen.

 

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70. BHT – Freiberger Universitätsforum

RNE Termin - 4. Februar 2019 - 10:06

Die Einsparung natürlicher Ressourcen und ein umweltverträglicher Umgang mit Rohstoffen, Energie und Abfällen bei gleichzeitiger Steigerung der Leistungsfähigkeit von Bauteilen und Produkten stellt viele Industrien vor große Herausforderungen. Durch die Erforschung von Materialeigenschaften und -verhalten können innovative Werkstoffe mit multifunktionalen Eigenschaften entwickelt und die dahinterstehenden Prozesse optimiert werden. So eröffnen sich Potenziale, technische Systeme nachhaltig zu verbessern sowie kosten- und ressourceneffizient zu gestalten.

Die TU Bergakademie Freiberg gibt mit dem 70. BHT – FREIBERGER UNIVERSITÄTSFORUM einen Einblick in die jüngsten Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung. Interessierte aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft sind eingeladen sich am Dialog zu beteiligen und können an allen drei Tagen ein vielfältiges und themenübergreifendes Programm erwarten, bei dem wichtige Zukunftsfragen diskutiert werden.

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nachhaltig.digital Jahreskongress 2019

RNE Termin - 4. Februar 2019 - 10:01

Der nachhaltig.digital Jahreskongress 2019 steht unter den Leitthemen „Künstliche Intelligenz“, „Messbarkeit“ und „New Work“ und wie diese in den drei unternehmerischen Dimensionen „People“, „Products“ und „Processes“ für eine nachhaltig.digitale Transformation genutzt werden können.

Wie können mit digitalen Technologien Nachhaltigkeitseffekte gemessen und erzielt werden? Welchen Fragen zu digitalen Megatrends wie Künstlicher Intelligenz sollte sich der Mittelstand heute stellen, welche Implikationen vorausdenken, um sich zukunftsfähig aufzustellen? Wie können Unternehmen die nachhaltig.digitale Transformation gemeinsam mit ihren Mitarbeitenden gestalten und wie ihre Potenziale in einem sich wandelnden Arbeitsumfeld fördern?

nachhaltig.digital ist 2018 mit der Vision gestartet, die Digitalisierung zum besten Instrument für eine nachhaltige, lebenswerte Zukunft zu machen. Mit und für den Mittelstand sucht die Kompetenzplattform für Nachhaltigkeit und Digitalisierung von DBU und B.A.U.M. e.V. nach digitalen Antworten für eine nachhaltige Entwicklung. Auf dem Jahreskongress 2019 wird es darum gehen, Antworten aus Forschung & Praxis vorzustellen, zu diskutieren und miteinander zu vernetzen. Im Plenum, innerhalb von Workshops, und im direkten Austausch.

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17 Ziele auf der Berlinale: Grüner roter Teppich für Filmfestspiele

Engagement Global Presse - 4. Februar 2019 - 9:01
Ab dem 7. Februar laufen die Stars bei der Berlinale über den grünen roten Teppich. Foto: Richard Hübner/Berlinale 2014

2.430 Quadratmeter Teppich hergestellt aus 1,6 Tonnen Meeresmüll – der diesjährige rote Teppich, auf dem die Stars während der internationalen Filmfestspiele Berlin, kurz Berlinale, flanieren, steht ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit. Damit macht das Projekt #17Ziele von Engagement Global, zusammen mit der Berlinale, auf die Vermüllung von Meeren und Umwelt aufmerksam.

Der rote Teppich, über den während der Berlinale von Donnerstag, 7. Februar, bis Sonntag, 17. Februar 2019, alles läuft, was Rang und Namen hat, ist diesmal trotz seiner roten Farbe grün. Der vor den Hauptspielstätten Berlinale Palast, Friedrichstadt-Palast und Zoo Palast ausgelegte Teppich besteht aus recycelten Fischernetzen sowie abgenutzten Teppichen und ausgemusterten Fehlproduktionen. Er ist damit der grünste rote Teppich, der jemals bei der Berlinale eingesetzt wurde.

Im Blitzlichtgewitter des Festivals macht diese Aktion des Projekts #17Ziele deutlich, dass Meeresschutz und Nachhaltigkeit nicht nur Aufgaben der Politik sind. Jeder Einzelne kann einen Beitrag leisten – sei es Plastikverpackungen zu vermeiden oder am Strand Müll zu sammeln. Der „grünste rote Teppich aller Zeiten“ trägt diese Botschaft in den Alltag der Menschen und fordert nicht nur Filmfreunde dazu auf, etwas gegen den Plastikmüll zu tun.

Der Schutz der Meere ist nur eines der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die bis zum Jahr 2030 verwirklicht sein sollen. Das Projekt #17Ziele von Engagement Global will mit Hilfe dieser Aktion bei der Berlinale die Themen der 17 Ziele konkret und öffentlichkeitswirksam begreifbar machen.

Weitere Informationen
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Innenbeleuchtung als Alternative zu Batterien?

reset - 4. Februar 2019 - 7:02
Wie können IoT-Geräte effizient mit Strom versorgt werden? Das schwedische Unternehmen Epishine hat eine Technologie entwickelt, die Batterien obsolet machen könnte.
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