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Hamburg

Stolperfalle Menschenrechte – Aktion für gesetzliche Unternehmensverantwortung

VEN Niedersachsen - 12. August 2019 - 22:13

Der Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen in Kooperation mit El Puente und dem Allerweltsladen forderten in einer Kampagnenaktion von der Bundesregierung ein Gesetz für Unternehmensverantwortung. Dafür nahmen sie den Hannoveraner Kröpcke ein.

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„Mein Weg zu 100 % Entrepreneurship“

Sustainability Management - 12. August 2019 - 20:05

Von Lüneburg aus zu 100 % Nachhaltigkeit. Mehr als 650 Studierende und Alumni des MBA Sustainability Management sorgen in allen Ecken der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft für Nachhaltigkeitsfortschritte. Diese Beitragsreihe erzählt von Wegen im, mit und nach dem MBA Sustainability Management.

„Mein Weg zu 100 % Entrepreneurship“ von Désirée Schubert, Absolventin 2009 und Geschäftsführerin Fährmann Unternehmensberatung GmbH:

„Bereits am ersten Tag der Einführungsveranstaltung in Lüneburg traf ich eine Gleichgesinnte, mit der ich alle Höhen und Tiefen des MBAs durchleben sollte. Das war ein großes Glück, denn als Einzelkämpferin ist das Nebeneinander von Beruf und Studium nur schwer zu stemmen. Um es mit den Fantastischen Vier zu sagen: „denn nur zusammen ist man nicht allein“. Die Gemeinschaft in unserem Jahrgang – es war der vierte – war für mich entscheidend für den eigenen Erfolg im Studium und auch danach.

jQuery(document).ready(function ($) { var moving = $('#aesop-quote-component-10129-1 blockquote'), component = $('#aesop-quote-component-10129-1'); // if parallax is on and we're not on mobile moving.waypoint({ offset: '90%', handler: function (direction) { $(this).toggleClass('aesop-quote-faded'); } }); }); Jedes bestandene Modul befeuerte mich und gab mir Schub für das nächste – und natürlich habe ich viel gelernt über den Business-Case Nachhaltigkeit. Désirée Schubert

Mit jedem Modul hatte man inhaltliche Herausforderungen zu knacken, nicht selten gepaart mit organisatorischen und kooperativen. Jedes bestandene Modul befeuerte mich und gab mir Schub für das nächste – und natürlich habe ich viel gelernt über den Business-Case Nachhaltigkeit. Jede Präsenzveranstaltung in Lüneburg war verwoben mit der schönen Stadt, mit ihrer Unaufgeregtheit und dem zwischenmenschlichen „Drumherum“.

Der MBA Sustainability Management ist für mein berufliches Vorankommen Meilenstein und Wendepunkt zugleich. Mit ihm habe ich die beruflichen Weichen inhaltlich und auch mich selbst mental neu (ein-)gestellt.

Der MBA führte mich über viele Stationen, u.a. Vorstand des SustainCo Beraternetzes, Nachhaltigkeitsverantwortliche des Branchennetzwerks der Assekuranz (AMC), Studienautorin zur CSR-Kommunikation der Versicherungswirtschaft samt Buchauskopplung bei Springer, Expertin für verständliche Kommunikation bis zur Geschäftsführerin meines eigenen Unternehmens. Wo, wenn nicht in Lüneburg, hätte ich wohl meine heutigen Mitstreiterinnen für eine gemeinsame Firmengründung treffen sollen?

jQuery(document).ready(function ($) { var moving = $('#aesop-quote-component-10129-2 blockquote'), component = $('#aesop-quote-component-10129-2'); // if parallax is on and we're not on mobile moving.waypoint({ offset: '90%', handler: function (direction) { $(this).toggleClass('aesop-quote-faded'); } }); }); „Wer sich mit nachhaltiger Transformation beschäftigt, der braucht eine hohe Frustrationstoleranz und einen langen Atem. Die gute Nachricht: Dranbleiben hilft.“ Désirée Schubert

Mit meinen Geschäftspartnerinnen Meike Frese und Elsa Pieper habe ich vor drei Jahren die Fährmann Unternehmensberatung GmbH mit Sitz in München und Köln gegründet. Wir beraten und begleiten Unternehmen, die sich nachhaltig transformieren wollen, im In- und Ausland zu wertebasierter Unternehmensführung, Nachhaltigkeitsstrategie und -kommunikation. Hier fließen alle meine Learnings und Stationen bestens zusammen.

Ich erinnere mich noch sehr gut an die Abschlussrede von Prof. Schaltegger zur feierlichen Übergabe meines MBA-Titels. Der Begriff, der darin am häufigsten fiel, war Frustration. Zu dem Anlass sicherlich nicht unbedingt das, was man hören möchte, aber es steckt auch ein großes Stück Wahrheit darin. Wer sich mit nachhaltiger Transformation beschäftigt, der braucht eine hohe Frustrationstoleranz und einen langen Atem. Die gute Nachricht: Dranbleiben hilft. Und: es geht nicht allein. Wer viel erreichen will, braucht fähige Mitstreiter mit unterschiedlichen Blickwinkeln und Kompetenzen – und letztlich mehr als zwei Schultern, auf denen sich die Herausforderungen verteilen lassen.“

Bildquelle: Désirée Schubert

Dieser Beitrag ist Teil der Festschrift ‚15 Jahre MBA Sustainability Management‘. Mehr Infos zum MBA Sustainability Management und zur Bewerbung für einen der kommenden Jahrgänge finden Sie hier.

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Gemeinsam für eine weltoffene, solidarische Gesellschaft

VEN Niedersachsen - 12. August 2019 - 11:37

Am Sonnabend, dem 24. August zeigt Deutschland in Dresden wie tolerant es ist. Auch der VEN ruft zur bundesweiten #unteilbar-Großdemonstration mit auf. Knapp 90 ostdeutsche und Berliner entwicklungspolitische Vereine und Landesnetzwerke haben zudem ein Papier veröffentlicht, in dem sie sich eindeutig gegen Rassismus und Ausgrenzung positionieren und für eine weltoffene, solidarische und nachhaltige Gesellschaft eintreten.

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Workshop: Verkleinere deinen Fußabdruck - vergrößere deinen Handabdruck: Einführung in ein neues Konzept für die transformative Bildungsarbeit

Event in #Hamburg - 12. August 2019 - 10:18
Sprache Deutsch Termin:  Mittwoch, 25.09.2019

Info/Anmeldung: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung Geschäftsstelle für die NUN-Zertifizierung in Hamburg, Ansprechpartnerin: Ulrike Kusel, Tel. 040 226327764, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de/veranstaltungen/hamburg/

Anmeldung bis 18. September 2019

Waldschule – Niendorfer GehegeBondenwald 10822453 HamburgDeutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung Geschäftsstelle für die NUN-Zertifizierung in Hamburg, Ansprechpartnerin: Ulrike Kusel, Tel. 040 226327764, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de/veranstaltungen/hamburg/

Anmeldung bis 18. September 2019

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Future Policy Award 2019 Impactful policies that empower young people for a fair and sustainable Future

World Future Council - 12. August 2019 - 9:00
Future Policy Award 2019 Impactful policies that empower young people for a fair and sustainable Future

67 nominations from 36 countries contest for Future Policy Award received

The World Future Council kicked off its prestigious Future Policy Award in April 2019 to highlight proven policies that effectively promote and scale up local, national, regional and international youth empowerment solutions. With its partners the Inter-Parliamentary Union (IPU) and the United Nations Development Programme (UNDP), with the support of the Office of the UN Secretary-General’s Envoy on Youth, the International Labour Organisation (ILO), Michael Otto Foundation, Jua Foundation we sent out our Call for Nominations to over 10,000 experts and representatives of international organizations, academia, non-governmental organizations, government agencies and other noted experts.

We were particularly interested in nominations of innovative and impactful laws, policies and legal frameworks that create enabling environments and empower young people in the following fields:

  • Economic empowerment of young women and men in decent and sustainable jobs
  • Youth civic engagement and political participation in support of sustainable development and peace.

The response was overwhelming receiving 67 nominations from Africa, Asia, Europe, Latin America and Oceania as well as nominations considering international or regional conventions or agreements.

Today, there are 1.8 billion young people – the largest group of young people the world has ever seen. 87% of young people live in the so-called developing world. Young people embody the potential of a society and play a crucial role as key architects of the future of their communities, families and countries. Young people are also on the frontlines of political and social change. They form one of the most powerful driving force for change and development needed to achieve the Agenda 2030.

An independent high level jury will decide on the winning policies after a thorough evaluation process End of August. It is composed of experts in field of youth empowerment and the UN Agenda 2030. Among the jury members are H.E. María Fernanda Espinosa Garcés, President of the 73rd session of the UN General Assembly, Hon. Gabriela Barron, President of the Inter-Parliamentary Union (IPU), Charles Chauvel, Head of the Governance team of the United Nations Development Programme (UNDP), Valter Nebuloni, Head of Employment Policy Department of the International Labour Organisation (ILO), Prof. Dr. Michael Otto, Entrepreneur and Honorary Councillor of the World Future Council as well as youth representatives. The winners will be presented at a formal ceremony with the participation of ministers, decision-makers, donors and the media on 16th October 2019, at the 141st Assembly of the IPU in Belgrade, Serbia.

List of nominations
Our High-Level Jury

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Call for Papers: Forschungskolloquium 2020 – Symposium „Nachhaltigkeit und Internationalisierung: neue Impulse für deutsche Hochschulen”

#Nachhaltigkeit - 12. August 2019 - 0:00

Im Fokus des Symposiums „Nachhaltigkeit und Internationalisierung: neue Impulse für Hochschulen im deutschsprachigen Raum“ stehen Mittel und Wege, um die Internationalisierung im Bereich der Nachhaltigkeit zu fördern und ein weiteres Engagement von Hochschulen hier anzustoßen. Das Symposium, organisiert von der European School of Sustainability Science and Research (ESSSR) in Kooperation mit zahlreichen höheren Bildungseinrichtungen, wird darüber hinaus zu der allgemeinen Weiterentwicklung des zentralen Themas „Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele“ (konkret Ziel #17: Partnerschaften) beitragen.

Das Symposium wird Lehrende und Forschende einer Vielzahl unterschiedlicher Disziplinen einbeziehen, von den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften über Mode und Kunst bis hin zu Sprach-, Medien- und Umweltwissenschaften.

Veranstaltungsort des Symposiums am Freitag, den 13. März 2020 ist die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW).

Weitere Informationen finden Sie hier.

Foto: CC0-Lizenz: Pixabay (Free-Photos)

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Klima auf der Kippe – Welchen Preis braucht CO2? Diskussion am 21. August in Hamburg

#Nachhaltigkeit - 9. August 2019 - 11:00

Wer seinen Müll über den Zaun in Nachbars Garten entsorgt, dürfte rasch Konsequenzen spüren. Anders sieht es bei CO2 aus, dem Abfall der Verbrennung fossiler Energieträger. Dessen Entsorgung ist in Deutschland und vielen anderen Staaten immer noch kostenlos. Und das wird reichlich ausgenutzt. Allein in Deutschland erzeugen wir so Schäden für unsere Nachwelt von mindestens 150 Milliarden Euro jährlich. Wir tragen zur fortschreitenden Erwärmung der Erde bei, deren Folgen wir im vergangenen Jahr erahnen konnten.

Derzeit fordern nicht nur die Umweltschutzverbände sowie Schüler_innen und Student_innen, sondern auch große Teile der Wirtschaft eine Steuer auf CO2. Auch in der Politik gibt es Diskussionen, doch der Staat fördert die fossilen Energien weiterhin mit 50 Milliarden Euro pro Jahr. Folgende Fragen kommen dabei auf:

  • Was soll CO2 kosten?
  • Was darf es kosten und für wen?
  • Wie können wir einen sozialen Ausgleich und Generationengerechtigkeit herstellen?
  • Welche Modelle für einen CO2-Preis gibt es bereits? Und reicht eine Steuer auf CO2 aus, um alle Probleme zu lösen?

Es diskutieren Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft. Den Flyer mit dem Programm und Informationen zu den diskutierenden Gästen finden Sie hier (PDF).

Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.

Eine Anmeldung ist erforderlich: online, per E-Mail oder telefonisch unter 040/600 387-0.

Wann?
Mittwoch, 21. August 2019, um 19 Uhr

Wo?
Freie Adakemie der Künste in Hamburg, Klosterwall 23, 20095 Hamburg

Die Veranstaltung wird durchgeführt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Heinrich-Böll-Stiftung Hamburg e. V. sowie der Friedrich Ebert Stiftung und wird gefördert durch die Landeszentrale für politische Bildung der Freien und Hansestadt Hamburg.

Foto: CC0/Pixabay (Gerd Altmann)

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Norddeutsch und Nachhaltig – Zertifizierung für die Bildungsarbeit von Organisationen und Freiberuflichen

#Nachhaltigkeit - 9. August 2019 - 0:00

Norddeutsch und Nachhaltig, dafür steht NUN – ein Siegel der Länder Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein – für hochwertige Bildungsarbeit zu Zukunftsthemen im non-formalen Bereich. Organisationen und Freiberufliche können mit diesem kostenfreien Zertifizierungsverfahren ihre Bildungsarbeit kontinuierlich entlang den Anforderungen einer Bildung für eine nachhaltige Entwicklung weiter entwickeln und die besondere Qualität ihrer Angebote nach außen sichtbar machen.
Antragsfrist ist der 15. Februar 2020.

Einige Gründe, die für eine NUN-Zertifizierung sprechen:

  • Profitieren von externer kollegialer Beratung und individuellem Feedback von Expertinnen und Experten
  • Sichtbar werden für die eigenen Zielgruppen und sich von anderen Anbietenden abheben
  • Horizont erweitern durch Vernetzung mit anderen fachlich versierten Akteurinnen und Akteuren

Kostenfreie Workshops unterstützen Akteurinnen und Akteure in ihrer Qualitätsentwicklung und bereiten gezielt auf eine NUN-Antragstellung vor:

  1. Norddeutsch und Nachhaltig – Die NUN-Zertifizierung
    am Donnerstag, den 29. August 2019 von 14.00 bis 17.00 Uhr

  2. Leitbildentwicklung – für eine zielgerichtete Bildungsarbeit
    am Donnerstag, den 19. September 2019 von 14.00 bis 17.30 Uhr

  3. Ein pädagogisches Konzept – Bildungsarbeit mit Profil
    am Mittwoch, den 30. Oktober 2019 von 14.00 bis 17.30 Uhr

Anmeldungen mit Angabe zu Name, Organisation und Mobilnummer bitte bis eine Woche vor Veranstaltung per E-Mail.

Weitere Informationen rund um die Workshops und die NUN-Zertifizierung finden Sie im Programm (PDF) und im Flyer (PDF) sowie auf der Webseite.

Wo?
Die Veranstaltungen finden in der Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE), Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg/Wilhelmsburg, statt.

Foto: CC0/Pixabay (ElisaRiva)

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Rückblick: 3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Zukunft“ am 7. August 2019

Klimawoche - 8. August 2019 - 15:08

Auf dem Podium:

  • Dr. Daniel Dahm, Nachhaltigkeitsexperte und Autor des Buches „Benchmark Nachhaltigkeit“
  • Dr. Roda Verheyen, Hamburger Umweltjuristin und Rechtsanwältin der Klimaschutzklage „People’s Climate Case“
  • Moderation: Frank Schweikert, Sprecher des Beirats der Hamburger Klimawoche

Klimaschutz und der Schutz unserer Ressourcen kann nur funktionieren, wenn die Produkte unseres täglichen Lebens einen ehrlichen Preis haben. Deswegen plädiert Naturwissenschaftler und Buchautor Dr. Daniel Dahm beim gut besuchten 3. Klimawochen-Zukunftsdialog in der „Nordakademie“ für eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Wir verbrauchen unsere Substanz“, so Dahm. „Man kann auch sagen, der Unsinn übersteigt den Sinn.“

Dieser gnadenlose Verbrauch der Substanz ist der alltägliche Wahnsinn unseres Wirtschaftssystems. „Die Spielregeln des marktlichen Wettbewerbs sind für eine ,Raubritterökonomie‘ gestaltet. Wer am rücksichtslosesten agiert, gewinnt“, sagt Dahm. Durch Externalisierung (Auslagerung) von Anteilen der Produktionskosten aus der Privatwirtschaft in die Gemeinschaftsgüter bekämen externalisierenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. „Gegenwärtig macht die kapitalistische Marktwirtschaft Nachhaltigkeit unmöglich.“

Als Gemeinschaftsgüter gelten alle lokalen, regionalen und globalen natürlichen Lebensgrundlagen, also die ökologische Diversität, die Fruchtbarkeit der Böden, der Reichtum von Flora und Fauna von Ozeanen, Flüssen und Seen, die Rohstoffe, das Wasservorkommen und die Stabilität der Klima- und Ökosystem. Außerdem die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt. Alle Menschen dürfen Gemeinschaftsgüter für ihre individuellen Zwecke nutzen, ohne sie zu verbrauchen oder zu schädigen. Das Recht der Nutzung müsse mit der Pflicht zum Erhalt der Gemeinschaftsgüter verbunden werden, so Dahm.

Der Nachhaltigkeitsexperte zitiert den Ökonomen Walter Eucken, „den Guru der Liberalen“, der schon 1952 formulierte: „Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen.“ Dann habe der „Christian Lindner aber keine Ahnung von Liberalismus“, pointiert Dahm. Heute werde die Destabilisierung des Ökosystems Erde in Kauf genommen. Die natürlichen Lebens- und Produktionsbedingungen sind keine freien Güter mehr. Ihr Nutzen wurde heimlich privatisiert, die Kosten auf die Gemeinschaft ausgelagert, diagnostiziert Dahm.

Er fordert eine Anpassung des Ordnungsrahmens für Unternehmen und die Unterbindung von Wettbewerbsverzerrungen durch Externalisierung von ökologischen Folgekosten. „Ein Computer müsste das Hundertfache kosten, wenn wir den ökologischen Fussabdruck sehen“, sagt Dahm. Zudem fordert er eine umfassende Dokumentation aller Nachhaltigkeitsrisiken eines Unternehmens und ihrer ethisch ökologischen Wirkungen. Und nach dem Verursacherprinzip müsse der, der die natürlichen Grundlagen nutze, auch für deren Erhalt sorgen.

Während Daniel Dahm quasi „als freier Radikaler“ („weil ich ein radikaler Klimaschützer bin“) argumentiert, versteht sich Dr. Roda Verheyen von Berufs wegen als „Rechtsanwenderin“. „Ich wende das bestehende Recht an, um der Externalisierung entgegen zu wirken.“ Die Umweltjuristin hat 2002 das internationale Netzwerk Climate Justice Programme gegründet und verklagt für ihre Mandanten gerade die Bundesregierung, weil diese die Klimaschutzziele 2020 nicht einhält. „Wir argumentieren vor Gericht mit der Wissenschaft“, sagt die Juristin. Ihren Mandanten gehe es um ihr „Eigentum, um die Verteidigung ihrer Lebensgrundlage“. In den USA und in Frankreich, so Verheyen, gäbe es so eine Art Schadenersatz für Schäden am Gemeinwohl. „Das gibt es Deutschland nicht“, so Verheyen.

Auch die Verantwortung von Unternehmen für ihre Lieferketten, betonte Verheyen. „Für die Textilindustrie geht es beispielsweise um die Zurechnung von Verantwortung für die Zustände in einer Näherei.“ Sie hob dabei positiv den Vorstoß von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hervor, der Anfang des Jahres ein „Sorgfaltspflichtengesetz“ vorgeschlagen hatte. Müller hatte der Wirtschaft mit Strafen gedroht, wenn sie ihre Lieferanten in Entwicklungsländern nicht zu fairen Arbeitsbedingungen und dem Einhalten von Umweltstandards zwingen würden.

Aktuell sorgt gerade der Antrag der Deutschen Umwelthilfe für Wirbel. Sie hat Beugehaft für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) beantragt, weil er in Stuttgart die Fahrverbote für Euro-5-Diesel nicht umsetzt. Frank Schweikert, Moderator des Klimawochen-Zukunftsdialogs: „Werden wir erleben, dass ein Ministerpräsident ins Gefängnis geht?“ Juristin Verheyen: „Das halte ich für möglich. Das nichtumsetzen der Fahrverbote ist eine Amtspflichtverletzung.“

Der Zukunftsdialog wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Überschüssen von „BINGO! Die Umweltlotterie“ und die „Nordakademie Stiftung“.

Der Beitrag Rückblick: 3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Zukunft“ am 7. August 2019 erschien zuerst auf 11. Hamburger Klimawoche.

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Bürgerdialog „Europa nach der Wahl – Wir müssen reden!“ in Erfurt

Europa-Union Hamburg - 8. August 2019 - 14:16
Am 4. September macht die bundesweite Bürgerdialogreihe der Europa-Union Deutschland „Europa nach der Wahl - Wir müssen reden!“ Station in Erfurt. Beim Bürgerdialog um 18 Uhr in der Staatskanzlei kommt das Publikum mit Politikern und Experten persönlich ins Gespräch. Wie steht es um die Werte und den Zusammenhalt in der EU? Wie kommen europäische Regelungen zustande und welchen Mehrwert haben sie vor Ort? Ziel des Bürgerdialogs ist es, Raum für den Austausch von Meinungen, Sorgen und Hoffnungen zu schaffen.
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Bürgerdialog „Europa nach der Wahl – Wir müssen reden!“ in Erfurt

Europa-Union Hamburg - 8. August 2019 - 14:16

Bei der Europawahl im Mai 2019 haben die Wählerinnen und Wähler die Weichen für die zukünftige Entwicklung der EU gestellt. Wie geht es jetzt weiter? Welche Prioritäten und Themen setzt das neue Europäische Parlament? Wie stellt sich die neue Europäische Kommission auf? Auch dabei sind wir Bürgerinnen und Bürger gefragt: In was für einem Europa wollen wir leben? Was wünschen wir uns von der EU für uns persönlich, für Erfurt und für Thüringen?

Alle Teilnehmenden haben die Gelegenheit, Ihre Anliegen und Erwartungen im direkten Gespräch an folgenden Thementischen einzubringen:

  • Gemeinsam einsam? Werte und Zusammenhalt in der EU

  • Riese oder Zwerg? Europas Rolle in der Welt

  • Nach uns die Sintflut? Klima, Verbraucherschutz und Nachhaltigkeit in der EU

  • Geld regiert die Welt? Wirtschaft und Soziales in der EU

Rede und Antwort stehen Ihnen Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Kultur und Europa in der Thüringer Staatskanzlei, Bernhard Schnittger, stv. Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland, Milena Kleine vom Auswärtigen Amt, die Europaabgeordnete Marion Walsmann, Ramona Ballod von der Verbraucherzentrale Thüringen, die Landtagsabgeordnete Madeleine Henfling, Sandro Witt, Vorsitzender der DGB Landesvertretung Thüringen, und Ullrich Geidel, Geschäftsführer von N3 Engine Overhaul Services. 

Das vollständige Programm finden Sie hier.

Eine Anmeldung ist aus Sicherheitsgründen erforderlich! Anmelden können Sie sich per E-Mail oder direkt über das Onlineformular. Weitere Informationen finden Sie unter: www.eud-buergerdialoge.de.

Der Bürgerdialog in Erfurt wird in Kooperation mit dem Europäischen Informations-Zentrum in der Thüringer Staatskanzlei, der Europa-Union Thüringen und den Jungen Europäischen Föderalisten Thüringen durchgeführt.

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Nachhaltig wirtschaften – geht das überhaupt?

Politische Bildung - 7. August 2019 - 17:58
Beginn: 27.11.19 - Dauer: 1 Tag - Preis: 5 EUR - Ort: Hamburg-Altstadt
weitere Informationen auf politischebildunghh.kursportal.info ...
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Nordseeinseln in Gefahr - Wie der Klimawandel Inseln trifft

Politische Bildung - 7. August 2019 - 16:17
Beginn: 23.09.19 - Dauer: 1 Tag - Preis: kostenlos - Ort: Hamburg-Hammerbrook
weitere Informationen auf politischebildunghh.kursportal.info ...
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Workshop: Kampagnenarbeit und Strategieentwicklung

VEN Niedersachsen - 6. August 2019 - 16:28

Wie entwickeln wir als Initiative, Organisation oder Netzwerk eine eigene Kampagne? Wie kommen wir dabei vom konkreten Problem zu Zielen und Strategien? Welche Aktionsformen gibt es und welche eignen sich für unser Anliegen? Wann ist eigenes Engagement in bundesweiten Kampagnen besonders effizient und wirkt auch vor Ort?

Antworten liefert ein Seminar am Freitag, dem 23. August 2019 in Oldenburg. Die Teilnahme ist kostenlos. Fahrtkosten werden erstattet.

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Neu: Repair Café im Goldbekhaus ab 10. August 2019

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 6. August 2019 - 10:00
Toaster qualmt? Stuhl wackelt? Rollator eiert? Wegschmeißen und Neukaufen scheint häufig die einzige Lösung. Das neue Repair Café im Goldbekhaus zeigt, wie es auch anders geht. Bringt eure „Problemfälle“ beim neuen Repair Café vorbei und repariert sie zusammen mit versierten [...]

Workshop: Ein pädagogisches Konzept - Bildungsarbeit mit Profil

Event in #Hamburg - 6. August 2019 - 9:51
Sprache Deutsch Termin:  Mittwoch, 30.10.2019

Info/Anmeldung: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Geschäftsstelle für die NUN-Zertifizierung in Hamburg, Friesenweg 1, 22763 Hamburg, 040 226327764, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de
 

Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE)Neuenfelder Straße 1921109 Hamburg/WilhelmsburgDeutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Geschäftsstelle für die NUN-Zertifizierung in Hamburg, Friesenweg 1, 22763 Hamburg, 040 226327764, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de
 

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Workshop: Leitbildentwicklung - für eine zielgerichtete Bildungsarbeit

Event in #Hamburg - 6. August 2019 - 9:48
Sprache Deutsch Termin:  Donnerstag, 19.09.2019

Info/Anmeldung: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Geschäftsstelle für die NUN-Zertifizierung in Hamburg, Friesenweg 1, 22763 Hamburg, 040 226327764, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de

Hamburger Behörde für Umwelt und Energie (BUE)Neuenfelder Straße 1921109 Hamburg/WilhelmsburgDeutschland Preview Text: 

Info/Anmeldung: S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Geschäftsstelle für die NUN-Zertifizierung in Hamburg, Friesenweg 1, 22763 Hamburg, 040 226327764, nun-zertifizierung[at]save-our-future.de, www.nun-zertifizierung.de

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Mitgliedszeitschrift Europa aktiv

Europa-Union Hamburg - 6. August 2019 - 9:36
Bierdeckel, Sattelschoner, Aufkleber ... 215 000 Mal wurden #EuropaMachen-Kampagnen-Materialien verteilt, 1400 Mal das Info-Kit oder der „EuropaMachen“-Baukasten heruntergeladen, über 250 Veranstaltungen gab es bundesweit - vermutlich noch viel mehr, denn die Bundesgeschäftsstelle hat sicherlich nicht von allen Aktion aller Ortsverbände erfahren ... - die große Kampagne zur Europawahl war ein Riesenerfolg! Welche Aktionen wo gelaufen sind, was die Frau Europas über die künftige EU-Spitze denkt und womit die EUD jetzt in die Luft geht, all das finden Sie in der neuen Ausgabe von Europa-Aktiv.
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Mitgliedszeitschrift Europa aktiv

Europa-Union Hamburg - 6. August 2019 - 9:36

Welche Aktionen wo gelaufen sind, was die Frau Europas über die künftige EU-Spitze denkt und womit die EUD jetzt in die Luft geht, all das finden Sie in der neuen Ausgabe von Europa-Aktiv.

Die Ausgabe 3-2019 kann hier online abgerufen werden.

Ältere Ausgaben finden Sie in unserem Archiv.

 

Bis zur nächsten Ausgabe können Sie sich auch auf der Europa-Union Facebook-Seite auf dem Laufenden halten.

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3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Verantwortung“

Klimawoche - 5. August 2019 - 16:20

Liebe Freund*innen und Partner*innen der Hamburger Klimawoche,

Klimaschutz und der Schutz unsere Ressourcen kann nur funktionieren, wenn die Produkte unseres täglichen Lebens einen ehrlichen Preis haben. Dieser schließt alle Kosten mit ein, auch diejenigen, die beispielsweise durch die Zerstörung unserer Umwelt verursacht werden. Führend in dieser Diskussion ist in Deutschland der promovierte Naturwissenschaftler Dr. J. Daniel Dahm, der sich seit Jahrzehnten intensiv mit den wirtschaftlichen Mechanismen auseinandersetzt und im Rahmen seines aktuellen Buches „Benchmark Nachhaltigkeit: Sustainability Zeroline“ diese Kehrtwende in der Wirtschaftspolitik und Gesetzgebung fordert. Wir freuen uns auf einen spannenden Dialog zusammen mit der Anwältin Roda Verheyen, die sich als Kopf der Klimaklage „People’s Climate Case“ auch exzellent mit diesem Thema auskennt und Fragen beantworten kann.

Wir laden Sie herzlich ein zum

3. Klimawochen-Zukunftsdialog

„Unser Klima – Unsere Verantwortung“ 

Mittwoch, 7. August 2019 um 19 Uhr 

im Dockland
NORDAKADEMIE Graduate School, 5. Stock
Van-der-Smissen-Str. 9, 22767 Hamburg

Auf dem Podium:

  • Daniel Dahm, Autor des Buches „Benchmark Nachhaltigkeit“ und Experte zu Nachhaltigkeit und Wirtschaft
  • Roda Verheyen, Hamburger Umweltjuristin und rechtliche Vertreterin des „People’s Climate Case“

Moderation: Frank Schweikert

Der Mensch frisst sich mit seinen Wirtschaftsaktivitäten immer aggressiver in die Substanz der Geobiosphäre hinein und produziert den globalen Overshoot, der uns und alle künftigen Generationen in die Katastrophe führt. Deswegen müssen die Spielregeln des Marktes und des Wettbewerbs dahingehend verändert werden, dass sich in Zukunft der Schutz der Natur und unserer Lebensgrundlagen als unternehmerischer Vorteil am Markt etabliert. Der Gesetzgeber muss für die Wirtschaft zur Pflicht machen, dass an einem Gemeinschaftsgut Genutzte beziehungsweise Verbrauchte wieder aufzufüllen und dessen Regeneration zu ermöglichen. Letztendlich müssen wir wirtschaftlich und juristisch zu einem ehrlichen Preis am Ende für alle Produkte unseres Lebens kommen.

Nach der Diskussion und den Gesprächen mit unseren Podiumsgästen gibt es ausreichend Zeit zum Netzwerken und persönlichem Austausch. Veranstaltungsende ist um 21:30 Uhr.

Die Veranstaltung wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Überschüssen von BINGO! Die Umweltlotterie und die NORDAKADEMIE Stiftung. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldung erbeten: https://tinyurl.com/y4cyryhr

 

 

Der Beitrag 3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Verantwortung“ erschien zuerst auf 11. Hamburger Klimawoche.

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