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Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen
Aktualisiert: vor 1 Stunde 25 Minuten

Das muss Hamburg fürs Klima tun!

9. Oktober 2019 - 19:42

Zum Start der 11. Hamburger Klimawoche erschien in der Hamburger Morgenpost ein Text von Frank Schweikert, Kurator und Sprecher des Beirats der Klimawoche, mit acht Forderungen, was Hamburg in Sachen Klimaschutz verändern sollte. Wir dokumentieren hier den Beitrag:

„Mit dem Kleinklein kann es nicht weitergehen“, hatte Hamburgs Ex-Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) jüngst in der „Süddeutschen Zeitung“ gesagt. Alle müssten sich beim Klimaschutz auf „spürbare Auswirkungen“ einstellen, so unser Finanzminister. Wie recht er hat – doch kommt diese Einsicht und das Bekenntnis zum Klimaschutz reichlich spät. Seit vielen Jahren weisen Wissenschaftler auf die Folgen des Klimawandels hin, appellieren fast vergebens an Politik und Wirtschaft. Denn alle Technologien und Geld für eine nachhaltige Zukunft stünden zur Verfügung. Deswegen muss die Stadt Hamburg jetzt Handeln und könnte Vorbild werden! 

Verkehr

Statt durchschnittlich 139 Stunden pro Jahr im Stau zu stehen und überdurchschnittlich viel Lärm- und Feinstaubbelastung zu konsumieren, brauchen die Hamburger und Hamburgerinnen die Mobilitätswende für mehr Klimaschutz und damit verbunden mehr Lebensqualität. Daher soll die Innenstadt bis 2025 frei werden von Verbrennungsmotoren.
Vorfahrt fürs Rad: Die Infrastruktur für Radfahrer muss konsequent ausgebaut werden. Kopenhagen und Amsterdam machen es seit vielen Jahren vor – auch mit räumlich vom Autoverkehr getrennten Radwegen. Inzwischen fährt in Kopenhagen die Hälfte der Bewohner mit dem Rad zur Arbeit. 

Öffentlicher Nahverkehr

Der ÖPNV muss deutlich günstiger und attraktiver werden – das Angebot muss zur besseren Kombination von Verkehrsmitteln mit dem Ziel verbreitert werden, auf das persönliche Fahrzeug mit Verbrennungsmotor zu verzichten. Der Umbau der Busflotte auf elektrische oder Wasserstoff-Fahrzeuge soll früher als bisher geplant und bis spätestens 2030 abgeschlossen sein.
Der heute völlig überlastete Hauptbahnhof und das öffentliche Verkehrsnetz müssen schnellstens an die wachsenden Bedürfnisse angepasst und attraktiv um- sowie ausgebaut werden.

Hafen

Der Hamburger Hafen darf uns nicht krankmachen und benötigt dringend ein Nachhaltigkeits- und Klimakonzept. Ziel muss sein, dass schwerölbtriebene Schiffe den Hafen nicht mehr anlaufen dürfen. Hier könnte Hamburg Vorreiter in Europa werden – ebenso bei einer vollständigen Landstrompflicht. Die mit Steuergeldern finanzierte Landstromanlage am Kreuzfahrtterminal Altona muss verbindlich von allen Schiffen während der gesamten Liegezeit genutzt werden. Kreuzfahrtschiffe sollten wie jedes andere Hotel auch, die Bettensteuer bezahlen müssen. Die Einnahmen sollen direkt in den ökologischen Umbau des Hafens fließen. Dazu zählt auch die Entwicklung passender Elektrofähren. Auch für den Hafen müssen die Hamburger Verfassung und die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ohne Ausnahme verbindlich sein. Produkte, die dagegen verstoßen, dürfen nicht mehr von Hamburg aus befördert werden. 

Energie

Auf jedes städtische Dach gehört eine Solaranlage – nach dem Vorbild von Tübingen. Die Stadt muss die Förderung von Solaranlagen auf privaten Dächern und die Solaroffensive der Hamburger Klimawoche konsequent unterstützen. Mit sieben Cent Kosten pro Kilowattstunde ist Solarenergie konkurrenz- und alternativlos – auch in Hamburg. Pionierprojekte für kombinierte Dachbegrünungen mit Solarenergie und -thermie wären wegweisend.

Gleichzeitig muss schnellstmöglich Hamburgs größter Klimakiller, das Kohlekraftwerk Moorburg, vom Netz – einhergehend mit einem Verkaufsverbot von mit Kohle erzeugter Energie aus Moorburg ins Ausland. Der Umbau des Wärmenetzes von einem zentralen zu einem dezentralen auf Bürgerenergie orientierten Netz wäre Hamburgs Beitrag zur Energie- und Klimawende. Offensichtliche Energieverschwendung soll bestraft werden, die Strafgelder direkt der Förderung erneuerbarer Energie zugutekommen. Das Ziel: Hamburgs Energiegewinnung bis 2035 klimaneutral zu gestalten. 

Verbraucherschutz

Alle Veranstaltungen auf öffentlichen Grund müssen sofort frei von Einweggeschirr aus Plastik oder Einweg-Plastikprodukten sowie von Produkten, die Mikroplastik enthalten, werden. Plastik ist ein Drama für unsere Umwelt und unsere Meere, Mikroplastik lässt sich mittlerweile sogar in unserem Blut nachweisen. Zudem sollte Hamburg keine Produkte mehr einkaufen, die gesundheitsschädlich sind oder von Konzernen stammen, die auf Kosten der Umwelt wirtschaften oder die in Einmal-Plastik verpackt sind. Begleitet wird dieses konsequente ökologische Einkaufen der Stadt durch eine Infokampagne für die Bürger. Jeder sollte es als hanseatische Verpflichtung ansehen, beim Klima- und Umweltschutz mitzumachen. Die Hamburger Urban Gardening Offensive soll nach dem Vorbild von Andernach alle verfügbaren städtischen Flächen vor allem bedürftigen Hamburgerinnen und Hamburgern kostenfrei zur Verfügung stellen. 

Bildung

Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz als eigenes Schulfach würde die Bedeutung des Themas für uns alle und die folgenden Generationen verdeutlichen. Wegweisend könnte Hamburg bei der Vernetzung von Schulen und nachhaltigen Unternehmen und Initiativen sein. Die Hamburger Klimawoche wird konsequent zur zentralen Bildungs- und Kommunikations-Veranstaltung weiterentwickelt. Alle Schulkantinen sollen als Vorbild ausschließlich nachhaltiges Essen ausgeben. 

Abfall

Der beste Müll für Mensch und Umwelt ist der, der nicht anfällt. Hamburg sollte Vorreiter werden, Restmüll in seiner jetzigen Form gänzlich abzuschaffen. Abgeholt wird nur noch sortenreiner Müll, sortiert nach Kunststoff, Metall, Papier. Biomüll dagegen verbleibt bei den Menschen in den Quartieren. Dafür werden im gesamten Stadtgebiet – nach dem Vorbild von Paris – dezentrale Komposteinrichtungen gebaut und unterhalten. Wer dennoch Müll produziert, der nicht getrennt wurde, muss dafür tief in die Tasche greifen. Ziel ist die schrittweise Reduktion der Müllverbrennungsanlagen in Hamburg und die deutliche Besteuerung der bei der Verbrennung anfallenden hochgiftigen Giftschlacke. Der Im- und Export von Müll aus oder nach Hamburg soll ganz verboten werden.

Regionalität

Die Struktur der öffentlichen regionalen Märkte soll wesentlich gestärkt werden. Die Stadt Hamburg soll sich selbst an der regionalen Landwirtschaft beteiligen und sich zur Abnahme verpackungsfreier Waren durch städtische Unternehmen verpflichten.

Ein konsequentes klimafreundliches Handeln kommt allen Hamburgern zugute und bedeutet ein Gewinn an Lebensqualität und ist unsere Bringschuld für unsere Kinder und Enkelkinder. Immer mehr Menschen erkennen das und sind bereit, ihren Beitrag zu leisten.

Foto: Pixabay

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Kategorien: Hamburg

11. Hamburger Klimawoche ein großer Erfolg: Hamburger*innen bereit zum Handeln!

30. September 2019 - 19:23

Unsere Bilanz nach acht Tagen Klimawoche, die wir am Sonntag Nachmittag an die Medien verschickt haben:

Die 11. Klimawoche unter dem Motto „Das Klima braucht Dich!“ hat Hamburger Geschichte geschrieben. Die eindrucksvollen Kuppelzelte auf dem Rathausmarkt waren das Informationszentrum der Klimawoche und standen für Aufklärung und den Dialog über den menschengemachten Klimawandel – wurden zum Symbol für einen breiten gesell- schaftlichen Dialog. Insgesamt gab es in der Stadt mehr als 250 Veranstaltungen.

Mit der Liveschaltung zum Weltklimarat (IPCC) nach Monaco hat die Hamburger Klimawoche auf eindrucksvolle Weise die Verknüpfung von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft hergestellt und die Hamburger*innen als erstes und ganz unmittelbar informiert. Der Weltklimarat hatte für seinem Sonderbericht über Ozeane und Polarregionen mehr als 7000 Studien ausge- wertet und war zu dem dramatischen Ergebnis gekommen, dass der Meeresspiegelanstieg in den nächsten 250 Jahren vier Meter betragen wird, wenn der Klimawandel nicht sofort ge- stoppt wird. Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl, Pioneer des Weltklimarats in Deutschland, der das Klimapaket der Bundesregierung bei der Liveschaltung als „Päckchen“ bezeichnet hatte, war sich mit Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) einig, dass „aus dem Päckchen ein Paket werden muss“. Klimaforscher Prof. Mojib Latif, Beiratsmitglied der Hamburger Klimawoche und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, hatte die Pläne der Bundesregierung bei der Eröffnung der Hamburger Klimawoche als „Sterbehilfe fürs Klima“ bezeichnet.

Die Besucher*innen der European Researchers’ Night auf der Hamburger Klimawoche waren tief berührt von den beeindruckenden Schilderungen von Seenotretterin und Naturschutzökologin Carola Rackete, die 2011 mit einem Forschungsschiff zum Nordpol gereist war: „Mir wurde klar: Das ewige Eis gibt es gar nicht, so wie ich mir das vorgestellt habe, war es nicht am Nordpol.“ Die Eisschmelze sei dramatisch gewesen, dies habe sie nachhaltig beeindruckt. Carola Rackete sprach über den Klimawandel als Fluchtursache und über soziale Gerechtig- keit. Außerdem darüber, dass das Artensterben genauso dramatisch sei, wie der Klimawandel und deswegen in den gesellschaftlichen Fokus gehöre. Auch zum Klimapaket der Bundesregierung äußerte sich Carola Rackete. Mit ihm steuere man auf eine Erwärmung von drei bis fünf Grad hin: „Die menschliche Gesellschaft steht vor einer Existenzfrage.“ Im vollbesetzten Kuppelzelt bekam Carola Rackete nach ihren eindrucksvollen Schilderungen stehenden Applaus vom Publikum.

Profisegler Boris Herrmann berichtete vor dem begeisterten Publikum, wie er die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit der Rennyacht „Malizia II“ klimaneutral zur UN-Klimakonfe- renz nach New York gebracht hatte und zeigte bisher unveröffentlichte Fotos von der Reise. Das Team Malizia hatte die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernommen.

Die 11. Hamburger Klimawoche fand auch in der Bundespolitik große Beachtung. Zwei Bun- desminister (Forschung / Entwicklung) schickten Grußworte. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nahm an der Mobilitätskonferenz teil. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) und die Senatoren Jens Kerstan (Umwelt; Grüne) und Ties Rabe (Schule; SPD) nahmen an Veranstaltungen teil, zollten ihre Hochachtung für die Hamburger Klimawoche und den Einsatz, über den Klimawandel aufzuklären. Alle gemeinsam forderten ein unmittelbares und konsequentes Handeln für den Klimaschutz.

„Es ist beeindruckend, wie interessiert die Hamburgerinnen und Hamburger am Klima- und Umweltschutz sind“, sagt Frank Otto, Vorsitzender von Klimawoche e.V., nach acht Tagen Kli- mawoche. „Wir haben zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der Stadt einen starken und wichtigen Dialog für ein unmittelbares Handeln beim Klimaschutz angestoßen.“

„Die Solardachpflicht bei Neubauten, die Umweltsenator Jens Kerstan jetzt in Hamburg plant, ist beispielsweise ein erstes konkretes Ergebnis der Hamburger Solaroffensive unter dem Dach der Hamburger Klimawoche“, ergänzt Frank Schweikert, Sprecher des 30-köpfigen Beirats der Hamburger Klimawoche.

Ein großartiges Feedback gab es auch von den Schulen, die am Bildungsprogramm der 11. Hamburger Klimawoche teilgenommen haben. Die rund 120 Veranstaltungen haben mehr als 3200 Schüler*innen besucht.

Und auch der Themenpark der Hamburger Klimawoche, der als Green World Tour mit dem Partner Autarkia rund um die Hauptkirche St. Petri veranstaltet wurde, war außerordentlich gut besucht. Rund 80 Aussteller*innen präsentierten sich auf der Messe und zeigten den Hamburger*innen konkrete Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

Das 30-köpfige, weitgehend ehrenamtlich tätige Organisationsteam der Klimawoche freut sich auf die 12. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 20. und 27. September 2020 auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden wird.

Wir danken allen Sponsoren*innen und Unterstützer*innen.

 

Foto: Marius Röer

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Kategorien: Hamburg

Grußwort vom Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

27. September 2019 - 13:12

Dr. Gerd Müller, MdB
Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Schriftliches Statement zur Hamburger Klimawoche

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

Klimawandel ist real. Er betrifft alle Menschen auf der Welt – auch uns hier in Deutschland. Der globale CO2-Ausstoß ist auf Rekordhoch, seit 1990 sind die Emissionen um 60 Prozent gestiegen. Die Temperatur der Erde steigt schneller als gedacht: am Boden sind es heute schon 1,53 Grad Celsius mehr als in vorindustrieller Zeit. Die letzten vier Jahre waren die heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Und auch der Meeresspiegel stieg 2018 so schnell wie nie. – Kurz: Die Welt ist auf einem 3-Grad-Kurs.

Wir müssen alles tun, um die Erderwärmung zu stoppen, und zwar jetzt! Wir müssen entschlossener handeln, um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen – national wie international.

Klimaschutz ist die Überlebensfrage der Menschheit! In den letzten Jahren haben bereits Millionen von Menschen, gerade in Afrika, ihre Lebensgrundlage durch Dürre, Hitze und Naturkatastrophen verloren. Ich habe die dramatischen Auswirkungen in der Tschad-Region und in Namibia gesehen. Wenn wir nichts unternehmen, könnten bis 2030 bereits mehr als 100 Millionen Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren und von extremer Armut betroffen sein.

Hauptverantwortlich für den Klimawandel sind die Industrieländer. Hauptleidtragende sind die Menschen in den Entwicklungsländern. Wir tragen Verantwortung! Das Klimaabkommen von Paris und die Agenda 2030 müssen wirksam umgesetzt werden. Das sind wir den künftigen Generationen schuldig. Und Deutschland sollte Vorreiter sein!

Die Agenda 2030 und ihre 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung sind ein Weltzukunftsvertrag. Sie prägen auch die Hamburger Klimawoche, Europas namhafteste Klimaschutzveranstaltung. Diese Initiative ist schon im 11. Jahr – das macht Hoffnung! Ganz unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen engagieren sich hier für den Klimaschutz und für die dringend notwendige Bewusstseinsänderung in der Gesellschaft.

Die Hamburger Klimawoche sollte ein Vorbild für Städte in ganz Europa werden!

 

Foto: Michael Gottschalk / Photothek.net

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Kategorien: Hamburg

Weltklimarat-Bericht: Was der Meeresspiegelanstieg für Hamburg bedeutet

25. September 2019 - 17:16

Mit einem vollbesetzten Kuppelzelt ist heute das Programm der 11. Hamburger Klimawoche auf dem Hamburger Rathausmarkt in Anwesenheit von Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) und Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) eröffnet worden. Live wurde dabei nach Monaco geschaltet, wo der Weltklimarat (IPCC) den dritten Sonderbericht mit dem Schwerpunkt Ozeane und Polarregionen vorstellte.

Der IPCC hatte mit 100 Wissenschaftler*innen mehr als 7000 Studien und 30.000 Kommentare ausgewertet und kommt zu dem dramatischen Ergebnis, dass in Sachen Klimaschutz sofort gehandelt werden muss. Dabei wurde dargelegt, dass der Meeresspiegel höher ansteigt, als im vergangenen IPCC-Bericht prognostiziert wurde. Zudem schmelzen Gletscher und Permafrost noch schneller als gedacht und Wirbelstürme werden stärker.

Die Ergebnisse des IPCC-Berichts betreffen uns auch in Hamburg. Denn der Meeresspiegelanstieg wird in den nächsten 250 Jahren vier Meter betragen, wenn der menschengemachte Klimawandel nicht sofort gestoppt wird. Das würde für die Hansestadt bedeuten, dass ein Drittel der bewohnten Stadt nicht mehr vor Hochwasser geschützt werden könnte.

„Ich begrüße, das sich der Senat in einigen Punkten schon über Nachbesserungen des Klimapakets des Bundes einig ist“, sagt Frank Otto, Vorsitzender von Klimawoche e.V.. „Das kann aber nur der Anfang sein. Hamburg hat jetzt die Chance mit klugen und mutigen Klimaschutzprojekten und -beschlüssen voranzugehen und der Bundesregierung zu zeigen, wie guter Klimaschutz in einer Großstadt und gleichzeitig an einem Industriestandort wirklich geht.“

„Da die Information der Gesellschaft, Politik und Wirtschaft eine der wichtigsten Maßnahmen im Kampf gegen den Klimawandel ist, sind wir mit der Hamburger Klimawoche genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort“, sagt Frank Schweikert, Sprecher des Beirats der Hamburger Klimawoche. „Wir werden bis zum kommenden Sonntag auf mehr als 250 attraktiven Veranstaltungen ein breites Angebot an Informationen bieten.“

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Die Schirmherren Birte Lorenzen und Boris Herrmann vom Team Malizia mit Moderator Frank Schweikert (Deutsche Merresstiftung; l.) im Kuppeltest auf dem Rathausmarkt. Foto: David Luther

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Kategorien: Hamburg

Seenotretterin Carola Rackete auf der European Researchers‘ Night

24. September 2019 - 16:58

Als besonderer Gast wird Carola Rackete an der European Researchers‘ Night der 11. Hamburger Klimawoche am 27.September ab 18 Uhr (Kuppelzelt, Hamburger Rathausmarkt) teilnehmen. Carola Rackete hat als Naturschutzökologin und Seenotretterin gleich zwei Seiten des Klimawandels kennengelernt und ist eine ideale Gesprächspartnerin der European Researchers‘ Night. Rackete ist auch Nautikerin und Teil der Umweltbewegung „Extinction Rebellion“ und wird über Ihre Erfahrungen berichten, als sie 2011 das erste Mal am Nordpol stand und ihr bewusstgeworden ist, wie dramatisch der Verlust unserer Natur ist. „Die Welt wird sich drastisch verändern. Aber das Ziel ist nicht, eine perfekte Welt zu schützen, ,wie sie einmal war‘, das Ziel ist die Treibhausgase sofort zu reduzieren“, sagt Carola Rackete. „Denn jedes Partikel was wir mehr ausstoßen, richtet Schaden an und das trifft insbesondere die Menschen im sogenannten globalen Süden, die die Schäden nicht zu verantworten haben.“

Carola Rackete war europaweit bekannt geworden, weil sie in einem Akt der Menschlichkeit mit 40 Flüchtlingen, gegen den Willen des damaligen italienischen Innministers, in den Hafen von Lampedusa eingefahren war. Sie hatte sich dabei auf das internationale Seerecht berufen.

Die European Researchers‘ Night ist die Premium-Veranstaltung der 11. Hamburger Klimawoche und zeichnet sich durch unterhaltsame wissenschaftliche Kurzvorträge (max. 10 Minuten) aus vielseitigen Forschungsgebieten aus, die im TED Talk-Format vermittelt werden. Die Vorträge werden durch Fotos und Filme medial unterstützt. Die Hamburger European Researchers‘ Night wird ein Feuerwerk von Einzelbeiträgen mit hochkarätigen Informationen über Geld und Klima sowie spannenden Berichten von Forschungsschiffen und neuesten Visualisierungen über die Erde und unser Klima vom deutschen Klimarechenzentrum. Wissenschaftler*innen berichten über aktuelle Themen der Windenergie sowie die besondere Bedeutung von Algen, die als Klimaschützer die Welt verändern. Es ist ein spannender Einblick in die Labore Hamburger Hochschulen und Unternehmen mit harten Fakten und unterhaltsamen Kultureinlagen sowie mit handfesten Vorschlägen für die Entwicklung einer nachhaltigen Metropole Hamburg.

Das diesjährige Motto ist „Future Life“

„Future Life“, das Motto der diesjährigen en Researchers‘ Night, setzt sich zusammen aus den Bereichen „Future Resources“ (Klima, Luft, nachhaltiges Ressourcenmanagement), „Future City“ (Mobilität, Stadtentwicklung, Digitalisierung) und „Future Society“ (Bildung, Kultur, Ernährung, EU, zukünftige Politik). Außerdem zielt das Programm darauf ab, die Bedeutsamkeit von Wissenschaft zu vermitteln, Klischees von Wissenschaftler*innen und ihrer Arbeit zu reduzieren und die aufregenden Aspekte dieser Berufe zu verdeutlichen.

Die seit 2016 weltweit verbindlichen 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen sind der konzeptionelle Rahmen des Events. Zeitgleich gibt es die European Researchers‘ Night in mehr als 300 europäischen Städten. So erleben mehr als eine Million Menschen Wissenschaft und Wissenschaftler*innen mit Leidenschaft für Klimaschutz und Nachhaltigkeit hautnah.

Kinderprogramm ab 17 Uhr

Bereits ab 17.00 Uhr können auch die Kleinen beim Kinderprogramm auf dem Rathausmarkt mehr über Wissenschaft erfahren! Hier kommen die Möwe Lenni und ihre Familie zu Besuch.

Diese Wissenschaftler*innen werden bei der European Researchers‘ Night auftreten:

Science Stage

  • 17:00 Uhr: Kinderprogramm mit Live-Show und Film „Eggers und Lenni: Der Ballonmörder“
  • 17:45 Uhr: Die SCIENCE4YOUTH-Siegerprojekte

Magda-Lena Moser und Martha Haslinger, Gewinner des SCIENCE4YOUTH-Awards im Rahmen der Open Innovation and Science Initiative, Ludwig Boltzmann Gesellschaft

  • 18:00 Uhr: Eröffnung der European Researchers‘ Night
  • 18:10 Uhr: Von unserem Wissen der Naturwissenschaft zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung im Mittelmeer
    Talk mit Seenotretterin Carola Rackete
  • 18:40 Uhr: EU Corner: Die Europa-Union Hamburg zur European Researchers‘ Night
    Sina Wickemeyer, Europa-Union Hamburg e. V., Junge Europäische Föderalisten
  • 18:50 Uhr: 360°-Projektion „Energiewelten“ für den Bürgerwindpark A31 Hohe Mark
    TNL GmbH Design und Illumination

 

19:00-19.00 Uhr Future Society

  • Nachhaltige Geldanlagen – ein Widerspruch?
    Prof. Dr. Alexander Bassen, Inhaber des Lehrstuhls für BWL, Kapitalmärkte & Unternehmensführung an der Universität Hamburg
  • Von Hamburg nach Panama mit dem Forschungsschiff METEOR
    Prof. Dr. Christian Hübscher, Institut Marine Seismik und Hydroakustik an der Universität Hamburg
  • Wieviel Natur braucht der Mensch?
    Prof. Dr. Ulrich Gebhard, Professor für Erziehungswissenschaft an der Universität Hamburg
  • Blick in die Zukunft? Wie Klimamodelle funktionieren
    Herr Michael Böttinger, Geophysiker und Leiter der Gruppe Visualisierung am Deutschen Klimarechenzentrum Hamburg
  • Klima schützen – aber wie? Ökonomische Perspektive auf die deutsche Klimapolitik
    Prof. Dr. Grischa Perino, Professor für VWL, Ökologische Ökonomie an der Universität Hamburg

 

19:50   Klima-Kabarett mit Jan Jahn

 

20:00-21:00 Uhr Future Resources

  • Wie digitale Zwillinge die Stromversorgung durch Offshore Windenergie revolutionieren
    Prof. Dr. Ursula Smolka, Chief Consultant bei Ramboll in Hamburg
  • Algen: Weltveränderer und Klimaschützer
    Prof. Dr. Dieter Hanelt, Professor für Aquatische Ökophysiologie und Phykologie an der Universität Hamburg
  • Flug in den Todesstern
    Dr. Thomas Ronge, Meeresgeologe am Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven
  • Hamburger Böden sind mehr als Dreck!
    Prof. Dr. Eva-Maria Pfeiffer, Professorin für Bodenökologie und Bodengenese, geschäftsführende Direktorin des Instituts für Bodenkunde an der Universität Hamburg
  • Bakterien als Plastikmüllabfuhr?
    Prof. Dr. Wolfgang Streit, Abteilungsleiter Mikrobiologie und Biotechnologie des Instituts für Pflanzenwissenschaften und Mikrobiologie an der Universität Hamburg
  • Meeres- und Umweltschutz durch Recycling von Kunststoffabfällen am Beispiel der Küstenländer des westlichen Afrikas
    Prof. Dr. Martin Wittmaier, Leiter des Instituts für Energie und Kreislaufwirtschaft (IEKrW) an der Hochschule Bremen
  • Operativer Hochwasserschutz – Eignung, Einsatz und Leistungsfähigkeit von Sandsackersatzsystemen in praxisorientierten Versuchsreihen
    Christopher Massolle, M. Sc., Mitarbeiter am Institut für Wasserbau (IWA) an der Hochschule Bremen

 

21:00   Klima-Kabarett mit Jan Jahn

 

21:10-22:00 Future City

  • Copenhagenize Hamburg? Autofreies Rathausquartier Hamburg
    Dr. Michael Waibel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Geographie an der Universität Hamburg und Frank Engelbrecht, Pastor Hauptkirche St. Katharinen Hamburg
  • Sustainable, Accessible, Safe, Resilient and Smart Urban Pavements
    Mayara Siverio Lima, Early Stage Researcher – SAFERUP Project, Universität Innsbruck, Universität Innsbruck
  • Die Stadt lebt: Wie bewegen wir sie zur Nachhaltigkeit?
    Lisa Harseim, M. Sc., PhD Candidate for Research in Urban Footprints an der Hafencity Universität Hamburg

 

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Kategorien: Hamburg

Eröffnung der 11. Hamburger Klimawoche

23. September 2019 - 13:25

Bis zu 100.000 Menschen sind am vergangenen Freitag für mehr Klimaschutz auf die Straße gegangenen. Ein sehr beeindruckendes Signal – und ein unmissverständlicher Auftrag an die Politik. Die ebenfalls am Freitag durch die Bundesregierung verkündeten Klimaschutzmaßnahmen sind völlig unzureichend. Mit diesen Maßnahmen werden wir die Erderwärmung nicht stoppen und Hamburg wird noch früher vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sein.

Eröffnet wurde die 11. Hamburger Klimawoche mit einer Aktion am Alsteranleger Jungfernstieg. Eine Weltkugel wurde von Akteuren in einer Rettungsinsel gehalten. Davor versammelten sich Schüler*innen einer 11. Klasse der Wilhelmsburger Stadtteilschule mit ihren Forderungen für mehr Umwelt- und Klimaschutz, die sie auf grüne und rote Papppfeile geschrieben hatten. Die Forderungen reichten von „Kein Plastik“ bis „Mehr Solarenergie“. Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) bekam am ende der aktion die Schilder übereicht und ließ sie in seine Behörde bringen.

Mit mehr als 250 Veranstaltungen ist am Sonntag zum elften die Hamburger Klimawoche gestartet, die bis zum 29. September dauert. Auf Hamburgs prominentesten Platz, dem Rathausmarkt, wirbt ein unabhängiges Netzwerk aus 200 Unternehmen, Organisationen und Verbänden in vier Kuppelzelten für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Stadt. Es ist genau der richtige Ort, um dem Klimaschutz zum Anfassen die nötige Aufmerksamkeit zu geben. In unmittelbarer Nähe findet rund um die St. Petri-Kirche am 28. und 29. September mit rund 100 Akteuren*innen aus Wirtschaft und Gesellschaft der Themenpark der Klimawoche statt – als „Green World Tour Hamburg“. Heute startet mit Unterstützung der Edmund Siemers Stiftung zudem das Bildungsprogramm für mehr als 3000 Schüler*Innen (siehe Anlage). Alle Veranstaltungen werden klimaneutral durch die Unterstützung des Unternehmens South Pole ausgerichtet.

„Die weltweiten Treibhausgasemissionen steigen trotz des Pariser Klimaabkommens weiter. Aus naturwissenschaftlicher Sicht gibt es deswegen keinen Klimaschutz!“, sagt der Hamburger Klimaforscher Prof. Mojib Latif, der auch Beiratsmitglied der Hamburger Klimawoche ist. „Um doch noch den Planeten vor einer gefährlichen Überhitzung zu bewahren, bedarf es in den kommenden Jahrzehnten eines kompletten Umbaus der weltweiten Energiesysteme – weg von den fossilen und hin zu den erneuerbaren Energien. Deutschland sollte dabei couragiert vorangehen.“

Boris Herrmann hat mit seinem Team Malizia die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernommen. Der Segelprofi, der Greta Thunberg und ihren Vater klimaneutral mit einer Rennyacht zur UN-Klimakonferenz nach New York gesegelt hatte: „Ich bin sehr stolz, der Schirmherr von der größten Klimawoche Europas zu sein. Es wird eine sehr unterhaltsame und informative Woche, in der die Menschen rund um dieses wichtigste Thema zusammenkommen. Wir fühlen uns sehr geehrt, die Klimawoche als Schirmherren zu vertreten. Die Hamburger Klimawoche ist eine großartige Gelegenheit, dieses Thema an die Schulen zu bringen und viele Kinder mit einzubeziehen. Das Informieren über die Klimakrise ist ein klarer Schritt in die richtige Richtung.“

Frank Otto, Vorsitzender der Klimawoch e.V., über die Bedeutung der Hamburger Klimawoche: „Am Tag des ,Climate Action Summit‘ beginnt Europas größte und als UNESCO-Dekade-Projekt für nachhaltige Bildung ausgezeichnete Klimaveranstaltung. Eine Woche diskutieren, informieren und live dabei sein. Die Suche nach Lösungen für eine historische Menschheitsaufgabe mitgestalten, mitverfolgen und entdecken. Für mutige Entscheidungen einzustehen, dafür gibt sich die 11. Hamburger Klimawoche das Motto ,Das Klima braucht Dich!‘“

„Die Klima-Beschlüsse von Freitag sind eine große Enttäuschung. So wird Deutschland seine Ziele bis 2030 nicht erreichen. In vielen Ländern des globalen Südens wird sich die Lage weiterhin verschlechtern. Jetzt schon ist der Klimawandel eine der Hauptursachen für Flucht und Migration. Er verschärft Hunger und Armut und gefährdet die Lebensgrundlage der Menschen“, konstatiert Bärbel Dieckmann, ehem. Präsidentin Deutsche Welthungerhilfe e.V. und Beiratsmitglied Hamburger Klimawoche.

Die Hamburger Klimawoche ist unabhängige eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft und zeigt mit zahlreichen Partnern aus der Wirtschaft konkrete Lösungsansätze, wie die weltweit gültigen Nachhaltigkeitsziele in der Metropole Hamburg zusammen mit Verbänden, Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Start-ups und Kirchen umgesetzt werden können. Und die Klimawoche verdeutlicht, was jede*r selbst zu einer nachhaltigen Welt und zur Vermeidung der Fluchtursachen auf Basis der seit 2016 weltweit verbindlichen 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen kann. Deswegen stehen Themen wie Mobilität, Maßnahmen zum Klimaschutz, die Bedeutung von Wasser und sanitären Einrichtungen, Artensterben und Bildung, bis hin zu Innovationen in Technik und Infrastruktur ganz oben auf der Agenda.

Das Klimawochen-Programm im Überblick

  • In vier attraktiven Domzelten auf dem Rathausmarkt findet ein breites Informations- und Diskussionsangebot statt. Unser Event-Kuppelzelt mit 200 Sitzplätzen und einem Durchmesser von 20 Metern ist bestens geeignet für die beeindruckende Darstellung von 360-Grad-Filmen vom Planetarium Hamburg und vom Planetarium Berlin. Dank der engen Zusammenarbeit mit dem Fürstentum Monaco wir die Klimawoche am 25. September live nach Monaco zum Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)) schalten, wo der neueste IPCC-Sonderbericht zum Thema Ozeane und Polargebiete vor Medienvertretern in Deutschland veröffentlicht wird, der die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse unter anderem zum Meeresspiegelanstieg beinhaltet.
  • Im Klimaforscher-Zelt werden unter der Leitung des Deutschen Klimarechenzentrums Hamburger Aktivitäten zur Klimaforschung mit spannenden Exponaten gezeigt.
  • Im Nachhaltigkeitszelt wird es Mitmachaktionen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen geben – unter Berücksichtigung der Frage, was das für uns in Hamburg bedeutet.
  • Der Themenpark der Klimawoche, den wir dieses Jahr zusammen mit der „Green World Tour Hamburg“ der Autarkia organisieren, findet am 28. und 29. September rund um die Hauptkirche St. Petri statt. Die Besucher*innen bekommen Anreize, wie sie unserer Umwelt mit kleinen Verhaltensänderungen nachhaltig Gutes tun können.
  • Das Highlight des umfangreichen Kulturprogramms ist zum Abschluss der Klimawoche am 29. September, das Klimakonzert in der Elbphilharmonie. Hier trifft Pop auf Klassik – ein unvergessliches Erlebnis.
  • Am 27. September ab 17 Uhr findet gemeinsam mit Wissenschaftlern und Forschern unser Highlight, die European Researchers‘ Night 2019, die zeitgleich in mehr als 300 Städten Europas organisiert wird, auf dem Rathausmarkt statt. Auf der Bühne berichten unter dem Motto „Future Life“ Forscher*innen in spannenden Kurzbeiträgen über ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) wird die Veranstaltung eröffnen.

Die besondere European Researchersʼ Night

Die europaweite Researchersʼ Night, die am 27. September startet, bietet Kurzbeiträge von Wissenschaftlern, Videos und Animationen. Auf anschauliche Art und Weise wird der aktuelle Stand der Forschung bei Umwelt- und Klimathemen präsentiert. Außerdem wird Umweltkabarettist Jan Jahn auftreten. Zur Researchers‘ Night gehört auch der Hamburger Research Ride, bei der Science Slammer*innen spannend und unterhaltsam Kurzbeiträge rund um Klima, Wissenschaft und Nachhaltigkeit in der U3 vortragen. Die U-Bahn fährt stündlich ab 17 Uhr von der Haltestelle Schlump ab. Das Programm ist inzwischen ausgebucht.

Beirat aus Wissenschaft und Wirtschaft kuratiert Klimawoche

Ein kompetenter und prominent besetzter Beirat, dem namhafte Wissenschaftler angehören, kuratiert die Hamburger Klimawoche. Zu den 30 Personen gehören die Meteorologen und Klimaforscher Prof. Mojib Latif und Prof. Hartmut Graßl, als Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, sowie bekannte Köpfe aus der Hamburger Wirtschaft wie Frank Otto und zahlreiche Vertreter namhafter Unternehmen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen. Zu den Unterstützern zählen neben der Europäischen Union auch ein Netzwerk aus mehr als 20 Agenturen aus der Hansestadt. Insgesamt gestalten rund 200 Akteur*innen die elfte Hamburger Klimawoche mit ihren Beiträgen. Die Hamburger Klimawoche wird nicht mit Mitteln der Stadt Hamburg gefördert, sondern ist eine unabhängige Initiative aus der Mitte der Gesellschaft. 

Über die Hamburger Klimawoche

Die Hamburger Klimawoche ist die größte europäische Klimaveranstaltung in Europa und parteipolitisch unabhängig. Sie trägt sich durch Spenden und Sponsoren – die Researchers‘ Night wird durch die Europäische Union unterstützt. Sie wird nicht durch die Hansestadt Hamburg organisiert oder finanziert. Seit 2009 organisiert die Klimawoche mit Akteuren aus Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und vielen ehrenamtlichen Mitstreiter*innen einen vielseitigen gesellschaftlichen Dialog zum Klimaschutz und den seit 2016 verbindlichen 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen. Die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur zeichnete die Hamburger Klimawoche für ihr Engagement unter anderem als UNESCO-Dekaden-Projekt für nachhaltige Bildung aus. Die 11. Hamburger Klimawoche ist eine unabhängige Veranstaltung, getragen von einem Verein, der sich aus Mitgliedern des Beirates zusammensetzt.

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Schüler*innen einer 11. Klasse der Stadtteilschule Wilhelmsburg vor der Weltkugel mit ihren Forderungen für mehr Umwelt- und Klimaschutz.  Foto: Marius Röer

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Kategorien: Hamburg

Klimawochen-Start in der Kunsthalle

23. September 2019 - 6:37

Engagiert und unterhaltsam wurde am ersten Tag der Klimawoche in der Hamburger Kunsthalle über die inspirierende Kraft von Wissenschaft und Kunst diskutiert. Der neue Direktor der Hamburger Kunsthalle Dr. Klar gab einen ersten Ausblick auf die kommenden Jahre der Kunsthalle. Meereis-Forscher und Klimawissenschaftler Dr. Notz erzählte von dem australischen Künstler Adam Sébire und seinem beeindruckenden Werk „Adrift ΔAsea-ice“, in dem der Künstler basierend auf einer Formel von Dr. Notz die Konsequenzen seiner Kunst-Aktion in der Arktis berechnet und die wissenschaftliche Formel selbst Teil der Performance wurde.  Am Beispiel des Werkes „Sturmflut in Hamburg“ von Otto Kokoschka vermittelte die Kuratorin der Jubiläumsausstellung Frau Dr. Haug ihren Blick auf den Respekt vor der Natur. Die Hamburger Künstlerin Nana Petzet schließlich stellte ihr Werk „Lichtfalle“ vor, bei dem sie sich den Konsequenzen gesteigerter Licht-Emission widmet. Moderiert von Carolin Peiseler teilte die Podiumsrunde mit dem Publikum persönliche Erfahrungen und Ausblicke in eine Zukunft, in der selbst ein globales Langzeitprojekt gelingen kann, wenn wir – wie Kunst und Wissenschaft – das Alte kritisch hinterfragen und das Neue mutig mitgestalten.

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Bundesministerin für Bildung und Forschung unterstützt Hamburger Klimawoche

19. September 2019 - 15:12

Der globale Klimawandel ist mit seinen sozialen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen ist das drängendste Problem für die gesamte Menschheit. Am kommenden Sonntag beginnt die 11. Hamburger Klimawoche – zwei Tage nach dem bundesweiten Klimastreik am Freitag, zu dem die Schüler*innen-Bewegung Fridays for Future ausgerufen hat. Unter dem Motto „Das Klima braucht Dich!“ finden während der Klimawoche zwischen dem 22. und 29. September 2019 in der gesamten Stadt mehr als 250 spannende und informative Veranstaltungen rund um Klima-, Umweltschutz und Nachhaltigkeit statt. Die zentralen Veranstaltungen finden ab dem 25. September auf dem Hamburger Rathausmarkt statt.

Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung, unterstützt die 11. Hamburger Klimawoche mit einem Grußwort:

„Gemeinsam für Klimaschutz und Nachhaltigkeit! Dafür steht die 11. Hamburger Klimawoche. Die Hamburgerinnen und Hamburger erfahren ganz konkret, wie diese großen Herausforderungen unserer Zeit ihren Alltag beeinflussen – und was sie selbst für mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit tun können. Für Kinder und Jugendliche bietet die Klimawoche ein spannendes Bildungsprogramm: In über 100 Workshops und Exkursionen werden sie zu Klimafüchsen und Energiedetektiven. Sie können im schwimmenden Klassenzimmer über die Zusammenhänge von Geld und Klimakrise diskutieren. Im Tropen-Aquarium gehen sie auf Forscherreise zu den Bedrohungen der Weltmeere. Das ist Bildung für nachhaltige Entwicklung. Sie ist eine Grundvoraussetzung, damit wir die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen erreichen.

Die Welt verändern wir nur gemeinsam: Forschung und Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik. Zusammen können wir die Welt für unsere Kinder und Enkel schützen und erhalten.“

Die Klimawoche besteht aus einem Bildungsprogramm, Kultur- und einem Vortragsprogramm. Daneben gibt es den Themenpark, der rund um die St. Petri-Kirche stattfinden wird. Auf der Nachhaltigkeitsmesse der Hamburger Klimawoche werden sich am 28. und 29. September 2019 rund 80 Aussteller*innen präsentieren.

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Klimawoche: Mini-Plakate im Wunderland

17. September 2019 - 14:37

Wir haben ganz große Plakate, die auf die 11. Hamburger Klimawoche aufmerksam machen. Und jetzt auch ganz kleine im Format 1:87. Das Miniatur Wunderland unterstützt die Hamburger Klimawoche und hat überall im Mini-Hamburg die Miniausgabe unseres Klimawochen-Plakates aufgestellt. Ein tolle Aktion.

Hamburg in Klein gibt es auf rund 200 Quadratmetern im Miniatur Wunderland in der Speicherstadt. Michel und HSV-Stadion, Köhlbrandbrücke und Elbphilharmonie, Davidwache und Speicherstadt gibt es dort zu bestaunen. Und nun auch am Straßenrand oder an Hauswänden das Plakat zur 11. Hamburger Klimawoche, die vom 22. bis zum 29. September in Hamburg stattfindet. Wir bedanken uns bei den „Wunderländern“ für die großartige Unterstützung.

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Pflanzen für die Klimawoche

12. September 2019 - 15:14

Das Hamburger Unternehmen pflanzmich.de ist auch in diesem Jahr Partner der Klimawoche 2019. Und das schönste ist: Alle können es sehen, denn pflanzmich.de sorgt während der Veranstaltungs-Tage dafür, das es grünt und blüht und das Auge außer interssanten Vorträgen auch in gepflegtes und blühendes Grün schauen kann.

Das ist die beste Visitenkarte für ein Unternehmen, das Pinneberg und Hamburg ansässig ist und Gartenpflanzen praktisch ins Internet bringt. Praktisch: bei www.pflanzmich.de können Kunden aus einem Riesenangebot wählen, das aus Baumschulen und Fachbetrieben des Unternehmens und von befreundeten Betrieben aus der Region stammt. Eine Besonderheit: bei jeder Bestellung kann der Kunde Gutes bewirken ohne zusätzlichen Aufwand- mittels Green Shopping: Soziales Engagement leicht gemacht mit Green Shopping
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Wir spenden einen Teil Ihres Einkaufswerts an das Partnerprojekt Ihrer Wahl – ohne dass Ihnen zusätzliche Kosten entstehen!
Alles, was man wissen sollte ist unter www.pflanzmich.de/greenshopping zu finden

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Anlässlich der Klimawoche: Klimadebatte in der Bürgerschaft

11. September 2019 - 16:53

Die Hamburger Klimawoche war am frühen Mittwochnachmittag Thema in der Bürgerschaft. Die Grünen hatten in der Aktuellen Stunde das Thema „Klimawoche und Klimastreik: Gemeinsam handeln!“ angemeldet. Allerdings wurde schnell deutlich, wie uneinig sich die Parteien sind, wenn es um Klimaschutzmaßnahmen geht.

Der Amazonas brennt, die Pole schmelzen, die Erderwärmung steigt – für Anjes Tjarks (Grüne) „Nachrichten, die uns zum Handeln auffordern“. Der grüne Fraktionschef rief die Abgeordneten und die Hamburger*innen dazu auf, ab dem 22. September die Klimawoche zu unterstützen und am 20. September den Klimastreik. „Gehen Sie dahin, es geht um unsere Zukunft, um die Zukunft unseres Planeten.“

Bis auf einige „Versprengte am rechten Rand“ würden alle die Klimakrise sehen, sagte Tjarks. Aber wir hätten ein „Handlungsdefizit“. Er verwies auf den in Hamburg beschlossenen Kohleaustieg 2030 oder den neu geschaffenen Klimafonds. „Aber ohne Handeln des Bundes werden wir den Klimaschutz nicht schaffen.“ Er plädierte für einen gesamtgesellschaftlichen Vertrag, „einzelne Bündnisse werden an dieser Stelle nicht ausreichen“.

Auf Dirk Kienscherf, SPD-Fraktionschef, appellierte an die Bundesregierung. „Der Bund muss endlich handeln. Was Wirtschaftsminister Altmeier gemacht hat, war die Behinderung der Klimawende.“ Hamburgs SPD und Grüne werfen dem CDU-Minister vor, dass er die Windkraft, die so wichtig für die Energiewende in Deutschland ist, in eine tiefe Krise gestürzt hat. Der Ausbau der Windenergie ist dramatisch eingebrochen: Unterm Strich entstanden im ersten Halbjahr 2019 nur 35 neue Windräder (rechnet man alte stillgelegte gegen). Ein Desaster für die Energiewende.

Stephan Gamm sorgte dann für die ersten scharfen Töne in der Debatte: „Wir setzen nicht auf das Narrativ eines Weltuntergangs“, so der CDU-Politiker und kündigte ein eigenes Konzept für den Klimaschutz an, da „dieser Senat klimapolitisch handlungsunfähig sei“. Er warf Rot-Grün vor, das „dreckigste Kohlekraftwerk in Wedel“ länger laufen zu lassen und den Klimaplan zu verzögern. Für Streit sorgte auch seine Aussage, dass der Ausbau der Windenergie gebremst werden müsse, weil der Strom keine Abnehmer fände. Gramm: „Wir haben 2017 für nicht genutzten Windstrom in Schleswig-Holstein mehr als eine halbe Milliarde Euro bezahlt.“

Widerspruch von Anjes Tjarks: „Hören Sie auf damit, dass man den Ausbau der Windenergie bremsen muss. Das Gegenteil ist nötig. Solche Positionen verhindern die Klimawende.“ Hier setzte auch Dr. Monika Schall von der SPD an: „Minister Altmeier steht auf der Leitung und die CDU unterstützt ihn dabei, dass die Energiewende nicht in Gang kommt.“ Und Stephan Jersch (Linke), der die Hamburger Klimawoche einen wichtigen Beitrag nannte, kommentierte: „Es ist erstaunlich und traurig, wie reflexhaft der Finger gehoben wird, was alles nicht gehen würde.“ Er forderte, dass die Verursacher*innen des Klimawandels „die Klimawende bezahlen und nicht der Verbraucher“.

„Wir waren mal Vorreiter bei den erneuerbaren Energien“, schaltete sich Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) in die Debatte ein. „Aber Deutschland hat in den letzten zehn Jahren kein CO2 mehr eingespart.“ Aber er würde die Hoffnung nicht aufgeben, dass „die Bundesregierung ab 20.9. endlich handelt“. Am 20 September entscheidet die Bundesregierung in ihrem Klimakabinett über die nächsten Schritte in der Klimapolitik. Zwei Tage später startet dann die 11. Hamburger Klimawoche – am 25. September beginnen die zentralen Veranstaltungen in den Zelten der Klimawoche auf dem Rathausmarkt.

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Mitmachen bei der Klimawoche 2019: Helfer*innen gesucht!

11. September 2019 - 10:48

Der Countdown läuft: Die Klimawoche geht in die 11. Runde und startet am 22. September 2019. Und auch in diesem Jahr benötigen wir wieder viele helfende Hände – ganz nach unserem aktuellen Motto: „Das Klima braucht Dich!“ Die Klimawoche lebt von den vielen Menschen, die hochmotiviert eine Woche lang Dutzende von Veranstaltungen organisieren und betreuen. Nur zusammen schaffen wir es, eine derartige Bandbreite an Aktionen bieten zu können.

Die 11. Hamburger Klimawoche findet vom 22. bis 29. September 2019 in ganz Hamburg statt. Anpacken können Sie dabei unter anderem bei den Bildungsveranstaltungen, Podiumsdiskussionen, Infoständen und Filmvorführungen, indem Sie beim Auf- und Abbau helfen, Besucher willkommen heißen, Referenten beim Aufbau ihrer Präsentation unterstützen, Gäste betreuen oder Material transportieren – die Aufgaben sind zahlreich und vielfältig. Wer sich für die Klimawoche engagieren will, füllt einfach das Anmeldeformular aus und teilt uns ggf. mit, welche Aufgabe am liebsten übernommen werden kann. Hier geht es zur Google-Liste für ehrenamtliche Helfer*innen: https://forms.gle/B8gN2n3KtFSRkN1V6

Jede Hilfe ist willkommen und wertvoll. Und wer Fragen hat, wendet sich bitte gerne per Mail an uns: anpacken@klimawoche.de
Das gesamte Programm der Klimawoche steht hier: https://www.klimawoche.de/programm2019/

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung und auf eine gemeinsame, erfolgreiche Klimawoche 2019.

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Schirmherr Boris Herrmann im Klimawochen-Video

10. September 2019 - 16:24

 

https://www.klimawoche.de/wp-content/uploads/2019/09/Interview_Boris-Hermann_20190910_003.mp4

Boris Herrmann hat mit seiner Team-Managerin Holly Cova und der Leiterin des teameigenen Bildungsprogramms, Birte Lorenzen, die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernommen.

Der Segelprofi hat mit seinem Kollegen Pierre Casiraghi die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihren Vater Svante mit der Rennyacht „Malizia II“ klimaneutral in die USA gebracht. Gestern liefen sie in New York ein. Greta Thunberg wird u.a. auf der UN- Klimakonferenz sprechen.

Im Klimawochen-Interview erzählt Boris Herrmann wie die Überfahrt mit Greta war, wie er die Kritik an dem Segeltörn  empfunden hat und was er sich an klimapolitischen Veränderungen für Hamburg wünscht.

Und wer Boris Herrmann live auf der Klimawoche reiben will, hat dazu mehrfach die Gelegenheit. So u.a. am 28. September von 16.00-17.00 Uhr auf dem Rathausmarkt: „So brachte ich Greta Thunberg nach New York“

———– Haben die Schirmherrschaft für die Klimawoche übernommen: Boris Herrmann, Birte Lorenzens und Holly Cove (v.l.) mit Bordhund Lilly.

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Neu im Bildungsprogramm: Film & Diskussion zu Kakao-Handel und Menschenrechte

5. September 2019 - 11:05

Neu ins Bildungsprogramm haben wir die Vorführung des Films „Chocolate de Paz“ und ein Gespräch mit pbi-Menschenrechtsbeobachter Michael Kettelhoit aufgenommen. Es geht um den gewaltfreien Kampf einer kolumbianischen Friedensgemeinde für ein Leben in Würde und Frieden, um fairen Handel und kleinbäuerliche Selbstversorgung. Schulklassen können sich jetzt für den Termin am 27. September anmelden.

Der Dokumentarfilm „Chocolate de Paz“ erzählt die Geschichte der Friedensgemeinde San José de Apartadó in Kolumbien. Die Friedensgemeinde weigert sich seit ihrer Gründung 1997 Partei für eine der im bewaffneten innerstaatlichen kolumbianischen Konflikt beteiligten Gruppen zu ergreifen und kämpft mit gewaltfreien Mitteln für ein Leben in Würde und Frieden. Die Dokumentation zeigt, wie die 250 Mitglieder der Friedensgemeinde versuchen, u.a. durch den Anbau und die Vermarktung von Kakao einen gewaltfreien Weg zu Frieden und Freiheit zu ebnen. Seit 1999 wird die Friedensgemeinde von internationalen Organisationen, u.a. von pbi-Freiwilligen, begleitet, da es immer wieder zu gewaltvollen Angriffen auf die Gemeinde durch die Konfliktakteure kommt.

Michael Kettelhoit war mehrere Jahre als Freiwilliger mit pbi in Kolumbien aktiv und erzählt von seinen persönlichen Erfahrungen und der aktuellen Menschenrechtssituation in Kolumbien.

Film (span. mit dt. Untertitel / 56min  / Regie Gwen Burnyeat und Pablo Mejia Trujillo)

Termin:

  • Freitag, 27.9., 11:30-13:00 Uhr, Rathausmarkt
  • für Schüler*innen ab 16 Jahren
  • Anmeldung bitte direkt an: bildung@klimawoche.de
    (mit Angabe von Personenzahl, Alter, Schule und Ansprechpartner*in)

 

Kooperationspartner dieser Klimawochen-Veranstaltung ist peace brigades international (pbi): peace brigades international (pbi) ist eine von den Vereinten Nationen anerkannte Nichtregierungsorganisation, die sich seit 1981 in Krisengebieten für Menschenrechte und gewaltfreie Konfliktbearbeitung einsetzt. pbi versteht den Schutz der Menschenrechte als eine globale Angelegenheit. Überall auf der Welt setzen sich Menschen dafür ein, dass diese respektiert und geschützt werden. Um die globalen und lokalen Zusammenhänge von Menschenrechtsverletzungen in das Bewusstsein der Menschen hier vor Ort zu holen, schlägt das 2004 entstandene Bildungsprogramm „Menschenrechte lernen & leben“ eine Brücke zwischen der internationalen Friedensarbeit von pbi und der Menschenrechtsarbeit in Deutschland. Es ist unser besonderes Anliegen, durch unsere Bildungsarbeit das Thema „Menschenrechte“ für alle Altersstufen erfahrbar zu machen. Unsere Workshopangebote bieten die Möglichkeit, sich mit diversen Aspekten rund um das Thema auf gestalterische Weise auseinander zu setzen. Das Programm lebt insbesondere von den persönlichen Erfahrungen der Referent_innen, von denen die meisten als internationale Friedensfachkräfte in einem der pbi-Projekte tätig waren.

 

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Gretas Skipper und sein Team Malizia übernehmen Schirmherrschaft für die Klimawoche

30. August 2019 - 8:59

Das Team Malizia mit dem Skipper Boris Herrmann, der Team- Managerin Holly Cova und der Leiterin des teameigenen Bildungsprogramms, Birte Lorenzen, übernimmt die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 22. und 29. September stattfindet.

Das schrieb Boris Herrmann kurz vor seiner Ankunft in New York dem Team der Hamburger Klimawoche: „Es ist mir eine große Ehre, die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. Ich hoffe, dass sich die ganze Stadt mit Klimawandel beschäftigt.“

Boris Herrmann hat mit seinem Kollegen Pierre Casiraghi die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und ihren Vater Svantje mit der Rennyacht „Malizia II“ klimaneutral in die USA gebracht. Gestern liefen sie in New York ein. Greta Thunberg wird u.a. auf der UN- Klimakonferenz sprechen.

Frank Schweikert, Sprecher des Beirats der Hamburger Klimawoche: „Wir sind stolz auf das Team Malizia, das vorbildlich und mit großer Wirkung für die Weltöffentlichkeit die klimaneutrale Tour nach New York gemeistert hat. Wir freuen uns, dass dieses tolle Team die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernimmt.“

——

Skipper Boris Herrmann. Foto: Boris Herrmann Racing

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Klassik trifft Pop: Klimakonzert in der Elbphilharmonie

28. August 2019 - 9:10

Das kulturelle Highlight der diesjährigen Hamburger Klimawoche findet am 29. September 2019 im Kleinen Saal der Elbphilharmonie statt: Pop trifft Klassik. Der Singer-Songwriter Benne und das 60-köpfige Felix Mendelssohn Jugendorchester mit Dirigent Prof. Clemens Malich werden ein gemeinsames Konzert geben. Am 29. August 2019 (Donnerstag) um 11 Uhr beginnt der Kartenvorkauf über die Konzertkasse der Elbphilharmonie.

Die Gäste erwartet eine begeisternde Kombination: Der Wahlberliner Benne, der im vergangenen Jahr sein drittes Album „Im Großen und Ganzen“ auf den Markt gebracht hat, in dem es um Grenzerfahrungen und Zuversicht geht und dem 1973 gegründeten Felix Mendelssohn Jugendorchester, das zu den größten und erfolgreichsten Ensembles seiner Art in Deutschland gehört. Als krönender Höhepunkt spielen Benne und das Orchester gemeinsam. Sie erwartet ein außergewöhnliches musikalisches Erlebnis.

„Die Elbphilharmonie ist wirklich eine tolle Location und es ist für mich eine große Ehre dort mit dem Felix Mendelssohn Jugendorchester zu spielen“, sagt Benne. „Und das alles dann auch noch im Kontext der Hamburger Klimawoche, die sich mit den entscheidenden Fragen unser aller Zukunft beschäftigt und Lösungen finden will. Das ist schon etwas sehr Besonderes für mich und ich freue mich,  mit meiner Musik ein Teil dieses Projekts sein zu dürfen.“

Prof. Clemens Malich: „In der Gemeinschaft des Orchesters mit Gleichgesinnten Musik zu erfahren, Erlebnisse zu haben, Emotionen zu durchleben, die den eigenen Erfahrungshorizont um ein Vielfaches überschreiten, ist ein Geschenk und eine große Bereicherung. Diese Erfahrung für Kinder erlebbar zu machen und weiterzugeben, das ist für mich der besondere Sinn meines Tuns.“

Die Daten im Überblick:

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Mobilitäts- und Ozean-Konferenz für Schüler*innen auf dem Rathausmarkt

23. August 2019 - 13:20

Ein herausragender Teil der 11. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 22. und 29. September 2019 stattfindet, ist ein umfangreiches Bildungsprogramm, das sich an Hamburgs Kita-Kinder und Schüler*innen richtet. Die Highlights des Bildungsprogramms sind eine große Jugend-Mobilitätskonferenz und die Ozean-Klimakonferenz, die auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden werden und zu denen sich Klassen noch anmelden können. Wir würden uns freuen, wenn Sie auf beide Veranstaltungen hinweisen würden.

Mit dem Bildungsprogramm der 11. Hamburger Klimawoche sollen Kinder und Jugendliche aus Hamburg und Umgebung für die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und die sich anschließenden drängenden gesellschaftlichen, Klima- und Umweltfragen sensibilisiert werden. In vielfältigen Workshops und Exkursionen können die jungen Hamburger*innen sich intensiv diesen Themen widmen, ihr eigenes Bewusstsein für Klimaschutz, Umweltschutz und ein nachhaltiges Zusammenleben stärken sowie Bestehendes hinterfragen.

Zu den Highlights des Bildungsprogramms zählen zwei große Schüler*innen-Konferenzen, die in den Kuppelzelten der Klimawoche auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden.

September 2019 (Donnerstag), 9.00-10.30 Uhr
Jugend-Mobilitätskonferenz unter dem Motto: „Zukunftsfähige Mobilität – wie bewegen wir uns in Hamburg 2030?“

Die Jugend-Mobilitätskonferenz in Kooperation mit HVV-Schulprojekte richtet sich an die Schulklassen 9 bis 13, die im Vorfeld der Metropolenkonferenz „Mobil 2030“ stattfindet. Die Schülerinnen und Schüler bekommen die Möglichkeit, ihre Visionen einer zukünftigen Mobilität in Hamburg mit Expert*innen aus dem Bereich Verkehr, Mobilität und Stadtentwicklung zu diskutieren, Fragen zu stellen und sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.

September 2019 (Freitag), 9.30-11.00 Uhr
Interaktive Ozean-Klimakonferenz für Schüler*innen

Die Ozean-Klimakonferenz richtet sich an Schüler*innen der Klassen 4 bis 9. Boris Herrmann, Deutschlands erfolgreichster Segelprofi, erzählt von der spannenden Atlantiküberquerung mit Greta Thunberg zur UN-Klimakonferenz in New York. Welche Abenteuer erlebten sie auf der „Malizia II“, einem der schnellsten Segelboote der Welt? Peter Landschützer, Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts, geht den Fragen nach: Wie können Segelboote helfen, einen Beitrag zur Wissenschaft zu leisten? Und was hat es mit dem Treibhausgas CO2 auf sich? Was bedroht das Zuhause der Tiere im Ozean? Alle Schüler*innen können sich mit ihren Ideen und Fragen zum Thema Klimawandel und Ozean einbringen!

Zu beiden Veranstaltungen können sich Klassen mit ihren Lehrer*innen noch unter bildung@klimawoche.de anmelden. Bitte die Personenzahl, das Alter, die Schule und eine*n Ansprechpartner*in angeben. Benutzen Sie für Ihre Angaben das Online-Buchungstool: https://www.klimawoche.de/bildungsprogramm2019/

Weitere noch buchbare Restplätze im Bildungsprogramm der Hamburger Klimawoche finden sich unter: https://www.klimawoche.de/bildungsprogramm2019/


Das Programm der 11. Hamburger Klimawoche
Das vielfältige Programm der Klimawoche 2019 steht unter www.klimawoche.de zur Verfügung oder ist über die App aufrufbar: https://klimawoche.lineupr.com/hkw2019/

Foto: Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen Jahr am Bildungsprogramm der Klimawoche teilgenommen haben.

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Angriffe auf Greta Thunberg sind inakzeptabel

19. August 2019 - 15:17

Greta Thunberg ist gerade auf dem Weg zur UN-Klimakonferenz in New York. Hochseeskipper Boris Herrmann, Botschafter der Deutschen Meeresstiftung, bringt sie mit seiner Rennyacht „Malizia II“ zum Ziel und bietet größtmögliche Aufmerksamkeit für den Klimaschutz. Dafür könnten alle dankbar sein. Sind sie aber nicht. Seit Monaten tobt ein Mob von Klimaleugner*innen, beschimpft Greta Thunberg oder schlimmer, wünscht ihr jetzt den Untergang auf hoher See. Auch wenn man sich mit den Gewaltfantasien einer frustrierten Minderheit nicht abfinden lassen sollte, ist gesellschaftlich viel erschütternder, dass auch aus dem bürgerlichen Lager, von Intellektuellen und Medien, ein Umgang mit diesem 16-jährigen Mädchen gepflegt und Maßstäbe angelegt werden, die in Teilen völlig unangemessen sind – und das eigentliche Thema, den rasant verlaufenden Klimawandel, in den Hintergrund rücken lassen.

„Die Erwachsenen haben versagt“, sagte Greta Thunberg im „Spiegel“-Gespräch. „Sie sagen, der Klimawandel ist eine Bedrohung für uns alle, aber dann leben sie einfach so weiter wie bisher. Wir müssen selbst aktiv werden. „Greta hält uns allen den Spiegel vor, besonders den letzten Generationen, die es zwar geil fanden und finden, möglichst wenig für ein  Kleidungsstück zu bezahlen, aber deren Autos immer größer, schwerer und leistungsstärker wurden. Die es völlig normal fanden und noch finden, dass ein Flug für 20 Euro zu bekommen ist, eine Bahnfahrkarte aber ein Vielfaches kostet. Und zu viele, die kein schlechtes Gewissen haben, wenn ein Kilo Hackfleisch unter vier Euro kostet. Wohl wissend, dass für das Futter, das wir in der Massentierhaltung verfüttern, der Regenwald abgeholzt wird. Der Weltklimarat IPCC hat gerade erst drastische Veränderungen bei der Landnutzung gefordert, aus der rund ein Viertel der menschlichen Treibhausgasemissionen stammen. Und das tierische Methan der Rinder ist 25-mal klimaschädlicher als CO₂.

Greta Thunberg benennt die Fakten, die dem Klimaschutz zuwiderlaufen und für einige so unbequem zu sein scheinen, dass sie sich in Angriffe gegen die Klimaaktivistin flüchten. So arbeiten sich Menschen und Medien an der jungen Schwedin ab, anstatt sich mit den Gründen des Klimawandels und dem Beitrag, den jede*r einzelne von uns dazuleistet, zu beschäftigen. Dabei betont Greta Thunberg immer wieder, dass sie nur die Wissenschaft zitiert, also das verkündet, was wir alle wissen könnten, wenn wir denn wollten. Dabei hat nicht nur der Weltklimarat IPCC gemahnt, dass die wetterbedingten Verwerfungen nach jetzigen wissenschaftlichen Erkenntnissen nur noch beherrschbar blieben, wenn es gelänge, den Anstieg der globalen Temperatur auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

Doch zahlreiche Medien beschäftigt tagelang ein Gruppenfoto von Greta Thunberg mit Umweltaktivisten im Hambacher Forst, auf dem auch eine Vermummte zu sehen ist. Aber hatte Greta überhaupt Einfluss darauf, wer sich da so um sie scharrte, als fotografiert wurde? Und selbst wenn, was ändert die Vermummte an den unwirtlichen Mondlandschaften, die der Tagebau hinterlässt und der empörenden Tatsache, dass unter den zehn schlimmsten CO₂-Dreckschleudern in ganz Europa 2018 sieben Kohlekraftwerke in Deutschland waren?

Greta Thunbergs will mit ihrer Atlantiküberquerung mit der „Malizia II“ aufzeigen, dass wir uns ernsthafte Gedanken über die Folgen unserer Mobilität machen und den Ausstoß von Treibhausgasen rapide senken müssen. Man könnte den Mut der jungen Aktivistin anerkennen, dass sie diese strapaziöse Tour ohne jeglichen Komfort nach New York auf sich nimmt, weil sie klimaneutral ist. Stattdessen skandalisieren deutsche Medien, dass die Überfahrt mit dem Segelboot klimaschädliche Flüge nach sich ziehen würde, weil eine andere Crew das Schiff in Amerika übernimmt, um es wieder nach Europa zurückzubringen. Da wird zur Nebensächlichkeit, dass das Team Malizia um Boris Herrmann ihren gesamten CO₂-Fußabdruck von 2018 in vollem Umfang finanziell ausgeglichen hat. Dies werden sie auch 2019 tun. Es gebe derzeit keine perfekte Methode für eine vollständige CO₂-neutrale Reise. Auch eine Kompensation sei nicht ideal, aber wir glauben, dass dies besser ist, als nichts zu tun, und wir versuchen, das Bewusstsein für dieses wichtige Thema zu schärfen, so das Team. Das zählt bei den Kritiker*innen offenbar nicht. Mal ganz abgesehen, wie sie wohl ihre eigenen (Flug-) Reisen kompensieren und dadurch zertifizierte Klimaschutzprojekte finanziell unterstützen?

Die Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 22. und 29. September 2019 auf dem Rathausmarkt stattfindet, wird übrigens über South Pole kompensiert und so zu einer klimaneutralen Veranstaltung. Und wir sind stolz darauf, dass Boris Herrmann im Rahmen der Hamburger Klimawoche gleich drei Mal über seine Erlebnisse während der Überfahrt von Plymouth nach New York berichten wird.

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Greta Thunberg (l.) mit ihrem Vater Svantje und Hochseeskipper Boris Herrmann an Bord der „Malizia II“
Foto: Boris Herrmann Racing

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Kategorien: Hamburg

11. Klimawoche auf dem Hamburger Rathausmarkt

15. August 2019 - 14:15

Ein unabhängiges Netzwerk aus 200 Unternehmen, Organisationen und Verbänden trägt den Klimaschutz an Hamburgs prominentesten Ort – auf den Hamburger Rathausmarkt! Vom 22. bis 29. September 2019 findet die 11. Hamburger Klimawoche für eine klimafreundliche und zukunftsfähige Stadt statt, ab dem 25. September vor der Kulisse des Rathauses. Es ist genau der richtige Ort, um dem Klimaschutz die nötige Aufmerksamkeit zu geben. In unmittelbarer Nähe wird rund um die St. Petri-Kirche der Themenpark der Klimawoche stattfinden, diesmal als „Green World Tour Hamburg“.

„Die Sichtbarkeit mitten in der Innenstadt und die politische Nähe zum Rathaus wird der gesellschaftlichen Bedeutung der 11. Hamburger Klimawoche gerecht“, sagt Frank Otto, Vorsitzender des Klimawoche e.V. „Es ist ein deutliches Zeichen, wie ernst der Klimaschutz in der Stadt genommen wird.“

Die Hamburger Klimawoche ist eine Initiative aus der Mitte der Gesellschaft und zeigt mit Partnern aus der Wirtschaft konkrete Lösungsansätze, wie die weltweit gültigen Nachhaltigkeitsziele in der Metropole Hamburg zusammen mit Umweltverbänden, Bildungseinrichtungen, Kulturinstitutionen, Start-ups und Kirchen umgesetzt werden können. Und die Klimawoche verdeutlicht, was jede*r selbst zu einer nachhaltigen Welt und zur Vermeidung der Fluchtursachen auf Basis der seit 2016 weltweit verbindlichen 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen beitragen kann. Deswegen stehen Themen wie Mobilität, Maßnahmen zum Klimaschutz, die Bedeutung von Wasser und sanitären Einrichtungen, Artensterben und Bildung, bis hin zu Innovationen in Technik und Infrastruktur ganz oben auf der Agenda.

Alle Veranstaltungen sind über die gesamte Stadt verteilt und über die Klimawochen-App (https://klimawoche.lineupr.com/hkw2019/) und im Internet unter www.klimawoche.de abrufbar. Zu den Schwerpunkten der Klimawoche, die klimaneutral durch die Unterstützung des Unternehmens South Pole ausgerichtet wird, zählen:

  • Ein breites Informations- und Diskussionsangebot in den Zelten auf dem Rathausmarkt. Unser imposantes Kuppelzelt mit 200 Sitzplätzen und einen Durchmesser von 20 Metern ist bestens geeignet für die beeindruckende Darstellung von 360-Grad-Installationen zum Klima. Von hier aus werden wir am 25. September live nach Monaco zum Weltklimarat (Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC)) schalten, wo der IPCC-Sonderbericht zum Thema Ozeane und Polargebiete veröffentlicht wird, der die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse unter anderem zum Meeresspiegelanstieg beinhaltet.
  • Im Klimaforscher-Zelt werden unter der Leitung des Deutschen Klimarechenzentrums Hamburger Aktivitäten zur Klimaforschung mit spannenden Exponaten gezeigt.
  • Im Nachhaltigkeitszelt wird es Mitmachaktionen zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen geben – unter Berücksichtigung der Frage, was das für uns in Hamburg bedeutet.
  • Ein großes Bildungsprogramm für mehr als 3.000 Kinder und Jugendliche, mit denen die Schüler*innen für die drängenden gesellschaftlichen Klima- und Umweltfragen sensibilisiert werden sollen. Dazu gehören auch die Schwimmenden Klassenzimmer am Jungfernstieg und im Wilhelmsburger Spreehafen.
  • Der Themenpark der Klimawoche, den wir dieses Jahr zusammen mit der „Green World Tour Hamburg“ der Autarkia rund um die Hauptkirche St. Petri veranstalten, auf dem die Besucher*innen entdecken können, wie sie unserer Umwelt mit kleinen Verhaltensänderungen viel Gutes tun können.
  • Ein umfangreiches Kulturprogramm mit Filmvorführungen, Kunstausstellungen und als Highlight – zum Abschluss der Klimawoche am 29. September – dem Klimakonzert in der Elbphilharmonie.
  • Und am 27. September ab 17 Uhr findet gemeinsam mit Wissenschaftlern und Forschern die European Researchers‘ Night 2019, die zeitgleich in mehr als 300 Städten Europas organisiert wird, auf dem Rathausmarkt statt. Auf der Bühne berichten unter dem Motto „Future Life“ Forscher*innen in spannenden Kurzbeiträgen über ihre neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse.

European Researchersʼ Night und Programm aus Wissenschaft, Kultur und Bildung auf dem Rathausmarkt
Die europaweite Researchersʼ Night mit Kurzbeiträgen von Wissenschaftlern, Videos und Animationen steht im Mittelpunkt der Klimawoche. Auf anschauliche Art und Weise werden der aktuelle Stand der Forschung bei Umwelt- und Klimathemen präsentiert. Außerdem gibt es ein großes Wissenschaftszelt. Zur Researchers‘ Night gehört auch der Hamburger Research Ride, bei der Science Slammer*innen spannend und unterhaltsam Kurzbeiträge rund um Klima, Wissenschaft und Nachhaltigkeit in der U3 vortragen. Die U-Bahn fährt stündlich ab 17 Uhr von der Haltestelle Schlump ab.

Beirat aus Wissenschaft und Wirtschaft kuratiert Klimawoche
Kuratiert wird die Klimawoche von einem prominent besetzten Beirat, dem namhafte Wissenschaftler angehören. Zu den 30 Personen gehören die Meteorologen und Klimaforscher Prof. Mojib Latif und Prof. Hartmut Graßl, als Vorsitzender der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, sowie bekannte Köpfe aus der Hamburger Wirtschaft wie Frank Otto und zahlreiche Vertreter namhafter Unternehmen, Stiftungen und Forschungseinrichtungen.

Zu den Unterstützern zählen neben der Europäischen Union auch ein Netzwerk aus mehr als 20 Agenturen aus der Hansestadt. Insgesamt gestalten rund 200 Akteur*innen die elfte Hamburger Klimawoche mit ihren Beiträgen.

Die Hamburger Klimawoche wird nicht mit Mitteln der Stadt Hamburg gefördert, sondern ist eine unabhängige Initiative aus der Mitte der Gesellschaft.

Das Programm der 11. Hamburger Klimawoche
Das vielfältige Programm der Klimawoche 2019 steht unter www.klimawoche.de zur Verfügung oder ist über die App aufrufbar: https://klimawoche.lineupr.com/hkw2019/

Foto: Patrick Sun

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Rückblick: 3. Klimawochen-Zukunftsdialog „Unser Klima – Unsere Zukunft“ am 7. August 2019

8. August 2019 - 15:08

Auf dem Podium:

  • Dr. Daniel Dahm, Nachhaltigkeitsexperte und Autor des Buches „Benchmark Nachhaltigkeit“
  • Dr. Roda Verheyen, Hamburger Umweltjuristin und Rechtsanwältin der Klimaschutzklage „People’s Climate Case“
  • Moderation: Frank Schweikert, Sprecher des Beirats der Hamburger Klimawoche

Klimaschutz und der Schutz unserer Ressourcen kann nur funktionieren, wenn die Produkte unseres täglichen Lebens einen ehrlichen Preis haben. Deswegen plädiert Naturwissenschaftler und Buchautor Dr. Daniel Dahm beim gut besuchten 3. Klimawochen-Zukunftsdialog in der „Nordakademie“ für eine radikale Veränderung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. „Wir verbrauchen unsere Substanz“, so Dahm. „Man kann auch sagen, der Unsinn übersteigt den Sinn.“

Dieser gnadenlose Verbrauch der Substanz ist der alltägliche Wahnsinn unseres Wirtschaftssystems. „Die Spielregeln des marktlichen Wettbewerbs sind für eine ,Raubritterökonomie‘ gestaltet. Wer am rücksichtslosesten agiert, gewinnt“, sagt Dahm. Durch Externalisierung (Auslagerung) von Anteilen der Produktionskosten aus der Privatwirtschaft in die Gemeinschaftsgüter bekämen externalisierenden Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. „Gegenwärtig macht die kapitalistische Marktwirtschaft Nachhaltigkeit unmöglich.“

Als Gemeinschaftsgüter gelten alle lokalen, regionalen und globalen natürlichen Lebensgrundlagen, also die ökologische Diversität, die Fruchtbarkeit der Böden, der Reichtum von Flora und Fauna von Ozeanen, Flüssen und Seen, die Rohstoffe, das Wasservorkommen und die Stabilität der Klima- und Ökosystem. Außerdem die kulturelle und gesellschaftliche Vielfalt. Alle Menschen dürfen Gemeinschaftsgüter für ihre individuellen Zwecke nutzen, ohne sie zu verbrauchen oder zu schädigen. Das Recht der Nutzung müsse mit der Pflicht zum Erhalt der Gemeinschaftsgüter verbunden werden, so Dahm.

Der Nachhaltigkeitsexperte zitiert den Ökonomen Walter Eucken, „den Guru der Liberalen“, der schon 1952 formulierte: „Wer den Nutzen hat, muss auch den Schaden tragen.“ Dann habe der „Christian Lindner aber keine Ahnung von Liberalismus“, pointiert Dahm. Heute werde die Destabilisierung des Ökosystems Erde in Kauf genommen. Die natürlichen Lebens- und Produktionsbedingungen sind keine freien Güter mehr. Ihr Nutzen wurde heimlich privatisiert, die Kosten auf die Gemeinschaft ausgelagert, diagnostiziert Dahm.

Er fordert eine Anpassung des Ordnungsrahmens für Unternehmen und die Unterbindung von Wettbewerbsverzerrungen durch Externalisierung von ökologischen Folgekosten. „Ein Computer müsste das Hundertfache kosten, wenn wir den ökologischen Fussabdruck sehen“, sagt Dahm. Zudem fordert er eine umfassende Dokumentation aller Nachhaltigkeitsrisiken eines Unternehmens und ihrer ethisch ökologischen Wirkungen. Und nach dem Verursacherprinzip müsse der, der die natürlichen Grundlagen nutze, auch für deren Erhalt sorgen.

Während Daniel Dahm quasi „als freier Radikaler“ („weil ich ein radikaler Klimaschützer bin“) argumentiert, versteht sich Dr. Roda Verheyen von Berufs wegen als „Rechtsanwenderin“. „Ich wende das bestehende Recht an, um der Externalisierung entgegen zu wirken.“ Die Umweltjuristin hat 2002 das internationale Netzwerk Climate Justice Programme gegründet und verklagt für ihre Mandanten gerade die Bundesregierung, weil diese die Klimaschutzziele 2020 nicht einhält. „Wir argumentieren vor Gericht mit der Wissenschaft“, sagt die Juristin. Ihren Mandanten gehe es um ihr „Eigentum, um die Verteidigung ihrer Lebensgrundlage“. In den USA und in Frankreich, so Verheyen, gäbe es so eine Art Schadenersatz für Schäden am Gemeinwohl. „Das gibt es Deutschland nicht“, so Verheyen.

Auch die Verantwortung von Unternehmen für ihre Lieferketten, betonte Verheyen. „Für die Textilindustrie geht es beispielsweise um die Zurechnung von Verantwortung für die Zustände in einer Näherei.“ Sie hob dabei positiv den Vorstoß von Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU) hervor, der Anfang des Jahres ein „Sorgfaltspflichtengesetz“ vorgeschlagen hatte. Müller hatte der Wirtschaft mit Strafen gedroht, wenn sie ihre Lieferanten in Entwicklungsländern nicht zu fairen Arbeitsbedingungen und dem Einhalten von Umweltstandards zwingen würden.

Aktuell sorgt gerade der Antrag der Deutschen Umwelthilfe für Wirbel. Sie hat Beugehaft für Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne) beantragt, weil er in Stuttgart die Fahrverbote für Euro-5-Diesel nicht umsetzt. Frank Schweikert, Moderator des Klimawochen-Zukunftsdialogs: „Werden wir erleben, dass ein Ministerpräsident ins Gefängnis geht?“ Juristin Verheyen: „Das halte ich für möglich. Das nichtumsetzen der Fahrverbote ist eine Amtspflichtverletzung.“

Der Zukunftsdialog wird gefördert durch die Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung aus Überschüssen von „BINGO! Die Umweltlotterie“ und die „Nordakademie Stiftung“.

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