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Deutsche Stiftung Weltbevölkerung
Aktualisiert: vor 4 Stunden 18 Minuten

5 Fragen – 5 Antworten zur Verhütung

16. September 2019 - 10:00
Wie steht es um die Verhütung in der Welt? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen.

Am 26. September ist übrigens Weltverhütungstag. Er soll den Blick darauf lenken, wie wichtig Sexualaufklärung und Verhütung für uns alle ist – und darauf, dass viele Frauen in Entwicklungsländern ihr Recht auf Verhütung noch immer nicht wahrnehmen können. Dabei sollte Verhütung das Natürlichste auf der Welt sein:

1. Wie verhüten die meisten Menschen weltweit?

Während in Deutschland die Antibabypille unangefochten an der Spitze steht, ist die weltweit gängigste Verhütungsmethode mit 30 Prozent die Sterilisation der Frau, gefolgt von der Spirale mit 21 Prozent. Pille und Kondom landen im weltweiten Durchschnitt lediglich auf den Plätzen 3 und 4. Rund jede*r Zehnte „verhütet“ mit traditionellen Methoden – darunter der Coitus Interruptus oder die Zykluskontrolle.

Wenn Frauen die Wahl zwischen verschiedenen Verhütungsmethoden haben, gibt es mehrere Faktoren, die ihre Entscheidung beeinflussen. Dazu zählen gesundheitliche Nebenwirkungen, die einfache Anwendbarkeit und die Präferenz des Partners. In Entwicklungsländern, in denen Frauen häufig gesellschaftlich schwächer gestellt sind, können Frauen die Anwendung von Verhütung gegenüber ihrem Partner oft nicht durchsetzen. Daher sind „unsichtbare“ Methoden wie die Dreimonatsspritze besonders wichtig.

Eine Übersicht über 17 Verhütungsmittel mit Hinweisen zur Anwendung und zu Vor- und Nachteilen bietet die Seite Your Life.

2. Welche Verhütungsmethoden sind besonders wirksam?

Die meisten modernen Verhütungsmethoden sind sehr wirksam, um eine Schwangerschaft zu vermeiden. Das setzt jedoch voraus, dass man sie korrekt und regelmäßig anwendet. Es genügt also nicht, Verhütungsmittel bereitzustellen. Vielmehr müssen auch Informationen darüber vermittelt werden, wie sie anzuwenden sind.

Die Wirksamkeit der verschiedenen Verhütungsmethoden lässt sich daran messen, wie viele Schwangerschaften es pro 100 Frauen im ersten Jahr der Nutzung gibt. Die wenigsten Schwangerschaften (nämlich 1 pro 100 Frauen) gibt es bei Implantaten, Spiralen und der weiblichen Sterilisierung, womit diese als die sichersten Verhütungsmethoden gelten. Die meisten Schwangerschaften gibt es bei den beiden traditionellen Methoden Coitus Interruptus (22) und Zyklusmethoden (24) sowie bei Spermiziden (28). Allerdings schützt selbst die am wenigsten wirksame Methode noch um ein Vielfaches besser vor einer Schwangerschaft als keine Methode. Denn: Von 100 sexuell aktiven Frauen, die auf Verhütung verzichten, werden innerhalb eines Jahres 85 schwanger.

3. Ist Verhütung für jeden selbstverständlich?

In Entwicklungsländern kann jede vierte Frau, die eine Schwangerschaft vermeiden möchte, nicht verhüten. Das sind 214 Millionen Frauen! Während Verhütung für die meisten Frauen in Industrieländern eine Selbstverständlichkeit und leicht zugänglich ist, können Frauen in Afrika südlich der Sahara davon nur träumen. Dort hat jede zweite Frau, die verhüten möchte, keine Möglichkeit dazu. Dabei ist Verhütung ein Menschenrecht!

Ob jemand Verhütungsmittel verwendet oder nicht, ist unter anderem eine Frage der Bildung und des Einkommens. Wenn Frauen keine Verhütungsmittel verwenden, kann es aber auch daran liegen, dass sie mit den verfügbaren unzufrieden sind oder sie Angst vor den Nebenwirkungen haben. Sexualaufklärung, gute Beratungsangebote und ein hochwertigeres Verhütungsmittelangebot sind nötig, um dem entgegenzuwirken.

Das ist vor allem für junge Frauen in Entwicklungsländern lebenswichtig, denn sie sind besonders vom Mangel an Familienplanung betroffen und zugleich besonders hohen Risiken bei einer zu frühen Schwangerschaft ausgesetzt.

4. Welche Folgen hat fehlende Verhütung?

In Entwicklungsländern werden fast 250.000 Mädchen und Frauen ungewollt schwanger – jeden Tag! Pro Jahr sind das 89 Millionen ungewollte Schwangerschaften.

Was hinter diesen Zahlen steckt: Vor allem bei Mädchen und jungen Frauen und bei denjenigen, die eine unsachgemäße Abtreibung durchführen lassen, bedeutet eine ungewollte Schwangerschaft häufig gravierende, teilweise lebenslange gesundheitliche Einschränkungen oder sogar den Tod. So zählen Komplikationen infolge von Schwangerschaft oder Geburt für Mädchen im Alter von 15 bis 19 Jahren zu den häufigsten Todesursachen. Hinzu kommt, dass Mädchen in Entwicklungsländern, die schon im Teenageralter schwanger werden, häufig die Schule oder Ausbildung abbrechen müssen. Ein Kreislauf aus Armut und Not beginnt.

Deshalb sind Aufklärung und Familienplanung so wichtig! Investitionen in Familienplanung helfen nicht nur, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden und Leben zu retten. Mit jedem zusätzlich in Familienplanung investierten US-Dollar können 2,30 US-Dollar für schwangerschaftsbezogene Gesundheitsdienste eingespart werden.

Wenn alle Frauen verhüten könnten und Schwangere und Neugeborene eine gute medizinische Versorgung bekämen,

  • würde die Zahl ungewollter Schwangerschaften um 75 Prozent auf 22 Millionen pro Jahr sinken,
  • gäbe es 23 Millionen weniger ungewollte Geburten und 36 Millionen weniger Schwangerschaftsabbrüche,
  • könnte das Leben von 224.000 Müttern und 2,2 Millionen Neugeborenen gerettet werden.
5. Was ist zu tun, damit Verhütung selbstverständlich wird?

Da ist ein ganzer Strauß von Maßnahmen zu nennen: von der Entwicklung neuer Verhütungsmethoden, die auf bessere Akzeptanz bei allen Zielgruppen stoßen, über den Ausbau an Aufklärungs- und Verhütungsangeboten – besonders auch für junge Menschen – bis hin zur Stärkung von Gesundheitssystemen.

Das alles kostet Geld, aber der Rahmen ist überschaubar. Jährlich würde es elf Milliarden US-Dollar kosten, allen Frauen in Entwicklungsländern, die verhüten möchten, die Möglichkeit dazu zu geben. Das sind 5,5 Milliarden US-Dollar mehr, als gegenwärtig in Verhütungsmittel, Personal und Gesundheitssysteme investiert wird. Gefordert sind dabei sowohl die Entwicklungs- als auch die Industrieländer. Mehr Mittel für Verhütung ist gut investiertes Geld und zahlt sich mehrfach aus – sowohl aus menschenrechtlicher als auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Und hier noch 5 Fragen – 5 Antworten der etwas anderen Art:
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Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 24.09.2015 und wird jährlich mit neuen Zahlen überarbeitet.

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Der neue DSW-Jahresbericht ist da!

6. September 2019 - 11:45

Der DSW-Jahresbericht ist druckfrisch (und selbstverständlich auch digital) erschienen. Darin blicken wir zurück auf ein erfolgreiches Jahr: Im letzten Jahr hat die öffentliche Aufmerksamkeit für das anhaltende Bevölkerungswachstum, insbesondere in Afrika, merklich zugenommen. Immer öfter werden wir gefragt, was denn getan werden kann, um diese Entwicklung zu beeinflussen.

Selbstverständlich sind die Ursachen der Bevölkerungszunahme vielfältig. Sicher ist jedoch, dass unzureichende Gesundheitsversorgung, fehlender Zugang zu Familienplanung und Benachteiligung von Mädchen und Frauen in der Gesellschaft maßgeblich zu diesem Wachstum beitragen. Und genau hier setzt unsere Arbeit an.

Informationen über die Projekte, die wir im vergangenen abgeschlossen oder neu begonnen haben, sowie über unsere politische Arbeit und unsere Finanzen finden Sie in unserem DSW-Jahresbericht. Das DSW-Team wünscht Ihnen einen anregende Lektüre.

Klicken Sie auf das Vorschaubild, um zum PDF zu gelangen.

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Bei Schwangerschaft: Schulabbruch

4. September 2019 - 16:39

In den letzten Wochen endeten in Deutschland nach und nach die großen Ferien. Manche schauen auf das neue Schuljahr mit Vorfreude, andere mit Nervosität oder Unlust und die meisten wohl mit einer Mischung aus allem drei. Man vergisst schnell, dass es viele Kinder und Jugendliche auf der Welt gibt, für die das ganz und gar nicht selbstverständlich ist. Wer zum Beispiel im ländlichen Kenia zur Schule geht, ist mit Hürden konfrontiert, über die man hier kaum nachdenkt.

Zwei große Hürden auf dem Weg zur Selbstbestimmung Grund 1: Menstruation und Schwangerschaft

Ja, richtig gelesen! Menstruation ist eine Hürde – eine große sogar. Viele Millionen Mädchen können nicht zur Schule gehen, wenn sie ihre Periode haben. Oder genauer: Weil Stigma, Unwissenheit und Mangel an Hygieneprodukten dazu führen, dass sie nicht wissen, wie sie mit der Blutung umgehen können. Aus Scham bleiben sie dann oft zuhause. Sie sind in dieser Zeit nicht nur von ihrer Bildung, sondern auch vom Alltag ausgeschlossen. Viele lassen sich sogar aus Verzweiflung auf sexuelle Handlungen im Tausch gegen Binden ein – meist mit älteren Männern, die die Situation der Mädchen kennen und ausnutzen.

Eine weitere Hürde sind Teenagerschwangerschaften. In manchen ländlichen Regionen Kenias, wie Kilifi und West Pokot, betrifft dies jedes vierte Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren – obwohl die meisten von ihnen noch gar keine Mutter werden wollen. Sowohl mangelndes Wissen als auch fehlende Akzeptanz und Verfügbarkeit von Verhütungsmitteln sind Gründe dafür.

Die Folgen sind vielfältig. Einige Eltern bestehen darauf, dass ihre Tochter den Vater des Kindes heiratet. Oft beendet das die Schullaufbahn, weil sich die junge Mutter um Haushalt und Familie kümmern muss. Gleichzeitig sind besonders junge Frauen einer größeren Gefahr durch Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen ausgesetzt. Für die Altersgruppe sind dies die häufigsten Todesursachen.

Grund 2: Viele Fragen – Wer antwortet?

Die Zahlen beziehen sich auf 15 bis 19-Jährige. Doch was passiert eigentlich davor? Für Jugendliche unter 15 Jahren ist es noch schwieriger, Antworten auf ihre Fragen rund um das Erwachsenwerden zu bekommen. Sexualität ist für diese Altersgruppe in Kenia ein Tabu. Das zeigt auch der Fakt, dass die Zahlen für Schwangerschaften von unter 15-Jährigen gar nicht richtig erhoben werden, obwohl sie nicht selten sind. Viele Mädchen haben schon vor dem 16. Lebensjahr Geschlechtsverkehr und können schwanger werden. Schließlich setzt auch die erste Periode irgendwann zwischen zehn und 15 Jahren ein. Doch die jungen Menschen erhalten kaum Unterstützung.

Mit Schulklubs zum Ziel

In den Regionen Kilifi und West Pokot, wo die Zahl ungewollter Schwangerschaften bei Minderjährigen weit über dem Landesdurchschnitt liegt, sind wir deshalb in den kommenden drei Jahren mit einem neuen Aufklärungsprojekt aktiv.

Dreh- und Angelpunkt sind dabei die Schulklubs, in denen zehn bis 14-Jährige mehr über Sexualität, Gesundheit und Verhütung erfahren. Sie werden von gleichaltrigen, ausgebildeten Jugendberater*innen angeleitet, sodass sich niemand zu schämen braucht, eine „blöde Frage“ zu stellen. Ältere Jugendberater*innen und Vertrauenslehrer*innen unterstützen allerdings zusätzlich – schließlich sind die Themen manchmal brenzlig.

Das Umfeld aktiveren

Neben den Jugendlichen aus den Schulklubs bindet die DSW umliegende Gesundheitszentren und zuständige Behörden in die Aufklärungsaktivitäten mit ein. Denn gerade zu diesen offiziellen Anlaufstellen zu gehen, stellt für junge Menschen eine große Hemmschwelle dar. Was passiert bei einem HIV-Test? Was ist, wenn Bekannte meiner Eltern mich in der Gesundheitsstation sieht? Und wie kann ich lernen, mir Gehör zu verschaffen?

Zusätzlich gilt es natürlich jene zu überzeugen, die bereits einen Einfluss in den Gemeinden haben, wie zum Beispiel Lehrpersonal, Gemeindeführer, religiöse Autoritäten und ganz besonders: Die Politiker*innen. Denn wenn sich an den Strukturen etwas verändert, dann kann dies einen großen Effekt auf die einzelne Schule – und letztlich die einzelne Schülerin haben.

Erfolge, die uns Recht geben

Diesen ganzheitlichen Ansatz für die altersgerechte und sensible Aufklärung von Jugendlichen unter 15 Jahren haben wir schon in zahlreichen Projekten erprobt. Eine wichtige Lektion daraus ist, dass nicht nur Fragen zur Verhütung oder Menstruation in den Klubs besprochen werden. Besonders der gegenseitige Respekt und die Gleichberechtigung von Mädchen und Jungen sind stets zentrale Themen. Dies zeigt sich wiederum in den Projektergebnissen: Die Lehrer*innen der beteiligten Schulen berichten von einem deutlichen Rückgang von Schwangerschaften und Frühverheiratungen an ihren Schulen – und somit von weniger Schulabbrüchen, besseren Noten und mehr Selbstvertrauen bei den Mädchen. Bei den Jungen zeigt sich ein respektvollerer Umgang mit Mädchen. Die Klubs sind ein solcher Erfolg, dass sie oft auch nach dem offiziellen Ende des Projekts von der Schule weitergeführt werden.

Unsere Projektaktivitäten im Überblick
  • Gründung von 14 Klubs mit jeweils 25 Mitgliedern in Grundschulen
  • Schulungen für Grundschüler*innen (zehn bis -14 Jahre) zu Jugendberater*innen
  • Schulung von Lehrpersonal und Eltern
  • Altersgerechte Wissensvermittlung an tausende Schüler*innen durch Jugendberater*innen, Klubmitglieder, Lehrer- und Jugendmentor*innen im Rahmen von Gruppentreffen, Mädchenforen und verschiedenen Schulaktionen
  • Dialoge mit Gemeindemitgliedern, Gesundheitspersonal und Entscheidungsträger*innen, um sie über die Rechte von Heranwachsenden zu informieren und für ihre Belange zu sensibilisieren
  • Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden zur Stärkung von Kinderrechten und ihrer Nachverfolgung
  • Aufbau von Austauschforen für junge Heranwachsende, in denen Anliegen und Wünsche an politische Autoritäten formuliert werden
  • Stärkung der jungen Heranwachsenden bei der Teilnahme an politischen Entscheidungsprozessen
  • Zusammenarbeit mit lokalen Journalist*innen und Unterstützung von Medienarbeit, die sich schwerpunktmäßig mit den Belangen von Jugendlichen auseinandersetzt

 

Wir benötigen noch dringend Unterstützung, bei der Umsetzung der diesjährigen Projektaktivitäten. Vertrauen Sie auf unsere Erfahrung – Bitte helfen Sie mit!

Ja, ich will helfen!

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G7-Gipfel: Mehr Geld für den Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria

25. August 2019 - 18:25

Hannover, 25.08.2019. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) begrüßt die heutige Ankündigung Angela Merkels auf dem G7-Gipfel, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose (TB) und Malaria in den nächsten drei Jahren mit einer Milliarde Euro zu unterstützen. Im Vergleich zur aktuellen Finanzierungsperiode hat die Bundesregierung die Zusage um knapp 18 Prozent erhöht. Mit diesem Schritt trägt Deutschland dazu bei, Millionen Menschenleben zu retten, Gesundheitssysteme nachhaltig zu stärken und dem nachhaltigen Entwicklungsziel 3, Gesundheit und Wohlergehen aller Menschen, näher zu kommen.

DSW: Merkels erhöhte Zusage für den Globalen Fonds zeigt deutlichen politischen Willen

Dazu sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr: „Mit Angela Merkels erhöhter Zusage zeigt die Bundesregierung deutlichen politischen Willen, den drei Epidemien endlich ein Ende zu setzen. Das begrüße ich sehr! Ich finde es nach wie vor erschreckend, dass in Afrika südlich der Sahara drei Viertel der HIV-Neuinfektionen unter Teenagern Mädchen betreffen. Global gesehen ist Aids die Todesursache Nummer eins von Frauen unter 50. Alle diese Todesfälle sind vermeidbar und dafür spielt der Globale Fonds eine Schlüsselrolle!“

Gemeinsam mit neun anderen Entwicklungsorganisationen und Mitgliedern des Bundestages aus fünf Fraktionen hatte die DSW mit der Kampagne #FillUpTheFund (www.fillupthefund.de) die Bundesregierung dazu aufgerufen, den Globalen Fonds mit einem starken deutschen Beitrag zu unterstützen.

Renate Bähr erklärt hierzu: „Ohne die fraktionsübergreifende starke Unterstützung für den Globalen Fonds im Bundestag wäre es nicht zu dieser lebensrettenden Zusage gekommen. Wir werden weiterhin zusammen mit anderen NGOs im Parlament für einen vollfinanzierten Globalen Fonds werben.“

Über den Globalen Fonds:

Die drei großen Infektionskrankheiten Aids, TB und Malaria fordern laut WHO auch heute noch jedes Jahr fast drei Millionen Menschenleben. Der Globale Fonds finanziert Präventions- und Behandlungsprogramme in mehr als 140 Ländern. Dadurch hat er seit seiner Gründung 2002 dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten, die ansonsten an den Folgen von Aids, TB und Malaria gestorben wären. Neben der Eindämmung der Epidemien stärkt der Globale Fonds die Gesundheitsversorgung insgesamt: Er unterstützt einkommensschwache Länder beim Aufbau nachhaltiger Gesundheitssysteme, damit alle Menschen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung bekommen. Bis zu seiner Wiederauffüllungskonferenz in Lyon am 10. Oktober benötigt der Globale Fonds mindestens 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit in den Jahren 2020-2022 fortzusetzen. Der an der Wirtschaftskraft gemessene faire Beitrag liegt nach Berechnungen des Aktionsbündnisses gegen Aids für Deutschland bei mindestens 1,2 Milliarden Euro.

Weitere Informationen: Über die DSW:

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Neben ihrem Hauptsitz in Hannover ist die DSW in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda sowie mit Verbindungsbüros in Berlin und Brüssel vertreten.

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Mitarbeiter*in für die Buchhaltung

1. August 2019 - 10:06

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene nehmen wir Einfluss auf politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Mitarbeiter*in für die Buchhaltung

mit Dienstort Hannover.

Sie können Kenntnisse im Bereich Buchhaltung vorweisen und es macht Ihnen Spaß, ein vielfältiges Spektrum von Buchhaltungsaufgaben zu betreuen sowie als Ansprechpartner*in für die Kolleg*innen der verschiedenen Teams zur Verfügung zu stehen? Dann erwartet Sie eine interessante Tätigkeit.

 

Ihre Aufgaben:
  • Betreuung der Finanzbuchhaltung für unsere Büros in Hannover und Berlin
  • Prüfung und Erfassung von Reisekostenabrechnungen
  • Abstimmung buchhalterischer Prozesse mit Kolleg*innen anderer Teams
  • Unterstützung bei Monats- und Jahresabschlussarbeiten nach HGB
  • Durchführung interner Kostenstellenabrechnungen
  • Eigenverantwortliche Betreuung des zugewiesenen Aufgabenbereichs
Wir erwarten:
  • Abgeschlossene Berufsausbildung im kaufmännischen Bereich, gerne auch Steuerfachangestellte
  • Idealerweise praktische Berufserfahrung im Bereich Finanzbuchhaltung, bei fachlicher Eignung kommen auch Neu- oder Quereinsteiger*innen in Betracht
  • Gute EDV-Kenntnisse, idealerweise Erfahrung mit einschlägiger Buchhaltungssoftware, sowie gute Excel-Kenntnisse
  • Ausreichende Englischkenntnisse, um Routinefragen zu klären und einfache Sachverhalte auszudrücken
  • Hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • Strukturierte Arbeitsweise
Wir bieten:
  • eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team
  • ein spannendes Themenfeld
  • ein internationales Arbeitsumfeld
Bewerbungsverfahren:

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) bitte mit dem Verweis “Buchhaltung DSW201905/7“ per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “Buchhaltung DSW201905/7” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf 2 Jahre mit der Option auf unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 25. August 2019.

Bitte sehen Sie von Nachfragen zu Ihrer Bewerbung ab.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

10. Juli 2019 - 7:08

Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Zum Weltbevölkerungstag 2019 leben 7,7 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. Während der Zeit, in der Sie diese Zeilen lesen, sind 68 Kinder geboren worden und 27 Menschen gestorben. Die Weltbevölkerung ist somit um 41 Menschen gewachsen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund 2,2 Milliarden Menschen voraussichtlich fast doppelt so viele leben wie heute.

Die Vereinten Nationen berücksichtigen bei ihren Bevölkerungsprojektionen die unvermeidlichen Unsicherheiten solcher Berechnungen. Danach könnten die Bevölkerungen der 235 Länder und Gebiete im Jahre 2050 mit 95-prozentiger Sicherheit im Jahre 2050 zwischen 9,4 und 10,1 Milliarden Menschen betragen, und am Ende des Jahrhunderts zwischen 9,4 und 12,7 Milliarden Menschen liegen.

China und Indien sind die beiden Länder, in denen aktuell die meisten Menschen leben. Nämlich 1.393 und 1.371 Milliarden. Die Hälfte des Weltbevölkerungswachstums bis zum Jahr 2050 geht auf nur neun Länder zurück (in der Reihenfolge ihres Anteils am gesamten Bevölkerungswachstum):

• Indien
• Nigeria
• Pakistan
• Demokratische Republik Kongo
• Äthiopien
• Tansania
• Indonesien
• Ägypten
• USA

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Das hohe Bevölkerungswachstum eines Landes geht zu einem großen Teil auf ungewollte Schwangerschaften zurück – weil Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen. Rund 214 Millionen Frauen in Entwicklungsländern würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Deshalb sind 43 Prozent aller Schwangerschaften in diesen Ländern ungewollt! Neben ungewollten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus.

Diese Infografik zeigt die Verteilung der Weltbevölkerung nach Kontinenten anhand von 100 Menschen.

3. Leben mehr Männer oder mehr Frauen auf der Welt?

Der Anteil von Frauen und Männern an der Weltbevölkerung ist ungefähr gleich. Derzeit leben etwa 3,82 Milliarden Frauen und 3,89 Milliarden Männer auf der Erde.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. Von den 7,7 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben sind mehr als ein Viertel (26 Prozent) jünger als 15 Jahre. In Zahlen sind das 1,9 Milliarden, also rund zweieinhalb mal so viele Menschen, wie in ganz Europa leben. Die Welt insgesamt altert: Heute ist rund jede zehnte Person älter als 65 Jahre. Im Jahr 2050 wird es jede sechste (16 Prozent) sein. Und in Europa, der Region mit der ältesten Bevölkerung, voraussichtlich sogar jede vierte. Hier liegt das Medianalter schon heute bei 42 Jahren.
Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten. Warum das so wichtig ist, entnehmen Sie unseren Kurzfilm:

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Demografen der Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung sich im Lauf dieses Jahrhunderts bei rund elf Milliarden Menschen einpendeln wird. Diese Annahme geht allerdings davon aus, dass weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen erreicht werden. Dazu muss dringend in diese Bereiche investiert werden.

 

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015

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Selbstbestimmte Entscheidungen – Schlüssel für eine nachhaltige Bevölkerungsentwicklung

9. Juli 2019 - 10:23

Weltbevölkerungstag am 11. Juli 2019: Junge Menschen in Afrika benötigen dringend mehr Familienplanungsangebote

HANNOVER, 9. Juli 2019. Die UN hat Mitte Juni ihre langfristigen Projektionen für das Wachstum der Weltbevölkerung leicht nach unten korrigiert. Im Jahr 2100 soll demnach die Bevölkerung von heute 7,7 Milliarden Menschen auf 10,9 Milliarden anwachsen – nicht wie bislang angenommen auf 11,2 Milliarden. Grund hierfür ist, dass die UN einen steten Fall der weltweiten Geburtenrate prognostiziert.  Besonders in Afrika südlich der Sahara ist die Fertilitätsrate mit 4,6 Kindern pro Frau jedoch auch weiterhin hoch und liegt deutlich über dem weltweiten Durchschnitt von 2,5 Kindern pro Frau. Das führt zu einem starken Bevölkerungswachstum in Afrika, von jetzt 1,3 Milliarden Menschen zu 1,5 Milliarden in 2050 und 4,3 Milliarden Menschen in 2100. Dieses Wachstum – trotz der angenommenen sinkenden Kinderzahl pro Frau – behindert Entwicklung.

Aber selbst wenn die Annahme der UN von einer Fertilitätsrate in Afrika von 2,1 Kindern pro Frau im Jahr 2100 tatsächlich eintrifft, braucht es verstärkte Anstrengungen, um allen Menschen der noch immer wachsenden Bevölkerungen den Zugang zu Familienplanung zu ermöglichen.

Dazu sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW):

„Es ist an der Zeit, die Ursachen des hohen Bevölkerungswachstums insbesondere in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara nüchtern zu analysieren und offen in außen- und entwicklungspolitischen Kontexten zu diskutieren. Die Einflussfaktoren, die zu sinkenden Kinderzahlen führen, und die Vorteile, die kleinere Familien für Frauen und Gesellschaften haben, sind hinreichend bekannt.

Die Tatsache, dass heute rund 214 Millionen Mädchen und Frauen noch immer nicht eine Schwangerschaft verhüten können, obwohl sie sich dies wünschen, macht deutlich, wie notwendig ein besserer Zugang zu Verhütungsmitteln und eine damit einhergehende Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ist. Fast überall in Afrika wünschen sich Frauen weniger Kinder als Männer, haben aber oft keine oder sehr geringe Mitspracherechte. Deswegen ist die Gleichberechtigung der Geschlechter eine wichtige Voraussetzung für eine zukunftsfähige Bevölkerungsentwicklung.

Die DSW fordert daher ein stärkeres internationales Engagement für die Stärkung von Frauen und Mädchen und ihrer Rechte, eine Intensivierung von Aufklärungsprogrammen für Jugendliche sowie ein verbessertes, zuverlässiges Angebot an Verhütungsmitteln. Der im November anstehende Nairobi Gipfel ICPD+25, auf dem die Ziele der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz (ICPD) von 1994 überprüft werden, bietet Deutschland die Chance, ein klares Zeichen für eine nachhaltige Entwicklung zu setzen.

Ein universeller Zugang zu sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte ist entscheidend für die Erreichung globaler Entwicklungsziele aus der Agenda 2030, wie z.B. der Verhinderung von vermeidbarer Müttersterblichkeit oder die Eliminierung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen. Diese Chance sollte Deutschland nicht verspielen.“

Weitere Informationen:

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Entwicklungspolitische*r Referent*in

4. Juli 2019 - 16:59

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte. Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Entwicklungspolitische*n Referenten*in

mit Dienstort Berlin.

Der*die Entwicklungspolitische Referent*in wird  an der erfolgreichen Umsetzung der Zielsetzungen der Stiftung arbeiten. Er*sie wird das Team Politische Arbeit bei der Entwicklung und Implementierung politischer Aktivitäten im Bereich globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Stärkung von Jugendlichen unterstützen. Der*die entwicklungspolitische Referent*in wird mit entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen, insbesondere mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages und Mitgliedern des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung zusammenarbeiten.

Ihre Aufgaben:

  • Sekretariat des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung
  • Planung und Durchführung von entwicklungspolitischen Veranstaltungen wie Treffen des Parlamentarischen Beirats für Bevölkerung und Entwicklung, nationale und internationale Netzwerktreffen, Podiumsdiskussionen, Konferenzen, etc.
  • Beobachtung und Analyse entwicklungspolitischer Prozesse im Deutschen Bundestag
  • Verfassen von Positionspapieren, Empfehlungen, Sprechzetteln, etc.
  • Vertretung der DSW gegenüber entwicklungspolitischen Entscheidungsträger*innen

 

Wir erwarten:

  • Hochschulabschluss (Diplom oder Master) in Politikwissenschaften, Internationale Beziehungen, Development Studies, Public Health oder vergleichbare Qualifikation
  • Mindestens drei Jahre Berufserfahrung mit (entwicklungs-)politischem Bezug. Erfahrungen in der Arbeit mit Abgeordneten des Deutschen Bundestages sind erwünscht
  • Erfahrung mit der Organisation politischer Veranstaltungen
  • Sehr gute Kenntnisse der deutschen Entwicklungszusammenarbeit und ihrer Akteur*innen mit den Schwerpunkten Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte und Gleichstellung der Geschlechter
  • Einen selbstständigen, lösungsorientierten Arbeitsstil
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen sowie Freude an der Arbeit im Team
  • Bereitschaft zu Dienstreisen (national und international)

Wir bieten:

  • Ein internationales Arbeitsumfeld
  • Eine angenehme Arbeitsatmosphäre in einem dynamischen Team
  • Ein spannendes Themenfeld
  • Angemessene Vergütung

Bewerbungsverfahren:

Wenn Sie Interesse haben, senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf und Anschreiben) bitte mit dem Verweis “Entwicklungspolitische*r Referent*in DSW201907/6” per E-Mail an: jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “Entwicklungspolitische*r Referent*in DSW201907/6” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Der Vertrag ist zunächst bis Februar 2022 befristet, mit Aussicht auf Verlängerung.

Bewerbungsschluss ist der 11.8.2019.

Bitte sehen Sie von Nachfragen zu Ihrer Bewerbung ab.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Neue UN-Projektionen: Weltbevölkerung wächst bis 2050 auf 9,7 Milliarden Menschen

17. Juni 2019 - 17:00
DSW: Ohne zusätzliche Familienplanungsangebote wird die Fertilitätsrate in Afrika nicht sinken

Hannover, 17. Juni 2019. Die Weltbevölkerung wird von heute rund 7,7 Milliarden Menschen auf 9,7 Milliarden 2050 und 10,9 Milliarden 2100 wachsen. Das geht aus den neuesten Weltbevölkerungsprojektionen der Vereinten Nationen (UN) hervor.

Zwar ist die Fertilität in den meisten Ländern in den vergangenen Jahren zurückgegangen, doch gerade in Afrika ist sie weiterhin hoch und sinkt vergleichsweise langsam. Frauen bekommen in Afrika derzeit durchschnittlich 4,4 Kinder, deutlich mehr als der weltweite Durchschnitt von 2,5 Kindern pro Frau. Die UN gehen in ihren Projektionen davon aus, dass die Fertilitätsrate in Afrika bis 2100 auf 2,1 Kinder pro Frau sinkt. Wegen der sehr jungen Altersstrukturen werden Bevölkerungen in Afrika trotz der Senkung der Fertilitätsraten noch für einige Zeit wachsen. Die Vereinten Nationen weisen außerdem darauf hin, dass sich die Zahl der potentiellen Mütter in Afrika bis zum Jahre 2050 verdoppeln wird.

Dazu sagt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW):

„Angesichts der Tatsache, dass rund 214 Millionen Mädchen und Frauen in Entwicklungsländern bis heute keinen Zugang zu Familienplanungsangeboten haben, sehe ich die Rückgänge bei der Fertilität in Gefahr. Nur wenn es gelingt, dass die reproduktiven Rechte und die Entscheidungsfreiheit der Frauen vor allem durch Zugang zu Verhütungsmitteln gestärkt sowie ihre Lebensbedingungen und Zukunftschancen durch Aufklärung, Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten verbessert werden, sind die neuen UN-Projektionen realistisch. Andernfalls laufen wir Gefahr, dass das Bevölkerungswachstum wieder an Fahrt aufnimmt. Bereits die heutige Bevölkerungszunahme stellt die Entwicklungsländer vor große Herausforderungen hinsichtlich der Gesundheitsversorgung und Bildung ihrer Bevölkerung. In den afrikanischen Ländern südlich der Sahara wird sich die Einwohnerzahl bis 2050 voraussichtlich verdoppeln.“

Weitere Informationen:

Die vollständigen neuen Daten der UN Bevölkerungsabteilung im englischen Original finden Sie unter: https://population.un.org/wpp/

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NGOs fordern von Bundesregierung mehr Einsatz bei der Eindämmung von Aids, TB und Malaria

7. Juni 2019 - 10:16
„Der Globale Fonds braucht einen starken deutschen Beitrag“

Hannover / Berlin 11.06.2019. Neun Entwicklungsorganisationen rufen die Bundesregierung mit der Kampagne #FillUpTheFund gemeinsam dazu auf, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose (TB) und Malaria mit 1,2 Milliarden Euro zu unterstützen. Jedes Jahr fordern Aids, TB und Malaria fast drei Millionen Menschenleben. Betroffen sind vor allem jene, die in Armut leben.

 Seit seiner Gründung in 2002 hat der Globale Fonds dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten, die ansonsten an den Folgen von Aids, TB und Malaria gestorben wären. Insgesamt konnten die Todesfälle durch die drei Armutskrankheiten um ein Drittel reduziert werden – ein beeindruckender Erfolg, der den Globalen Fonds zu einem der effektivsten Finanzierungsinstrumente für weltweite Gesundheit macht. Neben der Prävention und Behandlung der drei Krankheiten stärkt er die Gesundheitsversorgung insgesamt: Er unterstützt einkommensschwache Länder beim Aufbau nachhaltiger Gesundheitssysteme, damit alle Menschen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung bekommen.

Das zeigt, dass ein Ende dieser Epidemien möglich ist – entscheidend ist nun einzig und allein der politische Wille. Der Globale Fonds benötigt bis zu seiner Wiederauffüllungskonferenz in Lyon am 10. Oktober 2019 mindestens 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit in den Jahren 2020-2022 fortsetzen zu können.

#FillUpTheFund„Der Globale Fonds braucht einen starken deutschen Beitrag, damit Aids, TB und Malaria bald Geschichte sind“. Mit diesem Appell richten sich die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Aktionsbündnis gegen Aids, Freunde des Globalen Fonds Europa, Global Citizen, Kindernothilfe, ONE, Oxfam, Plan International Deutschland und World Vision an die Bundesregierung. Das Herzstück der Kampagne sind Videobotschaften von Bundestagsabgeordneten, in denen sie sich für einen starken Beitrag Deutschlands einsetzen. Diese und andere Kampagnenelemente befinden sich auf der Kampagnenwebsite www.fillupthefund.de.

Die Erfolge des Globalen Fonds machen das Ziel greifbar, die Ausbreitung der drei tödlichsten Armutskrankheiten zu stoppen. Es könnte jedoch schnell wieder in weite Ferne rücken, wenn sich die Weltgemeinschaft – und insbesondere wirtschaftsstarke Nationen wie Deutschland – vor den nötigen Investitionen scheut.

  • Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat der Globale Fonds zusammen mit seinen Partnerorganisationen 27 Millionen Menschenleben gerettet.
  • 35 Millionen Menschen sind bisher an den Folgen von Aids gestorben – das entspricht der Bevölkerung Kanadas. Aids ist weltweit Todesursache Nummer 1 für Frauen unter 50. Allein 2017 konnten dank des Globalen Fonds 17,5 Millionen Menschen eine antiretrovirale HIV-Therapie erhalten.
  • TB bleibt bis heute die tödlichste Infektionskrankheit der Welt: laut der WHO fordert sie jedes Jahr 1,6 Millionen Menschenleben. Allein 2017 wurden fünf Millionen Erkrankte mithilfe des Globalen Fonds behandelt.
  • Alle zwei Minuten stirbt ein Kind an Malaria. Fast 200 Millionen Moskitonetze zur Malariaprävention stellte der Globale Fonds im Jahr 2017 zur Verfügung und verhinderte so Millionen von Neuinfektionen.

Infos zur Kampagne, die Videobotschaften sowie eine Vorstellung der beteiligten Organisationen finden Sie unter www.fillupthefund.de.

Pressekontakt:
Malene Hummel
Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW)
malene.hummel@dsw.org
0511 / 94373 20

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HelloBody spendet für DSW-Projekt gegen Genitalverstümmelung

29. Mai 2019 - 9:34

Die Berliner*innen von HelloBody haben sich auf die Fahnen geschrieben, mit ihren Produkten dem starren Schubladendenken und den Stereotypen der Schönheitsindustrie etwas entgegenzusetzen – und zwar mit nachhaltig produzierter Naturkosmetik. Weil, so HelloBody, Natürlichkeit der Schlüssel zur Schönheit ist: „Unsere wahre Schönheit zeigt sich, wenn wir zu uns selbst stehen. Wenn wir einfach wir selbst sein können – egal, was andere denken.“ Auch deshalb engagiert sich HelloBody für Initiativen, die Mädchen und Frauen stärken. So auch für das DSW-Projekt in Tansania, in dem sich junge Menschen für das Ende von weiblicher Genitalverstümmelung einsetzen.

Rund 15 Prozent der tansanischen Frauen zwischen 15 und 49 Jahren wurden dort Opfer des Eingriffs. In den ländlichen Regionen sind es mehr, in den Städten weniger. Über 80 Prozent der beschnittenen Frauen in Tansania sind für die Abschaffung dieser Praktik, bei der die äußeren Geschlechtsorgane, wie die Klitoris oder Schamlippen, ganz oder teilweise entfernt werden. Viele Mädchen sterben bei der Prozedur oder später an den Folgen.

Umso mehr freut sich die DSW über die dringend benötigte Unterstützung. Nachdem HelloBody bereits im vergangenen Jahr eine Spendenaktion zugunsten unserer Projekte ins Leben gerufen hatte, wurde das Engagement in diesem Jahr verstärkt: Von jedem verkauften Produkt eines drei Wochen geöffneten Popup-Stores in München ging ein Euro an uns. Auch von allen online am Weltfrauentag (8. März) gekauften Produkten kam uns ein Euro zugute.  Der zustande gekommene Betrag wurde dann von HelloBody auf 10.000 Euro aufgerundet und im Berliner DSW-Büro übergeben. Mit dem Geld werden unter anderem Aufklärungsveranstaltungen, Schulungen für Mädchen sowie Gemeindedialoge umgesetzt. Diese Aktivitäten tragen dazu bei, ein wirkliches Umdenken in Bezug auf Genitalverstümmelung zu erreichen.

Wir sagen: Danke HelloBody!

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