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Aktualisiert: vor 15 Stunden 36 Minuten

Wir bringen Menschrenrechts-Shirts auf die Straße

16. Juli 2019 - 15:29
INKOTA-UnterstützerInnen haben entschieden – vier Motive für T-Shirts und zwei für Jutebeutel mit motivierenden Menschenrechts-Botschaften stehen jetzt fest. Wir sind begeistert, dass mehr als 600 Menschen über die Motive abgestimmt und uns so geholfen haben, die beste Wahl zu treffen. Und gewonnen haben…? Sehen Sie selbst in unserer Crowdfunding-Kampagne bei Startnext!

Aber jetzt wird es erst richtig spannend: Nur wenn wir mit dieser Spendenaktion 7.500 Euro zusammenbekommen, können die Shirts überhaupt produziert werden. Deshalb unterstüten Sie bitte jetzt die Kampagne mit einem Betrag – als Dankeschön können Sie die T-Shirts oder Jutebeutel auswählen.

Hier klicken und Kampagne unterstützen
Von den Einnahmen gehen 20% als Spende an INKOTA. Daraus finanzieren wir Aktivitäten mit unseren Partnerorganisationen Cividep und SLD in Indien: Mit Trainings und Beratung unterstützen wir Fabrik- und HeimarbeiterInnen in der indischen Schuh- und Lederindustrie dabei, ihr Recht auf ein Leben in Würde zu erkämpfen. Dazu gehören unter anderem leicht verständliche Trainingshandbücher auf Tamil und Hindi.

Hergestellt werden die Bio-Baumwoll-T-Shirts und Jutebeutel von Menschen in Indien und Kroatien unter fairen Bedingungen in Zusammenarbeit mit unseren Partnern dna merch und Fair&Organic. Fair produziert heißt, dass sie in einer genossenschaftlich organisierten, d.h. von den ArbeiterInnen selbst verwalteten Näherei in Kroatien gefertigt werden. Gedruckt wird im Siebdruckverfahren mit umweltfreundlichen Farben auf Wasserbasis. Der Versand erfolgt klimaneutral. Fair für Mensch und Umwelt also.

Schicken Sie unsere Crowdfunding-Kampagne am besten auch an Ihre FreundInnen, Familie und Bekannten – oder bestellen Sie gleich gemeinsam? Fragen Sie Ihren Sportverein oder den Weltladen Ihrer Stadt, ob sie nicht vielleicht zehzn Shirts auf einmal Shirts bestellen wollen.

Das Crowdfunding läuft vom 17.7.2019 bis zum 7.10.2019 – dem Tag der menschenwürdigen Arbeit. Die T-Shirts werden vor Weihnachten ausgeliefert. Am wichtigsten aber: Seien Sie unter den ersten UnterstützerInnen! Denn je mehr Unterstützung die Kampagne gleich zu Beginn bekommt, desto wahrscheinlicher sind wir erfolgreich! Lassen Sie uns zeigen wofür wir stehen: Faire Kleidung, Haltung und Menschenrechte!

Weitere Informationen:

Zur Crowdfunding-Kampagne auf Startnext Zur Kampagne Change Your Shoes bei INKOTA
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Wir treffen Bayer - mit unserer Kritik

8. Juli 2019 - 13:35
Bayer ist angeschlagen: zwei Milliarden US-Dollar Schadensersatz für zwei Glyphosat-Betroffene in den USA, eingebrochene Aktienkurse, keine Entlastung des Konzern-Vorstands durch die AktionärInnen, geleakte Listen mit kritischen JournalistInnen und WissenschaftlerInnen, jetzt möglicherweise auch Klagen aus Argentinien… die Liste lässt sich fast endlos fortführen! Auch INKOTA hat seine Kritik aus entwicklungspolitischer Perspektive an Bayer herangetragen: In unserer Broschüre „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz“ haben wir zahlreiche Beispiele für Bayers umwelt- und gesundheitsschädliche Geschäftspraktiken gesammelt. Unsere Pressearbeit zu der Studie im Vorfeld der Bayer-Hauptversammlung wurde sehr interessiert von den Medien aufgenommen. Sogar so gut, dass der Chemiekonzern sich am selben Tag der Veröffentlichung unserer Studie gezwungen sah, öffentlich auf unsere Vorwürfe zu reagieren – leider jedoch nur mit hohlen Worten. Wir treffen Bayer wo wir können - mit Erfolg!
Auch im direkten Gespräch haben wir uns mit Bayer auseinandergesetzt: INKOTA-Referentin Lena Michelsen hat unsere Kritikpunkte bei der Bayer-Hauptversammlung persönlich vorgetragen, und bei zwei Veranstaltungen in Berlin mit Norbert Lemken und Dr. Helmut Schramm von Bayers Agrarsparte diskutiert. Hier wurde eins deutlich: INKOTA ist Bayer schon gut bekannt und mindestens Herr Lemken hat mächtig genervt und fast schon empört auf unsere Kritik reagiert. Zum Beispiel darauf: Bayer verkauft in Brasilien fünf Pestizid-Wirkstoffe, die als hochgiftig eingestuft wurden und in der EU explizit wegen Umwelt- und Gesundheitsrisiken nicht mehr zugelassen sind. Wir finden, das ist eine Frechheit! Und unsere beharrliche Arbeit zeigt Wirkung: Im Juni hat Bayer angekündigt, seine Maßstäbe für Transparenz und Nachhaltigkeit zu erhöhen. Dabei haben sie sich auch explizit zum Verkauf von Pestiziden in Ländern des globalen Südens positioniert. Ganz klar eine Reaktion auf die von uns erhobenen Vorwürfe! Hier heißt es bei Bayer: „Wir werden Pflanzenschutzprodukte nur in Entwicklungsmärkten auf den Markt bringen, wenn sie sowohl die lokalen Sicherheitsstandards des jeweiligen Landes erfüllen als auch die Anforderungen einer Mehrheit der führenden Zulassungsbehörden.“ Auch wenn dies sicher ein Schritt in die richtige Richtung ist, bleibt abzuwarten, ob den Worten dann auch Taten folgen und ob neue Sicherheitsstandards einen wirksamen Schutz für Menschen und Umwelt bieten. Unterstützen Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende Jenseits von Nachhaltigkeitsversprechen wird immer wieder deutlich, dass Bayer auf einem Gebiet völlig blank ist: Menschenrechte. Sowohl bei der Bayer-Hauptversammlung als auch in der direkten Diskussion mit Norbert Lemken hat INKOTA-Referentin Lena Michelsen gefragt, wie Bayer gedenkt, das Recht auf Saatgut einzuhalten, wenn sich der Konzern gleichzeitig etwa für ein neues Saatgutgesetz in Argentinien einsetzt, das bereits unter dem Namen „Bayer-Monsanto-Gesetz“ bekannt ist. Das Recht auf den Nachbau des eigenen, bäuerlichen Saatguts ist im Saatgutvertrag der UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation sowie in der neu verabschiedeten UN-Erklärung für die Rechte von Kleinbauern und –bäuerinnen festgeschrieben. Das neue Gesetz in Argentinien soll hingegen die Nutzung bäuerlichen Saatguts einschränken und die Patentierung durch große Konzerne erleichtern. Es handelt sich hier also nicht einfach um Interessenskonflikte, sondern um die Verletzung internationaler Verträge und zentraler Menschenrechte! Bayers Antwort: Schweigen. Fazit: Unsere Kritik scheint den ohnehin angeschlagenen Bayer-Konzern zu treffen. Hier müssen wir weiter dranbleiben! Eine schwache politische Regulierung in Ländern des globalen Südens – unter anderem auch aufgrund von starker Lobbymacht der (Agrar-)Industrie – schamlos auszunutzen, wird das Image von Bayer weiter ruinieren. Zurecht! Ob die neuen Transparenz- und Nachhaltigkeitsversprechen hier wirklich etwas verändern werden, sieht INKOTA skeptisch. INKOTA-Broschüre: „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz Sie können unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen
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#unteilbar-Sonderzug zur Demo nach Dresden

8. Juli 2019 - 12:34
Was: Sonderzug zur #unteilbar-Demo Wann: 24. August 2019, Abfahrt ca. 8:30 Uhr Wo: Von Berlin nach Dresden Nach der #unteilbar-Demonstration im Oktober 2018 mit mehr als 240.000 Teilnehmer*innen in Berlin geht der Sommer der Solidarität 2019 nun in Dresden weiter. Das bundesweite und sächsische #unteilbar-Bündnis und viele andere Organisationen veranstalten eine Großdemonstration in Dresden. Eine Woche vor den Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg sowie zwei Monate vor der Wahl in Thüringen werden wir unmissverständlich zeigen: Wir sind #unteilbar! Unsere Antwort auf Nationalismus, Rassismus und Ausgrenzung ist eine weltoffene, solidarische und gerechte Gesellschaft. #unteilbar-Sonderzug nach Dresden Um möglichst viele Menschen nach Dresden zu mobilisieren, wird es einen Sonderzug von Berlin zur Demo geben. Da Rechtspopulismus, Nationalismus und Rassismus eine unmittelbare Bedrohung für die Entwicklungspolitik und die Zivilgesellschaft sind, haben INKOTA, der Berliner Entwicklungspolitische Ratschlag und die Stiftung Nord-Süd-Brücken entschieden, einen Waggon dafür zu nutzen, entwicklungspolitische Aktivist*innen aus Berlin und Brandenburg zusammen zur Demo zu bringen. Auf der Demo gibt es dann auch einen entwicklungspolitischen Block organisiert von dem sächsischen Landesnetzwerk ENS, dem Berliner und den ostdeutschen Landesnetzwerken sowie vom INKOTA-netzwerk und der Stiftung Nord-Süd-Brücken. Der Sonderzug wird bis zu 14 Waggons mit unterschiedlichsten zivilgesellschaftlichen Organisationen und Bewegungen nach Dresden und zurück befördern. Auf dem Hinweg wird es inhaltlichen Inputs und Diskussionsmöglichkeiten geben - für den Rückweg gibt es einen Party-Waggon!

Jetzt anmelden und Platz sichern Das Ticket für Hin- und Rückfahrt kostet 40 Euro pro Person (Selbstkostenpreis, damit der Zug rollen kann). Da die Plätze im entwicklungspolitischen Waggon berenzt sind, melden Sie sich so schnell wie möglich über das Anmeldeformular  an. Sichern Sie sich einen Platz, melden Sie sich jetzt an!  Jetzt anmelden Zur Webseite des #unteilbar-Bündnisse Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an: info@nord-sued-bruecken.de
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Zertifizierung reicht nicht aus, damit Kakao nachhaltig wird

8. Juli 2019 - 11:58
Im Kakaosektor galt Zertifizierung lange Zeit als das einzige Instrument, um Nachhaltigkeit zu erreichen. In den letzten beiden Jahrzehnten hat sich die Zivilgesellschaft stark für dieses Instrument eingesetzt und so dazu beigetragen, dass die Produktion und der Konsum von zertifiziertem Kakao zugenommen haben. Mittlerweile stehen dem Kakaosektor deutlich mehr Instrumente zur Verfügung. Durch die zunehmende Verfügbarkeit von Daten und Forschungsergebnissen zur Situation im Kakaoanbau, sowie die vielfältigen Erfahrungen mit der Umsetzung verschiedener Nachhaltigkeitsprojekte hat sich die Bandbreite von Interventionsansätzen deutlich erweitert. Aktuell finden eine Reihe wichtiger Entwicklungen statt: Eine neue ISO-Norm für nachhaltigen und rückverfolgbaren Kakao wurde veröffentlicht, Fairtrade hat seinen Kakao-Mindestpreis erhöht und einen Referenzpreis für existenzsichernde Einkommen kalkuliert, und die fusionierte Rainforest Alliance/UTZ arbeitet an einem neuen Zertifizierungsstandard. Angesichts dieser Entwicklungen ist es für die Zivilgesellschaft an der Zeit, eine Bestandsaufnahme zu machen:  Wo stehen wir aktuell auf dem Weg zu einem nachhaltigen Kakaosektor? Armut der Bauern bleibt unverändert groß
Schokoladenunternehmen und Einzelhändler wählen tendenziell das für sie billigste Siegel und ignorieren dabei mögliche negative Effekte ihres Preisdrucks. Der Wettlauf um einen höheren Marktanteil an zertifizierten Kakao hat dazu geführt, dass Kriterien zum Erhalt des Siegels kaum angehoben wurden. Keiner der Zertifizierungsstandards hat bisher signifikant dazu beigetragen, dass Bauern und Bäuerinnen der strukturellen Armut entkommen, geschweige denn ein existenzsicherndes Einkommen erzielen. Obwohl das Durchschnittseinkommen der zertifizierten Bauern etwas höher sein mag als das der nicht zertifizierten Bauern, bleibt die Wirkung der Zertifizierung relativ gering. Ein durchschnittlicher, zertifizierter Kakaobauer ist immer noch weit davon entfernt, ein existenzsicherndes Einkommen zu verdienen. Dass die bisherigen Maßnahmen der Zertifizierungsorganisationen zur Einkommenssteigerung nicht ausreichen, zeigt auch die jüngste Ankündigung der Regierungen der Elfenbeinküste und Ghana, eine Preisuntergrenze von 2.600 US-Dollar pro Tonne exportierten Kakao durchsetzen zu wollen. Auch wenn mit diesem Vorschlag die Regierungen zwar immer noch deutlich unter den 3.467 US-Dollar pro Tonne liegen, die laut Fairtrade in der Elfenbeinküste für ein existenzsicherndes Einkommen nötig wären, handelt es sich um einen wichtigen ersten Schritt. Bis auf kleine Pilotprojekte gibt es weder von Fairtrade noch von Rainforest Alliance bisher Bestrebungen, annährend existenzsichernde Preise zu zahlen. Die Regierungen liegen mit ihrem Vorschlag aber 200 US-Dollar pro Tonne über dem neuen Fairtrade-Mindestpreis, der im Oktober 2019 in Kraft treten wird. Rainforest Alliance/UTZ sorgt für einen Unterbietungswettlauf
Während Fairtrade zur kommenden Erntesaison seinen Kakao-Mindestpreis erhöhen wird, fehlt im neuen Standard der Rainforest Alliance, welcher zurzeit erarbeitet wird, dagegen bisher jeglicher Mindestpreis. Außerdem ist unklar, ob der neue Standard eine feste Prämie enthalten wird, oder ob deren Höhe von den Bauern wie bisher verhandelt werden muss. Sollte der neue Standard keinerlei Mechanismus enthalten, um für höhere Ab-Hof-Preise zu sorgen, befürchten wir, dass die Bemühungen um ein existenzsicherndes Einkommen für die Bäuerinnen und Bauern dadurch konterkariert werden und ein Unterbietungswettlauf zwischen den Standards droht. Der neue Standard von Rainforest Alliance muss über bloße technische Lösungsansätze hinausgehen und das Machtungleichgewicht in der Lieferkette – insbesondere bei der Preisgestaltung von Kakao – angehen, um den Kleinbäuerinnen und -bauern ein existenzsicherndes Einkommen zu sichern. Rainforest Alliance darf nicht länger ignorieren, dass Kakaobauern stark von schwankenden Weltmarktpreisen abhängig sind. Ein Mindestpreis ist ein Sicherheitsnetz für Kakaobauern. Bei der Veröffentlichung des neuen Standards sollte Rainforest Alliance mindestens einen ähnlichen Mindestpreis wie Fairtrade einführen. Es kann und darf nicht das Geschäftsmodell einer standardsetzenden Organisation sein, die für sich beansprucht Nachhaltigkeit im Kakaosektor zu verbessern, den eigenen Marktanteil auf Kosten der Einkommen der Bauern zu erhöhen. Die Mindestpreis-Erhöhung von Fairtrade ist ein erster Schritt, aber reicht noch nicht aus
Vor kurzem hat Fairtrade angekündigt, seinen Kakao-Mindestpreis zum Oktober 2019 zu erhöhen. Dies ist ein notwendiger erster Schritt. Fairtrade räumt jedoch selbst ein, dass die Bauern mit diesem Mindestpreis - und einer erhöhten Prämie - immer noch weit davon entfernt sein werden, ein existenzsicherndes Einkommen zu erzielen. Der neue Fairtrade-Mindestpreis von 2.400 US-Dollar pro Tonne lässt immer noch eine erhebliche Lücke zu den 3.467 US-Dollar, die Fairtrade für die Elfenbeinküste als Referenzpreis für ein existenzsicherndes Einkommen kalkuliert hat.1 Die Kalkulation von Fairtrade ist ein wichtiger Beitrag zur Debatte um nachhaltigen Kakao. Um glaubwürdig zu sein, sollte Fairtrade nun allerdings auch einen Zeitplan veröffentlichen, bis wann der volle existenzsichernde Preis an die Bauern gezahlt werden soll. Zertifizierung wird ihren Versprechen bisher nicht gerecht
Obwohl zwischen einem Viertel und einem Drittel der gesamten weltweiten Kakaoproduktion durch ein Nachhaltigkeitssiegel (wie Rainforest Alliance, UTZ Certified oder Fairtrade) oder ein unternehmenseigenes Nachhaltigkeitslabel (wie Mondelez' Cocoa Life, Nestlé's Cocoa Plan usw.) zertifiziert bzw. verifiziert wird, bestehen weiterhin große Probleme - auch in zertifizierten Betrieben. Kinderarbeit ist nach wie vor eine große Herausforderung in den westafrikanischen Kakaoanbauländern. Regenwaldabholzung ist im Kakaoanbau eher die Regel als die Ausnahme, und das Wachstum der Zertifizierungssysteme hat nicht dazu geführt, die Zerstörung des Regenwalds zu stoppen. Vor kurzem hat Rainforest Alliance/UTZ seine weitere Marktexpansion vorerst ausgesetzt, da es Zweifel an der Zuverlässigkeit der Audits und der Einhaltung der Standards gibt. Dieser Schritt ist zwar zu begrüßen. Er wird aber allein nicht ausreichen, damit die Zertifizierung ihrem Versprechen gerecht wird, Arbeitnehmerrechte und die Umwelt zu schützen und den Bäuerinnen und Bauern ein angemessenes Einkommen zu bieten. Zertifiziert ist nicht gleich nachhaltig
Es ist irreführend, zu behaupten, dass Nachhaltigkeit allein aufgrund von Zertifizierungssystemen gegeben sei. Trotzdem werden die Begriffe "zertifizierter Kakao" und "nachhaltiger Kakao" fälschlicherweise häufig synonym verwendet. Kakao kann nicht allein auf der Grundlage von Zertifizierung als nachhaltig eingestuft werden, unabhängig davon, ob es sich bei der Zertifizierung um Fairtrade, Rainforest Alliance, ISO[1], Bio oder einen anderen Standard handelt. Immer wieder gibt es Berichte über Bäuerinnen und Bauern, die in extremer Armut leben sowie über Kinderarbeit und Regenwaldabholzung im Zusammenhang mit zertifiziertem Kakao. Es sollte daher niemand mehr behaupten, zertifizierter Kakao sei per se nachhaltig. Zertifizierung bietet den Bauern trotzdem einige Vorteile
Während die Zertifizierung das Einkommen der Bauern nicht wesentlich zu erhöhen oder vor Umweltschäden oder Arbeitsrechtsverletzungen zu schützen scheint, bietet sie dennoch eine Reihe von Vorteilen. Zertifizierung trägt dazu bei, Wertschöpfungsketten transparenter zu gestalten. Sie ist eine der wenigen Möglichkeiten, wie die Bäuerinnen und Bauern potentiell höhere Preise und Prämien erhalten können. Zertifizierung spielt auch eine wichtige Rolle bei der Unterstützung von Bauernorganisation. Zertifizierung kann nicht die Antwort auf alle Probleme im Kakaosektor sein. Sie muss sich aber an der Frage messen lassen, ob Zertifizierung als Instrument effizient genug ist, um Teil der Lösung zu sein. Die Probleme im Kakaosektor sind systemisch
Um Lösungen finden zu können, müssen wir uns zuerst über die Art der Probleme klar werden. Nach fast zwei Jahrzehnten der Bemühungen, den Kakaoanbau zu verbessern, ist es an der Zeit, dass wir erkennen: Nicht der Kakaobauer ist das Problem. Das Problem ist systemisch. Systemische Probleme erfordern systemische Lösungen. Derzeit tragen die Kakaobäuerinnen und -bauern fast das gesamte Risiko, ziehen jedoch kaum einen Nutzen aus ihrem Anbau, und niemand übernimmt die Verantwortung für dieses systemische Versagen. Zukünftige Lösungsansätze müssen die ungleiche Verteilung von Risiken und Erträgen, Macht und Verantwortung entlang der Wertschöpfungskette adressieren. Das Scheitern freiwilliger Initiativen zeigt deutlich, dass gesetzliche Regelungen zu menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltspflichten erforderlich sind. In der Zwischenzeit müssen alle Zertifizierungsorganisationen ihre Standards verbessern und anerkennen, dass eine nachhaltige Lösung auch Preismechanismen beinhalten muss.

1 Der Referenzpreis für existenzsichernde Einkommen von Fairtrade ist möglicherweise zu niedrig kalkuliert, da sich die tatsächliche Produktivität und Betriebsgröße erheblich von den bei der Kalkulation verwendeten Werten unterscheiden können. Das VOICE-Netzwerk hofft, in naher Zukunft ein Positionspapier dazu zu veröffentlichen.

2 Die neue ISO-Norm weist gegenüber Fairtrade und Rainforest Alliance mehrere zusätzliche Schwächen auf. Ihre rigiden Beschränkungen lassen wesentliche Elemente wie z.B. die Anforderung einer fairen Bezahlung nicht zu. Zudem bezieht sich die Norm im Wesentlichen auf diejenigen Faktoren, die in der direkten Kontrolle des Kakaobäuerinnen und -bauern stehen, während viele der notwendigen Voraussetzungen für Nachhaltigkeit außerhalb der Kontrolle der Bäuerinnen und Bauern liegen. Daher kommt die ISO-Norm einer ausreichend umfassenden Definition von Nachhaltigkeit nicht nahe.

Weitere Informationen zur Kampagne Make Chocolate Fair! Weitere Informationen zum VOICE-Netzwerk Das VOICE-Netzwerk ist ein Zusammenschluss von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, die sich für einen nachhaltigen Kakaosektor einsetzen. Neben dem INKOTA-netzwerk gehören dem VOICE-Netzwerk die folgenden Organisationen an: Südwind-Institut (DE), Public Eye (SUI), Solidaridad (NL), Oxfam Novib (NL), FNV (NL), ABVV-FGBT (BEL), Oxfam Weredwinkels (BEL), FERN (BEL), Stop The Traffik (AUS), Mighty Earth (USA), Green America (USA).
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Future Food Systems

7. Juli 2019 - 12:30
  • Wann: Montag, 9. September 2019, 17:30 - 20:00 Uhr (mit anschließendem Empfang)
  • Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Unser globales Ernährungssystem befindet sich in einer Schieflage: Zum zweiten Mal in Folge ist die Zahl der Hungernden weltweit angestiegen. 821 Millionen Menschen haben keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung. 151 Millionen Kinder sind chronisch unterernährt, 2 Milliarden Menschen leiden unter sogenanntem verborgenem Hunger und ebenso viele Menschen sind übergewichtig. Wachsende soziale Ungleichheit erschwert den Zugang zu gesunder Nahrung für immer mehr Menschen. Das UN-Komitee für Welternährung (CFS) erarbeitet in einem Multiakteursprozess bis zum Jahr 2020 Freiwillige Leitlinien für “Food Systems and Nutrition”, die aufzeigen, welche politischen Veränderungen für eine Transformation unserer Ernährungssysteme notwendig sind. Vor diesem Hintergrund möchte INKOTA Sie herzlich einladen, mit Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Bundesregierung, der Wissenschaft und Zivilgesellschaft zu diskutieren, wie wir unsere Ernährungssysteme zukunftsfähig machen können. Gemeinsam wollen wir konkrete Empfehlungen für die Leitlinien formulieren. Dabei wird es um folgende Fragen gehen: Wie müssen unsere Ernährungssysteme gestaltet werden, damit sie allen Menschen eine gesunde Ernährung ermöglichen und wir unsere Lebensgrundlagen bewahren?
Wie müssen Ernährungs-, Agrar-, Gesundheits- und weitere Politiken  dazu aufeinander abgestimmt werden?
Welche Rolle sollte die Bundesregierung spielen?
Auf dem Podium diskutieren mit:
  • Beate Kasch, Abteilungsleiterin für „EU-Angelegenheiten, Internationale Zusammenarbeit, Fischerei" im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)
  • Stefan Schmitz (tbc), Unterabteilungsleiter, Beauftragter Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“ im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Sofia Monsalve, Generalsekretärin von FIAN International, Vertreterin Zivilgesellschaftlicher Mechanismus des UN-Komitees für Welternährung (CFS)
  • Stefanie Lemke, Associate Professor, Gender, Nutrition & Right to Food Policies, Centre for Agroecology, Water and Resilience (CAWR), Coventry University und Universität Hohenheim
Wir würden uns freuen, wenn Sie sich den Termin freihalten könnten. Wir bitten um ihre Online-Anmeldung bis spätestens zum 2. September 2019. Bei Fragen wenden Sie sich gerne an Andrea Sonntag (andrea.sonntag[at]welthungerhilfe.de) und Lea Meyer (lea.meyer[at]savethechildren.de) Wir freuen uns auf eine interessante Diskussion mit Ihnen!
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Kühle Getränke und erfrischende Gedanken

3. Juli 2019 - 14:14
Frische Luft, Getränke und Gedanken: Wir möchten Sie herzlich zu unserem INKOTA-Sommerfest am 23. August 2019 einladen! Neben der alljährlichen Grillaktion, leckerem Buffet, kühlen Getränken und dem netten Beisammensein im Garten haben wir in diesem Jahr einige interessante Gäste für einen informativen und unterhaltsamen Abend eingeladen.
  • Wann: 23. August, 17 Uhr bis open end, 18 Uhr beginnt die Lesung
  • Wo: INKOTA-Büro/Innenhof, Chrysanthemenstraße 1-3, 10407 Berlin
  • Anmeldung: Bis zum 16. August bitte an info@inkota.de
Laima Eicke wird das Buch „Das gute Leben für alle – Wege in die solidarische Lebensweise“ von der I.L.A. Werkstatt für globale Gerechtigkeit vorstellen. Außerdem freuen wir uns sehr, auch Imke Müller-Hellmann, Autorin des Buchs „Leute machen Kleider“, begrüßen zu dürfen. Mit beiden wollen wir im Anschluss an ihre Buchvorstellung und kurze Lesung über die Auswirkungen unseres globalisierten Wirtschaftssystems sowie alternative Lösungsansätze diskutieren. Außerdem freuen wir uns über einen musikalischen Beitrag des brasilianisch-mexikanischen Duos Babel Collage.

Für Grillgut, Salate und Getränke ist gesorgt. Damit wir besser planen können, melden Sie sich bitte bis zum 16. August unter info@inkota.de an.

Wir freuen uns auf Sie!
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Preisverleihung der Spitzen Nadel 2019

25. Juni 2019 - 14:39
Wir Sie herzlich zur Preisverleihung der SPITZEN NADEL ein. Den Aktionspreis gegen die dunkle Seite der Modeindustrie vergeben wir bereits zum vierten Mal. Wir zeichnen dieses Jahr drei besonders politische Aktionen aus, die sich öffentlichkeitswirksam und originell für mehr Gerechtigkeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen in der globalen Textilindustrie eingesetzt haben.
  • Was: Preisverleihung der Spitzen Nadel 2019
  • Wann: 03.07.2019 um 18.00 Uhr
  • Wo: Kraftwerk Berlin, Köpenicker Str. 70, 10179 Berlin
Wie im letzten Jahr ist die Vergabe des Preises als besonderes Highlight in das Rahmenprogramm der international bekannten Modemesse Neonyt als Teil der Berlin Fashion Week eingebettet. Neben der Würdigung der PreisträgerInnen können sich die Gäste dieses Jahr auf Poetry-Slam mit der U20-Meisterin Sarah Lau freuen. Musikalisch begleiten uns der bekannte Geiger Jansen Folkers und Akkordeonist Tobias Morgenstern durch den Abend. Programm:
  • 18.00 Uhr Eröffnungen, Musik mit Jansen Folkers und Tobias Morgenstern, Poetry-Slam mit Sarah Lau
  • 18.30 Uhr Kaleidoskop der Bewerbungen
  • 18.45 Uhr Verleihung SPITZE NADEL 2019
  • Ab 19. 30 Uhr Get Together – Zeit für Gespräche bei Snacks und Drinks
Anmeldung: Bitte melden Sie sich bis zum 01.07.2019 per E-Mail an neumann@inkota.de an. Der Eintritt ist frei. Lassen Sie uns gemeinsam mit den glücklichen PreisträgerInnen einen unterhaltsamen Abend in einer einmaligen Messe-Atmosphäre verbringen und ein Zeichen für eine fairere Textilindustrie setzen! Wir freuen uns auf Sie! Weitere Informationen Über die Spitze Nadel Zum Facebook-Event Spendenaktion: In Ihrem Schuh steckt Unrecht!
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Jetzt abstimmen: Wir suchen die besten Menschenrechts-Shirts

17. Juni 2019 - 11:13
Die TeilnehmerInnen des INKOTA-Aktionsworkshops „Mode, Menschen und Maschinen“ haben Motive für T-Shirts gestaltet, die auf die Kehrseite der glitzernden Modewelt aufmerksam machen. Denn noch immer wissen viele Menschen nicht, unter welch ausbeuterischen Bedingungen ihre Kleidung hergestellt wird: Hungerlöhne, Überstunden, fehlende Sicherheit am Arbeitsplatz – so sieht die dunkle Seite der Schuh- und Textilproduktion aus. Jetzt wollen wir von Ihnen wissen: Welches Design spricht Sie am meisten an? Stimmen Sie jetzt über die T-Shirt-Motive ab! Gemeinsam mit Ihnen wählen wir die fünf beliebtesten Designs aus und lassen sie dann als T-Shirts drucken – natürlich fair und umweltfreundlich! Gemeinsam mit unseren Partnern dna merch und fair&organic werden die Bio-Baumwoll-T-Shirts von Menschen in Indien und Kroatien zu fairen Bedingungen hergestellt. Gedruckt wird im Siebdruckverfahren mit umweltfreundlichen Farben auf Wasserbasis. Der Versand erfolgt klimaneutral.

Und damit nicht genug: Die Einnahmen aus dem anschließenden Verkauf der Kampagnen-Shirts kommen der INKOTA-Partnerorganisationen Cividep und SLD in Indien zu gute. Mit Trainings und Beratungen unterstützen sie Fabrik- und HeimarbeiterInnen in der indischen Schuh- und Lederindustrie dabei, ihr Recht auf ein Leben in Würde zu erkämpfen. Machen Sie mit: Sagen Sie uns, welches Kampagnen-Shirt Ihnen am besten gefällt! Jetzt über Motive abstimmen Weitere Informationen Alle Infos zur T-Shirt Crowdfunding-Kampagne Shirts for Change Materialien für die Bildungsarbeit zum Thema Schuh- und Lederproduktion
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2 Millionen Kinder schuften für süße Schokolade

12. Juni 2019 - 10:44
Noch immer arbeiten rund zwei Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen in Westafrika. Der Grund: Die Mehrheit der Kakaobäuerinnen und –bauern lebt deutlich unter der Armutsgrenze und kann sich deshalb keine bezahlten Arbeitskräfte leisten. Große Schokoladenhersteller wie Nestlé, Mars und Ferrero hatten zwar schon 2001 gemeinsam mit den Regierungen der Côte d’Ivoire und Ghana eine freiwillige Vereinbarung getroffen, um die schlimmsten Formen der Kinderarbeit bis 2005 zu beenden. Doch davon kann keine Rede sein: Das Ziel wurde mehrfach revidiert, aktuell strebt die Industrie eine Reduzierung der Kinderarbeit um 70 Prozent bis 2020 an - und auch dieses Versprechen droht zu scheitern. „Der Schutz der Menschen- und Kinderrechte ist vielen Unternehmen offensichtlich nicht die nötigen Mittel wert“, sagt INKOTA-Referent Johannes Schorling. Außerdem kritisiert er, dass die Schokoladenunternehmen das wichtigste Thema beim Kampf gegen Kinderarbeit außer Acht lassen: die zu niedrigen Kakaopreise. „Wenn Schokoladenunternehmen einen nachhaltigen Kakaosektor ohne Kinderarbeit erreichen wollen, brauchen wir existenzsichernde Kakaopreise“, so Schorling weiter. Doch bei der Beseitigung der Kinderarbeit allein auf die Schokoladenunternehmen zu setzen, reicht aus Sicht von Johannes Schorling nicht aus. Auch die Bundesregierung sieht er in der Pflicht. Sie habe es bisher versäumt, Unternehmen konsequent zur Einhaltung der Menschenrechte in ihren Auslandsgeschäften zu verpflichten. „Wir brauchen endlich ein Gesetz, das alle Unternehmen verpflichtet, menschenrechtliche Risiken in ihren Lieferketten frühzeitig zu identifizieren und Abhilfe zu schaffen. Außerdem muss es für Betroffene von Menschenrechtsverletzungen möglich sein, auch hierzulande vor Gericht auf Entschädigung zu klagen.“ Neues Infoblatt zu Kinderarbeit im Kakaoanbau In einem neuen Infoblatt nimmt INKOTA das Problem der Kinderarbeit auf Kakaoplantagen in Ghana und der Elfenbeinküste genauer unter die Lupe. Wie wird Kinderarbeit eigentlich definiert? Was sind die Ursachen für Kinderarbeit und was kann dagegen getan werden? Diese Fragen beantwortet das Infoblatt auf vier Seiten. Jetzt Infoblatt „Kinderarbeit – Die bittere Seite der Schokolade“ bestellen Pressemitteilung zum Tag gegen Kinderarbeit
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Trefft INKOTA auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag

6. Juni 2019 - 9:51
Werdet mit uns aktiv für Menschenrechte in der globalisierten Wirtschaftswelt und kommt zu unserem Aktionsstand beim Deutschen Evangelische Kirchentag in Dortmund.
  • Was: Aktionsstand „Ein Mensch ist keine Nähmaschine – Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?“ plus Programm
  • Wann: 20.-22- Juni 2019
  • Wo: Zentrum Jugend auf dem Fredenbaumplatz, Dortmund
Informieren und austauschen An unserem Aktionsstand informieren wir über die dramatischen Arbeitsrechtsverletzungen in der Schuh- und Lederindustrie. Unsere Change Your Shoes Ausstellung, ein Quiz oder ein Gespräch auf einem unserem Schuhputzstuhl geben Euch Einblicke in den Alltag der ArbeiterInnen, die unsere Schuhe produzieren.   Gegenzeichen setzen und Aktivwerden Junge und Junggebliebene können ihre Menschenrechtsbotschaften auf Schnürsenkeln und T-Shirts verbreiten, in Upcycling-Workshops mit „neu-gewonnenen“ Portemonnaies, Stoffbeuteln und Lieblingskleidungsstücken Ressourcen schonen sowie unseren Appell „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen“ unterstützen. Sehen und diskutieren Mit Filmen und einer Theaterinstallation vertiefen wir die Perspektive von Menschen aus den Produktionsländern.
  • Am Donnerstag (20.06.2019) zeigen wir im Zentrum Jugend um 20.00 Uhr den Film „Der Preis der Turnschuhe – Billiglohn für schicke Treter“ (Fredenbaumplatz, Workshopzelt 4, Eberstraße 49, Innenstadt Nord).
  • Am Freitag (21.06.2019) um 14.00 Uhr zeigen SchülerInnen des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums die Theaterinstallation „Fashion Pressure“ (grammophon Events, EG, Grammophon Palace, Eberstraße 30, Innenstadt Nord).
  • Am Freitag (21.06.2019) um 20.00 Uhr zeigen wir um 20.00 Uhr den Film „Machines“ (Fredenbaumplatz, Workshopzelt 4, Eberstraße 49, Innenstadt-Nord)
Hier findet ihr uns: INKOTA-Aktionsstand „Ein Mensch ist keine Nähmaschine – Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?“ Zentrum Jugend, Fredenbaumplatz, gleich neben dem Zelt 3 in der Nähe der Container.Kiez.Kirche

Fragen? Anne Neumann (neumann[at]inkota.de)

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INKOTA begrüßt neue Zielsetzung des Forum Nachhaltiger Kakao

30. Mai 2019 - 15:05
Am 08. Mai verabschiedeten die Mitglieder des Forum Nachhaltiger Kakao auf der 7. Mitgliederversammlung zwölf neue Ziele. Die Ziele beinhalten ein deutliches Bekenntnis der Mitglieder, sich für existenzsichernde Einkommen für Kakaobauern einzusetzen, sowie ausbeuterische Kinderarbeit, Entwaldung und die Ausbringung von verbotenen und gefährlichen Pestiziden zu beenden. Darüber hinaus fordern die Mitglieder des Forum Nachhaltiger Kakao alle Akteure der Wertschöpfungskette dazu auf, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte umzusetzen. Das sind für INKOTA wichtige Schritte in die richtige Richtung. Zertifiziert bedeutet noch nicht existenzsichernd Denn die Wirkung des Forums Nachhaltiger Kakao wurde viel zu Lange daran gemessen, wie hoch der Anteil von zertifiziertem Kakao ist – zertifiziert durch Fairtrade, UTZ, Rainforest Alliance oder ähnliche Programme. Heute wissen wir, dass allein über Zertifizierung die Probleme der Armut unter Kakaobauernfamilien, der ausbeuterischen Kinderarbeit und der Entwaldung nicht gelöst werden. Das Forum Nachhaltiger Kakao hat deshalb neben der neuen Zielsetzung auch die Definition für nachhaltigen Kakao angepasst. Das Erwirtschaften existenzsichernder Einkommen ist dabei ein wesentlicher Bezugspunkt. Evelyn Bahn vom INKOTA-netzwerk, die die Akteure der Zivilgesellschaft im Vorstand des Forum Nachhaltiger Kakao vertritt, betont, dass mit der Verabschiedung der Ziele nur ein erster Schritt getan ist. Damit das Forum Nachhaltiger Kakao tatsächlich ein Vorreiter für Nachhaltigkeit wird, müssen die einzelnen Mitglieder wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Kakaobauernfamilien und dem Erhalt der natürlichen Ressourcen umsetzen. In den kommenden Monaten wird das Forum Nachhaltiger Kakao Handlungsempfehlungen für die Mitglieder entwickeln und ein Monitoringsystem zur Überprüfung der Fortschritte aufsetzen. Der Verabschiedung der neuen Ziele war ein 1-jähriger Dialogprozess vorangegangen, der maßgeblich von INKOTA und anderen Mitgliedern aus der Zivilgesellschaft innerhalb des Forums angestoßen wurde. Das muss jetzt passieren Das INKOTA-netzwerk sieht unter anderen folgende zentralen Handlungsfelder für die einzelnen Mitgliedsgruppen zum Erreichen der neuen Zielsetzung:
  • Unternehmen der Schokoladen-/Kakaoindustrie und des Einzelhandels sollten sich an Pilotprojekten zu existenzsichernden Einkommen beteiligen.
  • Unternehmen der Schokoladen-/Kakaoindustrie und des Einzelhandels sollten sich an der Wiederaufforstung in Agroforstsystemen beteiligen.
  • Fairtrade und Rainforest Alliance sollten ihre Zertifizierungssysteme im Kakaosektor weiterentwickeln. Die Rainforest Alliance sollte einen garantierten Mindestpreis einführen, der sich an demjenigen von Fairtrade orientiert. Bis 2025 sollten beide Zertifizierungssysteme den Kakaobauern und –bäuerinnen existenzsichernde Preise garantieren.
  • Die Bundesregierung sollte sich auf EU-Ebene und auf Bundesebene für gesetzliche Regulierungen zu menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltspflichten einsetzen.
  • INKOTA wird sich zudem für die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kakaobauernorganisationen einsetzen und deren politische Teilhabe am Dialog zur Gestaltung des Kakaosektors unterstützen.
Im Forum Nachhaltiger Kakao haben sich die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die deutsche Süßwarenindustrie, der deutsche Lebensmittelhandel und die Zivilgesellschaft zusammengeschlossen.
Zeichnung: Anne Lehmann Weitere Informationen: Weitere Informationen zur 7. Mitgliederversammlung des Forum Nachhaltiger Kakao e.V. Infoblatt: Die bittere Wahrheit über Schokolade Kakaobarometer 2018: Überblick über Nachhaltigkeitsinitiativen im Kakaosektor Hamburger Stiftung Wirtschaftsethik über die neuen Ziele des Forum Nachhaltiger Kakao
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Trefft INKOTA auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag

29. Mai 2019 - 9:51
Werdet mit uns aktiv für Menschenrechte in der globalisierten Wirtschaftswelt und kommt zu unserem Aktionsstand beim Deutschen Evangelische Kirchentag in Dortmund.
  • Was: Aktionsstand „Ein Mensch ist keine Nähmaschine – Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?“ plus Programm
  • Wann: 20.-22- Juni 2019
  • Wo: Zentrum Jugend auf dem Fredenbaumplatz, Dortmund
Informieren und austauschen An unserem Aktionsstand informieren wir über die dramatischen Arbeitsrechtsverletzungen in der Schuh- und Lederindustrie. Unsere Change Your Shoes Ausstellung, ein Quiz oder ein Gespräch auf einem unserem Schuhputzstuhl geben Euch Einblicke in den Alltag der ArbeiterInnen, die unsere Schuhe produzieren.   Gegenzeichen setzen und Aktivwerden Junge und Junggebliebene können ihre Menschenrechtsbotschaften auf Schnürsenkeln und T-Shirts verbreiten, in Upcycling-Workshops mit „neu-gewonnenen“ Portemonnaies, Stoffbeuteln und Lieblingskleidungsstücken Ressourcen schonen sowie unseren Appell „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen“ unterstützen. Sehen und diskutieren Mit Filmen und einer Theaterinstallation vertiefen wir die Perspektive von Menschen aus den Produktionsländern.
  • Am Donnerstag (20.06.2019) zeigen wir im Zentrum Jugend um 20.00 Uhr den Film „Der Preis der Turnschuhe – Billiglohn für schicke Treter“ (Fredenbaumplatz, Workshopzelt 4, Eberstraße 49, Innenstadt Nord).
  • Am Freitag (21.06.2019) um 14.00 Uhr zeigen SchülerInnen des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums die Theaterinstallation „Fashion Pressure“ (grammophon Events, EG, Grammophon Palace, Eberstraße 30, Innenstadt Nord).
  • Am Freitag (21.06.2019) um 20.00 Uhr zeigen wir um 20.00 Uhr den Film „Machines“ (Fredenbaumplatz, Workshopzelt 4, Eberstraße 49, Innenstadt-Nord)
Hier findet ihr uns: INKOTA-Aktionsstand „Ein Mensch ist keine Nähmaschine – Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?“ Zentrum Jugend, Fredenbaumplatz, gleich neben dem Zelt 3 in der Nähe der Container.Kiez.Kirche

Fragen? Anne Neumann (neumann[at]inkota.de)

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Mosambik nach der Katastrophe

23. Mai 2019 - 13:58
Die Wassermassen sind zurückgegangen, aber das Ausmaß der Katastrophe ist immer noch gewaltig. Im März zerstörte der Zyklon Idai die Küstenstadt Beira und hinterließ auch im Hinterland eine Spur der Verwüstung. Nur einen Monat später traf Zyklon Kenneth die Küstenregion in der nördlichen Provinz Cabo Delgado schwer. Jetzt Fotos von Hilfsaktionen ansehen und teilen Die Wirbelstürme kosteten rund 1.000 Menschen das Leben, mehr als 110.000 Häuser sind völlig unbewohnbar, etwa die gleiche Anzahl an Häusern ist stark beschädigt. 160.000 Menschen wurden in Nothilfezentren untergebracht. Tausende Klassenräume sind nicht mehr nutzbar, so dass für 335.000 SchülerInnen der Unterricht nun ausfallen muss. Fast 800.000 Hektar Ackerfläche wurden teilweise oder ganz zerstört und duzende Gesundheitsstationen sind nicht mehr nutzbar. Auch Wochen nach den Zyklonen sind viele Menschen akut auf Hilfe angewiesen. INKOTAs mosambikanische Partnerorganisationen ADECRU und UNAC leisten Nothilfe oder beteiligen sich am Wiederaufbau: ADECRU hat in einigen besonders betroffenen Dörfern in der Provinz Sofala bisher rund 500 Nothilfepakete für jeweis eine Familie verteilt. In den Paketen befanden sich u.a. Reis, Mehl, Zucker, Bohnen, Speiseöl, Seife und Kerzen für jeweils eine Familie. Dafür hat ADECRU einen Kleinlaster in Muxungue, einer Kleinstadt im Süden der Provinz Sofala, genietet. Dort wurde auch der Inhalt der Pakete eingekauft. „Der Transport in die notleidenden Dörfer war schwierig: Die Straßen sind immer noch in einem sehr schlechten Zustand“, sagt Jeremias Vunhanje von ADECRU. Der Bauernverband UNAC unterstützt die Menschen aus dem Projektgebiet in der Provinz Manica beim langfristigen Wiederaufbau und hilft ihnen, ihre Felder wieder instand zu setzen. Die Bauern und Bäuerinnen kehren jetzt in ihre Dörfer zurück und stehen vor einem kompletten Neuanfang. Ein Großteil der Getreideernte wurde von den Zyklonen zerstört, die Lager und Speicher sind leer. Die Hoffnungen ruhen nun auf dem Gemüseanbau in den nächsten Monaten. UNAC stellt Saatgut und Arbeitsgeräte zur Verfügung, damit die Menschen wieder etwas anbauen und sich selbst versorgen können. Spenden Sie für den Wideraufbau nach den Zyklonen Bildergalerie auf Facebook ansehen
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INKOTA begrüßt neue Zielsetzung des Forum Nachhaltiger Kakao

16. Mai 2019 - 15:05
Am 08. Mai verabschiedeten die Mitglieder des Forum Nachhaltiger Kakao auf der 7. Mitgliederversammlung zwölf neue Ziele. Die Ziele beinhalten ein deutliches Bekenntnis der Mitglieder, sich für existenzsichernde Einkommen für Kakaobauern einzusetzen, sowie ausbeuterische Kinderarbeit, Entwaldung und die Ausbringung von verbotenen und gefährlichen Pestiziden zu beenden. Darüber hinaus fordern die Mitglieder des Forum Nachhaltiger Kakao alle Akteure der Wertschöpfungskette dazu auf, die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte umzusetzen. Das sind für INKOTA wichtige Schritte in die richtige Richtung. Zertifiziert bedeutet noch nicht existenzsichernd Denn die Wirkung des Forums Nachhaltiger Kakao wurde viel zu Lange daran gemessen, wie hoch der Anteil von zertifiziertem Kakao ist – zertifiziert durch Fairtrade, UTZ, Rainforest Alliance oder ähnliche Programme. Heute wissen wir, dass allein über Zertifizierung die Probleme der Armut unter Kakaobauernfamilien, der ausbeuterischen Kinderarbeit und der Entwaldung nicht gelöst werden. Das Forum Nachhaltiger Kakao hat deshalb neben der neuen Zielsetzung auch die Definition für nachhaltigen Kakao angepasst. Das Erwirtschaften existenzsichernder Einkommen ist dabei ein wesentlicher Bezugspunkt. Evelyn Bahn vom INKOTA-netzwerk, die die Akteure der Zivilgesellschaft im Vorstand des Forum Nachhaltiger Kakao vertritt, betont, dass mit der Verabschiedung der Ziele nur ein erster Schritt getan ist. Damit das Forum Nachhaltiger Kakao tatsächlich ein Vorreiter für Nachhaltigkeit wird, müssen die einzelnen Mitglieder wirksame Maßnahmen zur Verbesserung der Lebenssituation von Kakaobauernfamilien und dem Erhalt der natürlichen Ressourcen umsetzen. In den kommenden Monaten wird das Forum Nachhaltiger Kakao Handlungsempfehlungen für die Mitglieder entwickeln und ein Monitoringsystem zur Überprüfung der Fortschritte aufsetzen. Der Verabschiedung der neuen Ziele war ein 1-jähriger Dialogprozess vorangegangen, der maßgeblich von INKOTA und anderen Mitgliedern aus der Zivilgesellschaft innerhalb des Forums angestoßen wurde. Das muss jetzt passieren Das INKOTA-netzwerk sieht unter anderen folgende zentralen Handlungsfelder für die einzelnen Mitgliedsgruppen zum Erreichen der neuen Zielsetzung:
  • Unternehmen der Schokoladen-/Kakaoindustrie und des Einzelhandels sollten sich an Pilotprojekten zu existenzsichernden Einkommen beteiligen.
  • Unternehmen der Schokoladen-/Kakaoindustrie und des Einzelhandels sollten sich an der Wiederaufforstung in Agroforstsystemen beteiligen.
  • Fairtrade und Rainforest Alliance sollten ihre Zertifizierungssysteme im Kakaosektor weiterentwickeln. Die Rainforest Alliance sollte einen garantierten Mindestpreis einführen, der sich an demjenigen von Fairtrade orientiert. Bis 2025 sollten beide Zertifizierungssysteme den Kakaobauern und –bäuerinnen existenzsichernde Preise garantieren.
  • Die Bundesregierung sollte sich auf EU-Ebene und auf Bundesebene für gesetzliche Regulierungen zu menschenrechtlichen und ökologischen Sorgfaltspflichten einsetzen.
  • INKOTA wird sich zudem für die Stärkung von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Kakaobauernorganisationen einsetzen und deren politische Teilhabe am Dialog zur Gestaltung des Kakaosektors unterstützen.
Im Forum Nachhaltiger Kakao haben sich die Bundesregierung, vertreten durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), die deutsche Süßwarenindustrie, der deutsche Lebensmittelhandel und die Zivilgesellschaft zusammengeschlossen.
Zeichnung: Anne Lehmann Weitere Informationen: Weitere Informationen zur 7. Mitgliederversammlung des Forum Nachhaltiger Kakao e.V. Infoblatt: Die bittere Wahrheit über Schokolade Kakaobarometer 2018: Überblick über Nachhaltigkeitsinitiativen im Kakaosektor Hamburger Stiftung Wirtschaftsethik über die neuen Ziele des Forum Nachhaltiger Kakao
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INKOTA vs. Bayer: Diskussion in Berlin - seien Sie dabei!

16. Mai 2019 - 11:55
Gerade erst haben wir unse neue Broschüre "Advancing together?" veröffentlicht, die einen kritischen Blick auf die Geschäftspraktiken von Bayer seit der Übernahme von Monsanto wirft. Und wir haben unsere Kritik mit einer Rede auf der Bayer-Hauptversammlung direkt an den Vorstand und Aufsichtsrat des Konzerns herangetragen. Doch die Antworten auf unsere kritischen Fragen an Bayer waren bisher alles andere als zufriedenstellend. So ließ der Vorstandsvorsitzende Baumann etwa die Frage, wie Bayer in Zukunft die Einhaltung des Rechts auf Saatgut garantieren wolle, gänzlich unbeantwortet und wollte keine geschäftlichen Details zu den neuen digitalen Farm-Management-Systemen preisgeben. Gleichzeitig bekräftigte Bayer uns gegenüber immer wieder die Einhaltung aller regulatorischen Anforderungen im jeweiligen Land in Bezug auf den Verkauf giftiger Pestizide und rühmte sich mit „beispielhaften Leistungen in den Bereichen Menschenrechte und Umweltschutz“ sowie mit der gezielten Unterstützung von Kleinbauern und –bäuerinnen in vielen Teilen der Welt. Eine Frechheit! Nun haben wir gleich zweimal die Chance, diese und andere strittige Fragen mit Bayer-Vertretern zu diskutieren – dazu laden wir Sie herzlich ein! Seien Sie dabei, wenn wir Bayer auf den Zahn fühlen! Was: Diskussion „Kleinbäuerliche Landwirtschaft – Von den Feldern des Globalen Südens bis in unsere Supermärkte?“ im Rahmen der Entwicklungspolitischen Diskussionstage des Seminars für Ländliche Entwicklung (SLE)
Wann: Mittwoch, 22.05.2019 von 15.30 Uhr bis 19.00 Uhr
Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, 10117 Berlin
Eintritt: frei
Mehr zur Veranstaltung Was: Filmvorführung „Unser Saatgut“ und Podiumsdiskussion (beides auf Englisch)
Wann: Freitag, 24.05.2019 von 20.00 bis 23.30 Uhr
Wo: Berliner Union Film, Oberlandstraße 26-35, 12099 Berlin
Eintritt: 8 bis 10 Euro
Mehr zur Veranstaltung Wir freuen uns, mit Ihnen zu diskutieren! Jetzt Broschüre "Advancing together?" im Webshop bestellen
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INKOTA-Workshop beim Jugendfestival Beats und Bohne!

15. Mai 2019 - 15:06
Ihr wollt den Festival-Sommer mit eurem Engagement für eine Agrar- und Ernährungswende verbinden? Dann meldet euch jetzt für das „Wir haben es satt!“-Jugendfestival vom 20. bis 23. Juni 2019 an und bringt euch ein beim INKOTA-Workshop zum Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft. Was: Workshop „Digitalisierung in der Landwirtschaft - bedeutungslose Technik-Spielerei, Lösung für Hunger und Umweltzerstörung oder Bedrohung für Bauern und Bäuerinnen?“
Wann: 22. Juni 2019, 10 bis 12 Uhr
Wo: Dottenfelder Hof, Bad Vilbel (bei Frankfurt am Main)
Anmeldung: unter www.wir-haben-es-satt.de/festival/tickets/
Kosten: Die Kosten für das Festival-Ticket betragen 50 € (Normalpreis) bzw. 70 € (Soli-Preis). Im Ticketpreis sind die Teilnahme an allen Veranstaltungen, das Camping sowie die Vollverpflegung durch eine VoKü enthalten. Alle interessierten jungen Erwachsenen zwischen 17 und ca. 32 Jahren können sich vier Tage lang zu den Themen zukunftsfähige Landwirtschaft und gutes Essen informieren und vernetzen. Im Sommer unter freiem Himmel sorgt eine Mischung aus leckerem Essen, guter Musik und politischen Workshops für mitreißende Festivalstimmung. Die Teilnehmenden erwarten vier Tage voll spannender Arbeitsgruppen und Aktivwerkstätten, Film- und Theatervorführungen, Bands und vieles mehr. INKOTA-Referentin Lena Michelsen wird dabei einen Workshop zum Thema „Digitalisierung in der Landwirtschaft - bedeutungslose Technik-Spielerei, Lösung für Hunger und Umweltzerstörung oder Bedrohung für Bauern und Bäuerinnen?“ anbieten. Vor dem Hintergrund der Frage, wie digitale Instrumente sinnvoll im Sinne einer sozial gerechten und ökologischen Agrarwende genutzt werden könnten, werden Gefahren und Potenziale dieses kontroversen Themas diskutiert. Mehr Informationen Digitalisierung in der Landwirtschaft INKOTA-Infoblatt zur Digitalisierung in der Landwirtschaft Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, der Stiftung Nord-Süd-Brücken sowie durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Für den Inhalt dieser Publikation sind die Herausgeber alleine verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.     
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Trefft INKOTA auf dem Deutschen Evangelischen Kirchentag

14. Mai 2019 - 12:08
Werdet mit uns aktiv für Menschenrechte in der globalisierten Wirtschaftswelt und kommt zu unserem Aktionsstand beim Deutschen Evangelische Kirchentag in Dortmund.
  • Was: Aktionsstand „Ein Mensch ist keine Nähmaschine – Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?“ plus Programm
  • Wann: 20.-22- Juni 2019
  • Wo: Zentrum Jugend auf dem Fredenbaumplatz, Dortmund
Informieren und austauschen An unserem Aktionsstand informieren wir über die dramatischen Arbeitsrechtsverletzungen in der Schuh- und Lederindustrie. Unsere Change Your Shoes Ausstellung, ein Quiz oder ein Gespräch auf einem unserem Schuhputzstuhl geben Euch Einblicke in den Alltag der ArbeiterInnen, die unsere Schuhe produzieren.   Gegenzeichen setzen und Aktivwerden Junge und Junggebliebene können ihre Menschenrechtsbotschaften auf Schnürsenkeln und T-Shirts verbreiten, in Upcycling-Workshops mit „neu-gewonnenen“ Portemonnaies, Stoffbeuteln und Lieblingskleidungsstücken Ressourcen schonen sowie unseren Appell „Menschenrechte schützen – Konzernklagen stoppen“ unterstützen. Sehen und diskutieren Mit Filmen und einer Theaterinstallation vertiefen wir die Perspektive von Menschen aus den Produktionsländern.
  • Am Donnerstag (20.06.2019) zeigen wir im Zentrum Jugend um 20.00 Uhr den Film „Der Preis der Turnschuhe – Billiglohn für schicke Treter“ (Fredenbaumplatz, Workshopzelt 4, Ebertstraße 49, Innenstadt Nord).
  • Am Freitag (21.06.2019) um 14.00 Uhr zeigen SchülerInnen des Friedrich-von-Alberti-Gymnasiums die Theaterinstallation „Fashion Pressure“ (grammophon Events, EG, Grammophon Palace, Ebertstraße 30, Innenstadt Nord).
  • Am Freitag (21.06.2019) um 20.00 Uhr zeigen wir um 20.00 Uhr den Film „Machines“ (Fredenbaumplatz, Workshopzelt 4, Ebertstraße 49, Innenstadt-Nord)
Hier findet ihr uns: INKOTA-Aktionsstand „Ein Mensch ist keine Nähmaschine – Kann Mode IN sein, wenn Menschenrechte OUT sind?“ Zentrum Jugend, Fredenbaumplatz, gleich neben dem Zelt 3 in der Nähe der Container.Kiez.Kirche

Fragen? Anne Neumann (neumann[at]inkota.de)

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Erdüberlastungstag: Das sagen Kinder dazu!

3. Mai 2019 - 8:57
Am 3. Mai sind alle Ressourcen gerodet, gefischt, gegessen, verheizt und verschmutzt, die der Welt 2019 zur Verfügung stehen, würde die gesamte Weltbevölkerung auf so großem Fuß leben wie die Menschen in Deutschland. Ab diesem Tag leben wir auf Kosten der nächsten Generationen. Wir haben Kinder gefragt, was sie davon halten. Schauen Sie sich jetzt die Antworten an.
Klicken und Video ansehen Dieses Experiment hat deutlich gemacht, was die Bewegung „Fridays for Future“ in den letzten Monaten bereits eindrücklich bewiesen hat: Viele Kinder sind sich voll und ganz darüber bewusst, wie unverantwortlich und unnachhaltig „die Erwachsenen“ leben und wirtschaften. Und sie haben ganz konkrete Antworten und Vorstellungen, was wir ändern müssen. Jetzt Video ansehen und teilen Nicht nur für die SchülerInnen, sondern auch für die Referentinnen von INKOTA, BUNDjugend, Fairbindung, Germanwatch und NAJU war es ein ganz besonderer Videodreh: Einen halben Tag lang ging es an einer vierten Klasse in Berlin um das Thema Ressourcenverbrauch – ganz ohne Schulnoten, aber voller Elan. An verschiedenen Stationen konnten die Kinder lernen, was der ökologische Fußabdruck ist oder verschiedene Rohstoffe ihren natürlichen Grenzen zuordnen. Und nebenbei wurde eben auch noch ein Video gedreht. Der deutsche Erdüberlastungstag markiert den Tag im Jahr, an dem rein rechnerisch alle Ressourcen aufgebraucht sind, die für das ganze Jahr zur Verfügung stünden, wenn die ganze Welt so leben und wirtschaften würde wie die Menschen in Deutschland. Dann bräuchten wir drei Planeten. Mehr Informationen zum Erdüberlastungstag Pressemitteilung zum deutschen Erdüberlastungstag 2019
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Ein Jahr Bayer-Monsanto: Kein Grund zum Feiern

24. April 2019 - 12:05
Hochgiftige Pestizide, gentechnisch verändertes Saatgut, schädliche Düngemittel – auch ein Jahr nach der Fusion von Bayer und Monsanto verfolgt der Megakonzern mehr denn je ein desaströses Geschäftsmodell. Es schädigt die Umwelt, macht Menschen krank und missachtet Menschenrechte. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie „Advancing Together? Ein Jahr Bayer-Monsanto: Eine kritische Bilanz“, die INKOTA heute gemeinsam mit Misereor veröffentlicht. Hier klicken und Studie kostenlos bestellen Anhand von konkreten Beispielen aus dem globalen Süden zeigt die Studie: Das Versprechen des Bayer-Chefs Werner Baumann, zukünftig mehr gesunde und nachhaltige Lebensmittel zu produzieren, ist nichts als heiße Luft. Bayer verkauft in Brasilien Pestizide, die in der EU längst verboten sind, setzt sich in Argentinien für ein Gesetzt ein, das Kleinbauern und -bäuerinnen die kostenfreie Nutzung von Saatgut verbieten soll, und sorgt im südlichen Afrika für die massive Verbreitung von Genmais, der nicht so dürreresistent zu sein scheint wie behauptet. INKOTA-Referentin Lena Michelsen wird den Aktionärinnen und Aktionären die Ergebnisse der Studie persönlich auf der Jahreshauptversammlung der Bayer AG vortragen. „Als deutsche Zivilgesellschaft tragen wir eine besondere Verantwortung, die Praktiken des neuen Megakonzerns mit Sitz in Deutschland kritisch zu begleiten“, sagt Michelsen.
Lesen Sie jetzt vorab die Ergebnisse der Studie
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