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Aktualisiert: vor 15 Stunden 29 Minuten

Prüfer wie TÜV Rheinland schaffen keinen Schutz für Menschenrechte

11. November 2019 - 14:19
Nach Veröffentlichung eines vernichtenden Berichts über die Arbeit der Prüfbranche in der Textilindustrie sieht INKOTA ein Lieferkettengesetz als logische Konsequenz. Heute hat die Kampagne für Saubere Kleidung einen umfassenden Bericht über die Arbeit der Prüfbranche in der Textilindustrie vorgelegt. Demnach lassen sich die sogenannten Sozialaudits wie TÜV Rheinland, Bureau Veritas und RINA stark von den Interessen der Unternehmen leiten, die sie beauftragen, anstatt verlässliche Prüfungen vorzunehmen. Bei der Vorbeugung von Katastrophen wie dem Gebäudeeinsturz von Rana Plaza (2012), dem Fabrikfeuer von Ali Enterprises (2013) oder der Kesselexplosion in der Multifabs-Fabrik (2017) mit tausenden Toten und Verletzten haben die kommerziellen Prüforganisationen versagt. INKOTA-Referent Bernd Hinzmann kommentiert: „Sozialaudits sollen die Einhaltung von Menschenrechten bei der Arbeit kontrollieren und sicherstellen. Doch offenbar funktioniert das nicht, wie die traurigen Beispiele von Rana Plaza oder Ali Enterprises zeigen. Dort wurden Fabriken für sicher erklärt, die jedoch einstürzten oder in Flammen aufgingen, so dass tausende Arbeiter*innen ihr Leben verloren. Deshalb ist es höchste Zeit, dass der Gesetzgeber verbindliche Standards formuliert, die für ein Unternehmen und dessen Lieferkette sowie deren Dienstleister – die Audit- und
Zertifizierungsgesellschaften – gelten. Diese Kriterien müssen ebenso öffentlich zugänglich sein wie die Ergebnisse der Prüfungen. Bislang versperren sich Unternehmen gegen diese Regulatorien und die damit verbundene Transparenz. Deshalb muss nun die Bundesregierung mit einem ambitionierten Lieferkettengesetz für einen Rahmen sorgen, der die Wahrung der Menschenrechte gewährleistet, ganz gleich wo deutsche Unternehmen produzieren oder produzieren lassen. Dieses Gesetz muss die Offenlegungs- und Berichtspflichten entsprechend der OECD-Leitlinien ausgestalten und ebenso die Frage der Haftung klären. Ein Lieferkettengesetz mit starken Sorgfaltspflichten für die Menschenrechte und Haftung für Unternehmen würde dann auch Treiber für den Grünen Knopf oder das Textilbündnis sein. Darüber hinaus brauchen wir bei den Audits eine wirksame Einbeziehung von Gewerkschaften und Arbeiter*innen vor Ort.“ Bericht "Sozialaudits – Wie sie Unternehmen schützen und Arbeiter*innen im Stich lassen" lesen Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen
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"Decolonize Chocolate" – Kinovorstellung in Hamburg

11. November 2019 - 12:51
Warum wird Schokolade eigentlich so gut wie nie in den Ursprungsländern des Kakaos hergestellt? Was für politische Rahmenbedingungen sind nötig, um die Schieflage im globalen Handels- gefüge zu durchbrechen und welches Engagement zeigen europäische Schokoladen- firmen hinsichtlich einer gerechteren Wertschöpfung und einer Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Kakao-Anbauländern?
  • Was: Film "Decolonize Chocolate" + Diskussion
  • Wann: Di, 19. November 2019, 20 Uhr
  • Wo: Lichtmess Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
  • Mit: fairafric + Evelyn Bahn, Referentin vom INKOTA-netzwerk
Der Film „Decolonize Chocolate“ (Ghana 2019, 70 Min, Deutsch/Englisch mit Deutschen/Englischen UT) geht dieser Frage nach und gibt exklusive Einblicke in die Pionierarbeit der ghanaischen Schokoladenproduktion. Auf einer Reise durch Ghana trifft fairafric Gründer Hendrik die Bio-Kakaobäuerin Mavis, den Schokoladenfabrik-Arbeiter Michael und Yayra, den Gründer der ersten Bio-Kakao-Initiative Ghanas, und spricht mit ihnen über ihren Arbeitsalltag und die Schwierigkeiten eines gleichberechtigten Kakaohandels. Im Anschluss an das Filmscreening diskutiert Evelyn Bahn vom INKOTA-netzwerk mit Vertreter*innen von fairafric darüber, wie Gewinne aus der Schokoladenproduktion gerecht verteilt werden können, sodass die Länder des globalen Südens nicht mehr länger nur als reine Rohstofflieferanten dienen. Wie wirken sich Kolonialismus und Globalisierung bis heute auf Welthandel, globale Arbeitsteilung und Produktion aus?

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!

Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen
Fallbeispiel Kakao: Damit Menschenrechte nicht durch den Kakao gezogen werden
Infoblatt 5: Kinderarbeit Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global und findet statt in Kooperation mit dem Lichtmess Kino, fairafric und dem INKOTA Netzwerk sowie mit Unterstützung von Zusammen Leben und Arbeiten e.V.
Kategorien: Ticker

Saubere Autos, dreckige Batterien

11. November 2019 - 12:51
Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Er wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Der Abbau, der vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo stattfindet, führt jedoch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Kleinschürfer*innen arbeiten vielerorts ohne Arbeitsschutz in der Illegalität und werden häufig Opfer einstürzender Minen. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren von Kinderarbeit im Umfeld von Minen. Was: Diskussionveranstaltung mit Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga aus der Demokratischen Republik Kongo Wann: Mittwoch, 13. November 2019, 18 - 20 Uhr Wo: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), INKOTA-netzwerk, Germanwatch, Initiative Lieferkettengesetz Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten. Darüber hinaus stellen wir die Initiative Lieferkettengesetz vor, die in Deutschland die menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen fordert. Welche Ziele verbinden die Initiator*innen mit einem Lieferkettengesetz? Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken? Zu diesen und Ihren Fragen diskutieren mit Ihnen:
  • Jacques Nzumbu Mwanga, der in der Demokratischen Republik Kongo für die Organisation CARF arbeitet und als Experte für Rohstoff-Governance über die Lieferketten von Kupfer und Kobalt und den Kleinschürfer-Bergbau berichtet
  • Nicole Ludwig (angefragt), MdA Berlin, wirtschaftspolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen
  • Johannes Schorling, der für das INKOTA-netzwerk arbeitet und die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz vorstellt
  • Moderation: Julia Otten, Eine-Welt-Promotorin, die bei Germanwatch zum Thema Lieferketten arbeitet
Im Anschluss laden wir zum Ausklang bei Getränken und einem kleinen Snack ein.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Rundreise von Jacques Nzumbu Mwanga statt. Fragen zur Rundreise beantwortet Beate Schurath (schurath@inkota.de).
Wichtiger Hinweis: Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. November 2019 an schorling@inkota.de. Die Veranstaltung findet im Rahmen des BER-Netzwerktreffens statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt. Wegbeschreibung: Die Braustube des Berlin Global Village (BGV) befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei auf einem Gelände zwischen Rollbergstraße, Mainzer Straße und Neckarstraße. Es handelt sich um das rote Backsteinhaus. Aufgrund einer Baustelle ist die Braustube derzeit nur über den Zugang „Am Sudhaus“ zu erreichen. Die Rollbergstraße ist zwischen dem REWE und BGV gesperrt. ÖPNV:
  • U7: Haltestelle Rathaus Neukölln
  • U8: Haltestelle Boddinstraße; Bus 104, 166: Haltestelle Morusstraße
 
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"Decolonize Chocolate" – Kinovorstellung in Hamburg

10. November 2019 - 12:51
Warum wird Schokolade eigentlich so gut wie nie in den Ursprungsländern des Kakaos hergestellt? Was für politische Rahmenbedingungen sind nötig, um die Schieflage im globalen Handels- gefüge zu durchbrechen und welches Engagement zeigen europäische Schokoladen- firmen hinsichtlich einer gerechteren Wertschöpfung und einer Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Kakao-Anbauländern?
  • Was: Film "Decolonize Chocolate" + Diskussion
  • Wann: Di, 19. November 2019, 20 Uhr
  • Wo: Lichtmess Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
  • Mit: fairafric + Evelyn Bahn, Referentin vom INKOTA-netzwerk
Der Film „Decolonize Chocolate“ (Ghana 2019, 70 Min, Deutsch/Englisch mit Deutschen/Englischen UT) geht dieser Frage nach und gibt exklusive Einblicke in die Pionierarbeit der ghanaischen Schokoladenproduktion. Auf einer Reise durch Ghana trifft fairafric Gründer Hendrik die Bio-Kakaobäuerin Mavis, den Schokoladenfabrik-Arbeiter Michael und Yayra, den Gründer der ersten Bio-Kakao-Initiative Ghanas, und spricht mit ihnen über ihren Arbeitsalltag und die Schwierigkeiten eines gleichberechtigten Kakaohandels. Im Anschluss an das Filmscreening diskutiert Evelyn Bahn vom INKOTA-netzwerk mit Vertreter*innen von fairafric darüber, wie Gewinne aus der Schokoladenproduktion gerecht verteilt werden können, sodass die Länder des globalen Südens nicht mehr länger nur als reine Rohstofflieferanten dienen. Wie wirken sich Kolonialismus und Globalisierung bis heute auf Welthandel, globale Arbeitsteilung und Produktion aus?

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!

Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen
Fallbeispiel Kakao: Damit Menschenrechte nicht durch den Kakao gezogen werden
Infoblatt 5: Kinderarbeit Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global und findet statt in Kooperation mit dem Lichtmess Kino, fairafric und dem INKOTA Netzwerk sowie mit Unterstützung von Zusammen Leben und Arbeiten e.V.
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Ausstellung: Süß & Bitter auf der chocolART in Tübingen

9. November 2019 - 12:15
Im Rahmen des Schokoladenfestivals chocolART gastiert die INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter“ vom 26.11. bis 14.12.2019 in der Fair Trade Stadt Tübingen. Interessierte Besucher*innen können dann an fünf Entdeckerstationen erfahren, ob Schokolade wirklich glücklich macht, und lernen den Weg von der Kakaobohne zur Schokolade kennen. Mit einem Mix aus Texttafeln, Fühl-, Video- und Hörstationen regt die Ausstellung alle Sinne an und macht das Thema Kakao erfahrbar. Doch die Ausstellung will nicht nur informieren, sondern auch aktivieren. So werden die kreativen Aktionen der Kampagne Make Chocolate Fair! mit streikenden Weihnachtsmännern und protestierenden Osterhasen an einer weiteren Videostation präsentiert. Außerdem regt die Ausstellung dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken und zeigt Beispiele auf, wie Verbraucher*innen selbst aktiv werden können. Die Ausstellung "Süß & Bitter" wird am 28. November 2019 um 17Uhr in der Stadtbibliothek Tübingen eröffnet. Als Kostprobe wird die Tübinger Stadtschokolade Kallari präsentiert. Raquel Cayapa informiert über die Kooperative, die die Schokolade ökologisch produziert und eigenständig vermarktet. Gertrud von Ackern (Beauftragte für Bürgerengagement der Stadt Tübingen) und Winfried Brugger (Aktionszentrum Arme Welt e.V.) halten ein Grußwort. INKOTA und die Kampagne Make Chocolate Fair! wünschen einen erkenntnisreichen Besuch! Hier erfahren Sie mehr über die Ausstellung "Süß & Bitter" Unsere Mitgliedsgruppen können die INKOTA-Ausstellungen kostenlos ausleihen. Interessiert und noch kein Mitglied? Dann jetzt einfach Mitglied werden!

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, die Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

   
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Den Schnäppchen ein Schnippchen schlagen

9. November 2019 - 10:12
Rabatte, Discount, Supersale – am Black Friday, dem Schnäppchen-Tag des Jahres, sollen wir alle möglichst viel für möglichst wenig Geld kaufen. Woran viele dabei nicht denken: Wer hat die billigen Klamotten, die reduzierten Handys, die günstigen Pralinen eigentlich hergestellt? Wurden die Menschen dafür ausreichend bezahlt? Haben sie ihre Gesundheit dabei aufs Spiel gesetzt? Genau diese Fragen wollen wir am 29. November in die Öffentlichkeit tragen und so dem vorweihnachtlichen Schnäppchentag ein Schnippchen schlagen. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung! Statt dass Unternehmen mit billigen Preisen den Druck auf Arbeiter*innen weiter erhöhen, erhöhen wir gemeinsam den Druck auf Unternehmen: Gemeinsam fordern wir ein Lieferkettengesetz für wirksamen Umweltschutz und die Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen! Ob auf der Flaniermeile in der Innenstadt, im Einkaufszentrum oder Supermarkt in deiner Stadt: Lasst uns zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts überall in Deutschland mit vielfältigen Aktionen zeigen, dass wir dringend ein Lieferkettengesetz brauchen. Wenn ihr eine Aktion planen wollt, unterstützen wir euch gerne dabei. Wir haben sogar ein kleines Aktionspaket für euch, dass ihr bei uns bestellen könnt:
  • Unterschriftenlisten
  • Flyer zur Initiative Lieferkettengesetz
  • Fallbeispiel-Flyer
  • Aktionsmaterial für einen Flashmob: Weiße Anzüge, Papiertüten
Flashmob Idee Mit dem Aktionspaket senden wir euch bei Bedarf auch Material für eine einfache Flashmob Idee mit: Locker verteilt mischt ihr euch unter die Passant*innen in der Einkaufsstraße. Auf ein Signal hin finden sich ein paar von euch zusammen, ziehen weiße Maleranzüge an und strecken Shoppingtüten mit Slogans wie "Gewinne ohne Gewissen stoppen" in die Luft. Die anderen verteilen um die Gruppe herum Flyer und sammeln Unterschriften. Nach kurzer Zeit zerstreut sich eure Gruppe wieder und findet sich an anderer Stelle in der Einkaufsmeile wieder zusammen. Das ist nur eine von vielen anderen Aktionsideen. Mehr Anregungen findet ihr auf der folgenden Seite unter der Überschrift "Straßenaktionen organisieren!" Meldet euch bei Johannes Schorling: konzernverantwortung[at]inkota.de, 030 / 420 8202-57 Die Vielfalt der Aktivitäten soll auch in den sozialen Medien sichtbar werden. Macht Bilder von eurer Aktion und postet/twittert sie mit dem Hashtag #Lieferkettengesetz. Markiert @INKOTA auch gern auf Twitter. Dann können wir eure Aktionsbilder teilen. Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen Jetzt Aktionsmaterial zur Kampagne bestellen Setze dich aktiv für ein Lieferkettengesetz ein
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Rundreise: Wasser darf keine Ware sein!

8. November 2019 - 9:36
Wasser ist ein kostbares Gut – und es wird knapp: In El Salvador haben immer mehr Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Verstärkt wird diese dramatische Entwicklung auch durch den Klimawandel und die damit verbundenen Wetterextreme. Gleichzeitig versuchen Unternehmen und rechte Parteien die Privatisierung des Wassers in El Salvador voranzutreiben. Dadurch gefährden sie vor allem den Zugang finanziell benachteiligter und marginalisierter Menschen zu sauberem Wasser massiv.
  • Wer: Omar Flores, von der INKOTA-Partnerorganisation Fespad
  • Wo: Berlin, Huntlosen, Köln, Frankfurt/M., Eschborn, München, Stuttgart, Konstanz und Zürich
  • Was: Rundreise mit Diskussion
Doch es regt sich Widerstand: Eine breite Allianz von zivilgesellschaftlichen Organisationen will die Privatisierung des Wassers verhindern – und hat stattdessen einen eigenen Gesetzesvorschlag ins Parlament eingebracht, der auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit beim Zugang zu Wasser setzt. Doch dieses Engagement ist in El Salvador nicht ungefährlich:  Regelmäßig werden Aktivist*innen Ziel von Übergriffen und Opfer von Gewalt. Omar Flores, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei Fespad, der wichtigsten Menschenrechtsorganisation in El Salvador, ist einer der mutigen Aktivist*innen – und jetzt zu Gast in Deutschland. Auf Einladung von INKOTA berichtet er bei einer Inforeise durch Deutschland von seinem Kampf, das Recht auf Wasser zu verteidigen. INKOTA unterstützt die Organisation Fespad bei dieser wichtigen Arbeit. Sie ist eine von drei Organisationen eines von INKOTA geförderten Programms für das Menschenrecht auf Wasser in El Salvador. Dabei geht es vor allem darum, Menschen darin zu stärken, ihren Zugang zu Wasser selbst zu erkämpfen, die Wasserversorgung selbst zu verwalten und die vorhandenen, natürlichen Wasserquellen zu schützen. Termine
  • 04. November, 19 Uhr, Berlin
    Kulturschöpfer, Grünberger Str. 13, Berlin. In Kooperation mit der Lateinamerika Gruppe Berlin von Amnesty International und Patenprojekt Atiquizaya.
  • 06. November, 19 Uhr, Huntlosen
    Seminarhaus, Am Forst 29. In Kooperation mit Kornkraft Naturkost.
  • 07. November, 19 Uhr, Köln
    Allerweltshaus, Körnerstraße 77. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Allerweltshaus, ila und Oscar-Romero-Haus.
  • 08. bis 10. November, Frankfurt/M.
    Jährliches Koordinationstreffen der El-Salvador-Solidarität. Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Kaffee-Kampagne El Salvador und Zentralamerika-Sekretariat Zürich.
  • 11. November, 19.30 Uhr, Eschborn
    Kath. Pfarrgemeinde Christ-König, Hauptstraße 52. In Kooperation mit Infostelle El Salvador.
  • 13. November, 19 Uhr, München
    Ligsalz 8, Ligsalzstraße 8. In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit.
  • 14. November, 19 Uhr, Stuttgart
    Uni-Bibliothek, Holzgartenstraße 16. In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Amnesty International.
  • 15. November, 19.30 Uhr, Konstanz
    Café Mondial, Zum Hussenstein 12. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Weltladen Konstanz und Amnesty International.
  • 16. November, Zürich
    In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Zentralamerika-Sekretariat Zürich.
Ansprechpartner bei Fragen zur Rundreise ist INKOTA-Referent Michael Krämer (kraemer[at]inkota.de)

Weitere Informationen: Zum Wasser-Projekt in El Salvador
Artikel im Südlink 187 „Wir verteidigen unser Wasser“
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Den Schnäppchen ein Schnippchen schlagen

7. November 2019 - 13:16
Rabatte, Discount, Supersale – am Black Friday, dem Schnäppchen-Tag des Jahres, sollen wir alle möglichst viel für möglichst wenig Geld kaufen. Woran viele dabei nicht denken: Wer hat die billigen Klamotten, die reduzierten Handys, die günstigen Pralinen eigentlich hergestellt? Wurden die Menschen dafür ausreichend bezahlt? Haben sie ihre Gesundheit dabei aufs Spiel gesetzt? Genau diese Fragen wollen wir am 29. November in die Öffentlichkeit tragen und so dem vorweihnachtlichen Schnäppchentag ein Schnippchen schlagen. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung! Statt dass Unternehmen mit billigen Preisen den Druck auf Arbeiter*innen weiter erhöhen, erhöhen wir gemeinsam den Druck auf Unternehmen: Gemeinsam fordern wir ein Lieferkettengesetz für wirksamen Umweltschutz und die Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen! Ob auf der Flaniermeile in der Innenstadt, im Einkaufszentrum oder Supermarkt in deiner Stadt: Lasst uns zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts überall in Deutschland mit vielfältigen Aktionen zeigen, dass wir dringend ein Lieferkettengesetz brauchen. Wenn ihr eine Aktion planen wollt, unterstützen wir euch gerne dabei. Wir haben sogar ein kleines Aktionspaket für euch, dass ihr bei uns bestellen könnt:
  • Unterschriftenlisten
  • Flyer zur Initiative Lieferkettengesetz
  • Fallbeispiel-Flyer
  • Aktionsmaterial für einen Flashmob: Weiße Anzüge, Papiertüten
Flashmob Idee Mit dem Aktionspaket senden wir euch bei Bedarf auch Material für eine einfache Flashmob Idee mit: Locker verteilt mischt ihr euch unter die Passant*innen in der Einkaufsstraße. Auf ein Signal hin finden sich ein paar von euch zusammen, ziehen weiße Maleranzüge an und strecken Shoppingtüten mit Slogans wie "Gewinne ohne Gewissen stoppen" in die Luft. Die anderen verteilen um die Gruppe herum Flyer und sammeln Unterschriften. Nach kurzer Zeit zerstreut sich eure Gruppe wieder und findet sich an anderer Stelle in der Einkaufsmeile wieder zusammen. Das ist nur eine von vielen anderen Aktionsideen. Mehr Anregungen findet ihr auf der folgenden Seite unter der Überschrift "Straßenaktionen organisieren!" Meldet euch bei Johannes Schorling: konzernverantwortung[at]inkota.de, 030 / 420 8202-57 Die Vielfalt der Aktivitäten soll auch in den sozialen Medien sichtbar werden. Macht Bilder von eurer Aktion und postet/twittert sie mit dem Hashtag #Lieferkettengesetz. Markiert @INKOTA auch gern auf Twitter. Dann können wir eure Aktionsbilder teilen. Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen Jetzt Aktionsmaterial zur Kampagne bestellen Setze dich aktiv für ein Lieferkettengesetz ein
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Saubere Autos, dreckige Batterien

7. November 2019 - 10:12
Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Er wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Der Abbau, der vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo stattfindet, führt jedoch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Kleinschürfer*innen arbeiten vielerorts ohne Arbeitsschutz in der Illegalität und werden häufig Opfer einstürzender Minen. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren von Kinderarbeit im Umfeld von Minen. Was: Diskussionveranstaltung mit Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga aus der Demokratischen Republik Kongo Wann: Mittwoch, 13. November 2019, 18 - 20 Uhr Wo: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), INKOTA-netzwerk, Germanwatch, Initiative Lieferkettengesetz Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten. Darüber hinaus stellen wir die Initiative Lieferkettengesetz vor, die in Deutschland die menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen fordert. Welche Ziele verbinden die Initiator*innen mit einem Lieferkettengesetz? Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken? Zu diesen und Ihren Fragen diskutieren mit Ihnen:
  • Jacques Nzumbu Mwanga, der in der Demokratischen Republik Kongo für die Organisation CARF arbeitet und als Experte für Rohstoff-Governance über die Lieferketten von Kupfer und Kobalt und den Kleinschürfer-Bergbau berichtet
  • Nicole Ludwig (angefragt), MdA Berlin, wirtschaftspolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen
  • Johannes Schorling, der für das INKOTA-netzwerk arbeitet und die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz vorstellt
  • Moderation: Julia Otten, Eine-Welt-Promotorin, die bei Germanwatch zum Thema Lieferketten arbeitet
Im Anschluss laden wir zum Ausklang bei Getränken und einem kleinen Snack ein.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Rundreise von Jacques Nzumbu Mwanga statt. Fragen zur Rundreise beantwortet Beate Schurath (schurath@inkota.de).
Wichtiger Hinweis: Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. November 2019 an schorling@inkota.de. Die Veranstaltung findet im Rahmen des BER-Netzwerktreffens statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt. Wegbeschreibung: Die Braustube des Berlin Global Village (BGV) befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei auf einem Gelände zwischen Rollbergstraße, Mainzer Straße und Neckarstraße. Es handelt sich um das rote Backsteinhaus. Aufgrund einer Baustelle ist die Braustube derzeit nur über den Zugang „Am Sudhaus“ zu erreichen. Die Rollbergstraße ist zwischen dem REWE und BGV gesperrt. ÖPNV:
  • U7: Haltestelle Rathaus Neukölln
  • U8: Haltestelle Boddinstraße; Bus 104, 166: Haltestelle Morusstraße
 
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Ausstellung: Süß & Bitter auf der chocolART in Tübingen

6. November 2019 - 12:15
Im Rahmen des Schokoladenfestivals chocolART gastiert die INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter“ vom 26.11. bis 14.12.2019 in der Fair Trade Stadt Tübingen. Interessierte Besucher*innen können dann an fünf Entdeckerstationen erfahren, ob Schokolade wirklich glücklich macht, und lernen den Weg von der Kakaobohne zur Schokolade kennen. Mit einem Mix aus Texttafeln, Fühl-, Video- und Hörstationen regt die Ausstellung alle Sinne an und macht das Thema Kakao erfahrbar. Doch die Ausstellung will nicht nur informieren, sondern auch aktivieren. So werden die kreativen Aktionen der Kampagne Make Chocolate Fair! mit streikenden Weihnachtsmännern und protestierenden Osterhasen an einer weiteren Videostation präsentiert. Außerdem regt die Ausstellung dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken und zeigt Beispiele auf, wie Verbraucher*innen selbst aktiv werden können. Die Ausstellung "Süß & Bitter" wird am 28. November 2019 um 17Uhr in der Stadtbibliothek Tübingen eröffnet. Als Kostprobe wird die Tübinger Stadtschokolade Kallari präsentiert. Raquel Cayapa informiert über die Kooperative, die die Schokolade ökologisch produziert und eigenständig vermarktet. Gertrud von Ackern (Beauftragte für Bürgerengagement der Stadt Tübingen) und Winfried Brugger (Aktionszentrum Arme Welt e.V.) halten ein Grußwort. INKOTA und die Kampagne Make Chocolate Fair! wünschen einen erkenntnisreichen Besuch! Hier erfahren Sie mehr über die Ausstellung "Süß & Bitter" Unsere Mitgliedsgruppen können die INKOTA-Ausstellungen kostenlos ausleihen. Interessiert und noch kein Mitglied? Dann jetzt einfach Mitglied werden!

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, die Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

   
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Saubere Autos, dreckige Batterien

6. November 2019 - 10:45
Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Er wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Der Abbau, der vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo stattfindet, führt jedoch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Kleinschürfer*innen arbeiten vielerorts ohne Arbeitsschutz in der Illegalität und werden häufig Opfer einstürzender Minen. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren von Kinderarbeit im Umfeld von Minen. Was: Diskussionveranstaltung mit Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga aus der Demokratischen Republik Kongo Wann: Mittwoch, 13. November 2019, 18 - 20 Uhr Wo: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten. Darüber hinaus stellen wir die Initiative Lieferkettengesetz vor, die in Deutschland die menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen fordert. Welche Ziele verbinden die Initiator*innen mit einem Lieferkettengesetz? Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken? Zu diesen und Ihren Fragen diskutieren mit Ihnen:
  • Jacques Nzumbu Mwanga, der in der Demokratischen Republik Kongo für die Organisation CARF arbeitet und als Experte für Rohstoff-Governance über die Lieferketten von Kupfer und Kobalt und den Kleinschürfer-Bergbau berichtet
  • Nicole Ludwig (angefragt), MdA Berlin, wirtschaftspolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen
  • Johannes Schorling, der für das INKOTA-netzwerk arbeitet und die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz vorstellt
  • Moderation: Julia Otten, Eine-Welt-Promotorin, die bei Germanwatch zum Thema Lieferketten arbeitet
Im Anschluss laden wir zum Ausklang bei Getränken und einem kleinen Snack ein.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Rundreise von Jacques Nzumbu Mwanga statt. Fragen zur Rundreise beantwortet Beate Schurath (schurath@inkota.de).
Wichtiger Hinweis: Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. November 2019 an schorling@inkota.de. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt. Wegbeschreibung: Die Braustube des Berlin Global Village (BGV) befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei auf einem Gelände zwischen Rollbergstraße, Mainzer Straße und Neckarstraße. Es handelt sich um das rote Backsteinhaus. Aufgrund einer Baustelle ist die Braustube derzeit nur über den Zugang „Am Sudhaus“ zu erreichen. Die Rollbergstraße ist zwischen dem REWE und BGV gesperrt. ÖPNV:
  • U7: Haltestelle Rathaus Neukölln
  • U8: Haltestelle Boddinstraße; Bus 104, 166: Haltestelle Morusstraße
 
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Den Schnäppchen ein Schnippchen schlagen

6. November 2019 - 10:12
Rabatte, Discount, Supersale – am Black Friday, dem Schnäppchen-Tag des Jahres, sollen wir alle möglichst viel für möglichst wenig Geld kaufen. Woran viele dabei nicht denken: Wer hat die billigen Klamotten, die reduzierten Handys, die günstigen Pralinen eigentlich hergestellt? Wurden die Menschen dafür ausreichend bezahlt? Haben sie ihre Gesundheit dabei aufs Spiel gesetzt? Genau diese Fragen wollen wir am 29. November in die Öffentlichkeit tragen und so dem vorweihnachtlichen Schnäppchentag ein Schnippchen schlagen. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung! Statt dass Unternehmen mit billigen Preisen den Druck auf Arbeiter*innen weiter erhöhen, erhöhen wir gemeinsam den Druck auf Unternehmen: Gemeinsam fordern wir ein Lieferkettengesetz für wirksamen Umweltschutz und die Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen! Ob auf der Flaniermeile in der Innenstadt, im Einkaufszentrum oder Supermarkt in deiner Stadt: Lasst uns zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts überall in Deutschland mit vielfältigen Aktionen zeigen, dass wir dringend ein Lieferkettengesetz brauchen. Wenn ihr eine Aktion planen wollt, unterstützen wir euch gerne dabei. Wir haben sogar ein kleines Aktionspaket für euch, dass ihr bei uns bestellen könnt:
  • Unterschriftenlisten
  • Flyer zur Initiative Lieferkettengesetz
  • Fallbeispiel-Flyer
  • Aktionsmaterial für einen Flashmob: Weiße Anzüge, Papiertüten
Flashmob Idee Mit dem Aktionspaket senden wir euch bei Bedarf auch Material für eine einfache Flashmob Idee mit: Locker verteilt mischt ihr euch unter die Passant*innen in der Einkaufsstraße. Auf ein Signal hin finden sich ein paar von euch zusammen, ziehen weiße Maleranzüge an und strecken Shoppingtüten mit Slogans wie "Gewinne ohne Gewissen stoppen" in die Luft. Die anderen verteilen um die Gruppe herum Flyer und sammeln Unterschriften. Nach kurzer Zeit zerstreut sich eure Gruppe wieder und findet sich an anderer Stelle in der Einkaufsmeile wieder zusammen. Das ist nur eine von vielen anderen Aktionsideen. Mehr Anregungen findet ihr auf der folgenden Seite unter der Überschrift "Straßenaktionen organisieren!" Meldet euch bei Johannes Schorling: konzernverantwortung[at]inkota.de, 030 / 420 8202-57 Die Vielfalt der Aktivitäten soll auch in den sozialen Medien sichtbar werden. Macht Bilder von eurer Aktion und postet/twittert sie mit dem Hashtag #Lieferkettengesetz. Markiert @INKOTA auch gern auf Twitter. Dann können wir eure Aktionsbilder teilen. Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen Jetzt Aktionsmaterial zur Kampagne bestellen Setze dich aktiv für ein Lieferkettengesetz ein
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Ausstellung: Süß & Bitter auf der chocolART in Tübingen

5. November 2019 - 12:15
Im Rahmen des Schokoladenfestivals chocolART gastiert die INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter“ vom 26.11. bis 14.12.2019 in der Fair Trade Stadt Tübingen. Interessierte Besucher*innen können dann an fünf Entdeckerstationen erfahren, ob Schokolade wirklich glücklich macht, und lernen den Weg von der Kakaobohne zur Schokolade kennen. Mit einem Mix aus Texttafeln, Fühl-, Video- und Hörstationen regt die Ausstellung alle Sinne an und macht das Thema Kakao erfahrbar. Doch die Ausstellung will nicht nur informieren, sondern auch aktivieren. So werden die kreativen Aktionen der Kampagne Make Chocolate Fair! mit streikenden Weihnachtsmännern und protestierenden Osterhasen an einer weiteren Videostation präsentiert. Außerdem regt die Ausstellung dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken und zeigt Beispiele auf, wie Verbraucher*innen selbst aktiv werden können. Die Ausstellung "Süß & Bitter" wird am 28. November 2019 um 17Uhr in der Stadtbibliothek Tübingen eröffnet. Als Kostprobe wird die Tübinger Stadtschokolade Kallari präsentiert. Raquel Cayapa informiert über die Kooperative, die die Schokolade ökologisch produziert und eigenständig vermarktet. Gertrud von Ackern (Beauftragte für Bürgerengagement der Stadt Tübingen) und Winfried Brugger (Aktionszentrum Arme Welt e.V.) halten ein Grußwort. INKOTA und die Kampagne Make Chocolate Fair! wünschen einen erkenntnisreichen Besuch! Hier erfahren Sie mehr über die Ausstellung "Süß & Bitter" Unsere Mitgliedsgruppen können die INKOTA-Ausstellungen kostenlos ausleihen. Interessiert und noch kein Mitglied? Dann jetzt einfach Mitglied werden!

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, die Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

   
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„Existenzlöhne in der globalen Modebranche“ – Firmencheck 2019

4. November 2019 - 10:22
Seit Jahren versprechen Modefirmen, dass sie sich gegen Hungerlöhne in der Kleiderproduktion einsetzen wollen – doch echte Fortschritte gibt es kaum. Die Kampagne für Saubere Kleidung hat in ihrem „Firmencheck 2019“ 45 der wichtigsten europäischen Marken daraufhin untersucht, ob die Näher*innen tatsächlich einen Lohn zum Leben erhalten. Nur bei zwei der befragten Firmen fanden sich Anhaltspunkte dafür, dass zumindest einem Teil der Beschäftigten in der Produktion ein existenzsichernder Lohn gezahlt wird. Die Untersuchung basiert auf Angaben der Unternehmen und stellt dennoch den eklatanten Widerspruch zwischen Realität und Anspruch fest. Der Firmencheck hat ebenfalls untersucht, welche glaubwürdigen Schritte Unternehmen zur Steigerung des Lohnniveaus bei ihren Zuliefererbetrieben unternommen haben. Von den befragten Marken gaben nur C&A, Esprit, H&M, Inditex, Tchibo, Primark, PHV und Zalando an, sich an der Initiative ACT (Action, Collaboration, Transformation für einen Existenzlohn) zu beteiligen. Diese Initiative von der internationalen Gewerkschaft IndustrieAll wurde explizit dafür gegründet, die Löhne in Kambodscha durch bessere Verfahren der Mindestlohnfestsetzung und Flächentarifverträge zu erhöhen. Dabei hatten auch Adidas, GAP, Levi Strauss, Lidl, Puma und Tally Weijl angegeben, dass Kambodscha zu ihren Hauptzulieferländern zählt. Teil der ACT Initiative sind sie allerdings nicht. INKOTA fordert gemeinsam mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen bereits seit Jahren das Thema Existenzlohn konsequent umzusetzen, um den Arbeiter*innen in der Textilindustrie ein Leben in Würde zu ermöglichen. Außerdem sind die Hungerlöhne immer wieder Anlass für Proteste, die zum Teil gewaltsam niedergeschlagen werden, Gewerkschafter*innen verhaftet oder angeklagt werden. Der Firmencheck der Kampagne für Saubere Kleidung verdeutlicht, dass die Zeit der Worte ohne Folgen vorbei und die Notwendigkeit des Handelns groß ist.

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Saubere Autos, dreckige Batterien

1. November 2019 - 12:51
Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Er wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Der Abbau, der vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo stattfindet, führt jedoch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Kleinschürfer*innen arbeiten vielerorts ohne Arbeitsschutz in der Illegalität und werden häufig Opfer einstürzender Minen. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren von Kinderarbeit im Umfeld von Minen. Was: Diskussionveranstaltung mit Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga aus der Demokratischen Republik Kongo Wann: Mittwoch, 13. November 2019, 18 - 20 Uhr Wo: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Veranstalter: Berliner Entwicklungspolitischer Ratschlag (BER), INKOTA-netzwerk, Germanwatch, Initiative Lieferkettengesetz Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten. Darüber hinaus stellen wir die Initiative Lieferkettengesetz vor, die in Deutschland die menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen fordert. Welche Ziele verbinden die Initiator*innen mit einem Lieferkettengesetz? Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken? Zu diesen und Ihren Fragen diskutieren mit Ihnen:
  • Jacques Nzumbu Mwanga, der in der Demokratischen Republik Kongo für die Organisation CARF arbeitet und als Experte für Rohstoff-Governance über die Lieferketten von Kupfer und Kobalt und den Kleinschürfer-Bergbau berichtet
  • Nicole Ludwig (angefragt), MdA Berlin, wirtschaftspolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen
  • Johannes Schorling, der für das INKOTA-netzwerk arbeitet und die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz vorstellt
  • Moderation: Julia Otten, Eine-Welt-Promotorin, die bei Germanwatch zum Thema Lieferketten arbeitet
Im Anschluss laden wir zum Ausklang bei Getränken und einem kleinen Snack ein.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Rundreise von Jacques Nzumbu Mwanga statt. Fragen zur Rundreise beantwortet Beate Schurath (schurath@inkota.de).
Wichtiger Hinweis: Wir bitten um Anmeldung bis zum 10. November 2019 an schorling@inkota.de. Die Veranstaltung findet im Rahmen des BER-Netzwerktreffens statt. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt. Wegbeschreibung: Die Braustube des Berlin Global Village (BGV) befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei auf einem Gelände zwischen Rollbergstraße, Mainzer Straße und Neckarstraße. Es handelt sich um das rote Backsteinhaus. Aufgrund einer Baustelle ist die Braustube derzeit nur über den Zugang „Am Sudhaus“ zu erreichen. Die Rollbergstraße ist zwischen dem REWE und BGV gesperrt. ÖPNV:
  • U7: Haltestelle Rathaus Neukölln
  • U8: Haltestelle Boddinstraße; Bus 104, 166: Haltestelle Morusstraße
 
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Immer noch Menschenrechtsverletzungen im Kakaoanbau

31. Oktober 2019 - 10:01
Eine im Auftrag von INKOTA verfasste Studie belegt: Die Kakao- und Schokoladenindustrie setzt die UN-Vorgaben zur Einhaltung menschenrechtlicher Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten unzureichend um. Trotz freiwilliger Initiativen einiger Unternehmen gehören ausbeuterische Kinderarbeit, bittere Armut und Arbeitsrechtsverletzungen weiterhin zum Alltag im  Kakaoanbau. Hier klicken und die Studie kostenlos bestellen Konsequente Programme zur Verbesserung der Situation würden erhebliche Investitionen erfordern. Auf dem hart umkämpften Schokoladenmarkt scheuen viele Unternehmen diese Investitionen, da sie fürchten, ihre Konkurrenzfähigkeit zu verlieren. Die 45-seitige Studie zeigt außerdem, dass die Zertifizierung von Kakao durch Standards wie Fairtrade und Rainforest Alliance kein Ersatz dafür sind, dass Unternehmen die Einhaltung von Menschenrechten in ihren Lieferketten selbst kontrollieren und Abhilfe schaffen. In den Schlussfolgerungen zur Analyse empfiehlt der Autor, dass die Bundesregierung die Europäische Union gesetzlich verbindliche Regulierungen im Form eines Lieferkettengesetzes erlassen. Damit sollen alle Unternehmen verpflichtet werden, den Vorgaben der Vereinten Nationen nachzukommen und die Missstände in den Kakaoanbaugebieten umfassend anzugehen. INKOTA-Referentin Evelyn Bahn schließt aus der Studie: „Die Bundesregierung darf nicht länger dabei zusehen, wie täglich Kinder auf Kakaoplantagen arbeiten und auf freiwillige Initiativen vertrauen. Wir brauchen ein Gesetz, dass dazu führt, dass Unternehmen ausreichend in den Menschenrechtsschutz investieren. Menschenrechte dürfen nicht dem Konkurrenzkampf von Unternehmen zum Opfer fallen.“ Jetzt Petition zum Liferkettengesetz unterzeichnen
Pressemitteilung zur Studie
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Den Schnäppchen ein Schnippchen schlagen

29. Oktober 2019 - 14:22
Rabatte, Discount, Supersale – am Black Friday, dem Schnäppchen-Tag des Jahres, sollen wir alle möglichst viel für möglichst wenig Geld kaufen. Woran viele dabei nicht denken: Wer hat die billigen Klamotten, die reduzierten Handys, die günstigen Pralinen eigentlich hergestellt? Wurden die Menschen dafür ausreichend bezahlt? Haben sie ihre Gesundheit dabei aufs Spiel gesetzt? Genau diese Fragen, wollen wir am 29. November in die Öffentlichkeit tragen und so dem vorweihnachtlichen Schnäppchentag ein Schnippchen schlagen. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung! Statt dass Unternehmen mit billigen Preisen den Druck auf Arbeiter*innen weiter erhöhen, erhöhen wir gemeinsam den Druck auf Unternehmen: Gemeinsam fordern wir ein Lieferkettengesetz für wirksamen Umweltschutz und die Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen! Ob auf der Flaniermeile in der Innenstadt, im Einkaufszentrum oder Supermarkt in deiner Stadt: Lasst uns zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts überall in Deutschland mit vielfältigen Aktionen zeigen, dass wir dringend ein Lieferkettengesetz brauchen. Wenn ihr eine Aktion planen wollt, unterstützen wir euch gerne dabei. Wir haben sogar ein kleines Aktionspaket für euch, dass ihr bei uns bestellen könnt:
  • Unterschriftenlisten
  • Flyer
  • Aktionsmaterial für einen Flashmob: Weiße Anzüge, Papiertüten
Meldet euch bei Johannes Schorling: konzernverantwortung[at]inkota.de, 030 / 420 8202-57 Die Vielfalt der Aktivitäten soll auch in den sozialen Medien sichtbar werden. Macht Bilder von eurer Aktion und postet/twittert sie mit dem Hashtag #Lieferkettengesetz. Markiert @INKOTA auch gern auf Twitter. Dann können wir eure Aktionsbilder teilen. Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen Material zur Kampagne bestellen
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Rundreise: Wasser darf keine Ware sein!

28. Oktober 2019 - 16:27
Wasser ist ein kostbares Gut – und es wird knapp: In El Salvador haben immer mehr Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Verstärkt wird diese dramatische Entwicklung auch durch den Klimawandel und die damit verbundenen Wetterextreme. Gleichzeitig versuchen Unternehmen und rechte Parteien die Privatisierung des Wassers in El Salvador voranzutreiben. Dadurch gefährden sie vor allem den Zugang finanziell benachteiligter und marginalisierter Menschen zu sauberem Wasser massiv.
  • Wer: Omar Flores, von der INKOTA-Partnerorganisation Fespad
  • Wo: Berlin, Huntlosen, Köln, Frankfurt/M., München, Stuttgart, Konstanz und Zürich
  • Was: Rundreise mit Diskussions
Doch es regt sich Widerstand: Eine breite Allianz von zivilgesellschaftlichen Organisationen will die Privatisierung des Wassers verhindern – und hat stattdessen einen eigenen Gesetzesvorschlag ins Parlament eingebracht, der auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit beim Zugang zu Wasser setzt. Doch dieses Engagement ist in El Salvador nicht ungefährlich:  Regelmäßig werden Aktivist*innen Ziel von Übergriffen und Opfer von Gewalt. Omar Flores, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei Fespad, der wichtigsten Menschenrechtsorganisation in El Salvador, ist einer der mutigen Aktivist*innen – und jetzt zu Gast in Deutschland. Auf Einladung von INKOTA berichtet er bei einer Inforeise durch Deutschland von seinem Kampf, das Recht auf Wasser zu verteidigen. INKOTA unterstützt die Organisation Fespad bei dieser wichtigen Arbeit. Sie ist eine von drei Organisationen eines von INKOTA geförderten Programms für das Menschenrecht auf Wasser in El Salvador. Dabei geht es vor allem darum, Menschen darin zu stärken, ihren Zugang zu Wasser selbst zu erkämpfen, die Wasserversorgung selbst zu verwalten und die vorhandenen, natürlichen Wasserquellen zu schützen. Termine
  • 04. November, 19 Uhr, Berlin
    Kulturschöpfer, Grünberger Str. 13, Berlin. In Kooperation mit der Lateinamerika Gruppe Berlin von Amnesty International und Patenprojekt Atiquizaya.
  • 06. November, 19 Uhr, Huntlosen
    Seminarhaus, Am Forst 29. In Kooperation mit Kornkraft Naturkost.
  •  07. November, 19 Uhr, Köln
    Allerweltshaus, Körnerstraße 77. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Allerweltshaus, ila und Oscar-Romero-Haus
  • 08. bis 10. November, Frankfurt/M.
    Jährliches Koordinationstreffen der El-Salvador-Solidarität. Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Kaffee-Kampagne El Salvador und Zentralamerika-Sekretariat Zürich
  • 13. November, 19 Uhr, München
    Ligsalz 8, Ligsalzstraße 8. In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit
  • 14. November, 19 Uhr, Stuttgart
    Uni-Bibliothek, Holzgartenstraße 16. In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Amnesty International
  • 15. November, 19.30 Uhr, Konstanz
    Café Mondial, Zum Hussenstein 12. In Kooperation mit Infostelle El Salvador.
  • 16. November, Zürich
    In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Zentralamerika-Sekretariat Zürich
Ansprechpartner bei Fragen zur Rundreise ist INKOTA-Referent Michael Krämer (kraemer[at]inkota.de)

Weitere Informationen: Zum Wasser-Projekt in El Salvador
Artikel im Südlink 187 „Wir verteidigen unser Wasser“
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Saubere Autos, dreckige Batterien

28. Oktober 2019 - 12:10
Mobilitätswende – auch Berlin steht vor der Herausforderung. Im Zuge der Umstellung auf elektrisch betriebene Fahrzeuge ist Kobalt zu einem gefragten Rohstoff geworden. Er wird in großen Mengen bei der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge benötigt. Der Abbau, der vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo stattfindet, führt jedoch zu gravierenden Menschenrechtsverletzungen. Kleinschürfer*innen arbeiten vielerorts ohne Arbeitsschutz in der Illegalität und werden häufig Opfer einstürzender Minen. Menschenrechtsorganisationen berichten seit Jahren von Kinderarbeit im Umfeld von Minen. Was: Diskussionveranstaltung mit Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga aus der Demokratischen Republik Kongo Wann: Mittwoch, 13. November 2019, 18 - 20 Uhr Wo: Berlin Global Village, Am Sudhaus 2, 12053 Berlin Der Rohstoffexperte Jacques Nzumbu Mwanga wird an diesem Abend über die aktuellen politischen Entwicklungen im Kongo und über die Forderungen von Kleinschürfer*innen im Bergbau berichten. Darüber hinaus stellen wir die Initiative Lieferkettengesetz vor, die in Deutschland die menschenrechtliche Regulierung der Auslandsgeschäfte von Unternehmen fordert. Welche Ziele verbinden die Initiator*innen mit einem Lieferkettengesetz? Wie würde sich ein solches Gesetz auf den Kobaltabbau im Kongo auswirken? Zu diesen und Ihren Fragen diskutieren mit Ihnen:
  • Jacques Nzumbu Mwanga, der in der Demokratischen Republik Kongo für die Organisation CARF arbeitet und als Experte für Rohstoff-Governance über die Lieferketten von Kupfer und Kobalt und den Kleinschürfer-Bergbau berichtet
  • Nicole Ludwig (angefragt), MdA Berlin, wirtschaftspolitische Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen
  • Johannes Schorling, der für das INKOTA-netzwerk arbeitet und die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz vorstellt
  • Moderation: Julia Otten, Eine-Welt-Promotorin, die bei Germanwatch zum Thema Lieferketten arbeitet
Im Anschluss laden wir zum Ausklang bei Getränken und einem kleinen Snack ein.
Die Veranstaltung findet im Rahmen der Rundreise von Jacques Nzumbu Mwanga statt. Fragen zur Rundreise beantwortet Beate Schurath (schurath@inkota.de).
Wichtiger Hinweis: Wir bitten um Anmeldung bis zum 05. November 2019 an schorling@inkota.de. Die Veranstaltung findet auf Deutsch und Französisch mit Simultanverdolmetschung statt. Wegbeschreibung: Die Braustube des Berlin Global Village (BGV) befindet sich im ehemaligen Verwaltungsgebäude der Kindl-Brauerei auf einem Gelände zwischen Rollbergstraße, Mainzer Straße und Neckarstraße. Es handelt sich um das rote Backsteinhaus. Aufgrund einer Baustelle ist die Braustube derzeit nur über den Zugang „Am Sudhaus“ zu erreichen. Die Rollbergstraße ist zwischen dem REWE und BGV gesperrt. ÖPNV:
  • U7: Haltestelle Rathaus Neukölln
  • U8: Haltestelle Boddinstraße; Bus 104, 166: Haltestelle Morusstraße
 
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Ein vergifteter Sieg

26. Oktober 2019 - 16:00
Mosambik hatte die Wahl – am 15. Oktober waren knapp 13 Millionen stimmberechtigte Mosambikaner*innen aufgerufen, ihre Stimme für Provinz-, Parlaments- und Präsidentschaftswahlen abzugeben. Es war die sechste Wahl seit Ende des Bürgerkrieges 1992. Seitdem regiert ununterbrochen die Befreiungsfront Frelimo das Land. Allerdings hat der Ruf der Partei in der letzten Zeit stark gelitten, vor allem aufgrund eines Schuldenskandals um illegal aufgenommene Kredite, der das Land an den Rand des Staatsbankrotts geführt hat und in den zahlreiche Spitzenpolitiker*innen verwickelt sind. Die endgültigen Wahlergebnisse werden zwar erst zum Monatsende vorliegen, doch auch dieses Mal hat die Frelimo die Wahlen haushoch gewonnen: 71 Prozent der Stimmen, bei einer Wahlbeteiligung von rund 50 Prozent. Der bisherige Präsident Filipe Nyusi kann somit seine zweite Amtszeit antreten. Die größte Oppositionspartei Renamo mit Herausforderer Ossufo Momade kam nur auf 21 Prozent. Alle anderen konkurrierenden Parteien blieben unter fünf Prozent. Die Frelimo kann voraussichtlich auch in allen 10 Provinzen die Gouverneursposten besetzen, sogar in den nördlichen Provinzen Mosambiks, in denen die Renamo bisher einen starken Rückhalt hatte. Umstrittener Sieg Was wie ein eindeutiger Sieg aussieht, ist jedoch höchst umstritten. So fordert die Renamo bereits eine Annullierung und Wiederholung der Wahlen. Das Ausmaß des Betrugs sei so groß, dass es nicht hingenommen werden könne, sagte der Generalsekretär der Partei, André Magibire. Die Gewalt gegen Delegierte seiner Partei sei außerdem ein Verstoß gegen den erst im August geschlossenen, endgültigen Friedensvertrag zwischen den ehemaligen Bürgerkriegsgegnern Frelimo und Renamo. Auch die EU-Wahlbeobachterdelegation in Mosambik hatte den Wahlprozess kritisiert. Die Wahlkampfzeit war überschattet von Gewalt und der Verletzung fundamentaler Rechte, außerdem kritisierte die EU-Delegation die ungleichen Wettbewerbsbedingungen im Wahlkampf zugunsten der Frelimo, während Wahlkampfveranstaltungen der Oppositionsparteien häufig eingeschränkt wurden. Auch an dem Wähler*innenregister gab es Zweifel und den Verdacht auf Manipulation. So wurden in der südlichen Provinz Gaza, einer Frelimo-Hochburg, fast 300.000 mehr Wähler*innen registriert, als es laut Zensus erwachsene Bewohner*innen in der Region gibt. Schikane und Gewalt Menschenrechtsorganisationen und Journalist*innen berichteten ebenfalls von Schikane und Gewalt gegenüber Pressevertreter*innen, Aktivist*innen und anderen Mitgliedern der Zivilgesellschaft. Anfang Oktober wurde ein Wahlbeobachter und bekannter NRO-Vertreter erschossen, wahrscheinlich waren Polizist*innen in die Tat verwickelt. All dies befördert ein zunehmendes Klima der Angst und Selbstzensur in Mosambik. Auch die INKOTA-Projektarbeit war in den Wochen des Wahlkampfs eingeschränkt, Feldbesuche konnten kaum durchgeführt werden, weil die Gefahr bestand, dass Projektaktivitäten politisch vereinnahmt werden oder für politische Propaganda missbraucht werden. Und auch an den Ergebnissen der Wahlen gibt es Zweifel: In mehreren Provinzen kam es zu Fällen von Wahlurnenfüllung mit zusätzlichen Stimmzetteln. Tausende Wahlbeobachter*innen haben keine Akkreditierung erhalten, so dass es in zahlreichen Wahllokalen keine unabhängige Beobachtung des Wahlprozesses gab. Ebenso wurden in mehreren Wahllokalen keine Ergebnisblätter veröffentlicht, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist. Mosambik vor großen Herausforderungen Es zeichnet sich ab, dass der Friedensprozess nach diesen Wahlen gefährdet ist. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der fragile Frieden hält oder ob dem Land eine erneute ernste Krise bevorsteht. Dabei sind die Herausforderungen, vor denen Mosambik steht, ohnehin schon riesig: Die Schuldenkrise ist noch nicht überwunden, und auch die Folgen der beiden verheerenden Zyklone, die im Frühjahr Teile Mosambiks verwüstet haben, sind immer noch spürbar. Zahlreichen Menschen droht eine Hungersnot, weil Ernte vernichtet wurde und Anbauflächen zerstört sind. Im Norden des Landes, in der Provinz Cabo Delgado, hält der Konflikt mit mutmaßlich islamistischen Extremist*innen an, der zu Vertreibungen und mehr als 200 Toten in der Region geführt hat. Ein umstrittenes Wahlergebnis und ein Wiedererstarken des Konflikts zwischen Frelimo und Renamo könnten die Entwicklung des Landes noch weiter zurückwerfen. Erfahren Sie mehr zur INKOTA-Projektarbeit in Mosambik Mit den Folgen der Präsidentschafts- und Parlamentswahlen sowie den politischen Verpflechtungen beschäftigt sich auch die diesjährige Herbsttagung des KoordinierungsKreis Mosambik e.V. vom 08.-10. November in Bielefeld. Weitere Informatione und das detailliertes Programm des Herbstseminars finden sie hier.
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