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Aktualisiert: vor 2 Stunden 31 Minuten

Sustainable Development Goals Report 2019

26. Juli 2019 - 18:47

Im Kontext des High-level Political Forum 2019 hat der UN-Generalsekretär seinen jährlichen Bericht über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwickklung vorgelegt. Der Sustainable Development Goals Report 2019 liefert evidenzbasierte Erkenntnisse über die Erfolge und Fehlschläge bei der bisherigen Zielerreichung.

Ungeachtet der im Bericht dargestellten Fortschritte werden viele Bereiche genannt, die dringend größere Aufmerksamkeit erfordern. Die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen schreitet in alarmierendem Umfang fort: Der Meeresspiegel steigt; die Versauerung der Ozeane beschleunigt sich. Die letzten vier Jahre waren die wärmsten, die je verzeichnet wurden. Eine Million Pflanzen- und Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Die Bodendegradation hält ungehindert an. Das Ziel, die extreme Armut bis 2030 zu beenden, ist gefährdet. Der weltweite Hunger steigt und mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung verfügt nicht über die notwendigen Gesundheitsleistungen. Mehr als die Hälfte der Kinder auf der Welt erfüllen nicht die Standards für Lesen und Mathematik. Nur 28 Prozent der Schwerbehinderten erhielten Geldleistungen; Frauen in allen Teilen der Welt sind weiterhin strukturellen Nachteilen und Diskriminierungen ausgesetzt.

Entsprechend kommt der Bericht zu dem Schluss:

Es ist völlig klar, dass eine viel tiefere, schnellere und ehrgeizigere Reaktion erforderlich ist, um den sozialen und wirtschaftlichen Wandel in Gang zu setzen, der zur Erreichung der 2030-Ziele erforderlich ist. Aus unseren Fortschritten wissen wir,

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Risikogeschäft öffentlich-private Partnerschaften

26. Juli 2019 - 18:47

Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) sind zunehmend Mittel zur Finanzierung von Entwicklungsprojekten. Auf der einen Seite stehen hohes politisches Interesse zur Mobilisierung privaten Kapitals und ein Aufschwung solcher Projekte. Auf der anderen Seite stehen Risiken und hohe Kosten für die öffentliche Hand. Hierüber möchten wir mit Vertreter_innen aus Politik, internationalen Finanzinstitutionen, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutieren. Ziel der Konferenz ist der internationale Austausch von Erfahrungen mit der Implementierung. Ein ausführliches Programm mit allen Panels und Redner_innen finden Sie hier.

Organisiert wird die Konferenz gemeinsam von Erlassjahr, Forum Umwelt und Entwicklung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Gemeingut in BürgerInnenhand, Heinrich-Böll-Stiftung, Informationsstelle Peru, Südwind, Urgewald und WEED (Weltwirtschaft, Ökologie und Entwicklung).

Details     Anmeldung      Programm
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Wir brauchen eine Rohstoffwende!

22. Juli 2019 - 18:33
Die derzeitigen Produktions- und Konsummuster sind weder ökologisch noch sozial nachhaltig. Eine konsistente und zukunftsfähige Rohstoffpolitik muss den Herausforderungen unserer Zeit – wie Klimawandel, Übernutzung der Ressourcen, Zerstörung der Artenvielfalt und Ausbeutung der Meere sowie sozialen Konflikten und zunehmenden Menschenrechtsverletzungen im Zuge wirtschaftlicher Aktivitäten – gerecht werden. Die Bundesregierung muss bei der Rohstoff-, Energie- und Mobilitätswende ökologische Alternativen, Suffizienz sowie soziale und ökologische Standards mit aller Kraft vorantreiben. Technologische Entwicklungen, wie der Ausbau erneuerbarer Energien und der Elektromobilität sowie die Digitalisierung, müssen diesem Ziel dienen. Sie müssen die Lasten für Mensch und Umwelt verringern – sowohl hier in Deutschland, als auch in den rohstoffreichen Regionen des globalen Südens.
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Der Seetransport als Erfolgsstütze der deutschen Wirtschaft

19. Juli 2019 - 18:25
Deutschland ist Exportweltmeister und stolz drauf. Die tiefe Integration in globale Wertschöpfungsketten wird immer wieder gerne als Wiege des hiesigen Wohlstands angepriesen. Doch wird bei diesem Handel mit Gütern selten diskutiert, wie diese überhaupt ihren Bestimmungsort erreichen – insbesondere beim internationalen Handel außerhalb der EU. Seetransport ist ein blinder Fleck im öffentlichen und politischen Interesse, insbesondere was die Problematik rund um Umweltschutz und menschenwürdige Arbeitsbedingungen betrifft. Dabei geht es in der Hochseelogistik nun wirklich nicht fair zu. Oft sind die Arbeitsbedingungen auf Frachtschiffen extrem prekär: mit niedrigen, spät bezahlten Löhnen, langen Arbeitszeiten, wenigen bis keinen Urlaubstagen sowie gesundheitsgefährdenden Lebens- und Arbeitsbedingungen. Deutsches Arbeits- und Steuerrecht wird durch Ausflaggung umgangen. Zudem fahren Containerschiffe weitestgehend mit Schweröl und tragen enorm zur Belastung von Meer, Luft und Klima bei. Aktuell erzeugt die Welthandelsflotte in etwa so viele CO2-Emissionen wie Deutschland insgesamt.
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Citizens demand the EU stops stalling on a treaty to ensure that businesses respect human rights

19. Juli 2019 - 18:25
A coalition of 20 European civil society groups welcomes the publication of the revised draft UN Treaty on business and human rights and calls on the EU to conduct a thorough analysis of it. This is particularly important as the revised draft addresses many of the EU’s previous concerns, by building on the existing UN Principles on Business and Human Rights and defining which business activities should be covered. A new analysis should build the basis for a determined, proactive EU engagement in the upcoming 5th session, taking place in October 2019 in Geneva.
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NGOs rufen angesichts fehlender Umsetzung der SDGs weltweiten Notstand aus

19. Juli 2019 - 18:25
Zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt zeigen sich besorgt über den fehlenden Willen von Regierungen, die Umsetzung der 2030 Agenda ernsthaft anzugehen. In einer gemeinsamen Erklärung rufen deswegen zahlreiche Organisationen im Rahmen des High Level Political Forum (HLPF) den weltweiten Notstand aus. Angesicht des rasanten Klimawandels und Verlustes an Biodiversität, der zunehmender Verfolgung von Menschenrechtsaktivisten und -verteidigerinnen, sowie wachsenden Ungleichheiten und sozialer Unsicherheit, fordern sie Staaten auf, endlich ihre Verpflichtungen ernst zu nehmen.
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Das Märchen von der Entkopplung

16. Juli 2019 - 18:14

Ein neuer Bericht des Europäischen Umweltbüros (EEB) widerlegt den Gedanken, Wirtschaftswachstum könne von der zunehmenden Umweltzerstörung entkoppelt werden.

Das Europäische Umweltbüro (EEB) veröffentlichte am Dienstag zusammen mit dem Deutschen Naturschutzring (DNR) und dem Institut für zukunftsfähige Wirtschaft (ZOE) den Bericht „ Decoupling debunked – Evidence and arguments against green growth as a sole strategy for sustainability”.

Der Bericht beantwortet die Frage, ob Wirtschaftswachstum mit ökologischer Nachhaltigkeit vereinbar ist, mit einem klaren Nein. Es sei schlichtweg ein Mythos, dass die Idee der sogenannten Green Growth Strömung, Wirtschaftswachstum könne von der zunehmenden Umweltzerstörung entkoppelt werden, praktisch funktionierte.

Die Autor*innen machen ihre Aussagen an Entwicklungen fest wie steigenden Energieausgaben, Rebound-Effekten, Problem- und Kostenverlagerungen, an begrenzten Recyclingmöglichkeiten sowie an unpassenden und unzureichenden Technologien.

Entkopplung biete also keine dauerhaften Lösungen, um Verpflichtungen aus internationalen Abkommen wie dem Pariser Klimaabkommen, der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung oder der Biodiversitätskonvention umfassend nachzukommen.

Stattdessen mahnen die Autor*innen, dringend alternative Ansätze umzusetzen, die Wohlstand und Wohlergehen auf sozialer Ebene sichern, während gleichzeitig Umweltschutz und Klimakrise radikal angegangen werden. Statt einseitig auf steigende Effizienz zu setzen, plädieren die Autor*innen für Suffizienz: eine absolute Verringerung von Produktion und Verbrauch. [aw]

Bericht „Decoupling Debunked“   

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Zahl der Hungernden steigt im dritten Jahr in Folge

16. Juli 2019 - 18:14

820 Millionen Menschen hatten 2018 nicht genug zu essen. Damit stieg die Zahl der Hungernden im dritten Jahr in Folge, 2017 waren es noch 811 Millionen. Diese Werte zeigen die enormen Herausforderungen, vor denen die Weltgemeinschaft bei der Verwirklichung von SDG 2 steht, das eine Beendigung des Hungers bis 2030 zum Ziel hat. Zu diesem Ergebnis kommt der am 15. Juli 2019 in New York vorgestellte Bericht „The State of Food Security and Nutrition in the World“ der Welternährungsorganisation und weiterer UN-Organisationen. Dabei ist die Gefahr für Frauen, von Unterernährung betroffen zu sein, in allen Weltregionen höher als für Männer.

Die Herausgeber des Berichts, darunter die Direktoren der FAO und des Welternährungsprogramms WFP, waren sich darüber einig, dass die wachsende Schere zwischen Arm und Reich, Austeritätsprogramme und mangelnde soziale Sicherheit zentrale Ursachen des Hungers sind. Sie unterstrichen die Notwendigkeit eines grundlegenden politischen Umsteuerns, um die Ursachen des Hungers anzugehen – ein neuer Ton im Vergleich zu den SOFI-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre. Was progressiv beginnt, endet jedoch in den altbekannten Forderungen nach einer stärkeren Rolle von Privatsektor und Industrie durch erhöhte Investitionen und Finanzierungen. Keiner der Herausgeber fordert ein stärkeres Engagement für die Menschenrechte.

„Um das Ziel der Weltgemeinschaft zu erreichen,

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Who is paying the bill? (Negative) impacts of EU policies and practices in the world

15. Juli 2019 - 18:12
Studying EU policies thoroughly means studying policies of externalization. The thirteen chapters assembled in this publication constitute an impressive – impressively gloomy though – evidence for this assertion. Wherever you turn your eyes, whatever policy domain you may be concerned with: What at first glance may seem to be part of the European Union’s internal policies immediately turns out to be a story of externalities, a matter of spill-over effects transcending the borders of the European polity. And more often than not it is negative externalities that come into sight. Negative externalities that we should be talking about instead of obsessively trying to ignore them.
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World Leaders Must Stop Fuelling Inequality

11. Juli 2019 - 18:06
As governments and global leaders gather in the coming months at several summits and meetings, from the UN High Level Political Forum in New York, to the G7 summit and the UN General Assembly, fighting inequality will once again be high on the agenda. But they are failing to deal with inequality crisis. This open letter is written by the growing global movement to fight inequality - to call out the failure of the current approach by governments and to set out a vision for radical change. Leadership is coming from people on the frontlines of inequality, not politicians. Governments and leaders must follow their calls to truly #fightinequality.
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Weniger Show, mehr Substanz: UN-Nachhaltigkeitsziele ernst nehmen!

10. Juli 2019 - 18:05
Berlin/ New York, 09. Juli 2019 – Anlässlich des heute beginnen High-Level Political Forum for Sustainable Development (HLPF) werden 47 Länder über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) in ihren jeweiligen Ländern berichten. Marie-Luise Abshagen, Referentin für Nachhaltige Entwicklung im Forum Umwelt & Entwicklung, wird vom 12. bis 18. Juli vor Ort sein, blickt dem HLPF allerdings kritisch entgegen.
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Sustainable development needs fundamental governance changes

8. Juli 2019 - 18:03

New York, 8 July 2019: “The world is off-track to achieve the Sustainable Development Goals (SDGs). Most governments have failed to turn the transformational vision of the 2030 Agenda into real transformational policies. Even worse, xenophobia and authoritarianism are on the rise in a growing number of countries.”

“The implementation of the 2030 Agenda is not just a matter of better policies. It requires more holistic and more sweeping shifts in how power is vested, including through institutional and governance reforms.”

“A simple software update is not enough – we have to revisit and reshape the hardware of sustainable development, i.e. governance and institutions at all levels.”

This is the main message of the Spotlight Report 2019, one of the most comprehensive independent assessments of the implementation of the 2030 Agenda. The report is launched on the day before the opening of the High Level Political Forum at the United Nations in New York by a global coalition of civil society organizations and trade unions.

“The Spotlight Report 2019 shows, that structural transformation is more needed than ever before. It has to start at the local and national level and requires strengthening bottom-up governance and governance coherence.”

“At global

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Events beim HLPF 2019

5. Juli 2019 - 17:58
Forum Umwelt und Entwicklung und Global Policy Forum sind beim High-level Political Forum on Sustainable Development 2019 in New York mit einer Reihe von Veranstaltungen präsent bzw. an diesen beteiligt. Hier finden Sie hinweise dazu in englischer Sprache.
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High-level Political Forum on Sustainable Development 2019

5. Juli 2019 - 17:58
Vom 9. bis 18. Juli 2019 findet in New York das jährlich tagende High-level Political Forum on Sustainable Development statt. Hier finden Sie einige Hinweise zum Hintergrund mit vielen Links und Kontaktinformationen.
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Soziale Ungleichheit überwinden – von der Utopie zur Realität

5. Juli 2019 - 17:58

Mit der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wollen die Staaten Armut beenden, Wohlstand schaffen sowie Umwelt- und Klimaschutz voranbringen. Um dies zu erreichen, muss die stetig wachsende soziale, ökologische und ökonomische Ungleichheit deutlich reduziert werden – vor allem in den Ländern im globalen Süden. Aber auch in Deutschland wächst das Wohl­standsgefälle. Die Vermögensungleichheit steigt und prekäre Beschäftigungs­verhältnisse nehmen zu. Schülerinnen und Schüler gehen für mehr Klimagerechtigkeit auf die Straße. Es muss sich etwas ändern, um langfristig den gesellschaftlichen Zusammenhalt bei uns und weltweit zu stärken.

Im Rahmen der Konferenz unterziehen wir die aktuellen politischen Entwicklungen einem Realitätscheck. In Gesprächsrunden und Fachforen diskutieren wir gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft Ideen, wie wir bei uns und weltweit die soziale, ökologische und ökonomische Ungleichheit reduzieren können, und im Sinne der Agenda 2030 »niemand zurücklassen«.

Bitte merken Sie sich den Termin vor. Sie können sich gern auch jetzt schon anmelden.

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4 Jahre Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

5. Juli 2019 - 17:58

Berlin, 26.06.2019 – Anlässlich des öffentlichen Fachgesprächs im Ausschusses für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit im Deutschen Bundestag zum Thema “4 Jahre Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung – Fazit und Ausblick” stellt Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt & Entwicklung, fest:

Unter dem Titel „Genug herausgeredet: Höhenangst überwinden!“ haben wir gemeinsam mit 135 weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen abgrundtiefe Lücken in der Nachhaltigkeitspolitik konstatiert – würde die ganz Welt so leben wie Deutschland, bräuchten wir 3 Planeten. Und wir haben festgestellt, dass der erhoffte Weckruf durch die Verabschiedung der Agenda 2030 bisher nahezu ungehört verhallt ist.

Dass ein Exportweltmeister einen ziemlich großen ökologischen Fußabdruck hat, kann eigentlich nicht verwundern. In den letzten Jahrzehnten seit der Rio-Konferenz 1992 sind auf dem Weg zur Nachhaltigkeit nicht wirklich viel vorangekommen. Noch immer hat Deutschland einen Pro-Kopf-CO2-Ausstoß von ca. 10 Tonnen pro Person und Jahr – nachhaltig wäre etwa ein Fünftel bis ein Viertel davon. Die Deutschen verbrauchen 16,2 Tonnen Rohstoffe pro Kopf und Jahr, das sind 44 kg am Tag, Tendenz steigend – doppelt so viel wie der Welt-Durchschnitt. Dieses Verbrauchsmuster setzen wir mit der Energiewende, den Elektroautos, der Digitalisierung und all den HiTec-Infrastrukturen nahtlos fort: von der Weltproduktion von Lithium von knapp

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Neue Gentechnik – Zwischen Labor, Konzernmacht und bäuerlicher Zukunft

5. Juli 2019 - 17:58

Vor wenigen Jahren ging eine Revolution durch die Labore dieser Welt: Mithilfe neuer gentechnischer Verfahren ist es nun möglich, präzise und weitreichender als bisher einzelne Gene im Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen zu verändern. Diese neuen molekularbiologischen Verfahren gehen weiter als herkömmliche Gentechnik und ermöglichen die Bildung genetischer Kombinationen, die in dieser Form nicht durch natürliche Mutation entstehen können. Die Anwendungsfelder neuer Gentechnik sind vielfältig und die Versprechungen der BefürworterInnen reichen vom Schutz der biologischen Vielfalt und menschlichen Gesundheit durch einen geringeren Chemikalieneinsatz auf Feldern, da herbizidresistente Pflanzen gezüchtet werden können, über die Vernichtung von Krankheiten wie Malaria, da Überträgermücken ausgerottet werden könnten, bis hin zu Bekämpfung des weltweiten Hungers. Doch sieht so eine nachhaltige, gesunde Zukunft aus?

In dieser Ausgabe wird deutlich, dass es in der Debatte um neue Gentechnikverfahren nicht in erster Linie um molekulargenetische Themen, sondern um landwirtschaftliche und ökologische Fragen geht. Wie kann eine gesunde Ernährung mit den notwendigen Maßnahmen zur Abwehr der Klimakrise oder des dramatischen Artensterbens vereinbart werden? Wie kann die massive Verdrängung bäuerlicher Strukturen im Norden gestoppt und kleinbäuerlich geprägte Agrarsysteme im Globalen Süden unterstützt werden, die mit ihrer Arbeit über 70 Prozent der Welternährung sichern?

Schon heute kontrollieren multinationale Konzerne zu großen

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Viele Worte, wenig Taten: UN-Nachhaltigkeitsziele könnten scheitern

5. Juli 2019 - 17:58

2015 hat sich die Staatengemeinschaft verpflichtet, bis 2030 gemeinsam zu einer besseren ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung beizutragen. Im September 2019 kommen die Staats- und Regierungschefs erstmals wieder in New York zusammen, um Zwischenbilanz zu ziehen. Der aktuelle SDG-Report zeigt, dass die Weltgemeinschaft zwar viel über die Nachhaltigkeitsziele redet, aber zu wenig in ihre Umsetzung investiert.

Vor vier Jahren haben sich 193 Staaten auf die Umsetzung der 17 UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) geeinigt. Die Bekämpfung von Armut und Hunger gehört ebenso dazu wie die Verpflichtung zu mehr Klimaschutz oder besseren Bildungschancen. Dieses Jahr wollen die Staats- und Regierungschefs erstmals für eine Zwischenbilanz zusammenkommen. Die Ergebnisse dürften ernüchternd ausfallen: Die aktuelle Ausgabe des SDG-Reports zeigt, dass kein Land auf dem Weg ist, alle Ziele bis 2030 zu erfüllen.

Die Industrieländer spielen bei der Umsetzung eine zwiespältige Rolle: Einerseits kommen sie der Erfüllung der Ziele am nächsten. Andererseits verursachen sie durch Konsumvorlieben und Lebensstandards hohe ökologische und wirtschaftliche Kosten für Drittländer. Das sind die Ergebnisse des aktuellen Sustainable Development Reports, herausgegeben von uns und dem Sustainable Development Solutions Network (SDSN). Mit dem Report messen die Autoren seit 2015, wo die Weltgemeinschaft bei der Umsetzung der Ziele steht.

Auf struktureller Ebene kritisieren

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Unsere nachhaltige Zukunft muss jetzt beginnen

5. Juli 2019 - 17:58

Gemeinsam haben 151 europäische Organisationen der Zivilgesellschaft, die im EU-Kontext aktiv sind, einen offenen Brief an die Spitze der Europäischen Union verfasst. Sie fordern, alle politischen Entscheidungen der EU am Prinzip der nachhaltigen Entwicklung auszurichten.

Nachfolgend die deutsche Übersetzungen (Original in Englisch) des offenen Briefs an die EU-Spitze.

Unsere nachhaltige Zukunft muss jetzt beginnen

Sehr geehrte Staats- und Regierungschefs der EU,

die Gesellschaft nimmt an, dass die Erwachsenen die Kinder unterrichten, doch nun sind es unsere Kinder, die die Erwachsenen mit ihren regelmäßigen Protesten weiterbilden, indem sie Klimaschutzmaßnahmen und nachhaltige Lebensstile fordern. Darüber hinaus wurden die Straßen Europas, von den Metropolen bis zu den kleinsten Städten, Schauplätze regulärer Demonstrationen mit Forderungen nach mehr Klimaschutz, einer Rebellion gegen das Artensterben (im engl. Original: extinction rebellion) sowie nach Frauenrechten und sozioökonomischer Gerechtigkeit.

Im Lichte der EU-Wahlen, bei der die Wahlbeteiligung den höchsten Stand seit 20 Jahren erreichte und die eine signifikante Zunahme der Unterstützung für progressive Anliegen verzeichnete, ist eindeutig, dass EU Bürger*innen jetzt engagierter auf EU-Ebene sind als in den letzten 20 Jahren – und so ein wirksames und praktives Gegenmittel gegen den Euroskeptizismus darstellen. Wie Abstimmung nach Abstimmung belegt, fordern EU Bürger*innen eine Europäische Union, die soziale und ökologische

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Warum die Agenda 2030 (noch) nicht dazu beiträgt, die Gendergerechtigkeitsbewegung in Deutschland voranzubringen

5. Juli 2019 - 17:58

Das neu veröffentlichte Diskussionspapier von Hannah Birkenröter, Gabriele Köhler und Anke Stock ist Teil einer 7-Länder Studie, geführt von UN Women, um das Streben nach Geschlechtergleichstellung im Kontext der 2030 Agenda.

Diese Studie befasst sich mit der Rezeption der Agenda für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (2015), und insbesondere, inwieweit das nachhaltige Entwicklungsziel 5 zu Geschlechtergerechtigkeit Bundespolitik beeinflusst. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass in Deutschland bislang kein erkennbarer Anstoß der Agenda auf die Frauen*bewegung und den Kampf um Gleichberechtigung zu verzeichnen ist. Das Ergebnis überrascht insofern, als der gesamtheitliche Anspruch der Agenda 2030 gerade dadurch einen “Mehrwert” bietet, dass sie herkömmlich eher nicht miteinander verknüpfte Politikbereiche - Geschlechter-, soziale, und Klimagerechtigkeit - zusammenführt und auf eine neue Ebene heben könnte.

Ausgehend von 28 Interviews mit Vertreterinnen und Vertretern aus Ministerien, Zivilgesellschaft und der Wissenschaft, verzeichnet die Studie verschiedene Dissonanzen. Es fehlt an Kohärenz auf ministerieller Ebene, sowie zwischen Regierung und Zivilgesellschaft – eine horizontale Kluft. Auch mangelt es an einer Verbindung zwischen der Agenda 2030, einer multilateralen Vereinbarung, und ihrer Umsetzung in nationale Sozial- oder Wirtschaftspolitik – eine vertikale Kluft.

Diese mag damit zusammenhängen, dass die Agenda nicht verbindlich ist; dadurch hat sie nur begrenzte Durchschlagskraft für wirklich

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