Sie sind hier

#2030Agenda.de

Newsfeed #2030Agenda.de abonnieren
Aktualisiert: vor 2 Stunden 36 Minuten

Im Schatten der Profite

20. Januar 2020 - 13:10
Die soziale Ungleichheit ist dramatisch groß und steht der Überwindung von Armut im Weg. Vor allem Frauen sind wirtschaftlich benachteiligt. Das Weltwirtschaftsforum in Davos (21. bis 24. Januar 2020) nimmt Oxfam zum Anlass, um auf die weiterhin eklatanten weltweiten Vermögens- und Einkommensunterschiede hinzuweisen.Oxfam freut sich, Ihnen mit dem heute erschienenen Kurzbericht „Im Schatten der Profite. Wie die systematische Abwertung von Hausarbeit, Pflege und Fürsorge Ungleichheit schafft und vertieft“, einer Zusammenfassung des internationalen Berichts „Time to Care“, die diesjährige Analyse zur Verfügung zu stellen.
Kategorien: Ticker

Die SDGs im Schatten drohender Finanzkrisen

15. Januar 2020 - 0:57

Massenproteste erschüttern derzeit weltweit eine wachsende Zahl von Ländern. In Ecuador, Chile und Argentinien, in Ägypten und im Libanon gehen Millionen von Menschen auf die Straßen. Die Gründe sind vielschichtig. Auslöser war aber in vielen Fällen die Ankündigung neuer Sparpakete durch die Regierungen im Rahmen einer forcierten Austeritätspolitik. Sie reagierten damit auf die eskalierende Auslandsverschuldung oder die verschlechterten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Gefahr ist groß, dass sich die Lage im Jahr 2020 weiter verschärft. Schon heute zeichnen sich neue Verschuldungsspiralen mit möglicherweise verheerenden sozialen und ökologischen Folgen ab. Der Handlungsspielraum vieler Regierungen wird dadurch erheblich eingeschränkt – und damit auch ihre Möglichkeit, die Agenda 2030 und ihre globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) zu verwirklichen.

In unserem Fachgespräch möchten wir auf Grundlage einer neuen Studie des Global Policy Forums über die Gefahren einer sich ausbreitenden globalen Finanzkrise, die möglichen Folgen für die Verwirklichung der SDGs und die daraus abzuleitenden politischen Konsequenzen diskutieren.

Im Kern geht es dabei um alternative politische Lösungsansätze, die dazu beitragen, dass die Agenda 2030 und ihre Nachhaltigkeitsziele nicht einer neuen globalen Finanzkrise und einem inadäquaten Krisenmanagement zum Opfer fallen.

 

Programm (Stand:10.1.2020)


10:00 Anmeldung, Begrüßungskaffee

10:15 Begrüßung: Elisabeth Bollrich (Friedrich-Ebert-Stiftung)

10:30 Einführung: Jens Martens (Global Policy Forum)

10:50 Kommentar: Dr.

Kategorien: Ticker

The SDGs in the face of looming financial crises

14. Januar 2020 - 0:54

Mass protests are currently shaking a growing number of countries worldwide. In Ecuador, Chile and Argentina, in Egypt and Lebanon, millions of people are taking to the streets. The reasons are complex, but the trigger is often a forced austerity policy by governments. In doing so, they are usually reacting to escalating foreign debt, deteriorating global economic conditions, and pressure from international financial institutions like the International Monetary Fund (IMF).

There is a great danger that the situation will worsen further in 2020. New vicious circles of debt and austerity policies with potentially devastating social and ecological consequences are looming. This will considerably restrict the policy space of many governments -- and thus also their ability to implement the 2030 Agenda and their Sustainable Development Goals (SDGs).

At the roundtable discussion, we would like to discuss the dangers of a spreading global financial crisis, the possible consequences for the realization of the SDGs and the political consequences to be derived from this, based on a new study by the Global Policy Forum. This will be done together with civil society representatives from various regions, who are going to report "at first-hand" on the causes of the crises and the demands

Kategorien: Ticker

Angemessen gemessen?

8. Januar 2020 - 0:39

Indikatoren bilden eine wesentliche Grundlage um zu überprüfen, ob die Regierungen Fortschritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) gemacht haben. 2017 einigte sich die UN-Statistikkommission auf eine vorläufige Liste von 232 Nachhaltigkeitsindikatoren. Seitdem werden diese Indikatoren laufend weiterentwickelt, gegenwärtig im Rahmen einer umfassenden Überprüfung, die im März 2020 zu einer aktualisierten Indikatorenliste führen soll („2020 Comprehensive Review“). Dabei werden auch Probleme sichtbar: Für zahlreiche Zielvorgaben gibt es noch immer keine geeigneten Indikatoren, es existiert keine allgemein anerkannte Methodik oder die Datenlage ist mangelhaft. Zudem drücken sich in der Wahl der Indikatoren politische Schwerpunktsetzungen aus, die über den engen Kreis von Statistikexpert*innen hinaus diskutiert werden müssten. Und schließlich lösen Indikatoren auch nicht das Grundsatzproblem der Widersprüche und Zielkonflikte innerhalb der SDGs. Das Briefing des Global Policy Forums gibt ein kurzes Update zum aktuellen Stand der Debatte auf UN-Ebene.

Kategorien: Ticker

Schaffung eines nachhaltigen Europas bis 2030: Rat nimmt Schlussfolgerungen an

12. Dezember 2019 - 22:20

Der Rat hat am 10. Dezember 2019 Schlussfolgerungen zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen und ihrer 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) durch die EU angenommen. Diese sind nach seiner Überzeugung von grundlegender Bedeutung, wenn es gelingen soll, die Armut zu beseitigen und gegenwärtigen und künftigen Generationen ein friedliches, gesundes und sicheres Leben zu ermöglichen.

In den Schlussfolgerungen wird betont, dass sowohl innerhalb der EU als auch in anderen Teilen der Welt beschleunigt gehandelt werden muss, wenn die Vision und die Ziele der Agenda 2030 Wirklichkeit werden sollen. Ferner wird bekräftigt, dass die EU und ihre Mitgliedstaaten auch künftig bei der Umsetzung der SDG eine führende Rolle spielen und dabei einen wirksamen Multilateralismus und eine regelbasierte internationale Ordnung unterstützen werden.

Der Rat begrüßt den Eurostat-Monitoringbericht 2019 über die Fortschritte bei der Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung im Kontext der EU als Schlüsseldokument für die Messung der Fortschritte der EU bei der Verwirklichung der SDG. Ferner fordert er die Mitgliedstaaten auf, im Hinblick auf die Umsetzung auf nationaler Ebene ambitioniertere Ziele zu verfolgen und die Agenda 2030 proaktiv in nationale Planungsinstrumente, politische Maßnahmen, Strategien und Finanzrahmen einzubeziehen.

Der Rat verweist auf seine Schlussfolgerungen vom Juni 2017 und

Kategorien: Ticker

Nachhaltige Entwicklung braucht Steuern

12. Dezember 2019 - 10:19
Zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung brauchen Länder stabile Einnahmequellen. Dazu gehört auch die Besteuerung international tätiger Unternehmen. Die Verteilung der Besteuerungsrechte zwischen Staaten regeln Doppelbesteuerungsabkommen. Über die sozialen und ökologischen Auswirkungen der Abkommen, die Deutschland mit Ländern im globalen Süden geschlossen hat, liegen bislang keine umfassenden Analysen vor. Diese Lücke gilt es zu schließen, um Kohärenz zwischen internationaler Steuerpolitik und Entwicklungsfinanzierung zu ermöglichen. Das vorliegende Papier bietet einen ersten Überblick über die nachhaltigkeitspolitischen Wirkungen deutscher DBA und formuliert Fragestellungen für die weitere Arbeit.
Kategorien: Ticker

Loss and damage from climate change

2. Dezember 2019 - 20:53

Download this Monitor (pdf, 700 KB)

“The wealthy countries must begin providing public climate finance at the scale necessary to support not only adaptation but loss and damage as well, and they must do so in accordance with their responsibility and capacity to act.” This is the main message of a technical report titled Can Climate Change-Fuelled Loss and Damage Ever Be Fair?, launched on the eve of the UN Climate Change Conference (COP25) to be held in Madrid from 2 to 13 December.

The US and the EU owe more than half the cost of repairing future damage says the report, authored by Civil Society Review, an independent group that produces figures on what a “fair share” among countries of the global effort to tackle climate change should look like.

“The poorer countries are bearing the overwhelming majority of the human and social costs of climate change. Consider only one tragic incident – the Cyclones Idai and Kenneth – which caused more than $3 billion in economic damages in Mozambique alone, roughly 20 % of its GDP, with lasting implications, not to mention the loss of lives and livelihoods” argues the report. “Given ongoing and deepening climate impacts,

Kategorien: Ticker

Sustainable Digitalization

27. November 2019 - 20:35
Die Digitalisierung kommt.

Und in vielen Fällen ist sie bereits da. Doch noch bleibt unklar, welchen Einfluss die Digitalisierung auf unsere Gesellschaften, das menschliche Miteinander und den Planeten haben wird. Sollte die Digitalisierung wirklich ein Element für großen sozialen Wandel werden, muss sie nachhaltig, gerecht, für alle Menschen relevant sein und dem Gemeinwohl dienen. Ohne angemessen Diskussion über Vorteile oder Risiken, ohne demokratische Kontrolle oder angemessene Regulierung haben Technologien immer das Potential, nur weitere soziale, wirtschaftliche oder ökologische Probleme hervorzurufen.

Wichtige erste Schritte sind bereits getan worden, um die Rolle von Technologien und der digitalen Welt zu diskutieren. Dieser Austausch muss jedoch weiterhin geführt werden. Als Rahmen für eine wirklich nachhaltige Digitalisierung schlagen wir aus diesem Grund eines der umfangreichsten Nachhaltigkeitskonzepte vor, auf das sich die Welt jemals geeinigt hat: die 2030 Agenda mit den Zielen für Nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs).

2015 haben alle UN Mitgliedsstaaten die SDGs verabschiedet. Die Ziele gehen die größten Herausforderungen unserer Zeit an und schlagen eine Bandbreite von politischen Maßnahmen vor. Darunter sind Ziele, die die Verringerung von Hunger und Armut zum Ziel haben, die Schaffung nachhaltiger Ökonomien, die nachhaltige Nutzung von Ressourcen, die Schaffung von Frieden, sowie der Zugang zu freien und

Kategorien: Ticker

Blinder Fleck Gleichstellung

28. Oktober 2019 - 18:41

Mit Verabschiedung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sowie der darin enthaltenen 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) hat sich auch die Bundesregierung zu einer Reihe politischer Absichten bekannt. Denn die Agenda 2030 gilt für alle Länder gleichermaßen, egal ob im globalen Süden oder Norden – anders als noch Vorgänger-Agenden wie bspw. die Millenniumsentwicklungsziele. Zu den 17 SDGs gehört ganz zentral auch SDG 5, in dem sich die Regierungen dazu bekannt haben, bis ins Jahr 2030 die „Geschlechtergleichstellung [zu] erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung [zu] befähigen“. Zu den detaillierteren Zielvorgaben von SDG 5 gehören bspw. die Beendigung aller Formen von Diskriminierung von Frauen und Mädchen, die Beseitigung aller Formen von Gewalt gegen Frauen und Mädchen oder die Anerkennung unbezahlter Pflegeund Hausarbeit, die in überwiegendem Maß von Frauen geleistet wird (vgl. Box).

Allerdings hat SDG 5 auch im vierten Jahr nach Verabschiedung der Agenda 2030 keinen erkennbaren Einfluss auf Bemühungen um mehr Geschlechtergleichstellung in Deutschland gehabt. Vielmehr beziehen sich die Akteure in den Debatten nur selten auf SDG 5 und nutzen kaum die politischen Räume, die sich durch die Nachhaltigkeitsagenden eröffnet haben. Gründe dafür haben Hannah Birkenkötter, Gabriele Köhler und Anke Stock in einer Studie für UN Women

Kategorien: Ticker

Vier Jahre Agenda 2030

24. Oktober 2019 - 19:33

Vier Jahre sind seit der Verabschiedung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen vergangen. Zum vierten Mal veröffentlichen zivilgesellschaftliche Verbände und Netzwerke einen Bericht zum Thema »Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda«. Wie in den vergangenen drei Jahren kommen die Autor_innen zu dem Ergebnis: Um die nachhaltigen Entwicklungsziele noch zu erreichen, muss die Politik umdenken, umlenken und ehrgeiziger handeln.

Neue Studien und der aktuelle Report des UN-Generalsekretärs zeigen, dass es in vielen Bereichen zu wenige Fortschritte und in manchen sogar Rückschritte gibt, etwa bei der Bekämpfung des Hungers. Die Zahl der Menschen, die unter Hunger leiden, hat im dritten Jahr in Folge zugenommen. Es besteht die Gefahr, dass die international vereinbarten globalen Ziele bis zum Jahr 2030 nicht erreicht werden. Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) sind eng miteinander verbunden. Sie müssen ganzheitlich angestrebt und umgesetzt werden. Die Beseitigung der absoluten Armut (SDG 1) ist nicht möglich ohne Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen (SDG 16). Und ohne wirksamen Klimaschutz (SDG 13) wird es keine Erfolge bei der Bekämpfung von Hunger und Unterernährung (SDG 2) geben.

Kategorien: Ticker

Vier Jahre Agenda 2030

24. Oktober 2019 - 19:33
Vier Jahre sind seit der Verabschiedung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für eine nachhaltige Entwicklung durch die Vereinten Nationen vergangen. Zum vierten Mal veröffentlichen zivilgesellschaftliche Verbände und Netzwerke einen Bericht zum Thema »Deutschland und die globale Nachhaltigkeitsagenda«. Wie in den vergangenen drei Jahren kommen die Autor_innen zu dem Ergebnis: Um die nachhaltigen Entwicklungsziele noch zu erreichen, muss die Politik umdenken, umlenken und ehrgeiziger handeln.
Kategorien: Ticker

Zu einem verbindlichen globalen Abkommen über Wirtschaft und Menschenrechte

18. Oktober 2019 - 12:45
Am 18. Oktober startet OnHour am Brandenburger Tor in Berlin die Initiative „OnHour – UNited for Future!“ Damit die die Aufmerksamkeit auf fünf UN-Konferenzen bzw. Themen gelenkt werde, die für die Gestaltung der Klimakrise 2020 von großer Bedeutung für uns alle, für die Menschheit, sein werden. Den Auftakt macht eine Live-Streaming-Aktion zum UN-Menschenrechtsrat, wo in dieser Woche eine zwischenstaatliche Arbeitsgruppe ein Abkommen zu transnationalen Konzernen und anderen Wirtschaftsunternehmen im Bereich der Menschenrechte (Binding Treaty) verhandelt.
Kategorien: Ticker

Der SDG-Gipfel der Vereinten Nationen 2019

15. Oktober 2019 - 12:35

Am 24. und 25. September 2019 trafen sich Staats- und Regierungschefs bei den Vereinten Nationen in New York, um die Fort- (bzw. Rück-)schritte bei der Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erörtern. Die Veranstaltung war der erste UN-Gipfel zu den SDGs seit der Verabschiedung der Agenda 2030 im September 2015.

Weit größere politische und mediale Beachtung erfuhr der Klimaaktionsgipfel, zu dem der UN-Generalsekretär am Tag davor eingeladen hatte. Dies lag nicht zuletzt an der Präsenz junger Klimaaktivist/innen, allen voran Greta Thunberg. Flankiert wurde der SDG-Gipfel zudem durch weitere hochrangige Veranstaltungen zu den Themen Gesundheit, Entwicklungsfinanzierung und der Unterstützung kleiner Inselstaaten.

Verbindliche Beschlüsse brachte keiner dieser Gipfel. Dies war angesichts der weltpolitischen Großwetterlage auch nicht zu erwarten. Stattdessen kündigten Regierungen, UN-Organisationen, Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen eine Vielzahl freiwilliger Initiativen und Selbstverpflichtungen zur Verwirklichung der SDGs an.

Zivilgesellschaftlichen Organisationen und sozialen Bewegungen ging dies nicht weit genug. Die über 300 Teilnehmer/innen der People's Assembly, die parallel zum SDG-Gipfel in New York stattfand, kritisierten scharf den Mangel an politischem Willen und Führungsbereitschaft, die globalen Krisen effektiv anzugehen. Soziale Bewegungen wie Fridays for Future und Extinction Rebellion nahmen die Gipfelwoche zum Anlass, um zu weltweiten Streiks und Straßenprotesten aufzurufen.

Kategorien: Ticker