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Aktualisiert: vor 6 Stunden 13 Minuten

Akzeptanz und Narrative

17. September 2019 - 11:51

Aus dem Energiewende-Projekt ENavi ist ein Sammelband zum Thema „Akzeptanz und politische Partizipation in der Energietransformation“ hervorgegangen, der jetzt bei Springer VS erschienen ist.

Die Herausgeber*innen betonen in ihrem Vorwort, dass es sich bei „Akzeptanz‘ fast schon um einen schillernden Begriff“ (V) handele, der unbedingt aus „unterschiedlichen inter- und transdisziplinären Perspektiven“ beleuchtet werden müsse.

Eine dieser Perspektiven kommt von Joachim Borner. In seinem Artikel nimmt er eine kommunikationswissenschaftliche Perspektive ein und reflektiert die Erfahrungen in Reallaboransätzen in Mecklenburg-Vorpommern. Diese Reallabore waren Gegenstand des Projekts, mit dem KMGNE an ENavi beteiligt war. Wesentlich für die Akzeptanz der Energiewende wie auch für Transformationsprozesse im Allgemeinen seien die „unterschiedlichen, gesellschaftlichen Narrative“. „Fehlen nun die orientierenden, schlüssigen neuen Narrative sowie die Gestaltungsräume zur Teilhabe wächst die Gefahr sinkender Akzeptanz bis hin zur Systemfrage“ (353).

Der Band kann hier bei Springer VS bestellt werden.

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Klimaaktivismus in Frankreich

17. September 2019 - 11:13

In Frankreich demonstrieren nicht nur die Gelbwesten. Auch gegen Macrons Klimapolitik gehen die Menschen auf die Straße. In zwei Artikeln, die im Online-Magazin „f1rstlife“ erschienen sind, erhalten wir einen Einblick in den französischen Klimaaktivismus.

Mit den Artikeln porträtiert die Autorin Andrea Schöne die französische Aktivistin Franzeska Bindé, mit der sie per Skype ein Interview geführt hat. Bindé hat mit anderen Aktivisti*innen im Rahmen der Kampagne #DécrochonsMacron ein Porträt von Emanuel Macron aus dem Rathaus in Orléans entwendet und steht dafür wegen gemeinschaftlichen Diebstahls vor Gericht. Bindé ist Mitglied der Klimaschutz-Bewegungen Alternatiba und Action Non-Violente COP21, die in Frankreich viele Aktionen des zivilen Ungehorsams organisieren.

Die beiden Artikel geben einen sehr guten Einblick in den Klimaaktivismus in Frankreich und in kulturelle Eigenheiten, die zu unterschiedlichen Ausprägungen von Klimaaktivismus führen. Ebenfalls spannend ist das Online-Magazin „f1rstlife“, dessen Schwerpunkt auf sozialem Engagement liegt.

Hier geht es zu den Artikeln:
https://www.firstlife.de/so-mobilisiert-sich-frankreich-gegen-die-klimakrise/
https://www.firstlife.de/decrochonsmacron-gewaltloser-widerstand-als-kraft-gegen-die-klimakrise/

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Akzeptanz und Narrative | Reallabore | EnNavi

16. September 2019 - 10:06
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Anthropozän und Ästhetik

9. September 2019 - 14:19

Das Projekt „auto mobilis 2 – die kunst sich selbst und andere sinnstiftend zu bewegen“ ist zwar abgeschlossen, doch geht die Beschäftigung mit dem Verhältnis von Kunst und Klimawandel, Kunst und Anthropozän in der Mecklenburgischen Schweiz weiter. Das beweist jetzt der neu erschienene Sammelband „Anthropozän und Ästhetik“.

Die von Martina Zienert, Joachim Borner und Simone Hieber, Leiterin des Projekts „auto mobilis 2„, herausgegebene Publikation versammelt Beiträge von Stipendiat*innen wie Christian Kabuß und Adrienne Györgyi, Jurymitgliedern wie Ernst Wagner und weitere Texte etwa von chilenischen Autor*innen, womit die Perspektive von der Mecklenburgischen Schweiz auf andere Orte der Welt erweitert wird. Eingeleitet wird der Band mit einem Text von Bernd M. Scherer, Indendant am Haus der Kulturen der Welt (HKW), abgeschlossen mit Überlegungen von Manuel Rivera vom Institute für Advanced Sustainability Studies (IASS).

„Anthropozän und Ästhetik“ ist mit Arbeiten von Kristin Meyer illustriert, die auch seit vielen Jahren Animationsfilm-Kurse bei der Internationalen Sommeruniversität „Transmediales Storytelling – Transformation nachhaltiger Entwicklung“ anbietet.

Die Publikation kann für 8 EUR inkl. Versandkosten bei mzienert@kmgne.de bestellt werden.

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Anthropozän und Ästhetik

9. September 2019 - 11:43
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Lost in Transformation – Gegenseitiges Kennenlernen von (Forschungs-) Interventionen

2. September 2019 - 14:08

Im Rahmen des durch die Robert Bosch Stiftung geförderten Projektes „Land*Stadt-Transformation gestalten“ trafen sich vom 16. – 18.08.2019 auf dem Projekthof Karnitz in der Mecklenburgischen Schweiz Vertreter*innen der vier Reallabore innerhalb des Forschungsvorhabens. Anlass war die Verabredung, gegenseitig die Projekte vor Ort vorzustellen und auf dieser Basis die anzuwendenden qualitativen Forschungsmethoden zu verfeinern. Im Mai 2019 fand bereits der Besuch des Reallabors Betonwerk Stolpe im Rahmen des Forschungscamps statt.

Joachim Borner und Anne Kraft vom KMGNE stellten das Reallabor Bildungslandschaft Malchin vor. Es bildet den Rahmen für die Initiative Kooperationsverbund der Raumpioniere, für Veranstaltungen zu Themen der Nachhaltigkeitsziele (Bürgersalon), für die Vernetzung von Klimaschutzaktivitäten und für das Bildungsprojekt „Schule von Morgen“. Die Betrachtung als Reallabor ermöglicht eine Gesamtperspektive auf die Region, denn die Projekte finden nicht getrennt voneinander statt. Sie alle tragen dazu bei, lokale und wissenschaftliche Expertisen zu integrieren, um eine Resilienz-Strategie zu entwickeln. Resilienz bezeichnet die Widerstandsfähigkeit einer Region gegenüber Veränderungen wie dem Klimawandel, dem demografischen Wandel und die Abwanderung. Im Gegensatz dazu ist eine Region vulnerabel, wenn z.B. im Falle von Abwanderung die ärztliche Versorgung nicht mehr gesichert werden kann, oder im Falle von Trockenperioden Brände nicht gelöscht werden können, weil keine passende Infrastruktur oder Notfallpläne vorhanden sind.

Ein wesentlicher forschungsmethodischer Bestandteil sind  dabei Verfahren und Instrumente der Zukunftsforschung – hier vor allem der szenarischen Projektion möglicher Zukünfte. In transformativen Prozessen ist es unabdingbar, ein klares Verständnis über zukünftige Rahmenbedingungen und Herausforderungen zu entwickeln um einen Referenzrahmen für heutige Entscheidungen zu haben.

Zoe Heuschkel und Anna Wissmann von Stadt.Land.Markt. e.V. teilten ihre Erfahrungen für einen selbstorganisierten Bauernmarkt und die Bewegung der Ernährungsräte in Köln-Bonn. Leander Dalbert berichtete vom Aufbau und Pflege von Agroforstsystemen durch seine Initiative Boiming am Zürichsee. Leon Jank von Studio amore berichtete von den Entwicklungen und künstlerischer Aneignung im Betonwerk Stolpe.

Am Samstag folgte eine Tour durch die Mecklenburgische Schweiz. Dabei durchfuhr die Gruppe das wiedervernässte Moor Große Rosin, besuchte den Mittelhof in Gessin und die fremdbestimmte Gestaltung des Ortes Basedow als Tourismusdestination.

In den drei Tagen wurde das methodische Gerüst sowie der definitorische Rahmen (zentrale Begriffe sind Transformation, Land-Stadt, Transformative Zelle und Reallabore) festgezurrt. Zum Statustreffen im November werden die nächsten Ergebnisse präsentiert.

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Youths for Future

16. August 2019 - 16:49

Das KMGNE arbeitet seit vielen Jahren mit dem Fritz-Greve-Gymnasium in Malchin zusammen. Seit 2017 wird gemeinsam zum Anthropozän geforscht. Eine Webseite bringt jetzt die gemeinsamen Unternehmungen unter einen Hut.

In der Mecklenburgischen Schweiz wird Schulgeschichte geschrieben. Aktuell ist das Fritz-Greve-Gymnasium in Malchin eine BNE Modellschule, im Programm der mecklenburgischen Landesarbeitsgruppe (LAG) Bildung für nachhaltige Entwicklung. Dem ging 2018 die Teilnahme am Programm ‚Schools of Tomorrow‚ im Haus der Kulturen der Welt in Berlin voraus. Es folgte die Herausgabe einer Schülerzeitung. Ein Kochbuch entsteht gemeinsam mit der Gestaltung eines eigenen Restaurants an der Schule, das nachhaltig bewirtschaftet werden soll. All diese Aktivitäten und Projekte werden nun auf der Webseite schulevonmorgen.org präsentiert, die gerade online gegangen ist.

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Schule von Morgen

15. August 2019 - 13:14
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Von der Zukunftsstadt Malchin zur resilienzfähigen Region Mecklenburgische Schweiz

9. August 2019 - 14:47

Im Rahmen des von der Bosch-Stiftung (im Programm Spielraum) unterstützten Forschungsprojektes „Land*Stadt Transformation gestalten“ sowie des Projektes Regio-Brandig Mecklenburgische Schweiz ist im Frühjahr des Jahres ein Teilprojekt begonnen worden, das sich mit der zukünftigen Resilienzfähigkeit der ländlichen Region um den Kummerower See befasst.

Das Projekt verbindet Zukunftsforschung und transdisziplinäre Transformationsforschung. Es setzt auf dem Ansatz auf, den das KMGNE 2016 bei dem Projekt Zukunftsstadt Malchin angelegt hatte und das mit dem Foresight-Festival der Martin Luther Universität Halle (jetzt Berlin) verknüpft war.

Das Design des Forschungsprojektes ist wissenschaftlich und zielt zudem auf konkretes Handlungswissen ab.

Wissenschaftliche Fragen sind, wie sich belastbare resilienzfähige Entwicklungsszenarien (z.B. Gestaltung von Ökosystemen) für die Daseinsvorsorge in ländlichen Räumen in 30 Jahren designen lassen. Desweiteren geht es darum, welches prognostische undexplorative Wissen bei wem in lokalen Systemen zu finden ist.

Das Handlungswissen für lokale Entscheider besteht etwa darin, welche Governancestrukturen (also Leitungs-, Organisationsstrukturen) und Institutionen des Wissens gebraucht werden und welche infrastrukturellen, niedrigschwelligen Doppelstrukturen für Extremereignisse notwendig sind, um die Anfälligkeit (Vulnerabilität) eines Systems wahrnehmen und bewältigen zu können.

Vom 16.8. – 18.8.2019 findet ein Forschungskolloquium in Karnitz statt, das offen organisiert ist und Expertise von Citizen Science einbezieht.

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Szenarische Zukunftsbilder

9. August 2019 - 13:59

In einem Verbund bereitet das KMGNE gegenwärtig ein Projekt unter dem Arbeitstitel „Zukunftsgeschichten“ vor, das sich der Entwicklung szenarischer Zukunftsbilder für eine Klimakultur, die sich dem 1,5 Grad-Ziel verpflichtet fühlt, widmet.

Das explorative Projekt wird zusammen mit dem Fraunhofer Institut ISE und dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebwertung (IZT) im Kontext von Energiewende und Klimafolgenanpassung entwickelt. Es schafft Bedingungen, in denen das Erkunden möglicher Zukünfte durch spekulative und provokative Szenarios stattfindet, welche durch Designobjekte erzählt werden (Methode des Design Fiction, die auch bei der Internationalen Sommeruniversität „Transmedia Storytelling | Kultur des Klimawandels“ eingesetzt wird). Darüber sollen Debatten über zuvor nicht besprochene mögliche und „anfassbare“ Zukünfte angestoßen und diskutiert werden. Auf diese Weise können für die Energiewende relevante Fragestellungen formuliert und erkundet werden.

Dem Resilienzansatz folgend wird dabei explizit auf die Wissensbasiertheit der Zukunftsoptionen geachtet, die zwangsläufig den Umgang mit Nichtwissen und Unsicherheit einschließt. In Zukunftswerkstätten werden Debatten in den Narrativentwicklungen angesiedelt und mit Transformationswissen aus der Wissenschaft zu gesellschaftlichen Trends und Energiesystemwissen angereichert. Damit wird die Gefahr, dass Zukunftsgeschichten zu spekulativ geraten und von der Wirklichkeit entkoppelt werden, reduziert.

Das Ziel besteht darin, die Ergebnisse der Zukunftsbildentwicklungen in Kommunikationsformate zu überführen, mit denen:

  • die individuelle Reflektion über die Energiewende aktiviert
  • negative Emotionen durch positive Bilder ersetzt und durch hoffnungsvolle Geschichten sichtbar gemacht werden können.

Eine nächste Abstimmung wird am Rande der ENavi-Diskursveranstaltung zu „Akzeptanz und politische Partizipation in der Energietransformation“ am 25. September 2019 in Berlin stattfinden.

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Aktivistische Klimakunst sollte Lösungen anbieten

2. August 2019 - 19:18

Das Projekt CLIMART untersuchte die psychologischen Effekte von Klimakunst. Daraus hervorgehend ist jetzt eine Studie erschienen, die untersucht, ob Klimakunst zum Handeln stimulieren kann.

Laura Kim Sommer und Christian A. Klöckner, der das Projekt CLIMART leitete, haben den wissenschaftlichen Aufsatz über aktivistische Kunst in dem Journal „Psychology of Aesthetics, Creativity and the Arts“ veröffentlicht. Für ihre Studie haben sie 874 Besucher der ArtCOP21 zu einer Auswahl von 37 dort präsentierter Kunstwerke hinsichtlich kognitiver und emotionaler Effekte befragt. Die ArtCOP21 ist ein Klimakunst-Festival, das 2015 parallel zur Klimakonferenz COP21 in Paris stattfand.

Die beiden Wissenschaftler*innen kamen zu dem Ergebnis, dass lösungsorientierte Kunstwerke, die sie dem Cluster „the awesome solution“ zuordneten, am ehesten den psychologischen Effekt der Publikumsaktivierung aufwiesen. Diese Kunstwerke waren im öffentlichen Raum platziert und nicht explizit als Kunstwerke ausgewiesen. Sie werden in der Studie als schöne und farbige Darstellungen der erhabenen Natur („beautiful and colourful depictions of sublime nature“) beschrieben, die Lösungen zu Umweltproblemen zeigen.

Eine unbefriedigende Wirkung wiederum hatten Kunstwerke, die in der Studie als „the challenging dystopia“ bezeichnet werden. Dunkle Farben, metallische und künstliche Materialien zeichneten diese Werke aus. Zusammen mit Arbeiten der beiden anderen Cluster „the comforting utopia“ und „the mediocre mythology“ waren dystopische Ansätze in großer Zahl vorhanden.

Die Kategorie „awesome solutions“ bildeten lediglich drei Kunstwerke. Das hört sich zunächst unbefriedigend an. In der Studie wird abschließend darauf eingegangen. Da heißt es, dass es nicht ausreiche, Probleme auf ästhetische Weise zu zeigen. Es sei wichtig, einen persönlichen Bezug herzustellen, Ursachen und Konsequenzen darzustellen und Lösungen anzubieten.

Dem kann hinzugefügt werden, dass es möglicherweise nicht ganz einfach ist, Kunst zu schaffen, die Lösungen zu Umweltproblemen oder anderen gesellschaftlichen Konflikten anbietet. Das gilt ja auch für Geschichten, seien sie nun in Film, Fernsehen oder einem anderen Medium erzählt. Auch in Literatur, Film und Fernsehen (Streaming-Plattformen eingerechnet) finden sich sehr viele dystopische Erzählungen. Das kann viele Gründe haben, mit denen wir uns auseinandersetzen können.

Hier geht es zur Studie.

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Anna Hope

22. Juli 2019 - 14:58
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Jugendkongress und Jugendkreativfestival 2019

18. Juli 2019 - 13:11

Auch 2019 findet der Jugendkongress mit dem Jugendkreativfestival als spätsommerlichem krönendem Abschluss auf dem Projekthof Karnitz statt.

Das Projekt hat bereits begonnen und die ersten Treffen haben stattgefunden.

Höhepunkt der Inititative von und für junge Menschen, die sich für eine partizipative Gestaltung der nachhaltigen Zukunft stark machen wollen, ist das Jugendkreativfestival. Am 28. September 2019 ist es soweit und es werden wieder viele praxisnahe Workshops angeboten – zum Klimaaktivismus, wie Adbusting, Guerilla Marketing/Gardening, Streetart-Aktionen. Für Inputs sind Referent*innen und Repräsentant*innen verschiedener Bewegungen wie Fridays for Future, Rhythms of Resistance oder Extinction Rebellion angefragt.

Hier geht es zur Projektbeschreibung.

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Jugendkongress Mecklenburg-Vorpommern 2019

18. Juli 2019 - 12:50
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Klimaschutz in Schule und Unterricht

16. Juli 2019 - 10:28

Es muss darauf hin gearbeitet werden, das Thema Klimawandel/Klimaschutz/Klimakultur stärker im schulischen Unterricht zu verankern. Die Internetplattform Globales Lernen unterstützt dies und bietet ab sofort mit „Fridays for Future“ ein neues Fokusthema mit Bildungsmaterialien zum Klimaschutz.

In der Fokusrubrik „Fridays for Future“, werden Bildungsmaterialien und -medien, Aktionen und Projekte sowie Hintergrundinformationen, Veranstaltungen und Weiterbildungen zum Thema Klimawandel/Klimaschutz gebündelt vorgestellt.

Das Portal Globales Lernen der Eine Welt Internet Konferenz (EWIK) ist das zentrale deutschsprachige Internetangebot zum Globalen Lernen und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Es bietet einen umfangreichen Service zu Online-Bildungsmaterialien, Aktionen, Veranstaltungen und Hintergrundinformationen. Zielgruppen sind Multiplikator*innen in Schule, Jugend- und Gemeindearbeit, in der Lehreraus- und -fortbildung, staatliche und nichtstaatliche Akteur*innen in Entwicklungspolitik und entwicklungsbezogener Bildungsarbeit sowie die entwicklungspolitisch interessierte Öffentlichkeit.

Weitere Fokusrubriken sind Digitalisierung und Globales Lernen, Degrowth, Sustainable Development Goals, Flucht und Asyl, Abfall und Müllexporte weltweit sowie Lebensmittelverschwendung. Es sei darauf hingewiesen, dass auch das Thema Digitalisierung/Medien stärker in den Schulunterricht integriert werden muss.

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Tim Urbanek

13. Juli 2019 - 9:22
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Die Sprache des Klimajournalismus

9. Juli 2019 - 10:34

Welcher Begriff ist besser in der Medienbericherstattung, „Klimawandel oder Klimakrise?“ Macht es Sinn, positive Geschichten darüber zu erzählen, was mit dem Klima passiert und welche Auswirkungen auf Mensch und Gesellschaft zu beobachten sind oder ist das krisenhafte zu aktenzuieren? Darum ging es beim partizipativen Podiumsgespräch am 5. Juli 2019 in der taz Kantine in in der Friedrichstraße 21 in Berlin.

Um über „Wörter die Geschichte schreiben“ zu sprechen, hatten das Netzwerk Degrowth-Journalismus und die taz Panter Stiftung renommierte Journalist*innen eingeladen. Um deren journalistische Positionen ging es zuerst. Ute Scheub, Gründungsmitglied der taz und freie Journalistin sowie Buchautorin betonte die Relevanz, im Schreiben nach neuen Worten Ausschau zu halten. Bernhard Pötter von der taz sprach sich dafür aus, auf der Suche nach geeigneten Begriffen keine semantische Debatte zu beginnen. Inken Behrmann, ehemalige Sprecherin von Ende-Gelände und Autorin für Blätter für deutsche und internationale Politik bezog sich auf Greta Thunbergs Aussage, „Unser Haus brennt“ und plädierte dafür, mit dem Schreiben vom Wissen zum Handeln zu gelangen. Torsten Schäfer, Professor für Journalismus an der University of Applied Sciences Darmstadt, betonte das Schreiben über Artenvielfalt, und stellte ferner heraus, dass der Klimawandel kein Thema, sondern eine Daseinsform sei, was das Schreiben darüber wesentlich beeinflusse. Johanna Romberg, die für GEO schreibt und zweimal den Egon-Erwin Kisch-Preis für Reportagen erhalten hat, stellte ebenfalls Diversität ins Zentrum ihres Zugangs zum journalistischen Schreiben. Moderiert wurde der Abend von Leonie Sontheimer und Lukas Dörrie vom Netzwerk Degrowth-Journalismus.

Mit diesen Positionen ging es in den partizipativen Teil des Abends. Die Experten bildeten Gruppen, denen sich die Besucher der Veranstaltung ihrem Interesse folgend anschließen konnten. In diesen Gruppen wurde 20 Minuten diskutiert. Im Anschluss wurden die Diskussionen im Plenum von Teilnehmenden zusammengefasst, die sich bereit erklärt hatten, die Gruppen zu moderieren. Die Zusammenfassungen brachten wenig neue Erkenntnisse. Kann die Sprache poetisch sein? Wie ist der Ablauf in Zeitungsredaktionen? Welche Alternativen gibt es zu einer Formulierung wie „Hitzerekord gebrochen“? Ist der konstruktive Journalismus die Lösung? Abschließend wurden die Gäste auf dem Podium gebeten, spontan eine Schlagzeile zu formulieren, wenn sie die Möglichkeit hätten, in einer Zeitung ihrer Wahl die Titelseite zu bespielen. Erstaunlicherweise (oder voraussehbar?) wurde von mehreren die Bildzeitung gewählt.

Auch wenn solche partizipativen Formate grundsätzlich zu begrüßen sind, stellt sich mittlerweile doch die Frage, ob es nicht an der Zeit ist, weiterzudenken. Fragen wie die nach der Sprache (auch der Bildsprache) in der journalistischen Arbeit sind wichtig, doch muss jetzt intensiver, interdisziplinärer, internationaler (denn hier wird Sprache hochinteressant) und konzertierter (Initiativen sollten sich mehr zusammen tun) vorgegangen werden, um dann die notwendige öffentliche Aufmerksamkeit zu erlangen. Sonst verpuffen die ganzen lieb gemeinten Bemühungen in der schlechten Luft der Friedrichstraße.

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Elisabeth Birkner

1. Juli 2019 - 12:27
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Thari Jungen

26. Juni 2019 - 16:19
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Storytelling-Workshop für Promovierende des PIK

21. Juni 2019 - 14:44

Im Doktorandenprogramm des Potsdam Institut für Klimafolgenforschung fand am 15.05.19 der 10. PhD-Day statt. Anne Mette vom KMGNE war eingeladen, um einen Workshop zum Thema Scientist-Pupils interaction – How to communicate science in an educational context? zu leiten.

Nach einer Einführung in die Herausforderungen der Klimakommunikation bzw. Wissenschaftskommunikation im Klimawandel und die Bedeutung von Storytelling auf der Weg zu neuen (Klima)Narrativen wurden in praktischen Übungen Beispiele für Klimakommunikation in Bildungskontexten vermittelt. Eingesetzt wurden Lernformen und -formate, die auch im Schulunterricht angewandt werden können.

Workshop-Programm

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