Sie sind hier

KMGNE

Newsfeed KMGNE abonnieren
Wir kommunizieren Nachhaltigkeit
Aktualisiert: vor 5 Stunden 47 Minuten

Mara Tippmann

5. Februar 2020 - 10:10

Sondierungsstudie Impact-Journalismus des KMGNE und des Umweltbundesamts

9. Januar 2020 - 10:54

Die vom Umweltbundesamt in Auftrag gegebene Studie geht davon aus, dass die journalistischen Medien und ihre Macher*innen mehr für eine adäquate, proaktive Reaktion auf die globalen Umweltprobleme tun könnten.

Wissenschaftliches Wissen könnte besser, wirkungsvoller und handlungsauslösender durch journalistische Professionalität aufbereitet und verbreitet werden. Hierfür wird der Begriff des Impact-Journalismus stark gemacht. Darunter wird ein neuer, wirkungsauslösender transformativer Journalismus verstanden.

Die Studie wurde von Joachim Borner (KMGNE), Anke Oxenfarth (oekom-Verlag) und Manfred Ronzheimer (freier Journalist) verfasst. Sie entstand im Rahmen des Projekts „Impact-Journalismus und zielgenaues Storytelling für gesellschaftlichen Wandel“.

Hier geht es zur Pressemitteilung.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung.

 

Statustreffen im Projekt Land*Stadt Transformationen

10. Dezember 2019 - 10:00

Am 6. Dezember 2019 beriet die Forschungsgruppe des Projektes „Land*Stadt Transformation gestalten“ über die Schärfung ihres Co-Designs der Forschungsfragen.

Die zentrale Frage lauetete, was, einem polyzentrischen Verständnis zukunftsfähiger Land*Stadt-Beziehungen folgend, wird in den vier Reallaboren als wesentliche Transformationsherausforderung angesehen, wenn die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) als Referenzrahmen gesetzt werden?

Aus unserer Sicht werden bislang Reallabore als gesellschaftliche Diskursräume unterschätzt. Eigentlich sind diese im Co-Design der Forschungsfragen angelegt; aber wenn wir die Praxis der unterschiedlichsten Typen von Reallaboren betrachten, dominiert in der Regel der wissenschaftliche Fokus. Co-Design bedeutet aber auch Handlungswissen zu erwarten. Und damit sind wir bei politischen Diskursen angelangt, weil in großen Transformationen Handlungswissen gleichbedeutend mit politischem Veränderungswillen und -anstößen ist.

Können Reallabore in (regionalen) Veränderungsprozessen in der Zukunft nicht Funktionen und Rollen des Agenda Settings, der Aushandlung von Kontroversen, der Aushandlung und Erprobung neuer sozialer Praktiken und Artefakte einnehmen? Sind Reallabore in Umbruchprozessen adäquate Diskursformate, gerade weil sie wissensbasiert und weniger meinungsbasiert agieren? Sind sie zeitgemäße demokratische Formate für städtische und ländlich-regionale Transformationsprozesse? Und was macht die Transformative Zelle (im Verständnis der Akteurs-Netzwerk-Theorie) dann aus?

Im März findet die nächste Klausur der Reallabore des Projektes in Zürich statt.

Das Projekt Land*Stadt Transformation gestalten wird von der Robert-Bosch Stiftung im Programm Spielraum gefördert.

Artikel über Pollution Pods in renommiertem Journal erschienen

9. Dezember 2019 - 11:16

Die aktuell beim UN-Klimagipfel in Madrid erlebbaren „Pollution Pods“ des Künstlers Michael Pinsky waren ein wesentlicher Bestandteil des Projektes CLIMART, das die Psychologie von Klimakunst erforschte. Jetzt ist ein wissenschaftlicher Artikel mit Forschungsergebnissen erschienen.

Der Artikel mit dem Titel “’Pollution Pods‘: The merging of art and psychology to engage the public in climate change“, verfasst von Laura Kim Sommer, Janet Kay Swim, Anna Keller und Christian Andreas Klöckner, dem Leiter des Projekts CLIMART, ist in dem renommierten Journal „Global Environmental Change“ erschienen.

Der Artikel ist noch bis Ende Dezember über diesen Link frei verfügbar.

 

Diskussionsforum zu Reallaboren in der Energiewende

2. Dezember 2019 - 11:19

In Kooperation mit Forschungswende e.V. veranstaltet das KMGNE am 19. Dezember 2019 im Institut für Klimaschutz, Energie und Mobilität (IKEM) in Berlin von 13-17 Uhr ein Diskussionsforum, das sich mit der politischen Bedeutung von Reallaboren beschäftigt.

Reallabore bilden die Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Bei der Betrachtung der Praxis von Reallaboren dominiert jedoch häufig der wissenschaftliche Fokus. Dabei haben Reallabore neben einer sozialen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen auch eine politische Dimension. Sie sind Experimentierräume für Entscheidungswissen. Hierfür bringen Praxisakteure ihr Handlungswissen ein. Wie geht die Wissenschaft damit um, wenn sie sozial erprobtem Handlungswissen auf Augenhöhe begegnen muss?

Ausgehend von dieser zentralen Frage beschäftigt sich das Diskussionsforum im IKEM in Berlin mit Reallaboren im Kontext der Energiewende. Ziel der Veranstaltung ist eine gemeinsame Verständigung über die politische Dimension von Reallaboren.

Detailliertere Informationen zur Veranstaltung wie etwa zur Anmeldung finden Sie hier.

Herausragende Bildungsinitativen

25. November 2019 - 10:59

Von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet: Das Fritz-Greve-Gymnasium in Malchin und der Projekthof Karnitz.

Am 20. November 2019 gab es im Futurium (Haus der Zukunft) in Berlin ein großes Treffen von etwa zweihundert Menschen, die über zukunftsfähige Bildung – auch Bildung für nachhaltige Entwicklung genannt – debattierten. Es ist doch klar: Da wir in einer Vielzahl von Veränderungen stecken – sei es die Digitalisierung und das Internet, seien es Folgen des Klimawandels, sei es der demografische Wandel – brauchen wir auch veränderte Formen des Lernens. Lernen, das sich mit der Lebenswelt befasst und uns fähig macht, die Veränderungen im guten Sinn zu wuppen. Bildung ist der Schlüssel dazu. Sie wird im Weltaktionsprogramm der UN eingefordert und gefördert. In diesem Rahmen wurden in einer Gala herausragende Lernorte und andere Initiativen ausgezeichnet, die Bildung für nachhaltige Entwicklung als Querschnitt in ihrer Arbeit haben und dabei Lernen als die Lebenskunst verstehen, nicht nur wissen zu wollen, sondern vor allem zu fragen und zu machen.

Aus der Zukunftsregion Malchin in der Mecklenburgischen Schweiz waren es zwei, die die Auszeichnung erhielten: der Projekthof in Karnitz und das Fritz-Greve-Gymnasium in Malchin. Simone Hieber und der Lehrer Tillmann Schlosser vertraten die beiden Einrichtungen, ließen sich die Hände schütteln, erhielten die Urkunde und wurden mit der Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Prof. Dr. Maria Böhmer und dem Staatssekretär Christian Luft vom BMBF fotografiert.
Beide Lernorte haben für Mecklenburg-Vorpommern die Fahne hoch gehalten! Und wie es der Zufall will, arbeiten sie auch zusammen und zwar im Schülerforschungsprojekt Schule von morgen.

Die Politik ist am Zug

5. November 2019 - 13:17

In der taz-Kantine fand am Abend des 4. November die Podiumsdiskussion „Vier Jahre Agenda 2030: Die Politik ist am Zug. Impulse für die deutsche Nachhaltigkeitstrategie“ statt. Auf dem Podium saßen hochkarätige Gäste.

Die Konstellation auf der Bühne zeigte bereits den Bezug zu einem SDG: Ziel 5, Geschlechtergleichstellung. Stellen sonst meist Männer die Mehrheit bei solchen Diskussionsrunden, hatten hier Frauen das Sagen, dazu in wichtigen Positionen, wie Dr. Christiane Averbeck, die Geschäftsführerin Klima Allianz-Deutschland oder Dr. Karolina Lyczywek, die Leiterin der Geschäftsstelle Ressortkoordination Nachhaltigkeit im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Den Anfang machte aber Maike Rademaker. Die Moderatorin und Journalistin (z.B. Die Zeit) legte sofort den Grundstein für eine klug und streng moderierte Runde. Strenge ist auch notwendig, denn die Bundesregierung hat ein dürftiges Klimaschutzpaket abgeliefert. Damit werden die vor vier Jahren verabschiedeten 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung nicht erreicht werden können. Das wird auch im gerade erschienenen und von mehreren Organisationen getragenen, Report “Vier Jahre Agenda 2030: Die Politik ist am Zug“ (Veranstaltung und Report wurden mit Mitteln der europäischen Union gefördert), deutlich: Darin steht, dass „die Politik umdenken, umlenken und ehrgeiziger handeln muss“ (S. 4). Dr. Ilona Auer-Frege, Geschäftsführerin des Verbandes Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe, schloss sich dieser Forderung in ihrer Begrüßungsrede nachdrücklich an.

Wie würden sich die beiden Vertreterinnen aus der Politik, die erwähnte Frau Dr. Lyczywek und Dr. Daniela de Ridder, Mitglied des Deutschen Bundestags, auf dem Podium schlagen? schien es durch die Reihen des sehr divers gefüllten Saals in der taz Kantine zu wabern. Gar nicht schlecht, ließe sich sagen. Zudem taten sich leichte Hoffnungsschimmer auf. Die Bundesregierung justiere bis Herbst 2020 nach, versicherte Frau Lyczywek. Auf diversen Veranstaltungen, in zahlreichen Diskussionsrunden hole man sich Input, auch sie selbst sitze auf dem Podium, um sich solchen Input zu holen. Sie hatte auch Block und Stift griffbereit neben sich auf dem Stuhl liegen. So weit so immerhin. Schwierig wurde es in der Frage, ob Gesetze im Sinne von Verboten eingeführt werden müssen. Im Konsum ließe sich den Menschen nichts vorschreiben, meinte Frau Lyczywek. Deutschland sei ein freies Land. Was erneuerbare Energien betrifft, meinte Christiane Averbeck, müsse aber schnell gehandelt werden. Der Notwendigkeit schnellen Handelns schloss sich auch Dr. Ilona Auer-Frege, Leiterin des Misereor-Büros in Berlin an. Das führte zu der Frage der Kommunikation. Wie vermittelt man den Menschen, was getan werden müsse und wie sehr es sie einschränken wird? Wie ist Akzeptanz, etwa bei erneuerbaren Energien zu erreichen? Dr. Ulrich Schneider, Hauptgeschäftsführer des paritätischen Gesamtverbands befand, dass die Menschen nicht belogen werden dürfen. Der Klimawandel werde immense Kosten verursachen, das müsse unmissverständlich kommuniziert werden.

Am Ende gab es einige schöne Vorschläge aus dem Publikum und Dr. Karolina Lyczywek schrieb eifrig mit. Sogar ein Soldat traute sich, das schlechte Essen der Bundeswehr zu kritisieren. Er war nicht der einzige seiner Zunft, es war eine ganze Gruppe da, wie mir Jens Rober vom Deutschen Kulturrat später erzählte. Ein gelungener Abend. Auch wenn die Aufgabe, die vor uns steht, eine Quadratur des Kreises ist, wie Dr. Daniela De Ridder nicht müde wurde zu betonen. Das lässt sich aber doch bestimmt optimistischer benennen.

Text und Fotos: Thomas Klein