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Aktuelle Meldungen der Engagement Global gGmbH - Service für Entwicklungsinitiativen
Aktualisiert: vor 11 Stunden 31 Minuten

17 Ziele beim Tag der offenen Tür

19. August 2019 - 16:57
Die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister, Dr. Maria Flachsbarth, besuchte den Stand von Engagement Global am Tag der offenen Tür des BMZ. Foto: Thomas Trutschel

Am Samstag, den 17. und Sonntag, den 18. August 2019 fand zum 21. Mal der Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin statt. Alle 14 Ressorts der Bundesregierung stellten ihre Ministerien vor und luden dazu ein, sich mit Regierungsmitgliedern und Mitarbeitenden über politische Themen auszutauschen.

Wer den Berliner Standort des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) besuchte, konnte unter dem Motto „17 Ziele für eine lebenswerte Zukunft“ die deutsche Entwicklungszusammenarbeit besser kennenlernen und ein vielfältiges Programm rund um nachhaltige Entwicklung erleben. Eröffnet wurde der Tag der offenen Tür des Entwicklungsministeriums von der Parlamentarischen Staatssekretärin Dr. Maria Flachsbarth.

An den zwei Ständen von Engagement Global erhielten Interessierte viele Infos rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG). Auf dem Hof des BMZ konnten die Besucherinnen und Besucher beispielsweise das Crossboccia-Spiel „GloBall“ spielen. Das Spiel bietet die Gelegenheit, zum Thema Nachhaltigkeit ins Gespräch zu kommen und liefert praktische Anregungen für nachhaltiges Handeln im Alltag. Am Infostand im Gebäude des Ministeriums konnten sich Bürgerinnen und Bürger zu globalen Partnerschaften und entwicklungspolitischem Engagement beraten lassen, sich über globale Zusammenhänge informieren, Fragen rund um das Thema Nachhaltigkeit stellen oder beim Eine-Welt-Quiz ihr Wissen unter Beweis stellen. Das Team von Engagement Global zählte etwa 500 Beratungen.

Am Sonntagnachmittag besuchte Staatssekretär Martin Jäger den Infostand. Während er gemeinsam mit einer Mitarbeiterin von Engagement Global das Afrika-Puzzle legte, informierte er sich, wie das Puzzle eingesetzt wird. Zum Einsatz kommt das Puzzle bei dem es darum geht, Puzzleteile in Form der Länder Afrikas an die richtige Stelle einer Landkarte zu setzen, in Kindergärten, Schulen und auch in der Erwachsenenbildung.

Insgesamt verfolgten fast 5.000 Besucherinnen und Besucher das abwechslungsreiche Programm beim Tag der offenen Tür des BMZ, das auch Musik und Gespräche – unter anderem zum Thema faire Mode und nachhaltige Textilien – auf der Bühne bot.

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Mit Sport zu nachhaltiger Entwicklung

5. August 2019 - 13:28
Junge Sportlerinnen und Sportler gingen in verschiedenen Workshops der Frage nach, wie Sport einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung leisten kann. Foto: Janina Schmitz

Sport kann einen wichtigen Beitrag dazu leisten, den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung näher zu kommen. Er vermittelt Werte wie Toleranz und Respekt, fördert Gesundheit und Bildung und wirkt Ungleichheiten entgegen. Engagement Global gestaltete als Kooperationspartnerin des Deutschen Leichtathletik Verbandes (DLV) die inhaltliche Ausrichtung des Jugendlagers für Nachwuchssportlerinnen und –sportler aus den Landesverbänden mit. Das Jugendlager fand begleitend zu den Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften von Freitag, 2. August, bis Sonntag, 4. August 2019, in Berlin statt.

Gleich am ersten Tag nutzten rund 60 junge Sportlerinnen und Sportler die Gelegenheit, an den von Engagement Global angebotenen entwicklungspolitischen Workshops teilzunehmen. Bei einem Planspiel zum Thema „Fair Play in der Sportartikelindustrie“ schlüpften die Teilnehmenden in die Rollen von Sportunternehmen, Beschäftigten und Konsumierenden und suchten nach Lösungen für Interessenskonflikte. Die Jugendlichen waren sich einig, dass vermutlich die meisten Menschen fairen Handel befürworten, aber niemand dazu bereit sei, mehr Geld auszugeben. Umso mehr arbeiteten sie jedoch darauf hin, einen Ausgleich zwischen den Interessen aller an der Sportartikelindustrie Beteiligten zu erzielen.

In einem anderen Workshop diskutierten die Teilnehmenden darüber, wie Sport generell und sie selbst als Athletinnen und Athleten zur Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele beitragen können. Dabei herrschte Einigkeit darüber, dass Sport Menschen verbindet und einander näher bringt, was sich zum Beispiel bei der Integration von Geflüchteten oder bei Vereinspartnerschaften zeigt.

Um zu erfahren, wie sich die im Sport erlernten Fähigkeiten auf das globale Miteinander auswirken, führten die Sportlerinnen und Sportler im Workshop „Fit for Global Life“ Übungen zu Selbstvertrauen, Kreativität, gruppendynamischen Prozessen und Kommunikation durch. Insbesondere bei den Einheiten zu den emotionalen, persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Teilnehmenden wurde deutlich, dass im Sport Werte zählen, die den interkulturellen Austausch erleichtern.

Engagement Global nutzt den Sport im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, um bei der breiten Zielgruppe der Sportbegeisterten durch Ansätze des Globalen Lernens einen Perspektivwechsel anzuregen. Die Workshops werden dabei über das EBD-Programm, Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland, organisiert. Das EBD-Programm verfolgt das Ziel, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

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Abstimmen für den Publikumspreis

1. August 2019 - 9:00
Foto: Engagement Global

Mehr als 2.500 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 25 Jahren beteiligten sich weltweit an der dritten Runde des Song Contests „Dein Song für EINE WELT!“ und reichten bis zum 25. Juni 2019 rund 500 selbstkomponierte Songs zu Themen globaler Entwicklung ein. In ihren Songs setzen sich die jungen Musikerinnen und Musiker mit Inhalten wie Klimawandel, Krieg, Kinderrechten oder nachhaltigem Konsum auseinander und zeigen auf, welche Chancen, Herausforderungen aber auch Handlungsmöglichkeiten sie im Hinblick auf die EINE WELT sehen.

Jetzt ist das Publikum gefragt: Vom 5. bis 26. August 2019 können Userinnen und User online für ihren Lieblingssong abstimmen und mitentscheiden, welcher Song den Publikumspreis gewinnen soll. Dieser Song wird professionell im Tonstudio produziert und erhält eine Platzierung auf dem dritten EINE WELT-Album. Auf die Platzierungen zwei bis fünf des Votings warten unter anderem professionelle musikalische Workshops zu den Themen Musik, Tanz, Medien, Performance und Management von der Kreuzberger Musikalischen Aktion e.V. in Berlin.

Der Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“ begleitet den Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik „alle für Eine Welt – Eine Welt für alle“, der von Engagement Global gGmbH – Service für Entwicklungsinitiativen im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) durchgeführt wird.

Zeitgleich zum User-Voting ermittelt eine Vorjury eine Finalistenauswahl, aus der die Hauptjury im Oktober und Dezember 2019 in zwei Schritten den EINE WELT-Song und die Platzierungen 2 bis 30 bestimmt sowie die drei Sonderpreise „Afrika“, „Lateinamerika“ und „Bestes Video“ vergibt. Insgesamt 23 Songs werden bis zum Frühjahr 2020 professionell im Studio produziert und gemeinsam auf dem EINE-WELT-Album Volume 3 veröffentlicht. Der EINE WELT-Song wird zudem mit der Produktion eines professionellen Musikvideos prämiert und begleitet die im September 2019 startende neunte Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik musikalisch als Hymne. Darüber hinaus gibt es Sachpreise in Form von musikalischen Workshops zu gewinnen.

Außerdem werden die Siegerinnen und Sieger beim großen Abschlusskonzert des Song Contests im Sommer 2020 in Berlin mit prominenten Musikerinnen und Musikern auf der Bühne stehen und ihre Gewinnersongs live vor großem Publikum präsentieren. Als prominente Patinnen und Paten sind in dieser Runde unter anderem die Sängerinnen Cassandra Steen, Jamie-Lee und Mathea, die Bands Kafvka und Banda Internationale, die Musiker EES und Graf Fidi, die Moderatorinnen Johanna Klum und Jess sowie der Hip-Hop-Journalist Niko Backspin dabei.

Der Song Contest fand im Jahr 2015 zum ersten Mal statt und ging im Februar 2019 in die dritte Runde. Der Contest wird von Partnern aus der ZivilgesellschaftMedien sowie von Fachpartnern unterstützt. In der Runde 2019/2020 sind dies: Backspin, Big FM, Blogrebellen, Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V., der Cornelsen Verlag, Deutsches Medikamenten-Hilfswerk action medeor e.V., Kindernothilfe e.V., Plan International Deutschland e.V., SPIESSER – das Jugendmagazin und der Verband deutscher Musikschulen e.V.

Prominente Patinnen und Paten sind: Banda Internationale, Cassandra Steen, EES, Graf Fidi, Jamie-Lee Kriewitz, JESS, Johanna Klum, Joyce Candido, Kafvka, Karyna Gomes, Mathea, Mu Mbana und, Niko Backspin.

Ansprechpersonen

Bianca Klüser
Engagement Global gGmbH, Song Contest „Dein Song für EINE WELT!“
Telefon +49(0)228 20 717-307
bianca.klueser@engagement-global.de

Beate Wiese
wiese pr Agentur für Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49(0)30 60 945-180
einewelt@wiese-pr.de

Mehr Informationen zum Song Contest
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Orientierungsrahmen Globale Entwicklung in Französisch und Spanisch

15. Juli 2019 - 9:18
Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung liegt jetzt in Spanisch und Französisch vor.

Der Orientierungsrahmen (OR) ist das Ergebnis eines gemeinsamen Projekts der Kultusministerkonferenz (KMK) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ). Er ist ein Arbeitsinstrument für Akteurinnen und Akteure der schulischen Bildung und zeigt, wie Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) in Schule und Unterricht verankert werden kann.

Kinder und Jugendliche stehen als Lernende im Mittelpunkt. Ihre Lebenswelt verändert sich sehr dynamisch und die Globalisierung schafft vielfältige Herausforderungen. Zu lernen, damit informiert und gestaltend umzugehen, ist ein Ziel von BNE. Aus der Perspektive bestehender fachlicher Strukturen wird aufgezeigt, wie ein kontext- und lebensweltorientierter Unterricht gestaltet werden kann: durch fachübergreifende Abstimmung, selbstorganisierte Lernformen und eine konsequente Orientierung am Leitbild der nachhaltigen Entwicklung.

Der OR unterstützt die Unterrichtsfächer Deutsch, Neue Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch), Bildende Kunst, Musik, Geschichte, Mathematik, Naturwissenschaften (Biologie, Chemie, Physik), Geographie, Politische Bildung, Religion/Ethik und Wirtschaft und Sport der Sekundarstufe I. Daneben gibt es einen Beitrag für den Bereich Grundschule und ein Kapitel zur Beruflichen Bildung. Ziel ist, Kinder und Jugendliche künftig besser auf die Globalisierung und Fragen der nachhaltigen Entwicklung vorzubereiten.

Der konzeptionelle Ansatz des OR ist weltweit bislang einmalig. Aufgrund zahlreicher Nachfragen wurde der OR bereits 2017 in die englische Sprache übersetzt. Nun folgenden die Übersetzungen in Spanisch und Französisch.

Der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung kann in Deutsch, Englisch, Französisch und Spanischüber die Internetseite von Engagement Global heruntergeladen werden:

https://ges.engagement-global.de/orientierungsrahmen-globale-entwicklung.html

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Fair begegnen – Fair gestalten

12. Juli 2019 - 9:44
Der Kongress „Fair begegnen - Fair gestalten“ findet am 18. und 19. September 2019 in Köln statt. Foto: Engagement Global

Köln, die amtierende „Hauptstadt des Fairen Handels“, ist von Mittwoch, 18. bis Freitag, 20. September 2019 Treffpunkt für alle, die sich über aktuelle Entwicklungen zu den Themen Fairer Handel und Faire Beschaffung austauschen wollen.

Der Kongress der Ideen und Taten bietet ein vielseitiges Programm, aktive Austauschmöglichkeiten, interessante Referentinnen und Referenten sowie Mitwirkende aus Kommunen, entwicklungspolitischen Organisationen, Schulen, Universitäten sowie Unternehmen und Verbänden.

Teil des Kongresses sind die Preisverleihung im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ am Mittwoch, 18. September 2019, sowie das zehnjährige Jubiläum der Kampagne „Fairtrade-Towns“ am Donnerstag, 19. September 2019.

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Fair begegnen – Fair gestalten

12. Juli 2019 - 9:44
Der Kongress „Fair begegnen - Fair gestalten“ findet am 18. und 19. September 2019 in Köln statt.

Köln, die amtierende „Hauptstadt des Fairen Handels“, ist vom 18. bis 20. September 2019 Treffpunkt für alle, die sich über aktuelle Entwicklungen zu den Themen Fairer Handel und Faire Beschaffung austauschen wollen.

Der Kongress der Ideen und Taten bietet ein vielseitiges Programm, aktive Austauschmöglichkeiten, interessante Referentinnen und Referenten sowie Mitwirkende aus Kommunen, entwicklungspolitischen Organisationen, Schulen, Universitäten sowie Unternehmen und Verbänden.

Teil des Kongresses sind die Preisverleihung im Wettbewerb „Hauptstadt des Fairen Handels 2019“ am 18. September sowie das 10-jährige Jubiläum der Kampagne „Fairtrade-Towns“ am 19. September .

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Thementour schafft Raum für Begegnungen

11. Juli 2019 - 9:39
Die Thementour ermöglichte einen vielfältigen Austausch. Foto: Engagement Global

Von Montag, 1. bis Freitag, 5. Juli 2019, fand die Thementour „Das andere Afghanistan – Lebenswege von Frauen – selbstbestimmt und mutig“ in fünf Städten in Thüringen und Sachsen-Anhalt statt. Die ehemalige TV-Korrespondentin Shakila Ebrahimkhil und die Buchautorin Nahid Shahalimi berichteten den Zuhörerinnen und Zuhörern von ihrem früheren Leben in Afghanistan, von den Schwierigkeiten, mit denen sie als Frauen zu kämpfen hatten und schließlich von ihrer Flucht nach Deutschland.

Die Idee hinter der Veranstaltungsreihe, die von Engagement Global in den beiden ostdeutschen Bundesländern durchgeführt wurde, war, einen Raum für Dialog und Begegnungen zu schaffen. In ländlichen Gegenden ist es oftmals schwierig, Menschen für entwicklungs- und integrationspolitische Themen zu gewinnen. Umso erfreulicher war es, dass die Abendveranstaltungen so gut besucht waren.

Lisa Strohfeld von der Außenstelle Leipzig von Engagement Global, die die Thementour begleitete, berichtete von vielen spannenden Begegnungen. „Unser Highlight war das Zusammentreffen von deutschen Bürgerinnen und Bürgern und afghanischen Geflüchteten in Sangerhausen. Sie tauschten Telefonnummern aus, um sich gemeinsam mit ihren Kindern auf dem Spielplatz zu verabreden“, erzählte Lisa Strohfeld. Die afghanischen Frauen hatten zuvor kommuniziert, dass sie sich gerne besser integrieren würden, aber selten die Gelegenheit hätten, mit den Menschen vor Ort in Kontakt zu kommen.

Die Referentinnen Nahid Shahalimi und Shakila Ebrahimkil berichteten während der Gespräche nicht nur von ihren persönlichen Erlebnissen, sondern erzählten vor allem Geschichten von starken und mutigen Mädchen und Frauen in Afghanistan, die als Vorbild vorangehen und ihre eigenen Lebensträume verwirklichen. Gemeinsam mit dem Publikum diskutierten sie außerdem über Geschlechtergerechtigkeit und die Rolle der Frau.

Laut Lisa Strohfeld schätzten es die Zuhörerinnen und Zuhörer sehr, die Möglichkeit zu haben, den beiden Frauen Fragen stellen zu können und sich mit anderen Interessierten auszutauschen. Veranstaltungen wie diese können als Plattform dienen, Toleranz und Wertschätzung zu fördern.

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Stärke und Zuversicht in Afghanistan

2. Juli 2019 - 13:08
Weitere Informationen Die Thementour läuft noch bis Freitag, 5. Juli 2019. Foto: Engagement Global

Am Montag, den 1. Juli 2019, startete die Thementour „Das andere Afghanistan – Lebenswege von Frauen – selbstbestimmt und mutig“ mit dem ersten Gespräch in Sömmerda. Die Referentinnen Shakila Ebrahimkhil und Nahid Shahalimi sprachen über die Lebenswege von selbstbestimmten und mutigen Frauen im heutigen Afghanistan. Gemeinsam mit den Zuhörerinnen und Zuhörern diskutierten sie über Geschlechtergerechtigkeit, die Rolle der Frau und das vorherrschende Bild Afghanistans in den westlichen Medien und warum dieses oftmals einseitig ist.

Zwei Frauen, zwei Lebenswege

Nahid Shahalimi floh vor 30 Jahren mit ihrer Mutter aus Afghanistan nach Deutschland und lebt heute als Künstlerin, Aktivistin und Buchautorin mit ihren Kindern in München. Sie ist Mitglied des UNICEF-Nationalkomitees in Deutschland. In ihrem Buch „Wo Mut die Seele trägt“ erzählt sie Geschichten von Mädchen und Frauen in Afghanistan, Geschichten voller Stärke und Zuversicht.

Die ehemalige TV-Korrespondentin Shakila Ebrahimkhil floh nach einem Anschlag der Taliban und Morddrohungen gegen sie und ihr Team nach Deutschland. Heute ist sie Mitarbeiterin der Dari/Paschtu-Redaktion der Deutschen Welle und erhielt 2019 den „Activist Human Rights Award“ des internationalen Filmfestivals „Movies that matter“ in Den Haag.

Moderiert wurde die Veranstaltung von der freiberuflichen Journalistin Dr. Merjam Wakili und Tim Strähnz vom Eine Welt Netzwerk Thüringen e.V. Die beiden Referentinnen berichteten von ihrer Arbeit in Afghanistan, von ihren persönlichen Erfahrungen auf der Flucht und von ihrem heutigen Leben in Deutschland. Nahid Shahlimi behielt besonders das Interview mit einer Kommandantin in Erinnerung, die als einzige weibliche Befehlshaberin eine militärische Gruppierung in einem der abgelegensten Landesteile Afghanistans anführte. Shakila Ebrahimi berichtete von ihrer Motivation, ihre Träume zu verwirklichen und so als Vorbild für die jüngere Generation voran zu gehen. Zum Schluss hatte das Publikum die Gelegenheit, Fragen an die beiden Frauen zu stellen. Die Thementour mit insgesamt fünf Terminen ist ein Format des Programms „Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland“ von Engagement Global und wird von der Außenstelle Leipzig organisiert.

Bereits bei der Auftaktveranstaltung wurde deutlich, dass die Welt afghanischer Mädchen und Frauen voller Gefahren, aber auch voller Hoffnung ist.

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Innerhalb der Veranstaltungsreihe finden noch vier weitere Termine statt:

  • Rudolstadt, Dienstag, 2. Juli 2019, 17:30 Uhr
  • Sangerhausen, Mittwoch, 3. Juli 2019, 16 Uhr
  • Hildburghausen, Donnerstag, 4. Juli 2019, 18 Uhr
  • Magdeburg, Freitag, 5. Juli 2019, 17 Uhr

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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Fair shoppen

27. Juni 2019 - 16:57
Mitwirkende des Fair Fashion Guides. Von links: Lara Verena Rudnik, Nicola Henseler und Danica Jovanovic vom Fair Fashion Store „Fairnica“. Susa Flor, Sara Uszball und Lisanne Schulze vom Label „Susa Flor“. Foto: Engagement Global

Unter welchen Bedingungen wurde mein T-Shirt oder die eigene Lieblings-Jeans produziert? Immer mehr Menschen fragen nach und wollen wissen, wie und wo ihre Kleidung hergestellt wurde. Der neue Einkaufsratgeber „Buy Good Stuff“ hilft dabei Antworten zu finden und ist der erste Fair Fashion Shopping Guide für das Ruhrgebiet.

Am Donnerstag, den 27. Juni 2019, wurde „Buy Good Stuff“ im Union Gewerbehof in Dortmund bei einer Pressekonferenz vorgestellt. In den vergangenen Monaten wurden für den Ratgeber 395 inhabergeführte Modegeschäfte zwischen Dinslaken und Dortmund sowie rund 200 Modefilialisten zu ihrem Sortiment befragt. „Buy Good Stuff“, verfügbar als kostenloses Printmagazin, macht das große Angebot öko-fairer Mode im Ruhrgebiet sichtbar. Zahlreiche Modedesignerinnen und -designer, Labels sowie Inhaberinnen und Inhaber von Modegeschäften kommen in redaktionellen Beiträgen zu Wort. Sie zeigen die Möglichkeiten fairer und ökologischer Produktion und die verschiedenen Facetten nachhaltigen Konsums. Informationen rund um das Thema Fairness und Ökologie und eine Fotostrecke mit fairer Mode runden den Inhalt des Ratgebers ab.

Während der Pressekonferenz bekamen die anwesenden Journalistinnen und Journalisten und andere Interessierte nicht nur Informationen zum Ratgeber, sondern erlebten auch live ein Fotoshooting zu fairer Mode. Susa Flor vom gleichnamigen Label betonte: „Heutzutage ist es wichtiger, was auf dem Etikett steht. Mode sollte aber etwas individuelles und kreatives bleiben. Individualität sollte aber nicht durch Ausbeutung anderer befleckt werden. Deshalb ist fair gehandelte Mode so wichtig.“

Jasmin Assadsoliman, Studentin des Masterstudiengangs „Kulturanalyse und – vermittlung“ an der Technischen Universität Dortmund und Mitarbeiterin bei den Recherchen und Befragungen für den Fair Fashion Guide Ruhrgebiet, erzählte von ihren im Projekt gesammelten Erfahrungen: „Ich fand es spannend das theoretisch Gelernte in Punkto Nachhaltigkeit einmal praktisch mit umsetzen zu können. Neben dem Voranbringen fair gehandelter Mode, fand ich es bereichernd, dass Buy Good Stuff Ruhrgebiet gleichzeitig den gängigen Ruhrgebietsklischees entgegentritt. Hier gibt es viel Engagement für faire Mode.“

Das Projekt ist eine Kooperation des Netzwerks Faire Metropole Ruhr, der AMD Akademie Mode und Design Düsseldorf, dem Seminar für Kulturanthropologie des Textilen (Technische Universität Dortmund) und Engagement Global. Über das EBD-Programm, entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland, wird das Projekt von der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global unterstützt. Das EBD-Programm soll dazu beitragen, der breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppen entwicklungspolitische Themen nahe zu bringen.

„Buy Good Stuff – Fair Fashion Shopping Guide“ ist eine Reihe, die seit 2014 als Studierendenprojekt an der AMD Akademie Mode und Design erscheint. Bislang gibt es Ausgaben für die Städte und Regionen Düsseldorf, Köln, Berlin, Ruhrgebiet und demnächst auch für München (2019).

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Radeln für ein gutes Klima

26. Juni 2019 - 12:36
Jeder gefahrene Kilometer in der Aktion Stadtradeln hilft dem Klima. Foto: Engagement Global

Der bundesweite Wettbewerb „Stadtradeln – für ein gutes Klima“ ist zu Ende gegangen. Engagement Global nahm in Bonn mit 52 Kolleginnen und Kollegen an der Aktion teil.

Im Zeitraum von Samstag, 25. Mai, bis Freitag, 14. Juni 2019, legten die fahrradfahrenden Teammitglieder eine Strecke von insgesamt 11.973 Kilometer zurück und sparten somit 1.700,2 Kilogramm CO2 ein. Engagement Global belegt damit von 249 Teams den 12. Platz. Spitzenreiter ist ein Mitarbeiter, der seit Beginn des Wettbewerbs 1.042 Kilometer mit dem Fahrrad gefahren ist. Insgesamt wurden in Bonn 599.525 Kilometer gefahren und 85.132,6 kg CO2 eingespart.

Stadtradeln ist eine Kampagne des Klima-Bündnis, dem größten Netzwerk von Städten, Gemeinden und Landkreisen zum Schutz des Weltklimas. Ziel der Kampagne ist es, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ein Zeichen für vermehrte Radförderung in der Kommune zu setzen.

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Mach doch einfach - IdeenExpo Hannover

25. Juni 2019 - 14:58
Engagement Global informierte über die 17 Ziele in der Klimazone bei der IdeenExpo 2019. Foto: Engagement Global.

Was ist eigentlich Klima? Welche Folgen hat Klimawandel in welchen Bereichen unseres Lebens? Wie können wir mit dem Klimawandel umgehen? Diese Fragen zogen sich durch viele Gespräche am Stand von Engagement Global bei Europas größtem Jugend-Event für Naturwissenschaften und Technik, der IdeenExpo, in Hannover.

Engagement Global informierte auf Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) an dessen Stand über ihre Angebote und Ausbildungsmöglichkeiten sowie zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung. Großes Interesse fanden das Programm Bildung trifft Entwicklung sowie das Austauschprogramm weltwärts.

Während der IdeenExpo zeigte das BMZ mit einem 360-Grad-Film und Virtual-Reality-Brillen, wie sich der Klimawandel auf Madagaskar bemerkbar macht. Mit Temperatur- und Geruchseffekten erlebten die Zuschauerinnen und Zuschauer die Situation in Madagaskar hautnah mit.

Am Eröffnungstag, dem 15. Juni 2019, präsentierte sich Engagement Global zudem als Arbeitgeberin auf der Karrierebühne. Neben Philipp Minten aus der Personalabteilung von Engagement Global berichtete auch die weltwärts-Rückkehrerin Lotta Braunert über ihren Einsatz in einem Klimaprojekt in Tansania.

Rund 250 Aussteller präsentierten in den fünf Themenwelten Energie, Kommunikation, Leben und Umwelt, Mobilität sowie Produktion über 650 Mitmach-Exponate. Die IdeenExpo will den Forschergeist bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen entfachen und sie für Ausbildungs-, Forschungs- und Arbeitsmöglichkeiten in technischen und naturwissenschaftlichen Berufsfeldern gewinnen.

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Vertrauen gewonnen

24. Juni 2019 - 15:56
Dr. Maria Flachsbarth und Angela Krug testen das Crossboccia-Spiel "GloBall"

Der 37. Evangelische Kirchentag stand unter dem Motto „Was für ein Vertrauen“ und bot vom 20. bis 23. Juni 2019 in Dortmund mit 2.000 Einzelveranstaltungen ein vielfältiges Programm. Aus aller Welt kamen Menschen zusammen, um Gemeinschaft zu erleben, aktuelle Fragen aus Politik und Gesellschaft zu diskutieren, Konzerte zu besuchen, an kreativen Workshops teilzunehmen, Gottesdienste zu feiern und gemeinsam Freude zu haben.

Engagement Global war gleich zweimal präsent: Auf dem Markt der Möglichkeiten in Halle 4 mit einem Infostand im Bereich „Globale Herausforderungen“ und im Außenbereich auf der Aktionsfläche „Zentrum Sport“ mit dem 17-Ziele-Mobil. Dort, im „Zentrum Sport“, unterzeichneten Veronika Rücker, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) und Dr. Jens Kreuter, Geschäftsführer von Engagement Global, am Donnerstagabend auch eine Kooperationsvereinbarung zur gemeinsamen entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

Auf dem Markt der Möglichkeiten informierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über die Angebote von Engagement Global und kamen ins Gespräch mit dem Publikum zu fairem Handel, den nachhaltigen Entwicklungszielen und den Möglichkeiten individuellen Engagements. Das Eine-Welt-Quiz oder das SDG-Hüpfspiel boten gute Anknüpfungspunkte für Fragen und führten zu zahlreichen Gesprächen mit interessierten Kirchentagsgästen.

Auf der Aktionsfläche „Zentrum Sport“ im Außenbereich zog das 17-Ziele-Mobil neugierige Passantinnen und Passanten an und informierte unter dem Motto „Tu Du´s“ zu den nachhaltigen Entwicklungszielen (SDG, Sustainable Development Goals). Spielbegeisterte, darunter viele junge Menschen, ließen das SDG-Riesen-Jenga immer wieder in den Himmel wachsen und das Energie-Rad sorgte mit durch Körperkraft erzeugter Luft für Abkühlung.

Premiere feierte das Spiel „GloBall“, ein neue Variante des Crossboccia-Spiels. Das Spiel schafft eine Gelegenheit, über das Thema Nachhaltigkeit ins Gespräch zu kommen und bietet praktische Anregungen für nachhaltiges Handeln im Alltag. Das nutzte auch die Polit- und Sportprominenz, die den Weg zum 17-Ziele-Mobil fand: Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Maria Flachsbarth, die Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit Svenja Schulze, Cem Özdemir, Bundestagsabgeordneter der GRÜNEN, die Biathletin Magdalena Neuner, Hans-Peter Durst von Paracyclar sowie Stefan Kiefer, der Vorstandsvorsitzende der DFL-Stiftung (Deutsche Fußball Liga) spielten eine Runde GloBall und diskutierten mit den Besucherinnen und Besuchern.

Des Weiteren gab es Workshops, durchgeführt von Mitarbeitenden aus der Außenstelle in Düsseldorf, die in der Entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit einen Schwerpunkt auf das Thema Sport setzt. In einem Workshop spielten die Teilnehmenden ein Planspiel zum Thema „Fair Play in der Sportartikelindustrie?“ und schlüpften in die Rollen von Sportunternehmen, Näherinnen und Konsumenten. Gesucht waren Lösungen für die Probleme eines fairen Umgangs in der Sportartikelindustrie. Lucas Milbert von der Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global leitete das Planspiel an. Im Workshop „Durch Upcycling zum eignen Sportmaterial“ waren Kreativität und Innovation gefragt, denn aus kaputten Abwasserrohren wurden Materialien für Leichtathletik und Co gebastelt.

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BtE in Zahlen

18. Juni 2019 - 14:37
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European Development Days 2019: Ungleichheiten beseitigen

17. Juni 2019 - 16:39
Der gemeinsame Infostand, Standnummer 102, ist im "Global Village" zu finden. Foto: European Commission

Bei den dreizehnten European Development Days (EDD) in Brüssel kommen 2019 erneut Organisationen der internationalen Entwicklungszusammenarbeit zusammen - Menschen aus Europa, die sich über zentrale entwicklungspolitische Themen austauschen und vernetzen. Die EDD, organisiert von der europäischen Kommission, finden in diesem Jahr am Dienstag, 18. Juni und Mittwoch, 19. Juni 2019 statt. Übergreifendes Thema ist die Beseitigung von Ungleichheiten, mit drei Schwerpunkten: Warum sind Ungleichheiten für eine nachhaltige Entwicklung von Bedeutung, was sind strukturelle Gründe für Ungleichheiten und was wirksame Strategien in der Zusammenarbeit, um Ungleichheiten effektiver zu bekämpfen?

Engagement Global informiert gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), der Deutschen Gesellschaft für Internationale Entwicklung (GIZ) und der KfW Entwicklungsbank über die entwicklungspolitischen Aktivitäten im Zuge der Agenda 2030. Ein Fokus von Engagement Global liegt dabei unter anderem auf Austauschprogrammen und Freiwilligendiensten und der Möglichkeit des Nord-Süd- sowie des Süd-Nord-Austauschs. Neben Informationsgesprächen bieten interaktive Elemente wie ein Weltverteilungsspiel und Quiz einen Zugang zu den Themen.

Zu finden ist der gemeinsame Stand im „Global Village“, Standnummer 102 unter dem Titel „Digital Innovations for more Transparency, Participation and Inclusiveness” (Digitale Innovationen für mehr Transparenz, Partizipation und Inklusion). GIZ, BMZ, KfW und Engagement Global stellen Projekte und Beispiele aus ihrer Arbeit vor und zeigen, wie Digitalisierung Ungleichheiten reduzieren und gesellschaftliche Teilhabe stärken kann.

Hintergrund

Die European Development Days (EDD) sind Europas führendes Forum für internationale Zusammenarbeit und Entwicklung. Zu den EDD werden Staats- und Regierungschefs, Führungskräfte aus der Wirtschaft und 8.000 Teilnehmende erwartet. Es gibt rund 130 Sessions mit Auditorien, Projektberichte, Diskussionsrunden, Workshops und eine „youth agenda“, Diskussionen und Vorträge, die sich speziell an ein junges Publikum richten. Neben dem „Global Village“ gibt es zudem ein kulturelles Begleitprogramm.

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Zum Programm

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Die 17 Ziele und ihre Bedeutung für Kommunen

11. Juni 2019 - 13:02
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Der neue Kompass Globales Lernen Rheinland-Pfalz ist da

7. Juni 2019 - 14:39
Bildungsangebote des Globalen Lernens zeichnen sich durch Methodenvielfalt und die Orientierung an den Bedürfnissen und Erfahrungen der Lernenden aus. Foto: Engagement Global

Ab sofort ist die Printversion des neuen Kompass Globales Lernen Rheinland-Pfalz verfügbar sowie die digitale Version ab Ende Juni in der interaktiven Datenbank zu finden. Von Dienstag, 4. Juni, bis Donnerstag 6. Juni 2019 wurde in Trier, Klingenmünster und Koblenz der neue Kompass vorgestellt. Er bündelt die vielfältigen Bildungsangebote des Globalen Lernens und informiert zu Anbieterinnen und Anbietern sowie Bildungsinitiativen solcher Angebote in und für Rheinland-Pfalz.

In Trier kamen Interessierte, Bildungsanbieterinnen und –anbieter sowie Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Austausch und zur Vorstellungen des Kompasses bei einem Workshop zusammen. Unter dem Motto „Globales Lernen in Eifel, Hunsrück und der Region Trier: Themen aus aller Welt in unserer Region“ wurden außerdem verschiedene Mitmachangebote des Globalen Lernens aus der Region vorgestellt. Beispielhaft stellte die Toupi-Group ihr Angebot zum Demokratie-Lernen vor.

Bei dem Workshop „Sozial-ökologischer Wandel in der Südpfalz: Das ‚Gute Leben‘ und andere Ansätze zum Globalen Lernen“ wurden Material- und Projektangebote lokaler Bildungsanbieterinnen und -anbieter aufgezeigt sowie nach Vernetzungsmöglichkeiten für mögliche gemeinsame Projekte in der Region gesucht. Die Teilnehmenden tauschten sich über ihre Vorstellungen einer zukunftsfähigen Südpfalz aus. Neben vielfältigen Bildungsakteuren war auch Federico Koelle von der Organisation Fundación Cerro Verde/ Schutzwald e.V. anwesend, die derzeit am Süd-Nord-Austausch-Programm von weltwärts teilnimmt. Er betonte, dass zum „Buen Vivir“ die Stärkung der Gemeinschaft nötig sei. Die Mehrheit der Anwesenden stimmte dem zu und unterstrich den Wert lokaler Zentren und konkrete Vernetzungsmöglichkeiten im ländlichen Raum, wie sie die Bürgerstiftung Pfalz anbietet.

Über beispielhafte Wege vom Lernen zum Handeln wurde bei dem Vernetzungstreffen in Koblenz gesprochen. Bildungsanbieterinnen und –anbieter aus der Region stellten ihre Arbeit vor und sprachen über Wege, wie Globales Lernen zu lokalem Handeln führen kann. Das ISSO-Institut plant dazu weitere Veranstaltungen. Der Vertreter des Ministeriums für Bildung, Jan-Hendrik Winter, hob die Bedeutung des Kompass Globales Lernen hervor und versprach, die Verbreitung in Rheinland-Pfalz weiter zu unterstützen.

Globales Lernen steht für Vielfalt und einen offenen pädagogischen Ansatz. Bildungsangebote des Globalen Lernens zeichnen sich durch Methodenvielfalt und die Orientierung an den Bedürfnissen und Erfahrungen der Lernenden aus. Sie sind interaktiv, kreativ, partizipativ und spielerisch.

Zu den drei Veranstaltungen luden ELAN e.V., die Lokale Agenda 21 Trier, die Bürgerstiftung Pfalz, das ISSO-Institut und die Außenstelle Mainz von Engagement Global ein.

Der Kompass Globales Lernen in Rheinland-Pfalz ist ein Ergebnis der Kooperation zwischen dem Entwicklungspolitischen Landesnetzwerk (ELAN) e.V., der dort angesiedelten Fachpromotion Globales Lernen und der Außenstelle Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland von Engagement Global.

Kontakt

Die gedruckte Ausgabe des Kompass Globales Lernen in Rheinland-Pfalz kann bei ELAN e.V. bestellt werden per E-Mail an:

bildung@elan-rlp.de

Kleinere Stückzahlen können auch bei der Außenstelle von Engagement Global in Mainz abgerufen werden per E-Mail an:

aussenstelle.mainz@engagement-global.de

Mehr Informationen

Zum Online-Angebot des Kompass Globales Lernen in Rheinland Pfalz (ab Ende Juni verfügbar)

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Bayerische Kommunen für die Partnerschaftsarbeit gesucht

5. Juni 2019 - 14:07
Tunesien beim demokratischen Wandel unterstützen. Das ist das Ziel des neuen Vorhabens. Foto: panthermedia.net/Demixx

Seit 2012 besteht eine Länderpartnerschaft zwischen dem Freistaat Bayern und Tunesien mit dem Ziel, den demokratischen Wandel in Tunesien zu unterstützen. Da insbesondere die Kommunen eine zentrale Rolle im Zuge der Dezentralisierung spielen, soll im Rahmen eines neuen Pilotvorhabens gezielt die kommunale Zusammenarbeit zwischen bayerischen und tunesischen Städten und Gemeinden unterstützt werden. Bayerische Kommunen können ihr Wissen im Rahmen der Länderpartnerschaft einbringen und somit durch fachlichen Austausch und technische Unterstützung den Ausbau lokaler demokratischer Strukturen und des kommunalen Know-hows vor Ort nachhaltig fördern.

Um bayerischen Kommunen die Länderpartnerschaft mit Tunesien näher zu bringen, veranstaltet die Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) von Engagement Global einen Informationsworkshop am Freitag, 28. Juni 2019 in München zu kommmunaler Entwicklungszusammenarbeit zwischen Bayern und Tunesien. Während des Workshops sollen Möglichkeiten des kommunalen Engagements sowie Unterstützungangebote für bayerische Kommunen aufgezeigt werden.

Durchgeführt wird das neue Pilotvorhaben von der SKEW von Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Alle Aktivitäten finden in enger Abstimmung mit der Hanns-Seidel-Stiftung (Landesbüro Tunesien) und der Bayerischen Staatskanzlei statt.

Hat auch Ihre Kommune Interesse, einen Beitrag zum Transformationsprozess in Tunesien zu leisten? In einem ersten Informationsworkshop am 28. Juni 2019 in München werden die neuen Unterstützungsangebote vorgestellt. Interessierte können sich vorab online anmelden.

Kontakt

Nadja Bonarius
Telefon: +49 228 20717- 620
nadja.bonarius@engagement-global.de

Hélène Pestel
Telefon: +49 228 20717 - 673
helene.pestel@engagement-global.de

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So lecker ist nachhaltig

4. Juni 2019 - 16:08
Im Workshop wurde fairer Schokoaufstrich hergestellt. Foto: René Frampe

Wie fair und nachhaltig Kakao und Schokolade sein können, zeigte das Schokoladenmuseum in Köln vergangene Woche. Von Donnerstag, 30. Mai, bis Sonntag, 2. Juni 2019 fand die Themenwoche Nachhaltigkeit sowie das große Familienwochenende zur nachhaltigen Entwicklung statt. Engagement Global war mit einem Infostand sowie Workshops zu den Themen der Wertschöpfung von Kakao, Schokolade und Kokospalmprodukten dabei.

Während der gesamten Themenwoche präsentierten sich Organisationen und Initiativen aus dem Bereich Fairer Handel und Nachhaltigkeit. Neben Plant-for-the-Planet, Dillicicous Schokoladen, Original Beans und Ethiquable, informierte auch Engagement Global – unter Federführung der Außenstelle Düsseldorf – im Museumsfoyer über die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung. Rund 2.500 Besucherinnen und Besucher kamen täglich während der Nachhaltigkeitswoche ins Museum. Dabei zeigten sich vor allem Kinder und Jugendliche an den Nachhaltigkeitszielen interessiert. Sie testeten ihr globales Wissen am Eine-Welt-Quiz-Rad und auch das Afrika- und das Lateinamerika-Puzzle waren bei Erwachsenen und Kindern besonders beliebt.

An allen Tagen fanden mehrmals täglich die beiden Workshops „Wertschöpfungskette von Kakao bis zur Schokolade“ und „Wer hat die Kokosnuss …“ statt. Etwa 50 Interessierte – meist Familien – nahmen an den Workshops teil. Gabriela Bojalil und Renata Breitenfeld, Referentinnen von Bildung trifft Entwicklung (BtE), einem Programm von Engagement Global, informierten in ihrem Kakaoworkshop über den Weg von der Kakaobohne zur Tafel Schokolade und zeigten den Teilnehmenden, wie sie selbst einen fairen Schokoaufstrich herstellen können. Dabei durfte ausgiebig genascht werden.

In einem zweiten Workshop, angeleitet von BtE-Referent Hanns Groeschke, lernten die Teilnehmenden mehr über die Situation philippinischer Kokosbauern sowie über die Verarbeitung von Kokospalmprodukten, wie zum Beispiel Kokosöl, Kokosblütenzucker, Kokosmehl und verschiedene Faser- und Handwerksartikel.

Seit Montag, 3. Juni, und noch bis Freitag, 7. Juni 2019, informiert das Schokoladenmuseum Kölner Schulklassen zum Thema „Schokolade und Kakao – nachhaltig und fair“. In dieser zweiten Hälfte der Nachhaltigkeitswoche gibt es Mitmachaktionen und spezielle Führungen für Schülerinnen und Schüler rund um das Thema Nachhaltigkeit. Am Mittwoch, 5. Juni 2019 finden Workshops für Schulklassen statt, in denen BtE-Referentinnen und -Referenten mit den Schülerinnen und Schülern das Weltverteilungsspiel durchführen. Das Spiel veranschaulicht anhand von Zahlen und Fakten die Verteilung von Gütern und Ressourcennutzung auf der Welt.

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Festival der Taten: Ideen für die 17 Ziele

28. Mai 2019 - 13:38
Die 17 Ziele wurden in der Seminarreihe an der Goethe-Universität Frankfurt diskutiert. Foto: Engagement Global

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDG) sind die nachhaltige Zielgerade – in Frankfurt genauso wie in Europa und der Welt. Doch inwiefern werden die 17 Ziele bereits umgesetzt? Um diese Frage aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten, veranstaltete die Goethe-Universität Frankfurt im Wintersemester 2018/19 gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) – Landesverband Hessen, der Society for International Development (SID) – Chapter Frankfurt und der Außenstelle Mainz von Engagement Global die Lehrveranstaltung „Die Sustainable Development Goals – in Hessen, Deutschland, Europa und der Welt“. In fünf öffentlichen Veranstaltungen wurde zudem über die 17 Ziele auf globaler, nationaler sowie lokaler Ebene diskutiert.

Jede der fünf Veranstaltungen an der Goethe-Universität Frankfurt setzte einen spezifischen Schwerpunkt innerhalb der Agenda 2030. Während der ersten Veranstaltung am Dienstag, 20. November 2018, erläuterte Jens Martens vom Global Policy Forum die 17 Ziele aus globaler Perspektive.

Die zweite Veranstaltung nahm unter dem Motto „SDG Acht - Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ das Freihandelsabkommen mit Afrika in den Blick. Professor Dr. Helmut Asche, Dr. Boniface Mabanza und Joachim Schuster diskutierten dabei, wie das achte Ziel im Hinblick auf Europas Handelspolitik mit dem afrikanischen Kontinent gesehen werden kann.

Am Dienstag, 22. Januar 2019, trat der Roundtable Deutschland zusammen. Das Podium mit Dr. Imme Scholz vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik, Dagmar Maur von Engagement Global, Wolfgang Obenland vom Global Policy Forum Europe sowie UN Jugenddelegierter Lukas Schlapp wagte eine Prognose, welche Ziele in Deutschland bereits erreicht und an welchen Stellen der Agenda 2030 Prozess noch intensiviert werden muss.

In der vierten Veranstaltung gab Professor Dr. Lothar Brock von der Goethe-Universität mit Blick auf SDG 16 einen Einblick, wie Frieden als Leitmotiv der Agenda 2030 fungiert und wie die programmatische Verknüpfung von Frieden und Entwicklung zu beurteilen ist.

Während der letzten Veranstaltung am Dienstag, 12. Februar 2019, hatten die Zuhörerinnen und Zuhörer die Gelegenheit zu erfahren, wie global vernetzt und lokal aktiv Hessen tatsächlich ist. Andrea Jung vom Entwicklungspoltischen Netzwerk Hessen, Jennifer Gatzke von RENN.west und Renate Labonté vom Referat Nachhaltigkeitsstrategie im Umweltministerium standen zu diesem Thema Rede und Antwort.

Die Veranstaltungen fanden von November bis Februar jeweils dienstags statt. Im Anschluss hatten die Studierenden und die interessierte Öffentlichkeit die Gelegenheit, Fragen zu stellen und mit den Referentinnen und Referenten zu diskutieren.

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Das Remstal hat „Afrika im Blick“

27. Mai 2019 - 10:59
Diskutiert wurde unter anderem über die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele in Kommunen und Zivilgesellschaft. Foto: Krabbe

Anlässlich des Afrikatags fand im Rahmen der Remstal Gartenschau 2019 die Konferenz „Remstal Global –Afrika im Blick“ am Freitag, 24. und Samstag, 25. Mai 2019 im Congress-Centrum Stadtgarten in Schwäbisch Gmünd statt. Dabei standen Themen zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit ihren 17 globalen Nachhaltigkeitszielen sowie die Möglichkeiten kommunaler Entwicklungspolitik mit Beispielen aus Süd und Nord im Vordergrund.

Vor dem offiziellen Konferenzbeginn bot eine entwicklungspolitische Börse für Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, Landräte und Amtsleitungen der Remstal-Kommunen und weiteren Kommunen aus Baden-Württemberg statt, den Raum sich über Themen der kommunalen Entwicklungspolitik zu informieren und auszutauschen. Norbert Barthle, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Schirmherr der Konferenz, hielt einen inspirierenden Vortrag zur Rolle der Kommunen in der Entwicklungszusammenarbeit und würdigte neue Zeichnungskommunen der Musterresolution zur Umsetzung der Agenda 2030 aus der Region. Die Kommunen wurden aufgerufen, sich mit ihren Ideen aktiv in die Konferenz einzubringen.

Eröffnet wurde die Konferenz von Schwäbisch Gmünds Oberbürgermeister Richard Arnold gemeinsam mit dem Ehrengast Josseline da Silva Gbony, Botschafterin der Republik Benin, die auf Einladung der Stadt erneut nach Schwäbisch Gmünd gekommen war. Oberbürgermeister Richard Arnold hob hervor, dass er sich sehr freue diese Konferenz mitauszurichten, da die Remstal-Kommunen bisher noch nie eine internationale Konferenz gemeinsam veranstaltet hatten.

In einem Podiumsgespräch diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Bund, Land, Kommunen und Zivilgesellschaft mit Blick auf die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung über die Perspektiven für 2030. Dr. Boniface Mabanza, Koordinator der Kirchlichen Arbeitsstelle Südliches Afrika (KASA) merkte dabei an, dass die nachhaltigen Entwicklungsziele (Sustainable Development Goals, SDG) seiner Ansicht nach das Minimum darstellen, auf das sich die Weltgemeinschaft einigen konnte, und es für mehr Gerechtigkeit auf der Welt noch weiterer Ziele bedarf.

Die Teilnehmenden ließen den ersten Konferenztag bei einer öffentlichen musikalischen Open-Air-Gala am Remsstrand des Gartenschaugeländes ausklingen, bei der unter anderem junge Künstlerinnen und Künstler des Song Contest „Dein Song für EINE WELT“ ihr Können unter Beweis stellten.

Am Samstag, 25. Mai 2019 gingen die Teilnehmenden dann von der Theorie zur Praxis über. So wurden konkrete Umsetzungsbeispiele für die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele vorgestellt und über die Verankerung der Ziele in Kommunen, Wirtschaft und Land gesprochen. Unter anderem berichtete Saliou Gueye, Koordinator für kommunale Entwicklungspolitik in der Stadt Ludwigsburg, wie die Stadt Ludwigsburg zur Umsetzung der Agenda 2030 auf kommunaler Ebene beiträgt.

Nach einem gemeinsamen Besuch des Eine-Welt-Marktes wurde in fünf Workshops weitergearbeitet. Dort entwickelten die Teilnehmenden der Konferenz Möglichkeiten zur Aktivierung von entwicklungspolitischem Engagement in Kommunen und Zivilgesellschaft, etwa mit Blick auf Öffentlichkeitsarbeit und Bildung oder auf migrantisches entwicklungspolitisches Engagement.

Der Eine-Welt-Markt, auf dem Eine-Welt-Initiativen, Vereine und Organisationen aus der Region ihre entwicklungspolitische Arbeit zur Agenda 2030 und zu Afrika vorstellten, präsentierte sich direkt vor dem Congress-Centrum Stadtgarten und konnte auch vom Publikum der Remstalgartenschau besucht werden.

Zur Veranstaltung hatte Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) und der Außenstelle Baden-Württemberg, Bayern in Kooperation mit der Stadt Schwäbisch Gmünd eingeladen.

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