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Aktualisiert: vor 13 Stunden 27 Minuten

Weser-Rundfahrt: Die Freiheit der Meere – Eine Illusion? Schifffahrt zwischen Globalisierung, Seenotrettung und fairem Transport

24. Juni 2019 - 16:06

Die Freiheit der Meere – Eine Illusion?

Schifffahrt zwischen Globalisierung, Seenotrettung und fairem Transport

Zu einer Weser-Rundfahrt auf der “MS Friedrich” laden ein:

Fair Oceans und das Forum Umwelt und Entwicklung

 

Dienstag, 02. Juli 2019 | Zeit: 18:30 bis 21:30 Uhr

Ort: “MS Friedrich” Schlachte, Liegeplatz 4b – Nähe Bürgermeister-Smidt-Brücke, Bremen

 

Ohne die Seeschifffahrt sind internationale Arbeitsteilung und Fernhandel in Zeiten der Globalisierung nicht denkbar. Die Seewege verbinden die ökonomischen Zentren der Welt. Mit Containerriesen massenhaft verschiffte Waren stellen den kontinuierlichen Nachschub sicher, um Konsumansprüche zu befriedigen und Produktionsketten am Laufen zu halten.

 

Die maritime Logistik hat jedoch ihren Preis. Die negativen Umweltauswirkungen werden immer deutlicher. Luftschadstoffe, Kohlendioxid-Emissionen, Lärmbelastung und Müll sind einige der Begleiterscheinungen der Schifffahrt. So hat die Schifffahrt in verschiedener Hinsicht eine weitreichende Bedeutung für die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).

 

Vergessen werden darf dabei nicht die Situation der Menschen, die zu See fahren. Der Meeresraum zwischen den Kontinenten ist auch ein sozialer, ein politischer Raum, der Aufmerksamkeit verdient. Zwei sehr unterschiedliche Gruppen von Menschen auf See wird die Veranstaltung deshalb näher betrachten, um dies zu verdeutlichen:

 

Die Seeleute, die mit ihrer Arbeit die Globalisierung erst möglich machen und dennoch selten Teil der Überlegungen über die Bedingungen eines fairen Handels sind. Auf Schiffen finden wir härteste Arbeitsbedingungen bis hin zur Sklaverei. Reedereien lassen ihre Schiffe unter Billigflaggen fahren, die Sozialabgaben sparen und Umweltstandards umgehen. Und Geflüchtete, die versuchen die Meere zu überqueren und dort immer häufiger auf Mauern stoßen, die ihre Menschenrechte missachten. Staaten weigern sich ihrer Verpflichtung zur Seenotrettung nachzukommen und nehmen den Tod von Menschen auf der Flucht in Kauf.

An Bord der “MS Friedrich” möchten wir mit unseren Referent*innen und Gästen über diese unterschiedlichen Facetten der Schifffahrt diskutieren.

 

Es referieren

Matthias Ristau, Deutsche Seemannsmission

Kai Kaschinski, Fair Oceans

Die Moderation übernimmt Marie-Luise Abshagen, Forum Umwelt und Entwicklung

 

Eine Anmeldung wird aufgrund der begrenzten Plätze an Bord erbeten bis zum 01.07.2019 unter: contact@fair-oceans.info

 

Die Teilnahme ist kostenlos. Getränke und Kleinigkeiten zum Essen gibt es an Bord.

Hinweis: Gäste können zwischen 18.00 und 18.30 Uhr an Bord kommen.

Das Schiff legt pünktlich um 18:30 Uhr ab.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

 

Gefördert durch ENGAGEMENT GLOBAL mit finanzieller Unterstützung des

Gefördert durch BINGO! Die Umweltlotterie

Gefördert durch den Senator für Umwelt, Bau und Verkehr der Freien Hansestadt Bremen

Gefördert durch das Umweltbundesamt

und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit.

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Rundbrief II/2019: Neue Gentechnik – Zwischen Labor, Konzernmacht und bäuerlicher Zukunft

24. Juni 2019 - 9:40

Vor wenigen Jahren ging eine Revolution durch die Labore dieser Welt: Mithilfe neuer gentechnischer Verfahren ist es nun möglich, präzise und weitreichender als bisher einzelne Gene im Erbgut von Pflanzen, Tieren und Menschen zu verändern. Diese neuen molekularbiologischen Verfahren gehen weiter als herkömmliche Gentechnik und ermöglichen die Bildung genetischer Kombinationen, die in dieser Form nicht durch natürliche Mutation entstehen können. Die Anwendungsfelder neuer Gentechnik sind vielfältig und die Versprechungen der BefürworterInnen reichen vom Schutz der biologischen Vielfalt und menschlichen Gesundheit durch einen geringeren Chemikalieneinsatz auf Feldern, da herbizidresistente Pflanzen gezüchtet werden können, über die Vernichtung von Krankheiten wie Malaria, da Überträgermücken ausgerottet werden könnten, bis hin zu Bekämpfung des weltweiten Hungers. Doch sieht so eine nachhaltige, gesunde Zukunft aus?

 

In dieser Ausgabe wird deutlich, dass es in der Debatte um neue Gentechnikverfahren nicht in erster Linie um molekulargenetische Themen, sondern um landwirtschaftliche und ökologische Fragen geht. Wie kann eine gesunde Ernährung mit den notwendigen Maßnahmen zur Abwehr der Klimakrise oder des dramatischen Artensterbens vereinbart werden? Wie kann die massive Verdrängung bäuerlicher Strukturen im Norden gestoppt und kleinbäuerlich geprägte Agrarsysteme im Globalen Süden unterstützt werden, die mit ihrer Arbeit über 70 Prozent der Welternährung sichern?

Schon heute kontrollieren multinationale Konzerne zu großen Teilen den Saatgutmarkt. Mit dem Einzug der neuen Gentechnik droht jetzt die Entwicklung eines regelrechten Patent-Kartells. Schon die Erfahrungen mit der bisherigen Gentechnik zeigen, dass das Patentrecht der eigentliche Motor der Ernährungskrise war: Mit Patenten können die Konzerne Kontrolle über die Grundlagen der Ernährung erlangen. Wie beherrschende Konzernmacht den Anbau gentechnisch veränderter Nutzpflanzen vorantreibt, zeigt ein Beispiel aus Afrika, dem „Versuchsfeld“ der neuen Gentechnik. Ausgehend vom starken Wunsch, selbst über ihre Ernährung zu entscheiden, kämpft die afrikanische Zivilgesellschaft zunehmend gegen die weitere Festigung der Vorherrschaft großer Agrarunternehmen. Doch hinter den Kulissen lässt die Afrikanische Union zu, dass Biotechnologieunternehmen neue und noch kontroversere Gentechniken der 2. Generation testen.

Doch der Mythos Welternährung bleibt eines der Hauptargumente der BefürworterInnen der neuen Gentechnik. Jedoch reduziert dieses Argument die Lösung der Welternährungsproblematik auf eine technologische Lösung und blendet (bewusst?) aus, dass das Hungerproblem komplex und oft die Folge von Kriegen oder gescheiterter Politik ist – nicht von zu geringer Lebensmittelproduktion. Es braucht ein Neudenken und den Umbau von Anbau- und Verteilungssystemen, um alternativen Landwirtschafts- und Ernährungssystemen weltweit Rückenwind zu verleihen und diese auf eine nachhaltige Grundlage zu stellen.

Wie Sie sehen ist die Debatte um neue Gentechnik im Spannungsfeld zwischen Labor, Konzernmacht und bäuerlicher Zukunft angekommen. Ich wünsche Ihnen eine bereichernde Lektüre.

Ramona Bruck

 

Download des Rundbriefs 2|2019

 

Gedruckte Exemplare  können unter buero@forumue.de bestellt werden.

 

Inhalt & Download einzelner Artikel:

 

 

SCHWERPUNKT

 

Neue Gentechnik – der wirklich allerletzte Schrei?!
AkteurInnen, Themen, Positionen
Friedhelm von Mering

 

Das neue Lieblingswerkzeug der Biotechnologie
Über die wissenschaftlichen Grundlagen der neuen Gentechnikverfahren
Dr. Katharina Kawall

 

Keine Gentechnik durch die Hintertür
Bäuerliche Argumente gegen die alte und neue Gentechnik
Annemarie Volling

 

Rechtliche Grundlagen der neuen Gentechnikverfahren
Das EuGH-Urteil vom 25. Juli 2018
Katrin Brockmann

 

Neue Gentechnikverfahren und Pflanzenzucht
Patente-Kartell für große Konzerne
Dr. Christoph Then

 

Systemwandel statt Hype einzelner Technologien
Die Ökozüchtung als eine Alternative zu industriell-konventioneller Züchtung und neuer Gentechnik
Stefanie Hundsdorfer und Dr. Eva Gelinsky

 

(Neue) Gentechnik und Biodiversität
Wirkungen gentechnisch veränderter Organismen auf die Artenvielfalt
Dr. Martha Mertens

 

Nachwachsende Rohstoffe und Gentechniken
Die chemische Industrie hat ihre eigene Lesart der Bioökonomie
Christof Potthof

 

Gefährliche Scheinlösungen der Agrar-Gentechnik
Mit neuer Gentechnik den Hunger bekämpfen und die Welternährung sichern?
Stig Tanzmann

 

Kolonialherrschaft im neuen Gewand
Afrika als Versuchsfeld für neue Gentechnik
Mariam Mayet

 

Keine präzise „Genomchirurgie“
Medizinische Anwendungen von Genome Editing-Verfahren
Dr. Isabelle Bartram

 

 

AKTUELLES

 

Das bayerische Volksbegehren zur Rettung der Artenvielfalt
Eine Sternstunde der direkten Demokratie und ein historischer Erfolg für den Naturschutz
Martin Geilhufe

 

Zeitenwende
Europawahl 2019
Ernst-Christoph Stolper

 

Schwarze Anzüge, Innovationen und ganz viel China-Angst
Maritime Wirtschaft trifft sich mit der Bundesregierung
Marie-Luise Abshagen

 

Demokratie braucht Meinungsmache
Das Attac-Urteil beschränkt zivilgesellschaftliche Freiräume
Stefan Diefenbach-Trommer

 

 

THEMEN AUS DEM FORUM

 

Zum Schutz der Umwelt und Gesundheit
Die Weltgemeinschaft im Auftrag für eine chemikaliensichere Zukunft
Marijana Todorovic

 

Globalisierung im Rückwärtsgang
Deutschlands Exportmodell als weltwirtschaftlicher Geisterfahrer?
Jürgen Maier

 

Der Kampf ist nicht vorüber!
Der Pazifik bleibt das globale Versuchsfeld für die Jagd auf die Schätze der Tiefsee
Jan Pingel

 

Voll konform, voll transparent?
Erster deutscher Transparenzbericht über Rohstofffragen erhält das Prädikat „EITI-konform“
Josephine Koch

 

Genug herausgeredet!
Zivilgesellschaftliche Erklärung fordert ein Ende des Schattendaseins deutscher Nachhaltigkeitspolitik
Elisabeth Staudt

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Report: Falling through the cracks: Exposing inequalities in Europe and beyond’

20. Juni 2019 - 17:58
Despite the European Union’s commitment to leave no one behind, millions of people in Europe are falling victim to widening inequalities, a major EU-wide report concludes:  ‘Falling through the cracks: Exposing inequalities in Europe and beyond’

 

The report shines a light on the impact of rising inequalities on people and planet. It maps the reality of various forms of inequality, both nationally and at the European level. It consists of 15 national reports and 11 thematic reports exploring key dimensions of inequality, including gender, age, disability, ethnicity and homelessness.

‘Falling through the cracks: Exposing inequalities in Europe and beyond’ is now available for download. Please click here.

 

 

 

 

 

 

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Wege zum klimafesten Wald von Morgen: Wir brauchen die ökologische Waldwende dringender denn je!

10. Juni 2019 - 17:48

Rede von László Maraz (Forum Umwelt und Entwicklung und BUND AK Wald)
Waldschutzkonferenz der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen am 14.6.2019 | Panel 2: Wege zum klimafesten Wald von Morgen

 

Wer für das Morgen plant, muss das Gestern analysieren und verstehen. Wie kam es zu der Wald- und Klimakrise, die uns so viele Sorgen bereitet? Wie können wir es besser machen?

 

Wenn Borkenkäfer sprechen können, würden sie folgende Worte an uns richten:

Großen Teilen der deutschen Forstwirtschaft ist es zu verdanken, dass unser Verbreitungsgebiet um das 14-fache, nämlich von etwa zwei auf 28 Prozent der Waldfläche vergrößert wurde.

Wir bedanken uns auch bei führenden Akteuren der Jägerschaft dafür, dass der von vielen Waldeigentümern und engagierten Förstern betriebene Waldumbau in Mischwälder mangels Ihrer „Schützenhilfe“ verhindert und verteuert wurde und nur langsam vorangekommen ist.

Wenn wir mit den Fichten fertig sind, haben vielleicht Forstprofessoren, von denen einige auch im Wissenschaftlichen Beirat Wald des Bundeslandwirtschaftsministeriums sind, dafür gesorgt, dass uns viele neue Wunderbaumarten als Brotbäume zur Verfügung gestellt wurden.

Enttäuscht sind wir von den Umwelt- und Naturschützern, die die Anlage großer maschinenintensiver Holzplantagen ablehnen, und die sich gegen die Massenbaumhaltung aussprechen und Nadelbäume nur in Beimischung, in kleinen Gruppen innerhalb der Laubmischwälder empfehlen, damit für etwas Bauholz gesorgt ist.

Hilfreich war es auch, dass die forstlichen Interessengruppen es weitgehend unterlassen haben, beispielsweise an Freitagen auf öffentlichen Plätzen für echten Klimaschutz zu demonstrieren. Obwohl sie heute schon stärker von der Erdüberhitzung betroffen sind als Schülerinnen und Schüler. Stärker betroffen als Menschen, die den Hambacher Wald schützen und für den Kohleausstieg und eine echte Verkehrswende kämpfen.“

 

Soweit die Worte der Borkenkäfer. Sehr geehrte Damen und Herren, falls sich hiervon jemand provoziert fühlen sollte, kann ich Sie beruhigen:

 

Ich finde es schlimm, dass viele Waldeigentümer nicht zuletzt durch eine jahrzehntelange fehlgeleitete Forst- und Umweltpolitik wirtschaftliche Schäden erleiden oder befürchten müssen. Es ist auch provozierend, durch struktur- und artenarme Holzmonokulturen zu streifen, die von manchen Leuten in unzutreffender Weise als „Wald“ bezeichnet werden.

Bedauerlich ist auch, dass wichtige Verbandsvertreter es sträflich unterlassen, eine selbstkritische Ursachenanalyse vorzunehmen und die notwendigen Schlussfolgerungen daraus zu ziehen. Anstelle sich zu einer echten Waldwende zu bekennen, halten sie lieber die Hand aufhalten bitten um etwas Geld. Obwohl sie doch eigenen Aussagen zufolge einem wirtschaftsmächtigen „Cluster Forst und Holz“ angehören, das mit etwa 180 Milliarden Jahresumsatz vorgibt, „too big to fail“ zu sein. Geld für ein „Weiter so“?

Wir brauchen die ökologische Waldwende dringender denn je:

  1. Der Wald muss im Mittelpunkt stehen. Nur ein gesundes Ökosystem hat eine Chance, auch uns dauerhaft Waldfunktionen und Rohstoffe bereitzustellen. Nur die Holzwirtschaft ist nachhaltig und zukunftsfähig, die sich mit dem begnügt was der Wald leisten kann, ohne am Burnout zugrunde zu gehen.
  1. Die Gesellschaft möge den dringend notwendigen Waldumbau dann mit reichlichen Geld- und Personalmitteln unterstützen, wenn dieser darauf verzichtet, Holzplantagen anzulegen, Pestizide zu versprühen, Kahlschläge zu verursachen, massenweise Holz zu verbrennen oder gar neue Wunderbaumarten anzubauen, die noch weniger an die Erdüberhitzung angepasst sind als unsere heimischen Baumarten. Sie können die Klimakrise nicht totspritzen. Wir müssen die Wälder endlich umbauen.
  1. Wir brauchen dringend eine wald- und waldumbaugerechte Jagd. Wir dürfen es uns nicht mehr leisten, dass Laubbäume nur dann aufwachsen können, wenn wir teure Zäune bauen. Dass wir viele Jahre an Produktionszeit verlieren, weil die Verjüngung dauernd weggefressen wird. Wer überhöhte Schalenwildbestände zulässt oder sich nicht dagegen wehrt, hat die Unterstützung der SteuerzahlerInnen nicht verdient.

 

  1. Das Zulassen der natürlichen Sukzession ist als wichtige, kostengünstige und risikoarme Waldbauform zu fördern. In Laubwäldern sollte das Holz nur sehr schonend und behutsam eingeschlagen werden, um die Bestände nicht aufzureißen und der Austrocknung preiszugeben.
  1. Die Überforderung der Wälder als angebliche „Klimaretter“ sollte unterlassen werden. Weder das Energieholz, noch das Bauholz können einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz leisten. Alleine der Ersatz der Braunkohle, die jährlich aus dem Tagebau Hambach gefördert wird, würde einen Holzeinschlag von mehr als 80 Millionen Festmeter Holz erfordern. Der Wald kann nicht das Versagen unserer Verkehrspolitik und unseres überzogenen Konsums von Energie und Rohstoffen ausgleichen.
  1. Auch die GRÜNEN haben kürzlich leider im Bundesrat für Importe von Erdgas gestimmt. Diese Fehlentscheidung können Sie mit noch so vielen Windkraftanlagen oder Elektroautos niemals wettmachen. Ohne den raschen Ausstieg aus allen fossilen Energieträgern haben unsere Wälder aber keine Überlebenschance.
  1. Die Forstwissenschaft muss dringend neu aufgestellt werden. Wir brauchen ForstwissenschaftlerInnen, die sich ganzheitlich für den Wald engagieren, anstatt sich nur an den Begehrlichkeiten von Holzverbrauchern zu orientieren. Nachhaltigkeit definiert sich im gesunden Waldökosystem, und nicht am Markt.
  1. Die Forstwissenschaft sollte sich, nachdem ausführlich über die Unkosten einer Unterschutzstellung von 5% der Waldfläche berichtet wurde, endlich mit den gesamten Kosten bzw. Schäden der seit vielen Jahrzehnten stark überhöhten Schalenwildbestände befassen, diese ermitteln und Lösungen anmahnen.
  1. Die Waldeigentümer und die Akteure der Forstwirtschaft sollten sich nicht nur als Opfer der Wald- und Klimakrise betrachten. Sie müssen sich für Klimaschutz und für alle Wälder einsetzen, und zwar nicht nur in Deutschland oder Brasilien, sondern auch beispielsweise in Rumänien, wo derzeit alte Wälder auch in Schutzgebieten legal und illegal abgeholzt werden. Mitten in Europa.
  1. Wälder können die von uns verursachte Umwelt- und Klimakrise nicht für uns lösen. Wir haben den Wald zum Patienten gemacht. Es ist Zeit, ihn zu retten. Wenn dies auf ökologische Art und Weise geschehen soll, sollten wir alle dafür werben, die erforderlichen Geld- und Personalmittel bereitstellen.

Um den Schutz der Borkenkäfer brauchen wir uns auch dann nicht zu sorgen, wenn wir unsere Wälder zu hoffentlich überlebensfähigen Ökosystemen umgestaltet haben. In den Wäldern, in denen sie natürlicherweise vorkommen, aber auch in beigemischten Fichtenkleinbeständen werden sie überleben, ohne wirtschaftliche Probleme zu verursachen.

Die Borkenkäfer sind nicht schuld an der Waldkrise. Wer seinen Groll gegen die Insekten richtet, verliert die wahren Ursachen aus den Augen. Die Borkenkäfer sind Teil des Ökosystems und machen nur ihren Job.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit

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Pressemitteilung: Ausbeutung der Meere hat alarmierende Dimension erreicht – Verhandlungen zum Tiefseebergbau schreiten voran

7. Juni 2019 - 8:00
PRESSEMITTEILUNG

      

 

Ausbeutung der Meere hat alarmierende Dimension erreicht – Verhandlungen zum Tiefseebergbau schreiten voran

 

Berlin, 07.06.2019             Die Belastung der Meere beschränkt sich nicht länger nur auf Überfischung, Plastikmüll oder die Folgen des Klimawandels. Im Zuge der laufenden Verhandlungen zum Tiefseebergbau wird ein neuer Wirtschaftszweig geschaffen, der neue und weitreichende Gefahren für die Meeresökologie mit sich bringt. Während die deutsche Industrie bereits aktiv in diese Prozesse eingebunden ist, weiß die Öffentlichkeit kaum etwas von den Aktivitäten der Bundesregierung zum Tiefseebergbau. Umwelt- und Entwicklungsverbände kritisieren den intransparenten Prozess und fordern wirksamen Schutz der Meere statt immer neuer Unterstützung für High-Tech-Wirtschaft.

 

Download der Pressemitteilung

 

Derzeit wird bei der Internationalen Meeresbodenbehörde der Vereinten Nationen ein Abkommen zum Bergbau am Meeresboden verhandelt. Deutschland hat derzeit die Rolle des Vizepräsidenten in dem einflussreichen Rat inne, dem lediglich 36 Länder angehören und der besonderen Einfluss auf die Verhandlungen hat. In der Öffentlichkeit sind diese Verhandlungen kaum bekannt, obwohl bereits Steuergelder geflossen sind und die deutsche Industrie eingebunden wird. Mittlerweile gibt es zahlreiche Explorations- und Forschungsprojekte für Bergbau in der Tiefsee. Bedenken von Umwelt- und Entwicklungsverbänden werden weitestgehend ignoriert. Die Verbände fordern daher deutlich mehr Transparenz bezüglich der Verhandlungsposition der Bundesregierung, der Bewilligung von Forschungsvorhaben in der Tiefsee und Lobbygesprächen mit der deutschen maritimen Industrie. Erneut machen diese Verbände deutlich, dass Tiefseebergbau katastrophal für Umwelt und Menschen sein wird und die Triebkräfte dahinter offengelegt werden müssen:

Marie-Luise Abshagen, Referentin für nachhaltige Entwicklung vom Forum Umwelt und Entwicklung kritisiert: Wir können es uns als Menschheit nicht leisten, in den Meeren noch mehr Schaden anzurichten. Doch genau das wird mit Tiefseebergbau passieren. Damit wird einen Teil der Meere unwiederbringlich zerstört -mit Auswirkungen, die unseren derzeitigen Wissenstand über die Ozeane und ihre Ökosysteme weit überschreiten. Selbst ein internationales Regelwerk für Tiefseebergbau, das Umweltschutz beinhaltet, wird die Zerstörung der Abbaugebiete in Kauf nehmen müssen. Anders geht Tiefseebergbau nicht. Und wofür das Ganze? Für die Weiterführung eines High-Tech basierten Wirtschaftswachstums, von dem schon jetzt nur eine kleine Elite weltweit und in Deutschland wirklich profitiert.“

 

Kai Kaschinski, Projektkoordinator von Fair Oceans, gibt zudem zu bedenken: „Abgesehen von den katastrophalen Auswirkungen auf der Hohen See, müssen wir davon ausgehen, dass der Tiefseebergbau auch nahe der Küsten stattfinden wird, wie es vor Papua-Neuguinea geplant ist und Menschen von den Auswirkungen direkt betroffen sein werden. Weltweit wurden auf der Hohen See wie auch in den Küstengewässern schon mehr als 1 Mio. km² an Lizenzgebieten für den Tiefseebergbau erworben. Sowohl unsere Partnerorganisationen vor Ort wie auch unsere Studie zum Tiefseebergbau haben uns gezeigt wie groß die damit verbundenen sozialen und ökologischen Gefahren sind. Wie schon im Offshore-Ölgeschäft geschehen ist zu erwarten, dass auch der Tiefseebergbau weit über die jeweiligen Lizenzgebiete hinaus und gerade im globalen Süden zu Menschenrechtsverletzungen und einer ungerechten Ressourcenverteilung beitragen wird. Wollen wir hierfür wirklich in Deutschland eine Vorreiterrolle übernehmen?“

 

„Seit Jahren fordern wir die Bundesregierung auf, Umwelt- und Entwicklungspolitik in ihren Meeresstrategien zusammenzudenken. Unser Lebensstil wirkt sich jetzt schon negativ auf die Menschen aus, die weltweit an Küsten und vom Meer leben. Sie bekommen jetzt schon den Klimawandel, die Überfischung und die Vermüllung der Meere ab. Nur wenn wir politisch und ökonomisch in Deutschland einen anderen Kurs einschlagen, können diese Menschen ein Leben in Würde führen. Das heißt, Fischereifangquoten reduzieren, Kreislaufwirtschaft umsetzen, eine deutlich ambitioniertere Klimapolitik verwirklichen.  Ähnlich wie in der Klimakrise sind wir längst an dem Punkt angekommen, dass wir sofortiges politisches Handeln brauchen, das verbindlich den Schutz der Meere und die Lebensperspektiven von Küsten- und Fischereigemeinschaften in den Vordergrund stellt“, fasst Francisco Marí, Referent für Meerespolitik bei Brot für die Welt zusammen.

 

 

Tiefseebergbau und seine Auswirkung ist eines der Themen bei der Konferenz zur internationalen Meerespolitik mit dem Titel: „Weltmeere zwischen Umwelt und Entwicklung – 25 Jahre Seerecht zwischen wachsenden Schutz- und Nutzungsansprüchen“, zu der auch in diesem Jahr das Forum Umwelt und Entwicklung, Fair Oceans und Brot für die Welt im Rahmen des „Welttags der Ozeane“ einladen. Gäste aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft stellen Lösungsansätze für die vielfältigen Probleme der Meere vor.

Juni 2018 – 10:00 bis 16:00 Uhr, Landesvertretung Bremen in Berlin – Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin.

Programm und weitere Infos finden Sie hier

 

 

Fachlicher Kontakt

 

  • Marie-Luise Abshagen, Referentin für nachhaltige Entwicklung, Forum Umwelt und Entwicklung, Tel: +49 (0) 30 678 1775 75. Mobil: +49 (0) 176 6313 9941 Email: abshagen@forumue.de
  • Kai Kaschinski, Projektkoordinator Fair Oceans, Koordinator AG Meere im Forum Umwelt und Entwicklung Tel: +49 (0) 421-720 34. Mobil: +49 (0)152-295 170 04, Email: verein.intkom@gmx.de
  • Francisco Marí, Referent für Welternährung, Agrarhandel und Meerespolitik bei Brot für die Welt, Tel: 49 (0)30 65211 1822, Mobil: +49 179 4621 783, Email: francisco.mari@brot-fuer-die-welt.de

Pressekontakt

  • Ramona Bruck, Referentin Presse & Öffentlichkeitsarbeit im Forum Umwelt und Entwicklung, Tel: +49 (0) 30 678 1775 910. Mobil: +49 (0) 176 433 11 157 Email: bruck@forumue.de
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A toxics-free future for all – das sind die Positionen der Zivilgesellschaft

5. Juni 2019 - 17:00

Die Organisationen, die sich aus zivilgesellschaftlicher Perspektive weltweit im UN SAICM Prozess und auch darüber hinaus für eine giftfreie Welt einsetzen, sind eine kleine, aber feine und insbesondere gut vernetzte Gruppe engagierter, der Sache verpflichteter Menschen. Über alle Ländergrenzen und Sprachen hinweg arbeiten sie gemeinsam an politischen Positionen, reisen wenn möglich zu internationalen Verhandlungen, arbeiten aber auch auf lokaler und regionaler Ebene mit den Menschen vor Ort daran, ihre Umwelt von gefährlichen Chemikalien zu befreien und das Leben für sie und ihre Kinder sicherer und gesünder zu machen.

 

Das Netzwerk, in dem NGOs aus der ganzen Welt miteinander zusammenarbeiten, heißt IPEN (International POPs Elimination Network – POPs steht übrigens für Persistent Organic Pollutants). In der 1998 gegründeten NGO sind mittlerweile über 500 Organisationen aus mehr als 100 Ländern Mitglied. Der Großteil der Aktiven kommt aus Ländern des Globalen Südens. Zu den Hauptzielen von IPEN gehören der Schutz von Frauen und Kindern vor giftigen Chemikalien, die Reduktion und Beseitigung der gefährlichsten Chemikalien, das Verschwinden von Blei aus Farben und die Verringerung der Quecksilberbelastung. Außerdem fordern die unter dem Dach von IPEN organisierten Organisationen, dass der private Sektor über Chemikalien in Produkten, die wir kaufen, informiert. Darüber hinaus wird das Konzept der Agrarökologie genauso propagiert wie die Herstellung giftfreier Elektrogeräte. Seit 2006 ist auch das Forum Umwelt und Entwicklung bei IPEN Mitglied. Die 4 Schwerpunktbereiche von IPEN sind:

 

  • Reduzierung und Eliminierung der weltweit gefährlichsten Chemikalien
  • Förderung stärkerer internationaler Standards zu Chemikalien
  • Eindämmung der Ausbreitung giftiger Metalle
  • Aufbau einer globalen, giftfreien Bewegung

 

Da SAICM eine sogenannte „Multi-Stakeholder-Plattform“ ist, sitzt die Zivilgesellschaft, ebenso wie die Industrie, die Wissenschaft und andere relevante Akteure mit am Diskussionstisch und hat auch Stimmrecht bei den Verhandlungen um eine Neuauflage des Strategischen Ansatzes nach 2020. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, dass wir uns als dem Wohlergehen der Menschen und dem Schutz der Natur verpflichtete Organisationen für genau diese Belange einsetzen.

In Deutschland arbeiten der BUND, Hej!-Support, PAN Germany und WECF aktiv zum SAICM Prozess. Greenpeace, CHEMTrust, Healthcare Without Harm und der Deutsche Naturschutzring verfolgen den Prozess bisher noch indirekt. Einige konzentrieren sich mehr auf die Europäische Chemikalienverordnung REACH.

Die aktuelle Position der Bundesregierung zu SAICM haben einige der oben genannten Organisationen in einer Kommentierung zur Position der Bundesregierung von 2018 geäußert. Die Hauptkritikpunkte von uns NGOs sind kurz zusammengefasst (Achtung, es wird etwas technisch):

 

  • In der deutschen Position von 2018 fehlt ein klares Bekenntnis zum übergeordneten Ziel des Schutzes der Umwelt und Gesundheit vor wirtschaftlichen Zielen sowie der Vermeidung und Minimierung des Einsatzes von Chemikalien vor der nachhaltigen Nutzung.
  • Das Leitbild der nachhaltigen Chemie ist unzureichend definiert. Es fehlen Leitplanken, um sicher zu gehen, dass kein Greenwashing (insbesondere von Industrieseite) betrieben wird.
  • Es fehlt die Zusage, nicht-chemische Alternativen vor nachhaltiger Chemie zu priorisieren.
  • Aktivitäten von Staaten sollten einer Evaluierung unterzogen werden und wenn möglich auch rechtlich bindende Elemente Teil von SAICM werden.
  • Strategische Ziele und Unterziele sollten ambitioniert und mit konkreten Umsetzungsmechanismen ausgestattet sein.
  • Es muss klare Richtlinien für die Partnerschaften geben, um sicher zu gehen, dass die Ziele der Partner den SAICM Zielen nicht entgegenstehen.
  • Der Umfang von SAICM sollte um die Bereiche Menschenrechte, Arbeit, Gender und Landwirtschaft/Ernährung erweitert werden.

In einfachen Worten lässt sich zusammenfassen:Wir schauen uns die Textvorschläge ganz genau an und fordern, dass sich auch in dem Strategischen Ansatz am Ende niedergeschrieben wiederfindet, dass die Gesundheit der Menschen und der Schutz der Umwelt vor wirtschaftlichen Interessen stehen muss, dass ein Abkommen so verbindlich wie möglich sein soll und konkrete Pläne vorgelegt werden müssen, wie das Ganze auch wirklich umgesetzt werden kann. Wir fordern, dass die Unterstützung, insbesondere von Ländern des Globalen Südens, durch Partnerschaften mit anderen Akteuren so transparent gestaltet sein muss, dass sichergestellt werden kann, dass es dahinter keine versteckten Interessen gibt, die den Menschen oder der Umwelt schaden. Und vor allem setzen wir uns dafür ein, dass ein zukünftiges SAICM sich auch im Text ganz explizit zu den universellen Menschenrechten und internationalen Arbeitsrechten bekennt.

 

Die ganze Kommentierung der NGOs zur Position der Bundesregierung ist hier zu finden.

 

Weitere Kommentierungen von uns deutschen und europäischen NGOs zu SAICM findet ihr hier:
> Kommentierung der Position der EU und ihrer Mitgliedstaaten aus dem Juli 2018
> Stellungnahme deutscher und europäischer NGOs zum Co-Chairs Paper vom Februar 2019 auf Deutsch und Englisch.

 

Hier noch eine ausführliche Positionierung von IPEN zum letzten internationalen Verhandlungstreffen OEWG3 (auf Englisch).

 

Fragen oder Anregungen zu unserer Arbeit? Hier sind einige

Ansprechpartner aus Deutschland:
BUND: Patricia Cameron, Patricia.Cameron@bund.net
Forum Umwelt und Entwicklung: Marijana Todorovic, todorovic@forumue.de
HEJSupport International: Alexandra Caterbow, alexandra.caterbow@hej-support.org
PAN Germany: Susan Haffmans, susan.haffmans@pan-germany.org
WECF: Johanna Hausmann, johanna.hausmann@wecf.org

 

 

Kommende Blog-Themen

 

> Issues of Concern – hier liegen die Probleme

 

>> SAICM und die SDGs

 

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Pressemitteilung: Keine Zeit mehr für Untätigkeit – Zivilgesellschaft sieht dringenden Handlungsbedarf in der deutschen Nachhaltigkeitspolitik

3. Juni 2019 - 8:50
Pressemitteilung

 

Keine Zeit mehr für Untätigkeit – Zivilgesellschaft sieht dringenden Handlungsbedarf in der deutschen Nachhaltigkeitspolitik

 

Berlin, 03. Juni 2019         Vor fast 4 Jahren verabschiedeten die Vereinten Nationen die 2030-Agenda mit den Sustainable Development Goals – den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs). Dieses Jahr kommen Staats- und Regierungschefs erneut zusammen um das erste Mal eine umfassende Bilanz über die bisherige Umsetzung zu ziehen. Eines ist auch vor dem Treffen klar – das bisherige Tempo ist bei weitem nicht ausreichend um die gesetzten Ziele bis 2030 zu erreichen. Vor diesem Hintergrund hat ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen eine gemeinsame Erklärung an die Bundesregierung erarbeitet, die heute veröffentlicht und mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik diskutiert wird.

 

Dazu Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung, Mitinitiator der Erklärung und Mitorganisator des heutigen zivilgesellschaftlichen Gipfels: „Die Bundesregierung kann die Augen nicht länger verschließen vor den Konsequenzen der eigenen Politikentscheidungen. Eine Kurswende hinzu nachhaltiger Entwicklung wird nicht durch einige Schönheitsreparaturen hier und da erreicht. Mit der aktuellen Ausrichtung unserer Wirtschafts- und Handelspolitik, dem ungebremsten Profitstreben in der Agrarpolitik und den Fehlentscheidungen in der Energie- und Verkehrspolitik sind wir auch in 100 Jahren nicht auf dem Pfad in eine nachhaltige Zukunft. Wir kommen heute in Berlin zusammen um deutlich zu machen: Nachhaltige Politik sieht anders aus!

 

Die gemeinsame Erklärung, die aktuell von 118 Organisationen aus ganz Deutschland unterzeichnet wurde, zeigt wie selten die Einigkeit in der Zivilgesellschaft über die fehlenden Anstrengungen der Politik im Bereich der Nachhaltigkeitspolitik. Dabei verbindet sie ein Kerngedanke der Agenda 2030: Nur, wenn ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen zusammen gedacht werden und gesellschaftliche Gruppen gemeinsam an Lösungen arbeiten, können Antworten auf die Krisen und Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden. Die Forderung der Erklärung ist klar. Die Bundesregierung muss der Umsetzung der Agenda 2030 oberste Priorität einräumen und Nachhaltigkeit im Sinne globalen (Generationen-)Gerechtigkeit als zentrales Leitbild zu ihren Entscheidungen machen.

 

Download der Erklärung: Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik

 

Pressekontakt

Elisabeth Staudt
Forum Umwelt und Entwicklung
staudt@forumue.de
+49 (0)160 2943 727

 

Pressemitteilung als PDF

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Zivilgesellschaftliche Erklärung zur deutschen Nachhaltigkeitspolitik: Genug herausgeredet: Höhenangst vor dem UN-Gipfel überwinden!

3. Juni 2019 - 8:48

Ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisatioen hat eine gemeinsame Erklärung an die Bundesregierung erarbeitet, die heute veröffentlicht und mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik diskutiert wird.

 

DOWNLOAD DER ERKLÄRUNG

 

Die gemeinsame Erklärung, die aktuell von 118 Organisationen aus ganz Deutschland unterzeichnet wurde, zeigt wie selten die Einigkeit in der Zivilgesellschaft über die fehlenden Anstrengungen der Politik im Bereich der Nachhaltigkeitspolitik. Dabei verbindet sie ein Kerngedanke der Agenda 2030: Nur, wenn ökologische, soziale und wirtschaftliche Fragen zusammen gedacht werden und gesellschaftliche Gruppen gemeinsam an Lösungen arbeiten, können Antworten auf die Krisen und Herausforderungen unserer Zeit gefunden werden. Die Forderung der Erklärung ist klar. Die Bundesregierung muss der Umsetzung der Agenda 2030 oberste Priorität einräumen und Nachhaltigkeit im Sinne globalen (Generationen-)Gerechtigkeit als zentrales Leitbild zu ihren Entscheidungen machen.

 

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