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Über 90 Prozent der Migranten aus Afrika würden trotz der Risiken die gefährliche Reise nach Europa wiederholen

21. Oktober 2019 - 12:06

Laut einer bedeutenden Migrationsstudie der Vereinten Nationen, die am Montag veröffentlicht wurde, würden 93 Prozent der Afrikaner, die auf irreguläre Wege in europäische Länder reisten, dies trotz der oft lebensbedrohlichen Gefahr erneut tun.

Ziel der Studie des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) ist, herauszufinden, warum diejenigen, die sich in die Hände von Menschenschmugglern und in andere gefährliche Situationen begeben, um Grenzen zu überschreiten, überhaupt entscheiden ihre Heimat zu verlassen und dabei offizielle Einwanderungsverfahren zu vermeiden.

Der Bericht, für den 1.970 Migranten aus 39 afrikanischen Ländern in 13 europäischen Ländern befragt wurden, die angegeben hatten, auf irregulärem Wege und nicht aus asyl- oder schutzbedingten Gründen nach Europa gekommen zu sein, gelangt zu unerwarteten Ergebnissen.

Migranten haben oft feste Jobs, sind besser ausgebildet

Der Bericht stellt fest, dass ein Arbeitsplatz nicht die einzige Motivation für den Umzug war, sowie dass nicht alle irregulären Migranten in Afrika „arm“ waren oder ein niedrigeres Bildungsniveau hatten. Rund 58 Prozent der Befragten waren zum Zeitpunkt ihrer Ausreise entweder angestellt oder in der Schule, wobei die Mehrheit der Werktätigen konkurrenzfähige Löhne erhielten.

Aber etwa die Hälfte der Werktätigen gab an, nicht genug verdient zu haben.

Die „Scham“ ihre Familien nicht versorgen zu können hält afrikanische Migranten in Europa

Ein wesentlicher Faktor dafür, dass Migranten in Europa bleiben und arbeiten, sei, dass sie „Scham“ empfinden, wenn ihre Mission genügend Geld nachhause zu schicken nicht erfüllt wurde, so das UNDP.

Etwa 53 Prozent der Befragten hatten Unterstützung von Familie und Freunden erhalten, um auszureisen, und etwa 78 Prozent schickten von Europa aus Geld zurück.

In dem Bericht wurden auch wesentliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf die Migrationserfahrung festgestellt. Ein geschlechtsspezifischer Lohnunterschied, der Männern in Afrika zugute kommt, "kehrt sich in Europa um. Frauen verdienen in Europa im Durchschnitt 11 Prozent mehr, während sie zuvor in Afrika 26 Prozent weniger als Männer verdienten", sagte das UNDP.

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Deutschland und 13 weitere neue Mitglieder wurden am Donnerstag in den Menschenrechtsrat gewählt

18. Oktober 2019 - 12:44

Der Rat ist ein internationales Organ im UN-System, dessen 47 Mitgliedsstaaten mehrmals im Jahr am UN-Sitz in Genf zusammenkommen, um gemeinsam Menschenrechte weltweit zu fördern und zu schützen. Er ist befugt, in besonderen Situationen Untersuchungsmissionen und -kommissionen zu beauftragen.

Drei Mal im Jahr überprüft der Rat die Menschenrechtssituation in den UN-Mitgliedsstaaten, im Rahmen eines besonderen Prozesses, der es diesen Ländern möglich macht ihre Fortschritte zu präsentieren. Der Prozess ist bekannt als „allgemeine regelmäßige Überprüfung“ (Universal Periodic Review, UPR).

In einigen Regionen – Asien-Pazifik, Osteuropa, Südamerika und Karibik – waren die Sitze hart umkämpft, da es mehr Kandidaten als verfügbare Plätze gab.
Für die Regionen Afrika und Westeuropa gab es keinen Wettbewerb und alle Kandidaten konnten die für Ihre Region reservierten Sitze im Menschenrechtsrat einnehmen – unter Ihnen auch Deutschland und die Niederlande.

Die neu gewählten Mitglieder werden ab dem 31. Dezember für drei Jahre ihren Sitz einnehmen. Die gleiche Anzahl an derzeitigen Mitgliedern muss den Rat verlassen. So wird die Zusammensetzung des Menschenrechtsrats ab 1. Januar 2020 aussehen:

Afrikanische Staaten: Angola, Burkina Faso, Kamerun, Demokratische Republik Kongo, Eritrea, Lybien, Mauritanien, Namibia, Nigeria, Senegal, Somalien, Sudan, Togo

Asien-Pazifik: Afghanistan, Bahrain, Bangladesh, Fidji, Indien, Indonesien, Japan, Marshall Islands, Republik Korea, Nepal, Pakistan, Philippinen, Qatar

Ost-Europa: Armenien, Bulgarien, Tschechische Republik, Polen, Slovakai, Ukraine

Südamerika und Karibische Inseln: Argentien, Bahamas, Brasilien, Chile, Mexiko, Peru, Uruguay, Venezuela

West-Europa and andere Länder: Australien, Österreich, Dänemark, Deutschland, Italien, Niederlande, Spanien

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UN-Generalsekretär: Das Ende der extremen Armut ist von entscheidender Bedeutung für eine nachhaltige Zukunft für alle

17. Oktober 2019 - 15:59

Jedes Jahr am 17. Oktober wird die Mühe und der Kampf von mehr als 700 Millionen Menschen weltweit gewürdigt, die mit weniger als 1,90 USD pro Tag leben.

“Die extreme Armut zu beseitigen steht im Mittelpunkt der Bemühungen die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen und eine nachhaltige Zukunft für alle Menschen zu schaffen. Um erfolgreich niemanden zurückzulassen müssen wir uns zunächst um die ärmsten Menschen kümmern“, sagte der Generalsekretär.

Guterres wies darauf hin, dass der Schwerpunkt des diesjährigen Gedenkens auf dem gemeinsamen Handeln liegt, “um Kinder, ihre Familien und Gemeinschaften zur Bekämpfung der Armut zu befähigen”, da das Gedenken auf den 30. Jahrestag der UN-Konvention über die Rechte des Kindes fällt.

Er sagte, dass die Wahrscheinlichkeit in extremer Armut zu leben bei Kindern mehr als doppelt so hoch ist wie bei Erwachsenen, was zur Folge hat, dass sie “ihr Leben lang benachteiligt sind” und sich ein “generationenübergreifender Transfer dieser Benachteiligung” fortsetzt.

Zudem werden die Kinder von heute mit den “verheerenden Folgen des Klimawandels leben müssen“, wenn wir nun nicht ehrgeizige Massnahmen ergreifen, so der UN-Generalsekretär.

Herr Guterres wies darauf hin, dass Mädchen einem besonderen Risiko ausgesetzt sind, aber zugleich eine treibende Kraft für Veränderungen seien.

“Mit jedem Jahr dass ein Mädchen an der Schule bleibt erhöht sich das Durchschnittseinkommen im Laufe ihres Lebens und sinkt die Chance auf eine frühzeitige Heirat. Zudem hat die Schulbildung eindeutige Vorteile für die Gesundheit und Erziehung ihrer eigenen Kinder, weswegen Bildung eine wesentliche Rolle darin spielt den Teufelskreis der Armut zu durchbrechen,“ sagte er.

Das Ende der Armut ist das erste der 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs), die die Staats- und Regierungschefs der Welt im Jahr 2015 verabschiedeten.

Der UN-Generalsekretär sagte, dass man die Kinderarmut nur beenden kann indem man die Armut in den Haushalten, aus denen sie kommen, bekämpft.

Er betonte, dass der Zugang zu hochwertigen sozialen Diensten Vorrang haben muss, doch dass heute fast zwei Drittel der Kinder nicht sozialversichert sind. Eine familienorientierte Politik, einschließlich flexibler Arbeitsregelungen, Elternzeit und Unterstützung bei der Kinderbetreuung, ist ebenfalls unabdingbar.

Herr Guterres beendete seine Botschaft mit einem Aufruf zum Handeln: „An diesem internationalen Tag rufen wir auf, sich erneut zu verpflichten das Ziel für nachhaltige Entwicklung 1 zu erreichen und eine faire Globalisierung zu erzielen, die Kindern, Familien und Gemeinschaften zugutekommt.”

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UNICEF-Bericht: "Alarmierend hohe" Anzahl Kinder sind weltweit unterernährt

16. Oktober 2019 - 10:29

Weltweit ist mindestens jedes dritte Kind unter fünf Jahren unterernährt und entwickelt sich nicht richtig, teilte das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen UNICEF am Dienstag in seinem umfassendsten Bericht über Kinder und Ernährung seit 20 Jahren mit.

Laut dem Bericht sind rund 200 Millionen Kinder unter fünf Jahren entweder unterernährt oder übergewichtig, während jedes dritte Kind weltweit - und fast zwei Drittel der Kinder im fragilen Alter von sechs Monaten bis zwei Jahren - keine Nahrung erhält, die die richtige Entwicklung fördert.

Der Mangel an ausgewogener Ernährung erhöht die Anfälligkeit von Kindern für Gesundheitsprobleme, wie zum Beispiel schlechte Gehirnentwicklung, geringes Lernvermögen, Immunschwäche, erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und in vielen Fällen vorzeitiger Tod.

Das Problem des versteckten Hungers

Das Hauptgutachten beschreibt die „dreifache Belastung“ durch Mangelernährung: Unterernährung, Übergewicht und Mangel an notwendigen Nährstoffen. Während 149 Millionen Kinder unter fünf Jahren von verkümmertem Wachstum betroffen sind, sind 50 Millionen zu dünn für ihre Körpergröße - häufige Anzeichen von Unterernährung.

Weitere 40 Millionen Kinder in der gleichen Altersgruppe sind übergewichtig oder fettleibig, und gleichzeitig bekommt die Hälfte aller Kinder unter fünf Jahren weltweit keine wichtigen Vitamine und Nährstoffe. Dieses Problem bezeichnet UNICEF als „versteckten Hunger“.

Zu Beginn des Lebens werden schlechte Diäten eingeführt, die sich in den entscheidenden ersten 1000 Tagen als besonders schädlich erweisen. Obwohl sich herausgestellt hat, dass das Stillen lebensrettend ist, werden nur 42 Prozent der Kinder unter sechs Monaten ausschließlich gestillt und es wird zunehmend auf Säuglingsanfangsnahrung gesetzt, warnt der Bericht.

In Ländern mit einem gehobenen mittleren Einkommen wie Brasilien, China und der Türkei stieg der Verkauf von Muttermilchersatz zwischen 2008 und 2013 um 72 Prozent.

Es ist bekannt, dass Stillen eine Reihe von Vorteilen bieten kann, darunter die Senkung der Wahrscheinlichkeit von Kindersterblichkeit, Übergewicht und Fettleibigkeit, sowie die Verbesserung der Schulleistung.

Wenn Kinder das schulpflichtige Alter erreichen, sind sie regelmäßig ungesunden, stark verarbeiteten Lebensmitteln ausgesetzt. Etwa 42 Prozent der Jugendlichen in Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen nehmen mindestens einmal täglich ein zuckerhaltiges Erfrischungsgetränk zu sich und 46 Prozent essen mindestens einmal pro Woche Fast Food. In einkommensstarken Ländern sind es 62 bzw. 49 Prozent.

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Frauen in ländlichen Gebieten sind eine „starke Kraft“ für globale Klimaschutzmaßnahmen, sagt Guterres

15. Oktober 2019 - 12:38

Frauen und Mädchen die weltweit in der Landwirtschaft tätigt sind, sind laut UN-Generalsekretär António Guterres eine „mächtige Kraft“ in den globalen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels.

In einer Botschaft anlässlich des Internationalen Tages der Landfrauen, der jährlich am 15. Oktober stattfindet, erklärte der UN-Generalsekretär: „Landfrauen zuzuhören und Gehör zu verschaffen ist wichtig, um Informationen über den Klimawandel zu verbreiten und Regierungen, den Privatsektor und lokale Anführer zum Handeln zu bewegen.“

Das diesjährige Fest steht unter dem Motto "Landfrauen und -mädchen fördern Klimaresistenz".

Guterres fügte hinzu, dass "sie eine Quelle für Wissen und Fähigkeiten sind, die Gemeinden dabei helfen können, naturbasierte, kohlenstoffarme Lösungen gegen den Klimawandel anzuwenden."

"Landfrauen wenden neue landwirtschaftliche Techniken als Erste an, sie leisten in Krisen erste Hilfe und sind grüne Unternehmerinnen. Als solche sind sie eine kraftvolle Ressource für globalen Fortschritt. ", sagte er.

Laut der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) arbeitet weltweit jede dritte Frau in der Landwirtschaft.

Es ist ein Sektor, der bei klimabedingten Katastrophen wie Dürren und Hitzewellen besonders hart getroffen wird. Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) berichtet, dass zwischen 2006 und 2016 ein Viertel der Gesamtschäden und -verluste, die durch klimabedingte Katastrophen in Entwicklungsländern verursacht wurden, in der Landwirtschaft aufgetreten sind.

Obwohl Frauen Land kultivieren, Lebensmittel, Wasser und wichtige Brennstoffe beschaffen, und ganze Haushalte ernähren, wies der UN-Generalsekretär darauf hin, dass ihnen der gleichberechtige Zugang zu Land, Finanzen, Ausrüstung, Märkten und Entscheidungsbefugnissen fehlt.

"Der Klimawandel verschärft diese Ungleichheiten und lässt Frauen und Mädchen auf dem Land hinter sich", sagte er und fügte hinzu, dass Frauen "unverhältnismäßig" unter Klimakatastrophen leiden.

Frauen im bolivianischen Amazonasgebiet stärken

Frauen, darunter auch einige aus indigenen Gemeinschaften, tragen zum Schutz der Wälder im nördlichen bolivianischen Amazonas bei, indem sie eine Reihe von Projekten zur wirtschaftlichen Stärkung durchführen, die zum Teil von der Einheit der Vereinten Nationen für Gleichstellung und Ermächtigung der Frauen UN Women finanziert werden.

Sandra Justiniano, 35, ist eine von 24 Mitgliedern der Gemeinde Buen Retiro, die wilde Früchte aus dem Dschungel wie Açaí, Majo und Cupuaçu verarbeiten, um sie an lokale Lieferanten zu verkaufen. Gleichzeitig werden sie in der Pflege des Waldes geschult, indem sie beispielsweise in Trockenperioden kein Feuer machen.

Vor dem Projekt verkauften die Bewohner 200 Liter handgemachten Açaí-Saft pro Tag. Heute produzieren sie täglich bis zu 500 Liter Saft und entnehmen zudem das Fruchtfleisch, um es zu verkaufen.

„Das Projekt hat unsere Einkommen verbessert; Wir haben neues Wissen über Ermächtigung, unsere Rechte und Finanzen erworben. Wir haben gelernt, Projekte vorzustellen. Wir kennen uns mit wachsenden Märkten aus“, sagte Frau Justiniano kürzlich zu UN Women.

„Wir sind in der Lage, öffentliche Reden zu halten, aktiv mitzuwirken, den Behörden unsere wirtschaftlichen Vorschläge vorzulegen und mit ihnen zu verhandeln. Das ist Ermächtigung.“

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Aufräumarbeiten nach dem Taifun Hagibis beginnen: Guterres lobt Widerstandsfähigkeit Japans gegenüber Klimawandel

14. Oktober 2019 - 10:49

Der Taifun hinterließ in Japan Zerstörung und Tote. UN-Generalsekretär António Guterres lobte die „umfassende und effiziente Vorbereitung auf dieses Extremwetterereignis“ und die Führungsrolle, die Japan im Bereich der Klimaresilienz spielt.

Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) hat den Taifun als einen der stärksten Stürme in Japan seit vielen Jahren bezeichnet: Wirbelstürme, rekordverdächtige Niederschläge, verheerende Sturmfluten sowie Überschwemmungen an der Küste und im Landesinneren.

Hagibis erreichte die Küste Japans am Samstag südlich der Hauptstadt Tokio, bevor er Richtung Norden zog. Der Taifun hat dicht besiedelte Städte und Infrastrukturen weitgehend zerstört und zum Tod von mindestens 25 Menschen geführt, von denen 15 für vermisst erklärt wurden. Die Todesfälle wurden vermutlich hauptsächlich durch Erdrutsche oder Überschwemmungen verursacht.

Medienberichten zufolge wurden Zehntausende von Truppen, Feuerwehrleuten und anderen Rettungskräften in die am schlimmsten betroffenen Gebiete geschickt, um Menschen zu retten, die aufgrund des Hochwassers eingeschlossen waren.

Am Sonntag hatte die Intensität des Sturms nachgelassen und er war vom Land weggezogen. Berichten zufolge versuchten Versorgungsunternehmen, hunderttausende Haushalte wieder mit Strom zu versorgen.

Hagibis traf Japan nur einen Monat nach einem weiteren heftigen Sturm, Faxai, der in Teilen des Landes weitverbreiteten Sachschaden anrichtete, darunter an zehntausenden Häusern, die noch repariert werden müssen.

In einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung erklärte der Generalsekretär, er sei betrübt über die Berichte über Todesfälle und die grossflächige Zerstörung die Hagibis verursacht hat. Der UN-Generalsekretär drückte den Familien der Opfer, der Regierung und der Bevölkerung Japans sein tief empfundenes Beileid aus und wünschte den Verletzten eine baldige Genesung.

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Deeskalation der türkischen Militäroperation in Nordsyrien "absolut notwendig"

11. Oktober 2019 - 10:04

11. Oktober 2019 – Eine Deeskalation der erneuten Konflikte in Nordsyrien sei "absolut notwendig", sagte UN-Generalsekretär António Guterres am Donnerstag in Kopenhagen. Seine Kommentare folgen auf Luftangriffe und einer Bodenoffensive der Türkei am Mittwoch, nur wenige Tage nachdem die USA angekündigt hatten, ihre Truppen aus Syrien abzuziehen.

Guterres erklärte: „Ich glaube nicht an militärische Lösungen für das Syrien-Problem, auch nicht für andere Probleme in der Welt. Ich glaube immer fest an politische Lösungen. “

Er äußerte sich zudem besorgt über die humanitäre Lage und die Vertreibung der Zivilbevölkerung. Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR sagte zuvor, dass Zehntausende Zivilisten auf der Flucht vor den Kämpfen seien.

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Warnung vor neuer Fluchtbewegung in Nordsyrien

10. Oktober 2019 - 9:47

10. Oktober 2019 - Angesichts der Offensive des türkischen Militärs in Nordsyrien hat das Flüchtlingshilfswerk UNHCR vor neuen Fluchtbewegungen gewarnt.

Der Repräsentant der Organisation in Deutschland, Bartsch, sagte der Zeitung „Die Welt“, er befürchte, dass die Kampfhandlungen zu einer neuen Vertreibung führten. Zugleich verwies Bartsch darauf, dass die Ressourcen der internationalen Helfer in Syrien im neunten Kriegsjahr längst am Limit seien.

Die türkische Militäroperation hatte gestern begonnen. Im Einsatz sind auch Bodentruppen. Zudem griff die Luftwaffe mutmaßliche Stellungen der Kurdenmiliz YPG in mehreren Orten an. Diese wurde bislang von den USA unterstützt. Präsident Trump hat die amerikanischen Truppenkontingente allerdings zurückgezogen.

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UN-Generalsekretär verurteilt Taten in Halle

9. Oktober 2019 - 17:18

UN-Generalsekretär António Guterres hat den Anschlag in Halle scharf verurteilt, bei dem ersten Berichten zufolge mindestens zwei Menschen getöet worden sind. Guterres sieht diesen als weiteres tragisches Zeichen für Antisemitismus  - begangen am jüdischen Feiertag Yom Kippur - der mit äußerster Entschlossenheit bekämpft werden muss. 

Der Generalsekretär spricht den Familien der Opfer, der Bundesregierung und den Menschen in Deutschland sein tiefes Beileid aus und wünscht den Verletzten baldige Genesung. 

In diesem Zusammenhang weist der Generalsekretär auf den UN-Aktionsplan zum Schutz religiöser Stätten hin und ruft alle Regierungen auf, diesen Plan zu unterstützen. Gebetsstätten in aller Welt müssen sichere Orte der Reflektion und des Friedens sein, frei von Blutvergießen und Terror. 

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UN-Generalsekretär beklagt fehlende Zahlungen der Mitgliedsstaaten

9. Oktober 2019 - 10:40

Die Vereinten Nationen befinden sich nach den Worten von UN-Generalsekretär Guterres in einer akuten Finanzkrise. Guterres sagte in New York, man werde im Oktober das größte Defizit der Dekade erreichen. Es bestehe das Risiko, dass man im November nicht genug Geld für die Gehälter der Mitarbeiter habe. Der Etat der Vereinten Nationen liegt 2019 bei rund 3,3 Milliarden Dollar. Größter Beitragszahler sind die USA. Sie bestreiten 22 Prozent des Budgets. Für dieses Jahr stehen aus Washington noch rund 670 Millionen Dollar aus, für frühere Budgets noch 380 Millionen Dollar. Präsident Trump hält den Beitrag seines Landes für zu hoch und fordert eine Reform. Die Friedensmissionen der UN laufen über einen eigenen Etat, der aktuell bei rund 6,5 Milliarden Dollar liegt. Auch hier sind noch Beiträge der USA offen.

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Präsident der Generalversammlung: Zu wenig Frauen

2. Oktober 2019 - 11:06

2. Oktober 2019 - Der Präsident der UN-Generalversammlung hat die geringe Anzahl weiblicher Landesvertreter bei der zu Ende gegangenen Generaldebatte des Gremiums bedauert. Nur 16 der 192 Redner seien Frauen gewesen, sagte Tijjani Muhammad-Bande in New York bei einer Pressekonferenz. Das sei "keine gute Zahl, insbesondere angesichts unseres Strebens nach Geschlechtergleichheit", fügte der Nigerianer hinzu. Die Vereinten Nationen müssten die Regierungen ihrer Mitgliedsländer weiter zu "größtmöglicher Partizipation" drängen, um Hürden für Frauen abzubauen, die in die Politik wollten.

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Rory O’Neill zu Gast in Bonn für den Dokumentarfilm “The Queen of Ireland”

1. Oktober 2019 - 17:20

01. Oktober 2019 – Rory O’Neill, alias ‘Panti Bliss’ war Gast der ‚UN Cinema‘-Reihe in Bonn, bei der in der Volkshochschule der Dokumentarfilm “The Queen of Ireland” gezeigt wurde. Die Veranstaltung wurde vom Regionalen Informationszentrum der Vereinten Nationen (UNRIC) in Kooperation mit der Irischen Botschaft, der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen und der UN-Mitarbeiterinitiative UN Globe präsentiert.

Thema des Abends war die Förderung von Menschenrechten und Geschlechtergleichheit, vor allem ging es um die Nicht-Diskriminierung der LGBTI+-Gemeinschaft weltweit. Die Veranstaltung bot somit auch Gelegenheit, die Arbeit von UN Globe zu präsentieren, einer Inititative von UN Mitarbeitern, die für gleiche Rechte und eine faire Behandlung von LGBTI+Kollegen im UN-System eintritt.

Dr. Ingrid Schöll, Direktorin der VHS, begrüßte die Gäste und sprach über die aktuelle Vorlesungsreihe der VHS, die sich mit Ziel Nummer 5 für nachhaltige Entwicklung - der Geschlechtergleichheit – beschäftigt.

“UN Cinema ist eine der erfolgreichsten UNRIC-Initiativen, mit der wir in ganz Europa ein großes Publikum auf wichtige UN-Themen aufmerksam machen“, sagte Arne Molfenter vom Regionalen Infformationszentrum der Vereinten Nationen. Er fügte hinzu, dass “The Queen of Ireland” bereits sehr erfolgreich in Brüssel, London Stockholm, Wien und Genf gezeigt worden ist, immer in Kooperation mit den irischen Botschaften.

Botschafter Dr. Nicholas O’Brien wies in seiner Ansprache auf den Schwerpunkt in der irischen Außenpolitik hin, die Menschenrechte des Einzelenen zu sichern und für Nicht-Diskriminierung einzutreten.

Der Film porträtiert Rory O’Neill, wie er als „Panti Bliss“ zu Irland’s berühmtester Drag Queen wurde und zur Ikone für den Kampf für gleiche Rechte der LGBTI+ Gemeinschaft weltweit. Nach der Filmvorführung erklärte Rory in einem Interview mit UN Globe’s James Creswick, dass sein früher Aktivismus für Gleichheit und gegen Diskriminierung pures Eigeninteresse war. „Ich trat für meine eigenen Rechte ein, um es im Leben leichter zu haben“, sagte er. Er hätte selbst nie gedacht, dass sein Weg ihn zu dem weltweit bekannten Aktivisten machen würde, der er heute ist.

The Queen of Ireland ist ein preisgekrönter Dokumentarfilm des Regisseurs Conor Horgan über Irlands berühmteste Drag Queen namens "Panti Bliss" und ihren Aufstieg zu einer bedeutenden Aktivistin der LGBT+ (Lesbian, Gay, Bisexual, Transgender/Transsexual plus) Gemeinschaft. Der Film porträtiert den lebhaften, mutigen und unterhaltsamen Rory O’Neill, der im Vorlauf des Verfassungsreferendums über die gleichgeschlechtliche Ehe in Irland 2015 unverhofft das Gesicht der "Ja"-Kampagne wurde.

Weitere Fotos des Events können Sie hier aufrufen. 

 

 

 

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Guterres begrüßt Durchführung der afghanischen Wahlen und lobt "alle, die trotz Sicherheitsbedenken ihr Wahlrecht in Anspruch genommen haben"

30. September 2019 - 11:27

30. September 2019 - UN-Generalsekretär António Guterres hat die Durchführung der Präsidentschaftswahlen in Afghanistan am 28. September begrüßt und lobte alle Afghanen, "die trotz erheblicher Sicherheitsbedenken ihre demokratische Pflicht ausübten und ihr Wahlrecht wahrnahmen".

Guterres ermutigte alle Anteilhaber, den Wahlinstitutionen die uneingeschränkte Wahrnehmung ihrer Aufgaben zu ermöglichen, "unter anderem indem Beschwerden über die geeigneten Kanäle und Verfahren bearbeitet werden können".

In ähnlicher Weise twittere die UN-Hilfsmission für Afghanistan (UNAMA), als die Wahllokale am Samstag geschlossen wurden: „Die Wahlbehörden in Afghanistan müssen jetzt geduldig und besonnen sein, um ihre Arbeit durchzuführen, Stimmen zu zählen, Beschwerden zu überprüfen und Ergebnisse bekannt zu geben. Die Parteien müssen ihren Verpflichtungen nachkommen, Verhaltensregeln einhalten und dazu beitragen, die Stabilität in der kommenden Zeit sicherzustellen“.

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Eine Allianz gegen nationale Alleingänge

27. September 2019 - 10:45

27. September 2019 - Zusammen mit Vertretern aus mehr als 50 Ländern hat der deutsche Außenminister Heiko Maas eine "Allianz für Multilateralimus" gestartet, die internationale Zusammenarbeit stärken soll. "Trotz aller Krisen, die es gibt: Die regelbasierte internationale Ordnung hat uns Frieden und Wohlstand wie noch nie zuvor in der Geschichte gebracht. Wir müssen sie verteidigen", sagte Maas bei der Auftaktveranstaltung am Rande der Generaldebatte der UN-Vollversammlung in New York. Maas hatte die Idee der Allianz im Juli vergangenen Jahres erstmals präsentiert - quasi als Gegenmodell zu US-Präsident Donald Trumps "America first". Länder wie Frankreich, Japan und Kanada arbeiten seit längerer Zeit daran mit. Das Treffen in New York war aber die erste größere Veranstaltung, um das Bündnis auf den Weg zu bringen. Die Allianz soll bestehende internationale Abkommen stärken, die Reform internationaler Institutionen voranbringen und eine engere Kooperation da fördern, wo es international noch Regelungsbedarf gibt. Sie ist als loses Netzwerk geplant und nicht als Gruppe mit fest geregelter Mitgliedschaft wie etwa die G7 oder die G20.

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Ozeane und Arktisgebiete zahlen den Preis für die globale Erderwärmung

26. September 2019 - 16:15

26. September 2019 - Ozeane und Dauerfrostgebiete absorbieren seit Jahrzehnten die zusätzliche Wärme, welche durch die globale Erwärmung verursacht wird. Darauf haben Experten bei der Veröffentlichung des neuen Klimafolgen-Berichts am Mittwoch hingewiesen. Zusätlich haben sie davor gewarnt, dass ohne eine radikale Änderung des menschlichen Verhaltens Hunderte von Millionen Menschen leiden werden aufgrund des steigenden Meeresspiegels, häufigen Naturkatastrophen und Nahrungsmittelknappheit.

Die Ozeane werden wärmer, giftiger und weniger produktiv, heißt es in dem Bericht des Zwischenstaatlichen Gremiums für Klimawandel (IPCC). Das Schmelzen von Gletschern und Eisdecken führt zu einem Anstieg des Meeresspiegels, und die extremen Wetterereignisse an den Küsten werden immer schwerwiegender.

Um Menschen, die vom steigenden Meeresspiegel betroffen sind, und ihren Lebensunterhalt zu schützen, fordert das IPCC die Einführung von Maßnahmen zur Begrenzung der globalen Erwärmung auf das niedrigstmögliche Niveau im Einklang mit dem international vereinbarten Pariser Übereinkommen von 2015 .

Der IPCC-Bericht betont die Bedeutung koordinierter, ehrgeiziger und dringender Maßnahmen zur Abschwächung der Auswirkungen der globalen Erwärmung und warnt, dass Gletscher, Schnee, Eis und Permafrost abnehmen und dies auch weiterhin tun werden.

Bei der Erstellung des Berichts bewerteten mehr als 100 Autoren aus 36 Ländern die neueste wissenschaftliche Literatur zum Ozean und zur Kryosphäre und stützten ihre Ergebnisse auf rund 7.000 wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Der Bericht wird den führenden Politikern der Welt, die sich im Dezember in bevorstehenden Klima- und Umweltverhandlungen wie der UN-Klimarahmenkonferenz (COP25) in Chile versammeln, einen wichtigen Dienst leisten.

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Zeit zu zahlen: UN-Gipfel drängt auf Durchbruch bei der Entwicklungsfinanzierung

25. September 2019 - 12:17

25. September 2019 - Eine nachhaltige Weltwirtschaft , die den Planeten schützt und das Leben überall verbessert - ist auch eine enorme Chance, neue Arbeitsplätze und Marktchancen im Wert von Milliarden von Dollar zu schaffen. Damit dies gelingt, muss die internationale Gemeinschaft ihre Investitionen rasch ausweiten.

Um die Nationen davon zu überzeugen, ihr Geld in Bereichen auszugeben, die die 17 umfassenden Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) unterstützen, bringen die Vereinten Nationen am Donnerstag in New York Führungskräfte von Regierungen, Wirtschaft und Finanzsektor zum ersten Mal zu einem hochrangigen Dialog zum Thema Entwicklungsfinanzierung zusammen. Dies ist das erste Treffen seit der Verabschiedung der bahnbrechenden Addis Abeba-Aktionsagenda im Jahr 2015, die eine Reihe mutiger Maßnahmen zur Überarbeitung der globalen Finanzierungspraktiken und der direkten Mittel zur Bewältigung einer Reihe wirtschaftlicher, sozialer und ökologischer Herausforderungen enthielt.

Nach Schätzungen der UN könnten durch die Erreichung der SDGs weltweit rund zwölf Milliarden US-Dollar an Werten geschaffen werden und bis 2030 ungefähr 380 Millionen neue Arbeitsplätze entstehen. Die Verwirklichung dieses Ziels erfordert jedoch jährliche Investitionen in allen Sektoren in Höhe von fünf bis sieben Milliarden US-Dollar. Derzeit liegen die Investitionen jedoch weit unter diesem Niveau.

Es wurden mehrere Gründe angeführt, um das Defizit zu erklären, darunter ungleichmäßiges Wirtschaftswachstum und zunehmende Ungleichheit. Weitere Faktoren sind handelsbeschränkende Maßnahmen, steigende Verschuldung und sinkende ausländische Direktinvestitionen, die die Fähigkeit vieler Länder beeinträchtigen, in die Ziele für nachhaltige Entwicklung zu investieren.

Es wird erwartet, dass die Konferenz als Aufruf zu kollektiven Maßnahmen dienen wird, um die Mitgliedstaaten und den Privatsektor zu beflügeln und neue konkrete Maßnahmen anzukündigen, mit denen die Finanzierung für eine nachhaltige Entwicklung aufgestockt wird.

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Greta Thunberg erklärt führenden Politikern der Welt: „Ihr lasst uns im Stich“

24. September 2019 - 14:01

24. September 2019 - Die 16-jährige Klimaaktivistin Greta Thunberg hat sich zu Beginn des UN-Klimagipfels am Montag in ihrer Kritik an den Staats- und Regierungschefs unerbittlich geäußert und sagte, sie seien noch „nicht reif genug, um zu sagen wie es ist.“

Sie fügte unverblümt hinzu: „Ihr erfüllt unsere Forderungen nicht, aber die Jugend beginnt, euren Verrat zu verstehen. Die Augen aller künftigen Generationen sind auf euch gerichtet, und wenn ihr uns im Stich lässt, werden wir euch niemals vergeben."

Thunberg sprach direkt mit Dutzenden von Staats- und Regierungschefs, Wirtschaftsführern und hochrangigen Vertretern der Zivilgesellschaft aus der ganzen Welt, die sich gestern bereit erklärten weitreichende Schritte zur Bekämpfung des Klimawandels zu unternehmen.

Die Tatsache, dass so viele Regierungen, Städte und Unternehmen mit verstärktem Engagement für das Klima an dem Gipfeltreffen teilgenommen haben, sei ein Beweis für ihren Führungswillen und ihre Bereitschaft Investitionen in eine grüne Zukunft zu tätigen, sagte UN-Generalsekretär Guterres. Die Lösungen und Technologien seien bereits vorhanden, um mehr als 70 Prozent der heutigen Emissionen zu bewältigen.

Diese Lösungen müssen jedoch umgesetzt werden, was grundlegende Veränderungen in allen Bereichen der Gesellschaft erfordert. Guterres forderte zudem ein Ende der Subventionen für fossile Brennstoffe und eine Verlagerung der Steuern weg von Löhnen und hin zu Kohlenstoff.

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Wissenschaftler warnen vor UN-Gipfel: Klimawandel "schlägt härter und früher zu" als prognostiziert

23. September 2019 - 11:32

23. September 2019 – Führende Klimaforscher haben am Sonntag einen Bericht veröffentlicht, der zeigt, dass in den letzten Jahren der Anstieg des Meeresspiegels, die Erwärmung des Planeten, das Schrumpfen der Eisdecke und die Kohlenstoffbelastung zugenommen haben. Ein ernüchternder Aufruf zum Handeln für alle politischen Führer, die sich heute zum Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York treffen.

Der wegweisende Bericht, der auf dem UN-Klimagipfel vorgestellt wird, unterstreicht die offensichtliche und wachsende Kluft zwischen den vereinbarten Zielen zur Bekämpfung der globalen Erwärmung und der tatsächlichen Realität.

Der von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) erstellte Bericht, enthält Einzelheiten zum Klimazustand und zeigt Trends bei den Emissionen und der atmosphärischen Konzentration der wichtigsten Treibhausgase auf.

Er unterstreicht die Dringlichkeit grundlegender sozioökonomischer Transformationen und Maßnahmen zur Eindämmung des CO2-Ausstoßes in Schlüsselsektoren wie Landnutzung und Energie, um einen gefährlichen globalen Temperaturanstieg mit potenziell irreversiblen Auswirkungen abzuwenden. Außerdem werden Hilfsmittel zur Unterstützung von Schadensbegrenzung und Anpassung untersucht.

Die Einschätzung der Klimaexperten und wissenschaftlichen Organisationen erfolgt nicht nur vor dem Hintergrund des UN-Gipfels, sondern auch vor dem Hintergrund des globalen „Klimastreiks“ der vergangenen Woche, bei dem Millionen von jungen Menschen weltweit auf die Straße gingen. Sie forderten echte Maßnahmen von Politikern und großen Unternehmen, um die Auswirkungen, des von UN-Generalsekretär António Guterres als "Klimanotfall" bezeichneten Klimawandels, umzukehren.

Guterres sagte den jungen Aktivisten, dass er befürchte, „es gebe einen ernsthaften Konflikt zwischen Menschen und Natur, zwischen Menschen und dem Planeten.“ Es gebe keine Zeit zu verlieren, so viele Menschen auf der ganzen Welt leiden bereits unter den Auswirkungen des Klimawandels. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat den Staats- und Regierungschef unverblümt erklärt, „nicht mit schönen Reden zum Gipfel zu kommen, sondern mit konkreten Plänen“. Darunter zählt er Klimaneutralitätspläne für 2050, Optionen zur Bekämpfung von Subventionen für fossile Brennstoffe, Besteuerung von Kohlenstoff und ein mögliches Ende im nächsten Jahr für neue Kohlekraftwerke.

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Sicherheitsrat: Zwei Resolutionsentwürfe, kein Konsens über Waffenstillstand im syrischen Idlib

20. September 2019 - 11:50

20. September 2019 - Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag keinen Konsens über eine der beiden konkurrierenden Resolutionen für ein Ende der Feindseligkeiten in Idlib, Syrien, erzielen können. Dies ist die letzte Provinz, die noch immer größtenteils von Rebellen besetzt ist, in der vom Krieg zerstörten Nation.

Ursula Müller, die stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen für humanitäre Angelegenheiten, sagte vor der Abstimmung, dass Berichten zufolge ein von Russland am 30. August angekündigter einseitiger Waffenstillstand zu einem Rückgang der Kämpfe in der nordwestlichen Region geführt habe. Unsicherheit und eine „alarmierende“ humanitäre Situation bestehen jedoch fort.

„Der fragile Waffenstillstand hat eine Perspektive in den Mittelpunkt gerückt, die für diesen Sicherheitsrat nur allzu vertraut sein sollte: Weitere Kämpfe werden Tausende von Zivilisten gefährden und vertreiben. Weitere Vertreibungen werden noch mehr Bedürfnisse schaffen. Weitere Bedürfnisse werden Hilfskräfte überfordern, die bereits jetzt schon an ihre Grenzen stoßen", sagte sie der Kammer.

Humanitäre Helfer erreichen jeden Monat mehr als 1,6 Millionen Menschen in der Idlib-Region durch grenzüberschreitende Operationen aus der Türkei.

Rund 400.000 Einwohner sind seit Mai nach einer Eskalation der Militäroperationen aus ihren Häusern geflohen. Sie sind in Gebiete nahe der Grenze gedrängt worden, die bereits dicht besiedelt sind, was die Aufnahmegemeinschaften weiter belastet.

Müller betonte, dass Obdach ein wichtiges Anliegen sei. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage und des knappen Angebots könnten sich viele Familien keinen Wohnraum leisten. Angesichts des bevorstehenden Winters schätzen die Hilfsorganisationen, dass sie mehr als 68 Millionen US-Dollar benötigen, um den Bedürftigen zu helfen.

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Guterres: UN-Gipfeltreffen sollen "Ehrgeiz und Handeln" für Klimawandel und nachhaltige Entwicklung antreiben

19. September 2019 - 10:40

19. September 2019 - In der kommenden Woche finden fünf wichtige Gipfeltreffen der Vereinten Nationen statt, auf denen Maßnahmen zur Bekämpfung der Klimakrise und anderer globaler Probleme ergriffen werden sollen. Sie sollen die UNO als "Motor für sinnvolle, positive Veränderungen" ausweisen, so der Mann an der Spitze der Organisation.

Für den UN-Generalsekretär ist angesichts des Klimawandels, der zunehmenden Ungleichheit, des zunehmenden Hasses und der Intoleranz, sowie der „alamierenden“ Anzahl an Friedens- und Sicherheitsherausforderungen keine Zeit zu verlieren.

„Die größte Herausforderung für Führungskräfte und Institutionen besteht darin, Menschen zu zeigen, dass sie uns wichtig sind - und Lösungen zu finden, um mit Antworten auf die Ängste der Menschen zu reagieren. Die kommende hochrangige Woche soll genau das ermöglichen“, sagte er am Mittwoch in New York gegenüber Journalisten.

„Es wird Dutzende von Gipfeln, Treffen und Nebenveranstaltungen geben. Aber ich kann die Bedeutung all dieser Diskussionen in zwei Worte fassen: Ehrgeiz und Handeln. Ich sehe die hochrangige Woche als eine hervorragende Gelegenheit, die Vereinten Nationen als Zentrum für Lösungen und Motor für eine sinnvolle und positive Veränderung im Leben der Menschen zu präsentieren."

Die hochrangige Woche beginnt am Montag mit dem Klimagipfel. Dort sollen mehrere Pläne zur drastischen Reduzierung der Emissionen in den nächsten zehn Jahren und zur Erreichung der CO2-Neutralität bis 2050 vorgestellt werden.

Die vier anderen Gipfeltreffen werden sich mit der allgemeinen Gesundheitsversorgung, den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, der Finanzierung der Entwicklung und der Unterstützung der kleinen Inselentwicklungsstaaten befassen.

Guterres versprach, dass seine Botschaft durchweg einfach sein wird: „Stellen Sie die Menschen an die erste Stelle. Ihre Bedürfnisse. Ihre Bestrebungen. Ihre Rechte."

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