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Aktualisiert: vor 17 Stunden 10 Minuten

UNICEF startet neues Bildungszugangsprogramm in Somalia

15. Juli 2019 - 13:24

15. Juli 2019 – Mehr als 50 Prozent der Kinder in Somalia gehen nicht in die Schule. Der Zugang zu Bildung ist äußerst begrenzt. Um das Problem anzugehen, hat sich der UN-Kinderfonds UNICEF mit der Regierung und dem globalen „Education Cannot Wait“ Fond zusammengetan, um ein Programm zu starten, das Kindern, die von anhaltenden Krisen im Land betroffen sind, helfen soll.

Dürre, Ernährungsunsicherheit, Armut und Ungleichheit sind einige der Herausforderungen, wegen denen weniger Kinder in die Schule gehen. Die Bildungsaussichten für Kinder in Somalia in ländlichen Gebieten und für Binnenvertriebene im schulpflichtigen Alter sind besonders schlecht: Nur 26 Prozent der Kinder in ländlichen Gemeinden und 16 Prozent der Binnenvertriebenen gehen in die Grundschule.

Das Programm hat eine Laufzeit von drei Jahren und ist mit einem Budget von 64 Millionen US-Dollar ausgestattet. Es soll mehr als 54.000 Kindern eine Ausbildung ermöglichen.

In einer am Samstag veröffentlichten UNICEF-Erklärung wurde gesagt, dass das Ziel darin besteht, „verbesserte Lernergebnisse für Kinder im schulpflichtigen Alter zu erzielen, die von Notfällen betroffen sind“, indem der Zugang zu qualitativ hochwertiger, integrativer, geschlechtsspezifischer, kinderfreundlicher und nachhaltiger Bildung verbessert wird.

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UN-Generalsekretär António Guterres besucht Mosambik

11. Juli 2019 - 10:46

11. Juli 2019 – UN-Generalsekretär António Guterres hat seinen zweitägigen Besuch in der südafrikanischen Nation Mosambik angetreten. Er wird sich vor Ort ein Bild von den Schäden machen, die die tödlichen Wirbelstürme Anfang dieses Jahres hinterlassen haben.

Nach Angaben der Vereinten Nationen waren 1,85 Millionen Menschen in den Provinzen Inhambane, Manica, Tete, Zambézia und Sofala, vom Zyklon Idai betroffen. Insbesondere in der geschäftigen Küstenstadt Beira wurden 90% der gesamten Infrastruktur beschädigt.

Nur sechs Wochen später traf ein zweiter verheerender Sturm – Zyklon Kenneth – die nördlichen Provinzen Cabo Delgado und Nampula. Mehr als 400.000 Menschen waren davon betroffen.

Auf beide Zyklone folgten wochenlange Regenfälle, die für verehrende Sturmfluten und massive Überschwemmungen sorgten. Ein Mitarbeiter der Vereinten Nationen beschrieb das überflutete Gebiet einmal als "Binnenmeer", das so groß wie Luxemburg war, etwa 125 km mal 25 km breit.

Generalsekretär Guterres wird seine Mission am Donnerstag mit einem Treffen mit Präsident Filipe Nyusi beginnen. Vor dem Treffen wird er aktuelle Informationen zur Lage und Arbeit von den UN-Agenturen vor Ort erhalten.

Im vergangenen Monat veranstaltete das Land eine Spendenkonferenz, auf der 3,2 Milliarden US-Dollar gesammelt werden sollten, um den Wiederaufbau der betroffenen Gebiete zu erleichtern. Internationale Spender haben nur 1,2 Milliarden US-Dollar zugesagt.

Damals erklärte der UN-Generalsekretär: "Dies ist der Moment, um unsere Solidarität mit einem Land, das von einer der schlimmsten wetterbedingten Katastrophen in der afrikanischen Geschichte betroffen ist, in konkrete Gesten umzusetzen." Weiter betonte er die Dringlichkeit der Bekämpfung des Klimawandels.

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UN-Generalsekretär Guterres: Globale Reaktion auf Armut und Umweltziele ist "nicht ehrgeizig genug"

10. Juli 2019 - 12:41

10. Juli 2019 – Nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres muss weltweit viel mehr getan werden, um Armut zu bekämpfen und die Umwelt zu schützen. Die bisherigen Maßnahmen, die die Staats- und Regierungschefs im Jahr 2015 vereinbart haben, seien nicht „ehrgeizig genug“.

In seinem neuen Bericht über die Fortschritte bei der Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) erklärte der UN-Chef, dass die Regierungen auf der ganzen Welt zwar eine „Vielzahl an Maßnahmen“ ergriffen hätten, die am stärksten gefährdeten Menschen und Länder jedoch weiterhin am meisten leiden. "

Die 17 SDGs verpflichten die Länder, Anstrengungen zu unternehmen, um alle Formen der Armut zu beenden und Ungleichheiten, sowie den Klimawandel zu bekämpfen.

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Neue UN-Studie: Durch Mord verlieren weit mehr Menschen ihr Leben als durch bewaffnete Konflikte

9. Juli 2019 - 10:40

09. Juli 2019 – Eine Studie des Büros der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) hat herausgefunden, dass 2017 ungefähr 460.000 Menschen auf der ganzen Welt Opfer mörderischer Gewalt geworden sind. Das ist mehr als das Fünffache an Menschen, die im selben Zeitraum in bewaffneten Konflikten getötet wurden.


Laut der UNODC-Studie ist Mittelamerika die gefährlichste Region, in der die Zahl der Morde oder rechtswidrigen Tötungen auf 62,1 pro 100.000 Menschen angestiegen ist. Die sichersten Orte befinden sich in Asien, Europa und Ozeanien wo die Mordraten bei 2,3; 3,0 und 2,8 liegen.

 

Die Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das organisierte Verbrechen für fast jeden fünften Mord verantwortlich ist. In allen Regionen steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Jungen Opfer von Mord werden, mit zunehmendem Alter, während Jungen im Alter zwischen 15 und 29 Jahren das weltweit höchste Mordrisiko haben.

 

Während Frauen und Mädchen einen weitaus geringeren Anteil an Opfern haben als Männer, tragen sie nach wie vor „die größte Last“ eines Mordes, da diese häufig von vertrauten Partnern und Familienmitgliedern begangen werden. Dem Bericht zufolge sind bei Mordfällen neun von zehn Verdächtigen Männer.


Die Studie unterstreicht auch, wie wichtig es ist, Korruption zu bekämpfen, die Rechtsstaatlichkeit zu stärken und in öffentliche Dienstleistungen zu investieren - insbesondere in das Bildungswesen. Dies sei „entscheidend“ bei der Reduzierung von Gewaltverbrechen, heißt es in dem Bericht.

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Syrien: Mindestens sieben Kinder bei Luftangriff getötet

8. Juli 2019 - 10:58

08. Juli 2019 - Laut dem UN-Kinderhilfswerk (UNICEF) wurden am Samstag mindestens sieben Kinder bei einem Luftangriff auf das Dorf Mhambel am Stadtrand von Idlib im Nordwesten Syriens getötet.

"Die offensichtliche Missachtung der Sicherheit und des Wohlbefindens von Kindern bei diesen Angriffen ist entsetzlich", erklärte UNICEF-Chefin Henrietta Fore. Sie fügte hinzu: "Mein Herz ist gebrochen für die jungen Menschen, die ihr Leben verloren haben, und für alle Kinder in der Region, die in Gefahr sind.“

Insgesamt sollen bei dem von Regierungstruppen verübten Angriff mit Raketen und Fassbomben mindestens 20 Zivilisten getötet worden sein. Seit Anfang dieses Jahres wurden bereits 140 Kinder im Nordwesten Syriens getötet.

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Venezuela: UN fordern Ende der Menschenrechtsverletzungen

5. Juli 2019 - 12:42

05. Juli 2019 – Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte, Michelle Bachelet, hat die venezolanischen Behörden dazu aufgefordert, umgehend Maßnahmen gegen die weitverbreiteten Rechtsverletzungen gegen die Bevölkerung des Landes zu ergreifen. Weiter sagte sie, dass die Behörden in Venezuela daran arbeiten sollen, „diese alles verzehrende Krise“ zu lösen.

Michelle Bachelets Appell an die Regierung von Nicolas Maduro geht ihrer Rede vor dem Menschenrechtsrat am Freitag voraus und folgt ihrem offiziellen Besuch in Venezuela vom 19. bis 21. Juni.

Mit Ihren Ausführungen reagiert sie auch auf die Veröffentlichung eines neuen Berichts des Amtes des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte (OHCHR) zu Venezuela. Dieser wurde von den Mitgliedern des Menschenrechtsrats beauftragt, wegen bestehender Bedenken zur Situation in Venezuela.

Frühere OHCHR-Berichte sprachen von Tötungen, der Anwendung übermäßiger Gewalt gegen Demonstranten, willkürliche Inhaftierungen, Misshandlungen und Folter. Die neueste Veröffentlichung warnt: "Wenn sich die Situation nicht verbessert, wird der beispiellose Zustrom venezolanischer Migranten und Flüchtlinge anhalten und die Lebensbedingungen der verbleibenden Menschen werden sich verschlechtern."

In Anbetracht der Notlage der venezolanischen Zivilbevölkerung berichtet OHCHR, dass „große Teile der Bevölkerung keinen Zugang zur Verteilung von Nahrungsmitteln haben. Besonders betroffen seien Frauen, die "durchschnittlich 10 Stunden pro Tag in der Warteschlange stehen", für Nahrungsmittel die "zunehmend knapp und unerschwinglich werden".

Die Gesundheitsversorgung wird auch als „katastrophal“ bezeichnet, da es in Krankenhäusern an Personal, Versorgung, Medikamenten und Elektrizität mangelt, um lebenswichtige Maschinen am Laufen zu halten. Zwischen November 2018 und Februar 2019 starben 1.557 Menschen aufgrund mangelnder Versorgung in Krankenhäusern, heißt es in dem Bericht unter Berufung auf eine nationale Krankenhausumfrage.

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Guterres drängt auf Gegenstrategien für bedrohte Karibikinseln

4. Juli 2019 - 11:10

04.Juli 2019 – Generalsekretär António Guterres hat bei der jährlichen Konferenz der karibischen Gemeinschaft (CARICOM) in St. Lucia über die besondere Bedrohung gefährdeter Inselstaaten der Karibik gesprochen.

Um den globalen Herausforderungen zu begegnen, sei es unerlässlich, gemeinsam Gegenstrategien zu entwickeln, insbesondere angesichts der Zerstörung durch den Klimawandel, sagte der UN-Chef.

"Die Schönheit von St. Lucia und die Einzigartigkeit und Lebensweise der einzelnen Karibikinseln sind bedroht", sagte der Generalsekretär am Mittwoch auf der Konferenz der Regierungschefs von CARICOM. Sie versammelten sich, um darüber zu diskutieren, wie nachhaltige Entwicklung besser gefördert werden kann.

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DR Kongo: Vereinte Nationen verdreifachen Hilfe in der Provinz Ituri

3. Juli 2019 - 11:20

03. Juni 2019 – Das Welternährungsprogramm (WFP) der Vereinten Nationen hat die Nahrungsmittelhilfe in der vom Konflikt betroffenen Provinz Ituri verdreifacht. Es bezeichnet die Krise in der in der Demokratischen Republik Kongo nach dem Jemen als die zweitgrößte Hungerkrise in der Welt.

Zusätzlich zur Hungerkrise sind die Gemeinden in der nordöstlichen Demokratischen Republik Kongo einem tödlichen Ausbruch von Ebola und interethnischen Zusammenstößen ausgesetzt. Dabei wurden zwischen dem 10. und dem 13. Juni mindestens 117 Menschen getötet.

Die Situation hat sich aufgrund vermehrter Zusammenstöße zwischen Hema-Hirten und Lendu-Bauern, die Menschen aus ihren Häusern vertrieben haben, steigender Lebensmittelpreise und Ernteschäden durch Insekten weiter verschlechtert.

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Anstieg der Hitzebelastung wird Weltwirtschaft 2.400 Milliarden US-Dollar pro Jahr kosten

2. Juli 2019 - 10:06

02. Juli 2019 - UN-Experten sagten am Montag, dass sich der Anstieg der mit dem Klimawandel verbundenen Hitzebelastung am Arbeitsplatz massiv auf die globale Produktivität und wirtschaftliche Verluste auswirken wird, insbesondere in der Landwirtschaft und im Baugewerbe.

Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) betonte, dass die ärmsten Länder der Welt, insbesondere in Westafrika und Südostasien, am stärksten betroffen sein werden und warnte , dass der Produktionsausfall 80 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen im Jhar 2030 entsprechen wird - oder 2,2 Prozent der Arbeitszeit weltweit.

Die Gesamtkosten dieser Verluste belaufen sich nach Angaben des IAO-Berichts "Arbeiten auf einem wärmeren Planeten" auf 2.400 Milliarden US-Dollar pro Jahr, bei einem globalen Temperaturanstieg von nur 1,5 Grad Celsius bis zum Ende dieses Jahrhunderts.

"Die Auswirkungen von Hitzebelastung auf die Arbeitsproduktivität sind eine schwerwiegende Folge des Klimawandels", sagte Catherine Saget, Referatsleiterin in der Forschungsabteilung der IAO und eine der Hauptautoren des Berichts.

"Wir können damit rechnen, dass sich die Ungleichheit zwischen Länder mit niedrigem und hohem Einkommen vergrößern wird und sich die Arbeitsbedingungen für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen verschlechtern."

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New York feiert World Pride

1. Juli 2019 - 10:53

01. Juli 2019 -In vielen Städten der Welt haben auch in diesem Sommer wieder Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle (LGBTIQ) für ihre Rechte und gegen Diskriminierung protestiert. Auf vielen Schildern war Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (UDHR) zu lesen, der besagt, dass "alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren."

In New York hat der Gay Pride in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung. Vor 50 Jahren wehrten sich hier Schwule erstmals gegen willkürliche Razzien der Polizei - der Ursprung der "Pride"-Bewegung.

Während die Atmosphäre des Tages von Euphorie und Stolz geprägt war, wies die Weltbank darauf hin, dass LGBTI-Menschen trotz der Fortschritte in den letzten zwei Jahrzehnten in vielen Ländern weiterhin weitverbreiteter Ausgrenzung, Diskriminierung und Gewalt ausgesetzt sind. Bis heute kriminalisiert etwa ein Drittel der UN-Mitgliedstaaten weiter Homosexualität und es gibt ein tief verwurzeltes Stigma gegen sie.

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UN-Bericht: Kokain-Produktion auf historischem Höchststand

26. Juni 2019 - 13:38

Der Konsum von Drogen ist weltweit dramatisch gestiegen: Mehr als eine halbe Million Menschen (585.000) sind 2017 wegen ihres Drogenkonsums und den damit zusammenhängenden Krankheiten ums Leben gekommen. Das erklärten Experten des UN-Büros für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) am Mittwoch in Wien.

Laut UN-Drogenbericht, der sich auch auf 2017 bezieht, greifen weltweit 271 Millionen Menschen zu Drogen wie Cannabis, Kokain, Opium oder zu synthetischen Substanzen. Im Vergleich zu 2009 sei die Zahl der Drogennutzer damit um 30 Prozent gestiegen.

 

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Sicherheitsrat drängt auf "maximale Zurückhaltung" in der Golfregion

25. Juni 2019 - 12:19

25. Juni 2019 – Nach Ansicht des iranischen Botschafters Majid Takht Ravanchi bei den Vereinten Nationen ist ein "regionaler Dialog" erforderlich, um den wachsenden Spannungen am Golf zu begegnen. Weiter forderte er Generalsekretär António Guterres auf, "eine Rolle zu spielen", um die Staaten an den Tisch zu bringen.

Ravanchi sprach am Montag mit Reportern vor der Sitzung des Sicherheitsrates, wo ein Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten wurde, um die sich verschlechternden Beziehungen zwischen den USA und dem Iran zu erörtern.

"Die heutige Entscheidung der USA, weitere Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, ist ein weiteres Indiz für die anhaltende Feindseligkeit der USA gegenüber dem iranischen Volk und seinen Führern", sagte er. "Um die Spannungen in der erweiterten Golfregion abzubauen, müssen die USA ihr militärisches Abenteurertum in unserer Region sowie ihren Wirtschaftskrieg einstellen."

"Die Ratsmitglieder fordern die Betroffenen und alle Länder in der Region nachdrücklich auf, maximale Zurückhaltung zu üben und Maßnahmen und Aktionen zu ergreifen, um Eskalation und Spannungen abzubauen", sagte der Botschafter.

In der Erklärung des Sicherheitsrates wird gefordert, dass Differenzen „friedlich und im Dialog“ angegangen werden sollten.

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Guterres: Weltjugend soll sich weiterhin für den Klimaschutz einsetzen.

24. Juni 2019 - 10:46

24. Juni 2019 – UN-Generalsekretär Guterres hat bei seiner Abschlussrede auf der Weltministerkonferenz für die Jugend in Lissabon die älteren Generationen für ihren Umgang mit der Klimakrise kritisiert. Diese hätten "nicht richtig reagiert", während die Jungen "sich der Herausforderung stellen" und die Führung übernähmen, um das zerstörerische Tempo der globalen Erwärmung zu verlangsamen.

Guterres sprach von den inspirierenden Aktionen junger Persönlichkeiten, wie die der schwedischen Aktivistin Greta Thunberg. Diese hat geschafft, dass Schüler auf der ganzen Welt für Klimaschutzaktionen streiken. Weiter erklärte der Generalsekretär: „Schulkinder haben die Dringlichkeit besser verstanden, als globale Führungskräfte. Sie wissen, dass sich das Zeitfenster schließt. Sie sind entschlossen, diese Bedrohung zu bekämpfen, und sie machen bereits einen großen Unterschied. “

Guterres hoffe, dass viele Jugendliche im September in New York sein werden, nicht nur wegen des großen Klimagipfels, sondern auch, um "dringendere und ehrgeizigere globale Maßnahmen zur Umsetzung" voranzutreiben.

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UN-Sonderberichterstatterin: Khashoggi-Mord ein "Staatsverbechen"

21. Juni 2019 - 11:23

21. Juni 2019 - In einem Interview mit UN News hat die Sonderberichterstatterin Agnes Callamard über ihre fast einwöchige Mission in der Türkei auf der Suche nach der Wahrheit über den Tod des Washington Post Journalisten Jamal Khashoggi berichtet. Dieser wurde vergangenen Oktober im saudischen Konsulat in Istanbul getötet.

"Ich habe mich mit dem Kontext und den Folgen der Verbrechen befasst und insbesondere die in der Türkei und anderswo gesammelten Beweise auf der Grundlage des internationalen Menschenrechts geprüft und analysiert", sagte sie.

Diese Erkenntnisse bilden die Grundlage ihres 100-seitigen Berichts, in dem sie sich mit den verschiedenen Zuständigkeiten der Staaten für den Mord an Khashoggi befasst.

Laut der vom Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen ernannten Sonderberichterstatterin sei der Mord nicht lange geplant worden, aber es sei auch klar, dass eine Mission dieser Art „nicht in 48 Stunden von Grund auf verwirklicht werden kann“. Dies deutet darauf hin, dass die Beteiligten sich schon seit geraumer Zeit mit Khashoggi befasst haben.

In ihrem Bericht gibt sie eine Reihe von Empfehlungen ab, unter anderem zur Justizverantwortung, von denen sie nicht glaubte, dass dies im saudischen Prozess der Fall war.

"Ich fordere eine internationale strafrechtliche Untersuchung, um die individuellen Verantwortlichkeiten zu bestimmen. ", erklärte sie und fügte hinzu, dass der Prozess gegen Herrn Khashoggis Tod nicht den internationalen Verfahrens- und Sachstandards entsprochen habe. Sie empfiehlt daher, die internationalen strafrechtlichen Ermittlungen auf der Ebene der Vereinten Nationen durchzuführen. Sie forderte den UN-Generalsekretär auf, ein Expertengremium zu berufen, dass die individuelle Verantwortung auf der Grundlage der Beweise untersucht.

Sie argumentierte, dass das Verbrechen gegen Herrn Khashoggi ein Staatsverbrechen sei und „eine willkürliche und außergerichtliche Hinrichtung, für die der Staat Saudi-Arabien verantwortlich ist“. Einzelne Sanktionen hält sie für „unzureichend“.

Der Sonderberichterstatter wies darauf hin, dass die gerichtliche Rechenschaftspflicht für das Verbrechen an Khashoggi „schwierig umzusetzen ist“. Sie bestand jedoch darauf, dass ein Prozess nicht die einzige Möglichkeit ist, der Gerechtigkeit zu dienen – diese könnte auch auf einem symbolischen, finanziellen oder politischen Weg erreicht werden.

Frau Callamard wird ihren Bericht am 26. Juni dem Menschenrechtsrat vorlegen.

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Guterres: Sexuelle Gewalt in Konflikten bedroht unsere Sicherheit und Menschlichkeit

20. Juni 2019 - 13:40

20. Juni - Sexuelle Gewalt in Konflikten ist ein „Angriff auf unsere Sicherheit“ und eine „Schande für unsere Menschlichkeit“, sagte UN-Generalsekretär António Guterres in seiner Botschaft zum gestrigen Internationalen Tag zur Beseitung sexueller Gewalt in Konflikten.

Er betonte, dass die Erfahrung sexueller Gewalt sich über Generationen auswirken kann durch Traumata, Stigma, Armut, langfristige gesundheitliche Folgen und ungewollte Schwangerschaften. Deshalb sei es so wichtig, Überlebende anzuhören und ihre Bedürfnisse zu erkennen.

An diesem internationalen Tag ehren die Vereinten Nationan auch diejenigen, die „an der Front arbeiten“ um Opfern von Gewalt dabei zu helfen, ihr Leben wieder aufzubauen.

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40 Jahre Schutzmaßnahmen für wandernde Wildtiere weltweit

19. Juni 2019 - 12:52

Bonn, 19. Juni 2019 - Am Sonntag, den 23. Juni, jährt sich zum 40. Mal das Übereinkommen zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (CMS), auch "Bonner Konvention" genannt. Es ist der einzige globale Vertrag, der sich mit der Erhaltung wandernder Wildtiere und ihrer Lebensräume auf der ganzen Welt befasst, einschließlich Vögel, Wale, Delfine, Haie, Elefanten, Antilopen und Gorillas. 

Die Bonner Konvention ist eines der ältesten globalen Umweltabkommen und hatte als erste UN-Organisation ihren Hauptsitz in Bonn. Seit ihrer Verhandlung und Unterzeichnung auf der Godesburg in Bonn hat sich die Anzahl der Regierungen, die sich in der Konvention und ihren Abkommen engagieren auf über 160 erhöht. Auch viele Partnerorganisationen und Wildtierexperten arbeiten mit der Konvention zusammen.

Die amtierende CMS Exekutivsekretärin Amy Fraenkel erklärte: "Seit 40 Jahren ist CMS führend bei der Bekämpfung von Bedrohungen für wandernde Wildtiere weltweit. Wir sind sehr dankbar für die große Unterstützung der Stadt Bonn und der deutschen Bundesregierung als Gastgeber dieser wichtigen Konvention. Trotz zahlreicher Erfolge gibt es nach wie vor große Herausforderungen für wandernde Wildtiere, einschließlich des zunehmenden Verlustes von Lebensräumen, der Verschmutzung und des Klimawandels."

Bonner Oberbürgermeister Ashok Sridharan erklärte: "Ich beglückwünsche die Bonner Konvention dazu, dass sie die Welt zu einem besseren Ort für wandernde Wildtiere gemacht hat. Sie hat als erste Organisation der Vereinten Nationen in Bonn eine ganz besondere Bedeutung für unsere Stadt. Heute sind wir mit 20 UN-Sekretariaten die deutsche Stadt der Vereinten Nationen. Und wir werden alle UN-Organisationen, die ihren Sitz hier bei uns haben, weiterhin uneingeschränkt unterstützen." Im Alten Rathaus der Stadt Bonn findet heute Abend ein Jubiläumsempfang statt. 

Die Bonner Konvention ist auch insofern einzigartig, als sie eine internationale Plattform für Länder mit gemeinsamen Wildtieren bietet, um für deren grenzüberschreitenden Schutz zu arbeiten. Die Erhaltung wandernder Arten und ihrer Lebensräume bietet ebenfalls wichtige Vorteile, wie z.B. die Bestäubung von Pflanzen, die Verbreitung von Saatgut, Schädlingsbekämpfung und die Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel. 

CMS fördert die wissenschaftliche Forschung zum besseren Schutz wandernder Wildtiere über ihre Lebensräume und Wanderrouten hinweg. Teil des Mandats des Übereinkommens ist es auch, die Auswirkungen des Klimawandels zu mindern, Wildtierkriminalität zu bekämpfen und die Nutzung erneuerbarer Energien wildtierfreundlich zu gestalten. Diese Bemühungen unterstützen auch die Erreichung der Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung, zu denen auch Ziele zum Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme gehören. 

Pressekontakt: Florian Keil, Koordinator Kommunikation der Sekretariate von UNEP/CMS und UNEP/AEWA. Tel: +49 (0)228 815 2451, press@cms.int
Veronika Lenarz, CMS-Sekretariat Pressestelle, Tel: +49 (0)228 815 2409, press@cms.int

Weitere Informationen: https://www.cms.int/

Warum es wichtig ist, wandernde Wildtiere zu schützen, wird auch in diesem Video erklärt:

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Weltweit erstmals mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht - Zahl der Ankünfte in Deutschland sinkt weiter erheblich

19. Juni 2019 - 10:57

19. Juni 2019 - Während die Zahl der Asylbewerber in Deutschland weiter deutlich sinkt, hat das UN Flüchtlingshilfswerk UNHCR weltweit zum ersten Mal mehr als 70 Millionen Menschen auf der Flucht gezählt.

Zum 31. Dezember 2018 habe es auf der Erde 70,8 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Asylbewerber gegeben, sagte der Hohe Kommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge, Filippo Grandi, am Mittwoch in Berlin bei der Vorstellung des UN-Flüchtlingsberichts „Global Trends“. Das seien 2,3 Millionen mehr als ein Jahr zuvor - und doppelt so viele wie vor 20 Jahren. Es ist zugleich die höchste Zahl von Flüchtlingen, die UNHCR, je gezählt hat.

„Die Daten unterstreichen, dass die Zahl der vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehenden Menschen langfristig steigt“, sagte Grandi. „Obwohl die Sprache, wenn es um Flüchtlinge und Migranten geht, oft vergiftet ist, sehen wir aber auch phantastische Beispiele von Großmut und Solidarität, gerade von Gemeinschaften, die selbst schon einer großen Zahl von Flüchtlingen Schutz gewähren. Wir sehen auch beispielloses Engagement von neuen Akteuren, wie Entwicklungshilfeorganisationen, der privaten Wirtschaft und von Einzelnen. Sie spiegeln nicht nur den Geist des Globalen Paktes für Flüchtlinge wieder, sondern leben ihn auch.“ Grandi sagte weiter: „Auf diesen positiven Beispielen müssen wir aufbauen und unsere Solidarität für die vielen Tausenden, die jeden Tag vertrieben werden, verdoppeln.“

In Deutschland ging die Zahl der neuen Asylanträge wieder deutlich zurück. Im vergangenen Jahr suchten 161.900 Menschen um Schutz vor Krieg und Verfolgung nach. Im Jahr zuvor waren es noch 198 300, im Jahr 2016 sogar 722 400. Die größte Gruppe der Asylsuchenden, 44 200, bilden nach wie vor Syrer. An zweiter Stelle folgen erneut Iraker (16 300) und an dritter kommen Menschen aus Iran. Dafür sank die Zahl der afghanischen Asylbewerber innerhalb von nur zwei Jahren von 127 000 auf 9900 im letzten Jahr.

Insgesamt gab es in Deutschland zum Jahreswechsel 1 063 800 anerkannte Flüchtlinge. “Diese Zahlen zeigen zum einen das Engagement der Deutschen: Sie verweigern Menschen in Not nicht ihre Hilfe und ihren Schutz und die Integration macht große Fortschritte“, sagte Grandi.

Für Hunderttausende Menschen hat sich die Situation aber auch gebessert. So konnten 593 800 Flüchtlinge nach Hause zurückkehren. Weitere 62 600 wurden Staatsbürger des Landes, in dem sie Schutz gefunden hatten. Und 92 400 kamen per Härtefallaufnahme in ein sicheres Aufnahmeland.

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Milliarden Menschen weltweit fehlt es an Wasser und sanitären Einrichtungen

18. Juni 2019 - 10:35

18. Juni 2019 - Laut einem neuen Bericht des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen (UNICEF) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO) haben 2,2 Milliarden Menschen kein sauberes Trinkwasser. 4,2 Milliarden sind ohne sanitäre Einrichtungen und drei Milliarden ohne Möglichkeit zum Händewaschen. Vor allem Menschen in ländlichen Gebieten sind betroffen.

„Kinder und ihre Familien in armen und ländlichen Gemeinden sind am stärksten gefährdet, zurückgelassen zu werden“, sagte Ann Naylor, stellvertretende Direktorin für Wasser, Sanitär und Hygiene (WASH). Sie forderte die Regierungen auf, „in ihre Gemeinden zu investieren, wenn wir diese wirtschaftlichen und geografischen Unterschiede überwinden und dieses grundlegende Menschenrecht verwirklichen wollen.“

"Die Länder müssen ihre Anstrengungen im Bereich der sanitären Grundversorgung verdoppeln, sonst erreichen wir bis 2030 keinen universellen Zugang", fordert auch WHO-Direktorin, Maria Neira.

Jedes Jahr sterben etwa 297.000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfall, der durch unzureichendes Waschen verursacht wird. Schlechte sanitäre Einrichtungen und kontaminiertes Wasser tragen auch zur Übertragung von Krankheiten wie Cholera, Ruhr, Hepatitis A und Typhus bei.

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UN-Generalsekretär verurteilt Terroranschläge in Kenia und Somalia

17. Juni 2019 - 11:39

17. Juni 2019 - Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, hat die Anschläge von Samstag im kenianischen Wajir und in Mogadischu, der Hauptstadt Somalias, verurteilt. Bei den Anschlägen wurden mindestens 16 Menschen, unter Ihnen auch acht Polizisten, getötet.

Dutzende wurden bei beiden Terroranschlägen verletzt, welche die bewaffnete Gruppe Al-Shabaab für sich beansprucht hat. Sie ist besonders in Ostafrika aktiv. Der Anschlag in Kenia folgte einer Entführung dreier Polizisten am Freitag.

Guterres drückte seine Solidarität und sein "tief empfundenes Beileid gegenüber den Familien der Getöteten und gegenüber den Regierungen und der Bevölkerung Kenias und Somalias" aus und wünschte den Verletzten "eine schnelle Genesung“.

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USA bekräftigen vor UN-Sicherheitsrat Vorwürfe gegen Iran zu Tanker-Angriffen

14. Juni 2019 - 11:33

14 Juni 2019 - Der UN-Sicherheitsrat hat sich in einer Dringlichkeitssitzung mit den mutmaßlichen Angriffen auf zwei Tanker im Golf von Oman befasst. Dabei bekräftigten die USA nach Angaben von Diplomaten am Donnerstag ihre Vorwürfe gegen den Iran. US-Botschafter Jonathan Cohen sagte demnach, alle Hinweise ließen auf eine Verantwortung Teherans schließen, unter anderem die Art der eingesetzten Sprengsätze.

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