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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 5 Stunden 19 Minuten

11. Oktober 2019

11. Oktober 2019 - 15:34
 1. Erfolg im Kampf gegen Aids

Unter anderem die Tagesschau, ntv sowie die Neue Osnabrücker Zeitung und die Ostfriesischen Nachrichten berichten, dass internationale Geber bei einer Finanzierungskonferenz in Lyon 14 Milliarden US-Dollar für den Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulos und Malaria zugesagt haben. Mit einer Zusage von einer Milliarde Euro sei Deutschland der viertgrößte Geldgeber des Fonds. Der größte Geber sei allerdings die USA mit rund 4,68 Milliarden US-Dollar gewesen. Die Entwicklungsorganisation ONE begrüßte die Zusagen in Lyon, diese seien entscheiden um die Krankheiten bis 2023 auszurotten, so ONE. Auch U2-Sänger Bono begrüßte die Zusagen. Man habe sich hier und heute entschieden, den größten aller Kämpfe zu gewinnen und die größten Killer zu besiegen, die die Menschheit jemals erlebt habe, dies sei historisch, so Bono laut ONE. Neben Regierungen gehören auch private Spender wie Microsoft-Gründer Bill Gates zu den Unterstützer*innen des Globalen Fonds.

2. Friedensnobelpreis geht nach Afrika

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Das melden unter anderem die Tagesschau, Spiegel Online, die Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung Online, der Stern, der Deutschlandfunk, die Welt, die Berliner Morgenpost, die Frankfurter Rundschau und der Tagesspiegel. Mit der Auszeichnung werde insbesondere der historische Friedensschluss zwischen Äthiopien und Eritrea im vergangenen Jahr gewürdigt. Nach über 20 Jahren Konflikt hätte dies der Friedensvertrag beendet. Bereits im Jahr 2000 sei mit dem Abkommen von Algier der Krieg beendet worden. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hielten aber weiter an. Der äthiopische Ministerpräsident gelte seit seinem Amtsantritt vor anderthalb Jahren als Hoffnungsträger des Landes. Auch die Regierung in Addis Abeba teilte mit, sie sei „sehr, sehr glücklich über diese globale Anerkennung“.

3. Nigeria: Kampf gegen Kinderehen

Katrin Gänsler schreibt sowohl in der Deutschen Welle als auch in der Tagesschau (taz) über drei Schülerinnen, die sich gegen die Kinderehe in Nigeria einsetzen. Susan Ubogu, Kudirat Abiola und Temitayo Asuni haben im Dezember vergangenen Jahres die Organisation „It’s never your fault“ gegründet und setzen sich dagegen ein, dass Kinder früh verheiratet werden. Für Susan Ubogu bedeute eine frühe Ehe eine Einschränkung im Leben – dies sei jedoch für fast die Hälfte der Mädchen in Nigeria Realität. Bevor sie die Volljährigkeit erreichen, werden rund 44 Prozent der Mädchen verheiratet, davon rund 18 Prozent mit nur 15 Jahren. Doch nicht nur in Nigeria, auch im Niger, in der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschad werde weit mehr als die Hälfte aller Mädchen vor ihrer Volljährigkeit verheiratet. In Nigeria stehe der Beendigung der Kinderehe auch die Verfassung im Wege. So müssen noch elf von 36 Bundesstaaten dem nigerianischen „Child’s Rights Act“ zustimmen, der Eheschließungen unter 18 Jahren verbietet, so Hussaini Abdu, Landesdirektor von Plan International. Die drei Schülerinnen sehen das Thema als wichtig für beide Geschlechter an. Es sei falsch, was vor sich gehe und das müsse man auch den Männern klarmachen.

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Aktivismus für Gleichberechtigung: Starke Stimmen und eine neue ONE Dokumentationsreihe

11. Oktober 2019 - 10:36

Der Kampf für Gleichberechtigung lebt vom Einsatz vieler Aktivistinnen und Aktivisten rund um den Globus. Sie alle haben vor allem eines gemeinsam: 108 Jahre sind ihnen entschieden zu lang! Unter diesem Motto werden Partnerschaften geknüpft und treffen Vorschläge für politischen Wandel und unermüdlicher Kampfgeist aufeinander. Echter Fortschritt bis 2030 ist ein Muss. Um Frauen und Mädchen weltweit zu stärken und dafür zu sorgen, dass sie die gleichen Rechte und Chancen erhalten, müssen wir jetzt den Turbogang einschalten. 

Drei inspirierende Aktivist*innen haben die Notwendigkeit von echten Taten schon lang erkannt und kämpfen an vorderster Front mit. Für die neue ONE Dokumentationsreihe Yours In Power* haben sie sich eine Frage gestellt, die vielen sicher bekannt vorkommt: Wenn es möglich wäre, was würdest du deinem jüngeren Ich gern sagen? Sie fragten sich, was sie als junges Mädchen gern an Ratschlägen und Ausblicke auf die Zukunft gewusst hätten. Ihre Antworten offenbaren die Kraft einer starken Stimme und eine unerschütterliche Entschlossenheit, eine gerechtere Welt für alle zu schaffen. 


In den insgesamt drei Folgen drehen die Aktivist*innen den Spieß um: Der Kampf für Gleichberechtigung und eine gerechtere Welt verlangt oft, Briefe an globale Entscheider*innen, Politiker*innen oder andere Vertreter*innen zu verschicken. Mit dieser Post reflektieren sie allerdings ihre eigene Entwicklung als Aktivistinnen. Die Macht von Worten ist nicht zu unterschätzen. Und diese Worte zeigen, dass jede*r, egal wo, die Welt verändern kann. 

Die erste Folge der Dokumentationsreihe wird am 29. Oktober veröffentlicht, gefolgt von den beiden anderen im November und Dezember. Doch bevor du in ihre inspirierenden Geschichten eintauchst, lerne die drei beeindruckenden Hauptpersonen der Filme kennen:

Melene Rossouw 

Aufgewachsen am Cape Flats von Südafrika wurde sie vom Einsatz für Gleichberechtigung ihrer Mutter inspiriert. Sie setzte es sich selbst zum Ziel, für die Rechte von Frauen und Mädchen zu kämpfen und dazu zu ermutigen, ihre eigenen Stimmen zu erheben.

2009 wurde sie Rechtsanwältin beim Obersten Gerichtshof in Südafrika. Außerdem ist sie Gründerin des Women Lead Movement. Dort gibt sie Seminare für Frauen rund um die Themen Menschenrechte, Leadership, Kampagnen und Möglichkeiten von Demokratien . Ihr Ziel ist es, Frauen zu ermutigen, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen, um die Gesellschaft zu verändern und Regierungen im Einsatz für Frauenrechte zur Verantwortung zu ziehen. 

Auf dem Weg begegnen ihr zahlreiche Hindernisse. Glücklicherweise ist sie der Herausforderung mehr als gewachsen: “Unsere Welt so zu verändern, dass Frauen in ihr aufblühen können, wird nicht einfach sein. Aber du wirst weiterkämpfen, denn du glaubst daran, dass Gleichberechtigung und Gerechtigkeit unerlässlich sind.”

Bleib gespannt! Melene’s Yours in Power Folge erscheint am 29. Oktober.

Dr. Joannie Bewa

Als junges Mädchen starb Dr. Joannie Bewa beinahe an einem Asthmaanfall und erlebte Angst um medizinische Versorgung hautnah. Inspiriert von der Ärztin, die sie damals als Kind behandelte, sieht sie diese Erfahrung heute als Beginn ihrer Reise hin zu der preisgekrönten Physikerin, die sie heute ist. 

Sie macht sich von ihrem Wohnsitz in Benin aus dafür stark, dass Frauen Zugang zu medizinischer Versorgung erhalten. Sie gründete die Young Beninese Leaders Association (YBLA), die mehr als 10.000 junge Menschen über HIV und Aids aufklären konnte. Der Verein konnte außerdem mehr als 3.000 Frauen und Mädchen zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit und einer starken Rolle von Frauen in Unternehmen weiterbilden.

Letztendlich hofft sie, eine “Welt zu schaffen, in der keine Frau bei der Geburt sterben wird. Eine Welt, in der jede einzelne Frau Zugang zu medizinischer Versorgung unter guter Schulbildung erhält.”

Verpasse auf keinen Fall Joannie’s Folge von Yours in Power im November! 

Wadi Ben-Hirki

Wie viele junge Mädchen und Frauen wuchs Wadi Ben-Hirki unter dem Motto auf, “gesehen und nicht gehört” zu werden. Doch eben diese sexistische Diskriminierung, der sie als Kind ausgesetzt war, entwickelte sich zur Quelle ihrer Kraft und inspirierte sie, aktiv zu werden und sich für Gleichberechtigung einzusetzen. 

Mit gerade einmal 17 Jahren gründete sie die Wadi Ben-Hirki Foundation. Die Stiftung klärt marginalisierte Bevölkerungsgruppen, darunter Frauen und junge Mensche, darüber auf, wie sie gegen die Barrieren vorgehen können, denen sie begegnen. Zusätzlich zu ihrer Arbeit für die Stiftung arbeitet sie mit anderen jungen engagierten Menschen zusammen als ONE Champion.  

Mit ihrem Kampf gegen Armut, Analphabetismus und Kinderheirat möchte sie eine Gesellschaft mit gleichen Rechten und Chancen für alle schaffen. Mithilfe ihres Aktivismus und ihrer eigenen Geschichte hofft sie, es anderen möglich zu machen, ihre Ziele zu erreichen und ein Leben in Freiheit zu führen. 

Wadi’s Yours in Power Folge erscheint im Dezember – schon gespannt? 

 

* Der Titel der Serie „Yours in Power“ bezieht sich auf die im Englischen üblichen Schlussformel „Yours“, mit der man einen Brief beendet.

Und du, was würdest du deinem jüngeren Ich gern sagen? Mach doch bei unserer Aktion auf Facebook und Twitter am 11. Oktober, dem Weltmädchentag, mit – erzähl uns, was deine Botschaft an dein jüngeres Ich wäre. Und um keine Folge der Yours in Power Doku-Reihe zu verpassen, kannst du unseren YouTube Kanal abonnieren

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#StepUptheFight – Highlights unserer Kampagne für den Globalen Fonds

10. Oktober 2019 - 16:12

ONE-Unterstützer*innen haben dieses Jahr Unmögliches möglich gemacht. Euer Engagement im Kampf gegen Aids, Tuberkulose und Malaria hat uns überwältigt.

UND WIR HABEN GOOD NEWS: Endlich fand die langersehnte Finanzierungskonferenz für den Globalen Fonds zur Bekämpfung dieser Krankheiten statt und war ein Riesenerfolg. Länder rund um den Globus, Philantropen und Unternehmen – alle haben an einem Strang gezogen und die notwendige Unterstützung zugesichert. Der Globale Fonds kann dadurch auch in den kommenden drei Jahren seine wichtige Arbeit fortsetzen und Menschen weltweit ein gesundes Leben ermöglichen. ONEs Geschäftsführerin Gayle Smith sprach von einem  großen Sieg für die Menschlichkeit, der Millionen Menschen zu einer echten Chance im Leben verhilft.

Ohne euren Einsatz wäre das nicht möglich gewesen. Hier teilen wir unsere Highlights der Kampagne.

Starker Einsatz in ganz Deutschland

ONE-Unterstützer*innen unterzeichneten unsere Petition, schrieben persönliche Nachrichten an Bundeskanzlerin Merkel und Entwicklungsminister Müller und verbreiteten unsere Forderungen in den sozialen Medien. Und das Beste? ONE – Jugendbotschafter*innen überbrachten eure Forderung persönlich an die Politik.

Heutiges Treffen mit Entwicklungsminister #Müller. Fast 150.000 Bürger fordern die Stärkung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria! #SDG
#ONEYouth19 #GlobalFund pic.twitter.com/6BcBNNDvhr

— Janice Fuchs (@JaniceKAF) August 10, 2019

Hier erzählt Jugendbotschafterin Janice von ihrem Treffen mit Entwicklungsminister Müller. Doch mehr noch: Ihr habt nicht nur in Deutschland, sondern weltweit Druck auf die Politik gemacht und das mit großem Erfolg: Rund um den Globus wurde Unterstützung für den Globalen Fonds zugesichert. 

Wichtige Botschaft im Kampf gegen Aids

Zögern im Kampf gegen vermeidbare Krankheiten? Lassen wir nicht gelten. Deshalb besuchten ONE-Unterstützer*innen die Botschaften von Ländern, die sich zunächst zögerlich zeigten. Sie stellten dadurch sicher, dass unsere Botschaft auch ankam.

ONE-Volunteers in Nigeria überbrachten unsere Forderungen an die kanadische Botschaft

Auch in Großbritannien setzten sich ONE – Jugendbotschafter für eine starke Unterstützung für den Globalen Fonds ein. Hier beim Besuch der kanadischen Botschaft in London.

Briefmarathon in Kanada

ONE-Unterstützer*innen starteten eine regelrechte Briefe-Flut an den Premierminister Justin Trudeau. Und das mit Erfolg: Kanada erhöhte seine Unterstützung für den Globalen Fonds im Vergleich zu den Vorjahren!

What a week! BIG thanks to our volunteers who helped us send postcard kits to ONE members across Canada in support of The @GlobalFund! Want to write one? Sign up here ???? https://t.co/PVQRMRxrJU #StepUpTheFight #EndAIDS pic.twitter.com/8r5qxZahm2

— ONE Canada (@ONE_in_Canada) March 22, 2019

USA: Aktivismus und Baseball

Sport & Aktivismus verbinden? Gute Idee! Deshalb besuchten über 100 ONE-Unterstützer*innen das sogenannte Congressional Baseball Game. Doch sie feuerten nicht nur ihre Teams an, sondern ließen keine Gelegenheit aus, mit den Fans über die Arbeit des Globalen Fonds zu sprechen.

ICYMI: Over 100 @ONECampaign volunteers were at the @CBG2019 #CongressionalBaseballGame last night to raise awareness about the @GlobalFund & the fight against AIDS. Here are some of our favorite pics! pic.twitter.com/Om4NdEYu4J

— ONE in America (@ONEinAmerica) June 27, 2019

Künstler*innen weltweit vereint im Kampf gegen Aids

Unsere Schwesterorganisation (RED) startete die Kampagne Paint (RED). Streetart-Künstler*innen rund um den Globus lenkten mit spektakulären Kunstwerken die Aufmerksamkeit auf den Kampf gegen HIV/Aids. Hier bekommt ihr ein paar Eindrücke aus Lyon und Berlin.

???? Lyon, France
????‍???? @_faith47
???? 499 BC – 448 BC
???????? Lyon Croix Rousse Hospital & @PeintureFraicheFestival
???? Chop Em Down Films
???? #paintRED https://t.co/K9Vop8uyQ3 pic.twitter.com/pwjwLt0a7X

— (RED) (@RED) October 8, 2019

#MondayMotivation Ein Rückblick auf #paintRED mit Künstlerin @Herakut in #Berlin???? @RED bringt den Kampf gegen #Aids mit dieser Aktion auf die Wände zahlreicher Städte. ????Seht selbst: https://t.co/6zgzavMmMg pic.twitter.com/GuA1m8TA3X

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) September 30, 2019

Auch im Regen: Endspurt gegen Aids in Frankreich

Frankreich richtete die wichtige Finanzierungskonferenz aus. Diese fand im Oktober in Lyon statt. Bis zum Schluss machten Jugendbotschafter*innen und ONE-Unterstützer*innen Druck, damit ausreichend finanzielle Mittel zugesagt wurden.

Proof that when #ONEChampions and #ONEYouth19 put their minds to it, anything is possible! ????????????????????????

They helped create this extra-large red ribbon as a reminder to world leaders to #StepUpTheFight. pic.twitter.com/LKmznXHWPv

— ONE (@ONECampaign) October 9, 2019

Euer Einsatz für eine gerechtere Welt zahlt sich aus. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria wird in den nächsten drei Jahren einen echten Unterschied machen. Gesundheitsprojekte, durch den Globalen Fonds finanziert, werden dazu beitragen 16 Millionen Menschenleben zu retten. Das ist zunächst eine abstrakte Zahl, doch dahinter verbergen sich viele bewegende Einzelschicksale: Kinder, die friedlich unter einem Moskitonetz schlafen können ohne Angst an Malaria zu erkranken. Mütter, die keine Angst haben müssen, das HI-Virus an ihr Baby weiterzugeben. 

Wir finden euer Einsatz hat sich mehr als gelohnt. Wir hoffen auch in Zukunft mit euch für eine Welt ohne vermeidbare Krankheiten zu kämpfen. Teil die guten Neuigkeiten mit euren Mitmenschen.

 

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10. Oktober 2019

10. Oktober 2019 - 13:50
1. UN-bezahlbar – geht Vereinten Nationen das Geld aus?          

Unter anderem, die Tagesschau, die Welt, die Süddeutsche Zeitung, Focus online, der Tagesspiegel und die Deutsche Welle berichten über die fehlenden Gelder bei den Vereinten Nationen. Neben der Arbeit der UN und deren Reformen seien auch die Gehälter der Mitarbeiter*innen gefährdet, so UN-Generalsekretär António Guterres. Nur durch Einsparungen, die bereits am Jahresanfang begonnen hätten, sei die Vollversammlung in New York ohne größere Probleme möglich gewesen. Einer der Gründe für die finanziellen Engpässe: Lediglich 129 von 193 Mitgliedsstaaten haben bis jetzt ihre Beiträge bezahlt. Das größte Defizit hinterließen bis jetzt die USA, der größte Beitragszahler. Die UN-Friedensmissionen seien jedoch nicht in Gefahr, da sie durch separate Mittel finanziert werden.

2. Gewalt gegen Schwangere

Der Deutschlandfunk und evangelische.de thematisieren eine Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die  Übergriffe und Gewalt an Schwangeren in Entwicklungsländern in den Fokus rückt. Nicht nur verbale Angriffe, sondern auch körperliche Gewalt wie Schläge oder Kaiserschnitte ohne Zustimmungen seien in Kliniken und Gesundheitsstationen keine Ausnahmen. In der Studie seien über 2.000 Geburten in Ghana, Guinea, Nigeria und Myanmar untersucht worden. Rund 14 Prozent der beobachteten Frauen seien Opfer körperlicher Gewalt geworden. Laut der WHO sterben täglich weltweit über 800 Frauen bei einer Geburt.

3. Mosambik: Wahlbeobachter*innen in Gefahr?

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Deutsche Welle und evangelische.de berichten, dass der Mord an einem Wahlbeobachter in Mosambik nach wie vor für Unruhen sorgt. Laut eines Polizeisprechers sei eine Sondertruppe der Sicherheitskräfte in den Vorfall verwickelt, vier der fünf Tatverdächtigen seien Teil der Einheit gewesen. Der getötete Wahlbeobachter, Anastancio Matavele, sei Mitglied einer Nichtregierungsorganisation (NROs) gewesen und habe im südlichen Mosambik ein Training für Wahlbeobachter*innen abgehalten. Kommende Woche ist die Bevölkerung in Mosambik aufgerufen, eine neue Regierung zu wählen. Sie erfolge nach dem im August geschlossenen Friedensabkommen der Regierungspartei FRELIMO und der Oppositionspartei RENAMO. Die Situation bleibe jedoch angespannt. In der Provinz Gaza sei es bereits zu Manipulationsvorwürfen bei der Wahl gekommen. Auch mehrere NROs haben Fälle von Menschenrechtsverletzungen gemeldet.

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09. Oktober 2019

9. Oktober 2019 - 12:38
1. Lyon: Macron fordert gemeinsame Anstrengung gegen Aids

Wie das Handelsblatt meldet, fordert Frankreichs Präsident Emmanuel Macron die Weltgemeinschaft auf, insgesamt 14 Milliarden US-Dollar in den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria zu investieren. Die zweitägige Geberkonferenz beginne am heutigen Nachmittag in Lyon. Die Mehrheit der anwesenden Staats- und Regierungsoberhäupter werde aus Afrika erwartet. Morgen werde Präsident Macron selbst sprechen. Bereits beim G7-Gipfel im August habe Bundeskanzlerin Angela Merkel verkündet, dass Deutschland für die kommenden drei Jahre eine Milliarde Euro für den Globalen Fonds bereitstellen werde. Laut der Agentur AFP sei Deutschland nach den USA, dem Vereinigten Königreich und Frankreich der viergrößte Geber für den Globalen Fonds.

2. Kamerun: Kein Konfliktende in Sicht

Johannes Dieterich thematisiert in der Frankfurter Rundschau die anhaltenden Auseinandersetzungen in Kamerun. Die Konflikte im Westen des Landes zwischen der frankophonen Mehrheit und dem anglophonen Teil der Bevölkerung halten auch nach Jahren der Kämpfe weiter an. Die Journalistin Roselinde Obah berichtet, dass sowohl viele der anglophonen Rebell*innen als auch die Soldat*innen der Regierung in Zivil unterwegs seien, um so flexibel und unerkannt Zugriffe durchführen zu können. Der Konflikt spiele sich nach wie vor fast unsichtbar für die restliche Welt ab. Dies liege auch daran, dass sie Regierung Kameruns oft keine ausländischen Reporter*innen in die betroffenen Regionen lasse. Die 2016 friedlich begonnenen Proteste seien in gewaltsame Auseinandersetzungen umgeschlagen. Bis heute seien dem Konflikt über 3.000 Menschen zum Opfer gefallen. Unter der Regierung Paul Biyas, der seit 37 Jahren regiert, haben die Spannungen innerhalb der Bevölkerung zugenommen. Inzwischen entstehen immer mehr Rebellengruppen in den westlichen Provinzen des Landes. Oft sei hierbei nicht klar, ob sie die Befreiung von der Regierung anstreben oder primär die Ausplünderung der Bevölkerung. Eine Beteiligung zu dem ‚Nationale Dialog‘ von der Regierung haben die Rebell*innen ausgeschlossen.

3. Ruanda: US-Prediger ausgewiesen

Wie die Deutsche Welle und das Domradio melden, wurde der US-amerikanische Prediger Gregg Schoof aus Ruanda verwiesen. Seit Juli halte sich der Pastor laut ruandischen Behörden bereits illegal im Land auf. Nun sei er nach einer öffentlichen Rede und Verteilung von Erklärungen in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, festgenommen worden. In den Erklärungen bezichtigte Schoof unter anderem die Regierung des Heidentums. Bereits im Januar 2018 sei der Gründer einer baptistischen Kirche aufgefallen, als er auf seinem Radiosender ‚Amazing Grace‘ Frauen als „Inkarnation des Bösen“ beschrieben habe. Dies habe den Lizenzentzug sowie die Schließung seiner Kirche durch ruandische Behörden zur Folge gehabt. Schoof wolle sich nun in Uganda niederlassen.

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08. Oktober 2019

8. Oktober 2019 - 13:53
1. Bilanz in Mali

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer betonte bei ihrem Besuch in Mali die strategische Bedeutung des Landes und sprach sich für die weitere Präsenz der Bundeswehr in Mali aus, wie unter anderem ZDF, die Tagesschau, ntv, Focus Online und die Neue Osnabrücker Zeitung melden. Kramp-Karrenbauer habe auch ein positives Fazit zur Ausbildungsmission EUTM gezogen, an der auch deutsche Soldat*innen beteiligt seien. Man dürfe diese Mission jedoch nicht von anderen wie etwa der UN-Mission Minusma trennen, sondern müsse diese gemeinsam betrachten. Die Stabilität Malis spiele auch bei der Sicherheitslage in Europa eine Rolle, so die Verteidigungsministerin. Verbesserungsbedarf gebe es bei der Kooperation der G5-Gruppe (Mauretanien, Mali, Niger, Burkina Faso und Tschad) über die Landesgrenzen hinaus. Während die Terrorist*innen international kooperierten, täten dies die regionalen Einsatzgruppen oft nicht. Spiegel Online berichtet weiter, dass es am Sonntag kurz vor dem Besuch der Verteidigungsministerin in Mali zu einem Angriff auf Blauhelmsoldat*innen der Uno-Friedensmission kam.

2. Kinderlos in Nigeria

Katrin Gänsler schreibt in der Tageszeitung (taz) über die Stigmatisierung von Kinderlosen in Nigeria. Nigeria sei mit einer statistischen Geburtenrate von 4,8 Kindern pro Frau der bevölkerungsreichste Staat Afrikas, umso schlimmer sei es für Paare, die keine Kinder bekommen können, so Oladapo Ladipo, Gynäkologe und Präsident der Gesellschaft für Reproduktions- und Familiengesundheit (ARFH). Es gebe nur Schätzungen, wie viele Paare betroffen seien doch die Zahlen seien in den letzten Jahren angestiegen. Die Gründe seien vielfältig so Ladipo. Unter anderem gebe es Infektions- und Sexualkrankheiten bei Frauen oder Zeugungsunfähigkeit durch Mumpserkrankungen bei Männern. Auch könne der Trend beobachtet werden, dass sich durch längere Bildung das Gebäralter nach hinten verschiebt. Hohe Jugendarbeitslosigkeit führe auch dazu, dass viele sich eine Familie praktisch nicht leisten könnten. Kinderlosigkeit sei zudem ein schwieriges Thema in Nigeria, weshalb auch Zeremonien und Heilkräuter, die dem abhelfen sollen, boomen. Auch der Handel mit Neugeborenen werde in Nigeria durch den starken Kinderwunsch weiter angetrieben, schreibt Gänsler.

3. Afrika: Tourismus so hoch wie nie

Kerstin Schweizer berichtet in der Deutschen Welle über den wachsenden Tourismus in Afrika. Noch nie seien so viele Tourist*innen nach Afrika gekommen wie im vergangenen Jahr. Grund hierfür sei unter anderem der stetige Infrastrukturausbau. Als bestes Beispiel diene hierfür Äthiopiens Flughafen, der durch den stetigen Ausbau zu einem wichtigen Drehkreuz geworden sei. Auch Visaerleichterungen hätten mehr Tourist*innen in das Land gezogen wie in keinem anderen Staat des Kontinents. Generell seien die Investitionen in die Tourismusbranche in Subsahara-Afrika höher als in Nordafrika. Neben Tourismus versprechen sich die Regionen auch wirtschaftliches Wachstum. Insbesondere das afrikanische Freihandelsabkommen solle diesen Tourismus-Trend unterstützen, so Schweizer. Das Potenzial in Afrika sei groß, der Kontinent stehe gerade am Anfang.

 

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07. Oktober 2019

7. Oktober 2019 - 14:14

1. Verteidigungsministerin auf Afrika-Reise

Wie mehrere Medien, darunter ZDF online, die Süddeutsche Zeitung, die Welt, das Handelsblatt, die Berliner Morgenpost, die Rheinische Post und die Frankenpost, berichten, hat Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bei ihrer Afrika-Reise auch deutsche Soldat*innen in Mali besucht. Begrüßt wurde die Ministerin zunächst in Niamey, der Hauptstadt Nigers von Issoufou Katambé, dem Verteidigungsminister des Landes. Sie habe den Lufttransportstützpunkt der Bundeswehr besucht, der Teil der UN-Mission Minusma in Mali sei. Am Sonntag sei Kramp-Karrenbauer dann weiter in die Hauptstadt Malis, Bamako, gereist. Der Besuch der UN-Mission, die auch von deutschen Soldat*innen unterstützt wird, sei eine der gefährlichsten Reisen der Ministerin. Die Sicherheitslage in Mali verschlechtere sich, gleichzeitig sei die Strategie der deutschen Bundeswehr in der Sahelzone und in Mali nicht immer klar, so Friedrich Christian Haas, Sicherheits- und Krisenexperte, den die Welt zitiert. Neben Annegret Kramp-Karrenbauer ist auch Gesundheitsminister Jens Spahn aktuell in Afrika unterwegs, wie unter anderem das Handelsblatt, die Tagesschau und die Zeit melden. Dort habe er über Deutschlands Unterstützung für die Ebola-Bekämpfung als auch über Migration gesprochen.

2. Kamerun: Oppositionspolitiker frei

In Kamerun wurde der Anführer der Oppositionspartei MRC, Maurice Kamto, freigelassen, wie unter anderem Spiegel Online, die Tageszeitung (taz), die Deutsche Welle, der österreichische ORF und evangelische.de melden. Neben dem Chef der Partei kamen weitere inhaftierte Oppositionelle am vergangenen Samstag frei. Bereits am Freitag habe Paul Biya, Staatschef von Kamerun, erklärt, dass die Verfahren und Vorwürfe gegen die Oppositionellen fallen gelassen werden. Ihnen wurde unter anderem Aufstand gegen den Staat vorgeworfen. Bereits 2017 hatten die Demonstrationen gegen Biya, der seit mehr als 35 Jahren an der Spitze des Landes steht, zugenommen. Auch Krisen zwischen dem frankophonen Teil und der anglophonen Minderheit hatten Proteste in dem Land verstärkt. Mit der Freilassung Kamtos sei nun erstmals der Ruf der Opposition gehört worden, so Christopher Ndong, Anwalt von Kamto.

3. Afrika: Digitaler Wahlkampf?

In der Deutschen Welle berichtete Silja Fröhlich bereits am Samstag über den Einfluss von Analysesystemen auf politische Wahlen in Afrika. Die Erhebung, Auswertung und Nutzung von enormen Datenmengen, sogenannte ‚Big Data‘, werde auch in afrikanischen Wahlkämpfen immer relevanter. Die Wahl im Senegal 2018 sei das beste Beispiel: Hier habe Präsident Macky Sall mit Hilfe von Umfragen in den Wahlkreisen und darauf basierenden Analysen einen Wahlkampf führen können, der auf die Wünsche der Bevölkerung zugeschnitten war. So sei er mit hohem Vorsprung wiedergewählt worden. Auch der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta habe laut Berichten 2013 und 2017 auf Dienstleistungen der Firma Cambridge Analytica zurückgegriffen, die später wegen Datenmissbrauchs in Verruf geraten war. In vielen Ländern Afrikas fehle die Technologie, um Datenmengen richtig zu verarbeiten, so Emmanuel Vitus, Kommunikationsmanager der ‚Paradigm Initiative‘. Cambridge Analytica habe gezeigt, dass die Daten nicht nur für Regierungen, Parteien und Unternehmen zur Recherche dienen, sondern auch einfach an den oder die Höchstbietenden weitergeben werden, sagt Vitus. Auch Juliet Nanfuka von der Nichtregierungsorganisation ‚Collaboration on International ICT Policy for East and Southern Africa‘ sehe Big Data kritisch. Oft könnte man zu leicht an die Daten herankommen, der Prozess liege häufig in einer Grauzone, so Nanfuka.

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04. Oktober 2019

4. Oktober 2019 - 12:53
 1. Jens Spahn in Afrika

Mehrere Medien, darunter Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, BR24 und die Deutsche Welle berichten, dass Deutschland mehr finanzielle Hilfen für den Kampf gegen Ebola bereitstellen wird. Gesundheitsminister Jens Spahn habe bei einem Treffen der Afrikanischen Union in Addis Abeba, Äthiopien, rund eine Million Euro zugesagt. Die Mittel sollen sowohl in Früherkennungssysteme für Ebola investiert werden, als auch in die „Centers for Disease Control and Prevention“. Diese überwachen die Ausbreitung der Krankheit auf dem afrikanischen Kontinent. Nur durch frühes Erkennen könne Ebola effektiv bekämpft werden, so Gesundheitsminister Spahn. Deutschland habe sich bereits in den vergangen beiden Jahren mit rund 20 Millionen Euro an der Ebola-Bekämpfung beteiligt. Spahn wird bei seiner Afrika-Reise neben Äthiopien auch die Länder Ruanda, die Demokratische Republik Kongo sowie Nigeria besuchen.

2. Südafrika und Nigeria: Gespräche nach Ausschreitungen

Wie die Deutsche Welle meldet, haben sich gestern die Präsidenten von Nigeria und Südafrika in Pretoria getroffen. Dort haben sie unter anderem über die fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Südafrika gesprochen. Beide Staatschefs haben sich auch für eine stärkere Repräsentation Afrikas beim UN-Sicherheitsrat ausgesprochen. Die Anzahl der vertretenen Länder im Sicherheitsrat sei nicht repräsentativ, so Cyril Ramaphosa, Präsident Südafrikas. Weiterhin werde bei dem bis Samstag andauernden Staatsbesuch auch über die künftige wirtschaftliche Zusammenarbeit der beiden Länder gesprochen. Zuletzt sorgten in Südafrika fremdenfeindliche Gewaltausbrüche für Aufsehen, daraufhin kehrten hunderte von Nigerianer*innen aus Furcht vor Angriffen in ihre Heimat zurück. Nun wollen sich Nigerias Präsident Muhammadu Buhari und Cyril Ramaphosa für eine gute und wirtschaftlich stabile Beziehung der beiden Länder einsetzen.

3. Unglück im Kongo

Bei einem Minenunglück im Kongo sind mindesten 21 Menschen ums Leben gekommen, das berichten unter anderem ZDF, Zeit Online, die Welt und der Deutschlandfunk. Der Einsturz der Goldmine ereignete sich im Osten des Kongos, dort hätten auch Kinder und schwangere Frauen gearbeitet. Die illegalen Minen in dem Land hätten oft keine ausreichenden Sicherheitsstandards. Aktuell werden noch weitere 20 Menschen vermisst. Bereits im Juni dieses Jahres seien bei dem Einsturz einer Kupfermine im Südosten des Kongos 40 Menschen ums Leben gekommen.

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02. Oktober 2019

2. Oktober 2019 - 16:26
1. Nigeria: Menschenhandel aufgedeckt

Wie mehrere Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Deutsche Welle, die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Ostsee Zeitung berichten, wurden in Nigeria 19 Frauen und Mädchen aus der Hand von Menschenhändler*innen befreit. Diese haben die Frauen in sogenannten „Babyfabriken“ festgehalten. Die Frauen befanden sich im Alter zwischen 15 und 28 Jahren und seien unter Vorwänden und Versprechen auf Arbeit in die Metropole Lagos gelockt worden, so Bala Elkana, Polizeisprecher. Dort seien sie dann entführt und anschließend vergewaltigt worden, um die Mädchen und Frauen zu schwängern. Die Kinder seien nach der Geburt direkt in ein anderes Haus gebracht worden, dort seien sie dann an interessierte Kund*innen weitverkauft worden. Die Frauen hätten in Interviews berichtet, dass sie keinen Kontakt zur Außenwelt gehabt hätten und vollkommen isoliert waren. Neben zwei bereits festgenommenen Frauen suche man noch nach einer dritten verdächtigen Person. Die befreiten Frauen werden nun wieder zurück in ihre Heimat gebracht. In Nigeria seien vor Menschenhandel nur Korruption und Drogenhandel noch häufigere Straftaten, so die Vereinten Nationen.

2. Angriff auf Militärstationen in Mali

Wie Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung, die Neue Zürcher Zeitung, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle melden, gab es in Mali einen vermutlich islamistischen Angriff auf Armeestützpunkte. Bei zwei zeitgleich stattfinden Anschlägen auf die Militärbasen in Boulikessi sowie Mondoro seien mindestens 25 Soldat*innen ums Leben gekommen. Yaya Sangare, Sprecher der malischen Regierung, teilte mit, dass auch 15 Terrorist*innen getötet wurden. Laut der Regierung gelten weitere 60 Soldat*innen als vermisst. Der Angriff auf die Basis Boulikessi sei vermutlich der Terrorgruppe Al-Kaida zuzurechnen. Die Angriffe seien in diesem Jahr der schwerste Verlust, den die malischen Truppen bisher erlitten haben. Die UNO-Mission für Frieden in Mali werde auch von Deutschland mit rund 1.000 Soldat*innen unterstützt.

3. Günter Nooke über Kamerun

Dirke Köpp interviewt in der Deutschen Welle den Afrikabeauftragen der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, zu seinem Besuch in Kamerun und die andauernde Krise im anglophonen Teil des Landes. Nach der Rede Präsident Paul Biyas gebe es eine größere öffentliche Wahrnehmung für die Probleme innerhalb des Landes, so Nooke. Es sei wichtig, sich für einen erfolgreichen Dialog einzusetzen und schlimmere gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern. Gewalt und Verbrechen in Kamerun gebe es von beiden Seiten, sowohl von Polizei als auch von denjenigen, die für die Unabhängigkeit des anglophonen Landesteils kämpfen. Laut Nooke gehe es nicht mehr nur um Nordwest- und Südwest-Regionen und die anglophonen Gebiete, sondern um die gesamte Staatsverfassung. Der föderalistische Staat sei zugunsten eines zentralistischen Systems abgeschafft worden, föderale Strukturen könnten jedoch gewisse Dinge erleichtern, so Nooke. So könnten beispielsweise freie und faire Wahlen auch auf kommunaler und regionaler Ebene stattfinden, und kleinere Kommunen und Provinzen könnten mehr Eigenständigkeit bekommen. Die Gewalt müsse zunächst auf beiden Seiten eingestellt werden, um Vertrauen zu schaffen. Deutschland sei als Beobachter geladen, doch wenn in Kamerun der Wunsch einer spezifischen Rolle bestehe, werde man auch darüber verhandeln, so Nooke.

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1. Oktober 2019

1. Oktober 2019 - 15:21
  1. Neue Finanzpläne: 500 Millionen Euro mehr für Entwicklungsministerium

Wie Manfred Schäfers heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung  berichtet, hat das Finanzministerium den Haushaltsentwurf um die Klimabeschlüsse ergänzt. Der Ergänzungshaushalt soll bereits morgen beschlossen werden. Hauptbestandteil sei der Wirtschaftsplan für den Energie- und Klimafonds (EKF), dessen Volumen von derzeit 6,1 Milliarden Euro im 2019 auf bis zu 11,75 Milliarden Euro im Jahr 2023 kräftig steigen soll, wie das Handelsblatt weiß. Mit den Mitteln sollen verschiedene Klimaschutzmaßnahmen finanziert werden. Das Verkehrsministerium soll nächstes Jahr 1 Milliarde Euro mehr ausgeben dürfen, das Entwicklungsministerium unter Gerd Müller 500 Millionen Euro. Dennoch betone Finanzminister Olaf Scholz (SPD), dass es trotz des Ergänzungshaushalts keine Mehrausgaben im Haushalt geben werde, da Einnahmen und Ausgaben gleichermaßen steigen sollen.

  1. Afrikanische Länder wollen nicht mehr in Kategorie „fragiler Staat“ fallen

Christian Putsch beschreibt heute in der Printausgabe der Welt, was die Einstufung als „fragiler Staat“ für Entwicklungsländer bedeutet, wie sich die deutsche und internationale Ausrichtung der Entwicklungshilfe in den vergangenen Jahren verändert hat und wie Entwicklungsländer darauf reagieren. Obwohl es keine verbindliche Definition von fragilen Staaten gebe, werde der Begriff u.a. von der Weltbank und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung genutzt, um auszudrücken, dass die staatlichen Institutionen nicht funktionieren. Mittlerweile habe das Label „fragil“ eher negative Auswirkungen auf den Erhalt von Entwicklungsmitteln, weswegen viele Entwicklungsländer diese Bezeichnung scheuten. Die EU und die meisten Mitgliedstaaten konzentrierten sich seit einigen Jahren darauf, stabile und reformwillige Staaten zu unterstützen, weil man sich schnellere und nachhaltigere Resultate verspreche. Die G20-Inititative Compacts with Africa sei solch ein Beispiel. Krisenstaaten hätten in solchen Programmen keinen Platz. Zwar seien die Zahlungen der internationalen Gemeinschaft und auch Deutschlands zuletzt erhöht worden und sollen auch weiter steigen. Doch dies sei nur die Folge davon, dass ein immer höherer Anteil der extremen Armut in Konfliktstaaten zu finden sei, keine Trendwende in der Entwicklungszusammenarbeit. Dem südafrikanischen Institute for Security Studies zufolge haben Länder mit niedrigem Einkommen, aber stabilen Umfeld, die größten Chancen auf Fortschritt. Ein Beispiel dafür sei Äthiopien. Fragile Staaten hätten hingegen gar keine Institutionen, die Mittel absorbieren könnten.

  1. Designierte EU-Kommissarin Urpilainen ruft EU-Mitgliedstaaten zu 0,7-Prozent-Ziel auf

Wie einige Medien, u.a. der Tägliche Anzeiger, Yahoo und das Handelsblatt heute unter Rückgriff auf die AFP melden, hat die designierte EU-Entwicklungskommissarin Jutta Urpilainen die EU-Mitgliedstaaten aufgefordert, sich zu dem UN-Ziel zu bekennen, 0,7 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Dies sei „eine Frage des politischen Willens”. Urpilainen wolle als Kommissarin versuchen, die Finanzminister*innen und Staats- und Regierungschef*innen der EU-Mitgliedsstaaten hier stärker in die Pflicht zu nehmen. Gelichzeitig habe sie vor zu großen Erwartungen gewarnt bezüglich der Pläne, Flüchtlingsbewegungen nach Europa zu verhindern, indem Entwicklungsgelder an Bedingungen geknüpft werden.

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Was Du über die Impfallianz GAVI wissen musst

1. Oktober 2019 - 14:10

Die Impfallianz GAVI ist eine öffentlich-private Partnerschaft, die 2000 gegründet wurde. GAVI steht für „Global Alliance for Vaccines and Immunisation“ und versucht sicherzustellen, dass so viele Kinder wie möglich den Zugang zu Impfstoffen haben, um vor vermeidbaren Krankheiten geschützt zu sein.

Warum GAVI so wichtig ist?

Seit seiner Gründung hat GAVI Impfungen für 700 Millionen Kinder möglich gemacht und dadurch mehr als 10 Millionen Leben gerettet. Im Moment ist GAVI in mehr als 70 Ländern tätig, darunter die ärmsten der Welt. Die Impfallianz stellt dreizehn lebensrettende Impfstoffe zur Verfügung, die sowohl häufige als auch seltene tödliche Infektionen verhindern. Dank GAVI werden Kinder vor Krankheiten wie Masern, Polio, Gelbfieber, Lungenentzündungen und Cholera geschützt.

Wie erreicht GAVI so erstaunliche Ziele?

Durch ein viergliedriges Konzept hat GAVI es geschafft, über 10 Millionen Menschenleben zu retten:

  1. Finanzierung von Impfstoffen
  2. Bereitstellung von finanzieller Unterstützung, um Impfprogramme und Gesundheitssysteme in den betroffenen Ländern zu stärken
  3. Verbesserung der Nachhaltigkeit von nationalen Impfprogrammen
  4. Aufbau von Impfstoffmärkten, um das Angebot zu erweitern und die Preise zu senken

Diese vier Ansätze tragen dazu bei, ein nachhaltiges Impfprogramm in den von GAVI unterstützten Ländern zu schaffen.

Wie finanziert sich GAVI?

GAVI wird sowohl durch direkte Beiträge von Geberländern wie Deutschland, unterstaatlichen Einheiten, Stiftungen und regionalen Fonds, als auch durch private Partnerschaften und Beiträge durch innovative Finanzierungsmechanismen gefördert.

Was sind die größten Herausforderungen für Impfkampagnen?

Impfgegnerschaft ist die verspätete Akzeptanz oder die Verweigerung von Impfungen, obwohl der Zugang zu ihnen gewährleistet wäre. Der WHO zufolge ist Impfgegnerschaft eine der zehn Hauptbedrohungen für die globale Gesundheit.

In Europa und Nordamerika werden die Menschen, die sich lautstark zu ihrer Impfgegnerschaft bekennen, Impfgegner oder -kritiker genannt. Diese Bezeichnungen beziehen sich auf Menschen, die sich weigern, ihre Kinder oder sich selbst zu impfen, selbst wenn die Impfstoffe sicher und effektiv sind. Als Konsequenz breiten sich durch Impfstoffe verhinderbare Krankheiten wie Masern erneut in den USA, Europa und anderen Teilen der Welt aus, wo die Krankheit vorher schon ausgerottet war.

Eine ansteigende Zahl an Menschen in afrikanischen Ländern verweigern oder zögern ihre Impfungen ebenfalls hinaus. Die Ursachen für die nicht stattfindenden Impfungen entspringen hier jedoch oft Misstrauen gegenüber Regierungen, dem Gesundheitssystem und der Pharmaindustrie. Auch Fehlinformationen und Gerüchte über die Nebenwirkungen der Immunisierungen und Impfungen tragen zu sinkenden Impfzahlen bei.

Ohne ausreichende Impfungen sind Bevölkerungen in Europa, Nordamerika und Afrika weitaus anfälliger für Infektionskrankheiten und große Krankheitsausbrüche können schwerer verhindert werden.

Oder einfach formuliert: Wenn sich Menschen nicht impfen lassen, egal wo, kann das Auswirkungen überall haben.

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Unterwegs als Lobbyistin in Berlin

30. September 2019 - 17:42

Vom 11. bis 13. September 2019 waren unsere Jugendbotschafter*innen in Berlin, um mit Abgeordneten über den Bundeshaushalt 2020 zu sprechen. Hier erzählt unsere Jugendbotschafterin Maxi von ihren Eindrücken.

Mal wieder Berlin. Es ist die altbekannte Zugstrecke über Hamburg in die Hauptstadt. Hier haben wir in den kommenden Tagen Großes vor. Nach einer Begrüßung und einem inhaltlichen Briefing startet unser Programm direkt mit dem Besuch einer Plenarsitzung im Bundestag. Es ist Haushaltswoche. Das heißt, im Bundestag wird aktuell über den Bundeshaushalt für 2020 beraten. Und genau deshalb sind wir auch in Berlin. Unser Ziel? In persönlichen Gesprächen an so viele Abgeordnete, wie möglich, zu appellieren, dass bei der Verteilung der Gelder die Bekämpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten noch viel mehr Gewicht bekommen könnte und auch unbedingt sollte.

Anreisetag? Quatsch, wir legen direkt los!

Nun saßen wir aber erstmal auf der Besuchertribüne des Plenarsaals im Bundestag und hörten uns die Reden zum Etat für das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung an. Mit einigen der Politiker*innen, die Reden hielten, hatten wir am nächsten Tag persönliche Gespräche vereinbart. Es war also eine perfekte Vorbereitung für uns. Wir konnten so bereits einen ersten Eindruck ihrer Standpunkte bekommen und überlegen, welche unserer Forderungen sie wohl unterstützen würden.

Im Anschluss an die Plenarsitzung hatten wir bereits ein erstes Gespräch mit Sonja Steffen (SPD) und Carsten Körber (CDU). Eine gute Einstimmung auf unseren Gesprächsmarathon am nächsten Tag.

ONE-Jugendbotschafter*innen im Bundestag mit Sonja Steffen (SPD) und Carsten Körber (CDU)

Wir mischen den Bundestag auf

Der nächste Tag startete dann auch gleich super früh mit dem ersten Gespräch um 8 Uhr morgens. Wir wurden in kleine Gruppen eingeteilt, damit wir die über zwanzig Lobbytreffen meistern konnten. Diese waren über den ganzen Tag verteilt. Ich war Teil von zwei Lobbytreffen, eins direkt morgens um 8 Uhr, das andere am Nachmittag. Zwischen unseren privaten Treffen fand aber auch noch eine große Gesprächsrunde von uns Jugendbotschafter*innen und den Obleuten des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung statt. Der Ausschussvorsitzende Peter Ramsauer (CSU) hatte uns dazu eingeladen.

ONE-Jugendbotschafterinnen mit Jürgen Hardt (CDU)

Mädchen in die Schule!

Die Zeit in unseren Pausen zwischen den Treffen haben wir dafür genutzt, auf sozialen Medien darauf aufmerksam zu machen, dass Millionen Mädchen weltweit nicht zur Schule gehen können. Wir finden, dass die Zeit der Ungerechtigkeiten vorbei sein sollte und es keinen besseren Zeitpunkt gibt, sich für Gleichberechtigung vor allem beim Thema Bildung einzusetzen. Denn wir sind davon überzeugt, dass Bildung ein elementarer Schlüssel zur Bekämpfung von extremer Armut ist. Und das sollte auch der Bundeshaushalt 2020 berücksichtigen.

Jugendbotschafterin Maxi mit ihrem Bildungsstatement

Meine beiden Gespräche waren super interessant und ich glaube auch sehr inspirierend für beide Seiten. Unsere Forderungen wurden zum großen Teil unterstützt und ich bin sehr gespannt, wie die Umsetzung am Ende gelingt. Wir bleiben auf jeden Fall dran und melden uns immer wieder bei unseren politischen Vertreterinnen und Vertretern, damit sie uns auch ja nicht vergessen können.

Unterstütze auch du unsere Jugendbotschafter*innen mit deiner Stimme! 

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Nicht nur für Kaffeeliebhaber: Ziporas Unternehmen macht einen Unterschied

30. September 2019 - 14:50

Zipora Nyituriki steht in der Bibliothek einer ostafrikanischen Schule mit dem Anliegen junge Frauen in Führungspositionen zu stärken. Als einzige Schule für Frauen in Burundi und Ruanda, bietet das Akilah Institut die seltene Chance für Schülerinnen wie Zipora, ihr Leben zu ändern. Von den Mädchen, die diese Schule besuchen, sind 97 Prozent die ersten in der Familie, die eine höhere Bildung bekommen.

Informatik-Studentinnen am Akilah Institut in Kigali, Ruanda

Zipora sitzt in einem Holzstuhl, die Ellenbogen auf den Tisch gestützt, und schaut lächelnd über die Regale der Bibliothek. Sie sucht ein Buch über Landwirtschaft. Heute hat sie keinen Unterricht und will die Zeit nutzen, um sich um ihr Unternehmen zu kümmern. Mit nur 24 Jahren hat Zipora ihre eigene Kaffee-Kooperative, COOBAKAMU, gegründet. Für die Kooperative arbeiten über 400 Kaffeebauern in der Muhanga Region im Süden Ruandas.

Eine Kaffeeplantage eines COBAKAMU Mitglieds in Ruanda

Das ist eine großartige Leistung. Zipora ist aus einer ländlichen Gegend und die Jüngste in einer sehr großen Familie. In der Schule war sie nicht besonders gut und hat daher keine Möglichkeit gehabt, eine Universität zu besuchen. Auf eine Privatuni zu gehen war keine Option, da es einfach zu teuer gewesen wäre. „Ich hatte das Gefühl, in der Klemme zu stecken”, erinnert sie sich.

Aber dann hat sie vom Akilah Institut erfahren und davon, dass 70 Prozent der Studiengebühren durch Stipendien finanziert werden. Da war sie, ihre zweite Chance. Zipora hat sofort ihre Bewerbung fertig gemacht und sie eingereicht.

„Ich war sehr aufgeregt, weil ich endlich die Möglichkeit hatte, an die Uni zu gehen”, sagt sie. Aber alle freien Plätze waren schon vergeben und Zipora’s Bewerbung wurde abgelehnt.

Das war aber nicht genug, um sie von ihrem Ziel einer höheren Bildung abzubringen. Als Zipora herausfand, dass das Akilah Institut einen zweiten Campus im benachbarten Burundi hat, verließ sie ihr Heimatland Ruanda, um sich dort zu bewerben.

Ihre Hartnäckigkeit hat sich definitiv ausgezahlt: Zipora wurde am Campus in Burundi angenommen und hat ihr erstes Jahr an der Uni dort verbracht, bevor sie sich erneut am Campus von Kigali bewarb und am Lehrstuhl für Entrepreneurship angenommen wurde.

Je mehr Kurse sie besuchte, umso mehr Gestalt nahmen die Pläne an, wie Zipora ihre Zukunft gestalten wollte. „Als ich Marktforschung und Produktdesign studiert habe, dachte ich ständig an mein Dorf in Muhanga”, sagt sie. In diesem Teil von Ruanda produzieren Bäuer*innen tonnenweise Kaffeebohnen, die sie nicht verkaufen können, da der Weg zu den Verarbeitungsanlagen zu weit ist.  „Ich wollte ihnen wirklich helfen, hatte aber Angst, dass sie mich nicht ernst nehmen weil ich so jung bin”, gibt sie zu. “Also habe ich um die Unterstützung von erfahrenen Leuten vor Ort gebeten.”

Es stellte sich heraus, dass die Bäuer*innen begeistert von ihrem Wissen über Marktbedingungen waren. Im Februar 2016 gründeten Zipora und die Kaffeebauer*innen von Muhanga dann eine Kooperative um sie darin zu unterstützen hochwertigen Kaffee zu produzieren.

Aline Kabanga, Direktorin des Akilah Instituts

“Wir produzieren jeden Monat zwischen fünf und zehn Tonnen Kaffee, haben acht festangestellte Mitarbeiterinnen und noch mehr saisonale während der Erntezeit”, sagt sie.

Aline Kabanga ist die Direktorin des Akilah Instituts. Für sie ist Zipora nur ein Beispiel dafür, was junge Frauen leisten können, wenn sie Zugang zu einer guten Schulbildung bekommen.

“Wir arbeiten an ihrer Haltung und Einstellung, damit die Mädchen ihr eigenes Leben besser gestalten können”, sagt sie. “Eine praktische Ausbildung, basierend auf den Fähigkeiten, die in den Märkten gefragt, aber oft nicht vorhanden sind, ist die mächtigste Waffe, die wir den Mädchen geben können.”

Für Zipora hat das super funktioniert. Sie plant, die Zahl der Bäuerinnen, die von ihrem Unternehmen profitieren, zu verdoppeln und in andere Sektoren zu expandieren. Von ihrem Bildungsweg inspiriert träumt sie davon, anderen Mädchen zu helfen. Sie möchte ihnen zeigen, dass es möglich ist, die Hürden zu nehmen und ein Unternehmen zu gründen, das einen Unterschied macht. Genauso wie Zipora es getan hat.

Story und Fotos von  Gaius Kowene

Kennst du schon die Erfolgsstory von Semhal? Semhal Guesh wuchs in Äthiopien auf und leitet die Firma Kabana, ein Lederunternehmen in Addis Abeba, der Hauptstadt Äthiopiens. Wie sie es geschafft hat, erfährst du hier!

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30. September 2019

30. September 2019 - 14:43

 1. Libysche Küstenwache nimmt 70 Menschen aus Mittelmeer auf

Einige Medien, u.a. Zeit online berichten heute, dass die libysche Küstenwache 70 Menschen aus Seenot gerettet habe, die bereits zwei Tage auf Hilfe gewartet hatten. Die Küstenwache habe sie zurück nach Libyen gebracht. Erst letzten Donnerstag habe die Europäische Union ihren Einsatz zur Unterstützung und Ausbildung der lybischen Küstenwache um sechs Monate verlängert. Der Einsatz sei umstritten, da die Küstenwache dafür mitverantwortlich sein soll, die aufgegriffenen Menschen in Libyen in Internierungslager zu bringen. Laut Angaben der Vereinten Nationen (VN) herrschten dort unmenschliche Zustände. In einem Interview mit Ricarda Breyton in der Welt erklärt David Starke, Geschäftsführer von SOS Méditeranée, außerdem, dass das Seerecht vorsehe, Gerettete an einen sicheren Ort zu bringen. Laut EU und dem Flüchtlingshilfswerk der VN sei Libyen kein sicherer Ort. Angesichts der mindestens 646 Menschen, die dieses Jahr im Mittelmeer ertrunken seine, fordert Starke zudem „unbedingt mehr Rettungsschiffe“.

2. Afrikaexpertin an der Spitze des Goethe-Instituts

Wie unter anderem der Tagesspiegel berichtet, wurde mit Carola Lentz eine ausgewiesene Afrikaexpertin an die Spitze des Goethe-Instituts gewählt. Im November 2020 soll die Professorin für Ethnologie an der Universitär Mainz den aktuellen Präsidenten Klaus-Dieter Lehmann ablösen. Außenminister Heiko Maas (SPD) begrüßte diese Entscheidung. Er freue sich sehr über den inhaltlichen Schwerpunkt der damit gesetzt werde und auf die Zusammenarbeit, insbesondere zum Thema Afrika.

3. Amnesty International-Chef: Frauen im Sudan Vorbild für den Kontinent

In der Welt berichtet Amnesty International-Chef Kumi Naidoo im Interview mit Christian Putsch über aktuelle Herausforderungen im Sudan. Naidoo hatte im September als erster Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation den Sudan bereist. Unter anderem habe er sich mit dem neuen Justizminister sowie mit der Sudanese Professionals Association (SPA) getroffen, ein Berufsverband, der eine wichtige Rolle bei der Revolution innehatte. Laut Justizminister soll ein Menschenrechtsrat eingerichtet werden, was Naidoo sehr begrüßte. Dennoch müssten die Menschen höchstwachsam bleiben und überprüfen, ob die Armee einhalte, was sie verspochen habe. Die SPA sei beim Aufbauprozess des Landes daher immens wichtig, so Naidoo. Sie verstünden sich als „Aufpasser*innen der Mächtigen“. So hätten sie beispielsweise Nominierungen für die Minister*innen-Posten abgegeben, beanspruchten aber keine Führungsposition. Sonst sei es unmöglich, Rechenschaft von der Politik einzufordern. Naidoo betont außerdem die starke Rolle, die Frauen während der Revolution gespielt haben. Dies sei Vorbild für Frauen auf dem ganzen Kontinent gewesen. In der kommenden Regierung werden vier von 18 Ministerien von Frauen geführt. Dies sei ein kleiner, aber wichtiger Schritt zur Geschlechterparität. In Anbetracht der wichtigen Rolle, die Frauen im Revolutionsprozess gespielt hätten, solle die neue Führung jedoch den Anspruch haben, volle Geschlechterparität zu erreichen, so Naidoo. Außerdem werde noch viel zu wenig über Gewalt gegen Frauen als Kriegs- bzw. Konfliktmittel gesprochen. Das Thema sei in gesellschaftliches Tabu.

 

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27. September 2019

27. September 2019 - 12:42
  1. Masernepidemie in Demokratischer Republik Kongo

Mehrere Medien, unter anderem Welt online, weltsichten und evangelisch.de berichten über den aktuellen Masernausbruch in der Demokratischen Republik Kongo. Bis Mitte September seien bereits 180.000 Verdachtsfälle gemeldet worden, unter den 3667 Toten seien vor allem Kinder. Mittlerweile seien alle 26 Provinzen Kongos betroffen. Die WHO wolle nun schnellstmöglich 825.000 Kinder zwischen sechs Monaten und fünf Jahren impfen. Laut WHO sei die Lage so schlimm, weil zu viele Kinder die Routineimpfungen verpasst hätten. Gleichzeitig kämpfe das Land gegen den zweitgrößten Ebola-Ausbruch der Geschichte. Auch hier laufe eine Immunisierungskampagne.

  1. Mehr als 50 Staaten bei neuer Multilateralismus-Allianz dabei

Heiko Maas‘ „Allianz für den Multilateralismus”, die er gestern bei den vereinten Nationen vorgestellt hat, stößt auf breites Interesse, wie heute unter anderem der Deutschlandfunk, tagesschau.de und reuters berichten. Vertreter*innen aus mehr als 50 Ländern hätten konkrete Schritte beschlossen, um die internationale Zusammenarbeit zu stärken. Maas habe diese Idee bereits im Juli vergangenen Jahres erstmals vorgestellt. Frankreich, Japan und Kanada arbeiteten seit geraumer Zeit daran mit. Die neue Allianz solle ein überregionales Netzwerk von Staaten schaffen, die sich auf verschiedenen Feldern für den Erhalt und die Weiterentwicklung einer multilateralen Ordnung einsetzen wollen. Inhaltlich habe die Gruppe unterschiedliche Initiativen in Bereichen der Cyber-Sicherheit, Autonome Waffensysteme, Bildungs-Chancengleichheit, Klimaschutz oder Pressefreiheit begonnen. Anwesende Außenminister*innen hätten sich in entsprechende Listen für eine oder mehrere Initiativen eintragen können. Die Mitarbeit in einem Bereich genüge bereits, um als Teil der Allianz gezählt zu werden. Da sich die USA für den Bereich Cyber-Sicherheit interessieren, seien auch sie Teil der Allianz.

  1. Sudan schließt seine Grenzen

Wie heute hauptsächlich internationale Medien, u.a. die Presse, melden, schließt der Sudan seine Grenzen zu Libyen und Zentralafrika. Dies geschehe wegen einer „Gefährdung der Sicherheit und Wirtschaft des Landes“, so der Souveräne Rat, der seit gut einem Monat im Amt ist. In der Region Darfur im Westen des Sudan gebe es seit Jahren einen Konflikt zwischen Regierung und Rebellen, bei dem laut UN-Angaben bereits rund 300.000 Menschen getötet und zwei Millionen vertrieben worden seien. Dort überquerten immer wieder Aufständische die Grenze nach Libyen, um sich dort den Einheiten des Generals Khalifa Haftar anzuschließen. Zudem läge der Sudan auch auf Migrationsrouten, die von Ost- und Westafrika zur Mittelmeerküste führen.

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26. September 2019

26. September 2019 - 14:17
1. UN-Gipfel: Versagen bei Geschlechtergerechtigkeit

Andreas Zumach schreibt in der Tageszeitung (taz), dass die Zwischenbilanz beim UN-Gipfeltreffen in New York zur Agenda 2030 ernüchternd ausfällt. UNO-Generalsekretär Antonio Guterres machte deutlich, dass man bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) noch weit entfernt von den Zwischenzielen sei, die die Staatengemeinschaft sich gesetzt hatten. Das Zwischenziel zu Geschlechtergerechtigkeit habe keines der 193 Mitgliedsstaaten erreicht. Auch die Zahl der Hungernden sei 2018 weiter angestiegen – bis 2015 sei diese Zahl sowie die der Menschen in extremer Armut zunächst zurück gegangen. Deutlich stärker angestiegen sei die Zahl der Geflüchteten und Binnenvertriebenen mit derzeit fast 70 Millionen. Zudem habe mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung keinen Zugang zu Basis-Gesundheitsversorgung. Sowohl die Grünen als auch Nichtregierungsorganisationen hatten die deutsche Bundesregierung im Vorfeld des Gipfels zu stärkeren Maßnahmen aufgefordert. Bei der Konferenz für Handel und Entwicklung (Unctad) wird hingegen deutlich, dass nur mit nötigen finanziellen Mitteln etwas erreicht wird, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Handelsblatt berichten. Der Weltinvestitionsbericht der Unctad beziffere die nötigen Investition allein in Entwicklungsländern auf bis zu 2,7 Billionen Euro pro Jahr. Auch mit dieser Summe könnten laut Bericht nur die grundlegendsten UN-Entwicklungsziele bis 2030 erreicht werden. Im Fokus des Berichts stehen die Gefahren durch den Klimawandel. Passend dazu berichtet auch das Handelsblatt, dass deutsche Unternehmen sich für umweltfreundlichere Energie in Afrika einsetzen wollen. Sie verfügen über das nötige Wissen für klimafreundliche Energieversorgung, so Stefan Liebig, Vorsitzender des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft. Aktuelle mangele es aber noch an passenden Finanzierungsinstrumenten. Die Bundesregierung könne hier unterstützend eingreifen.

2. IWF mit neuer Chefin

Mehrere Medien, darunter das ZDF, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, das Handelsblatt und die Badische Zeitung berichten, dass Kristalina Georgiewa neue Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird. Die Bulgarin sei somit die erste Person an der Spitze des IWFs aus einem Schwellenland. Seit Januar 2017 sei die Bulgarin Geschäftsführerin der Weltbank, zunächst unter Präsident Jim Yong Kim, später unter David Malpass. Georgiewa habe ihre Managementfähigkeiten unter Beweis gestellt, als im Gremium die Debatten laut wurden, der Posten müsse von einem Kandidaten oder einer Kandidatin aus den Entwicklungsländern besetzt werden. Dies sollte unter anderem die Armutsperspektive in das Führungsgremium bringen. Mit der Wahl Georgiewas bleiben jedoch die alten Mechanismen in Kraft, nach denen die Leitung des IWF europäisch besetzt werde. Georgiewa sei vor dem Wechsel zu Weltbank unter anderem EU-Kommissarin für Entwicklungszusammenarbeit gewesen.

3. Nigeria: Terrorgruppe schlägt erneut zu

Wie die Deutsche Welle meldet, wurde laut der Hilfsorganisation Action Against Hunger in Nigeria eine Geisel der Miliz ‚Islamischer Staat Provinz Westafrika‘ (ISWAP) getötet. Bereits im Juli seien fünf Geiseln in der Nähe der Stadt Damasak von der Gruppe verschleppt worden. Unter den Geiseln haben sich neben einer Angestellten von Action Against Hunger auch drei Mitarbeiter*innen des Gesundheitsministeriums von Nigeria sowie zwei Fahrer*innen befunden. Dies sei nicht das erste Mal, dass die Terrorgruppe Personen verschleppt und tötet. Bereits im vergangenen Jahr seien zwei Mitarbeiterinnen des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz Opfer der Gruppe geworden. Der Konflikt im Nordosten Nigerias habe laut einem UN-Bericht bereits 35.000 Menschen das Leben gekostet, zwei Million seien auf der Flucht. Action Against Hunger habe den Vorwurf zurückgewiesen, die Organisation unterstütze terroristische Gruppen mit Nahrung und Medizin und zudem ihr Büro in Borno geschlossen .

 

 

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25. September 2019

25. September 2019 - 13:54
1. UN-Gipfel: Armut und Gesundheit auf der Agenda

In einem Gastkommentar in der Welt fordern Entwicklungsminister Gerd Müller und Georg Graf Waldersee, Vorsitzender von Unicef Deutschland, mehr Einsatz für eine lebenswerte Zukunft von Kindern. Mit den Klima-Demonstrationen fordern die Kinder zu Recht tiefgreifende Veränderungen. Auch die UN-Nachhaltigkeitsziele müssen konsequenter voran getrieben werden. Kinder haben ein Recht auf ein Leben ohne Armut, in Frieden und mit Zugang zu Bildung, schreiben Müller und Graf Waldersee. In manchen Ländern Afrikas seien über 50 Prozent der Bevölkerung unter 15 Jahren, diese Kinder haben ein Recht ihr Potenzial auszuleben. Kinderarbeit in Kakaoplantagen oder der Abbau von Koltan durch Kinder dürfen nicht länger hingenommen werden. Es müsse gezielter an Bildungschancen für Kinder und den Schutz der Ärmsten gearbeitet werden. Bei dem UN-Gipfeltreffen in New York spricht sich auch die internationale Gemeinschaft für den Kampf gegen Armut aus, wie evangelisch.de berichtet. Bundesentwicklungsminister Müller sagt, man hinke dem vorgegebenen Zeitrahmen hinterher. Laut evangelisch.de haben Deutschland, Ghana und Norwegen „einen globalen Aktionsplan“ unter Leitung der Weltgesundheitsorganisation initiiert, um eine bessere Gesundheitsversorgung weltweit zu gewährleisten. Ein erster Zwischenbericht solle 2023 erscheinen.

2. Ruanda: Opposition in Gefahr

Unter anderem Spiegel Online, die junge Welt und die Salzburger Nachrichten melden, dass im Süden Ruandas ein Mitglied der Oppositionspartei getötet wurde. Victoire Ingabire, Vorsitzende der Oppositionspartei FDU-Inkingi, vermute hinter Tat ein politisches Motiv. Sylidio Dusabumuremyi, das Opfer der Tat, sei landesweiter Koordinator der Partei gewesen. Bereits im Juli und August seien zudem zwei Parteimitglieder verschwunden. Ingabire sagte, dass Präsident Paul Kagame verstehen müsse, dass auch die Opposition Teil der Bevölkerung in Ruanda sei und auch sie Schutz verdiene. Ingabire sei bereits wegen Volksverhetzung inhaftiert worden, Kagame habe sie jedoch vergangenes Jahr begnadigt. Auch Amnesty international bezeichnet den Fall als „besorgniserregend“.

3. Uganda: Musiker kandidiert für Präsidentenamt

Bernd Dörries porträtiert in der Süddeutschen Zeitung den ugandischen Rapper und Pop-Star Bobi Wine, der in Uganda seinen Wahlkampf vorbereitet. Der Musiker habe Ruhm durch Texte über schnelle Autos und schöne Frauen erlangt, nun rappe er über die Revolution in Uganda, die Aussicht auf einen Neuanfang und übe Kritik an dem ugandischen Präsidenten Yoweri Museveni. Seinen ersten Erfolg habe Wine mit der Wahl in das nationale Parlament gefeiert. Aufmerksamkeit über Uganda hinaus habe Wine erlangt, als er festgenommen und gefoltert wurde. Für die Jugend sei er ein Vorbild, für das Regime eine Bedrohung, schreibt Dörries. Wine habe vor rund tausend Gästen seine Kandidatur für die Präsidentschaftswahl 2021 verkündet. Er wolle „eine korrupte Clique von der Macht vertreiben“. Auch der amtierende Präsident Museveni habe einst als Milizenführer angefangen und sei von europäischer Seite sowie den USA euphorisch begrüßt worden. Selbst nach Wahlfälschungen und Verfassungsänderungen habe der Westen ihn weiter unterstützt. Bobi Wine betrachte sich nicht als „Erlöser“ – das Land könne sich nur ändern, wenn sich alle ändern würden.

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Fünf Fragen an Feministin und Autorin Rosebell Kagumire

24. September 2019 - 16:57

Wir freuen uns sehr, dass wir Euch diesmal Rosebell Kagumire für unser Fünf-Fragen-Interview vorstellen können. Rosebell Kagumire ist eine feministische Aktivistin, Autorin und Medienspezialistin aus Uganda. Sie ist Expertin in zahlreichen Themenfeldern, wie zum Beispiel Menschenrechten, Feminismus und Friedens- und Konfliktforschung. Mehrere ihrer Publikationen haben bereits Preise gewonnen. Rosebell Kagumire setzt sich weltweit für die Rechte von Frauen und Mädchen ein.

Rosebell Kagumire in der Französischen Botschaft (Credit: Ambassade de France en Allemagne)

 ONE: Warum brauchen wir im Jahr 2019 Feminismus?

Rosebell Kagumire: Unterdrückung existiert, das Patriarchat existiert und dieses System ist genau so veränderbar wie es unbeweglich ist. Viele Frauen haben noch immer nicht die gleichen Rechte wie Männer, egal ob in Europa, Lateinamerika oder Afrika. Mädchen werden immer noch davon abgehalten sie selbst zu sein, ihre körperliche Selbstbestimmung ist noch immer ein Mythos, da Parlamente und Gesellschaften Regulierungen zu Kleidung und anderen Ausdrucksformen diskutieren. In vielen Ländern wird Mädchen der Zugang zu Verhütungsmitteln und sexueller Aufklärung verwehrt. Und, dass trotz hoher Zahlen an Jugendlicher, die auf Grund sexueller Gewalt und Ungleichheiten schwanger werden. Der Gender Pay Gap existiert in den meisten Ländern der Welt. Die Angst vor Personen, deren Existenz die gut aufgestellten Strukturen der patriarchalen Hierarchien und Mächte ins Wanken bringt, ist noch immer real. Wir agieren noch immer in einer Welt, in der die Abwesenheit von Frauen am Verhandlungstisch aufrechterhalten und entschuldigt wird. Wo die Körper von Frauen noch immer für männliches Gefallen und Kontrolle definiert werden.             Wo über Caster Semenyas Körper im Gericht entschieden wird. Eine Welt, die immer mehr von Unternehmen und einzelnen Personen beherrscht wird, auf Kosten der Mehrheit der Gesellschaft. Bis das Patriarchat und sich überschneidende Unterdrückungen wie Rassismus nicht mehr präsent sind, wird Feminismus weiterhin von großer Bedeutung sein.

ONE: Welche/r Politiker*in ist in der Lage wirkliche Veränderungen für Frauen und Mädchen weltweit zu bewirken?

Rosebell Kagumire: Kein/e Politiker*in kann wirkliche Veränderungen langfristig bewirken. Die Veränderungen, die wir anstreben sind strukturell und viele Formen der Unterdrückung sind historisch verankert. Andere tauchen jetzt erst auf. Die Führungspersönlichkeiten, die wir egal in welchem Feld brauchen, müssen verstehen, dass Gleichheit und Ausgrenzung nichts mit persönlichen Vorlieben zu tun hat. Sondern mit dem absichtlichen Beseitigen von Barrieren, die über Generationen genutzt wurden, um Menschen auszugrenzen. Wir benötigen Führungspersönlichkeiten, die ihre Landsleute nicht für ihren eigenen Gewinn hintergehen. Die Art von Persönlichkeit, die in die Vergangenheit blickt und ein Sprachrohr für ausgegrenzte Gemeinschaften schafft, um denen eine Stimme zu geben, die sie am meisten benötigen.

ONE: Was kann die deutsche Regierung Ihrer Meinung nach tun, um die Situation von Frauen und Mädchen zu verbessern?

Rosebell Kagumire: Die Außenpolitik muss sich der Geschichte bewusst sein. Dass wir nicht zufällig am jetzigen Zeitpunkt angekommen sind. Wir benötigen eine Politik, die sich über die verschiedenen Bereiche der Unterdrückung bewusst ist und sich um systemische Veränderung bemüht, nicht nur an Schlagwörtern aufhängt. Die zivilgesellschaftlichen Bewegungen sollten die Grundlage der Veränderungen sein, außerdem müssen Frauen und Mädchen am Verhandlungstisch sitzen. Und zwar an jedem, an dem sich die Regierung beteiligt. Die Zeit, in der so getan wurde, als ob man für Mädchen und Frauen spricht, ist lange vorbei, sie sind hier und können für sich selbst sprechen. Die Erfahrungen und Realitäten von Menschen sollten Maßnahmen ein- und anleiten.

ONE: Was ist Ihr erster Ratschlag für Menschen, die sich für Frauen und Mädchen weltweit einsetzen?

Rosebell Kagumire: Hört Frauen und Mädchen zu, bezahlt Frauen und Mädchen, bezieht Frauen und Mädchen mit ein. Begreift, dass patriarchale Lösungen für Ausgrenzung langfristig nicht funktionieren. Dass Frauen und Mädchen nicht die einzigen sein sollten, die das Patriarchat beenden. Investiert in dekonstruierende Männlichkeitsbilder anstatt in die männliche Beteiligung bei weiblich organisierten Dingen.

ONE: Wir stehen noch vor einem langen Weg, bis wir Geschlechtergerechtigkeit erreicht haben. Was ist Ihrer Meinung nach der erste Schritt, um alle Barrieren für Frauen und Mädchen zu beseitigen?

Rosebell Kagumire: Wir sind umgeben von Hindernissen, wir müssen uns nach strukturellen Lösungen umschauen, nicht nach isolierten Projekten für die Stärkung von Frauen und Mädchen. Man mag denken, man hat viel geschafft, wenn man die Situation einiger weniger verbessert hat, aber wenn sich das System nicht verändert hat, werden auch erfolgreiche Frauen und Mädchen wieder auf diese Hindernisse stoßen.

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ONE Unterstützer*innen danken der Bundesregierung für den Globalen Fonds Pledge

24. September 2019 - 13:50

Nachdem wir von der Ankündigung des deutschen Beitrags für den Globalen Fonds erfahren haben, haben wir euch die Möglichkeit gegeben, uns Dankesnachrichten an die Bundesregierung zu schicken.

Die ganze Aktion lief unter dem Titel Dankeschön, Frau Merkel!

Wir haben insgesamt rund 450 Nachrichten von euch erhalten, die wir natürlich auch im Kanzleramt abgeliefert haben. So hat die Bundeskanzlerin von eurem Engagement erfahren und konnte die Dankesnachrichten persönlich empfangen. Untenstehend findet ihr einige der Nachrichten, die wir Frau Merkel überbracht haben.

Wir danken euch fürs Mitmachen!

  • Dankeschön, Frau Merkel, dass sie sich für die weltweite Gesundheit einsetzen und damit zu einer besseren Welt für all jene beitragen, die selbst wenig bis gar keine Einflussmöglichkeiten haben. Vor allem freut mich, dass Ihr Engagement eine Verbesserung der Situation vieler Frauen auf der Welt sein kann, die nicht so leicht wie ich über ihre Gesundheit und ihren Körper bestimmen können! – Rike F.
  • Danke, dass sie sich dafür einsetzten, die Welt für alle Menschen zu einem lebenswerteren Platz zu machen, da durch entsprechende Medikamente für viele die Lebensqualität erheblich erhöht wird. – Lisa M.
  • Danke, Frau Merkel, es fühlt sich gut an, Staatsbürgerin eines Staates zu sein, der globale Verantwortung übernimmt! – Petra K.
  • Sehr geehrte Frau Dr. Merkel! Vielen Dank, dass Sie sich beim G7 Gipfel für die entschiedene Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten eingesetzt haben. Als Arzt habe ich ein ureigenes Interesse, dass diese Krankheiten nicht nur hierzulande, sondern weltweit angegangen werden. Mit freundlichen Grüßen – Dr. med. Stefan S.
  • Sehr geehrte Frau Merkel, danke für die Leistungen, die Sie nicht nur für Deutschland, sondern für ganz Europa erbringen. Sie sind ein politisches und menschliches Vorbild, welches als entscheidende, positive Figur in die Geschichtsbücher eingehen wird. Ihr jetziger Schritt, Verantwortung bei der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten zu übernehmen, zeugt ein weiteres Mal davon, dass Sie nur das Beste für Ihr Land wollen. Danke, dass Sie dazu beitragen, eine bessere Zukunft zu gestalten! Mit freundlichen Grüßen – Daniela d. S.
  • Als ehrenamtlicher Betreuer von Menschen mit HIV und Aids im Auguste-Viktoria-Klinikum in Berlin und als Ehrenamtssprecher der Berliner Aidshilfe sage ich Danke für diese internationale Solidarität und Hilfe zum Schutz vor vielfaches Leid. Mit freundlichen Grüßen – Frank L.
  • Sehr geehrte Frau Merkel, Herzlichen Dank dafür, dass Sie Verantwortung bei der Bekämpfung vermeidbarer Krankheiten übernehmen. Es ist sehr wichtig für die Armutsbekämpfung und eine Annäherung an gerechtere Lebensbedingungen. Mit freundlichen Grüßen – Karin K.

 

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24. September 2019

24. September 2019 - 12:34
1. Merkel will mehr Handel mit Afrika

Wie Focus Online und der Deutschlandfunk berichten, spricht sich Bundeskanzlerin Angela Merkel für eine Stärkung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika aus. Merkel kündigte an, während Deutschlands EU-Ratspräsidentschaft im nächsten Jahr weiter an der Handelsagenda mit der Afrikanischen Union arbeiten zu wollen. Mit dem panafrikanischen Freihandelsabkommen AfCFTA entstehe gerade die größte Freihandelszone der Welt. Die Kanzlerin ergänzte, dass die Entwicklung von Freihandel auf dem afrikanischen Kontinent angesichts des wachsenden Protektionismus ein positives Zeichen sei. Neben dem Freihandel war auch die geplante Libyen-Konferenz in Berlin ein Thema. Merkel wolle dort die Afrikanische Union beteiligen, nur so könne eine Lösung für die fragile Situation in dem Land gefunden werden.

2. Südsudan: Kinder als Soldat*innen

Ilona Eveleesn berichtet in der Tageszeitung (taz), dass die Anzahl der Kindersoldat*innen im Südsudan ansteigt. Bereits im September vergangenen Jahres wurde zwischen Präsident Salva Kiir und dem ehemaligen Vizepräsidenten und nun Rebellenführer Riek Machar ein Friedensabkommen vereinbart. Im November solle dadurch eine Übergangsregierung der nationalen Einheit zu Stande kommen. Ironischerweise habe jedoch die Aussicht auf Frieden die Zwangsrekrutierung von Kindern als Soldat*innen beschleunigt, so Yasmin Sooka von der UN-Menschenrechtskommission. Eine Zunahme sei vor allem in den Teilen des Landes zu verzeichnen, in denen immer noch Kämpfe stattfinden. Es würden sich auch Kinder freiwillig sowohl bei der Armee als auch bei den Rebellen melden, so Sooka. Der Bürgerkrieg, der seit Ende 2013 andauert, habe bereits 400.000 Menschenleben gefordert. Trotz des Friedensprozesses leide die Bevölkerung unter starkem Nahrungsmangel. Bauern kehrten seit Beginn des Friedensprozesses wieder zurück auf ihre Felder. Die Zahl der unterernährten Kinder steige im Vergleich zum Vorjahr jedoch trotzdem um drei Prozent an.

3. Klimaschutz von New York bis Afrika

Mehrere Medien, darunter Stern.de, die Welt, das Handelsblatt, der Nachrichtendienst Reuters Deutschland und die Dresdner Neuesten Nachrichten melden, dass Entwicklungsminister Gerd Müller sich gegen den Vorwurf der Klimaaktivisten Greta Thunberg gewehrt hat, die Politik tue zu wenig. Müller sagte, dass der Klimaschutz nicht mit Greta Thunberg beginne und räumte jedoch auch ein, dass mehr getan werden müsse, um die Erderwärmung zu begrenzen. Passend dazu berichtet Silja Fröhlich in der Deutschen Welle, dass auch in Afrika für den Klimaschutz demonstriert wird. Überall auf dem Kontinent seien Jugendliche auf die Straße gegangen, um ihre Regierungen aufzufordern, mehr für den Klimaschutz zu tun. Viele der Bewegungen gehören zu „Fridays for Future“, aber auch andere Umweltorganisationen und Gruppierungen schlossen sich den Protesten an. Afrika sei weltweit für nur sieben Prozent der Treibhausgasemissionen verantwortlich, beherberge jedoch 14 Prozent der Weltbevölkerung und spüre die Folgen des Klimawandels am stärksten. Eine entscheidende Forderung der Demonstrant*innen auch in Afrika: Mehr erneuerbare Energie und weniger fossile Brennstoffe. Der Klimaschutz werde jetzt nicht nur diskutiert und besprochen, junge Menschen wollen nun etwas bewirken und sich engagieren, so Oladosu Adenike, Geschäftsführerin von Fridays for Future in Nigeria.

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