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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 3 Stunden 28 Minuten

21. Juni 2019

21. Juni 2019 - 11:51
1. Keine Krise zwischen Ruanda und Uganda?

Im Interview mit der tageszeitung (taz) spricht Ruandas Präsident Paul Kagame über die  aktuellen politischen Spannungen zwischen Ruanda und Uganda. Wichtig sei ihm vor allem das Thema nachhaltige Entwicklung und der Kampf gegen Ungleichheit. Ausschreitungen zwischen seinem Land und Uganda sehe er aktuell nicht. Er kritisiere das restriktive Vorgehen Ugandas gegen Runander*innen. Viele seien dort ohne Angabe genauer Gründe inhaftiert. Kagame warne seine Bevölkerung davor, nach Uganda zu reisen, einen Anlass für Kämpfe gebe es jedoch nicht. Seine Regierung sei auf einen guten Weg und er sehe die Ruander*innen die ihn unterstützen. Auch die Ankündigung des Kongolesischen Präsident Félix Tshisekedi, Mitglied der Ostafrikanischen Gemeinschaft werden zu wollen, begrüße er. Kagame wolle in Zukunft mit der demokratischen Republik Kongo enger in Verteidigungs- und Sicherheitsbelangen zusammenarbeiten.

2. Wüstensand gegen Armut

Wie der Tagesspiegel berichtet, könnte eine Innovation aus München dafür sorgen, in Krisenregionen schnell Wohnraum zu schaffen. Laut UN sei Sand der am meisten gehandelte Rohstoff nach Wasser. Doch der Bedarf wachse, vor allem im Mittleren Osten. Wüstensand sei bislang nicht nutzbar zu machen, doch verschiedene deutsche Unternehmen arbeiten daran dies zu ändern. Vor allem nach Katastrophen und in ärmeren Gebieten bringe dies viele Vorteile. Der Thüringer Gerhard Dust habe ein Verfahren entwickelt, mit dem Bausteine in 20 Minuten formbar seien. Sein Ansatz ziele nicht auf die Bauindustrie ab, sondern auf Armutsbekämpfung und den Wiederaufbau in Krisengebieten. Aktuell baue er eine erste Fabrik in Namibia. Weitere Verhandlungen liefen in Ländern wie Ghana, Senegal, Südafrika und Ruanda. Dort ließe sich der Wüstensand direkt vor Ort entnehmen. Aktuell sei das Verfahren allerdings noch nicht nachhaltig genug, so Barbara Leydolph vom Institut für Angewandte Bauforschung in Weimar.

3. Impfskepsis: Reiche Länder liegen vorne

Wie unter anderem Spiegel Online, Welt Online, Süddeutsche Zeitung Online und Westdeutsche Allgemeine Zeitung Online berichten, steigt die Zahl der Impfskeptiker*innen vor allen in Industrieländern. Aktuell sei in den USA der größte Masernausbruch seit 27 Jahren zu verzeichnen. Weltweit würden sich die Fälle häufen, trotz des Ziels, die Masern bis 2020 auszurotten. Vor allem die Skepsis gegenüber Impfungen in wohlhabenden Ländern sei dafür verantwortlich, so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). In Ländern wie beispielsweise Ruanda, Äthiopien und Ghana liege der Anteil der Menschen, die Impfungen für nicht sicher halten, bei zwei bis drei Prozent. In Österreich und Belgien hingegen bei 21 Prozent. Die größte Skepsis herrsche in Frankreich mit 33 Prozent. Am überzeugtesten von der Sicherheit von Impfungen seien die Menschen in Ruanda und Bangladesch. Hier halte fast die gesamte Bevölkerung Impfungen für ungefährlich.

 

 

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Black Queen – Hip-Hop und Aktivismus für Frauen und Minderheiten

21. Juni 2019 - 11:37

Der Kampf für die Rechte von Minderheiten, gegen geschlechtsspezifische Gewalt und für Solidarität ist für die Musikerin Black Queen nichts neues. In den letzten Wochen wird ihr Engagement dennoch nicht nur wichtiger, sondern auch größer denn je. Nachdem im Senegal Mitte Mai zwei junge Frauen vergewaltigt und ermordet wurden, protestierte die Zivilgesellschaft. Sie fordert, dass Vergewaltigung unter Strafe gestellt wird und Opfer von geschlechtsspezifischer Gewalt geschützt werden. Black Queen hat gemeinsam mit ONE in Senegal eine Kampagne gestartet, um den Druck auf die Politik aufrecht zu erhalten – bis Frauen endlich geschützt werden. Wir stellen euch die Frau vor, die im Senegal für Geschlechtergerechtigkeit kämpft.

Gemeinsam mit ONE engagiert sie sich für Solidarität und die Situation von Minderheiten

Frühe Jahre voller Kreativität und Begabungen

Aida Touré aka Black Queen wuchs in der senegalesischen Hauptstadt Dakar auf. Ihre Talente sind bereits in der Kindheit nicht nur auf Musik beschränkt. Auch Basketball und Tanz weckte ihr Interesse. Seit sie zwölf ist, spielt aber Hip-Hop die größte Rolle in ihrem Leben, begleitet von den ersten eigenen Texten. Dass sie es ziemlich drauf hat war schon sehr früh klar. Unter anderem setzte sie sich gegen 60 Mitschüler*innen durch und konnte mit dem internationalen Rap-Star “YOUSSOUPHA” am Beginn seiner Show im Senegal auf der Bühne stehen. Mit 18 nahm sie ihre erste Demo auf, um zwei Jahre später das erste professionelle Projekt zu beginnen. Damit verbunden trat sie dem Guis Guis Kollektiv bei, das aus dem Label Afreecan DREAM besteht. Mit dabei sind außerdem der Rapper Zeuss DYDM und Bissou Bee – alle drei sind aus dem Norden der Hauptstadt.

Ein Ausschnitt dem Musikvideo zu ihrem Song Demna, in dem sie das Problem von sexueller Gewalt musikalisch und künstlerisch zugänglich macht.

Musik, die die Gesellschaft prägt

Für Aida ist aber Musik nicht einfach ein Mittel zum Zweck. Sie glaubt daran, dass Musik die Zukunft verändern kann. Ihr selbstbewusstes Auftreten in der senegalesischen Hip-Hop Szene bringt durch eine originelle feminine Note mit starken Texten frischen Wind in Rollenbilder des Hip-Hops. Mit kreativen bunten Outfits und künstlerischen Videos kann sie locker mit männlichen Künstlerkollegen mithalten. Mit ihrem starken Flow und harten Beats fordert sie nicht nur ihren Platz ein, sondern wird auch für andere Frauen zum Vorbild. Dabei geht sie aber nicht nur auf Konfrontationskurs und klammert schwierige Themen wie Missbrauch, den Tod von Familienangehörigen und innere Ängste nicht aus. In melancholischen Klängen und Worten beschreibt sie, nicht weniger politisch, den Umgang mit sexueller Gewalt und Stigmatisierungen und gibt so den Erfahrungen vieler Frauen eine Stimme.

In ihrem Aktivismus engagiert sie sich unter anderem mit ONE und im Rahmen der Afrikanischen Union (Bildrechte: Viberadio.sn)

Der Wunsch und Kampf für Veränderung

Der Glaube an Solidarität und Teilen ist tief in ihr verankert. Ihr Blick richtet sich deshalb besonders auf benachteiligte Gruppen. Praktisch engagiert sie sich für die Situation von Albinos, Talibé-Kindern und von Missbrauch betroffenen Frauen.

Auch bei diversen Kampagnen von ONE hat sie sich engagiert – beispielsweise als Botschafterin für einen Workshop gemeinsam mit der Afrikanischen Union für Rechenschaft und Transparenz. Auch hat sie sich für die Wiederauffüllung der Global Partnership for Education (GPE) eingesetzt und mit den ONE-Jugendbotschafter*innen im Senegal ihre Erfahrungen als Aktivistin geteilt.

Nach der tragischen Vergewaltigung und Ermordung von zwei jungen Frauen im Senegal, war für Aida Schweigen keine Option. Sie startete eine öffentliche Kampagne und fordert darin den Justizminister und die Ministerin für Frauen, Familien und Gender auf, das Strafmaß für Vergewaltigung zu verschärfen und Frauen und Mädchen vor geschlechtsspezifischer Gewalt zu schützen. Gemeinsam mit ONE startete sie diese Petition. Dort können Menschen weltweit ihre Solidarität in Taten umsetzen und die Stimmer der Frauen im Senegal unterstützen. Bist du dabei?

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20. Juni 2019

20. Juni 2019 - 14:36
1. UN-Nachhaltigkeitsziele: Deutschland fällt zurück

Wie viele Medien, darunter FAZ.net, Sueddeutsche.de und Welt Online  berichten, rutscht Deutschland um zwei Plätze auf Platz 6 im Ranking der Länder, die Fortschritte bei den UN-Nachhaltigkeitszielen machen. Vor Deutschland liege eine Menge Arbeit, wenn die Ziele der Agenda bis 2030 erreicht werden sollen, so Entwicklungsminister Gerd Müller. Aktuell erfülle kaum ein Land die vereinbarten Ziele für eine ökonomische, ökologische und soziale Entwicklung. Deutschland und Frankreich seien die einzigen Länder der G-7 Gruppe, die es im UN-Ländervergleich unter die ersten zehn geschafft haben. Das Schlusslicht bilden afrikanische Entwicklungsländer wie die Demokratische Republik Kongo, Tschad und die Zentralafrikanische Republik. Ein Problem sei der mangelnde Geldfluss. Nur wenige Staaten würden die geforderten 0,7 Prozent der eigenen Wirtschaftskraft für Entwicklungszusammenarbeit aufwenden. Deutschland gehöre nicht dazu. Auch das Konsumverhalten der Industriestaaten werde bemängelt. Es herrsche ein Missverhältnis zwischen der Überproduktion von Lebensmittel einerseits und Mangelernährung auf der anderen Seite.

2. USA: Keine Interesse an Afrika?

Bereits am Dienstag berichtete die Deutsche Welle über den alle zwei Jahre stattfinden US-Afrika-Wirtschaftsgipfel. In Mosambiks Hauptstadt Maputo finden sich zwölf afrikanische Staats- und Regierungschefs ein, um über aktuelle Wirtschaftsfragen zu diskutieren. Die USA sei nur mit wenigen Politiker*innen vertreten. Der Veranstaltungen knüpfe an die vorherigen Gipfel in Washington 2017 und Addis Abeba 2016 an. Washington habe Handelsministerin Karen Dunn Kelley als höchstrangiges Regierungsmitglied entsandt. Afrika habe für die USA im Vergleich zu europäischen und asiatischen Staaten keine große Bedeutung, so Philipp Gieg, Politikwissenschaftler an der Universität Würzburg. Im Moment fehle noch der Antrieb hinter der US-Afrikapolitik. Dies zeige sich auch darin, dass der Afrika-Posten im US-Außenministerium eineinhalb Jahre unbesetzt blieb.

3. Kakao: Mindestpreis gegen Armut

Wie die Deutsche Welle berichtet, wollen Ghana und die Elfenbeinküste einen Mindestpreis für Kakao durchsetzen. Die beiden größten Kakao-Produzenten der Welt wollen damit Armut und Kinderarbeit in der Kakaoproduktion entgegenwirken. Aktuell lebten Kakaobauern und ihre Familien unter der Armutsgrenze von zwei US-Dollar pro Tag. Sie könnten sich somit nicht von ihren Ernteeinnahmen ernähren. Nur vier Cent pro verkaufter Schokolade blieben für die Bauern übrig, den Preise bestimme hierbei die Rohstoffbörse. Kinderarbeit sei in der Branche weit verbreitet, um die Arbeitskosten zu reduzieren. Würden Bauern in Ghana 50 Prozent mehr Geld bekommen, könnte dies bereits die Kinderarbeit in dem Land beenden.

 

 

 

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Diese sechs Gesetze stärken Frauen

20. Juni 2019 - 11:07

Die Welt wird besser. Immer weniger Menschen sterben in Kriegen. Die Müttersterblichkeit und die Sterblichkeit von Kindern unter fünf Jahren haben sich seit 2002 mehr als halbiert, und die vermeidbaren Krankheiten Aids, Tuberkulose und Malaria konnten um ein Drittel gesenkt werden.

Auch in Sachen Frauenrechten geht es voran. Aber mit einem großen Haken: Wir sind viel zu langsam. Nach Berechnungen des Weltwirtschaftsforumsbrauchen wir noch 108 Jahre bis wir Gleichberechtigung erreicht haben. Die Vereinten Nationen rechnen sogar mit 202 Jahre.  Das heißt: Niemand der*die diese Zeilen gerade liest, wird eine Welt mit Geschlechtergerechtigkeit erleben.

Deshalb fordern wir von den G7: Wir wollen endlich echten Fortschritt. Es gibt genug gute Ideen und Initiativen. Sie müssen aber entschlossen umgesetzt werden. Um den G7 ein bisschen Nachhilfe zu erteilen, haben wir sechs Beispiele gesammelt, die zeigen wie es geht. Gesetze, die Mädchen und Frauen weltweit auf ganz unterschiedliche Art stärken. Das macht uns Hoffnung!

https://s3.amazonaws.com/one_org_international/de/wp-content/uploads/2019/06/19153651/IWD19_108_Years_Graphic_1200x600_DE_v1.mp4 1. Gleichberechtigte Elternzeit in Schweden

Obwohl Männer und Frauen beide gleichberechtigt Elternzeit nehmen konnten, haben in Schweden vor allem Frauen die Auszeit vom Job genutzt. Das Ergebnis: Während Männer weiter Karriere machen, schmeißen häufig die Frauen den Haushalt und versorgen den Nachwuchs. Die schwedische Regierung fördert deshalb verstärkt Eltern, die die gleiche Dauer Elternzeit nehmen. Was dabei rauskam? Neun von zehn Vätern nehmen in Schweden Elternzeit – Politik, die wirkt.

2. Paritätische Politik in Mexiko

Politik ist häufig männlich geprägt. Beispielsweise sind nur 28,8% der Parlamentarier*innen der OECD-Länder weiblich. Ganz schön wenig, dafür, dass diese Länder häufig als die fortschrittlichsten angesehen werden.

Anders sieht es in Mexiko aus. Seit einer Verfassungsreform müssen seit Mai 2019 nicht nur Parteien per Gesetz einen gleichen Anteil von Frauen und Männern in der Vergabe von Positionen achten. Auch die Bundesstaaten, Gemeinden und Gerichte werden nach diesem sogenannten paritätischen Prinzip besetzt. Schon jetzt sind in Mexiko 49% der Parlamentarier*innen Frauen – Quoten, von der viele Länder träumen.

Wir sind erst gleichberechtigt, sobald wir alle die gleichen Rechte haben (Quelle: lucia via Unsplash)

3. Ein feministischer Frieden in Kolumbien

Es ist wissenschaftlich belegt, dass Friedensabkommen, bei denen Frauen in den Prozess mit eingebunden werden, stabiler sind und länger halten. Aber nicht nur die Partizipation ist wichtig. Wenn im Friedensvertrag selbst die Situation und der Schutz von Frauen benannt wird, kann nachhaltig der Boden für eine gerechtere und friedlichere Gesellschaft bereitet werden.

Bei dem Friedensabkommen zwischen der kolumbischen Regierung und der FARC war genau das der Fall. Damit die Frauen nicht im politischen Prozess marginalisiert werden, hat 2008 das Verfassungsgericht das Gesetz „Auto 092“ erlassen. Dieses Gesetz sichert die Verteidigung der Bewegung weiblicher Opfer und sichert der feministischen Bewegung die Möglichkeit von Gesetzesvorschlägen.

4. Isländische Unternehmen und Schulen ohne Sexismus

In Island weiß man, wie die Geschlechtergerechtigkeit im Arbeitsmarkt funktioniert: Nach Artikel 15 des Gesetzes zur Gleichberechtigung von Männern und Frauen müssen mindestens 40 Prozent aller Führungspositionen in Unternehmen mit Frauen besetzt sein. In Schulen wiederum verbietet dieses Gesetz sexistisches Bildungsmaterial. Bücher und sonstige Lehrmaterialien müssen frei von Geschlechterdiskriminierung sein.

ONE-Jugendbotschafter*innen demonstrieren bei einer G7-Konferenz in Paris

5. Infrastruktur in Unternehmen für Mütter in den USA

Der „Affordable Care Act“ – besser bekannt als Obamacare – verpflichtet US-amerikanische Unternehmen ab einer Größe von 50 Angestellten zur Sorge für stillende Mütter. Es müssen sowohl Zeit als auch ein privater Raum zum Abpumpen der Brust zur Verfügung stehen.

Das Gesetzt hat zwar noch Lücken – so sind Frauen in Leitungspositionen ausgeschlossen. Dennoch ist es ein Schritt in die richtige Richtung!

6. Gesetze gegen geschlechtsbasierte Gewalt in Sambia

Eine umfassende Gesetzesinitiative gegen geschlechtsbasierte Gewalt in Sambia erreichte eine Vorbildfunktion. Ziel ist es die Zahl der Täter*innen zu verringern und Opfer nachhaltig zu schützen. Das 2011 verabschiedete Gesetz basiert auf internationalen Richtlinien und den Erfahrungen anderer Länder. Es wird die zeitnahe Hilfe, die Aufnahme von Anzeigen durch unterstützende Personen oder Organisationen, der Schutz der Opfer und noch mehr rechtlich abgesichert. Daneben wurde auch ein Fonds eingeführt, der die Bevölkerung über geschlechtsbasierte Gewalt sensibilisiert und Opfer versorgt.

Wie jedes Gesetz, ist es auf funktionierende staatliche Strukturen und das Vertrauen der Bevölkerung in diese angewiesen. Unterkünfte für von Gewalt betroffene Frauen müssen noch besser finanziert werden, damit Frauen wirklich geschützt sind.

Gleiche Rechte bedeutet nicht weniger Rechte für dich. Rechte sind kein Kuchen. (Foto: Claudio Schwarz via Unsplash)

Wie geht es weiter?

Du siehst: Es gibt viele Gesetze rund um den Globus die Gleichberechtigung fördern. Und Gesetze sind nur ein Hebel von vielen. Es gibt weitere Beispiele: Zum Beispiel paritätisch besetze Kabinette wie in Äthiopien oder Kanada. Apropos Äthiopien, wusstest du schon, dass Subsahara-Afrika die Region mit den meisten Reformen für Geschlechtergerechtigkeit ist?

Wir können und dürfen keine Ausreden von den G7 akzeptieren. Gleichberechtigung ist möglich und wer will schon 108 Jahre auf Gerechtigkeit warten?

Was denkst du? Mit welchem Gesetz möchtest du Frauen stärken? Nutze die Chance und bringe es in den G7 Prozess ein. Wir sind gespannt auf deine Ideen!

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Rettet unser Essen. Unterstützt Bäuerinnen!

19. Juni 2019 - 12:54

Letzte Woche fand in Stockholm mit dem EAT Forum eine der weltweit wichtigsten Konferenzen statt, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Landwirtschaft, Nahrungsmittelproduktion, -konsum und den natürlichen Grenzen unseres Planeten beschäftigt. Ertharin Cousin, ehemalige Chefin des World Food Programme, war auch dort und hatte zuvor aufgeschrieben, warum ihr zu diesem Thema Bäuerinnen einfallen.

Stockholm ist momentan für alle der richtige Ort, die daran interessiert sind, eine der größten Herausforderungen unserer Zeit zu lösen: Wie können wir unser Ernährungssystem so verändern, dass es sowohl die menschliche Gesundheit als auch unsere Umwelt schützt?

Diese Woche treffen sich Tausende von Führungskräften und Innovatoren zum jährlichen EAT Food Forum. Mit so unterschiedlichen Ideen wie Laborfleisch, klimaschonender Landwirtschaft und innovativer Finanzierung werden die Teilnehmer*innen der Frage nachgehen, wie wir unser Ernährungssystem so verändern können, dass beide Ziele erreicht werden.

Diese Diskussionen sind dringend erforderlich. Angesichts der zunehmenden Herausforderung von Übergewicht und Adipositas in den Industrieländern sowie der anhaltenden Problematik der Unterernährung in den Entwicklungsländern zeigen die Daten deutlich, dass Fehlernährung ein globales Problem ist. Der jüngste Bericht der EAT-Lancet Kommission über gesunde Ernährung aus nachhaltigen Ernährungssystemen zeigt Visionen einer gesunden Ernährung, die unseren Planeten schützt. Für viele von uns in Europa und Amerika ist es derselbe Rat, den wir schon zuvor schon oft gehört haben: mehr Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte und Nüsse; und weniger rotes Fleisch, Zucker und raffiniertes Getreide. Es ist doch faszinierend, dass eine auf die menschliche Gesundheit ausgerichtete Ernährung auch für den Planeten das Richtige ist.

Frauen spielen in der Landwirtschaft von Ländern des globalen Südens eine wichtige Rolle (Quelle: Annie Spratt auf Unsplash)

Wenn wir die Herausforderung von Fehlernährung bewältigen wollen, erfordert das die Entwicklung eines nachhaltigen und zugänglichen Ernährungssystems auch außerhalb Europas und Nordamerikas. Es ist nur noch etwas mehr als einem Jahrzehnt, bis die Sustainable Development Goals (SDGs) erreicht sein müssen. Aber trotzdem verliert die internationale Gemeinschaft bei SDG2 (Zero Hunger) weiter an Boden.

Wenn die SDGs schaffen wollen, brauchen wir mutige und vor allem sofortige Maßnahmen. Aber was bedeutet das? Wir brauchen innovative Lösungen, die Ernährungssicherheit und Nährstoffversorgung auf umweltverträgliche Weise für die Gemeinschaften gewährleisten, die sie am meisten brauchen.

Die Privatwirtschaft kann ein wichtiger Partner bei der Entwicklung und Skalierung dieser Lösungen sein. Neue Ansätze bringen bereits bedeutende Veränderungen mit sich – digitale Instrumente, die die Finanzierung der Landwirte und die Anbindung an die Märkte sicherstellen; landwirtschaftliche Betriebsmittel, die die Produktivität steigern; Lebensmittel, die den Nährstoffgehalt verbessern und Technologien für eine verbesserte Lagerung und Nachverfolgbarkeit der Lieferkette. Leider fehlen die meisten dieser innovativen Lösungen in den am stärksten von Unterernährung und Armut betroffenen Gemeinschaften.

Kleinbäuerinnen und Kleinbauern sind die Lösung

Um die Innovationskraft des privaten Sektors zu nutzen, dürfen wir einen der größten Akteure im Ernährungssystem nicht übersehen: Die Landwirt*innen. Kleinbäuer*innen produzieren über 80% der Lebensmittel in Subsahara-Afrika und Asien; in vielen Gebieten sind es ganz überwiegend die Frauen. Sie sind die Innovatorinnen und Unternehmerinnen, die zusätzliche Unterstützung benötigen.

Zum Beispiel hart arbeitende Bäuerinnen wie Amina in Abuja, Nigeria. Sie verkauft ihre Tomaten auf dem lokalen Markt, um ihre Familie zu ernähren. Ohne Zugang zu Kühlhäusern muss sie aber alles, was sie nicht an einem Tag verkauft, wegwerfen. Eine lokale Unternehmerin, Olayemi, erkannte dieses Problem und sah dies als Chance. Sie entwickelte einen kleinen Kühlraum, der erneuerbare Energien und digitale Technologien nutzt. Aber Olayemi hat Mühe Investor*innen zu finden, um das zu finanzieren. Investor*innen agieren bei risikoreichen Märkten und ungetesteten Unternehmer*innen sehr zurückhaltend. Das Problem von Olayemi haben auch etablierte Unternehmen im Lebensmittel- und Agrarsektor, insbesondere in aufstrebenden Märkten, in denen es keine angemessene Finanzierung zur Unterstützung der Entwicklung von Lösungen mit hoher Wirkung gibt. Und so verderben Aminas Tomaten in der heißen Sonne weiter.

Die gezielte Förderung von Frauen in der Armutsbekämpfung entgegnet nicht nur strukturellen Ungleichheiten, sondern ist auch ein besonders effizientes Instrument für Entwicklung (Quelle:BBH Singapore auf Unsplash)

Die gute Nachricht: Es entsteht eine wachsende Zahl innovativer Finanzierungsmechanismen, um diesem Bedarf gerecht zu werden. In den letzten zehn Jahren hat das Global Agriculture and Food Security Program (GAFSP) erfolgreich marktorientierte Initiativen entlang der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette finanziert.

In Bangladesch beispielsweise ging Renu Bala von Haus zu Haus und gründete eine Genossenschaft für Frauen, die Milch produzieren. GAFSP und ihre Partner*innen arbeiteten direkt mit der Genossenschaft zusammen, um Wissen und Fähigkeiten aufzubauen, die den Frauen halfen, Kredite zu niedrigen Zinssätzen zu erhalten. Das führte zu erheblichen Verbesserungen bei Ertrag und Lebensmittelsicherheit. Die Genossenschaft begann, höherwertige Milch zu produzieren und diese zu besseren Preisen an lokale Geschäfte und Verarbeitungsunternehmen zu verkaufen, was letztlich zu höherem Einkommen und zu positiven sozialen Veränderungen führte.

Alle Beteiligten müssen zusammenarbeiten

Um einen universellen Zugang zu nährstoffreichen Lebensmitteln zu verwirklichen, müssen wir das Investitionsvolumen erhöhen. Das bedeutet auch, dass man in Armut mehr sehen muss als ein staatliches Problem oder eine philanthropische Aufgabe – sie kann auch ökonomisch überwunden werden. Was wir brauchen, ist ein Gefühl der Dringlichkeit.

Wenn wir das Ernährungssystem verändern wollen, müssen wir Finanzierungslösungen mit einer wirksamen Politik und Investitionen, kontinuierlicher wissenschaftlicher Innovation und Forschung sowie einem starken lokal basierten Handeln kombinieren. Es bedarf der Zusammenarbeit zwischen allen Beteiligten: Regierung, Privatsektor, internationale Organisationen und Geber*innen, Forschung und Wissenschaft, Landwirt*innen und Verbraucher*innenverbände, um Maßnahmen in großem Maßstab umzusetzen.

Dieses Bild ist in einer Tee-Plantage in Talawakelle, Sri Lanka entstanden (Quelle: Asantha Abeysooriya auf Unsplash)

Ich glaube, dass Innovator*innen wie Amina und Renu Bala der Schlüssel dazu sind, dass jeder Mensch genügend nährstoffreiche Lebensmittel erhält. Auf dem EAT-Forum in dieser Woche, auf dem sich viele der Beteiligten treffen, müssen wir über die theoretischen Diskussionen über die Transformation des Ernährungssystems hinausgehen und uns darauf konzentrieren, wie wir es durch Investitionen, Politik und Partner*innenschaft in sehr praktischer Hinsicht verbessern können.

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19. Juni 2019

19. Juni 2019 - 12:09
1. So viele Geflüchtete wie noch nie

Viele Medien, darunter Sueddeutsche.de, FAZ.net, Tagesschau.de, Spiegel Online, Welt Online, Focus Online,  Zeit Online und die Stuttgarter Nachrichten berichten, dass dieses Jahr 70,8 Millionen Menschen auf der Flucht sind. Dies sei der höchste jemals gemessene Wert. Dies gehe aus einem Bericht des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) hervor. In Europa seien die Zahlen zwar rückläufig, in Afrika, Asien und Lateinamerika gebe es aber einen gegenläufigen Trend. Aus Syrien fliehen mit 400.000 Geflüchteten nach wie vor die meisten Menschen. Aber auch aus dem Sudan und dem Kongo käme eine steigende Zahl an Geflüchteten. Täglich werden bis zu 37.000 Menschen von ihrem Zuhause vertrieben. Vor allem arme Nachbarländer seien Zufluchtsorte. Länder wie beispielsweise Südsudan und Kongo, in denen Konflikte bereits über Jahre andauern, bräuchten langfristige Hilfsmechanismen, erklärt Ulrike Krause, Juniorprofessorin für Flucht- und Flüchtlingsforschung an der Universität Osnabrück. Darunter falle soziale Teilhabe und der Zugang zu Bildung.

 

2. Über 2 Milliarden Menschen ohne sauberes Wasser

Wie Spiegel online, Zeit online und AFP berichten, haben mehr als 2,2 Milliarden Menschen keinen dauerhaften Zugang zu sauberem Trinkwasser. Davon haben über 758 Millionen Menschen gar keinen Zugang zu Trinkwasser. Vor allem afrikanische Staaten seien hiervon betroffen. In Eritrea haben beispielsweise nur etwa 19 Prozent der Haushalte eine sichere Trinkwasserquelle in der Nähe. Es gebe hier einen deutlichen Unterschied zwischen Stadt und Land. Nur etwa sechs Prozent der ländlichen Regionen verfüge über einen Basiswasserzugang im Vergleich zu 66 Prozent in den urbanen Gebieten. Dies führe vor allem dazu, dass viele vermeidbare Krankheiten wie beispielsweise Durchfallerkrankungen tödlich enden, so Stefan Uhlenbrook, Zuständiger für den Weltwasserbericht der UNO. Entwicklungsländer seien stärker betroffen. Anhaltende Krisen und Konflikte würden dafür sorgen, dass die Zahl der Todesfälle durch verunreinigtes Wasser bei 100 Personen pro 100.000 Einwohner liege.

 

3. Potenzial im afrikanischen Frauenfußball

Ulli Brünger und Stephan Köhnlein analysieren auf Sueddeutsche.de  und Schwäbische.de, dass die südafrikanische Frauennationalmannschaft trotz der Niederlage gegen Deutschland bei der Frauenweltmeisterschaft in Frankreich positiv auf ihre sportliche Zukunft blickt. Ein wichtiger Schritt sei eine südafrikanische Frauen-Liga, welche im August starte, so die Südafrikanische Nationaltrainerin Desiree Ellis. Immer mehr Unterstützung würden die Spielerinnen auch durch ihre Familien erfahren. In Nigeria, das als als einziges afrikanisches Team ein WM-Spiel in Frankreich gewonnen habe, sei der Frauenfußball in Afrika am weitesten entwickelt, aber auch hier gebe es noch viel zu tun. Insbesondere die Trainingsmöglichkeiten der Frauen seien sehr beschränkt und auch die Förderung schreite nur langsam voran, so Petra Landers, die den Mädchen- und Frauenfußball in Sambia fördert.

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18. Juni 2019

18. Juni 2019 - 16:39
1. Die Welt wächst langsamer

Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung Online, Zeit Online, Sueddeutsche online  und Spiegel Online melden, dass die Weltbevölkerung langsamer wächst als zuvor angenommen. Dies gehe aus dem aktuellen UN-Bericht zur Entwicklung der Weltbevölkerung hervor. Im Jahr 2017 sei die UN noch von 11,2 Milliarden Menschen bis 2100 ausgegangen. Dies sei nun auf 10,9 Milliarden korrigiert worden. Ein Großteil des Wachstums werde sich auf die Länder Indien, Nigeria, Pakistan, Äthiopien, Tansania, Indonesien, Ägypten, den USA sowie der Demokratischen Republik Konog verteilen.  Aktuell liege die Fertilitätsrate in Sub-Sahara Afrika mit 4,6 Kindern pro Frau deutlich höher als im globalen Durchschnitt, die im Vergleich zu 1990 von 3,2 auf 2,5 Kinder pro Frau gesunken sei. Dieser Trend werde sich weiter fortsetzen: Für das Jahr 2100 erwarte man eine weltweite Durchschnittsrate von 2,1. In afrikanischen Ländern werde die Bevölkerungszahl zunächst weiter deutlich steigen. Bereits im kommenden Jahr würden rund zwei Milliarden Unter-15-Jährige auf der Welt leben, davon ein Viertel in Afrika südlich der Sahara.  Bereits im Jahr 2050 werde sich die Zahl der in Afrika lebenden Menschen auf 2,5 Milliarden Menschen verdoppeln. Bis 2100 werde die Zahl auf 4,3 Milliarden anwachsen. Renate Bähr, Geschäftsführerin der Entwicklungsorganisation Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), forderte vor allem eine bessere Aufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln für Mädchen in Entwicklungsländern.

2. Selbstmordanschläge in Nigeria 

Wie mehrere Medien, darunter Deutsche Welle, Zeit Online und Reuters berichten, wurden in Nigeria in der Stadt Maiduguri 30 Menschen bei Selbstmordanschlägen getötet. Die drei zeitgleich stattfindenden Anschläge seien während einer Live-Übertragung eines Fußballspiels verübt worden. Es wird vermutet, dass die islamistische Organisation Boko Haram hinter den Angriffen stecke.

3. Ethnischer Konflikt im Kongo

Die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass es im Kongo zu gewaltätigen Ausschreitungen zwischen verfeindeten Stämmen gekommen sei. Mehr als 160 Menschen seien dabei getötet worden. Wie taz online berichtet, komme es bereits seit April zu gewaltsamen Auseinandersetzungen in der Region. Beobachter*innen sehen vor allem das Regierungsbündnis als Ursache an. Der Ort Ituri, welcher bereits vor über zwanzig Jahren Kriegsschauplatz gewesen sei, entwickle sich abermals zu einem Krisengebiet. Wie der Präsident des zivilgesellschaftlichen Dachverbands in der Provinz berichtet, seien Dörfer dem Erdboden gleichgemacht worden. Das Gebiet sei abgeschnitten von der Versorgung mit Medikamenten und Lebensmitteln. Mehr als 60.000 Menschen seien auf der Flucht vor dem Krieg zwischen Lendu- und Hema-Milizen.

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17. Juni 2019

17. Juni 2019 - 12:02

1. Kommt das Plastikmüllexportverbot?
Wie die Bild am Sonntag berichtet, verlangt Entwicklungsminister Gerd Müller die Plastikmüllexporte aus Europa in Entwicklungsländer zu verbieten. Die Wiederverwertungsrate des Mülles in Entwicklungsländern liege bei nur etwa vier Prozent. Bliebe der Müll in Europa, hätte dies einen positiven Effekt auf das Klima, so Müller. Klimawandel, Armut und Dürre sind stärker werdende Fluchtgründe in Entwicklungsländern, so Christina Molke in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau. Bereits jetzt leide der globale Süden stark unter den Folgen des Klimawandels. Vor allem die Region Ostafrika und die Sahelzone seien von Dürre und ausbleibende Regefällen betroffen. Auch die Bundesregierung versuche durch Unterstützung von erneuerbaren Energien in Entwicklungsländer dieser Entwicklung entgegenzuwirken.

2. Ebola: Kein Notstand, keine Entwarnung 
Unter anderem der Deutschlandfunk, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Zeit Online berichten, dass der Ebola Ausbruch der vor zehn Monaten in der Demokratischen Republik Kongo stattfand, nun auch das Nachbarland Uganda erreicht hat. Aktuell sehe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) jedoch keinen Anlass, dies als internationalen Notstand zu deklarieren. Auch wenn das Risiko für eine Verbreitung über die Grenzen hinaus hoch bleibe, seien die Kriterien für einen Notstand noch nicht erfüllt, erklärte ein Expertenkomitee der WHO. Nicht nur Uganda, auch Tansania bereitet sich auf einen möglichen Ausbruch vor, wie Welt Online und Zeit Online berichten. Über 1400 Menschen seien bereits während der Epidemie im Kongo gestorben.

3. Al-Bashir vor Gericht
Wie der Deutschlandfunk, der ORF und das SRF melden, ist der vor zwei Monaten gestürzte Langzeitpräsident Sudans, Omar al-Bashir, der Staatsanwaltschaft vorgeführt worden. Ihm werde Korruption, Geldwäsche sowie der Besitz ausländischer Währungen vorgeworfen. Nach monatelangen Massenprotesten habe das sudanesische Militär den ehemaligen Machthaber am 11. April festgenommen und auf seinem Anwesen Bargeld in Höhe von rund 100 Millionen Euro gefunden. Bereits im Mai sei al-Bashir der Anstiftung zum Mord an Demonstierenden verurteilt worden. Seit seiner Absetzung regiere ein Militärrat bis zu einer möglichen Wahl das Land. Zwischen dem Militär und Demonstrierenden gebe es Spannungen und Verhandlungen um eine mögliche Übergangsregierung.

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14. Juni 2019

14. Juni 2019 - 12:35

1. Deutsche Entwicklungsmittel in China
In einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen erklärt Entwicklungsminister Gerd Müller, warum China der drittgrößte Empfänger deutsche Entwicklunsgmittel ist. Laut Müller habe die Bundesregierung die klassische Entwicklungszusammenarbeit mit China schon vor Jahren eingestellt. Es gebe allerdings noch mehrjährige Projekte, die derzeit auslaufen. Bei dem Großteil der Mittel handle es sich ohnehin um Kredite der deutschen Förder- und Entwicklungsbank KfW, die verzinzt zurückgezahlt werden müssen. Mit diesen Mitteln wollte man unter anderem deutsche Unternehmen beim Ausbau erneuerbarer Energien in China unterstützen. Die globale Armuts- und Hungerbekämpfung bleibe aber nach wie vor Schwerpunkt deutscher Entwicklungszusammenarbeit. China sei selbst mittlerweile zu einem Geber aufgestiegen und engagiere sich insbesondere in Afrika. Müller begrüßt dies, kritisiert aber auch, dass China noch zu sehr auf die Rohstoffe schaue und zu wenig auf nachhaltige Entwicklung.

2. Südafrika: Korruptionssumpf oder Neuanfang?
Johannes Dieterich behandelte in der Frankfurter Rundschau bereits gestern den Machtkampf in der südafrikanischen Regierungspartei ANC. Partei-Generalsekretär Ace Magashule, ein enger Vetrauter des ehemaligen Prasidenten Jacob Zuma, der wegen Korruptionsvorwürfen sein Amt räumen musste, sabotiere regelrecht die Arbeit des ANC. Bei der Listenaufstellung für die vorherigen Parlamentswahlen seien Zuma-Vertraute bevorzugt behandelt worden. Magashule habe zudem an der Gründung einer neuen Partei (ATM) mitgewirkt, die den Wahlsieg Ramaphosas beeinträchtigen sollte. Darüber hinaus habe er eine finanzpoltische Entscheidung des höchsten ANC-Gremiums manipuliert, was zu einem Absturz der Landeswährung  geführt habe. Sein Ziel sei, die Bemühungen des Präsidenten so lange zu sabotieren, bis der Unmut der Wähler*innen zu einem Rücktritt Ramaphosas führe. Der ANC sei für viele zu einem Selbstbedienungsladen geworden. Lediglich zwei Parteimitglieder seien mit milden Geldstrafen davongekommen, dabei sei der ANC in 21 Korruptionsskandale verwickelt. Rampahosa, der zusammen mit seinem Vorgänger Nelson Mandela die Landesverfassung ausgearbeitet habe, wolle eine Abkehr von dieser „Raubritter“-Mentalität. Seine Chance gegen den Kontrahenten in seiner eigenen Partei bestehe darin, die neu geschaffenen staatlichen Institutionen so zu gestalten, dass sich Bedienstete dem Gemeinwohl unterordnen.

3. Keine weißen Retter
Marc Engelhardt thematisiert im Deutschlandfunk die ugandische Initiative „Keine weißen Retter“, die sich gegen Stereotypisierung in der Entwicklungszusammenarbeit richtet. Kritisert werden unter anderem Prominente, die in Krisengebiete fliegen und dabei die immer gleichen Rollenbilder reproduzieren. Während weibliche Prominente oft mit Baby im Arm im Gespräch mit einheimischen Müttern seien, sehe man männliche Aktuere oft beim Fußballspielen mit den Kindern vor Ort. Dabei gebe es auch andere Wege, Bilder zu produzieren, die „authentisch und detailliert über Situationen vor Ort berichten können“. Prominente treten oft in Kontakt mit den am stärksten von Armut betroffenen Menschen und verzerren so oft das Bild von Afrika, so eine gängige Kritik. Den Initiatorinnen des Hashtags #NoWhiteSaviors liege am Herzen, das Paradigma des „weißen Retters“ aufzubrechen. Sie betonen, dass die Kritik sich explizit an das vermittelte Rollenbild richte, nicht gegen Weiße als solche.

 

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13. Juni 2019

13. Juni 2019 - 10:41

1. China: Medienmacht in Afrika
Der SPIEGEL berichtet über den wachsenden Einfluss des chinesischen Staatsfernsehens in Afrika. Der Sender China Global Television Network (CGTN) beschäftige rund 150 Mitarbeiter*innen in seinem Afrika-Studio in Kenias Hauptstadt Nairobi. Als weltweit einziger Sender strahle er in allen sechs UN-Amtsprachen aus. Geleitet werde die Anstalt von Liao Lang, einem mutmaßlichen ehemaligen Armeeoffizier. Das Ziel sei, die Deutungshoheit westlicher Medien zu brechen und positiv über Chinas zu berichten. Mit einem jährlichen Handelsvolumen von über 200 Milliarden US-Dollar sei China mittlerweile vor den USA der größte Wirtchaftspartner in Afrika. Neben dem Rohstoffabbau, dem Erschließen von Märkten und der Öffnung von Militärstützpunkten setze China auf „sanfte Machtinstrumente“. So beteilige sich die Volksrepublik an Blauhelmeinsätzen in Afrika, helfe bei der Bekämpfung von Ebola und fördere den Zugang zu chinesischer Kultur. Peking habe sogar den Bau des Hauptquartiers der Afrikanischen Union in Addis Abbeba finanziert. China schule außerdem jährlich 1000 angehende afrikanische Journalist*innen. Ein CGTN-Mitarbeiter berichtet anonym von einem Apartheidsysten innerhalb der Sendeanstalt, in dem die Chines*innen Priviliegien besitzen, die anderen Mitarbeiter*innen, insbesondere schwarzen, vorenthalten werden. Die Arbeit sei kein unabhängiger Journalismus, sondern „reine Propaganda im Auftrag der Kommunistischen Partei“. Menschenrechtsfragen oder Verschuldung bei China seien „tabu“, so der CGTN-Angestellte.

2. Annäherung im Sudan?
Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, das Handelsblatt, n-tv.de und der Deutschlandfunk berichten, dass die Opposition im Sudan ihren Generalstreik beendet und sich zu neuen Gesprächen mit dem regierenden Militärrat bereit erklärt hat. Verhandelt werden solle über eine gemeinsame Übergangsregierung. Sudans Langzeitpräsident Omar al-Bashir sei im April nach monatelangen Massenprotesten vom Militär abgesetzt worden. Seitdem regiere ein Militärrat das Land. Gespräche mit der Opposition seien abgebrochen worden, da man sich nicht auf eine die Machtaufteilung in der Übergangsregierung habe einigen können. In der Folge seien bei der gewaltsamen Niederschlagung einer Protestaktion über 100 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Seitdem habe sich die Opposition im Generalstreik befunden. Am vergangenen Freitag sei Äthiopiens Premierminister Abiy Ahmed nach Sudan gereist, um zwischen den beiden Seiten zu verhandeln.

3. Mali: Deutschland übergibt EU-Mission an Österreich
Wie mehrere Medien, unter anderem die Neue Zürcher Zeitung, die Salzburger Nachrichten und die Ruhr-Nachrichten, melden, hat Deutschland das Kommando über die EU-Trainingsmission in Mali gestern an Österreich übergeben. Der Zustand des Landes sei durch das Wirken islamistischer Extremisten und wegen ethnischer Konflikte fragil. Der deutsche Brigadegeneral Peter Mirow, Leiter der deutschen EU-Mission, ziehe laut Deutscher Presseagentur (DPA) eine gemischte Bilanz. Einerseits sei die Zusammenarbeit mit den heimischen Streitkräften gut verlaufen, andererseits habe sich die Sicherheitslage verschlechtert. Die Konflikte in Mali ließen sich nicht militärisch lösen, so Mirow. Neben der Beteiligung an dem EU-Projekt sei die Bundeswehr noch an der UN-Mission Minusma zur Unterstützung des Friedensabkommens beteiligt.

 

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12. Juni 2019

12. Juni 2019 - 11:28

1. Botswana legalisiert Homosexualität
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die tageszeitung (taz), die Rheinische Post, Spiegel Online, ZDF.de, Bild.de und der Deutschlandfunk melden, dass Botswana Homosexualität nicht mehr unter Strafe stellt. Das oberste Gericht des Landes habe das Verbot von gleichgeschlechtlichem Sex abgeschafft. Es sei ein „Relikt aus der viktorianischer Zeit“, so Michael Elburu, Richter am Obersten Gericht. Bisher seien in Botswana für homosexuelle Handlungen Haftstrafen von bis zu sieben Jahren vorgesehen. Die Anti-Aids-Intiative der UN, UNAIDS, haben die Entscheidung als einen wichtigen Schritt im Kampf gegen HIV/Aids gelobt. Im vergangenen Monat sei das Oberste Gericht in Kenia bei der Prüfung eines verwandten Gesetzes zu einem anderen Urteil gekommen und habe die restriktive Gesetzgebung gegen Homosexuelle bestätigt. In über der Hälfte der Länder Subsahara-Afrikas sei Homosexualität noch immer strafbar. Im Sudan und in Nordnigeria drohe Betroffenen gar die Todesstrafe.

2. NGOs wollen mehr Geld gegen Aids
Neun Entwicklungsorganisationen rufen die Bundesrgeierung dazu auf, den Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria mit 1,2 Milliarden Euro zu unterstützen, wie unter anderem die Berliner Morgenpost, das Hamburger Abendblatt, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, die Westfälische Rundschau und die Braunschweiger Zeitung melden. Laut der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung sterben jedes Jahr rund drei Millionen Menschen an diesen Krankheiten, insbesondere die Menschen, die besonders von Armut betroffen sind. Wie der Evangelische Pressedienst (epd) ergänzt, unterstützt der Globale Fonds Entwicklungsländer nicht nur bei der Krankheitsprävention, sondern auch beim Aufbau nachhaltiger Gesundheitssysteme. Seit seiner Gründung habe er dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten. Bis zu seiner Finanzierungskonferenz in Lyon am 10. Oktober benötige er 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit in den kommenden drei Jahren fortsetzen zu können.

3. Masern und Ebola machen Kongo zu schaffen
Wie unter anderem tagesschau.de, SWR.de und der Deutschlandfunk melden, sind in der von Ebola betroffenen Demokratischen Republik Kongo nun auch die Masern ausgebrochen. Es gebe laut Regierungsangaben bereits hundert Todesfälle. Die Weltgesundheitsorganisation beziffere die Zahl der Masern-Toten sogar auf 1.500 Menschen. Auch die Masern-Verdachstfälle seien um ein Drittel auf 87.000 gestiegen. Die Größe und insbesondere die entlegenen Teile des Landes machen eine flächendeckende Masern-Impfung nahezu unmöglich. Probleme bereiten der Regierung hier darüber hinaus die fragile Sicherheitslage sowie eine ausgeprägte Impfskepsis in der Bevölkerung. Zudem seien im Kongo bisher über 2000 Fälle von Ebola regisrtiert worden, davon seien mehr als 1300 bereits gestorben. Mittlerweile habe das hochansteckende Virus bereits das Nachbarland Uganda erreicht, wie unter anderem Zeit Online und n-tv.de melden.

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11. Juni 2019

11. Juni 2019 - 15:16

1. Bildung gegen Bevölkerungsboom
Im Interview mit dem SPIEGEL stellt sich der Direktor des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung, Reiner Klingholz, Fragen zu den Studienergebnissen seines Insituts zur Bevölkerungsnetwicklung in Afrika. Das dortige Bevölkerungswachstum sei im Verhältnis zu anderen Weltregionen verhältnismäßig stark. Entwicklung und Bevölkerungsentwicklung stehen in einem engen Zusammenhang, bisher seien viele Akteure noch zögerlich, aktiv die Herausforderungen bei Familiengrößen und Kindszahlen anzugehen. Dabei sei kein staatlicher Zwang nötig, sondern Investitionen in die Bereiche Gesundheitsversorgung, Bildung und Jobs. Dies habe zum Beispiel in Thailand zu einem deutlichen Rückgang der Geburtenziffern geführt. Insbesondere Bildung für Frauen sei ein wesentlicher Bestandteil nachhaltiger Bevölkerungspolitik. Mit steigender Bildung sinke das Risiko einer Frühverheiratung, Frauen bekommen später und weniger Kinder und können sich in der Familienplanung besser gegen ihre Partner durchsetzen. Allerdings reichen Bildungsinvestitionen alleine nicht aus. Es müsse auch sichergestellt werden, dass es genügend Jobs für die gebildeten Frauen gebe. Auch der Zugang zu Verhütungsmittel werde durch religiöse Gruppen oder der gegenwärtigen US-Administration erschwert. Die deutsche Entwicklunspolitik solle sich auf Gesundheit, Bildung und Jobs fokussieren und dabei auch das Ziel verfolgen, das Bevölkerungswachstum zu reduzieren, so Klingholz. Dies ermögliche afrikanischen Ländern einen Entwicklungsschub, wie ihn viele asiatische Staaten bereits durchlaufen haben.

2. Über 150 Millionen von Kinderarbeit betroffen
Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, tagesschau.de, ZDF.de und Zeit Online thematisieren einen Bericht des Kinderhilfswerks Unicef und der Kinderrechtsorganisation Terre des hommes. Demnach müssen rund 152 Millionen Kinder arbeiten, rund jedes zehnte Kind weltweit. Für etwa 50 Prozent der Betroffenen gelten gefährliche und ausbeuterische Arbeitsbedingungen. Mit 72 Millionen Jungen und Mädchen führt Afrika die Liste der meisten Kinderarbeiter*innen an. Die meisten seien in der Landwirtschaft beschäftigt. Die Zahl der betroffenen Kinder sei im Vergleich zum Jahr 2000 zwar um über 90 Millionen zurückgegangen, aber der Rückgang verlangsame sich. Unicef habe dazu aufgerufen, extreme Armut, Bildung und die Stärkung in den Fokus von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu rücken, um Kinderarbeit stärker zu bekämpfen. Terre des Hommes habe zudem eine weltweite Durchsetzung der Schulpflicht sowie eine stärkere Sanktionierung von Arbeitgebern gefordert, die Kinder beschäftigen.

3. Tote in Mali
Wie unter anderem Spiegel Online, tagesschau.de, FAZ.net, Zeit Online melden, sind bei einem Überfall in Mali knapp 100 Menschen getötet worden. Unbekannte haben das Massaker in einem Dorf in der Region Mopi verübt. Die Täter*innen seien noch nicht identifiziert worden, aber ein ethnischer und verteilungspoiltischer Konflikt werde nicht ausgeschlossen. Der Konflikt in der Region habe sich durch das Auftauchen islamistischer Terrormilizen verschärft. Bereits im März seien bei einem ähnlichen Angriff 130 Menschen ums Leben gekommen. Die Bundeswehr sei im Rahmen einer UN- und einer EU-Mission mit etwa 1000 Soldat*innen vor Ort im Einsatz.

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07. Juni 2019

7. Juni 2019 - 12:11

1. AU suspendiert Sudans Mitgliedschaft
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, die tageszeitung (taz), die Hannoversche Allgemeine Zeitung, ZDF.de, FAZ.net, Zeit Online und der Deutschlandfunk melden, dass die Afrikanische Union (AU) die Mitgliedschaft Sudans in dem Staatenbund vorerst ausgesetzt hat. Grund sei die gewaltsame Unterdrückung der seit Monaten anhaltenden Proteste seitens der regierenden Militärführung. Die Mitgliegschaft sei ausgesetzt, bis es eine zivil geführte Übergangsregierung gebe, so die AU. Bei den Einsätzen gegen Demonstrierende seien bereits über 100 Menschen getötet und 500 verletzt worden. Das sudanesische Gesundheitsministerium spreche von lediglich 46 Toten. Trotz der Repressionen wolle die Protestbewegung weiter daran festhalten, friedlich zu demonstrieren.

2. 3 plus für die KfW
In der Frankfurter Rundschau thematisiert Tobias Schwab die Selbstevaluation der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Die deutsche Förder- und Entwicklungsbank habe 180 ihrer Projekte untersucht und davon 77 Prozent als erfolgreich eingestuft. Dieses Ergebniss könne sich sehen lassen, so KfW-Vorstandsmitglied Joachim Nagel. Als Vergleich: Die Weltbank erreiche Quoten zwischen 60 und 70 Prozent. Geprüft worden sei nach den fünf Kriterien „Relevanz, Effektivität, Effizienz, Impact und zeitliche Nachhaltigkeit“. Die Durchschnittsnote aller untersuchten Projekte liege bei 2,8 (1 für „sehr gut“ und 5 für „eindeutig unzureichend“). Erwähnenswert sei, dass Projekte in Subsahara-Afrika, die oft unter erschwerten Bedingungen durchgeführt werden, mit einer 3,0 bewertet wurden. Die größte Erfolgsquote gebe es in Asien mit 91 Prozent positiv bewerteten Projekten. Laut dem Evaluierungsbericht müsse der Fokus insgesamt stärker auf mittelgroße Städte in armen Ländern rücken. Prognosen zufolge werden sie ob der Landflucht in Asien und Afrika die meisten Menschen aufnehmen müssen.

3. Gesucht: Lokale High-Tech-Lösungen in Entwicklungsländern
Im Deutschlandfunk setzt sich Katharina Nickoleit mit Medizintechnik in Entwicklungsländern auseinander. Die Herausforderungen für Ingenieure sei die häufig stattfindenden Stromausfälle, die die Anfertigung bestimmter Spezialanfertigungen wie künstliche Sprunggelenke so gut wie möglich machen. Zudem gebe es oft Probleme bei der Beschaffung von Ersatzteilen bestimmter Geräte. Die Kunst liege darin, einfache und lokale Lösungen zu finden. Diese seien zudem oft mit weniger Kosten verbunden. Es gebe in Entwicklungsländern ein riesiges wirtschaftliches Potential. Um dieses zu erschließen, müssen Hersteller ihre Produkte allerdings an die Bedürfnisse in diesen Ländern anpassen.

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06. Juni 2019

7. Juni 2019 - 12:04

Merkel spricht mit Trump über Afrika
Unter anderem Welt Online, Spiegel Online, FAZ.net, Focus Online, n-tv.de, die Dresdner Neueste Nachrichten, die Augsburger Allgemeine und die Deutsche Welle berichten von einem kurzen Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump am Rande Feierlichkeiten zum 75-jährigen Jubiläum der Landung der Alliierten (D-Day) in der Normandie. Laut Regierungssprecherein seien die Situation in Europa nach den EU-Parlamentswahlen, der Kampf gegen Terrorismus, insbesondere in Nordafrika und der Sahelzone thematisiert worden. Nach Angaben der Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders, sollen die Gespräche beim diesjährigen G20-Gipfel in Japan fortgesetzt werden. Das letzte Gespräch zwischen Merkel und Trump habe telefonisch am 22. März stattgefunden.

Kritik an Entwicklungsinvestitionsfonds
Wie die Tagespost meldet, kritistiert die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt den neuen Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung. Dieser bevorteilige europäische und deutsche Unternehmen, für die 60 Prozent der Mittel reserviert seien. Unternehmen aus Afrika sollten gleichberechtigten Zugang zu den Fördergeldern erhalten. Diese Mittel müssten wiederum an die Einhaltung von Menschenrechten gebunden sein, so Reinhard Palm von Brot für die Welt. Ähnliche Kritik kam vonseiten des entwicklungspolitischen Sprechers der Grünen im Bundestag, Uwe Kekeritz. Die Linke kritisierte zudem, dass die Finanzierung des Fonds, der günstige Kredite für Investitionen in Afrika vergebe, noch nicht gesicher sei.

Freihandel in Afrika: Hoffnung für alle?
Die Deutsche Welle (DW) thematisiert die neue Afrikanische Freihandelszone AfCFTA, die Ende Mai in Kraft getreten sei. Allerdings bestehe sie derzeit nur auf dem Papier, da die bisher 23 Mitgliedsländer sich noch auf die konkrete Umsetzung einigen müssen. In der äthiopischen Hauptstadt Addid Abeba diskutieren die zuständigen Minister*innen ab morgen über nächste Schritte. Mit einem Umfang von andertahlb Milliarden Menschen wäre AfCFTA die größte Freihandelszone der Welt. Bisher werden ein Großteil afrikanischer Rohstoffe außerhalb des Kontinents exportiert. Durch die neue Vereinbarung solle der innerafrikanische Handel verstärkt sowie neue Geschäftsmöglichkeiten und Arbeitsplätze geschaffen werden. Bisher halten sich jedoch die beiden größten Wirtschaftsnationen Afrikas, Nigeria und Südafrika, zurück mit einer Beteiligung dem Projekt. Beide Länder sind jeweils Teil eines regionalen Freihandelsabkommens.

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Afrikanischer Frauenfußball bei der WM in Frankreich

7. Juni 2019 - 10:56

von Moritz Fromm

Am 7. Juni beginnt mit dem Eröffnungsspiel Frankreich gegen Südkorea die achte Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen. Für das Turnier in Frankreich haben sich drei afrikanische Mannschaften qualifiziert: Südafrika, Nigeria und Kamerun. Bisher taten sich die afrikanischen Vertreterinnen meistens schwer. So kassierten die Ivorerinnen vor vier Jahren eine 10:0-Niederlage gegen Deutschland. Mit Nigeria (1999) und Kamerun (2015) kamen erst zwei afrikanische Teams überhaupt in die nächste Runde. Alle drei Teams gehen also als Außenseiterinnen in das Turnier.

Allerdings kann schon der dritte Platz für das Erreichen des Achtelfinals reichen und die Spitze des internationalen Frauenfußballs ist in den letzten Jahren enger zusammengerückt. Es liegt an diesen Mannschaften zu zeigen, dass dabei auch mit dem afrikanischen Frauenfußball zu rechnen ist:

Nigeria

Die ‚Super Falcons‘ haben sich bislang für jedes WM-Turnier qualifizieren können. Bei ihrer achten Teilnahme sind sie also das erfahrenste afrikanische Team. Nur 1999 überstanden sie allerdings die Vorrunde – in Frankreich soll eine junge Mannschaft diesen Erfolg wiederholen. Nur sechs der 23 Spielerinnen sind vor 1990 geboren, drei sogar erst im Jahr 2000. Angeführt wird die Mannschaft – trainiert vom Schweden Thomas Dennerby – dabei von einem echten Star: Asisat Oshoala.

Die 18-jährige Khadija ist nur eines von vielen Beispielen für junge Frauen aus Afrika mit Freude am Kicken

Die 24-jährige Stürmerin vom FC Barcelona war 2016 und 2017 Fußballerin des Jahres in Afrika. Bei der U20-Weltmeisterschaft 2014 führte sie ihr Team ins Endspiel gegen Deutschland und wurde beste Torschützin und Spielerin des Turniers. Ihre Tore sollen dazu beitragen, diesmal nicht knapp in der Vorrunde zu scheitern. Vor vier Jahren unterlag Nigeria den späteren Weltmeisterinnen USA nur mit null zu eins und holte ein Unentschieden gegen die Schwedinnen. Vor acht Jahren verloren sie ebenfalls nur sehr knapp gegen die damaligen Gastgeberinnen aus Deutschland.

Die Siegerinnen der letzten drei Afrikameisterschaften erwarten mit Gastgeber Frankreich, Norwegen und Südkorea schwere Gegnerinnen. Doch die Super Falcons haben wegen ihrer guten Ergebnisse bei den letzten Turnieren und ihrer Stürmerin Asisat Oshoala eine echte Chance ins Achtelfinale vorzustoßen.

Südafrika

Zum ersten Mal dabei ist die Frauenfußballmannschaft Südafrikas, die ‚Banyana Banyana‘. Dass sie in der deutschen Gruppe B nicht chancenlos sein werden, zeigt das Ergebnis der Afrikameisterschaft aus dem letzten Jahr. Im Finale in Accra unterlagen sie den Nigerianerinnen erst im Elfmeterschießen. Trainiert wird die Mannschaft bei ihrer Premiere von einer der Gründerinnen des südafrikanischen Frauennationalteams: Desiree Ellis. Bevor sie die Banyana Banyana übernahm, trainierte sie zehn Jahre das Frauenteam der Tottenham Hotspur, für das sie selbst elf Jahre gespielt hatte.

Maymun Muhyadine Mohamed spielte in Somalia Fußball und durchbrach damit Geschlechterrollen. Trotz ihrer Flucht nach Djibouti, lässt sie sich nicht vom Ball abhalten. Foto: UNHCR/G.Beals

Star des Teams ist die amtierende afrikanische Fußballerin des Jahres Thembi Kgatlana. Gemeinsam mit ihrer Teamkollegin Linda Motlhalo spielt die 22jährige Stürmerin für den chinesischen Verein Beijing BG Phoenix FC. Keine der Spielerinnen im Kader ist größer als 1,70m. Nicht nur deshalb werden es die Südafrikanerinnen als eine der sogennanten Kleinen schwer haben bei der Weltmeisterschaft. Zuletzt unterlagen sie in einem Testspiel Norwegen mit zwei zu sieben.

Mit dem von Trainerin Ellis geforderten „Charakter und Mut” möchte das Team gegen die starken Gegnerinnen aus Deutschland, Spanien und China aber für die ein oder andere Überraschung sorgen.

Kamerun

Gleich bei ihrer ersten Weltmeisterschaftsteilnahme vor vier Jahren überstanden die Löwinnen die Gruppenphase. Im Achtelfinale verloren sie danach allerdings knapp gegen China. Für ganze acht Spielerinnen im kamerunischen Kader ist die Weltmeisterschaft mit keiner großen Reise verbunden, da sie ohnehin bei französischen Vereinen unter Vertrag stehen. Weitere Spielerinnen sind verpflichtet in Norwegen, Russland, Spanien, der Türkei oder den USA.

Die Löwinnen haben nicht nur einen international vertretenen, sondern auch einen ausgeglichenen Kader mit dem sie sich durchaus Chancen ausrechnen können. Herausragend im Wortsinn ist am ehesten Gaëlle Enganamouit. Sie wurde 2015 Torschützenkönigin der schwedischen Liga und Afrikas Fußballerin des Jahres. Gemeinsam stürmen wird sie mit der in den USA aufgewachsenen Michaela Abam vom Paris FC und Gabrielle Onguéné vom ZSKA Moskau.

Auch in Sambia spielt Fußball eine wichtige Rolle. Foto: Michael Mistretta

Entscheidend für den Erfolg der Mannschaft wird sein, ob sie aus den ersten beiden Spielen gegen die Niederlande und Kanada mindestens einen Punkt ergattern können. Dann würden die Chancen vor dem letzten Gruppenspiel gegen Neuseeland gut stehen, dass sich die Löwinnen erneut für das Achtelfinale qualifizieren können.

Fußball bewegt die Welt – mehr als jede andere Sportart. Fußball zu spielen bedeutet für Frauen fast überall auf der Welt aber vor allem auch, mit traditionellen Geschlechterrollen konfrontiert zu werden. Wir bei ONE sind überzeugt: Frauen können kicken – und vieles mehr. Mit unserer Kampagne #Armutistsexistisch setzen wir uns dafür ein, Mädchen und Frauen in Afrika zu stärken.

 

 

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05. Juni 2019

5. Juni 2019 - 10:52

DR Kongo: Ebola grassiert
Wie unter anderem Spiegel Online, Welt Online und die Frankfurter Rundschau melden, hat sich die Zahl der Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo auf über 2000 erhöht. Bereits 1300 Menschen seien an der Krankheit gestorben – eine Todesrate von knapp 70 Prozent. Mehr als hundert medizinische Fachkräfte seien ebenfalls an den Folgen der Infektionskrankheit gestorben. Betroffen seien dieses Mal insgesamt überdurchschnittlich viele Kinder unter fünf Jahren. Die Epidemie sei der weltweit zweitgrößte Ebola-Ausbruch. Eine der größten Herausforderungen sei nach wie vor die prekäre Sicherheitslage im Osten des Landes. Zudem seien viele in der Bevölkerung skeptisch gegenüber den medizinischen Helfer*innen. Es gebe mitunter gezielte Angriffe auf Ebola-Behandlungszentren.

Sudan: Lage eskaliert
Mehrere Medien, darunter Spiegel Online, Sueddeutsche.de, FAZ.net, Zeit Online, n-tv.de und die Badische Neueste Nachrichten thematisieren die derzeitige Lage im Sudan. Bei Auseindersetzungen zwischen dem Militär und Demonstrierenden seien mittlerweile bis zu 60 Menschen ums Leben gekommen, über 300 seien verletzt worden. Nach den jüngsten Vorfällen habe der in Sudan regierende Militärrat alle bisher getroffenen Vereinbarungen mit der Opposition aufgekündigt. Der UN-Sicherheitsrat beschäftigte sich mit der Situation im Land. Eine gemeinsame Erklärung, die unter anderem von Deutschland, Frankreich und dem Vereinigten Königreich initiert worden sei, sei jedoch am Widerstand Chinas, Russlands und Kuwaits gescheitert. Kritik äußerte unter anderem der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen an der Entscheidung des sudanesischen Militärrats, in neun Monaten Wahlen abzuhalten. Eine Wahl zu diesem Zeitpunkt sei „undemokratisch“, da die entsprechenden Voraussetzungen noch nicht gegeben seien.

ONE-Jugendbotschafterin im Portrait
Die Tageszeitung (taz) portraitiert in ihrer aktuellen Ausgabe junge Menschen in der Politik, darunter Carla Reemtsma, Münsteraner Jugendbotschafterin der Entwicklungsorganisation ONE.  Die 21-jährige Politikstudentin sei eine der Organisatorinnen der Klimaprotestbewegung ‚Fridays for Future‘. Sie habe bereits als Kind „alles hinterfragt“. Für ONE setze sie sich für die Bekämpfung extremer Armut in Afrika ein. Zudem engagiere sie sich gegen Rassismus und Frauenfeindlichkeit. Zu Anfang der Klimademonstrationen sei die ‚Fridays for future‘-Bewegung nicht ernst genommen worden, dabei stelle sie „keine utopischen Forderungen“, so Reemtsma.

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04. Juni 2019

4. Juni 2019 - 14:45

1. Lage im Sudan verschärft sich
Wie viele deutsche Medien, unter anderem Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, Spiegel Online, Focus Online, die tageszeitung (taz) und die Frankfurter Rundschau, berichten, ist das sudanesische Militär gestern gewaltsam gegen Demonstrant*innen vorgegangen. Dabei seien mindestens 35 Menschen getötet worden. Seit mittlerweile zwei Monaten dauere der Protest vor dem Hauptquartier der Armee in der Hauptstadt Karthum bereits an. Hunderttausende haben sich immer wieder daran beteiligt. Nun habe die Armee gestern Morgen die Zugangsstraßen zu dem Protestcamp gestürmt und sowohl Wasserwerfer, Tränengas als auch scharfe Munition eingesetzt. Laut den Demonstrierenden sei der Platz vor dem Armeehauptquartier fast vollständig geräumt worden. Nach Angaben des Militärrats seien die Sicherheitskräfte lediglich gegen „kriminelle Elemente“ in der Nähe des Lagers vorgegangen. Die Opposition mache die RSF, eine Miliz aus dem Darfur-Konflikt, für die Eskalation verantwortlich. Dessen Anführer Mohammed Hamdan Daglu sei das zweitmächtigste Mitglied des Militärrats. Als Reaktion auf die Gewalt habe die Protestbewegung angekündigt, die Verhandlungen mit dem Militärrat über eine Übergangsregierung auszusetzen. Gleichzeitig habe der Berufsverband SPA die Bevölkerung dazu aufgerufen, das öffentliche Leben aus Protest stillzulegen. Daraufhin habe der Militärrat wiederum alle Vereinbarungen mit der Opposition aufgekündigt und Neuwahlen innerhalb der nächsten neun Monate angekündigt. Die Afrikanischen Union, die USA und die deutsche Bundesregierung haben das gewaltsame Vorgehen der Armee scharf kritisiert.

2. Keine Geschlechtergerechtigkeit
Der Deutschlandfunk meldete gestern, dass laut einer Studie auch im Jahr 2030 in keinem Land der Welt vollständige Geschlechtergleichheit herrschen wird. Die Studie, hinter der internationale Netzwerke und Organisationen für Frauenrechte sowie die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung stehen, sei gestern auf einer Konferenz in Kanada vorgestellt worden. Der Gender-Index dokumentiere die Fortschritte bei der Geschlechtergleichstellung in 129 Ländern. Dabei werden 50 Indikatoren aus den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen berücksichtigt. Ihr zufolge leben 1,4 Milliarden Frauen und Mädchen in Ländern, in denen noch immer große Ungleichheit herrsche. Lediglich acht Prozent der weiblichen Weltbevölkerung leben in Staaten, die bei dem Index gut abschneiden. Dänemark sei am besten bewertet worden. Deutschland belege Platz sieben. Die größten Geschlechterunterschiede seien dagegen in der demokratischen Republik Kongo und im Tschad zu verzeichnen. Alison Holder, Direktorin des Projekts „Equal Measures 2030“, kritisierte, dass einige Ländern sogar Rückschritte gemacht haben und dass selbst Länder, die gut abgeschnitten haben, nicht genug für die Gleichberechtigung tun.

3. Startschuss für Entwicklungsinvestitionsfonds
Wie das Handelsblatt gestern meldete, können ab heute Anträge für den Entwicklungsinvestitionsfonds gestellt werden. Der vergangenen Oktober von Kanzlerin Angela Merkel angekündigte Fonds werde in den nächsten Jahren Förderkredite für Investitionen in Afrika in Höhe von einer Milliarde Euro bereitstellen. Der Fonds bestehe aus drei Teilen: 400 Millionen Euro werden deutschen und europäischen mittelständischen Betrieben durch das Programm Africa-Connect zur Verfügung gestellt. Über den Africa-Grow-Fonds werden weitere 400 Millionen Euro für afrikanische Start-Ups bereitgestellt. Zudem solle das „delevoPPP“-Programm den Unternehmen dabei helfen, nachhaltiger zu agieren. Allgemein unterstütze der Fonds nur Unternehmen, die entwicklungspolitische, ökologische und soziale Nachhaltigkeitskriterien einhalten. Vor allem Partnerländer der deutschen G20-Initiative „Compact with Africa“ sollen durch den Fonds gefördert werden. Obwohl die Wirtschaft die Initiative positiv aufnehme, kritisieren Expert*innen, dass die Obergrenze von vier Millionen Euro zu niedrig angesetzt sei, um beispielsweise erneuerbare Energien zu fördern.

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03. Juni 2019

3. Juni 2019 - 15:55

1. Wahl in Algerien abgesagt
Unter anderem Tagesschau.de, Zeit Online, die tageszeitung (taz), Spiegel Online, der Deutschlandfunk, die Welt und die Frankfurter Rundschau melden, dass die Präsidentschaftswahl in Algerien verschoben werden muss. Der algerische Verfassungsrat habe die Kandidatur der zwei einzigen Kandidaten nicht akzeptiert und deshalb das Abhalten der Wahl am 4. Juli für „unmöglich“ erklärt. Grund dafür sei ein Mangel an Kandidat*innen und dass die zwei zur Wahl angetretenen Kandidaten die Bedingungen für eine Kandidatur nicht erfüllen. Um antreten zu dürfen, brauchen sie zum Beispiel die Unterstützung von 60.000 Bürger*innen oder 600 gewählten Amtsträger*innen. Da die Wahl nicht mehr wie geplant stattfinden könne, sei Interimspräsident Abdelkader Bensalah nun dafür verantwortlich, einen neuen Termin festzulegen. Laut Verfassung laufe jedoch auch Bensalahs Amtszeit bereits am 9. Juli ab.

2. Tansania: Plastiktütenverbot in Kraft getreten
Wie unter anderem Tagesschau.de, Spiegel Online, Zeit Online und die Frankfurter Rundschau bereits am Wochenende berichteten, ist am 1. Juni das Plastiktütenverbot in Tansania in Kraft getreten. Seit Samstag dürfen dort keine Plastiktüten mehr importiert, exportiert, produziert, verkauft oder genutzt werden. Bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Strafen. Hersteller*innen können mit bis zu 390.000 Euro oder zwei Jahren Gefängnis bestraft werden. Auch Privatpersonen müssen bei einem Verstoß gegen das Verbot mit bis zu 12 Euro Strafe oder zwei Wochen Haft rechnen. Lediglich Plastik für den medizinischen Gebrauch, für die Landwirtschaft oder die Bauindustrie sei von dem Verbot ausgeschlossen. Tansania sei damit das dritte afrikanische Land, nach Ruanda und Kenia, das Plastiktüten verbiete. International haben bereits 61 Staaten ein solches Gesetz eingeführt. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) fordere dies auch für Deutschland.

3. Die Gefahr der Digitalisierung
Zuletzt thematisierten mehrere Zeitungen die digitale Entwicklung Afrikas. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung meldet, dass der chinesische Telekommunikationskonzern Huawei ein 2015 geschlossenes Telekommunikation-Grundsatzabkommen mit der Afrikanischen Union um weitere drei Jahre verlängert hat. Da Afrika als größter Wachstumsmarkt der Mobilfunkbranche gelte und angesichts des gegenwärtigen Streits des chinesischen Konzerns mit den USA, sei dies von großer Bedeutung. Huawei sei bereits jetzt Vorreiter beim afrikanischen Mobilfunknetz-Aufbau. Die Deutsche Welle schreibt unterdessen, dass das Rennen um die digitale Vorherrschaft in Afrika zunehmend von US-amerikanischen Unternehmen wie Amazon, Google und Facebook bestimmt wird. Um mehr Menschen Zugang zu ihren Plattformen zu ermöglichen, wollen die US-Konzerne die notwendige digitale Infrastruktur schaffen. Der Soziologe Michael Kwet der Universität Yale sehe in diesem Vorhaben strukturelle Gefahren für Afrika und warne vor „digitalem Kolonialismus“. Die amerikanischen Konzerne können dadurch die Kontrolle über den gesamten digitalen Datenverkehr Afrikas gewinnen. Gerade ärmere Länder können mit den Unternehmen aus dem Ausland nicht konkurrieren. Dies verhindere, dass sie eigene Industrien entwickeln. Dominic Johnson thematisiert in der tageszeitung (taz) totalitäre Überwachungssysteme, welche durch das Projekt der „digitalen Seidenstraße“ in Afrika auf dem Vormarsch seien. Huawei und andere Sicherheitsfirmen versorgen den bisher in diesem Bereich unerschlossenen afrikanischen Markt bereits jetzt mit 5G-Netzwerken und Überwachungssystemen. Diese werden zur Überwachung, sozialen Kontrolle und Manipulation der Bevölkerung genutzt. Gerade in Staaten mit einer lebendigen Zivilgesellschaft habe dies negative Auswirkungen.

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Was wollen wir von der diesjährigen G7?

31. Mai 2019 - 14:36
Echten Fortschritt. Keine leeren Versprechen.

Im Jahr 2015 haben sich die führenden Industrienationen ehrgeizige Ziele gesetzt. Unter anderem wollen sie bis 2030 extreme Armut und tödliche Krankheiten wie Aids, Malaria und Tuberkulose beenden und allen Menschen den Zugang zu Bildung ermöglichen.

Es sieht jedoch nicht so aus, als wäre die Welt auf dem richtigen Weg, die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Nehmen wir zum Beispiel das erste Ziel: „Keine Armut“. In Afrika südlich der Sahara ist Armut wieder auf dem Vormarsch: Die Zahl der Menschen, die dort in Armut leben, stieg im Jahr 2015 auf 413 Millionen an.

Der G7-Gipfel, der im August in Biarritz stattfindet, ist eine gute Gelegenheit, Maßnahmen zu ergreifen, um die ehrgeizigen Entwicklungsziele möglichst schnell und nachhaltig zu erreichen. Da dort die weltweit größten ODA-Geberländer und eine Reihe afrikanischer Regierungsvertreter*innen zusammenkommen, ergibt sich die einzigartige Möglichkeit, den Grundstein für eine neue Partnerschaft mit Afrika zu legen und gemeinsam für das Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele einzustehen.

Wir fordern, dass in der Armutsbekämpfung die besonderen Erfahrungen und Potentiale von Frauen berücksichtigt werden

Uns ist dabei wichtig, dass der diesjährige G7-Gipfel auch wirklich den Menschen zugutekommt, die am meisten Unterstützung brauchen.

Deshalb haben wir den G7-Außenminister*innen bereits vor ihrem Treffen in Frankreich Anfang April unsere wichtigsten Empfehlungen übermittelt. Damit wollten wir sicherstellen, dass sie gut vorbereitet sind und sich insbesondere für Frauen und diejenigen einsetzen, die von extremer Armut betroffen sind oder unter vermeidbaren Krankheiten leiden. Es liegt eine Menge Arbeit vor uns! Damit sich die Politiker*innen trotzdem auf das Wesentlich konzentrieren können, haben wir die fünf wichtigsten Bereiche nochmal zusammengefasst.

1. Gesetzes- und Politikwechsel hin zur Gleichstellung der Geschlechter – in Biarritz und darüber hinaus

Wir müssen sicherstellen, dass der diesjährige G7-Gipfel in Biarritz zu dauerhaftem Wandel führt. Deshalb fordern wir, dass Zusagen nicht nur gemacht, sondern auch umgesetzt werden und zu Ergebnissen führen, die über Biarritz hinausgehen.

Darum wollen wir, dass alle Länder, die an dem G7-Gipfel teilnehmen, bis 2022 mindestens zwei neue Gesetze oder Richtlinien zur Gleichstellung der Geschlechter erlassen. Und um die Umsetzung zu garantieren, ersuchen wir sie, die Gründung einer globalen, unabhängigen Organisation voranzutreiben, die die Einhaltung der Zusagen überwacht und über die Umsetzung Bericht erstattet. So ähnlich hat es zum Beispiel auch die Open Government Partnership in Bezug auf Transparenz gemacht.

ONE-Jugendbotschafter*innen demonstrieren bei einer G7-Konferenz in Paris

2. Schnellere Umsetzung der Geschlechtergleichstellung in Afrika

Lediglich 35 Prozent der geleisteten Entwicklungshilfe (ODA) der 30 Mitglieder des Entwicklungshilfeausschusses (DAC) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) tragen derzeit zur Gleichstellung der Geschlechter bei. Die OECD-Staaten beschreiben sich selbst als Begegnungsort und Sprachrohr der wichtigsten Geberländer. Ihr Handeln wirkt sich also auch auf die Menschen aus, die am stärksten von Armut betroffen sind. Ihnen muss hierbei klar sein: Um die Gleichstellung der Geschlechter weltweit zu erreichen, muss die diesbezügliche Finanzierung erstens verstärkt und zweitens gezielter eingesetzt werden.

Deshalb fordern wir alle Länder auf dem G7-Gipfel dazu auf, ein Finanzpaket einzuführen, das einzig und allein zum Erreichen von Geschlechtergerechtigkeit verwendet wird. Jedes Land sollte sich an der Finanzierung einer oder mehrerer der folgenden Initiativen beteiligen:

  • Unterstützung von Frauen beim Zugang zu digitalen Finanzdienstleistungen in Afrika
  • Förderung von afrikanischen Unternehmerinnen
  • Wiederaufbau von Schulen in der Sahelzone unter Berücksichtigung der Bedürfnisse von Mädchen
  • Vollständige Finanzierung der Globalen Partnerschaft für Bildung (GPE)
  • Bereitstellung von mehr Mitteln für lokale Frauenrechtsorganisationen in Afrika

Darüber hinaus sollte sich jedes Land dazu verpflichten, dass 85 Prozent seiner Entwicklungsfinanzierung Gleichberechtigung aktiv fördert, oder zumindest dem Mindeststandard des „Gender Mainstreamings“ entspricht. D.h. in der Umsetzung, dass vorab eine Analyse gemacht wird, um zu vermeiden, dass ein Entwicklungsprojekt versehentlich die Benachteiligung von Frauen und Mädchen verstärkt, und dass ein Projekt zumindest eine Maßnahme zur Stärkung von Frauen und Mädchen unternimmt.

3. Verbesserung der Schuldentragfähigkeit

40 Prozent der Entwicklungsländer mit niedrigem Einkommen (LIDC) stehen vor wachsenden Schuldenproblemen. Dennoch gibt es keine international anerkannten Regeln in Bezug auf Transparenz. Wir brauchen klare Standards für den öffentlichen und privaten Sektor – sowohl von Seiten der Kreditgeber als auch der Kreditnehmerländer. Damit muss sichergestellt werden, dass Länder, die bereits von Armut betroffen sind, nicht auch noch unter schlechten Vertragskonditionen leiden.

Die G7 sollte die „G20 Operational Guidelines for Sustainable Financing“ umsetzen, um die Schuldentragfähigkeit zu verbessern.

Auch die Jugendbotschafter*innen aus Deutschland werden sich beim G7-Gipfel für die Bekämpfung extremer Armut einsetzen

4. Bereitstellen von mehr öffentlichen Mitteln für die Entwicklungshilfe

Die Entwicklungshilfe ist der einzige öffentliche internationale Finanzfluss, der der Armutsbekämpfung gewidmet ist, und damit für das Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele unerlässlich. Allerdings sinkt die weltweite Entwicklungsfinanzierung. Großbritannien ist das einzige Land der G7, das die Zielvorgabe erfüllt, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Die gesamte Entwicklungshilfe der G7 belief sich 2017 auf 110,8 Milliarden US-Dollar. Das entspricht lediglich 0,3 Prozent der gesamten Wirtschaftsleistung der G7. Gleichzeitig sinken auch die Steuereinnahmen der afrikanischen Länder.

Im Klartext: Wir brauchen mehr Geld für die Armutsbekämpfung!

Das heißt, dass sich die Regierungsvertreter*innen bei ihrem Treffen in Biarritz darauf verständigen müssen, die Mittel zum Erreichen der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung zu erhöhen – sowohl durch die Steigerung der Entwicklungshilfe als auch durch die Mobilisierung innerafrikanischer Ressourcen:

  • Die afrikanischen Länder, die am G7-Gipfel teilnehmen, sollten sich Ziele setzen, um bis 2022 mehr ihrer heimischen Ressourcen in die Bekämpfung extremer Armut zu investieren.
  • Die G7-Länder sollten sich verpflichten, bis spätestens 2030 0,7 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts für Entwicklungshilfe und davon 50 Prozent für Afrika bereitzustellen (- insbesondere für die am wenigsten entwickelten Länder und die fragilen Staaten). Jedes Land sollte sich verpflichten, einen klaren Fahrplan zur Erreichung dieses Ziels zu veröffentlichen.
  • Die G7-Länder sollten über ihre im Rahmen der „Addis Tax Initiative“ im Jahr 2015 eingegangene Verpflichtung, die ODA zur Mobilisierung lokaler Ressourcen (DRM) zu verdoppeln, hinausgehen und sich bis 2022 ein neues, ehrgeizigeres Ziel setzen.
5. Den globalen Kampf gegen illegale Finanzströme vorantreiben

Es wird geschätzt, dass durch Gewinnverschiebungen jährlich über 500 Milliarden US-Dollar an Steuern weltweit verloren gehen. Das kostet Entwicklungsländer jedes Jahr zwischen 100 und 300 Milliarden US-Dollar. 70 Prozent der Fälle von schwerer Korruption betreffen Briefkastenfirmen und Trusts, von denen viele in Nordamerika oder in Europa ansässig sind. Das können wir nicht akzeptieren!

Alle auf dem Gipfel vertretenen Länder sollten sich deshalb zu den folgenden zwei Transparenzmaßnahmen verpflichten:

  • Verpflichtung der Unternehmen zur obligatorischen Offenlegung der länderspezifischen Informationen – einschließlich relevanter Finanz- und Buchhaltungsinformationen für jede Tochtergesellschaft und für alle Länder, in denen sie tätig sind.
  • Sowohl Unternehmen als auch Trusts sollten ihre jeweiligen Eigentümer*innen (die wirtschaftlichen Eigentümer*innen) offenlegen müssen.

Es gibt keinen guten Grund, diese Informationen vertraulich zu behandeln.

Aya Chebbi ist nicht nur Co-Herausgeberin des diesjährigen offenen Briefes zum Frauentag. Sie ist auch Jugenddelegierte der Afrikanischen Union

6. Unterstützung einer Initiative rund um Afrikas „Digital Loop“

Eine effektive und inklusiv wirkende digitale Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für die Entwicklung Afrikas. Dennoch liegt Afrika in seiner digitalen Entwicklung immer noch hinter dem Rest der Welt zurück. Um dies zu ändern, ist eine deutliche Erhöhung der Investitionen erforderlich. Der Zugang zu zuverlässigen digitalen Dienstleistungen und Produkten kann das Leben vor Ort verbessern.

Um dies für die Menschen in Subsahara-Afrika zu verwirklichen, die am stärksten von Armut betroffen sind, sollten alle Länder des Gipfels die Annahme einer von Afrika geleiteten Initiative zur Förderung des „Digital Loop“ unterstützen. Private Kapitalströme in den digitalen Sektor werden sich dann erhöhen, wenn Investitionshemmnisse in größerem Umfang beseitigt werden.

Vielleicht macht es den Anschein, als würden wir viel verlangen. Aber wenn sich einige der mächtigsten Länder der Welt treffen, um einen Plan zur Bekämpfung der globalen Ungleichheit zu entwickeln, muss man schließlich auch groß denken! Bitte helfen Sie uns dabei, die guten Vorsätze in einen Plan umzuwandeln und Realität werden zu lassen. Wenn wir jetzt handeln, können wir die Nachhaltigen Entwicklungsziele immer noch erreichen.

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Drei Aktivist*innen – und ihre Väter

29. Mai 2019 - 15:48

„Mein Vater hat mir das größte Geschenk gegeben, das man jemandem geben kann; er hat an mich geglaubt.“ – Jim Valvano

Es gibt viele wunderbare Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Sei es als Aktivist*innen, als Politiker*innen, als Menschenrechtler*innen oder anderswo. Wer aber jenseits des Vatertags oft außerhalb des Zentrums der Aufmerksamkeit liegt, sind Väter. Neben ihrem weiblichen Pendant gibt es viele Männer, die sich für die Rechte ihrer Kinder einsetzen, an sie glauben und ihnen klar machen: Man kann da draußen ziemlich viel bewirken.

Quelle: Kelly Sikkema auf Unsplash

Wir stellen euch drei Aktivist*innen vor – und erzählen, welche Rolle der Vater für sein*ihr Engagement spielt.

Semhal stärkt das Potential von anderen Frauen

Semhal entschied sich, Architektur zu studieren, um „etwas Schönes und Funktionelles zu schaffen.“ In ihrer Freizeit begann sie mit anderen Frauen Produkte für den Verkauf am Basar zu nähen. Das Projekt lief so gut, dass daraus ein kleines Unternehmen entstand. Dieses gibt Frauen nicht nur einen sinnvollen Job und ein regelmäßiges Einkommen. Fester Bestandteil sind auch faire Arbeitsbedingungen und persönliches Coaching.

Semhal bietet nicht nur Frauen ein geregeltes Einkommen. Sie unterstützt sie auch durch Mentoring und durchbricht durch ihr Engagement alte Rollenbilder.

Dass Semhal als Frau so durchstartet, ist in Äthiopien nicht selbstverständlich. Ihr Vater motivierte sie, gesellschaftliche Hürden zu durchbrechen. „Seitdem ich denken kann, sagte mir mein Vater, dass ich alle Ideen, die ich hatte, verwirklichen könnte. Dass ich keine Grenzen hätte.“, sagte Semhal. „In Äthiopien sind viele Familien männerdominiert und Söhne erhalten mehr Chancen als Töchter. Aber bei meinem Vater war das anders.“

Marcel setzt sich global und lokal für eine bessere Welt ein

„Früher habe ich immer mit meinem Vater den Weltspiegel geguckt und er nahm mich mit auf Demonstrationen. Das hat dazu geführt, dass ich mich noch mehr engagieren und so am liebsten die Welt retten wollte – so meine Vision im Jugendalter.“

Marcel (2. v. r.) mit weiteren Jugendbotschafter*innen im Europäischen Parlament

Als er älter wurde, nahm sein Engagement vielseitige Züge an. Marcel war Teil eines lokalen Ladens, der nur fair gehandelte Produkte verkauft, setzte sich zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele ein und war 2017 Jugendbotschafter bei ONE. Neben dem globalen Blickwinkel ist für ihn aber auch die lokale Perspektive wichtig. Egal ob „Nachbar*in, Trainer*in, der Onkel, die Tante, der*die Fußballkamerad*in oder auch der*die Studienkolleg*in – das Thema geht uns alle an!“

Eva kämpft für sauberes Trinkwasser und Bildung ein

„Mein Vater sagt mir oft, er wünsche sich, dass ich ein besseres Leben führen kann als er. Um mir das zu ermöglichen, arbeitet er jeden Tag von früh bis spät, damit ich zur Schule gehen kann.“ Viele Dinge, die für die meisten Leser*innen selbstverständlich scheinen sind es für Eva nicht. Eins davon ist der einfache Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der lange Weg zum Fluss kostet sie viele Stunden täglich – Zeit, die sie lieber in der Schule verbringen würde. Damit sich das ändert, hat Eva gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft einen offenen Brief an die Regierung geschrieben. In diesem fordern sie die Politiker*innen auf, ihr Versprechen einer Elektrizitäts- und Wasserversorgung einzulösen.

Die Versorgung mit sauberem Wasser kann mit viel Arbeit verbunden sein. Das sich das ändert, ist eines der nachhaltigen Entwicklungsziele.

Evas Geschichte zeigt auch, wie eng einzelne Bereiche der nachhaltigen Entwicklungsziele miteinander verzahnt sind. Denn die beste Bildung bringt nichts, wenn die Kinder ihre Zeit auf dem weg zum Fluss verbringen. Nachhaltige Entwicklung heißt auch Entwicklung in allen Bereichen, von Klima, Geschlechtergerechtigkeit bis zu Infrastruktur

Lust auf noch mehr Geschichten? Die findest du ganz einfach auf unserem Blog.

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