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Aktualisiert: vor 19 Stunden 28 Minuten

Gesellschaftliche und kulturelle Schranken überwinden – mit gesellschaftlichen und kulturellen Lösungen

23. April 2019 - 17:05

Dies ist ein Gastbeitrag von Anuradha Gupta, der stellvertretenden Geschäftsführerin der Impfallianz Gavi. Der Original-Beitrag erschien auf LinkedIn

Gesellschaftliche und kulturelle Schranken in der globalen Gesundheit

Als Theresa, eine junge Mutter aus Malawi, ihren Sohn impfen ließ, wusste sie nicht viel über die Impfungen. Sie hätte nicht sagen können, weshalb sie wichtig waren oder vor welchen tödlichen Krankheiten sie ihren Sohn schützen würden. Sie erinnert sich jedoch lebhaft daran, wie herablassend das Krankenhauspersonal sie – die 17jährige Mutter – behandelte. Daher entschied Theresa irgendwann, ihren Sohn nicht mehr zu den Impfterminen zu bringen. Sie war zu dem Schluss gelangt, dass er sicher die wichtigsten Impfungen erhalten hatte und hätte auch nicht den Mut gehabt, genauer nachzufragen.

Mutter, Sängerin, Aktivistin: Theresa (links) mit ihren Bandkollegen von Zathu auf einer Gavi-Konferenz im Dezember 2018. Foto: Oscar Seykens

Ihre Geschichte ähnelt der vieler anderer Mütter im ganzen Land, die oft weder lesen noch schreiben können und darauf angewiesen sind, dass Gesundheitsfachkräfte sie über Sinn und Nutzen von Impfungen aufklären. In Malawi wird von Mädchen in der Regel erwartet, dass sie sich still und zurückhaltend verhalten. In vielen Fällen hält dies junge Frauen davon ab, sich proaktiv über Impfmöglichkeiten für ihre Kinder zu informieren. Und Theresa ist davon überzeugt, dass die Folgen noch weitreichender sind: Sie glaubt, dass die Stigmatisierung, die junge Frauen erleben, wenn sie Gesundheitsversorgung in Anspruch nehmen möchten, wesentlich zur hohen Anzahl von HIV-Infektionen und Teenagerschwangerschaften beiträgt und die Gesundheit und das Wohlbefinden dieser Frauen auf vielfältige Weise beeinträchtigt.

Ein neues Impfprogram gegen Gebärmutterhalskrebs in Malawi

Ich musste deshalb sofort an das Gespräch mit Theresa denken, als Anfang des Jahres in Malawi die HPV-Impfung in das nationale Impfprogramm eingeführt wurde. Die Impfung schützt Frauen vor Humanen Papillomviren (HPV), die fast alle Fälle von Gebärmutterhalskrebs verursachen. Für Malawi war die Einführung der Impfung ein wichtiger Schritt, denn Gebärmutterhalskrebs ist dort die häufigste Krebserkrankung bei Frauen: 2018 starben jeden Tag acht Frauen an dieser Krankheit.

Ziel des Programms ist es, alle Mädchen im Alter von neun Jahren zu impfen. Allerdings ist diese Altersgruppe oft schwer zu erreichen, denn in Malawi schließen weniger als 80 Prozent der Mädchen die Grundschule ab. Wenn das Impfprogramm wirklich etwas bewegen soll, müssen zugleich auch die Herausforderungen und Hürden angegangen werden, die verhindern, dass Mädchen von den wichtigen Gesundheitsmaßnahmen wie den Impfungen erfahren und sie in Anspruch nehmen.

Gesellschaftliche und kulturelle Lösungen im Kampf für globale Gesundheit

Und hier kommt Theresa wieder ins Spiel: Sie gehört zur sechsköpfigen Zathu Band, die von unserem Partner Girl Effect gegründet wurde, um gesellschaftliche und kulturelle Barrieren abzubauen. Die Band soll Gespräche zu Themen anregen, die junge Menschen wirklich beschäftigen: von Stereotypen über Selbstverwirklichung bis hin zu Beziehungsfragen und sexueller Gesundheit.

Die Band nähert sich diesen teils heiklen Themen über Musik und Geschichten. Millionen junger Malawier*innen schalten jede Woche ein, wenn die Band im Radio auf Sendung geht. In einem Land, wo Gebärmutterhalskrebs besonders häufig auftritt und viele junge Frauen daran sterben, ist die Zathu Band der ideale Kommunikationskanal, um über die HPV-Impfung zu informieren.

Mutter, Sängerin, Aktivistin: Theresa (2.v.l.) mit ihren Bandkollegen von Zathu. Gemeinsam machen sie sich für die Gesundheit von Mädchen in Malawi stark. Foto: Oscar Seykens

Mit jahrhundertealten gesellschaftlichen und kulturellen Normen zu brechen und sie neu zu gestalten, scheint auf den ersten Blick eine komplexe oder sogar fast unmögliche Aufgabe zu sein. Aber tatsächlich hat Girl Effect schon erstaunlich viel erreicht. Im Jahr 2017 gaben 96 Prozent der Hörer*innen an, Zathu habe ihnen vermittelt, dass Mädchen und Jungen gleich behandelt werden sollten. 91 Prozent sagten, sie fühlten sich nun besser in der Lage, eigenständige Entscheidungen für ihr Leben treffen.

Wir hoffen, dass die Initiative von Girl Effect und Zathu dazu beiträgt, dass sich viele Mädchen in Malawi für die neue Impfmöglichkeit interessieren und sie wahrnehmen – und dass hierdurch die erschreckend hohe Zahl vermeidbarer Todesfälle aufgrund von Gebärmutterhalskrebs sinkt. Uns ist es wichtig, in der Arbeit mit jungen Frauen neue Wege zu gehen: Sie sollen nicht nur Empfängerinnen von Leistungen sein, sondern selbst als Protagonistinnen, den Wandel in ihre Gemeinden aktiv vorantreiben. Nur dann werden langfristige, nachhaltige Veränderungen möglich sein.

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23. April 2019

23. April 2019 - 9:58

1. WHO startet Malaria-Pilotprojekt
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online, der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten, startet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Pilotversuch in Malawi für die Impfung von Malaria. Bis 2022 sollen dort sowie in Ghana und Kenia rund 360.000 Kleinkinder gegen die gefährliche Tropenkrankheit geimpft werden. Unbehandelt verlaufe eine Erkrankung oft tödlich. Jedes Jahr sterben in Afrika 250.000 Kinder an den Folgen von Malaria. Von den weltweit 219 Millionen Malaria-Fällen ereignen sich 90 Prozent in Afrika. Der neu entwickelte Impfstoff habe in Studien etwa 40 Prozent der Erkrankungen sowie 30 Prozent der schweren Fälle verhindert. Für die volle Wirksamkeit seien vier Impfdosen bis zum zweiten Lebensjahr erforderlich – eine Herausforderung insbesondere für Menschen in abgelegenen Gebieten. Da die Wirkung des Impfstoffes mit der Zeit nachlasse, sei es wichtig, weiterhin auf Präventionsmittel wie Moskitonetze zu setzen, die mit Insektiziden behandelt wurden.

2. FDP fordert Fokus auf ärmste Länder
In der Süddeutschen Zeitung thematisiert Kristina Ludwig die aktuelle Forderung der FDP, die deutsche Entwicklungszusammenarbeit stärker auf die am wenigsten entwickelten Länder zu konzentrieren. Für diese Länder habe die Bundesregierung lediglich 0,1 Prozent seiner Wirtschaftskraft aufgewendet. 2017 habe der Gesamtanteil der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit bei insgesamt 0,66 Prozent gelegen. Der Antrag der FDP-Bundestagsfraktion kritisiert, dass der Fokus derzeit zu sehr auf die Länder gelegt werde, die wirtschaftlich und politisch als relativ stabil gelten. Deutschland müsse den Anteil für die am stärksten von Armut betroffenen Länder auf 0,15 bis 0,2 Prozent erhöhen, so die FDP. Auch die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt kritisiert den Fokus auf Länder, „die eigentlich vergleichsweise weniger Hilfe bräuchten“. Das Entwicklungsministerium wies die Kritik mit dem Hinweis zurück, man werde sich dem 0,2-Prozent-Ziel bis 2030 erreichen.

3. Sudan: Opposition will Zivilregierung
Viele Medien, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, Tagesschau.de und der Deutschlandfunk melden, dass sich die angespannte Lage im Sudan weiter zuspitzt, nachdem die Opposition die Gespräche mit der Militärführung abgebrochen hat. Nach dem Sturz des Präsidenten Omar Al-Bashir fürchte die Opposition eine Verlängerung des Status Quo, weswegen man nun durch Demonstrationen den Druck auf den derzeit regierenden Militärrat erhöhen wolle. Die Opposition fordere die sofortige Übergabe der Regierungsgeschäfte an eine Zivilregierung. Ermittlungsbehörden haben derweil auf dem Anwesen des gestürzten Ex-Präsidenten rund sieben Millionen Euro Bargeld gefunden. Gegen Al-Bashir werde laut Staatsanwaltschaft ein Verfahren wegen Geldwäsche und Korruption eröffnet. Die Afrikanische Union habe wegen der angespannten Situation im Sudan und in Libyen für heute eine Dringlichkeitssitzung einberufen, wie unter anderem stern.de, der Deutschlandfunk und Merkur.de melden.

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18. April 2019

18. April 2019 - 14:00

1. Libyen: UN und EU uneinig
Wie unter anderem Tagesschau.de, das ZDF, die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Deutschlandfunk, Zeit Online, die junge Welt, die Dresdner Neuesten Nachrichten und RP-Online.de berichten, spitzt sich die Lage in Tripolis durch die anhaltenden Gefechte immer weiter zu. Seit Beginn der Kämpfe vor rund zwei Wochen seien fast 190 Menschen getötet und 800 weitere verletzt worden. Zwischen 18.000 und 25.000 Personen seien bereits auf der Flucht. Zudem verhindern konkurrierende Ansichten und Interessen eine starke Positionierung der UN sowie der EU zu den Kämpfen. Nun habe Deutschland für heute eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates einberufen. Bislang haben sich die Mitglieder des Sicherheitsrates nicht auf eine Resolution einigen können. Auch innerhalb der EU gebe es Meinungsverschiedenheiten: Während Italien starker Befürworter des Übergangspräsidenten Fayiz as-Sarradsch sei, habe Frankreich General Haftar in den letzten Jahren unterstützt. UN-Vermittler Ghassan Salamé fordere ein sofortiges Ende der Kämpfe. In einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung betont er insbesondere die Notwendigkeit einer klaren Positionierung der internationalen Gemeinschaft.

2. Weber für europäische Afrikapolitik
Wie die Tagespost und Missio.com melden, fordert Manfred Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei (EVP) für das Europaparlament, eine gemeinsame europäische Afrikapolitik. Dies sei eine der zentralen Herausforderungen für die nächste Kommission, so Weber. Zudem könne er sich vorstellen, dass ein*e Kommissar*in benannt werde, der oder die sich ausschließlich mit der europäischen Afrikapolitik befasse. Außerdem müsse die EU die afrikanische Entwicklungshilfe mit einer „klugen Handelspolitik“ verbinden, um die dortigen Lebensperspektiven zu verbessern. Unterdessen hält Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) an seiner Forderung nach einem höheren Etat für sein Ministerium fest, wie das Chrismon Magazin berichtet. Konkret fordere er für das Jahr 2020 860 Millionen Euro mehr, um bereits getätigte internationale Zusagen einhalten zu können.

3. Höhere Anleihezinsen für Investitionen in Afrika
Heute thematisiert die Frankfurter Allgemeine Zeitung wie stark sich die Konditionen von Anleihen europäischer oder afrikanischer Entwicklungsbanken unterscheiden können. An der Verzinsung lasse sich die Wahrnehmung der Investor*innen von Risiko und Sicherheit ableiten. Das Risiko, dem Bundesland Niedersachsen Geld zu leihen, werde zum Beispiel als sehr gering eingestuft: Das Land zahle für eine Anleihe in Höhe von 1,2 Milliarden Euro einen jährlichen Zins von 0,125 Prozent bei sechs Jahren Laufzeit. Der Unterschied in punkto Risikoeinschätzung sei zu erkennen, wenn man sich dagegen den Zinskupon der African Development Bank der Elfenbeinküste anschaut: Für eine Anleihe in Höhe von 12 Millionen Euro bei einer Laufzeit von drei Jahren betrage der Zinskupon 19,5 Prozent. Die deutsche Entwicklungsbank KfW müsse im Vergleich nur 2,375 Prozent für eine zwei Jahre laufende Anleihe in Höhe von 3 Milliarden Euro aufbringen.

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17. April 2019

17. April 2019 - 12:30

1. Ägypten: Mehr Macht für al-Sisi
Unter anderem Tagesschau.de, Zeit Online, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz) und Spiegel Online berichten, dass durch eine Verfassungsänderung die Kompetenzen sowie die mögliche Regierungszeit des ägyptischen Präsidenten Abdel Fattah al-Sisi erweitert werden. 2013 habe al-Sisi als Verteidigungsminister und Oberbefehlshaber der Armee den damaligen Präsidenten Muhammad Mursi gestürzt. Anschließend habe er sowohl 2014 als auch 2018 die Präsidentschaftswahl laut offiziellen Angaben mit 97 Prozent der Stimmen gewonnen. Nun habe das von seinen Anhänger*innen dominierte Parlament einer Verfassungsänderung zugestimmt, die vorsehe, die Amtszeit des Präsidenten ab sofort auf sechs Jahre zu verlängern. Zudem sehe eine Sonderregelung vor, dass frühere Chefs des Militärgeheimdienstes auch für eine dritte Amtszeit antreten dürfen. Damit könne al-Sisi theoretisch bis 2030 im Amt bleiben. Zudem bekomme der Präsident mehr Einfluss auf die Justiz und die Rolle des Militärs werde gestärkt. Die Änderungen müssen nächste Woche vom ägyptischen Volk bestätigt werden. Eine Zustimmung gelte als sicher.

2. Kein Geld für Entwicklung
Wie unter anderem der Tagesspiegel, Deutschlandfunk, Focus Online, das Handelsblatt die Aachener Nachrichten und der General-Anzeiger Bonn melden, geht die deutsche Bundesregierung von einem noch geringeren Wirtschaftswachstum aus als bisher angenommen. Am Vormittag habe Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) die Wachstumsprognose für das laufende Jahr von bisher 1,0 Prozent auf 0,5 Prozent reduziert. Die Steuerschätzung Anfang Mai dürfe damit um mindestens zehn Milliarden Euro pro Jahr geringer ausfallen als noch im Herbst 2018 prognostiziert. Da der Bund ab nächstem Jahr zusätzlich mehr Geld an die Länder abgebe, werde das Defizit des Bundes umso größer sein. Laut Eckhard Rehberg (CDU) habe Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) bei den Eckwerten für den Bundeshaushalt Defizite bereits eingespeist. Jedoch müssen nun zusätzliche Einsparungen getroffen werden, um die schwarze Null zu halten. Johannes Kahrs (SPD) sehe nun auch keinen Spielraum mehr für die geforderten Steigerungen beim Verteidigungs- bzw. Entwicklungshaushalt.

3. Repressionen in Ostafrika
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung veröffentlichte heute ein Gespräch mit Tansanias Oppositionsführer Tundu Lissu. Vor eineinhalb Jahren habe der Politiker knapp einen Anschlag in der Hauptstadt Doboma überlebt, bei dem ihn 16 Kugeln getroffen haben. Der Anführer der Oppositionspartei Chadema befinde sich seither in medizinischer Behandlung im Ausland. Nissu habe keinen Zweifel, dass der Anschlag von der Regierung ausgeübt wurde. Seitdem fordere er deutsche und europäische Politiker*innen dazu auf, Druck auf die Regierung in Tansania auszuüben und das Regime nicht mehr zu unterstützen. Nissu bezeichne das Land unter Präsident John Magufuli als „Diktatur“ und „Polizeistaat“. Die politische Opposition, die Presse und die Zivilgesellschaft werden unterdrückt, kriminalisiert, inhaftiert oder getötet. Die Tageszeitung (taz) lässt heute burundische Exil-Journalist*innen zu Wort kommen. Diese berichten von einer vergleichbaren Lage in Burundi. Präsident Pierre Nkurunziza lasse insbesondere seit den gegen ihn gerichteten Protesten 2015 Menschen foltern, verschwinden oder inhaftieren. Hunderttausende haben deshalb bereits das Land verlassen.

 

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16. April 2019

16. April 2019 - 14:06

1. Masern-Infektionen nehmen drastisch zu
Unter anderem das ZDF, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Deutsche Welle, die Welt, Spiegel Online und die Frankfurter Rundschau melden, dass die weltweite Anzahl der Masern-Infektionen dramatisch zunimmt. Wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) mitteilte, seien im ersten Quartal 2019 mit 112.000 Fällen in 170 Ländern 300 Prozent mehr Infektionen als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs registriert worden. Die Organisation gehe davon aus, dass nur jeder zehnte Fall gemeldet werde und damit die Dunkelziffer noch deutlich höher ausfalle. 2017 seien 110.000 Menschen an Masern gestorben, darunter viele Kinder. Über 95 Prozent der tödlichen Krankheitsverläufe seien dabei auf Länder mit geringem Einkommen und schlechter Gesundheits-Infrastruktur entfallen. Der WHO zufolge sei der Vormarsch der gefährlichen Viruserkrankung einem geringen Impfschutz geschuldet. Gründe hierfür seien der schlechte Zugang zu entlegenen und umkämpften Regionen und gezielte Desinformationen gegen Impfkampagnen. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) meldet, ist Madagaskar mit 120.000 Masern-Erkrankungen seit September am stärksten betroffen. In der Demokratischen Republik Kongo seien seit Jahresbeginn 41.000 Menschen erkrankt, wovon 760 gestorben seien.

2. Sudan: Druck auf Militärrat wächst
Wie unter anderem Zeit Online, die Tageszeitung (taz), die Deutsche Welle, die Welt, Spiegel Online und die Freie Presse berichten, dauern im Sudan die Proteste weiter an. Zudem wachse der internationale Druck auf den Militärrat. Gestern haben Soldat*innen erfolglos versucht, die Sitzblockade vor der Zentrale der Streitkräfte aufzulösen. Die USA und andere Nationen haben den Militärrat daraufhin ermahnt, die friedlichen Proteste gewähren zu lassen. Zudem habe die Afrikanische Union (AU) den Streitkräften gestern das Ultimatum gestellt, Sudans AU-Mitgliedschaft auszusetzen, gebe das Militär nicht innerhalb der nächsten 15 Tage die Macht ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe nicht nur die Übergabe der Macht an eine zivile Regierung, sondern auch einen wirtschaftlichen und politischen Reformprozess gefordert. Allerdings üben auch Akteure wie die Golfstaaten und Ägypten, die kein Interesse an einem demokratischen Sudan haben, Druck in die andere Richtung aus. Die sudanesischen Generäle haben die Opposition am Sonntag aufgefordert, eine Person als Regierungschef*in auszuwählen. Das Militär wolle jedoch weiterhin das Verteidigungs- und Innenministerium kontrollieren.

3. Lage in Algerien
In den letzten Tagen thematisierten unter anderem Zeit Online, die Tageszeitung (taz), die Frankfurter Rundschau, die Deutsche Welle und die junge Welt die momentane Situation in Algerien. Nach dem Rücktritt von Präsident Abdelaziz Bouteflika dauern die Proteste in Algerien weiter an. Die Menschen fordern ein Ende des alten Systems und einen politischen Neuanfang. Während die Polizei die Proteste bisher toleriert habe, werde seit der Ernennung Abdelkader Bensalahs zum Übergangsstaatschef gewaltsam gegen die Demonstrierenden vorgegangen. Wasserwerfer, Gummigeschosse und Tränengas seien zum Einsatz gekommen. Zur selben Zeit werden erste Kandidaturen für die Präsidentschaftswahl am 4. Juli vorangetrieben. Viele Algerier*innen glauben, die alte Elite wolle mit dem Übergangsprozess bis zu den Wahlen Zeit gewinnen, um ihre Macht zu konsolidieren. Die Opposition und die Protestbewegung diskutieren währenddessen darüber, ob sie sich für eine Einheitskandidatur, einen Wahlboykott oder einen Generalstreik aussprechen sollen.

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15. April 2019

15. April 2019 - 13:20

1. Söder eröffnet Afrikabüro
Wie BR.de, die Welt, Abendzeitung-München.de und Frankenpost.de melden, hat Markus Söder (CSU) in seiner Rolle als bayerischer Ministerpräsident heute seine erste Auslandsreise nach Äthiopien angetreten. Zuerst werde er die sogenannten Kirchenwälder im Hochland Äthiopiens besuchen. Dort werde die Technische Universität München an dem Erhalt der alten Wälder und ihrer Artenvielfalt arbeiten, u.a. um den Klimawandel einzudämmen, so Söder. Zudem werde der CSU-Vorsitzende heute Nachmittag ein bayerisches Afrikabüro in Addis Abeba eröffnen. Dem Ministerpräsidenten zufolge soll das Büro als Anlaufpunkt für den ganzen Kontinent fungieren und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und Afrika intensivieren. Konkret werde das Büro bayerischen Unternehmen bei Fragen rund um Investitionen und Geschäfte in Afrika helfen. Afrikaner*innen können sich dagegen über Investitionsmöglichkeiten aus Bayern informieren. Wie u.a. das Handelsblatt berichtet, ist auch Ivanka Trump aktuell in Äthiopien, wo sie sich für ein wirtschaftliches Frauenförderungsprogramm des Weißen Hauses stark macht.

2. Hungerkrise in Mosambik
Tagesschau.de, das ZDF und Spiegel Online berichten, dass in Mosambik nach dem Zyklon „Idai“ nun eine Hungerkrise droht. „Idai“ habe mehr als 700.000 Hektar Ackerland zerstört und damit mehr als einer halben Million Kleinbauern und Kleinbäuerinnen die Lebensgrundlage genommen. Nun warnen die Vereinten Nationen (UN) vor eine Hungerkrise. Das Problem sei, dass der Zyklon einige der ärmsten Länder der Welt getroffen habe. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF fordere deswegen mehr internationale Unterstützung für die Überwindung der humanitären Katastrophe und den Wiederaufbau. Rund tausend Menschen seien durch den Zyklon ums Leben gekommen. Zudem seien allein in Mosambik 240.000 Häuser zerstört worden. Darüber hinaus breiten sich aufgrund der Überschwemmungen nun Krankheiten aus: Bislang seien 5.000 Fälle von Cholera und 7.500 Fälle von Malaria gemeldet worden.

3. Asylanträge aus Nigeria nehmen zu
Immer mehr Asylbewerber*innen aus Nigeria kommen nach Deutschland. Darüber berichteten am Wochenende unter anderem die Deutsche Welle, die Welt, BR.de, die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, Deutschlandfunk, die Berliner Morgenpost und Thüringer-Allgemeine.de. Während im Dezember 2018 noch 554 Nigerianer*innen Asyl ersucht haben, seien es in den ersten drei Monaten dieses Jahres bereits 3.923 gewesen. Im Februar und März dieses Jahres rangiere Nigeria – nach Syrien – damit schon auf Platz zwei der Herkunftsstaaten mit den meisten Asylanträgen. Seit 2009 seien 2,5 Millionen Nigerianer*innen vor der Gewalt, die von der islamistischen Terrororganisation Boko Haram ausgeht, geflohen. Dem CDU-Politiker Armin Schuster zufolge kommen die meisten Nigerianer*innen aus Italien und können sich bei ihrer Ankunft in Deutschland nicht ausweisen, was eine Abschiebung erheblich erschwere. Das Bundeskriminalamt (BKA) befürchte, dass mit dem Zustrom der Asylbewerber*innen aus Nigeria auch die nigerianische Mafia in Deutschland auf dem Vormarsch sei: Gerade Menschenhandel und Zwangsprostitution seien in den Händen der organisierten Kriminalität aus Nigeria. Das BKA ermittle bereits gegen 16 solcher von Nigerianer*innen dominierten Gruppen, die in Deutschland aktiv seien.

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12. April 2019

12. April 2019 - 12:09

1. Militärputsch im Sudan
Unter anderem Tagesschau.de, das ZDF, die Süddeutsche Zeitung, Zeit Online, der Tagesspiegel, die Tageszeitung (taz), die Welt, die Deutsche Welle und Spiegel Online thematisieren den Sturz des sudanesischen Langzeitpräsidenten Omar Al-Baschir durch das Militär. Dem seien monatelange Proteste vorausgegangen. Gestern Mittag habe Verteidigungsminister Ahmed Awad Ibn Auf das Ende der Präsidentschaft und die Festnahme Al-Baschirs sowie die Machtübernahme des Militärs für die nächsten zwei Jahre verkündet. Mit der von den Streitkräften geführten Übergangsregierung solle der Weg für freie Wahlen bereitet werden. Awad Ibn Auf, seit Februar Vizepräsident, sei gestern noch als Präsident des militärischen Übergangsrates vereidigt worden. Er habe sogleich einen dreimonatigen Notstand sowie eine nächtliche Ausgangssperre für einen Monat verhängt. Die Verfassung sei erstmal ausgesetzt. Die Anführer*innen der Proteste lehnen den Militärputsch ab und haben zu weiteren Protesten aufgerufen. Statt eines Militärrates fordern sie einen zivilen Rat. Auch die EU und die USA haben auf die Machtübernahme mit der Forderung reagiert, so schnell wie möglich eine zivile Übergangsregierung einzusetzen. Die Afrikanische Union (AU) habe den Militärputsch ebenfalls kritisiert.

2. Weltbankchef will Armut und Klimawandel bekämpfen
Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeit Online, Augsburger-Allgemeine.de, der Standard, die Neue Züricher Zeitung und die Frankfurter Rundschau berichten von der ersten Pressekonferenz des neuen Weltbankchefs David Malpass. Der US-Amerikaner, der erst vor vier Tagen das Amt als Weltbankchef angetreten habe, sei zuvor von US-Präsidenten Donald Trump als Kandidat favorisiert worden. Zum Auftakt der jährlichen Frühjahrstagung von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) habe er sich versöhnlich gezeigt. Er betonte, dass der Kampf gegen extreme Armut und die Folgen des Klimawandels die vorrangigen Ziele der Weltbank bleiben werden. Das weltweite nachlassende Wirtschaftswachstum gefährde das Ziel, extreme Armut bis 2030 zu bekämpfen. Das verlange schnelles Handeln, so Malpass. Extreme Armut drohe sich zunehmend auf Afrika zu konzentrieren. 2030 werden voraussichtlich neun von zehn Menschen, die von extremer Armut betroffen sind, in Subsahara-Afrika leben. Genau diese Menschen seien zudem am härtesten vom Klimawandel betroffen.

3. Ägypten zieht sich aus Militärinitiative MESA zurück
Wie das Handelsblatt und die junge Welt melden, hat sich Ägypten Insidern zufolge aus der geplanten US-geführten Militärinitiative „Middle East Security Alliance“ (MESA) zurückgezogen. Die Regierung in Kairo habe diese Entscheidung damit begründet, dass sie am Willen zum Aufbau der MESA zweifele, einen konkreten Vorschlag zur Struktur vermisse sowie eine Zunahme der Spannungen mit dem Iran befürchte. Die Initiative sei 2017 von Saudi-Arabien vorgeschlagen worden. Damit solle auch dem zunehmenden Einfluss Russlands und Chinas in der Region entgegengewirkt werden. Außerdem habe die Initiative zum Ziel, den Einfluss des Irans in der Region einzudämmen. Teil der MESA sollen neben Ägypten die USA, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, Katar, Oman und Jordanien sein.

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11. April 2019

11. April 2019 - 13:16

1. OECD: Weniger Entwicklungsmittel für Afrika
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, das Handelsblatt und Zeit Online melden, ist für die Entwicklungszusammenarbeit 2018 weltweit weniger Geld geflossen als noch im Jahr zuvor. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) habe mit insgesamt 132,5 Milliarden Euro einen Rückgang von 2,7 Prozent verzeichnet. Afrika sei am schwersten von dem Rückgang betroffen. Dort seien die Entwicklungsgelder um ganze vier Prozent gesunken. OECD-Generalsekretär Angel Gurría kritisierte, dass sich Geberländer nicht an ihre Zusagen von 2015 gehalten haben, ihre Entwicklungsfinanzierung zu erhöhen. Lediglich fünf Mitgliedsländer haben das selbstgesteckte Ziel erreicht, 0,7 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung in Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Mit einer Quote von 0,61 Prozent habe Deutschland dieses Ziel ebenfalls verfehlt. In absoluten Zahlen sei Deutschland mit etwa 23 Milliarden Euro jedoch immer noch der zweitgrößte Geber nach den USA. Kritik kam unter anderem von der Entwicklungsorganisation ONE, wie die Deutsche Welle, Migazin und Welt-Sichten berichten. Es sei „mehr als bedauerlich“, dass die Bundesregierung noch immer „meilenweit“ von den 0,7 Prozent entfernt sei.

2. Keine Verhütung für 214 Millionen Frauen
Wie unter anderem Tagesschau.de, das ZDF, BR.de, die Tageszeitung (taz), Deutschlandfunk, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, die Deutsche Welle, Spiegel Online und n-tv.de berichten, haben 214 Millionen Frauen, die eigentlich eine Schwangerschaft verhindern wollen, keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Gemäß einem Bericht der Vereinten Nationen (UN) fehle es in Entwicklungsländern jeder vierten Frau im gebärfähigen Alter an Verhütungsmitteln. Hierbei bedingen sich Armut und Familienplanung: Je ärmer die Frauen, desto geringer ihre Chance, verhüten zu können. Grund für viele ungewollte Schwangerschaften und damit auch das schnelle Wachstum der Weltbevölkerung sei auch die fehlende Gleichberechtigung der Geschlechter. Deshalb fordert der Bericht, Frauen, Familienplanung und damit reproduktive Rechte stärker zu fördern. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) sagte diesbezüglich, dass zwei Drittel des weltweiten Bevölkerungswachstums auf Entwicklungsländer zurückzuführen seien und warnte vor möglichen Versorgungsengpässen in diesen Ländern. Der Minister habe zudem gestern eine Erhöhung des deutschen Anteils an der Finanzierung des UN-Bevölkerungsfonds um weitere elf Millionen Euro angekündigt.

3. Das Ende von Al-Baschir?
Wie unter anderem Tagesschau.de, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt und Sueddeutssche.de berichten, deutet vieles darauf hin, dass im Sudan Präsident Omar Al-Baschir zurücktritt. Die sudanesische Armee habe eine „wichtige Erklärung angekündigt“. Zudem sollen Minister*innen und Funktionär*innen der Regierungspartei festgenommen worden sein. Zehntausende haben seit Monaten gegen den Präsidenten demonstriert. Auch in Algerien wurde nun nach wochenlangen Protesten der Termin für freie Wahlen auf den 4. Juli festgelegt. Darüber berichten unter anderem Tagesschau.de, das ZDF, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeit Online und die Deutsche Welle. Am Dienstag sei nach dem Rücktritt von Präsident Abd al-Aziz Bouteflika der Nationalratschef Abdelkader Bensalah als Übergangspräsident eingesetzt worden. Infolgedessen seien abermals tausende Algerier*innen auf die Straße gegangen, da sie Bensalah als Repräsentant des Regimes sehen, das sie stürzen wollen. Bensalah habe nun freie Wahlen für Anfang Juli angekündigt, bei welchen er nicht als Präsident kandidieren dürfe und zu denen auch zehn neue Parteien zugelassen werden. Algeriens Armee habe zudem angekündigt, den Wahlprozess zu überwachen und den Forderungen der Menschen nachkommen zu wollen. Es sprach sich dafür aus, dass sich Mitglieder der noch amtierenden Führung für Vergehen wie Korruption verantworten sollen.

 

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10. April 2019

10. April 2019 - 14:36

1. Menschenrechte: Unternehmen in der Pflicht?
Mehrere Medien, unter anderem Deutschlandfunk, die Deutsche Welle, die Augsburger Allgemeine Zeitung und die Rheinische Post, thematisieren heute die Debatte um das umstrittene Wertschöpfungskettengesetz. Union und SPD haben im Koalitionsvertrag vereinbart, deutsche Unternehmen notfalls gesetzlich in die Pflicht nehmen zu wollen, Menschenrechte und ökologische Standards bei Auslandsgeschäften einzuhalten. Ein Kritiker dieses Vorhabens sei der Chef der Arbeitgeberverbände, Ingo Kramer. Ihm zufolge sei ein solches Gesetz „Unsinn“, da deutsche Unternehmen für etwas haften sollen, was sie im Ausland nicht beeinflussen können. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wies diese Kritik zurück. Er betonte, dass Menschenrechtsverletzungen bei der Erzeugung von Produkten für den deutschen Markt nicht akzeptabel seien. Rückendeckung bekomme Müller nicht nur von den SPD-Ministern Hubertus Heil und Heiko Maas sowie verschiedenen Entwicklungsorganisationen, sondern nun auch von Vertreter*innen der Industrie: So sprechen sich zum Beispiel die Firmen Kik, Tchibo und Daimler für eine gesetzliche Verpflichtung aus. Müller wolle nun 2000 deutsche Firmen dazu befragen und anhand der Ergebnisse entscheiden, ob das Gesetz notwendig sei.

2. Rücküberweisungen wichtig für Entwicklungsländer
Die Deutsche Welle, Deutschlandfunk und die Augsburger Allgemeine melden, dass Rücküberweisungen die wichtigste Devisenquelle für Entwicklungs- und Schwellenländer sind. Wie die Weltbank mitteilte, seien 2018 durch die im Ausland arbeitende Bevölkerung mehr als 470 Milliarden Euro in die Herkunftsländer zurückgeflossen. Das sei zehn Prozent mehr als noch im Vorjahr und das Dreifache der Mittel für Entwicklungszusammenarbeit. Zum ersten Mal sei in diesem Jahr die Summe der Rücküberweisungen höher als die der Auslandsdirektinvestitionen – wenn man China nicht berücksichtige.

3. Sambia: Unmut gegen China
In zwei Artikeln thematisiert die Deutsche Welle die chinesische Präsenz in Sambia. China sei der wichtigste Geschäftspartner und größte Gläubiger des afrikanischen Landes. Chinesische Investitionen in Sambia seien in den letzten Jahren um das Zehnfache gestiegen. Nun wachse allerdings der Widerstand vonseiten der sambischen Bevölkerung. Da milliardenschwere Großprojekte von der sambischen Regierung meist an chinesische Staatskonzerne vergeben werden, kommen auch immer mehr Chines*innen nach Sambia. Viele Sambier*innen lehnen Chinas Engagement mittlerweile komplett ab. Sie stellen sowohl die Sinnhaftigkeit als auch die Qualität und Nachhaltigkeit der chinesischen Projekte in Frage. Die antichinesische Stimmung werde zudem von polarisierenden Medienberichten weiter angefacht.

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09. April 2019

9. April 2019 - 15:31

1. Deutsches Engagement in Afrika
Johannes Leithäuser schreibt heute in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass das deutsche militärische, humanitäre und entwicklungspolitische Engagement in Afrika mit dem deutschen und europäischen Sicherheitsgefühl zusammenhängt. Der Fokus der sicherheitspolitischen Bedenken habe sich jedoch in den letzten Jahren verändert: Während vor einigen Jahren der islamistische Terror den Diskurs bestimmt habe, seien es nun die Folgen der Migration aus Afrika. Dies sei auch an den neuen „afrikapolitischen Leitlinien“ zu erkennen. Auch Paul Starzmann thematisiert im Tagesspiegel die deutsche Afrikapolitik sowie das Verhalten des Afrikabeauftragten der Bundesregierung, Günter Nooke. Die von der Bundesregierung betonte „Partnerschaft mit Afrika“ auf Augenhöhe bedeute auch, sich vom kolonialen Blick auf den Kontinent endgültig zu verabschieden. Es sei problematisch, dass ausgerechnet der Afrikabeauftragte der Bundesregierungen sich zu Äußerungen hinreißen lasse, die diesem Ansatz zuwiderlaufen. Neben Rassismus und mangelndem Fachwissen wird Nooke vom Fachverband Afrikanistik der Einschüchterungsversuch einer Wissenschaftlerin vorgeworfen. Raija Kramer habe in einem offenen Brief die Entlassung Nookes gefordert. Daraufhin habe Nooke ein Gutachten erstellen lassen, das der Afrikanistin wissenschaftliches Fehlverhalten vorgeworfen und dessen Anzeige bei ihrem Vorgesetzen empfohlen habe.

2. Mosambik: Krankheiten auf dem Vormarsch
In der aktuellen Ausgabe der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung berichtet Sonja Kastilan von den verheerenden Folgen des Zyklons „Idai“ in Mosambik. Wie befürchtet, sei es zu einem Ausbruch von Cholera gekommen. Mithilfe der Impfallianz „Global Alliance for Vaccines and Immunisation“ (Gavi), welche unter anderem für solche Notsituationen Impfstoffe bereithalte, seien 885.000 Impfdosen nach Mosambik verschickt worden. Trotz der großen Impfkampagne seien bereits 1700 Menschen an der gefährlichen Durchfallerkrankung erkrankt. Allerdings bestehe durch die Impfungen die Hoffnung, die Epidemie eindämmen zu können. Dazu benötige es jedoch den Zugang zu sauberem Wasser, bessere Sanitäranlagen und eine umfassendere Hygiene. Pieluigi Testa von Ärzte ohne Grenzen betonte, dass die Zerstörung der medizinischen Einrichtungen auch andere Gesundheitsprobleme mit sich bringe. Viele Menschen in Mosambik seien an HIV und Tuberkulose erkrankt. Es sei wichtig, dass die Behandlung der Betroffenen bald weitergeführt werde. Durch die Überschwemmungen sei zudem die Gefahr von Malaria und Dengue-Fieber erhöht.

3. Eskalation in Libyen
Wie unter anderem Tagesschau.de, Sueddeutsche.de, die Tageszeitung (taz) und n-tv.de berichten, spitzt sich die Lage in Libyen weiter zu. Khalifa Haftar, ein früherer Vertrauter Gaddafis, stehe trotz aller Mahnungen der USA, der EU und der G7-Staaten mit seiner libysch-arabischen Nationalarmee (LNA) kurz vor der Hauptstadt Tripolis. Die international anerkannte Übergangsregierung Libyens habe wenig Rückhalt im Land. Der Osten Libyens werde von Haftars Gegenregierung beherrscht – mit Unterstützung konservativer arabischer Staaten sowie Russlands. Durch den Vormarsch Haftars werden nun heftige Kämpfe erwartet. Bisher seien laut Angaben der Vereinten Nationen rund 3400 Menschen vor den Kampfhandlungen geflohen. Mindestens 51 Menschen seien bereits getötet worden. Bei einem Treffen der G7-Außenminister*innen im französischen Dinard zeigten sich auch die Vertreter*innen der führenden Industrienationen über die Entwicklung besorgt, wie unter anderem Zeit Online, die Tageszeitung (taz), das ZDF, das Handelsblatt und Focus Online bereits am Wochenende meldeten. Bei dem Treffen haben sich die Minister*innen unter anderem darauf verständigt, dass Frauen in Konflikt- und Krisengebieten zukünftig besser geschützt werden sollen.

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08. April 2019

8. April 2019 - 15:21

1. Ruanda: 25 Jahre nach dem Genozid
Wie unter anderem Tagesschau.de, FAZ.net, der Spiegel, Spiegel Online, der Tagesspiegel, die Tageszeitung (taz) und Sueddeutsche.de berichten, wurde gestern bei einer Gedenkfeier an die Opfer des Völkermords 1994 in Ruanda gedacht. Dem Genozid vor 25 Jahren, bei dem die Hutu-Mehrheit Angehörige der Tutsi-Minderheit sowie gemäßigte Hutu ermordet habe, seien mindestens 800.000 Menschen zum Opfer gefallen. Da das Morden rund 100 Tage gedauert habe, habe die gestrige Zeremonie in der Hauptstadt Kigali nun eine hunderttägige Staatstrauer eingeleitet. Präsident Paul Kagame, der damals dazu beigetragen hatte, den Völkermord zu beenden, betonte in seiner Rede in Kigali, dass sich die Geschichte nicht wiederholen werde. Kagame sei bei der Bevölkerung sehr beliebt. Jedoch seien laut Human Rights Watch Meinungsfreiheit, Oppositionsarbeit und Zivilgesellschaft in Ruanda stark eingeschränkt. Hochrangige Politiker*innen wie EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und der ehemalige deutsche Bundespräsident Horst Köhler haben der gestrigen Gedenkveranstaltung beigewohnt. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sei nicht persönlich gekommen, habe jedoch angekündigt, dem Völkermord in Ruanda einen eigenen französischen Gedenktag widmen zu wollen. Frankreich werde immer wieder vorgeworfen, sich durch die Unterstützung der damaligen ruandischen Regierung an dem Völkermord mitschuldig gemacht zu haben.

2. Proteste im Sudan
Wie unter anderem Spiegel Online, Deutschlandfunk, das ZDF und die Deutsche Welle melden, dauern die Proteste gegen den Präsidenten Umar al-Baschir im Sudan weiter an. Am Wochenende haben die seit Dezember andauernden Protestaktionen gegen die Regierung und ihre Wirtschaftspolitik ihren Höhepunkt erreicht. Tausende protestieren auf dem Gelände vor dem Hauptquartier der sudanesischen Armee, auf dem sich auch die Residenz des Präsidenten und das Verteidigungsministerium befinden. Sie wollen das Gelände erst verlassen, wenn al-Baschir zurücktrete. Zudem fordern die Demonstrierenden das Militär dazu auf, sich mit ihnen zu solidarisieren. Das Militär habe bislang noch nicht eingegriffen, wohingegen die Polizei seit Anbeginn der Proteste immer wieder gegen die Demonstrierenden vorgegangen sei. Amtlichen Angaben zufolge seien dabei seit Dezember 30 Menschen zu Tode gekommen. Human Rights Watch spricht sogar von 51 Todesopfern.

3. Geldverschwendung im BMZ?
Wie Thorsten Jungholt in der Welt schreibt, wird Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) vorgeworfen, Steuergelder zu verschwenden. Bei der Kabinettsvorlage zum kommenden Bundeshaushalt habe Müllers wie im vergangenen Jahr Protest eingelegt, da der vorgesehene Etat für das Entwicklungsministerium in den nächsten Jahren zu gering sei. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) habe darauf entgegnet, Müller müsse – wie alle Ressorts – zukünftig „eben vorsichtig planen“. Auch andere Fachleute mahnen eine effiziente Verwendung der Entwicklungsgelder an. Beispielsweise habe der ehemalige Bundespräsident und Afrikakenner Horst Köhler bereits vor zwei Jahren gesagt, mehr Geld könne die notwendige Priorisierung von Projekten verhindern. Einem Positionspapier der FDP zufolge müssen die Mittel dort eingesetzt werden, wo konkreter Bedarf bestehe und nachhaltig Wirkung erzielt werden könne. Bisher gebe es „das Risiko der Verschwendung von Steuergeldern“, so die FDP. Die Partei fordere deswegen eine klare Verteilung der Kompetenzen, eine Vernetzung von Außen-, Verteidigungs- und Entwicklungspolitik sowie eine unabhängige Evaluierung der Maßnahmen.

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05. April 2019

5. April 2019 - 10:43

1. Entwicklungspolitik: Berlin setzt falsche Schwerpunkte
Laut Süddeutscher Zeitung, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, der Frankfurter Rundschau, Focus Online, dem Deutschlandfunk und der Deutschen Welle  setzt die Bundesregierung die falschen Schwerpunkte in ihrer Afrikapolitik. Dies gehe aus dem Bericht ‚Kompass 2019‘ hervor, den die Entwicklungsorganisationen Terre des Hommes und Welthungerhilfe gestern veröffentlicht haben. Es werde zu sehr auf Migration bzw. Herkunfts- und Transitländer geschaut und zu wenig auf die Länder, die Hilfe am meisten benötigen – auch, wenn es hier „Schnittmengen“ gebe. Im Vordergrund deutscher Entwicklungspolitik sollten Hunger- und Armutsbekämpfung stehen, so die Entwicklungsorganisationen. Von den 47 am stärksten von Armut betroffenen Ländern liegen 33 in Afrika. Trotzdem befinde sich kein einziges afrikanisches Land in der Liste der zehn größten Empfänger deutscher Entwicklungsmittel. Kritisiert werde auch die Zielkonflikte verschiedener afrikapolitischer Initiativen der Bundesregierung. Während der „Marshallplan mit Afrika“ aus dem Entwicklungsministerium Demokratie und Menschenrechte in den Fokus rücke, arbeite das Finanzministerium im Rahmen der deutschen G20-Initiative „Compacts with Africa“ mit autoritären Staaten zusammen. Die Entwicklungsorganisationen fordern zudem, dass Deutschland verstärkt die sogenannte Agenda 2063 – eine Entwicklungsagenda, die sich die Afrikanische Union selbst als Ziel gesetzt hat – in ihrer Entwicklungspolitik berücksichtige.

 2. „Amazon Afrikas“ geht an New Yorker Börse
Der afrikanische Online-Händler Jumia wird voraussichtlich diesen Monat in New York an die Börse gehen, wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet. Der Marktwert des Unternehmens werde auf 1,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Online-Geschäft in Afrika berge enormes Wachstumspotential. Alleine in Nigeria habe sich die Zahl der Internetnutzer innerhalb der letzten drei Jahre verdoppelt. Bisher betrage der Online-Anteil des Handels in Afrika lediglich ein Prozent – der globale Durchschnitt liege bei 12 Prozent. Das sieben Jahre alte Unternehmen betreibe sein Geschäft mittlerweile in 14 afrikanischen Ländern und werde oft als „Amazon Afrikas“ bezeichnet. Trotz seines stark steigenden Umsatzes sei das Handelshaus bisher noch nicht profitabel. Herausforderungen sei eine schwache innerafrikanische Infrastruktur, Zölle und sehr hohe Transportkosten.

3. Gewalt in Burkina Faso
Wie unter anderem Zeit Online berichtet, sind in Burkina Faso in den vergangenen Tagen 62 Menschen getötet worden. Nach Regierungsangaben gehe die Hälfte auf das Konto von „Terroristen“, wohingegen die andere Hälfte Opfer von ethnischen Konflikten seien. Präsident Roch Marc Christian Kaboré habe die Gewalt verurteilt und zu Frieden aufgerufen. Teilregionen Burkina Fasos seien Rückzugsorte für islamistische Milizen. Erst im vergangenen Monat habe Außenminister Heiko Maas das Land besucht, in dem etwa 1000 Bundeswehrsoldat*innen im Rahmen einer UN-Mission stationiert seien.

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04. April 2019

4. April 2019 - 9:59

1. 122 Länder in der Schuldenfalle
Immer mehr Entwicklungs- und Schwellenländer sind von einer Schuldenkrise bedroht, wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Stuttgarter Zeitung, die Saarbrücker Zeitung und Focus Online berichten. Dies gehe aus dem gemeinsamen ‚Schuldenreport 2019‘ des katholischen Hilfswerks Misereor und der Entschuldungsinitiative Erlassjahr.de hervor. Von 154 untersuchten Ländern seien 122 „kritisch verschuldet“. Afrikanische Länder seien besonders betroffen. Einer der weltweit größten Kreditgeber sei China, das afrikanischen Ländern in der Vergangenheit allerdings bereits „im großen Stil“ Schulden erlassen habe. Gründe für die Überschuldung seien politisches Versagen oder die derzeit niedrigen Zinse für Kredite, die für den Infrastrukturausbau genutzt werden. Auch Umweltkatastrophen wie die Sturmflut in Mosambik bringen Entwicklungsländer an den Rand der Zahlungsunfähigkeit. Die beiden Organisationen fordern ein geordnetes Insolvenzverfahren für überschuldete Staaten sowie ein öffentlich einsehbares internationales Schuldenregister, dass alle staatlichen Schulden offenlege.

2. Bundeswehr bleibt in Mali und Somalia
Wie unter anderem Zeit Online und n-tv.de melden, will die Bundesregierung die Bundeswehreinsätze in Mali und vor der Küste Somalias verlängern. An den dortigen UN- und EU Missionen seien derzeit über 1000 Soldat*innen beteiligt. Während die Zahl der Streitkräfte in Mali unverändert bleiben solle, werde die auf See eingesetzte Truppe um ein Drittel reduziert. Der Bundestag müsse der Kabinettsentscheidung noch zustimmen.

3. Oettinger will mehr Geld für die EU
Wie die Wolfsburger Nachrichten meldet, fordert der deutsche EU-Kommissar Günther Oettinger von der Bundesregierung mehr Einsatz für die Entwicklungspolitik. Bei einer Veranstaltung zur Europawahl in Goslar habe er Berlin vorgeworfen, „kleinkariert“ zu handeln und ihren Blick zu sehr auf die Innenpolitik zu richten. Die EU erhalte zu wenig finanzielle Unterstützung bei wachsenden Herausforderungen wie die Entwicklungszusammenarbeit, Katastrophenschutz zur Bekämpfung von ‚Fluchtursachen‘. Auf internationaler Ebene sei die EU der größte Geber von Entwicklungsmitteln.

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African Book Festival – Diese sieben Bücher solltest du gelesen haben

3. April 2019 - 18:03

Ab 4. April ist es wieder so weit. Das Kino Bablyon am Rosa-Luxemburg Platz in Berlin öffnet die Tore für das African Book Festival. Die Initiative setzt sich für mehr Vielfalt in der Berliner und deutschen Kultur- und Literaturszene ein. Mit dem Motto „jenseits der Migration“ möchte das Literaturfestival ein Bild von Afrika der Chancen vermitteln. Gerade weil der Kontinent medial so oft mit Migration in Verbindung gebracht wird, will die Literatur dieses Bild hinterfragen und neue Akzente setzen.

Wir finden, dass Literatur aus Afrika nicht nur super wichtig, sondern auch unglaublich gut ist. Deshalb haben wir in unserem Büro nach den Lieblingswerken gefragt. Herausgekommen ist dieser bunte Mix, viel Spaß beim Lesen.

Lust zum Lesen, aber unkreativ bei der Buchsuche? Hier ist sicher etwas für dich dabei! Foto: Christin Hume

1. Taiye Selasi: Diese Dinge geschehen nicht einfach so

Eine sechsköpfige Familie. Wurzeln in Afrika, verstreut über Kontinente. Doch plötzlich stirbt der Vater in Afrika. Die Reise zu der eigenen Geschichte wird dabei auch der Weg zum verloren geglaubten Glück – dem Zusammenhalt der Familie. Ein internationaler Familienroman, in dem die persönliche Suche nach Afrika auch die der Leser*in wird.

2. Chimimanda Adichie: Die Hälfte der Sonne

Drei Menschen, die kaum unterschiedlicher sein könnten. Drei Wege, die sich während der Staatsgründung kreuzen. Ein ungebildeter Junge, der bei einem linksintellektuellen Universitätsdozenten unterkommt. Die Geliebte des Professors, die aus einer wohlhabenden, aber korrupten Familie kommt. Die die Verwicklungen ihrer Zwillingsschwester in Macht und Politik ablehnt. Ein englischer Schriftsteller, der im Osten Nigerias Inspiration sucht und sich in die Zwillingsschwester verliebt. Ein Roman, der nicht nur die Hoffnung des nationalen Unabhängigkeitsprojekts in Worte fasst, sondern auch den Blick in die Abgründe des nachfolgenden Bürgerkriegs nicht scheut.

“Lesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit.” Astrid Lindgren. Foto: Sharon McCutcheon

3. Trevor Noah: Farbenblind

Farbenblind ist nicht eine Geschichte. Es sind achtzehn Geschichten. Genauer gesagt, ist es achtzehn Mal die Geschichte von Trevor Noah. Von seinem Aufwachsen im südafrikanische Apartheidsregime als Sohn einer Xhosa und eines Schweizers. Es ist die Geschichte des systematischen Rassismus, aber auch die der „farbenblinden“ Auflehnung dagegen. Achtzehnmal erzählt er ebenso feinsinnig wie komisch von dem Aufwachsen in der Apartheid. Selbstironisch, spannend und ehrlich fasst er die Tragik und Komik des Landes in Worte.

4. Petina Gappah: Farben des Nachtfalters

Memory, wächst als Albino in einem Township Simbabwes auf. Als sie mit neun Jahren von ihren Eltern an einen weißen Großgrundbesitzer verkauft wird, bedeutet deren erstaunlich gutes Verhältnis für sie auch eine privilegierte internationale Ausbildung. Sein Tod aber führt zum Vorwurf des Mordes, sie landet in der Todeszelle.
Wenige Romane schaffen es, die Komplexität und die Widersprüche einer durch den Kolonialismus geprägten Gesellschaft in Worte zu fassen. Verstrickungen und Hoffnungen, von traditionellen Glauben an Heilern und Geistern, von Aufstiegsträumen, Homophobie, Ängsten, Glück und der Frage: Kann man den Erinnerungen trauen?

Auch mit dabei: Olumide Popoola, Tsitsi Dangarembga, Ellah Wakatama Allfrey, Flora Veit-Wild; Foto: African Book Festival

5. Ayesha Harruna Attah: Die Frauen von Salaga

Im vorkolonialen Ghana vereinen sich die Schicksale zweier Frauen. Aminah wird von der Familie entrissen und als Sklavin verkauft – an Wurche. Diese ist privilegiert, doch wurde gegen ihren Willen verheiratet. Beide wollen die Grenzen ihrer Gesellschaft überwinden und dennoch trennt sie der Klassenunterschied. Inmitten von Neid, Ablehnung und Anziehung verlieben sich beide in denselben Mann. Ein Roman, der nicht nur sprachlich das Geschriebene fassbar macht. Die historische Recherche verwurzelt die Erzählung so nah in der Geschichte, dass sie wirklich passiert sein könnte.

6. Sefi Atta: Nur ein Teil von dir

Sie ist erfolgreich. Mit 39 arbeitet die Nigerianerin Deola als Wirtschaftsprüferin internationaler Hilfsorganisationen. Doch die alltägliche Ignoranz ihrer Mitmenschen gegenüber den Realitäten des afrikanischen Kontinents lässt sie nicht kalt. Eine berufliche Reise nach Nigeria lässt persönliche und berufliche Realitäten aufeinanderprallen. Erwartungen weiblicher Rollenbilder und eigene Ambitionen, die Frage der Identität und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Nachdem ein One-Night-Stand die Befürchtung von Schwangerschaft und HIV auslöst, ist es Zeit für Entscheidungen. Ein erfrischend kritischer Blick der Autorin, der auch Themen wie Rassismus nicht scheut.

“Lesen ist denken mit fremdem Gehirn” – Jorge Luis Borges. Foto: Aaron Burden

7. Yejide Kilanko: Der Weg der Töchter

Morayos Kindheit in der nigerianischen Millionenstadt Ibadan war geprägt von einer modernen Familie, bei der neben harter Arbeit auch das gemeinsame kochen und feiern nicht zu kurz kommt. Doch im behüteten Zuhause herrscht auch eine Fülle an Tabus. Eines Tages wird der Cousin im Haus aufgenommen und bedrängt Morayo nachts. Ihre Familie lässt sie jedoch im Stich. Zwischen Schweigen und Schuldvorwürfen, flüchtet sie in ihrer Suche nach Trost zu ihrer Tante. Diese erlebte ähnliches und findet die innere Stärke in ihrer Nichte. Eine sehr persönliche und fassbare Sprache macht das schwierige und zugleich wichtige Thema sehr zugänglich.

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03. April 2019

3. April 2019 - 10:43

1. 113 Millionen Menschen hungern
Viele Medien, darunter das ZDF, Zeit Online, n-tv.de, die Welt, die Frankfurter Rundschau, die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Deutsche Welle, melden, dass derzeit 113 Millionen Menschen an Hunger leiden. Dies gehe aus dem aktuellen Bericht der Welternährungsorganisation (FAO) hervor. Mit 73 Millionen Menschen sei Afrika „überproportional häufig“ betroffen. Die Hauptgründe für die Lebensmittelknappheit seien bewaffnete Konflikte sowie politische Instabilität. Zwei Drittel der Betroffenen leben in Konfliktgebieten. Auch Klimaveränderungen und Naturkatastrophen haben großen Einfluss auf den weltweiten Hunger –auch hier sei Afrika besonders betroffen. Eine weitere Ursache seien wirtschaftliche Probleme. Insbesondere Länder, die viele Geflüchtete aufgenommen haben, stehen vor großen Herausforderungen bei der Lebensmittelversorgung. Insgesamt habe sich die Zahl derer, die an Hunger leiden, im Vergleich zu 2017 um 11 Millionen verringert, wobei die hohe Zahl unterernährter Kinder weiterhin „besorgniserregend“ sei.

2. Südafrika hinter seinen Möglichkeiten
Die Rheinische Post thematisiert die politische Situation in Südafrika. Der ehemalige südafrikanische Präsident Frederik Willem de Klerk habe im Rahmen einer Veranstaltung der von ihm gegründeten Stiftung in Kapstadt ein düsteres Bild von Südafrika gezeichnet. Demnach habe sich die Ungleichheit seit dem Ende der Apartheid 1994 sogar verstärkt. De Klerk habe insbesondere das Bildungssystem kritisiert, das im weltweiten OECD-Vergleich auf Platz 75 von 76 rangiere. Der seit 25 Jahren regierende Afrikanische Nationalkongress (ANC) hemme den Wettbewerb und mindere Leistungsanreize. Die von dem ANC eingeführten „Rassenquoten“ verstärkten diesen Effekt, so de Klerk. Moeletsi Mbeki, Unternehmensberater und Bruder des ehemaligen südafrikanischen Präsidenten Thabo Mbeki, mahnte an, dass der ANC derzeit eine „kleine Kaste unproduktiver, aber sehr reicher schwarzer ‚Kumpel-Kapitalisten‘“ kreiere. Er habe wenig Hoffnung, dass der derzeitige Amtsinhaber Cyril Ramaphosa daran etwas ändern werde. Südafrika benötige jemanden an der Spitze, der eine Vision habe und „Aufbruchsstimmung“ verbreite, so de Klerk.

3. Westafrika: Folgenreicher Phosphatabbau
Christian Jakob setzt sich in der Tageszeitung (taz) mit den Folgen des Phosphatabbaus in Westafrika auseinander. Leidtragende dieser wirtschaftlich ertragreichen Förderungen seien Menschen und die Umwelt. In einem Phosphatunternehmen in Togo werden Reinigungsreste dem Meer zugeführt. Zudem erhielten die Arbeiter*innen in den Fabriken sehr wenig Gehalt und kaum Arbeitsschutz. Der Phosphatstaub führe zu gesundheitlichen Belastungen der Belegschaft. Ein UN-Bericht habe zudem eine starke Belastung der Küsten Benins und Nigerias festgestellt. Bei den zuständigen Behörden stoßen Anfragen für eine verstärkte Aufsicht und eine Beteiligung an Sanierungen der Abbauanlagen bisher auf taube Ohren.

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02. April 2019

2. April 2019 - 9:57

1. Berlin und Paris leiten UN-Sicherheitsrat
Deutschland hat zusammen mit Frankreich den einmonatigen Vorsitz des UN-Sicherheitsrates übernommen, wie unter anderem tagesschau.de, Spiegel Online, Zeit Online, Focus Online und n-tv.de berichten. Erstmals in der Geschichte des UN-Gremiums teilen sich zwei Länder einen Vorsitz. Aufgrund einer erneuten Panne der deutschen Flugbereitschaft sei Außenminister Heiko Maas mit leichter Verspätung zur Sitzung des Weltsicherheitsrates dazugestoßen. In erster Linie sei dort das Thema Schutz für humanitäre Helfer*innen behandelt worden. Im Zuge seiner zweijährigen Mitgliedschaft in dem Gremium wolle die Bundesregierung sich insbesondere für Abrüstung, den Schutz von Frauen in Konfliktregionen sowie den Klimaschutz stark machen. Wegen der unterschiedlichen Standpunkte der US-Administration oder Russlands stehen Beobachter*innen substantiellen Fortschritten in diesen Bereichen skeptisch gegenüber. Die ständigen Mitglieder China, Russland und auch die USA messen dem Gremium wenig Relevanz bei, da beschlossene Resolutionen kaum beachtet werden und neue für Kampfhandlungen wie in Syrien blockiert werden. Trotz des gemeinsamen Vorsitzes lehne Frankreich zudem die Idee eines gemeinsamen ständigen europäischen Sitzes anstelle des französischen ab.

2. ‚Äthiopiens Obama‘: Bilanz nach einem Jahr
Tagesschau.de, Focus Online und die Deutsche Welle (DW) ziehen Bilanz zur heute einjährigen Amtszeit des äthiopischen Präsidenten Abiy Ahmed Ali. Im „Eiltempo“ habe er Reformen durchgeführt und das Land liberalisiert. Er habe Frieden mit dem Nachbarland Eritrea geschlossen, offene politische Debatten zugelassen, politische Gefangene entlassen, die Korruption im Land bekämpft, die Hälfte seines Kabinetts weiblich besetzt und eine Oppositionelle zur Vorsitzenden der Wahlkommission gemacht. Auch einen Anschlag und einen Putschversuch habe er überstanden. Trotz einem Wirtschaftswachstum von acht Prozent seien noch viele junge Menschen ohne Beruf. Auch stehe das Land mit über 80 Volksgruppen vor der Herausforderung, ethnische Spannungen aufzulösen.

3. Positiver Trend bei Investitionen in Afrika
In der Frankfurter Allgemeinen Zeitung interviewt Benjamin Kleemann-von Gersum Christoph Kannengießer, den Hauptgeschäftsführer des Afrikavereins der deutschen Wirtschaft. Kannengießer zufolge seien deutsche Unternehmen bisher zögerlich gewesen in Afrika zu investieren, da in erster Linie noch immer die Risiken gesehen werden. Auch die Wahrnehmung der Vielseitigkeit des Kontinents sei noch ausbaufähig. Der Entwicklungsinvestitionsfonds der Bundesregierung sei begrüßenswert, da er insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der Finanzierung von Afrika-Projekten unterstütze. Positiv sei auch die steigende Zahl an Exportgarantien des Bundes für Lieferungen nach Afrika. Es zeichne sich ein Trend ab, dass deutsche Firmen verstärkt in Subsahara-Afrika investieren.  Die deutsche G20-Initiative ‚Compacts with Africa‘ schaffe zwar ein positiveres Investitionsklima, allerdings sei sie bisher auf Senegal, die Elfenbeinküste, Ghana, Äthiopien und Ruanda beschränkt.

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01. April 2019

1. April 2019 - 9:44

1. Cholera-Gefahr in Mosambik
Wie unter anderem das ZDF bereits am Samstag meldete, hat sich die Zahl der Cholera-Fälle in Mosambik auf knapp 300 Menschen verdoppelt. Das Land sei zuvor von dem Zyklon ‚Idai‘ heimgesucht worden, der zur einer Verunreinigung des Grundwassers geführt habe. Die Weltgesundheitsorganisation, die auch vor dem Ausbruch von Malaria und Typhus warne, habe bereits 900.000 Cholera-Impfdosen in das südostafrikanische Land geliefert. Werde die Krankheit nicht behandelt, könne sie tödlich enden. Insgesamt seien in Folge des Wirbelsturms bereits über 500 Menschen gestorben. Viele seien noch immer als vermisst gemeldet. In einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau spricht sich Sven Harmeling, Klimaexperte der Hilfsorganisation Care, dafür aus, Entwicklungsländer stärker auf die Folgen des Klimawandels vorzubereiten. Im Pariser Klimaabkommen haben sich die Industrienationen dazu verpflichtet, bis 2020 88 Milliarden Euro hierfür bereitzustellen. Ein Jahr vor Ablauf der Frist seien jedoch kaum 20 Prozent dieser Mittel geflossen.

2. Afrika baut
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung thematisiert die Stadtplanung in Afrika. In Burundi werde der Regierungssitz von der bisherigen Hauptstadt Bujumbura mit 1,2 Millionen Einwohner*innen nach Gitega verlegt werden, der Hauptstadt des ehemaligen Königreichs Burundi, in dem heute rund 30.000 Menschen leben. Bujumbura habe sich in den letzten Jahren zur Hochburg der Opposition entwickelt. Die Sicherheitsbehörden gehen regelmäßig repressiv gegen Demonstrierende vor. Etwa 430.000 Menschen seien bisher ins Ausland geflohen, meist in die Nachbarländer. Die Finanzierung des ‚Umzugsprojekts‘ sei noch unklar – Burundi gehöre zu den Ländern, die weltweit am stärksten von Armut betroffen sind. Südsudan, das laut UN-Entwicklungsindex noch hinter Burundi rangiere, plane ebenfalls eine Verlegung seiner Hauptstadt – von Juba nach Ramciel. Damit folgen sie dem Beispiel afrikanischer Länder wie Tansania, Nigeria oder der Elfenbeinküste, die allesamt ihre Hauptstadt verlegen ließen. Der südafrikanische Ökonom Anton Cartwright bemängele diese Maßnahmen. Statt viel Geld für Prestigeprojekte auszugeben, sollen die Regierungen stärker in die Infrastruktur investieren, so Cartwright. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Städte, die bis 2035 am stärksten wachsen werden, allesamt in Afrika liegen. Nach Angaben der Konrad-Adenauer-Stiftung werde sich die Stadtbevölkerung Afrikas bis 2050 verdreifachen und die Zahl der Großstädte im selben Zeitraum verfünffachen. Dementsprechend erlebe Afrika derzeit einen Bauboom. Die Bauinvestitionen auf dem Kontinent beliefen sich auf rund 100 Milliarden US-Dollar, schätzt Estate Intel, eine Datenplattform für Immobilien. Cartwright kritisiert, dass viele der Bauinvestitionen vor allem den Wohlhabenderen zugutekommen.

3. Kindernothilfe wird 60
Bei einem Festakt in Duisburg hat die Kindernothilfe ihren 60jähriges Bestehen gefeiert, wie die Rheinische Post und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung melden. Unter den Gästen seien auch prominente Persönlichkeiten wie Christina Rau und Auma Obama gewesen. 1959 als Privatinitiative gestartet, sei die Kindernothilfe heute eine „weltweit anerkannte Hilfsorganisation“. Vorstandsvorsitzende Katrin Weidemann habe bei der Veranstaltung hervorgehoben, dass derzeit über zwei Millionen Kinder in 33 Ländern durch knapp 700 Projekte der Kindernothilfe unterstützt werden.

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Diese sieben Karten werden deinen Blick auf Afrika verändern

29. März 2019 - 15:28

Diese Sammlung von Karten stellt die Bevölkerung, das Einkommen, das Wachstum und das Potenzial des afrikanischen Kontinents in einen Kontext, der wohl für einige Überraschungen sorgt.

1. So sind die 7 Milliarden Menschen auf der Welt verteilt

Diese Karte aus der National Geographic veranschaulicht, wo und wie die Erdbevölkerung auf der Welt verteilt ist. Dort wo Wohlstand herrscht, ist auch die Lebenserwartung höher (77 Jahre für Männer, 83 Jahre für Frauen im Vergleich zu 58 und 60 Jahren bei niedrigen Einkommen) und der Zugang zu sanitärer Grundversorgung besser (99 Prozent gegenüber 35 Prozent). Der größte Entwicklungsbedarf liegt in Subsahara-Afrika. Dort leben fast 1 Milliarde Menschen, viele davon mit 995 Dollar oder weniger pro Jahr.

2. Die Welt 2015 – gemessen an ihrem Reichtum

Global Finance hat die Entwicklungsindikatoren der Weltbank visualisiert. Die Karte veranschaulicht die Größe eines Landes relativ zur Höhe seines wirtschaftlichen Wohlstandes vom Jahr 2015. Einmal mehr zeigt sich, wie wichtig faires Wirtschaftswachstum ist.

3. Afrikas wahre Größe

Afrika ist groß. Klar. Aber wie groß? Die von Kai Krause entworfene Infografik legt einige der größten Länder der Welt, und sogar ganz Osteuropa, als Puzzleteile in den Kontinent.

4. Hier leben die 30 Millionen Sklaven der Welt

Um Rajiv Narayan von Upworthy zu zitieren: “Klar, 12 Years a Slave hat einen Oscar gewonnen. Aber eigentlich verdienen wir alle einen Oskar als beste Schauspieler*innen für das Heucheln, es gäbe keine Sklaverei mehr.”

Die Weltkarte der Walk Free Foundation zeigt in unterschiedlichen Rottönen die Verbreitung von moderner Sklaverei. Der Index berücksichtigt bei der Berechnung die Verteilung nach Bevölkerung, die Verheiratung Minderjähriger sowie Menschenhandel in und aus einem Land.

5. Globale Vegetation

Von der NASA herausgegeben, zeigt der Blick vom All auf die Vegetation der Welt deutlich den himmelweiten Unterschied zwischen Nord- und Südafrika. Eine Stärkung der Landwirtschaft ist doppelt so effektiv in der Armutsbekämpfung, wie das Wachstum in anderen Sektoren. Damit birgt die Landwirtschaft riesige Chancen, aber in vegetationsarmen Gebieten auch Risiken, wie die nächste Karte verdeutlicht.

6. Weltwasserrisiko

Wenn wir sagen, dass wir eine globale Wasserkrise haben, meinen wir das ernst! Mit dem Kartierungstool Aqueduct hilft das World Resource Institute Unternehmen, Investoren, Regierungen und der Öffentlichkeit, den globalen Wassermangel und die damit verbundenen Risiken zu verstehen. Erkennst du die Gemeinsamkeiten mit der vorherigen Karte? Während der Großteil von Subsahara-Afrika von fruchtbaren Böden profitieren, sind Nordafrika und Teile des südlichen Afrikas mit einem hoher Wasserknappheit konfrontiert.

7. Energiearmut

Bei Einbruch der Nacht wird die Ungleichheit im Zugang zu Strom sichtbar, zumindest auf den Fotos der NASA. Energiearmut führt zu schlechter Gesundheitsversorgung, eingeschränkter oder fehlender Bildung, mangelnder Sicherheit und blockiert Wirtschaftswachstum.

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Sterne für Europa

29. März 2019 - 15:26

Am 26. Mai stimmen wir über Europas Zukunft ab. Die Europawahlen entscheiden nicht nur, wer in das nächste Europaparlament einzieht, sondern auch, in welche Richtung sich die EU-Politik in den nächsten fünf Jahren bewegt. Auch für die Entwicklungspolitik ist das ein entscheidender Moment: Bleibt die EU ein Global Player in der Entwicklungszusammenarbeit? Schaffen wir es, bis 2030 extreme Armut auf der Welt zu beenden?

Eine „neue“ Partnerschaft mit Afrika?

ONE fordert, zusammen mit Millionen Unterstützerinnen und Unterstützern, ein Umdenken in der EU-Entwicklungszusammenarbeit und eine neue Partnerschaft mit Afrika. Doch wie sollte so eine „neue“ Partnerschaft aussehen? Von welchen Werten sollte sie geprägt sein? Das haben wir unsere Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter gefragt.

Jugendbotschafter*innen in Aktion

Dazu hatten wir bei unserem Kick Off für das ONE-Jugendbotschafter*innen Programm 2019 in Berlin eine kleine Challenge für die neuen Aktivistinnen und Aktivisten vorbereitet. In kleinen Teams sind sie einmal quer durch die Hauptstadt gefahren, um Aufgaben zu lösen und sich in ihrer neuen Rolle als ONE Jugendbotschafter*in auszuprobieren. Natürlich kamen dabei auch Spaß und Teambuilding nicht zu kurz.

Um unsere künftigen Jugendbotschafterinnen und Jugendbotschafter auf die bevorstehende Europawahl einzustimmen, haben wir ihnen einen goldenen Sternluftballon mit auf den Weg gegeben. Damit sollten sie an einen Ort fahren, den sie mit Europa verbinden. Dort angekommen, haben wir sie gefragt: Was ist euch für eine künftige EU-Afrika-Partnerschaft am Wichtigsten?

Diese kreativen Tweets sind dabei herausgekommen:

Augenhöhe

 

Fairness

 

Gleichberechtigung

 

Optimismus & Pragmatismus

 

Die Sterne wurden im Anschluss symbolisch an Vertreterinnen und Vertreter eines europäischen Landes übergeben.

In Kürze startet unsere Kampagne zur Europawahl. Mehr dazu bald auf unseren Social Media-Kanälen.

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29. März 2019

29. März 2019 - 12:28

1. Afrika migriert
Die Welt und die Frankfurter Allgemeine Zeitung thematisieren Migration in Afrika. Für die Studie des Meinungsforschungsinstituts Afrobarometer seien Menschen aus 34 afrikanischen Ländern befragt worden. Laut der Umfrage wollen zwei Drittel der Befragten in kein anderes Land umzuziehen. Für 37 Prozent komme eine Auswanderung prinzipiell in Frage und drei Prozent treffen diesbezüglich bereits Vorbereitungen. Dabei sei „ein anderes Land in der Region“ mit 29 Prozent das am häufigsten genannte Ziel. Mit 27 Prozent sei Europa die zweitbeliebteste Zielregion, wobei hier ein deutlicher regionaler Unterschied bei den Zustimmungsraten bestehe: Während in Nordafrika 47 Prozent der Befragten Europa als bevorzugtes Ziel angaben, seien es in Subsahara-Afrika lediglich 14 Prozent. Der Hauptgrund für die Migration sei die Suche nach Arbeit (44 Prozent). Flucht vor Armut haben lediglich 29 Prozent der Teilnehmer*innen angegeben. Beim Ausreisewunsch gebe es zudem interessanterweise kaum Unterschiede zwischen Afrikaner*innen mit und ohne Armutserfahrung. Dagegen sei der Wunsch zu migrieren bei den Menschen höher, die in einem urbanen Umfeld leben und ein hohes Ausbildungsniveau haben.

2. Afrika im All
Die Deutsche Welle thematisiert heute, dass immer mehr afrikanische Länder Satelliten in den Weltraum schicken. Erst kürzlich habe die ruandische Regierung in Kollaboration mit einer britischen Firma einen Trabanten ins All geschickt. Fünf weitere sollen in absehbarer Zeit folgen. Ziel sei es, der Bevölkerung den allgemeinen Zugang zum Internet zu ermöglichen, frühzeitig Katastrophen vorhersagen zu können und die Entwicklung zu fördern. Äthiopien bekomme mit Chinas Unterstützung 2019 ebenfalls seinen ersten eigenen Satelliten – damit sei es das fünfte Land in Subsahara-Afrika mit eigenem Satellitenprogramm. Grund dafür seien auch die gesunkenen Kosten für derartige Vorhaben. Die Afrikanische Union (AU) plane seit Ende 2017 eine panafrikanische Raumfahrt-Agentur, die in Kairo entstehen soll. Durch sie sollen Ressourcen gebündelt werden. Kritische Stimmen halten die hohen Investitionen in die Raumfahrtindustrie für unangebracht, solange essenzielle Dinge wie Straßen, Schulen oder Krankenhäuser fehlen.

3. Land unter
Wie unter anderem Tagesschau.de, Deutschlandfunk.de, Zeit Online, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, Focus Online und die Rheinische Post berichten, steigt der Meeresspiegel laut aktuellem UN-Klimabericht immer stärker an. Mit 3,7 Millimeter sei der Anstieg 2018 deutlich stärker ausgefallen als in den Jahren zuvor. Der durchschnittliche Anstieg habe 1993 noch 3,15 Millimeter pro Jahr betragen. Dem von der Weltwetterorganisation (WMO) vorgelegten Bericht zufolge seien 2018 zudem 62 Millionen Menschen von Extremwetter betroffen gewesen. Davon seien zwei Millionen Menschen gezwungen gewesen, zu fliehen. Darüber hinaus habe es sich bei den vergangenen vier Jahren um die wärmsten seit Anbeginn der Aufzeichnungen gehandelt. Der Bericht thematisiere außerdem konkrete Folgen, die durch die fortschreitende Erderwärmung und den Anstieg des Meeresspiegels zu erwarten seien. Unter anderem befasse sich der Bericht mit extremen Wetterereignissen, zu denen auch der jüngste Zyklon „Idai“ zähle, der zuletzt zu starken Überschwemmungen in Mosambik, Simbabwe und Malawi geführt habe.

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