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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 21 Stunden 41 Minuten

Drei Aktivist*innen – und ihre Väter

29. Mai 2019 - 15:48

„Mein Vater hat mir das größte Geschenk gegeben, das man jemandem geben kann; er hat an mich geglaubt.“ – Jim Valvano

Es gibt viele wunderbare Menschen, die sich für eine bessere Welt einsetzen. Sei es als Aktivist*innen, als Politiker*innen, als Menschenrechtler*innen oder anderswo. Wer aber jenseits des Vatertags oft außerhalb des Zentrums der Aufmerksamkeit liegt, sind Väter. Neben ihrem weiblichen Pendant gibt es viele Männer, die sich für die Rechte ihrer Kinder einsetzen, an sie glauben und ihnen klar machen: Man kann da draußen ziemlich viel bewirken.

Quelle: Kelly Sikkema auf Unsplash

Wir stellen euch drei Aktivist*innen vor – und erzählen, welche Rolle der Vater für sein*ihr Engagement spielt.

Semhal stärkt das Potential von anderen Frauen

Semhal entschied sich, Architektur zu studieren, um „etwas Schönes und Funktionelles zu schaffen.“ In ihrer Freizeit begann sie mit anderen Frauen Produkte für den Verkauf am Basar zu nähen. Das Projekt lief so gut, dass daraus ein kleines Unternehmen entstand. Dieses gibt Frauen nicht nur einen sinnvollen Job und ein regelmäßiges Einkommen. Fester Bestandteil sind auch faire Arbeitsbedingungen und persönliches Coaching.

Semhal bietet nicht nur Frauen ein geregeltes Einkommen. Sie unterstützt sie auch durch Mentoring und durchbricht durch ihr Engagement alte Rollenbilder.

Dass Semhal als Frau so durchstartet, ist in Äthiopien nicht selbstverständlich. Ihr Vater motivierte sie, gesellschaftliche Hürden zu durchbrechen. „Seitdem ich denken kann, sagte mir mein Vater, dass ich alle Ideen, die ich hatte, verwirklichen könnte. Dass ich keine Grenzen hätte.“, sagte Semhal. „In Äthiopien sind viele Familien männerdominiert und Söhne erhalten mehr Chancen als Töchter. Aber bei meinem Vater war das anders.“

Marcel setzt sich global und lokal für eine bessere Welt ein

„Früher habe ich immer mit meinem Vater den Weltspiegel geguckt und er nahm mich mit auf Demonstrationen. Das hat dazu geführt, dass ich mich noch mehr engagieren und so am liebsten die Welt retten wollte – so meine Vision im Jugendalter.“

Marcel (2. v. r.) mit weiteren Jugendbotschafter*innen im Europäischen Parlament

Als er älter wurde, nahm sein Engagement vielseitige Züge an. Marcel war Teil eines lokalen Ladens, der nur fair gehandelte Produkte verkauft, setzte sich zur Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele ein und war 2017 Jugendbotschafter bei ONE. Neben dem globalen Blickwinkel ist für ihn aber auch die lokale Perspektive wichtig. Egal ob „Nachbar*in, Trainer*in, der Onkel, die Tante, der*die Fußballkamerad*in oder auch der*die Studienkolleg*in – das Thema geht uns alle an!“

Eva kämpft für sauberes Trinkwasser und Bildung ein

„Mein Vater sagt mir oft, er wünsche sich, dass ich ein besseres Leben führen kann als er. Um mir das zu ermöglichen, arbeitet er jeden Tag von früh bis spät, damit ich zur Schule gehen kann.“ Viele Dinge, die für die meisten Leser*innen selbstverständlich scheinen sind es für Eva nicht. Eins davon ist der einfache Zugang zu sauberem Trinkwasser. Der lange Weg zum Fluss kostet sie viele Stunden täglich – Zeit, die sie lieber in der Schule verbringen würde. Damit sich das ändert, hat Eva gemeinsam mit der Dorfgemeinschaft einen offenen Brief an die Regierung geschrieben. In diesem fordern sie die Politiker*innen auf, ihr Versprechen einer Elektrizitäts- und Wasserversorgung einzulösen.

Die Versorgung mit sauberem Wasser kann mit viel Arbeit verbunden sein. Das sich das ändert, ist eines der nachhaltigen Entwicklungsziele.

Evas Geschichte zeigt auch, wie eng einzelne Bereiche der nachhaltigen Entwicklungsziele miteinander verzahnt sind. Denn die beste Bildung bringt nichts, wenn die Kinder ihre Zeit auf dem weg zum Fluss verbringen. Nachhaltige Entwicklung heißt auch Entwicklung in allen Bereichen, von Klima, Geschlechtergerechtigkeit bis zu Infrastruktur

Lust auf noch mehr Geschichten? Die findest du ganz einfach auf unserem Blog.

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29. Mai 2019

29. Mai 2019 - 12:28

1. Mehr Kinder mit Kindheit
Wie unter anderem Tagesschau.de, das ZDF, der Tagesspiegel, Spiegel Online, die Deutsche Welle und die Frankfurter Rundschau berichten, hat sich einem Bericht der Hilfsorganisation Save the Children zufolge die Lage für Kinder weltweit verbessert. Laut dem „Childhood Index“ werde nichtsdestotrotz noch immer jedes vierte Kind, insgesamt 690 Millionen Kinder, „seiner Kindheit beraubt“. Gemeint sind damit Kinder, die von Kinderehen, ungewollten Schwangerschaften, unzureichendem Zugang zu Bildung, Mangelernährung, gesundheitlichen Belastungen und Gewaltdelikten betroffen seien. Allerdings sei die Zahl der Betroffenen im Vergleich zum Beginn dieses Jahrtausends um 280 Millionen gesunken. Insbesondere Frühverheiratung, Kinderarbeit und Hunger seien zurückgegangen. Deutschland liege im internationalen Vergleich auf Platz sechs. Die Länder Niger, Tschad und die Zentralafrikanische Republik haben am schlechtesten abgeschnitten. Obwohl die Lage in Subsahara-Afrika für viele Kinder prekär sei, werden in einigen der ärmsten Länder der Welt die größten Fortschritte verzeichnet. Der einzige negative Faktor, der in den letzten 20 Jahren zugenommen habe, seien die zunehmenden Konflikte und Vertreibungen. Den 420 Millionen Kindern, die in Konfliktzonen leben, gehe es am schlechtesten.

2. Nordafrikanische Regierungen unter Druck
Wie die Tageszeitung (taz) meldet, fordern Demonstrant*innen in Algerien weiterhin, dass die Präsidialwahl verschoben wird. Für die am 4. Juli geplante Wahl seien lediglich zwei vollkommen unbekannte Kandidaten angetreten: der Tierarzt und Unternehmer Abdelhakim Hamadi und der Pharmavertreter und Bauunternehmer Hamid Touahri. Der Verfassungsrat prüfe gerade, ob die beiden alle Voraussetzungen für die Kandidatur erfüllen. Die Opposition arbeite unterdessen an einer gemeinsamen Strategie. Zum zweiten Mal treffen sich dafür über 60 zivilgesellschaftliche Organisationen. Währenddessen sieht sich die ägyptische Regierung mit schweren Vorwürfen konfrontiert, wie unter anderem Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Zeit Online, der Deutschlandfunk, die Deutsche Welle, das Handelsblatt und die Frankfurter Rundschau berichten. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch habe schwere Vorwürfe gegen die ägyptischen Sicherheitskräfte erhoben. Im Rahmen ihres Anti-Terror-Kampfes auf der Sinai-Halbinsel sollen sie schwere Menschenrechtsverletzungen begangen haben. Laut dem Nahostdirektor der Organisation, Michael Page, haben die Sicherheitskräfte „eine totale Geringschätzung für das Leben der Anwohner an den Tag gelegt und ihren Alltag in einen endlosen Albtraum verwandelt“. Human Rights Watch habe zwei Jahre lang Folter, unrechtmäßige Verhaftungen, Verschleppungen und außergerichtliche Hinrichtungen im Norden der Halbinsel dokumentiert. Die ägyptischen Behörden haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

3. Nigeria: Öl gegen Armut?
Die Süddeutsche Zeitung thematisiert den Öl-Raffinerie-Bau im Süden Nigerias. Obwohl Nigeria zu einem der weltweit größten Ölproduzenten gehöre, habe das Land bisher kaum davon profitiert. Dem Land gehe sogar regelmäßig das Benzin aus. Lediglich ein Zehntel der zwei Millionen Barrel, die Nigeria täglich fördere, werde im Land zu Benzin weiterverarbeitet. Deshalb entstehe im Süden des Landes gerade eine der größten Raffinerien der Welt, die zukünftig ein Drittel des geförderten Rohöls weiterverarbeiten und somit den Benzinverbrauch des bevölkerungsreichsten Landes Afrikas decken soll. Die nigerianische Presse und der Internationale Währungsfonds sehen das Projekt als eine große Chance für das Land, in dem weltweit die meisten Menschen in extremer Armut leben. Das Großprojekt werde vom Unternehmer Aliko Dangote finanziert, der als reichster Mann Afrikas gelte. Seinen Reichtum habe er durch die Herstellung von Produkten erwirtschaftet, die zuvor importiert worden seien. Die nigerianische Regierung habe ihn mit protektionistischen Wirtschaftsmaßnahmen dabei unterstützt. Wie bei den anderen Produkten sei es nun auch beim Öl Dangotes Ziel, größere Teile der Wertschöpfungskette in Afrika zu behalten.

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28. Mai 2019

28. Mai 2019 - 13:08

1. Malaria auf dem Vormarsch
Die Süddeutsche Zeitung thematisiert den aktuellen Stand bei der Bekämpfung von Malaria. Algerien, wo die Krankheit ursprünglich entdeckt worden sei, gelte nun nach Mauritius und Marokko als drittes afrikanisches Land ohne Malaria. Weltweit treffe dies noch auf 38 weitere Länder zu. 80 Staaten kämpfen noch immer mit der Tropenkrankheit, die insbesondere bei kleinen Kindern hohes Fieber, Anämien und Krämpfe auslöse. 2017 haben sich weltweit 219 Millionen Menschen mit Malaria infiziert, 435 000 seien daran gestorben. Seit 2015 seien die Krankheitsfälle kaum zurückgegangen, die Todesfälle sogar gestiegen. Fehlende Mittel, nachlassender Enthusiasmus und zunehmende Resistenzen der Menschen gegen Medikamente und der Überträgermücken gegen Insektizide seien Gründe dafür. Alle Hoffnung liege jetzt auf dem neuen Impfstoff RTS,S oder Mosquirix. Dieser Impfstoff, der in den ersten zwei Lebensjahren viermal verabreicht werden müsse, schütze allerdings nur 40 Prozent der geimpften Kinder. Ob er langfristig praktikabel sei, werde gerade in einer Machbarkeitsstudie der WHO untersucht. Im Zuge dieser werden 300 000 Kindern in Malawi, Ghana und Kenia mit dem Wirkstoff geimpft.

2. Südafrika besteuert CO2
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Spiegel Online und die Welt berichten, führt Südafrika ab dem 1. Juni eine CO2-Steuer ein. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa habe das entsprechende Gesetz bereits am Sonntag unterzeichnet. Demnach sollen bis Ende 2022 südafrikanische Unternehmen für jede ausgestoßene Tonne Kohlenstoffdioxid 7,40 Euro zahlen. Nach Abzug möglicher Steuerfreibeträge seien das zwischen 40 Cent und drei Euro pro Tonne. Klimaschützer*innen kritisieren diesen Preis als zu niedrig, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Südafrika sei als zweitgrößte afrikanische Volkswirtschaft auch eines der Länder, die am meisten Emissionen ausstoßen. Im Greenpeace-Ranking der schmutzigsten Länder der Erde belege Südafrika den 14. Platz. Ein Großteil seines Stroms beziehe das Land aus Kohlekraftwerken. Auch in diesen Tagen nehme Südafrika zwei neue riesige Kohlekraftwerke in Betrieb. In Deutschland werde unterdessen auch über eine CO2-Steuer diskutiert. Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) habe gestern die Ressortabstimmung zum Klimaschutzgesetz für Deutschland eingeleitet. Kritik an dem Gesetzeswurf komme insbesondere von der Union.

3. Sudan: Rückendeckung für den Militärrat
Wie die Tageszeitung (taz) heute berichtet, ruhen im Sudan die Verhandlungen über die zukünftige Machtverteilung zwischen Militär und Opposition seit einer Woche. Während die Opposition zu einem zweitägigen Generalstreik ausgerufen habe, bekomme der Militärrat Unterstützung von verschiedenen Seiten. Die zwei wichtigsten Mitglieder des Militärrates seien ins Ausland gereist, um Unterstützung aus dem Ausland zu sichern. Der Vorsitzende, General Abdel Fattah al-Burhan, habe den ägyptischen Präsidenten und derzeitigen Vorsitzenden der Afrikanischen Union, Abdel Fattah al-Sisi, einen Besuch abgestattet. Der Vize-Vorsitzende des Militärrates, Mohamed Hamdan Dagolo, habe sich unterdessen mit dem saudischen Kronprinzen Mohammed bin Salman getroffen. Sowohl Ägypten als auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate seien auf der Seite des sudanesischen Militärs. Darüber hinaus seien sudanesische Islamist*innen, die bisher von den Verhandlungen ausgeschlossen gewesen seien, in den letzten Tagen nach Karthum gekommen und haben ihre Unterstützung für den Militärrat demonstriert. Sie wollen, dass die Scharia als Gesetzesgrundlage bestehen bleibt. Gleichzeitig bekomme die Opposition zwar Rückendeckung von westlichen Regierungen, diese üben allerdings keinen Druck aus. Bei einem Treffen in den USA im April haben sich westliche Länder, die Vereinten Nationen und die Afrikanische Union beispielsweise auf keinen Aktionsplan für den Sudan einigen können.

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27. Mai 2019

27. Mai 2019 - 14:33

1. Afrika startet Freihandelszone
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung heute berichtet, tritt das Afrikanische Freihandelsabkommen diesen Donnerstag in Kraft. Die Demokratische Arabische Republik Sahara, auch bekannt als Westsahara, habe das Abkommen für einen panafrikanischen Freihandelsraum am 29. April als 22. Mitgliedsstaat der Afrikanischen Union (AU) ratifiziert. Damit sei die Mindestanzahl an Ländern erreicht worden, damit das Abkommen wirksam werden könne. 52 afrikanische Staaten haben das Abkommen unterschrieben, 23 bereits ratifiziert. Der afrikanische Freihandelsraum werde 1,2 Milliarden Menschen umfassen und damit doppelt so groß sein wie der der EU. Die gemeinsame Wirtschaftsleistung werde jedoch mit 2,5 Billionen US-Dollar nur etwa ein Siebtel der europäischen Leistung betragen. AU-Handelskommissar Albert Muchanga erhoffe sich durch den Freihandel, dass die Wirtschaft angekurbelt und Arbeitsplätze geschaffen werden. Bislang belaufe sich der innerafrikanische Handel lediglich auf 17 Prozent des Gesamthandels. Die Verhandlungen seien jedoch noch nicht abgeschlossen. Zolltarife und Ursprungsregeln seien beispielsweise noch unklar. Die Tatsache, dass Nigeria sich als größte afrikanische Volkswirtschaft bisher nicht beteiligen wolle, sei noch eine Herausforderung.

2. US-Geldpolitik schadet Entwicklungsländern
Das Handelsblatt thematisiert in seiner heutigen Ausgabe die Abhängigkeit von Entwicklungs- und Schwellenländern von der US-amerikanischen Geldpolitik. Die Zinspolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) habe Auswirkungen auf internationale Rohstoffpreise und Kapitalflüsse und könne somit zum Beispiel zu Kapitalabfluss und Inflation in Schwellenländern führen. Diese finanziellen Abhängigkeiten und Konsequenzen anderer Länder finden bei der Fed jedoch kaum Beachtung. 2016 habe die Notenbank trotz Kritik von Schwellen- und Entwicklungsländern zum Beispiel den Leitzins von beinahe null auf 2,25 Prozent erhöht. Fed-Chef Jerome Powell habe diesbezüglich darauf verwiesen, dass andere Notenbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB), Wachstumsdifferenzen und Rohstoffpreise ebenso wichtige Treiber der Kapitalflüsse in Schwellenländern seien. Daraufhin sei sogar Kritik aus den eigenen Reihen gekommen: Falk Bräuning von Fed Boston und die Havard-Ökonomin Victoria Ivashina haben die relevanten Zusammenhänge untersucht und herausgefunden, dass viele der Bankkredite an den US-Dollar und damit an den US-Leitzins gekoppelt seien. Ihren Untersuchungen zufolge habe die Geldpolitik der Fed – im Gegensatz zu der der EZB – folglich enormen Einfluss auf Entwicklungs- und Schwellenländer.

3. Welthungerhilfe-Präsidentin im Interview
Die Frankfurter Rundschau veröffentlichte gestern ein Interview mit Welthungerhilfe-Präsidentin Marlehn Thieme. Die 69-Jährige sei zudem Vorsitzende des ZDF-Fernsehrates und noch bis Ende dieses Jahres Chefin des Rates für nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung. Thieme zufolge seien die globalen Gerechtigkeits- und Verteilungsprobleme sowie bewaffnete Konflikte Gründe dafür, dass Menschen noch immer Hunger leiden, obwohl genügend Nahrungsmittel produziert werden. Auch der Klimawandel spiele eine zunehmende Rolle. Dennoch halte Thieme es für möglich, den Hunger bis 2030 zu besiegen. Dafür brauche es jedoch neben Ursachenbekämpfung auch den politischen Willen. Für sie liege der Schlüssel zur Hungersbekämpfung in der Entwicklung der ländlichen Räume. Diesbezüglich begrüße sie die Unterstützung der Bundesregierung für die Sonderinitiative „Eine Welt ohne Hunger“. Die anderen auf Afrika bezogenen Initiativen der Bundesregierung wie der Marshallplan mit Afrika oder der Compact mit Afrika, die unter anderem private Investitionen anstoßen sollen, können ebenfalls gute Ergänzungen zur Entwicklungszusammenarbeit sein. Es sei jedoch ein großes Problem, dass die Bundesregierung die Hilfsmittel für die am wenigsten entwickelten Länder zurückgefahren habe. „Wir“ seien es den Armen schuldig, am Ziel festzuhalten, 0,7 Prozent-Ziel der Wirtschaftskraft für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden, so die Welthungerhilfe-Präsidentin. Insbesondere die ärmsten Länder seien für Privatinvestitionen oftmals uninteressant.

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24. Mai 2019

24. Mai 2019 - 11:51

1. Westsahara-Sondergesandter Horst Köhler hört auf
Wie unter anderem Tagesschau.de, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, Spiegel Online, Zeit Online, die Welt, das Handelsblatt und die Deutsche Welle melden, hat Bundespräsident a. D. Horst Köhler sein Amt als UN-Sonderbeauftragter für den Westsahara-Konflikt niedergelegt. Als Grund für seinen Rücktritt habe er gesundheitliche Gründe angegeben. Köhler habe seit August 2017 als Sondergesandter der Vereinten Nationen im Westsahara-Konflikt vermittelt. In dieser Rolle habe er vergangenen Dezember und März die ersten Friedensgespräche nach sechsjähriger Pause geleitet – jedoch ohne nennenswerte Fortschritte. UN-Generalsekretär António Guterres bedauere Köhlers Entschluss und habe sich für seine „unermüdlichen und intensiven Bemühungen“ bedankt. Laut Vereinten Nationen sei seine Nachfolge noch unklar. Im Westsahara-Konflikt beharre die Bevölkerung der Westsahara mit Unterstützung der Befreiungsbewegung Polisario und Algeriens auf ein Referendum über die Unabhängigkeit der Region. Zu diesem Referendum sei es bisher nicht gekommen, da Marokko, welches das rohstoffreiche Gebiet seit 1975 besetzt halte, der Westsahara lediglich Autonomie zugestehen wolle.

2. Repression in Simbabwe
Die Neue Züricher Zeitung berichtet, dass in Simbabwe fünf NGO-Mitarbeiter*innen verhaftet wurden. Sie sollen einen Staatstreich gegen Präsident Emmerson Mnangagwa geplant haben. Ihnen werde vorgeworfen, auf den Malediven an einem Treffen teilgenommen zu haben, mit dem Ziel, die simbabwische Regierung zu stürzen. Die fünf Angeklagten sollen im Zuge dessen dazu ausgebildet worden sein, Terrorakte zu verüben und gewalttätige Demonstrationen zu organisieren. Wenige Stunden vor den Verhaftungen sei der Oppositionspartei MDC-Allianz in der Regierungszeitung „The Herald“ die Kooperation mit Organisationen unterstellt worden, die die öffentliche Ordnung stören wollen. Eine der darin erwähnten Organisationen habe daraufhin geantwortet, die Regierung wolle Vertreter*innen der Zivilgesellschaft und Menschenrechtler*innen kriminalisieren. Die Verhaftungen seien Ausdruck davon, dass Präsident Emmerson Mnangagwa – ein jahrelanger Weggefährte seines Vorgängers Robert Mugabe – dessen repressiven Kurs fortführe und Systemkritiker*innen weiterhin brutal verfolge.

3. Grundgesetz in Afrika
Anlässlich des 70. Geburtstages des Grundgesetzes berichtet die Deutsche Welle, dass das deutsche Grundgesetz in einige Verfassungen Afrikas eingeflossen ist. Laut Verfassungsrechtler Ulrich Karpen seien Menschenwürde, individuelle Freiheit, rechtliche Gleichheit und die Deszentralisierung der Staatsmacht die Aspekte, die dem Grundgesetz seine starke Legitimation verleihen. Auch international gelte es als überaus erfolgreich und habe deshalb Eingang in andere Verfassungen gefunden, so Karpen. Er selbst habe nach Ende des Apartheid-Regimes die südafrikanische verfassungsgebende Versammlung beraten. Laut Karpen haben Deutschland und Südafrika gemeinsam, dass sie mit ihren Verfassungen nach Antworten auf die „vorangegangen historischen Verfehlungen“ gesucht haben. Im Zuge informeller Treffen seien viele Ideen deutscher Expert*innen in die südafrikanische Verfassung eingeflossen, bestätigt auch der südafrikanische Professor James Fowkes. Ulrich Karpen habe anschließend ebenfalls Namibia und Äthiopien verfassungsrechtlich beraten. Auch in Kamerun, Tansania und Malawi sei Deutschland verfassungsrechtlich involviert gewesen.

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Afrikatag – Geburtstag der Afrikanischen Union

23. Mai 2019 - 14:16

„Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme.“ Dieser Ansatz bestimmte die Gründung der Afrikanischen Union. Am 25. Mai wird unter dem Schlagwort Afrikatag der Geburtstag ihrer direkten Vorläuferin – der Organisation für Afrikanische Einheit – gefeiert. Doch was hat es mit der Union und diesem Datum auf sich?

Die Organisation für Afrikanische Einheit

Als am 25. Mai 1963 die Organisation gegründet wurde, befanden sich viele Länder erst seit kurzem in der Unabhängigkeit. Teils waren sie auch noch direkt von den Kolonialmächten besetzt. Die Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) diente als Plattform, in der sich die Länder austauschen und an gemeinsamen Lösungen für die aufkommenden Probleme arbeiten konnten. Trotz pan-afrikanischer Stimmen zur Gründungszeit einigten sich die Staatschefs nur auf eine lose Zusammenarbeit. Das Prinzip der Nicht-Einmischung in innerstaatliche Angelegenheiten führte letztlich dazu, dass die Einhaltung der Menschenrechte in den postkolonialen Diktaturen zwar auf dem Papier existierte, aber praktisch vernachlässigt wurde.

Auch in Regionalkonflikten hatte die OAU lange Zeit eine sehr passive Rolle, sie konnte die Einmischung der Weltmächte des kalten Krieges kaum verhindern. Mit dem Ende des Ost-West Konfliktes vertiefte die OAU in den 90er Jahren die Kooperation in der Konfliktvorbeugung und setzte den Mitgliedsländern dazu Regeln.

Der 17. Gipfel der Afrikanischen Union in Malabo, Äquatorialguinea. Quelle: Botschaft von Äquatorialguinea via flickr

Der Beginn der Afrikanischen Union

So zeichnete sich der Bedarf einer tiefergreifenden Organisation ab. Als Nachfolgerin soll die 2002 gegründete Afrikanische Union (AU) sich besonders für Demokratie und Menschenrechte einsetzen. Hier setzte auch das Prinzip von „afrikanischen Lösungen für afrikanische Probleme“ ein. Mit einem größeren Budget, festen Institutionen und regelmäßigeren Treffen vertiefte sich zunehmend die Kooperation der Staaten. Dazu gehörte auch die Etablierung des pan-afrikanischen Parlaments, des Afrikanischen Gerichtshofes zur Überwachung der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker, sowie eines Friedens- und Sicherheitsrates.

Die Agenda 2063?

2013 wurde die südafrikanische Politikerin und Anti-Apartheitsaktivistin Nkosazana Dlamini-Zuma an die Spitze der AU gewählt. In ihrer Präsidentinnenschaft setzte sie sich vor allem für eine sozioökonomische Verbesserung innerhalb der Union und eine gezielte Stärkung von Frauen ein.

Staatsoberhäupter und ihre Vertreter*innen bei einem Treffen der AU in Addis Ababa, Äthiopien, 2017. Quelle: Katholo Maidai via flick.com

Zentrales Element der Neuausrichtung ist die Agenda 2063. Mit diesem strategischen Plan hat die Afrikanische Union eine eigene Vision formuliert für ein integriertes, wohlhabendes und friedliches Afrika, das von seinen Bürger*innen geführt wird und eine neue Kraft in der globalen Arena darstellt, und wie sie erreicht werden soll. Diese Agenda markiert einen wichtigen Schritt hin zu einer neuen Entwicklungszusammenarbeit, in der die afrikanischen Staaten selbstbewusst ihren eigenen Entwicklungspfad definieren und sich ehrgeizige Ziele setzen, um strukturelle Probleme innerhalb des Kontinents, zum Beispiel im zwischenstaatlichen Handel, gemeinsam anzugehen. Für Entwicklungspartner wie Deutschland muss die Agenda 2063 die Richtschnur ihrer Zusammenarbeit mit afrikanischen Staaten sein, um diesen ehrgeizigen Plan so gut wie möglich zu unterstützen.

Unter anderem soll mit der Agenda das Ziel einer „fest verwurzelten und blühenden Kultur der Menschenrechte, der Demokratie, der Gleichstellung der Geschlechter, der Integration und des Frieden“ erreicht werden. Auch in Sachen Frauenrechte werden detaillierte Ziele, unter anderem in wirtschaftlichen und politischen Rechten, sowie im Zugang zu Vermögenswerten wie Grundstücken, Krediten, Betriebsmittel und Finanzdienstleistungen festgeschrieben. Die Ziele werden in 25 Jahres-, 10 Jahres-, und 5-Jahresschritten geplant und evaluiert.

Die Geschichte der Afrikanischen Union – von der OAU bis zur Agenda 2063 – zeigt vor allem eins: Inmitten politischer Umbrüche und Herausforderungen gibt es zahlreiche große und kleine Initiativen vom Kontinent selbst – ganz nach dem Motto „Afrikanische Lösungen für afrikanische Probleme.“ In diesem Sinne: Happy Birthday Afrikanische Union.

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23. Mai 2019

23. Mai 2019 - 13:10

1. Etappensieg im Kampf gegen Malaria
Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die ÄrzteZeitung melden, hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Algerien und Argentinien als malariafrei anerkannt. Ein Land gelte als malariafrei, wenn mindestens drei Jahre keine Neuinfektionen aufgetreten seien. In Algerien sei dies seit 2013 der Fall, in Argentinien sogar seit 2010. Die WHO habe gestern bei einer Erklärung in Genf den Einsatz der nationalen Regierungen und der ansässigen Bevölkerung im Kampf gegen die gefährliche Tropenkrankheit gelobt. Der Malaria-Erreger sei 1880 vom französischen Arzt Charles Louis Alphonse Laveran in Algerien entdeckt worden. Malaria sei eine von Parasiten verursachte Infektionskrankheit, die durch die Anopheles-Stechmücken übertragen werde. Allein im Jahr 2017 seien 435 000 Menschen an der Krankheit gestorben – 60 Prozent davon seien Kinder unter fünf Jahren gewesen.

2. Klimakrise trifft Afrika hart
Wie der Deutschlandfunk und die Frankfurter Rundschau berichten, ist in Angola das Leben von zwei Millionen Menschen durch die schwerste Dürre seit 20 Jahren bedroht. Der Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer zufolge seien zum sechsten Mal in Folge Niederschläge während der Regenzeit ausgeblieben. Bereits jetzt seien viele Menschen in Angola unterernährt. Nun seien durch den ausbleibenden Regen die Brunnen und Anbauflächen ausgetrocknet und viele Tiere verdurstet. Zudem müssen die Menschen weite Wege auf sich nehmen, um an Trinkwasser zu kommen. Da es sich hierbei oftmals um verunreinigtes Wasser handle, werde nun die Ausbreitung von Krankheiten befürchtet. Währenddessen thematisiert die Frankfurter Rundschau die Lage in Mosambik nach den Wirbelstürmen „Idai“ und „Kenneth“ vor einigen Wochen. Der akute Notstand sei für beendet erklärt und die Cholera gelte als vorläufig besiegt. Dennoch bleibe die Lage für viele Menschen kritisch. Durch die Überschwemmungen haben sich in einigen Gebieten Malaria, Durchfallerkrankungen, Parasitenbefälle und Atemwegserkrankungen stark ausgebreitet. Darüber hinaus seien weite Teile des Agrarlands überschwemmt und eine ganze Ernte ausgefallen. Da Mosambik zu einem der ärmsten Länder der Welt gehöre, ruhen die Hoffnungen der Regierung auf der internationalen Geberkonferenz, die am 31. Mai und 1. Juli in der mosambikischen Stadt Beira stattfinden solle.

3. Kenia: Tod eines Vorkämpfers
Wie viele deutsche Medien, unter anderem die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel, Spiegel Online, die Welt, Stern.de und die Frankfurter Rundschau melden, ist der kenianische Autor und Aktivist Binyavanga Wainaina gestorben. Er sei am Dienstag in Nairobi im Alter von 48 Jahren einem Schlaganfall erlegen. Wainaina sei einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Afrikas gewesen. Er sei vielfach ausgezeichnet worden, unter anderem 2014 vom „Time Magazine“ als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten des Weltgeschehens. Er habe unter anderem dadurch Berühmtheit erlangt, dass er sich als Reaktion auf die Gesetze gegen gleichgeschlechtliche Beziehungen vieler afrikanischer Länder 2014 als homosexuell geoutet habe. Auch in Kenia sei Homosexualität bis heute illegal. Morgen solle ein kenianisches Gericht darüber entscheiden, ob das Gesetz abgeschafft werde. In seinen Werken habe Wainaina sich insbesondere gegen Missverständnisse durch Unkenntnis sowie Intoleranz eingesetzt und das europäisch-afrikanische Verhältnis sowie den Postkolonialismus behandelt.

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22. Mai 2019

22. Mai 2019 - 12:44

1. Kommt die Finanztransaktionssteuer?
Wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet, tragen laut Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) Entwicklungsländer die Hauptlast des Klimawandels. Bei einer Sitzung der Globalen Anpassungskommission in Berlin habe Müller betont, dass Entwicklungsländer am stärksten unter den klimatischen Veränderungen leiden, obwohl sie am wenigsten dazu beigetragen haben. Deshalb plane sein Ministerium, 60 Millionen kleinbäuerliche Betriebe, insbesondere in Subsahara-Afrika, bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen. Maßnahmen seien beispielsweise eine Absicherung gegen Ernteverluste durch Mikroversicherungen sowie dürreresistentes Saatgut und wassersparende Bewässerung. Der Minister betonte hierbei erneut die Bedeutung einer europäischen Finanztransaktionssteuer für die Finanzierung von Entwicklungsprojekten. Auch Finanzminister Olaf Scholz (SPD) thematisiert in einem Gastbeitrag im Tagesspiegel die Bedeutsamkeit einer fairen internationalen Steuerordnung zur Finanzierung des Gemeinwesens. Mit der französischen Regierung seien schon Fortschritte bei der Finanztransaktionssteuer und einer internationalen Mindestbesteuerung zu verzeichnen, so Scholz. In einem Interview mit der Münsterschen Zeitung sagte der Finanzminister außerdem, dass sich die G7 und G20 voraussichtlich darauf verständigen werden, dass die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) bereits im kommenden Jahr einen Vorschlag zur Mindestbesteuerung großer Unternehmen vorlegen werde.

2. Kongo: Neuer Regierungschef umstritten
Wie die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle heute berichten, ist die Ernennung des neuen Premierministers der Demokratischen Republik Kongo, Sylvestre Ilunga Ilunkamba, umstritten. Der promovierte Wirtschaftswissenschaftler gehöre dem Parteibündnis PPRD des langjährigen Präsidenten Joseph Kabila an und gehöre somit dem Etablissement an. Mit über 40 Jahren im Staatsdienst habe er schon lange mit den Staatfinanzen zu tun, unter anderem als Minister für Finanzen und Geschäftsführer staatlicher Unternehmen wie der Eisenbahngesellschaft. Ilunkambas Aufgabe sei nun, zwischen Kabilas FCC und der CACH des seit Januar regierenden Präsidenten Félix Tshisekedi zu vermitteln. Denn diese versuchen derzeitig eine gemeinsame Regierung zu bilden. Dies sei notwendig, da Kabila-nahe Parteien im kongolesischen Parlament überproportional vertreten seien. Das Oppositionsbündnis Lamuka kritisiere Ilunkambas Ernennung als „Kontinuität für das FCC-Regime“, welches zuletzt zunehmend autoritär regiert habe.

3. Sudan: Aufruf zum Generalstreik
Wie der österreichische Standard meldet, haben die Verhandlungen zwischen dem Militär und der Opposition im Sudan zu keiner Einigung geführt. Nachdem sich die beiden Seiten vergangene Woche auf eine dreijährige Übergangsphase geeinigt haben, sei die Zusammensetzung des gemeinsamen Übergangsrats der derzeitige Streitpunkt. Während die Opposition eine weitgehend zivile Übergangsregierung fordere, wolle das Militär seine Macht nicht aufgeben. Gestern habe das Gewerkschaftsbündnis SPA, das die seit Wochen andauernden Proteste organisiere, daher zum Generalstreik aufgerufen.

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21. Mai 2019

21. Mai 2019 - 12:36

1. Politische Bewegung in DR Kongo
Wie unter anderem das ZDF, die Tiroler Tageszeitung, DerStandard.de und die junge Welt melden, ist in der Demokratischen Republik Kongo Regierungschef Bruno Tshibala zurückgetreten. Sein Rücktritt sei Teil einer politischen Einigung zwischen dem ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila und der Opposition. Nach einer politischen Krise und Protesten habe Kabila Tshibala 2017 als Regierungschef eingesetzt, um mit einer Übergangsregierung die Präsidentschaftswahl vorzubereiten. Diese habe vergangenen Dezember stattgefunden.  Der nun amtierende Präsident Félix-Antoine Tshisekedi habe gleich nach Tshibalas Rücktritt Sylvester Ilunga Ilunkamba als neuen Regierungschef ernannt. Währenddessen berichtet die Tageszeitung (taz), dass der populäre Regimegegner Moise Katumbi nach drei Jahren im Exil zurückgekehrt ist. Seine Ankunft im südkongolesischen Lubumbashi sei von feiernden Menschenmassen begleitet worden. Katumbi sei als Millionär und Gouverneur der reichsten Provinz des Landes ein Symbol für eine bessere Zukunft gewesen. Vor seiner Kandidatur für das Präsidentenamt sei seine Provinz 2015 aufgelöst und er wegen Immobilienbetrug und der Rekrutierung von Söldner*innen angeklagt worden. Nachdem er bei einem Gerichtstermin krankenhausreif geschlagen worden sei, sei er nach Südafrika und später nach Belgien geflohen. In Abwesenheit sei er zu einer Haftstrafe verurteilt worden, die Präsident Tshisekedi nach seiner Wahl aufgehoben habe. Nun wolle Katumbi als Oppositionsführer agieren. Da Tshisekedi noch immer keine neue Regierung ernannt habe, regiere bislang noch das Kabinett Kabilas.

2. Malawi wählt
Die Tageszeitung (taz) thematisiert die heute stattfindenden Wahlen in Malawi. Zu dieser treten unter anderem der 84-jährige amtierende Präsident Peter Mutharika und sein bisheriger Vize-Präsident Saulos Klaus Chilima an. Malawi gehöre zu den Ländern, die am stärksten von Armut betroffen sind. 70 Prozent der 19 Millionen Einwohner*innen leben unter der Armutsgrenze. Präsident Mutharika, ehemaliger Juraprofessor, regiere das Land seit fünf Jahren. In dieser Zeit sei das Wirtschaftswachstum weiter zurückgegangen. Auch habe er mit Korruptionsvorwürfen zu kämpfen, die seine Versprechen für mehr Transparenz unglaubwürdig machen. Sein Kontrahent Chilima gelte hingegen tatsächlich als Korruptionsbekämpfer. Vergangenes Jahr habe er die regierende DPP (Democratic Progressive Party) verlassen und die UTM (United Transformative Movement) gegründet. Chilima verspreche saubere Politik und eine Million Arbeitsplätze. Auch der derzeitige Gesundheitsminister Atupele Muluzi, dessen Vater und Bruder das Präsidentenamt bereits innegehabt haben, trete an.

3. London bricht internationales Recht
Wie die Süddeutsche Zeitung heute berichtet, versucht das Vereinigte Königreich an den Chagos-Archipeln, dem „Britischen Territorium im Indischen Ozean“, festzuhalten. Das Chagos-Archipel sei mit der Abdankung Napoleons an Großbritannien gegangen, das es seiner damaligen Kolonie Mauritius angegliedert und von dort aus verwaltet habe. Vor der Unabhängigkeit von Mauritius im Jahr 1968 habe Großbritannien Chagos davon abgespalten. 1971 habe es die Inseln schließlich an die USA verpachtet, die dort bis heute einen ihrer wichtigsten Militärstützpunkte haben. Die damals dort ansässigen zweitausend Einwohner*innen seien auf die Seychellen und nach Mauritius deportiert worden. Der Internationale Gerichtshof in den Haag habe die britische Regierung bereits Anfang dieses Jahres aufgefordert, die 55 Inseln des Archipels im Indischen Ozean an Mauritius zurückzugeben. Mauritius werde diesbezüglich die kommenden Tage eine neue Resolution bei den Vereinten Nationen einbringen. Die britische Premierministerin Theresa May habe bereits angekündigt, an Chagos festhalten zu wollen. Oppositionsführer Jeremy Corbyn kritisiere dagegen, dass die britische Regierung internationales Recht einfach ignoriere.

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G7- Konferenz: Wir fordern echten Fortschritt, keine leeren Versprechen

21. Mai 2019 - 11:57

Am Frauentag haben wir gemeinsam mit 45 Aktivistinnen aus ganz Afrika einen Aufruf gestartet. Darin richten wir uns an die G7: Wir fordern echte Fortschritte und keine leeren Versprechen im Kampf für Gleichberechtigung. Seitdem lassen wir keine Gelegenheit aus, die Politiker*innen  daran zu erinnern, dass Armut sexistisch ist.

Der G7-Gipfel findet zwar erst im August statt, doch die Vorbereitungen sind bereits im vollen Gange. Am 10. Mai trafen sich in Paris die zuständigen G7-Politiker*innen für Gleichstellung, um ihre Prioritäten für 2019 zu besprechen. Da mussten wir uns natürlich in die Unterhaltung einklinken. 

ONE-Unterstützer*innen nutzen soziale Medien, um Gleichberechtigung von G7 zu fordern

Über 131.000 Menschen auf der ganzen Welt haben unseren offenen Brief bisher unterzeichnet. Tausende weitere ONE-Unterstützer*innen wandten sich per Facebook oder Twitter an ihre G7-Vertreter*innen. Für Deutschland nahm Caren Marks, Staatssekretärin im Bundesfamilienministerium, am Treffen teil. Ihr habt ihr viele ermutigende, auffordernde Nachrichten bei Facebook und Twitter geschickt. Vielen Dank für eure Unterstützung.

Liebe Frau Marks, wir Frauen müssen gerade jetzt – da uns wieder enorm Gegenwind entgegenbläst – auf unser Recht auf Gleichberechtigung pochen! Tun Sie das bitte für uns alle und im Besonderen für Frauen aus den ärmeren Regionen dieser Welt! – Daniela B.

ONE-Jugendbotschafter*innen demonstrieren bei G7 – Konferenz

ONE- Jugendbotschafter*innen demonstrieren vor dem Veranstaltungsgebäude der Gleichstellungskonferenz

Französische ONE-Jugendbotschafter*innen  waren in Paris vor Ort. Bewaffnet mit bunten, leuchtenden Schildern machten sie am Veranstaltungsort ordentlich Lärm. Jeder von ihnen vermittelte eine mutige Botschaft aus dem offenen Brief. Zeitgleich nahm Aya Chebbi, eine der Herausgeberinnen des offenen Briefs, an einer Fachdiskussion zum Thema “feministische Diplomatie” teil. Aya ist eine Jugenddelegierte der Afrikanischen Union, panafrikanische Feministin aus Tunesien und Sprecherin des offenen Briefes. Mit anderen Worten, sie ist eine Expertin für Fragen der Geschlechtergleichstellung. Sie hielt eine eindringliche Rede darüber, warum sie eine Feministin ist und wie wir eine gleiche Welt für alle schaffen können.  “Ich bin eine von 45 Aktivisten aus 15 afrikanischen Ländern, die gemeinsam mit ONE einen offenen Brief herausgegeben haben, in dem wir von der Politik Handlungen fordern, um Mädchen und Frauen aus der extreme Armut zu befreien”, sagte Aya. 

Als Aktivistinnen arbeiten wir jeden Tag daran, die Situation der Frauen um uns herum zu verbessern. Aber auch die politisch Verantwortlichen müssen ihren Teil dazu beitragen und sich für die Gleichstellung der Geschlechter bis 2030 einsetzen. – Aya Chebbi

Erster Erfolg: Treffen mit G7-Vertreter*innen

Am Ende des Tages überreichten ONE-Jugendbotschafter*innen, Aya und die belgische Schauspielerin Deborah François unseren offenen Brief an niemand geringers als die franzöische Gleichstellungsministerin Marlène Schiappa und weitere wichtige G7-Vertreter*innen. Sie diskutierten, warum wir die Gleichstellung der Geschlechter brauchen und warum die Staats- und Regierungschef*innen der G7-Staaten dieses Thema zur Priorität machen müssen.

Vor einer Woche haben ONE-Jugendbotschafter*innen unseren offenen Brief an die französische Gender-Ministerin und Vertreter*innen aus ???????? ???????? & ???????? übergeben. Über 130.000 Menschen fordern mehr Engagement für die Gleichstellung der Geschlechter weltweit. #TBT #ONEYouth19 https://t.co/JGuq0iovJ2

— ONE in Deutschland (@ONEDeutschland) May 16, 2019

Die G7-Gleichstellungskonferenz war die erste Etappe auf dem Weg zum G7-Gipfel im August. Es werden weitere wichtige Momente folgen, beispielsweise das Treffen der G7-Verhandlungsführer*innen (sogenannte Sherpas), sowie weitere themenspezifische Treffen der G7-Minister*innen. Wir hoffen, wir können auf deine Unterstützung zählen. Bitte unterzeichne unseren offenen Brief und teil diesen Beitrag mit deinen Mitmenschen. 

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20. Mai 2019

20. Mai 2019 - 14:21

1. Ende des Bevölkerungswachstums?
Hilmar Schmundt schreibt in der aktuellen Ausgabe des Spiegels, dass die Weltbevölkerung wider Erwarten womöglich schrumpft. Während die Vereinten Nationen (UN) auch heute noch vor einem ungebremsten Wachstum warnen und davon ausgehen, dass bis ins Jahr 2100 11,2 Milliarden Menschen auf der Erde leben, gehen andere Expert*innen von einem deutlich geringeren Anstieg aus. Darell Bricker, Manager der Marktforschungsagentur Ipsos, behauptet, die Weltbevölkerung werde sich Mitte dieses Jahrhunderts „an ein Plateau annähern“ und ab 2070 sogar schrumpfen. Bricker zufolge unterschätzen die UN, wie sich die Welt verändere. Vor allem in afrikanischen Ländern wie Nigeria oder Äthiopien falle die Fertilitätsrate schneller als bisher angenommen. Der Faktor Bildung und sein Einfluss auf die Geburtenrate werde seitens der UN noch unterschätzt. Diese Argumentation und die Kritik an den aktuellen UN-Prognosen werden von neuen Daten und vielen Expert*innen unterstützt.

2. Müller geht geplante Finanztransaktionssteuer nicht weit genug
Wie die Welt, Zeit Online und die Tiroler Tageszeitung berichten, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) eine wirksame Finanztransaktionssteuer auf europäischer Ebene. Derzeit beraten mehrere EU-Staaten über die Einführung einer Steuer auf Finanzgeschäfte. Nachdem eine EU-weite Regelung 2013 am Widerstand Schwedens und Großbritanniens gescheitert sei, werde das Vorhaben derzeit im Rahmen einer sogenannten verstärkten Zusammenarbeit von einer Gruppe aus zehn EU-Staaten verfolgt. Da sich der vorliegende Vorschlag vornehmlich auf Aktien und nicht auf Finanzprodukte konzentriere und die dadurch erzielten Einnahmen deutlich geringer ausfallen, habe Müller den Vorschlag als „nahezu wirkungslos“ kritisiert. Der Minister forderte eine umfassendere Steuer, mit der die EU Einnahmen in Höhe von 60 Milliarden Euro im Jahr erzielen könne. Müller wolle dieses Geld in einen Entwicklungsfonds zum Klimaschutz in Afrika investieren.

3. Kongo: Ebola-Epidemie weiter auf dem Vormarsch
Wie die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die Deutsche Welle berichten, nimmt in der Demokratischen Republik Kongo die Gefahr einer Ausbreitung der Ebola-Epidemie zu. Der bisher zehnte Ausbruch im Land sei derzeit kaum aufzuhalten und dauere bereits seit neun Monaten an. An diesem Wochenende habe das Gesundheitsministerium in Kinshasa 1777 Infizierte und 1177 Todesfälle gemeldet. Zudem wachse die Infektionsrate immer weiter an. Die größten Herausforderungen bilden nach wie vor bewaffnete Konflikte vor Ort sowie schwer erreichbare Regionen. Mittlerweile sei ein experimenteller Ebola-Impfstoff das wichtigste Werkzeug im Kampf gegen die Krankheit. 118 000 Menschen seien bereits geimpft worden, um eine Ausbreitung auf die Nachbarsländer zu verhindern. Wie die Ärzte-Zeitung schreibt, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn bereits vergangenen Donnerstag am Rande der Beratungen der G7-Gesundheitsminister*innen, die Eindämmung der Infektion sei ohne ein funktionierendes Gesundheitssystem schwierig. Die G7-Minister*innen haben in Paris unter anderem über die richtige Strategie im Kampf gegen Ebola und gegen die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie Aids, Tuberkulose und Malaria beraten.

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Kampagnen zur Europawahl – #VoteforChildren

17. Mai 2019 - 15:09

Am 26. Mai ist es soweit: Die Bürger*innen der Europäischen Union wählen ein neues Parlament. Dabei steht viel auf dem Spiel, unter anderem die Frage, ob die Ziele zur nachhaltigen Entwicklung bis 2030 erreicht werden. Aber auch Themen wie Umweltschutz, Klimawandel, soziale Gerechtigkeit und europäischer Zusammenhalt werden entschieden. Wir haben bei Organisationen nachgefragt, die sich für wichtige Anliegen stark machen. Weiter geht es mit #VoteforChildren:

#VoteforChildren ist eine europaweite Kampagne verschiedener Kinderrechtsorganisationen, an der sich auch Save the Children Deutschland beteiligt. Gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, der National Coalition Deutschland, Plan International, SOS-Kinderdörfer, UNICEF-Deutschland und World Vision setzen sie sich dafür ein, dass EU-Kandidat*innen sich vor und nach der Wahl für eine kinderrechtebasierte Politik engagieren.

1. Was bedeutet für Euch Europa?

Europa bedeutet für uns Vielfalt, Solidarität und Gestaltungskraft. Schon die Gründungsgeschichte von Save the Children ist eine grenzüberschreitende, europäische Geschichte. Wir wurden 1919 von der britischen Lehrerin Eglantyne Jebb in London gegründet. Sie wollte Kindern helfen, die unter den Folgen des Krieges litten. Sie setzte sich bewusst für „die Kinder des Feindes“ ein, denn ihr Credo war: Kinder sind in erster Linie Kinder, unabhängig von Herkunft und Status. Die ersten Kinder, denen Save the Children und das schwedische „Rädda Barnen“ half, kamen aus verschiedenen Orten in Deutschland. Eglantyne Jebb mobilisierte in ganz Europa Hilfe für sie und legte 1923 sogar die Grundlage für die heutige UN-Kinderrechtskonvention. Ihre Geschichte zeigt uns täglich, wie viel wir gemeinschaftlich im Wege internationaler Kooperation und Solidarität erreichen können – dafür steht Europa.

2. Ihr engagiert euch im Vorfeld der EP-Wahlen, was sind die Ziele eurer Arbeit?

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre haben am 26. Mai keine eigene Stimme. Dabei wird der Ausgang der Europawahl maßgeblich entscheiden, wie ihre Zukunft aussehen wird. Wir brauchen ein Europa, das sich direkt für Kinder einsetzt. Deswegen machen wir uns mit unserer Kampagne dafür stark, dass kandidierende EU-Politiker*innen die Bedürfnisse von Kindern priorisieren und ihnen zuhören. Schon jetzt haben zahlreiche Kinder in der EU und weltweit unzureichenden Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung oder sozialen Grundleistungen. 420 Millionen Kinder weltweit leiden zudem an den Folgen von Konflikten. Die EU spielt eine wichtige Rolle, die Zukunft dieser Kinder besser zu gestalten: Durch Gesetzesänderungen, beispielsweise im Bereich Migration. Durch Budgets, die Kinder explizit priorisieren und durch eine Entwicklungszusammenarbeit, die langfristig und nachhaltig dazu beiträgt, damit beispielsweise alle Kinder auf diese Welt Zugang zu Gesundheitsversorgung haben.

Die Kampagne, bei der verschiedene Nichtregierungsorganisationen mitmachen, ruft zum Einsatz für Kinder auf.

3. Wen wollt ihr mit eurer Kampagne erreichen?

Unsere Kampagne richtet sich einerseits an kandidierende EU-Politiker*innen, andererseits aber auch an Wähler*innen. In ganz Europa haben alle teilnehmenden Kinderrechtsorganisationen EU-Kandidat*innen dazu aufgerufen, Child Rights Champions zu werden. Über 150 sind es mittlerweile schon. Mit ihrer Teilnahme erklären sie sich bereit, Kinder in der kommenden Haushaltsplanung besonders zu berücksichtigen und Kinder aktiver in ihre Politik einzubeziehen. Sie setzen sich im EU-Parlament ebenfalls dafür ein, dass jedes Kind Zugang zu grundlegenden sozialen Leistungen – zum Beispiel einer Gesundheitsversorgung – hat. Gleichzeitig richten wir uns in den sozialen Netzwerken auch an Wähler*innen, denn ihre Stimme wird am Wahltag einen wichtigen Unterschied machen.

4. Welche Werte sind euch für Europa besonders wichtig?

Wir arbeiten in über 120 Ländern mit Menschen aus der ganzen Welt zusammen und glauben fest daran, dass diese Vielfalt und Gemeinschaft der Weg sind, um langfristigen Wandel und Veränderung zu erzielen. Es gibt viele Herausforderungen, sowohl in Europa als auch in der ganzen Welt, die wir nur gemeinschaftlich lösen können. Wir brauchen ein offenes, solidarisches und demokratisches Europa, das niemanden zurücklässt oder ausschließt. Ein Europa, dass auf die nächste Generation hört – in allen Belangen – und das Verantwortung in der Welt übernimmt.

Die Kandidat*innen der EU-Wahl wurden dazu aufgerufen Child Rights Champions zu werden und sich im Europäischen Parlament für die Anliegen von Kindern einzusetzen.

5. Was ist dein Tipp für Aktivist*innen, die sich bei Politiker*innen Gehör verschaffen wollen?

Wir sind immer wieder in Schulen zu Besuch, um uns mit jungen Menschen über politische Themen auszutauschen. Oft wird uns von den Schüler*innen erzählt, dass die Politik Jugendlichen nicht genug zuhört. Greta Thunberg und die Klimabewegung zeigen, dass es möglich ist, sich ein Gehör zu verschaffen. Die Bewegung ist unter anderem erfolgreich, weil sie so viele Schüler*innen hinter sich versammelt. Erfolgreiche Bewegungen aus den letzten Jahren zeigen, dass man viel erreichen kann, wenn man sich mit Gleichgesinnten zusammentut – zum Beispiel in der Universität, einer lokalen Nichtregierungsorganisation oder auch in einer Partei.  Man muss natürlich aber nicht gleich eine Bewegung starten! Geduld und Beharrlichkeit sind wichtig, wie man am Beispiel Greta sieht. Ansonsten gilt aber auch: Fragt nach – lasst euch nicht abspeisen und traut euch, euch direkt an eure gewählten Politiker*innen zu wenden. Die Parlamentarier*innen sollen eure Interessen vertreten – also müssen sie euch auch zuhören.

Mehr Infos zu #VoteforChildren findest du hier

Lust auf noch mehr Europa? Auch unsere ONE-Jugendbotschafter*innen engagieren sich überparteilich zur Europawahl und treffen die Kandidat*innen der Wahl. Welche Politiker*innen bereits das ‚ONE Vote‘-Versprechen – eine Selbstverpflichtung zum Kampf gegen Armut – unterschrieben haben, findest du hier heraus.

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16. Mai

17. Mai 2019 - 9:41
  1. Deutsches Historisches Museum gibt Säule an Namibia zurück

Wie unter anderem der Deutschlandfunk, die Berliner Morgenpost und der rbb berichten, gibt das Deutsche Historische Museum die Säule von Cape Cross zurück nach Namibia. Darauf habe sich das Museumskuratorium gestern geeinigt. Die Säule von Cape Cross habe seit 1953 zu den Beständen des Museums für Deutsche Geschichte gehört, welches nach der Wiedervereinigung im Deutschen Historischen Museum aufgegangen sei. Die Säule sei als eine von mehreren 1486 vom portugiesischen Seefahrer Diogo Cao errichtet worden. 1884 habe das Deutsche Reich Namibia, damals „Deutsch-Südwestafrika“, kolonialisiert. Einige Jahre später sei die Säule entdeckt und nach Wilhelmshaven – und später nach Berlin – gebracht worden. Die Säule sei aktuell die einzige namibische Rückgabeforderung an die Bundesregierung. Für die Staatsministerin für Internationale Kulturpolitik, Michelle Müntefering, sei die Rückgabe von Kulturgütern ein „wichtiger Baustein für unsere gemeinsame Zukunft mit Namibia“.

  1. IS bekennt sich zu Angriff im Niger

Wie viele Medien heute berichten, u.a. die taz und Spiegel Online, sind bei einem Angriff in Niger an der Grenze zu Mali laut Armee 28 Soldat*innen gestorben. Bisher sei die Zahl der Opfer des Angriffs vom Dienstag mit 17 angegeben worden. Es habe sich um eine Patrouille zur Verfolgung von Terrorist*innen gehandelt, bestehend aus 52 Soldat*innen. Laut einer anonymen Militärquelle wurde diese von einer „terroristischen Gruppe aus mehreren hundert schwerbewaffneten Männern“ angegriffen. Sie haben einen Sprengsatz gelegt, der eines der Armeefahrzeuge zerstört habe. Dann haben sie das Feuer eröffnet. Einzelheiten blieben allerdings unklar. Donnerstagnachmittag habe sich der „Islamische Staat Westafrika“ zu den Angriffen bekannt. Lokale Kommentator*innen forderten nun den Rücktritt des nigrischen Präsidenten Mahamadou Issoufou. Am Montag sei der Armeegeneral Salou Djibo auf eigenen Wunsch in den Ruhestand gegangen. Manche vermuteten, dass er sich vorbereite, um bei der nächsten Wahl anzutreten.

  1. Quote der EU für Entwicklungszusammenarbeit sinkt

Wie unter anderem der österreichische Standard und die Tiroler Tageszeitung unter Rückgriff auf die die dpa melden, entfernt sich die EU von ihren Zielen zur Entwicklungszusammenarbeit. So haben die EU und ihre Mitgliedsstaaten im vergangenen Jahr lediglich 0,47 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) der EU in Entwicklungszusammenarbeit investiert. Ziel seien eigentlich 0,7 Prozent. Die Quote sei bereits von 2016 auf 2017 von 0,53 Prozent auf 0,50 Prozent gefallen. Nur Schweden, Luxemburg, Dänemark und das Großbritannien erreichen das 0,7-Prozent-Ziel.

 

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16. Mai

16. Mai 2019 - 13:53

1. G7-Gesundheitsminister*innen-Treffen: Forderung nach mehr Engagement

Das Ärzteblatt greift heute die KNA-Meldung zum heute und morgen stattfindenden Gesundheitsminister*innen-Treffen der G7 in Paris auf. Dort werde unter anderem der Kampf gegen HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria diskutiert. ONE fordere in diesem Zusammenhang mehr Engagement. Diese Krankheiten seien auf dem Vormarsch. ONE kritisiere, dass zu wenig über die drei Krankheiten berichtet würde. So seien etwa 7,3 Millionen Menschen an diesen Krankheiten gestorben, während die Welt den Brexit debattiert habe. Zudem sei Aids für Frauen unter 50 die Todesursache Nummer Eins, alle zwei Minuten sterbe ein Kind an Malaria und die Spenden für den Wiederaufbau von Notre Dame könnten eine Million Menschenleben retten.

2. Afrika Thema der EU-Spitzenkandidat*innen-Debatte

Unter anderem die Rheinische Post berichtet über die gestrige Debatte der EU-Spitzenkandidat*innen, bei der auch Afrika und das Verhältnis zwischen der EU und Afrika Thema war. Sowohl CSU-Kandidat Manfred Weber also auch Frans Timmermanns von den Sozialdemokrat*innen hätten sich für ein deutlich engeres Verhältnis zum Nachbarkontinent ausgesprochen. Weber habe angekündigt, dass er sich als EU-Präsident für einen Afrika-Kommissar einsetzen werde. Unterdessen lobte die Bundeskanzlerin in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung Fortschritte der deutschen Afrikapolitik, die mittlerweile einer gemeinsamen Strategie folge, welche vor Jahren noch undenkbar gewesen sei. Merkel sprach sich außerdem dafür aus, dazu beizutragen, dass die Länder auf einen „Weg der guten und nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung kommen.“

3. 100 Jahre Save the Children: Viel erreicht, viel zu tun

Die Deutsche Welle blickt anlässlich des 100. Geburtstags von der Kinderechtsorganisation Save the Children auf erreichte Erfolge und neue Krisen. Save the Children sei mittlerweile die größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt, die in 120 Staaten arbeite und auf 28 Länderorganisationen angewachsen sei. Die Organisation bemühe sich vor Ort um „Hilfe zur Selbsthilfe“ und beziehe lokale Partner*innen stark in ihre Arbeit ein. Es habe in den letzten 20 – 30 Jahren große Erfolge gegeben, wie etwa die Halbierung der Kindersterblichkeit. Auch gingen mittlerweile über 80 Prozent aller Mädchen zu Schule. Dennoch gebe es große neue Herausforderungen: So sei die Zahl der Kinder in Konfliktgebieten in den vergangenen zwei Jahrzehnten stark gestiegen: Mehr als 420 Millionen Kinder lebten 2017 weltweit in Konfliktgebieten. Zudem werde die Arbeit schwieriger, da internationales Völkerrecht weniger beachtet werde als früher.

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Wie diese nigerianische Unternehmerin mit ihrem Start-up zur Lebensretterin wurde

16. Mai 2019 - 12:34

Dieser Beitrag von Stanley Azuakola erschien im Original auf dem internationalen Blog

Nachdem Temie Giwa-Tubosun in ihrem 10. Lebensjahr ihre Heimat Nigeria verlassen hatte, kehrte sie im Jahr 2009 zum ersten Mal nach 13 Jahren zurück. Die Zeit im Ausland hatten sie von der harten Lebensrealität in ihrem Heimatland isoliert. Doch als Praktikantin beim britischen Department for International Development (DfID) in Nigeria ereignete sich der Schlüsselmoment für ihr daraus folgendes Lebenswerk.

Temie auf einem der Motoräder zur Auslieferung von Blutkonserven. Quelle: Twitter

Eine junge Frau lag seit drei Tagen in den Wehen. Ihre Familie konnte es sich nicht leisten, sie ins Krankenhaus zu bringen. Die Frau erwartete im Kreis ihrer Familie ihren Tod. Genau zu diesem Zeitpunkt tauchten Giwa-Tubosun und ihre Kollegen an der Haustür der Familie auf – bei der Suche nach Teilnehmer*innen für eine Haushaltsumfrage. Das Team nutze den Zufall und fuhr die Frau ins Krankenhaus. Sie überlebte, aber ihr Baby verstarb leider.

“Ich hatte so etwas noch nie gesehen. Die Familie hatte sich damit abgefunden, sie zu verlieren”, sagt Giwa-Tubosun über den Vorfall.

Blut spielt eine grundlegende Rolle

Auch wenn Giwa-Tubosun während dieses Besuchs nur drei Monate in Nigeria verbrachte, war sie von diesem Moment an fest entschlossen, die Müttersterblichkeit zu stoppen.

Nigeria besitzt den zweitgrößten Anteil an der Sterblichkeitsrate von Müttern und Kindern in der Welt. Blutungen töten jedes Jahr mehr schwangere Frauen als jede andere Komplikation, ausgenommen Präeklampsie (Bluthochdruck). Malaria-Patient*innen (vor allem Kinder), Sichelzellenpatient*innen, Krebspatient*innen, Opfer von Terroranschlägen und viele weitere Menschen sind auf Blut angewiesen. In Giwa-Tubosuns Kopf ergab sich ein Muster – Blut spielt eine grundlegende Rolle.

Ihr Rat an Frauen: “Warte nicht, bis du denkst, alles sei sicher. Frauen müssen einfach anfangen.”

Im Jahr 2012 kehrte Giwa-Tubosun nach Nigeria zurück und startete das sogenannte Ein-Prozent-Projekt, um “eine neue Generation von freiwilligen Blutspender*innen zur Lösung der Blutknappheit zu inspirieren”.

Das Ein-Prozent-Projekt entwickelte eine Datenbank mit potenziellen Spender*innen, die jederzeit erreichbar und bereit für eine Blutspende waren. Durch Bluttests und Lobbyarbeit erhielt das Projekt Spenden von über 1600 Litern Blut – genug, um über 10.000 Menschenleben zu retten. Aufgrund ihrer Arbeit wurde sie 2014 für die 100 Women List der BBC nominiert.

Von der Nichtregierungsorganisation zum Sozialunternehmen

Doch trotz des Erfolgs, war Giwa-Tubosun unzufrieden mit dem Arbeitsmodell als Nichtregierungsorganisation (NRO). Es könne das Problem nicht nachhaltig lösen, sagte sie und betonte gleichzeitig, dass das Projekt von den Launen der Geldgeber*innen abhängt.

“Jedes Jahr entscheiden die Geber*innen aufs neue, was ihnen wichtig ist”, erzählt sie. “Ich habe 70 Prozent der Zeit damit verbracht, nach Geld zu suchen.” Also kündigte sie ihren täglichen Job bei der Regierung von Lagos und gründete ein technologieorientiertes Sozialunternehmen namens LifeBank, “die größte virtuelle Blutbank (Lagerstätte für Blutkonserven) Nigerias”.

Auf den ersten Blick scheint es, als wäre das Problem ein fehlendes Angebot für den höheren Bedarf. Aber es ist “eigentlich ein Informations- und Logistikproblem”.

Eine Blutbank im Stadtteil Ikeja von Lagos besitzt beispielsweise das Blut, das von einem Patienten anderswo in der Stadt benötigt wird. Aber weder Patient*innen, noch Krankenhaus wissen das. Gelagertes Blut hat eine begrenzte Haltbarkeit. Wird es nicht innerhalb von sechs Wochen verwendet, muss es entsorgt werden. Hätten die Krankenhäuser Zugang zu den richtigen Informationen, könnte diese Verschwendung von Blut vermieden werden. Dazu kommt die Herausforderung, das Blut in einem sicheren und zuverlässigen Zustand zu transportieren.

Durch Technologie löst LifeBank das logistische Problem von Angebot und Nachfrage

LifeBank löst diese beiden Probleme. Durch Technologie bekommen die Krankenhäuser Informationen über verfügbares Blut. Bei Bedarf hilft das Sozialunternehmen das Blut sicher und in gutem Zustand bereitzustellen, damit Leben gerettet werden.

“Wir haben eine Online-Datenbank, in der Gesundheitsdienstleister*innen selbst nach der Verfügbarkeit von Blut suchen und dafür bezahlen können. Sie können uns aber auch über unsere gebührenfreien Nummern anrufen. Dann helfen wir ihnen, das passende Angebot zu finden.”, sagt sie.

Gesellschaftliche Herausforderungen und ihr Rat an Frauen

Nigerias Gesundheitssysteme bleiben rudimentär und unflexibel für Veränderungen. Nigerianer*innen geben jährlich bis zu einer Milliarde Dollar aus, um in anderen Ländern medizinisch behandelt zu werden. LifeBank engagiert sich in einem fast unberührten Bereich.

Mit einem Geschäftsmodell Investoren*innen für Gesundheitstechnologie in Nigeria zu überzeugen, ist insbesondere für Frauen eine Herausforderung, so Giwa.

“Investor*innen neigen dazu, auf Menschen zu setzen, die wie sie aussehen”, sagt sie. Eine 30-jährige Mutter, die im männlich dominierten Technologie-Sektor und einer sexistischen Gesellschaft wie Nigeria aktiv ist, sieht nicht aus wie der*die typische Investor*in. “Ihnen fällt es schwer, dem Urteilsvermögen, der Vision und der Fähigkeit von Frauen zu vertrauen, darauf dass sie das Unternehmen aufbauen und voranzubringen”, sagt Giwa-Tubosun, “aber ich lasse mich nicht davon abhalten.”

Ihr Rat an Frauen? “Warte nicht, bis du denkst, alles sei sicher. Frauen müssen einfach anfangen.”

Weltweit setzen sich Frauen wie Giwa-Tubosun für das Wohl der Gesellschaft und gegen die Benachteiligung von Frauen ein. In unserem offenen Brief zum diesjährigen Frauentag fordern über 50 Aktivistinnen vom afrikanischen Kontinent Unterstützung von den politischen Verantwortlichen. Unterschreibe auch du den offenen Brief und trete für Geschlechtergerechtigkeit ein.  

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Wetten, dass ihr diese 10 Schlagzeilen noch nie gelesen habt?

15. Mai 2019 - 18:38

Einige der wichtigsten Nachrichten der Welt werden es heute nicht in die Schlagzeilen schaffen. Genauso wenig wie gestern. Oder letzte Woche. Oder letzten Monat… Du verstehst, worauf wir hinauswollen.

Jedes Jahr sterben knapp 2,7 Millionen Menschen an Aids, Tuberkulose und Malaria. Dabei wären alle drei Krankheiten leicht zu vermeiden. Alle zwei Minuten stirbt ein Kind an Malaria – einer Krankheit, bei der wir genau wissen, wie sie verhindert und behandelt werden kann.

Wieso macht das keine Schlagzeilen?

Vielleicht sind wir selbstgefällig geworden. Ist HIV/Aids nicht eine Gefahr aus den 1980er- und 1990er-Jahren, damals, als Freddie Mercury noch am Leben war? (Antwort: Ja, aber es ist immer noch eine Gefahr). Gibt es nicht schon längst eine bezahlbare Behandlung, die den Menschen ein normales Leben ermöglicht? (Antwort: Ja, vorausgesetzt die Menschen erhalten Zugang). War Tuberkulose nicht die Krankheit, an der die Charaktere von Charles Dickens im 19. Jahrhundert erkrankten, als die Krankheit noch unter dem Namen „weiße Pest“ bekannt war? (Antwortet: Ja, und auch im 21. Jahrhundert sterben noch immer Millionen Menschen an ihr). Gibt es nicht bereits einen Impfstoff gegen Malaria? (Antwort: Mehr oder weniger).

Fakt ist, dass diese drei Krankheiten noch immer Millionen Menschen umbringen und das Leben von weiteren hunderten Millionen Menschen massiv verschlechtern. Um auf diese Tragödie aufmerksam zu machen – denn die meisten Medien tun das ja nicht, haben wir auf Grundlage der neuesten Erkenntnisse und Daten unsere eigenen Schlagzeilen verfasst.

Wusstest du zum Beispiel, dass Aids die Todesursache Nummer 1 für Frauen unter 50 ist? Oder dass so viele Menschen an Aids gestorben sind wie in Tokio leben, dem größten Ballungsraum der Welt? Es gibt mehr Aidswaisen auf der Welt als Schulkinder in Deutschland.

Und wusstest du, dass Moskitos (!) mehr Menschen getötet haben als alle Kriege zusammen? Oder dass die Zahl der Malariafälle allein in Afrika (200 Millionen) die Zahl der Fernsehzuschauer*innen von Events wie dem Finale des Eurovision Song Contests 2018 und des US-amerikanischen Super Bowls übersteigt?

Seit 1900 haben Moskitos mehr Menschen umgebracht als alle Kriege der Welt seit 1400.

Das ist traurig, aber wahr – auch wenn kaum Medien darüber berichten.

Aber es gibt auch gute Nachrichten: Wir haben die Möglichkeit, alldem ein Ende zu setzen – und zwar ein für alle Mal. Kein Witz! Regierungen dieser Welt und der Privatsektor können erreichen, dass diese drei Krankheiten bald Geschichte sind. Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria ist eines der weltweit wirksamsten Instrumente zur Bekämpfung dieser drei Krankheiten. Seit seiner Gründung im Jahr 2002 hat er dazu beigetragen, 27 Millionen Menschenleben zu retten. Bei der Finanzierungskonferenz in diesem Jahr benötigt er 14 Milliarden US-Dollar, um seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen zu können. Das würde reichen, um die Menschheit im Kampf gegen alle drei Krankheiten auf den richtigen Kurs zu bringen. Und es gibt nicht einen einzigen Grund, den Globalen Fonds nicht mit den Mitteln auszustatten, die er benötigt.

Wir wollen keine Ausreden mehr hören! Die verantwortlichen Politiker*innen müssen ihre Anstrengungen und Investitionen verstärken, um Millionen von Menschenleben zu retten. Und weißt du was? Du kannst uns dabei helfen! Du kannst sie auffordern, den Globalen Fonds dieses Jahr vollständig zu finanzieren und damit diese drei Krankheiten endgültig auszulöschen.

Schließe dich hier unserer Forderung nach einer vollständigen Finanzierung des Globalen Fonds an.

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Vier Programme für Ehrenamtliche bei ONE – Von Brandenburg bis Nigeria im Kampf gegen extreme Armut

15. Mai 2019 - 18:19
ONE Jugendbotschafter*innen

Ein Teil der Ehrenamtlichen bei ONE sind die Jugendbotschafter*innen, oder kurz: JuBos. Die 18 bis 35-Jährigen sind quer in Deutschland verteilt und setzen sich für eine stärkere und nachhaltigere Entwicklungspolitik ein. Das machen sie in Form von Lobbygesprächen mit Abgeordneten, Demonstrationen, in der lokalen Presse und bei politischen Veranstaltungen.

Jugendbotschafter*innen beim Kick-off im Gespräch mit Außenminister Maas

Die Jubos sind dabei quer durch Europa verteilt und setzten sich in mittlerweile sieben Ländern ein. Das heißt aber keinesfalls, dass sie alle getrennt voneinander aktiv sind. Mit der aktuellen Kampagne ONE Vote zur Europawahl versuchen sie beispielsweise länderübergreifend, möglichst viele Kandidat*innen zum Kampf gegen extreme Armut zu verpflichten. Wer bereits das ‚ONE Vote‘-Versprechen unterzeichnet hat, siehst du auf unserem Tracker.

ONE Champions

Politische engagierte Jugendliche, die sich unter dem Logo von ONE ehrenamtlich einsetzten, gibt es genauso auf dem afrikanischen Kontinent. Mit dem Namen ONE Champions, machen sich die Aktivist*innen aktuell in Nigeria, Senegal, Mali für nachhaltige Entwicklung stark. Sie planen Aktionen, treffen sich mit Politiker*innen, klären im Wahlkampf auf, machen ihre Themen in Medien und Öffentlichkeit sichtbar, gehen auf Konferenzen und, und, und…

ONE Champions mit dem Geschäftsführer vom Goree Institute (zweite Person von rechts) beim Kick-off

Ein praktisches Beispiel: Bei den Präsidentschaftswahlen im Februar klärten die ONE Champions über die Wahl auf und verfassten eine ONE-Jugenddeklaration, die nicht nur über 85.000 Bürger*innen unterschrieben haben, sondern auch sechs Präsidentschaftskandidat*innen. Dort fordern sie die politisch Verantwortlichen zu Investitionen in Nigerias Jugend auf.

Du bist neugierig? Die Freiwilligen aus Europa und Afrika tweeten beide unter dem Hashtag #ONEYouth19. Guckt auf Twitter vorbei und lasst euch beeindrucken, wie genial sich die Jugend von heute für eine bessere Welt einsetzt.

ONE Campus

Ganz anders aufgebaut ist das Pendant in den USA. Dort sind die Freiwilligen in Form von Hochschulgruppen organisiert – das Hauptaugenmerk der Arbeit liegt auf dem Campus. Dort gibt es häufig lebhafte Diskussionen und politische Bewegungen, also der ideale Platz für ONE. Gemeinsam mit anderen Studierenden überlegen sich die Freiwilligen kreative Möglichkeiten der Lobbyarbeit und organisieren Informationsveranstaltungen.

ONE-Unterstützer*innen von ONE Campus in Bellarmine, Kentucky

Hier erfährst du, wo überall Teams aktiv sind und wie die Arbeit an den Colleges konkret aussieht. Natürlich inklusive Links zu den Insta-, Twitter- und Facebookaccounts.

ONE regional

ONE regional ist gerade in der Startphase. Sei dabei!

Wir sind überzeugt, dass man im Kampf gegen Armut nicht in den Flieger steigen muss. Überall ist der richtige Ort für Engagement. Deshalb haben wir die neue Initiative ONE regional gestartet. Beginnend mit Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt möchten wir Menschen dafür begeistern, sich für nachhaltige Entwicklung stark zu machen. Das kann ganz kreativ sein, egal ob beim Fußballverein, dem Stadtfest, oder dem Tag der offenen Tür im Verein. Gerade ist dieses Programm mitten im Aufbau, also der perfekte Punkt um einzusteigen. Du kommst selbst aus einem der genannten Bundesländer, oder kennst jemanden der interessiert ist? Dann schaue auf unserer Seite vorbei.

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15. Mai

15. Mai 2019 - 11:28

1. Sudan: Wahlen innerhalb der nächsten drei Jahre

Viele Medien, u.a. Spiegel Online, Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten heute über die neuesten Entwicklungen im Sudan. Dort haben sich gestern Mitglieder der Protestbewegung und des Militärrats auf die Details der am Montag beschlossenen Übergangsregierung geeinigt. Es sei eine Frist von drei Jahren beschlossen worden, bis eine neue Regierung gewählt werden soll. Außerdem soll innerhalb von 24 Stunden über die Zusammensetzung des Übergangs-Regierungsrats beschlossen werden. Die ersten sechs Monate der Dreijahresfrist sollen dazu genutzt werden, Friedensverträge mit den Rebellen in Konfliktregionen wie Darfur, Blauer Nil und Süd-Kordofan auszuhandeln. Zudem solle das Parlament des Sudans während der Übergangsphase aus 300 Abgeordneten bestehen, 67 Prozent sollen aus der Protestbewegung kommen. Die Lage bleibe jedoch angespannt, wie u.a. Dominic Johnson in der taz kommentiert. Die neu entstehenden Institutionen benötigten internationale Unterstützung und die militärischen Akteure Anreize, um eine Demokratisierung zuzulassen. Bislang habe sich die Afrikanische Union darauf beschränkt, den Umsturz im Sudan als verfassungswidrig abzulehnen und das Militär zur Machtübertragung an Zivilist*innen aufzufordern. Dies werde von den Vereinten Nationen unterstützt. Allerdings gebe es dafür zwar eine Frist, aber keinerlei angekündigte Sanktionen.

2. Schleppender Aufbau von G5-Anti-Terrorgruppe im Sahel

Wie unter anderem die Tiroler Tageszeitung berichtet, gibt es Schwierigkeiten beim Aufbau der multinationalen Militärgruppe zur Bekämpfung von Terrorismus und Schleusungskriminalität der sogenannten G-5 Länder Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger und Tschad. Diese seien am Dienstag bei einem Treffen von Verteidigungsminister*innen der EU und den beteiligten afrikanischen Staaten in Brüssel diskutiert worden. Die europäischen Militärexpert*innen machen vor allem fehlende Kommunikation der afrikanischen Länder verantwortlich. Es gebe keine regelmäßigen Kontakte zwischen den Generalstabsleitungen oder mit der von der EU eingerichteten Koordinationsstelle. Die afrikanischen Staaten kritisierten hingegen nicht gehaltene Finanzversprechen, die sich auf mehr als die Hälfte der 2018 zugesagten 414 Millionen Euro belaufen sollen. Laut EU haben vor allem Länder wir Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate nicht gezahlt, ebenso wenig wie die G5 Staaten selbst. Europa stelle rund 100 Millionen Euro für die Truppe bereit. Die Hoffnung der EU-Staaten sei, dass die G5-Sahel-Truppe irgendwann die laufenden internationalen Militäreinsätze in der Region beenden könne. Deutschland beteilige sich aktuell mit rund 1.000 Soldat*innen an EU- und UN-Einsätzen zur Stabilisierung Malis.

3. Manfred Weber: Aktivist*innen fordern mehr Einsatz im Kampf gegen extreme Armut
Die Süddeutsche Zeitung berichtet heute über das bevorstehende Treffen von CSU-Spitzenkandidat Manfred Weber mit einer Gruppe von europäischen ONE-Jugendbotschafter*innen, unter anderem Felicitas Beger aus Bayern. Beger fordere Webers Unterschrift unter ein Wahlversprechen, dass er für die Nachhaltigkeitsziele der UN eintritt und sich für eine Welt einsetzt, „in der niemand im Stich gelassen wird“.

 

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14. Mai 2019

14. Mai 2019 - 12:30

1. Sudan: Einigung in Sicht?
Wie unter anderem Tagesschau.de, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, das ZDF, der Deutschlandfunk, Sueddeutsche.de, Zeit Online, die Frankfurter Rundschau und n-tv.de berichten, haben sich im Sudan der Militärrat und die Opposition auf ein neues Regierungsgremium geeinigt. Laut einem Sprecher der Protestbewegung solle bis zu den nächsten Wahlen ein ‚souveräner Rat‘ eingesetzt werden, der sowohl Vertreter*innen der Zivilgesellschaft als auch des Militärs umfasse. Die Einzelheiten sollen heute beschlossen werden. Dabei drohe erneuter Streit, da die Parteien verschiedene Standpunkte bezüglich der genauen Machtaufteilung und der Dauer der Übergangsphase vertreten. Nach der gestrigen Einigung sei es in Karthum erneut zu Ausschreitungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstrant*innen gekommen. Bei den Zusammenstößen seien mindestens sechs Menschen getötet worden. Darüber hinaus teilte das Büro der sudanesischen Generalstaatsanwaltschaft gestern mit, dass der frühere Staatschef Omar Al-Baschir offiziell angeklagt worden sei. Ihm werde Anstiftung zur und Beteiligung an der Ermordung von Demonstrant*innen vorgeworfen. Darüber hinaus werde auch wegen Geldwäsche und Korruptionsverdacht gegen ihn ermittelt.

2. Entwicklungsminister warnt vor Etatkürzung
Für den Deutschlandfunk sprach Frank Capellan mit Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) bereits am Sonntag über die Herausforderungen der internationalen Zusammenarbeit und den Entwicklungsetat. Durch die niedrige Steuerschätzung der vergangenen Woche sei das Entwicklungsministerium erneut in Haushaltsberatungen. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) verkenne die globalen Herausforderungen, so Müller. Bei der Entwicklungszusammenarbeit, der internationalen Hilfe und dem Klimaschutz – den Aufgaben seines Ministeriums – gehe es zum einen um Menschenleben und zum anderen um Sicherheit. Müller warne deswegen vor einer Kürzung und erhoffe sich diesbezüglich die Unterstützung des Bundestages. Scholz habe mit seinem Finanzplan den Koalitionsvertrag gebrochen, da er die darin vereinbarte Koppelung der Etats für Verteidigung und Entwicklung nicht eingehalten habe. Es sei ein Skandal, dass weltweit zehnmal so viel für Rüstung wie für Entwicklung ausgegeben werde. Bei einer Kürzung des Budgets müsse Deutschland seine Hilfe in Krisenregionen kürzen, was wiederum zu einem vermehrten Fluchtaufkommen führe, so der Minister.

3. Kongo: Ebola auf dem Vormarsch
Wie die Tageszeitung (taz) in ihrer aktuellen Ausgabe schreibt, erkranken und sterben immer mehr Menschen in der Demokratischen Republik Kongo an Ebola. Seit Anfang April häufen sich laut Dr. Justus Nsio, Koordinator der Ebola-Bekämpfung, in der Stadt Butembo die Kontaminierungsfälle. Das Problem sei, dass sich viele Menschen den Präventions- und Eindämmungsmaßnahmen widersetzen und es somit zu mehr Ansteckungen komme. Grund dafür sei das Misstrauen der Bevölkerung aufgrund von kursierenden Gerüchten, die die Bekämpfungsteams verunglimpfen. Die prekäre Sicherheitslage in der Region erschwere die Bekämpfung zusätzlich. Denn auch bewaffnete Gruppierungen seien den Ebola-Teams feindselig gegenüber eingestellt und greifen immer wieder Behandlungszentren und medizinische Einrichtungen an.

 

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13. Mai 2019

13. Mai 2019 - 14:01

1. Aus für Plastik?
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz), der Tagesspiegel, die Deutsche Welle, Focus Online, Stern.de, die Augsburger Allgemeine, der General-Anzeiger und n-tv.de bereits am Wochenende meldeten, haben sich 187 Staaten darauf geeinigt, dass nur noch sortierter, gereinigter und wiederverwertbarer Plastikmüll gehandelt werden darf. Bei allem anderen Plastikmüll müssen in Zukunft sowohl die Behörden des Export- als auch des Importlandes zustimmen. Das Baseler Übereinkommen solle unter anderem verhindern, dass Industrieländer ihren Müll gegen Geld an Entwicklungsländer abgeben und noch mehr Abfall in den Weltmeeren lande. Die USA als größtes Plastikmüll-Exportland seien dem Übereinkommen nicht beigetreten. Darüber hinaus fordert Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ein sofortiges Verbot von Plastiktüten in Deutschland. Darüber berichteten unter anderem Tagesschau.de, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Zeit Online, Spiegel Online, der Deutschlandfunk, die Welt und das Handelsblatt bereits am Freitag.

2. Zahl der Binnenvertriebenen erreicht Höchststand
Unter anderem Tagesschau.de, der Deutschlandfunk, die Deutsche Welle, der SWR, die Rheinische Post und n-tv.de meldeten vergangenen Freitag, dass noch nie so viele Menschen innerhalb ihres Heimatlandes auf der Flucht waren wie zum jetzigen Zeitpunkt. Allein 2018 seien elf Millionen Menschen innerhalb der Landesgrenzen vertrieben worden. Laut dem Beobachtungszentrum für interne Vertreibung (IDMC) sei Ende 2018 mit 41,3 Millionen Binnenvertriebenen ein historischer Höchststand erreicht worden. Grund dafür seien die weltweit anhaltenden bewaffneten Konflikte. Der Anstieg sei vor allem auf Spannungen und bewaffnete Konflikte in der Demokratischen Republik Kongo, Syrien, Äthiopien, Kamerun und Teilen Nigerias zurückzuführen.

3. Timbuktu will Kultur erhalten
Wie die Süddeutsche Zeitung bereits am Freitag berichtete, feiern die Menschen in Mali trotz der Terrorgefahr das mehrtägige Festival ‚Festival du Vivre Ensemble‘. Zum dritten Mal werde das Festival in Timbuktu begangen, an dem Musiker*innen, politische Aktivist*innen und Schriftsteller*innen aus dem ganzen Land teilnehmen. Timbuktu sei 2012 für ein Jahr von Tuareg-Separatist*innen und der al-Qaida besetzt gewesen. Diese haben drakonische Gesetze erlassen und Kulturgüter zerstört. Weltliche Musik sei ebenfalls verboten worden. Aufgrund der immer noch schlechten Sicherheitslage kommen kaum mehr Tourist*innen in die Stadt. Früher sei Timbuktu ein wichtiger wirtschaftlicher Umschlagplatz und ein Zentrum der Wissenschaft gewesen. Mit dem Festival versuche Timbuktu, „zwischen Globalisierung, Dschihadismus und staatlicher Vernachlässigung“ seine Kultur zu erhalten.

 

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