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Gemeinsam mit Anderen extreme Armut besiegen
Aktualisiert: vor 9 Stunden 49 Minuten

05. November 2019

5. November 2019 - 13:17

1. Menschenrechte und deutsche Unternehmen – ein Widerspruch?
Deutsche Unternehmen setzen ihre Sorgfaltspflicht zur Wahrung der Menschenrechte innerhalb ihrer Produktionskette nur mangelhaft um, wie die Welt, das Handelsblatt, n-tv.de und die schwäbische schildern. Laut einer gemeinsamen Studie der Londoner Organisation Business and Human Rights Center und der Schweizerischen Management-Schule ZHAW haben die zwanzig größten deutschen Unternehmen Defizite bei der Einhaltung der UN-Menschenrechtsstandards. Keines der Unternehmen erfülle das Grundniveau ihrer Sorgfaltspflicht innerhalb aller „Verarbeitungsschritte bis zum Endprodukt“. Diese Ergebnisse befeuern die Diskussion um ein mögliches Lieferkettengesetz. Dieses werde schon länger von Menschenrechtsorganisationen gefordert. Ein entsprechender Gesetzesentwurf sei bereits von Entwicklungsminister Gerd Müller vorgelegt worden. Widerstand komme aus der Wirtschaft sowie von Müllers Kabinettskollegen und Wirtschaftsminister Peter Altmeier, der weiterhin auf den „guten Willen“ der Unternehmen setzen wolle.

2. DR Kongo: Droht Großprojekt zu scheitern?
In der tageszeitung (taz) schreibt François Misser über die stockende Realisierung des größten Wasserkraftwerks der Welt in der Demokratischen Republik Kongo. Das sogenannte ‚Grand-Inga-Projekt‘ solle den gesamten Kongo-Fluss an seinem Unterlaufen stauen. Der erste Realisierungsschritt sei der Bau des Wasserkraftwerks Inga III, dessen Planung durch „schwerwiegende Differenzen“ der beteiligten Unternehmen blockiert werde. Eine europäisches Unternehmensbündnis könne sich mit zwei beteiligten chinesischen Firmen nicht über eine gemeinsame Planung und den Bau des Projekts einigen. Zudem kritisieren zivilgesellschaftliche Akteure das gesamte Inga-Projekt aufgrund nicht vorhersehbarer ökologischer und sozialer Folgen. Sie fordern eine Neukonzeption sowie eine transparente Aufklärung hinsichtlich möglicher Auswirkungen des Großprojekts für die Menschen und die Natur vor Ort.

3. FDP fordert Stärkung von Frauen
Tobias Peter berichtet im Redaktionsnetzwerk Deutschland exklusiv über einen Antrag der FDP-Bundestagsfraktion zur Einberufung einer Weltbevölkerungskonferenz. Laut UN-Angaben werde die Weltbevölkerung bis zum Jahr 2050 auf 9,7 Milliarden ansteigen und sich ab 2100 auf etwa elf Milliarden Menschen stabilisieren. Insbesondere in Afrika sei der Bevölkerungsanstieg „dramatisch“. Eine Weltbevölkerungskonferenz sollte die „Zusammenhänge von Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelproduktion, Wasserversorgung und Klimawandel“ thematisieren und gemeinsame nachhaltige Initiativen fördern. In der Entwicklungszusammenarbeit solle Deutschland nach dem Willen der FDP-Fraktion stärker auf die Förderung von Frauen und Mädchen setzen, insbesondere in den Bereichen Bildung, wirtschaftliche Teilhabe und Gesundheitsversorgung.

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04. November 2019

4. November 2019 - 17:56

1. ONE-Mitgründer erhält Auszeichnung für Kampf gegen Aids
Der Tagesspiegel, die Berliner Morgenpost und der Berliner Kurier berichten über die festliche Operngala, welche die Deutsche Aids-Stiftung am Wochenende in Berlin ausrichtete. Dort sei Jamie Drummond, Mitgründer der Entwicklungsorganisation ONE, mit dem ‚World Without Aids Award‘ ausgezeichnet worden. Laudator und Gesundheitsminister Jens Spahn würdigte Drummond für seinen jahrzehntelangen Kampf gegen Aids. Auch U2-Sänger Bono gratulierte dem selbsternannten „Faktivisten”. Drummond und Bono haben gemeinsam die Nichtregierungsorganisation ONE gegründet, welche sich als internationale Bewegung im Kampf gegen Armut und vermeidbare Krankheiten versteht. Zusammen mit ONE habe sich Drummond erfolgreich für eine Vollfinanzierung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria eingesetzt. Derzeit arbeite Drummond an einer Kampagne, die das Jahr 2020 zum entscheidenden Jahr zur Erreichung der UN-Nachhaltigkeitsziele 2030 machen soll.

2. Klimawandel trifft Afrika besonders hart
In der Berliner Zeitung berichtet Johannes Dieterich über die Auswirkungen des Klimawandels im südlichen Afrika. Die 16 Staaten in der Region erleben die „schlimmste Dürre seit 35 Jahren”, so Margaret Malu vom Welternährungsprogramm der Vereinigten Nationen (WFP). Die extreme Trockenheit werde begleitet von ausbleibendem oder spätem Regen, Extremwetterphänomenen wie Zyklone sowie wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen. Drastisch reduzierte Ernteerträge sowie Nutztierbestand und mangelnde oder versiegte Trinkwasserversorgung haben zur Folge, dass rund 45 Millionen Menschen in den kommenden sechs Monaten auf Lebensmittelunterstützung angewiesen seien. Im Vergleich zu anderen Weltregionen steigen in Südafrika die Temperaturen doppelt so stark an. Wissenschaftliche Studien erwarten dort bis Mitte dieses Jahrhunderts einen Temperaturanstieg um bis zu vier Grad.

3. Angriff in Mali
Wie die Süddeutsche Zeitung, Welt, der Tagesspiegel, die Tageszeitung (taz), Frankfurter Rundschau, n-tv.de und stern.de berichteten, sind bei einem Angriff auf einen Militärstützpunkt in Mali rund 50 Soldat*innen ums Leben gekommen. Die malische Regierung habe den Anschlag als „Terrorangriff” bezeichnet und der Region militärische Verstärkung zugesichert. Unterstützt werde sie durch Blauhelmsoldat*innen der UN-Stabilisierungsmission Minusma, an welcher die deutsche Bundeswehr ebenfalls beteiligt ist. Die Terrororganisation ‚Islamischer Staat‘ (IS) habe sich zu dem Anschlag bekannt. Sie zeichne sich auch verantwortlich für einen weiteren, bei welchem laut französischer Regierung ein 24-jähriger französischer Soldat durch eine Bombe getötet worden sei. Mali sei regelmäßig Ziel terroristischer Angriffe, die auch auf die Nachbarstaaten Niger und Burkina Faso übergreifen. Die Anti-Terror-Allianz G5, bestehend aus Truppen der Länder Burkina Faso, Tschad, Mali, Mauretanien und Niger, bekämpfe mit der Unterstützung Frankreichs seit 2014 den Terrorismus in der Sahel-Zone. Menschenrechtsaktivist Alioune Tine aus dem benachbarten Senegal habe auf zu einer „afrikanischen Mobilisierung für Mali und Burkina Faso” aufgerufen, um den islamistischen Terrorismus einzudämmen.

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Sonne, Beats und Einsatz gegen Armut: Aktionssommer der ONE-Jugendbotschafter*innen

1. November 2019 - 12:40

In der Sonne und im Team arbeitet es sich ja bekanntlich am besten. Da trifft es sich super, dass ONE jedes Jahr mit seinen Jugendbotschafter*innen auf zahlreichen Festivals in ganz Deutschland vertreten ist. Mit Ausdauer und unerschöpflicher Motivation machen sie sich überall im Land gegen extreme Armut und für die Rechte von Frauen und Mädchen stark.

Jugendbotschafter*innen auf dem Lollapalooza

Festivals sind harte Arbeit

Klar, Musik im Ohr und Sonne im Gesicht, das klingt erst einmal prima. Doch hinter jedem einzelnen Stand steckt unfassbar viel harte Arbeit, Teamwork und das riesige Engagement der Jugendbotschafter*innen. Aber natürlich kommt auch der Spaß dabei nicht zu kurz.

ONE beim Wacken Open Air

Du fragst dich, was sie dabei antreibt? Jugendbotschafterin Amina meint: „Ich will, dass Mädchen genauso aufwachsen dürfen, wie ich es durfte: selbstbestimmt und unter voller Ausschöpfung des eigenen Potentials“. In Bezug auf die ‘Armut ist sexistisch’-Kampagne, mit der die ONE-Jugendbotschafter*innen in den letzten Monaten unterwegs waren, fügt sie hinzu: „Indem wir den Mädchen keine Chance geben, verpassen wir eine riesige Chance. Wer weiß, wozu diese Frauen und Mädchen alles in der Lage wären?“.

ONEs offener Brief gegen Sexismus wird auf dem Wacken Open Air unterschrieben

Das Engagement zahlt sich aus

Trotz Herausforderungen, wie Müdigkeit und einem konstant hohen Lärm-Pegel (insbesondere, wenn man mitten zwischen drei Heavy Metal-Bühnen steht…), sind unsere jungen Aktivist*innen immer voller Motivation und Energie bei der Sache. Und das ist gut so, denn unsere Arbeit auf Festivals ist super wichtig. Dort erreichen wir unfassbar viele unterschiedliche Menschen, die wir über ONE informieren und motivieren können, selbst aktiv zu werden. Timo, der auch schon Festival-Erfahrung mit ONE gesammelt hat, findet, „dass sich die Lobbyarbeit auf Festivals auf jeden Fall lohnt, auch wenn sie sich manchmal schwierig gestaltet. Viel mehr Leute als vorher erwartet hatten ein offenes Ohr für unser Thema und haben sich interessiert.“

ONE-Jugendbotschafter*innen auf dem Zelt-Musik-Festival in Freiburg

Ziel der Festivalaktionen ist es natürlich, möglichst vielen Menschen unsere Themen näher zu bringen und sie zu motivieren, selbst aktiv zu werden. Jugendbotschafterin Océane war auf dem Wacken Open Air und ist dort mit vielen Besucher*innen ins Gespräch gekommen. Ihr persönliches Highlight: Besonders interessant waren die Leute, die zum Stand gekommen sind, um zu fragen, warum Armut sexistisch ist. Es war sehr spannend und eine Herausforderung, das zu erklären, und diese Leute zu überzeugen. Ich habe dann bemerkt, dass es noch viele Männer gibt, die Gleichberechtigung als etwas betrachten, das sich gegen sie richtet, obwohl das gar nicht der Fall ist. Ganz im Gegenteil.”

ONE-Aktivist*innen in Aktion auf dem Youth Activist Camp

Junge Menschen bringen eine unvergleichliche Energie an diese Stände und verleihen ONEs Einsatz ein Gewicht, wie es niemand anderes könnte. Wir warten schon gespannt auf den nächsten Sommer und die Aktionen, die auf unsere Jugendbotschafter*innen warten. Denn Jugendbotschafterin Amina hat es ganz richtig gesagt: „Am Ende liegt es an uns, unserer Jugend, unsere Welt zu modellieren und es stimmt mich hoffnungsvoll, dass wir nicht alleine sind, sondern Teil einer größeren Bewegung.“

Mehr über das Jugendbotschafter*innen-Programm erfährst du hier.

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01. November 2019

1. November 2019 - 12:21

1. Armutsbekämpfung: ONE fordert von SPD Rückbesinnung auf Brandt
In der Frankfurter Rundschau spricht sich Stephan Exo-Kreischer, Deutschland-Direktor der Entwicklungsorganisation ONE, dafür aus, dass sich die SPD wieder auf ihre entwicklungspolitischen Wurzeln besinnt. Der ehemalige SPD-Bundeskanzler Willy Brandt habe seinerzeit dafür geworben, gegen Hunger und Armut zu kämpfen, um den Frieden in der Welt zu wahren. Vor rund 50 Jahren habe er daher bei den Vereinten Nationen zugesagt, 0,7 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung in die Entiwicklungszusammenarbeit zu investieren. Derzeit liege diese Quote bei 0,61 Prozent – bei sinkender Tendenz. Hinzu komme, dass tatsächlich nur 71 Prozent der Mittel wirklich für die Armutsbekämpfung vor Ort eingesetzt werden. Ein großer Teil der Entwicklungsgelder werde für die Versorgung von Geflüchteten im Inland aufgewendet. Die Erfolge der Entwicklungszusammenarbeit seien nicht von der Hand zu weisen. Um den weitläufigen Forderungen nach mehr Mitteln für Verteidigung entgegenzutreten und um die Union unter Druck zu setzen, habe die SPD im letzten Bundestagswahlkampf dafür geworben, für jeden „Rüstungs-Euro“ 1,50 Euro in die Bekämpfung von Armut zu stecken. Im Koalitionsvertrag habe man sich schließlich auf eine gleichmäßige Verteilung der Mehreinnahmen im Verhältnis von 1:1 geeinigt. Allerdings sehen die bisherigen Pläne von SPD-Finanzminister Olaf Scholz vor, bis zum Ende der Legislaturperiode knapp zwei Milliarden Euro mehr ins Verteidigungsbudget zu stecken als in die Entwicklungszusammenarbeit.

2. Grenzstreit auf See
In der Deutschen Welle thematisiert Silja Fröhlich den offenen Streit zwischen Kenia und Somalia um die gemeinsame Seegrenze. Seit zehn Jahren beanspruchen beide Länder ein Gebiet vor ihrer Küste für sich, dass reich an Öl- und Gasvorkommen sei. Eine Klärung der Frage habe der Internationale Gerichtshof in Den Haag auf kommendes Jahr verschoben. Der Grund sei, dass Kenia und Somalia noch einmal miteinander verhandeln wollen, bevor ein Richterspruch nötig werde. Ein gutes Beipiel für eine einvernehmliche Lösung liefern Nigeria und São Tomé und Príncipe. Beide Länder nutzen die Ressourcen vor ihrer Küste gemeinsam.

3. Botswana nach der Wahl
Thielo Thielke beleuchtet in der Frankfurter Allgemeine Zeitung die politische Situation in Botswana kurz nach der Parlamentswahl. Die Botswana Patriotic Party (BDP) von Amtsinhaber Mokgweetsi Masisi habe voraussichtlich 36 der 57 Sitze errungen und somit die Wahl deutlich gewonnen. Die BDP regiere das Land seit dem Ende der Kolonialzeit in 1966. Dass die Wahl so deutlich entschieden wurde, sei eine Überraschung, da sich der ehemalige Präsident Ian Khama, dessen Vater die BDP gegründet hatte, der Opposition angeschlossen habe. Khama selbst habe das Land in seiner Amtszeit zunehmen autoritär regiert und so den guten Ruf Botswanas beschädigt. Der Bruch zwischen Khama und Masisis könne auch daher rühren, dass Masisi einige Privilegien seines Vorgängers beschnitten und die Jagd auf Elefanten wieder legalisiert habe.

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31. Oktober 2019

31. Oktober 2019 - 13:58

1. Südafrika geht gegen Migrant*innen vor
Wie tagesschau.de und die junge Welt melden, sind südafrikanische Sicherheitsbehörden hart gegen demonstrierende Migrant*innen vorgegangen, die vor dem Büro des UN-Geflüchtetenhilfswerks UNHCR eine Sitzblockade errichtet hatten. Viele der Ausländer*innen seien vor laufenden Kameras von der Polizei abtransportiert worden. Die Protestierenden, unter denen sich mehrheitlich Frauen und Kindern befunden haben sollen, hatten vor dem UN-Büro campiert, um ein sicheres Geleit aus Südafrika zu fordern. Bei gewaltsamen Ausschreitungen im September habe sich die Gewalt in erster Linie gegen afrikanische Ausländer*innen gerichtet.

2. Klimakonferenz in Bonn?
Wegen der anhaltenden Unruhen im Inland sagte Chile die Ausrichtung der kommenden Weltklimakonferenz ab, wie unter anderem Tagesschau.de, Spiegel Online, Welt Online, Tagesspiegel Online, der Münchner Merkur und der Bonner General-Anzeiger melden. Zuvor habe bereits Brasilien die geplante Ausrichtung abgesagt. Derzeit werde daher wieder nach alternativen Ausrichtungsorten für die im Dezember angesetzte Veranstaltung gesucht. Im Gespräch seien neben New York und Paris auch Bonn. Die ehemalige Bundeshauptstadt und Sitz des UN-Klimasekretariats habe bereits Erfahrungen mit der Ausrichtung von Klimakonferenzen. Die größte Herausforderung bei einer etwaigen Ausrichtung sei die kurzfristige Planung.

3. Facebook sperrt russische Accounts in Afrika
Unter anderem die BILD, die Neue Zürcher Zeitung und Reuters melden, dass das soziale Netzwerk Facebook russische Kontennetzwerke gesperrt hat, die sich in die Innenpolitik von acht afrikanischen Staaten eingemischt haben. Laut Facebook werden die Netzwerke allesamt in Verbindung mit dem russischen Unternehmer und Putin-Vertrauten Jewgeni Prigoschin gebracht. Insgesamt handle es sich um rund 200 Fake-Accounts mit einer Reichweite von insgesamt einer Million Follower*innen. Prigoschin sei in der Vergangenheit bereits vorgeworfen worden, in sozialen Medien auf verdeckte Art und Weise Einfluss auf Wahlen in den USA zu nehmen.

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30. Oktober 2019

30. Oktober 2019 - 11:59

1. Deutschland soll Impfungen fördern
Laut Focus Online und dem Ärzteblatt benötigt die Impfallianz Gavi für die anstehende Finanzierungskonferenz im kommenden Jahr 700 Millionen Euro von Deutschland. Für den letzten Finanzierunngszeitraum (2016-2020) hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel seierzeit 600 Millionen Euro zugesagt. Nach Angaben der Impfallianz wurden mit den Mitteln bis 2018 760 Millionen Kinder geimpft. So würden „13 Millionen Leben grettet“. In Entwicklungsländern befinde sich die Impfraten auf einem Allzeithoch, so Gavi weiter. Für den kommenden Finanzierungszeitraum (2021-2025) benötige Gavi insgesamt 9,4 Milliarden US-Dollar. Das Ziel sei, weitere 300 Millionen Kinder zu impfen und damit „acht Millionen Menschen vor dem Tod zu bewahren“, sagt Gavi-Geschäftsführer Seth Berkley.

2. Ebola im Kongo: Noch keine Entwarnung
Im Tagesspiegel interviewt Sascha Karberg den Arzt und Gesundheitsexperten Mike Ryan von der Weltgesundheitsorganisation zum Verlauf der Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. Dort haben sich bisher mehr als 3200 mit dem hochansteckenden Virus infiziert; über 2100 Menschen seinen an der Folgen der Krankheit gestorben. Allerdings gehe die Zahl der Neuinfektionen derzeit zurück. Insbesondere mithilfe eines neuen Ebola-Impfstoffes haben die zuständigen Behörden mutmaßlich zwei Drittel der Infektionen verhindern können. Es sei gelungen, die Neuinfektionen hauptsächlich auf Nord-Kivu im Osten des Landes zu begrenzen. Allerdings sei diese Region schwer zugänglich und darüber hinaus geprägt von gewaltsamen Konflikten. Für Entwarnung sei es noch zu früh.

3. Nahrunsgmittelengpässe in Nigeria
Katrin Gänsler thematisiert in der Tageszeitung (taz) die Lebensmittelkrise in Nigeria. Während der Bedarf an Nahrungsmitteln steige, sinke die Produktion wichtiger Güter wie Getreide oder Reis im Land. Ursachen hierfür seien vor allem bewaffnete Konflikte sowie die Eindämmung von Warenimporten durch Grenzsschließungen. Die Folge seien „steigende Preise und Knappheit“. Im Januar sei die Inflation für Nahrungsmittel auf über 13 Prozent gestiegen. Rund drei Millionen Nigerianer*innen seien im Sommer auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. Aus Angst vor der wachsenden Zahl an Entführungen vor allem im Norden des Landes bestellen viele Landwirt*innen ihre Felder nicht. Die Angst schränke auch Zulieferdienste ein. Das führe dazu, dass sowohl die Nahrungsmittelproduktion als auch die ländliche Entwicklung gehemmt werde.

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29. Oktober 2019

29. Oktober 2019 - 13:27

1. Afrikas Riesen stagnieren
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung beleuchtet die stagnierende ökonomische Entwicklung wirtschaftlich starker Staaten in Afrika. Südafrika sei „ein großer Bremser auf dem Kontinent“. Die Hoffnung auf einen wirtschaftlichen Aufschwung unter dem neuen Präsidenten Cyril Rampahosa sei verschwunden. Laut der nationalen Notenbank wachse die Wirtschaft in diesem Jahr lediglich um 0,6 Prozent. Die Arbeitslosenquote betrage 29 Prozent und sei damit auf einem 15-Jahres-Hoch. Ein Grund dafür seien unter anderem Probleme bei der Stromversorgung. Der staatliche Energiekonzern Eskom sei hoch verschuldet, von Korruption geplagt, werde schlecht gemanagt und habe mehrfach die Stromversorgung wegen Überlastung einstellen müssen. Die angekündigten Wirtschaftsreformen Ramaphosas zeigen bisher kaum Wirkung. Zudem reichen die niedrigen Wachstumsraten in den kommenden Jahren nicht aus, um die nötigen Arbeitsplätze zu generieren. Beim Erdölexporteur Nigeria, der größten Volkswirtschaft des Kontinents, sei das Wachstum trotz steigender Ölpreise auf unter zwei Prozent gesunken. Schuld sei hier unter anderem die protektionistische Wirtschaftspolitik der Regierung. Das steigende Wirtschaftswachstum der kommende Jahre werde durch den hohen Bevölkerungsanstieg wieder nivelliert, sodass das Pro-Kopf-Einkommen sogar sinken werde.  Angola und Namibia durchleben eine Rezession und in Simbabwe sei die Lage „katastrophal“. Die dortige Wirtschaft sei um sechs Prozent eingebrochen und durch Missernten drohe Millionen Menschen eine Hungersnot. Anders sehe es jedoch in Ostafrika aus. Insgesamt sinke dort das Wirtschaftswachstum zwar, allerdings auf vergleichsweise hohem Niveu von sechs Prozent. Leuchttürme seien hier vor allem Ruanda, Ghana und Äthiopien, das lange Jahre Wachsrumsraten von über zehn Prozent aufgewiesen habe.

2. Deutschland verdoppelt Mittel für Klimafonds
Wie unter anderem die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Dresdner Neueste Nachrichten, das Göttinger Tageblatt, die Märkische Allgemeine und die Ostsee-Zeitung melden, hat Entwicklungsminister Gerd Müller Deutschlands Beitrag für den Green Climate Fund auf 1,5 Millarden Euro verdoppelt. Der Fonds soll Schwellen- und Entwicklungsländer darin unterstützen, ihren CO2-Ausstoß zu minimieren und sich an den Klimawandel anzupassen. Deutschlands sei damit nach Frankreich und dem Vereinigten Königreich der drittgrößte Geber des zehn Milliarden schweren Klima-Fonds.

3. Nigerias Aushängeschild: Schriftstellerinnen
Die Deutsche Welle widmet sich der nigerianischen Literatur. Das Land habe eine „lange Literaturtradition“ und weltbekannte Schriftsteller*innen hervorgebracht. Vielen bekannt sei insbesondere die ‚Americanah‘-Autorin Chimamanda Ngozi Adichie, die in diesem Jahr mit dem Kassler Bürgerpreis ‚Glas der Vernunft‘ ausgzeichnet wurde. Bisher seien in erster Linie die Werke männlicher Literaten veröffentlich worden, doch die weiblichen Kolleginnen erleben derzeit so etwas wie einen Boom. Laut Helon Habila, Professor für Kreatives Schreiben, sei dies insbesondere dadurch möglich geworden, dass Frauen bessere Bildungschancen erhalten und so sichtbarer werden.

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28. Oktober 2019

28. Oktober 2019 - 11:07

1. Ghana: Impfungen und Blutkonserven per Drohne

Sascha Karberg berichtet heute im Tagesspiegel anlässlich des aktuell stattfindenden World Health Summits über Ghanas neues medizinisches Verteilsystem per Drohne. Seit April 2019 verfüge Ghana über eines der modernsten Robotik-Systeme, mit dem Drohnen per Bestellung über iPad Blutkonserven, Impfstoffe und Arzneien liefern. Von vier Drohnen-Startplätzen werden nun insgesamt 2000 Kliniken und Gesundheitszentren angeflogen, die mehr als 12 Millionen Menschen versorgen. In Ghana sterben pro 100.000 Geburten 350 Frauen, vor allem an Blutungen. Hier können die Blutkonserven, die nach Bestellung innerhalb von 30 Minuten da sein sollen, nun viele Leben retten, meint Kobena Wiredu, der medizinische Leiter eines Krankenhauses in der Nähe von Accra. In Ruanda, wo ein ähnliches System seit 2016 getestet werde, sei die Verschwendung von Blutkonserven um 95 Prozent zurückgegangen. Auch Impfstoffe, die sofort benötigt werden, aber teuer in der Vorhaltung sind, wie etwa der Tollwutimpfstoff, können nun per Drohne verschickt werden, so Seth Berkley, Geschäftsführer von Gavi, der Impfallianz. Das Projekt in Ghana, das auf vier Jahre angelegt ist, wird werde unter anderem von der UPS-Stiftung, Gavi, der Bill & Melinda Gates Stiftung und Pfizer unterstützt.

 2. Mosambik: Filipe Nyusi für fünf Jahre wiedergewählt

Viele Medien, u.a. Zeit Online, Deutschlandfunk und der Tagesspiegel berichteten heute und gestern über die Wiederwahl von Filipe Nyusi, dem Präidenten von Mosambik. Der 60-Jährige habe rund 73 Prozent der Stimmen erhalten, sein größter Konkurrent Ossufo Momade nur 22 Prozent. Der Wahlsieg sei allerdings von Betrugsvorwürfen überschattet. Wahlbeobachter*innen und die Zivilgesellschaft bemängelten etliche Unregelmäßigkeiten im Wahlprozess. So hätten Wahllisten nicht mit demographischen Erhebungen übereingestimmt und der Wahlprozess sei von massiver Gewalt überschattet gewesen. Dennoch wurde die Abstimmung von vielen Medien als Indikator dafür gewertet, „wie robust der Frieden im Land ist.“ Es seine die ersten Wahlen gewesen, seitdem Frelimo und Renamo im August ein Friedensabkommen unterschrieben hatten. Seit 1977 habe 15 Jahre lang ein Bürgerkrieg in Mosambik geherrscht. In den vergangenen Jahren sei die Gewalt wieder aufgeflammt.

 3. Kinderrechtsaktivistin Memory Banda: Zerstörerische Tradition in Malawi

Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung veröffentlichte gestern ein Interview mit der malawischen Kinderrechtsaktivistin Memory Banda, die sich als Kind erfolgreich gegen grausame Initiationsriten in ihrem Land wehrte. Sie berichtet über die Tradition in Malawi, Mädchen in ein fünftägiges „Initiations-Camp“ zu schicken. Dort lernten die Mädchen über kulturelle Werte, würden aber auch in die Sexualität eingeführt. Am letzten Tag des Camps werde ein Mann eingeladen, der alle Mädchen vergewaltige, um die „zur Frau zu machen“. Memory Banda, die dieses Vorgehen als „zerstörerische Tradition“ bezeichnet, konnte sich mit 13 Jahren dank der Unterstützung ihrer Mutter dagegen wehren, in das Camp zu gehen. Zuvor hatte sie gesehen, wie traumatisiert ihre Schwester und andere junge Mädchen zurückgekommen waren. Bandas Weigerung, in das Camp zu gehen, habe nicht nur viele andere Mädchen ermuntert, es ihr gleich zu tun. Mittlerweile, nach Jahren des Engagements, seien dies Camps in ihrer Gemeinde inzwischen sogar verboten. Zudem wurde das Heiratsalter für Mädchen von 15 auf 18 Jahre angehoben worden.

 

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25. Oktober 2019

25. Oktober 2019 - 12:09

1. Reich durch Investitionen in Afrika
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung spricht die senegalesische Unternehmerin und Tech-Pionierin Fatoumata Ba über Investitionen. Bereits früh habe sie in ihrem Heimatland Senegal Zugang zum Internet gehabt. Nach dem Universitätsabschluss in Frankreich habe sie bei einem Technologie-Consulting-Unternehmen gearbeitet. Anschließend habe sie sich selbstständig gemacht und den panafrikanischen Online-Shop ‚Jumia‘ gegründet, den viele als das „Amazon Afrikas“ bezeichnen. Nun investiere sie ihr gesamtes Vermögen in die Wagniskapitalfirma ‚Janngo‘. Das Risiko zahle sich aus. Das Portfolio werde sehr gut bewertet und das Unternehmen habe einen „echten Einfluss auf Start-Ups in Afrika“. Generell fehlen in Afrika die Mittel, um „gute Infrastruktur zu bauen, um den Bürgern Gesundheitsversorgung, Bildung und Zugang zu Jobs zu ermöglichen“. Daher komme es auf Privatinvestitionen an. Direktinvestitionen aus dem Ausland seien zwar deutlich gestiegen, aber insgesamt noch immer nicht genug. Der Bevölkerungsboom erfordere auch deutlich mehr Arbeitsplätze. Afrika stehe an einem Scheidepunkt: Schaffe man es, die junge Bevölkerung mit Jobs zu versorgen, könne sich der Kontinent wie China in ein „Machtzentrum“ verwandeln. Anderenfalls würde es „sehr schlimm werden“, da viele den Weg der Auswanderung wählen würden.

2. Afrika hat 1,5°C-Ziel längst überschritten
Im Tagesspiegel-Interview warnt Gernot Laganda, Leiter der Klima- und Katastrophenpräventionsabteilung im UN-Welternährungsprogramm, vor den Folgen des Klimawandels auf die Landwirtschaft. In Namibia haben die Landwirt*innen bereits heute weniger Chancen, sich an die sich verändernden klimatischen Bedingungen anzupassen. Dort haben die Menschen weniger Zugang zu Technologien, Erntesausfellkrediten und sogar Wetterinformationen. In Subsahara-Afrika sei die Erwärmung um 1,5°C, die man global nicht überschreiten wolle, längst eingetreten. Die Folgen des Klimawandels werde die Kleinbauern und -bäuerinnen am härtesten treffen, insbesondere wenn regionale Konflike und Wetterextreme eintreten und sich sogar gegenseitig bedingen. Derzeit gebe es 822 Millionen Menschen, die an chronischem Hunger leiden.

3. Proteste in Äthiopien
Die tageszeitung (taz), der österreichische Standard und die schweizerische Neue Zürcher Zeitung thematisieren die derzeit stattfindenden Unruhen in Äthiopien, bei denen zwischen 12 und 16 Menschen bereits ums Leben gekommen sind. Die Proteste richten sich gegen Ministerpräsident Ahmed Abiy. Dessen Regierung solle die Leibwächter für den Oppositionsaktivisten Jawar Mohammed abgezogen haben, weswegen sein Leben nun in Gefahr sei. Trotz Dementi der Behörden seien hunderte Regierungsgegner*innen auf die Straße gegangen. Der Journalist und Medienunternehmer Jawar war unter dem vormaligen autoritären Regime Äthiopiens ins US-amerikanische Exil gegangen. Mit Amtsantritt Abyis habe der Premier viele inhaftierte Regierungskritiker*innen freigelassen und Oppositionspolitker*innen aus dem Ausland ermuntert, heimzukehren. Jawar sei dieser Einladung gefolgt, nehme aber nach wie vor eine kritische Haltung gegenüber der Regierung ein. Bemerkenswert sei überdies, das der aktuelle Konflikt „keine ethnische Dimension“ habe.

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‚Ruby Cup‘ revolutioniert den Umgang mit der Periode in Afrika

25. Oktober 2019 - 11:09

Jungen Mädchen und Frauen wird beigebracht, wie sie ihre Ruby Cup korrekt und sicher verwenden. Foto: Ruby Cup

Geht es um die Periode und Menstruation, muss international noch mit einigen Tabus und veralteten Ansichten gebrochen werden. Zum einen ist das Thema vielerorts immer noch mit Verlegenheit und Scham verknüpft. Zum anderen gibt es in vielen Ländern keinen ausreichenden Zugang zu nachhaltigen, bezahlbaren und nutzer*innenfreundlichen Menstruationshygieneartikeln. Vor allem in afrikanischen Ländern ist die Periode für viele Frauen und Mädchen nicht nur ein unbeliebtes Thema, sondern auch eine Hürde in Sachen Bildung.

Während der Verteilung der Ruby Cups erhalten Mädchen Bildung zu reproduktiver Gesundheit, wie sie während ihrer Periode auf sich Acht geben und gesunde Entscheidungen für ihre Zukunft treffen können. Foto: Ruby Cup

Aber es gibt gute Neuigkeiten: Nämlich Initiativen, die hier tatkräftig anpacken und an diesen Umständen etwas ändern wollen. Eine, die uns dabei besonders begeistert, ist Ruby Cup. Die Initiative will unzureichende Aufklärung bezüglich sexueller Gesundheit und soziale Tabus zu Dingen der Vergangenheit erklären. Damit wollen sie die alltägliche Realität von Millionen von Mädchen in weniger entwickelten Ländern verändern.

Wie das funktioniert?

Das Konzept dabei? Buy One – Give One. Bedeutet, für jede Menstruationstasse, die du online kaufst, erhält eine Person in einem afrikanischen Land ebenfalls eine. Und das kann ihren Alltag revolutionieren.  Ruby Cup ist nicht nur nachhaltig, hygienisch und einfach zu benutzen – sie sorgt auch dafür, dass die Periode kein Grund mehr für Mädchen sein muss, nicht zur Schule zu gehen. Und mehr noch – Ruby Cup macht es durch Kooperationen möglich, dass die Bereitstellung von Menstruationsartikeln und Bildung zur Periode Hand in Hand gehen.

Mit einer Ruby Cup können Mädchen selbstbewusst in die Schule gehen, mit ihren Freund*innen spielen und unbeschwert sein. Foto: Ruby Cup

Ruby Cup in Zusammenarbeit mit lokalen Partner*innen

Das führt dazu, dass nicht nur der Zugang zu Menstruationstassen gewährleistet wird, sondern sich auch die Einstellung menstruierender Frauen und Mädchen in Afrika zu ihrer Periode grundlegend ändert. Um das möglich zu machen, braucht es lokale Kooperationspartner*innen wie Golda Ayodo, Gründerin und Direktorin der Golden Girls Foundation. Über die letzten Jahre hinweg hat Golda mehr als 10.000 Ruby Cups an Mädchen und junge Frauen in Kenia verteilt. Zusätzlich gibt sie Workshops zur richtigen Verwendung, um den Nutzer*innen ebenfalls die Möglichkeit zu einer offenen Diskussion über die Menstruationstassen zu geben.

Golda Ayodo von der Golden Girls Foundation nach einer Verteilung von Ruby Cups mit Teilnehmerinnen des Workshops in Kenia. Foto: Ruby Cup

Ruby Cup und seine Kooperationspartner wie Golda Ayodo und die Golden Girls Foundation leisten unfassbar wichtige Arbeit, die weit über gesundheitliche Aufklärung hinaus geht. Ein selbstbewussterer Umgang mit der eigenen Periode stärkt nachweislich Bildungschancen, eine aktive Lebensplanung, Sport und Flexibilität im Alltag.

Für mehr Infos oder um auf dem Laufenden zu bleiben wartet stetig neuer spannender Content auf dem Blog oder Twitter-Account von Ruby Cup.

Ein Moment nach dem Workshop mit der Golden Girls Foundation in Kisumu County. Foto: Ruby Cup

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24. Oktober 2019

24. Oktober 2019 - 12:11

1. IT-Pionierin aus Kenia ausgezeichnet
Die kenianische IT-Unternehmerin Juliana Rotich wurde mit dem Deutschen Afrika-Preis ausgezeichnet, wie der Deutschlandfunk und die Deutsche Welle berichten. Überreicht worden sei der Preis von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Rotich sei mit der Open-Source-Plattform Ushahidi bekannt geworden. Dort können User*innen Informationen über Krisengebiete hochladen, sharen und einsehen. Angefangen in Kenia, das nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen 2007 schwere Unruhen durchlitten habe, könne der Dienst mittlerweile in mehr als 160 Ländern genutzt werden. Merkel lobte Rotich in ihrer Laudatio als Vorbild für Frauen in Afrika. Es sei auch ihr Verdienst, dass „IT ‘Made in Africa’ weltweit nachgefragt“ werde. In einem Interview in der Welt strich Rotich hervor, dass es sich lohnt, in Afrika Zukunft zu investieren.

2. Eritrea verbittet sich Kritik
Wie die Deutsche Welle meldet, wurde der deutsche Botschafter in Eritrea einbestellt. Hintergrund sei die kritische Berichterstattung der Deutschen Welle, die Eritreas Informationsminister Yemane Meskel als „Verleumdungskampagne“ gegen sein Land bezeichnete. Insbesondere die Berichterstattung zu den nationalen Arbeits- und Wehrdiensten sei unausgewogen, so die Kritik. Eine UN-Kommission bestätigte kürzlich Vorwürfe der Repression gegen die eritreische Bevölkerung. Diese haben dazu geführt, dass „Hunderttausende Eritreer“ bereits das Land verlassen haben.

3. Südafrika: Oppositions-Chef tritt zurück
Mmusi Maimane, der Vorsitzende der größten südafrikanischen Oppositionspartei, Demokratische Allianz, ist von seinem Posten zurückgetreten, wie unter anderem die Welt und die Neue Zürcher Zeitung melden. Der 39-jährige sei der erste schwarze Vorsitzende der Partei gewesen, die „lange als Partei der weißen Mittelschicht galt“. Als Grund für seinen Rücktritt gab Maimane innerparteiliche Anfeindungen gegen seine Politik an, die sich stärker den Themen der schwarzen Bevölkerungsmehrheit zugewandt habe. Als Strippenzieherin der internen Attacken gelte Maimanes Vorgängerin Hellen Zille, die vor zwei Jahren wegen umstrittener Äußerungen zum Kolialismus aller ihrer Führungsämter enthoben worden war.

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23. Oktober 2019

23. Oktober 2019 - 10:48

1. Erster Russland-Afrika-Gipfel
Heute beginnt der erste Russland-Afrika-Gipfel im russischen Sotschi, wie mehrere Medien, darunter die Tagesschau.de, Spiegel Online, der Deutschlandfunk und der MDR berichten. 47 afrikanische Staats- und Regierungsoberhäupter folgten der Einladung des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Parallel zum Gipfel finde ein Wirtschaftsforum statt, an dem laut russischen Angaben über 10.000 Vertrteter*innen aus Politik und Wirtschaft reilnehmen. Bereits zu Zeiten des Kalten Krieges hatte die Sowjetunion enge Beziehungen zu vielen afrikanischen Staaten geknüpft. Daran wolle Putin anknüpfen. Zudem suche er „Verbündete für Entscheidungen in internationalen Organisationen“ wie der UNO. Im Vordergrund des Gipfels stehe neben der politischen Zusammenarbeit eine engere wirtschaftliche und sicherheitspolitische Kooperation. Dabei gehe es um Fragen der Rüstung und Ausbildung von Sicherheitskräften sowie um Investitionen in Infrastruktur und den Energiesektor in Afrika. Putin betonte, dass er anders als die westlichen Staaten Wert auf „die unabhängige Entwicklung der afrikanischen Länder“ lege. Die Welt urteilt, dass dies eine Chiffre dafür sei, dass Russland sich weder an „moralische noch menschenrechtliche Auflagen“ binden wollle.

 2. Entspannung im Sudan
Wie die tageszeitung (taz) meldet, stehen die Zeichen im Sudan weiter auf Entspannung. Die amtierende Übergangsregierung und oppositionelle Rebellengruppen sollen sich darauf geeinigt haben, die Gespräche fortzusetzen und die Waffenruhe um drei Monate zu verlängern. Zudem erhalten Hilfsorganisationen wieder Zugang zu den Teilen des Landes, in denen Unterstützung im Bereich Gesundheit, Ernährungssicherheit und Bildung benötigt wird. Der ehemalige Präsident Omar al-Bashir hatte die Organisationen zuvor ausgewiesen. Sowohl Regierung und Militär als auch die Opposition begrüßten die Einigung und bezeichneten sie als wichtigen Schritt zum Frieden, auch wenn dies noch ein langer Weg sein werde.

 3. VW produziert in Afrika
Das Unternehmen Volkswagen (VW) startet den Bau von Elektro-Autos in Ruandas Hauptstadt Kigali, wie die Deutsche Welle berichtet. Die E-Golfs sollen vorerst nicht an Privatpersonen verkauft werden, sondern für den konzerneigenen Mobilitätsdienst genutzt werden. In Ghana und Kenia plane VW den Bau weiterer Werke. Diese sollen als „Türöffner für den afrikanischen Binnenmarkt“ fungieren. Der deutsche Autobauer strebe einen „panafrikanischen Autopakt“ mit einem eng verzahnten Herstellermarkt an. Im Juli sei das panafrikschie Freihandelsabkommen AfCFTA, die größte Freihandelszone der Welt, in Kraft getreten. Dieser locke neue Investoren an.

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22. Oktober 2019

22. Oktober 2019 - 10:40

1. Unter der Lupe: Einwanderung aus Afrika
Unter anderem Spiegel Online und Zeit Online thematisieren eine Befragung des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) von afrikanischen Einwander*innen in Europa. Die Studie habe in erster Linie diejenigen ins Visier genommen, die aus wirtschaftlichen Gründen den Weg nach Europa gemacht haben und nicht wegen Krieg, Gewalt oder politischer Verfolgung. Die meisten der Befragten kommen aus Westafrika, insbesondere aus Nigeria und dem Senegal. Auffallend sei, dass die Einwander*inner vor ihrer Ausreise im Schnitt zu den Besserverdienenden in ihrem jeweiligen Heimatland gehörten. Über die Hälfte der Befragten habe trotzdem angegeben, das dies zum Leben nicht ausgereichte habe – trotz Zugang zu Bildung und Arbeit. Neben dem Wunsch, Geld an die daheim gebliebene Familie zu schicken, werden sehr oft auch schlechte Regierungsführung und die prekäre Sicherheitslage als Auswanderungsgrund genannt. Neben der Aufnahme eines Studiums oder einem sehr gut bezahlten Job gebe es kaum andere legale Möglichkeiten, in Europa einzuwandern. Obwohl die meisten Migrant*innen angaben, sich den Gefahren ihres Unterfangens bewusst zu sein, sei der „Weg nach Europa für sie schlimmer als erwartet“ gewesen. Die meisten Befragten gaben an, dass sie „nichts“ von der Auswanderung hätte abhalten können. „Eine bessere wirtschaftliche Lage im Heimatland“ war der Grund, der am zweithäufigsten genannt worden sei. Arbeitsverbote in dem Gastland erschweren es den Einwander*innen zudem, wirtschaftlich Fuß zu fassen. Viele arbeiten unter ihrer Qualifikation und verdienen im Schnitt weniger als der jeweilige Mindestlohn vorsehe. Diejenigen, die es schaffen, regelmäßig Geld zu verdienen und nach Hause zu überweisen, gaben an, mittelfristig nach Afrika zurückkehren zu wollen. Ein Hemmnis für die Rückreise sei bei vielen die Illegalität. Diejenigen, die kein Geld verdienen, sind mehrheitlich geneigt zu bleiben. Die Autor*innen der Studie schließen daher, dass eine Rückkehr ins Heimatland wahrscheinlicher werde, wenn der Aufenthalt und die Arbeitssaufnahme im Gastland erleichtert werde.

2. SPD-Vordenker gestorben
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Welt, die tageszeitung (taz), Tagesschau.de, Spiegel Online, Zeit Online, Focus Online und stern.de, berichteten bereits am Wochnenende vom Ableben des SPD-Politikers Erhard Eppler. Der ehemalige Entwicklungsminister unter den Bundeskanzlern Kurt-Georg Kiesinger, Willy Brandt und Helmut Schmidt sei mit 92 Jahren in seiner baden-würtembergischen Heimat Schwäbisch-Gmün gestorben. Er habe in seiner politischen Karriere die Themen Umweltschutz und Friedenspolitik bereits früh zu seinen Kernanliegen gemacht. Eppler sei prinzipientreu gewesen und habe sich daher auch mit dem damaligen Kanzler Schmidt überworfen, da er die Entwicklungspolitik nicht auf wirtschaftliche Zusammenarbeit reduzieren wollte.


3. Botswana hat die Wahl
Vor der anstehenden Wahlen in Botswana beleuchtet die Süddeutsche Zeitung die Situation in dem südafrikanischen Land. Botswana sei „stabil, friedlich und weniger korrupt als so mancher europäischer Staat“ und damit ein „Musterland“ in Afrika. Allerdings plane der ehemalige Präsident Ian Khama, der 2018 nach zwei Legislaturpersioden verfassungsgemäß abgetreten sei, eine Rückkehr auf die politische Bühne. Er habe eine neue Partei gegründet, um Mokgweetsi Masisi, seinen Nachfolger und derzeitigen Amtsinhaber von der Botswana Democratic Party (BDP), aus dem Amt zu drängen. Diese regiere das Land bereits seit der Unabhängigkeit 1966. Masisi habe einige Privilegien seines Vorgängers eingeschränkt und verfolge auch politisch andere Ziele. So suche er die Nähe Chinas und habe wieder eine eingeschränkte Jagd auf Elefanten, von denen es im Land über 130.000 geben soll, zugelassen. Mit Khamas Hilfe habe die Opposition eine realistische Chance, die Vorherrschaft der BDP zu brechen.

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Wir möchten über Entwicklungspolitik reden: 3 Fragen an Gesine Schwan und Ralf Stegner

18. Oktober 2019 - 16:13

Entwicklungspolitische Themen sind für unsere Arbeit zentral. Punkte wie 0,7 Prozent, Investitionen in Bildung, Gesundheit und die Stärkung von Frauen und Mädchen stehen für uns auf der Agenda für die Bekämpfung extremer Armut ganz oben. Umso spannender ist es, zu diesen Themen mit Politiker*innen und Entscheidungsträger*innen in Dialog zu treten. Mit der Interview-Reihe “Wir möchten über Entwicklungspolitik reden” wollen wir Entwicklungszusammenarbeit greifbarer machen und abklopfen, wie führende Politiker*innen heutzutage zu ihrer Umsetzung stehen. 

Im momentanen Rennen um den SPD-Parteivorsitz kandidiert unter anderem das Duo aus Gesine Schwan und Ralf Stegner. Die neue Doppel-Spitze wird die Politik der Partei maßgeblich beeinflussen. Umso wichtiger war es für uns, die Meinung der Spitzenkandidat*innen zu entwicklungspolitischen Themen einzuholen. Deshalb haben wir alle Duos um ein Interview gebeten. Das Duo Schwan & Stegner hat sich zu einem Interview bereiterklärt und drei uns wichtige Fragen beantwortet.

Gesine Schwan
Berlin, Pariser Platz, 08.05.2018
Fotograf: HC Plambeck

 

Ralf-Stegner
2016
Fotografin: Susie Knoll

 

ONE: Was bedeutet für Sie „sozialdemokratische Entwicklungspolitik“?

Schwan/Stegner: Sozialdemokratische Entwicklungspolitik knüpft als Entwicklungszusammenarbeit an Willy Brandt, Erhard Eppler und Heidemarie Wieczorek-Zeul an. Ziel ist die gemeinsame Entwicklung, d.h. auf keinen Fall Instrumentalisierung der Entwicklungszusammenarbeit für deutsche/europäische Wirtschafts- oder Migrationspolitik. Partnerschaftlichkeit und Nachhaltigkeit sind die Leitprinzipien. Die Entwicklungshemmnisse, die durch deutsche und europäische Politik entstehen, müssen abgeschafft werden (Handelspolitik, Ausbeutung durch nördliche Unternehmen, mangelnde Klimapolitik etc.). Deutschland und die EU sollten mehr auf kommunale Zusammenarbeit (Infrastruktur, Bildung, Gesundheitspolitik, Abfallentsorgung) setzen, weil nationale Regierungen nicht zureichend das Wohl der Menschen im Blick haben und in Kommunen Partnerschaftlichkeit leichter geht.

ONE: Wie stehen Sie zu Deutschlands Versprechen 0,7% seiner Wirtschaftskraft in Entwicklungspolitik zu investieren?

Schwan/Stegner: Dieses Versprechen sollte endlich eingehalten werden. Aber es geht bei der Entwicklung nicht nur um Geld. Besonders wichtig ist „Good Governance“, ebenso wie die Einsicht, dass Militär manchmal für Schutz notwendig ist, aber nie Konflikte lösen kann.  Soziale, wirtschaftliche und politische  Prävention sind besonders wichtig.

ONE: Welches entwicklungspolitisches Themenfeld würden Sie als Erstes angehen, um extreme Armut zu beenden?

Schwan/Stegner: Kritische Revision der eigenen Politiken und Stärkung, auch finanzielle Unterstützung demokratischer , sozialer und wirtschaftlicher  Eigeninitiative  in den sogenannten ‘Entwicklungsländern’. Anstelle des Aufbaus von Grenzen, die Europa und Deutschland von Afrika gegen Flüchtlinge fordern oder fördern, Erleichterung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit in Afrika.

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18. Oktober 2019

18. Oktober 2019 - 11:56
1. Zu wenig Geld für Tuberkulose-Bekämpfung

Wie das Hamburger Abendblatt und die Ärzte Zeitung melden, wird laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mehr Geld für die Behandlung von Tuberkulose benötigt als zur Bekämpfung der Krankheit bisher zur Verfügung steht. Nur fünfzig Prozent der Kinder, die an Tuberkulose erkrankt sind, erhalten ausreichend medizinische Versorgung, so die WHO. Laut Schätzung der Gesundheitsorganisation fehlen in ärmeren Ländern rund drei Milliarden Euro für die Behandlung. Im Vergleich zum Vorjahr sei 2018 die Zahl der Neuerkrankungen zwar um rund zwei Prozent zurückgegangen, es gebe jedoch nach wie vor eine große Dunkelziffer bei der Meldung von Tuberkulose-Erkrankten und -Diagnostizierten. Zwei Drittel aller neuen Fälle stammen aus Indien, China, Indonesien, den Philippinen, Pakistan, Nigeria, Bangladesch sowie Südafrika.

2. Südafrika ohne Strom

Sowohl das ZDF als auch die Neue Zürcher Zeitung berichten, dass es in Südafrika zu anhaltenden Stromausfällen kommt. Der staatliche Energieversorger Eskom kämpfe bereits seit Beginn des Jahres mit Erzeugungsengpässen. Wartungsarbeiten von Kraftwerken haben zu Ausfällen geführt. Nun habe der Energieversorger den zweiten Tag hintereinander den Strom in verschiedenen Orten gezielt abgestellt. Dies solle die Gesamtnachfrage drosseln, sorge jedoch auch dafür, dass neben der Wirtschaft auch die aktuell stattfindenden Abiturarbeiten betroffen sind.

3. Prominente für Entwicklungshilfe

Neben Til Schweiger und Jan Josef Liefers engagieren sich weitere neun Prominente für die neue Kampagne „Entwicklung wirkt“, wie unter anderem die Süddeutsche Zeitung, der Tagesspiegel und die Berliner Zeitung schreiben. Jungen Menschen soll mit der Kampagne des Entwicklungsministeriums ein Eindruck vermittelt werden, was Entwicklungszusammenarbeit bedeutet und bewirkt. Schweiger macht unter anderem auf die Arbeit der German Doctors in Kenia aufmerksam. Bei der Organisationen arbeiten deutsche Ärzte ehrenamtlich während ihres Urlaubes. Auch die Entwicklungsorganisationen Brot für die Welt, Christoffel-Blindenmission, Kindernothilfe und Misereor seien Partner der Kampagne. Jeder könne helfen und sich engagieren, so Schweiger. Entwicklungszusammenarbeit werde von der Bevölkerung insgesamt zwar positiv gesehen, doch gleichzeitig gebe es Vorbehalte gegenüber ihrer Wirkung, so Harald Kischlat, Vorstand von German Doctors.

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17. Oktober 2019

17. Oktober 2019 - 13:50
1. Widriger Kobaltabbau im Kongo

Christoph Seidler interviewt auf Spiegel Online den Rohstoffexperten Philip Schütte zum Kobalt-Abbau in der Demokratischen Republik Kongo. 70 Prozent der weltweiten Kobalt-Reserven befinden sich in Kongo, Australien und Kuba. Das afrikanische Land sei ein wichtiger Rohstofflieferant für die Produktion von Akkus von Elektrofahrzeugen. Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffen (BGR), für die auch Schütte wirke, habe sich mit den Arbeitsumständen in den kongolesischen Minen beschäftigt. Vor allem der Kleinbergbau, auf den rund 10 bis 20 Prozent des gesamten Bergbaus entfallen, stelle ein großes Problem dar, so Schütte. Der Abbau erfolge oft illegal und unter Bedingungen, die für die Arbeiter*innen gefährlich sind. Es gebe natürlich auch legalen Kleinbergbau. Die entsprechenden Gebiete werden von der Regierung ausgewiesen und seien für viele Bergleute unattraktiv. Auch Kinderarbeit sei ein großes Thema, so Schütte. Bei den von der BGR untersuchten Minen sei die Situation jedoch weniger schlimm gewesen als befürchtet. Kinder üben oft leichte Tätigkeiten aus oder begleiten ihre arbeitenden Eltern. Der Kongo sei jedoch zu wichtig im Kobalt-Abbau, um auf ihn zu verzichten, so Schütte. Unternehmen müssten die OECD-Standards für Sorgfaltspflicht stärker umsetzen. Dies sei wichtiger als den Kongo in der Lieferkette zu meiden.

2. Mali: Kein Vertrauen

Katrin Gänsler spricht in der Tageszeitung (taz) mit dem Anthropologen Bréma Ely Dicko über die aktuelle Situation in Mali. Die angespannte Lage habe sich zunächst auf den Norden des Landes konzentriert, ab 2015 jedoch nach Zentralmali ausgebreitet. Viele der aktiven Gruppen nutzen Waffen, was wiederum zu einem Anstieg der Gewalt führe, so Dicko. Ein Problem sei, dass die Bevölkerung wenig Vertrauen in den Staat habe. Trotz der anwesenden Blauhelm-Soldat*innen und der G5-Saheltruppen gebe es tägliche Gewalt. Auch die Ausbildung der malischen Armee stehe immer wieder in der Kritik; die Soldat*innen würden im Kampf gegen den Terrorismus zu wenig Einsatz zeigen. Die Ausstattung und Ausbildung sei ungenügend und dies mache es den Angreifer*innen einfach. Der Krieg sei asymmetrisch, die Fahrzeuge des Militärs ungeeignet und die Willensstärke zu gering, so Dicko. Zudem kursieren Gerüchte um einen Staatsstreich.

3. Kolonialgüter: Rückgabe wird einfacher

Vladimir Balzer berichtet im Deutschlandfunk über das Verfahren der Rückgabe von Kulturobjekten aus Afrika. Im kommenden Jahr soll in Berlin dafür eine zentrale Anlaufstelle entstehen. Die Kunst, die mit Deutschlands Kolonialgeschichte verknüpft sei, komme überwiegend aus Afrika. Nun gebe es Mittel, um die Recherche zur Herkunft zu fördern und die Nachfragen zu Rückführungen zu bearbeiten. Bisher sei die Suche langwierig und kleinteilig gewesen. Transparenz sei hierbei eines der wichtigsten Kriterien, so Carsten Brosda, Kultursenator aus Hamburg.

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16. Oktober 2019

16. Oktober 2019 - 9:56

1. Klimawandel verschlimmert Hunger
Viele Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, das ZDF, n-tv.de, die Tageszeitung (taz), die Berliner Morgenpost, der Münchner Merkur sowie die Neue Osnabrücker Zeitung, thematisieren den aktuellen Welthunger-Index, den die Welthungerhilfe gestern in Berlin vorgestellt hat. Laut der Entwicklungsorganisation sei die Zahl der Hungernden von 785 Millionen in 2015 auf aktuell 822 Millionen Menschen gestiegen. Überdies seien insgesamt zwei Milliarden Menschen von Mangelernährung betroffen. Am schlimmsten sei die Lage in der Zentralafrikanischen Republik. Als „sehr ernst“ betrachte die Welthungerhilfe zudem die Situation in Jemen, Sambia, Madagaskar und dem Tschad. Eine der größten Herausforderungen für den globalen Hunger sei der Klimawandel und seine Folgen für die Ernährungssicherheit.

2. Afrika: Deutsche Unternehmen zögern noch immer
Die Frankfurter Allgemeine Zeitung setzt sich in seiner aktuellen Ausgabe damit auseinander, dass die deutschen Wirtschaft noch immer zögerllich agiert, wenn es um Investitionen in Afrika geht. Bis 2050 werde sich die Bevölkerungszahl auf dem Kontinent auf etwa 2,6 Milliarden Menschen verdoppeln. Während Länder wie China, aber auch das Vereinigte Königreich und Portugal den wachsenen Markt Afrikas längst für sich entdeckt haben, fließen nur etwa zwei Prozent der deutschen Direktinvestitionen in den Nachbarkontinent. Politische Instabilität sowie Korruption und Rechtsunsicherheit schrecken noch immer viele deutsche Investoren ab. Die Unternehmen jedoch, die zu Investitionen bereit seien, können auf die Unterstützung des Afrika-Vereins der deutschen Wirtschaft hoffen. Deren Hauptgeschäftsführer Christoph Kannengießer fordere einerseits Verbesserungen der Hermes-Bürgschaften bei einem Engagement in Afrika und lobe andererseits Schritte der Bundesregierung wie die Einrichtung eines Entwicklungsinvestitionsfonds in Höhe von einer Milliarde Euro. Dieser stelle sowohl Mittel für zinsgünstige Darlehen zur Vefügung als auch für Direktinvestitionen afrikanischer Unternehmen sowie für Schulungen und Beratungen für deutsche Unternehmen, die in Afrika investieren wollen.

2. Terrorismus: Äthiopien im Visier
Die Deutsche Welle thematisiert die Gefahr in Äthiopien vor möglichen Anschlägen der islamistischen Terror-Miliz Al-Shabaab. Diese destabilisere seit über einem Jahrzehnt bereits Somalia und wende sich mittlerweile auch den Nachbarländern zu. Äthiopen gerate nun auch ins Visier der Terrorist*innen, da es sich zusammen mit Kenia an einer Friedensmission der Afrikanischen Union in Somaila beteilige. Aus Sorge um geplante Anschläge habe die äthiopische Regierunzg daher kürzlich mindestens zwölf mutmaßliche Al-Shabaab-Anhänger festgenommen. Ihnen werde vorgeworfen, Anschläge auf öffentlichen Plätzen verüben zu wollen, die wegen religiöser Feierlichkeiten hoch frequentiert werden. Die Tatsache, dass Äthiopien derzeit grundlegende poilitische Reformen durchführe, mit denen nicht alle einverstanden seien, mache das Land für Organisationen wie Al-Shabaab leichter verwundbar, urteilt die Brüssler Nichtregierungsorganisation International Crisis Group.

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15. Oktober 2019

15. Oktober 2019 - 13:48
1. Wirtschaftsnobelpreis für Kampf gegen Armut

Wie viele Medien berichten, darunter die Tagesschau, n-tv, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Süddeutsche Zeitung, Zeit online, die Welt, Spiegel Online, die Tageszeitung (taz) die Deutsche Welle und der Tagesspiegel wurde der Wirtschaftsnobelpreis an drei Forscher*innen vergeben, die sich mit der Bekämpfung von globaler Armut auseinandersetzen. Abhijit Banerjee, Esther Duflo und Micheal Kremer hätten maßgeblich dazu beigetragen, innerhalb von zwei Jahrzehnten das Forschungsfeld der Entwicklungsökonomie prominenter zu machen und weiterzuentwickeln. Ihre Forschung beruhe auf Feldexperimenten. Diese würden präzise Ansätze identifizieren, um effektiv gegen Armut zu kämpfen. Ohne zu wissen, wie die Lebensumstände und Denkweisen der Menschen seien, die am stärksten von Armut betroffen sind, könne man auch nicht effektiv gegen ebendiese Armut vorgehen, so das Credo der drei Wissenschaftlicher*innen. Die Themen der Forscher*innen seien vielschichtig, von der Erforschung des Zugangs zu Medikamenten und den Einfluss auf die schulische Leistung von Kindern bis hin zu Mikrokrediten für Kleinbauern und Bäuerinnen. Mit der Ökonomin Esther Duflo sei erst die zweite Frau mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet worden. Zudem sei sie zeitgleich auch die jüngste Person, der jemals der Preis verliehen wurde.

2. Mosambik: Faire Wahlen?

In Mosambik finden am heutigen Dienstag Wahlen statt, die ersten seit dem Friedensabkommen zwischen der Regierungspartei und der Opposition. Dies melden unter anderem das ZDF, Spiegel Online, die Welt, die Frankfurter Rundschau, der Stern und der Deutschlandfunk. Für das Land und die Zukunft des Friedens seien die Wahlen sehr wichtig. Dennoch seien bereits die Wahlvorbereitungen von Gewalt überschattet worden. So sei wenige Tage vor der Abstimmung ein Wahlbeobachter im südlichen Mosambik getötet worden. Neben der Abstimmung über einen neuen Präsidenten werde auch über das nationale Parlament sowie kommunale Parlamente und Provinzgouverneure abgestimmt. Neben den Konflikten der Regierungspartei Frelimo und der ehemaligen Rebellengruppe und jetzigen Opposition Renamo sei das Land in diesem Jahr auch von zwei Zyklonen heimgesucht worden. Dies sorge dafür, dass viele Menschen nun auf Überlebenshilfe angewiesen seien. Im Moment fehlen für den Wiederaufbau die nötigen Mittel, das Land sei hoch verschuldet. Neben den beiden großen Parteien stehen rund 26 weitere zur Wahl. Die Lage rund um die Wahlen sei angespannt, auch wegen möglicher Manipulationen.

3. Frauen in ländlichen Gebieten

Helle Jeppesen schreibt in der Deutschen Welle über die Benachteiligung von Frauen in ländlichen Gebieten und deren höheres Risiko, in extreme Armut abzurutschen. Viele der Menschen, die von extremer Armut betroffen seien, würden auf dem Land leben. Frauen seien hier besonders benachteiligt: Sie haben einen schlechteren Zugang zu Bildung und Krediten und sehen sich auch mit Benachteiligungen bei Landrechten konfrontiert. Viele Frauen arbeiten in kleinbäuerlicher Produktion, in Südasien und Subsahara-Afrika sei jede zweite Person in der Landwirtschaft eine Frau, so Fraser Patterson von der Deutschen Welthungerhilfe. Die Hauptursachen für den ansteigenden weltweiten Hunger seien vor allem bewaffnete Konflikte und der Klimawandel, so Patterson. Auch hier treffe es insbesondere die Frauen hart. In Kriegen und auf der Flucht werden sie häufig Opfer von Gewalt und auf dem Land treffen sie die zunehmenden Dürren und die Folgen des Klimawandels besonders, da sie rund fünfzig Prozent der Landbevölkerung ausmachen. Eine Lösung hierfür sieht Patterson in der Stärkung von Frauen. Haben diese den gleichen Zugang zu Landrechten, Darlehen, Märkten und Bildung wie Männer, steige die Produktion um 20 bis 30 Prozent, so Patterson. Darüber hinaus seien laut dem UNICEF-Bericht ‚Bericht zur Situation der Kinder in der Welt‘ weltweit 149 Millionen Kinder unter fünf Jahren aufgrund von Mangelernährung unterentwickelt wie die Tagesschau, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Deutschlandfunk und die Berliner Morgenpost melden. Betroffen seien hier vor allem Indien in Südasien und in Subsahara-Afrika die Demokratische Republik Kongo. Auch fehle es fast jedem zweiten Kleinkind an nötigen Vitaminen und Nährstoffen, dies treffe insbesondere auf Ostafrika, das mittlere Afrika sowie Zentral- und Südasien zu.

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14. Oktober 2019

14. Oktober 2019 - 17:38
1. Friedensnobelpreis: Richtiger Zeitpunkt für Äthiopiens Premier?

Die Auszeichnung des äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed Ali mit dem Friedensnobelpreis findet breite Zustimmung, wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), die Süddeutsche Zeitung, die Tageszeitung (taz) und der Deutschlandfunk schreiben. Amnesty International würdigte die Preisvergabe, sprach sich jedoch auch dafür aus, dass weitere Anstrengungen nötig seien, um die bereits unternommenen Fortschritte beizubehalten. Auch Human Rights Watch habe die Vergabe befürwortet. Neben Außenminister Heiko Maas, der dem Preisträger gratulierte, schreibt auch Entwicklungsminister Gerd Müller in der Welt am Sonntag, dass Äthiopien mit seinem starken Wirtschaftswachstum auf dem richtigen Weg sei. Dennoch seien die Herausforderungen groß, denen sich Abiy Ahmed jetzt stellen müsse, so Müller. In der deutschen Deutschen Welle äußert sich Ludger Schadomsky jedoch auch kritisch über die Entscheidung des Komitees. Viele der anfänglich geöffneten Grenzübergänge zwischen Äthiopien und Eritrea seien inzwischen wieder geschlossen – wenn auch laut äthiopischer Regierung auf Betreiben Eritreas. Der Frieden existiere vor allem auf dem Papier, schreibt Schadomsky und es stelle sich die Frage der Nachhaltigkeit von Abiy Ahmeds Politik.

2. Smartphones „made in Africa“

Bernd Dörries berichtet in der Süddeutschen Zeitung, dass in Ruanda das erste Smartphone aus eigener Produktion entstanden ist. Neben den gängigen Ausstattungen wie Kameras, Gesichtserkennung und dem neuesten Betriebssystem sei auch der Preis mit unter 200 US-Dollar erstaunlich. Ruanda gehöre bereits seit Jahren zur am schnellsten wachsenden Wirtschaft Afrikas. Die neue Fabrik reihe sich ein in die Anzahl anderer Hightech-Manufakturen in Ruanda, so Präsident Paul Kagame bei der Eröffnung der neuen Handy-Fabrik. In den vergangenen Jahren sei die Wirtschaftsleistung des Landes rasant gestiegen, die Kindersterblichkeit habe sich halbiert und die nationale Fluglinie eröffne immer neue Routen. Allerdings lasse die Regierung kaum Opposition zu und Gegner*innen werden verschleppt. Bürger*innen werden mit dem Versprechen, aus der Armut befreit zu werden, von der Regierung „mehr oder weniger freiwillig“ dazu gebracht, ihre Freiheit aufzugeben. Neben dem Absatz in Ruanda sollen die neuen Handys auch weltweit verschickt werden, so der Hersteller.

3. Anschlag in Burkina Faso

Wie unter anderem Zeit online, die Deutsche Welle, der österreichische Standard, das ORF und evangelische.de melden, wurden in Burkina Faso bei einem Anschlag mindesten 16 Menschen getötet. Hinter dem Angriff auf eine Moschee werden Islamist*innen vermutet. Bereits seit 2015 steige die Zahl der Anschläge an, insbesondere im Norden an der Grenze zu Mali. Trotz der steigenden Angriffe würden die Einwohner*innen ausländische Truppen im Land ablehnen. So habe es auch eine Demonstration in der Hauptstadt Ouagadougou gegeben, die sich sowohl gegen Terrorismus als auch gegen eine ausländische Militärpräsenz richtete.

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11. Oktober 2019

11. Oktober 2019 - 15:34
 1. Erfolg im Kampf gegen Aids

Unter anderem die Tagesschau, ntv sowie die Neue Osnabrücker Zeitung und die Ostfriesischen Nachrichten berichten, dass internationale Geber bei einer Finanzierungskonferenz in Lyon 14 Milliarden US-Dollar für den Globalen Fonds gegen Aids, Tuberkulos und Malaria zugesagt haben. Mit einer Zusage von einer Milliarde Euro sei Deutschland der viertgrößte Geldgeber des Fonds. Der größte Geber sei allerdings die USA mit rund 4,68 Milliarden US-Dollar gewesen. Die Entwicklungsorganisation ONE begrüßte die Zusagen in Lyon, diese seien entscheiden um die Krankheiten bis 2023 auszurotten, so ONE. Auch U2-Sänger Bono begrüßte die Zusagen. Man habe sich hier und heute entschieden, den größten aller Kämpfe zu gewinnen und die größten Killer zu besiegen, die die Menschheit jemals erlebt habe, dies sei historisch, so Bono laut ONE. Neben Regierungen gehören auch private Spender wie Microsoft-Gründer Bill Gates zu den Unterstützer*innen des Globalen Fonds.

2. Friedensnobelpreis geht nach Afrika

Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr an den äthiopischen Ministerpräsidenten Abiy Ahmed. Das melden unter anderem die Tagesschau, Spiegel Online, die Zeit Online, die Süddeutsche Zeitung Online, der Stern, der Deutschlandfunk, die Welt, die Berliner Morgenpost, die Frankfurter Rundschau und der Tagesspiegel. Mit der Auszeichnung werde insbesondere der historische Friedensschluss zwischen Äthiopien und Eritrea im vergangenen Jahr gewürdigt. Nach über 20 Jahren Konflikt hätte dies der Friedensvertrag beendet. Bereits im Jahr 2000 sei mit dem Abkommen von Algier der Krieg beendet worden. Die Spannungen zwischen den beiden Ländern hielten aber weiter an. Der äthiopische Ministerpräsident gelte seit seinem Amtsantritt vor anderthalb Jahren als Hoffnungsträger des Landes. Auch die Regierung in Addis Abeba teilte mit, sie sei „sehr, sehr glücklich über diese globale Anerkennung“.

3. Nigeria: Kampf gegen Kinderehen

Katrin Gänsler schreibt sowohl in der Deutschen Welle als auch in der Tagesschau (taz) über drei Schülerinnen, die sich gegen die Kinderehe in Nigeria einsetzen. Susan Ubogu, Kudirat Abiola und Temitayo Asuni haben im Dezember vergangenen Jahres die Organisation „It’s never your fault“ gegründet und setzen sich dagegen ein, dass Kinder früh verheiratet werden. Für Susan Ubogu bedeute eine frühe Ehe eine Einschränkung im Leben – dies sei jedoch für fast die Hälfte der Mädchen in Nigeria Realität. Bevor sie die Volljährigkeit erreichen, werden rund 44 Prozent der Mädchen verheiratet, davon rund 18 Prozent mit nur 15 Jahren. Doch nicht nur in Nigeria, auch im Niger, in der Zentralafrikanischen Republik und dem Tschad werde weit mehr als die Hälfte aller Mädchen vor ihrer Volljährigkeit verheiratet. In Nigeria stehe der Beendigung der Kinderehe auch die Verfassung im Wege. So müssen noch elf von 36 Bundesstaaten dem nigerianischen „Child’s Rights Act“ zustimmen, der Eheschließungen unter 18 Jahren verbietet, so Hussaini Abdu, Landesdirektor von Plan International. Die drei Schülerinnen sehen das Thema als wichtig für beide Geschlechter an. Es sei falsch, was vor sich gehe und das müsse man auch den Männern klarmachen.

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