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Monat: März 2024

Hamburg Sustainability Conference findet 7.-8. Oktober 2024 statt

Update: Die erste Hamburg Sustainability Conference findet am 7. und 8. Oktober 2024 statt. Auf diesen Termin haben sich die Initiatoren der Konferenz, das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, die Freie und Hansestadt Hamburg und die Michael Otto Stiftung verständigt. Ursprünglich war ein Termin im Juni geplant. Dieser hat sich allerdings mit Blick auf die Personalsituation bei Landes- und Bundespolizei während der Fußball-Europameisterschaft als nicht umsetzbar erwiesen. Zum neuen Termin im Oktober steht die Handelskammer Hamburg als Austragungsort zur Verfügung. Nach dem für September geplanten Zukunftsgipfel der Vereinten Nationen in New York ist der Konferenztermin im Oktober nun geeignet, eine Brücke zu schlagen von den politischen Nachhaltigkeitszielen auf UN-Ebene hin zur praktischen Umsetzung.

Neue Konferenz soll globalen Norden und globalen Süden für gemeinsame Lösungen näher zusammenbringen

Auf Initiative des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und in enger Kooperation mit dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP), der Michael Otto Stiftung und der Freien und Hansestadt Hamburg findet am 20. und 21. Juni 2024 die Hamburg Sustainability Conference (HSC) statt. Die Konferenz soll Regierungsvertreterinnen und -vertreter aus dem globalen Norden und dem globalen Süden, aber auch führende Köpfe aus Privatwirtschaft, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und internationalen Organisationen an einen Tisch bringen, um gemeinsam Lösungen für die notwendige sozial-ökologische Transformation zu entwickeln. Die Bundesregierung will den kommende Woche anstehenden UN-Gipfel zur Halbzeitbilanz auf dem Weg zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) nutzen, um Partner zur HSC einzuladen und mögliche Inhalte auszuloten. Der Halbzeitgipfel soll neuen Schwung in die UN-Nachhaltigkeitsagenda bringen, auf dem die HSC aufbauen kann.

 Entwicklungsministerin Svenja Schulze: „Die Welt braucht neuen Schwung auf dem Weg zu den Nachhaltigkeitszielen. Und dafür brauchen wir auch neue Räume, in denen wir gemeinsam konkrete Lösungen für die sozial-ökologische Transformation entwickeln können. Wir wollen vertrauensvoll, partnerschaftlich und kreativ miteinander reden – und dem Reden dann auch das notwendige Handeln folgen lassen. In der neuen multipolaren Weltordnung sind wir gut beraten, in diesen respektvollen Austausch zwischen globalem Norden und Süden zu investieren. Und wir sollten das Potenzial der Wirtschaft mit guten Rahmenbedingungen und Leitplanken stärker für nachhaltige Entwicklung weltweit nutzen.“

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher: „Mit der internationalen Sustainability Conference leistet Hamburg einen wichtigen Beitrag zu einer global nachhaltigeren Entwicklung. Als Stadt mit einer ambitionierten SDG-Strategie, dem größten Seehafen Deutschlands und rund 100 Konsulaten haben wir beste Verbindungen zu allen Kontinenten. Wir freuen uns auf die Gäste, einen interessanten Austausch über erfolgreiche Konzepte und neue Ideen zur Umsetzung der SDGs der Vereinten Nationen.“

Achim Steiner, Leiter des UN-Entwicklungsprogramms UNDP: „Wenn die Staats- und Regierungschefs der Welt nächste Woche in New York zur 78. Generalversammlung der Vereinten Nationen zusammenkommen, steht die Welt vor vielen Herausforderungen. Aber sie steht auch vor Möglichkeiten und Entscheidungen. Der Halbzeitgipfel zu den Zielen für nachhaltige Entwicklung wird eine der Chancen sein, wieder auf den richtigen Weg zu kommen. Der Gipfel birgt das Potenzial, ein historisches, neues Kapitel globaler Zusammenarbeit und beschleunigten Handelns aufzuschlagen. Dialog, Zusammenarbeit und Kompromisse sind wesentliche Elemente, ebenso wie ein starkes Engagement aller Mitgliedstaaten. Die Führungsrolle Deutschlands bei den SDGs und den Investitionen in unsere gemeinsame Zukunft spiegelt sich in Deutschlands neuer Strategie für eine multilaterale Entwicklungspolitik wider. Sie ist auch eine Bestätigung der engen dynamischen Partnerschaft zwischen UNDP und Deutschland.“

Wie lässt sich Wertschöpfung global gerechter verteilen? Wie kann man das enorme Potenzial der Privatwirtschaft und zivilgesellschaftlicher Akteure besser nutzen, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung doch noch zu erreichen? Welche Leitplanken kann die Politik setzen, damit die Nachhaltigkeitspioniere von heute die Standards von morgen setzen? Die Hamburg Sustainability Conference wird diesen Fragen nachgehen und stellt damit ein Bindeglied zwischen politischen Gipfeltreffen, der Privatwirtschaft und der Zivilgesellschaft her.

Stifter und Unternehmer Michael Otto: „In der globalen Gesellschaft steckt viel mehr Lösungskompetenz, als für das Erreichen der SDGs bis jetzt aktiviert werden konnte. Kooperatives, partnerschaftliches Handeln ist unter den komplexen internationalen Bedingungen eine hohe Kunst, aber auch eine Notwendigkeit. Für die anspruchsvolle Umsetzung wollen wir mit der HSC gute Voraussetzungen erarbeiten.“

Die Konferenz soll Räume bieten sowohl für politische Fragen etwa zur Governance internationaler Organisationen als auch für unternehmerische Ansätze für nachhaltige Entwicklung. Die kontinuierliche Zusammenarbeit mit dem UN-System sowie Organisationen der internationalen Finanzarchitektur stellen die Entwicklung, Verbreitung und Platzierung nachhaltiger Lösungsansätze sicher. Ziel ist es, gemeinsame Fahrpläne zu entwickeln, wie die Themen der Konferenz im gemeinsamen Schulterschluss konkret vorangebracht werden. So sollen gemeinsame Lösungsansätze der HSC auch in den Zukunftsgipfel der Vereinten Nationen im September 2024 einfließen.

Die genauen Inhalte der Konferenz sollen gemeinsam mit Partnern aus dem globalen Süden festgelegt werden. Das spiegelt den Anspruch der Konferenz wider, einen partnerschaftlichen Austausch zwischen globalem Norden und globalem Süden zu den strukturellen Fragen unserer Zeit zu organisieren. Ein international besetztes Beratungsgremium unterstützt die Programmplanung und stößt ebenfalls Themen an.

Durch Veranstaltungen im Stadtzentrum wird die Hamburg Sustainability Conference zudem die Hamburger Stadtgesellschaft in die Diskussionen der Konferenz einbinden.

Weitere Informationen: www.sustainability-conference.org

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Freien und Hansestadt Hamburg

UNESCO-Lehrstuhl für Gesellschaftliche Klimaforschung und Resilienz

Neuer UNESCO-Lehrstuhl in Hamburg

Die UNESCO hat gemeinsam mit der Universität Hamburg den UNESCO-Lehrstuhl für Gesellschaftliche Klimaforschung und Resilienz unter Leitung von Prof. Dr. Beate Ratter eingerichtet. Damit tragen in Deutschland nun 17 UNESCO-Lehrstühle zur Umsetzung der Globalen Nachhaltigkeitsagenda bei. Sie stärken durch ihre Arbeit die Kooperation von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und gesellschaftlichen Akteuren in Ländern des Globalen Südens, in Deutschland und in Europa.

„Der Klimawandel bedroht das Zusammenleben auf unserem Planeten“, betont die Präsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission Prof. Dr. Maria Böhmer. „Wir können ihm nicht allein mit technischen Mitteln begegnen, sondern müssen verstehen, dass Klimaschutz eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist. Ich freue mich, dass sich in Hamburg künftig exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler im internationalen Verbund der UNESCO-Lehrstühle diesem Thema widmen. Sie bringen uns den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen einen weiteren Schritt näher.“

Aktiver Klimaschutz baut darauf auf, Nachhaltigkeitsfragen, Anpassungsstrategien und Katastrophenvorsorge miteinander zu verbinden. Wie Menschen und Gemeinschaften den Herausforderungen des Klimawandels begegnen, unterscheidet sich von Region zu Region und ist auch kulturell bedingt. Der neue Lehrstuhl will die unterschiedlichen Wurzeln menschlicher Resilienz besser erforschen und für den Klimaschutz nutzen. Im Fokus der Forschenden stehen vor allem kleine Inseln in der Karibik, dem Indischen Ozean, im Pazifik, in Nordamerika und Europa, die von den Folgen des Klimawandels besonders betroffen sind.

„Wir müssen vom Wissen ins Handeln kommen. Dieses Handeln möchte ich ganz konkret anstoßen“, sagt Prof. Dr. Beate Ratter, Geografin und Inhaberin des neuen Hamburger UNESCO-Lehrstuhls für Gesellschaftliche Klimaforschung und Resilienz. „Mein Fokus liegt dabei auf kleinen Inseln. Ausgehend von den Bedürfnissen und Problemen der lokalen Bevölkerung werde ich das Erleben der eigenen Handlungsfähigkeit fördern. Dadurch können sich langfristige Strukturen entwickeln, um selbstbestimmt und nachhaltig auf die Herausforderungen durch den Klimawandel zu reagieren“, so Ratter weiter. „Die UNESCO ist eine faszinierende Friedensorganisation, die Wissen, Gerechtigkeit, Erziehung, Kultur, Empowerment und Gleichheit fördert. Entsprechend kommen über die UNESCO-Lehrstühle unterschiedlichste Expertisen zusammen, die ich zum Thema Klimaanpassung vernetzen möchte. Der Klimawandel ist kein isoliertes Phänomen, er betrifft heute und in Zukunft alle Bereiche unseres Lebens.“

Beate Ratter ist seit 2017 Professorin für Integrative Geographie und Küstenforschung am Institut für Geographie und Forscherin im Exzellenzcluster für Klimaforschung Climate, Climatic Change, and Society (CLICCS) der Universität Hamburg. Zudem leitet sie die Abteilung Sozioökonomie des Küstenraumes am Institut für Küstensysteme des Helmholtz-Zentrums Hereon in Geesthacht.

„Ich gratuliere Prof. Beate Ratter im Namen der gesamten Universität zu dieser Würdigung“, erklärt Prof. Dr. Hauke Heekeren, Präsident der Universität Hamburg. „Wir freuen uns, dass der Lehrstuhl für Gesellschaftliche Klimaforschung und Resilienz künftig an der Universität Hamburg angesiedelt sein wird. Die Erforschung von Wechselwirkungen zwischen Mensch und Umwelt wie auch der sozialen Voraussetzungen für eine dauerhafte Dekarbonisierung stehen auch im Fokus unseres Exzellenzclusters CLICCS, das sich mit Fragen wie diesen beschäftigt.“

Weitere Informationen zum Lehrstuhlprogramm sind auf der Seite der UNESCO zu finden. Ein Interview mit Prof. Dr. Beate Ratter gibt es auf den Seiten von CLICCS.

Einer von 900 UNESCO Chairs

Im weltumspannenden Netzwerk der UNESCO Chairs kooperieren über 900 UNESCO-Lehrstühle in mehr als 110 Ländern, um die Ziele der UNESCO in Wissenschaft und Bildung zu verankern. In Deutschland gibt es 17 UNESCO-Lehrstühle. Sie zeichnen sich durch herausragende Forschung und Lehre in den Arbeitsgebieten der UNESCO aus. Zu den Prinzipien ihrer Arbeit gehören die internationale Vernetzung, insbesondere im Nord-Süd- und Nord-Süd-Süd-Bereich, sowie die Förderung des interkulturellen Dialogs. UNESCO-Lehrstühle tragen weltweit dazu bei, Wissen zu schaffen, zu verbreiten und zur Anwendung zu bringen, um nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Quelle: Universität Hamburg, 6. März 2024, Pressemitteilung: https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2024/pm15.html

SID Stammtisch Entwicklungspolitik besucht Youth4planet

Dies ist eine herzliche Einladung zum nächsten SID Stammtisch Entwicklungspolitik. Wir machen einen Hausbesuch bei

Youth4planet e.V., Rutschbahn 33, 20146 Hamburg. T 040 41469944.
am Donnerstag, 14. März 2023 ab 18:00

Themen sind #KLIMA #JUGEND #BILDUNG #SOLAR #FAHRRAD #BNE #COP30 #WEDONTHAVETIME und mehr. Ab 20 Uhr gehen wir gegenüber ins Restaurant Hindukusch, Rutschbahn 34.

Youth4planet stellt uns das CreatiVelo Medienfahrrad vor. Die Jugendreporter*innen waren damit bei der Weltklimakonferenz in Dubai, nach dem Youth4planet-Prinzip als Storytelling mit dem Mobiltelefon. Das CreatiVelo Bildungskonzept mit SOL (self organized learning) haben in Dubai einige Regierungen für ihr Bildungssystem entdeckt. In Indien möchte der Bildungsminister gleich mit 5000 starten, in Nigeria, Indonesien, Thailand oder Brasilien zusammen noch mehr. Es ist eine rollende Bühne, Studio, Reportagewagen, Schule oder Kommunikationsort, total lokal und global vernetzt zugleich.

Über Kontakte in Indien entwickelt der Hamburger Verein gerade ein Rad in der Box, um das Lernsystem kostengünstig verbreiten zu können. Das solar-betriebene eBike mit Monitor, Lautsprechern, Mikrofonen ist ein Modell, um an jedem Ort der Welt eine Veranstaltung oder eine Recherche durchzuführen.  Youth4Planet verbindet Lernen, Kreativität und Handeln zu einem organischen Ganzen. Daraus entsteht die Vision einer vielfältigen, tatkräftigen und kreativen Gesellschaft, die ihre Chancen in einer nachhaltigen Welt neu aufstellt und verteidigt. Mehr auf www.youth4planet.com.

Haben wir zusammen Ideen, die Youth4Planet nutzen kann? Das System kann auch in Hamburg funktionieren. Gelingt es, hier ein paar „Creative Action Teams“ auf die Straße bringen? Mit diesem Re-Import hier im Norden könnten wir ein Beispiel geben, wie man damit globale Medien- und Umweltbildung effektiv verbreiten kann. Über eine App kann man die Bewegungen der Räder verfolgen und wunderbar junge Menschen damit ausbilden und in der ganzen Stadt auf Themensuche schicken. Schulen, Hochschulen, Ausbildungsbetriebe können mitmachen.