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SID Mitglieder Update

Shock and Awe in the UNFSS

DEVELOPMENT - vor 21 Stunden 45 Minuten
Abstract

The unholy alliance between the UN and the World Economic Forum in staging a Food Systems Summit is the culmination of deepening public partnerships with the corporate food sector on an international scale. This article examines how the WEF has exploited this relationship to position its private constituency to oversee global food market governance at the expense of multilateral principles, and against China’s expanding state-centered model of international self-reliance.

Disparity to Parity to Solidarity: Balancing the Scales of International Agricultural Policy for Justice and Viability

DEVELOPMENT - vor 21 Stunden 45 Minuten
Abstract

Resetting international agricultural governance requires a collective commitment to changing the economic rules of production. This article reports on the challenging questions raised by the Disparity to Parity project, led by a group of farmer-activists, farmer organizations, and scholar-activists in the US. How can parity policies be updated, expanded, redesigned with and for Black, Indigenous, immigrant, cooperative, female and gender diverse farmers and would-be farmers? How does the parity movement join in global solidarity to reset the international agricultural economic and trade rules to reverse the globalization of agriculture that dumps surplus and undermines food sovereignty?

Towards Building Comprehensive Legal Frameworks for Corporate Accountability in Food Governance

DEVELOPMENT - vor 21 Stunden 45 Minuten
Abstract

Given the failures of the UN Food Systems Summit and Food and Agriculture Organization (FAO) to tackle the problems related to the corporate capture of food governance, this article calls for developing comprehensive legal frameworks for corporate accountability in food governance. In doing so, the authors identify key regulatory elements that need to be taken into account in food governance discussions. Their recommendations are borrowed from the guidance developed in the context of the negotiations for an International Legally Binding Instrument on TNCs and other Businesses with Respect to Human Rights, as well as in the WHO Framework Convention on Tobacco Control, the WHO Framework of Engagement with Non-State Actors, and the WHO Financial Regulations and Financial Rules.

Wir müssen Konflikte adressieren, wenn wir Zero Hunger erreichen wollen

VENRO - 21. Oktober 2021 - 16:55

Der neue Welthunger-Index 2021 reiht sich ein in eine Kette alarmierender Berichte. Befeuert durch multiple Krisen wie Covid-19, Klimawandel und Konflikte stagniert der Fortschritt oder hat gar Rückschläge bei der Erreichung von Zero Hunger zu verzeichnen. Es braucht resiliente Ernährungssysteme, um den Krisen zu begegnen.

Wir sind dramatisch vom Kurs auf Zero Hunger abgekommen

Der Welthunger-Index 2021 (WHI) zeigt zwar, dass der Hunger global betrachtet seit dem Jahr 2000 sukzessive zurückgegangen ist, jedoch steigt die Verbreitung von Unterernährung, einer der vier WHI-Indikatoren, seit einigen Jahren wieder. Dies ist ein Warnsignal für zukünftige Umkehrungen auch bei anderen Indikatoren. Bei dem derzeitigen Tempo wird die Welt als Ganzes – und 47 Länder im Besonderen – das Ziel Zero Hunger bis 2030 deutlich verfehlen. 28 dieser Länder liegen in Afrika südlich der Sahara. Dem WHI 2021 zufolge befindet sich ein Land – Somalia – in einer gravierenden Hungersituation. In neun Ländern ist die Situation sehr ernst: Burundi, Demokratische Republik Kongo, Jemen, Komoren, Madagaskar, Südsudan, Syrien, Tschad und Zentralafrikanische Republik.*

Multiple Krisen verschärfen den Hunger

Besonders beunruhigend ist die Tatsache, dass die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie noch nicht in vollem Umfang in die Berechnungen für den WHI einfließen konnten. Das heißt: In Zukunft verschärft sich der Trend womöglich weiter! Die Pandemie beeinträchtigt Ernährungssicherheit u.a. durch Einkommensverluste aufgrund von Infektionen, Quarantäne, Lockdowns, durch Beeinträchtigung der Nahrungsmittelversorgung sowie daraus resultierende Preiserhöhungen. Zugleich können wichtige ernährungsrelevante medizinische Leistungen wie Impfungen, Behandlung von Fehlernährung oder Schwangerschaftsbetreuung nicht mehr angeboten oder in Anspruch genommen werden.

Ein weiterer Hungertreiber ist der Klimawandel. Bereits jetzt verschärft der Klimawandel die Ernährungsunsicherheit durch höhere Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und häufigere Extremwetterereignisse; und die Auswirkungen sind weitverbreitet, rasant und intensivieren sich.

Konflikte bleiben Haupttreiber von Hunger

Gewaltsame Konflikte werden immer schwerwiegender und langwieriger – und bleiben Haupttreiber von Hunger . In acht von zehn Ländern mit sehr ernsten, bzw. gravierenden WHI-Werten ist der Hunger maßgeblich durch Konflikte bedingt: Somalia, Tschad, Demokratische Republik Kongo, Zentralafrikanische Republik, Südsudan, Burundi, Syrien, Jemen. Gewaltsame Konflikte beeinträchtigen nahezu jeden Bereich von Ernährungssystemen – von der Erzeugung bis hin zum Konsum; z.B. durch negative Auswirkungen auf die Landwirtschaft, wenn Ernten oder Betriebsmittel vernichtet oder geraubt werden, Land unzugänglich wird und Arbeitskräfte infolge von Verletzungen, Tod oder Vertreibung fehlen. Gleichzeitig kann erhöhte Ernährungsunsicherheit zu Konflikten beitragen. Diese Wechselwirkung zwischen Konflikt und Hunger zeigt: Ohne Ernährungssicherheit ist eine nachhaltige Friedenssicherung kaum möglich, und ohne Frieden ist es unwahrscheinlich, den weltweiten Hunger zu beenden.

Resiliente Ernährungssysteme können zur Friedensförderung beitragen

Um die Resilienz von Gemeinden angesichts von Herausforderungen wie dem Risiko gewaltsamer Konflikte, des Klimawandels, Extremwetterereignissen und wirtschaftlichen Schocks zu stärken, müssen wir die Ernährungssysteme so verändern, dass sie nachhaltig und gerecht werden. Selbst inmitten von Konflikten und extremer Vulnerabilität können Interventionen zur Ernährungssicherung und zum Aufbau von Resilienz einen Beitrag zur Friedensförderung leisten. Das zeigt der diesjährige Gastbeitrag im WHI von Dan Smith und Caroline Delgado vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI).

Letztlich ist es jedoch entscheidend, dass Konflikte politisch gelöst werden. Das Völkerrecht muss gestärkt und Verletzungen des Rechts auf Nahrung, einschließlich in Konfliktsituationen – etwa durch den Einsatz von Hunger als Kriegswaffe – konsequent sanktioniert werden.

*In fünf dieser Länder zeigt dies der WHI-Wert (Dem. Rep. Kongo, Jemen, Madagaskar, Tschad, Zentralafrikanische Republik). In vier weiteren Ländern lagen nicht ausreichend Daten vor, um einen WHI-Wert zu berechnen, sie wurden auf Basis vorhandener Daten vorläufig in diese WHI-Schweregradkategorie eingestuft (Burundi, Komoren, Südsudan, Syrien).

 

Zum Welthunger-Index:

Der Welthunger-Index (auf Englisch: Global Hunger Index, GHI) misst und vergleicht jährlich die Ausprägung von Hunger und Unterernährung in der Welt, verschiedenen Regionen und einzelnen Ländern. Er soll zu einer stärkeren Wahrnehmung und einem besseren Verständnis des Kampfes gegen den Hunger führen und lenkt die Aufmerksamkeit auf jene Weltregionen, in denen zusätzliche Ressourcen am dringendsten benötigt werden, um den Hunger zu beenden. Weitere Informationen zu den Ergebnissen, der Berechnung des Index und zur Situation in einzelnen Ländern, sowie den Gesamtbericht zum Download finden Sie unter: www.welthungerindex.de

Welttag der Information über Entwicklungsfragen: Ausgaben Deutschlands und der OECD-Länder

SID Blog - 21. Oktober 2021 - 13:08
PRESSEMITTEILUNG zum UN-Welttag der Information über Entwicklungsfragen am 24. Oktober 2021 Nachhaltige Entwicklung braucht Tempo und höhere Bildungsausgaben – Deutschland und OECD-Länder sind gefragt

[Wiesbaden, 21.10.2021] In ihrem Sondierungspapier zur Bildung der künftigen Bundesregierung erklären SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP, dass sie das internationale und entwicklungspolitische Handeln Deutschlands an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausrichten wollen. Wichtigste Grundlage, um dies zu erreichen, ist Information und Bildung zu nachhaltiger Entwicklung (BNE). Als Akteur im Feld der BNE in Deutschland informiert der World University Service (WUS) jährlich zu den Ausgaben der OECD-Länder für entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Das aktuelle Datenblatt hierzu liegt jetzt vor. Der UN-Welttag am 24. Oktober 2021 gibt Anlass, die Bedeutung von Bildung als Grundlage für nachhaltiges Handeln hervorzuheben.

„Entwicklungspolitische Information und Bildung legt das Fundament für informierte, effektive Maßnahmen in der Wirtschaft, im Gesundheitswesen, im Umweltschutz, im sozialen Zusammenleben. Die neuen Zahlen zu den Ausgaben für entwicklungspolitische Information und Bildung der OECD-Staaten zeigen, dass alle beteiligten Staaten deutlich nachlegen müssen. Auch Deutschland ist gefragt – der 16. Bericht zur Entwicklungspolitik der Bundesregierung, der gestern vom Bundeskabinett verabschiedet wurde, bestätigt dies", betont Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS, anlässlich der Vorstellung des neuen Datenblattes. „Die nächste Bundesregierung hat hier eine Chance: Sie kann entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit stärken und damit die Akzeptanz innerhalb der Bevölkerung für Entwicklungspolitik als Beitrag für eine internationale Friedenspolitik erhöhen. Sie fördert damit u. a. auch das Engagement junger Menschen für eine solidarische Weltgemeinschaft."

Das United Nations Development Programme (UNDP) empfahl bereits 1993, drei Prozent der Gesamtausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit (ODA – Official Development Assistance) für entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit zu verwenden. In Deutschland betragen die Ausgaben hierfür nach aktuellen Berechnungen der OECD lediglich ca. 0,74 Prozent. Das neue Datenblatt der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd gibt einen Überblick über die Ausgaben für entwicklungspolitische Bildung der OECD-Staaten.

Mehr zur Arbeit der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd ist unter www.informationsstelle-nord-sued.de finden.


Digitales Lernen weltweit fair gestalten! – Machen Sie mit bei der Global Education Week 2021!


World University Service – Deutsches Komitee e. V.
Seit 1950 aktiv für das Menschenrecht auf Bildung
Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Goebenstr. 35 - 65195 Wiesbaden
Tel.: +49 611 9446170 - Fax: +49 611 446489
infostelle@wusgermany.de - www.informationsstelle-nord-sued.de
www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de - Eine-Welt-Veranstaltungskalender

 

SID Talk: Wie geht faire Digitalisierung? Nächsten Mittwoch, 27. Oktober, 20 Uhr

SID Blog - 21. Oktober 2021 - 13:07

SID Hamburg lädt Sie zu einem geplanten Zoom-Meeting ein.

Neuer Termin zu unserem aktuellen Fokusthema Entwicklungspolitik 4.0? Die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit.

Inwieweit können digitale und technische Innovation und Transformation zum Erreichen der Agenda 2030 beitragen?

Thema: „Eine fair gestaltete Digitalisierung - Wie kann das gehen?"

Mittwoch, 27.Oktober 2021, 20:00 Uhr

Bei uns ist Sven Hilbig. Er beschäftigt sich in seinem Arbeitskontext bei Brot für die Welt viel mit dem Thema einer fair gestalteten Digitalisierung.

Anmeldung erforderlich: https://www.sid-hamburg.de/node/738


Mexico’s back-tracking on energy policy, the European Union and the COP26

DIE Blog - 21. Oktober 2021 - 12:33

As the 26th UN Climate Change Conference of the Parties (COP26) in Glasgow approaches (31 October to 12 November 2021), Mexico’s Congress discusses a controversial proposal to modify the Constitution in the electricity sector. This legislative change would give primacy to the Comisión Federal de Electricidad (CFE), a state-owned company, effectively crowding out private producers and eliminating independent regulators. The discussion takes place in a highly polarised political context, with the government arguing, in full nationalist fashion, for the need to take back control of a strategic sector that was opened to private and foreign investment with the 2013 Energy Reform. The weak and fragmented opposition and environmental non-governmental organisations (NGOs), like Greenpeace, criticise the effects this will have for the private sector, investor confidence and the ensuing litigation by the affected companies, higher prices to the final consumer, and, of course, the environmental implications for the reduction of green-house emissions.

The introduction of electricity generation with renewable sources (solar and wind), which increased from 3% to 9.4% between 2015 and 2020, was achieved primarily through private investment, notably from European and Canadian companies. This trend is now being reversed, as the expansion of solar and wind capacity has slowed down since 2020, when a new regulatory framework for the power sector was introduced, and no new capacity is planned until 2027. Meanwhile, only 32% of CFE’s electricity production comes from renewables and, in aggregate, 75% of Mexico’s electricity still comes from fossil fuels. If approved, the Constitutional change would reverse the progress achieved so far.

At least, the proposed reform is putting the discussion on climate change and de-carbonization on the public agenda, where it has been conspicuously absent. In fact, President Lopez Obrador’s environmental agenda is rather limited. It focuses on the project Sembrando Vida, which consists of paying rural populations to plant trees – so far with underwhelming results. Instead, the government has prioritized energy self-sufficiency based on fossil fuels, through massive funding for the state-owned Mexican Petroleum (PEMEX).

For the EU, Mexico’s changing energy policy is of great concern for two main reasons. On the one hand, because of the implications of the European companies that have already invested in the renewables sector and now face legal uncertainty. On the other, at a more general level, the EU is worried about the difficulties this policy change poses for Mexico’s international commitment to fight climate change.

Mexico’s shifting international position on climate action

The 22% CO2 emissions reduction proposed in Mexico’s 2015 Nationally Defined Contribution (NDC) was based on the energy sector reform, especially the introduction of renewables in the electricity sector, as well as the introduction of cleaner fuels. However, given the current government’s energy policy, Mexico has not proposed a more ambitious 2020 NDC, up for review in Glasgow in 2021, as stipulated in the Paris Agreement. In fact, the new NDC revised the business-as-usual (BAU) scenario upwards, which means that achieving the 2030 target would result in higher emissions. Thus, Climate Action Tracker, moved Mexico’s pledge from “insufficient” to “highly insufficient”, lowering climate ambition and transparency.

As a result of these energy policy changes, Mexico’s international position is shifting, from the leading developing country it was in the effort against climate change, towards emphasis on adaptation, closer to the G77 views. At the COP26 it will be demanding financial support for Latin America and the Caribbean from international and regional institutions as a condition for intensifying its policies, as Foreign Minister Marcelo Ebrard stated at the CELAC (Comunidad de Estados Latinoamericanos y Caribeños) summit hosted by Mexico last September. More worryingly, no high-level officials are to attend the summit in Glasgow in November.

Still, in contrast to these trends, Mexico continues to pay lip service to environmentalism in other international fora and from other angles. For example, it recently co-sponsored and voted in favor of a resolution at the United Nations’ Human Rights Council recognizing the right to a clean, healthy and sustainable environment. Moreover, it is promoting the expansion of Sembrando Vida as a key cooperation tool with Central America. Mexico is also committed to strengthening the global framework for biodiversity and subscribes to a green recovery from the COVID-19 pandemic.

What role for the EU?

Despite the Global Agreement between the EU and Mexico, in force since 2000, and the Strategic Partnership since 2007, which includes a high-level dialogue on climate change, relations are not going through their best moment, as both sides’ priorities shift apart. The last high-level meeting of the dialogue on climate change, which used to take place yearly, was held in 2019, and the one that was supposed happen in October 2020 has been postponed indefinitely. Instead, discussion of the matter has been grouped with other issues, such as the Agenda 2030, the drugs problem, gender equality, and migration during the first high-level meeting on multilateral issues, a year ago.

Sectoral interaction with the Federal government has become increasingly difficult for the EU in matters related to climate and energy policy. The main interlocutor used to be the Ministry of the Environment (SEMARNAT), but it has suffered severe budget cuts in the last three years, drained of bureaucratic capacity, expertise, and political standing. Dialogue with the Ministry for Energy (SENER) is non-existent, and European ambassadors have complained to the Senate for not consulting stakeholders before changing the legislation in the electricity sector in April 2020.

The EU, its member states and the United Kingdom continue to be regarded as a source of funding, expertise and technical support, but dialogue on climate change has narrowed down to the Foreign Ministry, and within the frame of multilateral issues. Thus, EU bilateral environmental cooperation with Mexico continues, but it is now focused on state and local initiatives, as well as with other actors from civil society with whom cooperation is still possible. Examples of current cooperation include a project called “Chihuahua Green City”, in collaboration with the major and business associations, and a training course for young Mexican leaders in favor of climate action and biodiversity.

In the future, Mexico which is an open economy that depends on exports, will probably face difficulties when the EU starts demanding environmental certifications to allow entry into its market and imposes the carbon tax proposed in the EU Green Deal. Therefore, the EU should work with Mexican exporters’ associations and other local actors to increase their awareness of the coming changes that will affect their business and help them to adapt accordingly. Ratifying the recently signed EU-Mexico Agreement (2020), which includes a new chapter on Sustainable Development, would also provide additional tools for the EU to encourage Mexican compliance in this increasingly controversial issue.

Der Beitrag Mexico’s back-tracking on energy policy, the European Union and the COP26 erschien zuerst auf International Development Blog.

Minister Müller stellt Entwicklungspolitischen Bericht vor

SID Blog - 20. Oktober 2021 - 21:01
„Wenn wir die globalen Mega-Trends nicht entschlossen in Entwicklungs- und Schwellenländern angehen, kommen die Probleme zu uns"

 

Berlin, 20.10.21 – Entwicklungsminister Müller stellte heute in der Bundespressekonferenz den Entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung vor - gemeinsam mit Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt und Eberhardt Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF - und forderte eine stärke Entwicklungspolitik.

 

Entwicklungsminister Müller: „Die globalen Herausforderungen, die vor uns stehen, sind enorm und sie betreffen uns auch in Deutschland unmittelbar: der Klimawandel, die größte Flüchtlingskrise seit Ende des zweiten Weltkriegs und vor allem die Corona-Pandemie. Als Folge kommen Hunger und Armut weltweit zurück, nach großen Fortschritten in den Jahrzehnten davor. Jeden Tag verhungern 15.000 Kinder. Weltweit hungern wieder über 800 Millionen Menschen. Das ist Mord, denn wir haben das Wissen und die Technologie, das zu ändern.  Durch den Klimawandel haben Millionen Menschen bereits ihre Lebensgrundlagen verloren. Wenn wir nicht konsequent global gegensteuern, könnten daraus 140 Millionen Klimaflüchtlinge in den nächsten 30 Jahren werden.

 

Das alles verlangt eine starke Antwort aus Deutschland. Denn die Folgen betreffen uns direkt. Deshalb braucht es auch in der nächsten Legislaturperiode eine starke, eigenständige deutsche Entwicklungspolitik. Denn wir haben in den letzten Jahren viel geschafft: Seit 2020 setzen wir ein weltweites Corona-Sofortprogramm von 4,7 Milliarden Euro um. Allein im letzten Jahr haben 10 Millionen Menschen von verbesserten Gesundheitsdienstleistungen  profitiert und 12 Millionen Kinder können zur Schule gehen.​ Der Globale Klimaschutz wurde deutlich gestärkt. Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wurde beschlossen und der Grüne Knopf, das staatliche Textilsiegel, wurde erfolgreich am Markt eingeführt.

 

Wir dürfen nicht nachlassen. Ich sage ganz klar: Wer zwei Prozent für Rüstung anstrebt, der muss sich auch für ein Prozent für Entwicklung und humanitäre Hilfe aussprechen. Damit schaffen wir mehr Sicherheit in der Welt, verringern Fluchtursachen, schaffen Perspektiven vor Ort und leisten einen sehr wirksamen Beitrag für den globalen Klimaschutz. Wir müssen Nachhaltigkeit zum Prinzip alles unseres Handelns machen. 

 

Die Mittel dazu könnten eine ambitionierte, europaweite Finanztransaktionssteuer erbringen. Mit nur 0,01 Prozent, auch auf Transaktionen von hochspekulativen Derivaten, könnten europaweit jedes Jahr 60 bis 80 Milliarden Euro generiert werden, die zur Bekämpfung des Hungers und für eine nachhaltige globale und gerechte Entwicklung weltweit eingesetzt werden sollten."

 

Dagmar Pruin, Präsidentin Brot für die Welt: „Wir sind dankbar, dass das BMZ dem Kampf gegen den Hunger besondere Aufmerksamkeit schenkt. Minister Müller spricht  angesichts von 15.000 Hungertoten pro Tag sogar von Mord, weil diese Opfer vermeidbar wären. Diese Opfer wären in der Tat vermeidbar, denn es ist genug für alle da. Wir brauchen hier endlich deutlich größere Anstrengungen und einen ganzheitlichen Ansatz.

Kohärenz durch Fusionen von Ministerien herstellen zu wollen, ist ein Irrweg. Dann könnte man auch das Wirtschafts- und das Umweltministerium zusammenlegen, um Ökonomie und Ökologie zu versöhnen. ​Statt über Fusionen nachzudenken, die für lange Zeit viel Energie binden, sollten im Sinne von mehr Kohärenz eher Strukturen gestärkt werden, die zu mehr Kooperation für eine nachhaltige Entwicklung führen. Ich denke da zum Beispiel an den Staatssekretärsausschuss für nachhaltige Entwicklung und den Parlamentarischen Beirat für nachhaltige Entwicklung, der zu einem Ausschuss des Bundestages aufgewertet werden sollte. Wir brauchen dringend so etwas wie einen SDG-TÜV: Alle Gesetze und Beschlüsse sollten vorab daraufhin überprüft werden, ob sie im Einklang mit der Agenda 2030 und den Pariser Klimabeschlüssen stehen.

 

Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF​: „Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist international ein Leuchtturm mit einer enorm hohen Wirkung. Dies gilt es weiter auszubauen. Auch in unserem eigenen Interesse. Die langfristig und partnerschaftlich angelegte Strategie des BMZ führt die direkte Unterstützung der Menschen vor Ort mit dem notwendigen Erhalt der Lebensgrundlagen wie die biologische Vielfalt und ein gesundes Klima zusammen. Die neue Bundesregierung muss sich noch stärker dafür einsetzen für Eine Welt ohne Hunger, den Schutz des Klimas, der Biodiversität und gesunder Ökosysteme sowie eine gerechte Globalisierung, die ein Leben in Würde für alle ermöglicht.

 

 

Ergebnisse der deutschen Entwicklungspolitik der vergangenen vier Jahre:

 

·         Erneut wurde das 0,7-Prozent Ziel für Entwicklungszusammenarbeit erreicht.

·         Seit 2020 wird ein weltweites Corona-Sofortprogramm von 4,7 Milliarden Euro umgesetzt.

·         Der Globale Klimaschutz wurde deutlich gestärkt: Der deutsche Beitrag zur internationalen Klimafinanzierung wurde seit 2014 mehr als verdoppelt. Die "Allianz für Entwicklung und Klqwa    ​ima" wurde zur Förderung der Klimaneutralität von Unternehmen und Kommunen gegründet.

·         Gerechte globale Lieferketten wurden vorangebracht: Das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz wurde beschlossen und der Grüne Knopf, das staatliche Textilsiegel, wurde erfolgreich am Markt eingeführt.

·         Beim Artenschutz wurde der Weltnaturerbe-Fonds gestartet. Insgesamt unterstützt das BMZ 660 Schutzgebiete weltweit mit einer Fläche sechsmal so groß wie Deutschland

·         Und schließlich wurde das erste umfassende Reformkonzept seit 12 Jahren, „BMZ 2030", beschlossen und umgesetzt.

 

Mit diesem Engagement der Bundesregierung hat allein im vergangenen Coronajahr 2020 dazu beigetragen, dass:

 

·         rd. 10 Millionen Menschen verbesserten Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen haben;

·         rd. 12 Millionen Schülerinnen und Schüler von verbesserten Bildungseinrichtungen profitieren;

·         rd. 1 Million Binnenvertriebene, 860.000 Flüchtlinge und 90.000 Rückkehrerinnen und Rückkehrer unterstützt

 


 

Den gesamten Entwicklungspolitischen Bericht finden Sie als Download hier: https://www.bmz.de/de/aktuelles/entwicklungspolitischer-bericht-der-bundesregierung

 

Umsetzung der Kinderrechte muss Kompass des politischen Handelns sein | UNICEF

SID Blog - 20. Oktober 2021 - 21:00
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Umsetzung der Kinderrechte muss Kompass des politischen Handelns sein

UNICEF zum Start der Koalitionsverhandlungen

© Shutterstock

Köln, den 20. Oktober 2021// Zum morgigen Beginn der Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FPD appelliert UNICEF Deutschland an die Parteien, jetzt ein neues Regierungsprogramm zu erarbeiten, das umfassende und wirksame politische Antworten auf die akuten Herausforderungen enthält, vor denen Kinder und Jugendliche in Deutschland und anderen Ländern stehen.

Aus Sicht von UNICEF Deutschland beinhaltet das in der vergangenen Woche vorgelegte Sondierungspapier gute Ansätze. Dazu gehören die Absichten im Bereich der Familien- und Sozialpolitik, die Chancengerechtigkeit für Kinder zu fördern, die am meisten Unterstützung brauchen, sowie konkrete Maßnahmen zu ergreifen, um die Kinderarmut in Deutschland zu bekämpfen, in Bildung zu investieren und die Kinderrechte im Grundgesetz zu verankern. 

Diese Ansätze sollten weiter konkretisiert und in der kommenden Legislaturperiode möglichst zeitnah und verbindlich umgesetzt werden. Die besonders benachteiligten Kinder und ihre Familien müssen im Zentrum einer erfolgreichen Familien- und Sozialpolitik stehen.  

UNICEF Deutschland begrüßt zudem das klare Bekenntnis der Parteien zu einem gemeinsamen Weg zum Klimaschutz, einschließlich der Bekräftigung des 1,5-Grad-Ziels und der Einhaltung der Verpflichtungen zur internationalen Klimafinanzierung. Die Ausformulierung dieser Bekenntnisse im Koalitionsvertrag werden über die Zukunftsfähigkeit der neuen Agenda entscheiden. Schon heute sind weltweit etwa eine Milliarde Kinder aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet. Die neue Bundesregierung sollte sich daher klar zu einer globalen und nationalen, auf das Wohl und die Rechte von Kindern ausgerichteten Politik in den Bereichen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit bekennen.

Ebenso wichtig ist der im Sondierungspapier formulierte Wille, das internationale Handeln an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals, SDGs) auszurichten. Angesichts der enormen globalen Herausforderungen, die durch die Covid-19-Pandemie verschärft wurden, darf dies kein Lippenbekenntnis bleiben. Vielmehr ist es wichtiger denn je, dass humanitäre Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und die Förderung des sozialen Zusammenhalts Hand in Hand auf eine nachhaltige und gerechte Zukunft für jedes Kind hinwirken. 

Darüber hinaus sollten in den kommenden Koalitionsverhandlungen weitere Maßnahmen zur Förderung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in allen Politikbereichen diskutiert werden. Die vorgeschlagene Absenkung des Wahlalters auf 16 Jahre ist dabei ein wichtiger, aber nicht der einzig notwendige Schritt, um Kindern in Politik und Gesellschaft als Expert*innen in eigener Sache mehr Gehör zu geben.

UNICEF Deutschland ruft die Parteien dazu auf, an die Ansätze der Sondierungsgespräche anzuknüpfen und eine an den Kinderrechten orientierte Politik weiterzuentwickeln, zu konkretisieren und in einem möglichen Koalitionsvertrag festzuschreiben. Zielführend wäre hierbei insbesondere eine übergeordnete Strategie zur Umsetzung der Kinderrechte, die die einzelnen auch im Sondierungspapier genannten Maßnahmen aufgreift und in einen planbaren, kohärenten und wirkungsvollen Rahmen bringt. Dafür muss auch die Finanzierung der geplanten Vorhaben sichergestellt werden.

Eine Regierungskoalition, die der Verantwortung der heutigen und zukünftigen jungen Generation gerecht wird, muss die Verwirklichung der Kinderrechte zum Kompass ihres politischen Handelns machen. 


Unter dem Titel „Eine Politik mit Zukunft – für Kinder und mit Kindern" hat UNICEF Deutschland zur Bundestagswahl 2021 konkrete Vorschläge zur Umsetzung der Kinderrechte veröffentlicht. Die Empfehlungen enthalten unter anderem Maßnahmen zur Stärkung der Teilhabechancen benachteiligter Kinder und Jugendlicher in Deutschland sowie zur Verbesserung der Situation von Kindern in Krisen- und Konfliktgebieten.


China and the UN Food System Summit: Silenced Disputes and Ambivalence on Food Safety, Sovereignty, Justice, and Resilience

DEVELOPMENT - 20. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

China is a major agricultural power. It dramatically reduced hunger and increased its role in many forums for international governance. However, the Chinese government and society neither played a prominent role in the UNFSS nor in its critique. This article exposes how tensions and ambivalence about agroecology and food sovereignty in China create silences in these discussions, and addressing them within China can also resolve the global tensions that marked the UNFSS as a whole.

UN Food System Summit Fails to Address Real Healthy and Sustainable Diets Challenges

DEVELOPMENT - 20. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Evidence of the impacts of corporate food systems on people’s health raised concerns about the multiple outcomes of malnutrition and climate change, including commodities production and high consumption of ultra-processed food products. The COVID-19 pandemic overwhelms this scenario, highlighting the urgency for improvements in governance spaces and regulatory measures that can tackle the advance of large corporations, which act exclusively based on their private interests.

Woke Science and the 4th Industrial Revolution: Inside the Making of UNFSS Knowledge

DEVELOPMENT - 19. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Understanding how science, technology, and innovation is produced by the UN Food Systems Summit process offers a lens into how dominant actors in global food policy continually rework their power and legitimacy. Focusing on discourses and material networks, the article shows that the Scientific Group makes appeals to inclusivity—of people of colour, women, youth, smallholders, and more—while extending old Green Revolution ideas through new 4th Industrial Revolution innovations and governance ambitions.

Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT in Siegburg, 23.10.2021

SID Blog - 18. Oktober 2021 - 13:48

Durchführungsorganisationen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ), multilaterale Institutionen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) suchen ständig qualifizierte Fach- und Führungskräfte für ihre Projekte und Programme in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

Die Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT bietet Interessierten die ideale Gelegenheit, sich direkt und umfassend bei den verschiedenen Aussteller*innen über die Möglichkeiten des beruflichen und freiwilligen Engagements im Ausland, die verschiedenen Arbeitsfelder, Qualifizierungsangebote, Nachwuchsförderungsprogramme sowie Entwicklungen und Trends in der Entwicklungs-zusammenarbeit zu informieren:

Mehr als 35 Organisationen und Institutionen der EZ, der Not- und Katastrophenhilfe sowie der Bildungsarbeit werden mit Informationsständen auf der Veranstaltung vertreten sein. Zum Programm gehören Vorträge und Gesprächsrunden rund um das Arbeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit und Internationalen Zusammenarbeit mit besonderem Fokus anlässlich der Corona-Krise auf dem Thema "Krisenmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit". 

ENGAGEMENT WELTWEIT findet bereits zum neunten Mal statt. Die Fachmesse richtet sich insbesondere an berufserfahrene Fach- und Führungskräfte sowie an Hochschulabsolvent*innen und Berufseinsteiger*innen. 

Unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnungen werden bis zu 600 Besucher*innen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland erwartet.  




Termin:                           

Samstag, 23. Oktober 2021, 10.00 bis 17.00 Uhr

Rhein-Sieg-Halle, Bachstr. 1, 53721 Siegburg 

 

Wir bitten um eine formlose Anmeldung an forum@entwicklungsdienst.de  

Weitere Informationen: www.engagement-weltweit.de.

Afghanistan: 95 Prozent der Haushalte haben nicht genug zu essen

SID Blog - 15. Oktober 2021 - 19:15
UNO-Flüchtlingshilfe zum Welternährungstag, 16. Oktober 2021

 

Anlässlich des Welternährungstages (16. Okt.) macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die prekäre Ernährungssituation von Flüchtlingen aufmerksam. Besonders Menschen auf der Flucht sind aufgrund ihrer unsicheren Lebenssituation von Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung betroffen. Nicht selten ist Hunger ein Auslöser für Konflikte, ebenso wie ein Fluchtgrund für Menschen, wenn im Krieg Ernten und Felder zerstört werden.

 

„Die zunehmende Gewalt in vielen Ländern, Langzeitkonflikte ohne Aussichten auf eine friedliche Lösung sowie der Klimawandel haben die Ernährungslage für geflüchtete Menschen verschlimmert. Die Corona-Pandemie hat die Notlage noch verschärft. Wenn wir nicht schnellstens zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen, werden immer mehr Flüchtlinge, darunter viele Kinder, hungern müssen", so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

 

Katastrophe in Afghanistan

Bereits vor dem Ausbruch von Covid-19 und der erneuten Machtübernahme der Taliban war die Lebenssituation in Afghanistan katastrophal. Jahrzehntelanger Konflikt, periodisch wiederkehrende Naturkatastrophen und eine schwache Ökonomie haben Millionen Afghanen die Möglichkeit genommen, sich und ihre Familien mit Nahrung versorgen zu können. Schon in der ersten Phase der Pandemie gehörte Afghanistan weltweit zu den Ländern mit der schlechtesten Lebensmittelversorgung.

 

Nach einer UNHCR-Untersuchung im September sind der Mangel an Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern sowie fehlende Mittel, um Miete und Medizin bezahlen zu können, derzeit die größten Probleme. 95 Prozent der afghanischen Haushalte haben nicht genug zu essen. Trotz der grassierenden Pandemie und der prekären Sicherheitslage im Land konnten der UNHCR und Partner in diesem Jahr bislang fast eine halbe Million neu Vertriebene mit lebensrettender Hilfe erreichen.

 

Unterstützung des UNHCR

Der UNHCR versorgt entkräftete und erschöpfte Menschen, die in den Flüchtlingscamps ankommen. Mangel- und unterernährte Kinder erhalten nährstoffreiche Spezialnahrung, Schwangere und stillende Mütter bekommen Nothilfepakete mit Grundnahrungsmitteln wie Öl und Reis zusammen mit Küchenartikeln und Wasserkanistern.

 

Hunger als Fluchtgrund - Unterstützungsmöglichkeiten unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen/hunger/


 

 

Welternährungstag: „Strukturelle Ursachen von Hunger in den Blick nehmen“

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 18:56
Jahrbuch zum Recht auf Nahrung erschienen

Welternährungstag: Brot für die Welt und FIAN Deutschland legen Jahrbuch zum Recht auf Nahrung vor

Berlin, Köln -- Mit Blick auf den Welternährungstag (16.10.) weisen Brot für die Welt und FIAN Deutschland darauf hin, dass die Zahl der chronisch Hungernden seit sechs Jahren kontinuierlich ansteigt, auf heute 770 Millionen. Hinzu kommen diejenigen, die zeitweise hungern, etwa weil die Vorräte vor der neuen Ernte aufgebraucht sind: 2020 waren dies 2,4 Milliarden Menschen, 720 Millionen mehr als noch 2014. „Corona, Klimawandel und Kriege verschärfen die ohnehin dramatische Situation. Es greift jedoch zu kurz, allein diese Gründe zu betrachten. Wir müssen endlich die strukturellen Ursachen des Hungers angehen", sagt Dagmar Pruin, die Präsidentin von Brot für die Welt bei der heutigen Vorlage des Jahrbuchs zum Recht auf Nahrung. „Wenn ein Drittel der Weltbevölkerung nicht ausreichend zu essen hat, obwohl weltweit genug geerntet wird und die Getreidelager voll sind, läuft etwas dramatisch schief."

Das neue Jahrbuch identifiziert drei bedeutende Hindernisse für die Durchsetzung des Menschenrechts auf Nahrung: eine weltweit zu beobachtende Schwächung öffentlicher Institutionen, die Verhinderung transformativer Lösungsansätze wie der Agrarökologie durch den Einfluss der Agrarindustrie sowie die Vernachlässigung von traditionellem bäuerlichem Wissen zugunsten industrienaher Forschung. All dies verschärft die Diskriminierung armer und hungernder Menschen.

Dementsprechend sehen Brot für die Welt und FIAN Deutschland, die das Jahrbuch mitherausgeben, die Verteidigung und Stärkung öffentlicher Institutionen als einen zentralen Beitrag zur Hungerbekämpfung. „Die dramatische Ungleichverteilung von Impfstoffen zeigt einmal mehr, dass das öffentliche Interesse bei Themen wie Gesundheit, Bildung oder Ernährung im Zentrum stehen muss. In Hungerzeiten müssen zuerst lokale Ernährungssysteme unterstützt werden, unter anderem durch staatliche Abnahmeprogramme und Geldtransfers an Bedürftige. Die COVID-Maßnahmen hingegen haben in vielen Ländern die industrielle Landwirtschaft begünstigt und kleine Produzenten weiter an den Rand gedrängt", so Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland.

Von der neuen Bundesregierung erwarten Brot für die Welt und FIAN, dass sie die strukturellen Ursachen von Hunger und Mangelernährung in den Blick nimmt. „Wir appellieren an die neue Bundesregierung, dass sie die finanziellen Mittel des Entwicklungsministeriums für die Hungerbekämpfung stärker für die Förderung der Agrarökologie einsetzt und traditionelles bäuerliches Wissen etwa indigener Völker deutlich stärker in ihre Strategien einbezieht. Nur dann wird es gelingen, Hunger und Mangelernährung zurückzudrängen und angesichts des Klimawandels resistente Ernährungssysteme zu schaffen", sagt Pruin.


Jahrbuch zum Recht auf Nahrung (engl)

Interview mit dem Referenten für Landwirtschaft bei Brot für die Welt, Stig Tanzmann

Das Jahrbuch zum Recht auf Nahrung („Right to Food and Nutrition Watch") wird vom Global Network for the Right to Food and Nutrition herausgegeben. In Deutschland gehören Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN dem Netzwerk an. Das Jahrbuch erscheint in englischer, französischer und spanischer Sprache. 




Sparpolitik in Westafrika droht Millionen in Armut und Hunger zu stürzen

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 18:55
Heute veröffentlichen Oxfam und Development Finance International (DFI) eine Analyse, wie die Regierungen westafrikanischer Staaten auf die erheblichen wirtschaftlichen Probleme ihrer Länder im Zuge der COVID-19-Krise reagieren. Das Ergebnis: Die geplante Sparpolitik droht Millionen in Armut und Hunger zu stürzen.

Der Commitment to Reducing Inequality Index (CRII) zeigt, dass 14 der 16 Länder beabsichtigen, ihre Staatshaushalte in den nächsten fünf Jahren um insgesamt 26,8 Milliarden US-Dollar zu kürzen, um die durch die Pandemie bedingten Verluste von 48,7 Milliarden US-Dollar auszugleichen, die es in der Region allein im Jahr 2020 gab.

Dieser massive Angriff auf die öffentlichen Finanzen könnte weitere Millionen Menschen in Westafrika in Armut und Hunger stürzen und die soziale Ungleichheit massiv verschärfen.  Frauen werden besonders stark betroffen sein, da sie überproportional häufig in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten und den Löwenanteil der unbezahlten Pflege- und Sorgearbeit leisten. Unterdessen ist das kollektive Nettovermögen der drei reichsten Männer Westafrikas in den ersten 17 Monaten der Pandemie um 6,4 Milliarden Dollar gestiegen – genug, um 18 Millionen Menschen aus der extremen Armut zu befreien.

COVID-19 recovery in West Africa is "austerity on steroids" and sets the region on a destructive path ahead: Oxfam

Austerity, spiraling debt and vaccine inequity will bring the inequality crisis to levels never reached before, reveals new index.

West African governments are planning to "slash and burn" their way out of COVID-19 induced economic loss, reveals new analysis from Oxfam and Development Finance International (DFI) today. The organizations are calling for an urgent change of course as West African governments are preparing their annual budgets and participating in the Annual Meetings of the World Bank and IMF, which are crucial discussions to focus the recovery on fighting inequality and poverty.

The Commitment to Reducing Inequality Index (CRII) shows that 14 out of 16 West African nations intend to cut their national budgets by a combined $26.8 billion over the next five years in an effort to partly plug the $48.7 billion lost in 2020 alone across the entire region due to the pandemic. Such austerity has been encouraged by the IMF, through its COVID-19 loans.

This massive raid on public finances could push millions more West Africans into poverty and hunger and potentially trigger the worst inequality crisis in decades.  Women will be impacted more severely due to their very high concentration in low paid informal jobs and unpaid care work.  Meanwhile, the collective net worth of West Africa's three wealthiest men surged by $6.4 billion in the first 17 months of the pandemic ―enough to lift 18 million people out of extreme poverty.

"This plan is austerity on steroids," said Oxfam's West Africa Regional Director Assalama Dawalak Sidi. "Rather than investing toward a positive new future for the people of West Africa, the region's governments are instead reaching back to a 1980s playbook ―despite it being a hugely discredited one. The danger is that these governments will cut their way into worsening poverty and skyrocketing inequality."

"This comes at a time when the region has lost the equivalent of seven million jobs, infection rates are increasing, there is no vaccine in sight for the vast majority of people and the Sahel is facing one of its worst hunger crisis," said Sidi. "This is not the time for governments to be ripping away the public goods, support and services that millions of people need."

The index ranks 15 member states of the Economic Community of West African States and Mauritania (ECOWAS+) on their policies on public services, tax, workers' rights, smallholder agriculture and pandemic response spending, all areas pivotal to reducing inequality and weathering the COVID-19 storm.

The index highlights that West African governments are again the least committed to reducing inequality in Africa. Most support measures in response to COVID-19 were temporary and did little to reduce inequality, while triggering a sharp increase in debt ―debt servicing in 2020-2021 will siphon off about 61.7 percent of government revenue in West Africa. The support programs have been replaced with austerity measures as COVID-19 infection rates are increasing in many countries of the region. Less than 4 percent of West Africans are fully vaccinated.

  • Sierra Leone ranks low (13th) on the index. Its government was trying to implement anti-inequality policies before COVID and sharply increased education and health spending. But large corporations pocketed 92 percent of government pandemic support funding, while only 1.5 percent was spent on social protection. Sierra Leone's $860 million upcoming spending cuts (2022-26) are equivalent to two and a half times its annual healthcare budget.
  • Nigeria was the region's worst performing country in tackling inequality going into the pandemic. Nigeria's health budget (as a percentage of its overall budget) is the third lowest in the world (3.6 percent) and 40 percent of its population does not have access to healthcare services. Nigeria loses $2.9 billion a year from tax incentives to corporations but in 2021 increased value-added taxes (VAT), which apply to everyday products like food and clothing and fall disproportionately on poor people, from 5 percent to 7.5 percent.
  • Mali has the highest level of income equality among ECOWAS countries with a tax rate on the richest people that is 9% higher than the world average. But it ranks last on healthcare spending, devoting less than 5 percent of its annual budget on health. Nearly 38 percent of Mali's population (8 million people) have no access to healthcare and 6.5 percent of households face catastrophic healthcare costs spending each year. Women's labor rights are often not respected and they lack legal protection from marital rape and sexual harassment. Mali plans to slash its budget by $3.3 billion over the next five years.
  • Burkina Faso ranks middle (9th) on the Index. It spends nearly 23% of its budget on education, the highest share in the region and 9th in the world. But the wealthiest 20% of the population has 44% of the income, and in rural areas, 47.5% of the population lives in poverty. According to the IMF, such a level of inequality reduces Gross National Product growth by at least 1% per year. The government plans to cut $1.27 billion through 2026.

If the governments of West Africa were to increase fairly their tax revenue by 1 percent in the next five years, they would raise $56.89 billion. This is more than enough to cancel the planned $26.8 billion budget cuts and build 600 fully-equipped hospitals across West Africa.

Matthew Martin, Director of Development Finance International, said: "West Africa is at a crossroads. Will the region come out of COVID-19 with policies which exacerbate inequality, or implement a recovery plan that works for everyone and not only for the privileged few?"

 "The pandemic has taught us it is urgent to invest massively in public education, health and social protection and to use more progressive taxation of income and wealth to pay for this. We also need to increase worker's rights ― especially for women who disproportionately take on the most precarious jobs."

Download Oxfam and DFI's index"The West Africa Inequality Crisis: Fighting austerity and the pandemic" and country profiles.

Oxfam and DFI published in 2019 the first "West African Commitment to Reduce Inequality (CRI) index" showing that West African governments were the least engaged across the continent in reducing inequality.

Download "Adding Fuel to Fire: How IMF Demands for Austerity Will Drive Up Inequality Around the World" for more in-depth analysis on austerity measures encouraged by the IMF through its COVID-19 loans. Between March 1, 2020 and March 15, 2021, all countries in West Africa received IMF emergency support to respond to the pandemic through various types of loans. For more information on austerity measures encouraged in the loans received by West African countries refer to Annex 1 and Annex 2 of the report.

 


Not Our Menu: False Solutions to Hunger and Malnutrition - The WATCH 2021

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 13:09

 

The wait is finally over: "Not Our Menu: False Solutions to Hunger and Malnutrition", the 2021 issue of the Right to Food and Nutrition Watch, is OUT now! (in ENG, SPA, FRE & POR). Like last year, it is accompanied by an online supplement with the key messages, images & infographics.

 

Read the Watch & engage with us!

 

  • DEBATE with us! Register NOW for our Watch 2021 webinar: English (with Spanish/French/Portuguese translation) (13/10 – Today!).
  • LEARN MORE – Read the press release here.
  • KEEP UP-TO-DATE – Follow & interact with us on Facebook & Twitter! #RtfNWatch
  • SPREAD THE WORD! Share the Watch with your partners, colleagues & friends.
  • GET IN TOUCH Any questions or comments? Drop us a line | Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (communications).

 

About the Watch – Launched in a context of rising hunger and ecological crisis, this timely edition of the Watch addresses key issues of power, and exposes the structural violence that degrades both women and the environment. The Watch is the main publication of the Global Network for the Right to Food and Nutrition, which comprises nearly 50 civil society organizations and social movements from all corners of the globe.

 

Happy reading!  

 

The Watch Team

FRANÇAIS

 

Chères/Chers partenaires, collègues et amis (es),  

 

L'attente est enfin terminée : «Pas notre menu : Fausses solutions à la faim et à la malnutrition», l'édition 2020 de l'Observatoire du droit à l'alimentation et à la nutrition, est désormais disponible en ligne (en français, anglais, espagnol et portugais). Comme l'an dernier, il est accompagné d'un supplément en ligne contenant des messages clés, des images et des infographies.

 

Lisez l'Observatoire et participez à la discussion !

 

  • DEBATTEZ avec nous ! Inscrivez-vous maintenant à notre webinaire : en anglais (avec traduction en français/espagnol/portugais) (13/10 - Aujourd'hui!)
  • INFORMEZ-VOUS – Lisez le communiqué de presse ici.
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  • PASSEZ LE MOT ! Partagez l'Observatoire avec vos partenaires, collègues et amis (es).
  • CONTACTEZ-NOUS ! Si vous avez des questions ou des commentaires, veuillez communiquer avec Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (communications).

 

A propos de l'Observatoire – Lancée au moment de faim croissante et de crise écologique, cette édition opportune de l'Observatoire aborde les principales questions de pouvoir et expose la violence structurelle qui dégrade tant les femmes que l'environnement. L'Observatoire est la publication phare du Réseau mondial pour le droit à l'alimentation et à la nutrition, qui rassemble près de 50 organisations de la société civile et mouvements sociaux de toutes les régions du monde.

 

Bonne lecture à toutes et à tous !

 

L'équipe de l'Observatoire

ESPAÑOL

 

Estimadas y estimados colegas, amigas y amigos:

 

La espera finalmente ha llegado a su fin: "No es nuestro menú: Falsas soluciones al hambre y la desnutrición", la edición de 2021 del Observatorio del Derecho a la Alimentación y a la Nutrición, está ahora disponible en línea (en español, portugués, inglés y francés). Como el año pasado, viene acompañada de un suplemento en línea con los mensajes clave, imágenes e infografías.

 

¡Lee el Observatorio y únete a la discusión!

 

  • ¡DEBATE con nosotras y nosotros! Regístrate AHORA para nuestro seminario web: en inglés (con traducción al español/francés/portugués) (13/10 - ¡Hoy!).

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·       ¡CONTÁCTANOS! ¿Tienes alguna pregunta o comentario? Escríbenos: Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (comunicaciones).

 

Acerca del Observatorio - Lanzada en un contexto de creciente hambre y crisis ecológica, esta oportuna edición del Observatorio aborda cuestiones clave de poder, y expone la violencia estructural que degrada tanto a las mujeres como al medio ambiente. El Observatorio es la principal publicación de la Red Mundial por el Derecho a la Alimentación y la Nutrición, que reúne a alrededor de 50 organizaciones de la sociedad civil y movimientos sociales de todas las regiones del mundo.

 

¡Disfruta la lectura!

 

El Equipo del Observatorio

PORTUGUÊS

 

Caros/caras colegas, amigos e amigas:

 

A espera finalmente chegou ao fim: "Esse menu não é nosso: falsas soluções para a fome e a subnutrição", a edição 2020 do Observatório do Direito à Alimentação e à Nutrição, já está disponível online (em português, espanhol, inglês e francês). Tal como no ano passado, é acompanhado de um suplemento online com mensagens chave, imagens e infográficos.

 

Leia o Observatório e participe da discussão!

 

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Sobre o Observatório - Lançada em um contexto de crescente fome e crise ecológica, esta edição do Observatório aborda questões-chave de poder e expõe a violência estrutural que degrada as mulheres e o meio ambiente. O Observatório é a principal publicação da Rede Global pelo Direito à Alimentação e à Nutrição, que reúne cerca de 50 organizações da sociedade civil e movimentos sociais de todas as regiões do mundo.

 

Boa leitura!

 

Equipe do Observatório

 



Konflikte und Klimawandel führen zu deutlichen Rückschritten bei der Hungerbekämpfung

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 13:09

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Bonn/Berlin, 14. Oktober 2021. Die Welt ist bei der Hungerbekämpfung vom Kurs abgekommen und entfernt sich immer weiter vom verbindlichen Ziel, den Hunger bis 2030 zu besiegen. Bereits die letzten UN-Berichte haben deutlich gewarnt, da die Zahl der Hungernden und Armen seit einigen Jahren wieder ansteigt. Weltweit hungern etwa 811 Millionen Menschen und 41 Millionen leben am Rande einer Hungersnot. Besonders dramatisch ist die Lage in Somalia, Jemen, Afghanistan, Madagaskar und dem Südsudan. Der neue Welthunger-Index untersucht die Ernährungslage in 128 Ländern und bestätigt die deutlichen Rückschritte bei der Hungerbekämpfung. 47 Länder werden bis 2030 noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen, 28 davon liegen in Afrika südlich der Sahara.

„Unsere Befürchtungen im letzten Jahr haben sich leider bestätigt. Hungersnöte sind zurück und multiple Krisen lassen die Zahl der Hungernden immer weiter steigen. Die Corona-Pandemie hat die angespannte Ernährungslage in vielen Ländern des Südens noch einmal verschärft und Millionen Familien haben ihre Existenzgrundlage verloren. Die größten Hungertreiber bleiben aber Konflikte und der Klimawandel. Die Ärmsten und Schwächsten werden von den Folgen des Klimawandels besonders hart getroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beitragen. Die Klimakrise ist eine Frage der Gerechtigkeit. Daher brauchen wir auf der anstehenden Klimakonferenz im November in Glasgow klare und verbindliche Ziele für die Reduzierung des CO² Ausstoß sowie finanzielle Unterstützung für die Förderung von Klimaresilienz", fordert Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe.

Der Welthunger-Index zeigt in diesem Jahr die verheerende Wechselwirkung von Konflikten und Hunger. Die Anzahl der gewaltsamen Konflikte hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. In acht von zehn Ländern mit einer sehr ernsten oder gravierenden Hungersituation tragen Konflikte maßgeblich zum Hunger bei.

„Mehr als die Hälfte aller unterernährten Menschen lebt in Ländern, die von Gewalt, Konflikt und Fragilität geprägt sind. Wo Krieg herrscht, werden Ernten, Felder und wichtige Infrastruktur zerstört. Die Menschen verlassen ihre Dörfer aus Angst vor Kämpfen und Übergriffen und sind auf humanitäre Hilfe zum Überleben angewiesen. Wo Hunger und Armut herrschen, nehmen aber auch Konflikte zu.  Wir brauchen tragfähige politische Konfliktlösungen und eine Stärkung des Rechts auf Nahrung. Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe muss endlich konsequent sanktioniert werden. Darüber hinaus benötigen wir flexible Finanzierungsmodelle, die die Wechselwirkung von Ernährung und Frieden stärker in den Blick nehmen", betont Thieme.  

Weitere Informationen, Grafiken und Fotos sowie den Bericht finden Sie unter https://www.welthungerhilfe.de/pressemappe-whi-2021

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030". Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





Towards Food Sovereignty: Dismantling the Capitalist Brahminic-Patriarchal Food Farming Regime

DEVELOPMENT - 14. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Country-specific national pathways to sustainable food systems, reinforce how the ‘transformation’ of food systems envisaged by the United Nations Food Systems Summit is about endorsing hegemonic agribusiness capitalist markets control of global food systems. Using India as the site of analysis, the article argues that radical transformation is about dismantling and rebuilding a food system where social justice is central to Food Sovereignty. This is foremost a project of liberation from systemic structures of enslavement, and in the case of India these are capitalism, Brahminism and Brahminical patriarchy. It is an historic moment for movements (farmers, anti-caste, adivasi) to re-imagine, revision, and collectively act to create a democratic, egalitarian and just food system, core elements of which are redistributive agrarian land reforms and democratic territorial relocalizing of food farming systems.

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