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DEVELOPMENT - 8. November 2021 - 0:00

EWIK Newsletter November: Innovationen, Technologien und Digitalisierung für transformativen Wandel nutzen

SID Blog - 6. November 2021 - 17:38

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe November 2021: Innovationen, Technologien und Digitalisierung für transformativen Wandel nutzen

Liebe Leser*innen,

der erste Drohnen-Flughafen der Welt, digitales Homeschooling via App und SMS, kontaktloses Bezahlen mit dem Handy, 3D-Drucke aus recyceltem Material – das sind nur einige der Innovationen, die in den letzten Jahrzehnten in unterschiedlichen Ländern Afrikas entwickelt wurden. Bereits seit 2007 besteht in Kenia die Möglichkeit, Geld ganz einfach mit dem Handy zu verschicken und zu bezahlen – ganz ohne Bankkonto und lange bevor kontaktloses Bezahlen in Deutschland populär bzw. überhaupt möglich wurde. In Ruanda werden Medikamente via Drohne in nur schwer erreichbare Gegenden transportiert; und da inzwischen mehr Menschen ein Mobiltelefon als ein Radio in Afrika besitzen, wurden auch viele digitale Lernmethoden auf SMS und Apps übertragen, was vor allem in Corona-Zeiten eine gewisse Grundbildung gesichert hat.

„Innovationen, Technologien und Digitalisierung für transformativen Wandel" ist das Thema dieses Newsletters. Innovationen setzen dort an, wo Lösungen für bestehende Probleme gesucht werden und sind auch in den 17 Nachhaltigkeitszielen als Voraussetzung definiert unter dem Ziel Nummer 9: Eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen zu unterstützen. Denn durch die Entwicklung und Anwendung von Innovationen werden auch andere Ziele für nachhaltige Entwicklung erreicht: Bildung, Gesundheit und Gleichstellung sind nur einige davon. In ihrer Gesamtheit haben sie zum Ziel, allen eine gute Lebensgrundlage zu ermöglichen. Dass Menschen in Frieden leben können, über ausreichend Ressourcen zum Leben verfügen und Zugang zu einer guten Bildung haben, sind wiederum wichtige Voraussetzungen für kreative Entfaltung und die Entwicklung von Ideen und Innovationen.

Innovationen werden auch deshalb eher in Ländern des Globalen Nordens verortet und tatsächlich auch entwickelt. Darum ist es wichtig Themen wie Innovation, Technologien und Digitalisierung global zu betrachten und auch in den Unterricht zu integrieren. Die Problemstellungen mögen im Globalen Süden andere sein, was nicht bedeutet, dass Innovationen aus Afrika nicht auch globale Anwendung finden können. Jedoch wird hierzulande der afrikanische Kontinent nicht unbedingt als innovativ betrachtet – und auch dieses Bild gilt es zu reformieren, angefangen bei unseren Schülerinnen und Schülern.

GEMEINSAM FÜR AFRIKA erstellt seit mehreren Jahren kostenlose Unterrichtsmaterialien, Aktionskoffer zum Ausleihen und bietet auch Referent*innen-Einsätze an Schulen an, mit dem Ziel ein differenziertes Bild von Afrika zu vermitteln. Schauen Sie sich gerne unsere neusten Materialien zum Thema Innovation an, bestellen Sie unseren Innovationskoffer für Ihre nächste Unterrichtseinheit oder buche Sie unser „Africa Today"-Event" für einen Aktionstag an Ihrer Schule.

Dieser Newsletter bietet eine Auswahl an Unterrichtsmaterialien, Spielen und Hintergrundinformationen u.v.m. zum Thema Innovationen, Technologien und Digitalisierung  mit dem Schwerpunkt auf Lateinamerika, Asien und Afrika sowie schwerpunktunabhängige aktuelle Meldungen und - in diesem Monat besonders viele und interessante - Veranstaltungshinweise.

Wir wünschen eine spannende und informative Lektüre!

Rebekka Ziegler und Dorothee Brennauer von GEMEINSAM FÜR AFRIKA e.V.
 
EWIK-Kooperationspartner Aktuelles
Neuer Fokus zum Thema Wasser auf Portal Globales Lernen

Wasser gilt als Grundlage allen Lebens auf der Erde und dennoch haben nicht alle Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen. Zusätzlich ist Wasser für die Herstellung von Nahrungsmitteln und Konsumgütern wichtig. Doch die Wasserressourcen werden, auch bedingt durch den Klimawandel, knapp. Wie kann dem entgegengewirkt werden und was steckt hinter Nachhaltigkeitsziel 6 der Agenda 2030 „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen"? Im neuen Fokus zum Thema „Wasser" stellt das Portal Globales Lernen Bildungsmaterialien und -medien, Aktionen, Projekte sowie Hintergrundinformationen, Veranstaltungstipps und Fortbildungsmöglichkeiten zusammen. Weitere Zusendungen zu diesem wichtigen Thema sind willkommen!
 Global Education Week – Digitales Lernen weltweit fair gestalten! Machen Sie mit!

Das Ziel 4 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sieht vor, dass alle Menschen weltweit Zugang zu hochwertiger Bildung und lebenslangem Lernen erhalten. Da die Digitalisierung gegenwärtig alle Formen des Lernens und Lehrens verändert, steht jetzt eine Verständigung darüber an, wie eine digitale Transformation von Bildung aussehen kann. Für die Global Education Week 2021 lädt die Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd des World University Service e.V. zum Austausch über diese Themen ein. Die Informationsstelle freut sich über die Zusendung von Projekten aller Art, die Bildung, Digitalisierung und nachhaltige Entwicklung kritisch und kreativ verbinden. Das Format kann frei gewählt werden.

Cashew – Lernen mit Kernen: internationales inklusives Unterrichtsmaterial zur GEW frei verfügbar

Die diesjährige Global Education Week (GEW) steht unter dem Motto „Digitales Lernen weltweit fair gestalten". Behinderung und Entwicklungszusammenarbeit e.V. (bezev) nimmt dies zum Anlass, die bisher als Printausgaben vorliegenden Bildungsmaterialien, digital verfügbar zu machen. Das Material „Cashew – Lernen mit Kernen", das mit Partnerorganisationen weltweit entstanden ist, wird sowohl in der deutschen Version als auch in den interanationalen Ausgaben für Indien, Mexiko und Südafrika für die Zeit der Global Education Week vom 15. bis 19. November kostenfrei verfügbar sein.

 

NachhaltigZeit. Ein Bildungsangebot zur Förderung von Zeitgestaltungskompetenz

Alle Menschen verfügen über dieselbe Menge an Zeit. Wie sie diese jedoch erleben und gestalten, ist individuell unterschiedlich. Manchmal vergeht ein Nachmittag wie im Flug, ein anderes Mal plagt die Langeweile. Viele Menschen versuchen, Zeit zu sparen, verschwenden, genießen oder verlieren sie.
Dieses Bildungstoolkit möchte zur Auseinandersetzung mit Zeit als Faktor der Nachhaltigkeit anregen. Es bietet dazu eine Reihe praktischer Aktivitäten zur Reflexion und erfahrungsbasiertem Lernen, mit denen Lernende ihre eigene Zeitgestaltung und dahinter stehende Bedürfnisse erfahren und hinterfragen lernen. Neben der schulischen Bildung ist dieses Bildungsangebot in vielen weiteren Bereichen anwendbar, etwa in der Jugendarbeit, der politischen oder gewerkschaftlichen Bildung sowie der Erwachsenenbildung.

Lehrkräfte für Studie zu Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit im Unterricht gesucht

Lehrerinnen und Lehrer im Bereich Politik, Gesellschaft, Wirtschaft sind stetig steigenden Anforderungen ausgesetzt, neue Themen aktuell und fachlich fundiert im Unterricht aufzugreifen: Nachhaltigkeit, Klimawandel, globales Lernen, Wirtschaftsethik – um nur einige wichtige Bereiche zu nennen. Wie gehen Lehrende mit dieser Herausforderung um? Wie gewichten sie die Inhalte in den relevanten Fächern? Mit welchen Problemen sehen sie sich in der Vorbereitung und Durchführung des Unterrichts konfrontiert und welche Unterstützungsangebote würden sie sich wünschen? Diese Fragen sind Gegenstand einer gerade beginnenden Studienreihe unter dem Titel „Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit in Schule und Berufsschule", für die Lehrkräfte als Teilnehmerinnen und Teilnehmer gesucht werden.


Nachhaltige Entwicklung braucht Tempo und höhere Bildungsausgaben – Deutschland und OECD-Länder sind gefragt

In ihrem Sondierungspapier zur Bildung der künftigen Bundesregierung erklären SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und FDP, dass sie das internationale und entwicklungspolitische Handeln Deutschlands an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen ausrichten wollen. Wichtigste Grundlage, um dies zu erreichen, ist Information und Bildung zu nachhaltiger Entwicklung (BNE). Als Akteur im Feld der BNE in Deutschland informiert der World University Service (WUS) jährlich zu den Ausgaben der OECD-Länder für entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Das aktuelle Datenblatt hierzu liegt jetzt vor. Der UN-Welttag am 24. Oktober 2021 gibt Anlass, die Bedeutung von Bildung als Grundlage für nachhaltiges Handeln hervorzuheben.

Online-Fortbildungsreihe: „Nachhaltigkeit braucht Ziele! Wir bringen die SDGs gemeinsam in die Schule!"

Die Fortbildungsreihe vom Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen (EPN Hessen) e.V. möchte die SDGs in die Schule bringen. In den einzelnen Fortbildungseinheiten führen die Referierenden mit einem kurzen Input in das jeweilige SDG ein. Beispiele gelingender Praxis und Vorstellung von Unterrichtsmaterialien und -ideen verdeutlichen anschließend die Umsetzung im Alltag und regen an zur gemeinsamen Diskussion und einem Austausch der eigenen Erfahrungen.
 Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien


Innovationen. Unterrichtsmaterial für die Grundschule

Innovationen verbessern unser Leben in Form von fortschrittlichen Ideen und Erfindungen. In diesem Modul werden großartige Innovationen des afrikanischen Kontinents vorgestellt. Die flexiblen Unterrichtsmaterialien für Afrika in der Schule umfassen differenzierte Hintergrundinformationen, Arbeitsblätter für den praktischen Unterricht, ein Role Model, das Handlungsoptionen für Schülerinnen und Schüler aufzeigt und ein Projektbeispiel aus Afrika. Mit wenig Vorbereitungszeit können Lehrkräfte einführende Unterrichtseinheiten zu den jeweiligen Themen gestalten.

Lernkoffer und Infothek „Innovatives Afrika"

GEMEINSAM FÜR AFRIKA unterstützt Schulen in Deutschland mit umfangreichen Lernkoffern. Der Lernkoffer Innovatives Afrika rückt afrikanisches Unternehmertum in den Fokus und stellt neue, innovative technische Lösungen aus afrikanischen Ländern vor. Innovationen, die es in Deutschland nicht gibt, bieten Lösungsansätze für globale Probleme. Auch das virtuelle Klassenzimmer, die Infothek, bietet eine Reihe von Artikeln und Hintergrundinformationen zum Thema Innovationen. Diese sind kostenfrei und jederzeit zugänglich.
 Green Economy – Unterrichtsmaterial zu Globaler Ökonomie

Unser derzeitiges Wirtschaftssystem verliert durch vielfältige aktuelle Krisen mehr und mehr seine Legitimation. Rufe nach Alternativen werden laut. Die Green Economy rückt bereits seit 2012 als Alternative in den Fokus und findet sich als nachhaltiger Ansatz auch in den 2015 von der UN verabschiedeten 17 Zielen (SDGs). Damit die Wirtschaft nicht wie bisher auf Kosten der Umwelt wächst, soll Wirtschaftswachstum ohne steigenden Ressourcenverbrauch möglich werden. Dies soll vor allem durch technische Innovationen gelingen, die es ermöglichen, ressourcenschonend zu produzieren oder überhaupt keine Ressourcen zu verbrauchen.
Wie nachhaltig sind Sand und Zement? Ein Unterrichtsmaterial für Bauberufe

Diese Broschüre von EPIZ e.V. bietet drei Unterrichtseinheiten für die Ausbildung in der Baubranche: Was ist Nachhaltigkeit? Wie nachhaltig ist Sand? Wie nachhaltig ist Zement? Das Thema Sand erschließen sich die Schülerinnen und Schüler mittels eines Mystery selbst. Im Fokus steht der illegale Sandabbau in Tansania. Dabei diskutieren die Schülerinnen und Schüler auch, welche Akteure über welche Handlungsmöglichkeiten verfügen. Zum Thema Zement erkunden die Schülerinnen und Schüler eine Ausstellung, die ins Klassenzimmer kommt und die einfach ausgedruckt werden kann. In der Ausstellung geht es sowohl um die Zementherstellung, die globalen Auswirkungen, welche Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit bereits erzielt wurden und welche Potentiale es für weitere Verbesserungen gibt.
Online-Module Smart Leben 4.0.: Unterrichtsbausteine zu Digitalisierung und globaler Nachhaltigkeit

Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich mitten in einem entscheidenden strukturellen Wandel, der maßgeblich durch die Digitalisierung der Produktion und des Konsums vorangetrieben wird. Durch ihre alltägliche Präsenz durchdringen die digitalen Technologien zunehmend alle Lebensbereiche. Wird die voranschreitende Digitalisierung dazu beitragen die Umwelt zu schützen, Ressourcen zu sparen und zu mehr globaler Gerechtigkeit führen? Oder steuern wir in eine digitale Wachstumsökonomie, durch die wir noch schneller an die planetaren Grenzen stoßen? Bei den Unterrichtsbausteinen von Smart Leben 4.0 betrachten die Schülerinnen und Schüler den Themenkomplex Digitalisierung unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit und überlegen, wie Digitalisierung nachhaltig gestaltet werden kann.
Zum Schwerpunkt: Multimediales
Digital Africa – Soziale Startups revolutionieren den Kontinent

Ein intelligenter Ampelroboter aus recyceltem Material, Tablets für Schulklassen, die mit Solarstrom aufgeladen werden, Drohnen mit Multispektralkameras für die Landwirtschaft, um Schädlingsbefall zu erkennen. Der Film begibt sich auf eine aufregende Entdeckungsreise durch die inspirierende Innovationsszene des afrikanischen Kontinents. Vier kurze Videoclips, einzeln abrufbar, stellen Erfindungen „Made in Africa" vor.


Game Changers – Women in Agriculture

Auf der Website „Game Changers – Women in Agriculture" werden sieben Frauen und ihre Geschichte des Wandels vorgestellt. Die sieben Geschichten der Frauen spielen sich in Togo, Benin, Indien, dem Südsudan und Ghana ab. Jede der sieben Geschichte lässt die Frauen selbst zu Wort kommen und von ihrem Weg berichten. Zum Herkunftsland gibt es begleitende Fakten zu Geschlechterungerechtigkeit, Hunger oder gesunde Ernährung.

CULPEER4Change Quiz jetzt auch zu SDG 17

CULPEER4Change entwickelt Online-Quizze zu den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs). Die Quizze stehen in drei Schwierigkeitsstufen zur Verfügung: Einsteiger, Fortgeschritten und Experte. Dazu gibt es einige didaktische und methodische Hinweise und Tipps für den Einsatz der Quizze im Unterricht sowie vielfältiges ergänzendes Material, das zum jeweiligen Quiz-Level passt.
Das aktuellste CULPEER4change-QUIZ behandelt das SDG 17: Industrie, Innovation und Infrastruktur. Das SDG 17 hat neunzehn Unterziele und ist mit Sicherheit das komplizierteste SDG. In den 36 Fragen auf drei Levels wird sich mit Entwicklungszusammenarbeit, Zöllen und Mindeststeuern befasst. Es geht um Verschuldung, Korruption und den Fluch der „Ressourcen". Außerdem werden Genossenschaften, der Faire Handel und Städtepartneschaften behandelt.


Afrika_Digital.2 – Start-ups und Künstler-Träume

Im Weltmaßstab hat sich der Zugang und die Nutzung der Informations- und Kommunikationstechnologien insgesamt – nicht nur der sozialen Medien – in geradezu rasantem Tempo verbessert und beschleunigt. Für Entwicklungs- oder Schwellenländer schien es hier lange Zeit unmöglich, den bildlich als Graben beschriebenen ‚Digital Divide' zu überspringen. Es galt: Je ärmer ein Land, desto schlechter der Zugang zu diesen Technologien. Dass sich dies nicht nur im Blick auf China, sondern auch auf afrikanische Länder stark verändert hat, beleuchten die vier sehr unterschiedlichen Filme dieser Themen-DVD.

Philosophische Veranstaltungsreihe für junge Leute zum Thema „Digitalisierung und globaler Wandel"

Digitalisierung ist in aller Munde. In Phil-AIXchange nähern sich die Teilnehmenden aus philosophischer und geisteswissenschaftlicher Sicht dem Themenkomplex „Digitalisierung und globaler Wandel". Wie wird die Digitalisierung das Zusammenleben auf diesem Planeten verändern? Wird der technologische Fortschritt zum Nutzen von Mensch und Umwelt sein? Oder wird er auf eine digitale Wachstumsökonomie hinauslaufen, in der sich Geld und Macht auf wenige konzentrieren und wir noch schneller an die planetaren Grenzen stoßen? Welchem Wandel unterliegen unsere Vorstellungen vom „Guten Leben" und welche neuen ethischen Problemlinien zeichnen sich ab? Auch als Schulveranstaltung buchbar.


„Africa on the Move": Multimedia-Projekt der Deutschen Welle für Afrika

„Africa on the Move" lautet ein Multimedia-Angebot der Deutschen Welle für Afrika. Das vom Auswärtigen Amt geförderte Projekt hat rund 90 Filme sowie Radio- und Online-Porträts über junge Akteure aus Afrika erstellt. Denn: das von Diktatoren, Krisen und Katastrophen dominierte Afrika-Bild ist nicht mehr stimmig. Längst gibt es eine junge, selbstbewusste und mobile Generation, die ihr Schicksal in ihre Hände nimmt. Sie steht bei diesem Projekt im Vordergrund.

Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen
Magazin AFRICA POSITIVE

Das Magazin AFRICA POSITIVE erscheint inzwischen seit 1998 und ist eng mit dem Anliegen des gleichnamigen Vereins verknüpft. Wie der Verein beruht auch das Magazin auf afrikanisch-deutscher Zusammenarbeit und stellt einen Gegenpol zu der einseitigen, überwiegend negativen Berichterstattung über afrikanische Länder dar: Die Mehrheit der Medien berichtet hauptsächlich über Kriege, Flüchtlinge, Hunger, Armut und Krankheiten in Afrika. Mit der Darstellung des Alltags von Afrikanern in Deutschland und in Afrika, ihrer Geschichte, erfolgreicher Persönlichkeiten afrikanischer Herkunft, Künste, politische und wirtschaftliche Entwicklungen und vielem mehr bietet sich eine gemeinsame Diskussionsgrundlage zwischen Afrikanerinnen und Afrikanern und Europäerinnen und Europäern.


Der blinde Fleck der Digitalisierung. Wie sich Nachhaltigkeit und digitale Transformation in Einklang bringen lassen

Digitalisierung und Nachhaltigkeit – Beide Bezeichnungen werden häufig verwendet, um zukünftige Entwicklungen zu beschreiben und zu leiten. Felix Sühlmann-Faul und Stephan Rammler beschreiben in ihrem Buch „Der blinde Fleck der Digitalisierung. Wie sich Nachhaltigkeit und digitale Transformation in Einklang bringen lassen" Nachhaltigkeitsdefizite, die durch den digitalen Wandel entstehen. Technologische Entwicklungen und Innovationen verlaufen exponentiell schnell und sind Teil einer der größten gesellschaftlichen Transformation unserer Zeit. Die Autoren beschreiben diese Entwicklung als „blinder Fleck der Digitalisierung". Im Verlaufe des Buches lernen Leserinnen und Leser Handlungsempfehlungen sowie Notwendigkeiten für eine nachhaltige Digitalisierung kennen.

Schwarzrotgold – Das Magazin der Bundesregierung

Die Agenda 2063 beschreibt die Ziele der Afrikanischen Union für die zukünftige Entwicklung ihres Kontinents. Auf dem Weg der Agenda-Umsetzung will die Bundesregierung die afrikanischen Partner begleiten. Ein breites Aufgabenspektrum und eine große Themenvielfalt kennzeichnen die Zusammenarbeit. Die Ausgabe „Perspektive Afrika" des Magazins Schwarzrotgold bietet dazu einen Einblick.


Transformation weltweit – Für Gute Arbeit im digitalen und ökologischen Wandel

Die Autorinnen und Autoren der Broschüre aus Gewerkschaften, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen und Medien – aus Ländern des Globalen Südens und Nordens – analysieren und beschreiben die Transformationsprozesse und benennen gewerkschaftliche Handlungsfelder. Sie zeigen die Räume auf, in denen sich Arbeitnehmende organisieren, mit anderen vernetzen und zusammenarbeiten, um gegen Ausbeutung und für Demokratie im digitalen Kapitalismus zu kämpfen, eine sozial-ökologische Transformation voranzutreiben und um alternative Gesellschaftsmodelle zu entwerfen.

Fact Sheet: Globale Wertschöpfungsketten und Digitalisierung in Afrika

Globale Wertschöpfungsketten sind kein neues Phänomen. Die meisten Güter und Dienstleistungen werden heute nicht an einem Ort produziert. Mit der Digitalisierung gewinnt die Ausweitung von Produktionsprozessen eine neue Qualität. Internetplattformen, Blockchains, 3D Druck, künstliche Intelligenz und zahlreiche andere Elemente der Digitalisierung haben dabei ambivalente Auswirkungen auf Beschäftigung und Wirtschaft in den Ländern des Globalen Südens. Bis 2030 z. B. werden rund 100 Mrd. US-Dollar benötigt, um einen universellen Zugang zu Breitbandverbindungen zu erreichen. Arbeitsplätze in Bereichen, die niedrige Qualifikation erfordern, drohen zu schwinden. Das Factsheet „Globale Wertschöpfungsketten und Digitalisierung" von SÜDWIND e. V. beleuchtet solche ambivalenten Auswirkungen.
Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik „Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.




Mensch.Macht.Klima. Neues Planspiel zu Klimaschutz und Menschenrechten

Klimaschutz und Hungerbekämpfung sind Verpflichtungen und Ziele der internationalen Staatengemeinschaft. Doch sie kommen immer wieder auch miteinander in Konflikt. FIAN Deutschland hat dazu das Planspiel „Mensch.Macht.Klima"entwickelt, in dem die Auswirkungen von Klimaschutzmechanismen auf konkrete, bereits schwierige Lebenswirklichkeiten einer kleinbäuerlichen Gemeinde projiziert werden. Das Planspiel ermöglicht so, die Auswirkungen von Klimaschutzpolitik aktiv und hautnah zu erfahren.

Escapebox „Ocean Eye"

Wer sich für die Mission Ocean Eye entscheidet, entscheidet sich für ein Escape Game der etwas anderen Art. Statt auszubrechen, müssen Teilnehmende das mobile Labor öffnen. Mit jedem Lösungsschritt entfaltet die Escapebox neue Perspektiven und Herausforderungen. Die Escapebox Ocean Eye macht die Herausforderung, die Mikroplastik für Mensch und Umwelt darstellt, für junge Menschen unmittelbar und spielerisch begreifbar. In eine aufregende Geschichte und eine spannende räumliche Lösung verpackt, bietet die mobile Escapebox ein intensives Spielerlebnis.



Ringvorlesung: Transformation unserer Welt – Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

In welcher Form die Agenda 2030 mit Leben gefüllt und die Ziele in die Praxis umgesetzt werden können, ist Leitthema der jährlich stattfindenden Ringvorlesung „Transformation unserer Welt – Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung". An fünf Abenden stellen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit ab dem 8. November ihre Perspektiven zu einem Teilaspekt der Agenda 2030 vor. Die digitale Ringvorlesung 2021 widmet sich dem Thema „Nachhaltiger Frieden".

Handyspenden: Ein Beitrag zur Bekämpfung von Fluchtursachen

Unsere Handys haben mit der Flucht in der DR Kongo zu tun: Im Kampf um Bodenschätze, die z.B. in Smartphones verwendet werden, vertreiben Milizen die Bevölkerung aus ihrer Heimat. Mit dem Recycling alter Handys kann jede und jeder diesen illegalen Praktiken etwas entgegensetzen. Mit der Handy-Spendenaktion von missio e. V. kann dem entgegengewirkt werden.

 Neues vom Blog EineWeltBlaBla


EineWeltBlaBla im Oktober 2021

Im Oktober gab es wieder einige spannende Beiträge auf unserem Blog. Wie wäre es mit etwas zum Thema Bildungsgleichheit? Oder mit einem kleinen Ausflug nach Mexiko oder Chile, um mehr über die Bewegung der Zapatistas oder die Mapuche zu erfahren? Auf unserer weiteren Reise im Oktober haben wir uns nach Guatemala begeben und in unserer nächsten Global Story von Nemonte Nenquimo berichtet.

Schon mal was von Transformativer Gerechtigkeit gehört? Ein Blick in den Beitrag lohnt sich! Außerdem hat uns die Carl-Orff-Schule in Engers in ihrem Gastbeitrag vom Projekt Plastic Pirates erzählt. Wer lange nichts mehr vom Konflikt in Tigray mitbekommen hat, sollte unbedingt in unseren Beitrag reinschauen. In unserem letzten Beitrag des Monats gab es die dritte Global Story aus Kenia.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Digitalisierung für transformativen Wandel

Die politische Gestaltung der Digitalisierung ist eine der Hauptaufgaben der Zukunft. Die Datenbank Eine Welt Medien stellt eine Reihe von Filmen vor, die das Thema Digitalisierung von verschiedenen Seiten beleuchten. Etwa Filme, die das Bewusstsein für die vielfältigen Rohstoffe, die zur Herstellung von z.B. von Handys gebraucht werden, thematisieren, oder auch Experimentalfilme, die der politischen Beeinflussung durch die Neuen Medien nachspüren.
Alle Filmempfehlungen stellt die Datenbank Eine Welt Medien jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Nennung der Verleihstellen vor.
  Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Durch den Kakao: Botanik, Kolonialismus, Gegenwart
06.11.2021 online Lernsnacks für Lehrkräfte: Kinder haben Rechte – hier und überall
09.11.2021 online
Workshop für die Online-Exkursion „Ein.Blick.Wechsel Namibia"
09.11.2021 online Bildung für alle - digitale Unterrichtsmaterialien mit offenen Lizenzen
09.11.2021 online Fortbildung: Klobales Lernen in der Schule
09.11.2021 in Bad Kreuznach
„Nachhaltig ausbilden: Standard! Kompetente Fachkräfte für die Agenda 2030" - Gemeinsame Tagung der BBNE-Modellversuche des BIBB
10.11.2021 online
Fortbildung: Klimakonferenz zum Kohleausstieg – Unterrichtsprojekt und Planspiel
11.11.2021 in Hamburg Warum Kinderarbeit?
11.11.2021 online Klimawandel macht Hunger!
11.11.2021 online Methodenseminar zum Thema Lebensmittelverschwendung in der Klimakrise
12.11.2021 - 14.11.2021 in Lindlar Auftakt zur Online Fortbildungsreihe: „Nachhaltigkeit braucht Ziele! Wir bringen die SDGs gemeinsam in die Schule!"
15.11.2021 online Klima(un)gerechtigkeit: die wahren Kosten unser Lebensmittel
16.11.2021 online Abenteuer Bauen – nachhaltiges Bauen weltweit
18.11.2021 online 
Der Nachhaltigkeit auf der Spur mit digitalen Schnitzeljagden (Actionbounds): Ein Bildungsangebot von Future Fashion zum SDG 11
18.11.2021 online
Online-Fortbildung: Das Menschenrecht auf Wasser
19.11.2021 online Methodenfortbildungen: globale Zusammenhänge, sozial-ökologische Auswirkungen und Gegenbewegungen im Kontext von Digitalisierung
19.11.2021 - 20.11.2021 in Leipzig Digitale und interaktive Methoden für das Globale Lernen am Beispiel von „OERs" und dem „changemaker"-Projekt
19.11.2021 in Köln Wie geht digital in normal? Digitale Methoden in Präsenzveranstaltungen zum Fairen Handel
19.11.2021 online
Die Große Transformation: Design oder Desaster?
19.11.2021 - 21.11.2021 in Bad Boll #digital_global. Machtkritsche Bildungsarbeit zur Digitalisierung
20.11.2021 - 21.11.2021 in Bochum Geschlechtergerechtigkeit
23.11.2021 online Interaktives Hörspiel zum interreligiösen Dialog: Wie aus Partnerschaft Bildungsarbeit entsteht
23.11.2021 online Welternährung neu denken
23.11.2021 online Kampagne Fairtrade-Schools – Schule nachhaltig fairändern
25.11.2021 online Welt.Klima.Wandel
25.11.2021 online Digitale Angebote für weiterführende Schulen
30.11.2021 online One Health – Gesundheit für Alle
30.11.2021 online Online-Workshop: Internationaler Schulaustausch einmal anders
02.12.2021 online Methodenfortbildungen: globale Zusammenhänge, sozial-ökologische Auswirkungen und Gegenbewegungen im Kontext von Digitalisierung
02.12.2021 - 03.12.2021 online Vorschau Ausgabe Dezember 2021/Januar 2022: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Anfang Dezember 2021 zum Thema

Globales Lernen – lebenslang (SDG 4) 

Zusendungen sind bis zum 23. November 2021 willkommen.
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  September 2021 Ziel 4 der Agenda 2030:
Hochwertige Bildung

 Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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service@globaleslernen.de
www.globaleslernen.de

Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
über den


 


Start der Global Education Week am 15. November 2021 - Motto "Digitales Lernen weltweit fair gestalten!"

SID Blog - 5. November 2021 - 13:40
Die diesjährige Global Education Week findet vom 15. bis 19. November 2021 statt. Sie steht in Deutschland unter dem Motto „Digitales Lernen weltweit fair gestalten!". Da die Digitalisierung gegenwärtig alle Formen des Lernens und Lehrens verändert, ist es das Ziel der Aktionswoche, eine Verständigung darüber anzuregen, wie die digitale Transformation von Bildung aus einer globalen Perspektive gestaltet werden kann. Die Global Education Week wird in Deutschland von der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd beim World University Service (WUS) koordiniert. Die bereits eingereichten Projekte sind unter www.globaleducationweek.de zu finden.


„Mit der diesjährigen Global Education Week weisen wir darauf hin, dass digitales Lernen nicht nur für die wohlhabenden Länder Europas, sondern gerade auch für die armen Länder Afrikas, Asiens und Lateinamerikas konzipiert werden muss. Diese Länder leiden nicht nur in besonderem Maße unter den Folgen der Covid-19-Pandemie, sondern verfügen aufgrund ihrer fragilen politischen und wirtschaftlichen Strukturen häufig nicht über entsprechende Bildungseinrichtungen", führt Dr. Kambiz Ghawami, Vorsitzender des WUS, aus. „Dass digitales Lernen in unserer Gegenwart sogar zu einem politischen Faktor im Weltgeschehen werden kann, zeigen die aktuellen Bemühungen des WUS, Exilwissenschaftlerinnen und Exilwissenschaftler aus Afghanistan mit der Konzeption einer digitalen Universität zu unterstützen", so Ghawami weiter. Grundlage des Engagements des WUS und der Global Education Week ist die 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen. Ziel 4 sieht vor, dass alle Menschen weltweit Zugang zu hochwertiger Bildung und die Möglichkeit lebenslangen Lernens erhalten.

Für die am 15. November 2021 startende Global Education Week sind aus einem weitgespannten Netz von Schulen, Universitäten, NGOs und staatlichen Institutionen bereits spannende Projektvorschläge bei der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd eingegangen. Sie haben Vorbildcharakter, weil sie digitales Lernen kritisch und kreativ weiterdenken und den Austausch zwischen Nord und Süd auch unter Pandemiebedingungen ermöglichen. Die Vielfalt der eingereichten Projekte ist groß, wie die folgenden Beispiele zeigen: Der CHAT der WELTEN kombiniert Globales Lernen mit digitalen Medien. Nach dem Motto „miteinander statt übereinander reden" tauschen sich Schulklassen in Deutschland mittels onlinebasierter Kommunikation mit Schülerinnen und Schülern in Asien, Afrika und Lateinamerika aus und entwickeln ein Verständnis für eine globalisierte Welt. Das MÖVe-Jugendprojekt „Exit Fast Fashion" hat das Online-Escape-Game „Die letzte Chance" entwickelt, um jungen Menschen die negativen Folgen der Fast Fashion-Industrie nahezubringen. Lehrerinnen und Lehrer, die Impulse für ihren Unterricht zur Agenda 2030 suchen, werden bei der digitalen Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele - Lernsnacks für Lehrkräfte" auf dem Portal Globales Lernen fündig.


Die bislang eingereichten Projekte sind unter www.globaleducationweek.de zu finden. Eine Teilnahme ist noch möglich! Mehr zur Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd unter www.informationsstelle-nord-sued.de.




ADRA, OroVerde & Welthungerhilfe sprechen im Deutschen Pavillon über Klimaresilienz

SID Blog - 5. November 2021 - 11:01


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05.11.2021 | Einladung

Climate resilient livelihoods:
ADRA, OroVerde & Welthungerhilfe sprechen im Deutschen Pavillon über Klimaresilienz

Die Klimakrise stellt die Menschen weltweit vor Herausforderungen, und es bedarf eines ganzheitlichen Ansatzes, um die vielfältigen Aspekte zu berücksichtigen, die für eine langfristige sozio-ökologische Widerstandsfähigkeit erforderlich sind.

Gerade in Gebieten mit begrenztem Zugang zu Nahrung und Wasser sind die Eindämmung von Emissionen, die Sicherung von Ressourcen und Frühwarnmecha-nismen Faktoren, um die negativen Auswirkungen der Klimabedrohungen zu minimieren. ADRA Deutschland, OroVerde und die Welthungerhilfe diskutieren drei entscheidende Aspekte der Klimaresilienz in Communities im Deutschen Pavillon auf der Weltklimakonferenz. Die englischsprachige Veranstaltung findet überwiegend digital statt, wir laden Sie herzlich ein teilzunehmen am Montag, den 08. November von 16.30 Uhr bis 18.30 Uhr (CET, 15.30 Uhr – 17.00 Uhr lokale Zeit).
Den Zugang finden Sie unter https://german-climate-pavilion.de/register. Bitte beachten Sie, dass zuvor eine Registrierung nötig ist.

Die drei NGOs ADRA, OroVerde und Welthungerhilfe bringen die Stimmen der Expert*innen und die Stimmen der indigenen Bevölkerung auf die Weltklimakonferenz. Passend dazu liefern die NGOs Lösungsansätze für nachhaltige Landwirtschaft, Schutz und Wiederherstellung produktiver Waldlandschaften sowie Frühwarnsysteme und Katastrophenvorsorge. Die Moderatorin Anique Hillbrand nimmt die Teilnehmer*innen mit auf eine virtuelle Reise durch Asien, Südamerika und Ostafrika. Während der Veranstaltung können sich die Teilnehmenden auch aktiv einbringen und sich mit Fragen und Statements zu Wort melden.

Die UN-Klimakonferenz geht vom 31. Oktober bis 12. November und findet in Glasgow statt. Begleitend zur Konferenz wird es im deutschen Pavillon spannende Vorträge und Expertengespräche geben. Die drei NGOs ADRA Deutschland e.V., OroVerde und Welthungerhilfe werden gemeinsam ihre Erfahrung und Expertise zum Thema Klimaresilienz präsentieren. Im Rahmen der 90-minütigen Veranstaltung widmet sich jede NGO einem Kernaspekt des Themas, gefolgt von Fragen und einer kurzen Diskussion.

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030". Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.






Deutsche Länder engagieren sich für Nachhaltigkeitsziele: Bildung als Schlüssel zu Frieden und Gerechtigkeit

SID Blog - 5. November 2021 - 11:00
Bildung als Schlüssel zu Frieden und Gerechtigkeit: Engagement der Deutschen Länder für die Nachhaltigkeitsziele

Bildung ist ein wichtiger Schlüssel zu Frieden und Gerechtigkeit. Dies spiegelt sich im Engagement der Deutschen Länder für Ziel 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen" der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wider. Zu diesem Engagement ist auf dem Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik ein neuer Bericht des Ministeriums der Finanzen und für Europa des Landes Brandenburg erschienen.

Unter dem Stichwort „Frieden" vereint das Nachhaltigkeitsziel 16 ein ganzes Bündel von Unterzielen: Gewalt, Korruption und Missbrauch sollen verringert, ein umfassender Zugang zur Justiz und zur Demokratie ermöglicht, effektive und rechenschaftspflichtige Institutionen geschaffen werden. Dies wirft die Frage auf, ob und was Brandenburg als eines von 16 Ländern zu diesem komplexen Ziel beitragen kann. Schließlich sind Außen-, Sicherheits- und Friedenspolitik keine Länderkompetenzen. Zudem erleben wir selbst in unserer eigenen Region, dass friedliches Zusammenleben und die Wahrung starker Institutionen ein mühsamer, nie abgeschlossener Prozess ist.

Alle deutschen Länder spiegeln in ihrem Engagement wider, dass Bildung einen wichtigen Schlüssel zu Frieden und Gerech­tig­keit darstellt. Bildung ermöglicht es Individuen, zu kritisch und global denkenden Welten­bür­ger­innen und -bürgern zu werden, die Frieden, Fairness und Rechtsstaatlichkeit aktiv einfordern. Wäh­rend dies von Menschen im Globalen Süden oft eingefordert wird, gilt es genauso auch bei uns, ein globales Bewusstsein zu entwickeln und eine kritische Zivilgesellschaft zu formen, die bei Gewalt und Unrecht hin- statt wegsieht.

Projekte der entwicklungspolitischen Bildung, die in den Deutschen Ländern umgesetzt und von ihnen gefördert werden, vermitteln kritisches Denken und eine globale Perspektive. Dazu gehören beispielsweise Angebote wie die Brandenburger Entwicklungspolitischen Bildungs- und Informationstage (BREBIT) zum Jahresmotto „Digitalisierung global gerecht gestalten" oder das Programm „Jugend für Entwicklungszusammenarbeit".

Den vollständigen Bericht finden Sie auf dem Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik unter der Rubrik „Im Fokus". Einen tieferen Einblick in das Engagement für das Nachhaltigkeitsziel 16 „Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen" in den 16 Deutschen Ländern erhalten Sie in Ausgabe 103 des Rundbriefs Bildungsauftrag Nord-Süd von Juni 2020.

Projekt gefördert durch: die Deutschen Länder

Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen

Für den Inhalt des Beitrages ist allein der WUS verantwortlich. Die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuschussgeber des WUS wieder.

Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik

www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de

 

 

Democratic Participation and the Populist Challenge to Global Governance

DIE Blog - 4. November 2021 - 8:50

Source: https://www.g20.org/media/photos-and-videos/g20-rome-summit-media/family-photos.html

This year’s G20 summit took place this weekend in Rome and – as it is always the case when the G20 meets in a country where protests are not suppressed – thousands of protestors used this occasion to express their opposition to the supposedly neoliberal agenda of the G20 and the human rights violations perpetrated by some of the member governments (although Vladimir Putin and Xi Jinping as important addressees of this second criticism did not even bother to come to Rome). This year, the meagre results of the group with respect to climate action and the failure to ensure a fair global allocation of Covid-19 vaccines were among the key complains concerning the content of the agreements of the group. However, the G20 was not only criticized for the substance of its policies. It has always also faced contestation with respect to the way in which the group takes political decisions in procedures that do not allow for much democratic participation and public control.

Time to revisit the debate on the democratic deficit of global governance

This criticism concerning decision-making procedures, which also applies to many other global governance institutions, gains additional relevance in light of the debate on the rise of authoritarian right-wing populism in many countries. Armin Schäfer und Michael Zürn argue in a recent book that right-wing populism cannot be explained entirely by socioeconomic or sociocultural factors but has also genuinely political causes. They describe how the composition of parliaments and the shift of decision-making competences to non-majoritarian institutions, such as central banks, courts, and many international institutions, decrease the responsiveness of political decisions to the opinions of, in particular, poorer and less-educated segments of society. The feeling of not being heard by political decision-makers that many supporters of populist parties voice is thus, sadly, often well-founded.

A part of the democratic shortcomings that give rise to authoritarian populism concern, according to Schäfer and Zürn, political decision-making beyond the national level. It might thus be time to revisit the debate on the democratic deficit of global governance. The democratic credentials of, for instance, the European Union, the World Trade Organization (WTO), the World Bank, or the International Monetary Fund (IMF) have been critically discussed for decades. This has led to some reforms: the European Parliament, for instance, has gradually received more competencies and the World Bank and the IMF have made some efforts to increase their transparency and accountability. In general, though, progress has been very limited.

While the longstanding academic debate on the democratic deficit of global governance focussed mainly on other institutions, club governance formats, such as the G20, also show serious democratic shortcomings (as protestors have long emphasized). Such formats exclude a great share of those affected by its policies from its decision-making, simply because the majority of countries are not invited to join the clubs. In addition, decision-making in these fora is usually opaque and leaves not much space for parliamentary and public control. Where club governance has an impact, political decisions are de facto prepared in technocratic meetings of bureaucrats from national government departments.

No easy fixes to all democratic shortcomings

To some of the democratic shortcomings of global governance there are no easy fixes. Partly, it seems unavoidable that decision-making in international institutions allows for less opportunities for democratic participation than national level political institutions could, at least in principles, provide. After all, larger political units have more citizens. If decisions are taken in higher-level institutions, the influence of each individual thus decreases. In addition, a truly global public sphere with global public debates, global media, and global NGOs, as it is seen in deliberative conceptions of democracy as prerequisite for well-functioning democratic procedures, is largely non-existent. Furthermore, we must be cautious that efforts of democratisation do not further increase the number of veto players to avoid harming the chances for effective governance. Finally, it is very challenging to achieve agreements on measures of democratisation because there are very different conceptions of democracy advocated globally and, obviously, not all governments that occupy influential positions in international politics put much value on democratic decision-making at all. After all, institutions such as G20 include also governments that pursue a tied autocratic agenda at home (and even do not shy away from supporting authoritarian populist movements in other countries). The governments of countries such as China and Russia have no problem to use the rhetoric of a democratisation of global governance. However, such references are usually better understood as attempts to strengthen their own position in the international order than as pleas for reforms that would increase meaningful democratic participation and public control.

To give up on international institutions (as right-wing populists often suggest) and return decision-making competences to national level political institutions would, clearly, also not be an adequate response – not even from the perspective of democratic theory. Given that many national political decisions, such as those concerning environmental policies, have external effects in other countries, international institutions are crucial to give those affected by these external effects a voice. In general, facing the tremendous global challenges that can only be addressed by coordinated efforts of actors all over the world, fora of inter- and transnational coordination conforming to clear governance- and accountability standards are crucial.

Some potential for reforms

However, that does not imply that there are no ways to react to the populist challenge to international cooperation. First, to some degree it is feasible to increase opportunities for political participation in global governance. Consider again the example of club governance. Groups of smaller countries that are currently excluded from influential clubs could at least be allowed to share a representative in these groups. In addition, parliamentarians could be included in the negotiations and transform club governance from a format of exclusively executive bodies to a format in which also parliaments cooperate (although this would, obviously, not lead to any improvements in countries in which parliaments have only a marginal role). And clubs could certainly make their working procedures more transparent, expand on instruments to increase accountability, and strengthen engagement processes with civil society.

Secondly, with respect to every step of further economic integration we need to ask whether the potential economic gains really outweigh losses of opportunities for democratic participation that might be associated with them. Economic integration increases the need for international coordination. In general, if goods and capital can move more freely, the need for internationally harmonised rules increase, for instance with respect to taxation or working conditions. As Dani Rodrik and others argue, if international institutions that could effectively decide in a democratically acceptable way on these common rules are hard to achieve, we need to reflect on the question at which point we put a halt on economic integration.

The future of globalisation might depend not a little on that we make progress with respect to the political institutions of global governance. If we fail in making political decision-making in these institutions more democratic, right-wing populists will be able to continue to spur nationalist feelings and lobby against the international cooperation that we so urgently need.

Der Beitrag Democratic Participation and the Populist Challenge to Global Governance erschien zuerst auf International Development Blog.

Tagung „Nachhaltigkeit als kulturelles Projekt“ vom 19. bis 21. November 2021

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 3. November 2021 - 9:15

Vor zwanzig Jahren wurde an der Evangelischen Akademie das „Tutzinger Manifest“ verabschiedet, ein Aufruf zur nachhaltigen Gestaltung von Kultur(politik). Seitdem hat sich der Nachhaltigkeitsbegriff weiterentwickelt und auch gesellschaftlich hat sich viel getan: Mit der UN Agenda 2030, Fridays For Future und dem europäischen Green Deal wurde und wird Nachhaltigkeit zu einem großen, kulturellen Projekt. In …

Tagung „Nachhaltigkeit als kulturelles Projekt“ vom 19. bis 21. November 2021 Weiterlesen »

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Deutschland unterstützt Südafrika beim Kohleausstieg

SID Blog - 2. November 2021 - 17:12
Entwicklungsminister Müller: „Deutschland unterstützt Südafrika beim Kohleausstieg"

Berlin/Glasgow - Deutschland, Großbritannien, die USA, Frankreich und die EU haben auf der COP26 Klimakonferenz in Glasgow eine neue Partnerschaft mit Südafrika angekündigt, um das Land bei der Energiewende unterstützen. Besonderer Fokus liegt auf dem Ausstieg aus der Kohleverbrennung zur Stromgewinnung.

Dazu erklärt Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Um das 1,5 Grad Ziel zu erreichen, muss die Weltgemeinschaft radikal umsteuern und Emissionen massiv reduzieren. Nötig ist eine weltweite Energiewende und dazu gehört der Kohleausstieg. Deutschland hat heute mit Südafrika als erstem Partnerland auf der Südhalbkugel den Ausstieg aus der Kohle bei der Energiegewinnung vereinbart - zusammen mit Großbritannien, der USA, Frankreich und der EU. Zurzeit stellt das Land seinen Strom fast zu 90% aus Kohle her. Bei den Ländern, die Kohle verstromen, liegt Südafrika weltweit auf Platz 6. Die Partnerschaft unterstützt die Dekarbonisierung der südafrikanischen Stromproduktion und den Einstieg in erneuerbare Energien sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze. Südafrika kann so auch eine globale Führungsrolle bei der sozial gerechten Energiewende übernehmen."

Die neue Partnerschaft hat sich zum Ziel gesetzt, zusätzliche Mittel für technologische Innovationen, einschließlich grünem Wasserstoff, für Südafrika bereitzustellen. Finanziert wird dies durch den Klimainvestitionsfonds, um so auch weitere Mittel z.B. der multilateralen Banken und privaten Investitionen zu mobilisieren. Und durch bilaterale Unterstützungsleistungen. Insgesamt sind über die nächsten fünf  Jahre 8,5 Milliarden US-Dollar vorgesehen, ein Großteil davon als Kredite. Deutschland trägt hierzu knapp 700 Millionen Euro bei, davon 670 Millionen von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Das BMZ unterstützt den Energiesektor in Südafrika bereits seit vielen Jahren.

Um den Kohleausstieg in Südafrika sozial verträglich zu gestalten sind auch Investitionen in die soziale Infrastruktur, insbesondere für die heute noch über 90.000 Minenarbeiter, in die Berufsausbildung von Jugendlichen, in berufliche Möglichkeiten von Frauen, zur Förderung von klein- und mittelständischen Unternehmen sowie von Regionen als zukünftige Innovationsstandort, z.B. für grünen Wasserstoff und elektrische Fahrzeuge, vorgesehen.

 


Bauern weltweit müssen sich schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf neue Klimarealität einstellen

SID Blog - 2. November 2021 - 17:11
Neue Studie von NASA und PIK

Neue Computersimulationen sagen tiefgreifende Veränderungen in den Anbaubedingungen und Erträgen der wichtigsten Kulturpflanzen schon in den nächsten 10 Jahren voraus, wenn sich die derzeitigen Trends der globalen Erwärmung fortsetzen. In den wichtigsten Kornkammern der Welt kann es viel schneller als bisher erwartet zu gravierenden Veränderungen kommen, so dass sich die Landwirte in aller Welt schon jetzt an die neuen klimatischen Gegebenheiten anpassen müssen. Bis Ende 2100 könnten global die Mais-Erträge um fast ein Viertel zurückgehen, während die Weizenerträge möglicherweise weltweit um etwa 17 % steigen könnten.

„Wir stellen fest, dass die neuen Klimabedingungen die Ernteerträge in immer mehr Regionen erheblich beeinflussen. Die menschengemachten Treibhausgasemissionen führen zu höheren Temperaturen, veränderten Niederschlagsmustern und mehr Kohlendioxid in der Luft. Das hat Folgen für das Pflanzenwachstum. Wir sehen, dass in vielen wichtigen Kornkammern der Welt anormale Jahre schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts oder kurz danach zu normalen Jahren werden. Für uns ist das der Zeitpunkt, an dem das Klimawandel-Signal klar alles historische Rauschen übertönt", erklärt der Hauptautor Jonas Jägermeyr, Klimawissenschaftler am Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA, am Earth Institute der Columbia University in New York City und am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). „Das bedeutet, dass sich die Landwirte viel schneller anpassen müssen, indem sie zum Beispiel den Zeitpunkt der Aussaat verändern oder andere Pflanzensorten verwenden. So lassen sich schwere Verluste vermeiden, aber auch Gewinne erzielen, etwa in den höheren Breitengraden."

Mais drohen Verluste, Weizen kann gewinnen

Durch die Kombination einer Reihe neuer Klimaprojektionen und verschiedener aktualisierter Nutzpflanzenmodelle erstellte das Forscherteam das derzeit größte Ensemble künftiger Projektionen landwirtschaftlicher Erträge. Sie stellten fest, dass es schon sehr bald und in sehr vielen wichtigen Anbauregionen zu erheblichen Veränderungen kommen wird. Mais wird in vielen Regionen angebaut, darunter auch in subtropischen und tropischen Ländern, die von steigenden Temperaturen heftiger betroffen sein werden als kühlere Regionen der hohen Breiten. In Nord- und Mittelamerika, Westafrika, Zentral- und Ostasien könnten die Maiserträge in naher Zukunft um mehr als 20 Prozent zurückgehen. Bei Weizen hingegen, der am besten in gemäßigten Klimazonen gedeiht, könnte die Produktivität in den derzeitigen Anbauregionen unter dem Klimawandel steigen, so etwa in den nördlichen Vereinigten Staaten und Kanada sowie in China.

Auch Klimaeffekte in der Landwirtschaft verschärfen bestehende Unterschiede

„Unsere Daten zeigen deutlich, dass ärmere Länder wahrscheinlich die stärksten Rückgänge bei den Erträgen ihrer wichtigsten Grundnahrungsmittel verzeichnen werden. Das verschärft die bereits bestehenden Unterschiede in der Ernährungssicherheit und im Wohlstand", sagt Christoph Müller, Mitautor und ebenfalls Forscher am Potsdam-Institut. Unter dem Strich werden die Zuwächse bei Weizen im globalen Norden die Verluste bei Mais im globalen Süden nicht ausgleichen. Den armen Ländern und natürlich den betroffenen Kleinbauern selbst fehlen oft die Mittel, sich ihre Nahrungsmittel auf dem Weltmarkt zu beschaffen. Während einige im globalen Norden von dem prognostizierten grundlegenden Wandel der landwirtschaftlichen Produktionsmuster profitieren dürften, könnte er im globalen Süden zu einem Risiko für die Ernährungssicherheit werden.

Klima-Anpassung in jedem Fall nötig

Die Temperatur ist nicht der einzige Faktor, der für künftige Ernteerträge von Bedeutung ist. Ein höherer Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus, insbesondere bei Weizen. Andererseits kann sich dadurch auch der Nährwert der Pflanzen verringern. Steigende globale Temperaturen stehen auch in Verbindung mit veränderten Niederschlagsmustern und der Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen und Dürren, die die Gesundheit und Produktivität der Pflanzen gefährden. „Selbst unter optimistischen Klimaszenarien, bei denen alle sich heftig ins Zeug legen, um den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen, wird sich die globale Landwirtschaft einer neuen Klimarealität stellen müssen", so Jägermeyr.

 

Artikel: Jonas Jägermeyr, Christoph Müller, Alex Ruane et al. (2021): Climate change signal in global agriculture emerges earlier in new generation of climate and crop models. Nature Food [DOI: 10.1038/s43016-021-00400-y]

Link zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s43016-021-00400-y

 Video zu den Studienergebnissen: https://www.youtube.com/watch?v=-NZIvvhGlR0



#COP26 | Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 12:08
Berlin, Mainz, Wuppertal, 29.10.2021 – Anlässlich des 26. Weltklimagipfels (COP26) in Glasgow fordert die internationale Fair-Handels-Bewegung in einem Positionspapier die Delegierten auf, Gerechtigkeit in den Mittelpunkt der Klimaziele zu stellen. Das derzeitige Wirtschafts- und Handelsmodell erzeugt immer stärkere soziale und ökologische Verwerfungen. Um die Klima-krise zu bewältigen und eine nachhaltige Zukunft für alle zu gewährleisten, muss die internatio-nale Gemeinschaft die strukturellen Ungerechtigkeiten im Welthandel bekämpfen. Das Positi-onspapier „Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele stellen" wurde in Deutschland u. a. durch das Forum Fairer Handel und dessen Mitgliedsorganisationen GEPA – The Fair Trade Company sowie dem Weltladen-Dachverband unterzeichnet. In ihrem Namen erklärt Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forum Fairer Handel:

 

„Die Klimakrise ist unfair! Sie trifft die am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Kleinbäuer*innen im Globalen Süden haben ganz besonders mit den Folgen zu kämpfen, von Hitze und Dürre bis hin zu Überflutungen. Geringere Ernteerträge bedeuten ein geringeres Einkommen und damit die Bedrohung ihrer Lebensgrundlage. Die elementare Grundlage für Klimagerechtigkeit ist für uns Handelsgerechtigkeit, da nur so die Menschen am Anfang der Lieferkette dem Klimawandel trotzen können. Die Klimakrise wird bis 2030 voraussichtlich mehr als 100 Millionen Menschen im Globalen Süden unter die Armutsgrenze drängen. Ohne rigorose Anpassungsmaßnahmen könnte die globale Erwärmung die landwirtschaftlichen Erträge bis 2050 weltweit um bis zu 30 Prozent verringern, was mehr als 500 Millionen kleine Agrarbetriebe auf der ganzen Welt betreffen würde. Durch seinen integrativen, nachhaltigen Ansatz, der soziale, wirtschaftliche und ökologische Grundsätze vereint, trägt der Faire Handel zu mehr Klimaresistenz in globalen Lieferketten bei. Aus diesem Grund muss der Faire Handel als wichtiger Bestandteil von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien anerkannt und gefördert werden. Da der überwiegenden Mehrheit der über 800 Millionen Kleinbäuer*innen weltweit die finanzielle Kraft fehlt, um in Klimaschutz und in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren, muss eine angemessene Klimafinanzierung im Fokus stehen.

 

Trotz des letzten, drastischen Berichts des Weltklimarats und des einschlägigen Urteils der Verfas-sungsrichter*innen ist die Klimapolitik der Bundesregierung immer noch zu zögerlich und daher unzureichend. Erst am Montag hat der Synthesebericht des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) offengelegt, wie weit die Industrieländer noch von den notwendigen Klimazielen  entfernt sind. Das können wir als Fair-Handels-Organisationen nicht akzeptieren. Wir fordern die künftige Bundesregierung dazu auf, Kleinbäuer*innen durch die staatliche Entwicklungszusammenarbeit bei Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel gezielt zu unterstützen, damit diese sich gegen die unvermeidbaren Folgen der Klimazerstörung wappnen, von Klimaschocks erholen und ihre Lebensgrundlagen erhalten, beziehungsweise wiederherstellen können. Zudem müssen internationale Finanzmechanismen, wie der Green Climate Fund, auf Kleinbäuer*innenorganisationen ausgerichtet und so der Zugang zu Finanzmitteln ermöglicht werden. Effektiver Klimaschutz unterstützt auch Kleinbäuer*innen weltweit. Deshalb muss die Bundesregierung ihr CO2-Minderungsziel für 2030 auf 70 Prozent anheben. Entsprechend muss die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie die Einstellung von Subventionen für fossile Energien drastisch beschleunigt und ein konkreter Plan für den Ausstieg aus den fossilen Energien erarbeitet werden."

 

Die Klimakrise ist keine reine Umweltkrise, sondern vor allem auch eine ethische und politische Krise, die nicht bewältigt werden kann, ohne die Grundlagen des globalen Wirtschaftssystems zu ändern. Das betont auch Indro Dasgupta vom Craft Ressource Center in Indien:

 

„Du willst Ungleichheit verringern, und wie stellst Du das an? Du musst die Umwelt schützen, denn wenn Du das nicht tust, wirst Du das Problem der Ungleichheit weiter verschärfen."

 

Für viele Fair-Handels-Partner im Globalen Süden ist die Klimakrise längst zur existenzbedro-henden Realität geworden. Norm Bunnak vom Fair-Handels-Unternehmen Villageworks in Kambodscha erklärt dazu:

           

„Was die Anpassung an den Klimawandel betrifft, haben wir keine Wahl."

 

Diese und weitere Aussagen zu den Auswirkungen des Klimawandels enthalten die Videoclips und eine Dokumentation zum Thema Klimagerechtigkeit, welche im Rahmen der Kampagne „CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR" entstanden sind. Weitere Informationen dazu unter: www.gepa.de/climatejustice-letsdoitfair

 

In ihrem Positionspapier unter der Überschrift „Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele stellen", fassen die World Fair Trade Organization, Fairtrade International und das Fair Trade Advocacy Office in Brüssel gemeinsam mit 14 weiteren Fair-Handels-Akteuren zusammen, wel-che Schritte notwendig sind, um globale Klimagerechtigkeit zu erreichen. Unter anderem for-dern die unterzeichnenden Organisationen die Regierungen dazu auf:

 

·       Transparenz und Rechenschaftspflichten in den Lieferketten durchzusetzen und sich gleichzeitig für existenzsichernde Einkommen und Löhne einzusetzen;

·       sich für verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen stark zu machen, die die höchsten Umweltstandards in einer neuen, nachhaltigen globalen Handelspolitik verankern;

·       den Zugang zu Klimafinanzierungen für Kleinbäuer*innen, Handwerker*innen und Arbeiter*innen zu ermöglichen, um sie bei der Anpassung an den Klimawandel zu stär-ken und widerstandsfähiger zu machen.

 

Gleichzeitig fordern die Fair-Handels-Akteure den privaten Sektor auf, sich an faire Handels-praktiken zu halten und faire Preise zu zahlen, ohne die den Produzent*innen die Mittel fehlen, um notwendige Investitionen zur Anpassung an den Klimawandel zu tätigen. Ohne die genann-ten Maßnahmen wird die internationale Gemeinschaft die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen des Planeten weiterhin im Stich lassen. Dies gilt insbesondere für Kleinbäuer*innen, die zuneh-mend von den Folgen der Klimakrise betroffen sind.

 

Service

Die deutsche Fassung des Positionspapiers „Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele stellen"

erhalten Sie unter www.forum-fairer-handel.de/presse/ zum Download.

 

CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR

Zusammen mit Mitgliedern der European Fair Trade Association (EFTA) aus insgesamt sechs Ländern hat die GEPA eine europäische Klimakampagne unter dem Motto: „CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR" gestartet. Ziel ist es, vor dem Klimagipfel in Glasgow aber auch danach auf die Dringlichkeit von klimagerechtem Handeln für die Partnerorganisationen im Globalen Süden aufmerksam zu machen. Weitere Infos unter www.gepa.de/climatejustice-letsdoitfair

 

COP26: Regierungen müssen in den Krisenmodus

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 12:08
26. Weltklimakonferenz

Oxfam sieht dringenden Handlungsbedarf bei Klimaschutz und finanziellen Hilfen für betroffene Länder

Berlin/Glasgow, 29. Oktober 2021. Die schwachen Klimaschutzziele der Länder, die unzureichende finanzielle Unterstützung für wirtschaftlich benachteiligte Länder und der Umgang mit Schäden, die der Klimawandel verursacht: Das sind die drei großen Baustellen der Weltklimakonferenz (COP26), die am Sonntag in Glasgow beginnt. Jan Kowalzig, Klimaexperte bei Oxfam Deutschland, kommentiert:

„In Glasgow müssen die Regierungen sofort in den Krisenmodus gehen. Die krasse Unzulänglichkeit der eingereichten Klimaschutzziele der Länder unter dem Pariser Abkommen droht den Planeten zu verbrennen", sagt Jan Kowalzig.

Kurz vor der COP26 hatte das UNFCCC-Klimasekretariat in einer Analyse dieser Selbstverpflichtungen unter dem Pariser Abkommen davor gewarnt, dass die globalen Emissionen bis 2030 um 16 Prozent ansteigen werden. Um die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen, wie es das Pariser Abkommen vorsieht, müssten sie aber um knapp die Hälfte sinken.

„Die Welt steuert auf eine katastrophale Entwicklung der Klimakrise zu. Die Regierungen müssen auf der COP26 beschließen, ihre mittel- und langfristigen Pläne nicht erst – wie eigentlich vorgesehen – in fünf Jahren, sondern so lange jedes Jahr nachzubessern, bis deren Gesamtwirkung es ermöglicht, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen", so Jan Kowalzig.

Mehr Mittel für die Anpassung an die Klimakrise

Die zweite große Baustelle der Weltklimakonferenz sind die finanziellen Klima-Hilfen der Industrieländer für von der Klimakrise betroffene, wirtschaftlich benachteiligte Länder. Das Versprechen der Industrieländer, diese Hilfen bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anzuheben, wurde nicht gehalten. Die Geberländer hatten dazu am Montag einen Plan vorgelegt, nach dem sie das Ziel nun 2023 erreichen würden – drei Jahre später als versprochen.

Jan Kowalzig: „Die Klimafinanzierung ist ein wichtiger Baustein in der mühselig austarierten Balance des Vertrauens zwischen den Ländern. Dass das Versprechen der Industrieländer nicht eingehalten wurde, ist eine schwere Hypothek, die nun auf der COP26 lastet. Nicht nur erhalten die betroffenen Länder deutlich weniger Unterstützung als zugesagt; auch handelt es sich großenteils um Kredite, die die Schuldenkrise verschärfen. Zudem wird nach wie vor nur rund ein Viertel der Gelder für die Anpassung an den Klimawandel verwendet, etwa zum Schutz der Ernten vor Dürren oder Überschwemmungen. Die Industrieländer sollten auf der COP26 zusagen, bis 2025 den Anteil der Mittel für Anpassung auf 50 Prozent der Klimafinanzierung anzuheben."

Finanzielle Unterstützung bei Schäden und Verlusten

Ein drittes großes Thema für die besonders vom Klimawandel betroffenen oder bedrohten Länder ist der Umgang mit Schäden und Verlusten, die sich auch trotz umfangreicher Anpassungsmaßnahmen nicht vermeiden lassen, etwa wenn flache Küstenstreifen nach und nach im Meer versinken oder der Anbau von Nahrungsmitteln wegen wiederkehrender Dürren zunehmend unmöglich wird. Die COP26 wird über das Thema verhandeln, sich dabei aber um eher technische und prozedurale Fragen kümmern. Die Notwendigkeit neuer finanzieller Unterstützung möchten die Industrieländer wie bisher auch auf dieser Konferenz möglichst ausklammern, weil sie Kompensationsforderungen betroffener Länder für angerichtete Schäden fürchten.

Jan Kowalzig: „Die betroffenen Länder brauchen dringend mehr Unterstützung nicht nur für die Anpassung an die Veränderungen, sondern auch für den Ausgleich von unvermeidlichen Schäden und Verlusten. Das ist auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit, denn diese Länder haben oft kaum oder gar nicht zur Klimakrise beigetragen. Auf der COP26 sollten die Regierungen dringend vereinbaren, in den kommenden Jahren neue Gelder zu mobilisieren und geeignete Mechanismen zu ihrer Verteilung einzurichten."

 

tdh: UN-Klimakonferenz muss Verantwortung für kommende Generationen übernehmen

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 12:07

Osnabrück (ots) Anlässlich der am 31.10. beginnenden Weltklimakonferenz appelliert die Kinderrechtsorganisationen terre des hommes an die Staatengemeinschaft, Kindern und künftigen Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen.

"Kinder sind von den Folgen der Klimakrise besonders betroffen, obwohl sie nicht dafür verantwortlich sind", so Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. "Im Kern steht der menschengemachte Klimawandel für ein schockierendes Maß an Verantwortungslosigkeit einer Generation gegenüber den folgenden. Damit wird gegen den Grundsatz der intergenerationellen Gerechtigkeit verstoßen."

Die globale Klimabewegung der jungen Generation ist eine Reaktion auf die Apathie der Entscheidungsträger*innen in Politik und Gesellschaft angesichts einer sich dramatisch verschärfenden Klima- und Umweltkrise. Erfolgreiche Klimapolitik muss die Kreativität und den enormen Veränderungswillen von Kindern und Jugendlichen für sich nutzen.

Bislang spielen Kinder in nationalen Klimapolitiken vieler Länder keine große Rolle. Die Erklärung über Kinder, Jugendliche und Klimaschutz, die von terre des hommes und anderen Kinderrechtsorganisationen getragen wird, soll dies ändern. Sie wurde während der letzten Klimakonferenz in Madrid vorgestellt und enthält sieben Kernverpflichtungen für Regierungen. Birte Kötter: "Die Bundesregierung sollte die Erklärung unterzeichnen, konkretisieren und umsetzen und die darin enthaltenen Forderungen in den entsprechenden internationalen Foren einbringen."


UNICEF: COP26 als Chance zum Umsteuern nutzen

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 11:48
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UNICEF: COP26 als Chance zum Umsteuern nutzen

Die Vereinbarungen der Klimakonferenz entscheiden über das Leben und die Zukunft von Millionen Kindern 

© UNICEF/UN0372375/Ocon/AFP-Services

Köln, den 29. Oktober 2021 //  Vor der 26. Welt-Klimakonferenz in Glasgow ruft UNICEF die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs dazu auf, ihrer Verantwortung gegenüber den Kindern heute und zukünftigen Generationen durch entschlossene und sofortige Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise nachzukommen.

Nach Angaben von UNICEF wurden im Jahr 2020 durch wetterbedingte Veränderungen ihrer Umwelt über 9,8 Millionen Kinder intern vertrieben. Laut dem aktuellen Klima-Risiko-Index von UNICEF sind bereits heute eine Milliarde Kinder aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet. Fast jedes Kind weltweit ist schon von mindestens einem Klimarisikofaktor betroffen. UNICEF zufolge sind die größten Klimarisikofaktoren für Kinder in Europa Luftverschmutzung, Hitzewellen, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie Überschwemmungen an Flüssen.

Anlässlich der sogenannten COP26 betont Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF: „Die Klimaschutz-Deadline nach Paris 2015 ist ein sehr entscheidender Moment in unserer Menschheitsgeschichte. Wir haben nur noch ein kleines Zeitfenster, um die Klimakrise einigermaßen zu beherrschen und unseren Kindern und Enkelkindern eine Zukunft zu hinterlassen, die nicht ihre Lebensqualität und Freiheitsrechte fundamental einschränkt. Wenn wir diese Chance nicht nutzen, werden wir eine Erderwärmung von deutlich über 2 Grad Celsius haben. Darauf folgen Chaos, Verlust und Zerstörung – in unvorstellbarer Weise. Deshalb müssen die Staaten jetzt gemeinsam handeln und auf der Klimakonferenz ausreichend Maßnahmen präsentieren, um die Erderwärmung zu stoppen. Dabei spielen auch Fragen der Finanzierung und des Naturschutzes eine wesentliche Rolle."

Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, erklärt: „Die Vereinbarungen der Klimakonferenz entscheiden über das Leben und die Zukunft von Millionen Kindern und zukünftigen Generationen. Ohne entschiedene und rasche Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen werden wir ihre Lebensgrundlagen und Perspektiven zerstören. Gleichzeitig muss mehr in die Anpassung der Lebensbedingungen von Kindern an die Veränderungen in ihrer Umwelt investiert werden. Wir müssen ihre Widerstandskraft stärken, indem wir ihre Grundversorgung verbessern, und wir müssen Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der Klimakrise einbeziehen." 

UNICEF Deutschland fordert die Parteien während der aktuellen Koalitionsverhandlungen dazu auf, sich im neuen Regierungsprogramm klar zu einer globalen und nationalen, auf das Wohl und die Rechte von Kindern ausgerichteten Politik in den Bereichen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zu bekennen – unter anderem durch die Unterzeichnung der von Kindern und Jugendlichen entwickelten „Erklärung zu Kindern, Jugend und Klimaschutz" („Declaration on Children, Youth and Climate Action").

Christian Schneider ergänzt: „Schon heute wird das Leben von zahlreichen Kindern in erschreckend vielen Ländern stark durch die Klimakrise bestimmt. Ernten fallen aus, Überschwemmungen oder Wirbelstürme zerstören Häuser und Schulen, Krankheiten wie Malaria nehmen zu. Millionen Kinder haben dadurch keinen Zugang zu lebenswichtigen Bildungs- und Gesundheitsdiensten oder werden aus ihrer Heimat vertrieben. Wenn die Klimakrise auf der COP26 nicht von jeder Regierung mit der Dringlichkeit behandelt wird, die sie verdient, werden auch Kinder in Deutschland in einer ganz anderen Umwelt aufwachsen als wir sie kennen."

Raina Ivanova, 17 Jahre, Mitglied im UNICEF JuniorBeirat, erklärte dazu bereits zu Beginn der Woche auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin: „Wir Kinder und Jugendliche werden am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein, doch wir können viel zu selten aktiv mitbestimmen, wie unsere Gegenwart und Zukunft aussehen wird. Das ist inakzeptabel und muss sich ändern! Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen, die wir nur zusammen bewältigen können. Kinder und Erwachsene müssen gemeinsam politische Entscheidungen treffen. Wir brauchen eine verantwortungsvolle Politik, die die am meisten Benachteiligten im Blick hat und eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft gestaltet."

UNICEF fordert von Regierungen, Unternehmen und allen relevanten Akteur*innen:

  • Treibhausgasemissionen dringend zu reduzieren. UNICEF fordert die Länder dazu auf, ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 45 Prozent (gegenüber dem Niveau von 2010) zu senken, um die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
  • Investitionen in die Klimaanpassung und Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. UNICEF fordert die Industrieländer nachdrücklich dazu auf, ihr Versprechen aus dem Jahr 2009 einzuhalten, jährlich 100 Milliarden US-Dollar zur Klimafinanzierung bereitzustellen. Die Hälfte dieser Mittel sollte für Maßnahmen zur Klimaanpassung eingesetzt werden.
  • Jugendliche in alle Klimaverhandlungen und -entscheidungen einzubeziehen. UNICEF unterstützt die Forderungen junger Menschen an die Regierungen, sie konsequent in alle Verhandlungen und Entscheidungen zur Klimapolitik einzubeziehen, insbesondere die Kinder und Jugendlichen aus den am stärksten betroffenen Regionen. Klima und Umwelt müssen daher ein fester Bestandteil des Bildungsweges und der Förderung vom Kindesalter an sein.


Falsche Strategie zum falschen Zeitpunkt - G20: Finanz- und Gesundheitsminister*innen beraten über Pandemiefonds

SID Blog - 28. Oktober 2021 - 22:56

Pressemitteilung
Falsche Strategie zum falschen Zeitpunkt
G20: Finanz- und Gesundheitsminister*innen beraten über Pandemiefonds

(Aachen/Berlin/Bonn, 28.10.2021). Am 29. Oktober treffen sich die Finanz- und Gesundheitsminister*innen der G20-Staaten in Rom um zu entscheiden, wie Maßnahmen zur Bekämpfung künftiger Pandemien finanziert werden können. Im Raum steht der Vorschlag, einen neuen globalen Pandemiefonds zu schaffen, der bei der Weltbank aufgehängt sein soll. Brot für die Welt, Global Policy Forum und MISEREOR halten dies für die falsche Strategie zum falschen Zeitpunkt. Bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestehen bereits etablierte Strukturen zur Bekämpfung globaler Gesundheitskrisen, die genutzt werden können. Darüber hinaus sollten gegenwärtig keine Mittel für die Zukunft gebunden werden, solange sie dringend für die Eindämmung der jetzigen COVID-19-Pandemie benötigt werden. Die drei Organisationen fordern die Bundesregierung zudem dazu auf, sich bei dem anstehenden G20-Treffen für die allgemeine Stärkung von Gesundheitssystemen einzusetzen, um diese für den Umgang mit globalen Gesundheitskrisen besser aufzustellen.

„Die Schaffung eines weiteren Fonds zum Zweck der Pandemiebekämpfung würde die schon jetzt bestehende Konkurrenz um finanzielle und personelle Ressourcen in der globalen Gesundheit nur verschärfen und die Handlungsfähigkeit der WHO weiter untergraben", warnt Mareike Haase, Gesundheitsexpertin bei Brot für die Welt. Durch die Vielzahl bestehender globaler Gesundheitsinitiativen und Finanzierungsmechanismen, darunter der Notfallfonds zur Pandemiebekämpfung der WHO (CFE), die globale Impfallianz GAVI, der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria (GFATM) und die globale Impfstoff-Initiative CEPI, besteht bereits eine starke Fragmentierung.

Karolin Seitz, Leiterin des Programms Wirtschaft und Menschenrechte beim Global Policy Forum, zieht daher die Notwendigkeit eines neuen Finanzierungsinstruments in Zweifel: „Es ist schlicht nicht nötig, einen neuen Fonds zu schaffen. Mit der WHO gibt es eine multilateral legitimierte Institution, die über die notwendigen Strukturen zur Prävention, Vorsorge und Reaktion auf globale Gesundheitskrisen verfügt. Sie braucht eine Stärkung ihrer führenden Rolle. Was ihr fehlt, sind die dafür benötigten Gelder." Das gilt insbesondere für die gegenwärtige Pandemie. Die WHO kann ihren Finanzierungsbedarf zur COVID-19-Bekämpfung gegenwärtig nur zu 57 Prozent decken.

Die Erfahrung zeigt, dass mit der Schaffung neuer vertikaler Fonds, die sich der globalen Bekämpfung spezifischer Krankheiten verschrieben haben, weniger Mittel für umfassende Programme der allgemeinen Gesundheitsversorgung und der Stärkung der Gesundheitssysteme einhergehen. „Gelder zum jetzigen Zeitpunkt an die Bekämpfung möglicher künftiger Pandemien zu binden, könnte sich daher fatal auf die ohnehin geschwächten Gesundheitssysteme und die Bekämpfung anderer weitverbreiteter Krankheiten auswirken", erläutert Ellen Schmitt, Gesundheitsreferentin bei MISEREOR. „Die finanziellen Mittel, die den Ländern des Globalen Südens zur Verfügung stehen, reichen schon jetzt bei weitem nicht aus, um das Nachhaltigkeitsziel 3 ‚Gesundheit und Wohlergehen' und andere gesundheitsrelevante Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und insbesondere für Arme die gesundheitliche Situation zu verbessern. Die finanzielle Situation wird sich infolge der Pandemie und notwendiger Wiederaufbauprogramme weiter verschärfen."   

Brot für die Welt, Global Policy Forum und MISEREOR appellieren vor dem G20-Treffen auch an die Bundesregierung, ihre Blockade gegenüber einer zeitweisen Aussetzung des Patentschutzes für COVID-19-Impfstoffe zu beenden.

Weitere Informationen:
Link zu Blog mit weiteren Hintergründen.

Impfstoffe, Hunger, Klimakrise: Oxfams Forderungen an den G20-Gipfel

SID Blog - 28. Oktober 2021 - 13:46
G20-Gipfel in Rom
Staats- und Regierungschefs müssen sich zur Aussetzung des Patentschutzes, mehr Klimaschutz und Maßnahmen zur Existenzsicherung bekennen

Berlin/Rom, 28. Oktober 2021. Verbesserter Zugang zu COVID-19-Impfstoffen, gerechte Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung, Senkung gefährlicher Treibhausgasemissionen und Unterstützung einkommensschwacher Länder bei der Anpassung an die Klimakrise: Das fordert die Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam im Vorfeld des G20-Gipfels in Rom. Denn die Zeit drängt: COVID-19-Pandemie, Klimakrise und wachsende Ungleichheit drohen die soziale Kluft innerhalb und zwischen Gesellschaften zu vertiefen.

Die skandalöse Ungleichheit beim Zugang zu COVID-19-Impfstoffen zu beenden, ist die wichtigste Aufgabe der Staats- und Regierungschef*innen auf dem G20-Gipfel. Ursprünglich hatten wohlhabende Länder versprochen, dass jeder erfolgreiche Impfstoff „ein globales öffentliches Gut" sein würde; Ländern mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen sagten sie 1,8 Milliarden Impfdosen zu. Ein Jahr später sind davon gerade einmal 261 Millionen (14 Prozent) bereitgestellt. Während die Impfquoten in wohlhabenden Ländern teilweise bei über 70 Prozent liegen, sind in den ärmsten Teilen der Welt kaum zwei Prozent mit mindestens einer Dosis geimpft.

Jörn Kalinski, G20-Koordinator von Oxfam International, erklärt: „Die G20 treffen sich zu einem Zeitpunkt, an dem drei Krisen entschiedenes Handeln verlangen: Pandemiefolgen, Klimakrise und wachsende Ungleichheit sind eine toxische Mischung, die kein „Weiter so" erlauben. Es braucht mutige Entscheidungen – für Impfgerechtigkeit, effektiven Klimaschutz und Existenzsicherung."

Ein konkreter Vorschlag liegt bereits auf dem Tisch: Indien und Südafrika fordern gemeinsam mit über 100 weiteren Ländern die Aussetzung des Patentschutzes für COVID-19-Impfstoffe, um die Produktion zu steigern und die Kosten für alle zu senken. Stattdessen haben sich die wohlhabenden Länder den Löwenanteil der Impfdosen gesichert und verteidigen die Monopolinteressen von Pharmaunternehmen, statt alles zu unternehmen, Menschenleben zu retten.

Die G20 müssen auch dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung nach der Coronakrise gerechter zu gestalten und insbesondere das weltweite Hungerproblem anzugehen. Mehr als 40 Millionen Menschen leiden unter extremem Hunger, wesentlich verursacht durch die wirtschaftlichen Schocks im Zuge der Pandemie. Weltweit sind die Nahrungsmittelpreise um rund 40 Prozent gestiegen, der höchste Anstieg seit über einem Jahrzehnt. Die gesellschaftlichen Ressourcen zur Bewältigung dieser historischen Krise sind allerdings höchst ungleich verteilt: Während die industrialisierten Volkswirtschaften im Jahr 2020 durchschnittlich rund 20 Prozent ihres Bruttonationaleinkommens für die Unterstützung ihrer Bevölkerung ausgaben, waren es in Schwellenländer und der Länder mit niedrigem Einkommen nur zwischen zwei und fünf Prozent.

Schließlich bedroht die Klimakrise die Existenzgrundlage von Millionen Menschen. Von den verheerenden Auswirkungen extremer Wetterereignisse, steigender Temperaturen und des Anstiegs des Meeresspiegels sind weltweit am stärksten Menschen betroffen, die in Armut leben und am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben.

Oxfam fordert die G20-Staats- und Regierungschefs in Rom dazu auf,

  • den Patentschutz für COVID-19-Impfstoffe auszusetzen, das Know-how und die Technologien zu teilen, in dezentrale Produktionszentren zur Impfstoff-Herstellung in Entwicklungsländern zu investieren und vorhandene Impfstoffe gerecht zu verteilen.
  • ihre Klimaschutzmaßnahmen zu verstärken, indem sie ehrgeizige nationale Ziele zur Emissionsreduzierung vorlegen, die ihrem fairen Anteil entsprechen, und ihre Zusagen für die Klimafinanzierung erhöhen.
  • die Arbeit an dem soeben vereinbarten Steuerreformpaket fortzusetzen, um Steuergerechtigkeit herzustellen und gegen die Gewinnverschiebung von Unternehmen sowie die schädlichen Auswirkungen des Steuerwettbewerbs wirksamer vorzugehen.
  • in universelle Systeme für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung zu investieren, um Gesundheits-, Klima- und Wirtschaftsschocks und ihre Folgen zu bewältigen.

 



Welthungerhilfe zur COP 26: Klimakrise macht Hunger

SID Blog - 28. Oktober 2021 - 13:44

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28.10.2021 | Pressemitteilung

UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow Welthungerhilfe: Klimakrise macht Hunger

Bonn/Berlin, 28.10.2021. Vor der am Sonntag in Glasgow (UK) beginnenden UN-Klimakonferenz 2021 (COP26) erklärt Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe:

„Der Klimawandel ist einer der stärksten Hungertreiber. Im vergangenen Jahr litten etwa 811 Millionen Menschen an Hunger. Klimatische Veränderungen zerstören weltweit Existenzen und richten vielerorts großes Leid an. Wir sehen das zum Beispiel in Afrika, wo steigende Durchschnittstemperaturen, langanhaltende Dürren, völlig veränderte Niederschlagsmuster und Überschwemmungen die Lebensgrundlagen der Menschen bedrohen: Im Südsudan, wo etwa sieben der elf Millionen Einwohner und Einwohnerinnen nicht ausreichend zu essen haben, zerstörten im dritten Jahr in Folge schwere Überschwemmungen die Felder, Häuser und Brunnen. Die Fluten treffen 700.000 Menschen, die ohnehin von Hunger, jahrelangem Bürgerkrieg und COVID-19 geschwächt sind. Oder in Madagaskar, wo der Süden des Landes nach drei Jahren ohne Regen die schlimmste Dürre seit 40 Jahren erlebt: 1,1 Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Besonders schlimm ist die Situation für die Kleinsten: Zehntausende Kinder sind in einem lebensbedrohlichen Zustand.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind auf allen Ebenen der Gesellschaften zu spüren und sie treffen diejenigen am härtesten, die ohnehin um ihre Existenz kämpfen und keine Ressourcen haben. Die armen Länder tragen die Hauptlast eines Problems, das die reichen Länder des Nordens verursacht haben. Deshalb ist die Klimakrise vor allem eine Frage der Gerechtigkeit. Glasgow darf nicht scheitern. Auf der Klimakonferenz in Glasgow müssen ambitionierte, nationale Klimaziele und konkrete Maßnahmenpakete zur Anpassung an den Klimawandel beschlossen werden, für die genügende Finanzmittel bereitgestellt werden. Andernfalls werden wir den weltweiten Hunger nicht beenden."

Für Interviews steht Michael Kühn, Senior Policy Advisor der Welthungerhilfe, zur Verfügung.

Ausführliche Forderungen der Welthungerhilfe finden Sie im Positionspapier „Ohne Klimaschutz keine Ernährungssicherheit".

Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zu Einstellungen zu Klimawandel und Hunger vom August 2021 haben wir hier zusammengestellt.

Die Welthungerhilfe beteiligt sich an der Debatte auf der COP26:

  • Welthungerhilfe-Präsidentin Marlehn Thieme diskutiert bei einer Paneldiskussion des Bundesfinanzministeriums im deutschen Pavillon zum Thema „Climate adaptation and physical climate risk – interplay of central banks, supervisors, civil society and insurance companies" am 3. Nov., 17.30 bis 19.00 Uhr (GMT)
  • Side-Event von Welthungerhilfe, ADRA und OroVerde im deutschen Pavillon zum Thema "Climate resilient livelihoods – a holistic approach to strengthen local capacities and restore ecosystems" am 8. Nov., 15.30 bis 17.00 Uhr (GMT)
    https://www.bmu.de/en/german-climate-pavilion-cop26

 Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030". Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.


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Weltklimakonferenz: ADRA, OroVerde und Welthungerhilfe sprechen im deutschen Pavillon über Klimaresilienz

SID Blog - 28. Oktober 2021 - 13:44

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26.10.2021 | SAVE THE DATE

Weltklimakonferenz: ADRA, OroVerde und Welthungerhilfe sprechen im deutschen Pavillon über Klimaresilienz

Bonn, 26. Oktober. Die UN-Klimakonferenz startet Ende der Woche in Glasgow. Begleitend zur Konferenz wird es im deutschen Pavillon spannende Vorträge und Expertengespräche geben. Die drei NGOs ADRA Deutschland e.V., OroVerde und Welthungerhilfe werden gemeinsam ihre Erfahrung und Expertise zum Thema Klimaresilienz präsentieren. Im Rahmen der 90-minütigen Veranstaltung widmet sich jede NGO einem Kernaspekt des Themas, gefolgt von Fragen und einer kurzen Diskussion. Es ist den Organisationen ein Anliegen, dabei auch die Stimmen aus den vom Klimawandel stärksten betroffenen Gegenden zu Wort kommen zu lassen.

Wir laden Sie herzlich an dieser Session online teilzunehmen:
Montag, 08.11., 15.30 Uhr, Link folgt in Kürze

Die NGOs berichten aus ihrer Arbeit, sprechen mit Fachleuten, Betroffenen und nehmen die Zusehenden mit auf eine spannende Reise u.a. nach Guatemala, auf die Fidschi-Inseln und nach Madagaskar. 

In diesem Teil wird es um nachhaltige Landnutzungspraktiken gehen, die zu höheren Erträgen führen, zur Widerstandsfähigkeit und zu besseren Lebensgrundlage der Gemeinschaften beitragen. Gleichzeitig wird Kohlenstoffdioxid im Boden effektiv gebunden und dadurch die Treibhausgasemissionen verringert.

Brendon Irvine, Director for Programs & Planning, ADRA Asia Regional Office wird einen Überblick über erfolgreiche Maßnahmen mit lokalen Partnerbüros geben. Projektkoordinatorin Anna Krikun von ADRA Deutschland wird Praxisbeispiele aus den Projekten  auf den Fidschi-Inseln vorstellen.

Der Schutz und die Wiederherstellung produktiver Waldlandschaften spielt eine entscheidende Rolle bei der Bekämpfung des Klimawandels. Die Förderung nachhaltiger, biodiversitätsfreundlicher Landnutzungskonzepte in Verbindung mit dem Aufbau von Wertschöpfungsketten erhöhen die lokalen Einkommensquellen und tragen sowohl zur Klimaanpassung als auch zum Klimaschutz bei.

OroVerde – die Tropenwaldstiftung wird gemeinsam mit Referenten der Fundación Defensores de la Naturaleza aus Guatemala und der Organisation "Amazonian Coordinadora de las Organizaciones Indígenas de la Cuenca Amazónica" (COICA) Erfahrungen aus ihrer Arbeit präsentieren, von der Umsetzung vor Ort bis hin zu Mechanismen für Upscaling und politische Förderung.

Angesichts zunehmender klimabedingter Katastrophen steht die humanitäre Hilfe an einem Wendepunkt. Die Welthungerhilfe sieht dabei die Notwendigkeit, nicht länger bei Krisen nur zu reagieren, sondern vorausschauend zu agieren und dabei lokale Kapazitäten zu stärken. Viele humanitäre Notlagen kündigen sich an und bieten bereits zu Beginn die Möglichkeit einzugreifen, um Auswirkungen auf Menschen und Sachgüter zu minimieren.

Seit 2017 hat die Welthungerhilfe in Madagaskar einen Mechanismus für vorausschauendes Handeln entwickelt und umgesetzt. In Zusammenarbeit mit dem Start-Netzwerk und lokalen Akteuren wurden Early-Action-Protokolle erarbeitet. Der Ansatz vorhersagegestützter Maßnahmen zur Ernährungssicherung bei Dürren auch in Simbabwe und Kenia soll ausgeweitet werden und wird vorgestellt.

Moderation: Anique Hillbrand, OroVerde – die Tropenwaldstiftung

Die drei Organisationen Welthungerhilfe, OroVerde und ADRA Deutschland werden ihre Erfahrungen vorstellen und aufzeigen, mit welchen Maßnahmen sie die Resilienz in ihren jeweiligen Projekten gestärkt haben. Daraus entwickeln sie einen Vorschlag für eine ganzheitliche Klimaresilienz in Projekten der humanitären Hilfe und der Entwicklungszusammenarbeit. Seien Sie gespannt und seien Sie dabei!

 



Promoting a green and just recovery – Leveraging the potential of G20 and G7 cooperation

DIE Blog - 27. Oktober 2021 - 14:00

Club governance formats such as the G20 and G7 have an important role to play in raising the level of ambition to effectively combat climate change and achieve the Sustainable Development Goals (SDGs). This was the key message that came out of a virtual expert conference organised by the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in cooperation with the Center for Strategic and International Studies (CSIS), Indonesia, and the Sustainable Development Solutions Network Europe (SDSN Europe). The conference brought together key experts and policy makers from G7 and G20 countries, assessed the outcomes of the G7 Carbis Bay summit and looked ahead not only to the upcoming G20 summit in Rome but also the G7 and G20 presidencies in 2022 chaired by Germany and Indonesia respectively.

Looking back

The Carbis Bay G7 summit in June 2021 resulted in a number of substantial outcomes, in particular assessed against the background of deep disagreements on issues such as climate action in the past four years that plagued both the G7 and G20. Experts, however, agreed that the G7 still needs to live up to its past and present commitments, let alone to what is necessary. For example, the additional 1 billion doses of Covid-19 vaccines that were pledged at the G7 summit in addition to the 1 billion that the G7 had already funded or donated represent only about 20 per cent of the doses needed globally.

The legitimacy of the G7, as well as of the G20, depends on whether their members commit and implement, both domestically and globally, what is necessary for the global common good. As a club governance format of self-declared like-minded countries, the G7 should prove that it is instrumental for multilateral solutions, e.g. by making its initiatives helpful to and connectable with the G20 processes. Just consider the “Build Back Better for the World (B3W)” partnership that was announced at Carbis Bay. While such an initiative should be welcomed, in particular if it leads to more investments in ‘quality’ infrastructure through higher standards and sustainability criteria, the way the initiative was presented suggests that it is rather pursued as a means to another end, namely as a tool to counter China’s Belt and Road initiative. The U.S. government, for example, makes little effort to downplay the role of the B3W initiative in its strategic competition with China. The G7 should not go down that conflictive path and should rather seek to build bridges to the G20.

Experts agreed that more ambitious commitments by the G20 leaders’ summit in Rome at the end of this week are needed to bring the COP26 climate negotiations to a successful conclusion. Crucially, G20 leaders need to make progress on issues such as international climate finance, phasing-out of coal as a source of energy production as well as the removal of fossil-fuel subsidies (which, by the way, the G20 committed to already in 2009). Another key area where a void needs to be filled by the G20 is the availability of additional Covid-19 vaccines.

Key areas for global action

The upcoming G20 presidency of Indonesia in 2022 as well as the German G7 presidency in 2022 present opportunities to make progress on several issues to ensure a green and just recovery from the Covid-19 pandemic and use it as a catalyst for transforming socio-economic systems compatible with the demands of the 2030 Agenda for Sustainable Development and the Paris Climate Agreement. At our conference, we have identified and discussed three crucial areas for the G20 and the G7.

Sustainable finance

Public investment and regulating the financial sector are key levers to achieve a transformation towards more sustainability. Experts discussed the importance of more fiscal space for funding such a transformation. In this respect, increasing levels of indebtedness are a major concern and debt relief initiatives should be used to create space for investment in climate action and sustainable development. Another important source for transformative investments in low and middle income countries are the Special Drawing Rights issued by the International Monetary Fund that should be redirected not only to fund the recovery from the pandemic but also for purposes of climate action or social protection.

Moreover, the incentive structure for private and public investments needs to be changed and the adoption and dissemination of environmental and social governance (ESG) standards is crucial in this respect. In other words, it will be necessary to set the framework right to move investment flows from brown to green sectors and make the economy more inclusive. Last but not the least, the G20 and G7 should support initiatives that aim at better internalising climate risks, making them an integral part of economic forecasting, guiding both public and corporate decisions. Furthermore, there is need for a mechanism in de-risking the green investment in developing countries. Phasing-out fossil fuel subsidies is another case in point: it would reshape incentives and free up fiscal space for climate action.

Climate clubs

Climate clubs to support strong climate action by its members are an option, but only a second best to a functioning multilateral system, as they could provoke counter-reactions by non-members. The challenge therefore is to design climate clubs in a way that they produce benefits for their members without disadvantaging non-members.

Several key areas of discussion related to how climate clubs can facilitate ambitious carbon pricing regimes while avoiding free riding and carbon leakage. The European Union has announced to put forward a carbon border adjustment mechanism (CBAM) that allows to impose a levy in case the CO2 content of imports exceeds the level of domestically produced strategic products. Experts were of the opinion that CBAMs should be designed very carefully to ensure that their effects on developing countries, and LDC in particular, are not damaging, and that they are in line with the non-discrimination principle of the World Trade Organization. The creation of climate clubs should also involve developing countries in the discussion and design process. These countries should, furthermore, be supported through capacity building, financing and transfer of green technologies.

In addition to carbon pricing schemes, climate clubs can lead to multiple ambitious climate actions. Among other things, this could be the joint development and sharing of climate-friendly technologies, climate finance or research cooperation. Given the ambivalent potential of climate clubs (support ambitious climate action vs. harm to international cooperation), the G20 and the G7 should be used as platforms of cooperation, dialogue and policy coordination on climate clubs.

Inclusive socio-economic transitions

All climate and sustainability-oriented policies have distributional effects, on top of already large inequalities in income and wealth distribution. The expert conference discussed a number of effective ways to avoid trade-offs between the environmental and social dimension of sustainability. Policy design should favour just transition pathways to sustainable and inclusive economies and societies, especially in fossil-fuel dependent regions and countries. For example, revenues generated by carbon pricing regimes or the removal of fossil fuel subsidies should be used for targeted transfers to poorer households, both domestically and internationally. Furthermore, these funds should support climate-proof infrastructure as a public good benefitting the poorer parts of societies. Experts called on the G20 and G7 to reform climate policy instruments and funds to allow them to proactively include social protection policies in support of climate change mitigation as well as adaptation.

Looking ahead

G20 and G7 leaders need to act fast. It is only 8 years until we reach 2030, a key milestone both for the achievement of the 2030 Agenda and the transition towards climate-neutral societies and economies. G20 and G7 leaders in 2022 and beyond are faced with high expectations to deliver on recovery processes that are in line with the goals of a green and just transition, as well as enhancing global resilience. The main issue here is delivering on previously made commitments. So, how to ensure that what’s been agreed at the negotiation table will be implemented on the ground? One way to do this is to rely on and encourage wider stakeholder communities, involving non-governmental organisations, business, labour and think tanks, beyond the G20 and G7 governments.

At the same time, geopolitical rivalries and intra-societal conflicts are acute and need to be taken into account. The G20 and G7 processes under Indonesian and German leadership should both spur each other and work hand in hand to adopt globally-accountable summit agendas that are focused on furthering the global common good rather than domestic interests.

Authors:
  • Axel Berger is Senior Researcher and Head of the G20 Policy Research Group at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE).
  • Yose Rizal Damuri is Head of the Department of Economics at the Center for Strategic and International Studies (CSIS).
  • Medelina K. Hendytio is Deputy Executive Director at the Center for Strategic and International Studies (CSIS).
  • Anna-Katharina Hornidge is Director of the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) and holds a professorship for Global Sustainable Development at the University of Bonn.
  • Adolf Kloke-Lesch is Co-Chair of the Sustainable Development Solutions Network Europe (SDSN Europe).
  • Imme Scholz is Deputy Director of the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) and Deputy Chair of the German Council for Sustainable Development
  • Philips J. Vermonte is Executive Director at the Center for Strategic and International Studies (CSIS).

Der Beitrag Promoting a green and just recovery – Leveraging the potential of G20 and G7 cooperation erschien zuerst auf International Development Blog.

„Loss and damage is a life-threatening issue for the youth“

VENRO - 27. Oktober 2021 - 12:00

Ineza Grace from Rwanda, Co-Director of the Loss and Damage Youth Coalition (LDYC), explains in this interview what climate change impacts she experiences on the ground, what she believes is needed to tailor adaptation measures to local realities and what the greatest financing challenge is. She gives us an insight on what the most pressing issues are at COP26 and why the youth is the change agent for making the climate negotiations more effective and inclusive.

What climate change impacts do you experience in Rwanda?

Rwanda is a developing country beautifully located in Africa. Although we did less in the contribution to the increase of greenhouse gas emission that is leading to climate change, our community is at the frontline to experience the negative impacts: Flooding, erosion, intensive rainfall and drought are the daily reality check for us! And in most of the cases, this is associated with other social and economic challenges which exacerbate the impacts and expose our women and children on a higher extend.

In 2020, we lost 4,000 hectares of crops and a lot of homes were damaged. And the injustice is that our country’s Gross Domestic Product will be used to recover from this – as the global international process has no means to respond to these effects!

Which loss and damage responses are most effective in the Global South?

There will be no homogenous solution for all the Global South, especially as each country is different and the extent of impacts cannot be that homogenous. For example, small island states are suffering more from cyclones and sea level rises – whereas in most of the African countries, desertification, draught and intensive rainfall are the most common threat. In my view, this needs to be done to ensure effective responses:

  • Allow each country to take part in the design of the solution where they are able to have a voice in making decision.
  • The Global North countries need to build back the trust, especially by strengthening global solidarity. This can be achieved by putting loss and damage higher on the political agenda. We need to see that they are taking loss and damage with a sense of urgency.
  • There is a need to involve the frontline youth! It is clear that we are the generation that will be left with the most impacts to an extend that has never been recorded before, it simply makes sense for us to be in the decision making process for the solution.

Why should there be an increase of loss and damage finance?

Loss and damage is a threat we are facing and should be treated with the same urgency by developed countries as the Covid-19 pandemic. A failure to provide finance for loss and damage will trap developing countries in high debts. This is our reality at the moment: We are facing losses of lives, infrastructure, floods, droughts, etc. With the recent IPCC report it is clear that the scenario is getting worse. Vulnerable countries will experience an increase of climate-induced loss and damage, the Post-2025 climate finance goals negotiations should therefore include finance for loss and damage additionally to adaptation and mitigation.

What has to happen at the COP26 in Glasgow, so that loss and damage is taken into account appropriately?

COP26 cannot be a failure! The global leaders had a lot of time to give the world empty promises on a piece of paper but yet minimal concrete action followed on the ground. This resulted in increasing climate injustice. Loss and damage is a life-threatening issue for the youth, and more so in the Global South! As today’s youth, we are done, we don’t even care if all the countries sign papers – we want action! You can take a look at our LDYC statement with demands for the COP26 here. In short, at COP26 and beyond

  1. We need an open discussion about loss and damage – and this will be only possible if there is an agenda item for this! This item needs to be permanent.
  2. We need loss and damage finance.
  3. We need the operationalisation of the Santiago Network for Loss and Damage.
  4. We need a loss and damage champion.
  5. We need the taxation of the polluters!

How can the influence of youth organisations, such as the L&D Youth Coalition, be strengthened in the international negotiations?

For us at LDYC, two things are of utmost importance here: First, an inclusion of LDYC in all informal and formal meetings related to loss and damage. And second: Listen to what we have to say in the global international process! We are the ones who need to affirm if it makes sense! Especially because we are aware that there is a lot of injustice (racial, gender, economical, etc.) and we can represent diversity in the international negotiation process!

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