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EWIK Newsletter März: BNE digital - was hat sich bewährt?

SID Blog - 1. März 2021 - 13:24

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe März 2021: BNE digital - was hat sich bewährt?

Liebe Leserinnen und Leser,

die letzten Monate haben einen rasanten Schub für digitale Materialien, Veranstaltungen und Programme der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gebracht. Die Palette reicht vom Einsatz digitaler Satellitenbilder, um Fragen des Klimawandels zu diskutieren, über den Aufbau der Online-Nachhilfeinitiative „Haydee!" für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen bis hin zur derzeit stattfindenden Finalisierung der Strategie zu Open Educational Resources (OER) durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

An die Stelle von Klassenräumen, Tagungsstätten oder außerschulischen BNE-Lernorten rückten in den letzten Monaten oftmals Videokonferenzsysteme und digitale Plattformen als Lern- und Begegnungsräume der BNE in der Pandemie. Dabei sind neue Ideen und Erfahrungen der Zusammenarbeit im digitalen Raum entstanden, die uns auch langfristig bereichern werden. Für das Netzwerk der UNESCO-Projektschulen hat sich die seit September 2019 bestehende interne Kommunikationsplattform zum Austausch von Ideen, Materialien und guter Praxis sehr bewährt. Die Nutzung vielfältiger digitaler Plattformen und Arbeitsmittel, um kollaborativ und partizipativ miteinander arbeiten zu können, ist ein wesentliches Merkmal neuer Lernkulturen. Hierzu gehört auch das vermehrte Auftreten neuer projekt- und produktionsorientierter Aufgabenstellungen, die auf die digitale Entwicklung und Produktion von Kunstwerken, Podcasts, Videoclips und Webseiten zu aktuellen Fragen – von Kinderrechten bis zu Black Lives Matter – zielen.

BNE fördert in dieser Weise die Gestaltungskompetenzen und die Digitalkompetenzen aller Beteiligten. Wir erleben dies unter anderem in der Zusammenarbeit mit den Schulen unseres Netzwerks, die – gefördert durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt – auf dem Weg sind, ihr Nachhaltigkeitsprofil im Sinne des Whole School Approach systematisch zu entwickeln und zum Beispiel die Gründung und Entwicklung von Schüler- und Klimaparlamenten auch virtuell vorantreiben. Ein weiterer wichtiger Bereich gegenwärtiger Bildungsarbeit betrifft die Erlangung kritischer Medienkompetenzen, um Falschinformationen und Hetze wirksam entgegentreten zu können. Im Netzwerk der UNESCO-Projektschulen haben wir hierfür beispielsweise ein virtuelles Camp für Schülerinnen und Schüler zur Auseinandersetzung mit Desinformation und Verschwörungstheorien und eine entsprechende Fortbildungsveranstaltung für Lehrkräfte gemeinsam mit der Berghof Foundation durchgeführt.

Die aktuelle Frage nach der Gestaltung des technologischen Wandels wird durch das UNESCO-Programm „ESD for 2030" mit Blick auf das Ziel der nachhaltigen Entwicklung reflektiert. Im Sinne der Zukunftsfähigkeit muss der BNE eine Orientierungsfunktion für die Ausrichtung der Prozesse der Digitalisierung zukommen. Dabei lenkt sie das Augenmerk neben den Fragen der pädagogischen Gestaltung und Qualität insbesondere auf die Aspekte der Partizipation und Chancengerechtigkeit sowie der Nachhaltigkeit. Alle drei Bereiche – die nachhaltige Gestaltung digitaler Infrastrukturen sowie entsprechende Innovationen, die Entwicklung tragfähiger Programme und Strukturen für mehr Chancengerechtigkeit und Partizipation für Kinder und Jugendliche und die pädagogische Qualitätsfrage – sind hierbei von entscheidender Bedeutung.

Die weltweite, digitale Verbundenheit, die wir über alle Hürden hinweg in den vergangenen Monaten immer wieder erlebt haben, bedeutete Ermutigung und Bestärkung. Wir sind sicher, dass auch von den deutschlandweiten BNE-Wochen im Mai und von der virtuellen BNE-Weltkonferenz vom 17. bis 19. Mai 2021 wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Bildungsarbeit ausgehen werden.
Der gegenseitige Austausch und das gemeinsame Lernen und Handeln für eine nachhaltige Zukunft sind dabei auch weiterhin unverzichtbar. Wir freuen uns darauf und wünschen Ihnen in diesem Sinne eine gewinnbringende Zeit für die vielfältigen Hinweise, Informationen und Anregungen dieses Newsletters.

Klaus Schilling und Kathrin Hanke
Bundeskoordination der UNESCO-Projektschulen
Deutsche UNESCO-Kommission e.V.

EWIK-Kooperationspartner
Aktuelles

Ideencafé Globales Lernen und Schule

Das „Ideencafé Globales Lernen und Schule" des Landesarbeitskreises Bildung für Eine Welt Baden-Württemberg bietet ein digitales Austauschformat für alle, die Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule umsetzen. Nach einem ersten Durchlauf im Herbst 2020 wird ab April 2021 in Baden-Württemberg erneut an drei Terminen das Ideencafé seine virtuellen Türen für alle Interessierten (Lehrkräfte, Bildungsreferent*innen u. a.) öffnen. Das Ideencafé bietet ein digitales Austauschformat für alle, die Globales Lernen und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) in der Schule umsetzen.

BNE-Wochen im Mai zum Auftakt von „BNE 2030"

In diesem Jahr startet das neue, auf zehn Jahre angelegte UNESCO-Programm „BNE 2030". Rund um die Zeit der Konferenz bieten die BNE-Wochen vom 1. bis 31. Mai 2021 nationalen Akteurinnen und Akteuren die Chance, einen Monat lang ihr Engagement für Nachhaltigkeit öffentlich sichtbar zu machen und mit einer Veranstaltung einen offiziellen Beitrag zum Rahmenprogramm der Konferenz zu leisten. Gleichzeitig sind die BNE-Wochen eine Chance für deutsche BNE-Akteurinnen und -Akteure, einen lokalen Auftakt zum neuen Programm zu organisieren und BNE deutschlandweit sichtbar zu machen. Ziel ist es, den nationalen Auftakt des Programms bundesweit erlebbar zu machen.

Methodenhandreichung für Multiplikator*innen zum Thema Wasser

Im Rahmen des Projekts Eine Welt = Deine Welt des arche noVa e.V. wurde eine Handreichung für Multiplikator*innen erarbeitet, die bei der Bearbeitung des Themenkomplexes Wasser mit verschiedenen Methoden, Materialien und Hintergrundinformationen ab der 3. Klasse bis zur Oberstufe unterstützen soll. Aufgeteilt in die Module „Wasser allgemein", „Virtuelles Wasser", „WASH-Wasser, Sanitär und Hygiene", „Menschenrecht Wasser" und „Konflikte um Wasser" unterstützt die Handreichung dabei, das Thema Wasser und einzelne Vertiefungsschwerpunkte für die Teilnehmenden vorzubereiten und mit ihnen durchzuführen.

FairActivists

Der Verein TransFair startet ein neues Programm für junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 27 Jahren. Die FairActivists gestalten das Jahresprogramm von TransFair aktiv mit, erhalten ein Training zu Fairem Handel, treffen interessante Persönlichkeiten aus Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft, führen Aktionen auf Social Media und vor Ort durch und erhalten exklusive Einblicke in die Arbeit von Fairtrade weltweit. Eine Bewerbung ist ab dem 26. Februar 2021 unter www.fairactivists.de möglich.

Selbstevaluation in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Eine zertifizierte Seminarreihe in Modulen

Wer Angebote der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit (Globales Lernen) durchführt und herausfinden möchte, was daran gut funktioniert und was Potenzial für Weiterentwicklung hat, den dürfte diese Veranstaltung interessieren. Selbstevaluation ist in vielen Bereichen zu einem festen Bestandteil des Arbeitsalltags geworden. Aber wie umsetzen? An diese Frage knüpft diese Seminarreihe von Brot für die Welt und dem Förderprogramm Entwicklungspolitische Bildung von ENGAGEMENT GLOBAL an. Unter Einbezug von Projektbeispielen der Teilnehmenden werden Arbeitsschritte einer Selbstevaluation in einzelnen Modulen erprobt.

Handreichung „Globales Lernen im Wandel" und Qualifizierungsreihe

Die Handreichung „Globales Lernen im Wandel" der Fachstelle Globales Lernen des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen e.V. (VEN) geht dem transformativen Potential von Lernprozessen in der Bildungsarbeit des Globalen Lernens und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung nach und experimentiert damit. Die Handreichung eignet sich für Multiplikator*innen und Referent*innen in der außerschulischen Bildungsarbeit und für Lehrkräfte (ab Klasse 7) sowie für experimentierfreudige Pionier*innen des Wandels. Von Mai bis Oktober bietet der VEN außerdem eine Qualifizierungsreihe „Referent*in für Globales Lernen im Wandel" in vier Modulen an, in der das transformative Potential in Lernprozessen im Vordergrund steht. Ab März läuft die Bewerbungsphase.

Entwicklungspolitisches Bildungsprogramm 2021 der AWO International: Fortbildungen und Online-Kurse

Das entwicklungspolitische Bildungsangebot der AWO International e. V. nimmt Herausforderungen und Chancen der Globalisierung in den Blick und gibt Impulse für ein werteorientiertes, nachhaltiges Handeln. Dazu bietet die AWO Fortbildungen und Online-Kurse zu den Themen Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung und Global Citizenship Education an. Das Fortbildungsangebot erklärt methodisch-didaktische Hintergründe, regt Pädagog*innen zur Selbstreflexion und Zielsetzung an und vermittelt konkrete Methoden, wie globale Themen teilnehmer*innen-orientiert vermittelt werden können.

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien
Fokus: Globales Lernen zu Hause

Aufgrund der veränderten Bildungssituation waren auch die Akteur*innen im Bereich der Bildung für nachhaltige Entwicklung in den letzten Monaten am Ergänzen, Anpassen und Neugestalten von Materialien. Insofern gibt es mittlerweile eine Fülle von Online-Bildungsangeboten und anderer digitaler Formate für´s Globale Lernen zuhause, eine Auswahl stellen wir Ihnen in diesem Newsletter vor. Viele weitere finden sich - unterteilt nach Altersstufen -  in einem eigenen Fokus auf dem Portal Globales Lernen zum Weiterstöbern.
"Corona global" - Lernbausteine für das Distanzlernen und den Präsenzunterricht

Die Corona-Pandemie hat das Leben in Deutschland und weltweit auf den Kopf gestellt. Fast alle Bereiche des Alltags haben tiefe Einschnitte erfahren und Gesellschaften mussten ein neues Miteinander einüben. Insbesondere Menschen des Globalen Südens waren und sind von den Folgen der Corona-Pandemie stark betroffen. Das Unterrichtsmaterial „Corona Global" von Misereor bietet Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich mit ausgewählten Themen aus einer globalen Perspektive auseinander zu setzen.
Arbeitsblatt zum Einsatz des global-corona.blog im Unterricht

Der global-corona.blog des Eine Welt Netzwerk Thüringen (EWTN) will der Krise ein Gesicht geben und Menschen aus dem Globalen Süden und Norden zu Wort kommen lassen. Er bietet eine Plattform für persönliche Geschichten in Form von Video- und Textbeiträgen, in denen bisher 37 Menschen aus 21 Ländern unter anderem über ihren Alltag in Pandemiezeiten, die aktuelle Situation im Land und Eindämmungsmaßnahmen sprechen, aber auch über ihre Hoffnungen und Ängste in Bezug auf eine global nachhaltige Entwicklung. Für den Einsatz im Unterricht hat das EWNT zu dem Blog ein Arbeitsblatt entwickelt. Dieses kann in Gänze, aber auch in Ausschnitten verwendet werden und eignet sich für die asynchrone Anwendung in Einzelarbeit im Rahmen des Homeschooling.
170 Unterrichtsmodule für Globales Lernen / BNE - auch für Homeschooling

Auf der Plattform www.globales-lernen-schule-nrw.de finden Lehrkräfte 170 neue oder aktualisierte Unterrichtsmodule zum Globalen Lernen und zur Bildung für nachhaltige Entwicklung für alle Schulformen und verschiedene Fächer. Die Module beinhalten Hintergrundinformationen, Vorschläge für das unterrichtliche Vorgehen, Hinweise auf weitere didaktische Materialien und Medien sowie Arbeitsblätter. Die Angebote können frei genutzt und für die eigenen Bedarfe verändert werden.

Digitale LearnSteps zu Nachhaltigkeitsthemen

Die digitalen LearnSteps zu Nachhaltigkeitsthemen sind ein Angebot des Eine Welt Forums Aachen und eignen sich als kleine Aufgaben zum Einstieg oder zur Vertiefung von Nachhaltigkeitsthemen für Schülerinnen und Schüler ab Klasse 5 - gerade auch im Homeschooling. Jeder LearnStep besteht aus einem kurzen Video und Informationen, die in kurze Einheiten gegliedert sind. Am Ende können die Schülerinnen und Schüler ihr Wissen mit einem Quiz oder einer Aufgabe testen.

Voneinander lernen. Virtuelle Projektbesuche

Mit dem Bildungsmaterial „Virtuelle Reisen" von Brot für die Welt kann mit Schülerinnen und Schülern klimafreundlich und kostenfrei um die ganze Welt gereist und dabei Projekte kennengelernt werden. Kinder und Jugendliche im Alter der Schülerinnen und Schüler erzählen, wie sie soziale Ungerechtigkeit erleben, wie sie damit umgehen und was die Projekte in ihrem Leben bewirken.
Zum Schwerpunkt: Multimediales

Planet N: Nachhaltig<keit> lernen - eine Website zur Integration von BNE in den Unterricht

Die Website Planet-N soll Lehrkräfte dabei unterstützen, Bildung für Nachhaltige Entwicklung in ihren Unterricht zu integrieren. Die Lernangebote sind direkt auf der Seite erreichbar, kostenfrei und auf allen digitalen Endgeräten nutzbar. Folglich bietet die Plattform eine Chance, dass BNE trotz coronabedingten Homeschoolings nicht in den Hintergrund gerät.

Globales Schulkino goes Online

Das Bildungsprojekt Globales Schulkino reagiert auf die pandemiebedingten Einschränkungen und entwickelt sowohl Online-Veranstaltungen als auch Unterstützungsangebote für Lehrkräfte. Das Globale Schulkino ist ein Bildungsangebot des Vereins Motivés e.V. zur Unterrichtsergänzung und für den Nachmittagsbereich. Es richtet sich an Schulen und Bildungsträger in Mittelhessen und arbeitet mit jungen Menschen. Im Rahmen des Bildungsangebots werden Filmvorführungen, Filmgespräche und Workshops zu ausgesuchten entwicklungspolitischen Dokumentar- und Spielfilmen von zwei Schulkino-Teamer*innen moderiert.

Digitale Echtzeit-Bildungsangebote

Die Website „Globales Lernen in Berlin" zeigt auf einen Blick aktuelle Angebote, Aktionskoffer und mobile Ausstellungen zum Globalen Lernen zur Buchung und Ausleihe. Neben analogen Angeboten gibt es auch eine Übersicht über digitale Echtzeit-Bildungsangebote verschiedener Berliner Organisationen, etwa Onlineseminare, bei denen Schüler*innen über ein Angebot von EPIZ Berlin virtuelle Planspiele zu den Auswirkungen des Kupferabbaus oder den Arbeitsbedingungen in der Smartphoneproduktion in China durchführen.

Videos zu Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globalem Lernen

In der Mediathek der Website „Globale Entwicklung in der Schule" werden aktuelle Lern- und Lehrmaterialien zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung veröffentlicht. Zu diesen gehören u. a. Erklärvideos zu Themen der nachhaltigen Entwicklung. Aktuell sind die Themen Klimawandel (Mittelstufe) sowie Verkehr und Transport (Oberstufe) verfügbar. Die Videos stehen unter einer offenen Lizenz und können so leicht weiterverwendet bzw. in eigenen Materialien eingebunden werden, zum Beispiel im Unterricht oder auch in Fort- und Weiterbildungen.

Inklusion voll digital! Digitales Material ohne zusätzliche Apps

Digitale Angebote gibt es - verstärkt durch die Pandemie - in vielfältigen Ausführungen. Damit Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler jedoch nicht erst diverse Apps installieren müssen, um mit einem Material zu arbeiten, funktioniert das digitale Unterrichtsmaterial der Christoffel-Blindenmission (CBM) über den eigenen Internetbrowser. Mittels interaktiver Aufgaben und Tools lernen Schülerinnen und Schüler mit dem digitalen Lernbaustein zum Thema Inklusion, was ein respektvolles Miteinander bedeutet und wie sie sich dafür einsetzen können. Eigenverantwortliches Arbeiten auf dem eigenen Lernniveau wird dabei unterstützt.

Das Weltspiel goes online

Das Weltspiel ist ein Aktionsspiel für Gruppen, das die Verteilung der Bevölkerung, des Einkommens und mehr weltweit abzubilden versucht, um auf globale Verhältnisse und Zusammenhänge hinzuweisen. Die Vorstellung von großen Zahlen fällt uns meistens schwer. Durch die Darstellung auf einer großen Weltkarte gelingt es mit dem Weltspiel, die Verhältnisse anschaulich aufzuzeigen und begreifbar zu machen. Auf einer digitalen Weltkarte können Icons, die z. B. für die Weltbevölkerung oder das Welteinkommen stehen, verteilt werden. Mehrere Personen können gleichzeitig aktiv werden, diskutieren und gemeinsam globale Zusammenhänge erkunden.

„Actionbound"-Unterrichtsmaterial zur Fastenaktion 2021 für die Sek. I

Das Unterrichtsmaterial ist als Begleitmaterial zu einem Bound der App „Actionbound" zu verstehen. Anhand von Quizfragen, Aufgaben und Informationsseiten werden die Themen der MISEREOR-Fastenaktion 2021 „Es geht! Anders." spielerisch behandelt. Der Bound kann von einem oder mehreren Spieler*innen (Einzelbound oder Gruppenbound) gespielt werden und eignet sich daher sowohl für den Präsenzunterricht als auch für den Fernunterricht. Der Bound ist für die gesellschaftlichen Fächer und für das Fach Geografie der Sekundarstufe I konzipiert worden. Das Begleitmaterial umfasst u. a. eine Einführung, Bezüge zu Kernlehrplänen, eine Anleitung, wie der Bound genutzt und gespielt werden kann sowie Vorschläge für die Unterrichtsgestaltung im Präsenz- und Fernunterricht.

Bildung trifft Entwicklung: Globales Lernen online

Diese herausfordernde Zeit hat auch bei Bildung trifft Entwicklung (BtE) eine Anpassung des Angebots erfordert. Viele der Referentinnen und Referenten bieten ihre Themen nun als Online-Workshops an. Durch die starke Vernetzung des Programms entstanden viele Medien, die digital für die Bildungsarbeit nutzbar sind, vom Podcast Pangea Talk bis zu Interviews mit Menschen weltweit oder global-corona.blog. Sie geben Einblicke in Belastungen und Privilegien, welche durch die Corona-Pandemie hervorgerufen oder verstärkt wurden und ermöglichen den Perspektivwechsel.

Kreative BNE in Zeiten von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat Bildungsaktive weltweit vor große Herausforderungen gestellt. Wie können Schülerinnen und Schüler zuhause erreicht werden? Wie können Formate, die eigentlich vom persönlichen Austausch leben, virtuell angeboten werden? Viele Akteurinnen und Akteure, die sich für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) einsetzen, haben aller Einschränkungen zum Trotz beeindruckende Antworten auf diese Fragen gefunden. Von Online-Begegnungen zwischen Jugendlichen aus Deutschland, Indien und Peru über Fair Trade-Grüße an Seniorenheime bis hin zu Satellitenbildern, die uns etwas über die Corona-Pandemie verraten: Auf der Website „Kreative BNE in Zeiten von Covid-19" berichten BNE-Initiativen, die von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung ausgezeichnet wurden, von ihren Erfahrungen.

Zum Schwerpunkt: Aktionen, Angebote, Fortbildungen

Globales Lernen im digitalen Raum - Ein Zwischenfazit

Seit März 2020 führen die coronabedingten Lockdowns in Deutschland zu einer (rasant ansteigenden) Verschiebung des Globalen Lernens in den digitalen Raum. Ein Jahr nach dieser Umstellung soll ein Zwischenfazit gezogen werden. Im Forum Globales Lernen NRW soll mit Bildungs- und Nachhaltigkeitsakteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen besprochen werden, ob und wie sich das Bildungskonzept Globales Lernen pädagogisch und methodisch im digitalen Raum umsetzen lässt.

Internationale (Schul-)Partnerschaften Nord-Süd: Was tun, wenn es keine Begegnungen (erstmal) mehr gibt?

Peer-Leader-International entwickelt seit Beginn der Pandemie digitale Tools, um auch mit Partner*innen im Globalen Süden im Austausch zu bleiben und weiter gemeinsam an Themen der Nachhaltigkeit und der Corona-Folgen auf die SDGs zu arbeiten. Dabei wurde eine Online-Seminar-Reihe mit sechs Sitzungen gestaltet, die es Schüler*innen Deutschlands und des Globalen Südens ermöglicht, sich gemeinsam den zentralen Themen zu nähern. Sie können Strategien zum Aufbau von Peer-2-Peer-Teams in den Schulen entwickeln und sich mit diesen einzelnen selbst gewählten Schwerpunkten mit Engagement widmen.

Online-Kurs "MUT MACHEN" zur Umsetzung der SDGs

Der Kurs des Jane Goodall Instituts informiert über die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen und zeigt, wie mithilfe des Roots & Shoots Programms zu deren Umsetzung beitragen werden kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses Kurses lernen, wie sie mit Jugendlichen eine Projektidee entwickeln und verwirklichen können, die hilft lokale Probleme zu lösen und damit Teil einer globalen Veränderung sein kann. Der Online-Kurs ist bis Anfang April 2021 freigeschaltet.

Act4change – das Aktionsprogramm des Weltfriedensdienst e.V. goes digital

Durch act4change bietet der Weltfriedensdienst e.V. Workshops, Aktionstage und Jobdays für Schüler*innen zu den Themen Ressourcengerechtigkeit und Wasserraub an. Dabei werden Schüler*innen selbst aktiv, indem sie entweder über Lösungen für fairere Ressourenverteilung nachdenken oder sogar selbst einen Tag arbeiten, um damit den Weltfriedensdienst e.V. und eine Partnerorganisationen zu unterstützen. Aktuell können einige Workshops auch als 60-90 minütige Online-Inputs mit abwechslungsreichen und interaktiven Methoden gebucht werden.

Corona und SDGs – Was macht die Pandemie mit unserer Zukunft?

Peer-Leader-International entwickelt seit Beginn der Corona-Krise fortlaufend sogenannte „Peerinare", von jungen Peer-Leadern moderierte oder moderierbare Online-Impulse zu vielen Nachhaltigkeitsthemen in verschiedenen Formaten. Die jungen Mitarbeitenden des Vereines versuchen in diesen „Peerinaren" nicht Unterricht zu ersetzen, sondern motivierend zu ermöglichen. Zusätzlich hat Peer-Leader-International für das Niedersächsisches Landesinstitut für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) ein digitales Tool entwickelt, mit dem sich Schülerinnen und Schüler mit den Nachhaltigkeitszielen und der Pandemie auseinandersetzen können.

Workshops zu „Alles egal? Warum nachhaltige Ernährung global wichtig ist"

Die vier Bildungsmodule zum Thema nachhaltige Ernährung im globalen Kontext richten sich an Lehrkräfte und Multiplikator*innen ab der 6. Klasse. Behandelt werden Themen wie: Konventionelle versus ökologische Landwirtschaft, Schulverpflegung, Einkaufen in der Stadt und Superfoods. Das Bildungsmaterial eignet sich je nach Thema für mindestens zwei Schulstunden und kann auch im Fernunterricht eingesetzt werden. Ziel dabei ist, dass die Schüler*innen die Handlungen verschiedener Akteure aus dem Globalen Süden und in Beziehung dazu ihre eigenen Handlungen reflektieren. Dabei sollen sie Stellung zu verschiedenen Standpunkten beziehen und die erschlossenen Informationen in bekannte politische und ökonomische Strukturen einordnen.

Fragebogen: Fit für die digitale BNE?

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und digital – geht das zusammen und wenn ja, wie? Im österreichischen Forum Umweltbildung läuft aktuell eine Umfrage, in der der Frage nachgegangen wird, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Digitales zusammenpassen, und was Bildungsgestalter*innen brauchen, um digitale BNE umsetzen zu können. Das Ausfüllen dauert max. 10 Minuten, unter allen Teilnehmer*innen werden tolle Gewinne verlost.

Digitale Bildungsmaterialien und OER - ein Live-Talk

Wie können Sie Bildungsangebote digital gestalten? Was sind Open Educational Resources (OER) und freie Lizenzen und wie können Sie dieses Format für Ihre Organisation bzw. Ihr Bildungsmaterial nutzen? In einem Live-Talk stellt GEMEINSAM FÜR AFRIKA die eigenen digitalen Bildungsmaterialien sowie aktuellen Kampagnenangebote vor und geht auf das Konzept der OER und offener Lizenzen ein.
Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen

Erfahrungsbericht: Informations- und Bildungsarbeit neu erfinden?!

Das Jahr 2020 hat allen vielfältige Herausforderungen beschert, denen sich auch die Akteur*innen der entwicklungspolitischen Inlands- und Bildungsarbeit stellen mussten. Auch die Arbeit im Eine Welt Netzwerk Thüringen, zusammen mit Partner*innen und Freund*innen, wurde durch die Pandemie, mit allen verbundenen Einschränkungen, zunächst aus der Bahn geworfen. Damit in Zukunft möglichst viele Akteur*innen von Erfahrungen mit onlinebasierten Formaten profitieren können, wurden vielfältige Erfahrungsberichte zusammengetragen - als Einladung, als Anregung, als Inspiration und auch für neue Fragestellungen, die in den kommenden Jahren weiter auftauchen werden.

Was ist der Anderswert von digitalem Globalen Lernen? Vamos Projekt „welt.weit.virtuell - Globales Lernen mit digitalen Medien"

Wie viele andere Organisationen hat auch der Verein Vamos e.V. seit März 2020 die Zunahme von digitalen Angeboten des Globalen Lernens beobachtet und selbst Ideen entwickelt. Im Projekt „welt.weit.virtuell - Globales Lernen mit digitalen Medien", das im November 2020 gestartet ist, beschäftigen sich die Autor*innen u. a. mit der Frage, was mögliche Anderswerte digitalem Globalen Lernens bzw. des Lernens mit digitalen Medien sein können. Im Projekt wird also versucht, genauer auf die Lernprozesse zu schauen, die durch digitale Medien anders gestaltet werden können: Inwieweit und in welchen Bereichen können digitale Elemente Bildungsangebote des Globalen Lernens / BNE ergänzen, verbessern, neugestalten oder sogar neue Lernformen ermöglichen?

Handreichung Globales Lernen im virtuellen Raum"

Diese Handreichung gibt Tipps zur Durchführung von digitalen Formaten des Globalen Lernens. Erstellt wurde sie von Bildung trifft Entwicklung / Eine-Welt-Netz NRW e.V. Darin wird sowohl auf Kriterien einer Online-Veranstaltung des Globalen Lernens eingegangen (beispielsweise Barrierefreiheit, Vorwissensaktivierung oder Partizipationsmöglichkeiten...) als auch konkrete Formate benannt, welche auf die Kompatibilität mit den genannten Kriterien untersucht werden. Außerdem werden die Voraussetzungen, die Referent*innen mitbringen sollten, erläutert.

Bildung für nachhaltige Entwicklung als Weg aus der Corona-Krise

Die Nationale Plattform BNE fordert in einer Resolution anlässlich der Corona-Pandemie die Stärkung der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Sie macht sich stark für mehr Bildungsgerechtigkeit und ein zukunftsfähiges Bildungssystem für alle. Um Fragen zu Bildung, Chancengerechtigkeit und einem widerstandsfähigen Bildungssystem zu beantworten, müssen gemeinsam Antworten gefunden werden. BNE bietet ein lösungsorientiertes Bildungskonzept für eine solche resiliente und partizipative Bildung.

Studie Smart, aber fair": Wie Digitalisierung alle mitnehmen kann

Mit dem vorliegenden Bericht wird die Diskussion über nachhaltige Digitalisierung bereichert und auf dringenden Handlungsbedarf der Politik aufmerksam gemacht. Dafür wurden verschiedene Autorinnen und Autoren eingeladen, aus ihren jeweiligen Perspektiven den Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeit und Digitalisierung näher zu beleuchten. Zudem werden Praxisbeispiele zivilgesellschaftlicher Initiativen vorgestellt, bei denen digitale Tools erfolgreich eingesetzt werden.

Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik "Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.


GermanZero

GermanZero ist eine deutsche Klimaschutzorganisation, die sich dafür einsetzt, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird. So soll die völkerrechtliche Verpflichtung aus dem Pariser Weltklimaabkommen von 2015 eingehalten werden, welches eine Begrenzung der Erderhitzung auf 1,5 Grad festlegt. Für dieses Ziel wird ein konkreter Klimaplan und die notwendigen Gesetzesentwürfe erarbeitet, um dann durch kommunale Klimaentscheide von Bürgerinnen und Bürgern mit diesem Gesetz die Demokratie von unten zu beleben und das Paket 2022 in den Bundestag einzubringen.

eineinhalbGrad - Das Klimaprojekt im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz

Das Projekt eineinhalbGrad wird im Auftrag der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz von der KOOPERATIVE BERLIN umgesetzt. eineinhalbGrad nimmt die gegenwärtigen Sorgen, Fragen und Ideen junger Menschen rund um das Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit auf und schafft Denk- und Aktionsräume. Neben Events und Workshops gibt es auch einen interaktiven Instagram-Kanal, der zum Hinterfragen und Mitmachen aufruft. In Anlehnung an die Veranstaltungen und digitalen Inhalte sind vielfältige Materialien sowohl für Lehrende als auch Bilder*innen offener Bildungsangebote entstanden.

"Digitalisierung weltweit fair gestalten" Jahresfokus 2021

Die Digitalisierung aller Lebensbereiche schreitet weltweit voran. Im Bereich der entwicklungspolitischen Bildung gibt es bereits eine Vielzahl neuer Lern- und Kommunikationsformate, die im Jahresfokus 2021 auf der Website der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd vorgestellt werden. Reflektiert wird, wie sich Alltagshandeln und politische Interaktion durch die digitalen Prozesse verändern. Diese und viele andere Fragen stellen sich zum Beispiel in Deutschland auch angesichts der in diesem Jahr anstehenden Bundestags- und Landtagswahlen.

Flucht und Digitalisierung

Dem Thema Digitalisierung im Asylverfahren widmete sich das F3_kollektiv in einem interaktiven Video mit Tareq Alaows (Berater für Asyl- und Aufenthaltsrecht) und Lea Beckmann (Gesellschaft für Freiheitsrechte). Dabei geht es um die Rolle von Smartphones auf der Flucht und was mit den Handydaten im Asylverfahren passiert. Die neuen OER eigenen sich für Online- und Präsenz-Veranstaltungen.

Projekt EinBlick" von EPiZ: 17 Stimmen über die Chancen und Grenzen einer Pandemie

Die heutigen Zeiten sind geprägt von Kontaktbeschränkungen und häuslichem Rückzug. Dadurch verliert man schnell aus dem Blick, was andere Menschen in anderen Orten der Welt in dieser Krise durchmachen. Dem will das Videoprojekt „EinBlick" vom EPiZ entgegensteuern. In 17 Interviews stellen BtE-Referent*innen Menschen aus dem Globalen Süden Fragen zu Auswirkungen der Krise auf ihren Alltag. Persönliche Einblicke wie auch allgemeine Erzählungen zeigen, welche Chancen und Grenzen die Corona-Krise birgt.
Neues vom Blog EineWeltBlaBla



EineWeltBlaBla im Februar 2021

Um in den bildschirm-geprägten Alltag ein wenig Abwechslung zu bringen, haben wir einen Beitrag zu der analogen Alternative des Bücher-Entdeckens verfasst und darin drei tolle Frauen, die drei tolle Bücher geschrieben haben, vorgestellt: Margarete Stokowski, Bernardine Evaristo und Margaret Atwood.

Weiter wurde anlässlich des Internationalen Tages gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar auf die weltweiten Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen aufmerksam gemacht. Außerdem haben wir die Konzeptidee des Berliner Startups Infarm des Indoor-Farmings vorgestellt und erklärt wie diese Idee der Kräuterschränke funktioniert und welche Vorteile sie mit sich bringt.

Auch die aktuelle Situation der Flüchtenden im Camp Lipa im Norden von Bosnien und Herzegowina war ein wichtiges Thema in diesem Monat. Denn vor allem die Problematik der Zuständigkeitsregelung verschluckt die sehr deutlichen und klaren Forderungen von Menschrechtsorganisation, wie Pro Asyl, die Menschen sofort nach Europa zu evakuieren.

Um ein bisschen Input für eigene Projekte im Kontext von Nachhaltigkeit zu liefern, haben wir drei Wettbewerbe vorgestellt: den Future Fiction Kreativwettbewerb, den Ausgepackt – Co2-Verpackungsfrei-Wettbewerb und den „Dein Song für eine Welt"-Wettbewerb. Auch die Klimaschutzorganisation GermanZero, die sich dafür einsetzt, dass Deutschland bis 2035 klimaneutral wird, hat Platz auf unserem Blog gefunden, um darüber zu informieren, wie sie dabei vorgehen und wie jede*r selbst aktiv mithelfen kann dieses Ziel zu erreichen. Zum Schluss haben wir noch einen Blick auf das START-Stipendium geworfen, das sich an Jugendliche richtet, die die Zukunft aktiv mitgestalten möchten.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Hier gelangen Sie zu einer Zusammenstellung aktueller Bildungsmaterialien.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema BNE digital - was hat sich bewährt?"

Die Datenbank Eine Welt Medien hat zum Schwerpunkt dieses Newsletters eine Empfehlungsliste mit Filmen zum Thema Digitalisierung im Bildungsbereich zusammengestellt. Außerdem dort zu finden: Informationen zu Fragen von Urheberrechten und Nutzungsbedingungen von Filmen für die Bildungsarbeit sowie Hinweise auf Verleihadressen.
Veranstaltungen
Online-Workshop: Arbeiten in den Grenzen des Wachstums. Unsere Arbeitswelt(en) aus Perspektive der imperialen Lebensweise02.03.2021 online SELBSTOPTIMIERUNG - NEIN, DANKE?! Von den (Un)Möglichkeiten (un)produktiv zu sein. Zusammenhänge zwischen selbstoptimierenden Mechanismen und gesellschaftlichen Zwängen verstehen und hinterfragen
04.03.2021 online
Regionale Wertschöpfungsketten für landwirtschaftliche Produkte
05.03.2021 - 06.03.2021 online
Online-Workshop „Transformative Learning – Global Citizenship Education for Radical Change" 09.03.2021 - 11.03.2021 online
Online-Seminar „Wirkungsorientierung bei Materialien der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit" 11.03.2021 online Dirty Capitalism": Politische Ökonomie (in) der politischen Bildung
12.03.2021 - 13.03.2021 online
BerufsKlima-Workcamps - Berufsorientierung für „grüne" Jobs und Nachhaltigkeit im Beruf
12.03.2021 - 13.03.2021 online
Digitale Bildungsmaterialien und OER - ein Live-Talk
17.03.2021 online
Machtkritische Perspektiven auf Digitalisierung
19.03.2021 online
Online-Seminar: Umgang mit Vorurteilen, Macht und Diskriminierung in der Bildungsarbeit
19.03.2021 - 20.03.2021 online
Und wenn es auch anders möglich wäre? Bildung zu einer sozial-ökologischen Transformation gestalten 20.03.2021 - 21.03.2021 Welthaus Aachen Globales Lernen im digitalen Raum - Ein Zwischenfazit
22.03.2021 online
Woher kommt der Strom fürs Internet?
24.03.2021 online
ONLINE-Workshop: Klima-Rundgang auch in Deiner Stadt ?!
25.03.2021 online
Fortbildung: Den digitalen Fuß- und Fingerabdruck verstehen und gestalten
25.03.2021 - 09.04.2021 online
Vorschau Ausgabe April 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende März 2021 zum Thema

Kompetenzorientiertes Lernen: Modelle und Beispiele

Zusendungen sind bis zum 24. März 2021 willkommen.
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  November 2020 SDG 1 - Armut in jeder Form
und überall beenden

Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

Gefördert von ENGAGEMENT GLOBAL mit Mitteln des
über den


 


Für den Inhalt dieser Publikation ist allein der World University Service e.V. verantwortlich; die hier dargestellten Positionen
geben nicht den Standpunkt von Engagement Global gGmbH und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder.


UNICEF Deutschland: „Die lautlose Tragödie der Kinder im Jemen stoppen“

SID Blog - 1. März 2021 - 13:23
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UNICEF Deutschland zur internationalen Hilfskonferenz für den Jemen am 1. März 2021

© UNICEF/UNI341937

Köln, den 1. März 2021 // Anlässlich der internationalen Hilfskonferenz für den Jemen am 1. März appelliert UNICEF an Regierungen und Öffentlichkeit, die lautlose Tragödie der Kinder in dem Land zu stoppen. Abseits der Weltöffentlichkeit steht der Jemen nach fast sechs Jahren Krieg am Rande einer Hungersnot. Nach letzten Schätzungen sind heute allein 2,3 Millionen Kinder unter fünf Jahren von akuter Mangelernährung bedroht – 400.000 von ihnen sind so schwer mangelernährt, dass sie jeden Tag um ihr Überleben kämpfen. Fast alle Kinder im Jemen, mehr als 12 Millionen Mädchen und Jungen insgesamt, benötigen humanitäre Hilfe.

„Für Kinder im Jemen ist die Situation unerträglich geworden. Sie brauchen ein Ende der Gewalt. Wir müssen alles tun, um Leben zu retten, sie zu schützen und ihnen eine Perspektive für die Zukunft zu geben", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland anlässlich der am Montag stattfindenden internationalen Hilfskonferenz für den Jemen. UNICEF benötigt für 2021 rund 576,9 Millionen US-Dollar, um lebensrettende Hilfe für Kinder im Jemen zu leisten. 

Die Wirtschaft des Jemen liegt in Trümmern, grundlegende öffentliche Dienstleistungen, Schulen sowie die Trinkwasser- und Sanitärversorgung, sind vielerorts zusammengebrochen. Nur die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen ist noch funktionsfähig. Gleichzeitig erschüttert die Covid-19-Pandemie das Land. 

Gewalt, Hunger und Not prägen die Kindheit von Millionen Mädchen und Jungen. Seit Beginn des Konflikts wurden fast 3.200 Kinder nachweislich getötet und über 6.200 Kinder verletzt – die tatsächlichen Zahlen sind vermutlich viel höher.

Mindestens zwei Millionen Kinder gingen schon vor Beginn der Covid-19-Pandemie nicht zur Schule – wegen der Pandemie wurde der Unterricht von 5,8 Millionen weiteren Kindern unterbrochen.

Trotz der schwierigen Bedingungen leistet UNICEF umfangreiche Hilfe, um so viele Kinder wie möglich vor dem Verhungern zu retten, sie vor Krankheiten zu schützen und Familien Hoffnung zu geben. Seit 2017 wurden zum Beispiel 1,5 Millionen bedürftige Familien mit kleinen finanziellen Beiträgen unterstützt, damit sie sich beispielsweise Nahrungsmittel kaufen können. Mit Hilfe von Solaranlagen versorgt UNICEF eine Millionen Menschen mit Trinkwasser. Im Rahmen einer Impfkampagne konnten zuletzt fünf Millionen Kinder unter fünf Jahren gegen Polio geimpft werden.


Re-grounding Human Rights as Cornerstone of Emancipatory Democratic Governance

DEVELOPMENT - 1. März 2021 - 0:00
Abstract

Envisioning democratic and internationalist ways of exercising peoples’ sovereignty beyond local and national borders requires the enrichment of human rights thinking with non-European cosmovisions, normative and legal thinking. Integrating human rights, environmental and climate law and the rights of nature plays a key role in building institutions and policies that can genuinely address the root causes of ecological destruction. Likewise, human rights should be at the forefront of the struggle to re-shape financial capitalism and its destructive economic model. They can guide transition processes towards more sustainable ways of production, distribution and consumption, but also towards the necessary protection of and support for care work. Finally, there is an urgent need for innovation in human rights institutions and practices. This goes from securing funding for independent work and combating corporate capture, addressing the colonial legacy still present in international law and human rights architecture, rebalancing the local, national, sub-regional, regional and international dimensions of human rights work, and finding ways to address the dilemmas of a state-centric human rights accountability and governance which do not fall into the traps of multi-stakeholderism.

Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung veröffentlicht Abschlussbericht

SID Blog - 25. Februar 2021 - 21:04
Heute legt der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung seinen Abschlussbericht „Shifting the Trillions – Ein nachhaltiges Finanzsystem für die Große Transformation" vor. Die zuständigen Staatssekretäre des Bundesministeriums für Finanzen, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nehmen ihn für die Bundesregierung mit großem Dank entgegen. 

Finanzstaatssekretär Dr. Kukies: „Mein Dank gehört allen, die in den letzten eineinhalb Jahren die Diskussion mit großem Engagement bereichert haben. Wir haben nun zahlreiche Impulse für die Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung. Aber nicht nur der Staat ist gefordert: Jeder Akteur im Finanzsystem muss sich fragen, ob die Nachhaltigkeitsrisiken erkannt sind und alle Chancen der Transformation genutzt wurden."

Die Bundesregierung hat den Sustainable Finance-Beirat bei seiner Gründung bewusst heterogen und interdisziplinär besetzt und damit der Breite und Vielfalt des Themas Rechnung getragen. Die Arbeit des Beirats ist zudem in einem sehr dynamischen Umfeld erfolgt. Gerade in jüngster Zeit haben wir auf der globalen, der europäischen und auch der nationalen Ebene wichtige Fortschritte erreicht. Auch immer mehr Unternehmen und Finanzmarktakteure in Deutschland und Europa berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte bei ihren Investitionsentscheidungen.

Umweltstaatssekretär Flasbarth: „Ich bin überzeugt, dass nachhaltiges Handeln von Unternehmen und Finanzmarktakteuren einen großen Anteil am Erfolg und der Zukunftsfähigkeit unserer Volkswirtschaft hat. Hieran wollen wir gemeinsam weiter arbeiten und die geeigneten Strukturen und Rahmenbedingungen in Deutschland schaffen und weiterentwickeln. Der Beirat hat damit maßgeblich zu einem Bewusstseinswandel in der öffentlichen Debatte in Deutschland beigetragen und deutlich aufgezeigt, wo Umsetzungs- und Anpassungsbedarf besteht. Der Abschlussbericht markiert daher auch kein „Ende der Diskussion", sondern ist für uns Motivation und Ansporn."

Der Beirat hat nun über 30 Empfehlungen erarbeitet, die wir sorgsam prüfen und bei der anstehenden Erarbeitung der Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung berücksichtigen. Die Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung wird im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um Politikkohärenz zu ermöglichen. Sie wird sich auf ambitionierte, aber auch praktikable Handlungsoptionen insbesondere in der Finanzmarktpolitik fokussieren. Zentral ist dabei, die finanziellen Risiken der anstehenden Transformation zu kontrollieren und gleichzeitig die immensen Chancen zu nutzen, die sich ergeben.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Nußbaum: "Die Arbeit des Beirats macht die Bedeutung von Sustainable Finance für Öffentlichkeit und Unternehmen deutlich. Wichtig ist dabei, dass alle Akteure mit an Bord genommen werden, damit das gemeinsame Ziel gelingt, Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance-Standort zu machen. Dazu sind klare Rahmenbedingungen und ambitionierte sowie realistisch umsetzbare Empfehlungen entscheidend"

Im Februar 2019 hat der Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung beschlossen, einen Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung einzusetzen, der u.a. Empfehlungen für die Sustainable Finance-Strategie erarbeiten soll.

Mehr Informationen unter: www.sustainable-finance-beirat.de

 im Juni 2019 hat die Bundesregierung den Sustainable Finance-Beirat eingesetzt, um Empfehlungen für diesen Bereich auszuarbeiten. In diesem Moment stellt das Gremium seine Arbeitsergebnisse vor. In seinem Abschlussbericht präsentiert der Beirat vielfältige und konkrete Empfehlungen für ein nachhaltigeres Finanzsystem in Deutschland. Die Vorschläge gliedern sich in fünf Bereiche: einen verlässlichen Politikrahmen, Berichterstattung, Wissensaufbau, Finanzprodukte und die Verstetigung der Beiratsarbeit.

 

Finanzwende-Vorstand Gerhard Schick ist neben weiteren Akteuren aus Zivilgesellschaft, Finanzbranche und Wissenschaft Mitglied dieses Beirats. Aus seiner Sicht sind die Empfehlungen des Beirats ein wichtiger Impuls, um die Finanzmärkte in Deutschland zum Hebel für Umwelt- und Klimaschutz zu machen. Er betont: „Jetzt ist die Bundesregierung am Zug: Sie muss eine überzeugende Sustainable Finance-Strategie vorlegen und noch vor der Bundestagswahl erste Maßnahmen umsetzen.“ Auf Initiative von Finanzwende empfiehlt der Beirat, dass öffentliche Kapitalanlagen wie die der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen investiert werden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll zu einem Transformationsfonds weiterentwickelt werden. Der öffentliche Sektor steht laut Finanzwende besonders in der Pflicht, als Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit zu agieren. Gerhard Schick sieht auch bei Sparkassen großen Nachholbedarf: „Es ist ein Unding, dass viele Sparkassen im Jahr 2021 noch keinerlei Strategie im Umgang mit Klimarisiken haben. Zu Recht fordert der Beirat, den Gemeinwohlauftrag der Sparkassen klarer zu fassen und ihn so mit Blick auf Nachhaltigkeit greifbarer zu machen.“ So erfreut sich der überparteiliche Verein mit vielen Ergebnissen des Beirats zeigte, so kritisch blickt er auf die Rolle der Branchenverbände: „Die Interessenverbände waren zwar offiziell nur Beobachter des Beirats, konnten aber mit ihren großen Ressourcen massiv bremsen. Das muss der Bundesregierung eine Lehre sein: Eine erfolgreiche Sustainable Finance-Strategie wird nur möglich sein, wenn man nicht auf die Lobbyverbände hört.“

 Eine umfassendere Einordnung der Ergebnisse finden Sie hier: https://www.finanzwende.de/index.php?id=763

Den Bericht des Beirats hier: https://sustainable-finance-beirat.de 


Golfstrom-System schwächer als je zuvor im vergangenen Jahrtausend

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:37
Noch nie in über 1000 Jahren war die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC), auch als Golfstrom-System bekannt, so schwach wie in den letzten Jahrzehnten: Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern aus Irland, Großbritannien und Deutschland. Die Forscher stellten sogenannte Proxydaten zusammen, die hauptsächlich aus natürlichen Archiven wie Ozeansedimenten oder Eisbohrkernen stammen und mehrere Hundert Jahre zurückreichen, um die Strömungsgeschichte der AMOC Strömung zu rekonstruieren. Sie fanden solide Belege dafür, dass die Abschwächung im 20. Jahrhundert im vergangenen Jahrtausend beispiellos war - sie ist wahrscheinlich eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels. Die gigantische Ozeanzirkulation AMOC ist für Wetterlagen in Europa und den regionalen Meeresspiegel in den USA bedeutsam; ein wichtiger Hinweis auf ihre Verlangsamung ist eine in den letzten Jahrzehnten entstandene „Kälteblase" im nördlichen Atlantik.
Neue internationale Übersichtsstudie bestätigt AMOC-Stärke auf Rekordtief seit über 1000 Jahren.

„Das Golfstrom-System funktioniert wie ein riesiges Förderband, das warmes Oberflächenwasser vom Äquator nach Norden transportiert und kaltes, salzarmes Tiefenwasser zurück in den Süden schickt. Es bewegt fast 20 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde, etwa das Hundertfache des Amazonasstroms", erklärt Stefan Rahmstorf, Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK und Initiator der Studie, die in Nature Geoscience veröffentlicht wurde. Frühere Studien von Rahmstorf und KollegInnen zeigten eine Verlangsamung der Meeresströmung um etwa 15 Prozent seit Mitte des 20. Jahrhunderts und brachten dies mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung in Verbindung. Ein belastbares Bild über die langfristige Entwicklung fehlte jedoch bisher – das liefern die Forscher mit ihrer Übersichtsstudie, welche die Ergebnisse bisheriger Proxy-Daten-Studien vergleicht.

„Wir haben zum ersten Mal eine Reihe von früheren Studien kombiniert und festgestellt, dass sie ein konsistentes Bild der AMOC Entwicklung über die letzten 1600 Jahre liefern", so Rahmstorf. „Die Studienergebnisse legen nahe, dass die AMOC Strömung bis zum späten 19. Jahrhundert relativ stabil war. Mit dem Ende der kleinen Eiszeit um 1850 begann die Meeresströmung schwächer zu werden, wobei seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein zweiter, noch drastischerer Rückgang folgte." Bereits im Sonderbericht über den Ozean des Weltklimarats (IPCC) von 2019 wurde mit mittlerem Vertrauensniveau zudem geschlussfolgert, 'dass die atlantische meridionale Umwälzströmung im Vergleich zu 1850-1900 schwächer geworden ist.' „Die neue Studie liefert weitere unabhängige Belege für diese Schlussfolgerung und stellt sie in einen längerfristigen paläoklimatischen Kontext", so Rahmstorf weiter.

Von Temperatur zu Strömungsgeschwindigkeit: Die Kunst, Klimaveränderungen in der Vergangenheit zu rekonstruieren

Da langfristige direkte AMOC-Messungen erst seit 2004 durchgeführt werden, wendeten die Forscher einen indirekten Ansatz an. Sogenannte Proxydaten halfen ihnen dabei, mehr über die langfristige Entwicklung der AMOC herauszufinden. Diese Zeugen der Vergangenheit werden aus natürlichen Umweltarchiven gewonnen, wie zum Beispiel Baumringen, Eisbohrkernen, Ozeansedimenten und Korallen sowie aus historischen Daten, z.B. Schiffslogbüchern.

„Wir haben eine Kombination aus drei verschiedenen Datentypen verwendet, um Informationen über die Ozeanströmungen zu erhalten: die Temperaturänderungen im Atlantik, die Verteilung der Wassermassen und die Korngrößen der Tiefsee-Sedimente, wobei die einzelnen Archive von 100 bis ca. 1600 Jahre zurückreichen. Während einzelne Proxydaten bei der Darstellung der AMOC-Entwicklung unvollkommen sind, ergab die Kombination aller drei ein robustes Bild der Umwälzzirkulation", erklärt Levke Caesar, Teil des Irish Climate Analysis and Research Units an der Maynooth University und Gastwissenschaftlerin am PIK.
Drei verschiedene Arten von Proxydaten aus der Vergangenheit, zum Beispiel aus Ozeansedimenten, stützen das Studienergebnis. Aktuelle Beobachtungen zeigen eine Kälteblase im Nordatlantik.
Proxy-Datensätze sind im Allgemeinen mit Unsicherheiten behaftet. Diese berücksichtigte die Statistikerin Niamh Cahill von der Maynooth University in Irland bei ihren Tests der Robustheit der Ergebnisse. Sie fand heraus, dass in 9 der 11 betrachteten Datensätze die moderne AMOC-Schwächung statistisch signifikant ist: „Wenn wir annehmen, dass die mit den Proxy-Datensätzen gemessenen Prozesse Änderungen in der Strömung widerspiegeln, liefern sie ein konsistentes Bild – und das trotz der Tatsache, dass die Daten an unterschiedlichen Orten aufgenommen wurden und verschiedene Zeitskalen repräsentieren. Die Abschwächung der Strömung ist seit mehr als 1000 Jahren beispiellos", so Cahill.

Warum schwächelt AMOC?

Eine Verlangsamung der Zirkulation wird von Klimamodellen seit langem als Reaktion auf die durch Treibhausgase verursachte globale Erwärmung vorhergesagt – und einer Reihe von Studien zufolge ist dies wahrscheinlich der Grund für die beobachtete Abschwächung. Die atlantische Umwälzung wird durch die von Wissenschaftlern bezeichnete Tiefenkonvektion angetrieben, verursacht durch die Dichteunterschiede im Ozean: Warmes und salzhaltiges Oberflächenwasser bewegt sich von Süden nach Norden, wobei es abkühlt und dadurch dichter wird. Wenn es schwer genug ist, sinkt das Wasser in tiefere Ozeanschichten ab und fließt zurück in den Süden. Die globale Erwärmung stört diesen Mechanismus: Durch vermehrte Niederschläge und das verstärkte Abschmelzen des grönländischen Eisschildes wird dem nördlichen Atlantik Süßwasser zugeführt. Dadurch sinkt dort der Salzgehalt und damit die Dichte des Wassers, was das Absinken hemmt und so die Strömung der AMOC Zirkulation schwächt.

Die Abschwächung wird auch mit einer einzigartigen deutlichen Abkühlung des nördlichen Atlantiks in den letzten hundert Jahren in Verbindung gebracht. Diese sogenannte „Kälteblase" wurde von Klimamodellen als Folge einer sich abschwächenden AMOC vorhergesagt, welche weniger Wärme in diese Region transportiert.
Ursachen: Die AMOC Verlangsamung wird seit langem von Klimamodellen als Folge der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung vorhergesagt.

Die Folgen der AMOC-Abschwächung könnten für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks vielfältig sein, wie Levke Caesar erklärt: „Die nordwärts fließende Oberflächenströmung der AMOC führt zu einer Ablenkung von Wassermassen nach rechts, weg von der US-Ostküste. Dies ist auf die Erdrotation zurückzuführen, die bewegte Objekte wie Strömungen auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links ablenkt. Wenn sich die Strömung verlangsamt, schwächt sich dieser Effekt ab und es kann sich mehr Wasser an der US-Ostküste aufstauen. Das kann zu einem verstärkten Meeresspiegelanstieg führen." In Europa könnte eine Verlangsamung der AMOC zu mehr extremen Wetterereignissen führen, z.B. durch eine Veränderung der Zugbahn sowie mögliche Verstärkung von Winterstürmen über dem Atlantik. Andere Studien nennen extreme Hitzewellen oder eine Abnahme der Sommerniederschläge als mögliche Folgen. Wie genau sich weitere Konsequenzen gestalten, ist Gegenstand der aktuellen Forschung; die Wissenschaftler wollen auch im Detail klären, welche Teile der AMOC sich wie und aus welchen Gründen verändert haben.

„Wenn wir die globale Erwärmung auch künftig vorantreiben, wird sich das Golfstrom-System weiter abschwächen – um 34 bis 45 Prozent bis 2100, gemäß der neuesten Generation von Klimamodellen", folgert Rahmstorf. „Das könnte uns gefährlich nahe an den Kipppunkt bringen, an dem die Strömung instabil wird."

Artikel: L. Caesar, G. D. McCarthy, D. J. R. Thornalley, N. Cahill, S. Rahmstorf (2020): Current Atlantic Meridional Overturning Circulation weakest in last millennium. Nature Geoscience [DOI: 10.1038/s41561-021-00699-z].

Weblink zum Artikel, sobald er veröffentlicht ist:  https://dx.doi.org/10.1038/s41561-021-00699-z             

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), 25.02.2021

Wasser in der Stadt in Zeiten des Klimawandels | 02. März 2021, 14:00 – 15:30 UHR

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:34


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Online-Seminar-Reihe der
AG Wasser
im Forum Umwelt & Entwicklung

Stadt – Land – Gewässer: 
Wasser für Alle?! Im Rahmen unserer vierteiligen Online-Seminar-Reihe diskutieren wir lokale und globale Perspektiven auf Wassergerechtigkeit im Beziehungsgeflecht von Stadt, Land und Umwelt, zeigen die Verantwortung Deutschlands und der Bundesregierung auf und formulieren und vermitteln Positionen.

Wir laden Sie herzlich zum zweiten Seminar der Reihe ein: Von Überflutung bis Wasserstress: Wasser in der Stadt in Zeiten des Klimawandels

DIENSTAG 02. MÄRZ '21
14:00 BIS 15:30 UHR

Die zweite Veranstaltung der Reihe beschäftigt sich mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf den Wasserkreislauf in der Stadt. Genauer: Was bedeuten die Veränderungen für das Menschenrecht auf einwandfreies und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung?

Weltweit wachsen die Städte und damit steigt auch ihr Bedarf an Wasser. Dort zeigt sich, wie wichtig der sichere und stabile Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen für das Überleben und das Wohlergehen der gesamten Menschheit ist – gerade auch in Krisenzeiten. Die Städte sind die größten Treiber für Wasserstress, auf der anderen Seite drohen durch Wetterextreme vermehrte Überflutungen. Zunehmend geraten Städte an ihre Grenzen. Der sogenannte „Day Zero", also der drohende Zusammenbruch der kommunalen Wasserversorgung, wie beispielhaft in Kapstadt 2018, macht dies eindrücklich deutlich. Auf die Städte kommt damit eine große öffentliche Verantwortung zu, die es durch Gemeinwohlorientierung angelehnt an die Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung zu meistern gilt. Städte sind zugleich Orte, an denen alternative Ansätze vorgelebt und erprobt werden können. Welche (neuen) Kooperationen und Konzepte sind gefragt, um die Menschenrechte auf Wasser und die Klimaresilienz zu stärken?

UNTER ANDEREM WOLLEN WIR DISKUTIEREN
  • Wie steht es um den Zugang für jede:n angesichts knapper werdender Ressourcen von sauberem Süßwasser der Städte?
  • Wie organisieren die Städte öffentlich zugängliche Trinkbrunnen an belebten Plätzen und in öffentlichen Einrichtungen?
  • Wie kann ein fairer Interessenausgleich zwischen Städten und ihrem Umland gelingen?
  • Wie steht es um klimaresiliente Metropolregionen?
  • Welchen Beitrag leisten Prinzipien wie bspw. die der Blue Communities zur Verwirklichung des Rechts auf Wasser?

INPUTS VON
≈ Dr. Rajendra Singh (Umweltschützer, „Waterman of India" und Gewinner des Stockholmer Wasserpreises)

≈ Andreas Giga (Leiter Service-Organisation der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen", Emschergenossenschaft/Lippeverband)

≈ Christa Hecht (Blue Community)


MODERATION
≈ Samuel Höller (a tip: tap e.V.)
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Programmübersicht
SEMINAR 3 Wasserkraft ― Holzweg für Klimaschutz und Entwicklungspolitik

DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021, 14:00 – 16:00 UHR

SEMINAR 4 Die Rolle Deutschlands beim Schutz des Zugangs zu Wasser hier und weltweit

DONNERSTAG, 18. MÄRZ 2021, 14:00 – 16:00 UHR Anmelden


Forum Umwelt und Entwicklung
Marienstraße 19-20
10117 Berlin
Deutschland

+49306781775920
info@forumue.de
www.forumue.de

 


LHÜ-Info Februar 2021

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:34

LHÜ-INFO Februar 2021

AKLHÜ-Feature Willig, aber nicht gewollt? Hürden, die Incoming-Freiwillige vor Beginn ihres Dienstes meistern müssen

Christina Schulte, Geschäftsführerin von VIA e.V. und AKLHÜ Vorstandsmitglied, berichtet über die Herausforderung und Chancen der Incoming-Dienste, die große Bereicherung, die Incomer*innen sowohl für das Einsatzland Deutschland als auch für das Herkunftsland darstellen sowie die damit verbundene Entstehung interkultureller Lernorte, bei denen unterschiedliche Erfahrungen, Einstellungen und manchmal auch Werte aufeinanderprallen und somit zu mehr Vielfalt und gelebter Toleranz beitragen können.

→ Zum LHÜ-Feature

   

Personelle Zusammenarbeit (PZ) Personelle Zusammenarbeit: eine Erfolgsgeschichte! - Bundesminister Müller würdigt kirchliche Entwicklungsdienste

Bundesminister Dr. Gerd Müller hat anlässlich des 60-jährigen Bestehens von Brot für die Welt (BfdW) die Arbeit der beiden kirchlichen Entwicklungsdienste und das Engagement der von ihnen vermittelten Fachkräfte in besonderer Weise gewürdigt:

"Ihre Fachkräfte und Freiwillige sind mit großem Engagement in den Einsatzländern, oft unter schwierigsten Lebens- und Arbeitsbedingungen und in Konflikt- und Krisenregionen. - Dafür möchte ich Ihnen allen danken!" schreibt  Bundesminister Dr. Gerd Müller und weiter: "Geleitet von christlichen Werten wie Verantwortung, Nachhaltigkeit und Wertschätzung stellen Sie den Menschen mit seinen Fähigkeiten in den Mittelpunkt und schaffen so Räume für Eigeninitiative und gegenseitiges Lernen: für nachhaltige Entwicklung.".

→ Weiterlesen

  Digitalisierung in der internationalen Personellen Zusammenarbeit

Potenziale und Veränderungen des digitalen Wandels standen im Mittelpunkt der 6. Internationalen Fachtagung zur Personellen Entwicklungszusammenarbeit (PEZA) vom 25. bis 26. Januar mit rund 120 Teilnehmenden aus aller Welt. Veranstalter waren die drei grössten PEZA-Organisationen im deutschsprachigen Raum - AGIAMONDO (Deutschland), Comundo (Schweiz) und HORIZONT3000 (Österreich).

„Die Digitalisierung wird unsere Arbeit grundlegend verändern. Ziel dieses Austauschs ist es, digitale Trends in der PEZ ausfindig zu machen und sich von aktuellen Beispielen und konkreten Projekten inspirieren zu lassen.", so Eric Keller, Geschäftsführer von Comundo.

→ Weiterlesen

  Die Vermessung der Corona-Realität: Externe Evaluierung bestätigt CFI-Engagement

In Anbetracht der weltweiten COVID-19-Pandemie beauftragte Christliche Fachkräfte International (CFI) ein Beraterteam von FAKT, einem anerkannten Evaluierungsinstitut, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die aktuellen und zukünftigen Entwicklungshelfer*innen-Entsendungen von CFI, sowohl auf konzeptioneller als auch auf der Umsetzungs-Ebene, zu untersuchen.

Der Zwischenbericht verdeutlicht, dass die Arbeit der CFI Entwicklungshelfer*innen (EH) heute gefragter ist denn je. Denn die Corona-Pandemie trifft einige Länder des Globalen Südens besonders hart und verschlechtert die Lebensbedingungen der Menschen zusätzlich.

→ Weiterlesen

  Trotz Corona über 30.000 Beratungen zum Auslandsaufenthalt - Eurodesk veröffentlicht Jahresstatistik 2020

Welche Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt gibt es aktuell? In welche Länder ist eine Ausreise derzeit möglich? Welche Alternativen gibt es? Eurodesk Deutschland und seine regionalen Servicestellen haben im Jahr 2020 über 30.700 Jugendliche, Eltern, Multiplikator*innen sowie Trägerorganisationen beraten und über Mobilitätschancen und Fördermöglichkeiten informiert. Das am häufigste nachgefragte Programmformat waren internationale Freiwilligendienste. 31% der Anfragen bezogen sich auf das Europäische Solidaritätskorps.

→ Weiterlesen

   

Tipps & Termine Globales Lernen und Agenda 2030 - Das AWO International Online-Programm 2021

Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Global Citizenship Education – um sich in diesen Bereichen weiterzubilden, bietet AWO International im Pandemiejahr 2021 neue Onlinefortbildungen und Onlinekurse an.

Das Angebot richtet sich an Trägerorganisationen von Freiwilligendiensten, Träger außerschulischer Jugendarbeit, die Jugendwerke der AWO und die Bereiche Fort- und Erwachsenenbildung in der Freien Wohlfahrtspflege.

→ Mehr Infos

   

IMPRESSUM
Herausgeber: AKLHÜ e.V. – Netzwerk und Fachstelle für Internationale Personelle Zusammenarbeit
Redaktion: Wanja Amling, Tel.: 0228-9089914, aklhue@entwicklungsdienst.de 
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 22.03.2021

Bildnachweis: Oben: VIA e.V., Mitte: Pixabay License, Unten: Unsplash License


Heuschreckenplage in Kenia nimmt erneut Fahrt auf

SID Blog - 24. Februar 2021 - 15:11
(Optional) Dieser Text erscheint NUR in der Vorschau, jedoch nicht der Haupt-E-Mail .

16.02.2021 | Pressemitteilung

In Kenia droht neue Heuschreckenplage

Welthungerhilfe unterstützt notleidende Familien

Bonn/Berlin, 16.02.2021. Die Heuschreckenplage am Horn von Afrika nimmt erneut Fahrt auf, da eine neue Generation von Schädlingen brütet und schlüpft. In Ländern wie Äthiopien, Somalia und Kenia ist die nächste Ernte bedroht. So geraten nach jahrelangen Krisen bereits verarmte und geschwächte Familien immer tiefer in eine Abwärtsspirale durch Hunger und Armut.

Laut der UN-Landwirtschafts- und Ernährungsorganisation (FAO) bedroht die nächste Generation von Heuschrecken die Existenzgrundlage von über 39 Millionen Menschen in Äthiopien, Jemen, Somalia, Sudan und Kenia. In den vergangenen Monaten wurden die Schädlinge am Horn von Afrika auf 1,3 Millionen Hektar Land bereits bekämpft. Doch allein in Nord- und Zentralkenia sind bereits über 15 Bezirke massiv von der zweiten Heuschreckenwelle betroffen, darunter auch viele neue Gebiete. Bereits vorher war die Ernährungslage von rund 1,9 Millionen Menschen prekär, jetzt könnte sie sich nochmals dramatisch verschlechtern.

„Glücklicherweise kommen inzwischen weniger Heuschrecken bei uns an. Dennoch rechnen wir mit dem Schlimmsten, wenn die Brut im März und April schlüpft“, erklärt Kelvin Shingles, Landesdirektor der Welthungerhilfe in Kenia. Vor allem Viehhalter sind in ihrer Existenz bedroht. Nach jahrelangen Dürren, Überschwemmungen und nun der zweiten Heuschreckenplage fehlt ihnen das Futter für ihr Vieh und so auch das überlebensnotwendige Einkommen durch Milch- und Fleischverkauf. Auf diese Weise verschärfen sich Konflikte um Wasser und Land.

„Wir lassen diese Menschen nicht im Stich und bieten ihnen Unterstützung in der Krise an. Dafür sind wir auch auf Spenden angewiesen“, so Shingles. In Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen unterstützt die Welthungerhilfe in Kenia Gemeinden, die von der Heuschreckenplage besonders betroffen sind: Sie erhalten Bargeld, neues Saatgut, landwirtschaftliche Beratung und Trainings, um selbst durch den Einsatz umweltverträglicher Methoden die weitere Vermehrung der Heuschrecken besser zu kontrollieren.

Unser Landesdirektor Kelvin Shingles steht für Interviews bereit (Englisch).

Die Welthungerhilfe bittet dringend um Spenden für die betroffenen Menschen in Ostafrika unter dem Stichwort: „Nothilfe Ostafrika“:
 www.welthungerhilfe.de/heuschreckenplage

Weitere Informationen finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030“. Seit ihrer Gründung wurden mehr als 9.830 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 3,95 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Herausgeber:

Deutsche Welthungerhilfe e.V.
Pressestelle
Friedrich-Ebert-Straße 1
53173 Bonn
IBAN: DE15 3705 0198 0000 0011 15
BIC: COLSDE33

Ansprechpartner:

Simone Pott
Pressesprecherin
Telefon 0228 / 22 88-132
Mobil 0172 / 2525962
simone.pott@welthungerhilfe.de

Juliane Last 
Assistenz
Telefon 030 / 288 749-15
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Lieferkettengesetz Ja- Geschlechtergerechtes Lieferketten Gesetz nein!

SID Blog - 24. Februar 2021 - 15:11
Lieferkettengesetz Ja- Geschlechtergerechtes Lieferketten Gesetz nein!

 

Der Marie-Schlei-Verein begrüßt im Interesse der vielen Frauen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen Produkte für den europäischen und deutschen Markt herstellen, das deutsche Lieferkettengesetz. Menschenrechtsschutz und faire Arbeitsbedingungen müssen entlang der gesamten Lieferketten gelten. Das Lieferkettengesetz wird Unternehmen in Zukunft verpflichten, ihrer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht im gesamten Produktionsprozess nachzukommen. Die Einhaltung von Menschenrechten ist keine Frage von Freiwilligkeit mehr.

 

Allerdings ist das Gesetz halbherzig, weil es keine gerichtlichen Sanktionen gibt. Außerdem ist das Lieferkettengesetz frauendiskriminierend. Es gibt weder ein Engagement für geschlechtergerechte Lieferketten noch ein Engagement gegen frauendiskriminierende Praktiken in den Produktionsländern. Dabei machen Frauen die Mehrheit der Arbeiterinnen aus und sind Willkür, Lohnungleichheit und Gewalt ausgesetzt - in Asien und Lateinamerika vor allem. Die grauenhaften Brände in Bangladesch sind allen noch bewusst. „Gender Economic Empowerment ist nur möglich, wenn menschenrechtliche gendergerechte Grundwerte respektiert werden.", so Christa Randzio- Plath, Vorsitzende Marie-Schlei-Verein.

Durch die Einrichtung von staatlichen Kontrollbehörden und Vor-Ort-Kontrollen in Unternehmen soll die Umsetzung des Lieferkettengesetzes gewährleistet werden. Bei Verstößen können Buß- und Zwangsgelder verhängt werden, die in einen Fonds zur Stärkung menschenrechtlicher Sorgfalt fließen sollen. NGOs und Gewerkschaften sollen zukünftig die Möglichkeit haben, Betroffene vor Gericht zu vertreten. Unternehmen erhalten durch das Gesetz endlich Rechtssicherheit für ihre unternehmerischen Sorgfaltspflichten. Und wer sich bereits jetzt für Menschenrechtsschutz entlang der Lieferkette einsetzt, wird zukünftig im Wettbewerb nicht mehr benachteiligt. Es ist zu begrüßen, dass die EU-Kommission 2021 auf Vorschlag des Europäischen Parlaments einen Vorschlag für EU-weite gesetzliche Regelungen machen wird, bei dem die Haftung der Unternehmen im Vordergrund stehen wird und Schadensersatzansprüche der Betroffenen durchsetzbar möglich werden sollen.

 

Entwicklungsprojekte für Frauen – MARIE-SCHLEI-VEREIN e. V.

Grootsruhe 4, D-20537 Hamburg

Tel. +49 40 4149 6992

Whatsapp +49 157 36234531

E-Mail marie-schlei-verein @ t-online.de

Internet www.marie-schlei-verein.de

 

Call for a more equitable vaccine approach - CONCORD Newsletter February 2021

SID Blog - 24. Februar 2021 - 15:10

Director's blog LETTER TO PRESIDENT VON DER LEYEN:
CALL FOR A FAR MORE EQUITABLE VACCINE APPROACH

Will the EU fulfil its pledge to leave no one behind in the current vaccination drive? CONCORD, as part of a global effort by influential civil society networks and platforms, is calling on the EU to ensure a far more equitable approach to the current vaccination drive. While Europe seems to be 'sorted' - at least in terms of supply - universal access is the only solution to end the pandemic and mitigate deepening socio-economic inequalities.

Vaccines surely have to be considered public goods? If so, then the EU must commit to go further than just allowing partner countries to have Europe's left-overs. Most particularly, the EU should not block other countries from developing their own vaccines. Our open letter urges the EU and national leaders to work with partners and enable the roll-out of effective and all-inclusive national vaccine programmes. 

It's clear as ever that we will not be safe until we are all safe.

Tanya Cox,
CONCORD Director


Our letter

CONCORD NEWS OF THE MONTH CONCORD's reaction to NDICI agreement In many aspects, CONCORD welcomes Member States' endorsement of the political agreement reached with the European Parliament on the Neighbourhood, Development and International Cooperation Instrument. However, the outcome is in parts problematic. The Member States agreed on deep cuts to the budgetary envelope in July, which sends an alarming signal about European solidarity with the rest of the world.

Our reaction Webinars on EU Green Deal and food systems In January, CONCORD launched a short series of online events for members. The first of the webinars took place on 20 January and focused on the European Green Deal. It was followed by a second webinar, on 17 February, on the role of food systems in EU external action and impact of COVID-19. The webinar series will continue during the spring and early summer.

Our work on food security Talking Development podcast: Sustainable business models After the first episode of the Talking Development podcast with CONCORD's newly elected President Rilli Lappalainen, the Talking Development continues with an episode on social economy enterprises and sustainable business models. In this episode, we spoke with Fatima Ihihi, the founder of Toudarte, a cooperative in Morocco that empowers women and brings them financial independence by producing argan oil.

Our newest episode OPINION Can the EU truly deliver on gender equality? International Women's Day is coming up and Céline Mias, Vice-President of CONCORD; EU Representative & Head of Office of CARE International, takes stock of the EU's commitment to gender equality. After a disappointing end to 2020, which had promised to be the most propitious year ever for EU commitments to gender equality, what's next for the EU? How can the EU remain a trailblazer and leader on gender equality, when a backlash in its own Member States is undermining its efforts?

Full piece by Céline Mias UPDATES FROM OUR NETWORK European Support to local democracy Local democracy means to put local communities at the centre of the attention supporting human rights, democracy and sustainable development. ALDA's flagship initiative aims to provide the tools to support local democracy through an institutional and civil society point of view. ESLD comprises hundreds of projects, participants and stakeholders from Europe and beyond. 

Read abstract Participation of CSO in the preparations of the EU Recovery and Resilience Plans Civil Society Europe launched this report in cooperation with the European Centre for Not-for-Profit Law. The study outlines the participation of CSO across the EU in the preparation of the National Recovery and Resilience Plans and reveals poor involvement of civil society at this stage.

Read full report Her Abilities Award 2020 Founded by Light For the World, the award aims to honour women with disabilities who achieved greatness in their life and field of work. This year's winners are: Bernice Oyeleke in the category of Health and Education, Robbie Francis Watene in the category of Rights and Gamze Elibol in the category of Arts, Culture and Sports.

Get to know them UN Food Systems Summit launches The Independent Dialogues The UN Food Systems Summit (discussed at the webinar on food security by colleagues from CARE and Oxfam) is launching The Independent Dialogues, a Step-by-Step Guide and Promotion Toolkit to give everyone around the world a chance to contribute towards strategies for more sustainable food systems. 

Learn more EVENTS Unless stated differently the following events are taking place online. THE BEST PRACTICES OF HOUSING AND URBAN RENEWAL IN AFRICA

This online discussion will introduce cutting-edge practices of integrated green sustainable housing and urban renewal and deliver recommendations for funding and scaling up these innovations.

When: 25 February 2021, 14:00 - 15:30 (CET)
Registration: via this link 
Hosted by: Habitat for Humanity

RELEVANCE OF THE HOUSING AND URBAN RENEWAL SECTOR IN THE AFRICA-EU PARTNERSHIPS

This policy discussion will focus on the state of the Africa-Europe relationship, with its challenges and opportunities for the housing and urban renewal sector.

When: 4 March 2021, 12:30 (CET)
Registration: via this link 
Hosted by: Habitat for Humanity WOMEN WHO LEAD:  INSPIRING STORIES OF POLITICAL AND COMMUNITY ENGAGEMENT

To honour International Women's Day, the event will offer a platform for presenting and celebrating women leaders' journeys and achievements.

When: 4 March 2021, 15:00 - 16:15 (CET)
Registration: via this link 
Hosted by: European Partnership for Democracy   THE EU GREEN DEAL IN EU DEVELOPMENT COOPERATION AND EXTERNAL RELATIONS WEBINAR
We are at a crossroad where we need to ensure that the right policies are in place as the EU steps up its engagement and implementation of the Green Deal. Implementing the Green Deal in the area of development cooperation should go hand in hand with efforts to recover from the COVID-19 crisis to ensure recovery efforts are in line with other long-term objectives. 
When: 16 March 2021  14:00 - 15:30 (CET)
Registrations: Zoom link will be provided for those interested
Hosted by: Ministry of Foreign Affairs Sweden JOB OPPORTUNITIES Chief Executive Officer
Organisation: ActionAid UK
Deadline: 1 March 2021 ECHO expert(s)
Organisation: World Vision
Deadline: 9 March 2021 CALLS FOR PROPOSALS & OPPORTUNITIES The latest open calls for proposals from DEVCO

From 1 January to 24 February 2021 Add your news Want to change how you receive these emails?
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CFS-Jahrestreffen: Hunger ist in erster Linie ein politisches Problem

VENRO - 24. Februar 2021 - 13:09

Der UN-Welternährungsrat CFS gilt als ein äußerst innovatives globales politisches Forum. Als auf seinem virtuellen Jahrestreffen nun Leitlinien zu nachhaltigen Ernährungssystemen verabschiedet werden sollten, waren die Hoffnungen entsprechend groß. Die Verhandlungen machten jedoch nur einmal mehr den Unwillen führender Exportländer deutlich.

Vom 8. bis 11. Februar 2021 fand das Jahrestreffen des Welternährungsrates (Comittee on World Food Security, CFS) statt. Es wurde in der Hoffnung auf bessere Zeiten von Oktober 2020 auf diesen Februar verschoben, musste dann aber doch virtuell abgehalten werden. Zwei zentrale Politikprozesse standen auf der Agenda: Die Verabschiedung der UN-Leitlinien zu nachhaltigen Ernährungssystemen sowie die Besprechungen des Expert_innen-Berichts zur Zielerreichung ‚zero hunger‘ bis zum Jahr 2030.

Auch Hungernde haben im Welternährungsrat eine Stimme

Zur Erinnerung: Der Welternährungsrat mit Sitz bei der Welternährungsorganisation FAO in Rom ist damit beauftragt, globale Aktivitäten und Prozesse zum Thema Welternährung und Recht auf Nahrung zu koordinieren. Als Reaktion auf die Nahrungsmittelpreiskrise 2007/2008 unterlief er einen substantiellen Reformprozess und gilt heute als ein äußerst innovatives globales politisches Forum. So ist er in einem menschenrechtlichen Rahmen verankert und steht der selbstorganisierten Beteiligung von Organisationen offen, die die am stärksten von Ernährungsunsicherheit betroffenen Bevölkerungsgruppen repräsentieren. Über diesen Zivilgesellschaftsmechanismus (Civil Society Mechanism, CSM) können alle Gruppen, deren Recht auf Nahrung verletzt wird – wie etwa Kleinbäuer_innen, Arbeiter_innen, Fischer_innen, Indigene – direkt an den Entscheidungsprozessen zu Welternährungsfragen beteiligt werden. Auch die Beteiligungsrechte der Frauen und Jugendlichen wurden gestärkt. Oft wird daher auch vom CFS als der ‚inklusivsten globalen Governance-Plattform‘ gesprochen.

Hungerbekämpfung: Nur mit Betroffenen im Zentrum haben wir eine Chance

Über sein Expert*innen-Gremium HLPE (High Level Panel of Experts) kann der reformierte CFS auch wissenschaftliche Berichte erstellen und Handlungsoptionen formulieren. Auf der aktuellen Sitzung wurde der Bericht Food Security and Nutrition: Building a Global Narrative towards 2030 präsentiert. Die Wissenschaftler_innen waren beauftragt, unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Covid-19-Pandemie strategische Empfehlungen für die Politik zu erarbeiten, um das in die Ferne gerückte Ziel, den Hunger bis 2030 zu weltweit zu beenden, doch noch zu erreichen.

Zwei zentrale Aussagen wurden dort formuliert: Erstens muss der Umsetzung des Menschenrechts auf Nahrung Priorität eingeräumt werden. Der Bericht konstatiert, dass es bei dem rechtebasierten Ansatz weiter sehr große Mängel in der praktischen Umsetzung gibt. Zweitens – und eng damit verbunden – heben die Wissenschaftler_innen das Konzept der ‚agency‘ besonders hervor. Dies kann vielleicht am besten mit dem deutschen Wort ‚Handlungsmacht‘ übersetzt werden und ist eng verbunden mit den menschenrechtlichen Ansätzen der Partizipation und Nicht-Diskriminierung: Die Betroffenen müssen in der Lage sein, Entscheidungen zu treffen und an Politikprozessen mitzuwirken.

Damit hebt sich der Bericht erfrischend deutlich von den Botschaften und Empfehlungen ab, die stark auf vermeintlich technische Lösungen – insbesondere agrarindustrielle Produktionssteigerungen –setzen. Dieser einseitige und bis heute dominante Ansatz muss, so die Wissenschaftler_innen, durch einen radikalen Transformationsprozess unserer Ernährungssysteme im Ganzen ersetzt werden.

Chance vertan: schwache Leitlinien zu Ernährungssystemen verabschiedet

Nach anderthalb Jahren Konsultationen und Verhandlungen wurden beim virtuellen Jahrestreffen zudem Leitlinien zu nachhaltigen Ernährungssystemen verabschiedet (Voluntary Guidelines on Food Systems and Nutrition). Die Hoffnung war groß, dass durch den gesamtheitlichen Blick auf Ernährungssysteme – also nicht Wertschöpfungsketten oder Anbaumethoden – neue Normen für die notwendige Transformation erarbeitet würden. Jedoch zeigte sich, dass insbesondere die führenden Exportländer die Verhandlungen stark unter Druck setzten. Die Interessen ihrer Konzerne hatten bei den Verhandlungen deutlich mehr Gewicht, als neue Ansätze für nachhaltigere, gesündere und gerechtere Ernährungssysteme. Anstatt diese Chance für neue Strategien und Normen zu ergreifen, spiegeln die Leitlinien so überwiegend den kleinsten gemeinsamen Nenner wider.

Der Versuch einiger weniger Staaten und der Zivilgesellschaft, Menschenrechte und das – eigentlich ebenso selbstverständliche – öffentliche Interesse ins Zentrum der Leitlinien zu stellen, wurde systematisch bekämpft. Besonders negativ haben sich nach Bewertung der Zivilgesellschaft Russland und die USA hervorgetan. In dieser Linie gilt auch festzuhalten, dass der Privatsektor über seinen eigenen Beteiligungsmechanismus (PSM, Private Sector Mechanism) in den Verhandlungen Menschenrechte nie eingebracht und aktiv unterstütz hat. Nur dort, wo das Geschäftsinteresse der Privatwirtschaft tangiert war – beispielsweise beim hitzig diskutierten Thema Antibiotikaresistenzen – meldeten sich dessen Vertreter_innen zu Wort.

Letztendlich waren diese Verhandlungen auch vom virtuellen Format geprägt, in dem ein Verhandeln deutlich erschwert war. Aktuell beraten sich die Mitglieder des Zivilgesellschaftsmechanismus, um über eine offizielle Unterstützung dieser Leitlinien zu entscheiden. Diese werden sich – wenn überhaupt – sehr schwer mit einer Unterstützung tun.

Ohne institutionelle Veränderungen werden wir den Hunger nicht besiegen

Diese beiden Themen der 47. Sitzung des Welternährungsrates zeigen wie im Brennglas, dass Hunger in erster Linie ein politisches Problem ist. Die Verhandlungen der Leitlinien haben den Unwillen vieler Regierungen aufgezeigt, die notwendigen Veränderungen im Bereich Ernährungssysteme anzugehen. Der Expert_innen-Bericht verweist auf die große Lücke in Sachen Beteiligung und Teilhabe von Betroffenengruppen.

Hier gibt es auch in der deutschen Politik große Leerstellen. In diesem Sinn wäre es spannend, ein Beratergremium für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ins Leben zu rufen, das aus Organisationen besteht, die die am stärksten von Ernährungsunsicherheit betroffenen Bevölkerungsgruppen repräsentieren. Vorschläge in diese Richtung wurden schon mehrfach geäußert. Ohne solche institutionellen Veränderungen werden wir das Ziel, den Hunger bis 2030 zu beenden, ganz sicher nicht erreichen.

Online: openTransfer CAMP #Zukunft am 5. März 2021

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 23. Februar 2021 - 9:15
Du setzt dich digital für mehr Nachhaltigkeit ein, bringst Artenschutz in deinen Stadtteil oder fragst dich, was Software eigentlich mit Demokratie zu tun hast? Auf dem openTransfer CAMP wird diskutiert, wie wir Digitalisierung nachhaltiger, fairer und ökologischer gestalten. Am 5. März 2021 kommen über 100 Projektmacher*innen, Engagierte und solche, die es werden wollen, digital zusammen …

Online: openTransfer CAMP #Zukunft am 5. März 2021 Weiterlesen »

G20 Italy 2021 at the crossroad between closure and the revamp of multilateralism

DIE Blog - 17. Februar 2021 - 14:00

Multilateralism reached its low point in 2020 with the crystallization of the confrontation between major global powers, the further rise of nationalism, deglobalisation and trade protectionism that even threatened access to medical products and more recently Covid-19 vaccines in the midst of a pandemic. The latter profoundly affected global health, peoples’ livelihoods, and deteriorated existing systemic problems, from climate change to inequality, and intensified national reflexes as the G20 leaders turned their focus on domestic management of COVID-19. All these factors stood in the way of a successful G20 Riyadh Summit in November 2020 and still dominate the multilateral landscape in 2021.

The G20 Italian Presidency confronts such unprecedent challenges with an approach based on three broad and interconnected pillars of action: People, Planet and Prosperity. The agenda and attached priorities look beyond the immediate crisis by promoting a sustainable, just and resilient recovery, coherently with the spirit that inspires both the European New Green Deal and the European vision embodied in the Next Generation EU. Beyond the rhetoric of the three Ps, a set of key cross-cutting issues and three major areas of policy action seem to emerge from the Italian Presidency statements, documentation and early action.

Cross-cutting themes

Digital transformation, considered as both fundamental tool for a better quality of life and engine of increased inequalities, involves multiple G20 Working Groups such as Digital Economy, Labour, Education, Energy transition and climate sustainability, Health, Trade and Investment, and the Finance Track. Regarding the digitalization of industries, the G20 Italian Presidency shows a particular focus on micro, small and medium-sized enterprises’ (MSMEs) access to emerging technologies, by leveraging trustworthy Artificial Intelligence (AI) and promote traceability of products and services through blockchain technology. On the role of government in the digital transformation, it aims at further development on agreed digital government principles and the concept of secure digital identity.

The G20 responds to the health crisis by adopting a broader perspective to global health integrating human health with that of animals, plants and our shared environment in a holistic “One Health” approach.

The empowerment of women and youth is also pivotal in the 2021 agenda affecting multiple areas of cooperation, as they are deemed to play a crucial role in the promotion of a sustainable recovery.

The G20 Italy support to the Sustainable Development Goals (SDGs) and actions towards the mitigation of the pandemic crisis in the most vulnerable countries where health systems are less equipped, keeping a special focus on the African continent.

People

The economic crisis originated from the global pandemic amplified existing vulnerabilities and inequalities, reversing decades of progress in the eradication of poverty. Building on the realizations of the Saudi Presidency in the development domain, especially the G20 Support to COVID-19 Response and Recovery in Developing Countries and the G20 Financing for Sustainable Development Framework, the G20 agenda in 2021 will adopt a multi-dimensional approach through the advancement of Integrated National Financing Frameworks (INFFs) for the identification of financing needs and tools to support sustainable development of low-income countries.

In line with the Debt Service Suspension Initiative (DSSI) and the Common Framework for Debt Treatments beyond the DSSI adopted during the 2020 Presidency, the Italian G20, with a stronger role for the Development Working Group (DWG), seeks to identify guidelines and instruments to ensure that freed up resources are invested according to agreed global targets such as the SDGs.

Planet

The pivotal line of action of the G20 process in 2021 will engage the nexus between sustainable energy transition and climate change, as decisions taken in the next months are likely to determine the global fiscal and political space for climate action for the next decade.

The effectiveness of the G20 process in support of the energy transition and sustainable recovery would benefit from coordinated action with other relevant global processes. In this respect, the possible mutual synergies with the UK Presidency of G7 given the concomitant UK-Italy COP26 joint Presidency provide a unique opportunity to drive the global agenda to address simultaneously the multiple crises affecting the globe.

The Italian Presidency fosters members discussion on innovative energy technological solutions, green finance and the role of smart cities for a sustainable recovery.

Prosperity

Trade and investment flows experienced significant disruption due to the Covid-19 pandemic, even if growing complexities in the global trading system in the pre-Covid-19 world, such as increasing tensions between major global actors and the rise of global value chains, already weakened the global trade governance and lead to the current crisis of the World Trade Organization (WTO).

The Italian Presidency encourages discussions on different proposals of WTO reform, following up on the 2020 Trade and Investment Ministerial Meeting Communiqué and the Riyadh Initiative on the Future of WTO.

Two other central priorities and deliverables of the Italian G20 are i) MSMEs access to trade finance and the proposal to introduce an international passport to enhance their participation to international markets and global value chains (GVCs); ii) strengthening the resilience of GVCs of medical products and vaccines in order to prevent export restrictions, stockpiling and other forms of vaccine nationalism.

The future of multilateralism in a post-Covid World

Despite the postponement of the COP26 to November 2021, the Italian G20 Presidency has the opportunity to lead the progress of climate negotiations in a context of improved international relations, given the Biden Administration decision to rejoin the Paris Agreement. Italy has a strategic interest in promoting global cooperation on decarbonization considering its leading role in several renewables sub-sectors. At the same time, its traditional attention towards debt relief may favor initiatives for low-income countries’ investment in adaptation and mitigation strategies.

Nevertheless, if the intention of the international community to achieve the SDGs and proceed with the Paris Agreement is concrete, G20 initiatives such as the “Common Framework” has to be upgraded to the scale of the current crisis and coupled with debt cancellation measures, involving private sector creditors, multilateral development banks, and more than a subset of developing countries.

In the same spirit, the Italian G20 should formally launch a deliberative dialogue platform to help identify and resolve controversial issues on WTO reform. Extraordinary challenging times request for ambitious targets, such as building mutual trust among all the involved stakeholders, both in developed and developing country, without any intent to replace the WTO.

The international system is currently undergoing a real structural change. Other than the trends towards unilateralism discussed above, different directions lie ahead as it is becoming increasingly clear that the major global challenges that we face, from pandemic, to climate change, digital transformation, and economic recovery all are intrinsically transnational in nature.

The new Italian Government lead by Mario Draghi reinforce Italy’s international standing for the G20 leadership during 2021 unprecedented opportunity to revamp multilateralism.

 

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Webinar „Gute Software – die Tool-Vorstellung“ am 24. Februar 2021

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 15. Februar 2021 - 9:15
Digitalisierung bestimmt unsere Gesellschaft längst mit – umso wichtiger, dass auch die Gesellschaft Digitalisierung mitbestimmt. Denn wir werden immer abhängiger; nicht nur von stabilen Internetverbindungen, sondern auch von den Konzernen, die uns digitale Tools zur Verfügung stellen. Referent Felix Englisch stellt dir Alternativen zu gängigen Lösungen vor, mit denen du sicherer, nachhaltiger und inklusiver arbeiten …

Webinar „Gute Software – die Tool-Vorstellung“ am 24. Februar 2021 Weiterlesen »

Kultur Management Network: Ausgabe „Ökologischer Fußabdruck“

#Nachhaltigkeit in #Hamburg - 15. Februar 2021 - 9:00
Wollen wir als Gesellschaft die Klimaziele 2030 erreichen, muss auch der Kulturbetrieb seinen Beitrag dazu leisten. Welche Chancen sich dabei für Kunst und Kultur ergeben und wie diese genutzt werden können, betrachtet Kultur Management Network in der 158. Ausgabe seines Fachmagazins umfassend. Bisher steht der Kulturbetrieb nicht im Zentrum der Debatten um Klimabelastung und CO2-Ausstoß. …

Kultur Management Network: Ausgabe „Ökologischer Fußabdruck“ Weiterlesen »

Lieferkettengesetz hätte wirkungsvoller sein können

SID Blog - 14. Februar 2021 - 18:14
 Bundesregierung einigt sich auf abgeschwächtes LieferkettengesetzKommentar der Initiative Lieferkettengesetz

Berlin, 12.02.2021. Die heute von der Bundesregierung bekanntgegebene Einigung auf einen Kompromiss für ein Lieferkettengesetz kommentiert Johanna Kusch, Koordinatorin des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz“:

„Der heutige Kompromiss ist ein wichtiger und längst überfälliger Schritt in die richtige Richtung: ‚Made in Germany‘ darf nicht länger für Kinderarbeit oder Fabrikeinstürze in den Lieferketten deutscher Unternehmen stehen. Ein Anfang hierfür ist jetzt gemacht. Das ist auch ein Erfolg all der zivilgesellschaftlichen Organisationen, Wissenschaftler*innen, Unternehmen und hunderttausenden Bürger*innen, die sich seit Jahren für ein solches Gesetz aussprechen.

Klar ist aber: Ein wirkungsvolleres Gesetz wäre möglich gewesen. Doch offenbar sind der CDU ihre guten Beziehungen zu den Wirtschaftsverbänden wichtiger als der effektive Schutz von Menschenrechten und Umwelt. Nur so ist zu erklären, dass das Gesetz zunächst nur für so wenige Unternehmen gilt. Durch die fehlende zivilrechtliche Haftung wird Opfern von schweren Menschenrechtsverletzungen ein verbesserter Rechtsschutz vor deutschen Gerichten verwehrt. Und auch die Pflicht zur Einhaltung von Umweltstandards berücksichtigt das Gesetz nur marginal – hier gibt es dringenden Nachbesserungsbedarf.

Umso wichtiger ist es, dass in Zukunft eine Behörde prüfen wird, ob sich Unternehmen an ihre Sorgfaltspflichten halten. Verstößt ein Unternehmen gegen seine Pflichten, kann die Behörde Bußgelder verhängen und das Unternehmen von öffentlichen Aufträgen ausschließen. Das ist ein großer Fortschritt zu den bisherigen freiwilligen Ansätzen.

Die Bundestagsabgeordneten fordern wir nun dazu auf, sicherzustellen, dass die Sorgfaltspflichten von Unternehmen den UN-Leitprinzipien entsprechen. Ein Lieferkettengesetz muss auch Umweltstandards abdecken und eine zivilrechtliche Haftungsregelung enthalten, um die Schadensersatzansprüche von Betroffenen zu stärken.“

Hintergrund:
Die Initiative Lieferkettengesetz ist ein Zusammenschluss aus 124 zivilgesellschaftlichen Organisationen, darunter Menschenrechts-, Entwicklungs- und Umweltorganisationen sowie Gewerkschaften und kirchlichen Akteuren. Eine ausführliche Analyse des heute vorgestellten Gesetzentwurfs wird das Bündnis in Kürze vorlegen.


Die Initiative Lieferkettengesetz wird getragen von:
Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V. (agl), Brot für die Welt, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND), Christliche Initiative Romero e.V. (CIR), CorA-Netzwerk für Unternehmensverantwortung, Deutscher Gewerkschaftsbund (DGB), European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), Forum Fairer Handel e.V., Germanwatch e.V., Greenpeace e.V., INKOTA-netzwerk e.V., Bischöfliches Hilfswerk MISEREOR e. V., Oxfam Deutschland e.V., SÜDWIND e.V., ver.di – Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft, WEED – Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung e.V., Weltladen-Dachverband e.V., Werkstatt Ökonomie e.V.


Oxfam: Lieferkettengesetz light mit Schonfrist für Unternehmen

SID Blog - 14. Februar 2021 - 15:40
Einigung beim Lieferkettengesetz

Berlin, 12.02.2021. Die Minister Altmaier, Müller und Heil haben sich auf einen Gesetzesentwurf für ein Lieferkettengesetz geeinigt. Allerdings soll er erst ab 2023 greifen, und gilt vorerst auch nur für Unternehmen mit über 3000 Mitarbeiter*innen. Die zivilrechtliche Haftung fehlt im Kompromiss.

Franziska Humbert, Juristin und Expertin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Oxfam Deutschland, kommentiert: „Der Kompromiss ist ein wichtiger erster Schritt – aber im Moment ist das nur eine Lightversion eines wirksames Gesetzes. Die Menschen, die auf Bananen-, Trauben- oder Teeplantagen schuften, um das Essen herzustellen, das wir in unseren Supermärkten kaufen, haben weiterhin keine echte Chance, vor deutschen Gerichten Schadensersatz einzuklagen, wenn sie zum Beispiel Gesundheitsschäden durch Pestizideinsatz erleiden oder andere Menschenrechte verletzt werden. Das ist eine vertane Chance. Dass deutsche Wirtschaftsverbände außerdem durchgesetzt haben, dass die Regelungen nur für Unternehmen ab 3000 Mitarbeiter*innen gelten, bedeutet, dass die Mehrzahl der deutschen Unternehmen einfach weitermachen kann, wie bisher."



Digitale Technologien können Zugang zu Land gefährden

SID Blog - 14. Februar 2021 - 15:39

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Seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie ist das Thema Digitalisierung aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Und auch auf staatlicher Ebene tut sich viel: so werden in vielen Ländern für die Verwaltung von Landrechten digitale Technologien eingesetzt. Die Befürworter dieser Initiativen versprechen, Betrug und Korruption zu bekämpfen und die oft maroden Landkataster effizienter zu machen.


Nutznießer des Digitalisierungsschubs sind jedoch oft Agro-Unternehmen und große Immobilienentwickler. Benachteiligte Gruppen haben häufig das Nachsehen. Die neue FIAN-StudieDisruption or Déjà Vu? Digitalization, Land and Human Rights" beschreibt die aktuellen Entwicklungen und zeigt menschenrechtliche Risiken bei der Digitalisierung des Landsektors auf. Eine deutsche Zusammenfassung der Studie können Sie hier herunterladen. Die Frankfurter Rundschau hat die Studie heute aufgegriffen.

Entgegen dem Versprechen, die Digitalisierung werde weit verbreitete Probleme wie Korruption und unsichere Grundbesitzverhältnisse beheben, zeigt die Studie, dass digitale Technologien Ungleichheiten im Landsektor erhöhen können und oftmals zu Landgrabbing führen.

Die Frage ist nicht, ob digitale Technologien gut oder schlecht sind. Wenn ihr Einsatz nicht menschenrechtlich eingebettet ist, profitiert nur eine kleine Gruppe mächtiger Unternehmen und Eliten. Ländliche Gemeinden hingegen laufen Gefahr, ihr Land und ihre Existenzgrundlage zu verlieren" (Philip Seufert, Studienautor)

Die Verteilung von Land ist ein Indikator für soziale Ungleichheiten. Unsicherer Zugang zu Land ist eine wichtige Ursache für Armut und Hunger. Doch die im Rahmen der Studie analysierten Projekte zeigen, dass landbezogene Digitalisierungsprozesse vielerorts dazu führen, Land für Finanzinvestitionen attraktiv zu machen. Auch geht Digitalisierung oft mit einer Übertragung von Kompetenzen des Staates auf private Akteure einher.

Es ist inakzeptabel, dass Regierungen und Entwicklungsbanken den Einsatz digitaler Technologien im Landsektor vorantreiben, ohne international akzeptierte Menschenrechtsstandards zu berücksichtigen" (Mathias Pfeifer, Koautor der Studie)

Es bedarf gezielten politischen Handelns, um die strukturellen Ursachen von Diskriminierung und Ungleichheit zu überwinden. Digitale Technologien müssen in den Dienst einer menschenrechtsbasierten Entwicklungspolitik gestellt werden, welche die Bedürfnisse von ländlichen Gemeinden und marginalisierten Bevölkerungsgruppen priorisiert. 

FIAN Deutschland e.V.


WEBSEMINARE - TERMINE

18. Februar:

Online-Workshop: Wasser - knappe Ressource und Menschenrecht

24. Februar:  Landwirtschaft ? Gefahr und Lösung - für das Menschenrecht auf Wasser im ländlichen Raum
16.-17. April
FIAN-Mitgliederversammlung (virtuell)

21. April:
Online-Seminar: Ökonomische Perspektiven auf das Lieferkettengesetz

FIAN
(FoodFirst Informations- & Aktions-Netzwerk) ist die Internationale Menschenrechtsorganisation für das Recht auf Nahrung mit Mitgliedern in 60 Ländern. Spendenkonto
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Weckruf - Deutscher Beitrag zu einer atomwaffenfreien Welt

SID Blog - 14. Februar 2021 - 15:38


Weckruf: Deutscher Beitrag zu einer atomwaffenfreien Welt - Iran-Deal erneuern, Atomwaffenverbotsvertrag beitreten, Abrüstung verhandeln

Die Kooperation für den Frieden, der Zusammenschluss von über 50 Friedeninitiativen und Organisationen in Deutschland, fordert von der Bundesregierung sofortige entschlossene diplomatische Initiativen, um die wachsenden Gefahren der weltweiten Atombewaffnung einzudämmen. Die Kooperation sieht in der nuklearen Rüstungskontrolle und der konsequenten Abrüstung dieser Massenvernichtungswaffen einen wesentlichen Bestandteil einer unbedingt erforderlichen Politik für einen friedlichen internationalen Ausgleich der Interessen.

Die Kooperation sieht gegenwärtig – wenn auch tendenziell eng gefasste - Chancen für diplomatische Bewegung im Bereich der Rüstungskontrolle und sogar einer beginnenden Abrüstung der Atomwaffen. Die Verlängerung des New Startabkommens zwischen den USA und Russland zur Begrenzung der Atomraketen gibt uns Hoffnung.

Dafür muss die Bundesregierung der neuen Biden-Administration unmissverständlich verdeutlichen, dass eine Rückkehr zum sog. Iran-Atom-Abkommen nicht daran scheitern darf, wer sich zuerst und wer sich zuletzt bewegt. Die Rückkehr des Iran zu den Vorgaben des Abkommens bezüglich der Urananreicherung muss Hand in Hand gehen mit der Rücknahme der US- und westlichen Sanktionen gegen das Land. Der globale Erfolg eines solchen Vorgehens läge zudem darin, den Staat Israel von eigenen militärischen Operationen gegen das iranische Atomprogramm, also der Begin-Doktrin des Vernichtungsschlages gegen Massenvernichtungswaffen, abzuhalten, was unausweichlich eine Eskalation der regionalen Konfliktlage bedeuten würden.

Wenn die Diplomatie wirklich zurück ist, wie US-Präsident Biden in seiner ersten außenpolitischen Rede verkündete und die globalen Herausforderungen wie Corona, Klimawandel und der Kampf gegen die Verbreitung von Atomwaffen nur gemeinsam von allen Staaten angegangen werden können, dann ist eine stille und nachlaufende Diplomatie der falsche Weg.

Deswegen muss die deutsche Außenpolitik das eigene Verhältnis zu Moskau entschärfen und in diesem Sinne in seinen politischen und militärischen Bündnissen wirken. Ein Beitrag mit großer Signalwirkung wäre die schrittweise Annäherung Deutschlands an den Atomwaffenverbotsvertrag und dessen Einbindung in den internationalen Prozess der nuklearen Abrüstung. Eine beginnende Abrüstung der großen „legalen" Atomwaffenmächte USA und Russland kann in Fragen der Abrüstung die Annäherung an den Global Player China bedeuten. Das diplomatische Angehen der globalpolitischen Probleme der Großregion des Fernen Osten und das Erarbeiten von entsprechenden Sicherheitsgarantien könnte weiterhin nicht nur den chinesischen Atomwaffenbestand sondern auch den Nordkoreas, Pakistans und Indiens zur Verhandlungsmasse machen.

Die Kooperation für den Frieden fühlt sich von der Äußerung des US-Philosophen Noam Chomsky bestätigt, dass die Menschheit angesichts von Klimawandel und drohenden Nuklearkriegen handeln müsse. Führende Wissenschaftler haben in diesem Jahr die Atomkriegsuhr (Doomsday Clock) auf 100 Sekunden vor zwölf Uhr stehenlassen. Der "falsche Umgang" mit der schwerwiegenden, globalen Gesundheitskrise sei ein "Weckruf" dafür, dass "Regierungen, Institutionen und eine irregeleitete Öffentlichkeit nicht darauf vorbereitet sind, mit den noch größeren Bedrohungen durch Atomkrieg und Klimawandel umzugehen." Wir wissen, dass die Zeit knapp ist, weswegen wir den entschiedenen Wandel zur nuklearen Abrüstung fordern.

Philipp Ingenleuf, Wiltrud Roesch-Metzler und Jens-Peter Steffen
Sprecher*innen der Kooperation für den Frieden

 

 
Kooperation für den Frieden
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Endlich: Durchbruch beim Lieferkettengesetz

SID Blog - 12. Februar 2021 - 13:13

Die Bundesregierung hat sich auf ein Lieferkettengesetz verständigt, es soll noch in dieser Legislaturperiode beschlossen werden. Die SPD-Fraktion im Bundestag wertet das Gesetz als historischen Meilenstein im Kampf gegen Ausbeutung.

Die SPD-Bundestagsfraktion erklärte dazu:

Sascha Raabe, entwicklungspolitischer Sprecher;
Frank Schwabe, menschenrechtspolitischer Sprecher;
Bernd Rützel, zuständiger Berichterstatter:

„Die Einigung zum Lieferkettengesetz ist ein historischer Meilenstein im weltweiten Kampf gegen Ausbeutung, Hungerlöhne, Zwangs- und Kinderarbeit. Mit dem Lieferkettengesetz schützen wir Menschen- und Arbeitnehmerrechte und stellen sicher, dass Ausbeutung kein Wettbewerbsvorteil sein darf.

Dieses Gesetz ist für den internationalen Bereich von der Bedeutung vergleichbar mit der Einführung des Mindestlohnes auf nationaler Ebene. Es ist das wirksamste und umfassendste Gesetz, das es bisher weltweit im Bereich menschenrechtlicher Sorgfaltspflichten für Unternehmen gibt und wird auch einen wichtigen Schub für eine europäische Regelung geben.

Wir sind stolz, dass wir das gegen erhebliche Widerstände aus dem Wirtschaftsflügel der Union durchgesetzt haben. Unser Dank gilt insbesondere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, der wie ein Löwe für dieses Gesetz gekämpft hat, und an die gesamte Fraktions- und Parteispitze sowie an Vizekanzler Olaf Scholz, der sich auch persönlich in die Verhandlungen eingeschaltet hat. Ein Dank auch an Entwicklungsminister Gerd Müller, der sich engagiert in seiner Fraktion dafür eingesetzt hat.

Ein großer Dank geht auch an die vielen zivilgesellschaftlichen Unterstützerinnen und Unterstützer, die mit Petitionen und Kampagnen für ein Lieferkettengesetz geworben haben. Heute ist ein guter Tag im Kampf gegen Ausbeutung und Armut."

               Die komplette Pressemitteilung finden Sie hier:
https://www.spdfraktion.de/presse/pressemitteilungen/endlich-durchbruch-beim-lieferkettengesetz


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