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SID Mitglieder Update

Woke Science and the 4th Industrial Revolution: Inside the Making of UNFSS Knowledge

DEVELOPMENT - 19. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Understanding how science, technology, and innovation is produced by the UN Food Systems Summit process offers a lens into how dominant actors in global food policy continually rework their power and legitimacy. Focusing on discourses and material networks, the article shows that the Scientific Group makes appeals to inclusivity—of people of colour, women, youth, smallholders, and more—while extending old Green Revolution ideas through new 4th Industrial Revolution innovations and governance ambitions.

Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT in Siegburg, 23.10.2021

SID Blog - 18. Oktober 2021 - 13:48

Durchführungsorganisationen der staatlichen Entwicklungszusammenarbeit (EZ), multilaterale Institutionen und Nichtregierungsorganisationen (NRO) suchen ständig qualifizierte Fach- und Führungskräfte für ihre Projekte und Programme in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

Die Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT bietet Interessierten die ideale Gelegenheit, sich direkt und umfassend bei den verschiedenen Aussteller*innen über die Möglichkeiten des beruflichen und freiwilligen Engagements im Ausland, die verschiedenen Arbeitsfelder, Qualifizierungsangebote, Nachwuchsförderungsprogramme sowie Entwicklungen und Trends in der Entwicklungs-zusammenarbeit zu informieren:

Mehr als 35 Organisationen und Institutionen der EZ, der Not- und Katastrophenhilfe sowie der Bildungsarbeit werden mit Informationsständen auf der Veranstaltung vertreten sein. Zum Programm gehören Vorträge und Gesprächsrunden rund um das Arbeitsfeld der Entwicklungszusammenarbeit und Internationalen Zusammenarbeit mit besonderem Fokus anlässlich der Corona-Krise auf dem Thema "Krisenmanagement in der Entwicklungszusammenarbeit". 

ENGAGEMENT WELTWEIT findet bereits zum neunten Mal statt. Die Fachmesse richtet sich insbesondere an berufserfahrene Fach- und Führungskräfte sowie an Hochschulabsolvent*innen und Berufseinsteiger*innen. 

Unter Berücksichtigung der aktuellen Corona-Verordnungen werden bis zu 600 Besucher*innen aus dem gesamten Bundesgebiet und dem europäischen Ausland erwartet.  




Termin:                           

Samstag, 23. Oktober 2021, 10.00 bis 17.00 Uhr

Rhein-Sieg-Halle, Bachstr. 1, 53721 Siegburg 

 

Wir bitten um eine formlose Anmeldung an forum@entwicklungsdienst.de  

Weitere Informationen: www.engagement-weltweit.de.

Afghanistan: 95 Prozent der Haushalte haben nicht genug zu essen

SID Blog - 15. Oktober 2021 - 19:15
UNO-Flüchtlingshilfe zum Welternährungstag, 16. Oktober 2021

 

Anlässlich des Welternährungstages (16. Okt.) macht die UNO-Flüchtlingshilfe auf die prekäre Ernährungssituation von Flüchtlingen aufmerksam. Besonders Menschen auf der Flucht sind aufgrund ihrer unsicheren Lebenssituation von Nahrungsmittelknappheit und Unterernährung betroffen. Nicht selten ist Hunger ein Auslöser für Konflikte, ebenso wie ein Fluchtgrund für Menschen, wenn im Krieg Ernten und Felder zerstört werden.

 

„Die zunehmende Gewalt in vielen Ländern, Langzeitkonflikte ohne Aussichten auf eine friedliche Lösung sowie der Klimawandel haben die Ernährungslage für geflüchtete Menschen verschlimmert. Die Corona-Pandemie hat die Notlage noch verschärft. Wenn wir nicht schnellstens zusätzliche Mittel zur Verfügung stellen, werden immer mehr Flüchtlinge, darunter viele Kinder, hungern müssen", so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR).

 

Katastrophe in Afghanistan

Bereits vor dem Ausbruch von Covid-19 und der erneuten Machtübernahme der Taliban war die Lebenssituation in Afghanistan katastrophal. Jahrzehntelanger Konflikt, periodisch wiederkehrende Naturkatastrophen und eine schwache Ökonomie haben Millionen Afghanen die Möglichkeit genommen, sich und ihre Familien mit Nahrung versorgen zu können. Schon in der ersten Phase der Pandemie gehörte Afghanistan weltweit zu den Ländern mit der schlechtesten Lebensmittelversorgung.

 

Nach einer UNHCR-Untersuchung im September sind der Mangel an Nahrungsmitteln und anderen lebenswichtigen Gütern sowie fehlende Mittel, um Miete und Medizin bezahlen zu können, derzeit die größten Probleme. 95 Prozent der afghanischen Haushalte haben nicht genug zu essen. Trotz der grassierenden Pandemie und der prekären Sicherheitslage im Land konnten der UNHCR und Partner in diesem Jahr bislang fast eine halbe Million neu Vertriebene mit lebensrettender Hilfe erreichen.

 

Unterstützung des UNHCR

Der UNHCR versorgt entkräftete und erschöpfte Menschen, die in den Flüchtlingscamps ankommen. Mangel- und unterernährte Kinder erhalten nährstoffreiche Spezialnahrung, Schwangere und stillende Mütter bekommen Nothilfepakete mit Grundnahrungsmitteln wie Öl und Reis zusammen mit Küchenartikeln und Wasserkanistern.

 

Hunger als Fluchtgrund - Unterstützungsmöglichkeiten unter:

www.uno-fluechtlingshilfe.de/informieren/fluchtursachen/hunger/


 

 

Welternährungstag: „Strukturelle Ursachen von Hunger in den Blick nehmen“

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 18:56
Jahrbuch zum Recht auf Nahrung erschienen

Welternährungstag: Brot für die Welt und FIAN Deutschland legen Jahrbuch zum Recht auf Nahrung vor

Berlin, Köln -- Mit Blick auf den Welternährungstag (16.10.) weisen Brot für die Welt und FIAN Deutschland darauf hin, dass die Zahl der chronisch Hungernden seit sechs Jahren kontinuierlich ansteigt, auf heute 770 Millionen. Hinzu kommen diejenigen, die zeitweise hungern, etwa weil die Vorräte vor der neuen Ernte aufgebraucht sind: 2020 waren dies 2,4 Milliarden Menschen, 720 Millionen mehr als noch 2014. „Corona, Klimawandel und Kriege verschärfen die ohnehin dramatische Situation. Es greift jedoch zu kurz, allein diese Gründe zu betrachten. Wir müssen endlich die strukturellen Ursachen des Hungers angehen", sagt Dagmar Pruin, die Präsidentin von Brot für die Welt bei der heutigen Vorlage des Jahrbuchs zum Recht auf Nahrung. „Wenn ein Drittel der Weltbevölkerung nicht ausreichend zu essen hat, obwohl weltweit genug geerntet wird und die Getreidelager voll sind, läuft etwas dramatisch schief."

Das neue Jahrbuch identifiziert drei bedeutende Hindernisse für die Durchsetzung des Menschenrechts auf Nahrung: eine weltweit zu beobachtende Schwächung öffentlicher Institutionen, die Verhinderung transformativer Lösungsansätze wie der Agrarökologie durch den Einfluss der Agrarindustrie sowie die Vernachlässigung von traditionellem bäuerlichem Wissen zugunsten industrienaher Forschung. All dies verschärft die Diskriminierung armer und hungernder Menschen.

Dementsprechend sehen Brot für die Welt und FIAN Deutschland, die das Jahrbuch mitherausgeben, die Verteidigung und Stärkung öffentlicher Institutionen als einen zentralen Beitrag zur Hungerbekämpfung. „Die dramatische Ungleichverteilung von Impfstoffen zeigt einmal mehr, dass das öffentliche Interesse bei Themen wie Gesundheit, Bildung oder Ernährung im Zentrum stehen muss. In Hungerzeiten müssen zuerst lokale Ernährungssysteme unterstützt werden, unter anderem durch staatliche Abnahmeprogramme und Geldtransfers an Bedürftige. Die COVID-Maßnahmen hingegen haben in vielen Ländern die industrielle Landwirtschaft begünstigt und kleine Produzenten weiter an den Rand gedrängt", so Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN Deutschland.

Von der neuen Bundesregierung erwarten Brot für die Welt und FIAN, dass sie die strukturellen Ursachen von Hunger und Mangelernährung in den Blick nimmt. „Wir appellieren an die neue Bundesregierung, dass sie die finanziellen Mittel des Entwicklungsministeriums für die Hungerbekämpfung stärker für die Förderung der Agrarökologie einsetzt und traditionelles bäuerliches Wissen etwa indigener Völker deutlich stärker in ihre Strategien einbezieht. Nur dann wird es gelingen, Hunger und Mangelernährung zurückzudrängen und angesichts des Klimawandels resistente Ernährungssysteme zu schaffen", sagt Pruin.


Jahrbuch zum Recht auf Nahrung (engl)

Interview mit dem Referenten für Landwirtschaft bei Brot für die Welt, Stig Tanzmann

Das Jahrbuch zum Recht auf Nahrung („Right to Food and Nutrition Watch") wird vom Global Network for the Right to Food and Nutrition herausgegeben. In Deutschland gehören Brot für die Welt und die Menschenrechtsorganisation FIAN dem Netzwerk an. Das Jahrbuch erscheint in englischer, französischer und spanischer Sprache. 




Sparpolitik in Westafrika droht Millionen in Armut und Hunger zu stürzen

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 18:55
Heute veröffentlichen Oxfam und Development Finance International (DFI) eine Analyse, wie die Regierungen westafrikanischer Staaten auf die erheblichen wirtschaftlichen Probleme ihrer Länder im Zuge der COVID-19-Krise reagieren. Das Ergebnis: Die geplante Sparpolitik droht Millionen in Armut und Hunger zu stürzen.

Der Commitment to Reducing Inequality Index (CRII) zeigt, dass 14 der 16 Länder beabsichtigen, ihre Staatshaushalte in den nächsten fünf Jahren um insgesamt 26,8 Milliarden US-Dollar zu kürzen, um die durch die Pandemie bedingten Verluste von 48,7 Milliarden US-Dollar auszugleichen, die es in der Region allein im Jahr 2020 gab.

Dieser massive Angriff auf die öffentlichen Finanzen könnte weitere Millionen Menschen in Westafrika in Armut und Hunger stürzen und die soziale Ungleichheit massiv verschärfen.  Frauen werden besonders stark betroffen sein, da sie überproportional häufig in prekären Beschäftigungsverhältnissen arbeiten und den Löwenanteil der unbezahlten Pflege- und Sorgearbeit leisten. Unterdessen ist das kollektive Nettovermögen der drei reichsten Männer Westafrikas in den ersten 17 Monaten der Pandemie um 6,4 Milliarden Dollar gestiegen – genug, um 18 Millionen Menschen aus der extremen Armut zu befreien.

COVID-19 recovery in West Africa is "austerity on steroids" and sets the region on a destructive path ahead: Oxfam

Austerity, spiraling debt and vaccine inequity will bring the inequality crisis to levels never reached before, reveals new index.

West African governments are planning to "slash and burn" their way out of COVID-19 induced economic loss, reveals new analysis from Oxfam and Development Finance International (DFI) today. The organizations are calling for an urgent change of course as West African governments are preparing their annual budgets and participating in the Annual Meetings of the World Bank and IMF, which are crucial discussions to focus the recovery on fighting inequality and poverty.

The Commitment to Reducing Inequality Index (CRII) shows that 14 out of 16 West African nations intend to cut their national budgets by a combined $26.8 billion over the next five years in an effort to partly plug the $48.7 billion lost in 2020 alone across the entire region due to the pandemic. Such austerity has been encouraged by the IMF, through its COVID-19 loans.

This massive raid on public finances could push millions more West Africans into poverty and hunger and potentially trigger the worst inequality crisis in decades.  Women will be impacted more severely due to their very high concentration in low paid informal jobs and unpaid care work.  Meanwhile, the collective net worth of West Africa's three wealthiest men surged by $6.4 billion in the first 17 months of the pandemic ―enough to lift 18 million people out of extreme poverty.

"This plan is austerity on steroids," said Oxfam's West Africa Regional Director Assalama Dawalak Sidi. "Rather than investing toward a positive new future for the people of West Africa, the region's governments are instead reaching back to a 1980s playbook ―despite it being a hugely discredited one. The danger is that these governments will cut their way into worsening poverty and skyrocketing inequality."

"This comes at a time when the region has lost the equivalent of seven million jobs, infection rates are increasing, there is no vaccine in sight for the vast majority of people and the Sahel is facing one of its worst hunger crisis," said Sidi. "This is not the time for governments to be ripping away the public goods, support and services that millions of people need."

The index ranks 15 member states of the Economic Community of West African States and Mauritania (ECOWAS+) on their policies on public services, tax, workers' rights, smallholder agriculture and pandemic response spending, all areas pivotal to reducing inequality and weathering the COVID-19 storm.

The index highlights that West African governments are again the least committed to reducing inequality in Africa. Most support measures in response to COVID-19 were temporary and did little to reduce inequality, while triggering a sharp increase in debt ―debt servicing in 2020-2021 will siphon off about 61.7 percent of government revenue in West Africa. The support programs have been replaced with austerity measures as COVID-19 infection rates are increasing in many countries of the region. Less than 4 percent of West Africans are fully vaccinated.

  • Sierra Leone ranks low (13th) on the index. Its government was trying to implement anti-inequality policies before COVID and sharply increased education and health spending. But large corporations pocketed 92 percent of government pandemic support funding, while only 1.5 percent was spent on social protection. Sierra Leone's $860 million upcoming spending cuts (2022-26) are equivalent to two and a half times its annual healthcare budget.
  • Nigeria was the region's worst performing country in tackling inequality going into the pandemic. Nigeria's health budget (as a percentage of its overall budget) is the third lowest in the world (3.6 percent) and 40 percent of its population does not have access to healthcare services. Nigeria loses $2.9 billion a year from tax incentives to corporations but in 2021 increased value-added taxes (VAT), which apply to everyday products like food and clothing and fall disproportionately on poor people, from 5 percent to 7.5 percent.
  • Mali has the highest level of income equality among ECOWAS countries with a tax rate on the richest people that is 9% higher than the world average. But it ranks last on healthcare spending, devoting less than 5 percent of its annual budget on health. Nearly 38 percent of Mali's population (8 million people) have no access to healthcare and 6.5 percent of households face catastrophic healthcare costs spending each year. Women's labor rights are often not respected and they lack legal protection from marital rape and sexual harassment. Mali plans to slash its budget by $3.3 billion over the next five years.
  • Burkina Faso ranks middle (9th) on the Index. It spends nearly 23% of its budget on education, the highest share in the region and 9th in the world. But the wealthiest 20% of the population has 44% of the income, and in rural areas, 47.5% of the population lives in poverty. According to the IMF, such a level of inequality reduces Gross National Product growth by at least 1% per year. The government plans to cut $1.27 billion through 2026.

If the governments of West Africa were to increase fairly their tax revenue by 1 percent in the next five years, they would raise $56.89 billion. This is more than enough to cancel the planned $26.8 billion budget cuts and build 600 fully-equipped hospitals across West Africa.

Matthew Martin, Director of Development Finance International, said: "West Africa is at a crossroads. Will the region come out of COVID-19 with policies which exacerbate inequality, or implement a recovery plan that works for everyone and not only for the privileged few?"

 "The pandemic has taught us it is urgent to invest massively in public education, health and social protection and to use more progressive taxation of income and wealth to pay for this. We also need to increase worker's rights ― especially for women who disproportionately take on the most precarious jobs."

Download Oxfam and DFI's index"The West Africa Inequality Crisis: Fighting austerity and the pandemic" and country profiles.

Oxfam and DFI published in 2019 the first "West African Commitment to Reduce Inequality (CRI) index" showing that West African governments were the least engaged across the continent in reducing inequality.

Download "Adding Fuel to Fire: How IMF Demands for Austerity Will Drive Up Inequality Around the World" for more in-depth analysis on austerity measures encouraged by the IMF through its COVID-19 loans. Between March 1, 2020 and March 15, 2021, all countries in West Africa received IMF emergency support to respond to the pandemic through various types of loans. For more information on austerity measures encouraged in the loans received by West African countries refer to Annex 1 and Annex 2 of the report.

 


Not Our Menu: False Solutions to Hunger and Malnutrition - The WATCH 2021

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 13:09

 

The wait is finally over: "Not Our Menu: False Solutions to Hunger and Malnutrition", the 2021 issue of the Right to Food and Nutrition Watch, is OUT now! (in ENG, SPA, FRE & POR). Like last year, it is accompanied by an online supplement with the key messages, images & infographics.

 

Read the Watch & engage with us!

 

  • DEBATE with us! Register NOW for our Watch 2021 webinar: English (with Spanish/French/Portuguese translation) (13/10 – Today!).
  • LEARN MORE – Read the press release here.
  • KEEP UP-TO-DATE – Follow & interact with us on Facebook & Twitter! #RtfNWatch
  • SPREAD THE WORD! Share the Watch with your partners, colleagues & friends.
  • GET IN TOUCH Any questions or comments? Drop us a line | Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (communications).

 

About the Watch – Launched in a context of rising hunger and ecological crisis, this timely edition of the Watch addresses key issues of power, and exposes the structural violence that degrades both women and the environment. The Watch is the main publication of the Global Network for the Right to Food and Nutrition, which comprises nearly 50 civil society organizations and social movements from all corners of the globe.

 

Happy reading!  

 

The Watch Team

FRANÇAIS

 

Chères/Chers partenaires, collègues et amis (es),  

 

L'attente est enfin terminée : «Pas notre menu : Fausses solutions à la faim et à la malnutrition», l'édition 2020 de l'Observatoire du droit à l'alimentation et à la nutrition, est désormais disponible en ligne (en français, anglais, espagnol et portugais). Comme l'an dernier, il est accompagné d'un supplément en ligne contenant des messages clés, des images et des infographies.

 

Lisez l'Observatoire et participez à la discussion !

 

  • DEBATTEZ avec nous ! Inscrivez-vous maintenant à notre webinaire : en anglais (avec traduction en français/espagnol/portugais) (13/10 - Aujourd'hui!)
  • INFORMEZ-VOUS – Lisez le communiqué de presse ici.
  • METTEZ-VOUS À JOUR – Suivez-nous et interagissez avec nous sur Facebook et Twitter ! #RtfNWatch
  • PASSEZ LE MOT ! Partagez l'Observatoire avec vos partenaires, collègues et amis (es).
  • CONTACTEZ-NOUS ! Si vous avez des questions ou des commentaires, veuillez communiquer avec Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (communications).

 

A propos de l'Observatoire – Lancée au moment de faim croissante et de crise écologique, cette édition opportune de l'Observatoire aborde les principales questions de pouvoir et expose la violence structurelle qui dégrade tant les femmes que l'environnement. L'Observatoire est la publication phare du Réseau mondial pour le droit à l'alimentation et à la nutrition, qui rassemble près de 50 organisations de la société civile et mouvements sociaux de toutes les régions du monde.

 

Bonne lecture à toutes et à tous !

 

L'équipe de l'Observatoire

ESPAÑOL

 

Estimadas y estimados colegas, amigas y amigos:

 

La espera finalmente ha llegado a su fin: "No es nuestro menú: Falsas soluciones al hambre y la desnutrición", la edición de 2021 del Observatorio del Derecho a la Alimentación y a la Nutrición, está ahora disponible en línea (en español, portugués, inglés y francés). Como el año pasado, viene acompañada de un suplemento en línea con los mensajes clave, imágenes e infografías.

 

¡Lee el Observatorio y únete a la discusión!

 

  • ¡DEBATE con nosotras y nosotros! Regístrate AHORA para nuestro seminario web: en inglés (con traducción al español/francés/portugués) (13/10 - ¡Hoy!).

·       INFÓRMATE – Lee el comunicado de prensa aquí.

·       MANTENTE ACTUALIZADA/O – ¡Síguenos e interactúa con nosotras y nosotros en Facebook y Twitter! #RtfNWatch

·       ¡CORRE LA VOZ! Comparte el Observatorio con tus contrapartes, colegas, amigas y amigos.

·       ¡CONTÁCTANOS! ¿Tienes alguna pregunta o comentario? Escríbenos: Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (comunicaciones).

 

Acerca del Observatorio - Lanzada en un contexto de creciente hambre y crisis ecológica, esta oportuna edición del Observatorio aborda cuestiones clave de poder, y expone la violencia estructural que degrada tanto a las mujeres como al medio ambiente. El Observatorio es la principal publicación de la Red Mundial por el Derecho a la Alimentación y la Nutrición, que reúne a alrededor de 50 organizaciones de la sociedad civil y movimientos sociales de todas las regiones del mundo.

 

¡Disfruta la lectura!

 

El Equipo del Observatorio

PORTUGUÊS

 

Caros/caras colegas, amigos e amigas:

 

A espera finalmente chegou ao fim: "Esse menu não é nosso: falsas soluções para a fome e a subnutrição", a edição 2020 do Observatório do Direito à Alimentação e à Nutrição, já está disponível online (em português, espanhol, inglês e francês). Tal como no ano passado, é acompanhado de um suplemento online com mensagens chave, imagens e infográficos.

 

Leia o Observatório e participe da discussão!

 

  • DEBATE connosco! Inscreva-se AGORA para o nosso seminário web: em inglês (com tradução português/espanhol/francês) (13/10 - Hoje!).
  • SIGUE-NOS e interaja conosco no Facebook e Twitter! #RtfNWatch
  • ESPALHE A PALAVRA! Partilhe o Observatório com os seus colegas, amigos e amigas.
  • FALE CONOSCO – Você tem alguma pergunta ou comentário? Escreva-nos! Yifang tang@fian.org, AR AR@fian.org (comunicações).

 

Sobre o Observatório - Lançada em um contexto de crescente fome e crise ecológica, esta edição do Observatório aborda questões-chave de poder e expõe a violência estrutural que degrada as mulheres e o meio ambiente. O Observatório é a principal publicação da Rede Global pelo Direito à Alimentação e à Nutrição, que reúne cerca de 50 organizações da sociedade civil e movimentos sociais de todas as regiões do mundo.

 

Boa leitura!

 

Equipe do Observatório

 



Konflikte und Klimawandel führen zu deutlichen Rückschritten bei der Hungerbekämpfung

SID Blog - 14. Oktober 2021 - 13:09

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Bonn/Berlin, 14. Oktober 2021. Die Welt ist bei der Hungerbekämpfung vom Kurs abgekommen und entfernt sich immer weiter vom verbindlichen Ziel, den Hunger bis 2030 zu besiegen. Bereits die letzten UN-Berichte haben deutlich gewarnt, da die Zahl der Hungernden und Armen seit einigen Jahren wieder ansteigt. Weltweit hungern etwa 811 Millionen Menschen und 41 Millionen leben am Rande einer Hungersnot. Besonders dramatisch ist die Lage in Somalia, Jemen, Afghanistan, Madagaskar und dem Südsudan. Der neue Welthunger-Index untersucht die Ernährungslage in 128 Ländern und bestätigt die deutlichen Rückschritte bei der Hungerbekämpfung. 47 Länder werden bis 2030 noch nicht einmal ein niedriges Hungerniveau erreichen, 28 davon liegen in Afrika südlich der Sahara.

„Unsere Befürchtungen im letzten Jahr haben sich leider bestätigt. Hungersnöte sind zurück und multiple Krisen lassen die Zahl der Hungernden immer weiter steigen. Die Corona-Pandemie hat die angespannte Ernährungslage in vielen Ländern des Südens noch einmal verschärft und Millionen Familien haben ihre Existenzgrundlage verloren. Die größten Hungertreiber bleiben aber Konflikte und der Klimawandel. Die Ärmsten und Schwächsten werden von den Folgen des Klimawandels besonders hart getroffen, obwohl sie am wenigsten dazu beitragen. Die Klimakrise ist eine Frage der Gerechtigkeit. Daher brauchen wir auf der anstehenden Klimakonferenz im November in Glasgow klare und verbindliche Ziele für die Reduzierung des CO² Ausstoß sowie finanzielle Unterstützung für die Förderung von Klimaresilienz", fordert Marlehn Thieme, Präsidentin der Welthungerhilfe.

Der Welthunger-Index zeigt in diesem Jahr die verheerende Wechselwirkung von Konflikten und Hunger. Die Anzahl der gewaltsamen Konflikte hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. In acht von zehn Ländern mit einer sehr ernsten oder gravierenden Hungersituation tragen Konflikte maßgeblich zum Hunger bei.

„Mehr als die Hälfte aller unterernährten Menschen lebt in Ländern, die von Gewalt, Konflikt und Fragilität geprägt sind. Wo Krieg herrscht, werden Ernten, Felder und wichtige Infrastruktur zerstört. Die Menschen verlassen ihre Dörfer aus Angst vor Kämpfen und Übergriffen und sind auf humanitäre Hilfe zum Überleben angewiesen. Wo Hunger und Armut herrschen, nehmen aber auch Konflikte zu.  Wir brauchen tragfähige politische Konfliktlösungen und eine Stärkung des Rechts auf Nahrung. Der Einsatz von Hunger als Kriegswaffe muss endlich konsequent sanktioniert werden. Darüber hinaus benötigen wir flexible Finanzierungsmodelle, die die Wechselwirkung von Ernährung und Frieden stärker in den Blick nehmen", betont Thieme.  

Weitere Informationen, Grafiken und Fotos sowie den Bericht finden Sie unter https://www.welthungerhilfe.de/pressemappe-whi-2021

 

Die Welthungerhilfe ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030". Seit ihrer Gründung wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





Towards Food Sovereignty: Dismantling the Capitalist Brahminic-Patriarchal Food Farming Regime

DEVELOPMENT - 14. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Country-specific national pathways to sustainable food systems, reinforce how the ‘transformation’ of food systems envisaged by the United Nations Food Systems Summit is about endorsing hegemonic agribusiness capitalist markets control of global food systems. Using India as the site of analysis, the article argues that radical transformation is about dismantling and rebuilding a food system where social justice is central to Food Sovereignty. This is foremost a project of liberation from systemic structures of enslavement, and in the case of India these are capitalism, Brahminism and Brahminical patriarchy. It is an historic moment for movements (farmers, anti-caste, adivasi) to re-imagine, revision, and collectively act to create a democratic, egalitarian and just food system, core elements of which are redistributive agrarian land reforms and democratic territorial relocalizing of food farming systems.

Who's Who

DEVELOPMENT - 14. Oktober 2021 - 0:00

Reconfiguring Food Systems Governance: The UNFSS and the Battle Over Authority and Legitimacy

DEVELOPMENT - 13. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

The UN Food Systems Summit was an ambitious and hotly contested event that brought competing approaches to global food governance into relief. In this article, we unpack the rival visions that circulate around how food systems should be governed, focusing on two issues that we feel are at the heart of these divergences: authority and legitimacy. We illustrate how both corporate-philanthropic and food sovereignty networks are struggling to establish epistemic authority of food systems as well as produce legitimacy through very different approaches to participation and accountability.

From Food as Commodity to Food as Liberation

DEVELOPMENT - 13. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

For the capitalist way of organizing people and nature, food is nothing but a commodity. Any meaningful transformation of the dominant food system must thus be based on the decommodification and liberation of food and all the elements that make food systems possible (labour, land, seeds, etc.). The notions of commons and commoning can be allies in this journey, helping different anti-capitalist fights to converge and avoid corporate cooptation.

A Trade Agenda for the Right to Food

DEVELOPMENT - 13. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Whoever benefits from a trade regime in effect gains power over significant aspects of different food systems. And yet the WTO still does not provide a coherent food policy and the 2021 UN Food Systems Summit made very little space for trade policy. The degree of international trade policy discord and supply chain fragility strongly suggests that there must be new international trade negotiations around fundamental questions of principle. Seeing little benefit in reforming the WTO, this article explains how the trade agenda for the right to food could focus on territorial markets and negotiating new types of treaties, International Food Agreements.

UNICEF: Die Kinder in Afghanistan brauchen sofortige Hilfe

SID Blog - 12. Oktober 2021 - 19:45
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G20-Sondergipfel zu Afghanistan am 12.10. 

UNICEF: Die Kinder in Afghanistan brauchen sofortige Hilfe

3,2 Millionen Kinder bis Ende des Jahres akut mangelernährt / Gesundheitssystem vor Kollaps

© UNICEF/UN0511133/Bidel

Köln, den 12. Oktober 2021 // Anlässlich des heute stattfindenden G20-Sondergipfels zu Afghanistan warnt UNICEF vor den Folgen der dramatischen Gesundheits- und Ernährungskrise in dem Land. Der bald heraufziehende Winter am Hindukusch bringt die Kinder in tödliche Gefahr.

Nach letzten Schätzungen werden bis Ende des Jahres 3,2 Millionen Kinder unter fünf Jahren an akuter Mangelernährung leiden – bis Ende des Jahres könnten eine Million Kinder so schwer mangelernährt sein, dass sie sterben könnten. Zehn Millionen Mädchen und Jungen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. 

Auch in der aktuellen Krise und nach dem Abzug vieler internationaler Akteure leistet UNICEF zusammen mit seinem großen Netzwerk an Partnern umfangreiche Hilfe in Afghanistan und weitet seine Maßnahmen aus. Mehr als 300 UNICEF-Mitarbeiter*innen sind im Einsatz, um die Hilfe für bedrohte Kinder und Familien rechtzeitig vor dem Winter auszuweiten.

Wo immer es möglich ist, sorgt das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen für sauberes Trinkwasser, versorgt mangelernährte Kinder mit lebensrettender Erdnusspaste und impft Babys und Kleinkinder. Seit Beginn des Jahres hat UNICEF dazu beigetragen, mehr als 210.000 Kinder zu behandeln, die an schwerer akuter Mangelernährung leiden. 

„Die an vielen Orten schlimme Lage der Kinder wird sich in den kommenden Wochen noch mehr verschlechtern, wenn nicht das Gesundheitssystem schnellstens stabilisiert und gefährdete Kinder mit dem Nötigsten versorgt werden", sagte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Das UNICEF-Team in Afghanistan berichtet von herzzerreißenden Situationen in Gesundheitsstationen, in denen es an allem fehlt: an Personal, Medikamenten, Krankenbetten und medizinischer Ausrüstung, insbesondere in ländlichen Regionen. Vor allem jetzt, wo der eisige Winter vor der Türe steht, ist die humanitäre Hilfe ein Wettlauf gegen die Zeit. Die Mädchen und Jungen können nicht warten. Sie brauchen jetzt unsere Hilfe." 

Die Gesundheitssystem in Afghanistan steht kurz vor dem Kollaps.

Insbesondere in den ländlichen Regionen sind viele Gesundheitseinrichtungen nicht funktionsfähig. Gleichzeitig erschüttern eine schwere Dürre, Gewalt sowie die Covid-19-Pandemie das Land. Vielerorts bedrohen Masern-Ausbrüche und schwere Durchfallkrankheiten das Leben der Kinder.

„UNICEF und seine Partner können an vielen Orten innerhalb Afghanistans die Not lindern. Gemeinsames rasches Handeln muss jetzt oberste Priorität haben - für das Überleben der Kinder", sagte Christian Schneider.


Minister Müller zum Start des Weltbiodiversitätsgipfels: „Wir brauchen einen weltweiten Durchbruch beim Artenschutz. Deutschland sollte seinen Beitrag verdoppeln“

SID Blog - 11. Oktober 2021 - 12:23
Berlin, 11.10. - Im chinesischen Kunming beginnt heute die 15. Weltbiodiversitätskonferenz. Der erste Teil findet diese Woche größtenteils virtuell statt. Der zweite Teil ist für April/Mai 2022 geplant. Dort soll ein neues Abkommen für den Schutz der natürlichen Vielfalt unseres Planeten vereinbart werden mit Zielen für die Jahre bis 2030.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Die Weltbiodiversitätskonferenz stellt die Weichen für die nächsten 10 Jahre. In den kommenden Monaten muss ein Durchbruch beim Artenschutz gelingen wie beim Pariser Klimaabkommen für den Klimaschutz. Denn wir haben keine Zeit zu verlieren. Jeden Tag sterben 150 Arten aus. Die Weltgemeinschaft muss endlich an einem Strang ziehen. Ich erwarte hier von China als Gastgeber eine Führungsrolle.

Das liegt in unserem eigenen Interesse: Je mehr natürliche Lebensräume vernichtet werden, umso größer wird auch die Gefahr, dass weitere Viren vom Tier auf den Menschen überspringen und schwere Krankheiten auslösen. COVID-19, Ebola oder Aids müssen uns Warnung sein, den Schutz der Artenvielfalt weltweit zur Chefsache zu machen."

"Nötig ist erstens, 30 Prozent der Land- und der Meeresflächen unter Schutz zu stellen", so Müller weiter. „Davon sind wir aber meilenweit entfernt: Bislang sind erst acht Prozent der Meeres- und 17 Prozent aller Landflächen geschützt.

Zweitens sollten die Industrieländer ihre Mittel zum Erhalt der Biodiversität in Entwicklungs- und Schwellenländern verdoppeln. Deutschland sollte in der kommenden Legislaturperiode seinen Beitrag daher auf eine Milliarde Euro jährlich erhöhen. Dreiviertel der artenreichsten Gebiete sind in ärmeren Ländern, die sich Schutzgebiete kaum leisten können. Doch dort entscheidet sich aber, ob wir den Kampf gegen Arten- und Waldverlust und damit auch gegen den Klimawandel gewinnen.

Auch die  Privatwirtschaft sollte sich an der Finanzierung beteiligen, denn sie trägt eine Mitverantwortung am weltweiten Artensterben. Gemeinsam mit der WTO müssen zudem Mindeststandards für entwaldungsfreie Lieferketten verankert werden. In Rotterdam oder Hamburg darf kein Schiff mehr anlegen, das Palmöl- und Sojaprodukte aus nicht zertifizierter Produktion zu uns bringt. Naturzerstörung darf nicht länger profitabel sein."

 

Weltweit sind 420 Millionen Hektar Wald in den letzten 30 Jahren verloren gegangen – das entspricht fast der Fläche der EU. Aktuell verschwinden jährlich rund zehn Millionen Hektar Wald von der Erde – vor allem für riesige Soja- und Palmölplantagen. Der Amazonasregenwald stößt durch die Brandrodung bereits mehr CO2 aus, als er absorbiert.

Die Regenwälder speichern weltweit etwa 20 Prozent des Kohlenstoffs an Land. 75 Prozent der Tier- und Pflanzen­arten leben dort.

 

Deutschland ist Vorreiter beim weltweiten Artenschutz:

l  2021 investiert das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) 600 Millionen Euro in den Schutz, die nachhaltige Nutzung und die Wiederherstellung von Ökosystemen. Damit unterstützt das BMZ über 660 Schutzgebiete weltweit mit einer Gesamtfläche sechsmal so groß wie Deutschland.

l  Das Entwicklungsministerium hat im Mai 2021 den Weltnaturerbe-Fonds gegründet. Bis 2030 soll ein Kapitalstock von 1 Milliarde Dollar aufgebaut werden, um die Grundfinanzierung von 30 herausragenden Artenschutzgebieten in Afrika, Asien und Lateinamerika zu sichern. Der Fonds wird dann die weltgrößte Naturschutzstiftung sein. Deutschland hat eine Anschubfinanzierung von 140 Millionen Dollar bereitgestellt. Mehr als 40 Millionen US-Dollar kamen bereits von privaten Stiftungen und Philanthropen.

l  Das BMZ hat zum Schutz von über 130 Millionen Hektar Wald bei­getragen – einer Fläche viermal so groß wie Deutschland. Im September 2021 haben sich beispielsweise alle zehn Anrainerstaaten des Kongo-Regenwaldes auf der Berliner Tropenwaldkonferenz verpflichtet, den Waldschutz und die nachhaltige Forstwirtschaft zu verstärken. Das BMZ unterstützt diesen Prozess über die zentralafrikanische Waldinitiative CAFI.

l  Das BMZ engagiert sich weltweit für entwaldungsfreie Lieferketten. Dazu werden – in Zusammenarbeit mit Unternehmen – Nachhaltigkeitsstandards, Transparenz- und Rückverfolgbarkeitssysteme sowie die Entwicklung eines OECD-FAO Leitfadens zu Sorgfaltspflichten für entwaldungsfreie Lieferketten mit aufgebaut.

 


   


The Indispensable Territorial Dimension of Food Supply: A View from Brazil During the COVID-19 Pandemic

DEVELOPMENT - 11. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

The research-activists network ‘Collective Action on Real Food’ analyzed alternative food supply initiatives formed in response and/or expanded due to the pandemic in Brazil and identified more than 260 examples. Despite this dynamism, the policy processes of the UN Food System Summit were not able to—or might not even have tried to—break the mechanisms that make such initiatives politically invisible.

The Food Systems Summit’s Failure to Address Corporate Power

DEVELOPMENT - 11. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Based on analysis of documentation associated with the UN Food Systems Summit process, we identify three main ways in which the Summit failed to address the problem of corporate power in food systems in a meaningful way. First, the Summit was ‘strategically silent’ on the problem of corporate power, mentioning the problem only very infrequently and in a way that failed to identify corporations as holding disproportionate power in food systems. Second, it advanced technology and innovation-based solutions that benefit large agrifood companies rather than seeking structural transformation of food systems. Third, it gave corporations a priority seat at the table by engaging them in various settings in the lead up to the Summit.

On the Non-reception of the Food Systems Summit in Europe

DEVELOPMENT - 11. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

This article focuses on the indifference and annoyance that preceded and followed the UN Food Systems Summit and its preparatory meetings. It argues that, from a European perspective, the Food Systems Summit agenda does not entail anything new, whilst its impact will negatively fire back by further increasing dependencies and fragilities in the food system.

Peoples’ Solutions to Food Systems Transformation in Asia and the Pacific

DEVELOPMENT - 11. Oktober 2021 - 0:00
Abstract

Peasants and fisherfolk around the world, supported by academic and NGO allies, have denounced the UN Food Systems Summit for its overt corporate capture instead of what should have been a democratic process with strong grassroots participation from social movements. Across the globe, food sovereignty activists and allies have organized autonomous counter-mobilizations, including in Asia and the Pacific, to share what a radical transformation of our food and agriculture systems should really look like. This article shares the peoples’ proposals and current grassroots activities towards radical food systems transformation that were shared at the Asia Pacific peoples’ regional dialogue.

VENRO informiert! Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

SID Blog - 9. Oktober 2021 - 1:27


 

Nr. 6 / 2021

THEMENSCHWERPUNKT

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
 

Liebe Leser_innen,

 

die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft kann ohne entsprechende Bildung nicht gelingen. Sie soll nicht nur für globale Probleme sensibilisieren, sondern Menschen motivieren, sich für eine nachhaltige Entwicklung weltweit einzusetzen. Im Interview erläutert unser Vorstandsmitglied Chris Boppel, weshalb gerade vor dem Hintergrund des neuen UNESCO-Programms „BNE 2030" die entwicklungspolitische Bildungsarbeit deutlich gestärkt werden muss.

 

Auf einer Fachtagung am 3. und 4. November 2021 in Bonn nehmen wir das UNESCO-Bildungsprogramm genauer unter die Lupe und diskutieren mit Vertreter_innen aus der Politik darüber, wie die Umsetzung des Programms in Deutschland gelingen kann.

 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sein Konzept zur Förderung entwicklungspolitischer Bildungsangebote erst kürzlich aktualisiert. Allerdings hinkt es nach wie vor den gesellschaftlichen Realitäten in Deutschland hinterher. Rassismuskritische Angebote werden auch in der neuen Fassung nicht als Teil entwicklungspolitischer Bildungsarbeit anerkannt.

 

Was gute entwicklungspolitische Bildungsarbeit auszeichnet und wie sich die Wirkungen von Bildungsangeboten messen lassen, haben wir in zwei Handreichungen beschrieben. Druckexemplare inklusive eines Plakats, das die acht Schritte einer wirkungsorientierten Evaluation von Bildungsprojekten darstellt, können Sie kostenlos unter publikationen@venro.org bestellen.

 

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

 

Herzliche Grüße

 

Heike Spielmans
Geschäftsführerin

 

Rubriken dieses Newsletters

„Für die Bildungsarbeit fehlt es hinten und vorne an den nötigen Mitteln"

 

Das neue UNESCO-Programm „BNE 2030" setzt die Leitplanken, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bis 2030 umgesetzt werden soll. Im Interview spricht Chris Boppel, Vorstandsmitglied von VENRO, über die Inhalte des Programms und die Anforderungen, die sich daraus für die Politik ergeben.

  Zum Interview

Neues BMZ-Bildungskonzept weist Schwachstellen auf

 

Das überarbeitete Bildungskonzept des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umfasst grundlegende Änderungen für die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Zwar weist das Konzept viele positiv hervorzuhebende Neuerungen auf, wird der Realität der Bildungspraxis jedoch stellenweise nicht gerecht.

  Zum Blogbeitrag
  Zur Presseinformation

Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft

 

Die UNESCO hat mit ihrem Programm „BNE 2030" einen ambitionierten Plan formuliert, wie die UNESCO-Mitgliedstaaten das SDG 4.7 „Bildung für nachhaltige Entwicklung" bis 2030 implementieren sollen. In einer Stellungnahme haben wir mit 41 Bildungsexpert_innen aus allen fünf Kontinenten Empfehlungen zur Umsetzung der UNESCO-Roadmap formuliert.

  Zur Stellungnahme (DE)
  Zur Stellungnahme (EN)

Fachtagung „BNE 2030 im deutschen Kontext"

 

Auf unserer Fachtagung „Umsetzen, diskutieren, fordern – BNE 2030 im deutschen Kontext" am 3. und 4. November 2021 in Bonn nehmen wir das UNESCO-Bildungsprogramm genauer unter die Lupe. Wir tauschen uns über Chancen und Herausforderungen einer zukunftsfähigen BNE aus, diskutieren, wie das Programm umgesetzt werden kann, und erörtern, welche Rolle zivilgesellschaftliche Akteur_innen dabei spielen.

  Zur Einladung (PDF)
  Zur Anmeldung

Neue Qualitätskriterien: Was zeichnet gute Bildungsarbeit aus?

 

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die
Diskurse innerhalb der Bildungsszene maßgeblich weiterentwickelt. Zeit also auch für uns, unsere
Qualitätskriterien tiefgreifend zu überarbeiten.
Damit wollen wir neue Anregungen für eine
lebendige und offene Debatte über Qualität und
Wirksamkeit in der entwicklungspolitischen Bildung bieten. Kostenlose Druckexemplare können Sie unter publikationen@venro.org bestellen.

  Zur Handreichung (PDF)

Wirkungen verstehen, beobachten und nutzen

 

Für Bildungspraktiker_innen ist es oft eine Herausforderung, zu überprüfen, ob das eigene Angebot wirksam ist. Die Handreichung „Wirkungen verstehen, beobachten und nutzen" leistet hierbei Orientierungshilfe. Sie zeigt, wie Bildungsangebote wirkungsorientiert evaluiert werden können, so dass sie zur Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen Arbeit beitragen, ohne zu viele Ressourcen zu binden. Kostenlose Druckexemplare können Sie unter publikationen@venro.org bestellen.

  Zur Handreichung (PDF)
Rhetorik oder Realität? Kinderbeteiligung in der internationalen NRO-Arbeit  

Vor 30 Jahren wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Wie steht es heute um die Beteiligung von Kindern in Auslandsprojekten? In welchem Ausmaß ist ihre Partizipation tatsächlich von Bedeutung? Rosilin Bock aus unserer Arbeitsgruppe Kinderrechte geht dieser Frage in ihrem Blogbeitrag auf den Grund. 

    Zum Blogbeitrag

Anpassung an den Klimawandel muss dringend verstärkt werden

 

Tausende von Menschen demonstrierten am 24. September in Deutschland und weltweit für mehr Klimagerechtigkeit und am 22. Oktober geht der Streik in Berlin weiter. Wir unterstützen den Streikaufruf von Fridays for Future und appellieren an die kommende Bundesregierung, ihre Anstrengungen zu verstärken, um die Lücke in der internationalen Klimafinanzierung zu schließen.

  Zur Pressemitteilung
 

#weltweitwichtig: Erwartungen an die nächsten vier Jahre

 

Der neu gewählte Bundestag und die neue Bundesregierung stehen in den nächsten vier Jahren vor großen Herausforderungen. Die kommende Legislaturperiode wird entscheidend dafür sein, ob die Ziele des Pariser Abkommens und der Agenda 2030 erreicht werden können. Wir haben vor der Wahl Fachpolitiker_innen aus den Bereichen Entwicklungspolitik und Menschenrechte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Wer die Veranstaltung verpasst hat, findet hier die Aufzeichnung.

  Zu YouTube
 

Gerechte Bildungschancen, eine bezahlbare Gesundheitsversorgung für alle, die Einhaltung der Klimaziele: In kurzen Videos haben wir vor der Wahl Stimmen von Menschen auf der Straße und von unseren Mitgliedsorganisationen eingefangen, zu der Frage, was ihnen jetzt weltweitwichtig ist.

  Zu YouTube
 

Deutscher Engagementpreis

 

Bis zum 20. Oktober kann für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises abgestimmt werden. Jeder hat die Möglichkeit, für seine Favorit_innen zu stimmen. 403 herausragend engagierte Personen und Initiativen haben dabei die Chance, die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung zu erhalten.

  Zur Abstimmung

Einladung zum VENRO-Forum 2021

(für VENRO-Mitglieder)

 

Auf dem diesjährigen VENRO-Forum widmen wir uns den Lehren, die wir aus eineinhalb Jahren Arbeit im Pandemie-Modus ziehen können. Was haben entwicklungspolitische und humanitäre NRO und deren Partner_innen gelernt? Was hat sich verändert? Und wie kann der Beitrag der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe in Zeiten von multiplen Krisen aussehen?

  Zum Save the Date
12.10.2021, Karl Kübel Stiftung, Online   Why Your Proposals Fail to Win Donors  

Very often NGOs submit project proposals to donors and fail to get a response or will get a rejection. Analysing and understanding WHY a donor denied your proposal is the first step to improve future requests and increasing your chances for funding. Hence this one-day training will help you understand the most common reasons of proposal rejection 

  Zur Veranstaltung
18.10.2021 - 19.10.2021, VENRO, Online   Dealing with counterterrorism measures  

Humanitarian organisations have to deal with counter-terrorism measures, country-specific sanctions and other related legal provisions. Developing strong internal risk management systems can help minimise or prevent negative consequences of these measures on their humanitarian work.  

In this online seminar participants will learn how to analyse associated risks. They will also identify policies and procedures agencies can adopt to mitigate the identified risks.  

  Zur Veranstaltung
27.10.2021 und 9.12.2021, VENRO, Online (Zoom)
  Digital und transformativ – wie wirkt Bildung im digitalen Raum?  

Das vergangene Jahr hat der Digitalisierung in der Bildung einen massiven Schub versetzt und für Bildungspraktiker_innen neue Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig werden Bildungspraktiker_innen vor neue Herausforderungen gestellt. Die zentrale Frage dabei ist: Wie kann Bildung auch im digitalen Raum transformativ wirken?

 

Das Online-Seminar wird uns einen Einblick darin geben, wie das Ziel „vom Reflektieren zum Handeln" auch in der digitalen Bildung umgesetzt werden kann. Es stehen dabei zwei separate Termine zur Auswahl.

  Zur Veranstaltung
  Zur Einladung (pdf)
28.10.2021, Karl Kübel Stiftung, Online (Zoom)   Introductory Online Workshop on Organic Farming  

Organic farming often is associated with „no use of pesticides" by continuing existing farming practices. But organic farming is much more than just leaving out chemicals. There are useful methods to improve soil fertility, keep plants and in consequence animals healthy. However, these measures are much more demanding than „conventional farming" particularly it requires specific knowledge.

This Introductory online workshop on organic farming will answer the most frequently asked questions.

  Zur Veranstaltung

Brot für die Welt sucht Sachbearbeiter_innen für die Spendenverwaltung

 

MISEREOR sucht eine_n Abteilungsleiter_in im Bereich Qualitätssicherung Internationale Zusammenarbeit in Aachen

 

Die Stiftung Entwicklung und Frieden sucht eine_n Geschäftsführer_in

 

Der Weltladen-Dachverband e.V. sucht eine_n Leiter_in für den Bereich Lieferantenbetreuung und Messe

 

medica mondiale sucht eine_n Referent_in im Bereich Flucht & Asyl

 

AGIAMONDO sucht ein_n Psychosoziale_n Berater_in als Dozent_in in Monrovia, Liberia.

 

Save the Children sucht eine_n Co-Leiter_in für Face-to-Face- und Telefundraising.

 

Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. sucht eine_n Programmadministrator_in

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Tel.: 030 2639299-10

 

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© 2021 VENRO

   

Afghanistan: Humanitäre Lage ist katastrophal

SID Blog - 9. Oktober 2021 - 1:26


Hunger und Armut auf dem Vormarsch in Afghanistan Welthungerhilfe: Die Lage der Menschen spitzt sich dramatisch zu

Bonn/Berlin, 06.10.2021. Die humanitäre Lage in Afghanistan ist nach 20 Jahren Militäreinsatz des Westens katastrophal. Die Welthungerhilfe warnt vor einer dramatischen Zuspitzung der humanitären Krise im kommenden Winter und einer weiteren Zunahme von Hunger und Armut. Mehr als die Hälfte der Menschen ist bereits heute auf Überlebenshilfe angewiesen, also auf Nahrung, Trinkwasser, medizinische Versorgung und Unterkünfte. 14 Mio. Menschen haben nicht ausreichend zu essen, d.h. jeder Dritte Einwohner des Landes hungert. Verschärft wird die Lage durch einen Anstieg der Vertriebenen und Rückkehrer: Seit Beginn 2021 sind rund 630.000 Menschen wegen der Kämpfe im Land aus ihren Dörfern geflohen. Hinzu kommen knapp 1 Million Rückkehrer aus den Nachbarländern wie Iran, von denen ebenfalls viele ohne Hilfe und Perspektive in Kabul landen. Die Vereinten Nationen befürchten, dass die Armutsrate im nächsten Jahr auf 97 Prozent steigt, wenn sich die Versorgungslage nicht verbessert.

„Das Land steht vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Besonders in den ländlichen Regionen ist die Not groß. Unsere Erkundungsmissionen in Dörfern im Norden und Osten des Landes haben große Zerstörungen und ein riesiges Ausmaß an Armut, Hunger und Verzweiflung gezeigt. Die Menschen befinden sich in einem Teufelskreis. Das Bankensystem funktioniert nicht, es fehlt Bargeld, die Preise für Nahrungsmittel sind gestiegen und vor allem alleinstehende Frauen wissen nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Sie haben keinerlei Einkommen mehr und können ihr Haus nicht ohne männliche Begleitung verlassen. Im Winter wird sich die ausweglose Lage noch einmal dramatisch verschärfen. Viele Häuser sind durch die Kämpfe zerstört worden und bieten kaum Schutz vor den Temperaturen weit unter Null,“ beschreibt Thomas tenBoer, Landesdirektor der Welthungerhilfe, die dramatische humanitäre Lage im Land.

Die Welthungerhilfe wird in den kommenden Wochen knapp 60.000 Menschen zusätzlich in verschiedenen Provinzen, vor allem im Norden Afghanistans, mit Überlebenshilfe unterstützen. Die Familien erhalten warme Kleidung und Decken für den Winter. Außerdem werden Nahrungsmittel wie Mehl, Reis, Öl und Linsen sowie Pakete mit Hygieneartikeln wie Seifen verteilt. Die Welthungerhilfe plant, die Nothilfe im Winter weiter auszuweiten. Seit fast 30 Jahren leistet die Welthungerhilfe humanitäre und langfristige Entwicklungshilfe in Afghanistan und hat bislang auch mit Unterstützung der Bundesregierung 160 Projekte im Wert von 130 Millionen Euro durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/presse 

 






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