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Unser schwieriger Partner

SWP - 26. Februar 2021 - 15:00

Die Bilanz deutscher und französischer Politik in den Krisenstaaten Mali und Libyen ist enttäuschend. Während deutsches Engagement weit­gehend ineffektiv geblieben ist, hat Frankreichs Politik oftmals nach­weislich zur weiteren Destabilisierung beigetragen.

Grund für erfolglose oder sogar kontraproduktive Strategien Deutschlands und Frankreichs in beiden Krisenstaaten ist, dass Stabilisierung als Ziel meist eine untergeordnete Rolle spielt.

Das innenpolitische Narrativ der Terrorbekämpfung bestimmt die fran­zösische Politik in beiden Krisenstaaten. In Mali wird dies der Komplexität der Konflikte nicht gerecht; in Libyen diente es als Deckmantel dafür, dass Frankreich gemeinsam mit den Vereinigten Arabischen Emiraten den Milizenführer Khalifa Haftar unterstützte.

Für Berlin besitzen beide Krisenstaaten einen wesentlich geringeren Stellenwert als für Paris. Diese Haltung prägt das deutsche Engagement. Statt der Frage, welche Ansätze vor Ort sinnvoll sind, dominiert der Wille, die deutsche Bereitschaft zur Übernahme internationaler Verantwortung zu unterstreichen oder Solidarität mit Frankreich zu zeigen.

Die problematischeren Aspekte deutscher und französischer Politik ver­stärken sich gegenseitig. Während Deutschland sich militärisch zurückhält, prescht Frankreich in dem Bereich vor. Auf der anderen Seite instrumentalisiert oder unterminiert Paris multilaterale Ansätze, während Berlin sie zwar mitträgt, aber nicht mitprägt.

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26. Februar 2021

ONE - 26. Februar 2021 - 13:14
1. Corona: Genug Impfstoff für alle?

Kaja Klapsa in der Welt sowie Maria Stöhr und Bernhard Riedmann im Spiegel, thematisieren, dass arme Länder kaum Corona-Impfstoffe erhalten. Bis jetzt seien 11,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff weltweit bestellt worden – wobei lediglich 5,8 Milliarden Menschen im Alter über 15 auf der Erde leben, die potentiell geimpft werden können. Die Idee einer gerechten Impfstoffverteilung sei bisher jedoch nichts als schöne Theorie, so die Autor*innen im Spiegel. Während zehn Länder bereits 75 Prozent der weltweit vorhandenen Impfstoffe verwenden, haben über 130 Länder noch nicht eine einzige Dosis erhalten, so UN-Generalsekretär António Guterres. Die Entwicklungsorganisation ONE fordert deshalb, dass die Bundesregierung ihre Impfdosen sukzessive mit ärmeren Ländern teilt, nachdem Risikogruppen und Gesundheitspersonal in Deutschland geimpft worden sind. Würde sie mit dem Verteilen warten, bis allen Deutschen ein Impfangebot erhalten haben, wäre es viel zu spät. Auf dem virtuellen EU-Gipfel sei von einer Impfdosen-Abgabe an ärmere Länder von bis zu fünf Prozent debattiert worden, wie die Deutsche Welle und Euractiv schreiben. Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüße zwar den Vorschlag, legte sich jedoch auf keinen genauen Zeitpunkt zur Verteilung weltweit fest. Der französische Präsident Emmanuel Macron forderte hingegen, 13 Millionen Dosen so schnell wie möglich in afrikanische Länder zu senden.

2. G20: Kommt die große Entschuldung?

Die Weltbank, der Internationale Währungsfonds (IWF) sowie die Finanzminister und Notenbankchefs der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) beraten heute virtuell über die Corona-Krise und die Folgen für die Weltwirtschaft. Das schreiben unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Deutsche Welle und Stern.de. Es gehe darum, stark überschuldeten Ländern in der Corona-Pandemie möglichst effektiv zu helfen. Während Finanzminister Olaf Scholz vorab auf beschlossene Erleichterungen verweise, fordert Entwicklungsminister Gerd Müller Schuldenerlasse. Die Schuldensituation sei für viele afrikanische Länder prekär, so der Entwicklungsminister. Die Chefin des Internationales Währungsfnds (IWF), Kristalina Georgiewa, befürchtet, dass die Fortschritte der vergangenen Jahre bei der Armutsbekämpfung zunichte gemacht werden. Knapp 60 Prozent der ärmsten Länder drohen zurückzufallen.

3. Äthiopien: Hunderte tote Zivilisten bei Massaker

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, Stern.de und die Deutsche Welle berichten heute von einem Massaker in Äthiopien, bei dem hunderte Zivilist*innen getötet worden seien.  Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) seien einheimische Einheiten sowie Soldat*innen aus dem benachbarten Eritrea an der systematischen Ermordung der Menschen beteiligt gewesen. Zu dem zweitägigen Massaker sei es in der Stadt Axum in der Region Tigray Ende November gekommen, teilte AI mit. Augenzeugen berichteten, dass Bewohner*innen der Stadt getötet, Häuser willkürlich beschossen und Gebäude geplündert worden seien. Während der Kampfhandlungen zur Einnahme Axums hätten äthiopische und eritreische Truppen etliche Kriegsverbrechen begangen, sagte Deprose Muchena, Leiter für Ostafrika und das südliche Afrika bei AI. Menschenrechtler*innen sprechen von einem “Verbrechen gegen die Menschlichkeit”.

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EU-Ministerrat spricht sich für Steuertransparenz aus: Ein guter Tag im Kampf gegen Steuervermeidung!

Oxfam - 26. Februar 2021 - 12:51

Endlich kommt mehr Licht ins Dunkel: Gestern haben die Regierungen der EU-Mitgliedstaaten im EU-Ministerrat beschlossen, dass Konzerne zukünftig öffentlich darüber zu berichten haben, welche Gewinne sie in welchem Land machen, wie viel Steuern sie zahlen und wo sie dies tun (so genannte öffentliche länderbezogene Berichterstattung). Sie geben damit nach fünfjährigem Tauziehen grünes Licht für einen entsprechenden Vorschlag der EU-Kommission. Nichtregierungsorganisationen haben diese Regelung seit Jahren gefordert, Oxfam hat, gemeinsam mit anderen, hierzu in den vergangenen Jahren intensiv Kampagnenarbeit gemacht.

Bundesregierung steht bis zuletzt auf der Bremse

Dass die Zustimmung im EU-Ministerrat mit qualifizierter Mehrheit überhaupt gelang, grenzt in Kenntnis der Machtverhältnisse in Brüssel an ein kleines Wunder. Denn normalerweise ist es schwer, die erforderliche Mehrheit ohne Zustimmung der Bundesregierung zu erreichen. Deren Rolle in der Frage nach Steuertransparenz ist beschämend: Zwar haben Finanzminister Scholz und die SPD nach längerem Zaudern aufgrund des Drucks aus der Zivilgesellschaft die Forderung schließlich befürwortet. Eine Zustimmung in Brüssel ist aber am Widerstand des CDU-geführten Wirtschaftsministeriums unter Minister Altmaier gescheitert. Wirtschaftsinteressen scheinen hier wichtiger zu sein als das legitime Interesse der Bevölkerung, nachvollziehen zu können, ob Konzerne ihren fairen Beitrag zum Allgemeinwohl leisten. So hat sich Deutschland in dieser wichtigen Frage in den vergangenen Jahren enthalten und damit den Prozess ausgebremst. Gut, dass sich nun eine Mehrheit der EU-Mitgliedstaaten entschlossen hat, diese De-Facto-Blockade durch die Bundesregierung zu überwinden.

Regelung sollte verbessert werden

Die konkrete Ausgestaltung der Transparenzvorschriften muss nun noch einmal zwischen Kommission, Ministerrat und EU-Parlament verhandelt werden. Nichtregierungsorganisationen, wie auch das EU-Parlament, sehen an einigen Stellen Verbesserungsbedarf. Oxfam fordert, die Berichterstattung von Konzernen auf alle Länder zu erweitern statt sie, wie jetzt vorgesehen, auf die EU-Staaten und einige außereuropäische Steueroasen zu beschränken. Denn längst nicht alle Steueroasen, wie z. B. Länder, die mit Niedrigsteuersätzen den ruinösen internationalen Wettlauf um die geringsten Steuersätze anheizen, sind auf der EU-Steueroasenliste verzeichnet. Eine Klausel im Vorschlag erlaubt es Konzernen, bei kommerziell sensiblen Informationen nicht zu berichten – ein potenzielles Schlupfloch, das geschlossen werden sollte. Und die Meldepflicht gilt nur für Unternehmen mit einem konsolidierten Jahresumsatz von mehr als 750 Millionen Euro, was 85 bis 90 Prozent der multinationalen Unternehmen ausschließt. Sie müsste daher viel früher greifen.

Die Einigung ist trotz dieser Schwächen ein wichtiger Schritt zu mehr Steuergerechtigkeit. Seit Jahren können Konzerne Milliardengewinne in Länder mit niedrigen Steuersätzen verschieben, ohne dass die Öffentlichkeit davon erfährt. Sie müssen der Öffentlichkeit gegenüber nun Rechenschaft ablegen, wo sie wie ihre Gewinne versteuern. Der Druck, die eigenen Steuerpraktiken zu erklären und zu rechtfertigen, steigt. Gleiches gilt für die Länder, die ihnen diese Steuerpraktiken überhaupt erst ermöglichen – z. B. Steueroasen in der EU wie die Niederlande, Luxemburg oder Irland.

Transparenz erhöht den politischen Druck

Die jetzt erzielte Einigung kann nur der Anfang im Kampf gegen Steuervermeidung sein. Schätzungen zufolge entgehen den Regierungen weltweit jährlich 245 Milliarden US-Dollar Steuereinnahmen durch die Steuervermeidung multinationaler Unternehmen. Länder des Globalen Südens verlieren pro Jahr durch Steuervermeidung von zumeist aus Industrieländern stammenden Konzernen mehr als sie im Rahmen von Entwicklungszusammenarbeit an Geldern erhalten. Die Steuerausfälle der Länder mit niedrigem Durchschnittseinkommen entsprechen mehr als der Hälfte ihrer gesamten öffentlichen Gesundheitsausgaben.

Der Handlungsdruck ist also immens und Lösungen liegen auf dem Tisch: Weltweit geltende Mindeststeuersätze. Mehr Rechte für Länder des Globalen Südens, um Konzerne dort zu besteuern. Listen, auf denen wirklich alle Steueroasen auftauchen, verbunden mit der Möglichkeit von Sanktionen gegen die gelisteten Länder. Die Aufdeckung von Steuervermeidungsmodellen durch die neuen Transparenzvorschriften wird den politischen Druck, diese nun endlich umzusetzen, noch einmal deutlich erhöhen.

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Ein historischer Februar: Im Zeichen des Multilateralismus und der Gleichberechtigung

ONE - 26. Februar 2021 - 12:39

Gute Neuigkeiten muss man feiern – insbesondere momentan. Der Februar hielt einige davon bereit. Zentrale Positionen in drei führenden multilateralen Organisationen wurden neu mit Afrikaner*innen, darunter zwei Frauen, besetzt. Das setzt nicht nur enorm positive Zeichen für globale Zusammenarbeit und Gleichberechtigung. Auch die immensen Potentiale des afrikanischen Kontinents für die Weltwirtschaft, Handel und nachhaltige Entwicklung werden damit verstärkt auf die internationale Agenda gesetzt. Welche Chancen das birgt? Sie sind zahlreich.  

Frischer Wind in der Afrikanischen Union

Anfang des Monats ging die Afrikanische Union (AU) im Rahmen ihrer Wahlen der Führungsspitze für die kommenden vier Jahre mit gutem Beispiel voran: Dr. Monique Nsanzabaganwa, Ökonomin und Politikwissenschaftlerin aus Rwanda, wurde zur neuen stellvertretenden Vorsitzenden der AU-Kommission gewählt. Damit bekleidet mit der ehemaligen Vize-Gouverneurin der National Bank of Rwanda erstmals eine Frau das Amt. Dr. Nsanzabaganwa setzte sich in den letzten Jahren als Mitgründerin und Vorsitzende des rwandischen Landesverbands der pan-afrikanischen Initiative New Faces, New Voices für die finanzielle Inklusion und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen ein. Viele sehen mit ihr eine reelle Chance, die African Continental Free Trade Area über die Ratifizierung des Deals von 2018 aller 54 Mitgliedsstaaten erfolgreich auf den Weg zu bringen.  

Ein neuer Aufbruch für globalen Handel

Am 15. Februar verabschiedete der Allgemeine Rat der Welthandelsorganisation (WTO) eine weitere bahnbrechende Entscheidung: Die Nigerianerin Dr. Ngozi Okonjo-Iweala wurde zur siebten Generaldirektorin gewählt. Als erste Frau und Afrikanerin wird sie das Amt am 1. März antreten. Die Entwicklungsökonomin und ehemalige Finanzministerin Nigerias war seit 2016 Vorstandsvorsitzende der Impfallianz Gavi. Mit über 30 Jahren Erfahrung im Entwicklungs- und Finanzbereich und einer 25-jährigen Karriere bei der Weltbank bringt Dr. Okonjo-Iweala herausragende Expertise für den neuen Posten mit. In ihrer Antrittsrede kündigte sie an, die Erholung der globalen Wirtschaft von den Auswirkungen der Pandemie zur Priorität zu machen. Außerdem möchte sie, dass die Organisation handlungsfähiger und resilienter für kommende Krisen wird – und mit den Herausforderungen unserer Zeit Schritt halten kann. Viele sprachen von einem „historischen Moment“ – nicht nur für Afrikaner*innen, sondern für alle Frauen.  

Spitzenwechsel im Banksektor

Seit kurzem steht außerdem fest: Die International Finance Corporation (IFC), eine Entwicklungsbank der Weltbank-Gruppe, die auf die Zusammenarbeit mit dem Privatsektor spezialisiert ist, wird seit 18. Februar 2021 vom Senegalesen Makhtar Diop geführt. Diop, vorher Vize-Präsident für Infrastruktur bei der Weltbank, wird damit als erster Afrikaner den Vorsitz von Philippe Le Houérou übernehmen. Die Erwartungen sind groß: Viele sprechen davon, dass Diop mit seiner umfangreichen Erfahrung die Verknüpfung von Privatsektor und dem Ziel der nachhaltigen Entwicklung weiter und stabiler ausbauen könnte.  

Diese Schritte sind großartig, vielversprechend und insbesondere schon lang überfällig. Denn Afrikaner*innen in internationalen Führungspositionen sind für globale Zusammenarbeit unerlässlich. Bleibt auf dem Laufenden – zum Beispiel auf dem Twitter-Account von Dr. Ngozi Okonjo-Iweala.

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E+Z/D+C 2021/03 – bl – Hans Dembowski – Box Ben Ezeamalu

E+Z - 26. Februar 2021 - 10:37
People in all countries must be inoculated against coronavirus as soon as possible

It makes sense in principle because the patent system does not give researchers incentives to develop the medications and vaccinations that low-income countries need. However, industry observers say that IP rights are currently hardly slowing down vaccine supply as companies are scaling up production facilities fast. Given that all vaccines are new, initial bottlenecks are inevitable.  

So far, the rich world is guilty of leaving poor world regions behind. That is set to change, however. Especially in the EU, but in other advanced nations as well, people have expressed criticism of vaccination campaigns only taking off slowly. Indeed, operations of this scale are always a serious challenge. Serious initial stumbling is normal, but once things are sorted out, scaling up should happen fast. Given that infrastructure restraints are even worse in developing countries, however, it would certainly be good to get started there as soon as possible too.

It is true that the prosperous nations have ordered more vaccine doses than they need. The good news is that most of governments concerned have promised to pass on any doses they will not use themselves. At the end of February, the G7 increased pledges for spending on vaccine support to  $ 7.5 billion in total.

Cold storage

A big question, however, is to what extent every vaccine can be used everywhere. All need cold storage, but the most innovative RNA vaccines require temperatures of -15 to -80°C. That does not look feasible in tropical countries with weak capacities. Viability obviously matters.

Virus mutations are making the situation even more complex. New strains have emerged, and it is not clear to what extent they are making vaccines ineffective. On the other hand, new variants will develop ever more frequently the more the disease spreads, so the global community has a common interest in getting as many people vaccinated as possible, everywhere.

Vaccine nationalism is not a sensible option. “If wealthy countries choose vaccine nationalism, inoculating only their own people, the future looks bleak,” is the assessment of Melissa Fleming, UN undersecretary-general for global communications, and John Whyte of the science based medical website WebMD. In that case, they warn, “Covid-19 will continue to blaze a deadly trail for the poorest countries and circulate back throughout the world.” The unambiguous message of their guests contribution to the Washington Post is: “High income countries should use their wealth and influence to ensure that all countries get access to some vaccines this year and that vaccines are available and affordable for everyone, everywhere in the not-too-distant future.”

P.S.:

I need to get one more thing off my chest, bear with me please. I appreciate India’s and South Africa’s initiative to waive intellectual property rights, but I really think we should not be having this discussion at all. The WTO summit in Doha in 2001 declared that every country is entitled to grant compulsory licenses to companies to produce generics of patent-protected pharmaceuticals should that be needed for public-health reasons. They can even grant such licenses to companies in foreign countries and import those drugs.

In 2001, Brazil and India had insisted on such a declaration, and they were supported by civil-society organisations from around the world. The background was that developing countries desperately needed access to innovative HIV/AIDS treatments, but the cost were prohibitively high. It was a major victory that the WTO accepted more flexibility in regard to intellectual property rights during health crises as it had previously done.

I find it frustrating that these rules have basically not been applied. Patent holders fast agreed to providing low-cost drugs for HIV/AIDS. Civil-society activists report that governments of rich countries, where Pharma multinationals are typically based, discouraged partners from poor world regions from granting compulsory licenses.

Coordinated action

Yes, I agree, a single government of a small, least-developed state cannot be expected to stand up to such pressure. But what about regional organisations like the Southern African Development Community (SADC), the Economic Community of West African states (ECOWAS) or the entire African Union (AU)? Collective action helps to achieve goals, and of course international NGOs would have given support, as they did in Doha. If the governments of developing countries and emerging markets do not coordinate political action, they must not complain about unfair world order. The patent system does not serve their interests, and they won the right to take control of innovative medications they needed. For 20 years, they failed to use the right – and the result is that India and  South Africa had to start the entire debate anew.

On the upside, South Africa is now showing interest in the matter. In 2001, the government of then-President Thabo Mbeki was missing in action. The need for HIV/AIDS treatment was particularly great in South Africa, but its top leader was in denial.

 

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Die Macht der Worte

EINEWELTblabla - 26. Februar 2021 - 10:01

Am vergangenen Sonntag, den 21. Februar 2021, war der Internationale Tag der Muttersprache. Dieser Tag ist ein von der UNESCO ausgerufener Gedenktag zur „Förderung sprachlicher und kultureller Vielfalt und Mehrsprachigkeit“. Vor dem Hintergrund, dass gut die Hälfte aller weltweit gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht ist, hat sich die UNESCO zum einen die Förderung von Sprachen als Zeichen der kulturellen Identität der Sprechenden auf die Fahnen geschrieben. Zum anderen geht es ihr auch um den Fremdsprachenunterricht und Mehrsprachigkeit als Schlüssel zum gegenseitigen Verständnis und Respekt.

Sprachen sprechen

Wie tief unsere Muttersprache verankert ist, merken wir oft erst in dem Kontakt mit einer Fremdsprache. Während wir versuchen sie zu lernen, merken wir, dass es viel Arbeit bedeutet, sich in dieser neuen Sprache so ausdrücken zu können, wie wir das gerne möchten. Aber auch das Sich-gegenseitige-Verstehen in der eigenen Muttersprache fällt manchmal problematisch aus. Denn die Verknüpfung von Inhalten mit bestimmten Worten oder Ausdrucksformen kann sich sehr unterscheiden und wenn nicht nach diesem Inhalt gefragt wird, können die Gesprächspartner*innen sehr schnell aneinander vorbeireden. Die Konsequenzen dieser Missverständnisse können dabei extrem verschieden ausfallen, im schlechtesten Fall diskriminierend und verletzend. Vor allem auch in den Kontexten von öffentlichen Social-Media-Räumen, in denen die Gestik, Mimik und der Tonfall zu den Wörtern wegfällt, wird es oft unübersichtlich, was wie gemeint war. 

„Political Correctness“ Begriff

Der Begriff „Political Correctness“ bezeichnet zunächst, laut Duden, eine Einstellung, die alle Ausdrucksweisen und Handlungen ablehnt, durch die jemand aufgrund seiner ethnischen Herkunft, seines Geschlechts, seiner Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Schicht, seiner körperlichen oder geistigen Behinderung oder sexuellen Neigung diskriminiert wird.

Ein Beispiel bei Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern: Bürger wird zu Bürger*innen. Ein anderes Beispiel bei der Bezeichnung einer ethnischen Herkunft: Eskimo wird zu Inuit.

Herkunft

Tatsächlich tauchte der Begriff „Political Correctness“ bereits Ende der 80er- Anfang der 90er-Jahre auf – allerdings als Kampfvokabel konservativer Kreise. Denn er war zunächst ein Abwehrbegriff, der sich gegen ein neues Denken an den Hochschulen in den USA gerichtet hat, an denen der Lehr- und Lernstoff in die Kritik geriet. Die Studierenden verlangten nämlich eine Ausweitung des Lehrstoffs auf weibliche und außereuropäische Autoren und die Einbeziehung von Minderheiten und wollten nicht länger nur die Werke „toter, weißer europäischer Männer“ analysieren.

Aktuelle Debatten

Seitdem wird der Begriff sowohl von liberalen als auch konservativen Seiten immer wieder aufgegriffen und unterschiedlich verwendet. Der Sozialwissenschaftler Armin Nassehi spricht von einer Art Kulturkampf – und zwar einem Kulturkampf um angemessene Sprechweisen. Denn es sei auffällig, sagt Nassehi, dass die politisch-gesellschaftliche Rechte bei all ihrer Kritik an Political Correctness das gleiche Muster der Sprach- und Identitätspolitik verfolge wie die Linke. Während die Linke sich also um eine Sprache des Respekts vor „Anderen“ bemüht, schafft die Rechte eine Sprache des „Eigenen“ – beispielsweise bei der Freude an den Vokabeln „Volk“ oder „völkisch“. Auf der einen Seite steht mit der Aussage, dass etwas „politisch nicht korrekt“ oder „politisch inkorrekt“ sei, das Verständnis, dass eine Norm verletzt wurde, eine Äußerung (oder Handlung) allgemeinen moralischen Normen zuwiderhandelt oder gar ein Tabu gebrochen wurde. Auf der anderen Seite wird der Begriff der „politischen Korrektheit“ als Kampfbegriff gegen zu viel Rücksichtnahme oder gegen einen politischen Gegner verwendet oder gezielt genutzt, um sprachlich-diskriminierend Feindbilder aufzubauen. 

Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch fasst die Intention des anti-diskriminierenden Sprachgebrauchs so zusammen: „Entscheidend ist bei der politisch korrekten Sprache das Ziel, durch eine Bewusstmachung sprachlicher Diskriminierung eine Bewusstmachung tatsächlicher Diskriminierung zu erreichen. […] Politisch korrekte Sprache kann dabei helfen, strukturelle Ungleichheiten aufzudecken.“

Respektvolle Sprache

„[…] Denn dass wir mittels Sprache unsere Welt gestalten, dass sich vor allem in unseren Wortschätzen, in der Art und Weise unseres mündlichen Ausdrucks und in der unserer schriftlichen Textgestaltung unser Wissen, unsere Überzeugungen und unsere Werte spiegeln, ist selbstverständlicher Teil der Lebenserfahrung. […] Ebenso selbstverständlich ist, dass das Gesprochene und Geschriebene wieder zum Motor für unser Handeln werden kann.“

In diesem Zitat aus dem Handbuch „Sprache und Wissen“ wird die Reichweite deutlich, die die vielen verschiedenen Bereiche der Kommunikation und des zwischenmenschlichen Verhaltens durchdringt. Die respektvolle Kommunikation sollte auf einer gendersensitiven und diskriminierungsfreien Sprache basieren, die verständlich, barrierefrei und höflich ist. Denn Worte haben eine enorme Macht.

Vielleicht kann die Aussage von dem Autor und Musiker David Mayonga alias Roger Rekless hilfreich sein, einen Mittelweg zwischen einer absoluten Ignoranz und einer Über-Korrektheit gegenüber eines achtsamen Sprachgebrauchs zu finden: „Political Correctness ist für mich kein eingrenzender Rahmen wie ein Regelgefängnis, sondern es ist eher ein Leitmotiv, an dem sich die Leute orientieren sollten, sprachlich. Wie ich mich ausdrücken kann, ohne dass ich Menschen verletze. Und das ist was Gutes.“

Auch der Handlungsvorschlag von Anatol Stefanowitsch bietet eine Möglichkeit, um über den eigenen Sprachgebrauch nachzudenken: „Stelle andere sprachlich nicht so dar, wie du nicht wollen würdest, dass man dich an ihrer Stelle darstelle.“ Denn jeder Mensch sollte das Gesetz aller Kommunikation berücksichtigen: Bedeutung wird immer sowohl bei Sender*in als auch bei Empfänger*in hergestellt.

Informiert euch

Hier findet ihr einen Beitrag über zwei kontroverse Perspektiven eines Journalisten und eines Philosophen zu der Frage, ob wir Political Correctness brauchen.

Hier findet ihr einen Beitrag zu der Frage, ob und warum das so häufig verwendete Wort „man“ gegendert werden sollte.

Hier findet ihr mehrere Videos zum Thema „Politisch korrekt?!“.

 

– Ronja –

Das Beitragsbild ist von Patrick Fore auf Unsplash.

Der Beitrag Die Macht der Worte erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Verantwortung in Lieferketten

SWP - 26. Februar 2021 - 0:00

Mitte Februar haben sich die beteiligten Bundesministerien auf einen Entwurf für ein Gesetz über die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten geeinigt. Dies ist ein wichtiger Schritt, damit deutsche Unternehmen umfassende Verantwortung für die Lieferketten ihrer Waren und Dienstleistungen übernehmen. Deutschland hat sich damit in die Riege europäischer Länder wie Frankreich und die Niederlande ein­gereiht, die verbindliche Regulierungsrahmen schon gesetzt haben. Gleich­wohl hat die Bundesregierung mit der Absage an eine zivilrechtliche Haftung auf einen ent­scheidenden Hebel verzichtet, um Unternehmen, die ihrer Sorgfaltspflicht nicht nachkommen, gezielt zu sanktionieren. Um dem Gesetz die größtmögliche Wirkung zu verleihen, sollten Bundestag und Bundesregierung da­her weitere flankierende Maßnahmen beschließen, die über die rechtlichen Regelungen im Gesetzentwurf hinausgehen. Deutschland kann zudem auf europäischer und internationaler Ebene dazu beitragen, dass Unternehmen in der EU und im globalen Maßstab mehr Ver­antwortung in Lieferketten übernehmen.

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Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung veröffentlicht Abschlussbericht

SID Blog - 25. Februar 2021 - 21:04
Heute legt der Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung seinen Abschlussbericht „Shifting the Trillions – Ein nachhaltiges Finanzsystem für die Große Transformation" vor. Die zuständigen Staatssekretäre des Bundesministeriums für Finanzen, des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie nehmen ihn für die Bundesregierung mit großem Dank entgegen. 

Finanzstaatssekretär Dr. Kukies: „Mein Dank gehört allen, die in den letzten eineinhalb Jahren die Diskussion mit großem Engagement bereichert haben. Wir haben nun zahlreiche Impulse für die Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung. Aber nicht nur der Staat ist gefordert: Jeder Akteur im Finanzsystem muss sich fragen, ob die Nachhaltigkeitsrisiken erkannt sind und alle Chancen der Transformation genutzt wurden."

Die Bundesregierung hat den Sustainable Finance-Beirat bei seiner Gründung bewusst heterogen und interdisziplinär besetzt und damit der Breite und Vielfalt des Themas Rechnung getragen. Die Arbeit des Beirats ist zudem in einem sehr dynamischen Umfeld erfolgt. Gerade in jüngster Zeit haben wir auf der globalen, der europäischen und auch der nationalen Ebene wichtige Fortschritte erreicht. Auch immer mehr Unternehmen und Finanzmarktakteure in Deutschland und Europa berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte bei ihren Investitionsentscheidungen.

Umweltstaatssekretär Flasbarth: „Ich bin überzeugt, dass nachhaltiges Handeln von Unternehmen und Finanzmarktakteuren einen großen Anteil am Erfolg und der Zukunftsfähigkeit unserer Volkswirtschaft hat. Hieran wollen wir gemeinsam weiter arbeiten und die geeigneten Strukturen und Rahmenbedingungen in Deutschland schaffen und weiterentwickeln. Der Beirat hat damit maßgeblich zu einem Bewusstseinswandel in der öffentlichen Debatte in Deutschland beigetragen und deutlich aufgezeigt, wo Umsetzungs- und Anpassungsbedarf besteht. Der Abschlussbericht markiert daher auch kein „Ende der Diskussion", sondern ist für uns Motivation und Ansporn."

Der Beirat hat nun über 30 Empfehlungen erarbeitet, die wir sorgsam prüfen und bei der anstehenden Erarbeitung der Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung berücksichtigen. Die Sustainable Finance-Strategie der Bundesregierung wird im Rahmen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt, um Politikkohärenz zu ermöglichen. Sie wird sich auf ambitionierte, aber auch praktikable Handlungsoptionen insbesondere in der Finanzmarktpolitik fokussieren. Zentral ist dabei, die finanziellen Risiken der anstehenden Transformation zu kontrollieren und gleichzeitig die immensen Chancen zu nutzen, die sich ergeben.

Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Nußbaum: "Die Arbeit des Beirats macht die Bedeutung von Sustainable Finance für Öffentlichkeit und Unternehmen deutlich. Wichtig ist dabei, dass alle Akteure mit an Bord genommen werden, damit das gemeinsame Ziel gelingt, Deutschland zu einem führenden Sustainable Finance-Standort zu machen. Dazu sind klare Rahmenbedingungen und ambitionierte sowie realistisch umsetzbare Empfehlungen entscheidend"

Im Februar 2019 hat der Staatssekretärsausschuss für Nachhaltige Entwicklung beschlossen, einen Sustainable Finance-Beirat der Bundesregierung einzusetzen, der u.a. Empfehlungen für die Sustainable Finance-Strategie erarbeiten soll.

Mehr Informationen unter: www.sustainable-finance-beirat.de

 im Juni 2019 hat die Bundesregierung den Sustainable Finance-Beirat eingesetzt, um Empfehlungen für diesen Bereich auszuarbeiten. In diesem Moment stellt das Gremium seine Arbeitsergebnisse vor. In seinem Abschlussbericht präsentiert der Beirat vielfältige und konkrete Empfehlungen für ein nachhaltigeres Finanzsystem in Deutschland. Die Vorschläge gliedern sich in fünf Bereiche: einen verlässlichen Politikrahmen, Berichterstattung, Wissensaufbau, Finanzprodukte und die Verstetigung der Beiratsarbeit.

 

Finanzwende-Vorstand Gerhard Schick ist neben weiteren Akteuren aus Zivilgesellschaft, Finanzbranche und Wissenschaft Mitglied dieses Beirats. Aus seiner Sicht sind die Empfehlungen des Beirats ein wichtiger Impuls, um die Finanzmärkte in Deutschland zum Hebel für Umwelt- und Klimaschutz zu machen. Er betont: „Jetzt ist die Bundesregierung am Zug: Sie muss eine überzeugende Sustainable Finance-Strategie vorlegen und noch vor der Bundestagswahl erste Maßnahmen umsetzen.“ Auf Initiative von Finanzwende empfiehlt der Beirat, dass öffentliche Kapitalanlagen wie die der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen investiert werden. Der Wirtschaftsstabilisierungsfonds soll zu einem Transformationsfonds weiterentwickelt werden. Der öffentliche Sektor steht laut Finanzwende besonders in der Pflicht, als Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit zu agieren. Gerhard Schick sieht auch bei Sparkassen großen Nachholbedarf: „Es ist ein Unding, dass viele Sparkassen im Jahr 2021 noch keinerlei Strategie im Umgang mit Klimarisiken haben. Zu Recht fordert der Beirat, den Gemeinwohlauftrag der Sparkassen klarer zu fassen und ihn so mit Blick auf Nachhaltigkeit greifbarer zu machen.“ So erfreut sich der überparteiliche Verein mit vielen Ergebnissen des Beirats zeigte, so kritisch blickt er auf die Rolle der Branchenverbände: „Die Interessenverbände waren zwar offiziell nur Beobachter des Beirats, konnten aber mit ihren großen Ressourcen massiv bremsen. Das muss der Bundesregierung eine Lehre sein: Eine erfolgreiche Sustainable Finance-Strategie wird nur möglich sein, wenn man nicht auf die Lobbyverbände hört.“

 Eine umfassendere Einordnung der Ergebnisse finden Sie hier: https://www.finanzwende.de/index.php?id=763

Den Bericht des Beirats hier: https://sustainable-finance-beirat.de 


Golfstrom-System schwächer als je zuvor im vergangenen Jahrtausend

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:37
Noch nie in über 1000 Jahren war die Atlantische Meridionale Umwälzströmung (AMOC), auch als Golfstrom-System bekannt, so schwach wie in den letzten Jahrzehnten: Dies ist das Ergebnis einer neuen Studie von Wissenschaftlern aus Irland, Großbritannien und Deutschland. Die Forscher stellten sogenannte Proxydaten zusammen, die hauptsächlich aus natürlichen Archiven wie Ozeansedimenten oder Eisbohrkernen stammen und mehrere Hundert Jahre zurückreichen, um die Strömungsgeschichte der AMOC Strömung zu rekonstruieren. Sie fanden solide Belege dafür, dass die Abschwächung im 20. Jahrhundert im vergangenen Jahrtausend beispiellos war - sie ist wahrscheinlich eine Folge des vom Menschen verursachten Klimawandels. Die gigantische Ozeanzirkulation AMOC ist für Wetterlagen in Europa und den regionalen Meeresspiegel in den USA bedeutsam; ein wichtiger Hinweis auf ihre Verlangsamung ist eine in den letzten Jahrzehnten entstandene „Kälteblase" im nördlichen Atlantik.
Neue internationale Übersichtsstudie bestätigt AMOC-Stärke auf Rekordtief seit über 1000 Jahren.

„Das Golfstrom-System funktioniert wie ein riesiges Förderband, das warmes Oberflächenwasser vom Äquator nach Norden transportiert und kaltes, salzarmes Tiefenwasser zurück in den Süden schickt. Es bewegt fast 20 Millionen Kubikmeter Wasser pro Sekunde, etwa das Hundertfache des Amazonasstroms", erklärt Stefan Rahmstorf, Forscher am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung PIK und Initiator der Studie, die in Nature Geoscience veröffentlicht wurde. Frühere Studien von Rahmstorf und KollegInnen zeigten eine Verlangsamung der Meeresströmung um etwa 15 Prozent seit Mitte des 20. Jahrhunderts und brachten dies mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung in Verbindung. Ein belastbares Bild über die langfristige Entwicklung fehlte jedoch bisher – das liefern die Forscher mit ihrer Übersichtsstudie, welche die Ergebnisse bisheriger Proxy-Daten-Studien vergleicht.

„Wir haben zum ersten Mal eine Reihe von früheren Studien kombiniert und festgestellt, dass sie ein konsistentes Bild der AMOC Entwicklung über die letzten 1600 Jahre liefern", so Rahmstorf. „Die Studienergebnisse legen nahe, dass die AMOC Strömung bis zum späten 19. Jahrhundert relativ stabil war. Mit dem Ende der kleinen Eiszeit um 1850 begann die Meeresströmung schwächer zu werden, wobei seit Mitte des 20. Jahrhunderts ein zweiter, noch drastischerer Rückgang folgte." Bereits im Sonderbericht über den Ozean des Weltklimarats (IPCC) von 2019 wurde mit mittlerem Vertrauensniveau zudem geschlussfolgert, 'dass die atlantische meridionale Umwälzströmung im Vergleich zu 1850-1900 schwächer geworden ist.' „Die neue Studie liefert weitere unabhängige Belege für diese Schlussfolgerung und stellt sie in einen längerfristigen paläoklimatischen Kontext", so Rahmstorf weiter.

Von Temperatur zu Strömungsgeschwindigkeit: Die Kunst, Klimaveränderungen in der Vergangenheit zu rekonstruieren

Da langfristige direkte AMOC-Messungen erst seit 2004 durchgeführt werden, wendeten die Forscher einen indirekten Ansatz an. Sogenannte Proxydaten halfen ihnen dabei, mehr über die langfristige Entwicklung der AMOC herauszufinden. Diese Zeugen der Vergangenheit werden aus natürlichen Umweltarchiven gewonnen, wie zum Beispiel Baumringen, Eisbohrkernen, Ozeansedimenten und Korallen sowie aus historischen Daten, z.B. Schiffslogbüchern.

„Wir haben eine Kombination aus drei verschiedenen Datentypen verwendet, um Informationen über die Ozeanströmungen zu erhalten: die Temperaturänderungen im Atlantik, die Verteilung der Wassermassen und die Korngrößen der Tiefsee-Sedimente, wobei die einzelnen Archive von 100 bis ca. 1600 Jahre zurückreichen. Während einzelne Proxydaten bei der Darstellung der AMOC-Entwicklung unvollkommen sind, ergab die Kombination aller drei ein robustes Bild der Umwälzzirkulation", erklärt Levke Caesar, Teil des Irish Climate Analysis and Research Units an der Maynooth University und Gastwissenschaftlerin am PIK.
Drei verschiedene Arten von Proxydaten aus der Vergangenheit, zum Beispiel aus Ozeansedimenten, stützen das Studienergebnis. Aktuelle Beobachtungen zeigen eine Kälteblase im Nordatlantik.
Proxy-Datensätze sind im Allgemeinen mit Unsicherheiten behaftet. Diese berücksichtigte die Statistikerin Niamh Cahill von der Maynooth University in Irland bei ihren Tests der Robustheit der Ergebnisse. Sie fand heraus, dass in 9 der 11 betrachteten Datensätze die moderne AMOC-Schwächung statistisch signifikant ist: „Wenn wir annehmen, dass die mit den Proxy-Datensätzen gemessenen Prozesse Änderungen in der Strömung widerspiegeln, liefern sie ein konsistentes Bild – und das trotz der Tatsache, dass die Daten an unterschiedlichen Orten aufgenommen wurden und verschiedene Zeitskalen repräsentieren. Die Abschwächung der Strömung ist seit mehr als 1000 Jahren beispiellos", so Cahill.

Warum schwächelt AMOC?

Eine Verlangsamung der Zirkulation wird von Klimamodellen seit langem als Reaktion auf die durch Treibhausgase verursachte globale Erwärmung vorhergesagt – und einer Reihe von Studien zufolge ist dies wahrscheinlich der Grund für die beobachtete Abschwächung. Die atlantische Umwälzung wird durch die von Wissenschaftlern bezeichnete Tiefenkonvektion angetrieben, verursacht durch die Dichteunterschiede im Ozean: Warmes und salzhaltiges Oberflächenwasser bewegt sich von Süden nach Norden, wobei es abkühlt und dadurch dichter wird. Wenn es schwer genug ist, sinkt das Wasser in tiefere Ozeanschichten ab und fließt zurück in den Süden. Die globale Erwärmung stört diesen Mechanismus: Durch vermehrte Niederschläge und das verstärkte Abschmelzen des grönländischen Eisschildes wird dem nördlichen Atlantik Süßwasser zugeführt. Dadurch sinkt dort der Salzgehalt und damit die Dichte des Wassers, was das Absinken hemmt und so die Strömung der AMOC Zirkulation schwächt.

Die Abschwächung wird auch mit einer einzigartigen deutlichen Abkühlung des nördlichen Atlantiks in den letzten hundert Jahren in Verbindung gebracht. Diese sogenannte „Kälteblase" wurde von Klimamodellen als Folge einer sich abschwächenden AMOC vorhergesagt, welche weniger Wärme in diese Region transportiert.
Ursachen: Die AMOC Verlangsamung wird seit langem von Klimamodellen als Folge der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung vorhergesagt.

Die Folgen der AMOC-Abschwächung könnten für die Menschen auf beiden Seiten des Atlantiks vielfältig sein, wie Levke Caesar erklärt: „Die nordwärts fließende Oberflächenströmung der AMOC führt zu einer Ablenkung von Wassermassen nach rechts, weg von der US-Ostküste. Dies ist auf die Erdrotation zurückzuführen, die bewegte Objekte wie Strömungen auf der Nordhalbkugel nach rechts und auf der Südhalbkugel nach links ablenkt. Wenn sich die Strömung verlangsamt, schwächt sich dieser Effekt ab und es kann sich mehr Wasser an der US-Ostküste aufstauen. Das kann zu einem verstärkten Meeresspiegelanstieg führen." In Europa könnte eine Verlangsamung der AMOC zu mehr extremen Wetterereignissen führen, z.B. durch eine Veränderung der Zugbahn sowie mögliche Verstärkung von Winterstürmen über dem Atlantik. Andere Studien nennen extreme Hitzewellen oder eine Abnahme der Sommerniederschläge als mögliche Folgen. Wie genau sich weitere Konsequenzen gestalten, ist Gegenstand der aktuellen Forschung; die Wissenschaftler wollen auch im Detail klären, welche Teile der AMOC sich wie und aus welchen Gründen verändert haben.

„Wenn wir die globale Erwärmung auch künftig vorantreiben, wird sich das Golfstrom-System weiter abschwächen – um 34 bis 45 Prozent bis 2100, gemäß der neuesten Generation von Klimamodellen", folgert Rahmstorf. „Das könnte uns gefährlich nahe an den Kipppunkt bringen, an dem die Strömung instabil wird."

Artikel: L. Caesar, G. D. McCarthy, D. J. R. Thornalley, N. Cahill, S. Rahmstorf (2020): Current Atlantic Meridional Overturning Circulation weakest in last millennium. Nature Geoscience [DOI: 10.1038/s41561-021-00699-z].

Weblink zum Artikel, sobald er veröffentlicht ist:  https://dx.doi.org/10.1038/s41561-021-00699-z             

Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), 25.02.2021

Wasser in der Stadt in Zeiten des Klimawandels | 02. März 2021, 14:00 – 15:30 UHR

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:34


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Online-Seminar-Reihe der
AG Wasser
im Forum Umwelt & Entwicklung

Stadt – Land – Gewässer: 
Wasser für Alle?! Im Rahmen unserer vierteiligen Online-Seminar-Reihe diskutieren wir lokale und globale Perspektiven auf Wassergerechtigkeit im Beziehungsgeflecht von Stadt, Land und Umwelt, zeigen die Verantwortung Deutschlands und der Bundesregierung auf und formulieren und vermitteln Positionen.

Wir laden Sie herzlich zum zweiten Seminar der Reihe ein: Von Überflutung bis Wasserstress: Wasser in der Stadt in Zeiten des Klimawandels

DIENSTAG 02. MÄRZ '21
14:00 BIS 15:30 UHR

Die zweite Veranstaltung der Reihe beschäftigt sich mit dem Klimawandel und seinen Auswirkungen auf den Wasserkreislauf in der Stadt. Genauer: Was bedeuten die Veränderungen für das Menschenrecht auf einwandfreies und sauberes Trinkwasser und Sanitärversorgung?

Weltweit wachsen die Städte und damit steigt auch ihr Bedarf an Wasser. Dort zeigt sich, wie wichtig der sichere und stabile Zugang zu Trinkwasser und sanitären Anlagen für das Überleben und das Wohlergehen der gesamten Menschheit ist – gerade auch in Krisenzeiten. Die Städte sind die größten Treiber für Wasserstress, auf der anderen Seite drohen durch Wetterextreme vermehrte Überflutungen. Zunehmend geraten Städte an ihre Grenzen. Der sogenannte „Day Zero", also der drohende Zusammenbruch der kommunalen Wasserversorgung, wie beispielhaft in Kapstadt 2018, macht dies eindrücklich deutlich. Auf die Städte kommt damit eine große öffentliche Verantwortung zu, die es durch Gemeinwohlorientierung angelehnt an die Menschenrechte auf Wasser und Sanitärversorgung zu meistern gilt. Städte sind zugleich Orte, an denen alternative Ansätze vorgelebt und erprobt werden können. Welche (neuen) Kooperationen und Konzepte sind gefragt, um die Menschenrechte auf Wasser und die Klimaresilienz zu stärken?

UNTER ANDEREM WOLLEN WIR DISKUTIEREN
  • Wie steht es um den Zugang für jede:n angesichts knapper werdender Ressourcen von sauberem Süßwasser der Städte?
  • Wie organisieren die Städte öffentlich zugängliche Trinkbrunnen an belebten Plätzen und in öffentlichen Einrichtungen?
  • Wie kann ein fairer Interessenausgleich zwischen Städten und ihrem Umland gelingen?
  • Wie steht es um klimaresiliente Metropolregionen?
  • Welchen Beitrag leisten Prinzipien wie bspw. die der Blue Communities zur Verwirklichung des Rechts auf Wasser?

INPUTS VON
≈ Dr. Rajendra Singh (Umweltschützer, „Waterman of India" und Gewinner des Stockholmer Wasserpreises)

≈ Andreas Giga (Leiter Service-Organisation der Zukunftsinitiative „Wasser in der Stadt von morgen", Emschergenossenschaft/Lippeverband)

≈ Christa Hecht (Blue Community)


MODERATION
≈ Samuel Höller (a tip: tap e.V.)
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Programmübersicht
SEMINAR 3 Wasserkraft ― Holzweg für Klimaschutz und Entwicklungspolitik

DONNERSTAG, 11. MÄRZ 2021, 14:00 – 16:00 UHR

SEMINAR 4 Die Rolle Deutschlands beim Schutz des Zugangs zu Wasser hier und weltweit

DONNERSTAG, 18. MÄRZ 2021, 14:00 – 16:00 UHR Anmelden


Forum Umwelt und Entwicklung
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Deutschland

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LHÜ-Info Februar 2021

SID Blog - 25. Februar 2021 - 19:34

LHÜ-INFO Februar 2021

AKLHÜ-Feature Willig, aber nicht gewollt? Hürden, die Incoming-Freiwillige vor Beginn ihres Dienstes meistern müssen

Christina Schulte, Geschäftsführerin von VIA e.V. und AKLHÜ Vorstandsmitglied, berichtet über die Herausforderung und Chancen der Incoming-Dienste, die große Bereicherung, die Incomer*innen sowohl für das Einsatzland Deutschland als auch für das Herkunftsland darstellen sowie die damit verbundene Entstehung interkultureller Lernorte, bei denen unterschiedliche Erfahrungen, Einstellungen und manchmal auch Werte aufeinanderprallen und somit zu mehr Vielfalt und gelebter Toleranz beitragen können.

→ Zum LHÜ-Feature

   

Personelle Zusammenarbeit (PZ) Personelle Zusammenarbeit: eine Erfolgsgeschichte! - Bundesminister Müller würdigt kirchliche Entwicklungsdienste

Bundesminister Dr. Gerd Müller hat anlässlich des 60-jährigen Bestehens von Brot für die Welt (BfdW) die Arbeit der beiden kirchlichen Entwicklungsdienste und das Engagement der von ihnen vermittelten Fachkräfte in besonderer Weise gewürdigt:

"Ihre Fachkräfte und Freiwillige sind mit großem Engagement in den Einsatzländern, oft unter schwierigsten Lebens- und Arbeitsbedingungen und in Konflikt- und Krisenregionen. - Dafür möchte ich Ihnen allen danken!" schreibt  Bundesminister Dr. Gerd Müller und weiter: "Geleitet von christlichen Werten wie Verantwortung, Nachhaltigkeit und Wertschätzung stellen Sie den Menschen mit seinen Fähigkeiten in den Mittelpunkt und schaffen so Räume für Eigeninitiative und gegenseitiges Lernen: für nachhaltige Entwicklung.".

→ Weiterlesen

  Digitalisierung in der internationalen Personellen Zusammenarbeit

Potenziale und Veränderungen des digitalen Wandels standen im Mittelpunkt der 6. Internationalen Fachtagung zur Personellen Entwicklungszusammenarbeit (PEZA) vom 25. bis 26. Januar mit rund 120 Teilnehmenden aus aller Welt. Veranstalter waren die drei grössten PEZA-Organisationen im deutschsprachigen Raum - AGIAMONDO (Deutschland), Comundo (Schweiz) und HORIZONT3000 (Österreich).

„Die Digitalisierung wird unsere Arbeit grundlegend verändern. Ziel dieses Austauschs ist es, digitale Trends in der PEZ ausfindig zu machen und sich von aktuellen Beispielen und konkreten Projekten inspirieren zu lassen.", so Eric Keller, Geschäftsführer von Comundo.

→ Weiterlesen

  Die Vermessung der Corona-Realität: Externe Evaluierung bestätigt CFI-Engagement

In Anbetracht der weltweiten COVID-19-Pandemie beauftragte Christliche Fachkräfte International (CFI) ein Beraterteam von FAKT, einem anerkannten Evaluierungsinstitut, um die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die aktuellen und zukünftigen Entwicklungshelfer*innen-Entsendungen von CFI, sowohl auf konzeptioneller als auch auf der Umsetzungs-Ebene, zu untersuchen.

Der Zwischenbericht verdeutlicht, dass die Arbeit der CFI Entwicklungshelfer*innen (EH) heute gefragter ist denn je. Denn die Corona-Pandemie trifft einige Länder des Globalen Südens besonders hart und verschlechtert die Lebensbedingungen der Menschen zusätzlich.

→ Weiterlesen

  Trotz Corona über 30.000 Beratungen zum Auslandsaufenthalt - Eurodesk veröffentlicht Jahresstatistik 2020

Welche Möglichkeiten für einen Auslandsaufenthalt gibt es aktuell? In welche Länder ist eine Ausreise derzeit möglich? Welche Alternativen gibt es? Eurodesk Deutschland und seine regionalen Servicestellen haben im Jahr 2020 über 30.700 Jugendliche, Eltern, Multiplikator*innen sowie Trägerorganisationen beraten und über Mobilitätschancen und Fördermöglichkeiten informiert. Das am häufigste nachgefragte Programmformat waren internationale Freiwilligendienste. 31% der Anfragen bezogen sich auf das Europäische Solidaritätskorps.

→ Weiterlesen

   

Tipps & Termine Globales Lernen und Agenda 2030 - Das AWO International Online-Programm 2021

Globales Lernen, Bildung für nachhaltige Entwicklung oder Global Citizenship Education – um sich in diesen Bereichen weiterzubilden, bietet AWO International im Pandemiejahr 2021 neue Onlinefortbildungen und Onlinekurse an.

Das Angebot richtet sich an Trägerorganisationen von Freiwilligendiensten, Träger außerschulischer Jugendarbeit, die Jugendwerke der AWO und die Bereiche Fort- und Erwachsenenbildung in der Freien Wohlfahrtspflege.

→ Mehr Infos

   

IMPRESSUM
Herausgeber: AKLHÜ e.V. – Netzwerk und Fachstelle für Internationale Personelle Zusammenarbeit
Redaktion: Wanja Amling, Tel.: 0228-9089914, aklhue@entwicklungsdienst.de 
Redaktionsschluss der nächsten Ausgabe: 22.03.2021

Bildnachweis: Oben: VIA e.V., Mitte: Pixabay License, Unten: Unsplash License


Black History Month – mehr als ein Monat

ONE - 25. Februar 2021 - 14:00

Jedes Jahr feiern Schwarze Communities weltweit den Black History Month. Während Großbritannien dies im Oktober tut, hat sich Deutschland mit der Wahl des Februars den USA und vielen weiteren Ländern angeschlossen. Der Black History Month gibt uns allen die Möglichkeit, unseren Fokus auf Schwarze Geschichte zu richten und auf Biografien aufmerksam zu machen, die in der Mehrheitsgesellschaft oft marginalisiert oder vergessen werden, um dann dieses Wissen mit ins ganze restliche Jahr zu tragen.

Wir von ONE wollen zum Abschluss des Black History Months die Initiativen hervorheben, die sich hierzulande das ganze Jahr über für die Verbesserung der Lebensrealitäten Schwarzer Menschen einsetzen und für mehr Sichtbarkeit Schwarzer Geschichte in der Gesamtgesellschaft sorgen.

Ursprung in den USA

Seinen Ursprung hat der Black History Month in den USA. Im Jahr 1926 initiierte der Historiker Carter G. Woodson erstmals eine Woche, in der die Leistungen von Afroamerikaner*innen in den Mittelpunkt gestellt wurden. Dabei wählte Woodson bewusst den Februar, denn so fällt der Black History Month mit den Geburtstagen wichtiger Schlüsselfiguren der afroamerikanischen Geschichte zusammen: Abraham Lincoln, Frederick Douglas und Langston Hughes. Ein halbes Jahrhundert später, 1976, wurde die jährlich wiederkehrende Wochenfeier auf den ganzen Monat Februar ausgeweitet. Seitdem wird der Black History Month jedes Jahr begangen und fand in den 1990er Jahren auch in Deutschland Einzug.

Wie steht es um den Black History Month in Deutschland?

Ein Blick in Kulturinstitutionen zeigt: Die Sichtbarkeit und Biografien Schwarzer Menschen ist weiterhin auch hierzulande sehr gering. Trotz Familiengeschichten Schwarzer Deutsche*r, die bis zum Kaiserreich zurückreichen,  jahrzehntelanger Arbeit von Aktivist*innen hierzulande, wie May Ayim in den 80ern oder Natasha Kelly heutzutage, und weitreichender Aufklärungsarbeit diverser Organisationen. Wenn im Februar im Deutschen öffentlichen Diskurs also an die  Schwarze Geschichte und die Errungenschaften Schwarzer Menschen gedacht wird, dann ist dies ein wichtiger aber auch nur ein kleiner Schritt, um marginalisierten Lebensrealitäten den verdienten Raum zu geben. 28 Tage sind ein Anfang, um Sichtbarkeit zu schaffen, Communitites zu empowern und starken Schwarze Stimmen im Diskurs hervorzuheben.

Du willst dich über den Black History Month hinaus engagieren? Folgende Initiativen gehen mit gutem Beispiel voran.

Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland Bund e.V.

Der Arbeit von May Ayim und der Initiative Schwarze Menschen in Deutschland (ISD) ist es maßgeblich zu verdanken, dass der Black History Month seit den 90ern auch in Deutschland zelebriert wird. Der Verein vertritt die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland, unterstützt die Schwarze Community und setzt sich gegen Rassismus ein. Dabei verwirklichte der ISD bereits Projekt wie „Homestory Deutschland“ – eine Ausstellung, die Schwarze Biografien in der Geschichte und der Gegenwart in den Mittelpunkt stellte.

Jena: Schwarze Selbstporträts aus drei Jahrhunderten | Die Ausstellung „Homestory Deutschland“ greift die Erinnerungstraditionen Schwarzer Menschen auf. https://t.co/3Pn1HxhORH

— ISD Bund e.V. (@ISDBund) September 5, 2019

Center for Intersectional Justice

Das Center for Intersectional Justice macht auf Mehrfachdiskriminierung aufmerksam und setzt sich dafür ein, die Antidiskriminierungs- und Gleichstellungspolitik inklusiver zu gestalten und strukturelle Ungleichheiten in Europa effektiver zu bekämpfen. Aus dem Black History Month machen sie dieses Jahr den „Black Theirstory Month“ und stellen dafür Schwarze Frauen, Schwarze Mitglieder der LGBTQ*-Community und Schwarze Frauen* mit Behinderung vor, welche die Bewegung für soziale Gerechtigkeit weltweit vorangetrieben haben. Es lohnt sich also insbesondere im Februar ein Blick auf ihre Social Media-Kanäle zu werfen.

Black Trans people's stories are a reminder to all of us that our fight for equality and justice needs to continue. There will be no #intersectionaljustice without the liberation of Black Trans people from oppression and discrimination. https://t.co/5fnYh5Opx3

— CIJ Berlin (@CIJBerlin) February 14, 2021

Each One Teach One (EOTO) e.V.

Each One Teach One sitzt in Berlin und sieht sich als Community-basiertes Bildungs- und Empowermentprojekt für die Schwarze Community. Durch verschiedene Projekte und Veranstaltungen unterstützen sie insbesondere junge Schwarze Menschen in der Hauptstadt. Mit ihrer Bibliothek zu afrodiasporischer Literatur, Philosophie und Kultur tragen sie zudem dazu bei, Schwarze Geschichte sichtbarer zu machen. Veranstaltung von EOTO e.V. und Partnerinitiativen im Rahmen des Black History Months 2021 findest du hier.

Reminder Heute, 19 Uhr: »BLACK DIASPORA LIBRARIES TALK«. Literatur & Archive der Schwarzen, afrikanischen & afrodiasporischen Communities in Deutschland. Ein Gespräch mit Millicent Adjei, Lamin Kargbo & Khabo Koepsell.
Auf EOTOs Youtube Kanal zu sehen: https://t.co/x5WH5OXzeU

— Each One Teach One (@EOTOBerlin) February 14, 2021

AfricAvenir International

AfricAvenir wurde in Kamerun gegründet und arbeitet seit 2000 auch in Deutschland. Die Nichtregierungsorganisation hat es sich zum Auftrag gemacht, politische Bildung und Wissensproduktion und -verbreitung aus afrikanischer Perspektive voranzutreiben. Dabei arbeiten sie in Europa sowohl auch in Afrika. Ihnen ist es wichtig, das Bild eines selbstbewussten Afrikas in einer gerechten Weltordnung zu vermitteln und einen (selbst-)kritische Aufarbeitung der afrikanisch-europäischen Geschichte voranzutreiben.

Berlin Postkolonial e.V.

Berlin Postkolonial e.V. wurde 2007 ins Leben gerufen. Die Initiative setzt sich seitdem mit der kritischen Aufarbeitung der regionalen Kolonialgeschichte in ihrer globalen Dimension auseinander. Dabei sollen auch postkoloniale und rassistische Denk- und Gesellschaftsstrukturen der Gegenwart aufgedeckt werden. Gleichzeitig möchte der Verein, die Bundesregierung zu einem Bekenntnis zur historisch-politischen Verantwortung für die Verbrechen der deutschen Kolonialzeit bewegen. Hierfür arbeitet der Verein mit gleichgesinnten Initiative zusammen.

TANG e.V. – The African Network of Germany

TANG e.V. ist der Dachverband von etwa 800 afrikanischen Vereinen und Einzelpersonen in Deutschland. Ihr Ziel: Die Teilhabe und Sichtbarkeit von Menschen mit afrikanischer Herkunft. Ob Wohnungssuche oder Bewerbungsgespräch: Viele Afrodeutsche Menschen erleben tagtäglich Alltagsrassismus und Diskriminierung. Die Anerkennung solcher Erfahrungen und die Illegalisierungen solcher Handlungen möchte TANG e.V. voranbringen. Konkret bedeutet das für die Arbeit von TANG e.V., dass sie die Interessen Schwarzer Menschen in Deutschland in Fachkommissionen, Foren und Arbeitsgruppen auf Bundesebene vertreten.

Wir freuen uns, dass unsere Vorsitzende #SylvieNantcha
heute auf Einladung der #Bundeskanzlerin und von @AWidmannMauz an der 2. Sitzung des Kabinettsausschuss gegen #Rassismus und #Rechtsextremismus teilnehmen konnte. https://t.co/MfnZZeuQX3

— The African Network of Germany e.V. (@TANG_eV) September 2, 2020

Und was passiert im Rest des Jahres?

Schwarze Geschichte findet nicht nur im Februar statt, sondern das ganze Jahr über. Die Initiativen, die wir hier aufgelistet haben, repräsentieren nur einen Bruchteil der Arbeit, die Schwarze Menschen weltweit tagtäglich tun, um für mehr Sichtbarkeit zu sorgen, die Interessen Schwarzer Menschen nach vorne zu bringen und gegen strukturelle Diskriminierung zu kämpfen. Wir wollen diese in ihrer Arbeit unterstützen und ihnen deswegen eine Plattform geben.

 

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25. Februar 2021

ONE - 25. Februar 2021 - 13:23
1. COVAX startet Impfkampagne

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, Tagesschau Deutschlandfunk, Spiegel und N-TV berichten, dass die internationale Impfstoff-Initiative COVAX gestern mit der größten Impfkampagne in der Geschichte begonnen hat. Als erstes Land der Welt habe Ghana von COVAX insgesamt 600.000 Corona-Impfstoffdosen des Herstellers AstraZeneca erhalten. Bis zum Jahresende wolle COVAX mindestens 20 Prozent der Bevölkerung Afrikas gegen Corona impfen lassen. Um 60 Prozent der Menschen auf dem gesamten Kontinent zu impfen, was der Mindestanforderung für Herdenimmunität entspreche, würden etwa 1,5 Milliarden Impfstoffdosen benötigt. Aktuelle Zahlen zeigen jedoch, dass COVAX das grundsätzliche Verteilungsproblem bisher nicht lösen könne. So seien rund 70 Prozent der bislang verabreichten Impfungen in den 50 reichsten Ländern eingesetzt worden. In den 50 ärmsten Ländern seien hingegen bisher nur 0,1 Prozent der weltweit einsetzbaren Impfdosen verabreicht worden. Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, moniert im Interview mit der Frankfurter Rundschau, dass die Krise die Ungleichheit auf der Welt sehr deutlich aufzeige. So hätten Patente längst ausgesetzt werden müssen, wie das bei HIV-Präparaten der Fall war, um weltweit mehr und kostengünstiger zu produzieren, so Füllkrug-Weitzel.

2. Schuldenerlass für arme Staaten gefordert

Kristina Rehbein, Politische Koordinatorin beim deutschen Entschuldungsbündnis erlassjahr.de, und Klaus Schilder, Experte für Entwicklungsfinanzierung bei der Entwicklungsorganisation Misereor, fordern in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Rundschau, dass die 20 reichsten Industrie- und Schwellenländer den ärmeren Staaten die Schulden erlassen müssen. Die durch die Corona-Pandemie ausgelöste wirtschaftliche Rezession habe viele Länder im globalen Süden in eine Schuldenkrise geführt. 132 von 148 Ländern seien kritisch verschuldet, 21 Länder bereits zahlungsunfähig. Betroffen seien vor allem Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen, die vorher schon in einer wirtschaftlich instabilen Situation gewesen seien. Statt die Forderungen der internationalen Gläubiger zu bedienen, sollten sie die knappen Mittel nutzen können, um sich gegen die Pandemie zu stemmen und ihre Gesundheitssysteme stärken, so Rehbein und Schilder. Im April 2020 habe die G20 mit dem Schuldenmoratorium für arme Länder zwar schon Maßnahmen zum Zahlungsaufschub im Krisenfall ergriffen. Allerdings verschiebe dies die Zahlungsverpflichtungen nur in die Zukunft. Einen Tag vor dem Treffen der G20-Finanzminister*innen fordern die Autor*innen daher echte Schuldenerlasse und eine Beteiligung privater Gläubiger an den Entschuldungsmaßnahmen.

3. Südafrika trennt sich von Kolonialnamen

Wie die Welt schreibt, werden in Südafrika auf Bestreben der Regierung Städte und Flughafen umbenannt, die koloniale Siedler*innen aus Europa geprägt haben. So werde Port Elizabeth nun zu Gqeberha und Berlin zu Ntabozuko. Schon in den vergangenen Jahren seien diverse Orte aus demselben Grund umbenannt worden.

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The COVID-19 pandemic and structural transformation in Africa: evidence for action

DIE - 25. Februar 2021 - 12:51

This study analyses how strengths and weaknesses of economic, societal, political and environmental structures played out during the Covid-19 crisis in Africa since March 2020. Its main aim is to improve evidence on the direct and indirect effects of the pandemic on African countries and, based on that evidence, identify policy implications and formulate recommendations. It comprises the analysis of (a) direct impacts of the pandemic as well as of policy responses such as lockdowns and their potential determinants; (b) indirect effects of lockdowns and policy responses to the pandemic on economic, social, political and environmental domains in the light of structural strengths and weaknesses of African countries. In general, the study is based on the assumption that economic and other structures determine the magnitude and direction of the pandemic’s impact on the short and long run. Its added value is the thematic comprehensiveness and the comparative analysis of country clusters. Amongst many other findings, the analysis shows the important role of social cohesion for coping with the pandemic and for sustainable development on the longer run. This implies the need for (a) material and immaterial investments in good and trustful relationships within societies and between society and the state; (b) incentives for increasing cooperation of individuals for a common good need to be at the core of future development strategies. It identifies a trias of political priorities, which are all equally important and relate to each other. They contain (a) inclusive and green economic development that must be linked to (b) the establishment and improvement of universal social systems (health, education, social protection in case of poverty, old age and unemployment) as well as (c) a redesign of political institutions that are capable and inclusive to collect revenues and provide public goods. (d) None of these policy priorities will be effective on the long run without saving ecosystems.

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How important is global value chain participation for export upgrading

DIE - 25. Februar 2021 - 12:21

Exporting higher quality and complex products is deemed pathway to economic growth and development. However, producing such products is knowledge‐intensive and requires quality intermediate inputs and advanced technologies. Integration into global trade networks is increasingly argued to be among the pathways to obtain such inputs and technologies, although not all countries may benefit equally from such integration. This paper builds on these arguments and investigates how participation in the global value chain (GVC) affects the quality of exported products. Using a highly disaggregated product‐level export data from 122 countries, we find that participation in (backward and forward) GVC impacts positively on the quality of exported products and brings the quality level closer to the quality frontier. While this result persists in the sub‐sample comprising developed countries, developing countries only benefit from backward GVC participation. Overall, the results indicate that GVC participation matters to export upgrading but points to a potential heterogeneity on the channel of impact across countries at different levels of development.

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Financial constraints, trust and export performances: firm-level evidence from Africa

DIE - 25. Februar 2021 - 12:17

Several existing studies have documented a negative relationship between firm financial constraint and export activities but do not attempt to examine factors that could attenuate this relationship in Africa. In this paper, we examine the effect of financial constraint on exports in Africa and explore how the level of trust in countries where firms are located shapes this relationship. We combine the World Bank Enterprise Surveys with different measures of country-level personal and interpersonal trust computed from the Afrobarometer surveys of 19 African countries. Our results show that financial constraints negatively affect export activities. However, this negative effect is attenuated for firms that are located in trust-intensive societies. These findings are robust to different specifications. Interestingly, we find that small and medium-sized enterprises in Africa are more likely to be affected by financial constraints but also more likely to benefit from a higher level of both personal and interpersonal trust, while for larger firms only interpersonal trust matters.

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156 Food Waste Reduction Measures and Data on the Entire German Food Retail Sector

SCP-Centre - 25. Februar 2021 - 11:04

Halfway through its cooperation, the Dialogue Forum for the Reduction of Food Waste in Wholesale and Retail can build upon numerous food waste reduction measures and, for the first time, delivers data on food waste for the entire food retail sector in Germany.

“The food waste community knows: only what is measured can also be reduced”, points out Nora Brüggemann, coordinator of the Dialogue Forum, underlining the need for transparency in order to facilitate impactful solutions.

Until now, studies on food waste quantities in Germany have represented only estimates, making it difficult to rely on them. The joint work of the 21 members of the Dialogue Forum is highly valuable not only in gaining more insights into food waste in the retail and wholesale sector in Germany and in the companies internally, but also in enabling the identification of reduction solutions that can deliver real impact.

Jointly, the retail and wholesale members have laid out the foundation for further analysis and work. All 21 members:

  • collect food waste data in their own companies. Of these, 16 companies have already shared these internally-collected data in the form of sales losses for the year 2019, enabling the Thünen-Institute, a Dialogue Forum partner, to calculate the food waste.
  • cooperate on food donations with a social institution, e.g., with the German food banks.
  • individually implement reduction measures, be it internally or at the interface with suppliers as well as measures related to food redistribution. So far, a total of 156 measures have been counted, including price reductions for fruits and vegetables or products close to the best-before-date; optimisation of the process-/logistics-/ and cool-chain; or innovative demonstration projects on the valorisation of food waste streams.

The data collected by the Dialogue Forum for the entire food retail sector, suggests that the extrapolated sales losses for 2019 amount to 4.1 billion euros (1.76 % of food sales), which corresponds to 710 thousand tons of food. Deducting food donations, this results in about 500 thousand tons of food waste. Further details can be found in the Dialogue Forum interim and monitoring reports. The interim report, compiled by the CSCP, provides a comprehensive overview of the activities implemented by the members, while the monitoring report prepared by the forum partner, Thünen-Institute, presents a detailed analysis of the collected data.

“In 2021, we aim to gather similarly high-quality data for the wholesale sector and to improve the data situation on food donations. In addition, we would like to individually analyse the data of interested companies in order to identify effective levers for reduction measures.”, highlights Lia Orr from the Thünen-Institute, the project partner responsible for data aggregation and analysis.

“These activities and the members engagement pave the way for the joint development of a target agreement with which the companies pursue the goal of halving food waste by 2030.”, says Nora Brüggemann, moderator of the Dialogue Forum, heralding the joint development of concrete reduction targets, principles of cooperation as well as measurement and review of progress.

The Dialogue Forum Wholesale and Retail is part of the National Strategy to Reduce Food Waste, adopted by the Germany government in 2019. The forum offers wholesale and retail companies in Germany a platform for their joint commitment to reduce food waste. The project is conducted by the CSCP in partnership with the Johann Heinrich von Thünen-Institut and it is funded by the Federal Ministry of Food and Agriculture (BMEL) .

For further information please contact Nora Brüggemann.

Der Beitrag 156 Food Waste Reduction Measures and Data on the Entire German Food Retail Sector erschien zuerst auf CSCP gGmbH.

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Neue Technologie erzeugt grüne Energie aus UV-Licht – mithilfe von Food Waste

reset - 25. Februar 2021 - 7:37
Ein 27-Jähriger hat eine neue Technologie erfunden, die Lebensmittelabfälle nutzt, um UV-Licht in sauberen Strom umzuwandeln, sogar ohne Sonnenlicht. Vor allem in Städten hat das AeREUS-System großes Potenzial.
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Zeitreise von Polio bis Corona: UNICEF im Kampf gegen Krankheiten

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