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Mode-Revolution mal anders

Engagement Global Presse - 12. April 2021 - 14:58
Engagement Global setzt in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit einen Fokus auf faire Arbeitsbedingungen - auch in der Textilproduktion. Foto: Ajayar Kumar Behera

Die diesjährige Fashion Revolution Week steht unter dem Motto „Rights, Relationships and Revolution“. Daran knüpfen Engagement Global und Future Fashion Forward e.V. mit ihrer Kooperation an, einer Kunstinstallation und einer Ausstellung.

Future Fashion Forward e.V. will die Aufklärung über soziale und ökologische Aspekte der Textilproduktion fördern. Engagement Global setzt in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit einen Fokus auf faire Arbeitsbedingungen, auch in der Textilproduktion, und will zum nachhaltigen (Kleider-)Konsum anregen.

Die Ausstellung „Ich mache Deine Kleidung! Die starken Frauen aus Südostasien“ wurde von Femnet e.V. konzipiert und zeigt die Lebenssituation führender Gewerkschafterinnen aus Bangladesch und Kambodscha, ergänzt mit Informationen zur Rolle der Frauen, zu ihren Arbeitsbedingungen und ihren Rechten. Zu sehen ist die Ausstellung am Freitag 23. April ab 13 Uhr und Samstag 24. April 2021 ganztägig in der Rathauspassage in Hamburg.

Das Finale bildet ein digitales „Kneipenquiz Slow vs Fast Fashion: nachhaltiger Konsum im globalen Kontext“ am Samstagabend, 24. April 2021 ab 20:15 Uhr bis circa 22:15 Uhr. Dort können Einzelpersonen oder Teams zeigen, was sie schon alles über die Nutzung von Ressourcen und die Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie, Nachhaltigkeitssiegel und den eigenen Bekleidungskonsum wissen. Die bestplazierten Teams können von beteiligten Labels – Bridge & Tunnel, Avocadostore, Jan 'n June und Marlowe – gestiftete Preise abräumen!

Für Unterhaltung sorgen informative Kurzinterviews mit Beatrace Angut Oola, Gründerin von Fashion Africa Now, und Thekla Wilkening, Gründerin der Kleiderei und Beraterin für verschiedene nachhaltige Projekte rund um das Thema Mode; sie ist festes Mitglied der Fashion Revolution Hamburg Gruppe. Moderiert wird das Quiz von Tom und Darren.

Eine Anmeldung zum digitalen Quiz wird über die Webseite von Engagement Global erfolgen und über QR-Codes in der Rathausmarktpassage. Der Zugang zur Quizplattform ist ausschließlich über Google Chrome und einen Laptop oder PC möglich.

Ansprechperson

Bianca Perčić
bianca.percic@engagement-global.de

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12. April 2021

ONE - 12. April 2021 - 12:26
1. Wiederwahlen von drei Präsidenten in Afrika

An diesem Wochenende wurden bei den Präsidentschaftswahlen der drei afrikanischen Ländern Dschibuti, Tschad und Benin die Amtsinhaber aller Voraussicht nach wiedergewählt, wie unter anderem Deutschlandfunk berichtet. In Dschibuti holte der 73-Jährige Omar Guelleh 97 Prozent der Stimmen für seine fünfte Amtszeit, schreiben die Tageszeitung (taz) und Yahoo. Guellehs Sieg war so wenig überraschend, dass die Oppositionsparteien darauf verzichtet hatten, eigene Kandidat*innen zu stellen. Dem seit 1999 mit harter Hand regierenden Präsident werde vorgeworfen, die Pressefreiheit und die freie Meinungsäußerung einzuschränken sowie die Opposition bei Protesten gewaltsam niederzuschlagen. Auch im Tschad schied die Opposition nach Unterdrückung vorzeitig aus, wie Tagesschau.de und der Tägliche Anzeiger Holzminden melden. So werde nach 30 Jahren Präsident Idriss Déby Itno, der selbsternannte “Boss im Sahel” wiedergewählt. Auch in Benin gelte die Wiederwahl von Patrice Talon in seine zweite Amtszeit als sicher, berichten die Deutsche Welle und Yahoo. Das Ergebnis werde heute oder morgen erwartet. Bei der gestrigen Präsidentenwahl standen gerade einmal drei Namen auf den Stimmzetteln. Bekannte Oppositionspolitiker*innen wurden im Vorfeld ausgeschlossen. 

2. Lizenzierung für mehr Impfstoff

Im Weltspiegel analysiert Sibylle Licht, wie mithilfe von Lizenzen mehr und schneller Covid-Impfstoffe produziert werden könnten. Hätten die Konzerne im April oder Mai 2020 ihr Wissen geteilt, “wären wir jetzt Monate weiter – stattdessen haben wir zu wenig Impfstoff”, so Brook Baker, Berater der WHO. Viele Hersteller haben das Know-how, die neuen mRNA-Impfstoffe herzustellen. Was es brauche, seien Lizenzierung und Wissenstransfer – beides laufe aber nur langsam an. Viele Pharmakonzern hätten bisher kein Interesse an Lizenzierungen gezeigt. Sie häufen Vermögen und hohe Gewinne an, weil sie die Rechte am geistigen Eigentum, also an Patentrechten, besitzen, so Baker. Damit sei eine Chance vertan, die Welt schneller mit den Corona-Vakzinen zu versorgen.

3. Kongo: Die größte Hungerkrise der Welt

Dominic Johnson thematisiert in der Tageszeitung (taz) die größte Hungerkrise der Welt, die sich in der Demokratischen Republik Kongo entwickelt hat. 27,3 Millionen Menschen, ein Drittel der kongolesischen Bevölkerung, leiden akut unter Hunger. Kongo sei nun das Land mit der weltweit größten Anzahl von Personen, die Hilfe zur Ernährungssicherheit benötigen. Das zeigt die neue Untersuchung der Regierung und der UN, in der sie gemeinsam halbjährlich die Ernährungslage der Bevölkerung ermitteln. 70 Prozent der Bevölkerung lebe auf dem Land in einer Situation absoluter Armut und Prekarität, heißt es in der Analyse weiter. Gründe dafür seien die Corona-Pandemie, ein dramatischer Wirtschaftseinbruch als auch ein politischer Stillstand auf allen Ebenen. Die Hoffnungen in den neuen Präsidenten Tshisekedi seien verflogen.

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Know-How für eine bessere Welt weitergeben

Engagement Global Presse - 12. April 2021 - 11:16
PFQ fördert Maßnahmen, mit denen NRO ihre in der Praxis erworbene entwicklungspolitische Expertise an andere entwicklungspolitische Akteure weitergeben. Foto: Anja Lehmann

Man muss das Rad nicht neu erfinden. Nichtregierungsorganisationen verfügen oft über einen großen Schatz an Erfahrung und Fachkenntnis zu bestimmten Themen und Methoden. Doch es erfordert Ressourcen, neben dem Tagesgeschäft dieses Wissen strukturiert an andere Organisationen weiterzugeben. Hier setzt das Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen (PFQ) an. Es fördert Maßnahmen, mit denen Nichtregierungsorganisationen (NRO) ihre in der Praxis erworbene entwicklungspolitische Expertise zu Themen oder Methoden an andere entwicklungspolitische Akteure weitergeben.

Aufgelegt wurde das Programm erstmals 2014. Hintergrund war die Erfahrung, dass viele Organisationen über umfangreiche Erfahrungen und Fachkenntnisse verfügen, die auch für andere hilfreich sein können. Für den nun dritten Zyklus, die Jahre 2021 bis 2023, beträgt das Förderbudget 650.000 Euro.

NRO, die über entwicklungspolitische Expertise verfügen und diese gerne an andere NRO weitergeben, können diese Fördermittel erhalten. Förderfähig sind klassische Schulungs- und Fortbildungsangebote für Mitarbeitende entwicklungspolitischer NRO aus Deutschland. Ein- oder mehrtägige Seminare, Seminarreihen, E-Learning-Plattformen oder eine Kombination aus Präsenz und digitalen Formaten – eine Vielfalt an Formaten ist möglich. Bedingung ist jedoch, dass sie für mindestens 15 Teilnehmende konzipiert sind.

Die maximale Fördersumme pro Maßnahme beträgt 35.000 Euro, bei Erstanträgen 25.000 Euro. Der Eigenanteil muss mindestens 25 Prozent betragen, Teilnahmebeiträge können auf den Eigenanteil angerechnet werden.

Auf unserem Blog berichtet Julia Wältring von VEN, Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen, in einem Interview vo ihren Erfahrungen mit dem PFQ.

Kontakt

Engagement Global
Programm zur Förderung entwicklungspolitischer Qualifizierungsmaßnahmen
Telefon +49 228 20 717-2316
pfq@engagement-global.de

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Wie Wissensnetzwerke ihr transformatives Potential entfalten

DIE - 12. April 2021 - 10:19

Die Pandemie macht es deutlicher denn je: Bei globalen Krisen sitzen wir alle im selben Boot. Um schnell einen Impfstoff zu entwickeln, waren enorme Investitionen, Wissen, die Vernetzung globaler Wertschöpfungsketten und Infrastruktur sowie interdisziplinäre und transnationale Teams von Wissenschaftler*innen notwendig. Auch Herausforderungen wie den Klimawandel, Finanzkrisen oder Cyberkriminalität bewältigt kein Land im Alleingang. Die heutige Welt ist vernetzt, komplex und vielschichtig. Wissensnetzwerke sind ein Instrument, um gemeinsam Probleme zu definieren und Lösungen zu erarbeiten. Um dies leisten zu können, müssen sie interdisziplinär und transnational ausgerichtet sein sowie die einzelnen Bereiche der Welt als Ganzes betrachten. Das Managing Global Governance (MGG)-Netzwerk des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE) ist ein Beispiel für solch ein Wissensnetzwerk. Es hat zum Ziel, nachhaltige Veränderungsprozesse auf sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Ebene voranzutreiben. Das Netzwerk dient dabei jungen Expert*innen aus verschiedenen Disziplinen und Ländern als Plattform, um an Lösungsansätzen zur langfristigen Steigerung des (globalen) Gemeinwohls zu arbeiten.

Wie kann das gelingen?

Die über zehnjährige Erfahrung des MGG-Netzwerks zeigt, dass es sich lohnt, in drei Dinge zu investieren: Vertrauen, eine gemeinsame Vision und Strukturen, die innovative Aktivitäten fördern.

Vertrauen ist der erste Grundpfeiler von Beziehungen, ohne die Netzwerke nicht funktionieren. Erfolgreiche Wissensnetzwerke bedürfen der stetigen Pflege von Beziehungen, um Vertrauen zu generieren und zu erhalten. Vertrauen erleichtert es, zusammenzuarbeiten und gemeinsam Probleme zu lösen. Entscheidungsprozesse werden effizienter, je höher das Vertrauen in die Netzwerkmitglieder, ihre Fähigkeiten und ihre Reputation aufgrund erfolgreicher Zusammenarbeit ist. Vertrauensvolle Kooperation stärkt Kreativität und Innovation. Anhand von greifbaren Konzepten wie Verlässlichkeit, Vorhersehbarkeit, Ehrlichkeit, Offenheit und persönlicher Nähe kann Vertrauen in der Praxis gesteigert werden. Vertrauensbildende Maßnahmen müssen ein Grundelement sämtlicher Netzwerkaktivitäten sein. Im MGG-Netzwerk wird immer Zeit für persönlichen Austausch eingeplant. Nur wenn ich meine Partner*innen kenne, kann ich ihnen auch vertrauen. Wichtig ist auch verlässliche, transparente und offene Kommunikation. Eine kontinuierliche Feedback- und Reflexionskultur stärkt das gegenseitige Vertrauen.

Eine gemeinsame Vision für das Netzwerk zu entwickeln, ist der zweite wichtige Grundpfeiler, um Potenzial für gesellschaftliche Transformation innerhalb eines Wissensnetzwerks zu entfalten. Eine solche Vision besteht aus geteilten Werten und Überzeugungen und setzt den Rahmen für die praktische Arbeit des Netzwerks. Nur wenn klar ist, „warum“ das Netzwerk „was“ erreichen will, kann auch detailliert am „wie“ gearbeitet werden. Besonders erfolgreich ist eine Netzwerk-Vision, wenn sie partizipativ im Netzwerk erarbeitet wird. Beispielsweise wurde im MGG-Netzwerk diskutiert: Was ist das Narrativ unseres Netzwerks, welche Werte machen uns aus? Welche Vision haben wir für die nächsten Jahre? Worin sind wir besonders gut? An welchen Punkten kann unsere Arbeit ansetzen, um besonders effektiv zu sein? Solch ein Prozess stärkt das Gemeinschaftsgefühl, definiert einen Rahmen für zukünftige Aktivitäten und beschreibt das grundlegende Ziel des Netzwerks. Auch wenn dies auf den ersten Blick aufwändig erscheint, wird ein Netzwerk langfristig davon profitieren.

Starke Netzwerke brauchen starke Strukturen. Besonders sinnvoll für Wissensnetzwerke, die gemeinwohlorientierte Transformation zum Ziel haben, ist es, Strukturen für Selbstorganisation zu etablieren. Selbstorganisation hat den Vorteil, dass die Projektentwicklung durch intrinsische Motivation der Netzwerkmitglieder vorangetrieben wird, da sie ihrer eigenen Leidenschaft folgen können. In großen heterogenen Netzwerken wie dem MGG-Netzwerk hat sich Selbstorganisation bewährt, um vielfältige Projekte voranzutreiben, ohne durch zentrale Steuerungsprozesse blockiert zu werden. Ermöglicht wird dies in Formaten wie den MGG Network Days, die den Raum und die Unterstützung bieten, um kreativ und in Gemeinschaft eigene Projekte zu entwickeln und diese im besten Fall selbstorganisiert weiter auszuführen. Auch virtuelle Kommunikationsplattformen sind ein sinnvolles Mittel, um eine selbstorganisierte Zusammenarbeit zu ermöglichen.

Um globalen Herausforderungen effektiv, schnell und flexibel begegnen zu können, lohnt es sich, in starke Netzwerke zu investieren. Vertrauensvolle Beziehungen in Netzwerken ermöglichen schnelle Entscheidungen. Strukturen, die Selbstorganisation fördern, bringen Innovationen hervor. Eine gemeinsame Vision lässt alle an einem Strang ziehen. In durch MGG initiierten Aktivitäten wie z.B. neuen Ausbildungsformaten im öffentlichen Dienst zur Umsetzung der Agenda 2030 zeigt sich, wie eine solche Netzwerk-Kultur zu konkreten Veränderungen führen kann.

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Internet from Space

SWP - 12. April 2021 - 10:00

A number of companies from the US and China plan to build networks of several thousand satellites each to enable access to the Internet from any point on Earth. These satellites will be stationed in low Earth orbit.

If these plans are put into practice, the global Internet infrastructure will acquire a whole new dimension. This would have far-reaching consequences for Internet access, the security and resilience of Internet infrastructure, and power relations in global Internet governance.

The home countries of the leading companies – above all the US, followed by China – would have extensive potential for political influence. They would be able to control, at the level of the Internet’s global infrastructure, the worldwide flows of information.

This research paper draws two scenarios to illustrate the range of possible developments and the corresponding potential responses: one describes the development of global oligopolies, the other a form of politically regulated global competition.

German and European political decision-makers should use regulations and public funding to work towards a future Internet infrastructure that is secure and reliable. The basis for this is the redundancy and diversity of the underlying technology. To this end, the new satellite constellations can be an important part of an appropriate mix of technologies.

It would be both politically and economically desirable for Europe to build its own constellation.

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Peter Ustinov: Ein Leben ist nicht genug

Unicef - 12. April 2021 - 9:00
„Alt ist ein Mensch, wenn er aufhört zu staunen“, sagte einmal Sir Peter Ustinov. Am 16. April wäre er 100 Jahre alt geworden. In diesem Sinne ist er nie wirklich alt geworden.
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Ororatech: Das Waldbrand-Orakel aus dem Weltall

reset - 12. April 2021 - 6:20
Das Münchner Startup Ororatech sammelt und aggregiert Sattelitenbilder, um vor Waldbränden weltweit zu warnen. Dafür werden unter anderem selbst entwickelte Nanosatelliten eingesetzt.
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Buchvorstellung: Christliche Umweltethik (online)

#HOCHN - 12. April 2021 - 0:00
Am 15.04.2021 wird das Buch "Christliche Umweltethik" von Harald Lesch in einer online Veranstaltung vorgestellt.

Foto: Prexels/Pixabay

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The new 'Concept on EU Peace Mediation': boosting EU capacities in crisis response and conflict resolution?

DIE - 11. April 2021 - 12:19

A decade after the adoption of the ‘Concept on Strengthening EU Mediation and Dialogue Capacities’, the EU presented the new ‘Concept on EU Peace Mediation’ in December 2020. Despite the 2009 concept’s importance for strengthening EU mediation capacities, there had been a persistent plea for updating the mediation concept in order to better outline the EU’s priorities and objectives in peace mediation and adapting them to a new geopolitical context. The new concept clearly delivers on these points.
The birth of the EU’s new concept on mediation and its enhanced ambition sensibly align with the EU’s unveiled ambition for a greater ‘geopolitical’ role. As the new concept underlines, the EU’s peace mediation efforts add to its geopolitical power and should not be seen as opposed to a vision of the EU becoming a more assertive global actor. Although the new framework is a positive step towards a politically and operationally more coherent EU mediation practice, open questions remain regarding the political and institutional conditions of an effective practical implementation of the new concept.
Going forward, the EU should further invest in institutionalising cooperation with member states in mediation, improve communication practices regarding its mediation activities and mainstream the mediation concept into its strategic and programming documents.

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Nachhaltigkeitsmonitor der KAS: Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2021 – Sind die Weichen richtig gestellt?

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Die am 10. März 2021 veröffentlichte Fortschreibung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS) der Bundesregierung kommt zu einem wichtigen Zeitpunkt. Das seit 2004 regelmäßig aktualisierte und 2016 an die UN-Nachhaltigkeitsziele gekoppelte Schlüsseldokument für Deutschlands Nachhaltigkeitspolitik muss sich daran messen lassen, ob die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele bis 2030 unter Pandemie-Bedingungen noch gelingen kann.

Im Vorwort des 388-seitigen Dokuments unter der Überschrift, „die Weichen richtig stellen für die Dekade des Handelns“ appelliert Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel an die Staaten, schneller und ehrgeiziger bei der Agenda-Umsetzung vorzugehen. Inwiefern die Vorschläge der in die Fortschreibung eingebundenen Akteure aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik aufgegriffen wurden und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, wird in der Publikation der Konrad-Adenauer-Stiftung erörtert.

Link (extern)
Zum PDF-Download des Nachhaltigkeitsmonitor: https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/deutsche-nachhaltigkeitsstrategie-2021

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Financing for Sustainable Development Report 2021 veröffentlicht

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Im Vorlauf des Financing for Development (FfD) Forums der Vereinten Nationen, das vom 12. bis 16. April virtuell stattfindet, wurde die neueste Ausgabe des Financing for Sustainable Development Reports veröffentlicht. Der Report wird von der so genannten Inter-Agency Task Force (IATF) erstellt, in der zahlreiche UN-Organisationen sowie IWF, Weltbank und WTO vertreten sind. Er gilt allgemein als die umfassendste Datensammlung und Analyse zu Fragen der Entwicklungsfinanzierung. Dazu enthält er auch Politikempfehlungen, die die UN-Mitgliedsstaaten bei ihren Verhandlungen beim kommenden FfD Forum berücksichtigen sollten.

Auf über 200 Seiten wirft der Report ein Licht auf den Schereneffekt, die zurzeit größte Herausforderung bei der Finanzierung nachhaltiger Entwicklung: Durch die von der Coronakrise verursachten Rückschläge sind die Kosten für die Umsetzung der Agenda 2030 noch weiter gestiegen, gleichzeitig sind einige Finanzierungsquellen eingebrochen, die privaten Direktinvestitionen und Rücküberweisungen von Arbeitsmigrant*innen noch stärker als die Mittel für öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA), und eine zunehmende Anzahl von Ländern im globalen Süden ist hoffnungslos überschuldet. Die Finanzierungslücke, die es zu schließen gilt, wächst also stetig weiter.

Der Report macht deutlich, dass ambitioniertes Handeln nötig ist, wenn die Agenda 2030 noch gerettet werden soll, und arme und reiche Länder sowie arme und reiche Schichten nicht noch weiter auseinanderdriften sollen.  Die

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Globalisierung ’21 | Neue Rezeptur, alte Probleme

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Das Jahr 2020 lässt Beobachterinnen und Beobachter der internationalen Politik mit einem Schleudertrauma zurück. Es begann mit Ereignissen, die wirklich nichts Gutes für die Zukunft erwarten ließen. Australien brannte, im Nahen Osten drohte nach der gezielten Tötung des iranischen Generals Soleimani ein erneuter blutiger Konflikt. Am 31. Januar verließ das Vereinigte Königreich nach langem Tauziehen endgültig die Europäische Union, verhandelte aber weiter über die handelspolitischen Folgen. Im Februar und März trat dann die COVID-19-Pandemie offen zu Tage und führte zu den größten ökonomischen und sozialen Verwerfungen seit dem Zweiten Weltkrieg. Die globale Krise brachte aber keineswegs mehr globale Zusammenarbeit [...] 

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Nachhaltige Entwicklung in Deutschland - Indikatorenbericht 2021

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Das Statistische Bundesamt berichtete bereits seit 2006 in zweijährlichen Indikatorenberichten über die Entwicklung der Indikatoren der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.

Auch zu der aktualisierten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie ist das Statistische Bundesamt von der Bundesregierung damit beauftragt worden, die Indikatoren fachlich unabhängig darzustellen und über deren Entwicklung objektiv zu berichten. Mit dem Indikatorenbericht 2021 legt das Statistische Bundesamt nun seinen achten Bericht zur Entwicklung der Indikatoren der deutschen Nachhaltigkeitstrategie vor.

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Deutschland berichtet zum Umsetzungsstand der Agenda 2030

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Deutschland berichtet 2021 das zweite Mal bei den Vereinten Nationen über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in, durch und mit Deutschland. VENRO und weitere Organisationen des Netzwerks Agenda 2030 haben ihre Erwartungen an den Prozess und die Inhalte des Staatenberichts formuliert.

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Bundesregierung veröffentlicht Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Die Weiterentwicklung der Strategie finden Sie hier (Langfassung) und hier (Kurzfassung), die dazugehörige Pressemitteilung der Bundesregierung hier.

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Nachhaltigkeitsstrategie generalüberholt: Nachhaltigkeitsrat begrüßt neuen Fokus auf die großen Transformationsthemen

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Berlin, den 10.03.2021 – In einer ersten Stellungnahme begrüßt der Nachhaltigkeitsrat die grundlegende Generalüberholung der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. „Wichtig ist vor allem, dass die Bundesregierung erstmals sogenannte Transformationsbereiche ausgewiesen hat“, so Dr. Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Um diese Bereiche wirksam zu machen für ein gemeinsames Vorgehen reiche es nicht aus nachzusteuern, sondern es müsse konsequent umgesteuert werden. „Klimaneutralität rückt damit ins Zentrum der Nachhaltigkeitspolitik, aber auch beispielsweise Flächenverbrauch und Breitbandausbau bekommen einen hohen Stellenwert.“ Schnappauf forderte die Regierung auf, künftig das Leitprinzip der Nachhaltigkeit mutig, entschlossen und konsequent über die Ressortgrenzen hinweg auch tatsächlich umzusetzen. 

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Campaign activation workshop: Making the 2030 Agenda accountable

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

The Campaign
How can the SDGs be used to hold governments and the private sector accountable for global issues like climate, the pandemic or finances? The High Level Political Forum (HLPF) is tasked with overseeing implementation of the 2030 Agenda, but it has proven itself to be insufficient. Civil society around the world organize campaigns on finances, trade, health, gender and the environment, utilizing spaces beyond the HLPF to advance accountability to the SDGs. As the SDGs are intrinsically interrelated, how can the campaigns be mutually supportive and identify reference points beyond the HLPF? What reforms are required in the HLPF to enable genuine global accountability?

The video of the workshop “Making the 2030 Agenda accountable: What is the role for civil society?” is now online. The virtual workshop was hosted by Global Policy Forum, Global Policy Watch and Social Watch as part of the 2021 SDG Global Festival of Action and was held on March 25, 2021.

Further information here.

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EINLADUNG: Online-Diskussionsrunde (Webex) - Baustellen des Multilateralismus

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40
Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit, eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.

Die COVID-19-Pandemie mit ihren weltweiten Auswirkungen hat einmal mehr vor Augen geführt, dass grenzüberschreitende Probleme nicht allein mit unilateralen Maßnahmen bewältigt werden können. Aber der Multilateralismus steckte in den letzten Jahren in einer massiven Krise.
Mit dem Machtwechsel in den USA gibt es nun Anzeichen für eine Trendwende. Und auch die Bundesregierung will mit dem angekündigten „Weißbuch Multilateralismus“ ein Zeichen für die Stärkung internationaler Zusammenarbeit setzen. Stehen wir vor einem Comeback des Multilateralismus?
Das Global Policy Forum beschreibt in seiner neuen Publikation einige „Baustellen“ auf dem Weg zu einem wiederbelebten Multilateralismus. Unter anderem geht es um die Frage, wie das Machtgefälle zwischen den globalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen und den für Menschenrechte und Nachhaltigkeit zuständigen UN-Organisationen reduziert werden kann. Welche Rolle können dabei der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) und das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) spielen? Kann es gelingen, Global Governance-Lücken zu schließen, z.B. im Bereich der internationalen Steuerkooperation?
Bei unserer virtuellen Diskussionsrunde wollen wir mit den Autor*innen sowie dem Leiter des Planungsstabs des Auswärtigen Amts darüber sprechen, welche Chancen es für einen solidarischen Multilateralismus unter dem Dach der Vereinten Nationen gibt und welchen

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Baustellen des Multilateralismus

#2030Agenda.de - 10. April 2021 - 3:40

Die COVID-19-Pandemie mit ihren weltweiten Auswirkungen hat einmal mehr vor Augen geführt, dass grenzüberschreitende Probleme nicht allein mit unilateralen Maßnahmen bewältigt werden können. Aber der Multilateralismus steckte in den letzten Jahren in einer massiven Krise.

Mit dem Machtwechsel in den USA gibt es nun Anzeichen für eine Trendwende. Und auch die Bundesregierung will mit dem angekündigten „Weißbuch Multilateralismus“ ein Zeichen für die Stärkung internationaler Zusammenarbeit setzen. Stehen wir vor einer Renaissance des Multilateralismus?

Das Global Policy Forum beschreibt in seiner neuen Publikation einige „Baustellen“ auf dem Weg zu einem wiederbelebten Multilateralismus. Unter anderem geht es um die Frage, wie das Machtgefälle zwischen den globalen Wirtschafts- und Finanzinstitutionen und den für Menschenrechte und Nachhaltigkeit zuständigen UN-Organisationen reduziert werden kann. Welche Rolle können dabei der Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen (ECOSOC) und das Hochrangige Politische Forum für nachhaltige Entwicklung (HLPF) spielen? Kann es gelingen, Global Governance-Lücken zu schließen, z.B. im Bereich der internationalen Steuerkooperation? Welche Chancen gibt es für einen solidarischen Multilateralismus unter dem Dach der Vereinten Nationen und welchen Beitrag sollte die deutsche Politik dazu leisten?

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