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Die Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft ist #weltweitwichtig

VENRO - 20. August 2021 - 17:25

Seit ungefähr zehn Jahren beobachten wir weltweit einen schleichenden, aber kontinuierlichen Niedergang von demokratischen Prinzipien und Menschenrechten. Diese Entwicklung hat sich durch die Corona-Pandemie weiter verstärkt. Umso wichtiger ist es, dass sich die Bundesregierung für eine lebendige und unabhängige Zivilgesellschaft einsetzt.

Im vergangenen Jahr – in den vergangenen Monaten, Wochen und Tagen – nahmen in Hong Kong, Belarus, Myanmar und Afghanistan Freiheitsrechte wie Meinungsfreiheit, Versammlungsfreiheit und Frauenrechte dramatisch und sichtbar für die Weltöffentlichkeit ab. Doch bereits seit ungefähr zehn Jahren beobachten wir und unsere Partner_innen weltweit einen schleichenden, aber kontinuierlichen Niedergang von demokratischen Prinzipien und Menschenrechten: Davon sind auch die Menschen in so bevölkerungsreichen Ländern wie Bangladesch, Brasilien, Ägypten, Indien und Indonesien, Mexiko, Nigeria sowie den Philippinen und der Türkei betroffen. Noch vor einiger Zeit schien der Siegeszug der Demokratien auf der ganzen Welt gewiss. Seit den 1970er-Jahren wuchs die Zahl der Demokratien auf der ganzen Welt. Vor allem in den 1990er-Jahren erlebten wir eine nie dagewesene weltweite Demokratisierungswelle.

Maßnahmen sollen Kritiker_innen mundtot machen

Inzwischen erfahren demokratische soziale Bewegungen und unabhängige zivilgesellschaftliche Organisationen, Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Vereine, Initiativen, Menschen- und Frauenrechtsverteidiger_innen, Aktivist_innen für Umweltschutz, gegen den Klimawandel oder für sexuelle Minderheiten sowie unabhängige Blogger_innen und Journalist_innen immer mehr existentielle Bedrohungen. Diese Entwicklung hat sich durch die Pandemie und unverhältnismäßige Einschränkungen – wie dem systematischen Ausbau von Überwachung, Zensur oder Gewalt gegen Demonstrierende – verstärkt. Die Maßnahmen dienten oftmals nicht der Pandemieeindämmung, sondern sollten Kritiker_innen mundtot machen. Die Folge ist, dass in immer mehr Ländern Aktivist_innen ihr Engagement für eine bessere Zukunft mit ihrem Leben, ihrer Freiheit oder ihrer Gesundheit bezahlen und zivilgesellschaftliche Organisationen ihre wichtige Arbeit für Hilfsbedürftige oder für Menschenrechte nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr leisten können.

Dem Institut für Entwicklungs- und Friedensstudien INDEPAZ zufolge wurden allein im Jahr 2020 in Kolumbien 309 soziale Anführer_innen und Menschenrechtsverteidiger_innen ermordet. Die Polizei reagierte auf die Welle von friedlichen Demonstrationen im Land, die im April 2021 wegen neuer Steuergesetze begann, mit dem Einsatz exzessiver, oft brutaler Gewalt – u.a. scharfer Munition. Laut Human Rights Watch sind allein bis Anfang Juni 2021 im Zusammenhang mit den Protesten 68 Menschen getötet worden, über  1.100 Personen wurden verletzt und weitere 1.200 verhaftet. Mehr als 400 Personen wurden bis Anfang Juni zudem als vermisst gemeldet.

Bundesregierung muss Menschenrechte aktiv und verbindlich schützen

Die Hauptursachen für den sogenannten Shrinking Space of Civil Society sind meist Konflikte um die politische und wirtschaftliche Macht: Politische Führungen versuchen, sich mit autoritären Mitteln an der Macht zu halten oder Missmanagement, Korruption und Klientelismus zu vertuschen bzw. zu ermöglichen. Das daraus resultierende Politikversagen und die soziale Unsicherheit tragen oft dazu bei, dass sich die unzufriedene Bevölkerung polarisiert, Identitätspolitik an Bedeutung gewinnt und fundamentalistische und extremistische Bewegungen entstehen bzw. erstarken.

Um Menschenrechte, ihre Verteidiger_innen und zivilgesellschaftliche Organisationen weltweit zu schützen, fordern wir, dass die Bundesregierung

  • die EU-Leitlinien zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen konkretisiert und in allen deutschen diplomatischen Vertretungen systematisch und verbindlich umsetzt.
  • Visaverfahren für gefährdete Aktivist_innen erleichtert und Drittländer bei der Erstellung von Gesetzen zum Schutz von Menschenrechtsverteidiger_innen unterstützt.
  • verbindliche Prüfverfahren wie menschenrechtliche Risikofolgenabschätzungen unter Einbeziehung zivilgesellschaftlicher Akteur_innen einführt, die sicherstellen, dass außenpolitische Entscheidungen und Maßnahmen Deutschlands die Menschenrechte und die zivilgesellschaftlichen Handlungsräume fördern und nicht negativ beeinflussen.
  • sich in Regierungskonsultationen und -verhandlungen für den Schutz und die Partizipation einer lebendigen und unabhängigen Zivilgesellschaft einsetzt.

Dieser Artikel ist Teil unserer Themenreihe zur Bundestagswahl 2021, in der wir unsere Erwartungen für die kommende Legislaturperiode formulieren. Die Blogserie basiert auf unserem aktuellen Positionspapier Was jetzt #WeltWeitWichtig ist – Erwartungen an die Parteien zur Bundestagswahl 2021. Darin fordern wir die Parteien, die zukünftigen Abgeordneten und die kommende Bundesregierung auf, ihre Prioritäten auf eine nachhaltige Politik zu richten, die alle mitnimmt!

Lesen Sie mehr dazu unter www.weltweitwichtig.de.

Climate change

DIE - 20. August 2021 - 15:01

Climate change is the most urgent challenge of our time. It is also strictly linked to the core objectives of social protection. On one side, if not properly addressed, the effects of climate change may push millions in poverty. On the other hand, policies to mitigate climate change may also exacerbate current vulnerabilities. The chapter explores the critical role that social protection can play in both climate change mitigation and adaptation. By broadly summarizing different research streams, it outlines: i) the channels through which the impacts of climate change, as well as the policies to mitigate it, may increase poverty and vulnerability; ii) the ways in which different social protection instruments and functions address climate change; iii) the steps to further mainstream climate change in social protection, as well as the challenges to be faced. The main message is that urgent action is needed to avoid that climate change undermines past poverty reduction achievements and further complicates social protection objectives.

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The rise of the Team Europe approach in EU development cooperation: assessing a moving target

DIE - 20. August 2021 - 10:06

This paper analyses the European Union’s (EU) evolving motivations, priorities and current approaches to development cooperation under the label of “Team Europe”, following its introduction in April 2020 as the European Union’s global response to the COVID-19 pandemic. It assesses what Team Europe is, to what extent and how the Team Europe approach has changed the EU’s development cooperation, which effects it has on EU initiatives to support partner countries, and discusses the implications of Team Europe on the EU’s development policy in the medium and long term. The paper analyses the Team Europe approach along four dimensions, which are traditionally emphasised in the EU’s development policy: (i) visibility, (ii) effectiveness, (iii) ownership and (iv) integration. It concludes that Team Europe primarily seeks to increase the visibility of EU’s actions in support of partner countries and prioritises European ownership of cooperation priorities over developing country ownership. Although ‘effectiveness’ efforts focus on improving efficacy of the intra-EU-MS coordinated processes, it remains unclear whether Team Europe promotes more programmatic collective action among member states.

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UNICEF-Bericht zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Kinder

SID Blog - 20. August 2021 - 4:26
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UNICEF: Eine Milliarde Kinder durch die Auswirkungen des Klimawandels „extrem stark gefährdet"

Erster Klima-Risiko-Index für Kinder von UNICEF: Junge Menschen in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad und in Nigeria am stärksten bedroht

Im November 2020 wurde Nicaragua von zwei heftigen Tropenstürmen getroffen. © UNICEF/UN0372815/Ocon/AFP-Services

New York/ Köln, 20. August 2021, 02.01 Uhr // Kinder, die in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad, in Nigeria, Guinea und Guinea-Bissau leben, sind am stärksten durch die Auswirkungen des Klimawandels gefährdet. Der Klimawandel und Umweltbelastungen bedrohen die Gesundheit, Bildung und den Schutz der Kinder und setzen sie tödlichen Krankheiten aus. Dies geht aus dem ersten Klima-Risiko-Index für Kinder von UNICEF hervor, der heute gemeinsam mit Fridays for Future zum dritten Jahrestag der globalen Klimastreikbewegung veröffentlicht wurde. Deutschland liegt in der Rangliste auf Platz 142 von insgesamt 163 analysierten Ländern. Kinder hierzulande sind demzufolge im Weltvergleich weniger stark durch die Folgen von klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen betroffen.

Der Bericht „Die Klimakrise ist eine Krise der Kinderrechte: Einführung des Klima-Risiko-Index für Kinder" ist die erste umfassende Analyse von Klimarisiken aus der Perspektive von Kindern. Die Auswertung aktuellster Daten zeigt in einer globalen Rangliste, in welchen Ländern und in welchem Maße Kinder klima- und umweltbedingten Schocks wie Wirbelstürmen und Hitzewellen ausgesetzt sind. Dazu wurde auch ihre Verletzlichkeit gegenüber diesen Gefahren untersucht, basierend auf ihrem Zugang zu einer Grundversorgung.

Weltweit leben danach etwa eine Milliarde Kinder – fast die Hälfte der 2,2 Milliarden Mädchen und Jungen weltweit – in einem der 33 Länder, die aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels als „extrem stark gefährdet" gelten. Kinder sind dort mehreren klima- und umweltbedingten Gefahren, Schocks und Belastungen ausgesetzt und zudem besonders verletzlich aufgrund der unzureichenden Grundversorgung in den Bereichen Wasser und Sanitär, Gesundheit und Bildung. Die Ergebnisse spiegeln die aktuelle Situation der Kinder wider. Es ist davon auszugehen, dass sich die Zahlen noch verschlechtern, wenn sich die Auswirkungen des Klimawandels beschleunigen.

„Das Leben der heutigen Kinder wird in erschreckend vielen Ländern bereits stark durch die Klimakrise bestimmt", sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. „Es ist klar, dass nur die konsequente Senkung der Treibhausgas-Emissionen den Klimawandel stoppen kann. Doch der Bremsweg ist selbst bei raschen Entscheidungen lang. Es muss daher sofort und dringend mehr in die Anpassung der Lebensbedingungen von Kindern an die Veränderungen in ihrer Umwelt investiert werden. Wir müssen ihre Widerstandskraft stärken, indem wir ihre Grundversorgung verbessern und ihnen ermöglichen, zu verstehen, was mit der Erde passiert – auch, um selbst handeln zu können." 

Der Klima-Risiko-Index für Kinder („Children's Climate Risk Index", CCRI) zeigt:

  • 240 Millionen Kinder in Küstenregionen sind stark betroffen von Überschwemmungen,
  • 330 Millionen Kinder an Flüssen sind stark betroffen von Überschwemmungen,
  • 400 Millionen Kinder sind stark betroffen von Wirbelstürmen (Zyklone),
  • 600 Millionen Kinder sind stark betroffen von Krankheiten, die in Folge der Erderwärmung zunehmen, wie Malaria
  • 815 Millionen Kinder sind stark betroffen von Bleivergiftungen,
  • 820 Millionen Kinder sind stark betroffen von Hitzewellen,
  • 920 Millionen Kinder sind stark betroffen von Wasserknappheit und 
  • 1 Milliarde Kinder sind stark betroffen von extrem hoher Luftverschmutzung (>35µg/m3)

Während fast jedes Kind weltweit von mindestens einer dieser klima- und umweltbedingten Gefahren bedroht ist, zeigen die Daten, dass die Kinder in den am stärksten betroffenen Ländern mit mehreren und sich oft überschneidenden Schocks konfrontiert sind. Dies gefährdet Entwicklungsfortschritte und droht die Not von Kindern zu verschärfen.

Schätzungsweise 850 Millionen Kinder – jedes dritte Kind weltweit – leben in Gebieten, in denen sich mindestens vier dieser klima- und umweltbedingten Schocks überschneiden. Bis zu 330 Millionen Kinder – 1 von 7 Kindern weltweit – leben in Gebieten, die von mindestens fünf schweren Schocks betroffen sind.

Der Bericht zeigt ein Missverhältnis zwischen den Ländern, in denen Treibhausgas-Emissionen erzeugt werden, und solchen, in denen Kinder unter den stärksten klimabedingten Auswirkungen leiden. Die 33 „extrem risikoreichen" Länder emittieren zusammen nur 9 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Umgekehrt verursachen die zehn Länder mit den höchsten Emissionen zusammen fast 70 Prozent der weltweiten Emissionen. Nur Indien aus dem Kreis dieser Länder wird im Index als „extrem risikoreich" eingestuft.

„Der Klimawandel ist zutiefst ungerecht. Obwohl Kinder für den Anstieg der globalen Temperaturen nicht verantwortlich sind, werden sie den höchsten Preis dafür zahlen", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Aber es ist noch Zeit zu handeln. Wenn wir den Zugang von Kindern zur Grundversorgung verbessern, beispielsweise zu Wasser und sanitären Einrichtungen, zur Gesundheitsversorgung und Bildung, kann sich auch ihre Fähigkeit, Klimagefahren zu überleben, erheblich verbessern. UNICEF fordert Regierungen und Unternehmen nachdrücklich dazu auf, Kindern zuzuhören und Maßnahmen zu priorisieren, die Kinder vor den Auswirkungen des Klimawandels schützen, und gleichzeitig die Anstrengungen zur drastischen Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen zu beschleunigen."

Ohne die dringend erforderlichen Maßnahmen zur Reduzierung der Treibhausgas-Emissionen werden Kinder weiterhin am stärksten unter den Folgen des Klimawandels und Umweltbelastungen leiden. Im Vergleich zu Erwachsenen benötigen Kinder mehr Nahrung und Wasser pro Kilogramm des Körpergewichts, sind weniger in der Lage, extreme Wetterereignisse zu überleben und sind unter anderem anfälliger für giftige Chemikalien, Temperaturschwankungen und Krankheiten.

In ihrem Vorwort zu dem Bericht erklären Farzana Faruk Jhumu (Bangladesch), Eric Njuguna (Kenia), Adriana Calderón (Mexiko) und Greta Thunberg (Schweden) von Fridays for Future: „Die Bewegungen junger Klimaaktivist*innen werden weiter zunehmen, weiterhin wachsen und für das Richtige kämpfen, weil wir keine andere Wahl haben. Wir müssen anerkennen, wo wir stehen, den Klimawandel wie eine Krise behandeln und mit aller notwendigen Dringlichkeit handeln, um sicherzustellen, dass die Kinder von heute einen lebenswerten Planeten erben."

UNICEF fordert von Regierungen, Unternehmen und relevanten Akteur*innen:

1. Investitionen in die Klimaanpassung und Widerstandsfähigkeit von zentralen Dienstleistungen für Kinder erhöhen. Um Kinder, besonders schutzbedürftige Menschen und Gemeinden vor den schlimmsten Auswirkungen des sich bereits ändernden Klimas zu schützen, müssen wichtige Dienstleistungen angepasst werden, unter anderem in den Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene sowie Gesundheit und Bildung.

2. Treibhausgas-Emissionen reduzieren. Um die drastischsten Folgen der Klimakrise zu verhindern, sind umfassende und dringende Maßnahmen erforderlich. Die Länder müssen ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 45 Prozent (gegenüber dem Niveau von 2010) reduzieren, um die Erwärmung auf nicht mehr als 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.

3. Kindern Kenntnisse im Bereich Klima und Umweltschutz vermitteln. Dies ist für die Anpassung an und die Vorbereitung auf die Auswirkungen des Klimawandels entscheidend. Kinder und Jugendliche müssen mit den verheerenden Folgen der Klimakrise und der Wasserunsicherheit leben, obwohl sie am wenigsten dafür verantwortlich sind. 

4. Junge Menschen in alle nationalen, regionalen und internationalen Klimaverhandlungen und -entscheidungen einbeziehen, auch auf der UN-Klimakonferenz COP26 in Glasgow in diesem Herbst.

5. Sicherstellen, dass die Erholung von den ökonomischen und sozialen Folgen der COVID-19-Pandemie umweltfreundlich, kohlenstoffarm und inklusiv erfolgt, damit die Fähigkeit künftiger Generationen, die Klimakrise zu bewältigen und auf sie zu reagieren, nicht beeinträchtigt wird.

Eine an Kinderrechten orientierte Umwelt- und Klimapolitik ist eine zentrale Forderung von UNICEF Deutschland zur Bundestagswahl.

» Eine deutschsprachige Zusammenfassung des Berichts steht hier zum Download bereit.

» Der englischsprachige Bericht ist hier abrufbar.

» Bild- und Videomaterialien stehen hier zur Verfügung.

Der Klima-Risiko-Index für Kinder wurde in Zusammenarbeit mit mehreren Partnern entwickelt, darunter Data for Children Collaborative, ein gemeinsames Projekt von UNICEF, der schottischen Regierung und der Universität Edinburgh. Um den Bericht jungen Menschen weltweit zugänglich zu machen, hat UNICEF auch mit Climate Cardinals zusammengearbeitet, einer internationalen gemeinnützigen Jugendorganisation, die Forschungsberichte und Informationen zum Klimawandel übersetzt, um damit so viele Jugendliche und Entscheider*innen wie möglich erreichen zu können.

UNICEF: Eine Milliarde Kinder durch die Auswirkungen des Klimawandels „extrem stark gefährdet“

Unicef - 19. August 2021 - 17:03
Erster Klima-Risiko-Index für Kinder von UNICEF: Junge Menschen in der Zentralafrikanischen Republik, im Tschad und in Nigeria am stärksten bedroht.
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„UNICEF ist in Afghanistan, um zu bleiben“

Unicef - 19. August 2021 - 15:25
Statement von Hervé Ludovic De Lys, Leiter UNICEF Afghanistan
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Bundesumweltministerium unterstützt entwaldungsfreie Lieferketten für Agrarrohstoffe

SID Blog - 19. August 2021 - 14:21
Online-Atlas soll Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, ihre Agrarlieferketten nachhaltiger zu gestalten

Bundesumweltministerin Svenja Schulze hat heute in Bonn einen Förderscheck an das Projekt „ELAN: Entwaldungsfreie Lieferketten – Ein Online-Atlas für Nachhaltigkeit in Unternehmen" überreicht. Das Verbundvorhaben soll Unternehmen dabei unterstützen, ihre Lieferketten auf Entwaldungsrisiken zu überprüfen und entsprechend gegenzusteuern. Wo genau kommen importierte Rohstoffe wie Palmöl, Soja, Kautschuk, Kaffee oder Kakao her? Wurden für deren Anbau Wälder gerodet? Und was sind geeignete Maßnahmen zum besseren Klimschutz und Erhalt der Artenvielfalt? Diese Fragen soll ein Online-Atlas beantworten, den die„Global Nature Foundation" und „OroVerde – die Tropenwaldstiftung" in den nächsten drei Jahren erarbeiten. Das Projekt wird innerhalb des Förderaufrufes für innovative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) mit rund 465.000 Euro gefördert.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Wälder speichern große Mengen Kohlenstoff. Sie sind die Lunge unseres Planeten. Die fortschreitende globale Entwaldung trägt daher maßgeblich zum Klimawandel bei. Weltweit wird Wald gerodet, um Platz für landwirtschaftliche Flächen zu schaffen. Die dort produzierten Nahrungsmittel landen über teils komplizierte Umwege auch auf unseren Tellern. Das nun geförderte Projekt wird deutschen Unternehmen Möglichkeiten aufzeigen, ihre Lieferketten entwaldungsfrei zu gestalten und so zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen."

Ziel des Projektes ist es, Unternehmen aber auch Verbraucher*innen den Beitrag entwaldungsfreier Lieferketten zum Klimaschutz zu verdeutlichen, die Herkunft einzelner Rohstoffe transparent zu machen und gezielt Gegenmaßnahmen anzuregen. Entwaldungsfreie Lieferketten stellen sicher, dass für den Anbau von Agrar- und anderer importierter Rohstoffe keine Wälder zerstört werden und reduzieren damit die Emission von Treibhausgasen. Am Anfang des Projektes steht gemeinsam mit Unternehmen eine Bestandsaufnahme von Risikorohstoffen, bestehenden Selbstverpflichtungen und bereits verfügbaren Tools. Der Online-Atlas soll Lösungen aufzeigen, die in einer Pilotphase von ausgewählten Unternehmen umgesetzt werden. So kann Entwaldung zum Beispiel durch die gezielte Auswahl der Zulieferer und Beschaffungsregionen, die Forderung nach Einhaltung bestimmter Standards in der Zusammenarbeit mit Zulieferern oder die Substitition von Risikorohstoffen verhindert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse werden anschließend mit Unternehmen, politischen Entscheidungsträger*innen und Expert*innen besprochen. Insbesondere kleinere Unternehmen, die die Komplexität von Lieferketten in einer globalisierten Welt vor große Herausforderungen stellen kann, sollen von der Unterstützung profitieren.

Bereits im vergangenen Jahr hat die Bundesregierung Leitlinien zur Förderung von entwaldungsfreien Lieferketten von Agrarrohstoffen veröffentlicht, im Juni dieses Jahres hat der Deutsche Bundestag ein Lieferkettengesetz verabschiedet. Voraussichtlich zum Ende des Jahres wird außerdem die Europäische Kommission einen Gesetzesvorschlag zu entwaldungsfreien Lieferketten vorlegen. Dabei soll Sorgfaltspflichten für Unternehmen eine große Bedeutung zukommen.

Das Bundesumweltministerium beteiligt sich zudem im Vorfeld der 26. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention an einer Dialogreihe zwischen Produzenten- und Konsumentenländern für Agrarrohstoffe mit dem Ziel, die globale Entwaldung zu reduzieren.

Das Förderprogramm:

Im Rahmen des Förderaufrufes für innovative Klimaschutzprojekte der Nationalen Klimaschutzinitiative werden innovative nicht-investive Klimaschutzprojekte aus den Bereichen Kommunen, Wirtschaft, Verbraucher und Bildung gefördert, die in klimarelevanten Handlungsfeldern substanzielle Beiträge zu den Klimaschutzzielen der Bundesregierung leisten und eine bundesweite Sichtbarkeit aufweisen.  Seit 2011 hat das Bundesumweltministerium bundesweit bereits rund 300 innovative Klimaschutzvorhaben im Rahmen des Förderaufrufes mit einem Fördervolumen in Höhe von rund 198 Millionen Euro bewilligt.

Bis zum 30. September 2021 können innovative Projektskizzen für die bundesweite Verbreitung bereits pilothaft erprobter Klimaschutzmaßnahmen (Modul 2) eingereicht werden. Die besten Projekte werden in einem wettbewerblichen Verfahren ausgewählt und zur Antragstellung aufgefordert.

Weitere Informationen stehen unter https://www.klimaschutz.de/innovative-klimaschutzprojekte  zur Verfügung.


 


EU-Regierungen müssen Schutz für Afghan*innen sicherstellen

SID Blog - 19. August 2021 - 14:20
Oxfam fordert Evakuierung aller gefährdeten Menschen aus Afghanistan

Berlin, 18.08.2021. Als Reaktion auf die aktuelle Situation in Afghanistan und das heutige Treffen der EU-Innenminister appelliert Oxfam an die europäischen Regierungen, rasch Sofortmaßnahmen zu ergreifen, um so viele Menschen wie möglich zu schützen.

Raphael Shilhav, Experte für Migration im Oxfam-Büro in Brüssel, sagt:

„Wir sind zutiefst besorgt über die Krise, die sich zurzeit in Afghanistan abspielt und die für die afghanische Bevölkerung, insbesondere für Frauen und Mädchen, eine große Bedrohung darstellt. Wir fordern die EU und die europäischen Regierungen auf, dringend die Evakuierung aller gefährdeten Menschen aus Afghanistan sicherzustellen, die das Land auf sicherem Wege verlassen möchten.

Die Nachbarländer in der Region werden ohnehin die größte Zahl von Flüchtlingen aufnehmen. Deutschland und die anderen europäischen Ländern stehen in der Verantwortung, ihnen dringend Unterstützung zu gewähren, um den Schutz aller Menschen zu gewährleisten, die vor Kämpfen oder Verfolgung fliehen. Menschen in Afghanistan dürfen nicht daran gehindern werden, sich in Sicherheit zu bringen. Ihnen muss ihnen geholfen werden, wo immer dies möglich ist. Alle europäischen Regierungen haben die Pflicht, jede Form erzwungener Rückkehr nach Afghanistan zu unterlassen und afghanischen Staatsangehörigen auf der Flucht Schutz zu gewähren."

 


Haiti: Viele Schulen durch Erdbeben zerstört

Unicef - 19. August 2021 - 11:45
Verwüstungen erschweren den Schulbeginn im September: Die Schulen in den Gebieten in Haiti, die am stärksten von dem Erdbeben am vergangenen Samstag und dem anschließenden tropischen Tiefdruckgebiet Grace am Montag betroffen waren, sind weitgehend zerstört.
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E+Z/D+C 2021/09 – op – Moutaz Ali – Tunisia

E+Z - 19. August 2021 - 11:35
The death of Tunisia’s young democracy would be a bad omen for the entire Arab region

On 25 July 2021, Tunisia’s President Kais Saied sacked the prime minister, Hichem Mechichi, and suspended the parliament for 30 days. Moreover, he said he would personally investigate cases of corruption as a general prosecutor. Some Tunisians worry that he has basically declared the end of the country’s young democracy. Ennahda, the moderately Islamist party, spoke of a coup.

The full truth is that dissatisfaction was running high in the country. Major protest rallies had taken place only hours before the president declared his decisions on TV. Whether the demonstrations were orchestrated or spontaneous is not clear. In any case, many Tunisians responded to Saied’s action with joy.

Mabrouka Khedir, the editor-in-chief of Assabah News, a newspaper, says that people are frustrated after years of economic, social and cultural crisis. In her eyes, the political elite is guilty of “corruption, misuse of power and neglect of people’s lives”. According to Ahmed Kadri, a media and communication expert, Covid-19 broke the camel’s back. The epidemic had hit the country hard in recent weeks. In this dramatic situation, Saied had no other choice than to resort to emergency powers, says Emad Al Alam, the editor-in-chief of the Libyan newspaper Al-Akhbaria.

The popular support the president is enjoying may fade away fast if he does not get a grip on the country’s many problems. Saied has hinted that he may extend the emergency powers he has invoked. The Voice of America wonders whether he will be able to save Tunisia’s democracy by using undemocratic means.

Bahija Belmabrouk, another journalist, finds it worrisome that some bloggers have been arrested. They were accused of “saying unacceptable things about the army and president”. International observers point out that the scenario in which Egypt’s President Abel Fattah Al-Sisi grabbed power in a military coup in 2013 was similar. Two years after the Arab Spring, Egyptians had grown disappointed in Mohamed Morsi, the elected president of the Muslim Brotherhood, and were expressing their discontent in large rallies. Al-Sisi has since ruled Egypt with an iron fist and was appointed president after elections that were neither free nor fair.

The Arab Spring started in Tunisia, and the new democratic order has lasted for 10 years there. However, a fast succession of governments has not been able to tackle people’s grievances, including poverty and unemployment. Ennahda is Tunisia’s version of the Muslim Brotherhood, but its leader, Rached Ghannouchi, proved to be less dogmatic than Morsi. After the coup in Egypt, Ennahda joined various coalition governments. Gannouchi has declared it to be an organisation of “Muslim Democrats”. However, many Tunisians now consider Ennahda and other political parties to be corrupt and out of touch.

By contrast, President Saied has a reputation of integrity. He is a legal scholar and his supporters believe he will modify the democratic order making it more effective, but not less democratic in the long run. History shows, however, that those who grab power rarely hand it over voluntarily again.

Across the border in Libya, people are paying close attention to what is happening in Tunisia, though most believe that it will not have immediate impacts on their own country. The two nations’ histories are quite different.

Both were under autocratic rule until 2011, but Tunisian institutions were always stronger. As Libyan journalist Mahmood Shaman points out, there is liberal heritage that goes back to Habib Bourguiba, who led Tunisia to independence from France in 1956. Tunisian civil-society organisations and especially trade unions are far more firmly entrenched than their Libyan counterparts.

Accordingly, the revolutions of 2011 led to different results. Tunisians managed to adopt a democratic order, while Libya basically became a failed state, suffering bouts of political violence. What people in both countries share, however, is a sense of disappointment in Europe. We all had hoped to get more support for the transition to democracy. It would, nonetheless, be a bad omen for Tunisia and other Arab countries, if Tunisia, the region’s only democracy, were to become a dictatorship again.

Moutaz Ali is a journalist in Tripoli, Libya.
ali.moutaz77@gmail.com

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19. August 2021

ONE - 19. August 2021 - 10:04
1. Anschlag im Sahel verdeutlicht schlechte Sicherheitslage

Bei einem Angriff mutmaßlich islamistischer Extremisten auf einen Militärkonvoi sind in Burkina Faso rund 50 Menschen ums Leben gekommen. Das berichten Tagesschau.de, Zeit Online und Deutsche Welle. Das schlecht ausgerüstete und schlecht ausgebildete Militär in Burkina Faso habe Mühe, der Gewalt Einhalt zu gebieten, und die sich verschlechternde Sicherheitslage habe zu Unruhen geführt. Mittlerweile seien nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 1,2 Millionen Menschen im eigenen Land auf der Flucht. In der gesamten Sahelzone seien bewaffnete Gruppen aktiv, von denen einige in Verbindung mit der Terrormiliz “Islamischer Staat” (IS) oder Al-Kaida stehen. Die Bundeswehr, die deswegen seit Jahren in Mali im Einsatz ist, habe in ihren Einsätzen Parallelen zu denen in Afghanistan, berichten Tagesschau.de und Deutschlandfunk. Thomas Schiller, Leiter der Konrad-Adenauer Stiftung im Sahel sehe das “Problem in malischen Eliten, Militärs und Zivilisten, die keine Verantwortung übernehmen und so einen Staat bilden, “der komplett dysfunktional” sei. Trotz der Allmacht des Militärs und der Präsenz ausländischer Truppen in Mali verschlechtere sich die Sicherheitslage weiter.

2. Lazarus Chakwera übernimmt Vorsitz der SADC

Malawis Präsident Lazarus Chakwera übernimmt den rotierenden Vorsitz der Entwicklungsgemeinschaft des Südlichen Afrika (SADC). Das thematisiert die Tageszeitung. Die SADC-Region, die von Südafrika bis zur Demokratischen Republik Kongo reicht, sei der am schwersten von der Pandemie betroffene Teil Afrikas. Die Führer der Welt würden Afrikaner als Bürger zweiter Klasse behandeln, sagte Chakwera in seiner Antrittsrede. Die Ungleichheiten in der Verteilung und Produktion von Covid-19-Impfstoffen seien “symptomatisch für einen alten geopolitischen Rahmen, der nicht mehr funktioniert, nicht mehr haltbar ist, nicht mehr akzeptabel ist.“ Afrika müsse stärker an Entscheidungen der Vereinten Nationen über Frieden und Sicherheit in der Welt beteiligt werden. Daher fordere er für afrikanische Länder mindestens einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat.

3. Uganda nimmt afghanische Geflüchtete auf

Simone Schlindwein thematisiert in der Tageszeitung einen Deal mit den USA, nachdem Uganda afghanische Geflüchtete aufnehmen wird. 2.000 Menschen sollen für drei Monate Zuflucht finden, bevor sie die US-Regierung anderweitig unterbringen will. Uganda beherberge in Afrika mit rund 1,5 Millionen die meisten Geflüchteten. Die meisten sind Kongoles*innen und Südsudanes*innen aus den Kriegsgebieten der Nachbarländer. Das Land habe eine der liberalsten Flüchtlingspolitiken weltweit. Die Mittel für die Erstversorgung der Flüchtlinge stammen jedoch von Gebern der internationalen Gemeinschaft. Die US-Administration unterhalte seit Jahrzehnten enge Beziehungen zu Ugandas Regierung, vor allem militärisch. Ugandische Sicherheitskräfte seien im Auftrag privater Sicherheitsfirmen seit über zehn Jahren in Afghanistan stationiert. Im Gegenzug zur Aufnahme der Flüchtlinge solle die US-Regierung bei der Evakuierung ugandischer Sicherheitskräfte helfen.

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Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit – Was ist was?

ONE - 19. August 2021 - 8:51

 Heute ist der Tag der Humanitären Hilfe – genau der richtige Tag, um ein paar Fragen zu klären. Zum Beispiel: Was ist das denn überhaupt “Humanitäre Hilfe” und wie unterscheidet sie sich von der Entwicklungszusammenarbeit?

Jedoch erst mal Schritt für Schritt: Warum ist heute Tag der Humanitären Hilfe?  

Seit 2009 ist der 19. August Tag der Humanitären Hilfe. Er soll nicht nur auf die Wichtigkeit der Arbeit aufmerksam machen, sondern auch den vielen Menschen, die weltweit in Notsituationen sind Hilfe leisten. Der Tag geht auf den 19. August 2003 zurück, damals starben 22 humanitäre Helfer*innen bei einem Bombenanschlag in Bagdad. 

Was ist Humanitäre Hilfe? 

Humanitäre Hilfe unterstützt Menschen, die sich aufgrund von Krisen, Konflikten oder Naturkatastrophen in akuter Not befinden und diese allein nicht bewältigen können. Das Ziel ist es, den betroffenen Menschen ein Überleben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen, ihnen eine Lebensperspektive zu erhalten und menschliches Leid zu lindern.  

Die internationale Humanitäre Hilfe folgt vier Grundsätzen:  
  1. Das Prinzip der Menschlichkeit gebietet menschliches Leid wo immer möglich zu lindern.
  2. Das Prinzip der Unparteilichkeit besagt, dass sich die Hilfe allein nach der Bedürftigkeit richtet. Sie darf nicht diskriminieren. 
  3. Das Prinzip der Neutralität verbietet es, in Konfliktsituationen bestimmte Seiten zu bevorzugen oder für eine Seite Partei zu ergreifen. Die Neutralität ist entscheidend für die Sicherheit der Hilfeleistenden. 
  4. Das Prinzip der Unabhängigkeit zieht eine Trennlinie zwischen humanitären Zielen einerseits und politischen, militärischen, wirtschaftlichen oder sonstigen Zielen andererseits. Der einzige legitime Zweck der humanitären Hilfe ist es, Leben zu retten und Leiden zu lindern. 

In Deutschland wird die staatliche Humanitäre Hilfe vorwiegend durch das Auswärtige Amt organisiert und auch durch zivile Organisationen, wie zum Beispiel Ärzte ohne Grenzen und das Deutsche Rote Kreuz. 

Auf zwischenstaatlicher Ebene sind die Vereinten Nationen ein wichtiger Akteur. Durch Unterorganisation, wie zum Beispiel UNICEF oder den UNHCR, werden die Einsätze geplant und durchgeführt.  

Was ist Entwicklungszusammenarbeit?   

Internationale Zusammenarbeit, häufig auch als Entwicklungszusammenarbeit (EZ) bekannt, ist dahingegen etwas Längerfristiges. Entwicklungszusammenarbeit bezeichnet alle Aktivitäten, die den Aufbau der wirtschaftlichen, technischen und sozialen Entwicklung fördern. Das allgemeine Ziel ist die Verbesserung der Lebensverhältnisse. Sie leistet Beiträge zur nachhaltigen Verbesserung der weltweiten wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und politischen Verhältnisse. Sie bekämpft die Armut und fördert Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Entwicklungszusammenarbeit trägt zur Prävention von Krisen bei. 

In Deutschland ist auf staatlicher Seite das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (kurz GIZ), die Kreditbank für Wiederaufbau sowie die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft für die staatliche Umsetzung von Projekten der Zusammenarbeit zuständig. Dazu kommen viele zivilgesellschaftliche Organisationen, wie beispielsweise Brot für die Welt, Save the Children und Oxfam.  

Weshalb gibt es beides? 

Das kann eigentlich ganz einfach beantwortet werden – weil beides notwendig ist. Die Humanitäre Hilfe kann schnell und unkompliziert in Notlagen helfen. Die Entwicklungszusammenarbeit hingegen arbeitet langfristig mit einem Land und den dort lebenden Menschen zusammen. Nach akuten Notlagen geht die Humanitäre Hilfe auch häufig in Entwicklungszusammenarbeit über. Ebenso gibt es Situationen, in denen Humanitäre Hilfe geleistet wird und schon Entwicklungsprojekte stattfinden.  

 

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EU-Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit Ostafrika: Regionale Umsetzung adé

DIE - 18. August 2021 - 15:16

Die Verständigung zwischen der EU und Kenia über die bilaterale Umsetzung des ursprünglich mit der gesamten Ostafrikanischen Gemeinschaft geplanten Wirtschaftspartnerschaftsabkommens löst zwar kurzfristig den gordischen Knoten zwischen dessen Befürwortern und Gegnern unter den afrikanischen Partnerländern, birgt aber zugleich langfristige Folgen, die über die Divergenz der Zölle gegenüber der EU hinausgeht, schreibt Frederik Stender.

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Über 200 internationale Freiwillige in Deutschland

Engagement Global Presse - 18. August 2021 - 14:09
weltwärts fördert weiterhin viele Freiwilligeneinsätze. Foto: Anne Welsing

Sie kommen aus Argentinien, Bolivien, Chile, Georgien, Ghana, Indien, Kenia oder Thailand: Aktuell absolvieren 224 junge Menschen ihren Freiwilligendienst in Deutschland (Stand: 16. August 2021). Aus über 35 Ländern des Globalen Südens sind die Freiwilligen nach Deutschland gereist, um sich in gemeinnützigen Einrichtungen zu engagieren. Sie sind Teil des weltwärts-Freiwilligendienstes und sind meist zwischen 12 und 18 Monaten in einem Projekt vor Ort tätig.

Die Einreise der Freiwilligen nach Deutschland erfolgt unter strengen Kriterien und die Sicherheit der Freiwilligen sowie der Menschen, mit denen sie arbeiten, steht an oberster Stelle. Nach der aktuell vorgeschriebenen Quarantänezeit können die 224 Süd-Nord-Freiwilligen jedoch in ihren Einsatzstellen aktiv werden. Sie unterstützen unter anderem in Kindertagesstätten, Schulen, Jugendzentren, der Obdachlosenhilfe, Begegnungs- oder Naturschutzprojekten.

Eine Süd-Nord-Freiwillige, die bereits im vergangenen Jahr ihren weltwärts-Dienst beendete, ist Elizabeth Lauredant. Sie kommt ursprünglich aus Haiti und hat ihren Freiwilligendienst mit der Aufnahmeorganisation Ecoselva e.V. im botanischen Garten der Philipps-Universität Marburg absolviert. „Jeden Morgen mussten wir das Laub einsammeln, die Gänge reinigen und das Tropenhaus gießen. Danach wurde die Tagesarbeit zugeteilt, es handelte sich um Orchideen- oder Baumschnitt, um die Samenauswahl, Substratvorbereitung oder Pflanzenvermehrung“, erklärt Elizabeth. Gewohnt hat sie bei einer Gastfamilie: „Meine Gasteltern hatten immer ein offenes Ohr für meine Probleme und waren bereit, mir zu helfen, wo sie nur konnten. Durch die Art und Weise, wie sie mich behandelten, fühlte ich mich wie ein Teil ihrer Familie.“

Joselyn Kahunde kommt aus Uganda und hat ihren weltwärts-Freiwilligendienst 2019/2020 mit der Aufnahmeorganisation IN VIA an einer offenen Ganztagsschule in Köln geleistet. „Ich erzählte den Kindern traditionelle Geschichten aus meinem Land, über das sie unbedingt mehr wissen wollten", sagt sie. „Natürlich gab es auch Herausforderungen wie die Sprachbarriere, Wetterumschwünge, Krankheitsfälle und die weite Entfernung zu meiner Familie und meinen Freunden. Aber besonders wertvolle Momente waren für mich, Einblicke in mein Land und meine Kultur mit den Kindern und Kollegen zu teilen – und auch von ihnen zu lernen.“

Anders als Elizabeth und Joselyn haben die Süd-Nord-Freiwilligen, die 2021 nach Deutschland gereist sind, den Großteil ihrer weltwärts-Erfahrung noch vor sich und können trotz der Pandemie in ihren Einsatzstellen mit anpacken. Um den Freiwilligen einen guten Start in Deutschland zu ermöglichen, kommen sie meist in Gastfamilien unter. Die Aufnahmeorganisationen suchen daher immer wieder Gastfamilien, aber auch WG-Zimmer oder Wohnungen für die Freiwilligen.

Der entwicklungspolitische Freiwilligendienst weltwärts richtet sich an junge Menschen ab 18 Jahren, die für eine längere Zeit im Ausland leben und sich international engagieren möchten. Zur Förderung eines gleichberechtigten Austauschs funktioniert weltwärts in beide Richtungen: Junge Menschen gehen aus Deutschland in den Globalen Süden und genauso umgekehrt. Globales Lernen, interkultureller Austausch und Engagement für eine nachhaltige Entwicklung stehen dabei im Vordergrund. weltwärts wird als Gemeinschaftswerk von rund 160 gemeinwohlorientierten Trägern in Deutschland und circa 2.000 Partnerorganisationen in Afrika, Asien, Lateinamerika, Osteuropa und Ozeanien umgesetzt. Die Beratung und Unterstützung der beteiligten Akteure sowie die administrative und finanzielle Koordination verantwortet die Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global. Gefördert wird das Programm durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Ansprechpartnerin

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
Telefon +49 228 20717-120
presse@engagement-global.de

Weitere Informationen
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Germany votes – so what for global governance?

DIE Blog - 18. August 2021 - 14:00

© Pixabay

On 26 September, Germany’s population votes for a new Parliament and, in extension, for a new government. The stakes are high as Angela Merkel, after 16 years in office, will not run again paving the way for a new Chancellor and potentially new approaches to external affairs.

Elections are a national event and are predominantly shaped by domestic agendas. However, in a number of cases, national events have global repercussions – and in all cases, global events should be considered locally, too. This interconnectedness is even more so relevant when we speak about a middle-power such as Germany that has engaged – and very much depends – on multilateralism and global cooperation, not least so from a position of one of the “big five” Member States of the European Union and one of the world’s largest economies and biggest trading nations. As a result, Germany has a seat at the table of the G20 and the G7, which it will chair in 2022. The next German government will have to made up its mind which strategic partners it will engage and cooperate with. Beyond this important question, the choice of external policies will very much be determined by the issues that the next government of Germany – in any governing coalition setting – will have to address.

The next government

With change in highest government offices in Germany imminent, it is unclear, however, who’s going to be in the next government. One can argue that that’s always the case in democracies and the very reason why we hold elections. This time, however, polls show a rather three-way race between conservatives, greens and social democrats. German politics used to be less adversarial than elsewhere, with broad foreign policy consensus; this seems to be eroding, though, both from the left and the right, but holds with the large political centre. The biggest three parties – conservatives, social democrats and the greens – as well as the liberals, have similar commitments to multilateralism and European integration. Approaches differ, however, in important nuances with regard to, for instance, relations with Russia or China.

Constellations for the political parties that govern next are currently mere speculation. The issues all parties have to face in global relations, though, are often also externally driven, as typical for middle-powers, and will require an answer by any government, whatever their political colours. Let’s focus on the key issues – not an exhaustive list, though – the next German government will have to face.

Climate change requires action

The global climate is arguably the most illustrative example for global interconnectedness, standing as an example for other global commons such as biodiversity or health. Germany needs to act on mitigation, so as to keep the world’s average warming close to 1.5°C. As the recent IPCC report has shown, climate change is man-made, is accelerating and the window to prevent an overheating of our atmosphere is closing quickly. Also, extreme weather events have become more likely – and a painful illustration to this was the latest flooding in Western Europe, the Black Sea, and Central China or the heat waves in large parts of Southern Europe and North America.

How to react to this challenge? Germany’s CO2 emissions only constitute about 2% of the global output. Yet, action needs to happen, as Germany has disproportionately high emissions per capita of its population AND a historically higher emission than other (due to industrialisation taking place at the end of the 19th century). Leading by example might be another big motivation for strong climate change mitigation actions by the next government. This insight is also driven by a strong self-interest as the prevention of extreme weather events, which will become more frequent with rising global temperature, in Germany very much depends on actions in other parts of the world where greenhouse gas emissions are rising fast. These countries might ask themselves why they should substantially contribute to climate change mitigation while a wealthy and technologically advanced country such as Germany does not do enough in its own right.

Multilateralism to be revived

Whichever coalition will govern, it is almost certain that they will be prone to promote international cooperation, as that’s both in the DNA of post-WW-II policy making in German – and is in the very interest of a globally connected middle-power like Germany.

A first reference point is the internal cohesion of the EU that will require attention and involvement. Effects of climate change and political populism in a number of European countries might discourage cooperation within the EU. However, transformation of the economic system can only be done jointly when countries and their economies are as closely knit together as they are in the European Union. And global voice for Europe will require speaking with one voice.

Specifically in “communitarised” policy areas such as trade, critically important engagement – be that on reforming the World Trade Organization (WTO) or flanking Carbon-neutrality in trade policy – will require global cooperation. Knowledge and skills are a global item, too – and without collaboration in science and technology, little can be achieved on a unilateral pathway for Germany.

The fork in the road to 2030

Overall, the Agenda 2030 remains an important task – domestically and in international cooperation. Taking decisions on large investments usually comes with longer-term considerations until when investments will have paid off, with time horizons usually beyond 10 years. The next German government, therefore, will be in office for key decision points on reaching internationally set sustainable development goals. If they don’t act during their parliamentary term until 2025, the timeframe will be too short as to have a meaningful impact until the end of the decade.

Making good use of opportunities

The substantial transformation of the economic model in Germany and Europe requires partners. The EU’s Green Deal is one such frameworks, and it will require political shaping and implementation at national level. It has become part of the “recover forward” after the Corona pandemic’s hard hit – and includes efforts on digitalisation, where Germany is not a global champion, as well as more work on moving towards a circular economy. Collaborations on renewable energy are also likely so as to foster sustainable electrification of transport.

The next German government needs to look for other opportunities to foster global cooperation. One of these opportunities more or less falls into the lap of the new government: Germany will host and chair the next years G7 process. While this historically important format of economically significant economies has been replaced by the G20 – which Germany chaired in 2017 – it still represents a good enough opportunity to set international agendas, and are an important starting point for promoting global transformation projects and reforming multilateral institutions. These opportunities, however, need to be realised jointly with the G20. Close collaboration with emerging countries such as Indonesia – the host of next year’s G20 – is essential.

International relations or international effects of German policy making unfortunately do not feature most prominently in political parties’ programmes. Voters are citizens, and domestic comes first, naturally. Yet, with regard to the political debate and feasibilities in Germany, more discussion on effects and international preconditions for policies would be desirable. And certainly, it will be relevant to the future of globalisation, at least in some areas, who will obtain the mandate by German voters on 26 September 2021.

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Tag der humanitären Hilfe: Operationen des UNHCR in Afghanistan unterfinanziert

SID Blog - 18. August 2021 - 11:46
Lage in Afghanistan dramatisch

 

Anlässlich des Welttags der humanitären Hilfe (19.8.) erinnert die UNO-Flüchtlingshilfe an das Engagement tausender Helfer*innen weltweit: sie setzen sich für Menschen auf der Flucht ein, um ihnen eine neue Perspektive für ein selbstbestimmtes und freies Leben zu geben – und riskieren dabei oft ihr eigenes Leben. So wie ganz aktuell in Afghanistan: dort droht eine humanitäre Krise. Im ersten Halbjahr 2021 wurden mehr Frauen und Kinder getötet und verwundet als in jedem Jahr seit 2009. Seit Januar 2021 wurden bereits rund 550.000 Menschen innerhalb des Landes vertrieben, insgesamt sind mehr als 3,5 Millionen Menschen in Afghanistan auf der Flucht.

 

„Die Menschen in Afghanistan leben seit mehr als vier Jahrzehnten in einem Konflikt. Generationen von Menschen haben nie Frieden erlebt. Dort sowie weltweit sind unsere UNHCR-Kolleg*innen tagtäglich, rund um die Uhr für die über 82 Millionen Menschen auf der Flucht im Einsatz – oftmals als einzige Hoffnung", so Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR.

 

Operationen des UNHCR unterfinanziert

Trotz der komplexen und schwierigen Sicherheitslage vor Ort ist der UNHCR vorbereitet, weiterhin humanitäre Hilfe und Unterstützung für die afghanische Bevölkerung zu leisten. Zusätzliche Unterstützung ist jedoch dringend nötig, da bisherige Hilfspläne unterfinanziert blieben und der Bedarf weiterwächst. Neben der Nothilfe ist es den Menschen eine Perspektive zu geben, denn etwa 65 % der afghanischen Bevölkerung - innerhalb und außerhalb Afghanistans - sind Kinder und Jugendliche. Von den 2,6 Millionen afghanischen Flüchtlingen leben fast 90 Prozent als registrierte Flüchtlinge in den Nachbarländern Pakistan und dem Iran. Mehr als 1 Million afghanische Flüchtlinge in Pakistan und Iran sind Kinder unter 14 Jahren. Drei Viertel der Flüchtlinge dort sind unter 25 Jahre alt. „Die Tragödie in Afghanistan verdeutlicht uns, wie wichtig die Unterstützung für die Einsätze des UNHCR ist", erinnert Ruhenstroth-Bauer.

 

Der Welttag der humanitären Hilfe ist all denen gewidmet, die weltweit Menschen in Not helfen. Er erinnert an den Angriff auf das UN-Hauptquartier in Bagdad 2003, bei dem 22 UN-Mitarbeitende starben. Die Zahl der Menschen, die vor Krieg, Konflikten und Verfolgung fliehen, ist mit mehr als 82 Millionen Menschen so hoch wie noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg. Für den UNHCR sind mehr als 18.000 Menschen in 135 Ländern im Einsatz, 90 Prozent von ihnen in Krisengebieten und direktem Kontakt mit Geflüchteten.

 

Weitere Informationen unter: https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/hilfe-weltweit/afghanistan


 

 


Programm und Tickets ENGAGEMENT WELTWEIT

SID Blog - 18. August 2021 - 11:45
Programm und Tickets ENGAGEMENT WELTWEIT #outlook a { padding:0; }body { margin:0;padding:0;-webkit-text-size-adjust:100%;-ms-text-size-adjust:100%; }table, td { border-collapse:collapse;mso-table-lspace:0pt;mso-table-rspace:0pt; }img { border:0;height:auto;line-height:100%; outline:none;text-decoration:none;-ms-interpolation-mode:bicubic; }p { display:block;margin:13px 0; } .moz-text-html .mj-column-per-67 { width:67% !important; max-width: 67%; }.moz-text-html .mj-column-per-33 { width:33% !important; max-width: 33%; }.moz-text-html .mj-column-per-100 { width:100% !important; max-width: 100%; } [owa] .mj-column-per-67 { width:67% !important; max-width: 67%; }[owa] .mj-column-per-33 { width:33% !important; max-width: 33%; }[owa] .mj-column-per-100 { width:100% !important; max-width: 100%; }

Inge Bauman-May (CFI), Bei einem Monitoring Besuch während ihrer Tätigkeit als Beraterin für Mutter und Kindgesundheit in Nepal, 2018. Foto des Monats August, www.agdd.de

Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT 2021

 Liebe Interessierte an der internationalen Entwicklungszusammenarbeit, liebe Organisationen, Freund*innen, Universitäten und Studierende,

 

wir möchten Sie und Euch hiermit auf die Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT 2021 aufmerksam machen, die am 23. Oktober 2021 in Siegburg stattfindet und deren Ticketverkauf ab sofort geöffnet ist. Auch für Aussteller*innen ist es noch nicht zu spät - es sind noch einige wenige Messestände frei. 

 

Haiti, Afghanistan, Ahrweiler - die aktuellen globalen und lokalen Entwicklungen haben uns in den letzten Tagen und Wochen erneut vor Augen geführt, wie wichtig es ist, dass Menschen weltweit zusammenstehen, voneinander lernen und sich gegenseitig unterstützen.  Angesichts der aktuellen und zukünftigen politischen, sozialen und klimatischen Krisen ist das Engagement eines Jeden gefragter denn je. 

 

Ständig neue und unvorhersehbare Entwicklungen sowie deren Konsequenzen wirken sich auch auf die Internationalen Personellen Zusammenarbeit (IPZ) aus. Nicht selten wird dabei die internationale Gemeinschaft in ihrer Integrität auf die Probe gestellt. Der Diskurs um Fragen rund um Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit darf dabei auch in Krisensituationen nicht in den Hintergrund rücken. Wie gehen Entwicklungsorganisationen, Partner*innen, Entwicklungshelfer*innen und int. Freiwillige damit um? Welche Krisenmanagementmethoden haben sich bewährt? Und was bedeuten derartige Krisen für zukünftige Fachkräfte? Diese und viele weiter Fragen wollen wir im Rahmen der diesjährigen Fachmesse diskutieren.

 

Mehr als 35 namhafte Organisationen der personellen Entwicklungszusammenarbeit, der Not- und Katastrophenhilfe und der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit werden Ihnen in der Rhein-Sieg-Halle Rede und Antwort stehen. ENGAGEMENT WELTWEIT bietet eine ideale Gelegenheit für interessierte Fach- und Führungskräfte, aber auch Hochschulabsolvent*innen, Berufseinsteigeri*nnen und Quereinsteiger*innen, sich direkt und umfassend über ein berufliches Engagement im Ausland, die verschiedenen Arbeitsfelder, Qualifizierungsangebote sowie Entwicklungen und Trends in der personellen Entwicklungszusammenarbeit zu informieren.

 

Die Fachmesse wird von einem interessanten und vielfältigen Rahmenprogramm mit Panels, Diskussionen und Gesprächsrunden begleitet. Thematische Schwerpunkte werden dabei v.a. "Entwicklungszusammenarbeit und Krisenmanagement" und die aktuelle Arbeitsmarktentwicklung im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit sein. Eine Liste der teilnehmenden Organisationen sowie alle weiteren Informationen zum Programm und zur Anreise finden Sie auf unserer Webseite www.engagement-weltweit.de und Instagram (@aklhue_ev) oder FB (@AKLHÜ e.V.) - beides wird laufend aktualisiert. Dort können Sie sich schon jetzt Tickets für die Messe sichern (10€/Ticket oder mit Gruppenrabat von 10%  ab einem Kauf von fünf Tickets). Die Tickets sind begrenzt verfügbar und nur im Vorverkauf erhältlich. Auch für Ihre Sicherheit ist gesorgt. Selbstverständlich haben wir ein aktuelles Hygienekonzept erarbeitet, welches wir dem dynamischen Infektionsgeschehen und den aktuellen Vorgaben der Gesundheitsämter anpassen. Mehr Informationen dazu finden Sie auf unserer Website. 

 

Wir freuen uns sehr auf Ihren und Euren Besuch und den Austausch miteinander. 

 

Mit besten Grüßen aus Bonn,

 

Ihr Projektteam ENGAGEMENT WELTWEIT 2021

 

Zum Ticketverkauf Anmeldung für Organisationen
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Haiti: Soforthilfe nach Erdbeben gestartet

SID Blog - 18. August 2021 - 11:44
Schweres Erdbeben; Hurrikan nähert sich dem Inselstaat

Haiti * Erdbeben * Hurrikan * Nothilfe * Spenden

Berlin, 16.08.2021. Die Diakonie Katastrophenhilfe startet in den kommenden Stunden
Soforthilfe für die Betroffenen des schweren Erdbebens in Haiti. „Wir sind schockiert
über das immense Ausmaß des Erdbebens und werden alles tun, um den Menschen in Haiti
in dieser schweren Zeit beizustehen", sagt Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie
Katastrophenhilfe. Da die Arbeit in dem Inselstaat ein Schwerpunkt des Hilfswerks in
der Region ist, konnten Helferinnen und Helfer direkt nach dem Beben mobilisiert
werden. „Über unsere langjährigen Partner können wir sofort mit den ersten
Verteilungen beginnen. Dafür stellen wir in einem ersten Schritt 200.000 Euro bereit.
Die Menschen brauchen nun vor allem sauberes Trinkwasser und ein Dach über dem Kopf",
sagt Pruin. „Damit wir auch langfristig beim Wiederaufbau der zerstörten Häuser und
Geschäfte helfen können, sind wir dringend auf Spenden angewiesen."

Haiti wird aufgrund seiner geographischen Lage immer wieder von schweren
Naturkatastrophen getroffen. Daher unterhält die Diakonie Katastrophenhilfe –
gemeinsam mit anderen internationalen Hilfsorganisationen – ein Büro und Warenlager im
Land. So kann das evangelische Hilfswerk besonders schnell auf Katastrophen reagieren.
„Unser Büro in Port-au-Prince ist nicht betroffen und kann die Hilfe in den kommenden
Tagen und Wochen koordinieren", sagt Martin Keßler, Leiter der Diakonie
Katastrophenhilfe. „Unsere Hilfsprojekte im Land sind so angelegt, dass sie
Möglichkeiten für Soforthilfe bieten. Wir haben Waren vor Ort und werden zügig weitere
Hilfsgüter einkaufen. Dort, wo es möglich ist, verteilen wir Bargeld an die Menschen,
damit sie die größte Not der kommenden Tage überstehen."

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist in großer Sorge vor dem herannahenden Hurrikan
„Grace", der Haiti in den nächsten 24 Stunden erreichen soll. „Neben Wasserfiltern und
Hygiene-Artikeln werden wir deshalb auch Material für provisorische Unterkünfte
verteilen, damit die Menschen sich vor den zu erwartenden schweren Regenfällen
schützen können", sagt Keßler. „Während das genaue Ausmaß der Erdbeben-Schäden noch
unklar ist, geht es in den nächsten Stunden vor allem darum, die Menschen vor der
nächsten Katastrophe zu schützen."

Haiti wurde am Samstag (Ortszeit) von einem schweren Erdbeben der Stärke 7,2
getroffen. Besonders betroffen ist der Süden des Inselstaats rund um das Departement
Grand'Anse und die Stadt Les Cayes im Department Sud. Nach offiziellen Angaben sind
mindestens 1300 Menschen ums Leben gekommen.

Die Diakonie Katstrophenhilfe ruft zu Spenden auf:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Nothilfe Haiti
Online unter: www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/

Caritas international, Freiburg Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe IBAN: DE88 6602
0500 0202 0202 02 BIC: BFSWDE33KRL
Online unter: www.caritas-international.de


** Updates und Aktuelles via Twitter
https://twitter.com/diakoniekh


# Spenden

** Spendenkonto
Evangelische Bank (EB)
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02
BIC: GENODEF1EK1

** Online
https://www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spende

UNICEF hilft nach dem schweren Erdbeben in Haiti

SID Blog - 18. August 2021 - 11:44
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Haiti: Kinder im Katastrophengebiet brauchen Notunterkünfte, medizinische Hilfe, Wasser, Nahrung und besonderen Schutz

Köln, 15. August 2021 / Nach dem schweren Erdbeben in Haiti berichten UNICEF-Teams von schweren Schäden an Wohngebäuden und öffentlichen Einrichtungen sowie vielen Verletzten. Sie berichten, dass die Lage sehr ernst ist und das sie überwältigt sind angesichts der Not.

Das Krankenhaus der Stadt Les Cayes, wo Mütter mit ihren verletzten Kindern Hilfe suchen, ist überfüllt.  Die Auswirkungen der erneuten Naturkatastrophe auf die Familien in einem der ärmsten und instabilsten Ländern der Welt stehen noch nicht fest. UNICEF ist sehr besorgt angesichts der großen Armut und Verletzlichkeit der Kinder im Katastrophengebiet.

UNICEF hat mehrere Büros in der betroffenen Region. Die UNICEF-Teams versuchen, den dringendsten Hilfsbedarf zu ermitteln und schieben gemeinsam mit Nichtregierungsorganisationen und den Behörden die Hilfe für die betroffenen Familien an. UNICEF Haiti ruft seit dem Erdbeben die Bevölkerung über soziale Medien dazu auf, in dieser Situation besonders auf die Kinder zu achten. Sie brauchen jetzt Notunterkünfte, medizinische Hilfe, sauberes Wasser und besonderen Schutz.

"Wir sind zutiefst traurig über die Berichte über Todesopfer und schwere Schäden nach dem Erdbeben", sagte Bruno Maes, Leiter von UNICEF in Haiti. "UNICEF arbeitet mit Regierungsbehörden- und Nichtregierungspartnern zusammen, um die betroffenen Gemeinden zu unterstützen. Wir stehen den Familien und Kindern in dieser schwierigen Zeit zur Seite".

Ein Erdbeben der Stärke 7,2 hat Haiti am Samstagmorgen, 14. August, erschüttert. Das Beben war auch in der Hauptstadt Port-au-Prince zu spüren, das Epizentrum lag in den südlichen Teilen des Landes in den Departements Grande Anse, Sud und Sud-Est. Es ist in den kommenden Tagen mit weiteren Nachbeben zu rechnen.

Laut ersten UN-Schätzungen leben allein etwa 234.000 Menschen in 15 Kilometer Entfernung vom Epizentrum des Bebens. Zwei Drittel von ihnen sind extrem arm. Trotz der angespannten Sicherheitslage und der logistischen Herausforderungen versucht UNICEF Hilfsgüter, die in Lagerhäusern im ganzen Land gelagert sind, bereitstellen.



UNICEF ruft zu Spenden für die Kinder in Haiti auf

18. August 2021

ONE - 18. August 2021 - 10:20

1. Ausländische Militärhilfe für Sahelstaaten

Dominic Johnson berichtet in der Tageszeitung über die Gründung der ersten Spezialkräfteeinheit der malischen Gendarmerie am Montag. Die Aufbauhilfe solle der neuen Eliteeinheit GSIGN nicht nur materiell nützen, sondern auch politische Unterstützung symbolisieren, so Dennis Hankins, US-Botschafter in Mali. Spezialkräfte stehen im Mittelpunkt der internationalen Militärstrategie gegen islamistische Terrorgruppen in Mali, Niger und Burkina Faso. Den regulären Armeen dieser Länder bringen die ausländischen Partner weniger Vertrauen entgegen. Der plötzliche Zusammenbruch der US-gestützten Regierung Afghanistans habe deswegen auch in Mali Debatten ausgelöst. Eine große Abhängigkeit von ausländischer Militärhilfe werde skeptisch gesehen. Da Frankreich seine Sahel-Antiterroroperation „Barkhane“ reduzieren wolle und noch dieses Jahr wichtige Basen in Mali schließe, sei mehr militärische Eigenständigkeit für Mali zentral. Genauso wichtig sei bessere Zusammenarbeit zwischen Mali, Niger und Burkina Faso. Das Dreiländereck zwischen ihnen sei eine Hochburg der islamistischen Untergrundkämpfer*innen.

 

2. Schnelles Internet in Afrika

Facebook arbeitet zusammen mit zwei der weltgrößten Telekommunikationsanbieter an einem großen Unterwasserkabel, das Afrika mit schnellerem Internet versorgen soll. Darüber berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. An das „2Africa“ genannte Kabelsystem sollen nun auch die beiden Inselstaaten Seychellen und Komoren, die kanarischen Inseln, Angola sowie Nigeria angeschlossen werden. Damit verfüge das Kabel über 35 Verbindungen in 26 Ländern. Facebook und Google stehen hinter etwa 80 Prozent der jüngsten Investitionen in transatlantische Unterwasserkabel. Das „2Africa“-Projekt sei Teil von Facebooks Plan, das Rennen um zuverlässigeres und schnelleres Internet in Afrika anzuführen. Während Desktop-Computer und Notebooks dort in vielen Ländern als Mangelware gelten, seien Smartphones unter den 1,2 Milliarden Einwohner*innen sehr verbreitet. Deshalb werden zum Beispiel viele Finanztransaktionen über das Handy abgewickelt, wodurch die entsprechende Branche in Afrika teils weiter entwickelt sei als in Europa.

 

3. Fortschritte in der Malaria-Forschung

Pamela Dörhöfer berichtet in der Frankfurter Rundschau über die Forschung an Malaria-Impfstoffen. Trotz jahrelanger Anstrengungen sei es Forscher*innen bisher nicht gelungen, ein effektives Vakzin gegen Malaria zu entwickeln. Einer der Gründe dafür sei, dass die Erreger im Körper mehrere Lebensstadien durchlaufen und ein komplexes Infektionsgeschehen bewirken, das den Zugriff des Immunsystems erschwere. Aktuell arbeiten mehrere Firmen an Malaria-Vakzinen; sie verwenden dabei unterschiedliche Technologien. Auch BioNTech arbeite an einem Malaria-Impfstoff und nutze dabei wie bei seinem Covid-Vakzin die mRNA-Technologie. Das Pharmaunternehmen wolle in verschiedenen Ländern gleich mehrere Impfstoffkandidaten testen. Der vielversprechendste solle dann ab Ende 2022 in klinischen Studien erprobt werden. Neben BioNTech entwickele auch ein US-amerikanisches Forschungsteam des Walter Reed Army Institute of Research, des Naval Medical Research Center und der Universität Pennsylvania ein mRNA-basiertes Malaria-Vakzin. Vor allem in Afrika zähle Malaria zu den schlimmsten gesundheitlichen Bedrohungen, Hauptleidtragende seien vor allem Kinder. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte für 2019 weltweit 229 Millionen Krankheitsfälle gemeldet, 409.000 Menschen starben an Malaria.

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