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Kolumbianer stimmen für Wandel

E+Z - 11. Juli 2022 - 15:24
Die Symbolik – und Herausforderungen – des Wahlsiegs von Gustavo Petro und Mitbewerberin Francia Márquez

Die Medien stellen Petro und Márquez gern als Revolutionäre dar, dabei stehen sie eher für Reformen. Petro ist in der kolumbianischen Politik seit Jahrzehnten eine etablierte Persönlichkeit. Er war Senator und Bürgermeister der Hauptstadt Bogotá und strebte dort mit verfassungsgemäßen – nicht revolutionären – Mitteln den Wandel an.

Márquez’ Aufstieg hat mehr Symbolkraft. Das ehemalige Dienstmädchen war bis vor Kurzem Sozialhilfeempfängerin. Seit sie sich als Umwelt- und Sozialaktivistin engagiert, erhält sie Morddrohungen. Sie steht für jene, die im System zurückgelassen wurden: Fast 40 Prozent der Menschen in Kolumbien leben in Armut.

Wer afrikanische Wurzeln hat oder einem indigenen Volk angehört, wird weiterhin ausgegrenzt. Abwertende Begriffe wie „negro“, „indio“ und „campesino“ sind immer noch in Gebrauch. Kolumbien hat sich nicht mit dem blutigen Erbe der europäischen Kolonialisierung auseinandergesetzt. Umso bedeutsamer ist es, dass die neue Vizepräsidentin ein neues Ministerium zur Bekämpfung von Ungleichheit leiten wird.

Márquez ist seit Mitte der 1990er-Jahre führend im Sozialbereich und Umweltschutz aktiv. Sie hat immer wieder verlangt, dass die staatlichen Behörden die Verfassung von 1991 respektieren, Bürgerrechte anerkennen und niemanden ausschließen. Ihre Forderungen nach mehr Demokratie wurden allerdings als „gefährlich revolutionär“ diskreditiert.

Der Staat ist in vielen Bereichen abwesend

In Kolumbien leben Millionen Menschen in abgelegenen Gebieten, in denen der Staat weitgehend abwesend ist. Sie stehen weiterhin im Kreuzfeuer verschiedener bewaffneter Gruppen. Ein Friedensabkommen wurde im Rahmen einer Volksabstimmung 2016 abgelehnt, nicht zuletzt wegen Fake-News-Propaganda. Iván Duque, Präsident der vergangenen vier Jahre, stellte sich gegen das Abkommen sowie wichtige Institutionen wie die Wahrheitskommission (siehe meinen Aufsatz aus 2019 auf www.dandc.eu). Seit 2019 finden Massenproteste gegen Duque statt, verbunden mit der Forderung nach Frieden. Es überrascht nicht, dass Menschen mit afrikanischen Vorfahren, indigene Gemeinschaften und Opfer von Gewalt massiv für Petro und Márquez gestimmt haben.

Die neue kolumbianische Führung muss sich großen Herausforderungen stellen. Ungleichheit und Rassismus sind eng verknüpft und tief in der Gesellschaft verwurzelt. Petro und Márquez verkörpern dagegen die Hoffnung auf Veränderung.

Ein Programm und eine Erzählung  

Die neue Regierung muss die Demokratie stärken und soziale Gräben überbrücken – eine schwierige Aufgabe. Einige politische Akteure kooperieren mit illegalen bewaffneten Gruppen. Aktivistinnen und Aktivisten werden weiterhin ermordet. Vielerorts haben Warlords das Sagen, selbst in Provinzhauptstädten. Etwa ein Drittel der 15- bis 28-Jährigen geht weder einer Arbeit noch einem Studium nach. Die Pandemie hat die Lebensgrundlagen vieler zerstört.

Die internationale Lage bleibt kritisch, eine weltweite Rezession droht. Inwiefern der Internationale Währungsfonds (IWF), die Weltbank, ausländische Regierungen und private Investoren auf die Propaganda hereinfallen, Kolumbiens neue Führung sei „hart links“, bleibt abzuwarten. US-Präsident Joe Biden immerhin rief Petro an, um ihm zu gratulieren – das wird als vielversprechend gewertet.

Die neue Regierung wird ein politisches Programm zum Abbau von Ungleichheiten brauchen und ein nationales Narrativ zur Förderung des Zusammenhalts – ähnlich wie die Linksregierungen in Chile, Bolivien und Peru. Hat sie Erfolg, kann das ein Zeichen setzen in einer Welt voller Gier, Ungleichheit und Gewalt. Es braucht Regierungen, die ihren Bürgerinnen und Bürgern das Gefühl geben, dass ihr Land ihnen gehört und sie es mitgestalten können. Wo sie aber zu bloßen Mietern gieriger Vermieter reduziert werden, wird die Demokratie weiter erodieren – und autoritäre Narrative setzen sich sowohl rechts als auch links der Mitte durch.

Fabio Andrés Díaz Pabón ist Forscher am African Centre of Excellence for Inequality Research (ACEIR) der Universität Kapstadt und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Rhodes-Universität in Südafrika.
fabioandres.diazpabon@uct.ac.za

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INVITATION: The Paradox of Partnership: The People’s Perspective on SDG 17 and Agenda 2030

CSO Partnership - 11. Juli 2022 - 9:02

The Reality of Aid-Asia Pacific (RoA-AP), Asia Pacific Research Network (APRN), Centre for Research and Advocacy- Manipur (CRAM), and CSO Partnership for Development Effectiveness-Asia (CPDE Asia) are hosting a virtual side event at the United Nations High-Level Political Forum (UN HLPF) on 12 July 2022, 7:30AM NY | 5PM IST | 7:30PM Manila.

The activity aims to reflect on the true essence of partnership as promoted by Agenda 2030 through SDG 17 by discussing key themes in the Asia-Pacific region, such as sufficient and appropriate financing, genuine mechanisms for multi-stakeholder partnerships, and the people’s alternatives beyond the current framework of development.

It will feature representatives from civil society organizations, people’s movements, and grassroots sectors from the region to share their insights and alternatives to ensure a people-centered, rights-based, and climate-resilient future for all.

Sign up via this link.

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Hypnetic – ein Pumpspeicher im Schiffscontainer

reset - 11. Juli 2022 - 8:37

Die skalierbare und erschwingliche Speicherung von Energie ist ein entscheidender Dreh- und Angelpunkt, damit der Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien gelingt. Und obwohl es bisher keine perfekte Lösung gibt, sind Methoden wie die Pumpspeicherung vielversprechend. Traditionell wird bei der Pumpspeicherung Wasser zwischen zwei unterschiedlich hoch gelegenen Reservoirs hin- und hergepumpt. Besteht ein Stromüberschuss, wird das Wasser damit in das höher gelegene Becken gepumpt. Wird die Energie dann benötigt, wird das Wasser in das tiefer gelegene Reservoir abgelassen. Auf dem Weg nach unten treibt es eine Turbine an, die den Wasserstrom wieder in Energie verwandelt. Damit ist ein Pumpspeicherwerk wie eine riesige Batterie, die Energie speichern und bei Bedarf wieder abgeben kann.

Um Energie in großem Maßstab zu speichern, sind Pumpspeicherwerke am weitesten verbreitet. Tatsächlich machen sie weltweit 90 Prozent des Marktes für mechanische Energiespeicherung aus. Aber wie bei jeder Speicherlösung gibt es auch hier noch Raum für Verbesserungen. Die Stauseen und die dazugehörige Infrastruktur – Dämme, Wasserleitungen usw. – nehmen viel Platz in Anspruch und greifen mitunter massiv in die Umwelt und Ökosysteme ein. Außerdem ist der Bau der Anlagen extrem teuer.

Hypnetic, ein von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördertes deutsches Startup, will einige dieser Herausforderungen lösen, indem es das Prinzip der Pumpspeicherung auf Schiffscontainern überträgt – mit einem kleinen Trick. Denn eigentlich kann man keine Speicher in Metallboxen von der Größe einer Standardküche unterbringen. Bei der Technologie von Hypnetic, die sich derzeit in der Entwicklung befindet, wird die elektrische Energie gespeichert, indem die Umgebungsluft getrocknet und mit Hilfe einer Flüssigkeit effizient komprimiert wird. Die Energie kann dann genutzt werden, indem die Luft mit einem Gas expandiert wird, das hydraulische Komponenten in Bewegung setzt, die eine mit einer elektrischen Maschine verbundene Achse drehen.

Darüber hinaus ist das Gerät mit einem Mechanismus zur Rückgewinnung von Abwärme ausgestattet, um die Effizienz des Umlaufs zu erhöhen. Nach Angaben des Unternehmens können so 72 Prozent des gespeicherten Stroms später wieder abgerufen werden. Nach eigenen Angaben sind die Komponenten des Hypnetic-Speichers außerdem langlebig genug, um eine Million Zyklen zu erreichen. Wenn sich das bestätigen sollte, ist das viel – eine Lithium-Ionen-Batterie beispielsweise hat eine Lebensdauer von 1.000 bis 10.000 Zyklen. Im Vergleich zu anderen Batterien kommt der Container-Speicher zusätzlich ohne kritische Ressourcen oder giftigen Chemikalien aus und die Wertschöpfungsketten der verwendeten Materialien liegen ausschließlich in Deutschland bzw. Europa.

Wie viele andere Unternehmen setzt auch Hypnetic Künstliche Intelligenz ein, um den Energieverbrauch zu steuern, zu überwachen und zu optimieren.

Das 1,5-Grad-Ziel ist ohne eine echte Transformation unseres Energiesystems unerreichbar. Aber wie kann sie gelingen? Was sind die Energiequellen der Zukunft? Welche digitalen Lösungen stehen bereit und wo sind Innovationen gefragt? Und wie kann die Transformation vorangetrieben werden?

Das RESET-Greenbook „Energiewende- Die Zukunft ist vernetzt“ stellt digitale, innovative Lösungen vor und beleuchtet die Hintergründe.

Mit seinem Container-Speicher richtet sich Hypnetic vor allem an Energieversorgungsunternehmen, die damit ihren Kunden die Möglichkeit geben könnten, Lastspitzen abzufangen. Außerdem könnten sie die Energiespeicher nutzen, um Abwärme in elektrische Energie umzuwandeln.

Hypnetic geht davon aus, dass die Technologie in Anwendungen eingesetzt werden kann, die derzeit von Lithiumbatterien, Redox-Flow-Systemen, Schwungrädern und Power-to-Gas-Speichern bedient werden. Ob sich der Speicher als billigere, wirtschaftlichere und ökologisch ausgewogene Alternative zu diesen Methoden erweist, bleibt abzuwarten. Die Chancen stehen allerdings nicht schlecht.

Dieser Artikel gehört zum Dossier „Energiewende – Die Zukunft ist vernetzt“. Das Dossier ist Teil der Projekt-Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), in deren Rahmen wir vier Dossiers zum Thema „Mission Klimaneutralität – Mit digitalen Lösungen die Transformation vorantreiben“ erstellen.

Mehr Informationen hier.

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INVITATION: The Paradox of Partnership: The People’s Perspective on SDG 17 and Agenda 2030

CSO Partnership - 11. Juli 2022 - 7:56

Event happens 12 July 2022 | 7:30AM NY | 5PM IST | 7:30PM Manila

 

The Reality of Aid-Asia Pacific (RoA-AP), Asia Pacific Research Network (APRN), Centre for Research and Advocacy- Manipur (CRAM), and CSO Partnership for Development Effectiveness-Asia (CPDE Asia) are hosting a virtual side event at the United Nations High-Level Political Forum (UN HLPF) on 12 July 2022, 7:30AM NY | 5PM IST | 7:30PM Manila.

The activity aims to reflect on the true essence of partnership as promoted by Agenda 2030 through SDG 17 by discussing key themes in the Asia-Pacific region, such as sufficient and appropriate financing, genuine mechanisms for multi-stakeholder partnerships, and the people’s alternatives beyond the current framework of development.

It will feature representatives from civil society organizations, people’s movements, and grassroots sectors from the region to share their insights and alternatives to ensure a people-centered, rights-based, and climate-resilient future for all.

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5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung

DSW - 11. Juli 2022 - 6:00

Am 11. Juli ist Weltbevölkerungstag. Hier beantworten wir einige wichtige Fragen rund um das Thema Weltbevölkerung.

1. Wie viele Menschen leben heute auf der Welt?

Zum Weltbevölkerungstag 2022 leben 7,98 Milliarden Menschen auf der Welt – und es werden mehr. In den nächsten 60 Sekunden werden 254 geboren und 129 sterben. Die Weltbevölkerung wächst somit um 125 Menschen. Besonders stark wächst die Weltbevölkerung in Afrika südlich der Sahara, der ärmsten Region der Erde. Mitte des Jahrhunderts werden dort mit rund 2,1 Milliarden Menschen voraussichtlich fast doppelt so viele leben wie heute.

In China leben aktuell die meisten Menschen, nämlich 1,43 Milliarden. Im Jahr 2023 wird Indien China als bevölkerungsreichstes Land ablösen. Die Entwicklung der Weltbevölkerung ist eng mit besonders bevölkerungsreichen Ländern verknüpft. Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung allein durch Indien, die USA, Nigeria, Pakistan und Indonesien um 600 Milliarden Menschen zunehmen. Ein Sonderfall ist China. Bis zum Jahr 2050 wird die Bevölkerung dort um etwa 110 Millionen Menschen schrumpfen und bei 1,32 Milliarden liegen.

Diese Infografik zeigt die Verteilung der Weltbevölkerung nach Kontinenten anhand von 100 Menschen.

 

2. Warum wächst die Weltbevölkerung?

Ein hohes Bevölkerungswachstum geht zu einem großen Teil auf unbeabsichtigte Schwangerschaften zurück – weil viele Frauen und Mädchen nur mangelnden Zugang zu Familienplanung, Aufklärung und Gesundheitsdiensten haben. Gerade Frauen, die in ländlichen Regionen von Entwicklungsländern leben, bekommen häufig mehr Kinder, als sie sich wünschen. Auch wenn Jungen und Männer bei Verhütungsfragen dieselbe Verantwortung tragen müssen, wird die Versorgung mit Verhütungsmitteln in internationalen Studien vor allem an Mädchen und Frauen gemessen. Der Grund: Frauen sind diejenigen, die schwanger werden und ihre eigene Vorstellung bezüglich der Kinderzahl oftmals nicht selbst bestimmen können. In unseren Projekten in Äthiopien, Kenia, Tansania und Uganda klären wir Mädchen und junge Frauen genauso wie Jungen und junge Männer über Sexualität und ihre Rechte auf.

Rund 257 Millionen Frauen würden gern verhüten, haben dazu aber keine Möglichkeit. Jede zweite Schwangerschaft ist deshalb unbeabsichtigt! Neben unbeabsichtigten Schwangerschaften wirken sich auch der Wunsch nach mehr als zwei Kindern pro Paar und der hohe Anteil an jungen Menschen, die noch ins reproduktive Alter kommen, auf die Bevölkerungsentwicklung aus. Warum die Bevölkerung wächst, zeigt unser Animationsfilm:

3. Wodurch wächst die Weltbevölkerung schneller oder langsamer?

Wie schnell oder langsam die Weltbevölkerung wächst, zeigt die Fertilitätsrate – auch Geburtenziffer genannt. Sie beschreibt, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens durchschnittlich zur Welt bringt. Die weltweite Geburtenziffer liegt aktuell bei 2,3 Kindern pro Frau. Bei einer Geburtenrate von 2,1 würde das Wachstum der Weltbevölkerung auf einen Stillstand zulaufen. In vielen Ländern bekommen Frauen im Laufe ihres Lebens aber deutlich mehr Kinder. In Afrika südlich der Sahara bekommen Frauen im Durchschnitt 4,6 Kinder und damit deutlich mehr als im afrikanischen Durchschnitt (4,3). In Afrika südlich der Sahara wächst die Bevölkerung besonders schnell. Entscheidend beeinflusst wird die Geburtenrate durch Bildung. Je höher das Bildungsniveau einer Frau ist, desto weniger Kinder bringt sie im Schnitt zur Welt. Das liegt daran, dass sich Mädchen und Frauen mit einer guten Bildungsgrundlage besser über ihre Körper sowie Verhütungsmethoden informieren und diese korrekt anwenden können. So haben sie eine bessere Voraussetzung, auf die Anzahl ihrer Kinder und den Zeitpunkt der Familiengründung einzuwirken. Außerdem ist Bildung die Grundlage dafür, die eigenen Rechte zu kennen. Mädchen und Frauen mit guter Bildung treten in einer Partnerschaft oft selbstbewusster für ihre Wünsche ein.

Auch eine bessere Gesundheitsversorgung kann die Geburtenrate beeinflussen. Mehr dazu erklären wir im Video unter Frage 2.

In den letzten 30 Jahren ist die Geburtenziffer in allen Regionen der Erde bereits merklich gesunken. Bessere Bildungschancen und eine bessere Gesundheitsversorgung würden dazu beitragen, dass noch mehr Frauen und Mädchen ihre Rechte einfordern und nur so viele Kinder bekommen, wie sie selbst auch möchten.

4. Gibt es mehr junge oder mehr alte Menschen auf der Erde?

Die Weltbevölkerung ist jung – derzeit wächst die größte Jugendgeneration aller Zeiten heran. Von den 7,98 Milliarden Menschen, die aktuell auf der Welt leben ist jeder Vierte (25,3 Prozent) jünger als 15 Jahre. Die meisten Kinder und Jugendlichen wachsen in Entwicklungsländern auf – oft unter schwierigen Bedingungen. Damit sie ihr Potenzial voll entfalten können und zur Entwicklung ihrer Länder beitragen können, brauchen sie Zugang zu Aufklärung, Bildung und Gesundheitsdiensten..

5. Wird die Weltbevölkerung immer weiter wachsen?

Vermutlich nicht. Tatsächlich hat das Wachstum der Weltbevölkerung bereits abgenommen. Im Jahr 1963 war es mit 2,27 Prozent am höchsten. Heute wächst die Weltbevölkerung nur noch um 0,8 Prozent. Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass die Weltbevölkerung in den 2080er Jahren ihr Maximum von etwa 10,4 Milliarden Menschen erreichen wird. Andere Forschungsgruppen, wie zum Beispiel die Wissenschaftler*innen um Lutz Wittgenstein setzen das Maximum bei etwa 10 Milliarden Menschen um das Jahr 2070 an. Auch wenn die Forschenden hierzu nur Schätzungen abgeben können, sind sie sich in folgendem Ergebnis einig: Ohne weitere Fortschritte bei der freiwilligen Familienplanung, bei der Gesundheitsversorgung, beim Zugang zu Bildung und der Stärkung von Frauen und Mädchen wird die Weltbevölkerung länger weiterwachsen. Deshalb muss zwingend in diese Bereiche investiert werden.

Dieser Beitrag ist erstmals erschienen am 10.07.2015 und wird laufend aktualisiert.

Der Beitrag 5 Fragen – 5 Antworten zur Weltbevölkerung erschien zuerst auf DSW.

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Wachstum der Weltbevölkerung sinkt auf unter ein Prozent

DSW - 11. Juli 2022 - 6:00
Am Weltbevölkerungstag leben 7.977.000.000 Menschen auf der Erde

Erstmals seit Beginn der Aufzeichnung durch die Vereinten Nationen (UN) im Jahr 1950 ist die Wachstumsrate der Weltbevölkerung unter ein Prozent pro Jahr gesunken. Wie die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich der Veröffentlichung der jüngsten Bevölkerungsstatistiken der UN (World Population Prospects) zum heutigen Weltbevölkerungstag meldet, liegt sie aktuell nur noch bei 0,8 Prozent. Bedingt durch die Covid-19-Pandemie ist zudem die Lebenserwartung im Jahr 2021 weltweit auf 71 Jahre gesunken, 2019 lag sie noch bei 72,8 Jahren. Doch bedeutet beides noch längst keine Trendumkehr in Sachen Bevölkerungswachstum, denn in absoluten Zahlen nimmt die Weltbevölkerung weiter zu: Aktuell leben 7.977.000.000 Menschen auf der Erde, bereits am 15. November dieses Jahres werden es acht Milliarden sein.

Im globalen Süden ist die Geburtenziffer immer noch hoch

„Im Globalen Süden bekommen viele Mädchen und Frauen immer noch mehr Kinder als sie sich wünschen. Das zeigen die hohen Geburtenziffern beispielsweise in Afrika südlich der Sahara“, betont die stellvertretende Geschäftsführerin der DSW, Angela Bähr. Dort beträgt die durchschnittliche Kinderzahl pro Frau nach UN-Angaben immer noch 4,6. Zwar ist die Geburtenziffer auch hier gesunken, trotzdem liegt die durchschnittliche Anzahl der Kinder pro Frau weit über dem weltweiten Durchschnitt von 2,3.

„Fehlende sexuelle Aufklärung und ein schlechter Zugang zu Verhütungsmitteln sind Gründe dafür, dass viele Mädchen bereits im Teenageralter schwanger werden – vor allem in Afrika südlich der Sahara. Wenn sie aufgrund ihrer Schwangerschaft die Schule nicht beenden können, geraten sie schnell in eine Armutsspirale“, erklärt Angela Bähr. Die Möglichkeit der selbstbestimmten Familienplanung von Jugend an sei nicht nur ein Menschenrecht, sondern auch ein Schlüssel zur Armutsbekämpfung. „Daher fordern wir die Bundesregierung auf, dass Sexualaufklärung und Zugang zu Verhütungsmitteln Grundpfeiler einer feministischen Entwicklungspolitik sein müssen.“

Weitere Zahlen und Prognosen
  • Die Weltbevölkerung wächst aktuell um etwa 66 Millionen Menschen pro Jahr,

das sind 180.000 Menschen pro Tag

7.500 Menschen pro Stunde

125 pro Minute

2,1 pro Sekunde

  • Laut der aktuellsten Prognosen wird das Bevölkerungswachstum in den 2080er Jahren mit etwa 10,4 Milliarden Menschen seinen Höhepunkt erreichen. Bisher waren die Vereinten Nationen von einem Maximum von 10,9 Milliarden Menschen um das Jahr 2100 ausgegangen.
  • 2021 wurde jedes 10. Baby (13,3 Millionen) von Müttern geboren, die unter 20 Jahre alt waren. Insbesondere in Subsahara Afrika, Lateinamerika und der Karibik ist der Anteil der Teenagerschwangerschaften sehr hoch, mit den entsprechenden gesundheitlichen Risiken, sowohl für die Mütter als auch für die Kinder.

 

Grafiken

 

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

 

Diese Pressemitteilung als PDF herunterladen

 

 

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Entwicklungsministerin Schulze zum Weltbevölkerungstag

SID Blog - 11. Juli 2022 - 0:44

Ministerin Schulze zum Weltbevölkerungstag: Mit starken, selbstbestimmten Frauen wird die Bevölkerungsentwicklung zur Chance

 

Berlin - Morgen ist der Weltbevölkerungstag. Bereits im November 2022 wird die Weltbevölkerung die Acht-Milliarden-Marke überschreiten. Bis Mitte des Jahrhunderts wird sie laut neuesten Schätzungen der Vereinten Nationen auf rund 9,7 Milliarden Menschen anwachsen. Während die Bevölkerung in den westlichen Ländern altert, gibt es in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern immer mehr junge Menschen im erwerbsfähigen Alter. Dies birgt ein enormes Potential für die wirtschaftliche Entwicklung dieser Länder. Das Potential kann sich jedoch nur entfalten, wenn Frauen und Mädchen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Beschäftigung erhalten und selbstbestimmt ihr Leben gestalten können.

 

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: "Starke, selbstbestimmte Frauen machen Gesellschaften insgesamt stärker und gerechter, und bergen ein unglaubliches Potential für die nachhaltige Entwicklung eines jeden Landes. Die Gleichberechtigung von Frauen und Mädchen ist entscheidend, damit die Bevölkerungsentwicklung zur Chance wird. Dazu gehört auch, dass Mädchen und Frauen selbstbestimmt über ihren Körper und ihre Lebensplanung entscheiden können. Dann können sie ihre Talente entfalten und haben eine faire Chance auf soziale und wirtschaftliche Teilhabe. Und das wirkt sich nicht nur auf die individuelle Entwicklung jedes Mädchens aus, sondern hat positive Folgen für die ganze Weltgemeinschaft."

 

Für viele Frauen bedeutet zum Beispiel eine unbeabsichtigte Schwangerschaft das Ende der Schulzeit und der Möglichkeit, einer Beschäftigung nachzugehen. Der Bildungsstand von Frauen und Fortschritte bei der Gleichberechtigung beeinflussen zugleich Zeitpunkt und Anzahl von Schwangerschaften. Frauen mit höherem Bildungsniveau, Zugang zum Arbeitsmarkt und höherem Einkommen erleben auch seltener unbeabsichtigte Schwangerschaften.

 

Über die bilaterale Initiative „Selbstbestimmte Familienplanung und Müttergesundheit", investiert das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) jährlich durchschnittlich 100 Millionen Euro in den verbesserten Zugang zu Verhütung, Aufklärung, professioneller Geburtsbegleitung und die Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit. Auch in Zusammenarbeit mit multilateralen Partnern setzt sich Deutschland für die Gesundheit und Selbstbestimmung von Frauen und Mädchen ein.

 


 

 



SDG 1: 5 Dinge, mit denen DU Armut bekämpfen kannst

ONE - 10. Juli 2022 - 8:48

Schonmal was von dem globalen Ziel gehört Armut weltweit bis 2030 zu besiegen? Das haben sich Staats- und Regierungschef*innen im Jahr 2015 im Rahmen der SDGs (Sustainable Development Goals, dt.: Ziele für nachhaltige Entwicklung) vorgenommen. Damit wollen sie erreichen, dass niemand mehr von unter 1,90 US-Dollar am Tag leben muss, egal wo man geboren ist.

Und die gute Nachricht ist: Jede und jeder von uns kann dazu beitragen dieses Ziel Wirklichkeit werden zu lassen! Und dafür musst du auch nicht gleich zu Robin Hood werden. Auch mit kleinen Schritten kannst du die Welt jeden Tag ein kleines Stück besser machen. Und wir verraten dir, wie: 

1. Bestücke Gabenzäune

Sie existieren schon länger, sind aber seit Beginn der Corona-Pandemie nochmals bekannter geworden. Und das Gute: Du hast sicher auch einen ganz bei dir in der Nähe. Die Rede ist von Gabenzäunen. Diese bieten gerade jetzt in der Pandemie eine gute Möglichkeit bedürftige Menschen direkt und kontaktlos zu unterstützen. Lebensmittel- und auch Sachspenden können in beschrifteten Tüten an den Zaun gehängt werden und bedürftige Menschen können sich daran bedienen. Hier findest du eine Übersicht mit bereits bestehenden Gabenzäunen sowie wichtige Tipps fürs richtige Spenden. Und falls es bei dir in der Nähe noch keinen gibt, kannst du Nachbarschaftsportale, wie nebenan.de nutzen, um dich mit deinen Nachbar*innen zu organisieren.

2. Biete Wohnungslosen deine Hilfe an

Wohnungslose Menschen sind von der Corona-Pandemie in besonderem Maße betroffen. Doch auch ohne diese Sondersituation sind sie besonders auf Unterstützung angewiesen. Im Jahr 2018 waren Schätzungen zufolge 678.000 Menschen in Deutschland ohne feste Unterkunft. Möglichkeiten zu unterstützen sind vielfältig: Von Geld über ein persönliches Gespräch bis hin zu Kleiderspenden. Hier findest du kleine Aktionen, die wirklich helfen. Wenn du dich weiter engagieren möchtest, kannst du dich auch in deiner Stadt umhören, welche Einrichtungen es für wohnungslose Menschen gibt und wie du diese unterstützen kannst. Auch der Kauf einer Straßenzeitung hilft Wohnungslosen ein stabiles Einkommen zu sichern.

3. Achte auf Fair Trade

Faire Arbeitsbedingungen verhindern, dass Menschen trotz Arbeit in Armut leben. Hast du dir schonmal überlegt, wo dein Smartphone, deine Jeans oder dein Kaffee produziert wurde und, wie es den Menschen geht, die für dein Produkt am anderen Ende der Welt gearbeitet haben? Übermäßiger Konsum und unfaire Handelsbeziehungen führen zu schlechten Arbeitsbedingungen und Armut, insbesondere in Ländern des Globalen Südens. Kaufst du fair produzierte und zertifizierte Produkte, schenkst du den Menschen, die für dein Produkt gearbeitet haben Wertschätzung und ermöglichst ihnen ein faires Einkommen.

4. Teile mehr

Fairer Handel ist natürlich nur ein Teil der Lösung. Noch besser: Weniger konsumieren und mehr teilen. Das Teilen eine gute Sache ist, lernen wir schon beim Pausenbrot in der Schule. Doch warum braucht eigentlich jeder Haushalt eine eigene Bohrmaschine oder eine eigene Camping-Ausrüstung? Solche Dinge kann man sich prima bei seinen Nachbarn leihen oder bei Sharing-Portalen im Internet selbst anbieten. Dies ist auch eine tolle Gelegenheit deine Nachbarschaft besser kennenzulernen.

5. Werde ONE-Unterstützer*in

Als ONE-Unterstützer*in nutzt du deine Stimme, um dich für globale Gerechtigkeit und ein Ende extremer Armut starkzumachen. Ob als gelegentliche*r Unterstützer*in, als Jugendbotschafter*in oder bei ONE Regional – bei ONE gibt es für jede und jeden die richtige Möglichkeit sich dem Kampf gegen extreme Armut anzuschließen. Ein guter erster Schritt? Trag dich in unseren Verteiler ein und erfahre von mehr spannenden Möglichkeiten, dich bei uns einzubringen.

ONE-Jugendbotschafter*innen beim Lollapalooza 2019

Hier waren hoffentlich ein paar Tipps dabei, die dir helfen aktiv zu werden. Und vergiss nicht: Jeder Schritt zählt, denn SDGs erreichen wir nur gemeinsam!

Du möchtest noch mehr coole Tipps und Infos zum Thema Armutsbekämpfung haben und lernen, wie du aktiv werden kannst? Dann trage dich noch heute auf unseren Verteiler an und werde Teil der ONE-Community.

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Europas neue (Un-)Sicherheit. Von der Friedens- zur Konfliktordnung

SWP - 8. Juli 2022 - 14:28
Russlands Angriff hat eine tektonische Verschiebung in Gang gesetzt: Europa geht über von einer kooperativen in eine konfrontative Sicherheitsordnung. Der Westen muss sich neu aufstellen: Es gilt, den Konflikt mit Russland gestalten zu können, anstatt ihn ertragen zu müssen.
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»Gibt keinen klaren Favoriten«

SWP - 8. Juli 2022 - 14:00
Nicolai von Ondarza, Stiftung Wissenschaft und Politik, zur möglichen Nachfolge Johnsons
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Nach dem Rücktritt von Boris Johnson

SWP - 8. Juli 2022 - 11:49
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SAVE THE DATE: UN HLPF side event “Towards a resilient recovery and leaving no one behind in the VNRs”

CSO Partnership - 8. Juli 2022 - 9:37

14 July 2022 | 7:30AM EST

The CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE), in partnership with the Awaz Centre for Development Services, Action for Sustainable Development (A4SD), the Cameroon Youths and Students Forum for Peace (CAMYOSFOP), and the Kevoy Community Development Institute (KCDI) Jamaica, is holding a side event at the UN High-Level Political Forum (UN HLPF) titled Towards a resilient recovery and leaving no one behind in the Voluntary National Reviews (VNRs), to be held 14 July 2022, 7:30 to 9AM EST.

The organisers believed that the Voluntary National Reviews provide a crucial opportunity to evaluate and assess progress in the delivery of the SDGs and the wider 2030 Agenda. However, they argue that the COVID-19 pandemic has led to massive disruption, impacting on health, education, gender equality and access to finance, leading to significantly widening gaps of inequality.

The session will include key case studies of ‘whole of society’ engagement in the VNR process from key VNR countries, including insights from governments and also civil society coalitions active on developing civil society spotlight reports to shine a light on diverse views on the critical steps needed for transformative change in the recovery from the COVID-19 pandemic.

Speakers include:

  • Government of Switzerland: Jacques Ducrest, Delegate of the Federal Council for the 2030 Agenda;
  • Government of Ghana: Dr. Richard Bofah, Deputy Director, Development Policy and Planning Division, National Development Planning Commission of Ghana;
  • Government of Cameroon: Thomas Njie Kingue, Ministry of Economy Planning and Regional Development (MINEPAT);
  • Government of Pakistan: Senior representative, and
  • National CSO coalitions of civil society including:
    • Pakistan
    • Switzerland
    • Ghana
    • Cameroon
    • Greece
    • Jamaica

The activity happens at the UN Headquarters Conference Room A, possibly to be shown live via Zoom. Please sign up via this link so we can provide updates. #

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SAVE THE DATE: UN HLPF side event “Towards a resilient recovery and leaving no one behind in the VNRs”

CSO Partnership - 8. Juli 2022 - 5:38

The CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE), in partnership with the Awaz Centre for Development Services, Action for Sustainable Development (A4SD), the Cameroon Youths and Students Forum for Peace (CAMYOSFOP), and the Kevoy Community Development Institute (KCDI) Jamaica, is holding a side event at the UN High-Level Political Forum (UN HLPF) titled Towards a resilient recovery and leaving no one behind in the Voluntary National Reviews (VNRs), to be held 14 July 2022, 7:30 to 9AM EST.

The organisers believed that the Voluntary National Reviews provide a crucial opportunity to evaluate and assess progress in the delivery of the SDGs and the wider 2030 Agenda. However, they argue that the COVID-19 pandemic has led to massive disruption, impacting on health, education, gender equality and access to finance, leading to significantly widening gaps of inequality.

The session will include key case studies of ‘whole of society’ engagement in the VNR process from key VNR countries, including insights from governments and also civil society coalitions active on developing civil society spotlight reports to shine a light on diverse views on the critical steps needed for transformative change in the recovery from the COVID-19 pandemic.

Speakers include:

  • Government of Switzerland: Jacques Ducrest, Delegate of the Federal Council for the 2030 Agenda;
  • Government of Ghana: Dr. Richard Bofah, Deputy Director, Development Policy and Planning Division, National Development Planning Commission of Ghana;
  • Government of Cameroon: Thomas Njie Kingue, Ministry of Economy Planning and Regional Development (MINEPAT);
  • Government of Pakistan: Senior representative, and
  • National CSO coalitions of civil society including:
    • Pakistan
    • Switzerland
    • Ghana
    • Cameroon
    • Greece
    • Jamaica

The activity happens at the UN Headquarters Conference Room A, possibly to be shown live via Zoom. Please sign up via this link so we can provide updates. #

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Nach Johnsons Rückzug

SWP - 7. Juli 2022 - 23:18
Kategorien: Ticker

Profiteur der Stunde

SWP - 7. Juli 2022 - 19:34
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It’s the National Security, Stupid

SWP - 7. Juli 2022 - 16:20
Finland’s NATO bid has raised concerns about Russia’s reaction. But the Finnish comprehensive security concept, with its emphasis on foresight, has effectively neutralized the eastern neighbor’s threats.
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