Sie sind hier

Ticker

Agenzia Dire wires and video interview to Valeria Emmi – first comment on G20 Rome Summit

#C20 18 - 31. Oktober 2021 - 14:22
Agenzia DIRE, one of the Italian main wire agency has published an article and a video interview to Valeria Emmi on G20 Rome Summit. The article is available here and the video interview here.
Kategorien: english, Ticker

RSI Radio interview to Valeria Emmi on G20 Summit

#C20 18 - 31. Oktober 2021 - 12:50
The Swiss radio RSI interviewed Valeria Emmi on G20 Rome Summit about vaccines, climate crisis and the shrinking of an open dialogue with the civil society. The interview was broadcasted during the main radio news. The podcast is in Italian and available here  is from 2'30'' to 6'05''.
Kategorien: english, Ticker

#COP26 | Keine Klimagerechtigkeit ohne Handelsgerechtigkeit

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 12:08
Berlin, Mainz, Wuppertal, 29.10.2021 – Anlässlich des 26. Weltklimagipfels (COP26) in Glasgow fordert die internationale Fair-Handels-Bewegung in einem Positionspapier die Delegierten auf, Gerechtigkeit in den Mittelpunkt der Klimaziele zu stellen. Das derzeitige Wirtschafts- und Handelsmodell erzeugt immer stärkere soziale und ökologische Verwerfungen. Um die Klima-krise zu bewältigen und eine nachhaltige Zukunft für alle zu gewährleisten, muss die internatio-nale Gemeinschaft die strukturellen Ungerechtigkeiten im Welthandel bekämpfen. Das Positi-onspapier „Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele stellen" wurde in Deutschland u. a. durch das Forum Fairer Handel und dessen Mitgliedsorganisationen GEPA – The Fair Trade Company sowie dem Weltladen-Dachverband unterzeichnet. In ihrem Namen erklärt Andrea Fütterer, Vorsitzende des Forum Fairer Handel:

 

„Die Klimakrise ist unfair! Sie trifft die am härtesten, die am wenigsten dazu beigetragen haben. Kleinbäuer*innen im Globalen Süden haben ganz besonders mit den Folgen zu kämpfen, von Hitze und Dürre bis hin zu Überflutungen. Geringere Ernteerträge bedeuten ein geringeres Einkommen und damit die Bedrohung ihrer Lebensgrundlage. Die elementare Grundlage für Klimagerechtigkeit ist für uns Handelsgerechtigkeit, da nur so die Menschen am Anfang der Lieferkette dem Klimawandel trotzen können. Die Klimakrise wird bis 2030 voraussichtlich mehr als 100 Millionen Menschen im Globalen Süden unter die Armutsgrenze drängen. Ohne rigorose Anpassungsmaßnahmen könnte die globale Erwärmung die landwirtschaftlichen Erträge bis 2050 weltweit um bis zu 30 Prozent verringern, was mehr als 500 Millionen kleine Agrarbetriebe auf der ganzen Welt betreffen würde. Durch seinen integrativen, nachhaltigen Ansatz, der soziale, wirtschaftliche und ökologische Grundsätze vereint, trägt der Faire Handel zu mehr Klimaresistenz in globalen Lieferketten bei. Aus diesem Grund muss der Faire Handel als wichtiger Bestandteil von Klimaschutz- und Anpassungsstrategien anerkannt und gefördert werden. Da der überwiegenden Mehrheit der über 800 Millionen Kleinbäuer*innen weltweit die finanzielle Kraft fehlt, um in Klimaschutz und in die Anpassung an den Klimawandel zu investieren, muss eine angemessene Klimafinanzierung im Fokus stehen.

 

Trotz des letzten, drastischen Berichts des Weltklimarats und des einschlägigen Urteils der Verfas-sungsrichter*innen ist die Klimapolitik der Bundesregierung immer noch zu zögerlich und daher unzureichend. Erst am Montag hat der Synthesebericht des UN-Klimasekretariats (UNFCCC) offengelegt, wie weit die Industrieländer noch von den notwendigen Klimazielen  entfernt sind. Das können wir als Fair-Handels-Organisationen nicht akzeptieren. Wir fordern die künftige Bundesregierung dazu auf, Kleinbäuer*innen durch die staatliche Entwicklungszusammenarbeit bei Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel gezielt zu unterstützen, damit diese sich gegen die unvermeidbaren Folgen der Klimazerstörung wappnen, von Klimaschocks erholen und ihre Lebensgrundlagen erhalten, beziehungsweise wiederherstellen können. Zudem müssen internationale Finanzmechanismen, wie der Green Climate Fund, auf Kleinbäuer*innenorganisationen ausgerichtet und so der Zugang zu Finanzmitteln ermöglicht werden. Effektiver Klimaschutz unterstützt auch Kleinbäuer*innen weltweit. Deshalb muss die Bundesregierung ihr CO2-Minderungsziel für 2030 auf 70 Prozent anheben. Entsprechend muss die Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen wie die Einstellung von Subventionen für fossile Energien drastisch beschleunigt und ein konkreter Plan für den Ausstieg aus den fossilen Energien erarbeitet werden."

 

Die Klimakrise ist keine reine Umweltkrise, sondern vor allem auch eine ethische und politische Krise, die nicht bewältigt werden kann, ohne die Grundlagen des globalen Wirtschaftssystems zu ändern. Das betont auch Indro Dasgupta vom Craft Ressource Center in Indien:

 

„Du willst Ungleichheit verringern, und wie stellst Du das an? Du musst die Umwelt schützen, denn wenn Du das nicht tust, wirst Du das Problem der Ungleichheit weiter verschärfen."

 

Für viele Fair-Handels-Partner im Globalen Süden ist die Klimakrise längst zur existenzbedro-henden Realität geworden. Norm Bunnak vom Fair-Handels-Unternehmen Villageworks in Kambodscha erklärt dazu:

           

„Was die Anpassung an den Klimawandel betrifft, haben wir keine Wahl."

 

Diese und weitere Aussagen zu den Auswirkungen des Klimawandels enthalten die Videoclips und eine Dokumentation zum Thema Klimagerechtigkeit, welche im Rahmen der Kampagne „CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR" entstanden sind. Weitere Informationen dazu unter: www.gepa.de/climatejustice-letsdoitfair

 

In ihrem Positionspapier unter der Überschrift „Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele stellen", fassen die World Fair Trade Organization, Fairtrade International und das Fair Trade Advocacy Office in Brüssel gemeinsam mit 14 weiteren Fair-Handels-Akteuren zusammen, wel-che Schritte notwendig sind, um globale Klimagerechtigkeit zu erreichen. Unter anderem for-dern die unterzeichnenden Organisationen die Regierungen dazu auf:

 

·       Transparenz und Rechenschaftspflichten in den Lieferketten durchzusetzen und sich gleichzeitig für existenzsichernde Einkommen und Löhne einzusetzen;

·       sich für verbindliche rechtliche Rahmenbedingungen stark zu machen, die die höchsten Umweltstandards in einer neuen, nachhaltigen globalen Handelspolitik verankern;

·       den Zugang zu Klimafinanzierungen für Kleinbäuer*innen, Handwerker*innen und Arbeiter*innen zu ermöglichen, um sie bei der Anpassung an den Klimawandel zu stär-ken und widerstandsfähiger zu machen.

 

Gleichzeitig fordern die Fair-Handels-Akteure den privaten Sektor auf, sich an faire Handels-praktiken zu halten und faire Preise zu zahlen, ohne die den Produzent*innen die Mittel fehlen, um notwendige Investitionen zur Anpassung an den Klimawandel zu tätigen. Ohne die genann-ten Maßnahmen wird die internationale Gemeinschaft die verletzlichsten Bevölkerungsgruppen des Planeten weiterhin im Stich lassen. Dies gilt insbesondere für Kleinbäuer*innen, die zuneh-mend von den Folgen der Klimakrise betroffen sind.

 

Service

Die deutsche Fassung des Positionspapiers „Fairness in den Mittelpunkt der Klimaziele stellen"

erhalten Sie unter www.forum-fairer-handel.de/presse/ zum Download.

 

CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR

Zusammen mit Mitgliedern der European Fair Trade Association (EFTA) aus insgesamt sechs Ländern hat die GEPA eine europäische Klimakampagne unter dem Motto: „CLIMATE JUSTICE – LET'S DO IT FAIR" gestartet. Ziel ist es, vor dem Klimagipfel in Glasgow aber auch danach auf die Dringlichkeit von klimagerechtem Handeln für die Partnerorganisationen im Globalen Süden aufmerksam zu machen. Weitere Infos unter www.gepa.de/climatejustice-letsdoitfair

 

COP26: Regierungen müssen in den Krisenmodus

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 12:08
26. Weltklimakonferenz

Oxfam sieht dringenden Handlungsbedarf bei Klimaschutz und finanziellen Hilfen für betroffene Länder

Berlin/Glasgow, 29. Oktober 2021. Die schwachen Klimaschutzziele der Länder, die unzureichende finanzielle Unterstützung für wirtschaftlich benachteiligte Länder und der Umgang mit Schäden, die der Klimawandel verursacht: Das sind die drei großen Baustellen der Weltklimakonferenz (COP26), die am Sonntag in Glasgow beginnt. Jan Kowalzig, Klimaexperte bei Oxfam Deutschland, kommentiert:

„In Glasgow müssen die Regierungen sofort in den Krisenmodus gehen. Die krasse Unzulänglichkeit der eingereichten Klimaschutzziele der Länder unter dem Pariser Abkommen droht den Planeten zu verbrennen", sagt Jan Kowalzig.

Kurz vor der COP26 hatte das UNFCCC-Klimasekretariat in einer Analyse dieser Selbstverpflichtungen unter dem Pariser Abkommen davor gewarnt, dass die globalen Emissionen bis 2030 um 16 Prozent ansteigen werden. Um die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C zu begrenzen, wie es das Pariser Abkommen vorsieht, müssten sie aber um knapp die Hälfte sinken.

„Die Welt steuert auf eine katastrophale Entwicklung der Klimakrise zu. Die Regierungen müssen auf der COP26 beschließen, ihre mittel- und langfristigen Pläne nicht erst – wie eigentlich vorgesehen – in fünf Jahren, sondern so lange jedes Jahr nachzubessern, bis deren Gesamtwirkung es ermöglicht, die globale Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen", so Jan Kowalzig.

Mehr Mittel für die Anpassung an die Klimakrise

Die zweite große Baustelle der Weltklimakonferenz sind die finanziellen Klima-Hilfen der Industrieländer für von der Klimakrise betroffene, wirtschaftlich benachteiligte Länder. Das Versprechen der Industrieländer, diese Hilfen bis 2020 auf jährlich 100 Milliarden US-Dollar anzuheben, wurde nicht gehalten. Die Geberländer hatten dazu am Montag einen Plan vorgelegt, nach dem sie das Ziel nun 2023 erreichen würden – drei Jahre später als versprochen.

Jan Kowalzig: „Die Klimafinanzierung ist ein wichtiger Baustein in der mühselig austarierten Balance des Vertrauens zwischen den Ländern. Dass das Versprechen der Industrieländer nicht eingehalten wurde, ist eine schwere Hypothek, die nun auf der COP26 lastet. Nicht nur erhalten die betroffenen Länder deutlich weniger Unterstützung als zugesagt; auch handelt es sich großenteils um Kredite, die die Schuldenkrise verschärfen. Zudem wird nach wie vor nur rund ein Viertel der Gelder für die Anpassung an den Klimawandel verwendet, etwa zum Schutz der Ernten vor Dürren oder Überschwemmungen. Die Industrieländer sollten auf der COP26 zusagen, bis 2025 den Anteil der Mittel für Anpassung auf 50 Prozent der Klimafinanzierung anzuheben."

Finanzielle Unterstützung bei Schäden und Verlusten

Ein drittes großes Thema für die besonders vom Klimawandel betroffenen oder bedrohten Länder ist der Umgang mit Schäden und Verlusten, die sich auch trotz umfangreicher Anpassungsmaßnahmen nicht vermeiden lassen, etwa wenn flache Küstenstreifen nach und nach im Meer versinken oder der Anbau von Nahrungsmitteln wegen wiederkehrender Dürren zunehmend unmöglich wird. Die COP26 wird über das Thema verhandeln, sich dabei aber um eher technische und prozedurale Fragen kümmern. Die Notwendigkeit neuer finanzieller Unterstützung möchten die Industrieländer wie bisher auch auf dieser Konferenz möglichst ausklammern, weil sie Kompensationsforderungen betroffener Länder für angerichtete Schäden fürchten.

Jan Kowalzig: „Die betroffenen Länder brauchen dringend mehr Unterstützung nicht nur für die Anpassung an die Veränderungen, sondern auch für den Ausgleich von unvermeidlichen Schäden und Verlusten. Das ist auch eine Frage der globalen Gerechtigkeit, denn diese Länder haben oft kaum oder gar nicht zur Klimakrise beigetragen. Auf der COP26 sollten die Regierungen dringend vereinbaren, in den kommenden Jahren neue Gelder zu mobilisieren und geeignete Mechanismen zu ihrer Verteilung einzurichten."

 

tdh: UN-Klimakonferenz muss Verantwortung für kommende Generationen übernehmen

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 12:07

Osnabrück (ots) Anlässlich der am 31.10. beginnenden Weltklimakonferenz appelliert die Kinderrechtsorganisationen terre des hommes an die Staatengemeinschaft, Kindern und künftigen Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen.

"Kinder sind von den Folgen der Klimakrise besonders betroffen, obwohl sie nicht dafür verantwortlich sind", so Birte Kötter, Vorstandssprecherin von terre des hommes. "Im Kern steht der menschengemachte Klimawandel für ein schockierendes Maß an Verantwortungslosigkeit einer Generation gegenüber den folgenden. Damit wird gegen den Grundsatz der intergenerationellen Gerechtigkeit verstoßen."

Die globale Klimabewegung der jungen Generation ist eine Reaktion auf die Apathie der Entscheidungsträger*innen in Politik und Gesellschaft angesichts einer sich dramatisch verschärfenden Klima- und Umweltkrise. Erfolgreiche Klimapolitik muss die Kreativität und den enormen Veränderungswillen von Kindern und Jugendlichen für sich nutzen.

Bislang spielen Kinder in nationalen Klimapolitiken vieler Länder keine große Rolle. Die Erklärung über Kinder, Jugendliche und Klimaschutz, die von terre des hommes und anderen Kinderrechtsorganisationen getragen wird, soll dies ändern. Sie wurde während der letzten Klimakonferenz in Madrid vorgestellt und enthält sieben Kernverpflichtungen für Regierungen. Birte Kötter: "Die Bundesregierung sollte die Erklärung unterzeichnen, konkretisieren und umsetzen und die darin enthaltenen Forderungen in den entsprechenden internationalen Foren einbringen."


UNICEF: COP26 als Chance zum Umsteuern nutzen

SID Blog - 31. Oktober 2021 - 11:48
p {padding-bottom: 1em; margin-top: 0;} body {margin: 0; padding: 0; font-family: Arial, sans-serif; background-color: rgb(245,245,245);} a:link {color: black;} a:visited {color: black;} a:hover {color: black;} a:active {color: black;} ul, ol {list-style-position: outside;}

UNICEF: COP26 als Chance zum Umsteuern nutzen

Die Vereinbarungen der Klimakonferenz entscheiden über das Leben und die Zukunft von Millionen Kindern 

© UNICEF/UN0372375/Ocon/AFP-Services

Köln, den 29. Oktober 2021 //  Vor der 26. Welt-Klimakonferenz in Glasgow ruft UNICEF die teilnehmenden Staats- und Regierungschefs dazu auf, ihrer Verantwortung gegenüber den Kindern heute und zukünftigen Generationen durch entschlossene und sofortige Maßnahmen zur Bewältigung der Klimakrise nachzukommen.

Nach Angaben von UNICEF wurden im Jahr 2020 durch wetterbedingte Veränderungen ihrer Umwelt über 9,8 Millionen Kinder intern vertrieben. Laut dem aktuellen Klima-Risiko-Index von UNICEF sind bereits heute eine Milliarde Kinder aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels extrem stark gefährdet. Fast jedes Kind weltweit ist schon von mindestens einem Klimarisikofaktor betroffen. UNICEF zufolge sind die größten Klimarisikofaktoren für Kinder in Europa Luftverschmutzung, Hitzewellen, Wasser- und Bodenverschmutzung sowie Überschwemmungen an Flüssen.

Anlässlich der sogenannten COP26 betont Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung, und Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF: „Die Klimaschutz-Deadline nach Paris 2015 ist ein sehr entscheidender Moment in unserer Menschheitsgeschichte. Wir haben nur noch ein kleines Zeitfenster, um die Klimakrise einigermaßen zu beherrschen und unseren Kindern und Enkelkindern eine Zukunft zu hinterlassen, die nicht ihre Lebensqualität und Freiheitsrechte fundamental einschränkt. Wenn wir diese Chance nicht nutzen, werden wir eine Erderwärmung von deutlich über 2 Grad Celsius haben. Darauf folgen Chaos, Verlust und Zerstörung – in unvorstellbarer Weise. Deshalb müssen die Staaten jetzt gemeinsam handeln und auf der Klimakonferenz ausreichend Maßnahmen präsentieren, um die Erderwärmung zu stoppen. Dabei spielen auch Fragen der Finanzierung und des Naturschutzes eine wesentliche Rolle."

Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, erklärt: „Die Vereinbarungen der Klimakonferenz entscheiden über das Leben und die Zukunft von Millionen Kindern und zukünftigen Generationen. Ohne entschiedene und rasche Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgas-Emissionen werden wir ihre Lebensgrundlagen und Perspektiven zerstören. Gleichzeitig muss mehr in die Anpassung der Lebensbedingungen von Kindern an die Veränderungen in ihrer Umwelt investiert werden. Wir müssen ihre Widerstandskraft stärken, indem wir ihre Grundversorgung verbessern, und wir müssen Kinder und Jugendliche bei der Bewältigung der Klimakrise einbeziehen." 

UNICEF Deutschland fordert die Parteien während der aktuellen Koalitionsverhandlungen dazu auf, sich im neuen Regierungsprogramm klar zu einer globalen und nationalen, auf das Wohl und die Rechte von Kindern ausgerichteten Politik in den Bereichen Klima, Umwelt und Nachhaltigkeit zu bekennen – unter anderem durch die Unterzeichnung der von Kindern und Jugendlichen entwickelten „Erklärung zu Kindern, Jugend und Klimaschutz" („Declaration on Children, Youth and Climate Action").

Christian Schneider ergänzt: „Schon heute wird das Leben von zahlreichen Kindern in erschreckend vielen Ländern stark durch die Klimakrise bestimmt. Ernten fallen aus, Überschwemmungen oder Wirbelstürme zerstören Häuser und Schulen, Krankheiten wie Malaria nehmen zu. Millionen Kinder haben dadurch keinen Zugang zu lebenswichtigen Bildungs- und Gesundheitsdiensten oder werden aus ihrer Heimat vertrieben. Wenn die Klimakrise auf der COP26 nicht von jeder Regierung mit der Dringlichkeit behandelt wird, die sie verdient, werden auch Kinder in Deutschland in einer ganz anderen Umwelt aufwachsen als wir sie kennen."

Raina Ivanova, 17 Jahre, Mitglied im UNICEF JuniorBeirat, erklärte dazu bereits zu Beginn der Woche auf dem Weltgesundheitsgipfel in Berlin: „Wir Kinder und Jugendliche werden am stärksten von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sein, doch wir können viel zu selten aktiv mitbestimmen, wie unsere Gegenwart und Zukunft aussehen wird. Das ist inakzeptabel und muss sich ändern! Der Klimawandel ist eine der größten globalen Herausforderungen, die wir nur zusammen bewältigen können. Kinder und Erwachsene müssen gemeinsam politische Entscheidungen treffen. Wir brauchen eine verantwortungsvolle Politik, die die am meisten Benachteiligten im Blick hat und eine gerechte und nachhaltige Gesellschaft gestaltet."

UNICEF fordert von Regierungen, Unternehmen und allen relevanten Akteur*innen:

  • Treibhausgasemissionen dringend zu reduzieren. UNICEF fordert die Länder dazu auf, ihre Emissionen bis 2030 um mindestens 45 Prozent (gegenüber dem Niveau von 2010) zu senken, um die globale Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad Celsius zu begrenzen.
  • Investitionen in die Klimaanpassung und Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. UNICEF fordert die Industrieländer nachdrücklich dazu auf, ihr Versprechen aus dem Jahr 2009 einzuhalten, jährlich 100 Milliarden US-Dollar zur Klimafinanzierung bereitzustellen. Die Hälfte dieser Mittel sollte für Maßnahmen zur Klimaanpassung eingesetzt werden.
  • Jugendliche in alle Klimaverhandlungen und -entscheidungen einzubeziehen. UNICEF unterstützt die Forderungen junger Menschen an die Regierungen, sie konsequent in alle Verhandlungen und Entscheidungen zur Klimapolitik einzubeziehen, insbesondere die Kinder und Jugendlichen aus den am stärksten betroffenen Regionen. Klima und Umwelt müssen daher ein fester Bestandteil des Bildungsweges und der Förderung vom Kindesalter an sein.


Front page of “Domani” newspaper – Comments by C20 Chair Stefania Burbo Chair and Sara Albiani, Oxfam

#C20 18 - 31. Oktober 2021 - 11:34
The Italian newspaper Domani focused on G20 Rome Summit quoting Stefania Burbo on the shrinked dialogue space among G20 and civil society and Sara Albiani, from Oxfam, on shocking disparities regarding vaccines distribution in the world. The article, in Italian, is available here.
Kategorien: english, Ticker

Article on Toronto Star about climate issues

#C20 18 - 30. Oktober 2021 - 19:25
Toronto Star quotes Maria Grazia Midulla commenting during the G20 Rome Summit the climate issues. The article is available here.
Kategorien: english, Ticker

C20 Press Briefing during the G20 Rome Summit

#C20 18 - 30. Oktober 2021 - 18:00
During the Rome Summit the Civil 20 called the media for a press briefing. The video, broadcasted by Eurocomunicazione.com is available here.
Kategorien: english, Ticker

G20-Gipfel an der Weggabelung in Rom

Baustellen der Globalisierung - 30. Oktober 2021 - 13:51

Verbesserter Zugang zu COVID-19-Impfstoffen, gerechte Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung, Senkung gefährlicher Treibhausgasemissionen und Unterstützung einkommensschwacher Länder bei der Anpassung an die Klimakrise: Das etwa sind die Kernforderungen der Nothilfe- und Entwicklungsorganisation Oxfam für dem G20-Gipfelan diesem Wochenende in Rom. Die skandalöse Ungleichheit beim Zugang zu Covid-19-Impfstoffen zu beenden, ist die wichtigste Aufgabe der Staats- und Regierungschef*innen auf dem G20-Gipfel. Ursprünglich hatten die wohlhabenden Länder versprochen, dass jeder erfolgreiche Impfstoff „ein globales öffentliches Gut" sein würde; Ländern mit niedrigerem Pro-Kopf-Einkommen sagten sie 1,8 Mrd. Impfdosen zu. Ein Jahr später sind davon gerade einmal 261 Mio. (14%) bereitgestellt. Während die Impfquoten in wohlhabenden Ländern teilweise bei über 70% liegen, sind in den ärmsten Teilen der Welt kaum 2% mit mindestens einer Dosis geimpft.

 

Die dramatische Lage erlaubt kein „Weiter so“, sondern braucht mutige Entscheidungen für Impfgerechtigkeit. Ein konkreter Vorschlag liegt bereits auf dem Tisch: Indien und Südafrika fordern gemeinsam mit über 100 weiteren Ländern die Aussetzung des Patentschutzes für Covid-19-Impfstoffe, um die Produktion zu steigern und die Kosten für alle zu senken. Stattdessen haben sich die wohlhabenden Länder den Löwenanteil der Impfdosen gesichert und verteidigen die Monopolinteressen von Pharmaunternehmen.

 

Die G20 müssen auch dazu beitragen, die wirtschaftliche Erholung nach der Coronakrise gerechter zu gestalten und insbesondere das weltweite Hungerproblem anzugehen. Mehr als 40 Millionen Menschen leiden unter extremem Hunger, wesentlich verursacht durch die wirtschaftlichen Schocks im Zuge der Pandemie. Weltweit sind die Nahrungsmittelpreise um rund 40% gestiegen, der höchste Anstieg seit über einem Jahrzehnt. Die gesellschaftlichen Ressourcen zur Bewältigung dieser historischen Krise sind allerdings höchst ungleich verteilt: Während die industrialisierten Volkswirtschaften im Jahr 2020 durchschnittlich rund 20%t ihres Bruttonationaleinkommens für die Unterstützung ihrer Bevölkerung ausgaben, waren es in Schwellenländer und der Länder mit niedrigem Einkommen nur zwischen 2 und 5%.

 

Schließlich bedroht die Klimakrise die Existenzgrundlage von Millionen Menschen. Von den verheerenden Auswirkungen extremer Wetterereignisse, steigender Temperaturen und des Anstiegs des Meeresspiegels sind weltweit am stärksten Menschen betroffen, die in Armut leben und am wenigsten zur Erderwärmung beigetragen haben. Oxfam und andere NGOs fordern die G20-Staats- und Regierungschefs in Rom dazu auf, ihre Klimaschutzmaßnahmen zu verstärken, indem sie ehrgeizige nationale Ziele zur Emissionsreduzierung vorlegen, die ihrem fairen Anteil entsprechen, und ihre Zusagen für die Klimafinanzierung erhöhen.

Außer Acht bleiben dürfen aber auch nicht andere Bereiche. Die Arbeit an dem soeben vereinbarten Steuerreformpaket ist fortzusetzen, um Steuergerechtigkeit herzustellen und gegen die Gewinnverschiebung von Unternehmen sowie die schädlichen Auswirkungen des Steuerwettbewerbs wirksamer vorzugehen. Darüber hinaus muss in universelle Systeme für Bildung, Gesundheit und soziale Sicherung investiert werden, um Gesundheits-, Klima- und Wirtschaftsschocks und ihre Folgen zu bewältigen.

 

Alles dies sind keine leicht zu verwirklichen Forderungen. Aber sie charakterisieren, dass die G20 jetzt endgültig am Wendepunkt angekommen sind. Ohne sie in Angriff zu nehmen, werden die G20 an der Wegegabelung in Rom falsch abbiegen und die Chance auf eine neue Form der Global Governance wieder einmal verpassen.

Kategorien: Ticker

G20 Rome Summit – “Il Manifesto” quotes C20

#C20 18 - 30. Oktober 2021 - 11:22
Il Manifesto, with an article by Nicoletta Dentico mentions the several issues the G20 Italian Presidency faces during the Summit. Civil 20 is mentioned about the reaction due to the suggestion of a Global Health and Finance Board. The article in Italian is available here.
Kategorien: english, Ticker

The working of C20 – Magazine of the University of Toronto G20 Research Group

#C20 18 - 29. Oktober 2021 - 19:30
With the world facing shrinking civic spaces and limitations on liberties, the Civil 20’s role as an arbiter of positive change has never been more important. The University of Toronto - G20 research group dedicated an in depth article on its review. The article is available at this link.
Kategorien: english, Ticker

B20 C20 L20 W20 Joint Statement: call on the institutionalization of a G20 Gender Equality Ministerial Meeting and Working Group

#C20 18 - 29. Oktober 2021 - 16:56
B20, C20, L20 and W20 call for an institutionalization of a G20 Gender Equality Ministerial Meeting - resulting from the creation of a G20 Gender Working Group - and of official mechanisms to ensure gender mainstreaming in each G20 Working Group. We believe that the institutionalization of a G20 Gender Equality Ministerial Meeting and Working [...]
Kategorien: english, Ticker

C20 highlights on “Famiglia Cristiana”

#C20 18 - 29. Oktober 2021 - 16:26
Famiglia Cristiana, one of the Italian magazine, highlighted in a box some topics of the Civil20 work during the Summit. Download it here.
Kategorien: english, Ticker

Ein neues globales Ziel zur Beendigung der Pandemie: Welche Maßnahmen wir jetzt brauchen

ONE - 29. Oktober 2021 - 15:16

Bisher ist es der globalen Gemeinschaft nicht gelungen, gemeinsam und solidarisch auf COVID-19 zu reagieren. Trotz der Entwicklung und Einführung wirksamer Impfstoffe sind in diesem Jahr bisher mehr als doppelt so viele Menschen an COVID-19 gestorben wie insgesamt in 2020. In der vergangenen Woche starben jeden Tag mehr als 6.000 Menschen.

Wenn wir es schaffen, dass 70% der Bevölkerung in allen Einkommenslassen geimpft sind, können wir die Pandemie unter Kontrolle bringen. Darum wurde nun das Ziel gesetzt, dies bis September 2022 zu schaffen. Doch wie eine Analyse von ONE zeigt, wird die Welt dieses Ziel weit verfehlen, wenn die derzeitige Geschwindigkeit der globalen Impfstoffverteilung und -herstellung nicht signifikant beschleunigt wird.

Eine gefährlich ungleiche Reaktion

In den letzten zehn Monaten hat sich die Welt beeilt, bewährte, lebensrettende Impfstoffe bereitzustellen, um die Ausbreitung und die Auswirkungen des Virus einzudämmen. 77 % dieser Dosen gingen an Menschen in wohlhabenden Ländern, während weniger als 1 % an Menschen in Ländern mit niedrigem Einkommen verteilt wurde. Das ist nicht einmal genug, um das Gesundheitspersonal an vorderster Front oder die am stärksten durch das Virus gefährdeten Menschen zu schützen.

Diese verblüffend ungleiche Reaktion ist sowohl unmoralisch als auch unlogisch. Je länger wir zulassen, dass das Virus unkontrolliert irgendwo auf dem Planeten zirkuliert, desto größer ist das Risiko, dass sich Varianten entwickeln, die ansteckender und tödlicher sind und schließlich auch resistenter gegen die uns zur Verfügung stehenden Mittel.

Ein neues Ziel und eine neue Chance

Die Weltgesundheitsorganisation hat andere Regierungen aufgefordert, ein neues Ziel zu unterstützen und zu erfüllen, wonach bis September 2022 mindestens 70 % der Bevölkerung in allen Einkommensklassen geimpft werden sollen.

Dies ist das erste Mal, dass die Staats- und Regierungschef*innen der Welt die Chance haben, sich auf ein gemeinsames, zeitlich begrenztes Ziel zur Bekämpfung der Pandemie zu einigen. Aber es ist mehr als das, denn es ist auch ein Gerechtigkeitsziel. Es wird nur dann erreicht werden, wenn 70 % der Bevölkerung der von Armut am stärksten betroffenen Länder ebenfalls vollständig geimpft sind.

Das Erreichen dieses Ziels würde dazu beitragen, die Bedrohung durch COVID-19 zu beenden und die Welt auf den Weg einer nachhaltigen Erholung zu bringen. Der Erfolg erfordert jedoch einen massiven Wandel in der Art und Weise, wie Regierungen weltweit aktuell COVID-19 bekämpfen.

Das derzeitige Tempo des Fortschritts wird nicht ausreichen

In den wohlhabendsten Ländern der Welt waren im September 2021 fast 60 % der Bevölkerung vollständig geimpft. Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen hinken bei der Durchimpfung weit hinterher. Ohne gezielte Bemühungen, die Impflücke in den ärmsten Ländern der Welt zu schließen, werden diese Länder zurückbleiben und die Welt wird dieses wichtige Ziel verfehlen.

Was jetzt nötig ist

Um das Ziel zu erreichen, bis Ende September 2022 70 % der Bevölkerung in jeder Einkommensklasse zu impfen, sind rund 1,6 Milliarden zusätzliche Dosen erforderlich, die in erster Linie an Länder mit niedrigem und niedrigem bis mittlerem Einkommen verteilt werden müssen (unter der Annahme eines Zwei-Dosen-Schemas). Länder mit niedrigem Einkommen benötigen 775 Millionen und Länder mit niedrigem bis mittlerem Einkommen 783 Millionen zusätzliche Dosen.

Die Länder mit hohem und mittlerem Einkommen sind auf dem besten Weg, aufgrund ihrer derzeitigen Impfraten und einer relativ stabilen Versorgungskette eine Abdeckung von 70 % zu erreichen. Im Gegensatz dazu benötigen fast alle Länder in Afrika südlich der Sahara – wo bis auf drei weltweit alle Länder mit niedrigem Einkommen liegen und das derzeit die am wenigsten geimpfte Region der Welt ist – schätzungsweise 1,3 Milliarden zusätzliche Dosen, um das Ziel zu erreichen.

Was sind die Haupthindernisse für den Erfolg?

Die Haupthindernisse für den Erfolg lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Das Angebot und die Geschwindigkeit des Ausbaus.

  1. In den meisten Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen ist das Haupthindernis nach wie vor das Angebot. Die meisten Länder dieser Einkommenskategorien haben immer noch nicht genügend Impfstoffe zur Verfügung, um die Nachfrage zu decken.
  2. In den meisten Ländern mit hohem und mittlerem Einkommen, in denen die Versorgung relativ sicher ist und die Einführung von Impfungen weiter fortgeschritten ist, verlangsamt das Zögern bei der Bereitstellung von Impfstoffen die Fortschritte.

Der schnellste Weg zum Erreichen des 70 %-Ziels in den einkommensschwächeren Gruppen ist die Ausweitung des Zugangs zur Versorgung an Orten, an denen die Nachfrage nach COVID-19-Impfungen noch hoch ist. Doch Länder mit hohem und mittlerem Einkommen haben bisher über 70 % der Dosen gekauft.

Parallel dazu muss die strategische, gezielte und mittelfristige Öffentlichkeitsarbeit fortgesetzt werden, um Menschen zu erreichen, die weltweit zögern, da dies das größte Hindernis auf der “letzten Meile” zur Erreichung des 70 %-Ziels sein wird.

ONEs Empfehlungen

Um 70 % der Bevölkerung in allen Einkommensgruppen zu impfen, ist ein bewusster und strategischer Wechsel von der Anhäufung von Impfdosen in den reichen Ländern zur gezielten Ausweitung der Impfung in Ländern und Regionen mit geringer Durchimpfung erforderlich. Die G7-Länder sollten die folgenden Schritte unternehmen, um die globale Reaktion auf Erfolgskurs zu bringen:

  1. Dosen schneller verteilen: ONE schätzt, dass die G7-Länder Ende 2021 über fast 600 Millionen ungenutzte Impfdosen verfügen werden. Das ist genug, um 50 % der Bevölkerung in einkommensschwachen Ländern vollständig zu impfen. Diese Schätzung geht davon aus, dass 80 % der Bevölkerung ab 5 Jahren in jedem der G7-Länder bereit sind, sich impfen zu lassen, und dass für eine vollständige Impfung zwei Dosen erforderlich sind. Die Verwendung von Auffrischungsdosen ist in dieser Schätzung nicht berücksichtigt. Diese Länder sollten sofort Dosen austauschen, um diesem Überschuss zuvorzukommen und einkommensschwachen Ländern schneller zu ermöglichen, Mitarbeiter*innen des Gesundheitswesens und die Schwächsten in ihrer Gesellschaft zu schützen.
  2. Die Monopolisierung des Angebots beenden: Wohlhabende Länder und große Pharmaunternehmen müssen aufhören, den Zugang zum Impfstoffmarkt aktiv zu beschränken, und es Ländern und internationalen Organisationen wie der Afrikanischen Union (AU) ermöglichen, ihre eigenen Impfstoffe auf faire Weise zu kaufen. Die G7-Länder sollten den Impfstoffherstellern gestatten, ihre Verträge mit COVAX unverzüglich zu erfüllen und regelmäßige und klare Lieferprognosen vorzulegen, damit alle Länder ihre Reaktion besser planen können. Dies setzt voraus, dass die G7-Länder, die große Mengen an Impfstoffen gekauft haben, ihre kurzfristigen Impfstofflieferungen mit COVAX absprechen, damit COVAX schneller mehr Leben retten kann.
  3. Mehr Transparenz schaffen: Die G7-Länder sollten die Vertraulichkeitsklauseln in ihren Verträgen aufheben, um die Transparenz der Lieferungen zu erhöhen. Die Pharmaunternehmen sollten dann Echtzeitdaten über das Volumen der von ihnen produzierten Impfstoffe, den Verbleib der Impfstoffe, ihre Produktionskapazitäten und die potenziellen Anforderungen an die Kühlkette bereitstellen. Dies wird den Ländern helfen, die Logistik zu organisieren, um die Dosen zügig zu verimpfen.
  4. Den weltweiten Zugang zu Impfstoffen, Instrumenten und Behandlungen vollständig finanzieren: Der Access to COVID-19 Tools Accelerator (ACT-A) weist für 2021 eine Finanzierungslücke von 16,6 Milliarden US-Dollar auf. Die G7-Länder sollten diese Finanzierungslücke im Jahr 2021 schließen, damit alle Länder ihre COVID-19-Maßnahmen verstärken können, und sich verpflichten, ihren gerechten Anteil an der Finanzierung des für 2022 benötigten Impfstoffs zu leisten.

 

The post Ein neues globales Ziel zur Beendigung der Pandemie: Welche Maßnahmen wir jetzt brauchen appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Die Welt und die Zukunft aus den Augen von Kindern sehen

Unicef - 29. Oktober 2021 - 15:00
Kurz vor der UN-Klimakonferenz haben Prof. Dr. Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung und Mitglied im Deutschen Komitee für UNICEF, und Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland, über die Folgen der Klimakrise für Kinder gesprochen.
Kategorien: Ticker

Ein Tag für bewegende Geschichten und bewegte Bilder

Engagement Global - 29. Oktober 2021 - 13:09

Nicht nur informieren, berühren und bewegen, sondern auch zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung beitragen: Audiovisuelle Medien haben die Kommunikation zu entwicklungspolitischen Themen verändert. Auf dem „Global Day – Stories for Change“ am Mittwoch, 27. Oktober 2021, boten das Film Festival Cologne und die Außenstelle Düsseldorf von Engagement Global ein vielfältiges Programm, das für einen intensiven Austausch zwischen Medienbranche und Akteurinnen und Akteuren der Entwicklungszusammenarbeit sorgte.

In den Talks und Präsentationen wurde deutlich, dass das Spannungsfeld zwischen der Komplexität entwicklungspolitischer Themen und ihrer Vereinfachung in der Kommunikation, zwischen Emotionalisierung und Intellektualisierung, viele Herausforderungen aber auch große Chancen bereithält. Unterschiedliche audiovisuelle Formate stellten die 17 Ziele in den Mittelpunkt und demonstrierten, wie erfolgreich und einflussreich Bewegtbilder sein können. Das Workshop-Event, das von Daniele Rizzo moderiert wurde und mit rund 160 Gästen im Cineplex Filmpalast in Köln stattfand, war Teil des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD).

Der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller eröffnete den Global Day via Videobotschaft. Der Minister verwies auf die Dringlichkeit für die Ziele der Agenda 2030 zu mobilisieren und lobte das Format des Global Day, mit dem dies gut gelinge. „Klimawandel, Hunger und Armut gehen uns alle etwas an. Nichts ist so gut geeignet Menschen aufzurütteln wie Film und Bewegtbild. Jedes der 17 Ziele taugt zu einer ‚Story of Change‘“, sagte Müller in seiner Botschaft. Christina Fischer, stellvertretende Referatsleitung Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltungen im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), präsentierte am Beispiel des Textilsiegels Grüner Knopf, wie das Ministerium Bewegtbild in den sozialen Medien einsetzt, um breite Zielgruppen zu erreichen. Wie die Reichweite durch die verzahnten Kampagnen der beteiligten Unternehmen vergrößert wird, erläuterte Andreas Bothe, Head of CSR & Sustainability Management bei Chiemsee, einem der Partnerunternehmen des Grünen Knopfes.

. Wie Prominente ihren Einfluss für nachhaltige Ziele einsetzen können, darüber sprachen Schauspieler Ralf Bauer und Radrennfahrer Rick Zabel mit Micha Fritz von Viva con Agua und den Fotografinnen Nada Lottermann und Vanessa Fuentes. Ralph Bauer betonte, wie schwer es immer noch sei, Filme zu machen, deren Erzählweise und Perspektive vom „Schema F“ abweicht und appellierte an die Fernsehindustrie, umzudenken. Rick Zabel erzählte von seinem Engagement abseits des Profi-Sports: Mit seinem Podcastmotiviert er viele Zuhörerinnen und Zuhörer, auf dem Fahrrad die Natur zu erleben. Denn auch kleine Veränderungen im Bewusstsein und Handeln machen einen Unterschied.

Micha Fritz, Vanessa Fuentes und Nada Lottermann gaben Einblicke in die Produktion des poetischen Kurzfilms WATER, dessen Einnahmen in Hygiene- und Trinkwasserprojekte von Viva con Agua fließen. Mit Blick auf die kommunikativen Herausforderungen für entwicklungspolitische Akteure fasste Micha Fritz zusammen: „Entwicklungspolitische Themen sind ja meistens schwer und traurig. Um die Leute zu motivieren, müssen wir mit positiven Bildern zeigen, dass es mega Bock macht sich zu engagieren.“

Die Gäste erhielten außerdem einen Einblick in die „Werkstatt for Change“: Die Organisationen 3Es4Africa, IGLU und Femnet hatten im Sommer mit Kampagnenvorschlägen zu ihren eigenen Projekten einen Ideenwettbewerb gewonnen, der vom Film Festival Cologne und Engagement Global ausgelobt worden war. In kreativen Workshops stellten die Organisationen ihre Ideen Kommunikationsprofis aus der Medienbranche vor, gemeinsam wurden diese weiterentwickelt. „Es war und ist ein beidseitiger Lernprozess, sowohl für die Organisationen als auch die Medienschaffenden“ erklärte Jochen Voß von Bavaria Entertainment, der den fortlaufenden Prozess begleitet.

Gezeigt wurden herausragende Beispiele, wie „Stories for Change“ durch innovative Erzählformate verbreitet werden können: Hierzu zählt die Insta-Serie „The Portal“ von den Kissinger Twins ebenso wie die Kampagne #KickOutThePlastic von MBRC the ocean und TikTok oder „20 Years in Afghanistan“ vom Filmemacher Phil Grabsky. Die Produzentinnen und Produzenten gaben einen Einblick, wie die Geschichten entwickelt wurden.

Ein gelungener Abschluss des Global Day war die Verleihung des NRW-Medienpreises für entwicklungspolitisches Engagement. Ausgezeichnet wurden damit innovative und reichweitenstarke audiovisuelle Online-Inhalte aus Deutschland, die neue Zielgruppen für entwicklungspolitische Themen und die Umsetzung der Agenda 2030 begeistern konnten.

Der „Global Day – Stories for Change“ ist Teil der Kooperation des Film Festivals Cologne und Engagement Global und wird im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) umgesetzt. Ziel des EBD-Programms ist es, Menschen durch Informations- und Bildungsmaßnahmen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen zu motivieren und zu eigenem entwicklungspolitischem Engagement zu ermutigen. Die Außenstellen von Engagement Global führen das Programm dezentral durch, um entwicklungspolitisches Engagement auch regional und lokal dauerhaft zu verorten.

### Image Gallery ###
Kategorien: Ticker

“Rai News” television network – interview to Riccardo Moro ahead of G20 Summit

#C20 18 - 29. Oktober 2021 - 12:45
RaiNews television network, ahead of the G20 Rome Summit, has interviewed Riccardo Moro, Civil 20 Sherpa, on the the main issues posed to the G20 by international civil society. Watch the full interview here.
Kategorien: english, Ticker

29. Oktober 2021

ONE - 29. Oktober 2021 - 12:00

1. G20 beraten über Klima und Corona

Unter anderem Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Berliner Zeitung berichten über die Themenschwerpunkte beim G20-Gipfel in Rom. Beim Treffen der Finanz- und Gesundheitsminister*innen werde die Corona-Politik und ihre Folgen im Mittelpunkt stehen. Am Samstag wollen die G20-Länder vor allem über Themen wie Klimaschutz und die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Pandemie sprechen. Die Bundesregierung hoffe auf ein “starkes Signal” aus Rom in der Klimapolitik. Die G20-Mitglieder seien sich allerdings bei vielen Aspekten uneinig, wie zum Beispiel dem Zieljahr für Klimaneutralität. Ein weiteres wichtiges Thema werde die weltweite Corona-Impfkampagne sein. Es solle geklärt werden, wie Produktionsstätten für die Impfstoffe auch in ärmeren Ländern errichtet werden können. Tagesschau.de und evangelisch.de berichten ferner über den großen Mangel an medizinischen Spritzen, der die Impfkampagnen in Afrika aufzuhalten drohe. Die Regionaldirektorin der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Matshidiso Moeti, rechne 2022 mit großen Lieferungen an Impfdosen, die jedoch ohne die Utensilien zur Verabreichung wertlos seien. Schon jetzt gebe es verspätete Lieferungen von Spritzen in Kenia, Ruanda und Südafrika.

 

2. Klimawandel vertreibt Menschen aus Heimat

Joachim Wille thematisiert in der Frankfurter Rundschau den neuen Report der Internationalen Föderation der Rot-Kreuz- und Roter-Halbmond-Gesellschaften (IFRC). Demnach seien im Jahr 2020 rund 30 Millionen Menschen durch Naturkatastrophen vertrieben worden. Das seien mehr als dreimal so viele wie durch Konflikte und Gewalt. Dies habe erheblichen Einfluss auf die Arbeit der Hilfsorganisation. Wetterbedingte Ereignisse wie Überschwemmungen und Stürme, Waldbrände, Erdrutsche, extreme Temperaturen und Dürre seien letztes Jahr weltweit für fast alle katastrophenbedingten Vertreibungen verantwortlich gewesen. Die Vertriebenen seien unverhältnismäßig oft bereits benachteiligte Gruppen, darunter indigene Gemeinschaften, Menschen mit vorhandenen Gesundheitsstörungen und Kinder. Industrie- und Schwellenländer seien allerdings ebenfalls stark betroffen. Die IFRC fordert, dass das Thema auf dem UN-Klimagipfel (COP26) in Glasgow stärker beachtet werden müsse.

 

3. Sudan: Putsch hat weitreichende Auswirkungen

Cristina Krippahl berichtet in der Deutsche Welle über die weiterhin instabile Lage im Sudan und die internationale Reaktion auf den Militärputsch. Tausende Menschen gehen weiterhin demonstrieren. Straßenbarrikaden, die von Sicherheitskräften in der Nacht zerstört worden waren, seien wieder aufgebaut worden. Die Demokratie-Bewegung habe für kommenden Samstag zu “millionenstarken” Protesten aufgerufen. Die internationale Gemeinschaft verurteile den Militärputsch scharf. Der UN-Sicherheitsrat fordert die Wiederaufnahme des politischen Dialogs “ohne Vorbedingungen”, die “sofortige Freilassung” der Verhafteten und die Achtung des “Rechts auf friedliche Versammlung”. Die Afrikanische Union habe bereits einstimmig beschlossen, die Mitgliedschaft Sudans auszusetzen. Auch die Europäische Union habe die Machtübernahme scharf verurteilt. Die Weltbank habe ihre Hilfe für den Sudan ausgesetzt. Murithi Mutiga, Projektleiter für das Horn von Afrika bei der Denkfabrik International Crisis Group, betont, die Ereignisse im Sudan werden zwangsläufig Auswirkungen auf Afrika und darüber hinaus haben.

The post 29. Oktober 2021 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Drohendes Ende uralter Kulturen

E+Z - 29. Oktober 2021 - 11:28
Indigene Kulturen und Sprachen auf den Andamanen und Nikobaren sterben aus

Da sie früher nie mit der Außenwelt in Kontakt standen, sind diese Gemeinschaften besonders anfällig für Infektionskrankheiten. Unter der Kolonialherrschaft der 1920er und 1930er war die Sterblichkeitsrate hoch. Die Sprachen der Aka-Kols, der Oko-Juwoi und der Aka-Bea sind bereits ausgelöscht. Der Versuch der Briten, sie in die Gesellschaft einzugliedern, verschlimmerte die Situation. Tausende starben an Infektionskrankheiten. Amtlich ist heute von „besonders gefährdeten indigenen Gruppen“ (particularly vulnerable tribal groups – PVTGs) die Rede.

Die ethnischen Gruppen auf den kleinen Inseln waren nie besonders groß. Heute leben dort rund 400 000 Menschen. 1951 waren es gerade einmal 31 000, inklusive der Einwohner der größten Stadt Port Blair. Die Bevölkerung der Inseln wuchs vor allem durch Zuwanderung aus Indien.

Den verbliebenen indigenen Kulturen droht das Ende.  Eines der Völker, die Sentinelesen, verweigert jeden Kontakt. Dennoch gab es seit der Unabhängigkeit Indiens 1947 immer wieder Versuche, die PVTGs zu erreichen. Die indische Zentralregierung ist für die Inseln zuständig, die formell ein „Unionsterritorium“ sind und somit keine eigene Staatsregierung haben.

Teilweise ging die Kontaktaufnahme furchtbar schief. In den späten 1990ern gab es unter dem Volk der Jarawa zwei tödliche Masernausbrüche. Im gleichen Zeitraum bedrohten Geschlechtskrankheiten die größte indigene Gruppe, die Groß-Andamaner. Sie wären beinahe ausgestorben. Gemäß der letzten Volkszählung lebten 2011 nur noch 380 Jarawa – und nur noch 44 Groß-Andamaner.

Im Mai 2020 gab es einen Aufschrei in den Medien, als sich das Coronavirus in einer der Gruppen verbreitete. Auch die Regierung war besorgt. Es kam jedoch nicht so schlimm wie befürchtet, und in den letzten Monaten konnten durch Impfkampagnen viele Mitglieder der PVTGs immunisiert werden.

Anup Dutta ist ein indischer Journalist.
Twitter: @duttanup

Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren