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CIVICUS, CPDE, and Forus International organise forum on human rights and civic space in digital era

CSO Partnership - 17. September 2021 - 11:19

Global civil society platforms CIVICUS: World Alliance for Citizen Participation, the CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE), and Forus International are joining forces to organise a forum titled Under Pressure: Human rights and civic space in the digital era this 21 September, 4 to 5:30PM GMT. The session is part of a series of events for the Global People’s Assembly, held in time for the United Nations General Assembly.

The activity draws from the civic space situation in many countries around the world, where repressive laws and policies restrict fundamental freedoms of expression, participation, assembly, and association. Despite their vital role in the social and democratic fabric of their countries, civil society networks activists and human rights defenders face intimidation and attacks, both online and offline.

The panel will expound on the said situation, with a specific focus on the digital context. Speakers will discuss how new technologies have helped civil society to grow, activists to mobilise and grassroots movements to unite, and how the attendant risks and opportunities in this domain can be addressed.

Mandeep Tiwana, CIVICUS Chief Programmes Officer, will speak on current global trends relating to civic space and human rights. Biljana Spasovska, CPDE Regional Coordinator for Europe and Executive Director of the Balkan Civil Society Network for Development, will provide an overview of civic space and human rights from the Balkans, as well as how can civil society around the world respond to threats to civic space and human rights.

These will be followed by a segment on The challenge of creating an enabling digital environment for civil society globally, and Innovative global civil society campaigns on civic space and human rights, to be led by Forus’ Deirdre de Burca, Campaigns Coordinator and Bibbi Abruzzi, Communications Officer, respectively.

Finally, an open forum with the participants will revolve around these key questions:

  • What can governments/ civil society/the private sector do to better defend and promote civic space and human rights globally?
  • How can these actors ensure that digitalization does not reduce but rather exapnds civic space online?

The event will be available in English, Spanish, and French.

To register for the events, visit this link.#

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NGOs fordern: Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten TV-Triell

DSW - 17. September 2021 - 10:42

Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins.

Berlin, 17. September 2021. In einem gemeinsamen Appell rufen zehn Hilfs- und Entwicklungsorganisationen die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins dazu auf, bei der TV-Debatte der drei Kanzlerkandidat*innen am kommenden Sonntag humanitäre und entwicklungspolitische Themen wie globale Armuts- und Hungerbekämpfung und den weltweiten Kampf gegen Krankheiten wie Tuberkulose und Covid-19 zu berücksichtigen. In den bisherigen TV-Triellen mit RTL/N-TV sowie ARD/ZDF waren Pläne zur Bekämpfung globaler Ungleichheit leider nicht Gegenstand der Debatte. Angesichts der großen globalen Herausforderungen, vor denen die Welt steht, ist dies aber dringend nötig.

Die Nichtregierungsorganisationen ONE Deutschland, CARE Deutschland, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Deutsche Welthungerhilfe, Global Citizen, Oxfam, Plan International, Save the Children, UNICEF Deutschland und World Vision appellieren gemeinsamen an die Fernsehsender ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins: ,,Die internationale Gemeinschaft und damit auch Deutschland hat sich mit den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen verpflichtet, die Welt bis 2030 gerechter zu machen. Die Bekämpfung von extremer Armut, Hunger und sozialer Ungleichheit, die Gleichstellung der Geschlechter, der weltweite Zugang zu Gesundheitsversorgung und Bildung – das alles sind Themen, die gegenwärtig viel zu kurz kommen. Es bleiben nur noch neun Jahre, um die Ziele der Agenda 2030 zu erreichen. Die Wähler*innen haben ein Recht darauf zu erfahren, wie ernst es Annalena Baerbock, Armin Laschet und Olaf Scholz mit Deutschlands Verantwortung in der Welt meinen. Wer ins Kanzleramt einziehen will, sollte einen Plan haben, wie wir die UN-Nachhaltigkeitsziele erreichen. Weltweite Armutsbekämpfung muss Chef*innen-Sache werden. Die Wähler*innen sollten wissen, wie der Plan der Kandidierenden aussieht, globale Gerechtigkeit zu erreichen und die UN-Ziele zu verwirklichen.”

Informationen für Journalist*innen:
  • Interviews möglich: Bei Interesse stehen Ihnen die beteiligten Organisationen für Interviews zur Verfügung. Kontaktieren Sie dafür gerne einen der untenstehenden Pressekontakte.
  • Bildmaterial: “Machen Sie die Welt gerechter!” – diese Forderung projizierte ONE vergangene Woche ans Kanzleramt und vor den Reichstag. Die dazugehörigen Bilder, die Sie kostenfrei verwenden dürfen, finden Sie hier (Fotocredit “ONE”): https://bit.ly/3l2cOW9
  • Mehr Informationen zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen finden Sie hier: https://17ziele.de/

 

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

CARE: 1945 in den USA gegründet, kämpft CARE heute weltweit gegen Not, Armut und Ungerechtigkeit. 100 Millionen CARE-Pakete retteten nach dem Zweiten Weltkrieg Leben. Gespendet von Mensch zu Mensch als Symbol der Versöhnung. In 100 Ländern der Welt setzt sich CARE heute dafür ein, dass Armut überwunden wird und von Katastrophen Betroffene überleben können. Besonders wichtig dabei ist uns die Gleichstellung von Mann und Frau und die besondere Förderung von Frauen und Mädchen – dort, wo sie systematisch benachteiligt sind.

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Die Deutsche Welthungerhilfe e.V. ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie kämpft für „Zero Hunger bis 2030″. Seit der Gründung im Jahr 1962 wurden mehr als 10.369 Auslandsprojekte in 70 Ländern mit 4,2 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.

Global Citizen ist eine globale Bewegung engagierter Menschen, die gemeinsam ihre Stimmen nutzen, um extreme Armut bis 2030 zu beenden. Global Citizen bietet hierzu Informationen rund um Kernthemen wie Ernährungssicherheit, Gleichberechtigung, Bildung, Umweltschutz und globale Gesundheit – und die Möglichkeit, sich gemeinsam für die Themen einzusetzen, die einem am Herzen liegen. Auf diesen Wegen mobilisiert Global Citizen eine große Community von Global Citizens, die zusammen Entscheidungsträger*innen aus Politik und Wirtschaft zum Handeln auffordert und finanzielle und politische Zusagen für die Global Goals der Vereinten Nationen einfordert. Darüber hinaus unterstützt Global Citizen die Global Goals mit einzigartigen Event- und Aktionsformaten, wie den Global Citizen Festivals, für die Tickets nicht erwerblich sind, sondern durch politisches und soziales Engagement verdient werden. Seit Global Citizen im Jahr 2009 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 28 Millionen Mal aktiv geworden. Mehr Informationen unter www.globalcitizen.org.

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 21 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.500 lokalen Partnern in mehr als 67 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Plan International ist eine unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Mädchen und Jungen sollen weltweit die gleichen Rechte und Chancen haben und ihre Zukunft aktiv gestalten. Um das zu erreichen, setzen wir in unseren Partnerländern effizient und transparent Projekte zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung um und reagieren schnell auf Notlagen und Katastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. In mehr als 75 Ländern arbeiten wir Hand in Hand mit Kindern, Jugendlichen, Unterstützenden und Partnern jeden Geschlechts, um unser globales Ziel zu erreichen: 100 Millionen Mädchen sollen lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement.

Save the Children: Im Nachkriegsjahr 1919 gründete die britische Sozialreformerin und Kinderrechtlerin Eglantyne Jebb Save the Children, um Kinder in Deutschland und Österreich vor dem Hungertod zu retten. Heute ist die inzwischen größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in 120 Ländern tätig. Save the Children setzt sich ein für Kinder in Kriegen, Konflikten und Katastrophen. Für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen und lernen können – seit über 100 Jahren.

UNICEF ist das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen. UNICEF setzt sich in 190 Ländern dafür ein, dass jedes Kind sich gesund entwickeln, geschützt aufwachsen und zur Schule gehen kann – unabhängig von Religion, Hautfarbe oder Herkunft. Das Deutsche Komitee für UNICEF wurde 1953 als Verein gegründet und ist heute eine der wichtigsten Stützen der weltweiten UNICEF-Arbeit.

World Vision ist eine unabhängige christliche Kinderhilfsorganisation mit über 70 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Nothilfe. Unser Fokus liegt darauf, den am stärksten gefährdeten Kindern Chancen zu bieten, ein erfülltes Leben zu führen.  In rund 100 Ländern arbeiten wir mit Spenderinnen und Spendern, Kindern und Jugendlichen, Dorfgemeinschaften, Regierungen und vielen Partnern transparent zusammen, um nachhaltig Armut und Ungerechtigkeiten zu überwinden. World Vision Deutschland e.V. führt derzeit 280 Projekte in 48 Ländern durch und erreicht damit rund 16 Millionen Menschen. Mit der internationalen Kampagne „It Takes a World to end Violence against Children“ setzt sich World Vision dafür ein, Gewalt gegen Kinder in jeder Form zu beenden.

 

Pressekontakte

ONE: Scherwin Saedi: 0152 / 03 77 14 29, scherwin.saedi@one.org

CARE Deutschland: Stefan Brand: 0170 / 74 48 600, brand@care.de

Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW): Anke Witte: 0511 / 94 37332, presse@dsw.org

Welthungerhilfe: Simone Pott, Pressesprecherin: 0172 / 252 59 62, simone.pott@welthungerhilfe.de

Global Citizen: Rick Nagelschmidt: 0177 / 576 95 69, presse@globalcitizen.org

Plan International: Barbara Wessel: 040 / 607 716 204, barbara.wessel@plan.de

Oxfam Deutschland: Steffen Küßner, 0177 / 880 99 77, skuessner@oxfam.de

Save the Children: Claudia Kepp: 0170 / 785 89 35, claudia.kepp@savethechildren.de

UNICEF Deutschland: Christine Kahmann, 0221 / 93 650 315, presse@unicef.de

World Vision Deutschland: Pressestelle: 06172 / 763-151, -153, -155, -156;  presse@wveu.org

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E+Z/D+C 2021/11 – ma – Bimbola Oyesola – e-commerce

E+Z - 17. September 2021 - 10:36
The Nigerian e-commerce platform Jumia has been making a difference in consumers’ lives for nine years

In 2011, Nigeria had 160 million people, but no organised retail sector. Jumia co-founder Tunde Kehinde sums up the business idea. “We said: let’s not wait to build malls, let’s launch online.” Today, Nigeria has 200 million people, and the e-commerce giant has also gained a foothold in other African countries.

Challenges included a weak internet infrastructure, a complicated banking sector and logistical difficulties. Jumia responded by showing consumers that online shopping is safe, building a distribution network of its own and creating a solid logistical infrastructure. Today, Jumia owns a larger fleet of delivery trucks than DHL and distributes goods in eleven countries. To some extent, the company has reduced Africa’s geographical fragmentation.  

Jumia’s business model enables the company to improve the lives of African consumers. The e-commerce giant helps people buy the goods they want wherever they live. Customers can order products which are not available locally and for which they would have had to travel far in the past. Even for urban people, commuting to the city centre can be very difficult. Jumia clients do not even need a working internet connection. Another person can place the order for them through a specific system on the Jumia website.

Half of Nigerians live in rural areas. Good roads are as rare as formal addresses. Jumia Logistics does not require that kind of infrastructure. It has a vast network of pickup stations and provides services in areas that were long considered barely accessible.

Two thirds of adult Nigerians do not have a bank account. With JumiaPay, the company tailored its payment methods to African needs. It allows customers to pay in cash upon delivery, so it can sell items to people who are still uncomfortable with online payments. Paying in instalments is accepted, too, which allows people to purchase more expensive goods. Moreover, Jumia puts buyers in touch with sellers, so customers can even order things that Jumia itself is not supplying.

Consumers appreciate the digital opportunities. Juliet Osho is an example. She lives in a rural area and says she needed a pilot’s suit for her seven-year-old son to wear in school for “career day”. A short internet search showed that such an item was available on Jumia, so she quickly made the order. When she brought the suit home only four days later, her son was happy.

Sola Johnson is another Jumia costumer. Buying through Jumia is more convenient for her than going to malls or regular markets. It is also cheaper, even when there are no special sales. “Jumia is quite commendable,” she says. Once she ordered something for a friend in another part of Nigeria. “The goods were delivered to his house without a hitch after he presented the code I had sent him,” she recounts.

Growth strategy

In the future, Jumia is likely to make a difference in even more people’s lives. Africa’s population is growing and purchasing power has been rising. However, the company does not want to rely on those factors alone. Managers emphasise that they must build customer trust. Jumia must thus provide the right products, set attractive prices and make shopping convenient.  

Jumia started operations in 2012. The parent company was the Berlin-based Africa Internet Group. Jeremy Hodara and Sacha Poignonnec, who had previously worked for the multinational business consultancy McKinsey & Company, were among the founders. Initial shareholders included Rocket Internet, a Berlin-based venture capital firm, and Mobile Telephone Networks, a South African corporation. The French insurance giant Axa and the telecoms corporation Orange also invested in Jumia early on.

The company’s first years in operation were marked by rapid expansion. In 2012, Jumia took up operations in Egypt, Morocco, Ivory Coast, Kenya and South Africa. Two years later, offices in Tunisia, Tanzania, Ghana, Cameroon, Algeria and Uganda were launched. By 2018, Jumia was present in 14 African countries.

Jumia started with an initial staff of 10 in Nigeria. It now has more than 5000 employees on the continent. The platform kept expanding into new markets. As early as 2013, Jumia Travel for hotel bookings and Jumia Food became operational. In 2015, Jumia Deals began publishing classified ads from third-party vendors. JumiaPay was launched in 2017 and was soon followed by a lending programme which grants business loans to third-party sellers. Later, a flight-booking platform was created in cooperation with Amadeus, a technology company.

The crisis of 2019  

However, 2019 proved a difficult year. In April, a spectacular initial public offering on the New York Stock Exchange made the Jumia share price rise by more than 200% in three trading sessions, peaking at almost $ 70. But decline was just as dramatic. Due to allegations of fraud and concealed losses, the share price dropped to less than five dollars by the end of 2019. By that time, Jumia had been forced to suspend operations in Cameroon, Tanzania and Rwanda.

In this period, the management began to push for profitability more aggressively. For many years, Jumia had reported losses, which is not unusual for promising start-ups. The crisis, however, clearly showed that investors were losing patience. The management started to take new approaches to meet local needs, drum up business and become profitable. Jumia launched special online shopping events – Black Friday sales, for example – in order to increase brand awareness.  

In 2019, moreover, Jumia attracted millions of additional customers by partnering with more than 110,000 sellers, many of them African companies and entrepreneurs. Since then, the management has expanded its third-party marketplace, collecting commissions on the items that are sold on its platform. At the same time, Jumia began to focus less on selling high-end digital devices such as mobile phones or laptops. Instead, it repositioned its business to marketing fast moving consumer goods. These items are cheaper, but they attract more customers.

For the second quarter of 2021, Jumia once again reported losses. However, financial markets evidently have faith in its strategy and expect the company to become profitable eventually. In August, the share price was almost $ 22.

Bimbola Oyesola is a Lagos-based journalist.
oritokeoyee@gmail.com

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E+Z/D+C 2021/10 – mo – nowadays – Raphael Mweninguwe – Malawi –malnutrition

E+Z - 17. September 2021 - 10:09
To end hunger, nations must reform entire food systems, not just boost farm output

But even before the celebrations died down, nutrition experts sounded a note of caution: High agricultural yields do not necessarily mean improved nutrition. Production of agricultural goods is only one part of a larger system needed to ensure proper nutrition; other elements include efficient food processing and distribution, and education about human nutritional requirements.

“Food production alone does not translate into better nutrition,” notes Martha Nyagaya, country director in Kenya for Nutrition International, a non-profit organisation based in Canada. “The focus should be on ensuring that food systems, social-protection programmes and nutrition policy all work together to end hunger and malnutrition.”

All parts of a country’s food system should be coordinated and should work towards the same goals, says Francesco Branca, the World Health Organization’s head of Nutrition and Food Safety. They should ensure that nutritious food is available, accessible, affordable and desirable, he says.

Coordination of food systems should occur across borders as well. African countries should work together to improve their food systems and ensure nutrition security, Malawian President Lazarus Chakwera told reporters this summer.

National statistics show that concerns about sub-par nutrition are justified. About 63 % of Malawian children under the age of 5 are anaemic, as are 33 % of Malawian women, according to USAID’s Malawi Nutrition Profile. Similarly, 37 % of Malawian children are too short for their age due to poor nutrition, and 23 % of child deaths in Malawi are related to malnutrition, according to UNICEF.

The root cause of malnutrition is poverty. In Malawi, half the population is poor and one-fifth is extremely poor, according to the National Statistical Office (NSO). Most Malawians cannot afford a diet that includes all the basic elements: carbohydrates, fats, vitamins, fibre, minerals and proteins.

Malawi is not alone in this predicament. Even before the Coronavirus pandemic, the world was not on track to meet commitments to end hunger and malnutrition by 2030, according to the UN Food and Agriculture Organization in its 2021 report “The State of Food Security and Nutrition in the World”.

“Prior to the pandemic, more than 820 million people globally were already identified as chronically food insecure,” says Agnes Kalibata, former agriculture minister in Rwanda and a special envoy to the UN’s 2021 Food Systems Summit.

Raphael Mweninguwe is a freelance journalist based in Malawi.
raphael.mweninguwe@hotmail.com

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E+Z/D+C 2021/10 – ma – Paul Miller / Hans Dembowski – Interview Afghanistan

E+Z - 17. September 2021 - 10:02
In regard to Afghanistan, Bush and Obama made three major mistakes

Today, the common narrative is that it was wrong to try to build a modern, democratic Afghan state. As I remember it, however, the necessity of doing so was generally understood 20 years ago. After the attacks on New York and Washington DC of 11 September 2001, the goal was to ensure that Afghanistan would never become a safe haven for terrorists again. The implication was that a power vacuum was unacceptable.
Exactly, there was no other choice. That is what former officials of the Bush administration are still saying today. In 2001/2002 that view was shared internationally, including by NATO leaders and UN officials. Unfortunately, this insight did not make them draft a coherent state-building strategy. State building is a complex challenge and takes a lot of time, however. Institutions have to be established and consolidated step-by-step. Capable staff cannot simply be bought. To earn public trust, officers need training and considerable practical experience. However, we and our allies did not commit to long-term engagement.

To what extent was state building attempted in Afghanistan at all?
It varied from year to year. In the first five years, the focus was on political reconstruction in the sense of holding elections and passing a constitution. Both worked out fairly well. The constitution was based on Afghanistan’s 1964 constitution and updated by Afghans who represented the country’s people and understood its constitutional history. The constitution was Afghan owned rather than imposed by western powers. On the downside, there were no significant efforts to build infrastructure. Afghanistan badly needed roads, hospitals and schools, but also institutions such as law courts and municipal governments. Things changed somewhat in the years 2007 to 2011 when insurgents were gaining strength. In that period, much more was done to ramp up the legal system, develop rural areas and build administrative capacities. However, by that point, reconstruction efforts were rushed and thus often wasteful, the conflict further intensified, and international support later focused almost entirely on the Afghan army and police.

Did western allies fight or foster corruption?
They did both. The core problem was that they tried to do too much too fast, especially in the second phase that I just mentioned. A lot of money suddenly flowed into a very poor country that had recently been the world’s worst failed state and lacked competent institutions. The result was the rule of money. The illegal-drugs trade obviously added to the problems. Poppy cultivation began to expand fast from 2006 on, and by 2009 or so, the Taliban were relying on opium money. Others were involved in the drugs economy too, including influential leaders who officially supported the government. By the end of 2010, a destructive dynamic had set in. The focus was increasingly on fighting insurgents and not on reconstruction. The US administration lost faith in state building, which obviously became more difficult the more the conflict escalated.

Why did things go wrong?
Well, I think there were three major mistakes in the first two presidential administrations:

  • President George W. Bush insisted on a “light footprint” right from the start. One reason was that he had a track record of disparaging notions of nation building. Donald Rumsfeld, his defense secretary, did not like the idea of deploying masses of soldiers for peacekeeping. Some NATO partners, moreover, were uncomfortable with military missions in a far-away country. Germany was a prominent example. As for the UN, its leaders were wary of assuming responsibility for running an entire country the way the UN had done in Cambodia, East Timor and Kosovo. “Light footprint” sounded attractive to all of them.
  • The second major mistake was that Bush started the Iraq war in 2003. It devoured resources that could have been used in Afghanistan. It also distracted attention from Afghanistan, where things seemed to be going well in 2002/2003, though they were really not going well at all.
  • President Barack Obama made the third mistake. Though he correctly promised a “civilian surge” to rebuild the country, he also kept saying he wanted to withdraw our troops. His timetable hurt state building, which requires long-term, open-ended commitment. Obama’s rhetoric, however, told everyone he was losing patience. Both the Taliban and our Afghan allies heard the message and began to plan accordingly. The Taliban became increasingly confident that they would eventually prevail, and our Afghan allies had incentives to hedge by siphoning off as much money as possible, but not to take the state-building agenda seriously.

In the later two administrations, I have nothing good to say about President Joe Biden’s withdrawal or about President Donald Trump’s peace negotiations with the Taliban, which bypassed our Afghan partners and placed no meaningful demands on the Taliban, but several decisive mistakes were made long before Trump or Biden took office.

What role did other western governments play?
Well, Washington basically called the shots. At first, the idea was that individual governments would assume specific responsibilities in Afghanistan, but a sense of frustration set in by 2006. The Bush administration felt that our allies were not doing enough, which was a bit unfair, because it wasn’t doing enough itself.

I find it bewildering that western leaders cared so little about the drugs economy. It accounts for up to 30 % of Afghanistan’s gross national product (GNP). Such a huge black market is incompatible with a modern state and the rule of law.
There were actually many proposals for solving the drugs problem. Some suggested saffron cultivation could be an alternative to poppy cultivation. Others said the international community should simply buy the entire harvest to produce medical morphine. There were attempts to eradicate poppy fields. Everything stayed piecemeal, however. The point is that you cannot make meaningful progress against the drug trade if you do not have a legal system. That is especially true in a war zone. We ended up with a chicken and egg problem. Without peace, you cannot build a legal system and other institutions, but you cannot have peace, unless you have a legal system.

It is also estimated that aid accounted for about 50 % of Afghanistan’s GNP in recent years. There really was not much of an Afghan state.
Well, you have to consider the history of Afghanistan, which has basically been a client state for hundreds of years. For a long time, it depended on the British Empire, later on the Soviet Union. Afghanistan’s official government always relied on outside funding and used that funding to pay off local clients in exchange for their support. Nonetheless, the country was largely at peace thanks to many different compromises and accommodations. That changed with the Soviet invasion of 1979.

Western failure in Afghanistan is now often blamed on Afghans’ supposedly medieval mindset. I find that rhetoric condescending and misleading. The real problem is that Afghan society is controlled by warlords – as medieval Europe was, by the way. People want to survive. They do not care much about whether the armed men in front of them are legitimate in one way or another. The priority is not to get hurt and somehow keep feeding one’s family. Official legislation hardly matters in the rural regions of developing countries, where traditions rule daily life – and it is certainly not relevant in situations of strife.
The Soviets destroyed the structures of Afghan society, such as the tribal networks, landowning khans, and local mullahs. That led to the rise of warlordism and, eventually, the drug economy. After 2001, the international community should not have tolerated power vacuums at the local level. The results were persisting warlordism and opportunities for the Taliban. In the west, everyone knows that Taliban rule was brutal when they controlled the country in the late 1990s. It is less well understood that they nonetheless provided a sense of order, which was obviously very rough. They even banned poppy cultivation for one year, though many observers argue they only did so to drive up the global opium price. What matters now, however, is that Afghans are tired after four decades of war. They long for safety and some believed the Taliban were good at providing it.

And they feel disappointed in western powers. Could the US-led intervention have achieved more?
Well, both Bush and Obama signed agreements with Afghan governments, pledging long-term support. I am convinced we could have done more had we had more patience. State building cannot be done fast and definitely not quickly in a very poor, war-torn country. The depressing truth is that our leaders chose the right words, but did not follow up with action. Our Afghan partners lost faith, and the USA failed to fulfil what our presidents had promised.

Paul D. Miller is a professor of the practice of international affairs at Georgetown University in Washington DC.
millerp1@georgetown.edu

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Deutschlands Rolle in der Welt muss Thema werden beim letzten TV-Triell

Welthungerhilfe - 17. September 2021 - 0:32
Aufruf an ProSieben, Sat.1 und Kabel Eins
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Agrar Koordination Newsletter September 2021

SID Blog - 16. September 2021 - 23:00
 Neues von der Agrar Koordinationt! Donnerstag, 16. September 2021 Biopoli auf der Hamburger Klimawoche | Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ in Leutkirch | Neuer Online-Dialog für Gutes Essen macht Schule  | Veranstaltung zum Lieferkettengesetz | Mitarbeit Buchhaltung & Büroorganisation   Biopoli Was hat meine Ernährung mit dem Klimawandel zu tun?
25.09.2021 | 15.00 - 16:00 Uhr | Workshop mit Sarah Zarin

Vor allem Fleisch und tierische Produkte belasten das Klima. Eine Möglichkeit den klimabelastenden CO2 Ausstoß zu reduzieren ist es, beim Lebensmitteleinkauf auf die Auswahl der Produkte und den Einkaufsort zu achten. In diesem Workshop erhalten Sie Fakten und Hintergrundinfos zum Klimaschutz und Tipps für die Umsetzung bei der eigenen Ernährung.

Auf dem Gelände des ehemaligen Recyclinghofs in Hammerbrook entsteht seit 2019 ein neuer öffentlicher Park. Die Fläche wird am 25.09.2021 zu einem Erkundungsfeld und experimentellem Jahrmarkt für Interessierte an nachhaltiger Ernährung, jungem Engagement und Naturschutz. Auf den 5.200 Quadratmetern könnt ihr euch mit den vielen Initiativen, Stiftungen, Projekten und Vereinen austauschen, an Workshops teilnehmen und das "PARKS"-Gelände erkunden. Den Abschluss macht die Premiere von zwei Kurzfilmen des StadtNatur JugendFilmCamps. Livemusik und veganes Essen der Caval Cantine gibt es oben drauf.

25.09.2021 | 14:00 - 19:00 Uhr
Eat this! – Veränderung geht durch den Magen

Alter Recyclinghof | Alster-Bille-Elbe PARKS: Bullerdeich 6, Hammerbrook

Der Eintritt ist frei, eine Voranmeldung ist nicht erforderlich.
Kommt vorbei! Komplettes Programm   Biopoli Klimawandel, Landwirtschaft und Ernährung – wie hängt das zusammen? 
20.09. bis 23.09.2021 | Wetter.Wasser.Waterkant.2021

Wir sind mit 10 Biopoli-Workshops beim kostenfreie Bildungsprogramm für Hamburger Schulen zu Klima, Umwelt, Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel "Wetter.Wasser.Waterkant.2021" dabei! Die Workshops sind bereits ausgebucht.
Komplettes Programm     Land und Wirtschaft – wer erntet? Ausstellung mit Portraits aus Tansania und Deutschland
Unsere Ausstellung „Land und Wirtschaft – wer erntet?“ Portraits aus Tansania und Deutschland ist ab mitte September in Süddeutschland zu sehen. Die Ausstellung fügt sich ein in den Rahmen der Veranstaltungsreihe „Nachhaltigkeit hautnah“ der Stadt Leutkirch zu aktuellen Agrar- und Ernährungsfragen.

15.09. - 03.10.2021 Dreifaltigkeitskirche Leutkirch
08.10. - 31.10.2021 St.-Andreas-Kirche Mühlacker-Dürrmenz
05.11. - 21.11.2021 Museum Wasseralfingen


Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 16.09.2021 um 19:00 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche, Evangelische Kirchgasse, Leutkirch statt. Teilnahme möglich für Geimpfte, Genesene, Getestete.

Neuer Podcast!
Wir haben mit der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Bauern und Bäuerinnen aus Tansania und Deutschland portraitiert. Auch im Podcast berichten wir über die Situation der Kleinbäuer*innen in beiden Ländern. Jetzt Reinhören     Gutes Essen macht Schule Online-Dialog: Bio-Städte – Pioniere für eine nachhaltige Kita- und Schulverpflegung
28.09.2021 | 18.30 Uhr - 21.00 Uhr | Zoom

Viele Bio-Städte in Deutschland setzen sich für den Bio-Anbau in ihrer Region und für den verstärkten Einsatz von Bio-Lebensmitteln in öffentlichen Einrichtungen ein. Insbesondere für Kitas und Schulen verfolgen sie das Ziel, den Bio-Anteil schrittweise – teilweise auf bis zu 100% – zu erhöhen. Die Erfahrungen von Bio-Pionieren im Bereich des Schul- und Kitacaterings zeigen: Ein Bio- Mittagessen muss nicht teuer sein.

Wie können sich verschiedene Akteure dafür einsetzen, dass auch Städte in Schleswig-Holstein Bio-Städte werden und die Verwendung von Bio-Lebensmitteln in Kitas und Schulen voranbringen? Wie kann ein kostengünstiger Einsatz von Bio-Lebensmitteln gelingen und lokale Betriebe unterstützt werden? Diese und weitere Fragen werden wir mit Werner Ebert, Koordinator des Bio-Städte-Netzwerks, Kai Vormstein, Geschäftsführer des Bio-Caterers Piratenkombüse und Politiker*innen aus Flensburg und Kiel diskutieren.

Die Veranstaltung ist kostenlos und findet über Zoom statt. Die Zugangsdaten werden nach der Anmeldung zugesendet.

Komplettes Programm Gleich anmelden!     Lieferkettengesetz Bitterer Kaffee – 20 Jahre Vertreibung in Uganda zugunsten der Neumann Kaffee Gruppe Hamburg
Gemeinsam mit anderen Hamburger Akteuren laden wir zur Open-Air Veranstaltung ein:
2.10.2021 | 18.00 - 21.00 Uhr | Magellan-Terassen, HafenCity

Dokumentarfilm | »Bitterer Kaffee: Uganda – Bauern kämpfen um ihr Land« von Michael Enger
Musik | Angelina Akpovo, Hamburg
Videobotschaft von Peter Kayiira, Sprecher der Vertriebenen in Uganda
Redebeiträge | Norbert Hackbusch, DIE LINKE | Pastor Siaquiyah Davis, Nordkirche | Gertrud Falk, FIAN Deutschland e.V. | Julia Sievers, Agrar Koordination, Hamburger Initiative Lieferkettengesetz | N.N., el rojito. kaffee solidarisch e.V.
 
Hintergrund der Veranstaltung
Im August 2001 vertrieb die ugandische Armee Bewohner*innen aus vier Dörfern im Bezirk Mubende, weil die Regierung das Land an die Kaweri Coffee Plantation Ltd. verpachtet hat. Kaweri ist eine Tochterfirma der Neumann Kaffee Gruppe (NKG) mit Sitz in der Hamburger HafenCity. NKG ist weltweit führender Rohkaffeedienstleister. Die Vertriebenen in Uganda wurden bis heute nicht angemessen entschädigt. Seit vielen Jahren läuft ein Gerichtsverfahren. Die Veranstalter*innen unterstützen die Forderungen der Vertriebenen an die Neumann Kaffee Gruppe, eine zügige Beendigung des Gerichtsverfahrens nach rechtsstaatlichen Regeln zu verlangen. Dazu soll sie eine Sondersitzung des Gerichts beantragen, in der Kläger*innen und Beklagte dem Richter ihre Beweise und Argumente präsentieren. Damit könnte das Gerichtsverfahren nach 20 Jahren endlich abgeschlossen werden und es wäre Rechtssicherheit für die Vertriebenen gegeben.     Stellenauschreibung Buchhaltung & Büroorganisation
Für unsere Geschäftsstelle suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine Mitarbeiterin Buchhaltung & Büroorganisation (m/w/d) für 5 Std./Woche 

Jetzt noch bis 19.09.2021 per E-Mail bewerben.
Für Rückfragen steht unser Finanzreferent Hannes Heise zur Verfügung.

  Zur Stellenausschreibung
 
      Agrar Koordination
Forum für internationale Agrarpolitik e.V.
Nernstweg 32, 22765 Hamburg, Vereinsregister Hamburg: VR 11633 Vertreten durch: Claudia Leibrock (Vorsitzende), Alfons Üllenberg, Irina Cachay
Telefon: 040-39 25 26, E-Mail: info@agrarkoordination.de

www.agrarkoordination.de

UNGA76 Side Event titled Multi-lateralism & Multi-stakeholderism: Where does accountability for the corporate sector fit in?

Global Policy Watch - 16. September 2021 - 19:40

We are thrilled to invite you to a UNGA76 Side Event titled Multi-lateralism & Multi-stakeholderism: Where does accountability for the corporate sector fit in?

When September 24th at 8:00 AM New York / 8:00 PM Beijing / 2:00 PM CET

What An event exploring corporate influence across the United Nations System, and identifying ways in which civil society and all actors can resist corporate influence with a view to build a more accountable and equitable system that operates in the interests of people and planet, rather than profit.

Register bit.ly/AccountabilityForCorporateSector

Interpretation Available in French and Spanish

Corporate influence across the UN system manifests in many ways and these methods/means are increasing. From the introduction of Public-Private Partnerships (PPPs) to newer language regarding “multistakeholderism” and “networked multilateralism”, corporations are being offered varying levels of status and access to many policymaking spaces. At the same time, pushes to democratize these spaces and to be inclusive of all partners appear to be leaving behind civil society, specifically the most marginalized civil society organizations including feminist and grassroots women-led organizations, and movements from the Global South.

At large, this corporatization of the UN legitimizes the importance of the business and corporate sector in international decision-making, bringing business closer to the values of the UN. Some specific cases include the UNâ€s MOU with the World Economic Forum (WEF) from the S-Gâ€s office, the International Chamber of Commerce (ICC) and its observer status in the General Assembly and the Global Compact and its “10 Principles” for corporate sustainability.

This joint event, held in the margins of the 76th Session of the UNGA and the SDG Moment will explore this “dark side” of multistakeholderism at the United Nations and in other intergovernmental fora, and identify ways in which civil society and all actors can resist corporate influence with a view to build a more accountable and equitable system that operates in the interests of people and planet, rather than profit.

Help us spread the word:

Share the event on your Twitter using the sample tweet below and the graphic attached!

Sample Tweet:
What’s up with #CorporateInfluence in the @UN?
Join @globalpolicy, @Women_Rio20 & @Global_Demands for a #UNGA76 side event you don’t want to miss!

📅 Sept 24 at 8am New York / 8pm Beijing / 2pm CET

📲 Register: bit.ly/AccountabilityForCorporateSector

#FeministsWantSystemChange

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Engagement Global weiht neuen Hauptsitz ein

Engagement Global Presse - 16. September 2021 - 17:07
Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, sowie Ingrid Arenz, administrative Geschäftsführerin, und Dr. Jens Kreuter, Hauptgeschäftsführer von Engagement Global, bei der Einweihung der neuen Geschäftsräume. Foto: Jo Hempel

Seit neun Jahren arbeitet Engagement Global von Bonn und sechs Außenstellen aus für ein gerechtes und nachhaltiges globales Miteinander – mit verschiedenen Förderprogrammen sowie zahlreiche Projekten, Initiativen und Angeboten. Mit dem Umzug in die Friedrich-Ebert-Allee (FEA) sind erstmals alle Bonner Liegenschaften der gemeinnützigen Gesellschaft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter einem Dach vereint. Das feierten um die 300 von inzwischen fast 800 Kolleginnen und Kollegen bei einem Festakt in der FEA – für viele war es das erste Wiedersehen in Präsenz seit fast anderthalb Jahren.

Bereits im November 2020 ist Engagement Global in das vierstöckige Gebäude gezogen. Die Einweihungsfeier wurde pandemiebedingt verschoben, damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen, auch aus den sechs Außenstellen, bei dem Ereignis dabei sein können.

„Es ist mir eine besondere Freude, so viele Kolleginnen und Kollegen nun endlich wieder persönlich begrüßen zu können und mit ihnen gemeinsam unsere neuen Räumlichkeiten einzuweihen und zu erkunden“, betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Kreuter. „Das neue Gebäude ist auch ein Symbol dafür, wie viel wir mit vereinten Kräften und gemeinsam mit unseren Partnern erreichen können.“

Auch die dreiteilige Kunstinstallation „bigger picture“, die auf der Feier gemeinsam mit Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, enthüllt wurde, spiegelt die Vielfalt wie auch das Wachstum der Organisation wieder. Alle jetzigen und zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können an eine der drei Stahlfiguren, die das Logo von Engagement Global repräsentieren, selbstbemalte kleine Tafeln anbringen. Zusammen bilden sie eine Kunstinstallation, die zukünftig das Foyer der Organisation schmücken wird. Ihre Botschaft: Bei Engagement Global haben alle einen Anteil am großen Ganzen.

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“Es zeigte mir die Macht junger Menschen” – eine ehemalige Jugendbotschafterin berichtet

ONE - 16. September 2021 - 15:47

Die ehemalige Jugendbotschafterin Vanessa berichtet von ihren Erfahrungen bei ONE.

Als Kind binationaler Herkunft, der deutschen Unterschicht entsprungen und als Erste in meiner Familie die studiert hat, musste ich viel Durchhaltevermögen und Entschlossenheit beweisen, um im Leben voranzukommen. In meiner Kindheit und Jugend, habe ich aus erster Hand erfahren, wie homogen öffentliche Diskussionen sind. Und wie dies zu uniformen Entscheidungen führt, die zu oft nicht repräsentativ für die Menschen sind, die sie betreffen. Die Erfahrung von materieller Knappheit, Armut und der daraus resultierenden Stigmatisierung haben mich und die Menschen um mich herum geprägt. Auf Grund der von mir selbst erlebten Ungleichverteilung von wichtigen Ressourcen, wurde mir schnell klar, dass sich diese Umstände sowohl innerhalb als auch zwischen Staaten finden lassen. Mein Aufwachsen in Deutschland stellte sicher, dass meine Grundbedürfnisse befriedigt wurden. Wäre ich jedoch in Sierra Leone geboren, wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Der Geburtsort meines Vaters gilt trotz seines Ressourcenreichtums als eines der ärmsten Länder der Welt. 60 % der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze und 70 % aller jungen Menschen sind entweder unterbeschäftigt oder arbeitslos.

Mitmachen und Einmischen

Schon als Kind spürte ich Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten, seien sie in unmittelbarer Nähe oder auch in der Ferne, weit weg von Zuhause. Rückblickend hat mich meine Unzufriedenheit mit dem Status quo dazu bewogen, Psychologie zu studieren. Es trieb mich an, menschliches Verhalten zu erforschen und zu verstehen, den öffentlichen Diskurs neu zu gestalten und letztlich die richtigen psychologischen Werkzeuge einzusetzen, um die Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Ebenso engagiere ich mich seit jeher im Kampf gegen (globale) Ungleichheiten, was mich dazu veranlasste, zwischen 2016 und 2018 am Jugendbotschafter*innen Programm von ONE teilzunehmen.

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Meine Zeit als Jugendbotschafterin

Gemeinsam mit vielen anderen jungen und engagierten Aktivist*innen setzte ich mich für Maßnahmen ein, die auf die Beendigung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten, die wirtschaftliche Stärkung von Mädchen und Frauen sowie eine nachhaltige Entwicklung insbesondere in Afrika südlich der Sahara abzielen. Ich traf mich mit nationalen wie auch globalen Führungspersönlichkeiten und politischen Entscheidungsträger*innen und diskutierte die Bedeutung von Entwicklungsinstrumenten wie dem Globalen Fonds. Ich sprach mit Mitbürger*innen und Journalist*innen über die Auswirkungen extremer Armut, um das Bewusstsein zu schärfen und zu diskutieren, wie Ressourcen umverteilt werden können und sollten. Ich forderte die Menschen auf, Petitionen zu unterschreiben, nahm an Protesten teil und war Teil verschiedener Medienauftritte, die dazu beitrugen, die Korruption und die Notwendigkeit einer hochwertigen Bildung zu beleuchten. Und dadurch konnte ich mir eine unschätzbare Menge an Wissen und Soft Skills aneignen, die mich auf spätere Abschnitte meines Lebens vorbereiteten.

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Mein persönliches Highlight? Die deutsche Jugend beim Youth 7 2018 – einem formellen G7 Engagement Group Summit – in Ottawa, Kanada, vertreten zu dürfen (ich habe hier zusammen mit meiner mit-Alumna Luisa darüber geschrieben). 32 Jugenddelegierte aus der gesamten G7 hatten die Aufgabe, konkrete Politikempfehlungen in den Bereichen Gleichstellung der Geschlechter, Zukunft der Arbeit und Klima & Umwelt zu formulieren. Ich vertrat die deutsche Jugend zum Thema Geschlechtergleichstellung – eine herausfordernde Aufgabe, auf die ich mich nicht ausreichend vorbereitet gefühlt hätte, wäre ich nicht so stark in die #povertyissexist-Kampagne von ONE eingebunden gewesen. Der Prozess war unglaublich anregend, anspruchsvoll, aber auch erfreulich, denn am Ende erkannten die Y7, dass Mädchen und Frauen, die in extremer Armut leben, am stärksten von Geschlechterungleichheiten betroffen sind. Konkret schlugen wir vor, dass die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit unseres jeweiligen Landes 0,7 % des Bruttonationaleinkommens betragen sollte und dass sich die Vergabe der Mittel in erster Linie darauf konzentrieren sollte, Frauen die grundlegenden Menschenrechte zu gewähren, indem systematische Hindernisse für grundlegende Finanzdienstleistungen, hochwertige Bildung und Landbesitz beseitigt werden.

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Die Zeit danach

Meine offizielle Zeit als Jugendbotschafterin endete, als ich meinen Bachelor-Abschluss in Psychologie machte und nach Costa Rica zog, um im Entwicklungssektor zu arbeiten. Ich half bei der Konzeption einer regionsweiten Strategie für die Jugendarbeit, unterstützte und leitete verschiedene Strategieprozesse zur Stärkung kleiner Unternehmen und der lokalen Wirtschaft und arbeitete an Initiativen zur Katastrophenvorsorge und Resilienz in den informellen Siedlungen von Portmore, Jamaika. Heute lebe ich in London, wo ich derzeit im Rahmen eines M.Sc. in Psychology of Economic Life an der London School of Economics and Political Science die Schnittmenge von Verhaltenswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftstheorie erforsche. Neben meinem Studium bin ich Gastwissenschaftlerin an der Harvard Business School, wo ich mich besonders auf wirtschaftliche Ungleichheiten und Intergruppenbeziehungen konzentriere. Das bedeutet: Ich habe endlich einen Weg gefunden, meine Liebe zur Psychologie mit meinem tief verwurzelten Wunsch zu verbinden, den sozialen Wandel hin zu inklusiveren und egalitäreren Gesellschaften voranzutreiben. Nach der LSE werde ich als Mercator Fellow on International Affairs an der Gestaltung von evidenzbasierten und menschenzentrierten Lösungen für sozialpolitische und armutsbekämpfende Initiativen arbeiten.

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Rückblickend ist mir klar, dass das ONE Jugendbotschafter*innen Programm eine große Rolle für meine persönliche und berufliche Entwicklung gespielt hat. Es hat mir geholfen, meine Berufung zu finden und mich als Aktivistin zu identifizieren – eine aktive Teilnehmerin in der gesellschaftspolitischen Landschaft. In vielerlei Hinsicht hat mich diese Reise darin bestärkt, dass Veränderungen möglich sind, wenn genug Menschen sie fordern. Die Zeit bei ONE hat mir die notwendigen Werkzeuge und das Wissen vermittelt und das richtige Netzwerk von Gleichgesinnten gegeben, um uns gegenseitig zu unterstützen. Es zeigte mir die Macht junger Menschen und motivierte mich, andere zu inspirieren und zu befähigen, sich dem Kampf gegen Ungleichheiten und ungerechte Systeme anzuschließen.

Kurzum, wenn du dies liest, etwas verändern willst, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst: ONE könnte genau dieser Ort des Handelns für dich sein. Viel Glück auf deinem Weg!

 

Möchtest du mehr über das Jugendbotschafter*innen Programm erfahren? Dann schaue hier nach: https://www.one.org/de/mach-mit/jugendbotschafter-innen/ 

 

 

 

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Learning from the Afghanistan debacle – But what exactly?

DIE Blog - 16. September 2021 - 14:00

With the takeover of Afghanistan by the Taliban only a few weeks after the withdrawal of international troops, the mission failed to leave behind stable functioning state structures which would be resilient enough to withstand military pressure from the Taliban, care for the population and be respected by it.

The failure in Afghanistan casts doubts over the usefulness of military interventions and state-building driven from the outside. However, assuming that not all interventions are doomed to fail, what lessons can be drawn for ongoing counter-terrorism coalitions in the Sahel or Lake Chad region as well as for peacekeeping operations encountering terrorist and militant groups? I propose five reflection points:

Debating interventions

We need an open, honest and nuanced debate around the effectiveness of military interventions which includes peacekeeping operations and counter-terrorism coalitions. Simplistic messages like ‘peacekeeping works’ or ‘military interventions are generally harmful’ are not helpful at all! It is neither acceptable to let terror groups spread without militarily containing them nor can we simply turn away from the deadlock situation in which many international mission find themselves in.
Peacekeeping operations are increasingly deviating from basic principles such as host-country consent, minimum use of force and political neutrality. This results from the splintering of militant groups, increased terrorism and often weak domestic governance structures. The majority of recent missions (Central African Republic, DRC, Mali, South Sudan, Somalia) face an environment displaying persistently high degrees of violence (even after years of deployment) and no clear exit strategy. Such a situation is not sustainable! The risk of donor fatigue in the civilian sector, a gradual withdrawal of troops and losing support from the local population increases over time.
Comprehensive mandates comprising of a mix of peace-building, peacekeeping and nation-building instruments are often desirable but not implementable in the medium term. Realistic achievable mandates need to be designed which should not be seen as a form of downsizing or anti-liberal defeat. It is rather a question of what goals should be prioritized and can be achieved realistically. As the UN Secretary-General aptly formulated it by “attempting too much we dilute our efforts and weaken our impact.”¹ Mandating 209 tasks for the UN Mission in South Sudan is over burdening the operation. “Mandate inflation” needs to end.

Resources don’t fix everything

The amount of resources spent for conflict resolution matters far less than the ability to have broad-based local buy-in for international operations. Simply said, no amount of resources (military or civilian) is likely to override local ‘deficits’. Broad-based host-country consent which extends beyond domestic elites, cannot be bought through international aid. If the impression of predominance of external interests prevails, programmes are merely executed on the population but not developed with them. Where it is lacking, sustainability of progress is in jeopardy. Past debates around peacekeeping effectiveness have concentrated too much on resource supply and too little on ownership.

Raising Awareness

Most peacekeeping missions and counter-terrorism coalitions are in deep crisis but this has not triggered much concern among troop contributing countries or multilateral organizations. As of now there is too little awareness of the fragile situation in which we are in. In the Sahel the security situations has not improved markedly since the setting up of the G5 Sahel Joint Force. In the Lake Chad Basin, the fight against Boko Haram is not progressing further despite initial gains. In Somalia, Al-Shabaab cannot be defeated militarily. As long as military operations continue, much needed governance reforms are often marginalized. Excessive investment in armed forces is upsetting the military/civilian balance to the advantage of the former. In extreme cases political systems get militarized resulting in unnecessary use of force against civilians or increasing the likelihood of coup d’états (Mali 2021). In both cases national forces turn out to be threats to the population which they are sponsored and trained to protect while at the same time the terrorist threat is not dissolving.

The Double Governance Crisis

There is a real crisis of governance. This crisis does not only manifest itself at the local level (the inability of host-countries to erect stable and fair governance institutions) but is also a crisis of the international community which fails in state-building. Even less military heavy UN peacekeeping operations are hardly able to kick start country-wide governance improvements.² In other words these missions are not able to deliver. In the long-run the absence of profound governance improvements bears the risk of relapsing into armed conflict. The goal should be to support building communities which are able manage conflicts on their own.

Accepting Complexity

The character of many conflicts is shaped by complexity which means a high degree of uncertainty over outcomes and non-linearity. These kind of conflicts often do not produce clear winners. Influencing them from the outside is possible, but steering capacities remain limited. However, the response to conflicts is often guided by the implicit belief that, only with the right instrument and enough resources available, a solution can be enforced or administrated. Such a thinking is not likely to succeed. Instead of delivering solutions, these need to be generated within the specific conditions in which conflicts are taking place. In the end, conflict resolution is shaped by self-organization. Accepting these realities by international donors of not being the key drivers of change but merely the facilitators of slow gradual change often clashes with the too high expectations international organizations have created in order to receive donor support.

In Conclusion

The overall situation is uncomfortable, but not hopeless. There are no quick or easy solutions and no deployment can guarantee success. Critical for progressive change is the awareness that the underlying problems cannot be fixed through throwing more resources at conflicts. The very nature of the problem only allows external interveners limited impact. Instead of working with too comprehensive mandates missions need to focus on achievable goals and manage international and host-country expectations accordingly. Achieving military goals such as pushing back militants are not sustainable if governance structures are not embedded in society. The problem is that train-and-equip programmes for national armed forces often seem to deliver quick results while governance and societal support and domestic transformation are lagging behind considerably. Bridging this time gap should be prioritized.

¹ Antonio Guterres, Remarks to Security Council High-Level Debate on Collective Action to Improve UN Peacekeeping Operations, New York 28. 03.2018. https://www.un.org/sg/en/content/sg/speeches/2018-03-28/collective-action-improve-un-peacekeeping-operations-remarks

² Brosig, M. &  Sempijja, N. (2017) “What Peacekeeping Leaves behind: Evaluating Multi-dimensional Peace Operations in Africa” Conflict, Security & Development 17 (1) 21-52.

Der Beitrag Learning from the Afghanistan debacle – But what exactly? erschien zuerst auf International Development Blog.

“Building Back Better” through social protection

DIE - 16. September 2021 - 13:39

Social protection plays a critical role in responding to the immediate effects of the Covid-19 pandemic and in supporting socio-economic recovery efforts. In parallel, current calls for Building Back Better have emphasized that the climate  crisis  needs  to  be  considered  in  Covid-19  recovery  plans  through enhanced climate change adaptation and mitigation action. In recent years, social  protection  has  gained  importance  in  addressing  climate  change risks  and  facilitating  a  just  transition  to a  green economy.  Therefore,  the momentum for Building Back Better during and after the pandemic offers a unique opportunity to integrate social protection into green and resilient recovery strategies which should not be wasted. Against this background, this article describes the role of social protection in buffering economic and social impacts of the pandemic and emphasizes the importance of linking social protection systems with climate action to address the global climate crisis.

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16. September 2021

ONE - 16. September 2021 - 12:44

1. Von der Leyen kündigt weitere Impfdosen für globalen Süden an

Die EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen verwies in ihrer Rede zur Lage der EU mit Blick auf die Corona-Impfquoten auf weltweite Ungerechtigkeit. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Hannoversche Allgemeine. Priorität müsse es sein, das Impfen weltweit zu beschleunigen. Deshalb werde die EU bis Mitte 2022 weitere 200 Millionen Impfstoffdosen spenden. Damit verdopple sie ihre Spendenzusagen nahezu auf insgesamt 450 Millionen Impfdosen. Von der Leyen habe in diesem Zusammenhang von einer „Investition in die Solidarität“ und in die „weltweite Gesundheit“ gesprochen. Die Bewältigung der Corona-Pandemie in der EU habe sie als Erfolg gewürdigt, zugleich jedoch zu weiteren Anstrengungen aufgerufen. Die EU habe als einzige Region weltweit mehr als 700 Millionen Impfstoffdosen an mehr als 130 Länder weitergegeben. „Wir haben es richtig gemacht, weil wir es auf die europäische Weise gemacht haben”, so Von der Leyen.

 

2. Russische Söldner in Mali

Die Bundesregierung ist besorgt über eine sich anbahnende Zusammenarbeit der Militärjunta im westafrikanischen Mali mit Söldnern der russischen Militärfirma Wagner. Darüber berichten mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz), der Tagesspiegel und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Sollte sich die Zusammenarbeit von Mali mit russischen Söldnertruppen bestätigen, stelle das die Grundlage des Mandats der Bundeswehr für die UN-Truppe Minusma und der EU-Mission EUTM in Frage. Gemeinsam mit dem Bundestag müsse man Konsequenzen ziehen, warne Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit Blick auf die zwei Einsätze in Mali. Die Söldnertruppe agiere als privates Sicherheitsunternehmen, gelte aber als Instrument getarnter russischer Kriegsführung. Frankreich hatte schon am Dienstag den Rückzug seiner Truppen aus dem westafrikanischen Land angedroht. Aktuell seien etwa 1200 deutsche Soldat*innen Teil von Minusma und EUTM. Ziel der Missionen sei die Stabilisierung des Landes und die Befähigung malischer Streitkräfte, islamistischen Terror abzuwehren.

 

3. Zahl der Hungernden steigt wieder

Die Weltgemeinschaft droht an ihrem 2015 gesetzten Nachhaltigkeitsziel “Null Hunger bis 2030” zu scheitern. Das thematisiert Christiane Grefe in der Zeit. In Industrienationen werde das Problem nicht ausreichend wahrgenommen, dabei sei ausgerechnet seit 2015 die Zahl der Hungernden wieder angestiegen. Laut UN gebe es 811 Millionen akut Hungernde, das ist fast ein Zehntel der Weltbevölkerung. Gleichzeitig gebe es 1,9 Milliarden Übergewichtige. Ein derart fehlgesteuertes globales Ernährungssystem schade nicht nur unmittelbar den Menschen, es zerstöre auch ökologische Grundlagen, so Grefe. Hauptgründe für den zunehmenden Hunger seien die Unberechenbarkeit des Wetters und die Häufung von Naturkatastrophen als Folgen des Klimawandels, Kriege und Konflikte und die Corona-Pandemie. Letztere brachte im Jahr 2020 fast 100 Millionen Menschen zusätzlich in akute Not. Man müsse sich für einen gerechten Zugang zu Nahrungsmitteln und Land einsetzen, fordert Grefe. Darüber hinaus müsse an der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und an der Wiederbelebung der natürlichen Ressourcen gearbeitet werden.

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Corona-Krise abfedern

E+Z - 16. September 2021 - 10:59
Die Corona-Hilfen afrikanischer Regierungen waren unzureichend und kamen bei den Betroffenen nicht an

Afrikanische Regierungen hätten zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen zu unterstützen und Einkommensverluste zu kompensieren, erklärt das Papier. Sie hätten vorübergehend Wasser- und Strompreise gesenkt und Schulden erlassen. Weiter entwickelte Länder haben Darlehensgarantien angeboten. Andernorts haben die Zentralbanken die Zinssätze gesenkt oder die Banken mit mehr Liquidität ausgestattet. Jedoch sei das Bankenwesen in vielen afrikanischen Ländern schwach. Auch staatliche Kredite erhalten einer Umfrage der Weltbank zufolge nur wenige Unternehmen.

Die Covid-Finanzpakete Afrikas machten durchschnittlich nur 2,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts des Kontinents aus. Die Industrieländer hätten fast drei Mal so viel ausgegeben, so der Report. Die Corona-Hilfen wurden sehr ungleichmäßig verteilt, weil viele Betroffene nicht von ihnen wussten, sie trotz Beantragung nicht ankamen oder die Beantragung kompliziert war.

Die Autoren verweisen darauf, dass der Onlinehandel Unternehmen den Betrieb während der Pandemie ermöglicht habe. Davon hätten auch afrikanische Unternehmen Gebrauch gemacht, besonders in Ländern mittleren Einkommens. Mit Ausnahme von Südafrika sei der Anteil des Onlinehandels in Afrika aber vergleichsweise gering.

In der Pandemie haben die Menschen weniger verdient und ausgegeben. Das haben viele Unternehmen gespürt. Weil Firmen mit einer Verbesserung der Situation nach einigen Monaten rechneten, hätten sie eher die Arbeitszeiten und Löhne reduziert, anstatt Mitarbeiter aufgrund fehlender Einnahmen zu entlassen. Dennoch habe sich im Jahr 2020 die Zahl der Beschäftigten in Subsahara-Afrika um 8,5 Prozent verringert.

Den Autoren zufolge steht trotz aller verbleibenden Unsicherheit über die Zukunft des afrikanischen Privatsektors fest, dass dessen Unterstützung wesentlich sei, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Nur mit Steuern von starken und finanzkräftigen Unternehmen können Staaten wachsende Schulden und schrumpfende finanzpolitische Spielräume kompensieren. Die Regierungen müssten überlegen, welche Unternehmen und Branchen gefördert werden sollten, denn nicht alle seien zukunftsfähig.

Wie überall auf der Welt hat auch in Afrika die Pandemie den Ausbau der mobilen Arbeit gefördert. Allerdings haben dies nur 12,5 Prozent der befragten Unternehmen umgesetzt, schreiben die Autoren. Damit belegt Afrika den letzten Platz unter allen Entwicklungsregionen. Bei Betrachtung der Telekommunikationsinfrastruktur werde deutlich, dass lediglich sieben Prozent der Arbeitskräfte in Afrika die Möglichkeit zum Homeoffice hatten. Investitionen, die den Ausbau dieser Infrastruktur fördern, würden daran etwas ändern und könnten zudem das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Vor allem zuverlässige Stromversorgung und leistungsfähige Internetanschlüsse gelten für den digitalen Wandel in Afrika als Herausforderungen.

Die Autoren schlussfolgern, dass afrikanische Regierungen den Privatsektor unterstützen und dafür Umfang und Reichweite ihrer Maßnahmen verbessern müssen. Auch die internationale Gemeinschaft müsse mehr finanzielle und technische Ressourcen für den afrikanischen Privatsektor mobilisieren. Die Finanzinstitute sollten dafür sorgen, dass diese Investitionen für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) eingesetzt werden.

Link
The African private sector in the COVID-19 crisis: impacts, responses and perspectives
Zu finden unter: https://www.kfw.de/KfW-Group/Newsroom/Latest-News/News-Details_664448.html

Aenne Frankenberger studiert Anglistik und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Gießen. Sie macht derzeit ein Praktikum in der E+Z/D+C-Redaktion.
euz.editor@dandc.eu

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Localizing the Triple Nexus

CSO Partnership - 16. September 2021 - 9:58

The signs of the times point to an urgent response to prolonged conflicts and exacerbated fragility in different countries. The Triple Nexus approach, in this regard, provides a policy discourse that emphasizes the complementarity and integration of development and peace actions with humanitarian actions in addressing the roots of conflict and state fragility. The Nexus approach is suggested to be a context-specific solution driven by on-ground needs, in contrast to merely implementing pre-existing frameworks. 

In line with this, the Reality of Aid – Asia Pacific (RoA-AP)CSO Partnership for Development Effectiveness – Asia (CPDE Asia), and the International Indigenous Peoples Movement for Self-Determination and Liberation (IPMSDL) will launch their Nexus Policy Research entitled “Localizing the Triple Nexus: 9 Country Contexts” and hold a multi-stakeholder dialogue with CSOs, donors, and multilateral institutions.

The dialogue aims to facilitate peer-learning and bolster solidarity among development actors to forge a more effective development cooperation engagement as well as raise the discourse on the implementation of the Triple Nexus in conflict-affected, fragile contexts. 

The event will feature the presentation of case studies contextualizing the Nexus approach in nine countries: Syria, Bangladesh, Lake Chad Region, Cameroon, Mozambique, Afghanistan, Mali, Guatemala, and the Philippines framed along the themes of gender equality, environment and climate, and refugees and forced migration. Succeeding the research contributors and their presentation are reactors from different donor and multilateral agencies. Before the event wraps up, a moderated discussion will take place to synthesize the event and reap key policy recommendations. 

The Nexus Policy Research Launch and Multi-stakeholder Dialogue will be held on September 7, 2021, Tuesday at 8-10 PM Manila time The event is open to the public and will be live-streamed via Facebook. To participate, register here: http://bit.ly/nexus-launch.

This launch is the concluding event of RoA-AP’s Regional Meeting, “Accelerate Efforts; Amplify Voices: Bolstering Solidarity toward People-Centered Development Cooperation”, which will be held on August 31, September 2 and 7.

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Neue Podcast-Folge: Satelliten im Umwelt- und Klimaschutz – Wirkungsvolle Hilfe aus dem All

reset - 16. September 2021 - 7:05
Satelliten spielen eine wichtige Rolle im Umwelt- und Klimaschutz. Doch sie bringen auch Herausforderungen mit sich – wie die Anhäufung von Weltraumschrott. In der neusten Podcast-Folge stellen wir Projekte und Lösungen vor.
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Globale Konferenz Menschenrecht auf hochwertige Bildung vom 21. bis 23. 09. 2021 in Wien

SID Blog - 15. September 2021 - 23:55

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Eine globale Konferenz über das Menschenrecht auf hochwertige Bildung findet vom 21. – 23. September 2021 im Festsaal der Universität Wien statt. Sie wird von World University Service (WUS) Austria zusammen mit WUS Deutschland und WUS Kanada in Zusammenarbeit mit der Universität Wien, der Central European University (CEU) und dem Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung veranstaltet. Der Hintergrund der ursprünglich bereits für 2020 geplanten Konferenz durch die drei WUS Komitees an der Universität Wien ist, dass vor 101 Jahren, im Jahr 1920, die Gründung der WUS-Vorgängerorganisation „European Student Relief" aus einer internationalen Hilfsoperation für die Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Wien erfolgte. Diese wurde rasch auf andere notleidende österreichische und europäische Universitäten ausgedehnt.

 

Bis heute befasst sich World University Service mit der Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung mit Hilfe zahlreicher Programme, um dieses Menschenrecht im Kontext von Bildungsmaßnahmen für Flüchtlinge, andere gefährdete Gruppen wie Frauen, Mädchen oder Minderheiten zu ermöglichen. Ebenso geht es um die Unterstützung von in ihren akademischen Freiheiten bedrohten Universitätsangehörigen und Universitäten sowie die Bekämpfung der Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Räume. Auch soll Bildung für nachhaltige Entwicklung, Qualitätssicherung in der Bildung und eine Weltbürgerschaft gefördert werden.

 

Zur Diskussion all dieser Fragen wird an der Universität Wien ein hochrangiges Programm zentrale Akteurinnen und Akteuren sowie Expertinnen und Experten von internationalen Organisationen, NGOs und der Wissenschaft, aber auch Studierende aus einer Vielzahl von Ländern zusammenführen. Die Konferenz wird durch Statements des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, des österreichischen Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung Heinz Faßmann und der österreichischen Justizministerin Alma Zadić, der Vizerektorin Christa Schnabl für die Universität Wien und der neuen Rektorin der Central European University, Shalini Randeria, eröffnet. Daran schließen sich Kurzvorträge von Assistant High Commissioner of Protection des UNHCR, Gillian Triggs, die gegenwärtig mit der Flüchtlingskrise in Afghanistan und anderen Brennpunkten der Welt befasst ist, der Direktorin für die Sonderverfahren im Hochkommissariat für Menschenrechte, Peggy Hicks, der Leiterin der Abteilung für Migration und Entwicklung der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Cécile Riallant, des Leiters der Abteilung für Bildung des Europarates, Sjur Bergan,  und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Technologie der Republik Kosovo, Arbërie Nagavci. In den Panels und Arbeitsgruppen werden Robert Quinn von Scholars at Risk (USA) wie auch Erhard Busek, früherer österreichischer Vizekanzler und Bildungsminister sowie David Croisier von der Europäischen Kommission, Patrizia Jankovic von der österreichischen UNESCO Kommission und rund 40 Expertinnen und Experten zur Situation in Belarus, Afghanistan, Myanmar und Türkei und zu verschiedenen Bildungsthemen sprechen. Das Programm samt weiteren Informationen findet sich auf der Konferenzwebsite.

 

Die Konferenz wird auch online zugänglich sein. Ein Höhepunkt wird am Nachmittag des 22. September die Präsentation der Festschrift anläßlich des 100-jährigen Bestehens von WUS sein, zu der mehr als 80 ehemalige WUS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen haben, beginnend mit dem ehemaligen chilenischen Staatspräsidenten Ricardo Lagos. Die Konferenz wird mit der Annahme der „Wiener Erklärung für das Menschenrecht auf hochwertige Bildung" enden, die auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen, Orientierung für die zukünftige Meisterung der Herausforderungen für das Menschenrecht auf Bildung geben wird.

 

 

 

Bewerbungsstart weltwärts 2022

Engagement Global Presse - 15. September 2021 - 17:45
Bald können Freiwillige wieder weltwärts gehen. Foto: Anne Welsing

Es ist wieder möglich: ein geförderter Freiwilligendienst im Ausland. In einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas, Osteuropas oder Ozeaniens können junge Menschen ab 18 Jahren einen meist einjährigen Dienst mit dem Programm weltwärts leisten und sich in einem lokalen Projekt zum Beispiel für Bildung, Gesundheit oder Umweltschutz engagieren. Für die Ausreise im Sommer 2022 haben die Bewerbungsverfahren begonnen.

Die Sicherheit der Freiwilligen wird von den Entsendeorganisationen mit ihren Partnern vor Ort vorab umfassend geprüft. Dabei werden beispielsweise der Zugang zum Gesundheitssystem, die Versorgungslage und die Bewegungsfreiheit im Land überprüft.

Auf der weltwärts-Website kann man sich über die verschiedenen Einsatzplätze und Entsendeorganisationen informieren. Für junge Menschen mit Ausbildung besteht auch die Möglichkeit, Einsatzplätze nach Ausbildungsberuf zu filtern. Die Bewerbung wird dann an die ausgewählten Entsendeorganisationen gesendet. Diese haben unterschiedliche Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Die Mehrheit plant Entsendungen von Freiwilligen im kommenden Jahr und beginnt jetzt mit den Bewerbungsverfahren.

weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Das heißt Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung und Versicherungen sind über das Programm abgedeckt. Auch junge Menschen mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung können weltwärts gehen. Inklusionsbedingte Mehrbedarfe werden ebenfalls gefördert.

Ansprechperson

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
Telefon +49 228 20717-120
presse@engagement-global.de

Weitere Informationen
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Mitmachaktionen bei der Gartenschau Lindau

Engagement Global - 15. September 2021 - 17:18
Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, Thomas Gehring und Hep Monatzeder, Abgeordnete des Bayerischen Landtags, beteiligen sich an den Mitmachaktionen. Foto: Engagement Global

Das große Jenga Spiel des 17 Ziele Mobils von Engagement Global war eine von vielen Mitmachaktionen, die den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau in Lindau zu den Aktionstagen zur Nachhaltigkeit geboten wurde. Zusammen mit der Ausstellung „FRIEDENSKLIMA! 17 Ziele für Gerechtigkeit und Frieden“ und dem Weltspiel, bereitgestellt durch das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE), bildeten sie den Mittelpunkt des Mitmachmarktes am Samstag, 10. und Sonntag, 11. September 2021. Am Ufer des Bodensees konnten sich Interessierte so spielerisch mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und besonders mit den Themen Frieden, Klima und Ökologie auseinandersetzen.

Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, besuchte die Gartenschau in seiner Heimatstadt und beteiligte sich gemeinsam mit den bayerischen Landtagsabgeordneten Thomas Gehring und Hep Monatzeder auch an den Mitmachaktionen. Die drei Politiker zeigten sich begeistert vom Engagement der Akteure. „So viele lokale Initiativen in der Friedensregion Bodensee und so viel ehrenamtliches Engagement bei den Aktionstagen zu sehen, beeindruckt und motiviert mich“, so Pius Bandte.

Von diesem Engagement konnte sich auch Elmar Stegmann, Landrat des Landkreises Lindau, überzeugen, der sich Zeit nahm, die verschiedenen Organisationen und Initiativen kennenzulernen. Gefragt, welche Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit die Politiker in ihrem Umfeld als nächstes umsetzen möchten, wurde einstimmig die Umstellung des Verwaltungswesens auf eine faire Beschaffung genannt.

Die Aktionstage zur Nachhaltigkeit fanden erstmalig auf der Gartenschau in Lindau statt und wurden gemeinsam veranstaltet von lokalen und regionalen Initiativen, Vereinen und Organisationen wie Amnesty International Lindau, BUND Naturschutz Bayern e.V. Kreisgruppe Lindau, Außenstelle Stuttgart von Engagement Global, Eine Welt Netzwerk Bayern im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“, Friedensregion Bodensee e.V., friedens räume Lindau mit pax christi Diözese Augsburg e.V., Lokale Agenda 21 Stadt Lindau und Parents For Future Lindau.

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Die nächste Bundesregierung und die Vereinten Nationen

DIE - 15. September 2021 - 12:55

Diese Woche hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN) Antonio Guterres mit „Our Common Agenda“ einen ambitionierten Plan zur Neupositionierung der VN vorgestellt. Deutlich stärker als bislang sollen die VN drängende globale Probleme angehen sowie für globale öffentliche Güter und einen neuen Gesellschaftsvertrag eintreten, der wesentlich auf der Achtung von Menschenrechten beruht. Die nächste Bundesregierung sollte sich diesen Plan, mit dem die VN nach ihrem 75-jährigen Jubiläum eine neue Phase globaler Gemeinwohlpolitik einleiten können, zum Anlass nehmen, um die deutsche VN-Politik strategischer und kohärenter aufzustellen. Sie sollte in Ideen und Allianzen investieren, um die VN wirksam bei der Bewältigung globaler Herausforderungen nutzen zu können und sie zukunftsfähig zu machen.   

Deutschland ist in einer guten Position, um multilateral durchzustarten. Das Engagement bei den VN wurde in den letzten Jahren umfangreich ausgebaut. 2016 ist die Bundesrepublik zum zweitgrößten Beitragszahler der VN aufgestiegen. Das gilt auch für Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe, die finanziell betrachtet den Schwerpunkt der VN ausmachen. Für einzelne Organisationen wie das VN-Entwicklungsprogramm (UNDP) oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Deutschland sogar wichtigster Geber. Anders als andere Länder, die während der COVID-19 Pandemie Kürzungen vornahmen, hat Deutschland seine Beiträge deutlich angehoben und damit zu einer effektiveren multilateralen Krisenreaktion beigetragen. Die deutschen WHO-Beiträge etwa haben sich während der Pandemie fast verdreifacht. Bei anderen Entwicklungsorganisationen wie dem Kinderhilfswerk (UNICEF) gab es einen Zuwachs an besonders wertvollen Kernmitteln, die nicht an Gebervorgaben gebunden und so von VN-Organisationen flexibel einsetzbar sind.

Aber nicht nur wegen seines finanziellen Engagements wird Deutschland bei den VN geschätzt. Mit der Allianz für den Multilateralismus, einem Zusammenschluss gleichgesinnter Staaten, die für eine regelbasierte internationale Ordnung eintreten, hat die Bundesregierung einen wichtigen Kontrapunkt zum Unilateralismus der USA unter Donald Trump gesetzt. Beobachter*innen heben auch Deutschlands Beteiligung an sieben von derzeit 13 VN-Friedensmissionen hervor und ziehen insgesamt eine positive Bilanz der deutschen Sicherheitsratspräsidentschaft 2019/2020, trotz geopolitisch widriger Umstände. Dazu beigetragen haben deutliche Worte Deutschlands im Sicherheitsrat zu Menschenrechtsverletzungen durch Russland oder China. Dass bald zwei hochrangige Führungspositionen von Deutschen bekleidet werden – Achim Steiner leitet das UNDP, Gerd Müller ab Januar 2022 die VN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO) – zeigt, welche Wertschätzung Deutschland bei den VN erfährt. Dazu kommt, dass Deutschland sich zu einem wichtigen VN-Standort entwickelt hat. Allein in Bonn sind nunmehr 25 VN-Einrichtungen angesiedelt, während in Berlin unlängst der WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence eingeweiht wurde.

In Summe ergibt sich daraus aktuell ein beachtliches deutsches Engagement für die VN. Gleichzeitig sind die neue Rolle der Bundesrepublik und damit verbundene Handlungsspielräume noch nicht ausreichend im politischen Bewusstsein von Regierung und Gesellschaft angekommen. Der Ausbau des VN-Engagements folgte bisher keinem strategischen Ziel. Vielmehr ist Deutschland nolens volens mit weithin unkoordiniertem Agieren zu einem schwergewichtigen Akteur aufgestiegen. Angesichts zentraler Herausforderungen, die Deutschland (un)mittelbar betreffen – vom sich beschleunigenden Klimawandel zu Rückschritten in der menschlichen Entwicklung und globalen Regelungslücken –, ist es jedoch wichtiger denn je, internationale Politik strategisch zu gestalten. Angesichts wachsender geopolitischer Großmachtrivalitäten bedarf es einer proaktiven deutschen VN-Politik, die im Verbund mit der Europäischen Union und anderen gleichgesinnten Staaten globale Weichenstellungen im Sinne der von Guterres vorgelegten „Common Agenda“ mitprägt.

Die nächste Bundesregierung sollte sicherstellen, dass die für VN-Organisationen und -Prozesse vorgesehenen Beiträge stabil im Bundeshaushalt verankert werden. Vor allem braucht die deutsche VN-Politik eine größere Strategiefähigkeit und mehr Kohärenz über Ministerien und Durchführungsorganisationen hinweg. Bei der Modernisierung des außenpolitischen Apparats nach dem Scheitern der Intervention in Afghanistan etwa muss die Agenda 2030 ein zentraler Referenzpunkt werden. Generell sollte sich deutsche VN-Politik von ressortübergreifenden klaren Prinzipien anstatt von kleinteiligen Einzelerwägungen leiten lassen. Außerdem sollte die nächste Bundesregierung auf eine Stärkung der VN hinarbeiten, um diese für globale Aufgaben fit zu machen. Das bedeutet vor allem, Ländern des globalen Südens und nichtstaatlichen Akteuren effektivere Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen und VN-Organisationen durch eine Erhöhung der Kernbeiträge politisch und finanziell aufzuwerten.

Dieser Text ist im Rahmen der Reihe „Impulse zur Bundestagswahl“ erschienen.

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