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Gegen skrupellose Geschäftspraktiken

SWP - 27. Mai 2022 - 12:07
#LieferkettenSorgfaltspflichtenGesetz
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Neues Bündnis

E+Z - 27. Mai 2022 - 11:34
G7-Staaten beschließen zusammen mit anderen Partnern ein neues Bündnis für Ernährungssicherheit

Mitte Mai haben die für Entwicklung zuständigen Minister und Ministerinnen der G7-Staaten zusammen mit anderen internationalen Führungspersönlichkeiten bei einem Treffen in Berlin ein neues Bündnis für Ernährungssicherheit beschlossen: die „Global Alliance for Food Security“. Einem gemeinsamen Statement von Schulze und Weltbankpräsident David Malpass zufolge ringt die Weltgemeinschaft derzeit mit mehreren, sich überschneidenden Krisen. Dazu gehören unter anderem Russlands Angriffskrieg in der Ukraine, Auswirkungen der Corona-Pandemie, aktuelle ökonomische Unsicherheiten, unterbrochene Lieferketten sowie gravierende Dürren. Am schwersten betroffen seien die ärmsten und verwundbarsten Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Im April hatte sich Schulze bei der Frühjahrstagung von Weltbank und Währungsfonds in Washington für die Gründung solch eines Bündnisses ausgesprochen. Sie unterbreitete den Vorschlag im Schulterschluss mit Malpass sowie dem Direktor des World Food Programme (WFP), David Beasley, und der indonesischen Finanzministerin Sri Mulyani Indrawati. Indonesien hat in diesem Jahr den Vorsitz in der G20 und Deutschland in der G7. Folglich haben beide Länder derzeit noch größeren internationalen Einfluss als sonst.

Es geht darum, eine agile und multilaterale Plattform zu schaffen, wie das auch in der Corona-Pandemie geschah. An Bord waren zum Zeitpunkt des Berliner Treffens neben den G7, der Weltbank und dem WFP auch die EU-Kommission, die UN Global Crisis Response Group, Norwegen, Dänemark, die Afrikanische Union und der International Fund for Agricultural Development (IFAD). Weitere Institutionen – auch aus Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft – sind willkommen.

Auf dem Weltmarkt sind Lebensmittelpreise nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine im Februar schnell gestiegen (siehe Claudia Isabel Rittel auf www. dandc.eu). Beide Länder waren zuvor wichtige Getreideexporteure. Angesichts steigender Preise haben seither mehrere Länder Getreideausfuhren gestoppt und damit die Weltmarktprobleme weiter verschärft. Schulze hat dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, er nutze Hunger als Waffe.

Kurzfristig geht es nun darum, wie es in dem Statement von Schulz und Malpass heißt, Maßnahmen in den kommenden Monaten abzustimmen. Zentrale Bedeutung hätten dabei:

  • die bessere Versorgung mit Nahrung, Dünger und Treibstoff,
  • der Abbau von Handelsschranken und
  • Finanzhilfen zur Linderung von Krisenfolgen.

Weltweite Ernährungssicherheit werde aber fortdauernde Verpflichtungen erfordern, heißt es in dem Papier, das entsprechend auch langfristige Ziele formuliert. Es sei nötig, die Widerstandskraft von Ländern angesichts aktueller Risiken und künftiger Herausforderungen wie dem Klimawandel zu stärken. Die neue Allianz soll die Lebensmittelversorgung stärken und den graduellen Wandel zur nachhaltigen Landwirtschaft voranbringen.

Als Teil ihrer Klimapolitik haben die G7 zudem vereinbart, weitere Energiewende-Partnerschaften mit Entwicklungsländern einzugehen. Sie bekräftigten auch hier Interesse an Länderpartnerschaften, um öffentliche und private Mittel für nachhaltige und klimaresiliente Infrastruktur zu mobilisieren. Erstmals in einer Abschlusserklärung bekannten sie sich zudem zu mehr Engagement im Bereich der Klimaschäden und -verluste. Als wichtig bezeichnet werden in diesem Zusammenhang sowohl Privatversicherungen (siehe Renate Bleich et al. auf www.dandc.eu) als auch staatliche soziale Sicherung (siehe Stefan Beierl auf www.dandc.eu).

E+Z/D+C

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CPDE to host side event on climate finance at Stockholm+50 People’s Forum

CSO Partnership - 27. Mai 2022 - 10:19

The CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE) is hosting a side event at the Stockholm + 50 People’s Forum on 31 May, 2022 | 17:00 – 18:45 CET, in hybrid format.

Titled Mainstreaming gender justice and development effectiveness for climate finance, the event will feature sessions on the following topics:

Climate Finance needs for the Global South, by IBON International and CPDE Climate Finance Task Force member Jennifer del Rosario-Malonzo

Gender Response in Climate Finance, a Global South overview, by Action Aid’s Global Climate Expert Teresa Anderson

Interlinkages between Climate Justice and Effective Development Principles in Climate Finance, by Latindadd Climate Finance Analyst, Area of New Financial Architecture and CPDE Climate Finance Task Force member Carola Giovanna Mejia Silva.

Afterwards, reactors Farah Kabir of ActionAid Bangladesh, and Pacific PIANGO Deputy Executive Program Director Josaia Osborne will share their perspectives on cliamte finance and gender response in Bangladesh, and from the Pacific region, respectively. #

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BCSDN holds workshop on promoting resilience of Balkan civil society

CSO Partnership - 27. Mai 2022 - 9:28

The Balkan Civil Society Development Network will be holding a Regional Workshop dubbed Joint Action for Promoting Civic Space and a More Resilient Civil Society in Belgrade, Serbia, this 30-31 May 2022.

The event aims to show the existing state of affairs in the Western Balkans, a glimpse into the civic space situation through good and bad examples, as well as discuss wider, global trends, challenges, and
opportunities. It will bring together various stakeholders including CSOs and CSO networks, donors, international organisations, civic activists, journalists, and other actors, to discuss innovative and responsive advocacy approaches for increasing the role of civil society at the national, regional and European Union level. Conversations will especially focus on dealing with the challenges brought about by the recent crises.

“As the pandemic heightened the crisis of democracy in the Balkans, and the effects of the Ukraine war are yet to
be seen in the region, our societies face a turning point for their democratic development. The role of civil society in driving positive change is more important more than ever, but to maintain and strengthen its role, civil society must find new ways of working and responding to the challenges amplified by the economic and social recession,” explained BCSDN Acting Executive Director Anja Bosilkova-Antovska.

BCSDN notes that cracking civic space is a trend, and that populists use the same methods around the
globe. In this context, it adds, civil society’s role is to demonstrate that civic space cannot be closed if we open up to new models, methods, partnerships so that no voice is left behind.

“We must defend the civic space by mobilizing citizens’ support and civic engagement and investing in partnerships and coalitions with stakeholders other than the usual for achieving common goals. While aware of the challenges, we move forward in connecting, testing, and exploring new opportunities,” said Bosilkova-Antovska.

Click here to view the agenda, here for Day 1 registration, and here for Day 2. #

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GenerAction: Unsere Roadshow durch Europa

ONE - 25. Mai 2022 - 19:25

Wir leben in einer Zeit, die unsere Generation prägen wird. Die Krisen der Welt – bewaffnete Konflikte, Corona, Klima – bedrohen unsere Zukunft, unsere Sicherheit und unsere Hoffnung auf Fortschritt und Gleichberechtigung. Wenn wir jetzt nicht handeln, werden Millionen Menschen in extreme Armut und Hunger stürzen. Millionen weiteren Menschen wird der Zugang zu grundlegender Gesundheitsversorgung wie Impfstoffen und Medikamenten verwehrt bleiben.

Roadshow durch Europa

Um sicherzustellen, dass die Staats- und Regierungschef*innen uns laut und deutlich hören, verbreiten unsere Aktivist*innen unsere Botschaft auf einer Roadshow in verschiedenen europäischen Städten. In Frankreich, den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, und anderen Ländern gehen unsere Aktivist*innen mit unserer Kampagne auf Roadshow. Sie werden auf Sommerfestivals auf unsere Kampagne aufmerksam machen und die Menschen auffordern, sich der Generation Action anzuschließen, indem sie im Vorfeld des G7-Gipfels in Deutschland unseren Aufruf unterschreiben. Denn nur gemeinsam schaffen wir es die Politiker*innen davon zu überzeugen auf dem Gipfel Maßnahmen zu ergreifen, um auf die Krisen der Welt zu reagieren und unsere Welt zum Besseren zu verändern.

Roadshow Kick-Off in Berlin

Am 13. und 14. Mai gaben Aktivist*innen in Deutschland den Startschuss für die Roadshow mit viel Trubel in Berlin: Eine ganze Woche lang machten wir die verschiedensten Aktionen und trafen eine Menge interessante Leute! So auch direkt am Anfang: Unsere Aktivist*innen hatten die Gelegenheit Entwicklungsministerin Svenja Schulze in einem Gespräch unsere Forderungen näher zu bringen.

ONE-Jugendbotschter treffen Entwicklungsministerin Svenja Schulze

Maxi Köhler und Svenja Schulze

Um die Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu ziehen, trugen wir dann eine riesige Postkarte durch Berlin! Diese Postkarte ist das Markenzeichen unserer Roadshow und wird sich auf die Reise durch ganz Europa begeben.

An Infoständen an verschiedenen Orten in Berlin sammelten wir Unterschriften für unseres Aufruf und motivierten die Menschen Postkarten mit ihren Forderungen an die G7-Staats- und Regierungschef*innen zu schreiben.

Unsere Aktivist*innen bekamen außerdem die Gelegenheit, mit unserem Afrika Direktor Edwin zu sprechen, was sie sehr inspirierte. Wir schlossen die Veranstaltung mit einer Party ab, auf der wir das 10-jährige Bestehen des Jugendbotschafter*innen-Programms zusammen mit ehemaligen Aktivist*innen der vergangenen Jahre feierten, was ein großer Spaß war.

Rund um die Gesundheits- und Entwicklungsministerien in Berlin wollten wir uns Gehör verschaffen, und das ist uns auch gelungen! Zusammen mit anderen NGOs und einigen unserer Aktivist*innen demonstrierten wir direkt vor dem Berliner Rathaus, wo alle Minister*innen zusammenkamen. Wir machten viel Lärm, als die Minister*innen am roten Rathaus eintrudelten – und waren laut genug, dass Entwicklungsministerin Schulze und unser Gesundheitsminister Lauterbach wieder aus dem Gebäude kamen – über den Zaun kletternd! – um ein Foto mit uns zu machen und ein kurzes Gespräch über den Globalen Fonds zu führen.

ONE-Aktivisten fordern die G7-Staaten beim Treffen der Gesundheits- und Entwicklungsminister in Berlin auf, mehr zu tun, um die nächste Pandemie zu verhindern.

Nach ihrem Treffen wollte die EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften, Jutta Urpilainen, nicht nach Brüssel zurückkehren, bevor sie sich mit Jugendbotschafter*innen Deutschland und Brüssel getroffen hatte.

In der Zwischenzeit trafen sich die Finanzminister*innen in Bonn, und auch dort waren wir vor Ort. Unsere Jugendbotschafter*innen organisierten einen Infostand in der Innenstadt mit einer lebensgroßen Pappfigur unseres Finanzministers Christian Lindner, der Schokotaler verteilte.

Während wir draußen aktiv wurden, war unser Jugendbotschafter Josias Teil der EU-Delegation der Youth7. Während des Gipfels in Berlin haben sie es geschafft, einige ONE-Fragen in ihr Abschlusskommuniqué zu quetschen, das sie Olaf Scholz überreichten.

Engagieren dich, egal wo du lebst

Wir können unsere Welt zum Besseren umgestalten, und zwar für alle! Wir wollen den Staats- und Regierungschef*innen der Welt klar machen, dass wir bei den Herausforderungen, vor denen wir heute stehen, nicht aufgeben werden. Aber um das zu erreichen, brauchen deine Stimme! Neben unserer Tour durch Europa werden wir diesen Sommer eine Reihe von Aktionen über unsere sozialen Kanäle und unsere E-Mail-Liste durchführen. Du kannst heute damit beginnen, indem du Teil der Generation Action wirst, um weitere Aktionen und Neuigkeiten der Kampagne zu erhalten.

Zukunft neu schreiben

Wir sind bereit, die Zukunft neu zu schreiben, und wir brauchen Politiker*innen, die einen echten, sinnvollen Wandel herbeiführen. Was genau verlangen wir von ihnen?

Hier ist eine kurze Liste:

  • die Regeln für globale Gesundheit neu zu schreiben und alle Krankheiten zu bekämpfen. Denn: niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind.
    – Impfstoffe, Tests und Medikamenten gegen Corona müssen überall finanziert und bereitgestellt werden – nicht nur in den reichsten Ländern.
    – Eine vorübergehende TRIPS-Ausnahmeregelung, die es den Ländern ermöglicht, ihre eigenen Covid-19-Impfstoffe, -Tests und -Arzneimittel herzustellen, muss unterstützt werden.
    – Der Kampf gegen HIV/Aids, Tuberkulose und Malaria muss vollständig finanziert werden.
  • die Weltwirtschaft neu aufzubauen, sodass sie für alle funktioniert
    – Internationale Entwicklungsgelder müssen gesichert werden, um die sich überlagernden Krisen der Welt überall zu bewältigen.
    – Mindestens 100 Milliarden US-Dollar müssen durch eine gemeinsame Nutzung von Sonderziehungsrechten oder vergleichbaren Leistungen aufgebracht werden.
    – Ein Schuldenstopp muss für afrikanische Länder, die durch die Covid-19-Pandemie in Not geraten sind, vereinbart werden.
  • das Zusammenleben auf unserem Planeten neu zu gestalten, um die Klimakrise entschieden zu bekämpfen
  • auf die drohende Hungersnot zu reagieren
    – Die Nothilfe-Aufrufe zur Bewältigung der Nahrungsmittelkrise in Afrika, die weitere 40 Millionen Menschen in extreme Armut stürzen könnte, müssen vollständig finanziert werden.

 

Wir rufen die Politik auf, sich der Generation Action anzuschließen und Geschichte zu schreiben – oder den Stift niederzulegen und Teil der Vergangenheit zu werden. Denn das beste Gegenmittel gegen Krisen ist Handeln. Schreiben wir die Zukunft neu – füge jetzt deinen Namen hinzu, um der Generation Action beizutreten.

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Weidewirtschaft im Kampf um Ressourcen

E+Z - 25. Mai 2022 - 16:00
Wie anhaltende Dürre die Spannungen zwischen Hirten und Bauern in Ostafrika verstärkt

Zwar verkaufen sie auch Produkte aus der Tierhaltung, etwa Milch, Fleisch und Häute. Vieles davon produzieren sie aber für den Eigenbedarf.

In den von Dürre heimgesuchten Regionen Ostafrikas leben die meisten Menschen als Viehzüchter (siehe Hauptartikel). Sie sind abhängig von ihren Herden, besonders von Kamelen, Rindern und Ziegen. Meist sind es junge Männer, die das Vieh hüten. Sie durchziehen mit ihren Herden weite Gebiete auf der Suche nach Wasser und Weideland. Die Hirten tragen in der Regel Waffen, um sich und die Tiere zu schützen. In Krisenzeiten überqueren sie auch Ländergrenzen, um das Überleben ihrer Tiere zu sichern. Die Frauen dagegen kümmern sich in den Dörfern um die Alten und die Kinder.

Da lebenswichtige Ressourcen – besonders Wasser und Weideland – immer knapper werden, kommt es zunehmend zu Konflikten mit anderen Hirten und teils auch mit Bauern. Diese Gewalt wird oft im Zusammenhang mit ethnischer, kultureller oder stammesbezogener Zugehörigkeit interpretiert und kann zwischen Gruppen größere Konflikte entfachen. Traditionell kommt es oft zu Racheakten, die weitere Menschenleben und Ressourcen kosten.

Frauen sind besonders gefährdet, da auch Dörfer angegriffen werden. Wegen der Dürre müssen sie zudem extreme Strecken laufen, um Wasser zu holen. Und wenn die Nahrung knapp ist, beschränken sie radikal ihre eigenen Rationen, um ihre Kinder versorgen zu können.

Der Entwicklung liegt ein zerstörerisches Muster zugrunde: Extremwetterereignisse können zu lokalen Konflikten führen, die wiederum über Landesgrenzen hinweg eskalieren können. So verstärken sich Naturkatastrophen und menschengemachte Krisen gegenseitig in ihrer Wirkung.

Langfristig ist die nomadische Viehhaltung nicht kompatibel mit einer wachsenden Bevölkerung und der Klimakrise. Beides bedeutet, dass natürliche Ressourcen heute weniger üppig verfügbar sind als früher. Um langfristig gegen Armut anzugehen, muss deshalb humanitäre Hilfe mit entwicklungspolitischen und friedensstiftenden Maßnahmen verknüpft werden.

Christoph Schneider-Yattara leitet bei Brot für die Welt das Regionalbüro Horn von Afrika.
csyattara@padd-africa.org

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Referent*in Zentrales Sekretariat (m/w/d)

DSW - 25. Mai 2022 - 15:58

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Referent*in Zentrales Sekretariat (m/w/d) 

mit Dienstort Hannover.

In dieser Rolle betreuen Sie das Büromanagement unserer Büros in Hannover und Berlin und haben von der Planung von Betriebsausflügen bis hin zur Pflege der Stammakten freie Hand. Eine Anwesenheit im zentralen Sekretariat ist notwendig und kann nicht aus dem Homeoffice erfolgen. Sie sind Teil des Teams Personal & Verwaltung und arbeiten eng mit unserem Finanzteam zusammen. Sie sind erste*r Ansprechpartner*in für externe Dienstleister und allgemeine Anfragen und unterstützen unsere Mitarbeitenden u.a. bei Reisevorbereitungen.

Ihr Aufgabengebiet:
  • Selbständige und eigenverantwortliche Erledigung der Büroverwaltung in enger Zusammenarbeit mit dem Standort Berlin, dazu gehören u.a. Management der Dienstleisterverträge, Rechnungsbearbeitung, Postein- und –ausgang, Besetzung der Telefonzentrale und Betreuung der allgemeinen E-Mailadresse
  • Bearbeitung von Aufgaben des Reisemanagements
  • Gewährleistung von einwandfreien Büroabläufen, einschließlich des Bürobedarfs
  • Unterstützung der Geschäftsleitung bei Terminanfragen, Reiseplanungen und der Vor- und Nachbereitung von Gesprächen und Treffen sowie Sonderaufgaben
  • Organisation von internen Veranstaltungen
  • Sicherstellung von Dokumentation und Pflege der Stammakten der Stiftung
  • Überwachung der verwaltungsbezogenen Vertragsfristen und deren Erneuerung
  • Koordination von Reparaturen der Haustechnik
Ihr Profil:
  • Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung im Bereich Büromanagement oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung im zentralen Sekretariat oder in vergleichbarer Position
  • Min. drei Jahre Arbeitserfahrung im Bereich Büromanagement
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, sehr gute Kenntnisse in Englisch (in Wort und Schrift)
  • Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, sowie selbstständiges Priorisieren von Aufgaben
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Freude an der Arbeit im Team, ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Vielseitige EDV-Kenntnisse (Word, Excel, Outlook)
Wir bieten Ihnen:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie Jobrad-Leasing und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_08 Referent*in zentrales Sekretariat” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer “DSW2022_08 Referent*in zentrales Sekretariat” in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Junior Referent*in Personal (m/w/d) in Vollzeit

DSW - 25. Mai 2022 - 15:38

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ziel unserer Arbeit ist es, zur Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung und zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Jugendliche sind daher die wichtigste Zielgruppe unserer Projekte in Ostafrika. In den Jugendclubs vor Ort klären wir Jugendliche über ihre sexuelle Gesundheit auf und bieten Beratung und Verhütungsmittel an.

Auf nationaler und internationaler Ebene bringen wir uns in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen globale Gesundheit, sexuelle und reproduktive Gesundheit, Rechte, Gleichstellung der Geschlechter und Forschung und Entwicklung zu armutsassoziierten und vernachlässigten Krankheiten ein.

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine*n

Junior Referent*in Personal (m/w/d) in Vollzeit

mit Dienstort Hannover oder Berlin.

In dieser Rolle sind Sie zentrale*r Ansprechpartner*in für alle Mitarbeiter*innen in unterschiedlichen Personalfragestellungen. Sie unterstützen unser Personal & Verwaltungs-Team in operativen Personalangelegenheiten sowie im Tagesgeschäft und stellen somit als Team-Member eine erfolgreiche, serviceorientierte Personalarbeit sicher

Ihr Aufgabengebiet:
  • Selbständige und eigenverantwortliche Erledigung administrativer Personalprozesse in enger Zusammenarbeit mit dem Personalteam in Deutschland und Brüssel
  • Unterstützung im Bereich Personalsachbearbeitung bei der Erstellung von Arbeitsverträgen, Zeugnissen, etc.
  • Unterstützung beim Personalrecruiting, beispielsweise durch das Schalten von Stellenanzeigen
  • Ansprechpartner*in für die Mitarbeitenden und Führungskräfte zum Tagesgeschäft im Personalbereich
  • Bearbeitung von Aufgaben des betrieblichen Gesundheitsmanagements
  • Pflege der Personalakten, einschließlich Vertrags- und Lohnanpassungen für die Büros in Hannover, Berlin und Brüssel
  • Vertrags- und Mitarbeitendendokumentation der DSW Länderbüros in Ostafrikaanfordern und ablegen
Ihr Profil:
  • Abgeschlossene kaufmännische Berufsausbildung mit Weiterbildung zum*zur Personalfachkaufmann*frau oder Bachelorstudium der Rechts-, Wirtschafts- oder Sozialwissenschaften mit dem Schwerpunkt Personal, oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung als Personalsachbearbeiter*in in vergleichbarer Position
  • Min. zwei Jahre Arbeitserfahrung im Personalbereich
  • Eigenständiges und verantwortungsbewusstes Arbeiten, selbstständiges Handeln. Weiterhin müssen Sie in der Lage sein, auch in Stresssituationen den Überblick zu behalten und Prioritäten zu setzen.
  • Ausgezeichnete soziale und kommunikative Kompetenzen, Freude an der Arbeit im Team, ein adressatengerechtes Auftreten sowie einen sicheren Umgang mit Konfliktsituationen
  • Deutsch auf muttersprachlichem Niveau, verhandlungssicheres Englisch (in Wort und Schrift)
Wir bieten Ihnen:
  • Vereinbarkeit von Familie, Freizeit und Beruf durch Angebote wie mobiles Arbeiten, Jobrad-Leasing, Bahn-Card 25, flexible Arbeitszeiten und die Möglichkeit auf zwei Wochen unbezahlten Urlaub im Jahr, zusätzlich zu den 30 Tagen Jahresurlaub
  • Einen spannenden Themenbereich in einem internationalen und abwechslungsreichen Arbeitsumfeld
  • Flache Hierarchien, kurze Kommunikationswege und ein sehr gutes Betriebsklima
  • Eine faire Vergütung, sowie Förderung des persönlichen wie beruflichen Wachstums
  • Betriebliche Altersvorsorge
Bewerbungsverfahren:

Sind Sie interessiert? Dann senden Sie uns Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Anschreiben, Zeugnisse und Gehaltsvorstellung) bitte mit dem Verweis “DSW2022_09 Junior Referent*in Personal” per E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org

Bitte beachten Sie, dass nur Bewerbungen mit der Referenznummer „DSW2022_09 Junior Referent*in Personal“ in der Betreffzeile der E-Mail berücksichtigt werden.

Das Arbeitsverhältnis ist zunächst befristet auf zwei Jahre mit Aussicht auf eine unbefristete Übernahme.

Bewerbungsschluss ist der 15. Juni 2022.

Für inhaltliche Rückfragen zur Ausschreibung können Sie gern eine E-Mail an jobs.deutschland@dsw.org schreiben. Von Nachfragen zum laufenden Bewerbungsprozess bitten wir abzusehen.

Wir freuen uns auf Ihre Zusendungen!

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Sustainable Global Supply Chains Annual Report 2022

DIE - 25. Mai 2022 - 15:04

Global Supply Chains (GSCs) have become a key feature of globalisation. Production processes are increasingly broken down into specific tasks and organised across national borders. They are organised and  governed by “lead firms” (Gereffi, 1994) that set many of the standards according to which other firms in the chain operate. About half of all global trade is nowadays organised in GSCs (World Bank, 2020a). The organisational structure of GSCs has an enormous influence on whether the global community reaches the Sustainable Development Goals. GSCs have enabled developing countries to access international markets  and thereby increase people’s incomes, but the types of new employment created do not always meet international standards of decent work. Likewise, global firms often introduce new technologies and better environmental practices to local firms, but their integration in GSCs also triggers additional resource extraction and boosts transport-related greenhouse gas emissions. Put simply: While GSCs provide new  opportunities to firms and countries, GSC integration does not automatically translate into sustainable development in its economic, social and environmental dimensions.

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WhatsApp and political messaging at the periphery: insights from Northern Ghana

DIE - 25. Mai 2022 - 15:00

WhatsApp is the most popular messaging platform in over 80% of countries in West Africa, and a daily port of call for a wide range of information and services. This chapter is part of an edited collection that seeks to examine the impact that this technology and the fundamental changes that WhatsApp has brought to many citizens' lives in social, economic and political contexts.
 

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Kompass 2022: Einladung zur Pressekonferenz

Welthungerhilfe - 25. Mai 2022 - 14:51
Welthungerhilfe und terre des hommes stellen am 2. Juni 2022 den „Kompass 2022“ zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik vor.
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COVID-19 – Turning point in the process of industrialization?

DIE - 25. Mai 2022 - 14:44

This study explores to what extent the COVID-19 crisis has been a turning point in the industrialisation process and the overall progress of countries towards sustainable development and what this implies for future inclusive and sustainable industrial development policies. The focus of the study is on latecomer economies.

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Deutsche Waffenlieferungen in die Ukraine

SWP - 25. Mai 2022 - 13:51
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Deutsche Waffenlieferungen in die Ukraine

SWP - 25. Mai 2022 - 13:51
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Nothilfe mit Entwicklung und Friedensförderung verknüpfen

E+Z - 25. Mai 2022 - 12:33
Nach dem dritten Dürrejahr in Folge braucht es am Horn von Afrika umfassende Konzepte, um Leben zu retten und Resilienz zu stärken

Die große Hungersnot in Äthiopien in den 1980er Jahren war eine der schlimmsten humanitären Krisen des 20. Jahrhunderts. Zwischen 1983 und 1985 verhungerten schätzungsweise eine Million Menschen. Am schlimmsten betroffen war der Norden des Landes. Dort bildeten die Dürre, Grenzkonflikte und ethnische Spannungen eine tödliche Mischung. Im Laufe der Geschichte gab es immer wieder solche Verquickungen aus menschengemachten und natürlichen Katastrophen – wie aktuell in Ostafrika.

Laut dem Amt der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA – Office for the Coordination of Humanitarian Affairs) erlebt das Horn von Afrika derzeit eine der schlimmsten Dürren der letzten Jahre. Mehr als 13 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia leiden unter schwerer Ernährungsunsicherheit.

Früher gab es in dieser Region alle fünf bis zehn Jahre Dürreperioden, dann alle drei bis fünf Jahre. Jetzt scheinen sie zum Dauerzustand zu werden. 2022 wird wohl das dritte Jahr in Folge sein, in dem es in der kenianisch-äthiopischen Grenzregion und in weiten Teilen Somalias in der früher „feuchten“ Jahreszeit kaum regnen wird.

Nicht nur Naturkatastrophen prägten das vergangene Jahrzehnt, sondern auch menschengemachte Krisen. Somalia ist seit 1991 ein fragiler und krisengebeutelter Staat. Im Südsudan brach 2013 ein Bürgerkrieg aus, der die Menschen zur Flucht nach Kenia, Uganda und Äthiopien zwang. Ende 2020 löste ein Aufstand in der Region Tigray einen Bürgerkrieg in Äthiopien aus, der noch andauert.

Solche Formen von Gewalt werden durch Wetterextreme wahrscheinlicher. Unruhen wiederum verschärfen Ressourcenprobleme. Insofern verstärken Naturkatastrophen und menschengemachte Krisen einander. Hilfsorganisationen müssen auf beide reagieren. Die vielen Flüchtlinge und Binnenvertriebenen verschärfen die Lage: Wo Ressourcen knapp sind, sehen Bedürftige in Neuankömmlingen oft eine Konkurrenz.

Klimabedingte Notsituation

Was am Horn von Afrika geschieht, ist weithin bekannt. Internationale Organisationen wie OCHA, das UN-Kinderhilfswerk UNICEF sowie Rotes Kreuz und Roter Halbmond berichteten ausführlich über die Katastrophe. Laut OCHA entwickelt sie sich zu „einer der schlimmsten klimabedingten Notlagen in der jüngeren Geschichte am Horn von Afrika“. Vielerorts sind die Lebensgrundlagen erschöpft, die Menschen werden immer schwächer. Sie verkraften keine weitere Nahrungsmittelkrise mehr. OCHA geht davon aus, dass:

  • in Äthiopien, Kenia und Somalia täglich bis zu 14,1 Millionen Menschen unter akuter Ernährungsunsicherheit und Wassermangel leiden,
  • etwa 5,7 Millionen Kinder unterernährt sind,
  • die letzte Getreideernte in Teilen Kenias und Somalias 60 bis 70 Prozent unter Durchschnitt lag und
  • mehr als 3 Millionen Nutztiere in den drei von der Dürre betroffenen Ländern verendet sind.

Viele Menschen können nicht mehr von der Landwirtschaft leben – derweil steigen die Lebensmittelpreise. Internationale Entwicklungen wie der Angriff Russlands auf die Ukraine verschärfen die Inflation und reduzieren die Verfügbarkeit von Weizen und Gerste auf den Weltmärkten drastisch (siehe Claudia Isabel Rittel auf www.dandc.eu). Auch die Klimakrise richtet immer mehr Schaden an. So könnte die jüngste Hitzewelle in Indien die dortige Weizenernte stark beeinträchtigen und Lebensmittel auf dem Weltmarkt noch teurer machen.

Wie OCHA im März berichtete, greifen Familien am Horn von Afrika zu verzweifelten Mitteln, um zu überleben. Tausende verlassen demnach ihr Zuhause auf der Suche nach Nahrung, Wasser und Weideland. In der Region ist die traditionelle Weidewirtschaft weit verbreitet, sie wird allerdings immer weniger nachhaltig (siehe Kasten). OCHA ruft deshalb zu schnellem Handeln auf, um Leben zu retten und die Menschen resilienter zu machen.

Ländergrenzen ohne Bedeutung

Wie die anhaltende Dürre zeigt, kennen Naturkatastrophen keine Ländergrenzen. Das gilt auch für die Heuschreckenschwärme, die 2020 und 2021 ganze Landstriche von der arabischen Halbinsel bis Ostafrika heimsuchten (siehe Mahwish Gul auf www.dandc.eu). Sie wüteten auch in südasiatischen Ländern wie Nepal und Pakistan.

Grundsätzlich richtet die Klimakrise weltweit schon jetzt enormen Schaden an, und am gefährdetsten sind immer die Armen. Hilfs- und Entwicklungsorganisationen fordert das enorm. Laut OCHA haben Hilfsorganisationen um mehr als 4,4 Milliarden Dollar Hilfsgelder gebeten, um damit in diesem Jahr gut 29 Millionen Menschen in Äthiopien, Kenia und Somalia zu versorgen. Wie viel Geld letztlich zur Verfügung stehen wird, bleibt abzuwarten.

Als die deutsche Entwicklungsministerin Svenja Schulze vor Kurzem den Sitz der Afrikanischen Union in Addis Abeba besuchte, sprach sie auch über die Budgets für Entwicklungshilfe der reichen Länder. Sie betonte, diese trügen zu mehr Sicherheit bei und dürften trotz der gegenwärtigen internationalen Krise nicht gekürzt werden. Kurz zuvor hatte Schulze auf der Frühjahrstagung der Weltbank in Washington eine globale Allianz für Ernährungssicherheit angeregt.

Doppelziele

Brot für die Welt, die evangelische Entwicklungsorganisation, für die ich arbeite, und unsere Zwillingsorganisation Diakonie Katastrophenhilfe helfen in dürregeplagten Gegenden zweifach: bei der Bewältigung von Wasser- und Nahrungsmittelknappheit sowie bei der Stärkung der Resilienz. Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, Soforthilfe zu verknüpfen mit Wiederaufbau und Entwicklung (LRRD – Linking Relief with Rehabilitation and Development). Diese Verbindung heißt in der Fachsprache „Nexus“ (siehe Fabian Böckler auf www.dandc.eu).

Zu den kurzfristigen Maßnahmen zählt die Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln – besonders für stillende Mütter und Kinder – sowie Futter für das Vieh. Zu den längerfristigen Ansätzen gehört es, verbessertes Saatgut bereitzustellen, kommunale Wasserstellen instand zu halten und degradiertes Land wieder fruchtbar zu machen. Es gilt außerdem, Gesundheitszentren und andere soziale Einrichtungen dort aufzubauen, wo sie benötigt werden. Andernorts sind bestehende Einrichtungen schon in guten Zeiten ständig überlastet und benötigen Verstärkung.

In Fachkreisen wird inzwischen ein „dreifacher Nexus“ oder auch „Humanitarian–Development–Peace Nexus (HDP-Nexus)“ diskutiert. Er soll humanitäre und entwicklungspolitische Maßnahmen mit Friedenssicherung verbinden (siehe Maren Suchta-Platzmann und Amédé Schmitz auf www.dandc.eu). Zwei wesentliche Erkenntnisse bestimmen diese Debatte:

  • Die zugrundeliegenden Probleme hängen zusammen und sollten daher ganzheitlich angegangen werden.
  • Der weltweit steigende Bedarf beansprucht die Ressourcen der beteiligten Organisationen zunehmend. Diese müssen daher so effizient wie möglich genutzt werden.

Meiner Meinung nach sollte die internationale Gemeinschaft noch weiter gehen und einen „Nexus der nachhaltigen Gesellschaften“ erwägen. Letztlich sollten wir alle 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs – Sustainable Development Goals) konsequent verfolgen. Das würde die Zyklen der wiederkehrenden Katastrophen verlangsamen und uns manche sogar ganz vom Hals halten.

Bereits in meinem Kommentar zur Hungersnot in Ostafrika auf www.dandc.eu habe ich betont, dass Naturkatastrophen und menschengemachte Krisen zusammenhängen. Seither hat sich wenig getan – bis auf einige Zahlen gilt alles nach wie vor. Wir müssen besser darin werden, aus unseren Erfahrungen zu lernen, um die vor uns liegenden Herausforderungen zu bewältigen. Und nicht zuletzt müssen wir dafür sorgen, dass die wiederkehrenden Katastrophen nicht weite Teile der Fortschritte in der internationalen Entwicklung zunichte machen.

Link
UN OCHA, März 2022: Horn of Africa drought: humanitarian key messages.
https://reliefweb.int/report/ethiopia/horn-africa-drought-humanitarian-key-messages-23-march-2022

Christoph Schneider-Yattara leitet bei Brot für die Welt das Regionalbüro Horn von Afrika.
csyattara@padd-africa.org

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Es gibt keine Ausrede mehr zum Handeln

E+Z - 25. Mai 2022 - 11:36
Extremwetter ist nicht mehr allein naturgegeben, sondern vom Menschen gemachten Klimawandel verstärkt

“Natur” bedeutet im Kern “von Menschen unbeeinflusst”, und der Klimawandel ist menschengemacht. Er verursacht häufigere und intensivere Extremwetterlagen. Hurrikane und Zyklone gehen heute meist mit mehr Regen einher als früher. Am Horn von Afrika gab es in der Vergangenheit alle zehn Jahre eine Dürre – nun ringt die Region mit dem dritten trockenen Jahr in Folge.

In ihrem kürzlich veröffentlichten Bericht „State oft he Global Climate 2021“ listet die World Meteorological Organization folgenschwere, vom Wetter bedingte Ereignisse in den folgenden Kategorien auf: Hitzewellen und Waldbrände, Kälte und Schnee, Hochwasser, Dürre, tropische Wirbelstürme und schwere Stürme. Der ganze Planet ist betroffen. Zwar ist nicht jede Hitzephase oder jeder Schneesturm katastrophal, aber die Schäden und Verluste nehmen zu.

Das UN Office for Disaster Risk Reduction teilte im April mit, die Menschheit erlebe derzeit 350 bis 500 mittlere bis große Katastrophen im Jahr. Voraussichtlich werde die Zahl bis 2030 auf 560 steigen – also auf 1,5 Desaster pro Tag.

Klimaschutz und Klimaanpassung haben deshalb höchste Priorität. Treibhausgas-Emissionen befeuern die Krise. Die Hauptverantwortung tragen Länder mit hohen Einkommen, aber China und andere Schwellenländer holen rasant auf. Ob reich oder arm – jeder Staat muss auf nachhaltige Energie umsteigen.

In Klimafolgen besonders ausgesetzten Gegenden müssen Staat und Zivilgesellschaft derweil gefährdeten Gemeinschaften helfen, sich auf Extremwetterlagen einzustellen. Wo Siedlungen zu nah an Flussufern gebaut werden, spülen Hochwasser irgendwann Hütten und Häuser davon. Wo zu viel Grundwasser verbraucht wird, wirken sich Dürren schlimmer aus. Wo Monokulturen vielfältige Ökosysteme verdrängen, richten Stürme größere Schäden an.

Die Widerstandskraft von Individuen, lokalen Gemeinschaften und ganzen Nationen hängt ab von guter Planung, kluger Politik und nachhaltiger Wirtschaftstätigkeit. Darauf muss Entwicklung hinauslaufen. Wie ich vor zwei Monaten an dieser Stelle ausführte, sind relative Sicherheit und Wohlstand in Ländern mit hohen Einkommen nicht einfach das Resultat hoher Kaufkraft. Es kommt entscheidend darauf an, wie Gesellschaften organisiert sind. Staat, Privatwirtschaft, Forschung, Recht und andere soziale Systeme müssen dynamisch zusammenwirken. Dann gibt es starke Infrastruktur, mehr Erwerbschancen, bessere soziale Sicherung und breit genutzten Schutz durch private Versicherungen. Soziologen sprechen von funktionaler Differenzierung. Sie ermöglicht die Bereitstellung von vielfältigen öffentlichen und privaten Gütern. Modernisierung in diesem Sinn verbessert die Lebensqualität.

Ungebremstes Wirtschaftswachstum ist jedenfalls nicht das Ziel. Ohne konsequenten Klimaschutz kann Klimaanpassung nirgends gelingen. Wenn die Durchschnittstemperaturen weltweit weiter steigen, wird das, was wir heute als Wetterextreme empfinden, normal werden – und neue Extreme werden uns erschüttern. Die Auswirkungen werden verheerend sein. Ernteausfälle werden beispielsweise Inflation und Not anheizen, ohne dass Zentralbanken etwas dagegen tun könnten. Fest steht aber jetzt schon, dass solche Trends nicht „natürlich“ sein werden.

Hans Dembowski ist Chefredakteur von E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit /D+C Development and Cooperation.
euz.editor@dandc.eu

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