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Bauern weltweit müssen sich schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts auf neue Klimarealität einstellen

SID Blog - 2. November 2021 - 17:11
Neue Studie von NASA und PIK

Neue Computersimulationen sagen tiefgreifende Veränderungen in den Anbaubedingungen und Erträgen der wichtigsten Kulturpflanzen schon in den nächsten 10 Jahren voraus, wenn sich die derzeitigen Trends der globalen Erwärmung fortsetzen. In den wichtigsten Kornkammern der Welt kann es viel schneller als bisher erwartet zu gravierenden Veränderungen kommen, so dass sich die Landwirte in aller Welt schon jetzt an die neuen klimatischen Gegebenheiten anpassen müssen. Bis Ende 2100 könnten global die Mais-Erträge um fast ein Viertel zurückgehen, während die Weizenerträge möglicherweise weltweit um etwa 17 % steigen könnten.

„Wir stellen fest, dass die neuen Klimabedingungen die Ernteerträge in immer mehr Regionen erheblich beeinflussen. Die menschengemachten Treibhausgasemissionen führen zu höheren Temperaturen, veränderten Niederschlagsmustern und mehr Kohlendioxid in der Luft. Das hat Folgen für das Pflanzenwachstum. Wir sehen, dass in vielen wichtigen Kornkammern der Welt anormale Jahre schon innerhalb des nächsten Jahrzehnts oder kurz danach zu normalen Jahren werden. Für uns ist das der Zeitpunkt, an dem das Klimawandel-Signal klar alles historische Rauschen übertönt", erklärt der Hauptautor Jonas Jägermeyr, Klimawissenschaftler am Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA, am Earth Institute der Columbia University in New York City und am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK). „Das bedeutet, dass sich die Landwirte viel schneller anpassen müssen, indem sie zum Beispiel den Zeitpunkt der Aussaat verändern oder andere Pflanzensorten verwenden. So lassen sich schwere Verluste vermeiden, aber auch Gewinne erzielen, etwa in den höheren Breitengraden."

Mais drohen Verluste, Weizen kann gewinnen

Durch die Kombination einer Reihe neuer Klimaprojektionen und verschiedener aktualisierter Nutzpflanzenmodelle erstellte das Forscherteam das derzeit größte Ensemble künftiger Projektionen landwirtschaftlicher Erträge. Sie stellten fest, dass es schon sehr bald und in sehr vielen wichtigen Anbauregionen zu erheblichen Veränderungen kommen wird. Mais wird in vielen Regionen angebaut, darunter auch in subtropischen und tropischen Ländern, die von steigenden Temperaturen heftiger betroffen sein werden als kühlere Regionen der hohen Breiten. In Nord- und Mittelamerika, Westafrika, Zentral- und Ostasien könnten die Maiserträge in naher Zukunft um mehr als 20 Prozent zurückgehen. Bei Weizen hingegen, der am besten in gemäßigten Klimazonen gedeiht, könnte die Produktivität in den derzeitigen Anbauregionen unter dem Klimawandel steigen, so etwa in den nördlichen Vereinigten Staaten und Kanada sowie in China.

Auch Klimaeffekte in der Landwirtschaft verschärfen bestehende Unterschiede

„Unsere Daten zeigen deutlich, dass ärmere Länder wahrscheinlich die stärksten Rückgänge bei den Erträgen ihrer wichtigsten Grundnahrungsmittel verzeichnen werden. Das verschärft die bereits bestehenden Unterschiede in der Ernährungssicherheit und im Wohlstand", sagt Christoph Müller, Mitautor und ebenfalls Forscher am Potsdam-Institut. Unter dem Strich werden die Zuwächse bei Weizen im globalen Norden die Verluste bei Mais im globalen Süden nicht ausgleichen. Den armen Ländern und natürlich den betroffenen Kleinbauern selbst fehlen oft die Mittel, sich ihre Nahrungsmittel auf dem Weltmarkt zu beschaffen. Während einige im globalen Norden von dem prognostizierten grundlegenden Wandel der landwirtschaftlichen Produktionsmuster profitieren dürften, könnte er im globalen Süden zu einem Risiko für die Ernährungssicherheit werden.

Klima-Anpassung in jedem Fall nötig

Die Temperatur ist nicht der einzige Faktor, der für künftige Ernteerträge von Bedeutung ist. Ein höherer Kohlendioxidgehalt in der Atmosphäre wirkt sich positiv auf das Pflanzenwachstum aus, insbesondere bei Weizen. Andererseits kann sich dadurch auch der Nährwert der Pflanzen verringern. Steigende globale Temperaturen stehen auch in Verbindung mit veränderten Niederschlagsmustern und der Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen und Dürren, die die Gesundheit und Produktivität der Pflanzen gefährden. „Selbst unter optimistischen Klimaszenarien, bei denen alle sich heftig ins Zeug legen, um den globalen Temperaturanstieg zu begrenzen, wird sich die globale Landwirtschaft einer neuen Klimarealität stellen müssen", so Jägermeyr.

 

Artikel: Jonas Jägermeyr, Christoph Müller, Alex Ruane et al. (2021): Climate change signal in global agriculture emerges earlier in new generation of climate and crop models. Nature Food [DOI: 10.1038/s43016-021-00400-y]

Link zum Artikel: https://www.nature.com/articles/s43016-021-00400-y

 Video zu den Studienergebnissen: https://www.youtube.com/watch?v=-NZIvvhGlR0



Lokale Partner in die Bildungsarbeit einbinden

E+Z - 2. November 2021 - 15:23
Eine Initiative für Kinderrechte stemmt sich im indischen Bundesstaat Assam gegen die Widrigkeiten der Pandemie

Die EnRiCh-Initiative unterstützt zum einen direkt lokale zivilgesellschaftliche Organisationen. Beispielsweise hilft sie ihnen beim Prozess der Organisationsentwicklung oder bei der Zusammenarbeit mit lokalen Behörden. Zum anderen vernetzt sie verschiedene Akteure: Eltern, Ausschüsse auf Dorfebene, lokale Verwaltungsorgane, Schulverwaltungen und Kinderclubs. Um die Dörfer kinderfreundlicher zu machen, setzen wir auf Kampagnen, Workshops und eigens ernannte Kinderrechtsunterstützer in den Gemeinden. Ein Netzwerk für Kinderrechte in ganz Assam ist geplant.

Während indische Kinder meist in hierarchischen, autoritären Verhältnissen aufwachsen, gesteht EnRiCh ihnen Raum zu, um sich auszudrücken und ihr Potenzial zu entfalten. Sie treffen sich wöchentlich in eigens gegründeten „Rhino Clubs“, benannt nach dem einhörnigen Nashorn, dem Staatstier von Assam. Dort lernen sie gemeinsam, treiben Sport, sind kreativ tätig oder besuchen die Bibliothek. Sie erfahren Gemeinschaft und lernen Ansprechpartner im Dorf und bei Behörden kennen. Und sie bekommen Wissen vermittelt über Kinderrechte, Gesundheit, Umwelt und Ernährung. So werden sie zu wertvollen Multiplikatoren dafür, wie man sich in der Pandemie richtig verhält. EnRiCh stellt für solche Projekte verschiedene Materialien in lokalen Sprachen bereit, etwa Handbücher, Comics, Poster oder Theaterstücke.

Als die zweite Covid-19-­Welle zwischen April und Juni 2021 in Nordostindien für hohe Infektions- und Todesraten sorgte, gründeten IDeA und seine Partnerorganisationen insgesamt 86 „Covid-19-Dorfkomitees“. Sie setzen sich zusammen aus der lokalen Dorfregierung, Jugendlichen und Gesundheitshelfern. Das funktionierte auch im Lockdown, weil bereits funktionierende Netzwerke wie WhatsApp-Gruppen oder Online-Konferenzen aufgebaut waren. Das Projektteam stattete jedes Komitee mit medizinischem Material und Aufklärungsbroschüren aus, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Mehr als 7000 Kinder erhielten Arbeitsbücher und Schreibwaren, um weiterhin lernen zu können. Nachhilfeunterricht gab es in Kleingruppen im Freien. Mittlerweile geht es darum, die staatlichen Gesundheitsstationen weiter zu stärken, um in künftigen Krisen effizienter zu handeln und den Fokus auf die Kinder zu verstärken.

Das Beispiel zeigt: Neben entschlossenem staatlichem Handeln sind starke lokale Gemeinschaften und die Zivilgesellschaft zentral für die Bewältigung von pandemischen Krisen. Dabei ist ein besonderer Fokus auf die Rechte der Kinder wichtig, um die schlimmsten Auswirkungen des notwendigen Pandemieschutzes auf sie abzufedern.

Enakshi Dutta ist Kinderrechtsaktivistin, Spezialistin für Kapazitätenentwicklung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Direktorin des Institute of Development Action.
enakshi@theant.org

Cynthia Dittmar leitet die Projektkoordination bei Childaid Network.
cynthia.dittmar@childaid.net

Franziska Müller studiert Friedens- und Konfliktforschung und engagiert sich bei Childaid Network als studentische Aushilfe.
franziska.mueller@childaid.net

 

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Indien: Bildung auch in Krisenzeiten

E+Z - 2. November 2021 - 15:07
Um Gesundheits- und Bildungsangebote während Covid-19 zu erhalten, versorgen Hilfsorganisationen einheimische Akteure mit Materialien und Know-how

Covid-19 hat Kinder weltweit hart getroffen. Unter anderem führten Lockdowns und Schulschließungen zu schmerzhaften Einschnitten. Viele Minderjährige hatten Angst um ihre Eltern und Großeltern oder mussten sogar den Tod naher Angehöriger miterleben. Überall wurden Kinderrechte massiv eingeschränkt:

  • Recht auf Schutz: Häusliche und sexuelle Gewalt, Ausbeutung sowie Kinderarbeit und Kinderehen nahmen während Corona weltweit drastisch zu. Gleichzeitig konnten sich Minderjährige in ihrer Not häufig nicht an Außenstehende wenden, auch weil viele Kinderschutzdienste nicht arbeiteten. Schulen, in denen aufmerksame Lehrkräfte hätten einschreiten können, waren geschlossen.
  • Körperliche und seelische Gesundheit: Stark angestiegen sind deswegen Angststörungen, psychischer Stress, Depressionen und Suizide unter Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig sank auch die körperliche Resilienz vieler Kinder, deren Eltern mangels Einkommen nicht in der Lage waren, sie ausreichend zu ernähren. So hungerten 2020 laut dem Kinderhilfswerk der UN weltweit 132 Millionen Menschen zusätzlich, davon 44 Millionen Kinder (UNICEF 2020a).
  • Kinderarmut: Nach Hochrechnungen von UNICEF gibt es im globalen Süden wegen der negativen wirtschaftlichen Effekte von Covid-19 zusätzlich 140 Millionen Kinder, die unter der Armutsgrenze leben, insbesondere in Subsahara-Afrika und Südasien. Weitere 150 Millionen leiden unter mehrdimensionaler Armut. Das bedeutet, sie haben keinen Zugang zu Bildung, Gesundheitsfürsorge, Unterkunft, Ernährung, sanitären Einrichtungen oder sauberem Wasser.
  • Bildung: Am stärksten aber wirkt sich die Krise auf die Bildung der Kinder aus. Fast alle Kinder des globalen Südens hatten wegen der Schulschließungen mehr als ein Jahr lang keinen Unterricht. Viele kehren danach nicht in die Schule zurück. Auch die anderen kämpfen noch mit einem Lernrückstand von mehreren Monaten. Insgesamt 463 Millionen Kinder konnten laut UNICEF durch ihre häusliche Situation und die ländliche Infrastruktur nicht am digitalen Fernunterricht teilnehmen oder erfuhren keine Unterstützung zu Hause. Schulkinder aus einkommensschwachen Ländern erlebten mehr als doppelt so viele Schulausfälle wie Kinder aus einkommensstarken Ländern. Und Mädchen sind zusätzlich benachteiligt, unter anderem, weil sie durchschnittlich weniger Zugang zu digitaler Technologie haben als Jungen und mehr Unterstützung im Haushalt leisten müssen (UNICEF 2020b). Beides gilt auch für indische Studentinnen in hohem Maße (siehe Ipsita Sapra im Magazin von E+Z/D+C e-Paper 2021/10).

Kindern und Jugendlichen unter diesen schwierigen Bedingungen Bildung weiter zu ermöglichen, sieht das Kinderhilfswerk Childaid Network als seine Aufgabe an. Die zivilgesellschaftliche Organisation engagiert sich für Kinder und Jugendliche in abgelegenen Gebieten von Nordostindien, Nepal, Bangladesch und Myanmar, insbesondere in den Bereichen Kinderrechte, Grundbildung, berufliche Bildung und Förderung des Kleinunternehmertums. Seit der Pandemie kümmert sich Childaid Network auch vermehrt um Gesundheitsthemen.

Während der Pandemie setzte das Kinderhilfswerk dafür auf verschiedene Konzepte, etwa den Einsatz von Informationstechnologie, lokale Freiwillige, Kleinlerngruppen und Lerninputs im Radio. So gelang es, 80 Prozent der Zielgruppenkinder und -jugendlichen auch während des Ausnahmezustands kontinuierlich mit Bildungsinhalten zu versorgen.

Das nächste Ziel von Childaid Network ist es, die Lernlücken von 100 000 Kindern aus marginalisierten Gemeinschaften in Nordostindien zu schließen. Dafür werden tausende freiwillige Bildungsförderer eingesetzt. Außerdem versorgt der lokale Partner Aide et Action India staatliche Lehrkräfte mit ansprechenden didaktischen Curricula und Materialien. Die Pilotphase in zehn Dörfern ist vielversprechend, und im November 2021 wird das Projekt auf 1000 Dörfer im indischen Bundesstaat Assam skaliert. Aide et Action India, Accenture und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ermöglichen die Umsetzung.

In Assam ist die Arbeit von Childaid Network besonders wichtig: Schon vor der Pandemie rangierte die Region auf dem letzten Platz aller Bundesstaaten Indiens bei der Umsetzung der Kinderrechte. Eines von neun Kindern erlebt dort den fünften Geburtstag nicht, und zehn Prozent der Kinder gehen nicht in die Schule. Die Bildungsqualität ist äußerst schlecht: Nur 40 Prozent der Schülerinnen und Schüler können dem amtlichen Bildungsreport 2019 zufolge in der achten Klasse einen Text der Klasse zwei lesen und verstehen. Seit 2016 steigt die Zahl der gemeldeten Verbrechen gegen Kinder wieder an, insbesondere Kinderhandel und sexuelle Gewalt. Die Pandemie hat diese Tendenz deutlich verstärkt. Im Hinblick auf gesellschaftliche Teilhabe sind Kinder in Assam weiterhin benachteiligt, sie sind zum Beispiel selten aktive Mitglieder in den Schulverwaltungskomitees.

Um all das zum Besseren zu wenden, initiierte Childaid Network gemeinsam mit dem Institute of Development Action (IdeA) ein weiteres Projekt in Assam: EnRiCh (Enabling Rights of the Child, siehe Kasten unten). Es zielt darauf ab, Kinderrechte gerade in der schwierigen Pandemie-Situation zu stärken und auf eine Zukunft hinzuarbeiten, in der jedes Kind sein volles Potenzial entfalten und in Würde leben kann.

 

Links

UNICEF, 2020a: Covid-19 and children.
https://data.unicef.org/covid-19-and-children/

UNICEF, 2020b: Policy Brief: The impact of Covid-19 on children.
https://www.un.org/sites/un2.un.org/files/policy_brief_on_covid_impact_on_children_16_april_2020.pdf

Enakshi Dutta ist Kinderrechtsaktivistin, Spezialistin für Kapazitätenentwicklung zivilgesellschaftlicher Organisationen und Direktorin des Institute of Development Action.
enakshi@theant.org

Cynthia Dittmar leitet die Projektkoordination bei Childaid Network.
cynthia.dittmar@childaid.net

Franziska Müller studiert Friedens- und Konfliktforschung und engagiert sich bei Childaid Network als studentische Aushilfe.
franziska.mueller@childaid.net

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Your Opinion Wanted: Take the Dialogue Forum Survey on Upcycled Food Products

SCP-Centre - 2. November 2021 - 15:05

Chocolate made from confectionery production scraps? Dumplings made from bakeries’ breadcrumbs? Such upcycled products are the result of food rescue, the process of gleaning edible food that would otherwise be discarded. Start-ups and retailers in Germany are looking for consumer feedback in order to identify challenges and opportunities related to the offering of upcycled products. Take the survey and contribute to reduce food waste!

As part of the Dialogue Forum for the Reduction of Food Waste in Wholesale and Retail, innovative products from young start-ups in the field of food rescue are given central stage at the “Retterregal” (Rescue Shelf) in the sustainability experience market PENNY Grüner Weg, Berlin. Such start-ups are implementing innovative solutions to rescue food whose quality is impeccable, but which is usually wasted due to inefficient supply chains, wasteful production processes, or simply because products don’t look as nice visually.

The survey aims to collect consumer feedback in order to increase and improve the acceptability of upcycled products. Findings of the survey will support start-ups, retailers, but also decision-makers to advance current solutions and generate new ones in the field of food rescue and beyond.

By taking part in the survey (in German), you can make a direct contribution to gaining further insights into how food waste can be sensibly reduced!

The National Dialogue Forum for Reduction of Food Waste in Wholesale and Retail Industry is carried out by the CSCP in collaboration with the Johann Heinrich von Thünen-Institut.

For further information, please contact Nora Brüggemann.

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E+Z/D+C 2021/12 – ma – now – Derrick Silimina – Zambia – small businesses

E+Z - 2. November 2021 - 14:34
Zambia’s small businesses pin their hopes for growth on the new president

Voters across the country were jubilant after Hichilema won the election. Entrepreneurs in particular are pinning their hopes on Hichilema’s promises to revive the economy. The new president is popularly known as “HH” or as “Bally”, an informal way to address a person as one’s father.

In the run-up to the election voters had grown disenchanted with the Patriotic Front. The previous regime took office in 2011 promising to cut taxes and foster job creation. But it largely failed to deliver on those promises.

Disappointment with the PF was especially strong among entrepreneurs. Many of them accused the former regime of extorting illegal levies from small businesspeople such as market traders and bus owners. Critics pointed to rampant corruption under the PF, which slowed economic activity.

One such critic is Morgan Chibuye, a bus driver at Lusaka’s intercity bus station. “The PF regime made our business unattractive,” he says. “If a bus driver refused to pay off thugs posting as revenue collectors, he was blacklisted and prevented from loading his bus. This discouraged bus owners from entering or staying in the business.”

Entrepreneurs and local officials expect this situation to improve soon under the new government. “The new government’s policy direction will enable the City Council to collect revenues properly,” says Alex Mwansa, town clerk of the Lusaka City Council. “This will help us to maintain the bus terminal.”

Other sectors also suffered under the former regime. Extortion used to be a daily burden, says Sara Mofya, a mobile money agent at the Kamwala market in Lusaka, Zambia’s capital and largest city. “The PF’s party operatives would come around twice a week and extort money from market traders,” she says. “I had to pay them if I wanted to continue operating my business.”

The new regime promises to stop such practices. “We will be available to listen and to support you,” Hichilema said to citizens and entrepreneurs during his inaugural speech. He pointed to his own background as a businessman with interests in cattle ranching, tourism, health care and finance, to show that he understands entrepreneurs’ concerns.

Small and mid-sized enterprises are engines of job creation and economic growth, Hichilema emphasises. “We have created the Ministry of Small and Medium Enterprise Development to facilitate the creation and growth of your businesses,” he wrote on his Twitter feed recently.

The new administration’s economic challenges are considerable. Zambia faces slow economic growth, high unemployment, heavy national debt and fiscal deficits and double-digit inflation. In addition, the country’s currency is volatile and interest rates charged to small businesses are high.

A key to solving these problems is to promote entrepreneurship and job creation, the new president and his loyalists say. “We want to have a good partnership with small and mid-sized businesses,” says Elias Mubanga national youth mobilisation chairman for the UPND. “When they succeed, we all succeed.”

Derrick Silimina is a freelance journalist based in Lusaka. He focuses on Zambian agriculture and sustainability issues.
derricksilimina@gmail.com

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Report of G20 2021 commitments: health, climate, development financing – Focus 2030

#C20 18 - 2. November 2021 - 13:25
The conclusions of the G20 Summit's Final Communiqué demonstrate the difficulty of obtaining a consensus expecially when it comes to responding to challenges that are nonetheless universal. The article, in English is available here. While in French, it is available here.
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End of October, key date for gender equality – Perfil

#C20 18 - 2. November 2021 - 13:04
A comment, in Spanish, signed by Mabel Bianco, about the joint statement by C20, B20, L20 and W20 on the call  on the institutionalization of a G20 Equality Gender Ministerial Meeting and Working Group. The article is available here.
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A New Start for the City of Solingen: The “Gläserne Werkstatt” Opens Its Doors

SCP-Centre - 2. November 2021 - 13:04

Located at the heart of the Solingen city centre, the Gläserne Werkstatt is a showcase and lively marketplace for high-quality and sustainable products and services developed and produced in the region. In what is still an ongoing construction site, first events have been scheduled in November and December 2021, opening doors for visitors.

Each Thursday in 2021, the “Construction Site Truck” (Bau-Wagen), will give visitors the chance to get inspired and be informed about interesting, innovative, and sustainable products and services from Solingen and its surrounding area. The team will be on the site to answer questions, collect feedback and brainstorm on new ideas.

At the “Construction Site Breakfast” (Bau-Frühstück), 6 November & 4 December 2021, amidst a fair-trade breakfast, visitors will be able to have their old knives sharpened and learn how to care for them. The Gläserne Werkstatt project wants to build on Solingen’s rich manufacturing tradition and support manufacturers to offer and promote sustainable and high-quality products.

Event: Bau-Wagen
Date: Each Thursday in 2021
Time: 12:00-15:00
Place: Hauptstraße 61-63, Solingen
Cost: Free
Language: German

Event: Bau-Frühstück
Date: 6 November & 4 December 2021
Time: 10:00 15:00
Place: Hauptstraße 61-63, Solingen
Cost: Free
Language: German

You can find further information here.

The project is planning to use the Gläserne Werkstatt space for presentations, demonstrations, experiments, and exchanges between producers and service providers and visitors. The space brings together traditional companies, local manufacturers, different production and service companies, developers, and start-ups under one roof. The common thread that links everything together: It’s all about “cutting”. In the Gläserne Werkstatt visitors can find knives, scissors and cutlery but also enjoy sustainably-sourced and produced food, textiles, and flowers.

The CSCP is focused on stakeholder engagement to ensure that the Gläserne Werkstatt is an inclusive place. In addition, the CSCP supports the project in selecting suitable criteria for companies and associations that wish to present themselves at the Gläserne Werkstatt. The space offers 16 mobile cubes, which companies and manufacturers can rent to promote their sustainable products. During the funding phase until the end of 2022, the cubes are available free of charge. If you are are a company or association in the Bergische Städtedreieck and interested in getting a cube at the Gläserne Werkstatt to promote your sustainable products or services, please visit the project’s website.

The Gläserne Werkstatt is a joint initiative of the city of Solingen, the Wirtschaftsförderung (Economic Development Agency), the Handelsverband Nordrhein-Westfalen e.V. (Trade Association NRW), the Forum für Soziale Innovationen (Forum for Social Innovation) and the CSCP.

The project „Urbane Produktion im Bergischen Städtedreieck – Wettbewerbsfähigkeit, Innovation, Quartiersentwicklung /Die Gläserne Werkstatt in Solingen – Produzieren, Partizipieren und Profitieren im Bergischen Städtedreieck” (“Urban Production in the Bergisches Städtedreieck – Competitiveness, Innovation and City Quarter Development”/Gläserne Werkstatt in Solingen – Producing, Participating, Profiting”) is funded by the European Regional Development Fund (ERDF) and the State of North Rhine-Westphalia (NRW).

For further questions, please contact Stephan Schaller.

 

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Zwischen Schulden und Zwangsarbeit

E+Z - 2. November 2021 - 12:33
Die Corona-Pandemie hat die Situation von Arbeitern in der Textilindustrie verschlimmert

Wie viele Branchen litt auch die Textilindustrie unter der Corona-Pandemie. Ein aktueller Bericht zeigt, wie die Pandemie die Lebens- und Arbeitsumstände von Textilarbeitern in den vier untersuchten Ländern Äthiopien, Honduras, Indien und Myanmar beeinflusst hat. Die University of Sheffield hat ihn in Kooperation mit der University of British Columbia, dem Modern Slavery and Human Rights Policy and Evidence Centre britischer Wissenschaftler und dem un­abhängigen Worker Rights Consortium in Washington veröffentlicht.

Den Autoren zufolge hatten internationale Modekonzerne mit schweren Einbußen zu kämpfen. Zu Beginn der Pandemie stornierten sie Bestellungen in den Textilfabriken, ohne auf ihre sozialen Verpflichtungen zu achten, und weigerten sich, ihre Zulieferer für bereits produzierte Ware zu bezahlen. Diese profitorientierte Strategie habe einen Dominoeffekt entlang der Lieferkette ausgelöst, an deren unterem Ende Zulieferer die Produktion herunterfuhren und Arbeiter eines von zwei Schicksalen ereilte: Suspendierung und Entlassung oder Gehaltseinbußen und schlechtere Arbeitsumstände.

Die Wissenschaftler befragten Arbeiterinnen und Arbeiter in Bezug auf ihre Jobsicherheit. Unter den von ihnen befragten Angestellten seien 72 Prozent noch dort beschäftigt, wo sie es auch vor der Pandemie waren. 17 Prozent hätten eine neue Stelle gefunden, und elf Prozent seien derzeit arbeitslos. Von den insgesamt 13 Prozent, deren Arbeitsverträge aufgelöst wurden, haben über zwei Drittel keine Abfindung erhalten. Davon seien besonders ethnische Minderheiten und Mitglieder unterer Kasten betroffen.

Verglichen mit der Zeit vor Corona, seien die Löhne in der Textilindustrie um durchschnittlich elf Prozent gesunken. Dies sei laut dem Bericht vor allem darauf zurückzuführen, dass Arbeiter, die ihre Stelle während der Pandemie behielten, weniger arbeiten oder keine Überstunden mehr machen konnten.

Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Schulden der Arbeiter in den vier untersuchten Ländern um durchschnittlich 16 Prozent gestiegen sind. In Äthiopien hätten sie sich fast verdoppelt. Die Anzahl der Personen ohne jegliche Ersparnisse sei um ein Viertel gestiegen. Die betroffenen Arbeiter müssten sich Geld leihen, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.

Dabei hätten sie Schwierigkeiten, die Schulden wieder zurückzuzahlen. Während die meisten Betroffenen versuchten, mehr zu arbeiten, um ihren Schuldenberg abzutragen, verzichteten andere auf ganze Mahlzeiten. Besonders in Äthiopien nähmen die Verschuldeten neue Kredite auf, um alte abzubezahlen, und begäben sich damit in einen Teufelskreis. Die Befragten berichteten nicht nur von Gewalt und Drohungen durch Kreditgeber. Laut den Autoren führten die wachsenden Schulden auch dazu, dass Arbeiterinnen und Arbeiter mehr Gefahr liefen, Zwangsarbeit leisten zu müssen.

Diese Gefährdung zeige sich konkret darin, dass 35 Prozent der Befragten auf der Arbeit beschimpft würden, 24 Prozent bedroht und 22 Prozent ungerechten Gehaltsabzügen ausgesetzt seien. Manche seien zum ersten Mal so behandelt worden, bei anderen sei dies schon vor der Pandemie vorkommen, habe sich währenddessen jedoch verschlimmert. Am weitesten seien Anzeichen für Zwangsarbeit in Äthiopien verbreitet, resümieren die Autoren. Zudem berichtete über ein Drittel der Befragten von fehlenden Hygienemaßnahmen. Wegen mangelnder beruflicher Alternativen gebe es für die Arbeiter kaum Auswege aus dieser prekären Situation.

Im Verlauf der Pandemie versuchten manche Modekonzerne die Versäumnisse, die sie gegenüber den Arbeiterinnen und Arbeitern verursacht hatten, zu beheben. Doch Experten sind der Meinung, dass dies kein einfaches Vorhaben sei. Gründe, warum die Konzerne ihren sozialen Verpflichtungen doch noch nachkommen wollten, seien laut den Autoren verschiedene: Es gebe bei manchen Mitarbeitern individuelle Motivationen, die Modeunternehmen hätten ein Selbstinteresse an der Stabilität der Zulieferer, es gebe Geschäftsmodelle, die auf langjährige Partnerschaften setzen, und manche Länder hätten dies mit entsprechenden Regelungen eingefordert.

Regierungshandlungen haben die Bezahlung während der Lockdowns stark beeinflusst. In vielen Ländern, die den Textilunternehmen Corona-Zuschüsse auszahlten, hätten Textilarbeiter weiter ihren üblichen Lohn erhalten. Doch das sei nicht überall der Fall gewesen. Mittlerweile seien die Regierungsgelder knapp. In jedem Fall seien die Unterstützungsprogramme zeitbegrenzt und oft schwer zugänglich gewesen (siehe dazu meinen Beitrag im Magazinteil des E+Z/D+C e-Paper 2021/10).

Link
The unequal impacts of Covid-19 on global garment supply chains:
http://speri.dept.shef.ac.uk/2021/06/21/new-report-risk-of-forced-labour-in-clothing-industry-rises-due-to-pandemic-and-industry-response/

Aenne Frankenberger studiert Anglistik und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Gießen. Sie war bis Oktober Praktikantin in der E+Z/D+C-Redaktion.
euz.editor@dandc.eu

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Gemeinsame Herausforderungen von Städten in und jenseits der Arktis

DIE - 2. November 2021 - 11:46

Wie können sich Städte in der Arktis und anderswo an den Klimawandel anpassen? Der diesjährige Welttag der Städte am 31. Oktober stand im Zeichen dieser globalen Herausforderung. Er bildet den Höhepunkt des Urban October und fällt mit dem Beginn der Konferenz der Vertragsparteien (COP 26) des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen (UNFCCC) zusammen. Im Fokus all dieser Projekte steht, wie eng Urbanisierung und Klimakrise verzahnt sind. Zum einen ist es für die derzeitigen städtischen Infrastrukturen sehr herausfordernd mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Zum anderen verursachen Städte 75 Prozent der weltweiten Emissionen und wachsen weiter: Bis 2050 werden voraussichtlich zwei Drittel der Menschheit in Städten leben. Die Arktis ist hier keine Ausnahme.

Ungeachtet unterschiedlicher geografischer Faktoren und Governance-Rahmen tun sich Länder schwer mit dem Aufbau resilienter Städte. Taifune in Südostasien, Wirbelstürme in den USA und Überschwemmungen in Deutschland sind Beispiele für die anfällige Infrastruktur und die dringend nötigen Veränderungen. Zugleich sind manche Städte stärker vom Klimawandel betroffen als andere. Hafenstädten, in denen mindestens 130 Millionen Menschen leben, drohen Überschwemmungen und der Verlust von Landfläche. Die Städte in der Arktis erwärmen sich mindestens doppelt so schnell wie andere Regionen und sind daher besonders gefährdet. Sie veranschaulichen, dass die beiden Fragen, wie sich Städte an den Klimawandel anpassen können und wie sich die Stadtentwicklung in der Arktis und darüber hinaus auf die globale Zukunft auswirkt, nicht voneinander losgelöst beantwortet werden sollten, denn beide erfordern eine kohärente Lösung, die sich an lokalen Kontexten orientiert.

Auf den ersten Blick folgt auch die Arktis dem üblichen Urbanisierungstrend, das heißt, die urbane/rurale Bevölkerungsstruktur ändert sich, da immer mehr Menschen in die Städte ziehen. In der Arktis jedoch destabilisiert die Permafrostdegradation die Infrastruktur: „Es gibt keine einzige Siedlung in der russischen Arktis, in der nicht ein zerstörtes oder verformtes Gebäude zu finden wäre“. Da die Arktis sehr abgelegen ist, sind ihre mehr als vier Millionen Einwohner*innen stark auf die Infrastruktur angewiesen. Ähnlich wie bei den von Überschwemmungen betroffenen Küstenstädten bleibt den arktischen Städten angesichts der Permafrostdegradation nur die Umsiedlung. Doch stehen solche Umsiedlungen oft im Konflikt mit Landbesitzrechten. Wie viele Städte in der Arktis befindet sich Kiruna/Giron (Nordschweden) auf traditionell indigenem Land. Doch schränkt die wachsende Stadt die traditionelle Landnutzung der Sámi ein. Die Verstädterung wirkt hier wie ein fortwährender Grundpfeiler der Kolonialisierung und ihrer Folgen: Verschiedene Arten der Landnutzung konkurrieren miteinander, und indigene Gemeinschaften werden oft einfach unter dem Label ländliche Bevölkerung subsummiert. An Kiruna lässt sich zudem ablesen, wie die Ressourcenförderung Landflucht verstärkt ebenso wie den Bau neuer Infrastrukturen. Beides beschleunigt letztlich auch den Klimawandel.

Wirtschaftliche Gründe werden auch in Zukunft ein wichtiger Faktor für die Abwanderung in die Städte sein, und immer wird es dabei um die kontroverse Frage gehen, ob der Fokus auf der Wirtschaft oder der Umwelt liegen sollte. Die Interessen kollidieren oft nicht nur zwischen verschiedenen Interessengruppen, sondern auch zwischen verschiedenen Regierungsebenen. Vielversprechend sind jedoch Anpassungsstrategien in der Arktis, die auf Zusammenarbeit, partizipative Ansätze und lokale Governance setzen. Seit jeher werden verschiedene Interessengruppen in die Politikgestaltung einbezogen. Das sogenannte nordische Modell der lokalen Governance (angewandt in Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und Island) sieht die Bildung eines Netzwerkes aus Interessenvertreter*innen verschiedener Sektoren und Gruppen vor, deren Zusammenarbeit den Wissensaustausch entscheidend vorantreiben kann. Die Städte in der europäischen Arktis kooperieren darüber hinaus auch grenzüberschreitend im Rahmen von Städtenetzwerken wie dem Arctic Mayors Forum. Das Forum soll lokales Wissen bündeln, um den Einfluss auf höhere Regierungsebenen zu verstärken. So unterstützt es die lokale Einbettung globaler Vereinbarungen und den Austausch lokaler Erfahrungen und Kenntnisse, die letztlich zu kohärenteren politischen Ansätzen für die Anpassung vor Ort führen.

Trotz der besonderen Herausforderungen, denen arktische Städte angesichts des Klimawandels gegenüberstehen, können die Governance-Modelle, die zur Bewältigung dieser Herausforderungen beitragen könnten, Städten in anderen Regionen als Vorbild dienen. Die Stärkung der lokalen Ebene und der kooperative Ansatz in der Region sind auch Strategien, die vom Welttag der Städte 2021 gefördert werden, der die Zusammenarbeit zwischen Städten als Schlüssel zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele und des Pariser Abkommens bezeichnet. UN-Generalsekretär António Guterres fordert ebenfalls die Einbindung städtischer Gemeinschaften in die politische Entscheidungsfindung und die Bereitstellung finanzieller Ressourcen, um „inklusivere und dauerhaftere“ Ergebnisse zu erzielen. Dafür müssen die politischen Rahmenbedingungen gestärkt werden, die eine stärkere Zusammenarbeit über verschiedene Regierungsebenen hinweg ermöglichen – nicht nur in der Arktis, sondern auch darüber hinaus. Indem wir Städtenetzwerke als verantwortungsvolle und kompetente Akteure betrachten, können wir ihr Potenzial nutzen, um zu regionalen Lösungen für die Bewältigung grenzüberschreitender Herausforderungen beizutragen.

Dieser Text entstand im Rahmen des Forschungsprojekts „Nachhaltige städtische Entwicklung in der Europäischen Arktis (SUDEA): Verbesserung von transnationaler Kooperation in abgeschiedenen Regionen“ (Projektnummer 426674468), das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem polnischen Wissenschaftszentrum (NCN) (UMO-Vereinbarung - 2018/31/G/HS5/02448) gefördert wird.


Michał Łuszczuk, PhD, ist assoziierter Professor im Fachbereich Soziale und Ökonomische Geographie am Institut für sozialökonomische Geographie und Raumplanung an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, Polen. Er ist Ko-Leiter des SUDEA Projektes.

Katarzyna Radzik-Maruszak, PhD, ist assoziierte Professorin im Fachbereich Öffentliche Verwaltung an der Fakultät für Politikwissenschaft und Journalismus an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, Polen. Sie ist Wissenschaftlerin im SUDEA Projekt.

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2. November 2021

ONE - 2. November 2021 - 10:51

1. 100 Staaten wollen bis 2030 Entwaldung stoppen

Bei der Klimakonferenz in Glasgow (COP26) beraten rund 200 Staaten, wie das in Paris beschlossene 1,5 Grad-Ziel noch erreicht und konkret umgesetzt werden kann. Darüber berichten ZDF.de, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, die Welt und die Frankfurter Rundschau. Bundeskanzlerin Angela Merkel habe für einen weltweiten Preis auf den CO₂-Ausstoß geworben. Weiterhin haben sich mehr als 100 Staaten dazu verpflichtet, die Zerstörung von Wäldern und anderen Landschaften bis 2030 zu stoppen. Der UN-Chef Antonio Guterres sowie der britische Premierminister Boris Johnson mahnen jedoch, dass die von den Staaten versprochenen Anstrengungen nicht ausreichen. Stefan Parsch thematisiert dazu in der Welt die baldigen Folgen des Klimawandels auf die Ernteerträge. Laut einer neuen Studie des Nasa Goddard Institute for Space Studies werden Weizenerträge stärker steigen als bisher vermutet, während Maisernten künftig geringer ausfallen. Die kenianische Klima- und Technikredakteurin Zeynab Wandati thematisiert außerdem in einem Gastbeitrag im Spiegel die Folgen des Klimawandels für Afrika. Prognosen zufolge werde der Kontinent in den 2040er-Jahren alle Gletscher verloren haben. Weitere Auswirkungen wie vermehrte Dürren, Todesfälle und Malariaausbrüche seien bereits sichtbar.

 

2. Grüne Technologien: Plünderung statt Rettung des Planeten?

Jens Glüsing, Simon Hage, Alexander Jung, Nils Klawitter und Stefan Schultz thematisieren im Spiegel die Ausbeutung des globalen Südens für die Förderung von Rohstoffen für Windräder und Solarzellen. Rund 67 Tonnen Kupfer seien beispielsweise in einer mittelgroßen Offshore-Turbine enthalten. Um diese Menge zu gewinnen, werde Natur zerstört, Trinkwasserquellen verschmutzt und große Wassermengen verbraucht. Die Böden im armen Süden werden ausgebeutet, damit die Menschen im reichen Norden ökologisch scheinbar korrekt leben, so die Autor*innen. Der Ressourcenforscher Mathis Wackernagel mahne, man benutze die “Ressourcen der Zukunft”, um die Gegenwart zu bezahlen. Damit meine er den Konsum von täglich rund 90 Millionen Fässern Erdöl, den Landverbrauch für Gebäude, Straßen oder Ackerflächen und das Ausbeuten der Bodenschätze. Vielen Menschen sei die umweltbelastende Produktion von Rohstoffen, aus denen Klimatechnologien entstehen, nicht bewusst.

 

3. Entwicklungspolitik darf nicht an Bedeutung verlieren

André Zuschlag führt in der Tageszeitung (taz) ein Interview mit Stephan Exo-Kreischer, dem Direktor von ONE Deutschland, über die Bedeutung des Entwicklungsministeriums. Die Zusammenlegung des Entwicklungs- mit dem Außenministerium, wie von den Vorsitzenden der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger und Christoph Heusgen, gefordert, sei fatal. Beide Ministerien verfolgen unterschiedliche Aufgaben und Zielsetzungen, wodurch Konflikte entstehen. Es sei wichtig, dass diese Konflikte “zwischen Gleichrangigen ausgetragen” werden. Die Entwicklungspolitik würde als kleiner Teil eines Superministeriums dabei zu kurz kommen. Weiterhin sei es von Ischinger und Heusgen “weit hergeholt”, das Scheitern der Nato-Partner in Afghanistan dem Entwicklungsministerium anzulasten. Das Ministerium habe in den letzten Jahren einige Erfolge im Kampf gegen den Hunger und Armut verzeichnet und auch die Kinder- und Müttersterblichkeit sei gesunken.

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Webinar der Climate Governance Initiative in Kooperation mit dem Weltwirtschaftsforum

RNE Termin - 2. November 2021 - 7:37

 

Implications on Financial Flows after COP26 – A Board Perspective.

Many countries have put forward ambitious 2030 emissions reduction targets (NDCs) that align with reaching net zero by the middle of the century, and business has a critical role to the low carbon transition. At COP26, international financial institutions are expected to be to redirect trillions in private and public sector finance to support the global adaptation and mitigation plan.

As the governing body of companies, boards will need to understand how they best can support their companies to attract finance going forward. This seminar will explore the implications on financial flows for companies after COP26.

  • What will investors and creditors demand of businesses, in light of climate change and the conclusions from the COP26 meeting?
  • What new financial flows and trends are emerging?
  • What can companies and boards do to meet new requirements?
  • What are the changing expectations on boards, and what good practices are emerging?
  • What will happen to those companies that cannot attract finance? Is divestiture the answer?

On November 23 at 13.30 CET, 20:30 HK, 7.30 AM EST The Climate Governance Initiative in collaboration with World Economic Forum invites you to a one-hour webinar discussing Implications on financial flows after COP26 – a board perspective. The webinar is organized by the Nordic Chapter, Boards Impact Forum.

Panelists and Moderator:

Laura M Cha – Chairman, Hong Kong Exchanges and Clearing, NED of Unilever, Senior International Advisor of FAM Sweden AB, Director World Federation of Exchanges, Vice Chairman of the International Advisory Council of the China Securities Regulatory Commission

Werner Schnappauf – Chair of the German Council for Sustainable Development, Senior Advisor to Bank of America, Partner Graf von Westfalen, Former Member of the Supervisory Board of Allianz Deutschland, State Minister for Environmental Protection and CEO of the Federation of German Industries.

Carine Smith Ihenacho – Chief Governance and Compliance Officer at Norges Bank Investment Management, Manager of Norwegian Government Pension Fund with 1,4 Trillion dollars under management, the largest single owner in world stock markets with holding in 9000 companies

Magnus Billing – CEO at Alecta, 5th largest pension fund in Europe, 130 Billion dollars under management and recognized for its trailblazing sustainability focus. Previous CEO of Nasdaq Nordic and of EU high level expert group on Sustainable Finance

Moderator: Liselotte Engstam, Board member of the Climate Governance Initiative in collaboration with World Economic Forum & Chair of the Nordic Chapter Boards Impact Forum. Chair and NED of listed and private companies.The session is open to the global network and convene board members, regulators, experts, academia, and other corporate governance leaders, with the aim to be relevant to boards of directors enabling them to act upon the risks and opportunities that the climate emergency poses to the long-term resilience and business success of their companies.

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Twenty years of climate policy: G20 coverage and gaps

DIE - 1. November 2021 - 18:07

The number and coverage of climate change mitigation policies have increased in thepast twenty years, but important policy adoption gaps remain. To analyse sectoralclimate policy in the G20 over time (2000–2019), we compiled a dataset of climatechange mitigation-relevant policies and identified 50 key policy options thatconstitute a comprehensive sectoral climate policy package. Approximately half ofthese policy options are not widely adopted. Adoption is particularly low forpolicies that aim to: phase out coal and oil and mandate energy reductions inelectricity and heat supply; reduce industrial process emissions and incentivise fuelswitch in industry; design urban planning strategies for retrofits; and support theuse of renewable energy for cooking and heating/cooling purposes in buildings.Policies to remove fossil fuel subsidies and support carbon dioxide removal alsoneed substantial improvement. However, many policy adoption gaps exist as thecoverage of at least one policy option could be improved in each sector. Policy adoption gaps leave at least one-tenth of the G20’s emissions completely uncovered. Filling these gaps is fundamental to realize the full mitigation potential of existing policy options and to advance the transition towards global net zero greenhouse gas emissions.
Key policy insights:
- Mitigation-related policy options can be presented as a matrix by sector to shedlight on what constitutes a comprehensive climate policy package; looking across sectoral climate policies helps to unpack and clarify the status of adoption.
- Policy adoption gaps exist in all sectors. Increasing the sectoral coverage of climate policies will help to ensure that all relevant sectoral emissions and mitigation areas are considered in national mitigation efforts.
- Even if an increase in policy coverage alone does not ensure emission reductions,the absence of policy coverage indicates that emissions can still be further reduced and that a portion of global emissions remain uncovered by policies.
- Despite the observed increase in the number and coverage of climate policies,slow progress towards reducing global emissions and meeting the collective Paris climate goals calls for more comprehensive climate change mitigation policies. Filling policy adoption gaps presents a concrete strategy to improve sectoral, national and global climate policies.

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Policy Recommendations of Italian T20 available now

T20 - 1. November 2021 - 17:49

The T20 engagement group of the Italian G20 presidency in 2021 has released about 120 policy recommendations originating from renowned experts and thinktanks working in 11 task forces. All policy recommendations are available at this website alongside the policy recommendations of all T20 engagement groups since 2017.

TF1 – Global Health and Covid-19

TF 2 – Climate Change, Sustainable Energy & Environment

TF 3 – Trade, Investment and Growth

TF 4 – Digital Transformation

TF 5 – 2030 Agenda and Development Cooperation

TF 6 – Social Cohesion and the Future of Welfare Systems

TF 7 – Infrastructure Investment and Financing

TF 8 – Multilateralism and Global Governance

TF 9 – International Finance

TF 10 – Migration

TF 11 – Reforming the T20

This article aims to highlight some of the recommendations of 2021

TF1 – Global Health and Covid-19

Boosting Equitable Access and Production of Diagnostics, Therapeutics And Vaccines To Confront Covid-19 On A Global Footing

Why it is important to push local health behaviour, self-reliance in technology and manufacture distribution? The pandemic showed that it is not possible to quickly deliver supply and production of large quantities of health products, and that low- and middle-income countries are the ones mostly suffering consequently.

From Pathogen to People: Enhancing Reporting and Surveillance for more effective Control of Disease Outbreaks

The Covid-19 pandemic demonstrated that there is a need for health threat data platforms. The G20 should strive to improve the current reporting and monitoring systems in order to be well-prepared against new pathogens and the outbreak of new diseases.

Beyond the Tyranny of the Urgent: Long-term Systemic and Intersectoral Reforms on Gender-related Health Barriers in Covid-19 Recovery

The Covid-19 recovery initiatives should resolve gender-related structural inequalities and barriers in women’s healthcare access. In collaboration with the states, experts, social movements and markets, the G20 leaders have the opportunity to build more gender-equitable health and non-health systems.

Access to education during public health emergencies: Keep schools open

How to maintain access to education in times of public health emergencies? Should schools stay open? Reasserting education is a fundamental right, school closures exacerbate socioeconomic and gender inequalities and negatively impact future generations.

Health systems: Strengthening preparedness

How should health systems work in order to guarantee health quality and efficiency? The G20 health care systems must be able to deliver effective and safe primary healthcare, constant training of the workforce, comprehensive health information system, equitable access to essential diagnostics, medical products, technologies, financially equal access to essential services and strategic policy frameworks.

Culture and sciences for life: Towards a global health literacy alliance for a sustainable future

Covid-19 has once again highlighted the importance of scientific research for collective well-being, health, safety and economies. However, anti-science rhetoric and the lack of compliance with public health measures have also been rising. Is there a “Global Health Literacy Alliance” needed to bolster collective capacity to access and process scientific information and to rebuild trust between science, institutions. and people?

 

TF 2 – Climate Change, Sustainable Energy & Environment

Nature-based solutions for climate change, clean energy and health

In the policy brief “Nature-based solutions for climate change, clean energy and health” it is being argued that nature-based solutions are able to stop climate change and biodiversity loss. Although technological breakthroughs will reduce emissions, low-tech solutions will remove them.

Promoting sustainable agriculture in smart cities

How to “Promote sustainable agriculture in smart cities”? This policy recommendation argues to enhance food security of urban environments, to adopt circular economy models and for healthy shifts in the context of smart cities, by leveraging key technological enablers and infrastructure.

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El impacto económico del acuerdo Unión Europea - Mercosur en España

DIE - 1. November 2021 - 11:46

The EU-Mercosur Trade Agreement is the largest that the European Union has ever reached. We estimate its impact using a CGE with 41 sectors-4 factors-7 region (Spain, EU26, Brazil, Argentina, Paraguay, Uruguay and ROW), which includes two advanced features: 1) Climate of competition à la Melitz (2003) in various manufacturing sectors; and 2) Foreign multinationals in advanced service sectors, operating à la Krugman (1980). We calculate the initial and agreement-related CO2 emissions across regions. For year 16,
the agreement generates a small increase (0.14%) in CO2 emissions by the EU-Mercosur region which, however, translates into an improvement in the emissions/GDP ratio of the EU-Mercosur region (0,17% GDP increase) and for the world, as a whole.
Our results point out that this agreement is a “win-win” for its signatories. Everyone wins, but the impact will be more visible in the Latin American side. Our analysis of the total imports of the EU27 (i.e., jointly for the EU26 and Spain) shows that this agreement allows the Mercosur countries to export products in which they have a comparative advantage, while moving their export basket towards more complex products. It also allows the European side to improve its specialization in more complex sectors. Our results are generally higher than the ones in the literature. This is firstly because our
modeling includes components of the final agreement reached (Agreement in Principle of June 28, 2019) that, to our knowledge, have not yet been included in most previous studies, such as Foreign Direct Investment (FDI) in services and government procurement. Additionally, some of the previous studies focus on the effects for goods sectors, without including the impact on services. Moreover, our results would be much
smaller in a framework of perfect competition, as opposed to monopolistic competition à la Melitz (2003) in manufactures and to the imperfect competition à la Krugman (1980), adopted for the services sectors with multinationals.

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15.11.2021 | Transitional Justice – ein Instrument für Frieden und nachhaltige Entwicklung?

GIZ Event - 1. November 2021 - 11:19
Veranstaltungsdatum: Montag, 15. November 2021
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1. November 2021

ONE - 1. November 2021 - 10:39

1. G20: Fortschritte gegen Corona, Stillstand bei Klima

Bei den Verhandlungen auf dem G20-Gipfel am Wochenende ging es vor allem um den Klimaschutz und Wege aus der Corona-Pandemie. Darüber berichten unter anderem der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und der Tagesspiegel. Alle Staats- und Regierungschefs haben das Ziel bekräftigt, bis Ende dieses Jahres eine globale Impfquote von 40 Prozent zu erreichen. Bis 2022 sollen 70 Prozent der Bevölkerung geimpft sein. Weiterhin habe Deutschland angekündigt, nächstes Jahr zusätzliche 75 Millionen Impfdosen an die internationale Impfstoff-Initiative Covax abzugeben. Viele Nichtregierungsorganisationen seien mit dem Ergebnis nicht zufrieden gewesen. “Ziele alleine führen uns nicht aus der Pandemie”, so Stephan Exo-Kreischer, Direktor der Entwicklungsorganisation ONE. Man erwarte einen konkreten Fahrplan der G20-Staaten. Hinsichtlich des Klimawandels haben die G20 schriftlich festgehalten, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen und bis Mitte des Jahrhunderts Klimaneutralität zu erreichen. Industriestaaten sollen jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzmaßnahmen im globalen Süden bereitstellen. Es bleibe allerdings unklar, wie die Klimaziele konkret erreicht und das Geld bereitgestellt werden soll.

 

2. Sudan nach dem Putsch

Im Sudan wurde am Sonntag wiederholt gegen die Machtübernahme durch das Militär demonstriert, nachdem es bei einer Massendemonstration am Samstag Tote und Verletzte gegeben hatte. Darüber berichten Tagesschau.de, der Spiegel, Zeit Online, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel und die Tageszeitung (taz). Demonstrant*innen haben erneut Barrikaden errichtet. Geschäfte in Khartum bleiben geschlossen, Regierungsangestellte gehen landesweit aus Protest nicht zur Arbeit. Hunderttausende Menschen im Land seien am Samstag den Aufrufen von Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Gruppen zu einem „Millionenmarsch“ gefolgt. Es sei die Wiedereinsetzung der zivilen Übergangsregierung gefordert worden, die vom Militär für abgesetzt erklärt worden war. Das Militär habe Brücken und Straßenkreuzungen blockiert. Es sei zu Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften gekommen. António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen, habe die Berichte über die Gewalt als „alarmierend“ bezeichnet und fordere, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

 

3. Äthiopien: Rebellen auf dem Vormarsch

Nach einem Vorstoß der Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) auf die strategisch wichtige Großstadt Dessie hat die betroffene äthiopische Amhara-Region de facto den Notstand ausgerufen. Darüber berichten der Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und ntv.de. In einem “dringenden Handlungsaufruf” hieße es, mit wenigen Ausnahmen müssen ab sofort alle Regierungseinrichtungen die Kriegsanstrengungen unterstützen. Die Sicherheitskräfte haben die Erlaubnis, gegen jeden vorzugehen, der die Kriegsanstrengungen behindere. Nach 20 Uhr seien alle Aktivitäten in den Kommunen verboten. Äthiopiens Regierung hatte zuvor mitgeteilt, ihre Truppen hätten sich zu einem taktischen Rückzug aus Teilen Dessies entschlossen, um zivile Opfer zu vermeiden. Die TPLF hatte am Vortag erklärt, die Stadt unter ihre Kontrolle gebracht zu haben. Regierungssprecher Legesse Tulu habe am Sonntag bekannt gegeben, dass es weitere Kämpfe in und um Dessie gebe. Angesichts der weitgehend blockierten Telefon- und Internetverbindungen gebe es weiterhin keine unabhängigen Angaben.

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From Rome to Glasgow, G20 brings only illusions – article quoting C20 on “Domani”

#C20 18 - 1. November 2021 - 10:25
The newspaper "Domani" reports on the G20 Summit and all the unresolved questions. C20 is quoted in the article (in Italian) available here.
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Geburtenrate sinkt: Weltbevölkerung wächst langsamer

DSW - 1. November 2021 - 8:00
Höhere Geburtenraten in Ländern mit vielen Teenagerschwangerschaften

Hannover, 1. November 2021. Weltweit bekommen Frauen im Laufe ihres Lebens immer weniger Kinder. Seit dem Jahr 1990 sank die Geburtenrate von durchschnittlich 3,2 Kindern pro Frau auf heute 2,3 Kinder. Das Wachstum der Weltbevölkerung hat sich damit in den letzten 30 Jahren um etwa ein Drittel verringert. Das gibt die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich der Veröffentlichung des DSW-Datenreports 2021 bekannt. Die Geburtenraten der einzelnen Länder und Regionen variieren dabei stark. Die höchste Geburtenrate verzeichnet Afrika südlich der Sahara, die ärmste Region der Erde, mit 4,7 Kindern pro Frau. Länder mit hohem Einkommen verzeichnen eine durchschnittliche Geburtenrate von 1,8. Aktuell liegt die Weltbevölkerung bei etwa 7,9 Milliarden Menschen.

Teenagerschwangerschaften treiben Geburtenrate in die Höhe

Besonders hoch sind Geburtenraten in Ländern mit einem ungedeckten Bedarf an modernen Verhütungsmitteln und einer hohen Anzahl an Teeangerschwangerschaften. Jan Kreutzberg, Geschäftsführer der DSW, warnt vor den Folgen für Mädchen und Frauen: „Wenn Jugendliche nicht wählen können, ob sie ein Kind bekommen – sei es, weil ihnen Sexualaufklärung fehlt oder weil Verhütungsmittel rar sind –, wird ihnen ihr Selbstbestimmungsrecht verwehrt. Wegen früher Schwangerschaften geraten tausende Mädchen jedes Jahr in eine Armutsspirale. Die neue Bundesregierung muss Geschlechtergerechtigkeit in den Fokus ihrer Entwicklungszusammenarbeit stellen.” In Afrika südlich der Sahara hat jede zweite Frau (51 Prozent), die eine Schwangerschaft vermeiden möchte, keinen Zugang zu Verhütungsmitteln. Pro Jahr sind dort 16 Prozent der Geburten auf Teenagerschwangerschaften zurückzuführen. In Deutschland machen Teeangerschwangerschaften jährlich nur ein Prozent aller Geburten aus.

Weitere Informationen Über den DSW-Datenreport

Der DSW-Datenreport bietet aktuelle demografische und sozioökonomische Daten für alle Länder und Regionen der Welt – von den Bevölkerungsprojektionen bis 2050 über die Lebenserwartung bis zur Nutzung von modernen Verhütungsmitteln. Die DSW und das Population Reference Bureau (PRB) kooperieren seit 1997 bei der Veröffentlichung des Datenreports. Der DSW-Datenreport 2021 ist die deutsche Adaption des 2021 World Population Data Sheet.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Über Das Population Reference Bureau (PRB)

Das PRB informiert weltweit über Bevölkerung, Gesundheit und Umwelt und trägt dazu bei, dass diese Informationen zur Verbesserung des Wohlergehens derzeitiger und künftiger Generationen eingesetzt werden. Das seit 1962 alljährlich veröffentlichte World Population Data Sheet des PRB liefert eine Analyse und Berichterstattung zur Entwicklung der Weltbevölkerung anhand demografischer Indikatoren nach Ländern und Regionen.

 

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Diese modernen, von Origami inspirierten Notunterkünfte können in Minutenschnelle aufgebaut werden

reset - 1. November 2021 - 6:00
In der Katastrophenhilfe sind Lebensmittel, medizinische Versorgung und auch Unterkünfte gefragt. Ein in New York ansässiges Architekturbüro will letzteres einfacher und erschwinglicher machen.
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