Sie sind hier

Ticker

„Für eine erfolgreiche Zusammenarbeit brauchen wir ein gemeinsames Verständnis von Ursachen und Lösungen“

VENRO - 19. Oktober 2020 - 11:53

Die afrikanisch-europäischen Beziehungen sind vielschichtig und nicht frei von Spannungen. Dennoch sieht Jane Nalunga, die Direktorin des Southern and Eastern Africa Trade Information and Negotiations Institute (SEATINI) in Uganda, viele Möglichkeiten für eine konstruktive und solidarische Zusammenarbeit auf Grundlage der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030.

Almost a year ago, the newly appointed President of the EU Commission met with the Chairperson of the AU Commission during her first official trip abroad. She repeatedly announced that the EU Commission wants to take the AU-EU partnership to a “new level”. Do you see any improvement in that sense?

The commitment is welcome though we are yet to see it transformed into practical results that will structurally transform Africa’s economies. Although there has been bilateral assistance from the EU and the recognition that there are potential mutual benefits arising from the partnership, the historically unequal relationship has persisted. Such instances as the EU’s undue pressure on African countries to conclude the contentious Economic Partnership Agreements depicted a move away from the development intent to the pursuit of the EU’s objectives of increasing trade. But the AU has also failed to overcome the dependency syndrome and to come up with a coherent cooperation strategy for the EU.

The relations between African and European civil society are also not free of difficulties and misunderstandings. Which imbalances do you perceive? And what do we need to do to take our partnership to the “next level”?

While there is a lot in common between African and European civil society especially in terms of their fight for justice and a fair world, there is a power imbalance based on access to resources like finances, information and spaces for engagement. This has sometimes led to a skewed relationship between the two sides. European civil society should appreciate the challenges facing African civil society, especially in terms of access to resources and the complicated operating environment. The two parties should work under the principles of solidarity, mutual respect and complementarity while respecting diverging views, cultural sensitivities and priorities.

Which are the issues of common interest that both African and European citizens would benefit from and that the AU and EU should therefore focus on?

Both African and European citizens should push the AU and EU to focus on addressing the root causes of poverty and inequality within and between nations. This will entail the AU and EU working in concert to ensure that policies at their respective national, regional and multilateral levels promote sustainable people centred development as provided for in the Sustainable Development Goals (SDGs).

We continue to witness glaring inequality, for example in relation to climate justice, the distribution of wealth or the access to political and social rights. How can African and European civil society better coordinate their efforts to jointly tackle these challenges?

In order for the African and European civil society to jointly tackle these challenges, they should first of all develop a common understanding of the root causes and solutions to these challenges. This will facilitate successful joint engagement with the duty bearers in both Africa and the EU. For example, the challenges related to climate justice and the distribution of wealth are as a result of the promotion of the discredited neoliberal policies that facilitate unbridled capitalism. Yet some civil society members may see capitalism as as the solution. Joint advocacy cannot be sustained under such circumstances.

A new generation of young activists has entered the political arena with global concerns like climate change on their minds and digital communication tools in their hands. In how far does that change our mutual perception? Can we hope for more exchange and solidarity between people in Africa and Europe?

The young activists, facilitated by digital platforms, provide a ray of hope to promote solidarity between Africa and Europe. The dynamism and enthusiasm from the young people to advocate for such diverse issues as climate change, debt, fair taxation among others is refreshing. It is important that these efforts are channelled into engagement with power centres to ensure policy changes that will structurally transform African economies and eradicate inequality and poverty.

Jane S. Nalunga ist Direktorin des Southern and Eastern Africa Trade Information and Negotiations Institute (SEATINI) in Uganda. Sie war Podiumsteilnehmerin bei der Konferenz “Civil Society Driving Change: Towards a New Quality of the Africa-Europe Partnership“ am 16. Oktober 2020.

Zu viele Schlupflöcher

E+Z - 19. Oktober 2020 - 11:26
Die AIIB braucht klare und fristgerechte Informationspflicht über soziale und ökologische Risiken

Die AIIB (Asian Infrastructure Investment Bank) ist in Rekordzeit zum weltweit bedeutenden Akteur geworden. Mit Sitz in Peking nahm sie 2016 die Arbeit auf und will schon 2021 der wichtigste Kreditgeber für große Infrastrukturprojekte überhaupt sein. Sie entstand auf chinesische Initiative hin, ihr Präsident Jin Liqun ist von der chinesischen Regierung ernannt, und die Volksrepublik ist der größte Anteilseigner. Europäische und andere Regierungen traten ihr gegen den erklärten Wunsch von US-Präsident Barack Obama bei und sagten, sie würden sich für beste internationale Praxis in Hinblick auf Transparenz- und andere Standards einsetzen.

Das haben sie bisher nicht erreicht. Das sogenannte „Accountability Framework“ der Bank gibt ihrem Präsidenten weitreichende Vollmachten, die Finanzierung von Projekten im Alleingang zu entscheiden.

Anfangs kofinanzierte die AIIB meist Projekte mit anderen internationalen Finanzinstitutionen (IFIs). Mittlerweile baut sie aber ein eigenes Portfolio auf, das sich nicht auf Asien begrenzen soll, sondern auch Projekte in Afrika, Lateinamerika und Europa vorsieht.

Was Transparenz angeht, klingt der Wortlaut der AIIB-Richtlinien wie der bei anderen Banken. Bei näherem Hinsehen fehlt die nötige Substanz, was etwa Veröffentlichungsfristen für Umweltprüfungen betrifft. Wegen Schlupflöchern in der „Public Policy on Information“ (PPI) entscheidet letztlich der AIIB-Präsident, was die Öffentlichkeit erfährt. Ausnahmeregeln ermöglichen zudem Vertagung.

Auch die Transparenzregeln des „Environmental and Social Framework“ (ESF), der multilateralen Institution sind unzureichend. Es enthält keine Fristen dafür, wann die Bank und ihre Kunden öffentlich über einschlägige Risiken berichten müssen. Die entsprechenden Paragrafen verlangen die Publikationen nur „zeitgerecht“ beziehungsweise „sobald wie möglich“. Dabei ist Aufschub unbegrenzt erlaubt, sollten Informationen das Marktgeschehen beeinflussen können – zum Beispiel, weil ein Privatunternehmen betroffen ist. Kommerzielle Firmen­interessen übertrumpfen also das öffentliche Interesse.

Europäische Anteilseigner fordern klarere Regeln. Leider enthält der im September 2020 veröffentlichte Entwurf für die ESF-Reform, die nächstes Jahr beschlossen werden soll, solche Regeln nicht.

Es gibt zwar wichtige neue Klauseln im ESF-Entwurf. Sie betreffen beispielsweise die Fälle, in denen die AIIB ihre eigenen Sozial- und Ökostandards durch die entsprechenden Regeln eines Kunden ersetzt oder in denen sie mit privatwirtschaftlichen Finanzinstituten kooperiert oder in diese investiert. Allerdings gibt es abermals viele Schlupflöcher, die Transparenzpflichten bleiben vage und Fristen werden nicht definiert.

Selbst wenn solch ein Finanzpartner hochriskante Projekte mit AIIB-Förderung unterstützt, besteht keine spezifische Informationspflicht zu Sozial- und Ökofragen. Verlangt wird dafür nur ein Jahresbericht über einschlägige Dokumente – und auch diese Pflicht kann wegen Einschränkungen oder Bedenken von Finanzpartnern ausgesetzt werden.

Während die Klimakrise eskaliert und die Artenvielfalt schwindet, schrumpft vielerorts der Spielraum für zivilgesellschaftlichen Aktivismus. In China werden Stimmen zum Schweigen gebracht, die sich für die Menschenrechte oder auch nur eine kluge Gesundheitspolitik aussprechen.

Für multilaterale Entwicklungsbanken muss Rechenschaftspflicht herrschen. Große Infrastrukturprojekte sind immer hochriskant. Wenn der neue ESF-Entwurf nicht grundsätzlich revidiert wird, verpassen die Anteilseigner eine wichtige Chance, transparente Kreditvergabe, soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.

Es geht dabei nicht nur um die AIIB selbst. Es besteht die Gefahr, dass andere multilaterale Banken ihre eigenen Umwelt- und Sozialstandards im Wettbewerb mit ihr schwächen. Sie suchen schließlich dieselbe Art von Investitionschancen.

Korinna Horta ist unabhängige Wissenschaftlerin und resident scholar der Universität Lissabon.
korinna.horta@gmail.com

Wawa Wang arbeitet für VedvarendeEnergi, eine zivilgesellschaftliche Organisation in Dänemark, die sich mit Energie- und Umweltfragen beschäftigt.
ww@ve.dk

Kategorien: Ticker

Deutschland bewegt sich: 500.000 Euro Spenden

Welthungerhilfe - 19. Oktober 2020 - 10:00
„Wir können was bewegen!“ – Unter diesem Motto rief die Welthungerhilfe vom 11. - 18.10.2020 zu einer Aktionswoche für eine Welt ohne Hunger auf. TV- und Sport-Stars wie Max Raabe, Janina Hartwig, Gesine Cukrowski, Jan Sosniok, Jürgen Hingsen oder Klaus Augenthaler nutzten die „Woche der Welthungerhilfe“, um auf den Hunger in der Welt aufmerksam zu machen und Spenden zu sammeln. Im Rahmen der begleitenden #WocheChallenge setzten sich auch zahlreiche Bürger*innen in sportliche Bewegung.
Kategorien: Ticker

Vorbereitung auf Corona-Impfungen: Kein Impfstoff ohne Kühlkette

Unicef - 19. Oktober 2020 - 9:24
Während die Welt noch auf einen Impfstoff gegen das Coronavirus wartet, bereitet UNICEF die größte Impfkampagne aller Zeiten vor. Um wirksam zu sein, müssen Impfstoffe durchgehend gekühlt werden. Doch in vielen Ländern ist es eine Mammutaufgabe, die Kühlkette zu gewährleisten.
Kategorien: Ticker

UNICEF beschafft über eine halbe Milliarde Spritzen für eventuelle Covid-19-Impfungen

Unicef - 19. Oktober 2020 - 9:01
Während weltweit auf einen Covid-19-Impfstoff gewartet wird, hat UNICEF mit den Vorbereitung auf mögliche Impfungen begonnen.
Kategorien: Ticker

Soziale "Tipping Points" könnten entscheidende Hebel im Kampf gegen den Klimawandel sein

reset - 19. Oktober 2020 - 5:39
Laut einer Studie könnten soziale "Tipping Points", auch Kipppunkte genannt, weitreichende gesellschaftliche Veränderungen anstoßen und so den Klimawandel eindämmen.
Kategorien: Ticker

Soziale Kippunkte könnten das globale Klima stabilisieren

reset - 19. Oktober 2020 - 5:39
Laut einer Studie könnten soziale "Tipping Points", auch Kipppunkte genannt, im Gegensatz zu physikalischen, den Klimawandel eindämmen.
Kategorien: Ticker

Warum nachhaltiges Wassermanagement im Bergbau Komplexität berücksichtigen muss

DIE - 18. Oktober 2020 - 13:21

Bei Bergbauunternehmen wächst zunehmend das Bewusstsein dafür, dass sie ihre Wasserrisiken besser eindämmen und intensiver den Dialog auf Augenhöhe suchen müssen. Trotzdem findet Verschmutzung von Wasserressourcen durch Bergbau weiter statt und Konflikte mit lokalen Gemeinden häufen sich. Ein Grund hierfür kann darin liegen, dass wir Gemeinden, Unternehmen und staatliche Behörden zu vereinfacht betrachten und dabei Chancen und Hindernisse für Zusammenarbeit übersehen.

Was steht auf dem Spiel?

Umweltprobleme bilden die Hauptursache für Konflikte zwischen Bergbauunternehmen und Gemeinden. In der jährlichen Umfrage der Unternehmensberatung EY unter Bergbauvertreter*innen stand das Fehlen der „sozialen Genehmigung” – der Akzeptanz der Mine durch die benachbarten Gemeinden – bereits zum zweiten Mal in Folge ganz oben auf der Liste der Geschäftsrisiken. In den vergangene zwanzig Jahren haben Bergbaukonflikte kontinuierlich zugenommen. Der Global Environmental Justice Atlas führt aktuell beinahe 900 Konflikte in Verbindung mit dem Abbau von Mineralien und Metallen auf. Von diesen werden in circa 85 Prozent der Fälle der Verbrauch oder die Verschmutzung von Oberflächen- beziehungsweise Grundwasser als wesentliche Streitpunkte angeführt. Durch die steigende Nachfrage nach bestimmten Mineralien – wie Lithium für die Elektromobilität – nimmt deren Abbau zu und erhöht den Druck auf Wasserressourcen.

Wasserressourcenmanagement im Bergbau berührt Schlüsselaspekte der Agenda 2030, zum Beispiel sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen, Gesundheit und Wohlergehen, weniger Ungleichheiten sowie nachhaltiger Konsum und Produktion. Zu den potenziellen Auswirkungen des Bergbaus gehören die Verunreinigung von Wasser mit Schwermetallen sowie die überzogene Zuweisung von Wasser an Privatunternehmen in Gebieten mit Wasserknappheit. In vielen Fällen sind es marginalisierte Bevölkerungsgruppen, deren Gesundheit, Lebensgrundlage und kulturelle Praktiken durch eine Verschlechterung der Wasserressourcen bedroht sind, während sich die aus dem Bergbau erwachsenden Gewinne häufig in den Händen von Eliten ansammeln. Andererseits liefern Bergbauunternehmen essentielle Rohstoffe für globale Lieferketten und können Arbeitsplätze in ländlichen Gebieten schaffen sowie die lokale Wasserinfrastruktur verbessern.

Wie sehen Lösungen bisher aus?

Auf der 10. Wasserwerkstatt diskutierten Expert*innen aus Praxis und Wissenschaft in den Bereichen Wasser, Bergbau und Entwicklung die Frage, wie negative Auswirkungen des Bergbaus auf Wasserressourcen und von diesen abhängige Bevölkerungsgruppen vermieden werden können. Zu diesem Zweck existieren vielfältige Verfahren. Einige legen die Verantwortung in die Hände staatlicher Behörden, so wie Verordnungen zu Umweltverträglichkeitsprüfungen oder der Gewährung von Bergbaulizenzen. Andere, wie Zertifizierungssysteme oder Due-Diligence-Richtlinien, beruhen auf einer freiwilligen Einhaltung. Allerdings werden diese Verfahren nur selten so umgesetzt wie vorgeschrieben beziehungsweise sind sie nur selten so wirkungsvoll im Hinblick auf die Förderung umwelt- und sozialverträglicher Praktiken wie erwartet. 

Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in der Vielheit von Wasser. Zum einen ist Wasser an sich divers, wie Keynote-Sprecherin Fabiana Li erklärte: für einige ist es ein Wirtschaftsgut, während andere Gewässer als lebende Wesen mit eigenen Rechten sehen, wie einem Existenz- und Bestandsrecht und dem Recht zur Aufrechterhaltung und Regeneration der eigenen Lebenszyklen. Solche verschiedenen Sichtweisen können Verhandlungen erschweren oder zu unerwarteten Konflikten führen. Da Wasser soziale Beziehungen beeinflusst und durch diese beeinflusst wird, tragen Programme zur sozialen Unternehmensverantwortung mit Wasser-Bezug unter Umständen zur Entstehung neuer Ungleichheiten unter Gemeindemitgliedern bei.

Ebenso ist jeder Akteur divers. Bergbauunternehmen bestehen aus unterschiedlichen Abteilungen, die nach verschiedenen Leistungsparametern und disziplinarischen Vorgaben handeln und daher unter Umständen verschiedene Ziele verfolgen. Oft besteht wenig Dialog zwischen den Abteilungen, so dass in einer Abteilung identifizierte Risiken in einer anderen nicht berücksichtigt werden, wie Keynote-Sprecherin Nadja Kunz anmerkte. Staatliche Behörden nehmen häufig widersprüchliche Rollen ein, wie zum Beispiel die Förderung des Mineralabbaus und die Überwachung der Einhaltung von Umweltvorschriften zugleich. Auch Gemeinden verfolgen selten einmütig ein einziges Ziel. Vielmehr bestehen auch hier diverse Formen der Positionierung in Bezug auf den Bergbau parallel zueinander. Sie rücken in den Vordergrund, wenn Gemeindemitglieder mit Unternehmen über die Nutzung von Wasserressourcen verhandeln.

Gemeinden, Unternehmen und staatliche Behörden werden im Rahmen von Forschung und politischen Interventionen oft als monolithische Gebilde behandelt. Spannungen, die durch die interne Vielheit dieser Akteure entstehen, werden überspielt. Interventionen und Forschungsansätze, die Unternehmen, Gemeinden und staatliche Behörden mit Hinblick auf ihre sozialen Bindungen betrachten, sind eher in der Lage, Anknüpfungspunkte für einen Dialog über Akteursgrenzen hinweg zu identifizieren. Sie können potentiell strittige Fragen frühzeitig erkennen, kontextualisieren und aufgreifen. Die Anerkennung bestehender Komplexität im Wasser- und Bergbaumanagement bildet daher einen ersten Schritt hin zu einer klarsichtigeren Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Gemeinden und staatlichen Behörden.

Kategorien: Ticker

bl-dem-trump-reinoehl

E+Z - 17. Oktober 2020 - 19:14
This Trump scandal deserves more attention

The background story is that Michael Reinoehl was shot dead by federal marshals in Washington state on 3 September. He was suspected of having killed a right-wing activist in Portland, Oregon, a few days earlier. At first, the security forces stated that Reinoehl had produced a gun when they wanted to arrest him. As the Washington Post reported in great detail last week, however, eyewitnesses tell a different story (paywall).  They say that the police officers did not identify themselves and started shooting immediately. Reinoehl’s gun was found in his pocket, which means he was not pointing it at anyone when he was killed.

The Trump administration wants people to believe that Reinoehl was a left-wing terrorist. Trump hopes that spreading fear of leftists will help him win the election in November, tough so far. most US citizens do not seem to fall for that kind of proganda. Trump’s Attorney General William Burr declared that streets in the USA are safer with Reinoehl dead, however.

What we know is that Reinoehl owned firearms, which is permitted in the USA, that he declared himself to be an anti-fascist, and that he provided security-services for Black Lives Matter protests in Oregon. What we do not know is what exactly happened in Portland the night the right-wing activist was shot. Even if Reinoehl was guilty of murder - which is possible, but unproven - he would certainly have deserved a fair trial. Instead, the security forces apparently killed him immediately.

The next twist in the story is particularly bizarre. Trump proudly told his supporters in Greenville about Reinoehl's death. He said that the marshals "knew who he was, did not want to arrest him and in 15 minutes that ended”. He also said: “We sent in the US marshals.” That, of course, is does not amount to an admission of ordering them to kill the suspect rather than to arrest him. But it does show that Trump endorses extrajudicial killings in principle, which in turn means that he is not at all interested in the rule of law.

This story deserves more attention. Yes, I know, it is probably not overly cynical to presume that many governments breach laws when they assume that is the raison d’état. The fact that such things happen, however, does not make them acceptable. In today’s world, even dictators prefert to pretend they are playing by the rules. They hardly admit extrajudicial killings, though they may well want opponents to believe them capable of such action.

A president who proudly boasts that security forces killed someone they did not want to arrest, basically proves himself unfit for office. US media are currently overburdened. They struggle to cover the endless stream of Trump scandals. To many journalists, Portland’s nights of unrest may seem like the story of many weeks ago. Some media organisations (for example salon.org) are still paying attention to Reinoehl’s death, but the majority of media professionals don’t seem to believe that every outrageous remark by Trump deserves attention. They have a point, but in this case, I think  they are wrong. When the president of the United States endorses an extrajudicial killing, that should be a top story.

Kategorien: Ticker

17.10.2020 Weltbank-Jahrestagung: Minister Müller schiebt klimafreundliche Investitionen zur Überwindung der Wirtschaftskrise in Entwicklungsländern an

BMZ - 17. Oktober 2020 - 8:00
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller nimmt als deutscher Gouverneur an der heutigen Jahrestagung der Weltbank teil. Dazu erklärte er: "Die Corona-Krise hat bereits verheerende Auswirkungen auf Entwicklungsländer: Millionen Menschen stehen durch das Zusammenbrechen der Lieferketten ohne Arbeit und Einkommen vor dem Nichts. 130 Millionen Menschen fallen zusätzlich in Hunger und Armut."...
Kategorien: Ticker

Nachhaltig verunsichert (Buchbesprechung)

DIE - 16. Oktober 2020 - 15:46

Besprechung des Buches von Wolfram Stierle, Über Leben in planetarischen Grenzen. Plädoyer für eine nachhaltige Entwicklungspolitik, Roßdorf: oekom verlag GmbH 2020.

Kategorien: Ticker

Alte Muster, neue Inhalte

E+Z - 16. Oktober 2020 - 14:37
Im arabischen Raum greifen Corona-Fake-News alte Verschwörungstheorien auf

Auf Facebook verbreitete sich die Geschichte einer japanischen Familie, die zum Islam übergetreten sein soll, nachdem sie von Corona geheilt wurde. Ein Bild zeigte einen asiatisch aussehenden Mann mit drei Kindern. Doch die Factchecking-Plattform Fatabyyano fand heraus, dass es sich um eine Falschinformation handelte: Der Mann ist zwar tatsächlich zum Islam übergetreten, allerdings vor mehr als 20 Jahren. Und das Bild ist fünf Jahre alt.

Noch populärer im arabischsprachigen Netz war ein Video mit einem ähnlichen Inhalt: Eine chinesische Frau soll wegen Corona zum Islam übergetreten sein. Im Video sagt sie vor einem islamischen Würdenträger das Glaubensbekenntnis auf. Die Factchecker stellten fest, dass auch diese Frau lange vor Ausbruch der Pandemie zum Islam übergetreten ist.

Die Beispiele zeigen, wie Ereignisse rund um Covid-19 im arabischen Raum mit altbekannten Mustern verbunden werden. Dazu gehört die Überzeugung von der Überlegenheit der eigenen Religion und die Bestätigung dieser Überlegenheit beispielsweise durch Übertritte zum Islam. In die gleiche Richtung gehen Falschnachrichten, die zu Beginn der Coronakrise verbreitet waren, etwa, dass das Virus nur Nichtmuslime treffe oder dass es ausgebrochen sei, um China für sein repressives Vorgehen gegen die muslimische uigurische Minderheit zu bestrafen.

Ein Video, das vor allem in WhatApp-Gruppen kursierte, sollte belegen, dass viele Italiener zum Islam übergetreten seien, nachdem der italienische Ministerpräsident zugegeben habe, die Kontrolle über die Krankheit verloren zu haben. Aber auch in kleinen Gemeinschaften ist dieses Muster verbreitet, zum Beispiel in palästinensischen Flüchtlingslagern im Libanon. Zu Beginn der Pandemie waren Nachrichten in Umlauf, die behaupteten, dass die Campbewohner von der Infektion geschützt seien, weil sie moralisch überlegen seien.

Einige Fake News haben ihren Ursprung in Europa und wandern dann ins arabischsprachige Netz – etwa über die Wirkung des Medikaments Chloroquin, die Rolle von Bill Gates oder die angeblichen negativen Auswirkungen des 5G-Mobilfunks beim Ausbruch von Corona.

Laut dem Factchecker Moustafa Elsayed von der Plattform Fatabyyano sind es in erster Linie Privatpersonen, die diese Falschnachrichten fabrizieren und verbreiten. Viele wollten dadurch bekannt werden, hätten kein Vertrauen in internationale Organisationen und ihre Regierungen und bewegten sich in digitalen Blasen. Sogar Menschen im Gesundheitswesen seien darunter: Sie verstünden wissenschaftliche Studien falsch, gingen unkritisch damit um oder würden von der Theorie geleitet, dass die reiche Welt einen Feldzug gegen die Armen führe und Corona ein Mittel dafür sei.

Viele Menschen suchen nach Erklärungen für die dauerhaft desolate Lage der arabischen Welt. Verschwörungstheorien bieten einfache Erklärungsmuster. So ist die Annahme sehr verbreitet, dass die ganze Welt den Islam und die arabische Welt bekämpfe. Je nach Standpunkt des Betrachters variiert der Feind.

Verschwörungstheorien werden auch auf einzelne Länder heruntergebrochen oder auf Religionsgruppen oder andere Gemeinschaften in einzelnen Ländern, zum Beispiel im Libanon. Als Corona-Infektionen zunächst in vorwiegend von Christen bewohnten Gebieten auftraten sowie in einer Stadt im marginalisierten Osten des Landes, kursierten schnell Falschnachrichten, dass Angehörige anderer religiöser Gruppen die Infektionen bewusst gestreut hätten, um den Christen beziehungsweise den Bewohnern der Stadt zu schaden.

Das Phänomen der Verschwörungstheorien und Falschnachrichten im arabischen Raum ist eng verbunden mit der sehr eingeschränkten Pressefreiheit und der Informationspolitik der Regierungen. Das Misstrauen vieler Menschen gegenüber ihren Regierungen beruht auf jahrzehntelangen bitteren Erfahrungen. Warum sollten sie ausgerechnet jetzt, in Corona-Zeiten, den offiziellen Stellen trauen?

Mona Naggar ist Journalistin und Trainerin. Sie lebt in Beirut, Libanon.
mona.naggar@googlemail.com

Kategorien: Ticker

MISEREOR global: Verbindungsstelle Brasilien

Misereor - 16. Oktober 2020 - 13:14
In kurzen Selbstporträts stellen wir Menschen vor, die für MISEREOR in den Dialog- und Verbindungsstellen vor Ort arbeiten. Stefan Kramer leitet seit 2015 die Verbindungsstelle in Brasilien und beschreibt die aktuellen Herausforderungen und wie er aus seiner Arbeit Motivation und Hoffnung schöpft.

Weiterlesen

Der Beitrag MISEREOR global: Verbindungsstelle Brasilien erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

Auf 2 Rädern durch Deutschland und die Welt: Fahrradwege in Städten

EINEWELTblabla - 16. Oktober 2020 - 12:43

Seit einiger Zeit nutzen immer mehr Menschen das Fahrrad oder E-Bike, um in der Stadt oder auf dem Land von A nach B zu kommen. Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen: Klimaneutrale Fortbewegung, frische Luft, Bewegung und idealerweise auch schnelleres Vorankommen im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln. Eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach bestätigt in ihrem Mobilitätsmonitor 2020, wonach die Anzahl der Radfahrer*innen von 17 auf 22 Prozent gestiegen ist.

Viele begründen diesen Anstieg mit der anhaltenden Corona-Pandemie. Die Menschen weichen überfüllten Zugabteilen und Bahnhöfen aus und steigen aufs Fahrrad um – der womöglich sicherste Weg eine Ansteckung zu vermeiden. Im Zuge dessen entstanden im März auch die ersten sogenannten Pop-up-Radwege in Kolumbiens Hauptstadt Bogotá und auf Straßen deutscher Städte wie Hamburg, Berlin und Stuttgart. Die Menschen sollten aufgrund der Corona-Pandemie auch beim Radfahren die Möglichkeit haben, genügend Abstand zu halten. Dankend nahmen die Radfahrer*innen die fahrbahnbreiten Radwege an: endlich genügend Platz auf den Straßen.

Doch in den meisten Städten ist der Traum von breiten und sicheren Fahrradwegen noch ein weit entfernter. Jede*r Radfahrer*in kennt Situationen, die akut gefährlich oder gar lebensbedrohlich waren. Schlechte Ampelschaltungen, eine Fahrradspur, die mit dem Bus geteilt werden muss und abbiegende Autos stellen dabei die größte Gefahr dar. Aber auch allgemeine Missgunst gegen Radfahrer*innen und grundlose Beschimpfungen sind Alltag auf den Straßen. Das Thema Sicherheit ist somit für Radfahrer*innen ein großes Problem.

Fahrradwege weltweit

Entspannter ist die Lage in einigen europäischen Städten. Kopenhagen, Utrecht, Amsterdam, sicherlich bekannt für ihre fahrradfreundlichen Investitionen, doch gerade deswegen auch immer wieder erwähnenswert. Denn stete Vorfahrt, kilometerlange Fahrradnetze und große Fahrradparkhäuser machen die Fortbewegung mit dem Fahrrad hier deutlich leichter. Die Städte scheuen sich nicht einige Millionen Euro dafür in die Hand zu nehmen. Auch ein Blick über den Tellerrand hinaus lohnt sich. 2019 wurde in Chinas Hauptstadt Beijing ein 6,5 km langer Radweg ausschließlich für Radfahrer*innen eröffnet. Er verbindet die Bezirke Huilongguan und Shangdi zwischen denen täglich rund 11.600 Pendler*innen verkehren.

Fahrradwege für Fahrradfahrer*innen, möglichst separat, und Fahrradnetze, die schnell und effizient durch die Städte führen, sind somit die wichtigsten Aspekte hin zu einer fahrradfreundlicheren Zukunft.

Du möchtest etwas tun?

Es bleibt die Hoffnung, dass die neu geschaffenen Radwege einfach bleiben. Eine Möglichkeit sich für eine bessere Radinfrastruktur einzusetzen ist die sogenannte Critical Mass. Radfahrer*innen treffen sich bei dieser Aktionsform scheinbar zufällig und machen mit gemeinsamen Fahrten durch ihre Stadt auf die Belange und Rechte von Fahrradfahrer*innen im Verkehr aufmerksam. Die erste Critical Mass fand schon 1992 in San Francisco statt, in Deutschland wurde sie 1997 in Berlin ins Leben gerufen. Hier kannst du rausfinden wann und wo die nächste Critical Mass in deiner Stadt stattfindet.

-Selma-

Das Beitragsbild ist von Sergio Souza auf Unsplash.

 

Der Beitrag Auf 2 Rädern durch Deutschland und die Welt: Fahrradwege in Städten erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

Kategorien: Ticker

Beyond vested interests: reforming international co-operation post COVID 19

DIE - 16. Oktober 2020 - 12:39

Governments around the world have taken action to reduce the socio-economic impacts of the lockdown, mainly be investing in social protection schemes, but often they have not been able to cover all those in need. After initial difficulties in international coordination, the challenge now lies in reconciling pandemic control with the sustainable development goals: climate protection, economic consequences, inequality, conflicts, and basic human demands. But, the international co-operation system as it exists today, however, does not seem to be fit to adequately deal with this complex situation. Therefore, truly global, international co-opration should take a shared interest in the global common good as its starting point, forging solid alliances and institutions that protect it.

Kategorien: Ticker

16. Oktober 2020

ONE - 16. Oktober 2020 - 11:56

1. IWF für Schuldenerlass für arme Länder
Wie Winand von Petersdorff-Campen in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung berichtet, hat Weltbank-Chef David Malpass bekannt gegeben, dass die Weltbank 12 Milliarden Dollar für die Unterstützung armer Länder zur Verfügung stellen wird. Das Soforthilfepaket soll Entwicklungsländern dabei helfen, Impfstoffe und Medikamente zu kaufen sowie ihre Corona-Teststrategien zu verbessern. Zusätzlich wolle die International Finance Corporation, die Weltbanksparte zur Finanzierung der Privatwirtschaft, vier Milliarden US-Dollar bereitstellen, “um die Produktion von Medizingütern einschließlich Impfstoffen zu fördern“. Laut der Direktorin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Kristalina Georgiewa, sei eine wirtschaftliche Erholung für das kommende Jahr nur möglich, wenn die Verbreitung des Virus weltweit gestoppt werde. Außerdem weist Georgiewa auf die Situation ärmerer Länder hin: Diese seien überfordert, haben Mittelengpässe und benötigen daher mehr Spenden, Kredite und einen Schuldennachlass.

2. Kenia: Jugend startet Nahrungsmittelproduktion
Wie Antje Diekhans in der Tagesschau berichtet, unterstützt die UN-Ernährungsorganisation FAO junge Bäuerinnen und Bauern in Kenia. Die Landwirtschaft mache ein Drittel der kenianischen Wirtschaftskraft aus. Während die Bevölkerungszahl in dem ostafrikanischen Land boomt, steige der Altersdurchschnitt der im landwirtschaftlichen Bereich tätigen Menschen. Schon jetzt müssen Grundnahrungsmittel importiert werden. Deshalb habe sich Kenias Jugend gefragt, wie die Nahrungsmittelproduktion vor Ort weitergehen soll, so Joy Ngui von der FAO. Die FAO arbeite eng mit Kenias Jugend zusammen und vermittle Know-How, das die jungen Menschen auf ihren eigenen Feldern anwenden können

3. Die Afrika-Politik der EU: Quo vadis?
Im Leitartikel in den Stuttgarter Nachrichten plädiert Christoph Reisinger für eine bessere Koordination der europäischen Afrika-Politik. Es sei an der Zeit für eine kritische Bestandsaufnahme. Die EU solle sich fragen, warum sich zum Beispiel die Sicherheitslage in Mali nicht verbessert habe – trotz des jahrelangen Einsatzes tausender EU-Soldat*innen. Es komme nicht auf die Formulierung, sondern auf die konkrete Umsetzung der Ziele der Afrika-Strategie an. Zudem spiele die Zeit eine tragende Rolle: Der afrikanische Kontinent habe nicht nur mit den Folgen des Klimawandels, sondern auch mit vielerorts prekären Lebensverhältnissen und teilweise sogar bewaffneten Konflikten zu kämpfen. Derzeit diskutiere die EU zudem über Schuldenerleichterungen für afrikanische Länder. Reisinger mahnt, dass die EU dabei nicht vergessen dürfe, wie manche Länder mit früheren Schuldenkürzungen oder –erlassen umgegangen sind.

The post 16. Oktober 2020 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Digital sidewalks: using urban theory to understand technology use among migrants in Bogota

DIE - 16. Oktober 2020 - 11:13

When we think about how digitalization and the internet affect the lives and opportunities for migrants, it is important to think beyond the supply side of having a smartphone and affording mobile data. For development agencies and municipalities who want to use technology in their work, they also have to think about demand. The meaning that people find in the neighborhood around them, through connections to the characters that make up the community, drives demand for digital connections. If development practitioners focus on creating the social, political and legal space for migrants to live full urban lives, migrants’ use of technology to augment that urban life will follow.

Kategorien: Ticker

Brasilien: Gewappnet für trockene Zeiten

Misereor - 16. Oktober 2020 - 10:52
Im Nordosten Brasiliens leben kleinbäuerliche Familien unter erschwerten Bedingungen. Sie müssen mit langen Trockenzeiten und großer Wasserknappheit umgehen. Gute Agrarerträge und damit auch die eigene Versorgung mit Lebensmitteln sind immer wieder gefährdet. Doch die Lage ist nicht ausweglos – im Gegenteil.

Weiterlesen

Der Beitrag Brasilien: Gewappnet für trockene Zeiten erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

Kategorien: Ticker

Süße Erfolge gegen bittere Realität

Welthungerhilfe - 16. Oktober 2020 - 10:49
Kakaobäuerinnen und Kakaobauern in Sierra Leone arbeiten hart, um von ihren Erträgen leben zu können. Große Gewinne machen sie mit dem Zuliefern des Rohstoffes allerdings nicht. Ein Projekt der Welthungerhilfe legt nun die Basis dafür, dass Farmerfamilien mehr Geld für ihre Ware bekommen. Gerade jetzt während der Covid-19-Pandemie ist ein stabiles Einkommen besonders wichtig, um Ausgaben für Ernährung und Gesundheit sicherzustellen.
Kategorien: Ticker

Mit Textilien Konflikte verarbeiten

Engagement Global - 16. Oktober 2020 - 9:27
2016 Simbabwische Arpillera "Warten auf Nahrung", ausgestellt in der Ausstellung "Poesie des Nähens" in Freiburg, Deutschland, 2020. Foto: Ukuthula Trust © Conflict Textiles

Bei der Ausstellung „Poesie des Nähens – Konflikt-Textilien“, die von Januar bis März 2020 in Freiburg im Breisgau besucht werden konnte, standen textile Bilder aus verschiedenen Ländern des Globalen Südens im Mittelpunkt. Das Besondere dieser textilen Bilder: Die Näherinnen und Näher haben damit Konflikte in ihren Ländern dargestellt und verarbeitet. Je nach Herkunftsland, darunter Mexiko, Afghanistan und Simbabwe, wurden die Werke in unterschiedlichen Techniken wie Arpilleras, Quilts oder Wandteppichen gefertigt.

Begleitet wurde die Ausstellung von Führungen und Workshops, die sich an Schülerinnen und Schüler ab Klasse 8 sowie interessierte Gruppen richteten. Mit Hilfe der ausgestellten Textilien, auf denen Motive zu den Themen Menschenrechte, Rolle der Frau oder Artensterben zu sehen sind, wurde Wissen zu den abgebildeten Themen vermittelt. Dabei ging es beispielsweise um die Lebenswelt der Menschen in anderen Ländern oder darum, sein eigenes Verhalten zu überdenken.

Die Ausstellung wurde vom Aktionsgruppenprogramm (AGP) von Engagement Global gefördert und vom eine welt forum freiburg und P.A.K.T. e.V. in der Volkshochschule Freiburg veranstaltet. Die gezeigten und viele weitere Werke sind im Archiv für Conflict Textiles an der Ulter University in Nordirland erfasst.

AGP bezuschusst kleinere Projekte, die das Verständnis für Entwicklungs- und Transformationsländer in Deutschland fördern und zu einer kritischen Auseinandersetzung mit entwicklungspolitischen Themen anregen. Es spricht Menschen in Schulen, Kindergärten, ehrenamtlichen Initiativen, Gruppen und Vereinen an.

Das in Freiburg ausgestellte Bild „Waiting for Food“ wurde im Jahr 2016 von Martha Moyo genäht. Die Frau aus Simbabwe lädt mit dem Bild dazu ein, in ihre Welt einzutreten. Zwei Aussagen sind Martha Moyo wichtig: „Hungernde Menschen im ländlichen Simbabwe warten auf Hilfslieferungen des Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen. Sie hoffen, dass diese Lieferungen sie erreichen und nicht von gierigen Politikern gestohlen werden.“

Laut Conflict Textiles leben in Simbabwe mehr als 60 Prozent der Menschen von weniger als 1,25 Dollar am Tag. Fast ein Drittel der Bevölkerung leidet unter Ernährungsunsicherheit. Diese wird durch Naturkatastrophen wie Dürren oder Überschwemmungen, aber auch durch ökonomische und politische Instabilität weiter verschärft.

Weltweit sind es 690 Millionen Menschen, die laut Aktion Deutschland Hilft unter Hunger leiden. Das bedeutet, dass jeder elfte Mensch nicht genug zu essen hat. Etwa zwei Milliarden Menschen haben keinen regelmäßigen Zugang zu sicherer, nahrhafter und ausreichender Nahrung. Sie leiden also nicht nur unter Ernährungsunsicherheit, sondern auch an Mangelernährung. Gleichzeitig sind rund 13 Prozent der Erwachsenen weltweit übergewichtig.

Mit dem Ziel, Ernährung für alle sicherzustellen, wurde am 16. Oktober 1979 die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen gegründet. Seit dem wird jedes Jahr am 16. Oktober der Welternährungstag begangen, an dem auf das weltweite Hungerproblem aufmerksam gemacht wird.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren