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Engagement Global weiht neuen Hauptsitz ein

Engagement Global Presse - 16. September 2021 - 17:07
Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, sowie Ingrid Arenz, administrative Geschäftsführerin, und Dr. Jens Kreuter, Hauptgeschäftsführer von Engagement Global, bei der Einweihung der neuen Geschäftsräume. Foto: Jo Hempel

Seit neun Jahren arbeitet Engagement Global von Bonn und sechs Außenstellen aus für ein gerechtes und nachhaltiges globales Miteinander – mit verschiedenen Förderprogrammen sowie zahlreiche Projekten, Initiativen und Angeboten. Mit dem Umzug in die Friedrich-Ebert-Allee (FEA) sind erstmals alle Bonner Liegenschaften der gemeinnützigen Gesellschaft des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unter einem Dach vereint. Das feierten um die 300 von inzwischen fast 800 Kolleginnen und Kollegen bei einem Festakt in der FEA – für viele war es das erste Wiedersehen in Präsenz seit fast anderthalb Jahren.

Bereits im November 2020 ist Engagement Global in das vierstöckige Gebäude gezogen. Die Einweihungsfeier wurde pandemiebedingt verschoben, damit möglichst viele Kolleginnen und Kollegen, auch aus den sechs Außenstellen, bei dem Ereignis dabei sein können.

„Es ist mir eine besondere Freude, so viele Kolleginnen und Kollegen nun endlich wieder persönlich begrüßen zu können und mit ihnen gemeinsam unsere neuen Räumlichkeiten einzuweihen und zu erkunden“, betonte Hauptgeschäftsführer Dr. Jens Kreuter. „Das neue Gebäude ist auch ein Symbol dafür, wie viel wir mit vereinten Kräften und gemeinsam mit unseren Partnern erreichen können.“

Auch die dreiteilige Kunstinstallation „bigger picture“, die auf der Feier gemeinsam mit Hans-Peter Baur, Unterabteilungsleiter im BMZ, enthüllt wurde, spiegelt die Vielfalt wie auch das Wachstum der Organisation wieder. Alle jetzigen und zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können an eine der drei Stahlfiguren, die das Logo von Engagement Global repräsentieren, selbstbemalte kleine Tafeln anbringen. Zusammen bilden sie eine Kunstinstallation, die zukünftig das Foyer der Organisation schmücken wird. Ihre Botschaft: Bei Engagement Global haben alle einen Anteil am großen Ganzen.

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“Es zeigte mir die Macht junger Menschen” – eine ehemalige Jugendbotschafterin berichtet

ONE - 16. September 2021 - 15:47

Die ehemalige Jugendbotschafterin Vanessa berichtet von ihren Erfahrungen bei ONE.

Als Kind binationaler Herkunft, der deutschen Unterschicht entsprungen und als Erste in meiner Familie die studiert hat, musste ich viel Durchhaltevermögen und Entschlossenheit beweisen, um im Leben voranzukommen. In meiner Kindheit und Jugend, habe ich aus erster Hand erfahren, wie homogen öffentliche Diskussionen sind. Und wie dies zu uniformen Entscheidungen führt, die zu oft nicht repräsentativ für die Menschen sind, die sie betreffen. Die Erfahrung von materieller Knappheit, Armut und der daraus resultierenden Stigmatisierung haben mich und die Menschen um mich herum geprägt. Auf Grund der von mir selbst erlebten Ungleichverteilung von wichtigen Ressourcen, wurde mir schnell klar, dass sich diese Umstände sowohl innerhalb als auch zwischen Staaten finden lassen. Mein Aufwachsen in Deutschland stellte sicher, dass meine Grundbedürfnisse befriedigt wurden. Wäre ich jedoch in Sierra Leone geboren, wäre mein Leben ganz anders verlaufen. Der Geburtsort meines Vaters gilt trotz seines Ressourcenreichtums als eines der ärmsten Länder der Welt. 60 % der Bevölkerung leben unterhalb der nationalen Armutsgrenze und 70 % aller jungen Menschen sind entweder unterbeschäftigt oder arbeitslos.

Mitmachen und Einmischen

Schon als Kind spürte ich Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten, seien sie in unmittelbarer Nähe oder auch in der Ferne, weit weg von Zuhause. Rückblickend hat mich meine Unzufriedenheit mit dem Status quo dazu bewogen, Psychologie zu studieren. Es trieb mich an, menschliches Verhalten zu erforschen und zu verstehen, den öffentlichen Diskurs neu zu gestalten und letztlich die richtigen psychologischen Werkzeuge einzusetzen, um die Gesellschaft positiv zu beeinflussen. Ebenso engagiere ich mich seit jeher im Kampf gegen (globale) Ungleichheiten, was mich dazu veranlasste, zwischen 2016 und 2018 am Jugendbotschafter*innen Programm von ONE teilzunehmen.

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Meine Zeit als Jugendbotschafterin

Gemeinsam mit vielen anderen jungen und engagierten Aktivist*innen setzte ich mich für Maßnahmen ein, die auf die Beendigung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten, die wirtschaftliche Stärkung von Mädchen und Frauen sowie eine nachhaltige Entwicklung insbesondere in Afrika südlich der Sahara abzielen. Ich traf mich mit nationalen wie auch globalen Führungspersönlichkeiten und politischen Entscheidungsträger*innen und diskutierte die Bedeutung von Entwicklungsinstrumenten wie dem Globalen Fonds. Ich sprach mit Mitbürger*innen und Journalist*innen über die Auswirkungen extremer Armut, um das Bewusstsein zu schärfen und zu diskutieren, wie Ressourcen umverteilt werden können und sollten. Ich forderte die Menschen auf, Petitionen zu unterschreiben, nahm an Protesten teil und war Teil verschiedener Medienauftritte, die dazu beitrugen, die Korruption und die Notwendigkeit einer hochwertigen Bildung zu beleuchten. Und dadurch konnte ich mir eine unschätzbare Menge an Wissen und Soft Skills aneignen, die mich auf spätere Abschnitte meines Lebens vorbereiteten.

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Mein persönliches Highlight? Die deutsche Jugend beim Youth 7 2018 – einem formellen G7 Engagement Group Summit – in Ottawa, Kanada, vertreten zu dürfen (ich habe hier zusammen mit meiner mit-Alumna Luisa darüber geschrieben). 32 Jugenddelegierte aus der gesamten G7 hatten die Aufgabe, konkrete Politikempfehlungen in den Bereichen Gleichstellung der Geschlechter, Zukunft der Arbeit und Klima & Umwelt zu formulieren. Ich vertrat die deutsche Jugend zum Thema Geschlechtergleichstellung – eine herausfordernde Aufgabe, auf die ich mich nicht ausreichend vorbereitet gefühlt hätte, wäre ich nicht so stark in die #povertyissexist-Kampagne von ONE eingebunden gewesen. Der Prozess war unglaublich anregend, anspruchsvoll, aber auch erfreulich, denn am Ende erkannten die Y7, dass Mädchen und Frauen, die in extremer Armut leben, am stärksten von Geschlechterungleichheiten betroffen sind. Konkret schlugen wir vor, dass die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit unseres jeweiligen Landes 0,7 % des Bruttonationaleinkommens betragen sollte und dass sich die Vergabe der Mittel in erster Linie darauf konzentrieren sollte, Frauen die grundlegenden Menschenrechte zu gewähren, indem systematische Hindernisse für grundlegende Finanzdienstleistungen, hochwertige Bildung und Landbesitz beseitigt werden.

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Die Zeit danach

Meine offizielle Zeit als Jugendbotschafterin endete, als ich meinen Bachelor-Abschluss in Psychologie machte und nach Costa Rica zog, um im Entwicklungssektor zu arbeiten. Ich half bei der Konzeption einer regionsweiten Strategie für die Jugendarbeit, unterstützte und leitete verschiedene Strategieprozesse zur Stärkung kleiner Unternehmen und der lokalen Wirtschaft und arbeitete an Initiativen zur Katastrophenvorsorge und Resilienz in den informellen Siedlungen von Portmore, Jamaika. Heute lebe ich in London, wo ich derzeit im Rahmen eines M.Sc. in Psychology of Economic Life an der London School of Economics and Political Science die Schnittmenge von Verhaltenswissenschaft, Soziologie und Wirtschaftstheorie erforsche. Neben meinem Studium bin ich Gastwissenschaftlerin an der Harvard Business School, wo ich mich besonders auf wirtschaftliche Ungleichheiten und Intergruppenbeziehungen konzentriere. Das bedeutet: Ich habe endlich einen Weg gefunden, meine Liebe zur Psychologie mit meinem tief verwurzelten Wunsch zu verbinden, den sozialen Wandel hin zu inklusiveren und egalitäreren Gesellschaften voranzutreiben. Nach der LSE werde ich als Mercator Fellow on International Affairs an der Gestaltung von evidenzbasierten und menschenzentrierten Lösungen für sozialpolitische und armutsbekämpfende Initiativen arbeiten.

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Rückblickend ist mir klar, dass das ONE Jugendbotschafter*innen Programm eine große Rolle für meine persönliche und berufliche Entwicklung gespielt hat. Es hat mir geholfen, meine Berufung zu finden und mich als Aktivistin zu identifizieren – eine aktive Teilnehmerin in der gesellschaftspolitischen Landschaft. In vielerlei Hinsicht hat mich diese Reise darin bestärkt, dass Veränderungen möglich sind, wenn genug Menschen sie fordern. Die Zeit bei ONE hat mir die notwendigen Werkzeuge und das Wissen vermittelt und das richtige Netzwerk von Gleichgesinnten gegeben, um uns gegenseitig zu unterstützen. Es zeigte mir die Macht junger Menschen und motivierte mich, andere zu inspirieren und zu befähigen, sich dem Kampf gegen Ungleichheiten und ungerechte Systeme anzuschließen.

Kurzum, wenn du dies liest, etwas verändern willst, aber nicht weißt, wo du anfangen sollst: ONE könnte genau dieser Ort des Handelns für dich sein. Viel Glück auf deinem Weg!

 

Möchtest du mehr über das Jugendbotschafter*innen Programm erfahren? Dann schaue hier nach: https://www.one.org/de/mach-mit/jugendbotschafter-innen/ 

 

 

 

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Learning from the Afghanistan debacle – But what exactly?

DIE Blog - 16. September 2021 - 14:00

With the takeover of Afghanistan by the Taliban only a few weeks after the withdrawal of international troops, the mission failed to leave behind stable functioning state structures which would be resilient enough to withstand military pressure from the Taliban, care for the population and be respected by it.

The failure in Afghanistan casts doubts over the usefulness of military interventions and state-building driven from the outside. However, assuming that not all interventions are doomed to fail, what lessons can be drawn for ongoing counter-terrorism coalitions in the Sahel or Lake Chad region as well as for peacekeeping operations encountering terrorist and militant groups? I propose five reflection points:

Debating interventions

We need an open, honest and nuanced debate around the effectiveness of military interventions which includes peacekeeping operations and counter-terrorism coalitions. Simplistic messages like ‘peacekeeping works’ or ‘military interventions are generally harmful’ are not helpful at all! It is neither acceptable to let terror groups spread without militarily containing them nor can we simply turn away from the deadlock situation in which many international mission find themselves in.
Peacekeeping operations are increasingly deviating from basic principles such as host-country consent, minimum use of force and political neutrality. This results from the splintering of militant groups, increased terrorism and often weak domestic governance structures. The majority of recent missions (Central African Republic, DRC, Mali, South Sudan, Somalia) face an environment displaying persistently high degrees of violence (even after years of deployment) and no clear exit strategy. Such a situation is not sustainable! The risk of donor fatigue in the civilian sector, a gradual withdrawal of troops and losing support from the local population increases over time.
Comprehensive mandates comprising of a mix of peace-building, peacekeeping and nation-building instruments are often desirable but not implementable in the medium term. Realistic achievable mandates need to be designed which should not be seen as a form of downsizing or anti-liberal defeat. It is rather a question of what goals should be prioritized and can be achieved realistically. As the UN Secretary-General aptly formulated it by “attempting too much we dilute our efforts and weaken our impact.”¹ Mandating 209 tasks for the UN Mission in South Sudan is over burdening the operation. “Mandate inflation” needs to end.

Resources don’t fix everything

The amount of resources spent for conflict resolution matters far less than the ability to have broad-based local buy-in for international operations. Simply said, no amount of resources (military or civilian) is likely to override local ‘deficits’. Broad-based host-country consent which extends beyond domestic elites, cannot be bought through international aid. If the impression of predominance of external interests prevails, programmes are merely executed on the population but not developed with them. Where it is lacking, sustainability of progress is in jeopardy. Past debates around peacekeeping effectiveness have concentrated too much on resource supply and too little on ownership.

Raising Awareness

Most peacekeeping missions and counter-terrorism coalitions are in deep crisis but this has not triggered much concern among troop contributing countries or multilateral organizations. As of now there is too little awareness of the fragile situation in which we are in. In the Sahel the security situations has not improved markedly since the setting up of the G5 Sahel Joint Force. In the Lake Chad Basin, the fight against Boko Haram is not progressing further despite initial gains. In Somalia, Al-Shabaab cannot be defeated militarily. As long as military operations continue, much needed governance reforms are often marginalized. Excessive investment in armed forces is upsetting the military/civilian balance to the advantage of the former. In extreme cases political systems get militarized resulting in unnecessary use of force against civilians or increasing the likelihood of coup d’états (Mali 2021). In both cases national forces turn out to be threats to the population which they are sponsored and trained to protect while at the same time the terrorist threat is not dissolving.

The Double Governance Crisis

There is a real crisis of governance. This crisis does not only manifest itself at the local level (the inability of host-countries to erect stable and fair governance institutions) but is also a crisis of the international community which fails in state-building. Even less military heavy UN peacekeeping operations are hardly able to kick start country-wide governance improvements.² In other words these missions are not able to deliver. In the long-run the absence of profound governance improvements bears the risk of relapsing into armed conflict. The goal should be to support building communities which are able manage conflicts on their own.

Accepting Complexity

The character of many conflicts is shaped by complexity which means a high degree of uncertainty over outcomes and non-linearity. These kind of conflicts often do not produce clear winners. Influencing them from the outside is possible, but steering capacities remain limited. However, the response to conflicts is often guided by the implicit belief that, only with the right instrument and enough resources available, a solution can be enforced or administrated. Such a thinking is not likely to succeed. Instead of delivering solutions, these need to be generated within the specific conditions in which conflicts are taking place. In the end, conflict resolution is shaped by self-organization. Accepting these realities by international donors of not being the key drivers of change but merely the facilitators of slow gradual change often clashes with the too high expectations international organizations have created in order to receive donor support.

In Conclusion

The overall situation is uncomfortable, but not hopeless. There are no quick or easy solutions and no deployment can guarantee success. Critical for progressive change is the awareness that the underlying problems cannot be fixed through throwing more resources at conflicts. The very nature of the problem only allows external interveners limited impact. Instead of working with too comprehensive mandates missions need to focus on achievable goals and manage international and host-country expectations accordingly. Achieving military goals such as pushing back militants are not sustainable if governance structures are not embedded in society. The problem is that train-and-equip programmes for national armed forces often seem to deliver quick results while governance and societal support and domestic transformation are lagging behind considerably. Bridging this time gap should be prioritized.

¹ Antonio Guterres, Remarks to Security Council High-Level Debate on Collective Action to Improve UN Peacekeeping Operations, New York 28. 03.2018. https://www.un.org/sg/en/content/sg/speeches/2018-03-28/collective-action-improve-un-peacekeeping-operations-remarks

² Brosig, M. &  Sempijja, N. (2017) “What Peacekeeping Leaves behind: Evaluating Multi-dimensional Peace Operations in Africa” Conflict, Security & Development 17 (1) 21-52.

Der Beitrag Learning from the Afghanistan debacle – But what exactly? erschien zuerst auf International Development Blog.

“Building Back Better” through social protection

DIE - 16. September 2021 - 13:39

Social protection plays a critical role in responding to the immediate effects of the Covid-19 pandemic and in supporting socio-economic recovery efforts. In parallel, current calls for Building Back Better have emphasized that the climate  crisis  needs  to  be  considered  in  Covid-19  recovery  plans  through enhanced climate change adaptation and mitigation action. In recent years, social  protection  has  gained  importance  in  addressing  climate  change risks  and  facilitating  a  just  transition  to a  green economy.  Therefore,  the momentum for Building Back Better during and after the pandemic offers a unique opportunity to integrate social protection into green and resilient recovery strategies which should not be wasted. Against this background, this article describes the role of social protection in buffering economic and social impacts of the pandemic and emphasizes the importance of linking social protection systems with climate action to address the global climate crisis.

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16. September 2021

ONE - 16. September 2021 - 12:44

1. Von der Leyen kündigt weitere Impfdosen für globalen Süden an

Die EU-Kommissionsvorsitzende Ursula von der Leyen verwies in ihrer Rede zur Lage der EU mit Blick auf die Corona-Impfquoten auf weltweite Ungerechtigkeit. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Hannoversche Allgemeine. Priorität müsse es sein, das Impfen weltweit zu beschleunigen. Deshalb werde die EU bis Mitte 2022 weitere 200 Millionen Impfstoffdosen spenden. Damit verdopple sie ihre Spendenzusagen nahezu auf insgesamt 450 Millionen Impfdosen. Von der Leyen habe in diesem Zusammenhang von einer „Investition in die Solidarität“ und in die „weltweite Gesundheit“ gesprochen. Die Bewältigung der Corona-Pandemie in der EU habe sie als Erfolg gewürdigt, zugleich jedoch zu weiteren Anstrengungen aufgerufen. Die EU habe als einzige Region weltweit mehr als 700 Millionen Impfstoffdosen an mehr als 130 Länder weitergegeben. „Wir haben es richtig gemacht, weil wir es auf die europäische Weise gemacht haben”, so Von der Leyen.

 

2. Russische Söldner in Mali

Die Bundesregierung ist besorgt über eine sich anbahnende Zusammenarbeit der Militärjunta im westafrikanischen Mali mit Söldnern der russischen Militärfirma Wagner. Darüber berichten mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz), der Tagesspiegel und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Sollte sich die Zusammenarbeit von Mali mit russischen Söldnertruppen bestätigen, stelle das die Grundlage des Mandats der Bundeswehr für die UN-Truppe Minusma und der EU-Mission EUTM in Frage. Gemeinsam mit dem Bundestag müsse man Konsequenzen ziehen, warne Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer mit Blick auf die zwei Einsätze in Mali. Die Söldnertruppe agiere als privates Sicherheitsunternehmen, gelte aber als Instrument getarnter russischer Kriegsführung. Frankreich hatte schon am Dienstag den Rückzug seiner Truppen aus dem westafrikanischen Land angedroht. Aktuell seien etwa 1200 deutsche Soldat*innen Teil von Minusma und EUTM. Ziel der Missionen sei die Stabilisierung des Landes und die Befähigung malischer Streitkräfte, islamistischen Terror abzuwehren.

 

3. Zahl der Hungernden steigt wieder

Die Weltgemeinschaft droht an ihrem 2015 gesetzten Nachhaltigkeitsziel “Null Hunger bis 2030” zu scheitern. Das thematisiert Christiane Grefe in der Zeit. In Industrienationen werde das Problem nicht ausreichend wahrgenommen, dabei sei ausgerechnet seit 2015 die Zahl der Hungernden wieder angestiegen. Laut UN gebe es 811 Millionen akut Hungernde, das ist fast ein Zehntel der Weltbevölkerung. Gleichzeitig gebe es 1,9 Milliarden Übergewichtige. Ein derart fehlgesteuertes globales Ernährungssystem schade nicht nur unmittelbar den Menschen, es zerstöre auch ökologische Grundlagen, so Grefe. Hauptgründe für den zunehmenden Hunger seien die Unberechenbarkeit des Wetters und die Häufung von Naturkatastrophen als Folgen des Klimawandels, Kriege und Konflikte und die Corona-Pandemie. Letztere brachte im Jahr 2020 fast 100 Millionen Menschen zusätzlich in akute Not. Man müsse sich für einen gerechten Zugang zu Nahrungsmitteln und Land einsetzen, fordert Grefe. Darüber hinaus müsse an der Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und an der Wiederbelebung der natürlichen Ressourcen gearbeitet werden.

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Corona-Krise abfedern

E+Z - 16. September 2021 - 10:59
Die Corona-Hilfen afrikanischer Regierungen waren unzureichend und kamen bei den Betroffenen nicht an

Afrikanische Regierungen hätten zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen zu unterstützen und Einkommensverluste zu kompensieren, erklärt das Papier. Sie hätten vorübergehend Wasser- und Strompreise gesenkt und Schulden erlassen. Weiter entwickelte Länder haben Darlehensgarantien angeboten. Andernorts haben die Zentralbanken die Zinssätze gesenkt oder die Banken mit mehr Liquidität ausgestattet. Jedoch sei das Bankenwesen in vielen afrikanischen Ländern schwach. Auch staatliche Kredite erhalten einer Umfrage der Weltbank zufolge nur wenige Unternehmen.

Die Covid-Finanzpakete Afrikas machten durchschnittlich nur 2,5 Prozent des Bruttoinlandprodukts des Kontinents aus. Die Industrieländer hätten fast drei Mal so viel ausgegeben, so der Report. Die Corona-Hilfen wurden sehr ungleichmäßig verteilt, weil viele Betroffene nicht von ihnen wussten, sie trotz Beantragung nicht ankamen oder die Beantragung kompliziert war.

Die Autoren verweisen darauf, dass der Onlinehandel Unternehmen den Betrieb während der Pandemie ermöglicht habe. Davon hätten auch afrikanische Unternehmen Gebrauch gemacht, besonders in Ländern mittleren Einkommens. Mit Ausnahme von Südafrika sei der Anteil des Onlinehandels in Afrika aber vergleichsweise gering.

In der Pandemie haben die Menschen weniger verdient und ausgegeben. Das haben viele Unternehmen gespürt. Weil Firmen mit einer Verbesserung der Situation nach einigen Monaten rechneten, hätten sie eher die Arbeitszeiten und Löhne reduziert, anstatt Mitarbeiter aufgrund fehlender Einnahmen zu entlassen. Dennoch habe sich im Jahr 2020 die Zahl der Beschäftigten in Subsahara-Afrika um 8,5 Prozent verringert.

Den Autoren zufolge steht trotz aller verbleibenden Unsicherheit über die Zukunft des afrikanischen Privatsektors fest, dass dessen Unterstützung wesentlich sei, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Nur mit Steuern von starken und finanzkräftigen Unternehmen können Staaten wachsende Schulden und schrumpfende finanzpolitische Spielräume kompensieren. Die Regierungen müssten überlegen, welche Unternehmen und Branchen gefördert werden sollten, denn nicht alle seien zukunftsfähig.

Wie überall auf der Welt hat auch in Afrika die Pandemie den Ausbau der mobilen Arbeit gefördert. Allerdings haben dies nur 12,5 Prozent der befragten Unternehmen umgesetzt, schreiben die Autoren. Damit belegt Afrika den letzten Platz unter allen Entwicklungsregionen. Bei Betrachtung der Telekommunikationsinfrastruktur werde deutlich, dass lediglich sieben Prozent der Arbeitskräfte in Afrika die Möglichkeit zum Homeoffice hatten. Investitionen, die den Ausbau dieser Infrastruktur fördern, würden daran etwas ändern und könnten zudem das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Vor allem zuverlässige Stromversorgung und leistungsfähige Internetanschlüsse gelten für den digitalen Wandel in Afrika als Herausforderungen.

Die Autoren schlussfolgern, dass afrikanische Regierungen den Privatsektor unterstützen und dafür Umfang und Reichweite ihrer Maßnahmen verbessern müssen. Auch die internationale Gemeinschaft müsse mehr finanzielle und technische Ressourcen für den afrikanischen Privatsektor mobilisieren. Die Finanzinstitute sollten dafür sorgen, dass diese Investitionen für eine nachhaltige Entwicklung im Sinne der Sustainable Development Goals (SDGs) eingesetzt werden.

Link
The African private sector in the COVID-19 crisis: impacts, responses and perspectives
Zu finden unter: https://www.kfw.de/KfW-Group/Newsroom/Latest-News/News-Details_664448.html

Aenne Frankenberger studiert Anglistik und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Gießen. Sie macht derzeit ein Praktikum in der E+Z/D+C-Redaktion.
euz.editor@dandc.eu

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Localizing the Triple Nexus

CSO Partnership - 16. September 2021 - 9:58

The signs of the times point to an urgent response to prolonged conflicts and exacerbated fragility in different countries. The Triple Nexus approach, in this regard, provides a policy discourse that emphasizes the complementarity and integration of development and peace actions with humanitarian actions in addressing the roots of conflict and state fragility. The Nexus approach is suggested to be a context-specific solution driven by on-ground needs, in contrast to merely implementing pre-existing frameworks. 

In line with this, the Reality of Aid – Asia Pacific (RoA-AP)CSO Partnership for Development Effectiveness – Asia (CPDE Asia), and the International Indigenous Peoples Movement for Self-Determination and Liberation (IPMSDL) will launch their Nexus Policy Research entitled “Localizing the Triple Nexus: 9 Country Contexts” and hold a multi-stakeholder dialogue with CSOs, donors, and multilateral institutions.

The dialogue aims to facilitate peer-learning and bolster solidarity among development actors to forge a more effective development cooperation engagement as well as raise the discourse on the implementation of the Triple Nexus in conflict-affected, fragile contexts. 

The event will feature the presentation of case studies contextualizing the Nexus approach in nine countries: Syria, Bangladesh, Lake Chad Region, Cameroon, Mozambique, Afghanistan, Mali, Guatemala, and the Philippines framed along the themes of gender equality, environment and climate, and refugees and forced migration. Succeeding the research contributors and their presentation are reactors from different donor and multilateral agencies. Before the event wraps up, a moderated discussion will take place to synthesize the event and reap key policy recommendations. 

The Nexus Policy Research Launch and Multi-stakeholder Dialogue will be held on September 7, 2021, Tuesday at 8-10 PM Manila time The event is open to the public and will be live-streamed via Facebook. To participate, register here: http://bit.ly/nexus-launch.

This launch is the concluding event of RoA-AP’s Regional Meeting, “Accelerate Efforts; Amplify Voices: Bolstering Solidarity toward People-Centered Development Cooperation”, which will be held on August 31, September 2 and 7.

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Neue Podcast-Folge: Satelliten im Umwelt- und Klimaschutz – Wirkungsvolle Hilfe aus dem All

reset - 16. September 2021 - 7:05
Satelliten spielen eine wichtige Rolle im Umwelt- und Klimaschutz. Doch sie bringen auch Herausforderungen mit sich – wie die Anhäufung von Weltraumschrott. In der neusten Podcast-Folge stellen wir Projekte und Lösungen vor.
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Globale Konferenz Menschenrecht auf hochwertige Bildung vom 21. bis 23. 09. 2021 in Wien

SID Blog - 15. September 2021 - 23:55

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Eine globale Konferenz über das Menschenrecht auf hochwertige Bildung findet vom 21. – 23. September 2021 im Festsaal der Universität Wien statt. Sie wird von World University Service (WUS) Austria zusammen mit WUS Deutschland und WUS Kanada in Zusammenarbeit mit der Universität Wien, der Central European University (CEU) und dem Österreichischen Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung veranstaltet. Der Hintergrund der ursprünglich bereits für 2020 geplanten Konferenz durch die drei WUS Komitees an der Universität Wien ist, dass vor 101 Jahren, im Jahr 1920, die Gründung der WUS-Vorgängerorganisation „European Student Relief" aus einer internationalen Hilfsoperation für die Studierenden und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universität Wien erfolgte. Diese wurde rasch auf andere notleidende österreichische und europäische Universitäten ausgedehnt.

 

Bis heute befasst sich World University Service mit der Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung mit Hilfe zahlreicher Programme, um dieses Menschenrecht im Kontext von Bildungsmaßnahmen für Flüchtlinge, andere gefährdete Gruppen wie Frauen, Mädchen oder Minderheiten zu ermöglichen. Ebenso geht es um die Unterstützung von in ihren akademischen Freiheiten bedrohten Universitätsangehörigen und Universitäten sowie die Bekämpfung der Einschränkungen zivilgesellschaftlicher Räume. Auch soll Bildung für nachhaltige Entwicklung, Qualitätssicherung in der Bildung und eine Weltbürgerschaft gefördert werden.

 

Zur Diskussion all dieser Fragen wird an der Universität Wien ein hochrangiges Programm zentrale Akteurinnen und Akteuren sowie Expertinnen und Experten von internationalen Organisationen, NGOs und der Wissenschaft, aber auch Studierende aus einer Vielzahl von Ländern zusammenführen. Die Konferenz wird durch Statements des österreichischen Bundespräsidenten Alexander Van der Bellen, des österreichischen Bundesministers für Bildung, Wissenschaft und Forschung Heinz Faßmann und der österreichischen Justizministerin Alma Zadić, der Vizerektorin Christa Schnabl für die Universität Wien und der neuen Rektorin der Central European University, Shalini Randeria, eröffnet. Daran schließen sich Kurzvorträge von Assistant High Commissioner of Protection des UNHCR, Gillian Triggs, die gegenwärtig mit der Flüchtlingskrise in Afghanistan und anderen Brennpunkten der Welt befasst ist, der Direktorin für die Sonderverfahren im Hochkommissariat für Menschenrechte, Peggy Hicks, der Leiterin der Abteilung für Migration und Entwicklung der Internationalen Organisation für Migration (IOM), Cécile Riallant, des Leiters der Abteilung für Bildung des Europarates, Sjur Bergan,  und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Technologie der Republik Kosovo, Arbërie Nagavci. In den Panels und Arbeitsgruppen werden Robert Quinn von Scholars at Risk (USA) wie auch Erhard Busek, früherer österreichischer Vizekanzler und Bildungsminister sowie David Croisier von der Europäischen Kommission, Patrizia Jankovic von der österreichischen UNESCO Kommission und rund 40 Expertinnen und Experten zur Situation in Belarus, Afghanistan, Myanmar und Türkei und zu verschiedenen Bildungsthemen sprechen. Das Programm samt weiteren Informationen findet sich auf der Konferenzwebsite.

 

Die Konferenz wird auch online zugänglich sein. Ein Höhepunkt wird am Nachmittag des 22. September die Präsentation der Festschrift anläßlich des 100-jährigen Bestehens von WUS sein, zu der mehr als 80 ehemalige WUS-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beigetragen haben, beginnend mit dem ehemaligen chilenischen Staatspräsidenten Ricardo Lagos. Die Konferenz wird mit der Annahme der „Wiener Erklärung für das Menschenrecht auf hochwertige Bildung" enden, die auf Grundlage der langjährigen Erfahrungen, Orientierung für die zukünftige Meisterung der Herausforderungen für das Menschenrecht auf Bildung geben wird.

 

 

 

Bewerbungsstart weltwärts 2022

Engagement Global Presse - 15. September 2021 - 17:45
Bald können Freiwillige wieder weltwärts gehen. Foto: Anne Welsing

Es ist wieder möglich: ein geförderter Freiwilligendienst im Ausland. In einem Land Afrikas, Asiens, Lateinamerikas, Osteuropas oder Ozeaniens können junge Menschen ab 18 Jahren einen meist einjährigen Dienst mit dem Programm weltwärts leisten und sich in einem lokalen Projekt zum Beispiel für Bildung, Gesundheit oder Umweltschutz engagieren. Für die Ausreise im Sommer 2022 haben die Bewerbungsverfahren begonnen.

Die Sicherheit der Freiwilligen wird von den Entsendeorganisationen mit ihren Partnern vor Ort vorab umfassend geprüft. Dabei werden beispielsweise der Zugang zum Gesundheitssystem, die Versorgungslage und die Bewegungsfreiheit im Land überprüft.

Auf der weltwärts-Website kann man sich über die verschiedenen Einsatzplätze und Entsendeorganisationen informieren. Für junge Menschen mit Ausbildung besteht auch die Möglichkeit, Einsatzplätze nach Ausbildungsberuf zu filtern. Die Bewerbung wird dann an die ausgewählten Entsendeorganisationen gesendet. Diese haben unterschiedliche Bewerbungs- und Auswahlverfahren. Die Mehrheit plant Entsendungen von Freiwilligen im kommenden Jahr und beginnt jetzt mit den Bewerbungsverfahren.

weltwärts wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert. Das heißt Reisekosten, Unterkunft, Verpflegung und Versicherungen sind über das Programm abgedeckt. Auch junge Menschen mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung können weltwärts gehen. Inklusionsbedingte Mehrbedarfe werden ebenfalls gefördert.

Ansprechperson

Petra Gohr-Guder
Pressesprecherin
Telefon +49 228 20717-120
presse@engagement-global.de

Weitere Informationen
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Mitmachaktionen bei der Gartenschau Lindau

Engagement Global - 15. September 2021 - 17:18
Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, Thomas Gehring und Hep Monatzeder, Abgeordnete des Bayerischen Landtags, beteiligen sich an den Mitmachaktionen. Foto: Engagement Global

Das große Jenga Spiel des 17 Ziele Mobils von Engagement Global war eine von vielen Mitmachaktionen, die den Besucherinnen und Besuchern der Gartenschau in Lindau zu den Aktionstagen zur Nachhaltigkeit geboten wurde. Zusammen mit der Ausstellung „FRIEDENSKLIMA! 17 Ziele für Gerechtigkeit und Frieden“ und dem Weltspiel, bereitgestellt durch das Programm Bildung trifft Entwicklung (BtE), bildeten sie den Mittelpunkt des Mitmachmarktes am Samstag, 10. und Sonntag, 11. September 2021. Am Ufer des Bodensees konnten sich Interessierte so spielerisch mit den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und besonders mit den Themen Frieden, Klima und Ökologie auseinandersetzen.

Pius Bandte, Stadt- und Kreisrat in Lindau, besuchte die Gartenschau in seiner Heimatstadt und beteiligte sich gemeinsam mit den bayerischen Landtagsabgeordneten Thomas Gehring und Hep Monatzeder auch an den Mitmachaktionen. Die drei Politiker zeigten sich begeistert vom Engagement der Akteure. „So viele lokale Initiativen in der Friedensregion Bodensee und so viel ehrenamtliches Engagement bei den Aktionstagen zu sehen, beeindruckt und motiviert mich“, so Pius Bandte.

Von diesem Engagement konnte sich auch Elmar Stegmann, Landrat des Landkreises Lindau, überzeugen, der sich Zeit nahm, die verschiedenen Organisationen und Initiativen kennenzulernen. Gefragt, welche Maßnahme für mehr Nachhaltigkeit die Politiker in ihrem Umfeld als nächstes umsetzen möchten, wurde einstimmig die Umstellung des Verwaltungswesens auf eine faire Beschaffung genannt.

Die Aktionstage zur Nachhaltigkeit fanden erstmalig auf der Gartenschau in Lindau statt und wurden gemeinsam veranstaltet von lokalen und regionalen Initiativen, Vereinen und Organisationen wie Amnesty International Lindau, BUND Naturschutz Bayern e.V. Kreisgruppe Lindau, Außenstelle Stuttgart von Engagement Global, Eine Welt Netzwerk Bayern im Rahmen des Programms „Bildung trifft Entwicklung“, Friedensregion Bodensee e.V., friedens räume Lindau mit pax christi Diözese Augsburg e.V., Lokale Agenda 21 Stadt Lindau und Parents For Future Lindau.

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Die nächste Bundesregierung und die Vereinten Nationen

DIE - 15. September 2021 - 12:55

Diese Woche hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN) Antonio Guterres mit „Our Common Agenda“ einen ambitionierten Plan zur Neupositionierung der VN vorgestellt. Deutlich stärker als bislang sollen die VN drängende globale Probleme angehen sowie für globale öffentliche Güter und einen neuen Gesellschaftsvertrag eintreten, der wesentlich auf der Achtung von Menschenrechten beruht. Die nächste Bundesregierung sollte sich diesen Plan, mit dem die VN nach ihrem 75-jährigen Jubiläum eine neue Phase globaler Gemeinwohlpolitik einleiten können, zum Anlass nehmen, um die deutsche VN-Politik strategischer und kohärenter aufzustellen. Sie sollte in Ideen und Allianzen investieren, um die VN wirksam bei der Bewältigung globaler Herausforderungen nutzen zu können und sie zukunftsfähig zu machen.   

Deutschland ist in einer guten Position, um multilateral durchzustarten. Das Engagement bei den VN wurde in den letzten Jahren umfangreich ausgebaut. 2016 ist die Bundesrepublik zum zweitgrößten Beitragszahler der VN aufgestiegen. Das gilt auch für Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe, die finanziell betrachtet den Schwerpunkt der VN ausmachen. Für einzelne Organisationen wie das VN-Entwicklungsprogramm (UNDP) oder die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Deutschland sogar wichtigster Geber. Anders als andere Länder, die während der COVID-19 Pandemie Kürzungen vornahmen, hat Deutschland seine Beiträge deutlich angehoben und damit zu einer effektiveren multilateralen Krisenreaktion beigetragen. Die deutschen WHO-Beiträge etwa haben sich während der Pandemie fast verdreifacht. Bei anderen Entwicklungsorganisationen wie dem Kinderhilfswerk (UNICEF) gab es einen Zuwachs an besonders wertvollen Kernmitteln, die nicht an Gebervorgaben gebunden und so von VN-Organisationen flexibel einsetzbar sind.

Aber nicht nur wegen seines finanziellen Engagements wird Deutschland bei den VN geschätzt. Mit der Allianz für den Multilateralismus, einem Zusammenschluss gleichgesinnter Staaten, die für eine regelbasierte internationale Ordnung eintreten, hat die Bundesregierung einen wichtigen Kontrapunkt zum Unilateralismus der USA unter Donald Trump gesetzt. Beobachter*innen heben auch Deutschlands Beteiligung an sieben von derzeit 13 VN-Friedensmissionen hervor und ziehen insgesamt eine positive Bilanz der deutschen Sicherheitsratspräsidentschaft 2019/2020, trotz geopolitisch widriger Umstände. Dazu beigetragen haben deutliche Worte Deutschlands im Sicherheitsrat zu Menschenrechtsverletzungen durch Russland oder China. Dass bald zwei hochrangige Führungspositionen von Deutschen bekleidet werden – Achim Steiner leitet das UNDP, Gerd Müller ab Januar 2022 die VN-Organisation für industrielle Entwicklung (UNIDO) – zeigt, welche Wertschätzung Deutschland bei den VN erfährt. Dazu kommt, dass Deutschland sich zu einem wichtigen VN-Standort entwickelt hat. Allein in Bonn sind nunmehr 25 VN-Einrichtungen angesiedelt, während in Berlin unlängst der WHO Hub for Pandemic and Epidemic Intelligence eingeweiht wurde.

In Summe ergibt sich daraus aktuell ein beachtliches deutsches Engagement für die VN. Gleichzeitig sind die neue Rolle der Bundesrepublik und damit verbundene Handlungsspielräume noch nicht ausreichend im politischen Bewusstsein von Regierung und Gesellschaft angekommen. Der Ausbau des VN-Engagements folgte bisher keinem strategischen Ziel. Vielmehr ist Deutschland nolens volens mit weithin unkoordiniertem Agieren zu einem schwergewichtigen Akteur aufgestiegen. Angesichts zentraler Herausforderungen, die Deutschland (un)mittelbar betreffen – vom sich beschleunigenden Klimawandel zu Rückschritten in der menschlichen Entwicklung und globalen Regelungslücken –, ist es jedoch wichtiger denn je, internationale Politik strategisch zu gestalten. Angesichts wachsender geopolitischer Großmachtrivalitäten bedarf es einer proaktiven deutschen VN-Politik, die im Verbund mit der Europäischen Union und anderen gleichgesinnten Staaten globale Weichenstellungen im Sinne der von Guterres vorgelegten „Common Agenda“ mitprägt.

Die nächste Bundesregierung sollte sicherstellen, dass die für VN-Organisationen und -Prozesse vorgesehenen Beiträge stabil im Bundeshaushalt verankert werden. Vor allem braucht die deutsche VN-Politik eine größere Strategiefähigkeit und mehr Kohärenz über Ministerien und Durchführungsorganisationen hinweg. Bei der Modernisierung des außenpolitischen Apparats nach dem Scheitern der Intervention in Afghanistan etwa muss die Agenda 2030 ein zentraler Referenzpunkt werden. Generell sollte sich deutsche VN-Politik von ressortübergreifenden klaren Prinzipien anstatt von kleinteiligen Einzelerwägungen leiten lassen. Außerdem sollte die nächste Bundesregierung auf eine Stärkung der VN hinarbeiten, um diese für globale Aufgaben fit zu machen. Das bedeutet vor allem, Ländern des globalen Südens und nichtstaatlichen Akteuren effektivere Mitsprachemöglichkeiten einzuräumen und VN-Organisationen durch eine Erhöhung der Kernbeiträge politisch und finanziell aufzuwerten.

Dieser Text ist im Rahmen der Reihe „Impulse zur Bundestagswahl“ erschienen.

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Finalising the First Round of the weiter_wirken Project: Experts Shed Light on How CSOs Can Benefit From Behavioural Know-How

SCP-Centre - 15. September 2021 - 10:43

What hinders people from living up to their good intentions to eat more plant-based foods, drive less or reduce waste? Questions like this are ever relevant when it comes to endorsing more sustainable lifestyles. As part of the final event of the first round of our weiter_wirken project, 50 representatives from Civil Society Organisations (CSOs) and the scientific community discussed how findings from behavioural research can contribute to close the intention-action gap.

Dr. Heinrich Bottermann, State Secretary of the Ministry of Environment of North Rhine-Westphalia (NRW) opened the event with a welcoming speech. The panel included: Prof. Dr. Christoph Harff (Hochschule Hamm-Lippstadt), Bernd Draser (Ecosign – Akademie für Gestaltung), Manfred Belle (Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen / Eine Welt Netz NRW e.V.) and Dr. Jacinta Kellermann (Naturschutzbund Deutschland (NABU) Landesverband Nordrhein-Westfalen e.V.)

The expert panel addressed questions such as, how the intention-action gap occurs in the first place, what methods are available to overcome it, and what are the main challenges from the perspective of CSOs.

The second half of the event was used to deep-dive into the topics of behaviour change models and evaluation of behaviour change interventions. Dr. Konrad Götz (ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung) introduced the audience to the behavioural model COM-B and demonstrated how it can be applied in practise, using the example of sustainable mobility. Erik Schäffer (ISPO – Institut für Sozialforschung, Praxisberatung und Organisationsentwicklung) explained how organisations can best measure the success of their behaviour change interventions and which aspects to consider.

Are you a CSO looking to increase your positive impact toward a sustainable, fair, and inclusive future? Behaviour change knowledge might be just the right asset for that!

To keep up to date with the latest weiter_wirken news, including information about the 2022 round, make sure to sign up to our newsletter or check the weiter_wirken website.

‚weiter_wirken‘ is a non-profit initiative of the CSCP and its cooperating partners Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen and ecosign/ Akademie für Gestaltung. The project is funded by the Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.

For further questions, please contact Jennifer Wiegard.

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15. September 2021

ONE - 15. September 2021 - 10:33

1. WHO-Chef warnt vor dem Risiko von Corona-Mutationen

Tedros Adhanom, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), kritisiert die ungleiche globale Impfstoffverteilung. Darüber berichten Deutschlandfunk und evangelisch.de. Von den weltweit 5,7 Milliarden verabreichten Impfdosen seien bislang nur zwei Prozent auf dem afrikanischen Kontinent verimpft worden. Der Mangel an Vakzinen schade nicht nur Afrika, sondern der ganzen Welt. Tedros warne vor dem Risiko von Mutationen. Er habe die reichen Länder aufgerufen, ihre überschüssigen Impfdosen der internationalen Impfstoff-Initiative Covax zu übergeben. Covax habe bislang mehr als 260 Millionen Dosen an 141 Staaten ausgeliefert, die meisten davon an den globalen Süden. In Afrika seien bisher lediglich 3,5 Prozent der Bevölkerung gegen Corona geimpft. Offizielles Ziel sei eine Quote von 60 Prozent.

 

2. Weltbank erwartet rund 216 Millionen Klimaflüchtende bis 2050

Der Klimawandel könnte laut eines neuen Berichts der Weltbank in den kommenden drei Jahrzehnten mehr als 200 Millionen Menschen aus ihrer Heimat vertreiben. Darüber berichten Tagesschau.de und Zeit Online. Der Klimawandel sei ein “zunehmend starker Antreiber” der Migration. Falls nicht umgehend Maßnahmen zur Reduzierung der weltweiten Emissionen ergriffen werden, könne es deswegen zur Entstehung von Migrations-Hotspots kommen. In Subsahara-Afrika können beispielsweise bis zu 86 Millionen Menschen zu Binnenmigrant*innen werden, weil ihre Heimat in der Zukunft nicht mehr bewohnbar sei. Die Expert*innen verweisen unter anderem auf einen drohenden Rückgang der landwirtschaftlichen Produktion, auf Wasserknappheit und einen steigenden Meeresspiegel in Folge der Erderwärmung. Vor allem die Ärmsten der Welt, die am wenigsten zu den Ursachen des Klimawandels beisteuern, seien getroffen. Die Autor*innen des Berichts betonen zugleich die dringliche Bedeutung des Kampfes gegen den Klimawandel. Mit sofortigen und abgestimmten Schritten zur Emissionsminderung könne die Klimamigration deutlich reduziert werden.

 

3. Corona-Pandemie erleichtert weltweit Korruption

Weltweit stellt die Corona-Pandemie laut Delia Ferreira Rubio, Vorsitzende von Transparency International, eine Steilvorlage für Korruption dar. Darüber berichten Nicola Abé, Heiner Hoffmann und Sonja Peteranderl für Spiegel.de. Es fließen zusätzliche Milliarden an öffentlichen Geldern zur Krisenbekämpfung, die in der Not besonders schnell ausgegeben werden. Regierungen führen Maßnahmen und Prozesse ein, die nicht transparent seien und nicht den etablierten Kontrollmechanismen unterliegen, warne Rubio. Korruption sei dabei nicht nur eine institutionelle Frage, an der sich etwa die Qualität von Regierungen messen lasse, sondern betreffe den direkten Alltag von Milliarden Menschen weltweit. Das Geld, das verloren gehe, fehle im Gesundheitswesen, bei Bildung und Infrastruktur.

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14 Recommendations to Turn Intentions into Action for More Sustainable Food Consumption

SCP-Centre - 15. September 2021 - 10:27

Although many people declare that they want to eat healthier and more sustainably, the proportion of sustainable food consumption is still shockingly low. How can we move from attitudes and intentions to actual action? How can we bring about the necessary behavioural change for more sustainable food consumption in Europe?

The VALUMICS report From Intention to Action investigates multiple options to close the intention-behaviour gap and provides behaviourally-informed recommendations for policy makers, businesses, and civil society organisations (CSOs).

Drawing on the latest research and insights on consumer evidence, including those of behavioural science, the report puts forward 14 recommendations for supporting the shift toward more sustainable and healthier food consumption patterns. The recommendations are potential actions and ideas that the targeted stakeholders could consider and build upon in their strategies.

Based on the angle of influencing and shaping food choices, the recommendations are organised into four main clusters: ‘choice environment’, ‘choice expansion’, ‘choice editing’, and ‘beyond choice’. For example, ‘choice environment’ brings together recommendations that influence choice by creating a favourable environment for sustainable food purchase, often nudging consumers in a desired direction. Recommendations in the ‘beyond choice’ cluster include broader, more systemic influences that stretch beyond the specific point and time of food purchase, for example, to financial, education, and time incentives.

Targeting food industry actors and policy makers, ‘disrupt or be disrupted’ is a choice expansion recommendation that calls for the investment, innovation and introduction of better-performing and more sustainable food options, such as plant-based proteins, insect-based products or lab-grown / 3D printed meat. On the other hand, ‘off the list’, a choice editing recommendation, boldly suggests experimenting the complete removal of products with poor sustainability performance from product portfolios and markets.

The recommendations contribute to supporting the EU in achieving its targets and goals as defined in its Farm to Fork strategy. More prominently, they support the strategy’s specific goal to ‘promote sustainable food consumption and facilitate the shift to healthy, sustainable diets’.

This report is the fourth and last in a series of VALUMICS publications focusing on food consumption analysis. The first report brings together information about the determinants that influence or drive European food consumption patterns; the second report looks into behavioural evidence that supports the shift towards more sustainable and healthy dietary patterns; while the third one outlines the learnings collected from behaviour change interventions at a retail store.

To learn more about the recommendations, please read the full report here.

For further questions, please contact Cristina Fedato.

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Demokratie schützen: Die Relevanz internationaler Demokratieförderung für Amtszeitbeschränkungen

DIE - 15. September 2021 - 10:00

Die Frage, ob und wie sich Demokratie durch internationale Unterstützung fördern und schützen lässt, hat jüngst an Relevanz gewonnen. Zum einen hat der Abzug der NATO-Truppen aus Afghanistan eine öffentliche Debatte über die Grenzen von Demokratieförderung neu entfacht. Zum anderen wächst der Bedarf an internationalem Demokratieschutz angesichts zunehmender Autokratisierungstrends weltweit. Forschungsergebnisse des DIE zeigen: Wirksame Unterstützung von Demokratie ist möglich. Dabei sind sowohl der Schutz von zentralen demokratischen Institutionen wie Amtszeitbeschränkungen von Machthabern als auch die Förderung von demokratischen Kräften, die sich Autokratisierungsversuchen proaktiv widersetzen, zentral.
Seit 2010 zeichnen sich Autokratisierungstrends dadurch aus, dass sie bereits erreichte Demokratisierungserfolge oft schleichend erodieren und Autokratien festigen. Umgehungen und Aufhebungen präsidentieller Amtszeitbeschränkungen durch amtierende Präsidenten gehören zum typischen „Autokratisierungsbaukasten“. Amtszeitverlängerungen schränken demokratische Kontrolle ein und weiten die präsidentielle Macht aus.
Demokratieförderung und -schutz spielen eine relevante Rolle für den Erhalt präsidentieller Amtszeitbeschränkungen und damit für den Schutz von Demokratie. Sie tragen dazu bei, „Überlebenschancen“ von Amtszeitbeschränkungen zu verbessern. Je mehr internationale Demokratieförderung bereitgestellt wird, desto geringer das Risiko, dass Amtszeitbeschränkungen umgangen werden. Eine DIE-Analyse ergab z. B., dass eine moderat hohe Demokratieförderung von durchschnittlich US$ 2,50 pro Kopf über vier Jahre hinweg das Risiko der Umgehung einer präsidentiellen Amtszeitbeschränkung im Schnitt halbiert.
Basierend auf einer quantitativen Analyse und Fallstudien ergeben sich die folgenden Empfehlungen für internationale Demokratieförderer:
• Demokratieförderung und -schutz komplementär einsetzen. Einerseits gilt es, Demokratie stetig zu fördern, da die Organisations- und Oppositionsfähigkeit politischer und zivilgesellschaftlicher Akteure nur langfristig aufgebaut werden können. Anderseits müssen Demokratieschützer in politischen Krisen auch mit Ad-hoc-Maßnahmen und diplomatischen Mitteln kurzfristig reagieren.
• Demokratieförderung ist eine Risikoinvestition, die sich lohnt. Ob es gelingt, Demokratie langfristig zu fördern und vor Autokratisierung zu schützen, hängt vor allem von heimischen Kräften und Institutionen ab. Auch für sie sind politische Krisen ergebnisoffen. Während Untätigkeit Autokraten eher in die Hände spielt, birgt kontextsensibles Engagement immerhin die Möglichkeit, einen Beitrag zum Erhalt von Demokratie zu leisten.
• Demokratieschutz durch regionale Organisationen stärken. Regionalorganisationen wie die ECOWAS oder AU bieten regionalpolitische Strukturen, die helfen können, deeskalierend zu wirken und glaubwürdige Verpflichtungen vonseiten der Amtsinhaber zu gewährleisten. Internationale Geber könnten sich daher in demokratiekritischen Situationen mit Regionalorganisationen wirksam abstimmen.

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Soziale Sicherung ist elementar für Katastrophenvorsorge

Welthungerhilfe - 15. September 2021 - 10:00
Mit dem Fokus "Soziale Sicherung" erscheint heute der neue WeltRisikoBericht.
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Zeit fürs NachhaltigkeitsCamp

Engagement Global Presse - 15. September 2021 - 9:25
Eine Session im NachhaltigkeitsCamp im BaseCamp Bonn kann auch unter freiem Himmel stattfinden. Foto: Kolja Matzke

Beim NachhaltigkeitsCamp Bonn treffen Kreativität und Nachhaltigkeit aufeinander. Passend zur europäischen Woche der Nachhaltigkeit lädt Engagement Global am Freitag, 24. September 2021, zum sechsten Mal ein, um im BaseCamp Bonn kreativen Austausch und offene Diskussionen rund um Nachhaltigkeit zu ermöglichen. 100 Plätze sind zu vergeben. Der Ticketverkauf ist gestartet. Das Programm ist noch offen – denn bei einem Barcamp wird dieses von den Teilnehmenden am Veranstaltungstag bestimmt.

Auch wenn die Sessions erst vor Ort festgelegt werden, können Ideen schon vorab unverbindlich in eine Liste auf der Website des NachhaltigkeitsCamps eingetragen werden – zur Inspiration und Vorfreude. Alle Teilnehmenden können mit ihren Tipps und Tricks, Fragen oder Projekten zur Veranstaltung beitragen. Die Workshops und Präsentationen der letzten Jahre haben gezeigt, dass der Einfallsreichtum der NachhaltigkeitsCamperinnen und -Camper groß ist.

Spannende Sessions sind zu erwarten

Einer der diesjährigen Camper ist Luca Samlidis, der bei Fridays for Future Bonn für Kommunikation und politische Strategie verantwortlich ist. 2020 hat der Klimaaktivist beim NachhaltigkeitsCamp eine digitale Keynote gehalten, in diesem Jahr schließt er sich dem Barcamp in Präsenz an: „Die Klimakrise zu bewältigen ist eine Jahrhundertherausforderung. Deswegen zählen jeder Gedanke und jede Idee, die dazu beitragen. Das Nachhaltigkeitscamp ist ein idealer Raum, um solche Ideen, im Kleinen und im Großen, zu entwickeln.“

Für noch mehr Inspiration sorgen auf dem Blog des NachhaltigkeitsCamps ehemalige Teilnehmende, die in Interviews von ihren Eindrücken aus dem letzten Jahr und von Projekten und Ideen erzählen, an denen sie seit dem Camp gearbeitet haben. Umstellung von Gewohnheiten, der Einsatz für nachhaltigen Modekonsum, die Entwicklung einer Suchmaschine für lokale Produkte – das sind die Themen, die das NachhaltigkeitsCamp ausmachen und auf die sich auch am Freitag, 24. September 2021, gefreut werden kann. Interessierte können sich ihre Tickets online sichern.

Anmeldung weiterhin möglich

Das NachhaltigkeitsCamp findet am Freitag, 24. September 2021, im BaseCamp in Bonn statt. Veranstaltungsbeginn ist um 10 Uhr, Einlass ab 9 Uhr. Der Eintritt kostet 20 Euro inklusive veganem Mittagessen, Snacks sowie warmen Getränken. Falls die Veranstaltung nicht stattfinden kann, werden die Tickets storniert und das Geld erstattet.

In Zusammenarbeit mit dem BaseCamp Bonn wurde ein Hygiene-Konzept erarbeitet. Alle Teilnehmenden müssen laut der 3G-Regel vollständig geimpft, genesen oder getestet sein. Außerdem muss im Innenbereich eine medizinische Maske getragen werden.

Weitere Informationen
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Protecting democracy: the relevance of international democracy promotion for term limits

DIE - 15. September 2021 - 9:16

The question of whether and how democracy can be promoted and protected through international support has recently gained relevance. On the one hand, the withdrawal of NATO troops from Afghanistan has reignited a public debate on the limits of democracy promotion. On the other hand, the need for international democracy protection is growing due to an increase in autocratisation trends worldwide. DIE research shows that it is possible to effectively support and protect democracy. In this context, both the protection of central democratic institutions, such as term limits for rulers, and the promotion of democratic forces that pro-actively resist attempts at auto¬cratisation are central.
Since 2010, autocratisation trends have been characterised by the fact that they often slowly erode achieved democratisation successes and consolidate autocracies. The circumvention and abolition of presidential term limits by incumbent presidents are part of the typical “autocratisation toolbox”. Term extensions limit democratic control and expand presidential powers.
Democracy promotion and protection play a relevant role in preserving presidential term limits, and thus in protecting democracy. They contribute towards improving the “duration” and “survival chances” of presidential term limits. The more international democracy promotion is provided, the lower the risk that term limits will be circumvented. For example, a DIE analysis found that a moderately high democracy promotion mean of $2.50 per capita over four years on average halves the risk of presidential term limits being circumvented.
Based on quantitative analysis and case studies, the following recommendations for international democracy promoters emerge:
• Use democracy promotion and protection in a complementary way. On the one hand, democracy must be promoted continuously, as the organisa¬tional and oppositional capacity of political and civil society actors can only be built up in the long term. On the other hand, democracy protectors must also react in the short term to political crises with ad hoc measures and diplomatic means.
• Democracy promotion is a risky investment that pays off. Whether it is possible to promote democracy in the long term and protect it from autocratisation depends above all on domestic forces and institutions. For them, too, political crises are open-ended. While inaction tends to play into the hands of autocrats, context-sensitive engagement at least offers the possibility of contributing to the preservation of democracy.
• Strengthen democracy protection through regional organisations. Regional organisations such as ECOWAS and the African Union offer regional political structures that can help with de-escalation and ensure credible commitments on the part of the incumbents. International donors could therefore coordinate with regional organisations in situations where democracy is at stake.

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Afghanistan: Der Westen scheitert – China und Russland gewinnen?

SWP - 15. September 2021 - 2:00

Russland und China gelten als machtpolitische Profiteure des westlichen Abzugs aus Afghanistan. Sowohl im chinesischen als auch im russischen Diskurs werden aber neben triumphierenden Kommentaren zum westlichen Scheitern auch ernste Befürchtungen im Hinblick auf die regionale Sicherheitslage laut. Westliche Akteure sollten sich um ein differenzierteres Verständnis der Pekinger und Moskauer Perspektiven bemühen. Daraus könnten sich auch Möglichkeiten der Kooperation ergeben, die der Stabilisierung Zentralasiens und Afghanistans dienen. Angesichts des sich verschärfenden globalen Systemwettbewerbs wird der Spielraum für Zusammenarbeit jedoch begrenzt bleiben.

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