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What foreign investors want: findings from an investor survey of investment facilitation measures in Latin America and the Caribbean

DIE - 24. Februar 2022 - 22:43

This report presents the results of a survey that queried foreign investors active in the Latin America and Caribbean region on the importance they attach to a key set of investment facilitation measures. It is based on 67 responses. The results of the investor survey are put into perspective by highlighting consistencies and gaps in relation to the current state of the WTO Investment Facilitation for Development (IFD) negotiations and the actual level of adoption of investment facilitation measures at the national level.

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Deutsche G7-Präsidentschaft: Ambition in schwierigem Umfeld

DIE - 24. Februar 2022 - 22:40

Fortschritt für eine gerechte Welt – dieses Ziel hat die neue Bundesregierung wie ein Leitmotiv über ihre Prioritäten für den deutschen G7-Vorsitz im Jahr 2022 gestellt. „Ganz konkret“ sollen Fortschritte erzielt werden für (1.) einen nachhaltigen Planeten, (2.) wirtschaftliche Stabilität und Transformation, (3.) ein gesundes Leben, (4.) Investitionen in eine bessere Zukunft und (5.) ein starkes Miteinander. Dafür sollen auch neue Modelle der Kooperation zur Bewältigung globaler Herausforderungen angestoßen werden. Auf den ersten Blick also ein Aufschlag, der den Herausforderungen angemessen, fokussiert und auf der Höhe der Zeit scheint. Auf den zweiten Blick wird aber auch deutlich, wieviel Arbeit und Konkretisierung noch nötig sind, wenn aus der Fülle der unter den fünf Prioritäten versammelten, oft nur lose verknüpften Themen wirklich Greifbares entwickelt werden soll.

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Die Südafrikanische Kurzgeschichte: Von ihrer Wichtigkeit und warum wir mehr davon brauchen

ONE - 24. Februar 2022 - 17:13

Dies ist ein Gastbeitrag von Stefanie Hirsbrunner, Inhaberin der auf Afrika spezialisierten Buchhandlung InterKontinental und Direktorin des jährlich stattfindenden African Book Festivals in Berlin Eastern Cape, Südafrika.

Ein junges Mädchen beschützt und kümmert sich rührend um ihre Schwester, deren schwere psychische Probleme das gesamte Dorf in Aufruhr versetzen. Ihre Situation verschlimmert sich noch als die weitere Pflege in die Hände von Nkunzi gelegt wird, der mithilfe von traditionellen Methoden versucht, ihr die Dämonen auszutreiben. Der Autor und Fotograf Lidudumalingani, bekannt als das Cool Kid der heutigen südafrikanischen Literaturszene gewann mit seiner Kurzgeschichte Memories We Lost 2016 den Caine Prize for African Writing und wurde daraufhin schlagartig bekannt. In seinem Text bricht er mit dem Tabuthema der mentalen Gesundheit. Der Autor steht für ein neues Selbstbewusstsein und eine neue Generation Schwarzer Künstler*innen in Südafrika, wo die Kurzgeschichte ein wichtiges Sprachrohr des Widerstands gegen das Apartheid-Regime war und auch heute noch eine besondere Wertschätzung erfährt.

Kurzgeschichten überzeugen durch ihr wesentliches, namensgebendes Merkmal: ihre Kürze. In der Schnelllebigkeit unserer Zeit ist sie geradezu prädestiniert dafür, ein junges, digitales und globalisiertes Publikum zu erreichen. Auf dem internationalen Literaturmarkt erfährt die Kurzgeschichte deshalb bereits seit einigen Jahren neue Beachtung, wie z.B. der Literaturnobelpreis im Jahr 2013 an Alice Munro zeigt, deren gesamtes Werk ausschließlich aus Kurzgeschichten besteht.

Weltweit werden in jedem Jahr viele bedeutende Auszeichnungen an herausragende Kurzgeschichten-Autor*innen vergeben. Der Caine Prize for African Writing ist in dieser Sparte der bedeutendste Literaturpreis für den afrikanischen Kontinent, aber auch der mit 5.000 £ dotierte The Commonwealth Short Story Prize oder der von Mũkoma wa Ngũgĩ ins Leben gerufene The Mabati Cornell Kiswahili Prize for African Literature sind wichtige Auszeichnungen in diesem Literaturbereich.

„Die Kurzgeschichte ist wahrscheinlich die Geheimwaffe der Welt, weil in ihr die Kultur oraler Erzähltradition eingeschrieben ist und sie sowohl bildet als auch zur Unterhaltung dient.“ ~ Moran Publishers

Im afrikanischen Kontext war die Kurzgeschichte durch ihre Nähe zur oralen Erzähltradition stets von Belang und auch in der zeitgenössischen, literarischen Produktion nimmt sie weiterhin eine wichtige Rolle ein. Schwarze Menschen sind über Jahrhunderte ihrer Achtung beraubt worden. Diese Missachtung ist im heutigen Südafrika omnipräsent. Literatur kommt daher eine besonders wichtige Rolle zu: Sie ist Mittel zur Aufarbeitung, Anklage, Ausdruck von Verwundbarkeit, Wut, Schmerz, Hoffnung und geht nicht selten Zukunftsfragen und der eigenen Identität in einem durch Rassismus tief gespaltenen Land nach.

Kurzgeschichten zeugen heute vor allen Dingen von Narrativen des soziopolitischen Wandels in Südafrika und sind in einem immer noch von weißen Schriftsteller*innen dominierten Markt das Genre einer neuen Schwarzen Generation von Literaturschaffenden. Niq Mhlongo, Fred Khumalo, Keletso Mopai, Lindiwe Nkutha, Masande Ngcali Ntshanga, Resoketswe Manenzhe, Mphuthumi Ntabeni – die Liste der angesehenen, aktuellen Autor*innen ist lang.

Dennoch sind in der deutschen Literaturszene afrikanische und Schwarze Autor*innen unterrepräsentiert, wobei das Genre der Kurzgeschichte hiervon ganz besonders betroffen ist. Zu den wenigen Kurzgeschichten-Bänden, die in den letzten Jahrzehnten überhaupt ins Deutsche übersetzt wurden gehören Lesley Nneka Arimahs „Was es bedeutet, wenn ein Mann aus dem Himmel fällt“ (Culturbooks, 2019), Chimamanda Ngozi Adichies „Heimsuchungen“ (S. Fischer, 2012) und Nana Kwame Adjei-Brenyahs „Friday Black“ (Penguin, 2020).

Das Afrikabild vieler Leser*innen speist sich vielleicht auch deshalb hierzulande weiterhin überwiegend aus gängigen Stereotypen, welche die mediale Berichterstattung dominieren. Vorstellungen eines rückständigen Kontinents, gebeutelt von Seuchen, Kriegen, Korruption und Hungersnöten halten sich hartnäckig in den Köpfen. Schwarze Körper auf der Flucht sind zum Sinnbild der afrikanisch-europäischen Beziehungen geworden – auch weil diesen Bildern wenig entgegengesetzt wird.

„Literatur muss uns verletzten, uns aufwühlen, uns dazu zwingen, nicht immer gleich zu urteilen und Menschen in Schubladen zu zwängen. Nichts ist einfach zu erklären. Im Grunde begreifen wir nichts. Das meiste bleibt verborgen. Sinn gibt es kaum. Meistens erschließt er sich zu spät. Aber Literatur kann Achtung für den Menschen schaffen.“ ~ Leila Slimani

Kunst und Kultur kann Brücken schlagen, inspirieren und zu mehr Differenziertheit anregen. Lidudumalingani stellt daher das diesjährige African Book Festival, das unter seiner künstlerischen Leitung vom 26.-28. August in Berlin stattfindet, ganz ins Zeichen der (süd)afrikanischen Kurzgeschichte. Unter dem Titel Yesterday.Today.Tomorrow können sich die Besucher*innen an drei aufeinanderfolgenden Tagen auf ein Festival freuen, das Literatur zum Erlebnis macht.

Mehr Informationen unter africanbookfestival.de und auf Instagram @abfberlin

Buchtipps Hauntings, Niq Mhlongo (Hrsg.)

Eine spannende Zusammenstellung südafrikanischer Autoren, darunter Fred Khumalo, Sibongile Fisher, Lucas Ledwaba, Vonani Bila, Lynn Joffe und Christopher Mlalazi. Zusammengestellt vom Meister der literarischen Erzählung, Niq Mhlongo, finden sich hier überraschende und verstörende Spuk- und Geistererscheinungen – ein faszinierender Einblick das südliche Afrika der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

Exhale. Queer African Erotic Fiction
HollaAfrica!

Exhale is a queer anthology wrapped in the idea of a release, a letting go, breathing out. An orgasm. These are the stories that come out when you play sip or spill, truth or dare, never have I ever and lasts longer than 7 minutes in heaven. With sexual experiences from all over Africa, this anthology introduces some exciting new literary voices and brings you some of your established favourites.

Die Schuldigen von Rotten Row, Petina Gappah

Nach ihrem Roman “Die Farben des Nachtfalters” legt Petina Gappah in diesen 20 Erzählungen ein schillerndes Porträt ihrer Heimat Simbabwes vor und wirft mit bestechendem Humor universelle Fragen zu Recht und Unrecht auf. “Rotten Row” ist eine ebenso berühmte wie geschichtsträchtige Straße in Harare, Hauptstadt Simbabwes, die einmal Salisbury hieß, als Simbabwe noch die britische Kronkolonie Rhodesien war. Unter anderem befindet sich hier der Strafgerichtshof, sprudelnder Inspirationsquell für Petina Gappah, die in diesen miteinander verknüpften Stories ein Kaleidoskop menschlicher Vergehen schafft. Harares berühmt-berüchtigte Sammeltaxifahrer tauchen dabei ebenso auf wie Marktfrauen, Friseurinnen, korrupte Polizisten, gerissene Anwälte, redselige Richter und viele weitere unvergessliche Figuren.

Who´s Loving you, Sareeta Domingo (Ed.)

A beautiful collection that I both lost and found myself in. Unbelievably exciting stories from some show-stoppingly talented writers.’ Candice Carty-Williams, author of Queenie. Lost love. Forbidden Love. Unrequited love. Tenderness.

Broken People´s Playlist, Chimeka Garricks

A Broken People’s Playlist ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, deren Themen so schön verwoben sind, dass jede Geschichte nahtlos in die andere übergeht. Vom ergreifenden Anfang in “Lost Stars”, einer Geschichte über die Liebe und ihre flüchtige Natur, bis hin zur düsteren, rauen Musikprosa in “In The City”, einer Geschichte über das Überleben in den Gassen der Wasserstadt. A Broken People’s Playlist ist ein Mosaik von Geschichten über das Leben, Lieben und Verletzen durch sehr vertraute Klänge, auf sehr vertraute Weise und die Suche nach Heilung an den unwahrscheinlichsten Orten. Die Geschichten sind zum Teil eine Hommage und zum Teil ein Liebesbrief an Port Harcourt (die Stadt, in der die meisten von ihnen spielen). Die Prosa ist unverwechselbar, denn sie ist prägnant und unnachahmlich nigerianisch. Und weil die Sammlung von der Magie des beschwörenden Erzählens durchdrungen ist, wird jedem eine Geschichte, eine Figur versprochen, die ihn bewegt oder heimsucht.

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24. Februar 2022

ONE - 24. Februar 2022 - 16:41
1. Weltweit mehr autoritäre Regierungen als demokratische

Erstmals seit 2004 gebe es nach dem Bertelsmann Transformationsindex (BTI) mehr autokratische als demokratische Staaten weltweit. Darüber berichten die Welt, das Handelsblatt, die Frankfurter Rundschau, ZDF.de, WDR.de und die Deutsche Welle. Von den 137 untersuchten Entwicklungs- und Transformationsländern seien nur noch 67 Demokratien. Dagegen sei die Zahl der Autokratien auf 70 angestiegen. Sieben Länder seien neu als Autokratien klassifiziert. Sie alle liegen in Subsahara-Afrika: Elfenbeinküste, Guinea, Madagaskar, Mali, Nigeria, Sambia und Tansania. Hauke Hartmann, BTI-Projektleiter bei der Bertelsmann-Stiftung, sehe als Haupttreiber für das Erstarken autokratischer Systeme politische und wirtschaftliche Eliten, die ihr klientilistisches und korruptes System schützen wollen. In einigen Staaten seien Maßnahmen im Rahmen der Pandemie als Vorwand genutzt worden, um die Repression noch einmal voranzutreiben. Hartmann mache es jedoch Hoffnung, dass man beim zivilgesellschaftlichen Engagement im globalen Durchschnitt keinen Rückgang sehe.

2. Afrika: Entwicklung einer legalen Cannabis-Industrie

Auf den afrikanischen Kontinent entwickelt sich eine gigantische Cannabis-Industrie, die bald die Welt versorgen soll. Darüber schreiben Focus und die Deutsche Welle. Zu den Anbauländern sollen vor allem die Länder in Äquatornähe Südafrika, Lesotho, Zimbabwe und Uganda gehören. In Uganda werde bereits medizinisches Cannabis für den deutschen Arzneimittelmarkt angebaut. Weltweit gebe es über 25.000 Cannabis-Anbaulizenzen, aber nur rund 20 Lizenzen für die Einfuhr in den deutschen Markt. Laut Patrick Hoffmann, Gründer der Cannabis-Anbaufirma Cantourage, könne der Rohstoff also aus Afrika geliefert, aber in Deutschland zum zertifizierten Arzneimittel gemacht werden. Afrika habe eine “Verantwortung”, in Zukunft eine führende Rolle in der Kultivierung zu spielen.

3. Hitzewellen hängen eindeutig mit dem Klimawandel zusammen

In einem Interview mit dem Tagesspiegel spricht Friederike Otto, Weltklimarat (IPCC)-Autorin darüber, dass Hitzewellen eindeutig mit dem Klimawandel zusammenhängen und dadurch “sogar tausend Mal wahrscheinlicher” werden. Der Klimawandel wirke sich vor allem in Dürren im mediterranen Raum und südlichen Afrika aus. Dabei sollen neben den Klimawandelfolgen Faktoren wie Vulnerabilität, extreme Armut, Abhängigkeit von regionalen und unzuverlässigen Regenfällen zu Katastrophen beitragen. Der Kern des neuen IPCC-Berichts verdeutliche die Verwundbarkeit der Klimafolgen und die Anpassung, die dadurch notwendig werde.

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Putins Politik ist paranoid – und imperialistisch

E+Z - 24. Februar 2022 - 15:27
Indiskutabler russischer Angriff

Putin behauptet, sein Land habe Anspruch auf eine Einflusssphäre, deren Grenzen die des kolonialen Zarenreichs sind. Diese Sphäre verteidige er nun militärisch. Sein Angriff auf einen souveränen Nationalstaat ist aber nicht defensiv, sondern pure Aggression.  

Sein Argument, die Regierung der Ukraine sei eine Marionette der NATO, ist absurd. Hat die NATO nicht genug klargemacht, dass sie für die Ukraine keinen Krieg führen will? Und hat sie sich deren Beitrittswunsch nicht deutlich genug verschlossen? Es gibt keine Beitrittsgespräche. Die NATO beharrt lediglich darauf, langfristig müsse die Ukraine selbst entscheiden dürfen, welchen Allianzen sie angehören will.

Tatsächlich war vor der Krim-Donbass-Krise, in welcher Russland vor acht Jahren erstmals gewalttätig in innere Angelegenheiten der Ukraine eingriff, auch dort NATO-Mitgliedschaft gar kein Thema. Putins Politik macht die NATO attraktiv und erneuert ihre Existenzgrundlage.   

Putin-Apologeten sagen seit langem, Russland fühle sich von NATO-Aspirationen an seinen Grenzen bedroht. Das ist Unfug. Die NATO akzeptiert das Selbstbestimmungsrecht der Völker. Der Kreml tut das nicht. Tatsächlich hat Putin vor der „Soft Power“ des Westens sogar mehr Angst als vor seiner „Hard Power“. Ihm schwant, dass sich Russen etwas Besseres als Kleptokratie und Oligarchen-Herrschaft wünschen werden, sollten sie Demokratie irgendwo im Ostblock beziehungsweise früheren Machtbereich des Zaren gelingen sehen.

Innenpolitisch agiert Putin schon lange autoritär, repressiv und verlogen. Er missachtet Menschenrechte. Andersdenkende werden nicht nur eingeschüchtert, sondern zum Schweigen gebracht. Die Leute sollen nationalistischer Propaganda glauben, ohne die historische Wahrheit zu kennen (siehe Hans Dembowski auf www.dandc.eu). Russische Geheimdienste haben sogar im Ausland Mordanschläge verübt.

Globale Implikationen

Der russische Angriff auf die Ukraine stellt das gesamte multilaterale System infrage. Bürgerkriege haben in den vergangenen Jahrzehnten viele Länder verheert, aber Kriege zwischen Staaten waren selten geworden. Anders als bei den von den USA angeleiteten Invasionen in Afghanistan und Irak gibt es diesmal auch gar nicht den Anspruch, irgendwie das Weltinteresse zu vertreten. Es ist ausgeschlossen, dass der UN-Sicherheitsrat diesem Angriff rückwirkend ein Mandat erteilt, wie das etwa im Falle des Kosovo geschah. Moskaus aktuelles Handeln entspricht dem imperialistischen Nationalismus, der Europa vor dem Zweiten Weltkrieg prägte.

Die Gewalt wird eskalieren, das Blutvergießen wird schrecklich. In einer wichtigen Hinsicht ist Kriegsführung heute aber schlimmer als in vergangenen Jahrhunderten. Wir leben in der Klimakrise. Wenn die internationale Gemeinschaft sie nicht in den Griff bekommt, werden die Umweltprobleme schnell zunehmen und unter anderem noch mehr Gewaltkonflikte auslösen.

Krieg verschärft die Klimakrise. Militäroperation richten gewaltige Schäden an, sind aber energieintensiv. Null-Emissionen stehen auf der Sorgenliste kämpfender Soldaten weit unten. Destruktiverweise lenkt der Gewaltkonflikt die Weltgemeinschaft von der Dringlichkeit des Klimaschutzes ab. Es ist kein Zufall, dass Russland vom Export fossiler Brennstoffe abhängt. Putin hat nie Interesse an Klimathemen gezeigt, und in seinem Verfolgungswahn hält er sie möglicherweise nur für Komponenten einer großen antirussischen Verschwörung.

Wissenschaftlich steht aber fest, dass sich das Weltklima erhitzt. Wir wissen auch, dass uns die Zeit zum Gegensteuern ausläuft.

Unverzichtbarer Multilateralismus  

Die Menschheit braucht globale Kooperation, um globale Probleme zu meistern. Als Kenias Botschafter Martin Kimani vor Kriegsbeginn in der Ukraine im Weltsicherheitsrat sprach kam, sagte er, afrikanische Grenzen spiegelten vergangene Kolonialreiche wieder, zerschnitten aber typischerweise die Gegenden, in denen bestimmte Gemeinschaften leben. Daraus folgt, dass für die Wahrung von Frieden und anderen öffentlichen Gütern grenzüberschreitende Zusammenarbeit und regionale Integration nötig sind.

Kimani appellierte zu Recht an alle Regierungen, den Multilateralismus zu schützen. Es gibt keine Alternative, die nicht destruktiv und verantwortungslos wäre.   

Hans Dembowski ist Chefredakteur von E+Z/D+C.
euz.editor@dandc.eu

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The AU-EU Summit: resetting the continent-to-continent partnership

DIE - 24. Februar 2022 - 14:52

Finally, the AU-EU Summit took place in Brussels on 17-18 February, after several postponements and a good four years since the last summit was held in Abidjan. Against the backdrop of the Russia-Ukraine crisis and the ongoing Covid-19 pandemic, the summit convened Heads of State of 27 EU Member States and 40 of their African counterparts under the auspices of European Council President Charles Michel and Senegalese President and AU Chair Macky Sall. The summit was intended to bring about a new start of the partnership, originally coined by the EU as a “new alliance”, with the partners finally settling on a “renewed partnership”. The changed global context has meant that this new start took a fundamentally different shape than the “comprehensive strategy with Africa”, which the European Council and the President of the European Commission, Ursula von der Leyen, both identified as political priorities during the pre-pandemic time of 2019.

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Nordhausen bewirbt sich um das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Unicef - 24. Februar 2022 - 14:00
Die Stadt Nordhausen verpflichtet sich, die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen vor Ort zu stärken. Oberbürgermeister Kai Buchmann hat dazu heute eine Vereinbarung zur verbindlichen Zusammenarbeit mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. unterzeichnet.
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Der Schutz der Meinungsfreiheit ist eine permanente Aufgabe

E+Z - 24. Februar 2022 - 12:37
Qualitätsmedien sind unerlässlich dafür, sich selbst Meinungen zu bilden und diese zu äußern – deshalb gilt es, sie zu schützen

In Demokratien ist die Meinungsfreiheit naturgemäß größer – aber nicht zügellos. Die Grenzen der freien Rede verlaufen dort, wo sie die Rechte anderer oder demokratische Grundprinzipien verletzt. Deshalb ist es verboten, andere zu beleidigen. In Deutschland darf außerdem der Nationalsozialismus nicht verherrlicht werden. Innerhalb solcher Grenzen erfüllt die kontroverse gesellschaftliche Debatte eine zentrale Aufgabe: Sie ermöglicht freies politisches Engagement. Dafür ist ein vielfältiges, hochwertiges Informationsangebot nötig. Sich eine fundierte Meinung bilden zu können, ist ebenso wichtig, wie diese dann auch äußern zu dürfen.

Der zuverlässigste Garant dafür ist der unabhängige Qualitätsjournalismus. Ihn zeichnet unter anderem aus, dass er Fakten achtet, Quellen nennt und vielfältige Perspektiven zeigt. Demokratien müssen ihn gegen Angriffe verteidigen. Es ist zum Beispiel unerträglich, dass kriminelle Banden in Mexiko immer wieder Medienschaffende ermorden – und Täter straffrei bleiben. Deutschland steht im internationalen Vergleich in punkto Pressefreiheit zwar gut da. Doch auch hierzulande werden Berichterstattende beleidigt, bedroht oder sogar körperlich angegriffen, beispielsweise bei Demonstrationen von Rechtsextremen.

Besonders leicht überschreiten lassen sich die Grenzen der Meinungsfreiheit im Internet. Wo Trolle gegen Minderheiten hetzen, Fake News verbreiten und fundierte Meinungsbildung untergraben, ist oft die Demokratie selbst bedroht. Der Sturm auf das US-Kapitol im Januar 2021 wurde auf Social Media organisiert. Auf der anderen Seite dienen Facebook, Instagram, Twitter und Co. durchaus auch zur Verbreitung demokratischer Ideale. Beispielsweise vernetzt sich so in Myanmar der zivile Widerstand gegen die Militärregierung (zur Ambivalenz von Social Media siehe Emmalyn Liwag Kotte auf www.dandc.eu).

Wer das Glück hat, in einer Demokratie zu leben, sollte sich solidarisch zeigen mit jenen, die in autoritären Regimen für mehr Freiheit kämpfen. Mindestens genauso wichtig ist es aber, die Freiheit von Meinungsbildung und -äußerung dort zu verteidigen, wo sie juristisch bereits gilt. Unabhängiger Journalismus braucht Wertschätzung und Unterstützung. Und mündige Bürgerinnen und Bürger benötigen Medienkompetenz (siehe hierzu Ronald Ssegujja Ssekandi auf www.dandc.eu). Sie sollten wissen, was vertrauenswürdige von dubiosen Quellen unterscheidet.

Auch der Rechtsstaat ist in der Pflicht. Es ist seine Aufgabe, sich auch im digitalen Raum durchzusetzen und Social-Media-Plattformen für deren Inhalte in die Verantwortung zu nehmen. Bislang bieten sie denen zu viel Raum, die Fakten verdrehen, andere beleidigen und Hass schüren. Letztlich muss allen klar sein: Intransparente Algorithmen von Privatkonzernen bestimmen, was auf unseren Social-Media-Feeds auftaucht. Die Geschäftsmodelle dieser Firmen sind auf Profitmaximierung angelegt – nicht darauf, das Gemeinwohl zu fördern.

Auf sie dürfen wir uns nicht verlassen, wenn es darum geht, die Meinungsfreiheit zu schützen. Das ist vielmehr die Aufgabe des demokratischen Staates und seiner Bürgerinnen und Bürger. Und sie beginnt jeden Tag von Neuem.

Jörg Döbereiner ist Redakteur von E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit / D+C Development and Cooperation.
euz.editor@dandc.eu

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UNICEF-Statement zur aktuellen Situation der Kinder in der Ukraine

Unicef - 24. Februar 2022 - 12:22
UNICEF ist zutiefst besorgt, dass die sich verschärfenden Feindseligkeiten in der Ukraine das Überleben und das Wohlergehen der 7,5 Millionen Kinder des Landes unmittelbar bedrohen.
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The Bilateralisation of British Foreign Policy

SWP - 24. Februar 2022 - 12:00

Since Brexit, the United Kingdom (UK) has been increasing its focus on bilateral rela­tions with EU member states, in particular in the field of foreign and security policy. One year after the end of the transition period, London has achieved its first successes: The UK has won over Germany and a number of European Union (EU) member states in its efforts to deepen bilateral relations and has agreed on new coordination structures. In order to demonstrate their importance to European security, the Brit­ish have engaged intensively in crisis situations, such as the one on the Polish/Lithua­nian EU external border with Belarus as well as the Russian military build-up around Ukraine. The EU, on the other hand, has no interest in this bilateralisation. Instead of insisting on a standard third-country model that does not suit London and faced with the possible return of a large-scale war in Europe, the EU and the UK should urgently work towards a joint security partnership.

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Join Our Workshop “Enabling Circular Electronics: Skills for Cities, Businesses, and Consumers” on 2 March 2022!

SCP-Centre - 24. Februar 2022 - 11:54

Each year, more electronic internet-connected devices are produced than there are humans*, resource-wise a dead end. Join us on 2 March 2022 at the European Circular Economy Stakeholder Conference to discuss how we can make circular electronics a reality!

Digitalisation surrounds us everywhere. This is accompanied by an immense increase in reliance on devices such as smartphones, tablets, and laptops and more. In Europe and other world regions, electronic devices and digital services are gaining more and more importance. For example, an average of 78% of people in Europe have a smart phone**.

While digital networking is on the one hand of great advantage, the huge amounts of related devices bring along serious ecological risks, especially with regard to the use of resources. This is why the European Commission announced a Circular Electronics Initiative as part of its New Circular Economy Action Plan, calling for longer lifespans of electronic appliances. This can be achieved through various circular economy strategies, such as reuse and repair. For these strategies to work, they must be implemented along the whole lifecycle of the products – from design to manufacturing, retail, consumption and use, and end of life. However, there are still many open questions and challenges, some of which we will discuss during the workshop:

  • Who can enable circular electronics and how can the re-skilling and upskilling work for different stakeholder groups?
  • Could digitalisation be part of the solution? For example, through a digital product passport that can provide information on the composition of electronic devices so that reuse becomes easier?

Date: 2 March 2022
Time: 11:30-12:45 CET
Format: Online
Language: English

Join us by registering here!

The workshop is part of the Circular Economy Stakeholder Conference, 1-2 March 2022. Further details on the conference programme can be found here.

For further information, please contact Imke Schmidt.

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Die Kolis in Mumbai – Erinnerungen für eine umweltbewusstere Zukunft

EINEWELTblabla - 24. Februar 2022 - 10:42

Mumbai ist in den letzten Jahrzehnten zu einer wahren Megacity geworden. Bei der Stadtentwicklung und dem rasanten Bevölkerungswachstum sind dabei jedoch die natürlichen Ökosysteme immer mehr aus dem Gleichgewicht geraten. Nun hat Mumbai zunehmend mit den Folgen des schnellen Wachstums der Stadt zu kämpfen. Ein Projekt möchte mit alternativen Stadtplänen, die verlorene Orte in Mumbai zeigen, für mehr Umweltbewusstsein sorgen und ein Umdenken anregen, um die natürlichen Ökosysteme der Stadt zu schützen. Dabei unterstützen die Geschichten der Kolis, Mumbais indigener Bevölkerung.

Die Kolis in Mumbai

Die Kolis waren die ersten Bewohner der heutigen Stadt Mumbai. Die Stadt bestand ursprünglich aus vielen kleinen Inseln und wurde zur Kolonialzeit durch die Briten dann auf dem Land ausgebaut. Die Kolis sind traditionell auf den Fischfang angewiesen und leben auch heute noch zu großen Teilen davon.

Das Problem

Verschiedene Entwicklungsprojekte sollten in Mumbai die Infrastruktur verbessern und die Wohndichte erhöhen. Das sorgte jedoch für viel Druck auf das natürliche Ökosystem und hat sogar schwerwiegende Konsequenzen für die Stadt als Ganzes. Mumbai wird während der Monsun-Saison regelmäßig überschwemmt, da das ganze Wasser in den dicht bebauten Betonsiedlungen nicht abfließen kann. Die Bebauung der Mangrovenwälder, die als natürliche Barrieren vor Fluten schützen, verschärft das Problem noch.

Auch der Klimawandel ist eine große Bedrohung für die Stadt. Durch den Anstieg des Meeresspiegels warnen Expertinnen und Experten, dass bis 2050 große Teile Mumbais überschwemmt sein könnten, wenn sich nichts Grundlegendes ändert.

Das Projekt Bombay61

Mit dem Projekt Bombay61 werden der Bevölkerung alternative Stadtpläne und Ausstellungen zur Verfügung gestellt, die an verlorene Orte erinnern sollen. Damit soll vor allem die „Umwelt-Amnesie der Generationen“ verhindert werden. Das bedeutet, dass sich junge Menschen an den Zustand der Umweltverschmutzung gewöhnen und ihn als normal empfinden. Mit den Stadtkarten soll für mehr Umweltbewusstsein gesorgt und die Menschen gleichzeitig für mehr Klimaschutz sensibilisiert werden.

Außerdem ist im Rahmen des Projekts eine Fotoausstellung entstanden. Die Fotos stammen von den Kolis selbst und zeigen verschiedene Orte, die eine wichtige Bedeutung für die Kolis haben. Einige gezeigte Orte gibt es heute schon nicht mehr.

Weitere Informationen

Alles über die Kolis, ihre Geschichte und ihren Lebensstil gibt es hier. Die Fotoausstellung und die Stadtkarten könnt ihr euch hier anschauen. In diesem Video könnt ihr außerdem eine interaktive Karte Mumbais betrachten, die die Stadtentwicklung über die letzten Jahrhunderte zeigt. Ein Blick lohnt sich! Und noch mehr Infos zu dem Projekt gibt es in diesem Artikel der Deutschen Welle.

Meint ihr, die Stadtpläne und Ausstellungen können wirklich für mehr Umweltbewusstsein sorgen und zum Handeln anregen?

-Leah-

Das Beitragsbild stammt von Raj Rana auf Unsplash.com.

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The AU-EU Summit: resetting the continent-to-continent partnership

DIE Blog - 24. Februar 2022 - 10:00

© European Union, 2022

Finally, the AU-EU Summit took place in Brussels on 17-18 February, after several postponements and a good four years since the last summit was held in Abidjan. Against the backdrop of the Russia-Ukraine crisis and the ongoing Covid-19 pandemic, the summit convened Heads of State of 27 EU Member States and 40 of their African counterparts under the auspices of European Council President Charles Michel and Senegalese President and AU Chair Macky Sall. The summit was intended to bring about a new start of the partnership, originally coined by the EU as a “new alliance”, with the partners finally settling on a “renewed partnership”. The changed global context has meant that this new start took a fundamentally different shape than the “comprehensive strategy with Africa”, which the European Council and the President of the European Commission, Ursula von der Leyen, both identified as political priorities during the pre-pandemic time of 2019.

Most experts were skeptical about such announcements and expressed their low expectation for this year’s summit. In view of these forecasts and following the earlier postponements, the mere fact of an AU-EU summit actually taking place was considered a success in its own right.

The partnership between the two regions must be given shape in practice and lives before and after as opposed to during these high-level meetings. Summits should rather be seen as recurrent signposts, as points of evaluation and opportunities to identify new directions and priorities. However, even in this regard, the current record was sobering at times. Strongly divergent positions between European and African representatives with regard to migration, the discussion on intellectual property rights and COVID-19 vaccines, and the allocation of IMF Special Drawing Rights feature among the current sources of tension between the partners. The continuing security situation in the Sahel, and especially the breakdown in relations between Mali and France, added to this.

In view of this overall mixed situation, the recently concluded summit and its final declaration can certainly be seen in a positive light and at least a mixed assessment can be drawn.

New approaches and concrete deliverables

As the hosting party of the sixth summit between Europe and Africa, the EU made efforts to innovate both the desired outcome and proceedings of the summit. A break from the past wordy outcome statements, the EU had proposed a lean final declaration that would highlight concrete measures and focuses on investments to be made. There was also a move away from exclusively plenary debates to engaging through parallel thematic roundtables to facilitate an intensive exchange between the African and European heads of state in smaller groups.

A key figure emerging from the https://blogs.die-gdi.de/wp-content/uploads/2018/10/blog_globalisierung_header_iStock-621358098_title-2.jpgsummit is the €150 billion „Africa Investment Package“, which Commission President Von der Leyen announced in Senegal on 10 February. This package is intended to mobilise public and private investment for physical and soft infrastructure as part of the currently much-discussed „Global Gateway“ EU investment programme. Already during the closing press conference, observers doubted the promised investments and the associated leverage effects, not least with reference to previous investment packages whose effects and results have not been adequately monitored and evaluated to date. Keeping this promise will be crucial to refute earlier criticisms that previous AU-EU summits have mainly resulted in unfulfilled promises.

In addition to concrete (financial) commitments, the summit also serves to define, adapt and possibly adjust the relations between two historically and economically closely linked partners with intense cultural exchanges. In this context, it is particularly important to consider the demand for an equal partnership and to bring about a common understanding of this equality. Such calls were clearly and repeatedly heard both during the opening statements of the summit and in numerous individual statements.

From fragmentation to strategic focus

Although there seems to be broad agreement on the notion of equal partnership on both sides of the Mediterranean, it remains a distant aim in practice. One reason for this are the various overlapping frameworks and arrangements that the EU and its member states have established for cooperation with Africa, as a result of history, the EU’s own development and the path dependencies created in the process. Europe’s cooperation with sub-Saharan Africa has been shaped under the post-colonial institutional framework with African, Caribbean and Pacific (ACP) states, while cooperation with North Africa is mainly carried out on a bilateral basis in the form of separate association agreements.

Moreover, over the years, the EU has introduced trade agreements with individual and groups of African states, as well as strategic partnerships with larger African states such as Nigeria and South Africa, in addition to various regional strategies. Individual EU member states, including Germany, pursue their own bilateral strategies and initiatives in cooperation with Africa. This fragmented institutional framework is one factor that stands in the way of a coherent European policy towards Africa. The recent summit made it clear that there is a will for renewal. However, declarations of intent alone are not enough to calibrate the foundation of European-African relations. This requires three more fundamental changes to established practices.

First, one must be aware of the limitations of a partnership between two regional cooperation projects. Unlike powerful nation states that compete with Europe in cooperating with Africa, the EU is not able to provide new funds and initiatives in a short-term and flexible manner, as it is bound by its own financial rules and the long-term budget set by member states and the European Parliament.

Secondly, the EU should ensure coherence in its numerous engagements in Africa. While calling for an equal partnership, the EU was the main driver between migration and investment-oriented development cooperation initiatives proposed in 2015 and 2016. Although the EU supports Africa’s emerging continental free trade area, it continues to engage in talks with regional groups of states to deepen existing trade agreements. The EU’s erstwhile support for the African Peace Facility has now been transformed into a European Peace Facility that gives African states less direct say.

Third and last, the EU and Africa should try to be as explicit as possible about the areas in which they want to cooperate. Long lists of commitments and insufficiently specified measures are often a guarantee for unnecessary disappointment. A greater focus on systematically monitoring and reviewing progress made would be a step in the right direction. Such continuous monitoring should be transparent so that the next summit may celebrate the benefits of cooperation, as opposed to calling for another “reset” of the partnership.

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13 CSOs launch report on SDGs implementation

CSO Partnership - 24. Februar 2022 - 3:09

 

At the online launch of the 6th edition of the Progressing National SDGs Implementation report, 13 civil society organisations (CSOs) from around the world, including the CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE), called on governments and other global development stakeholders to “redouble their efforts to address gaps and work towards achieving the Sustainable Development Goals (SDGs) and the 2030 Agenda,” amid the recovery from the COVID-19 pandemic.

The report is an annual, independent review and analysis of how governments are implementing the 2030 Agenda. It examines the Voluntary National Reviews (VNR) reports submitted to the United Nations HLPF every year, as well as a sample of related civil society reports. Moreover, it provides an assessment of progress on SDGs implementation, identifies best practices, and suggests improvements to VNR reports and processes.

Specific findings on civic space include the following:
  • An enabling environment and open civic space are essential conditions for the effective engagement of non-state actors, including civil society, in the implementation of the Sustainable Development Goals (SDGs).
  • Consistent with previous years, the 2021 Voluntary National Review (VNR) reports were largely silent on the issue of shrinking civic space for civil society, although this is now a clearly established global trend.
  • Civil society parallel reports provide important information on how civic space is being closed in different countries, but these reports have no status in official VNR processes at national, regional or international levels.

You may access the Policy Brief on civic space here.

Some recommendations towards Leaving No One Behind as the world recovers from Covid-19 were:
  • Future VNRs should include reference to international and global commitments on COVID-19 and outline how multiple stakeholders can be involved to address crises such as the COVID-19 pandemic, with a focus on the implementation of the 2030 Agenda.
  • There must be report on how it affected the means of implementation of the SDGs, highlighting actions taken to address the crisis and reduce its impact. For countries presenting a subsequent VNR report to the HLPF, identify where progress has been made since initial policy and data assessments and provide information on changes between reporting years at national and subnational levels and for the furthest behind.
  • Ensure that stakeholders continue to be engaged even in light of challenging situations (e.g. Covid-19 pandemic) by promoting resilience and finding alternative ways through which to secure participation.

You may access the Policy Brief on Leaving no one behind here.

The final report, brought together by Cooperation Canada, ActionAid, Action for Sustainable Development, Arab NGO Network for Development, BOND, CEPEI, CPDE, Forus International, Global Focus, IISD, Save the Children, Sight Savers, WorldVision, is available here.

You may also download the Report’s highlights here.

Interested parties may access the previous edition (2020-2021) of the report here. #

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Kategorien: english, Ticker

EU verpasst mit Lieferkettengesetz die Chance, Klima- und Ressourcenaspekte zusammen zu denken

SID Blog - 23. Februar 2022 - 22:49

Der heute vorgelegte Vorschlag der EU-Kommission für ein europäisches Lieferkettengesetz geht deutlich weiter als das 2021 verabschiedete Pendant der Bundesregierung. Dass neben sozialen auch umwelt- und ressourcenbezogene Pflichten abgebildet sind, begrüßen wir ausdrücklich. Jedoch wurde die Chance verpasst, die Richtlinie durch konkrete Qualitätsanforderungen nach Cradle to Cradle für Wertschöpfungsketten mit dem politischen Ziel einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft zu verknüpfen.

Die niedrigeren Schwellen bei Umsatz und der Zahl der Beschäftigten, ab denen die Richtlinie für EU-Unternehmen greift, sind eine dringend notwendige Verschärfung. Ebenso positiv ist es, dass die Schwelle weiter sinkt, wenn Unternehmen schwerpunktmäßig in besonders kritischen und ressourcenintensiven Branchen tätig sind. Die Haftung – auch auf Managementebene – schließt nun zurecht Verstöße gegen Menschenrechte sowie Umwelt- und Klimastandards entlang der gesamten Lieferkette ein und nicht nur bei direkten Zulieferern. "Trotz der Verschärfungen gegenüber dem deutschen Lieferkettengesetz reicht die EU-Richtlinie in ihrer derzeitigen Form längst nicht aus, um eine wirklich zukunftsfähige europäische Wirtschaft zu gestalten", kommentiert Tim Janßen, geschäftsführender Vorstand von Cradle to Cradle NGO den Vorschlag.


Und das hat mehrere Gründe: Der Gesetzesvorschlag gilt für lediglich rund 1 % aller Unternehmen in der EU. Das ist viel zu wenig. Zahlreiche KMU, auch wenn sie in riskanten und ressourcenintensiven Branchen tätig sind, werden davon nicht erfasst. Die EU hat es zudem verpasst, das Lieferkettengesetz in direkten Einklang mit dem Circular Economy Action Plan zu bringen. Während große Unternehmen dazu verpflichtet werden die Klimafolgen ihrer Tätigkeit zu analysieren, gilt dies nicht für ihren Umgang mit Ressourcen. Klima- und Ressourcenaspekte müssen jedoch bei der Transformation unserer Wirtschaft gemeinsam gedacht werden. Denn gerade ein anderer Umgang mit Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette kann zu einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft mit sozial und ökologisch zukunftsfähigen Lieferketten führen.

Eine solche Kreislaufwirtschaft muss alle Unternehmen einbeziehen. Und sie muss zwingend so wichtige Aspekte wie die Materialgesundheit und Kreislauffähigkeit von Produkten und ihren Materialien beinhalten – unabhängig davon, in welchem Wertschöpfungsschritt sich ein Produkt befindet. Diese Aspekte entsprechen Cradle to Cradle-Kriterien, die aktiv zu einem Ende von Ressourcenvergeudung, Müllentstehung, Umwelt- verschmutzung, Klimaschäden und gesundheitlichen und damit sozialen Risiken in der Produktion und beim Konsum beitragen. Sie kommen in der vorgelegten Richtlinie nicht oder nur unzureichend vor. "Das ist eine verpasste Chance, soziale, ökonomische und ökologische Standards für Wertschöpfungsketten in Einklang mit dem Ziel einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft zu bringen. Wir müssen die Definition von Qualität und Wertschöpfung nach Cradle to Cradle dringend in Lieferketten abbilden, um aus wirtschaftlichem Handeln einen Mehrwert für Mensch und Umwelt zu generieren", ergänzt Nora Sophie Griefahn, geschäftsführende Vorständin von Cradle to Cradle NGO.


EU-Vorschlag zur nachhaltigen Unternehmensführung muss korrigiert werden, damit er den Menschen und dem Planeten nutzt

SID Blog - 23. Februar 2022 - 22:48

Oxfam zum EU-Gesetz zur nachhaltigen Unternehmensführung 

Berlin, 23.02.2022. Die Europäische Kommission hat heute einen Vorschlag für ein Gesetz zur nachhaltigen Unternehmensführung vorgelegt. Das neue Gesetz soll die Sorgfaltspflicht von Unternehmen regeln, die Waren und Dienstleistungen auf dem EU-Markt verkaufen. Es soll jedoch nur für eine kleine Gruppe sehr großer Unternehmen gelten. Im Gegensatz zu den anfänglichen Ambitionen der EU-Kommission enthält der Vorschlag keine Reformen der Pflichten des Managements von Unternehmen.  

Franziska Humbert, Expertin für Wirtschaft und Menschenrechte bei Oxfam Deutschland, kommentiert: „Der Vorschlag der Europäischen Kommission lässt zu wünschen übrig. Das neue Gesetz würde beispielweise nur für ein Prozent der Unternehmen in Europa gelten. Menschenrechte und Umweltschutz müssen aber für alle Unternehmen verpflichtend sein - nicht nur für die größten. Oxfam begrüßt jedoch, dass eine Haftungsregelung im Entwurf vorgesehen ist. Sie ist ein Hoffnungsschimmer für Arbeiter*innen, die Gesundheitsschäden erlitten haben, weil sie zum Beispiel Bananen für deutsche Supermärkte ernten und dabei ohne Schutzkleidung giftigen Pestiziden ausgesetzt sind. Damit diese Menschen ihre Schäden jedoch wirklich vor deutschen Gerichten einklagen können, braucht das Gesetz nun eine effektive Ausgestaltung, zum Beispiel eine Beweislastumkehr zugunsten der Arbeiter*innen."  

Marc-Olivier Herman, Leiter des Bereichs Gerechtes Wirtschaften bei Oxfam in Brüssel: „Dass die Reformen zu den Pflichten des Managements von Unternehmen und deren Vergütungspraxis auf Eis gelegt wurden, ist eine verpasste Chance von historischem Ausmaß, insbesondere angesichts der aktuellen Klima- und Ungleichheitskrise. Der Vorschlag trägt den Fingerabdruck der regressiven Wirtschaftslobby: Er ist zu schwach um zu gewährleisten, dass Managements von Unternehmen über die unmittelbare finanzielle Rendite hinausschauen und bei ihren strategischen Entscheidungen auch die Umwelt, das Klima und die Menschenrechte berücksichtigen. Es ist nun wichtig, dass der Vorschlag von der EU-Kommission und den Mitgliedsstaaten so verbessert wird, dass das Gesetz auch wirklich den Menschen und dem Planeten nutzt."

Hinweise:
- Oxfam-Expert*innen stehen für Interviews und weitere Einschätzungen gerne zur Verfügung
- Ein Factsheet zur Notwendigkeit und den Hintergründen eines Gesetzes gibt es hier
- Vor kurzem haben über 100 Unternehmen und Investoren eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie wirksame EU-Vorschriften zum Schutz der Menschen und des Planeten fordern.



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