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13. Juli 2021

ONE - 13. Juli 2021 - 12:39

1. Gerd Müller zum neuen Chef der UN-Industrieagentur gewählt

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) wird Chef der UN-Organisation für Industrielle Entwicklung (UNIDO), berichten die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und Zeit Online. Müller sei damit der erste Kandidat aus einem Industrieland, der für den Posten vorgeschlagen wurde. Ende November werde der neue Generaldirektor von der UNIDO-Vollversammlung aller Mitgliedstaaten offiziell bestellt. Der Organisation mit Sitz in Wien gehören 170 Staaten an. Sie kümmere sich um die industrielle Entwicklung in Entwicklungsländern und habe dabei Armutsbekämpfung und ökologische Nachhaltigkeit im Blick. Müller bezeichne die Corona-Pandemie als “Weckruf”. Die Bekämpfung der Corona-Pandemie und des Klimawandels erfordere “eine stärkere Verpflichtung der Industrieländer zur Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern.”

 

2. Pandemie steigert Hunger in der Welt

Die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Hamburger Abendblatt thematisieren den durch die Pandemie steigenden Hunger in der Welt. 811 Millionen Menschen seien im vergangenen Jahr unterernährt gewesen. Das UN-Ziel der Agenda 2030, bis zu jenem Jahr den Hunger überall zu besiegen, liege damit weit entfernt von der Realität. Die UN-Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) prognostiziere bei Fortführung der bisherigen Tendenzen im Jahr 2030 eine Zahl von rund 660 Millionen Menschen. Die Pandemie decke Schwächen der Ernährungssysteme auf, die das Leben und die Lebensgrundlagen von Menschen rund um den Globus bedrohen. Zudem seien Folgen des Klimawandels wie nie zuvor Treiber von Hunger. Insbesondere die Zahlen zu Kindern seien bestürzend: Mehr als 149 Millionen Kleinkinder zeigen Wachstumsstörungen, mehr als 45 Millionen seien zu dünn. Somalia sei mit knapp 60 Prozent das Land mit dem höchsten Anteil der Hungernden in der Bevölkerung.

 

3. EU schickt Militärmission in Krisen-Provinz nach Mosambik

Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung, berichten heute über den Start des Militäreinsatzes der EU im Norden Mosambiks. Nach Beschluss der EU-Außenminister*innen vom Montag werden EU-Soldat*innen Mosambiks Streitkräfte ausbilden, damit diese die Zivilbevölkerung im Kampf gegen islamistische Milizen besser schützen können. Der Einsatz sei auf zwei Jahre angesetzt und habe das Ziel, vor allem in der Provinz Cabo Delgado für Frieden und Sicherheit zu sorgen. Die Soldat*innen werde vor allem Portugal stellen, da das Land  die Streitkräfte in Mosambik bereits unterstützt. Deutschland wolle sich bis auf Weiteres nicht beteiligen. Die Lage in Mosambik habe sich seit 2017 kontinuierlich verschlechtert. Laut EU gebe es wegen eskalierender Gewalt momentan mehr als 700.000 Geflüchtete.

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Vom schüchternen Mädchen zum Gesicht einer Bewegung

E+Z - 13. Juli 2021 - 10:13
„The Hate U Give“ ist ein unterhaltsamer Film über Rassismus in der heutigen Gesellschaft

Der Spielfilm „The Hate U Give“ basiert auf dem gleichnamigen Debütroman der US-amerikanischen Autorin Angie Thomas, der 2017 erschien und auf einer wahren Begebenheit beruht. Im Jahr 2009 erschossen Polizeibeamte einen unbewaffneten schwarzen Mann namens Oscar Grant in Oakland, Kalifornien. Anders als ihre Klassenkameraden sah Thomas Grant nicht als Verbrecher, sondern als Unschuldigen, der auch ihr Nachbar hätte sein können.

Starr Carter, die Hauptfigur, spricht in einer Art, die von den „weißen Medien“ als angemessen angesehen wird, während sie gleichzeitig einen beeindruckenden Bericht über Polizeibrutalität liefert. Thomas’ Werke fallen in die Kategorie „Post-Blackness-Literatur“, da sie das Bewusstsein verbreitet, dass Schwarze in Amerika immer noch diskriminiert werden. Manche Kritiker meinen, „The Hate U Give“ habe einen autobiografischen Touch, da Thomas selbst – genau wie Starr – zwischen den sehr unterschiedlichen Welten ihres „weißen“ Colleges und ihres Wohnviertels hin- und herwechseln musste.

Eines Tages lässt sich Starr nach einer Party von ihrem Kindheitsfreund Khalil Harris nach Hause fahren, als sie von der Polizei angehalten werden. Der Beamte bittet Khalil auszusteigen. Als sich Khalil ins Fenster lehnt, um nach Starr zu sehen, und nach einer Haarbürste greift, erschießt der Polizist Khalil. Er hielt die Bürste für eine Waffe.

Khalils Geschichte ist überall in den Nachrichten, aber Starrs Identität als Zeugin wird geheim gehalten. Es belastet sie sehr, dass sie nichts gegen die Gerüchte sagen kann, die Khalil als Drogendealer mit Bandenverbindungen darstellen. In einem anonymen Interview verteidigt sie Khalil. Dort erwähnt sich auch die King Lords, eine Drogendealer-Gang, die mit Gewalt Starrs Wohngegend kontrolliert und die Anwohner bedroht.

Daraufhin bedroht die Bande Starr und ihre Familie. Sie müssen schließlich bei Starrs Onkel Carlos einziehen, der Polizist ist. Carlos erklärt Starr, dass er in Khalils Fall nichts tun könne, da er als Schwarzer bei der Polizei seinen guten Ruf bewahren müsse. Er versucht Starr davon zu überzeugen, dass es wichtiger sei, seine Familie zu beschützen, als seine Meinung zu sagen.

Nachdem ein Gericht den Polizisten, der für Khalils Tod verantwortlich ist, freispricht, beginnen die Menschen aus Starrs und Khalils Viertel Garden Heights unter dem Motto „Gerechtigkeit für Khalil“ zu demonstrieren. Starr beschließt, sich während der Proteste öffentlich als Zeugin von Khalils Tod zu erkennen zu geben.

Das führt jedoch zu Spannungen mit ihren Schulfreunden. Hailey Grant, eine von Starrs besten Freundinnen, verteidigt den Polizisten, der Khalil erschossen hat, sogar. Sie argumentiert, er habe richtig reagiert, wenn er die Bürste für eine Waffe gehalten habe. Hailey beschuldigt Khalil, den Beamten provoziert zu haben, und glaubt den Medien mehr als Starr.

Schließlich wird Starr zum Gesicht der Proteste gegen Polizeigewalt in Garden Heights. Sie wird überall in den Nachrichten als das Mädchen dargestellt, das wollte, dass Khalil als der fürsorgliche Junge in Erinnerung bleibt, der er war, und nicht als Krimineller. Bei den Protesten schwört sie, Khalils Namen nicht in Vergessenheit geraten zu lassen.

Die Demonstranten bleiben friedlich, aber Mitglieder der King Lords mischen sich unter die Leute und werfen Sprengsätze auf das Geschäft von Starrs Vater Maverick. Starr und ihr Halbbruder Seven werden in dem brennenden Gebäude eingesperrt. Die zwei entkommen, aber Mavericks Geschäft ist fast komplett zerstört.

Als die Proteste zu Ende gehen, fangen die Anwohner von Garden Heights an, sich gegen King zu wehren. Der Bandenchef landet schließlich im Gefängnis. Starr verspricht, die Erinnerung an Khalil lebendig zu halten und weiterhin gegen Polizeigewalt und Rassismus zu kämpfen.

Starr wird sehr gut von Amandla Stenberg porträtiert, einer amerikanischen Sängerin und Schauspielerin. Es gefällt mir besonders, wie sie von einem schüchternen Mädchen zum Gesicht der Protestbewegung wird. Khalils Tod macht ihr klar, wie präsent das Problem Rassismus in der heutigen Gesellschaft immer noch ist, sogar bei Menschen, deren Aufgabe es ist, die Bürger zu beschützen. Im Laufe des Films entwickelt sie sich für viele der anderen Charaktere zum Zeichen der Hoffnung.

Starrs Rolle ist sehr inspirierend, da sie zeigt, wie wichtig es ist, seine Stimme zu nutzen und die Dinge anzusprechen, die einen bewegen. „The Hate U Give“ macht deutlich, dass eine Einzelne etwas erreichen kann, wenn sie genug Unterstützung von den Menschen um sie herum bekommt. Starr kann in vielerlei Hinsicht als Vorbild dienen, aber am beeindruckendsten ist es, dass sie ihre eigene Sicherheit aufs Spiel setzt, um dafür zu sorgen, dass Khalil nicht umsonst gestorben ist.

„The Hate U Give“ behandelt wichtige Themen wie die Privilegien von Weißen, Rassismus und Diskriminierung. Ich finde es wichtig, Aufmerksamkeit darauf zu lenken, dass Schwarze in den USA immer noch als Verbrecher hingestellt werden. Thomas wollte junge Menschen dazu auffordern, ihre Meinung zu sagen – was ihr sehr gut gelungen ist.

Mir gefällt, dass die Geschichte auf wahren Geschehnissen aufgebaut ist und wie die Autorin anderen Opfern von Polizeigewalt durch ihre Protagonistin eine Stimme gibt. Die Tatsache, dass Fälle wie der von Khalil im echten Leben passieren, ist beängstigend – aber wichtig zu wissen. Darüber hinaus ist der Film sehr gut gemacht, und besonders die Darstellung der Demonstrationen ist sehr realistisch. Ein paar Szenen sind jedoch etwas brutal, weshalb ich es gut finde, dass der Film erst ab 12 Jahren freigegeben ist.

Film
The Hate U Give, 2018, USA, Regisseur: George Tillman, Jr.

Sinikka Dombrowski ist Schülerin.
euz.editor@dandc.eu

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75 Jahre UNICEF: Wie wollen wir leben?

Unicef - 13. Juli 2021 - 10:00
Unter dem Leitgedanken "Unsere Kinder. Unsere Zukunft. Wie wollen wir leben?" hat UNICEF zum 75. Geburtstag  zahlreiche Aktionen – offline und online – vorbereitet. Auf einer Sonderseite und mit einer virtuellen Pressemappe stellen wir Informationen, Bilder, Videos und Geschichten zur Arbeit der Organisation bereit.
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Wieso ein heller Teint mit hohem Sozialstatus verbunden wird

E+Z - 13. Juli 2021 - 9:56
Das Geschäft mit aufhellenden Cremes basiert auf rassistischen Schönheitsidealen

Insbesondere Frauen kaufen weltweit Kosmetikprodukte, um ihre Haut heller erscheinen zu lassen. Die Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization – WHO) rechnete in einer 2019 veröffentlichen Studie damit, dass der globale Umsatz von aufhellenden Cremes bis 2024 bei 31,2 Milliarden Dollar liegen wird. Der multinationale Kosmetikhersteller Unilever macht mit solchen Produkten allein in Indien mehr als 500 Millionen Dollar Umsatz im Jahr.

Doch es gibt Anzeichen dafür, dass die Nachfrage abnimmt. So nannte Unilever seine bereits seit 45 Jahren verkaufte Creme „Fair & Lovely“ um. Sie ist eines der beliebtesten Schönheitsprodukte in Südasien. Nun heißt sie „Glow & Lovely“. Gleichzeitig stellte der Pharmariese Johnson & Johnson den Verkauf von zwei seiner Aufhellungscremes in Asien ganz ein.

Kosmetikhersteller scheinen sich vermehrt von aufhellenden Produkten zu distanzieren. Das könnte an den immer bekannter werdenden Informationen über Gesundheits- und Umweltrisiken der Aufheller liegen. Aber auch das globale Engagement von Aktivisten gegen rassistische Stereotype könnte ein Grund sein.

Einige der Aufheller werden mit schädlichen Chemikalien wie Quecksilber und Bleichmitteln hergestellt. Zu den gesundheitlichen Folgen zählen laut WHO Nierenschäden, Hautausschläge, Hautverfärbungen und Narbenbildung. Das in manchen Weißmachern enthaltene Quecksilber kann auch ins Abwasser und in die Nahrungskette gelangen – so kann zum Beispiel Fisch damit belastet sein. Neben Cremes sind auch Pillen und Spritzen beliebt.

Unilever gibt an, keine schädlichen Chemikalien für die Cremes zu verwenden. Stattdessen nutze es Vitamin B3, Glycerin und Sonnenschutzmittel. Mit dem neuen Namen nennt Unilever sein Produkt auch nicht mehr Hautaufheller. Es sei dafür da, „Ausstrahlung und Glanz zu verbessern“, indem es den Hautton betone und die Hautstruktur glätte. Doch in älteren Werbeanzeigen stellte Unilever einen Zusammenhang zwischen heller Haut und Schönheit her, wobei Vorurteile gegenüber Menschen mit dunklerer Hautfarbe instrumentalisiert und verstärkt wurden.

Ursprünge des „Colourism“

In Südasien werden diese historisch verwurzelten Vorurteile als „Colourism“ bezeichnet. Die Moguln, die vom 16. bis 19. Jahrhundert weite Teile Südasiens beherrschten, hatten eine hellere Hautfarbe als indigene Völker. Und schon vor Ankunft der Moguln hatten die hochrangigen Kasten – besonders die Brahmanen – eine hellere Hautfarbe als die unterste Kaste der Dalits. Europäische Kolonisten vertieften diese Kluft weiter. Hellere Haut wird in Südasien mit Status, sozialer Akzeptanz, wirtschaftlichen Chancen und Selbstwertgefühl in Verbindung gebracht.

Auch in Afrika machen Unternehmen ein gutes Geschäft mit hautaufhellenden Produkten. „Hellere Haut bedeutet häufig einen schnelleren und einfacheren Zugang zu besser bezahlten Jobs, insbesondere im Vertrieb und Marketing“, schreibt Vicky Colbert vom Borgen Project, einer US-Nichtregierungsorganisation.

Die Produktnachfrage in Afrika hat einen ähnlichen Ursprung wie in Südasien: eine hierarchische Gesellschaftsordnung, die von ihren Opfern verinnerlicht wurde. Der Sklavenhandel und die Kolonialherrschaft führten zu Ungleichheiten in Status, Reichtum und Schönheit. Laut Colbert ist „das bestehende strukturelle Glaubenssystem ein Erbe rassistischer Ansichten, die weiße Europäer als überlegen positionieren“. Schönheitsideale werden zudem vermutlich durch Fotos von prominenten Schwarzen in den USA verstärkt. So ist der Teint von Stars wie Beyoncé eher hell.

Doch Schönheitsstandards können sich ändern. „Schwarz bin ich und schön“, heißt es im Hohelied im Alten Testament. Eine junge Frau feiert ihre Schwärze und fragt: „Wozu denn sollte ich wie eine Verschleierte sein?“ Dass schwarze Haut schön ist, ist also ein uraltes Verständnis. Und langsam kommt es auch wieder zurück in Regionen, in denen Frauen immer noch versuchen, ihre Schwärze zu verbergen.

Mahwish Gul ist Beraterin mit dem Schwerpunkt Entwicklungsmanagement. Sie lebt in Nairobi.
mahwish.gul@gmail.com

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Voller Einsatz für Oxfam

Oxfam - 13. Juli 2021 - 8:20
100.000 € Spenden für Oxfam und nun noch ein Halbmarathon durch Berlin für das Oxfam-Running-Team: Roland Vossebrecker ist nicht zu bremsen. © Rainer Keuenhof Mehr als 100.000 € Spenden in sechs Jahren

Der Komponist und Pianist aus Bergisch Gladbach setzt seit längerer Zeit seine Talente für gute Zwecke ein. Innerhalb von sechs Jahren hat er weit über 100.000 € Spenden für Oxfam gesammelt, davon 100.000 € ausschließlich mit Benefiz-Konzerten. Live-Konzerte waren in Corona-Zeiten erstmal nicht mehr möglich. Doch gerade jetzt wollte er weiter unterstützen.

Vorübergehender Umstieg auf YouTube

So hat sich Roland Vossebrecker schnell auf die neue Situation eingestellt. Mithilfe der Technik-AG des Otto-Hahn-Gymnasiums in Bensberg ist er auf YouTube umgestiegen, wo er unter anderem eine ganze Reihe Aufnahmen von Bach-Kompositionen und eigenen Stücken veröffentlicht hat.

Bald auch auf Berliner Straßen

Nun ist Roland Vossebrecker auch beim Berliner Halbmarathon am 22. August 2021 dabei und will neben der sportlichen Erfahrung auch Spenden für Oxfam sammeln. Zu seiner Teilnahme hat Roland Vossebrecker daher eine Online-Spendenaktion erstellt, über die ihn alle, die Lust haben, unterstützen können. Wir haben mit dem Pianisten gesprochen:

Oxfam: In einem früheren Interview hast Du erzählt, wie es zu Deiner Unterstützung für Oxfam kam. Kannst Du noch mal genauer erklären, wie Du vom Lesen des Buches „Leben retten“ von Peter Singer ins Handeln gekommen bist? Du gehst ja über die „einfache“ Spende hinaus, nutzt Deine Talente und Deine Reichweite, um die Spende – und somit ihren Einfluss – zu vervielfachen.
Roland Vossebrecker: Peter Singer ist umstritten, aber das Buch fand ich wirklich inspirierend und überzeugend. Ich habe vorher schon gespendet und dann eine Organisation gesucht, die sowohl weltanschaulich neutral als auch politisch auf meiner Wellenlänge ist. So habe ich Oxfam gefunden.

Dann kam 2015 das Erdbeben in Nepal. Als ich die Nachricht hörte, habe ich gemeinsam mit einem Freund in nur einer Woche Vorlauf ein Konzert in Köln organisiert, zu dem etwa 100 Leute kamen. Das stellte sich als ein so gutes Konzept heraus, dass ich das fortsetzen wollte.

Die Benefiz-Konzerte sind meiner Meinung nach ein Gewinn für alle:

Ich gewinne, denn ich tue, was mir Spaß macht. Ich spiele, was ich mir aussuche. Die Organisation einer Konzertreihe – Reisekosten, Werbung, Saal- und Flügelmieten und so weiter – kostet viel Geld, aber das macht nichts. Das ist mein persönlicher Spendenbeitrag.

Die Gewinner auf der anderen Seite sind Oxfam und die Menschen, die Oxfam unterstützt. Denn die gesamten Einnahmen meiner Benefiz-Konzerte gehen an Oxfam. Ich bin froh, dass ich diesen Weg gefunden habe.

Wie bist Du auf die Idee gekommen, neben den Klavierkonzerten nun auch noch den Halbmarathon zum Spendensammeln zu nutzen? Bist Du vorher schon ein Läufer gewesen?
Ich laufe seit vielen Jahren relativ regelmäßig. Seit einer schweren Krankheit vor eineinhalb Jahren nun noch mehr. Ich hatte nicht nur unfassbares Glück, zu überleben, sondern bin auch schnell wieder auf die Beine gekommen. Schon einen Monat danach habe ich langsam wieder angefangen zu laufen und ich habe einfach viel Spaß daran. Hier im Wald ist das bei frühmorgendlichem Sommerwetter ein tolles Naturerlebnis.

Manchmal laufe ich nur 30 Minuten, manchmal bis zu 2 Stunden. Aber bei einem offiziellen Lauf habe ich noch nie mitgemacht. Als ich hörte, dass Oxfam Startplätze für den Halbmarathon vergibt, habe ich mich einfach angemeldet und freue mich nun auf die Herausforderung. Ich habe mir vorgenommen, unter zwei Stunden zu bleiben.

Wie bereitest Du Dich auf Deine Teilnahme am Halbmarathon vor?
Ich laufe so gut wie täglich.

Hast Du einen Tipp fürs Spendensammeln?
Einen Tipp nicht. Aber ich würde mich wirklich freuen, wenn meine Aktionen Nachahmer*innen finden würden. Wenn andere Musiker*innen oder Menschen mit anderen Talenten ein ähnliches Projekt starten würden.

Du arbeitest bereits an Deiner nächsten Benefiz-Konzertreihe für Oxfam. Wann geht es los und was planst du zu spielen?
Ich werde vier Bach-Fugen spielen und vier eigene Sonatinen. Die neueste davon werde ich erst in den nächsten Tagen fertigstellen.

Meine neue Konzertreihe startet im November und das Ende ist noch offen. Aktuell sind drei bis vier Hauskonzerte geplant, dazu Konzerte in Schulen, Ratssälen, Galerien. Ich spiele überall dort, wo man mich lässt.

Momentan ist es allerdings schwierig, Konzerte zu organisieren. Wegen Corona sind die meisten Veranstalter noch sehr verhalten. Da ich aber mindestens 20 Konzerte spielen will, suche ich nach weiteren Veranstaltungsorten in Deutschland. Wer einen geeigneten Ort kennt, kann sich gerne per E-Mail an roland.vossebrecker@gmx.de wenden. Programmhefte und Werbematerial für die Veranstaltungen organisiere ich selbst. Ich brauche nur einen Raum für 20 bis 100 Personen, der mit einem Flügel oder – bei privaten Hauskonzerten – mit einem konzertgeeigneten Klavier ausgestattet ist.

Wir drücken Dir die Daumen für die Suche nach weiteren Veranstaltungsorten und für den Halbmarathon. Danke Dir für das Interview!

Zur Halbmarathon-Spendenaktion

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Who called Team Europe? The European Union’s development policy response during the first wave of COVID-19

DIE - 13. Juli 2021 - 7:25

The COVID-19 pandemic is a critical juncture for global development. Under the label of “Team Europe”, the EU has sought to mobilize rapid development assistance to support partners in addressing the impacts of the crisis, while promoting joined-up approaches among European actors to assert itself in a changing and competitive geopolitical context. This article assesses how substantive and process-oriented EU development policy norms are reflected in the Union’s global COVID-19 response. Focusing on the EU’s response during the first wave of the COVID-19 pandemic in the first half of 2020, the article shows that the EU’s response to this extraordinary crisis consisted of a deepening of EU integration. In so doing, the EU emphasized process-oriented over substantive norms in its development policy.

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(Wieder-)Annäherungen in Nahost

SWP - 13. Juli 2021 - 2:00

2020/21 unterzeichnete Israel Abkommen mit vier arabischen Staaten, die international als Durchbruch gefeiert wurden. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt vollzieht sich unterdessen seit 2018 eine Wiederannäherung arabischer Staaten an Syrien. Schließlich beendeten mit dem Treffen des Golfkooperationsrates (GKR) im saudischen Al-Ula im Januar 2021 Ägypten, Bahrain, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ihren Boykott Katars. Veränderte Lagebeurteilungen und das Konvergieren von Interessen haben die (Wieder-)Annäherungen ermöglicht. Damit bewegt sich die Region aber nicht auf Frieden und Stabilität zu; langanhaltende Konflikte werden nicht beigelegt, Bedrohungsperzeptionen dritter Akteure verstärkt. Deutschland und seine Partner in der EU sollten sich nicht von lokalen und regio­nalen Konfliktparteien vereinnahmen lassen, sondern Ansätze regionaler Konflikt­bearbeitung unterstützen.

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Bundesregierung präsentiert Nachhaltigkeitsbericht bei den Vereinten Nationen

#2030Agenda.de - 12. Juli 2021 - 23:51

Am 15. Juli 2021 präsentiert die Bundesregierung bei der diesjährigen Tagung des Hochrangigen Politischen Forums der Vereinten Nationen (HLPF) ihren freiwilligen Staatenbericht (Voluntary National Review, VNR) über die Umsetzung der Agenda 2030. Es ist der zweite VNR Deutschlands, der erste erschien 2016. Der Bericht fasst auf 125 Seiten im Wesentlichen die Hauptaussagen der weiterentwickelten Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie vom März 2021 zusammen. 

Außerdem enthält er im Anhang Positionspapiere des Deutschen Städtetages, des BDI, des DGB, des Forums Umwelt & Entwicklung, der deutschen Jugenddelegierten und von VENRO.

Weitere Informationen

 

Die Präsentation des deutschen VNRs findet am 15. Juli um 15.00 Uhr (deutscher Zeit) im Rahmen der offiziellen HLPF-Tagung statt. Sie kann live verfolgt werden auf: https://media.un.org/en/webtv/

Zusätzlich veranstaltet die Bundesregierung am selben Tag um 19.00 Uhr ein Side Event zur Diskussion des VNRs.

Weitere Informationen dazu und Link zur Anmeldung

 

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Do non-maternal adult female household members influence child nutrition? Empirical evidence from Ethiopia

DIE - 12. Juli 2021 - 21:42

Child malnutrition is an enormous public health problem in low- and middle-income countries (LMICs). In this paper, we study the relationship between non-maternal adult female household members (AFHMs) and under-5 child nutritional outcomes using nationally representative Ethiopian Demographic and Health Survey data, 2016. Because most of the primary inputs that go into the production of child health are intensive in maternal time, having additional AFHMs may ease the time constraints of the child's mother. We use anthropometric measures such as height-for-age z-scores (HAZ) and weight-for-age z-scores (WAZ) to measure stunting and underweight, respectively, as objective indicators of child nutritional status. Among our sampled households, we find that 40% of the children are stunted, 18% severely stunted, 27% underweight and 8% severely underweight. Furthermore, about 20% of the sampled children live with at least one extra non-maternal AFHM. The multivariate regression results suggest that an additional AFHM is associated with significantly higher HAZ and WAZ scores and less likelihood of severe stunting compared with children living with fewer AFHMs. Finally, the paper discusses the potential pathways through which non-maternal AFHMs can influence child nutritional status.

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Digitales Quiz zur Fashion Week

Engagement Global - 12. Juli 2021 - 16:04
Auch beim Kleidungskauf ist Fairness wichtig. Das verdeutlichte das Fashion Quiz den Teilnehmenden spielerisch. Foto: Bildschoen13

Ob der durchschnittliche Weg einer Jeans eher der Route eines Weißstorchflugs oder Angela Merkels Dienstreisen in 2019 nahekommt, beantworteten 42 Ratende beim Digitalen Fashion Quiz am 7. Juli 2021. Engagement Global hat viele Informationen rund um „Fairness beim Kleiderkauf“ in diesem Quiz aufgegriffen. Anlass war die vom 5. bis 9. Juli 2021 stattfindende „Frankfurt Fashion Week“, bei der mit dem überwiegend digitalen Programm ein Fokus auf die Themen Nachhaltigkeit und Digitalisierung gelegt wurde.

Das Moderatoren-Duo Tom und Darren aus Hamburg führte die Teilnehmenden durch das thematisch passende Fashion Quiz von Engagement Global. Die drei Fragerunden orientierten sich an den ökologischen, ökonomischen und gesellschaftlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit. Aufgelockert wurde das Quiz durch zwei Filme, die die Akademie Mode & Design (AMD) am Standort Wiesbaden als Kooperationspartner der Veranstaltung beigesteuert hatte: Im „Ateliergespräch mit AMD-Studierenden zu nachhaltiger Mode“ gaben die Modermacherinnen und -macher der Zukunft einen Einblick in ihr kreatives Schaffen und zeigten, wie sie sich während des Sommersemesters 2021 mit Nachhaltigkeit in der Mode auseinandergesetzt hatten. So war nicht nur eine kleine Kollektion entstanden, sondern auch das fiktive Label „Greenix“, das auf einem gemeinsam erarbeiteten Manifest basiert, in dem sich die Studierenden zu einer nachhaltigen Modeschöpfung bekennen.

In der zweiten Rundenpause hatten die AMD-Modedesignerinnen und -designer Dr. Kristina Nolte, Leiterin des Bereichs Kommunikation in der Geschäftsstelle des Grünen Knopfs, interviewt. „Es gibt einen Siegel-Dschungel und selbst für informierte Verbraucherinnen und Verbraucher ist es schwierig zu sehen, welches Siegel für welche Standards stehen. Der Grüne Knopf schafft als Metasiegel einen Überblick und sortiert. Er berücksichtigt soziale und ökologische Kriterien und – im Unterschied zu anderen Siegeln – nimmt auch die Unternehmen in den Fokus bezüglich der Risiken.“ Hinter dem Grünen Knopf steht das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Siegelgeber.

Gefragt nach der größten Selbstkritik des Siegels sagte Nolte, dass der Grüne Knopf seit seinem Start Ende 2019 46 Anforderungen an die zu zertifizierenden Textilien stelle. Diese konzentrieren sich momentan auf die Produktionsstufen Nähen und Zuschneiden, sowie Bleichen und Färben. „Aber auch in den anderen Lieferkettenstufen gibt es prekäre Arbeitsverhältnisse und Umweltverschmutzungen. Hier werden wir in den nächsten Jahren nachschärfen. Wir sind kurz davor, den neuen Standard öffentlich zur Diskussion zur stellen. Zukünftig werden beispielsweise existenzsichernde Löhne eine größere Rolle spielen.“ Das Fashion Quiz wurde von der Außenstelle Mainz von Engagement Global im Rahmen des Programms Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) durchgeführt.

Das Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) will Menschen zu einer kritischen Auseinandersetzung mit globalen Entwicklungen motivieren und zu eigenem Engagement für eine nachhaltigere Welt ermutigen. Mit unterschiedlichen Formaten bringt EBD einer breiten Öffentlichkeit oder ausgewählten Zielgruppe entwicklungspolitische Themen nahe – bundesweit durch die sechs Außenstellen von Engagement Global.

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Vom Wintermantel zum Ehrenamt

Unicef - 12. Juli 2021 - 14:22
"Und dann kam UNICEF ins Spiel ...": Was hat ein Wintermantel, den Barbara Thimm-Maldener als 10-Jährige geschenkt bekam, damit zu tun, dass sie sich heute ehrenamtlich für UNICEF engagiert? Im Video verrät sie es Ihnen.
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12. Juli 2021

ONE - 12. Juli 2021 - 12:31

1. Äthiopiens Ministerpräsident im Amt bestätigt

Die Süddeutsche Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die tageszeitung und die Stuttgarter Nachrichten berichten über die Parlamentswahl in Äthiopien. Die Partei von Ministerpräsident Abiy Ahmed habe die Wahl sehr wahrscheinlich mit einer klaren Mehrheit gewonnen. Die Oppositionsparteien hatten die Abstimmung am 21. Juni allerdings boykottiert, weil im Vorfeld ihre Büros verwüstet und ihre Anführer*innen verhaftet worden waren. Die USA hatten im Vorfeld gravierende Mängel im Wahlkampf beklagt; die EU hatte aufgrund von Uneinigkeiten mit der Regierung keine Wahlbeobachter*innen geschickt. Insbesondere die Konflikte in der Unruheregion Tigray überschatteten die Wahl. Abiy Ahmed hatte im November eine Militäroffensive gegen die Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF) begonnen, die bis dahin an der Macht war. Nach Angaben der Vereinten Nationen sollen hier inzwischen mehr als 400.000 Menschen von akutem Hunger betroffen sein. 

2. Tote und Verletzte bei Anschlägen in Mogadischu

Mehrere Medien, darunter die Stuttgarter Nachrichten, die Neue Zürcher Zeitung, die Hannoversche Allgemeine und die Deutsche Welle, thematisieren zwei Anschläge der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab in Somalia am Samstagabend. Seit der Verschiebung von Neuwahlen im Februar stecke Somalia in einer schweren Krise. Terrorgruppen kontrollieren weite Teile des Südens und des Zentrums und verüben immer wieder Anschläge. Unter anderem die Süddeutsche Zeitung, Deutschlandfunk und die Rheinische Post lassen den Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Bruno Kahl, zu Wort kommen, der vor einem Wiedererstarken islamistischer Gruppen warnt. Dies sei insbesondere dort der Fall, wo “staatliche Autorität und Strukturen fehlen” und betreffe vor allem den Nahen und Mittleren Osten, die Länder der Sahelzone und zunehmend das südliche Afrika. Dagegen helfe laut Kahl nur, Wirtschaft und Infrastruktur so zu stärken, dass der wachsenden Bevölkerung genug Perspektiven geboten werden, “die Terrorismus und Migration überflüssig machen”.

3. G20 beraten über die Verteilung von 650 Milliarden Dollar

In einem Interview mit Achim Steiner, Leiter des UN-Entwicklungsprogramms, thematisiert ZEIT Online die Verteilung der Sonderziehungsrechte (SDR) des Internationalen Währungsfonds (IWF) in Höhe von 650 Milliarden Dollar. Die Gelder sollen die wirtschaftliche Entwicklung nach der Pandemie sicherstellen. Dazu sei es laut Steiner notwendig, dass die G20-Länder einen Teil ihrer SDR den Entwicklungsländern zur Verfügung stellen. Denn auch diese stünden jetzt vor der Herausforderung, “Pandemiebekämpfung, Verschuldung, Wiederaufbau und Klimaschutz” zugleich zu meistern. Christian Wermke berichtet im Handelsblatt ebenfalls über die finanziellen Folgen der Pandemie. Es seien Milliardeninvestitionen ins globale Gesundheitssystem nötig. Ein internationales Expert*innengremium fordere 15 Milliarden Dollar jährlich für die kommenden fünf Jahre. Während es nie zu früh sei, sich auf künftige Pandemien vorzubereiten, warnt die Entwicklungsorganisation ONE vor Liquiditätskrisen in von Armut betroffenen Ländern. Die dritte Corona-Welle überrolle Afrika und fordere eine klare Redaktion, “nicht irgendwann, sondern jetzt.”

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E+Z/D+C 2021/08 – mo – nowadays – Derrick Silimina – Zambia – dietary diversity

E+Z - 12. Juli 2021 - 11:27
Bio-fortified crops can improve both nutrition and economic growth in Zambia

HarvestPlus, a non-governmental organisation (NGO) that develops bio-fortified crops, aims to change that – in Zambia and around the world. In Zambia, it works with the Zambia Agriculture Research Institute (ZARI) and others such as seed companies to add micronutrients to local crops.

Bio-fortifying crops can include genetic modification but also covers other, conventional methods for improving crops’ nutritional quality, such as selective breeding. In Zambia, HarvestPlus focuses on strengthening maize, beans, cassava and sweet potatoes with vitamin A – an essential nutrient for promoting growth, ensuring good vision and maintaining the immune system.

“What we are trying to do at HarvestPlus is to solve the micro-nutrient deficiency problem that we see at household level,” says HarvestPlus senior research associate David Samazaka. “We want people to have better nutrition. We also want them to have increased household income by growing crops not just for their own consumption but also for sale to others.”

Two-thirds of Zambia’s population lives in rural areas and relies on agriculture for income. Yet despite this population emphasis, and despite the country’s abundant fertile land and good rainfall, agriculture accounts for only 20 % of Zambia’s gross domestic product. With bio-fortified crops and better yields, agriculture could become a far more important source of economic growth.

As part of this effort, HarvestPlus researchers developed orange maize, fortified with vitamin A. Zambians have embraced orange maize for both its taste and health-promoting properties. “Once you start using orange maize, you will not go wrong in terms of its nutritional value,” says agricultural expert Amos Tembo.

Farmers are happy with the new variety of maize as well. Zambia’s six different varieties of vitamin A-fortified orange maize achieve yields similar to those of white-maize varieties. “Since, I started planting seeds that are enriched with more nutrients, my crop yield has improved every farming season,” says Anita Siabana, a farmer in the Chibombo district of the Central Province.

Other parts of the agribusiness value chain – including seed companies and food manufacturers – also praise bio-fortified crops. “We market bio-fortified seeds for maize and for beans,” says Bwalya Mwansa, a sales executive for seed company Afriseed. “We have strong demand from farmers in Zambia as well as Botswana and Angola. We see a need to increase our seed production to meet the demand.” 

Kamano Seed Company, which produces and trades seeds for legumes, cereals and vegetables, also does a thriving business in HarvestPlus’ orange maize seeds. “From the time we started working with HarvestPlus, we have found their bio-fortified seeds to be well received by small scale farmers across the country,” says Nokutula Mulonga, the company’s sales manager.

Beyond improving nutrition and helping farmers, bio-fortification can boost Zambia’s agribusiness potential, according to participants in a recent industry exposition. This includes the country’s seed production, farming, crop marketing and agricultural research sectors. The key is continuous innovation, says Samuel Banda, business development manager for Advanta Seeds, a multinational seeds company.

Derrick Silimina is a freelance journalist based in Lusaka. He focuses on Zambian agriculture and sustainability issues.
derricksilimina@gmail.com

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How Green Public Procurement Could Boost Sustainable Horticulture in Kenya

SCP-Centre - 12. Juli 2021 - 11:27

With the rapid growth of the horticulture industry around the Lake Naivasha Basin, Kenya, the basin has become increasingly important as an economic hub for the country. Using the recommendations of this GOALAN project policy brief, public authorities and institutions have the opportunity to engage in green public procurement by procuring fresh fruit and vegetables, particularly from smallholder farmers. In turn, this would foster local sustainable development and promote the adoption of sustainable consumption and production practices.

Kenya is one of the main exporters of horticultural products among developing countries, with horticulture accounting for two-thirds of Kenyan’s growth in agricultural exports. Horticultural micro, small and medium-sized enterprises (MSMEs) have significantly increased the country’s fresh fruit and vegetable supply. However, access to organised markets is a major challenge for most MSMEs, both internationally due to high quality standards and price volatility, and locally due to the limited availability of markets for sustainable and fresh products.

Public authorities and governments are huge spenders and buyers. In Kenya, the government generally makes large food purchases for public institutions and authorities. The Kenyan government can use this advantage to support horizontal policies in support of food security, health and nutrition, sustainable agriculture, and the further development of SMEs through the implementation of Green Public Procurement (GPP).

This GOALAN policy brief suggests that the three county governments in the Lake Naivasha basin should consider purchasing food for public institutions such as hospitals or schools from the MSMEs. Green Public Procurement for school meals, for example, can help expand marketing opportunities for horticultural MSMEs and in turn foster rural economies and communities by promoting growth and job creation. Such a public procurement programme would not only help create a stable demand, but also encourage the small producers to adopt and maintain sustainable farming practices. In addition, it may help reduce post-harvest loss due to failure in finding buyers in time for the perishable fresh fruit and vegetables, especially if farmers do not have cool rooms to store the harvest.

However, the policy brief notes that compliance with the legal and environmental requirements in public procurement represents a challenge to most MSMEs, which can hinder their participation in GPP processes. Moreover, the lack of capacity on the part of the MSMEs also affects their competitiveness. For local authorities, however, the unavailability of green products hampers the implementation of GPP programmes. To address this challenge, the policy brief recommends creating awareness and conducting trainings and capacity building for local procurement authorities.

For the complete recommendations and further details, please check out the policy brief.

The GOALAN project (Green Horticulture at Lake Naivasha Project) funded by the EU SWITCH Africa Green Programme and implemented by the CSCP and WWF-Kenya (World Wide Fund for Nature) promotes the adoption of more sustainable production and consumption (SCP) practices along the Kenyan horticultural sector.

For further questions, please contact Kartika Anggraeni.

 

Der Beitrag How Green Public Procurement Could Boost Sustainable Horticulture in Kenya erschien zuerst auf CSCP gGmbH.

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Zwei afrikanische Nachbarn bemühen sich um Frieden

E+Z - 12. Juli 2021 - 11:05
Nach sechs Jahren Konflikt normalisieren sich die Beziehungen zwischen Ruanda und Burundi

Außer den Dissidenten flohen auch weitere zehntausende Burundier vor Gewalt und Unruhe in die Nachbarländer. Viele gingen nach Ruanda, doch kehrten nun Ende 2020 mehr als 7000 burundische Flüchtlinge aus Ruanda zurück heim, mehr als 11 000 weitere sind zur Repatriierung registriert. Dies machte ein von der UN vermitteltes Abkommen zwischen Burundi und Ruanda möglich.

Nun wünschen sich die Präsidenten beider Länder gute Beziehungen. Burundis Präsident Évariste Ndayishimiye betont: „Wir sprechen dieselbe Sprache.“ Ruandas Präsident Paul Kagame sagt: „Wir wollen mit den Burundiern in Frieden leben.“ Beide Regierungen unterdrücken jedoch seit jeher Andersdenkende. So sind die inländischen Spannungen nun fast größer als die zwischen den Ländern. Im Mai nahm eine Delegation aus Ruanda an einem Treffen des UN Standing Advisory Committee on Security Questions in Central Africa teil, das in Bujumbura stattfand – was auf eine weitere Verbesserung der Beziehungen hinweist.

Aber der Fortschritt ist nicht gerad­linig; es kommt weiterhin immer wieder zu Unstimmigkeiten, etwa über den Grenzverlauf. In der Nacht des 23. Mai 2021 wurden in Ruanda zwei Menschen getötet, was zu einem Streit darüber führte, wer sie waren. Laut Ruanda waren es Burundier in Militär­uniform, die Medikamente, Gewehre und andere militärische Ausrüstung mitbrachten. Burundis Militärsprecher Colonel Floribert Biyereke verneinte, dass Burundier ruandischen Boden betreten hätten, da Patrouillen die Grenze bewachten, um das zu verhindern.

Angesichts der langen friedvollen Geschichte und ihrer demografischen Ähnlichkeiten waren die Feindschaften der sechs Jahre zwischen den Ländern ungewöhnlich. Ihre politischen Beziehungen gehen bis ins 15. Jahrhundert zurück, als das Königreich Ruanda gegründet wurde.

Beide Länder sind etwa gleich groß, haben sprachliche und ethnische Ähnlichkeiten und sind direkte territoriale Fortbestände afrikanischer Staaten, die es schon vor der Kolonialzeit gab. Heute gibt es viele Ehen zwischen Burundiern und Ruandern. Der grenzüberschreitende Handel floriert – auch wenn er durch gelegentliche Vorwürfe des Schmuggels von Waren nach Ruanda getrübt wird.

Darüber hinaus sind beide Länder durch ein Netz von bilateralen und regio­nalen Abkommen verbunden und die Gouverneure ihrer Grenzprovinzen treffen sich regelmäßig. Beide Länder gehören zur Wirtschaftsgemeinschaft der Länder der Großen Seen, zur Ostafrikanischen Gemeinschaft, zum Gemeinsamen Markt für das Östliche und Südliche Afrika und zur Wirtschaftsgemeinschaft der zentralafrikanischen Staaten. Auch sind beide Mitglieder der Afrikanischen Union und der UN, die diverse Kanäle zur Beilegung von Streitigkeiten bieten. Da Burundis Präsident Ndayishimiye im Vergleich zu seinem Vorgänger sehr versöhnlich ist, lassen sich künftige Streits womöglich ohne neue Feindseligkeiten lösen.

Weit problematischer ist die Dauerpräsenz bewaffneter Gruppen in der Region um die Großen Seen Ostafrikas: Burundi, Ruanda, die Demokratische Republik Kongo, Kenia, Malawi, Tansania und Uganda. Sie wirken destabilisierend. Gemeinsame Sicherheitsvereinbarungen sind deshalb essenziell, um die Region zu beruhigen.

Mireille Kanyange arbeitet als Journalistin für Radio Isanganiro in Burundi.
mika.kanyange@gmail.com

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Fachleute mahnen: EU sollte sich mehr mit der südlichen Nachbarschaft beschäftigen

EurActiv - 12. Juli 2021 - 10:46
Vor mehr als zehn Jahren kam es zunächst in Nordafrika zum Arabischen Frühling. Seitdem hat der uneinheitliche Politikansatz der EU gegenüber der Region dazu geführt, dass der Block an Einfluss in den Ländern seiner südlichen Nachbarschaft verliert.
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Konsum nach westlichem Vorbild ist nicht nachhaltig

E+Z - 12. Juli 2021 - 10:34
Warum andere Weltregionen westliche Konsum-Muster nicht nachahmen sollten

Der Autor Peter N. Stearns (2006) spricht von einer Konsumgesellschaft, wenn „viele Menschen ihre Lebensziele teilweise darauf ausrichten, Güter zu erwerben, die sie offensichtlich weder für den Lebensunterhalt noch zur traditionellen Lebensführung benötigen”. Shoppen wird dann extrem wichtig, und die Menschen gründen ihr Identitätsgefühl auf die endlos vielen neuen Dinge, die sie erwerben. Stearns zufolge hat das 20. Jahrhundert Menschen zu Konsumenten gemacht.

Der konsumistische Lebensstil ist durch permanentes Kaufen von Dingen geprägt, die genutzt und weggeworfen werden. Die Nachfrage nach Dingen sei artifiziell, da es nicht um Grundbedürfnisse gehe, betont Stearns. Werbung, Gruppenzwang und die bloße Erhältlichkeit von Konsumgütern erzeugen einen unstillbaren Hunger nach immer mehr. Im Europa und Nordamerika des 20. Jahrhunderts gelang es Privatunternehmen, ihre Produktions- und Distributionskapazitäten so auszuweiten, dass ihre größte Herausforderung nun darin besteht, neue Konsumnachfragen zu schaffen, um diese Kapazitäten voll auszunutzen.

Das Problem: Konsum ist nicht nachhaltig für die Umwelt. Die Ressourcen unseres Planeten sind nicht nur begrenzt, sondern bereits überstrapaziert. Dennoch schießen in urbanen Gebieten in Entwicklungs- und Schwellenländern immer mehr Shopping Malls wie Pilze aus dem Boden.

Eine aktuelle Veröffentlichung (UNEP, 2021a) verdeutlicht das: Die Menschheit verbraucht jährlich die Ressourcen von 1,6 Planeten. Der rasante Raubbau an der Natur bedeutet, dass unser Planet sich nicht mehr regenerieren kann; Naturschutz allein kann das Kollabieren von Ökosystemen und Artenvielfalt nicht verhindern. Es ist zu erwarten, dass alles noch schlimmer kommt. Dem aktuellen Trend nach braucht die Menschheit bis 2030 das Äquivalent von zwei Erden, um dieses Konsummuster beizubehalten. Würde der durchschnittliche Erdbewohner so viel konsumieren wie der Durchschnittsdeutsche, bräuchte unsere Spezies dem unabhängigen Global Footprint Network zufolge sogar drei Planeten.

Dreifach-Krise

Die internationale Gemeinschaft steuert auf eine dreifache Umweltkrise zu. Klimawandel, der Verlust von Artenvielfalt und Verschmutzung machen unseren Planeten unbewohnbar, konstatiert ein weiterer Bericht (UNEP, 2021b). Alle drei Trends sind gefährlich – und sie verstärken einander.

  • Die Klimaverpflichtungen, die Regierungen bisher eingegangen sind, kommen nicht annähernd an das heran, was es braucht, damit die Durchschnittstemperatur um weniger als 1,5 Grad Celsius ansteigt. Forscher warnen, dass die Probleme unkontrollierbar werden, wenn diese Grenze überschritten wird. Bisher sind die Temperaturen um etwa ein Grad gestiegen, die Ökosysteme leiden zweifellos bereits darunter.
  • Die Menschheit ist Zeuge eines großen Artensterbens. Von etwa acht Millionen Pflanzen- und Tierspezies wird in den kommenden Jahren wohl eine Million aussterben. Geringere Artenvielfalt schwächt die Ökosysteme; der Klimawandel wird sie heftiger treffen, und sie können weniger dazu beitragen, diesen unter Kontrolle zu halten.
  • Verschmutzung verstärkt diese Trends. Neben Klimagasen sind auch diverse andere Chemikalien ein Problem (siehe Schwerpunkt im D+C/E+Z e-Paper 2021/03).

Ursache für diese dreifache globale Krise ist nichtnachhaltiger Konsum. Die Modeindustrie verursacht bis zu zehn Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Sie trägt dazu bei, dass jährlich mehr als 150 Millionen Bäume gefällt werden, und verbraucht 93 Milliarden Kubikmeter Wasser – etwa vier Prozent des jährlichen Frischwasserverbrauchs. Das Färben und Behandeln von Kleidern trägt zu 20 Prozent der industriellen Wasserverschmutzung weltweit bei (siehe Olga Speranskaya im Fokus des D+C/E+Z e-Paper 2021/03). Mehr als ein Drittel des Mikroplastiks in den Weltmeeren wird aus Kunstfasern herausgewaschen.

Die Modeindustrie ist somit einer der größten Umweltzerstörer. Sie lebt eine Kultur der Überproduktion und des Massenkonsums. „Fast fashion“ ist sogar dazu gedacht, nur wenige Male getragen zu werden – mehr als die Hälfte davon wird innerhalb eines Jahres weggeworfen. Laut der Ellen McArthur Stiftung, die privatwirtschaftliche Großunternehmen vernetzt, verbrennt oder entsorgt die Menschheit pro Sekunde einen Müllwagen voll Kleidung. Ein Viertel aller Textilien wird schon während der Herstellung weggeworfen. Der Verbrauch von Kleidung hat sich in den letzten 15 Jahren laut dem unabhängigen World Resources Institute verdoppelt. Die Pro-Kopf-Nachfrage ist in entwickelten Ländern weiter sehr hoch, die Mittelklassen Asiens, Afrikas und Lateinamerikas holen langsam auf.

Das Konsumverhalten wirkt sich auch massiv auf den Lebensmittelsektor aus. Da immer mehr Menschen mehr Geld haben, steigt die Nachfrage nach eiweißreicher Kost wie Fleisch, Fisch und Milch um ein Vielfaches. Laut Branchen-Experten wird derzeit weltweit jedes Jahr etwa 1,4 Prozent mehr Fleisch verbraucht. Um diese Waren zu erzeugen, werden immer mehr Land, Wasser, Dünger, Pestizide und Antibiotika gebraucht. Eine Konsequenz ist die Zerstörung von Wäldern, um Platz für Weiden zu schaffen, die weder CO2 speichern noch vielen Arten Lebensraum bieten.

Ohnehin wird bis 2050 die wachsende Weltbevölkerung 60 Prozent mehr Essen brauchen als bislang produziert wird. Pflanzliche Ernährung ist deutlich weniger aufwändig. Würden landwirtschaftliche Produkte nicht mehr als Tierfutter verwendet, hätten vier Milliarden mehr Menschen ausreichend zu essen, errechneten Forscher der Universität von Minnesota. Andererseits verderben 30 Prozent der erzeugten Lebensmittel vor dem Verzehr – innerhalb der Versorgungskette oder nach der Vermarktung.

Die Nachfrage nach Energie wird bis 2050 zwischen 50 und 70 Prozent steigen, wobei fossile Brennstoffe rund 80 Prozent des gesamten Primärenergieverbrauchs ausmachen. Dieser Anstieg wird vor allem auf den erwarteten Verbrauch in Entwicklungsländern zurückgeführt, die bislang weitgehend von fossilen Energieträgern abhängig sind.

Elektroschrott

Auch technische Geräte machen Pro­bleme. Heutzutage nutzen Massen von Menschen Fernseher, Mobiltelefone, Computer und weiteres, für deren Produktion Energie und Rohstoffe verbraucht werden. Elektroschrott wird kaum recycelt, ein inakzeptabel großer Anteil davon wird in Entwicklungsländern von informellen Arbeitskräften unter gefährlichen Bedingungen verarbeitet.

Laut dem von der UN unterstützten Global-E-Waste-Monitor 2020 wurden 2019 weltweit rekordverdächtige 53,6 Millionen Tonnen Elektroschrott erzeugt – fast ein Viertel mehr als fünf Jahre zuvor. Der gesamte E-Müll beläuft sich mittlerweile auf 7,3 Kilo pro Erdenbürger. Weniger als 20 Prozent werden gesammelt und recycelt. Bis 2035 wird sich der E-Müll vermutlich verdoppeln. Das ist ein Umweltproblem - und ein Gesundheitsrisiko.

Unser Konsumverhalten steht nicht im Einklang mit natürlichen Ressourcen. Menschliches Handeln hat laut Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) drei Viertel des Erdbodens und mehr als die Hälfte der Ozeane verändert. Haupttreiber sind intensive Landwirtschaft, Überfischung, Energieproduktion und Gewinnung von Rohstoffen. Die IPBES versorgt die internationale Gemeinschaft mit aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen – ähnlich wie der Weltklimarat (IPCC).

Unsere auf unendliches Wachstum ausgerichteten Wirtschaftsmodelle sind mit den endlichen Ressourcen unserer Erde nicht vereinbar. Partha Dasgupta war Hauptautor eines aktuellen Berichtes dazu, wie die Natur in ökonomische Modellierungen einbezogen werden könnte (siehe Katja Dombrowski im Monitor des D+C/E+Z e-Paper 2021/04). Wirtschaftliches Denken muss dringend planetare Grenzen berücksichtigen. Sonst zerstören wir weiter die Basis der menschlichen Existenz – die Natur. Die Natur braucht uns nicht, wir aber brauchen sie. Wir müssen anfangen, mit der Natur in Harmonie zu leben – und wir haben keine Zeit zu verlieren.

References

Stearns, P. N., 2006: Consumerism in world history. Abingdon, Oxfordshire, Routledge.
UNEP, 2021a: Ecosystem restoration for people, nature and climate.
https://wedocs.unep.org/bitstream/handle/20.500.11822/36251/ERPNC.pdf
UNEP, 2021b: Making peace with nature.
https://wedocs.unep.org/xmlui/bitstream/handle/20.500.11822/34948/MPN.pdf

Mahwish Gul ist Entwicklungsberaterin und lebt in Nairobi. Sofern nicht anders angegeben, basiert dieser Artikel auf Informationen der UN und der UNEP. Die beiden wichtigsten UNEP-Quellen sind angegeben.
mahwish.gul@gmail.com

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nachhaltig.digital Monitor 2020 – Wo steht der Mittelstand in Sachen Nachhaltigkeit und Digitalisierung?

reset - 12. Juli 2021 - 6:56
Nachhaltigkeit und Digitalisierung sind die zwei zentralen Themen unserer Zeit. Zusammen gedacht können sie ökologische, soziale und ökonomische Vorteile für Unternehmen schaffen. Doch wo verortet sich der Mittelstand, wo liegen Chancen und Hürden? Der nachhaltig.digital Monitor gibt Antworten.
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UN-Bericht: Pandemiejahr verschärft Hunger weltweit

Unicef - 12. Juli 2021 - 0:00
Wie die Vereinten Nationen heute mitteilten, hat sich der Hunger weltweit im Jahr 2020 dramatisch verschlimmert. Laut dem UN-Bericht war im vergangenen Jahr schätzungsweise ein Zehntel der Weltbevölkerung – bis zu 811 Millionen Menschen – unterernährt.
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G20-Finanzminister in Venedig: Auf zur nächsten Pandemie

erlassjahr.de - 10. Juli 2021 - 23:53

Heute fand der Gipfel der G20-Finanzminister*innen unter der Präsidentschaft Italiens in Venedig statt. Eine Woche zuvor hatte die IWF-Chefin Kristalina Georgieva die geringen Fortschritte bei den bisherigen G20 Schuldenerlassmaßnahmen beklagt, der deutsche Entwicklungsminister betonte beim Gipfel der G20 Außen- und Entwicklungsminister die Notwendigkeit von Schuldenerlassen. In der heutigen Pressekonferenz zum Finanzministergipfel hält der italienische Gastgeber entgegen, dass – jetzt, da die DSSI nun langsam zum Ende kommt – der G20 Common Framework erfreulicherweise wie geplant in Gang kommt und die G20 somit umfassende Unterstützung für „gefährdete Länder“ bietet.

Entsprechend widmen die G20 den Fortschritten in den bestehenden Common Framework-Fällen einen langen Abschnitt im Communiqué. Zuvor hieß es, wenn sich der Common Framework nur in den ersten Fällen beweisen könne, dann würde man auch Fortschritte etwa bei der Ausweitung in der Ländergruppe erzielen können. Mehr als ein Deckmantel für das Fehlen substantieller Fortschritte sind die Ausführungen im Communiqué jedoch nicht: Tatsächlich hat sich im Vergleich zu den anderen beiden Finanzministertreffen im Februar und April praktisch nichts getan. Kein einziges Land zusätzlich zu den drei anfänglichen Ländern hat eine Umschuldung beantragt, kein einziges der bislang involvierten Länder hat eine Umschuldung abgeschlossen. Gleichzeitig werden die Stimmen immer lauter, Ländern nach ihrer „Gefährdung“ Zugang zu Unterstützung zu gewähren – weiterhin gibt es auch hier keinen Fortschritt bei den G20. Sri Lanka, das sich nicht für DSSI und Common Framework qualifiziert, könnte schon Ende des Monats das Scheitern des „umfassenden Unterstützungsrahmens für gefährdete Länder“ aufzeigen.

Fast ein halbes Jahr nach Beantragung einer Umschuldung tut sich zwar endlich ein bisschen was in Äthiopien und dem Tschad. Doch der Tschad wird für die so dringend benötigten Erfolge im Hinblick auf die Einbeziehung privater Forderungen zur Zerreißprobe. Eigentlich wetteten die G20 darauf, dass der Tschad aufgrund der vergleichsweise geringen Komplexität im Gläubigerprofil ein vielversprechender Testfall für die erfolgreiche Umsetzung des Common Framework wird. Doch der Schweizer Rohstoffkonzern Glencore, der wichtigste Privatgläubiger des Tschad, hatte seine Forderungen erst vor wenigen Jahren umgeschuldet – und scheint aktuell nicht bereit, dem Wunsch der G20 nach Gleichbehandlung zu folgen. Natürlich wünschen sich die Finanzminister*innen im Communiqué erneut, dass die Privaten auch mitmachen sollen. Das haben sie auch schon beim letzten, vorletzten, vorvorletzten und vorvorvorletzten Mal getan. Eine entschlossene und deutliche Ansage an nicht kooperationsbereite Gläubiger, selbst alles rechtlich und politisch Mögliche zu tun, um Schuldnerländer bei der Konfrontation mit diesen zu unterstützen gibt es nicht, wie beim letzten, vorletzten, vorvorletzten und vorvorvorletzten Mal.

Am Freitag tagte das G20 High Level Independent Panelon Financing the Global Commons for Pandemic Preparedness and Response. Das Gremium besetzt mit politischen und wissenschaftlichen Größen wurde im Januar eingerichtet, um schon einmal die Antwort auf die nächste Pandemie vorzubereiten. Angesichts der fehlenden Handlungsfähigkeit der G20 schlugen die Expert*innen den G20 Finanzminister*innen vor, dass sie bei der nächsten Pandemie vielleicht lieber den IWF darum bitten, geordnete Entschuldungsverfahren zu schaffen. Ein Mechanismus könne laut des Papiers sicher schon in den nächsten 12 Monaten entwickelt werden. Der im Papier vorgestellte Vorschlag eines umfassenden und geordneten „debt service relief framework“ fließt ein in die Empfehlungen für ein Sondertreffen der G20 Finanz- und Gesundheitsminister Ende Oktober. Dieses soll vor dem Gipfel der G20-Staats- und Regierungschefs stattfinden und konkrete Vorschläge für einen neuen “Global Deal” im Pandemiezeitalter beraten und verabschieden. Ein echter Fortschritt wäre es, die aktuellen Diskussionen um einen Gefährdungsindex aufzugreifen und über die Schaffung eines automatischen Schuldendienstmoratoriums gefolgt von Umschuldungen im Falle einer Krise zu verabschieden, deren Zugang nach Gefährdungskriterien und nicht mehr nach dem völlig unsinnigen Einkommenskriterium geregelt wird. Dafür können die Gesundheits- und Finanzminister im Oktober die Weichen stellen – allerdings besser nicht erst für die nächste Pandemie.

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