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Neue Standardindikatoren für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit: Was bringen "Zahlen auf Knopfdruck"?

DIE - 1. September 2022 - 9:03

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) strebt seit Jahren eine höhere Ergebnisorientierung an. Mit der Einführung von 43 Standardindikatoren ist 2022 ein wichtiger Schritt in diese Richtung gegangen worden. Es ist das Ziel, Entwicklungsergebnisse themen- und länderübergreifend zu aggregieren, um sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) erhofft sich davon einerseits eine wirksamere Kommunikation gegenüber dem Bundestag und der Bevölkerung. Andererseits soll auch eine kohärentere Berichterstattung der Durchführungsorganisationen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Entwicklungsbank der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) erreicht werden. Deutschland hat hinsichtlich der Ergebnisorientierung Aufholbedarf. Andere internationale Geber, insbesondere Großbritannien, die USA und multilaterale Entwicklungsbanken haben Anfang der 2010er Jahre umfangreiche Berichtssysteme eingeführt. Diese Organisationen nutzen zwischen 20 und 50 Standardindikatoren, um darzustellen, wie die von ihnen geförderten Aktivitäten kurzfristige Wirkungen erzielen. Sie kommunizieren auf dieser Basis fundierter mit der Öffentlichkeit. Das BMZ will eine ähnliche Kommunikationsbasis schaffen. In einem partizipativen Prozess hat das BMZ deshalb gemeinsam mit GIZ und KfW Entwicklungsbank Indikatoren formuliert, die den politischen Aktionsfeldern sowie den Bedürfnissen der Durchführungsorganisationen gleichermaßen gerecht werden. Der administrative Aufwand, um die Standardindikatoren zu erheben, wird dadurch begrenzt, dass bereits bestehende Daten verwendet werden. Zudem hat das BMZ methodische Standards definiert, deren verpflichtende Nutzung die Qualität der erhobenen Daten erhöhen soll. Generell birgt es auch Risiken, Standardindikatoren einzuführen: Sie können unbeabsichtigte Anreize setzen, wenn verstärkt zu kurzfristigen Ergebnissen berichtet wird. Das kann dazu führen, dass langfristige und deshalb schwerer messbare Wirkungen vernachlässigt werden. Wie zudem die Wissenschaft zeigt, können Indikatoren ihren ursprünglichen Zweck einer neutralen Darstellung von Veränderungen nicht mehr erfüllen, wenn sie dazu verwendet werden, politische Kontrolle auszuüben. Hinzu kommen Herausforderungen wie beispielsweise die Vermeidung von Doppelzählungen und die Verwendung unterschiedlicher Bezugsgrößen sowie die Sorge vor nicht einlösbaren Erwartungen. Insgesamt bewerten wir die Entwicklung und Einführung der Standardindikatoren in die deutsche EZ positiv. Einige Weichenstellungen stehen allerdings noch aus. Die Entscheidung, in welcher Detailtiefe die Daten innerhalb der deutschen EZ und gegenüber der Öffentlichkeit berichtet werden, ist noch nicht gefallen. Damit ist die Frage verbunden, welche Effekte sich durch eine Berichterstattung auf Basis der Indikatoren erzielen lassen. Angesichts der dezentralen Organisationsstruktur der Durchführungsorganisationen und aufgrund der Fragmentierung der deutschen EZ erhoffen wir uns eine Harmonisierung der Berichtssystme von GIZ und KfW Entwicklungsbank. Standardindikatoren können zudem für eine höhere Transparenz in der deutschen EZ sorgen. Wir empfehlen daher, alle erhobenen Daten einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus sollte das integrative Potenzial der Standardindikatoren für die deutsche EZ genutzt werden. Und zwar, indem die Arbeitsteilung zwischen Ministerium und Durchführungsorganisationen lernorientiert gestaltet wird – sowohl im Erhebungsprozess der Daten als auch bei ihrer Auswertung.

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Der Kampf um die Schwellenländer

SWP - 31. August 2022 - 15:14
Afrika und der Ukraine-Krieg
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How to Become a Sustainable Company Through Co-Creation: The Story of Storch-Ciret

SCP-Centre - 31. August 2022 - 13:50

Aspects such as integrating sustainability, practising responsive working methods, cross-functional collaboration or strengthening psychological safety, are becoming central to the strategic planning of businesses that want to become future-proof. So why not try to tackle multiple agenda items at the same time with a process driven by employees themselves?

In early 2021, we embarked on such a journey with Storch-Ciret Group (GSC), a Wuppertal-based painting-tools supplier with over 1,600 employees in 17 countries and more than 18,000 products in its portfolio. Its CEOs, Jörg Heinemann and Daniel Rogusch, approached the CSCP with the following questions: “As market leaders in the European painting tools industry, we bear responsibility for our generation and for future generations. We have anchored sustainability in our corporate values and want to find a healthy long-term balance between economic, ecological, and social requirements. But where should we start to increase the anchoring of sustainability in our company? And how can we involve our employees so that sustainability becomes an inherent part of all our activities?”

These questions led to a series of workshops with GSC’s Executive Committee facilitated by the CSCP, discussing the company’s sustainability purpose and identifying priority areas of action. This process paved the way for the start of GSC’s project “forgenerations” in January 2022. The project team was set up in a rather unconventional way: GSC opted for an open application process and invited all its employees to invest a core share of their working time as sustainability ambassadors to work together on its sustainability roadmap and implement it step by step.

Cemile Özügul, project lead and head of marketing at GSC, explains: “The desire to think and act in a meaningful and sustainable way is constantly increasing in our professional and private lives. We want to turn words into actions and generate real change from within our organisation. For this, we need both the brains and the time of our colleagues and to provide space for experimentation.”

Today, a cross-functional project team of 25 sustainability ambassadors from sales, product development, human resources (HR), logistics, marketing and other business areas drives the definition and implementation of GSC’s sustainability measures. The “forgenerations” team works in a self-organised and responsive way with regular feedback loops, thereby fostering co-creation and ensuring results are tested before being rolled out. The CSCP’s role is to facilitate the process of introducing responsive ways of working and to provide content on identified topics such as measuring sustainability, sustainable products and business models or sustainable organisational development.

Based on our collaboration with GSC so far, here are our top ingredients for success to drive sustainability from within the organisation:

  • Start with the “Why” and strengthen the purpose
  • Set up a cross-functional team to bring in a range of perspectives
  • Introduce responsive ways of working
  • Do not treat sustainability as an “add-on”
  • Invest sufficient time for a proper kick-off phase
  • Have a clear mandate and commitment from Top Management
  • Encourage freedom to experiment

To exchange with us on how to incorporate sustainability in all hallmarks of your company through building responsive teams that drive the agenda, please contact Hanna Perrin.

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Für die EINE WELT auf dem Fest des Bundespräsidenten

Engagement Global - 31. August 2022 - 13:05
Auf dem Bürgerfest des Bundespräsidenten. Foto: Engagement Global / Dikla Laufer-Tamir.

Fast 10.000 Menschen besuchten das Bürgerfest am „Tag des offenen Schlosses“, zu dem der Bundespräsident am Samstag, 27. August 2022, eingeladen hatte. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Elke Büdenbender begrüßten die interessierten Bürgerinnen und Bürger im Park von Schloss Bellevue in Berlin – gemeinsam mit rund 30 Organisationen, Initiativen und Unternehmen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Engagement: Ehrensache!“.

Engagement Global war im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung mit einem Stand auf dem Fest vertreten. An diesem konnten sich die Gäste über Möglichkeiten für Engagement für die EINE WELT informieren, spielerisch ihr Wissen über Themen der nachhaltigen globalen Entwicklung erweitern und spannende Praxisbeispiele aus dem Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik kennenlernen. Der Schulwettbewerb, der von Engagement Global durchgeführt wird, steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten. Am Stand kamen ein Glücksrad mit Quizfragen rund um die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung, ein Afrika-Puzzle und eine Ausstellung mit ausgewählten Beiträgen aus den vergangenen Runden des Schulwettbewerbs zum Einsatz. Letztere zeigten anschaulich, wie globale Themen kreativ und altersgerecht im Schulunterricht behandelt werden können. Sie boten zugleich Anknüpfungspunkte und Inspiration für außerschulisches Engagement.

Zusätzlich zu den Informationsständen und einem abwechslungsreichen Programm auf der Hauptbühne gab es einen „Ort der Talente“, welcher sich dem Engagement und den Erfahrungen von Kindern und Jugendlichen widmete. Der 16-jährige Tobias Burger, ein Gewinner des Song Contests „Dein Song für EINE WELT!“, der ebenfalls von Engagement Global durchgeführt wird, hatte dabei die Gelegenheit, seinen Song „Mensch denk nach“ zu performen.

„Es ist großartig zu sehen, wie viele Menschen gekommen sind und dass sich viele auch wirklich mit dem Thema Ehrenamt beschäftigen wollen – damit, was sie selbst zu einem fairen Miteinander und zu einer lebenswerten Zukunft beitragen können, hier in Deutschland, aber auch weltweit“, so das Fazit von Wiebke Schwinger, Projektleiterin bei Engagement Global.

Weitere Informationen zum ehrenamtlichen Engagement im Themenfeld Entwicklungspolitik bietet der Engagement-Kompass.

Der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung beauftragt und finanziert und seit 2012 von Engagement Global durchgeführt. Der Bundespräsident ist Schirmherr des Wettbewerbs.

Weitere Informationen
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Kohärenz statt Konkurrenz

DIE - 31. August 2022 - 12:32

Wer Friedenspolitik aus einem Guss will, muss nicht nur an der ressortübergreifenden Zusammenarbeit zu Hause arbeiten, sondern auch die internationalen Partner besser einbeziehen.

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Innovative farming in a refugee camp

E+Z - 31. August 2022 - 11:14
A soilless cultivation technique allows refugees in a camp to grow fruit and vegetables on a small space

Refugees often have no access to land to engage in farming and yet it could be a source of food and extra income. It is for this reason that the UN World Food Programme (WFP) in 2021 launched a hydroponics farming project in the Tongora camp. Hydroponics is a soilless cultivation technique ideal for smaller spaces. It is often used in dry areas and by urban farmers. It uses up to 90 percent less water and 75 percent less space than traditional farming.

Hydroponics is climate smart too. Greenhouses in Tongora camp are powered by solar energy. Two types of hydroponics systems are used: the deep-water culture (DWC) and the drip system (Dutch bucket system) which uses a reservoir filled with water and nutrient solution. The plants are submerged in a net pot for the roots to have a constant supply of water and nutrients. Additionally, there is a pump that supplies oxygen bubbles into the reservoir.

The drip system uses buckets filled with sawdust from pine trees where the roots of plants are submerged. A pump continuously moves the water throughout the channel to improve oxygenation and nutrient uptake and the leftover solution flows back into the reservoir for reuse.

Using the hydroponics, up to 70 refugees in the Tongora camp are farming fruits and vegetables such as tomatoes, cucumber and lettuce in an area the size of a football field. These plants grow twice faster than those grown using traditional farming methods.

“We come daily in the morning to monitor but we rarely do anything as this farming method requires less labour and it uses less water,” says 39-year-old Silvie Musau, one of the farmers in the camp. She arrived in 2019 from the Democratic Republic of the Congo (DRC) where she was receiving death threats. TRC is in Chipinge, a town 475 kilometres from the capital Harare. It is home to about 15,000 refugees fleeing conflict and war in countries such as Mozambique, the DRC, Rwanda, Burundi, Somalia, Ethiopia and Eritrea.

For their livelihood, the United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) and its partners such as the WFP offer food stamps and monthly cash transfers to the refugees and their families. However, this is not enough to cater for all their needs. Moreover, more and more refugees keep coming each day.

Musau and other farmers in the camp can now earn an extra income after selling their vegetables to top retailers in Chipinge town and flea markets in the camp. Musau uses her extra income to buy essentials such as clothes for her eight children. Additionally, the refugees consume some of their produce. “Once every week we are also allowed to get some vegetables for our families,” says Musau.

Paul Zakariya of Zimbabwe Farmers Union thinks hydroponics is important in climate change mitigation. “In response to climate and climate variability changes, it is important to explore possible options for adoption and mitigation,” he says. Lands Ministry permanent secretary John Bhasera says hydroponics is one of those technologies that should be adopted by the government on a national scale.

Farai Shawn Matiashe is a journalist in Mutare, Zimbabwe.
matiashefarai@gmail.com

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Unwilling and incapable of working

E+Z - 31. August 2022 - 10:49
Alcohol abuse of men is a major challenge in central Kenya

Whereas several substances are abused in Kenya, data from the National Authority for the Campaign Against Alcohol and Drug Abuse (NACADA), a semi-autonomous state corporation, shows that alcohol is one of the most abused. The corporation further indicates that alcohol use among Kenyans begins as early as 10 years of age, peaking at the most productive ages of between 15 and 35 years.

Alcoholism has hurt families in central Kenya and threatened the livelihood of many. Men are the leading users of alcohol. In the village of Kabuku, located in Kenya’s Kiambu County, a significant number of worried married women are crying out to government to intervene and save their husbands from alcoholism. The women claim that alcohol abuse is affecting the men’s productivity and they cannot engage in economic activity, let alone perform conjugal duties.

Mary, a mother of two, whose husband is an alcoholic says that the last time her husband worked was five years ago. “When he started drinking after the birth of our twins, I thought he was celebrating. But he did not stop, then he lost his job. Now, he sleeps most of the day because of hangovers. When he wakes up, he goes to the shopping centre to beg for money to drink some more. He does not even shower and hardly eats. It is embarrassing,” she says.

To cover up the void left by their men, women like Mary must step up and become breadwinners for their families. Mary says that she works six days a week and reports to work as early as 6 a.m. Since their twin daughters made three months, she has been dropping them at a local day-care centre as early as 5 a.m. “Sometimes the day-care staff are late, and we have to leave them at the gate to rush to work,” she adds.

Several other women in Kenya are in a similar situation like Mary. Recently, women from central Kenya organised a demonstration to force government to pay closer attention to the challenge of drug addiction. There have also been reported attacks and destruction of illegal drinking dens by frustrated women.

NACADA says that drug addiction is driven by several risk-factors such as idleness, joblessness, peer pressure and work-related issues. It reports that there are scores of young men sitting or standing idly, watching people and the world go by with glassy expressions in many small shopping centres in central Kenya.

These addicts have turned to begging. They give several excuses to explain their addiction. One such addict claims that “there are no jobs.” However, he lives in a neighbourhood of many vast tea and flower farms. A farm manager says that “there are jobs, but these young men do not want hard labour and they demand for more salary than we give. The women are very hardworking, so are the male workers from some parts of the country, like western Kenya.”

Ciku Kimani-Mwaniki is a Kenyan author based in Nairobi.
thevillager254@gmail.com

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Corona-Missstände im Justizvollzug

E+Z - 31. August 2022 - 10:15
Internationale Menschenrechtsorganisation OMCT berichtet über problematische Covid-19-Maßnahmen in Haftanstalten

In Haftanstalten sind Ansteckungsgefahren groß, weil Menschen eng zusammenleben. Sie sind häufig überfüllt, und die Hygienebedingungen sind schlecht. Quarantänemöglichkeiten bestehen oft nicht. Menschen mit Vorerkrankung oder Schwangere sind besonders gefährdet.

Covid-19 hat sich in Gefängnissen entsprechend schnell ausgebreitet. Gesetzliche Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus machten es Betroffenen vor allem im ersten Pandemiejahr schwer, Schutzmechanismen wie juristische Beratungen und gerichtliche Prüfungen zu nutzen.

Anwältinnen und Anwälte fanden aber juristische Möglichkeiten, um pandemiebedingte Rechtsverstöße zu ahnden und den Corona-Schutz in Haftanstalten zu verbessern. Das OMCT-Dokument beschreibt spezifische länderübergreifende Herausforderungen von Strafanstalten und nennt Praxisbeispiele aus Asien, Afrika und Lateinamerika.

Juristische Kniffe

Weltweit haben Habeas-Corpus-Anträge geholfen, gegen die Überlastung von Gefängnissen vorzugehen. So heißen im angelsächsischen Recht Anträge, die eine gerichtliche Prüfung der Rechtmäßigkeit von Inhaftierung veranlassen. Sie können für Einzelpersonen wie Gruppen verwendet werden. Inhaftierte mit hohen Gesundheitsrisiken wurden folglich zum Beispiel in Hausarrest oder auf Kaution vorzeitig entlassen. In anderen Fällen wurden Haftbedingungen verbessert. Im Staat Espírito Santo in Brasilien führten kollektive Anträge zur Freilassung derer, die ihre Kaution nicht zahlen konnten. Wegen eines individuellen Habeas-Corpus-Antrags in Nepal wurden ausgesetzte Kautionsanhörungen wieder aufgenommen.

Es wurden außerdem Amicus-Curiae-Dokumente eingereicht. Das sind Statements Dritter, die Gerichte auf Sachverhalte hinweisen – wozu auch Missstände im Justizvollzug gehören können. Die Open Society Justice Initiative machte auf diese Weise die Afrikanische Kommission der Menschenrechte und der Rechte der Völker (ActHPR – African Court of Human and Peoples’ Rights) auf problematische Landstreichergesetze (Vagrancy laws) aufmerksam. Menschen ohne festen Wohnsitz sind durch dieses Gesetz gefährdeter, verhaftet zu werden, haben aber auch ein hohes Risiko, an Corona zu erkranken.

Gesetzliche Corona-Maßnahmen erschwerten vielerorts den Kontakt zwischen Häftlingen und juristischen Fachleuten. Rechtskanzleien und zivilgesellschaftliche Organisationen entwickelten aber Strategien, um ohne Vor-Ort-Präsenz Unterstützung bieten zu können. In manchen Ländern setzten sie durch, dass Häftlinge Zugang zu Telefon oder Internet bekamen, und nutzen diese Kommunikationswege. In argentinischen Gefängnissen wurde die zeitweise Benutzung von Handys durchgesetzt. Mit der Befragung aktueller und ehemaliger Häftlinge verbesserten Fachleute zudem ihren Kenntnisstand über die Lage in Gefängnissen.

Aufmerksamkeit generieren

Damit Menschenrechte in Krisen auch in Gefängnissen eingehalten werden, ist öffentliche Aufmerksamkeit nötig. Vielerorts wurden Kampagnen gestartet, um Bewusstsein für die Risiken der Inhaftierten zu schaffen. Nicht nur ihr gesundheitlicher Schutz, auch die psychologischen Folgen wurden dabei in den Fokus gerückt. Da sie keinen Familienbesuch empfangen durften und meist Telefon und Internet nicht nutzen konnten, sind Inhaftierte von Isolation besonders betroffen. Zivilgesellschaftliche Organisationen in Tunesien produzierten ein zehnminütiges Video, um auf die psychologischen Auswirkungen der Inhaftierten und Wärterinnen und Wärter aufmerksam zu machen.

Druck auf Behörden macht indessen vielfach auch Zusammenarbeit mit ihnen möglich. Entsprechend gingen die Menschenrechtsschützerinnen und -schützer auf Justizverwaltungen zu, sammelten Daten und kooperierten mit ihnen in der Bearbeitung von Einzelfällen. Internationaler Austausch zwischen zivilgesellschaftlichen Fachleuten half, von Erfahrungen in anderen Ländern zu profitieren. Beständige Kommunikation trug dazu bei, Strategien zu entwickeln, zu erproben und zu verbessern. Auf dieser Basis entwickelte das Jus­tice Project Pakistan eine Karte von Corona-Fällen in Gefängnissen weltweit sowie ein Instrument zur Gefährdungseinstufung von Gefangenen.

Zivilgesellschaftliche Öffentlichkeitsarbeit machte derweil auch auf eine weitere menschenrechtliche Problematik aufmerksam – nämlich die Verletzung von Menschenrechten bei der Durchsetzung der Corona-Maßnahmen außerhalb von Gefängnissen (siehe Ronald Ssegujja Ssekandi auf www.dandc.eu). Auch darauf geht der OMCT-Bericht ein. Wegen der Kriminalisierung von Aktivistinnen und Aktivisten kam es zum Beispiel zu unrechtmäßigen Verhaftungen, zum Beispiel in Indonesien und Südkorea. Zudem wurden Maßnahmen etwa mit unverhältnismäßiger Gewalt oder zur Durchsetzung anderer Ziele umgesetzt. In El Salvador kam es zu willkürlichen Inhaftierungen wegen angeblicher Verstöße gegen Quarantäne-Maßnahmen. Ihnen wurde mit Habeas-Corpus-Anträgen entgegen gewirkt.

Kampagnen und Bündnisse

Angesichts solcher Herausforderungen erwiesen sich zivilgesellschaftliche Kampagnen und Bündnisse als hilfreich. Zu den Aktionsmöglichkeiten gehören Menschenrechtsbeschwerden sowie die Dokumentation von Missständen. Menschenrechtliche Arbeit stützte sich zudem häufig auf neue Kommunikationsstrategien, die öffentliche Statements, soziale Medien oder Schulungen von Interessierten nutzen. Soziale Medien wurden in Kenia genutzt, um neu entwickelte Tools zur Meldung von Vergehen zu bewerben. In Tunesien haben sich gemeinnützige Organisationen mit staatlichen Institutionen zusammengetan. Gemeinsam forderten sie immer wieder, die Insassen in den Gefängnissen zu reduzieren. Ihre öffentlichkeitswirksamen Statements führten zur Entlassung von 5 000 Gefangenen.

Das OMCT ist eine internationale Allianz von nicht staatlichen Organisationen. Die Fallbeispiele wurden im Zuge von Litigation Labs genannten Workshops im November und Dezember 2020 gesammelt, an denen 130 Akteurinnen und Akteure teilnahmen. Der aktuelle Report wurde unter anderem von den Open Society Foundations von George Soros unterstützt.

Link
OMCT – Organisation Mondial Contre la Torture, 2022: Challenging detention and torture in times of Covid-19.
https://www.omct.org/site-resources/legacy/Report_Torture-and-Covid19_EN_240222.pdf

Jane Escher ist Volontärin in der Öffentlichkeitsarbeit von Engagement Global. Sie schrieb diesen Beitrag während einer Stage in der Redaktion von E+Z/D+C.
jane.escher@engagement-global.de

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Der World Cleanup Day am 17. September 2022

EINEWELTblabla - 31. August 2022 - 9:30

Im September gibt es einen weltweiten Aktionstag gegen Plastikmüll und Umweltverschmutzung: Den World Cleanup Day am 17.09.22. Es handelt sich um die größte Müllsammelaktion der Welt! Und das Tolle ist: Alle können mitmachen.

Mach mit beim großen Müllsammeln

Im vergangenen Jahr haben sich allein in Deutschland fast 190.000 Menschen und 836 Kommunen offiziell beteiligt. Wenn du mitmachen möchtest, kannst du entweder an einem schon angemeldeten Cleanup teilnehmen (hier findest du eine Liste und hier eine Deutschlandkarte), deinen eigenen Cleanup anmelden oder deine Schulklasse registrieren.

Natürlich ersetzt eine solche Aktion nicht das alltägliche Müllaufsammeln und den achtsamen Umgang mit unserer Umwelt – aber sie ist eine gute Möglichkeit, auf die Probleme mit Müll und Umweltverschmutzung aufmerksam zu machen.

-Katharina-

Beitragsbild von Jasmin Sessler on Unsplash

Der Beitrag Der World Cleanup Day am 17. September 2022 erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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DIBIChain: Die komplette Lieferkette von Produkten in einer Blockchain

reset - 31. August 2022 - 7:16

Wie viel Energie verbraucht ein Produkt innerhalb seines gesamten Lebens? Und welche Auswirkungen auf die Umwelt hat es? Hersteller*innen wie Shiftphone oder Nager IT, die sich aufgemacht haben, Produkte mit minimalem ökologischen und sozialen Fußabdruck zu entwickeln, haben darauf eine klare Antwort. Die genaue Rückverfolgung und Analyse sämtlicher Materialien, Prozesse und steht hier am Anfang von jedem neuen Produkt. Allen anderen kann eine sogenannte Lebenszyklusanalyse (auch bekannt als Umweltbilanz, Ökobilanz oder life cycle assessment bzw. LCA) helfen.

Bei einer Lebenszyklusanalyse werden sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung eines Produktes sowie die damit verbundenen vor- und nachgelagerten Prozesse – zum Beispiel die Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe – analysiert. Zu den Umweltwirkungen gehört zum Beispiel die Entnahme von Erzen und Rohöl, aber auch sämtliche Emissionen wie Abfälle und CO2-Emissionen.

Darin, den kompletten Lebensweg eines Produktes nachzuverfolgen, steckt die Chance, bisher unbekannte Produktkreisläufe mit negativen Auswirkungen auf die Umwelt ausfindig zu machen. Außerdem können die daraus gewonnen Erkenntnisse Hersteller*innen dabei helfen, neue, umwelt- und klimaschonende Designs und Prozesse zu entwickeln als auch gelungene Umsetzungen transparent zu kommunizieren.

Ziemlich verstrickt: Lieferketten © Bruna Fiscuk/ Unsplash-Lizenz In dieser Kupfermine in Chile werden die Rohstoffe für neue Produkte gewonnen. Nach welchen Standards hier gearbeitet wird, wissen die meisten Hersteller nicht.

Doch aktuell stellt das LCA ihrer Produkte die meisten Unternehmen noch vor große Herausforderungen. Ein Hauptgrund dafür sind lange und komplexe Lieferketten, die sich durch Länder und Kontinente ziehen. Während die Rohstoffe eines Produktes aus den Ländern A und B stammen, werden die Einzelteile in Land B, C und D vorgefertigt, dann in Land E zusammengefügt und in Land F finalisiert. Bei der Entsorgung und dem Recycling steht oft eine ähnlich lange Reise an.

Derartig komplexe Lieferketten bestehen nicht nur aus langen Wegen, sondern hinter jedem „Knotenpunkt“ verbergen sich auch jede Menge nicht immer leicht zugänglicher Informationen – und damit jede Menge Daten. Daher haben viele Hersteller*innen keinen Überblick über das, was unterwegs passiert. Menschenrechtsverletzungen und negative Umweltauswirkungen bleiben oft im Dunklen. Doch die Zeiten, in denen sich Unternehmen durch Unwissenheit aus der Verantwortung stehlen können, scheinen sich zu ändern.

Mehr und mehr Staaten halten ihre Unternehmen zu Sorgfalt in Bezug auf Nachhaltigkeitsthemen an und drängen darauf, Licht in die Lieferketten zu bringen. Auch in Deutschland tritt 2023 ein neues Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) in Kraft, das Unternehmen in die Pflicht nehmen soll, international anerkannte Menschenrechte und bestimmte Umweltstandards in ihren Lieferketten einzuhalten.

Lieferkettengesetz

Berichte über brennende oder eingestürzte Fabriken, Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder zeigen: Freiwillig kommen viele Unternehmen ihrer Verantwortung in globalen Lieferketten nicht ausreichend nach. Das soll sich mit dem 2023 in Kraft tretenden Lieferkettengesetz ändern.

Laut der Initiative Lieferkettengesetz umfasst das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz eine Reihe zivilgesellschaftlich wichtiger Punkte, die potenziell zu einer größeren menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfalt von Unternehmen beitragen. Gleichzeitig greife das Gesetz an vielen Stellen zu kurz, da das Gesetz nicht schon am Beginn der Lieferketten ansetzt, wo ein Großteil der Menschenrechtsverletzungen stattfindet. Außerdem werden Umweltaspekte nur marginal berücksichtigt, massive Umweltzerstörungen durch Biodiversitätsverlust und Klimawirkungen werden nicht erfasst. Und:  Gerade einmal rund 1 Prozent aller Unternehmen in Deutschland fallen darunter.

Es scheint also (endlich) wichtiger zu werden, dass Unternehmen den kompletten Lebensweg ihrer Produkte kennen. Und das kann nicht nur dabei helfen, den ökologischen und sozialen Fußabdruck von Produkten zu ermitteln, sondern auch zu einer Kreislaufwirtschaft beitragen. Denn wenn alle Rohstoffe und Komponenten bekannt sind, sind diese auch leichter weiterzuverwenden oder zu recyclen. Insbesondere neue Technologien können dabei unterstützen, sämtliche Informationen zu sammeln und zusammenzuführen. An einer solchen Technologie arbeitet auch das Forschungsprojekt DIBIChain.

„Die Aspekte Wiederverwertung und nachhaltigere Produktentwicklung waren Ausgangspunkt für die Initiierung unseres Projektes“, berichtet Andreas Kötter, Advanced Business Manager bei Capgemini Engineering. „Da kaum ein Hersteller weiß, welche Materialien und Prozesse in seinem Produkt stecken, kann dieser bisher auch nur schwer erfassen, wie nachhaltig es ist und welche Recycling-Schritte geeignet sind. Die DiBiChain erlaubt es, 100 Prozent aller Daten aus der Lieferkette zu erfassen, zu sortieren, aufzubereiten und sie so für ein maximal nachhaltiges Produkt zu verwenden.“

DIBIChain – Produktinformationen auf eine digitale Kette „fädeln“ © Remy Gieling/ Unsplash-Lizenz Wo und unter welchen Bedingungen die einzelnen Komponenten montiert werden, wissen viele Hersteller*innen nicht.

Das Projekt DIBIChain, das vom BMBF gefördert und unter der Leitung von Capgemini Engineering zusammen mit dem Blockchain Research Lab, Airbus, Chainstep und iPoint umgesetzt wird, entwickelt eine Blockchain-Anwendung, in der sämtliche Daten eines Produktlebenszyklus zusammenfließen sollen. Die sogenannte DIBIChain soll dann dabei helfen, Produktentwicklungsprozesse fair, sicher und ökonomisch zu gestalten.

Capgemini Engineering

„Jeder Teilnehmer aus der Lieferkette gibt seine für das Lifecycle Assessment relevanten Daten verschlüsselt auf die DiBiChain. Damit wird ein Tracking der Materialien, deren Veredelung und Verarbeitung – von der Gewinnung der Rohstoffe bis zur Rückführung in die Stoffkreisläufe – ermöglicht“, erklärt Andreas Kötter. „Generell kann durch den Einsatz der Blockchain mehr Transparenz in den gesamten Lebenszyklus eines Produktes gebracht werden, wodurch nicht nur eine Sammlung sämtlicher nachhaltigkeits-relevanten Informationen möglich ist, sondern auch auf problematische Inhalte hingewiesen werden kann.“ So können die Hersteller*innen nicht nur sicherstellen, dass soziale und ökologische Standards über den gesamten Produktlebenszyklus eingehalten werden, sondern auf diesem Weg auch den Einsatz seltener Erden oder anderer bedenklicher Rohstoffe identifizieren und unmittelbar nach Alternativen suchen. Und da auf diesem Weg die Herstellerinnen von Komponenten direkt kontaktiert werden können, um Informationen über die Materialien oder das Dismantling anzufragen, besteht zudem auch die Chance, die Recyclingquoten zu steigern bzw. Produktkreisläufe im Sinne einer Kreislaufwirtschaft zu schließen.

Damit soll die aktuell noch in der Entwicklung befindliche Software DIBIChain als unabhängige, unveränderbare und vertrauenswürdige Kommunikationslösung für die gesamte Lieferkette dienen, um verlässliche und integre Informationen über Produkte zu erhalten. Und das auf´s Kilo genau: „Auf Basis des Endproduktes kann bewertet werden, wie viele Informationen bereits erfasst sind. Wenn also ein Endprodukt 1.000 Kilo wiegt, kann man anhand der Blockchain bestimmen, wie viele Kilo Material für ein ganzheitliches Lifecycle Assessment (LCA) noch fehlen“, sagt Kötter.

Um der Grundidee der Transparenz über die gesamte Lieferkette gerecht zu werden und gleichzeitig den Datenschutz zu berücksichtigen und das geistige Eigentum der teilnehmenden Unternehmen zu schützen, ist eine modulare Architektur entworfen worden. „Die Blockchain-Technologie lässt sich in unterschiedlichen Formen konfigurieren. Im Projekt DiBiChain haben wir eine Variante gewählt, in welcher Daten dezentral und inklusive Hoheitsrechte gespeichert werden können. Das bedeutet, dass jeder Nutzer (also Hersteller und Zulieferer) sämtliche preisgegebenen Informationen kontrollieren kann“, so Andreas Kötter.

Die abgelegte Information kann mithilfe der entworfenen Architektur zusätzlich mit weiteren Informationen angereichert und diese dementsprechend auch abgefragt und mit anderen Teilnehmer*innen in der Lieferkette geteilt werden. Allerdings geschieht dies nur auf Anfrage und nach Genehmigung der teilenden Partei, da die Datenströme verschlüsselt sind und die Teilnehmer*innen der Lieferkette nicht automatisch bekannt gemacht werden.

© Sahand Babali/ Unsplash-Lizenz Die Entsorgung und das Recycling von Produkten lassen sich mit genauen Kenntnissen über die Bestandteile erleichtern. Blockchain = hoher Energieverbrauch?

Wer sich in den letzten Jahren mit Distributed-Ledger-Technologien beschäftigt hat, wird sich jetzt wahrscheinlich fragen, wie um den Energieverbrauch der Blockchain steht, hat ihr prominentester Vertreter, Bitcoin, doch vor allem wegen des enorm hohen Energiehungers für Schlagzeilen gesorgt. Wie Kötten berichtet, basiert die in DiBiChain genutzte Blockchain auf Ethereum, „eine sehr energieeffiziente Technologie, die nur geringen Speicherplatz benötigt und gleichzeitig eine begrenzte Anzahl an Vervielfältigung der Daten sicherstellt. Der Energieaufwand ist somit sehr gering.“

Der hohe Energieverbrauch entsteht bei der Bitcoin-Blockchain hauptsächlich durch das Mining, bei der speziellen Anwendung der DIBIChain spielt das aber keine große Rolle. Daher ist davon auszugehen, dass bei der Lieferkettenverfolgung ein Blockchain-basierter Ansatz nachhaltiger sein wird als der papierbasierte, arbeitsintensive Prozess, der derzeit existiert.

Die DIBIChain richtet sich grundsätzlich an alle Hersteller*innen – vorausgesetzt natürlich, sie möchten ihre Lieferkette bezüglich Nachhaltigkeit optimieren und gleichzeitig die Datenhoheit ihrer Zulieferer wahren. „Gleichzeitig ist die DiBiChain auch in der Lage, die Inhalte des Lieferkettengesetzes abzubilden und zu validieren. Aufgrund der flexiblen Architektur ist sie unbegrenzt erweiterbar“, so Kötten.

Das 1,5-Grad-Ziel ist ohne eine echte Transformation unseres Energiesystems unerreichbar. Aber wie kann sie gelingen? Was sind die Energiequellen der Zukunft? Welche digitalen Lösungen stehen bereit und wo sind Innovationen gefragt? Und wie kann die Transformation vorangetrieben werden?

Das RESET-Greenbook „Energiewende- Die Zukunft ist vernetzt“ stellt digitale, innovative Lösungen vor und beleuchtet die Hintergründe.

Bis die DiBiChain in Unternehmen eingesetzt werden kann, müssen noch weitere Arbeiten im Bereich User Interface und die Anpassung an die unternehmensspezifischen Prozesse gemacht werden. Das User Interface ist seit den Anfängen der Blockchain ein großes Thema und absolut entscheidend, damit solche Anwendungen von großen, traditionellen Unternehmen angenommen werden, die dazu neigen, risikoscheu zu sein. Damit Unternehmen, die einen Unterschied machen wollen, wirklich auf Anwendungen wie die DiBiChain setzen, müssen diese einfach zu implementieren und zu verwenden sein.

Auf Seite der Unternehmen ist nach Angaben des Forschungsteams durchaus Interesse vorhanden. Doch solange ein LCA keine Verpflichtung ist, werden sich wahrscheinlich nur die wenigsten Unternehmen nach passenden Technologien umsehen, obwohl es neben DIBIChain noch eine reihe weiterer Anwendungen mit einem ähnlichen Ziel gibt. Die Cloud-Plattform Sustainabill zum Beispiel unterstützt Unternehmen bei der Durchführung der dringend benötigten Due-Diligence-Prüfungen und sorgt für Transparenz in den Lieferketten. Textile Trust will zukünftig die Lieferketten in der Textilbranche auf einer offen zugänglichen Plattform übersichtlicher machen und auch MineSpider setzt auf eine Blockchain, um Konfliktmineralien aus Lieferketten zu verbannen. Es bleibt also zu hoffen, dass weitere Umweltstandards und strengere Lieferkettengesetze, die verstärkt ökologische Aspekte in den Blick nehmen, in den nächsten Jahren verpflichtend für alle Unternehmen kommen werden.

Dieser Artikel gehört zum Dossier „Energiewende – Die Zukunft ist vernetzt“. Das Dossier ist Teil der Projekt-Förderung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), in deren Rahmen wir vier Dossiers zum Thema „Mission Klimaneutralität – Mit digitalen Lösungen die Transformation vorantreiben“ erstellen.

Mehr Informationen hier.

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The Opposition Alliance in Turkey: A Viable Alternative to Erdoğan?

SWP - 31. August 2022 - 2:00

In a remarkable development for Turkish politics, six opposition parties signed a joint manifesto at a public ceremony on 28 February. The document outlines plans to abolish the executive presidential system and restore rule of law and civil liberties under a “strengthened parliamentary system”. The successive concentration of power in President Recep Tayyip Erdoğan’s hands has culminated in a hyper-presidential system without meaningful institutional checks. The opposition parties are determined to reverse this process by offering the electorate an alternative political plat­form supported by a single presidential candidate. If their cooperation generates a pre-electoral alliance for the upcoming elections, the opposition camp dubbed the “Table of Six” has a reasonable chance of defeating Erdoğan and his governing bloc.

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Düsseldorfer Unternehmensbands rocken zugunsten der Welthungerhilfe

Welthungerhilfe - 30. August 2022 - 21:00
Rock gegen Hunger: Charity-Contest sammelt Spenden für notleidende Menschen in Sierra Leone. Bastian Campmann und Nils Plum von Kasalla sowie Jazzy Gudd küren am 08. September als Jury die beste Unternehmensband Düsseldorfs.
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Wie Nasra und Ezekiel Krankheiten eindämmen, Gesundheit stärken – und helfen, Tansania für die nächste Pandemie zu rüsten

ONE - 30. August 2022 - 16:02

In ländlichen Regionen in Afrika und weltweit, spielen lokale Gesundheitsfachkräfte wie Nasra und Ezekiel eine zentrale Rolle für die Gesundheit der Menschen. Sie klären über Krankheiten und deren Prävention auf und übernehmen die medizinische Versorgung, auch in den entlegensten Dorfgemeinschaften, wo die nächste Klinik weit entfernt ist. Was die wenigsten ahnen: der Einsatz der beiden und tausenden weiteren Gesundheitshelfer*innen ist das Rückgrat der Pandemievorsorge. Sie sammeln Gesundheitsdaten und untersuchen und dokumentieren auffällige Vorkommnisse, die die Gesundheit der Menschen bedrohen könnten. Auf dieser Grundlage können die zuständigen Behörden aktiv werden, Krankheitsausbrüche verhindern oder eindämmen und die Gesundheit der Menschen schützen.

Nasra Salimu ist Bäuerin in Bereko, einem Dorf im Bezirk Dodoma im Herzen Tansanias. Aber das ist nicht ihr einziger Job. Wenn die Arbeit auf dem Hof erledigt ist, macht sie sich auf den Weg in die Nachbargemeinden. Mal auf dem Marktplatz, mal bei Hausbesuchen spricht sie mit den Menschen und es geht immer um eines: Tuberkulose (TB) und wie man die Verbreitung der Lungenkrankheit verhindern kann. Weil nicht alle Dorfbewohner*innen lesen können, erklärt Nasra auch anhand von Bildern, wie sich TB verbreitet. Dabei hält sie auch nach typischen Tuberkulose-Symptomen Ausschau wie Gewichtsverlust, Nachtschweiß oder hartnäckigem Husten. Bei Verdacht wird getestet. Durch ihre Besuche vor Ort kann sie außerdem im Blick behalten, ob Betroffene regelmäßig ihre Medikamente einnehmen. „Die Krankheit ist heilbar, wenn Menschen ihre Medikamente nehmen. All das tue ich jeden Tag, damit sich Tuberkulose nicht weiterverbreitet.“

Nasra, eine Gesundheitshelferin aus dem Dorf Bereko in Tansania, macht sich auf den Weg zu ihren Patient*innen im Dorfzentrum. © The Global Fund/Vincent Becker

1.000 Kilometer westlich von Bereko liegt Kigoma, direkt am Tanganjikasee. Hier ist Ezekiel Msumyi zu Hause, auch er ist Gesundheitsarbeiter. Neben der Eindämmung von Malaria und der Verbesserung der Gesundheit von Müttern und Kindern, kümmert sich Ezekiel vor allem um die Erhebung von Gesundheitsdaten: von der Zahl schwangerer Frauen bis hin zur genauen Menge verteilter Moskitonetze. Er sammelt Informationen aus den 193 Haushalten, die zu seinem Gebiet gehören. Aber auch ungewöhnliche Vorkommnisse behält er im Auge, um mögliche Gesundheitsbedrohungen der Bevölkerung rechtzeitig zu erkennen. „Wenn ich von einem Problem in der Gemeinde höre, fahre ich umgehend hin, um dem auf den Grund zu gehen. Falls es tatsächlich ein Gesundheitsproblem wie ein Ausbruch ist, dokumentiere ich es und sende die Information direkt an die Klinik“, berichtet Ezekiel. „Dieser Job liegt mir sehr am Herzen.”

Ezekiel sammelt Gesundheitsdaten, die er schließlich in Berichten an die nahe gelegene Klinik liefert, sodass sie dort in die Online-Datenbank einfließen können. © The Global Fund/Vincent Becker

Die Daten, die Ezekiel und seine Kolleg*innen sammeln, sind essentiell, um Gesundheitsbedrohungen schnellstmöglich zu erkennen und ihnen zu begegnen. In Kasulu ist Athmani Mwinyihaji verantwortlich für die Verarbeitung der Gesundheitsdaten. Er berichtet, dass dank der Meldeketten die Kommunikation zwischen der Gemeindeebene und der nationalen Ebene gut funktioniert. So konnte die Öffentlichkeit in der Vergangenheit bereits vor dem möglicherweise gefährlichen Verzehr von Fisch gewarnt werden, weil Gesundheitsarbeiter*innen eine ungewöhnlich hohe Anzahl toter Fische im Fluss meldeten, während das Ministerium sich um die Aufklärung des Vorfalls kümmerte.

Um mögliche Krankheitsausbrüche frühzeitig zu erkennen und schnell zu reagieren, sammelt der Gesundheitshelfer Ezekiel Msumyi die Daten von 193 Haushalten. © The Global Fund/Vincent Becker

Allein in Tansania wurden mit Unterstützung des Globalen Fonds über 10.000 Gesundheitsfachkräfte ausgebildet, um die Gesundheitsversorgung auf Gemeindeebene zu stärken. Zusammen genommen gibt es in den Partnerländern des Globalen Fonds mehr als zwei Millionen Gesundheitsarbeiter*innen, die meisten sind Frauen. Sie sind es, die die Eindämmung von HIV, Tuberkulose und Malaria voranbringen, indem sie auch die Menschen erreichen, die in weit abgelegenen Gemeinden leben. Im Mittelpunkt stehen dabei Menschen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko und solche, die medizinische Versorgung benötigen. Was lokale Gesundheitsarbeiter*innen wie Nasra und Ezekiel so einzigartig macht? Sie kommen selber aus den Regionen und kennen die Menschen, die Gemeinden vertrauen ihnen. Und genau darin liegt auch der Erfolg ihrer Arbeit begründet.

Nasra besucht die Wohnung einer Person mit TB-Symptomen, um eine Sputumprobe zu entnehmen, die zur Untersuchung an ein Labor geschickt wird. © The Global Fund/Vincent Becker

Athmani betont, dass das dezentrale, eng geknüpfte Netz aus Gesundheitsarbeiter*innen nicht nur bei der Bekämpfung aktueller Pandemien eine wichtige Rolle spielt. Dank dieser Vernetzung und basierend auf der Arbeit von Menschen wie Nasra und Ezekiel, sind Tansania und andere Länder auch für künftige Gesundheitsbedrohungen gut gerüstet, die auf diese Weise früh erkannt und effektiv eingedämmt werden können.

Du möchtest wie Ezekiel und Nasra die Gesundheit von Menschen weltweit stärken? Dann unterzeiche jetzt unsere Petition zur Unterstützung des Globalen Fonds zur Bekämpfung von HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose!

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Zusammenarbeit mit Frauengruppen kann Gewalt eindämmen

E+Z - 30. August 2022 - 15:25
Lokale Frauenrechtsgruppen werden oft übersehen, wenn Hilfsorganisationen auf humanitäre Krisen reagieren; das sollte sich ändern

Auf dem Höhepunkt der Pandemie nahm die Gewalt gegen Frauen so stark zu, dass das Phänomen als „Schattenpandemie“ bezeichnet wurde. Lockdowns, Schulschließungen und Anweisungen, zu Hause zu bleiben, ließen die Spannungen in Haushalten eskalieren. Allgemein hat die Pandemie Frauen stärker getroffen als Männer.

Das bestätigt auch ein Bericht des International Rescue Committee (IRC) zur Lage in Afrika, der einen deutlichen Anstieg der geschlechterbasierten Gewalt feststellte. Die internationale humanitäre Organisation befragte in den ersten zehn Monaten der Pandemie 852 Frauen in 15 afrikanischen Ländern, die in Flüchtlings-, Vertriebenen- oder Postkonfliktsituationen lebten. Fast drei Viertel (73 Prozent) der Befragten berichteten von einer Zunahme der Gewalt durch einen Partner, 51 Prozent von einer Zunahme der sexuellen Gewalt und 32 Prozent von einer Zunahme der Früh- und Zwangsehen in ihrer Gemeinde.

Ein Beispiel ist der Südsudan. Vor der Pandemie hatte schätzungsweise ein Drittel der Frauen und Mädchen sexuelle Gewalt durch einen Nichtpartner erfahren, und bis zu 73 Prozent erlebten Gewalt durch einen Partner (IRC et al., 2021). Diese Zahlen stiegen im Zuge von pandemiebedingten Schließungen und einem allgemeinen Zusammenbruch der sozialen Ordnung sprunghaft an. Das Land steht vor vielen Herausforderungen:

  • Bürgerkrieg,
  • ununterbrochener Gewalt,
  • Wirtschaftskrise,
  • Gefahr einer Hungersnot,
  • Covid-19-Pandemie und
  • einem schwachen Gesundheitssystem.

Im Südsudan leisten internationale und lokale humanitäre Gruppen Hilfe. IRC arbeitet mit Unterstützung von Irish Aid mit lokalen Frauengruppen zusammen, um in Lagern für Vertriebene sichere Räume, Beratung und Schulungen anzubieten. Damit sollen die Frauen geschützt und gestärkt werden, ihr Leben zu verbessern.

IRC will die Häufigkeit geschlechterbasierter Gewalt insgesamt verringern. Die Organisation setzt auf Maßnahmen, die das individuelle Verhalten verändern sollen. Das Programm heißt „Engaging men through accountable practices“. Die Menschen müssen geschlechtsspezifische Einstellungen, die zu Gewalt gegen Frauen führen können, hinterfragen. Männer müssen verstehen, dass Gewalt kostspielig und keine Lösung für häusliche Probleme ist. „Ich habe beschlossen, Verantwortung für mein Handeln zu übernehmen. Meine Ehe hat sich verbessert“, sagte ein Ehemann nach der Teilnahme.

Auf lokaler Ebene handeln

Nationale und lokale Frauenrechtsorganisationen sind wichtige Akteure bei der Bekämpfung der „Schattenpandemie“. Sie sind wertvolle Informationsquellen über die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen. Dennoch bemängelt IRC, dass Frauengruppen bei der Planung von humanitären Initiativen häufig übersehen werden. Meist werden sie in strategischen Dokumenten nicht einmal erwähnt.

Gleichzeitig kommen Frauenorganisationen nur schwer an Finanzmittel. Eine Aktivistin sagte IRC, dass sie keinen Zugang zu Geldgebern haben. Es erscheine ihnen „unmöglich“, in das System vorzudringen. Selbst wenn eine Gruppe Glück hat, eine indirekte Finanzierung von einer internationalen Organisation zu erhalten, beinhaltet diese in der Regel keine Unterstützung für das Wachstum der Organisation.

Es sollte anders sein – Frauenorganisationen sollten mehr Einfluss auf die Entscheidungen haben, die ihre Gemeinden betreffen. Immerhin steht Deutschland derzeit an der Spitze einer feministischen Außenpolitik. Außerdem ist es Politik der UN, bei humanitären Maßnahmen lokale Ansätze zu fördern. Entsprechende Verpflichtungen wurden im „Call to Action on Protection from Gender-Based Violence“ festgelegt, einer globalen Initiative, die 97 Regierungen, Nichtregierungsorganisationen und internationale Institutionen unterzeichnet haben. Nothilfe durch Zusammenarbeit mit lokalen Gruppen lokaler zu machen, ist ein wichtiger Schritt.

Ein stärkerer Fokus auf Partnerschaften mit lokalen Gruppen und ihre direkte Finanzierung stünde auch im Einklang mit den Zielen des Generation Equality Forum. Das 2021 erstmals von UN Women einberufene Forum, das gerade ein Jahr existiert, will die Gleichstellung der Geschlechter weltweit vorantreiben.

Die Absichten sind gut, aber in der humanitären Praxis hat sich viel zu wenig geändert. Systemische Reformen würden dazu beitragen, einen feministischeren Ansatz für die Partnerschaft umzusetzen. Diese drei Dinge sollten geschehen:

  • Das UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (OCHA) sollte voraussetzen, dass Frauenorganisationen an jeder Phase der humanitären Programme beteiligt sind.
  • Internationale humanitäre Organisationen sollten die Anzahl und Qualität ihrer Partnerschaften mit Frauenorganisationen erhöhen.
  • Lokale und nationale Frauenorganisationen sollten mehr langfristige sowie flexible Finanzmittel erhalten, um ihre Kernausgaben decken, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schulen und ihre Maßnahmen an die Bedürfnisse der Zielgruppen anpassen zu können.

Wir brauchen ein anderes System. „Betrachten Sie uns als Gleichberechtigte“, sagte eine unserer Gesprächspartnerinnen, die eine Basisorganisation vertritt.

Links

IRC, 2021: Why not local? Gender-based violence, women’s rights organisations and the missed opportunity of Covid-19.
https://www.rescue.org/report/why-not-local-gender-based-violence-womens-rights-organisations-and-missed-opportunity-covid

IRC, 2020: What happened? How the humanitarian response to COVID-19 failed to protect women and girls.
https://www.rescue.org/sites/default/files/document/5281/ircwpecovidreportv7.pdf

IRC et al., 2019: What works to prevent violence against women and girls in conflict and humanitarian crisis.
https://www.whatworks.co.za/resources/policy-briefs/item/662-what-works-to-prevent-violence-against-women-and-girls-in-conflict-and-humanitarian-crisis-synthesis-brief

Glory Makena arbeitet für International Rescue Committee im Südsudan und ist spezialisiert auf den Schutz und die Stärkung der Rolle der Frau.
glory.makena@rescue.org

Brianna Guidorzi arbeitet für International Rescue Committee im Vereinigten Königreich und ist spezialisiert auf Politik zum Schutz und der Stärkung von Frauen.
brianna.guidorzi@rescue.org

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Informe de resultados del encuentro Movilidad Urbana Sostenible: un diálogo interregional sobre la industria y el financiamiento del transporte público colectivo

DIE - 30. August 2022 - 13:46

En este documento se presentan los resultados del intercambio realizado entre la Comisión Económica para América Latina y el Caribe (CEPAL) y el German Institute of Development and Sustainability (IDOS), como parte del proyecto “Ciudades inclusivas, sostenibles e inteligentes en el marco de la Agenda 2030 para el Desarrollo Sostenible en América Latina y el Caribe”. El evento se realizó los días 24 y 25 de mayo de 2022 y tuvo por objeto explorar distintas iniciativas de política pública en torno a la implementación del gran impulso para la sostenibilidad en la movilidad urbana. La reflexión estuvo inspirada en dos grandes preguntas: ¿Cuáles son las condiciones y posibilidades de la industria para responder a las exigencias de la movilidad urbana sostenible? y ¿cuáles son los problemas, requerimientos y oportunidades del financiamiento del transporte público sostenible en las ciudades? Para ello, se analizaron los casos de China y la India, junto con la situación actual y las perspectivas de América Latina en torno a los beneficios de implementar el gran impulso para la sostenibilidad como una estrategia orientada a alcanzar un nuevo modelo de desarrollo sostenible impulsado por las demandas urbanas de servicios públicos.

This document presents the results of the exchange carried out between the Human Settlements Unit of the Sustainable Development and Human Settlements Division of the Economic Commission for Latin America and the Caribbean (ECLAC) and the German Institute of Development and Sustainability (IDOS) within the framework of the “Inclusive and sustainable smart cities in the framework of the 2030 Agenda for Sustainable Development” project. The exchange aimed to explore different public policy initiatives around the implementation of the Big Push for Sustainability within the field of urban mobility. The reflection was inspired by two big questions: What are the conditions and possibilities of the industry to respond to the demands of sustainable urban mobility? And what are the problems, requirements and opportunities for financing sustainable public transport in cities? To do this, the cases of China and India were analysed, along with the current situation and perspectives of Latin America regarding the benefits of implementing the Big Push for Sustainability as a strategy aimed at achieving a new model of sustainable development driven by urban demands for public services.

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Beware of Climate Change! C20 Urges G20 Utilities to Adapt Faster, Learn Faster, and Implement Solution Faster

#C20 18 - 30. August 2022 - 13:24

August 29, 2022 was a decisive momentum for helping the world be on track with the 1.5 pathway of the Paris Agreement as Civil 20 purposely rounded up strategic panelists for a discussion called ‘The Role of G20 Power Utilities in Climate Mitigation Efforts’ in Courtyard by Mariott, Nusa Dua, Bali.

            Panelists such as Darmawan Prasodjo, the Director of Indonesia’s State-owned PT PLN (Perusahaan Listrik Negara), Youngjin Chae, the Vice President of Strategy and Planning from the Republic of Korea’s KPX (Korea Power Exchange), Federico Lopez de Alba, the Manager of Mexico’s CFE (Comisión Federal de Electricidad), and Dennis Volk, Germany’s BNetZa (Bundesnetzagentur), gathered to share plans on climate mitigation.

            The discussion explored how to generate energy more efficiently and implement measures to the expansion planning, including analyzing energy storage, expansion of renewable and low-carbon energy systems, clean industrial development, grid integration, and energy efficiency. In terms of financing, the energy transition also requires new projects and investments.

            Keynote speaker Phillipe Benoit, Adjunct Senior Research Scholar, enter on Global Energy Policy, Columbia University, delivered  that state-owned power companies (SPCs) are key to resilience on climate change mitigations or adaptation, “whether we think of mitigation, whether we think of adaptation, the ‘who’ is SPCs, and that we need to take into account,”

            As economic development immensely impacts to the environment, Sous Sherpa C20 Risnawati Utami Richard delivered points to note, “Due to the unsafe energy production, it’s time for G20 countries and stakeholder and energy business production have to involve civil society organizations to balance the environmental justice into a collective action to mitigate climate change in response to all kind of natural disaster that currently happen in the world,”

            The event was also enlivened by her critical question, “Who will be the most affected, if there are any natural disasters because of climate change? There are persons with disabilities, elder people, women and children and other indigenous people and other marginalized groups that will affect the worst situation of climate change,”

More concretely, she captured evidence of the current situation in the pacific because of  extreme weather. “There are persons with disabilities who are not normally considered for preparedness and responses activities to the various barriers they encounter in which include accessibility to information, services, and infrastructure, less of assistive devices and technology, support services, social protection, discriminatory procedure, and community-based inclusive development which limits their effective participations and humanitarian work and even in accessing relief program, this is not a good sign, at all,” she emphasized.

            At the end of the session, C20 Co-chair Fabby Tumiwa gave clarity of challenges faced by utility, “Utility today, in my understanding, is facing very various challenges. Utility deals with five key issues. One of the key issues is climate change, and we need to know that climate change brings challenges for utility to operate. The problem of climate change needs to be addressed because every utility now has to plan to reach net-zero emission by the middle of this century,” he said.

Lastly, he hopes this conversation can continue and calls G20 utilities to conduct skill-sharing so that they can adapt faster, learn faster, and implement the solution faster.

Writer : Sita Mellia
Contact : sitamellia01@gmail.com

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BeN Newsletter 4 2022 Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk

SID Blog - 30. August 2022 - 13:03
­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Liebe entwicklungspolitisch Interessierte,

willkommen zurück aus der Sommerpause! Während wir uns für ein paar Tage aus der Arbeit zurückgezogen, das Wetter und die freie Zeit genossen haben, ist das Leben an anderen Arbeits-Orten weiter gegangen. 

Und so gibt es direkt wieder Interessantes aus der Welt der Entwicklungszusammenarbeit. Passend zum Thema ‚Arbeit' zum Beispiel eine Stellenausschreibung des Nord-Süd-Forums Bremerhaven. Und gleich zwei Veranstaltungen, die sich mit einer partnerschaftlicheren Entwicklungszusammenarbeit ‚Auf Augenhöhe' beschäftigen. 

Eine anregende Lektüre und einen guten Start in den Spätsommer wünscht Euch und Ihnen allen: Das BeN-Team.
 
PS: Wie immer freuen wir uns über Artikelvorschläge und Neuigkeiten, die wir in den nächsten Newsletter einbinden können.
 

­ ­ ­  Neues aus Bremen und umzu ­ ­ ­ ­ ­

Partnerschaftsarbeit auf 

Augenhöhe - Wie ist das möglich?

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Seminar l 08.09. l 8.30 - 13.00 Uhr l Klub Dialog l Am Deich 86 l 28199 Bremen ­

Entwicklungspolitische Partnerschaften stellen eine wichtige Grundlage globaler Zusammenarbeit und damit auch eine zentrale Ausgangsbasis für einen Dialog zwischen dem Globalen Süden und dem Globalen Norden dar. In diesem Seminar soll es darum gehen, ein Verständnis dafür zu schaffen, wie eine globale Partnerschaft 'auf Augenhöhe' in einer ungleichen Welt gelebt werden kann.

Wir gehen gemeinsam auf die Suche nach eigenen Denkmustern, Bildern und emotionalen Infrastrukturen. Ziel ist es, ein kritisches Bewusstsein und eine fragende Haltung sich selbst und der Welt gegenüber zu entwickeln. In den interaktiven Denkanstößen wird an eigene Erfahrungen angeknöpft, möglichst nah am Alltag der Teilnehmenden.


Die Referentin Jana Funk ist Philosophin, Politologin, Studienleiterin politische Bildung im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum Bad Alexandersbad.

­ Hier geht es zur Anmeldung ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Lesung aus Broschüre zu Nordafrikanischen Zwangsarbeitern am U-Boot Bunker in Bremen Farge ­ Lesung l 08.09. l 19.00 Uhr l Übersee-Museum Bremen ­

Für den Bau des U-Boot Bunkers ‚Valentin' wurden zwischen 1943 und 1945 Tausende von Zwangsarbeitern eingesetzt: Zivilarbeiter ebenso wie Kriegsgefangene und KZ-Häftlinge.

Appolinaire Apetor-Koffi, freier Mitarbeiter am Denkort Bunker Valentin, ist den Spuren in Nordafrika geborener Menschen nachgegangen, die beim Bunkerbau unter Zwang arbeiten mussten. Die Ergebnisse sind in der Broschüre 'Nordafrikanische Zwangsarbeiter der Baustelle des U-Boot-Bunkers in Bremen-Farge und in den zugehörigen Lagern 1943-45' veröffentlicht, die Apetor-Koffi an diesem Abend vorstellt.

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Soziale und ökologische Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten – 
Anforderungen an ein europäisches Lieferkettengesetz

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 21.09. l 20.00 Uhr l Domkapitelsaal l Domsheide 8 l 28195 Bremen ­

Im Sommer 2021 wurde das Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz im Deutschen Bundestag verabschiedet, im Januar 2023 tritt es in Kraft. Ziel des Gesetzes ist es, Unternehmen zur Einhaltung und Überprüfung geltender Menschenrechtsstandards zu verpflichten. 

Nun ist auch auf europäischer Ebene ein Gesetz in Vorbereitung, das Mensch und Umwelt entlang globaler Lieferketten schützen soll. Welche Erwartungen, Hoffnungen oder Befürchtungen haben Unternehmen, Politiker*innen und die Zivilgesellschaft gegenüber dem europäischen Gesetzesvorhaben? Darüber wollen wir im Rahmen der Veranstaltung mit folgenden Gästen diskutieren:
 

l Joachim Schuster, MdEP, SPD / S&D 

l Diana Sanabria, Referentin für Weltwirtschaft der Nordkirche

l Caroline Strothman, IHK Bremen und Bremerhaven (angefragt)

l Unternehmen N.N. (angefragt)
 

Moderation: Ima Drolshagen

Veranstalter*innen: Kampagne für Saubere Kleidung l Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) l Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN) l Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Nordkirche l  Joachim Schuster (MdEP)

­

 Rückfragen gerne an Gertraud Gauer-Süß (biz)

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Futtermittel vs. Nahrungsmittel - 
Verpasst Deutschland die Chance für bessere Hungerbekämpfung und mehr Nachhaltigkeit?

­ ­ ­ ­ ­ Diskussionsveranstaltung l 06.10. l 19.00 Uhr l DGB-Haus l Bahnhofsplatz 22-28  ­

In Deutschland werden 60% der landwirtschaftlichen Fläche für den Anbau von Tierfutter genutzt und auch in Ländern wie Brasilien werden Futtermittel für die deutsche Massentierhaltung angebaut. Dieses bringt vielfältigste globale Probleme mit sich. Wie können wir ihnen begegnen? BUND, denkhausbremen und das BeN laden zu einer Diskussionsveranstaltung darüber ein. 


Referent*innen:

l Matthias Lambrecht, Greenpeace-Landwirtschaftsexperte

l Susanne Mittag, MdB (SPD) und Obfrau im Bundestagsausschuss für Ernährung und Landwirtschaft

Veranstalter*innen:
l BUND l denkhausbremen  l BeN

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KETAAKETI 
Wie ärmste Länder sich selbst entwickeln

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Vortrag und Lesung l 13.10. l 19.00 Uhr l Übersee-Museum Bremen  ­

Für eine andere Entwicklungszusammenarbeit steht die Organisation KETAAKETI, die seit 2007 partnerschaftlich mit Initiativen in Ländern des 'globalen Südens' zusammenarbeitet. 

Was ihre Arbeit im Wesentllichen von der klassischen Entwicklungszusammenarbeit unterscheidet, ist die Haltung hinter dem Engagement: KETAAKETI ist das nepalesische Wort für 'Kinder', und so sind alle Partner*innen Teil einer 'Weltfamilie', in der nicht die Einen geben und die Anderen nehmen (müssen), sondern sich gegenseitig unterstützen unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse, Stärken und Möglichkeiten, im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung. Autonomie, Selbstverantwortung und die Beachtung des landeseigenen Expertentums sind zentrale Merkmale der Arbeit. 

Die Gründerin von KETAAKETI, Anneli-Sofia Räcker, stellt an diesem Abend ihr Buch und das Prinzip KETAAKETI vor.

Veranstalter*innen: Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) l KETAAKETI l Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN)

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Hier geht es zur Internetseite von KETAAKETI

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Bolsonaros Erbe - 
eine Belastung für die Zukunft Brasiliens?

­ ­ ­ ­ ­ ­ Vortrag und Diskussion l 18.10. l 19.00 Uhr l Kukoon l Buntentorsteinweg 28  ­

Trotz einer starken Zivilgesellschaft überstand Bolsonaro seine vierjährige Amtszeit als Präsident und säte Hass und Gewalt. Harte Hand in den Schulen, lukrative Jobs für Militärs, Verunglimpfung von LGBTIQ*, Ausverkauf des Amazonasgebiets, Elend und Tod für Indigene, Waffen für die weiße Mittelschicht. 

Hat Bolsonaro seine Ziele erreicht? Wird er am 2.10.22 und 30.10.22 (zweiter Wahlgang) wieder gewählt? Wie schaffte er es, die brasilianische Gesellschaft in vier Jahren zu einem Rechtsruck zu verführen? Wie reiht er sich ein in die Riege der faschistischen Despoten der Welt? Diesen Fragen geht die Radiojournalistin Gudrun Fischer im Vortrag nach.

 

Referentin: Gudrun Fischer

 

Veranstalter*innen: Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (biz) l Kukoon l Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk (BeN)

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Informationsarbeit für entwicklungspolitische Organisationen - Unterstützung für eure Arbeit ­

Die Themenfelder, in denen sich entwicklungspolitische Organisationen in Bremen engagieren, sind vielfältig: Unterstützung von Friedens- und Versöhnungsprojekten, Stärkung des Fairen Handels, Beiträge zu Bildung und Gesundheit und der Schutz der Artenvielfalt ist nur eine kleine Auswahl.

Um diese Themenfelder in die Öffentlichkeit zu bringen, um Aufmerksamkeit, Engagement, Finanzen und politische Unterstützung zu erreichen, braucht es eine gute Öffentlichkeitsarbeit. Aber: Vielen Organisationen fehlen hier die notwendigen Kapazitäten. Beim Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk (BeN) gibt es seit Januar die Fachpromotorinnenstelle Informationsarbeit. Die Stelle wird über das bundesweite Eine Welt Promotor*innen-Programm finanziert. An sie können sich Bremer Organisationen wenden, die Unterstützung bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit suchen, Bedarfe an Fortbildung zum Thema oder auch Ideen für gemeinsame Aktionen, etc. haben.

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Fragen, Anregungen, Ideen gerne per mail an Christiane Mache

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Entwicklungspolitische Leitlinien der Freien Hansestadt Bremen

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Für das Land Bremen sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDG) sowohl Leitlinien für das Handeln im Inneren als auch Richtschnur für das internationale Engagement. Um die Ziele bis 2030 erreichen zu können, wird regelmäßig der Umsetzungsstand anhand von spezifischen Indikatoren erhoben.

 
Die Fortschreibung der Leitlinien 2022 wurde in einem partizipativen Prozess zusammen mit dem BeN und anderen zivilgesellschaftlichen Akteur*innen erarbeitet. Sie enthält konkrete Massnahmen für das Land in den Themenfeldern Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft. 

­ Die Leitlinien können hier heruntergeladen werden ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Stellenausschreibung Regionalpromotor*in Bremerhaven

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Das Nord-Süd-Forum Bremerhaven sucht ab Oktober eine*n Nachfolger*in für die Stelle der Regionalpromotor*in.
 

Regionalpromotor*innen entwickeln für ihre Region Aktionen und Projekte, mit denen sie internationale Themen wie die Weltentwicklungsziele (SDG) in die öffentliche Diskussion bringen. Mit gezielten Bildungsprojekten fördern sie eine Bildung für Nachhaltige Entwicklung in Schulen und in der Erwachsenenbildung. Sie schaffen für unterschiedliche Zielgruppen Anlässe und Gelegenheiten, sich ehrenamtlich für konkrete Eine-Welt-Themen einzusetzen und verbessern mit ihren Service- und Beratungsangeboten die Attraktivität des bürgerschaftlichen Eine-Welt-Engagements.

 

Die Stelle hat einen Umfang von 75%. Bewerbungsschluss ist der 18.09.2022. 

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Weitere Informationen auf der Seite des Nord-Süd-Forums

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ 18. Bremer Solidaritätspreis ­ Bewerbungsfrist verlängert bis 31. August 2022 ! ­

Alle zwei Jahre verleiht der Senat der Freien Hansestadt Bremen den Bremer Solidaritätspreis, um Personen und Initiativen zu würdigen, die sich für Menschenrechte und Demokratie sowie gegen die Folgen von Kolonialismus und Rassismus einsetzen. In diesem Jahr steht der Bremer Solidaritätspreis im Zeichen der globalen Klimagerechtigkeit.

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Weitere Informationen gibt es auf der Seite der Bremer Senatskanzlei

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Afrikanissimo ­ Lesung l 06.09. l 18.00 Uhr l Norddeutsche Mission l Berckstraße 27 l 28359 Bremen ­

Seit einigen Jahren lädt die Norddeutsche Mission einmal im Jahr zu einer besonderen Lesung ein, bei der  Bremer Persönlichkeiten ihr Buch aus oder über Afrika vorstellen.

An diesem Abend werden Bettina Wilhelm (Landesbeauftragte für Frauen), Albert Schmitt (Manager der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen) und Jens Böhrnsen (Bürgermeister a.D.),  aus 'ihren' Büchern lesen und laden die Gäste ein, im Anschluss mit ihnen über die Texte ins Gespräch zu kommen.

Der Eintritt ist frei.

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Green Culture Tagung

­ ­ ­ ­ ­ ­ Tagung l 16. und 17.09. l  Theater am Leibnizplatz l Schulstraße 26 l 28199 Bremen ­

Wie kann der Klimawandel künstlerisch abgebildet werden? Können Menschen durch Kunst für mehr Umwelt- und Klimaschutz sensibilisiert werden? Was können Künstler*innen und Institutionen tun, um die eigene Klimabilanz zu verbessern? Und welche Möglichkeiten der Förderung für 'grüne' Kulturprojekte gibt es?

Die Green Culture Tagung möchte Kulturschaffende, Zivilgesellschaft und Verwaltung vernetzen und greift die oben genannten Themen in Workshops, Vorträgen und Praxisbeispielen auf.

Für die Teilnahme wird um eine Spende gebeten.

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Weitere Informationen und Anmeldung

­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­  Neues von hinterm Tellerrand ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Das Verschwinden der 85% ­

In der ersten Jahreshälfte 2022 wurde in der Tagesschau über das britische Königshaus umfangreicher berichtet als über den globalen Hunger. Dem Sport wurde mehr Sendezeit eingeräumt als allen Staaten des Globalen Südens zusammen. Diese Schieflage zeigte auch die Ausstellung 'Vergessene Welten und blinde Flecken', die noch bis Ende August in der Stadtbibliothek Bremen zu sehen ist. Jetzt hat der Autor der gleichnamigen Studie auf der Seite des 'European Journalism Observatory (EJO)' einen Beitrag veröffentlicht, der auf die weitere Zuspitzung dieser Situation unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine aufmerksam macht und darauf hinweist, dass es die unterstützung der Medien braucht, damit Globale Gerechtigkeit auch von der Politik als notwendig wahrgenommen wird.

­ Hier geht es zum Artikel auf der Seite des EJO ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ Besucht uns doch auch mal auf 
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EU Lieferkettengesetz: Initiative Lieferkettengesetz)   KETAAKETI: KETAAKETI  l  Green Culture Tagung: Kammerorchester Konsonanz l alle anderen: pixabay (Pixabay Lizenz) ­ ­ ­ ­ ­ Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V.Breitenweg 25
28195 Bremen
0421 I 69 53 14 53
info@ben-bremen.de ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­ ­

Überschwemmungen in Pakistan: Sorge vor Hunger und Krankheiten wächst

SID Blog - 30. August 2022 - 13:00

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30.08.2022 | Pressemitteilung

Sorge vor Hunger und Krankheiten durch Überschwemmungen wächst Welthungerhilfe: Opfer der Flutkatastrophe in Pakistan brauchen dringend Hilfe

Bonn/Berlin, 30.08.2022. Die Folgen des Klimawandels sind in Pakistan spürbar wie nie zuvor. Nach einer massiven Hitzewelle im Frühjahr zerstören jetzt außergewöhnlich starker Monsunregen und Überschwemmungen die Lebensgrundlagen von Millionen Menschen in Pakistan. Die bisherigen Regenfälle 2022 sind um 200% stärker als im Jahresdurchschnitt. Mehr als 33 Millionen Menschen, jede*r siebte Einwohner*in des Landes ist nach UN-Angaben betroffen, und ein Ende der Fluten ist nicht abzusehen:

„Schon jetzt ist das Ausmaß der Katastrophe um ein Vielfaches größer als bei der Jahrhundertflut 2010 und es regnet noch weiter", sagt Isabel Bogorinsky, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan. „Die Wassermassen reißen Häuser, Felder und die Lebensgrundlagen von Millionen Familien mit sich, vor allem in den Provinzen Sindh und Belutschistan, die vor wenigen Monaten noch unter einer Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 50 Grad litten. Auch in der Grenzregion zu Afghanistan in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa stehen weite Teile unter Wasser. Unter den Wetterextremen leiden wieder einmal diejenigen am meisten, die am wenigsten zum Klimawandel beigetragen haben." Pakistan ist besonders von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen und belegt im jüngsten Klima-Risiko-Index 2021 den achten Rang.

Die Fluthilfe der Welthungerhilfe ist bereits angelaufen: Erfahrene Partnerorganisationen vor Ort konnten schnell reagieren und haben u.a. damit begonnen, Wasser abzupumpen, um der Ausbreitung von Krankheiten vorzubeugen, Nahrungsmittelpakete und Trinkwasser zu verteilen und Notunterkünfte zu errichten. Darüber hinaus werden Saatgut und landwirtschaftliche Geräte verteilt, sobald die Wassermassen zurückgegangen sind: „Die Überschwemmungen haben bereits 1,6 Mio. Hektar Anbaufläche zerstört, auf denen vorher z.B. Weizen und Obstbäume wuchsen. Sobald das Wasser abgeflossen ist, muss die Nahrungsmittelproduktion wieder starten, sonst droht Hunger und damit eine Kata-strophe nach der Katastrophe", sagt Isabel Bogorinsky. Durch die hohe Inflationsrate hatten sich Grundnahrungsmittel in den letzten Monaten stark verteuert.

Die Welthungerhilfe bittet um Spenden für die betroffenen Menschen unter dem Stichwort: Flutkatastrophe in Pakistan

Isabel Bogorinsky, Programmleiterin der Welthungerhilfe in Pakistan, steht für deutschsprachige Interviews zur Verfügung.

 Weitere Informationen unter www.welthungerhilfe.de/presse

 

Die Welthungerhilfe wird in diesem Jahr 60 Jahre. Sie ist eine der größten privaten Hilfsorganisationen in Deutschland; politisch und konfessionell unabhängig. Sie setzt sich mutig und entschlossen für eine Welt ohne Hunger ein. Seit ihrer Gründung am 14.12.1962 wurden 10.895 Auslandsprojekte in rund 70 Ländern mit 4,46 Milliarden Euro gefördert. Die Welthungerhilfe arbeitet nach dem Grundprinzip der Hilfe zur Selbsthilfe: von der schnellen Katastrophenhilfe über den Wiederaufbau bis zu langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen.





Corruption endemic in all sectors

E+Z - 30. August 2022 - 12:39
Several embezzlement scandals have rocked Malawi with government officials accused of misusing funds

The health sector continues to suffer with multiple challenges such as shortage of equipment and drugs which has frustrated many citizens. Now, there is widespread fear that the situation will worsen as the population grows and funding for the sector declines.

Several embezzlement scandals have rocked the country with government officials accused of misusing funds. Among implicated officials was then labour minister, Ken Kandodo, who was fired on accusation of spending the equivalent of $ 800 from Covid-19 funds on a private trip to South Africa. Other government officials were also arrested on allegations that they took part in the looting of around $ 7.7 million. To make matters worse, about $ 21.6 million remain unaccounted for.

The embezzlement scandals in the health sector sparked widespread public outcry. President Lazarus Chakwera promised to crackdown on the perpetrators. However, one year down the road, there is little evidence of the said action. Recently, the government of Malawi unveiled the 2022/2023 national budget which has placed the health sector as the third national priority after agriculture and education. About the equivalent of $ 300 million have been allocated to the ministry of health. Fears are high among the public that these funds may not help in the ailing sector riddled with corruption.

To show the nation that his administration is serious about fighting the vice, Malawi’s president continues to fire civil servants implicated in corruption scandals. Most recently, he has relieved the Police Chief George Kainja of his duties after the Anti-Corruption Bureau (ACB) implicated him in a recent report. The vice president, Saulos Chilima, was also implicated by the same report.

Experts however feel that president Chakwera lost the war on corruption when his government failed to adequately prosecute officials implicated in embezzling Covid-19 funds. Sylvester Namiwa, the executive director at Centre for Democracy and Economic Development Initiatives, a non-governmental organisation, argues that corruption is now endemic in all sectors in Malawi, not just in health. “Chakwera will not end corruption. Whatever he says is just mere political rhetoric to make people believe he is fighting corruption,” he says. Namiwa further alleges that most of those involved in the corruption cases are connected to the presidency.

Raphael Mweninguwe is a freelance journalist based in Malawi.
raphael.mweninguwe@hotmail.com

 

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Ein Mann flieht

E+Z - 30. August 2022 - 12:03
Anhand der wahren Geschichte eines Afghanen erzählt der animierte Dokumentarfilm von lebenslanger Prägung durch Flucht

Flucht endet nicht mit der Ankunft in einem anderen Land. Diese Antwort gibt „Flee“ schon mit seinem Titel. Denn das Verb steht im Präsens, nicht im Präteritum. Amin Nawabis (Name geändert) Lebensgeschichte zeigt, wie eine Flucht im Kindesalter einen Erwachsenen weiter begleitet. Den Rahmen des überwiegend animierten Films bilden Gespräche zwischen Amin und dem Regisseur Jonas Poher Rasmussen. Stück für Stück berichtet der heute 36-jährige Interviewte von seiner Vergangenheit.

Es beginnt mit seiner Kindheit in Afghanistan. Geschätzt 35 Millionen Menschen leben in Afghanistan. Die Taliban haben am 15. August 2021 erneut die Macht übernommen und üben wieder ihre Schreckensherrschaft aus, die bereits in den 1990er-Jahren begann. Das Land ist isoliert. Die humanitäre Lage ist desaströs.

Flucht aus Afghanistan

Amin ist bereits in den 1980er-Jahren mit Mutter und Geschwistern aus Afghanistan geflohen. Zu dieser Zeit erschütterten gewaltvolle Auseinandersetzungen zwischen der kommunistischen Regierung, deren sowjetischen Unterstützern und den von den USA unterstützten Mudschaheddin-Gruppen das Land. Amins Vater war damals schon verhaftet worden und vermutlich tot. Das Ziel der Familie war Schweden, wo der älteste Bruder seit längerem lebte. Sie konnten aber nur nach Moskau einreisen.

Die Mittel für die Reise von dort nach Schweden hatten sie nicht. Es folgte eine trostlose Wartezeit. Die Lebensbedingungen waren hart, Fluchtversuche scheiterten. Schließlich musste die Familie sich trennen. Schlepper brachten sie zu unterschiedlichen Zeiten auf verschiedenen Wegen aus Moskau heraus.

So landete Amin als 16-Jähriger alleine in Dänemark. Um dort bleiben zu dürfen, musste er lügen. Er erzählte, dass seine Familie tot sei. Die Wahrheit erfuhr über Jahrzehnte niemand. Auch nicht der Freund, den er am ersten Schultag in Dänemark traf. Dieser Freund war Jonas Poher Rasmussen.

Die persönliche Beziehung zwischen Dokumentarfilmer und Protagonist verfälscht die Aufarbeitung nicht. Sie verstärkt die Aussage des Films. Erst nach vielen Jahrzehnten Freundschaft war es Amin möglich, sich zu öffnen. Er erzählt dem Freund, nicht dem Filmemacher, von der Flucht, den Ängsten, der Isolation und dem Leidensdruck. Sie sprechen auch über die Zeit in Dänemark: das Erwachsenwerden als Geflüchteter in einem fremden Land, die langersehnte Reise zu seiner Familie nach Schweden und Amins Karriere als Wissenschaftler.

Beziehung auf dem Spiel

Besonders im Fokus ist auch die Beziehung zu Amins Partner. Seine Homosexualität wird im Film thematisiert, aber nicht dramatisiert. Vor allem sehen die Zuschauerinnen und Zuschauer, wie sich Amins Blick auf seine eigene Homosexualität ändert. Viel wichtiger für Amin und damit den Film sind die Herausforderungen, die sich aus seiner Vergangenheit für seine Partnerschaften ergeben. Welche das sind, entdecken die Freunde während des Gesprächs gemeinsam. Deutlich wird, wie sehr die Flucht und die Lüge den inzwischen 36-Jährigen noch immer beschäftigen.

Der Film ist kein politisches Statement zum Afghanistan-Krieg. Er berücksichtigt nicht die aktuellen Ereignisse. Kritisiert wird nur marginal. Die Botschaft von „Flee“ ist eine andere. Jonas Poher Rasmussen hat seinem Freund einen Raum geschaffen, in dem dieser das Vergangene aufarbeiten und vielleicht sogar mit seiner Flucht abschließen kann. Das Ergebnis ist ein Werk, das einen normalen Menschen im Windschatten eines Krieges zeigt. Und seine jahrelange Flucht vor der eigenen Vergangenheit.

Wann endet Flucht?

Die Animationen ermöglichen, die ganze Geschichte zu visualisieren. Sie zeigen, was sonst verborgen geblieben wäre. Aufnahmen von den Regionen zur erzählten Zeit unterbrechen die Animationen gelegentlich. Sie vermitteln deutlich, dass trotz der ästhetisierten Bilder das Erzählte real ist.

Durch das Gespräch zwischen Amin und Jonas wissen die Zuschauerinnen und Zuschauer schon zu Beginn, dass es Amin gut gehen wird. Er ist in Sicherheit in Dänemark. Es ist seine emotionale Entwicklung, die den Spannungsbogen des Films ausmacht. Endet Amins Flucht vor der eignen Vergangenheit mit dem Film? Das ist die Antwort, die in „Flee“ zu suchen ist.

Film
Rasmussen, J. P., 2020: Flee. Dänemark/Frankreich.

Jane Escher ist Volontärin in der Öffentlichkeitsarbeit von Engagement Global.
jane.escher@engagement-global.de

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