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Essen, aber nachhaltig – wie wir die Welt auf unseren Tellern verbessern können

EINEWELTblabla - 22. Mai 2020 - 10:25

Jede*r von uns tut es – die meisten dreimal am Tag, manche nur zweimal. Manchmal muss es schnell gehen, manchmal lassen wir uns bewusst Zeit. Die Rede ist von … Essen!

Bereits Anfang des Jahres haben wir hier über das damit zusammenhängende Thema Lebensmittelverschwendung berichtet.

Dieser  Beitrag ist eine Ergänzung und zeigt weitere Handlungsmöglichkeiten auf, wie ihr mit eurem Essverhalten zu mehr Nachhaltigkeit beitragen könnt. Dabei ist es wichtig sich klarzumachen, dass man auf keinen Fall all diese Ratschläge gleichzeitig befolgen muss. Wir wollen euch lediglich Anregungen und Ideen geben. Wenn das alles auf einmal zu viel ist, macht euch keine Vorwürfe; auch kleine Veränderungen helfen schon!   

Wie wir nachhaltig handeln können, noch bevor das Essen auf dem Tisch steht

Die meisten von euch wissen wahrscheinlich bereits ein wenig über dieses Thema, spätestens nachdem ihr unseren vorherigen Beitrag gelesen habt. Dass Waren, die von weit entfernten Regionen mit dem Flugzeug oder Schiff hierher transportiert werden, eine oft fragliche Ökobilanz haben, habt ihr beispielsweise wahrscheinlich schon gehört.

Doch wie kann man denn nun konkret beim Einkaufen herausfinden, welche der Produkte im Supermarkt die nachhaltigsten sind? Am Beispiel eines Apfels nennen wir euch ein paar Herangehensweisen:

Im Supermarkt

Eine der Möglichkeiten ist, die Label der Produkte zu überprüfen. Da man im undurchdringlichen Dschungel an Öko- und Bio-Siegeln leicht den Überblick verlieren kann, hat der NABU den Siegel-Check entwickelt. Es wird übersichtlich dargestellt, was das Biosiegel eures Produktes beinhaltet – und was eben nicht.

Dazu kommt natürlich die Frage der Herkunft: Ist der Apfel  aus Chile importiert oder in Deutschland geerntet worden? Und wie wurde dieser in seinem Herkunftsland angebaut, geerntet und gelagert? Auch hier geben Siegel Auskunft.

Zusätzlich spielt die Saison eine Rolle: Zwar gibt es Äpfel das ganze Jahr über im Supermarkt – an den Bäumen hängen sie aber bei uns in Deutschland nur im Herbst. Den Rest des Jahres werden sie in Kühlhäusern frisch gehalten. Und dafür wird natürlich Strom verbraucht.

Auch die Verpackung der Produkte ist wichtig bei der Kaufentscheidung. Grundsätzlich ist es sinnvoll, seine eigene Einkaufstasche zum Einkaufen mitzubringen. Darin können dann auch Obst und Gemüse ohne Verpackung aufbewahrt werden. Dazu eignen sich übrigens auch super Papiertüten vom Bäcker. Hier erklären wir euch ausführlich, wieso es sinnvoll ist, Plastik zu vermeiden. In dem Zusammenhang könnten auch „Unverpackt-Läden“ interessant für euch sein. Dort könnt ihr eure eigenen Behältnisse mitbringen und Lebensmittel direkt dort hinein füllen. Verpackung? Gespart!

Zuletzt ist auch die eigene Anreise zum Supermarkt nicht unerheblich. Wer mit dem Auto nur für den Apfelkauf losfährt, verschlechtert dadurch die Umweltbilanz des Obstes.

Es ist noch umstritten, wie sehr sich insgesamt die Ökobilanz der Äpfel nach Herkunft unterscheidet. Grundsätzlich gilt aber: Wer saisonal UND regional kauft, Verpackungen vermeidet und auf nachhaltigen Anbau achtet, handelt auf jeden Fall am nachhaltigsten.

Zuhause

Außerdem lohnt es sich, vor dem Einkaufen genau zu überlegen, was man braucht und wieviel davon. Häufiges Spontan-Einkaufen führt oft dazu, dass am Ende ältere Produkte, die zuhause auf ihre Verwendung warten, ver- statt gegessen werden.

Deshalb gilt auch im Kühlschrank: Altes nach vorn, Neues nach hinten. Und falls ihr viel zu viel von einer Mahlzeit gekocht habt, friert doch ein paar Portionen ein – dann freut ihr euch später darüber.

Für diejenigen unter euch, die ein bisschen mehr Zeit haben, ist es mit Sicherheit auch eine Idee, Produkte selbst herzustellen, die sonst nur verpackt im Supermarkt zu finden sind. Wusstet ihr beispielsweise, dass man Nussmilch auch ganz leicht selbst herstellen kann? Smarticular und viele andere Internetseiten geben gute Tipps dazu.

Ernährungsweise

Außerdem spielt es natürlich eine Rolle, WAS ihr einkauft.  Eine Studie des WWF zeigt beispielsweise, dass der Verzehr von Rindfleisch rund zehnmal so viel CO2 produziert wie der Verzehr von Gemüse. Das PDF zur Studie findet ihr hier.

Das liegt daran, dass bei der Haltung einer Kuh große Mengen an Futter, Wasser und Energie verbraucht werden. Somit lohnt es sich, bezogen auf die Klimabilanz, ganz auf Fleisch zu verzichten oder den Konsum zumindest zurückzufahren. Dazu kommt, dass es auch tolle Alternativen zu Fleisch gibt: Burger-Patties lassen sich zum Beispiel super aus Linsen, Bohnen oder geriebenem Gemüse herstellen.

Es gibt zahlreiche Internetseiten, auf denen inspirierende vegane und vegetarische Rezepte zur Verfügung gestellt werden. Hier findet ihr von Utopia ein paar hilfreiche Tipps zur Umstellung.  

Lebensmittel vor der Tonne retten

Eine weitere Möglichkeit etwas für Nachhaltigkeit zu tun, noch bevor man sich zum Essen an den Tisch setzt, bieten Plattformen wie Foodsharing. Das Konzept dahinter ist, in Supermärkten, Cafés oder Bäckereien in ganz Deutschland Lebensmittel, die nicht mehr verkäuflich sind, abzuholen und gegebenenfalls weiter zu verteilen. Wir haben in dem bereits erwähnten Artikel ja bereits ausführlich darüber berichtet und viele weitere Initiativen vorgestellt.

Eine weitere Plattform in diesem Zusammenhang ist „To Good 2 go“, worüber fertig zubereitete Gerichte, die am Ende des Tages übrig bleiben, verteilt werden.

In gewisser Weise hilft auch die Seite mundraub Lebensmittelverschwendung vorzubeugen. Denn hier werden öffentliche Stellen genannt, an denen Obstbäume, Kräuter oder andere frei zugängliche, essbare Pflanzen zu finden sind, die womöglich sonst ungenutzt blieben. Und die dort zu findenden Produkte gäbe es vielleicht im Supermarkt auch nur in Plastik verpackt. Einem Ausflug vor dem und für das Mittagessen steht also nichts im Weg.

Wie wir nach dem Essen nachhaltig handeln können

 

Verpackungen recyclen

Angefallene Verpackungen müssen nicht unbedingt im Müll landen. Sogenanntes „Upcycling“ macht’s möglich: Alten Produkten einen neuen Sinn geben. In unserem Artikel von findet ihr Anregungen dazu. Und wenn euch das nicht reicht – im Internet gibt es jede Menge weitere tolle Ideen, zum Beispiel bei Utopia (https://utopia.de/tag/upcycling/ ).

Resteverwertung

Wenn ihr bereits gekochte Lebensmittel übrig habt, aber nicht genau wisst, was ihr damit anfangen sollt, findet ihr hier ein paar Ideen.

Und was ist mit den beim Kochen übrig gebliebenen Radieschenblättern, den abgeschnittenen Karottenstrunken oder gar der Karottenschale? Sogar dafür gibt es Verwendung!

Aus übrig gebliebenen Blättern lassen sich oft Cremige Suppen, Pestos oder Salate herstellen, so zum Beispiel aus Radieschenblättern oder Karottengrün. Aber recherchiert natürlich vorher, denn nicht alle Blätter sind essbar! Auch aus übrig gebliebenen Schalen, z.B. von Spargel, lassen sich prima Brühen kochen. „Leaf to root“ oder smarticular bieten euch dazu weitere kreative Ideen.

Außerdem können die Endstücke eures Gemüses oft mehr als ihr denkt! Lest bei food revolution und bei simplebites.de wie man ihnen mit einem einfachen Glas Wasser oder einem Topf Erde neues Leben einhauchen kann (diese Seiten sind allerdings beide auf Englisch verfasst). Eine deutsche Seite zu dem Thema findet ihr hier.

Zuletzt gibt es für die nicht verwendbaren, organischen Reste natürlich noch den guten alten Kompost, aus dem ihr nach einer Weile frische Erde gewinnen könnt. In der ihr dann wieder neue Pflänzchen ziehen könnt. So schließt sich der Kreis. Das geht übrigens auch in der Stadt, ohne Garten. Im Internet findet ihr Ideen und Anleitungen zum Anlegen eines Auch Wurmkisten könnten euch interessieren. Sie sind wie Balkonkomposte mit dem Zusatz, dass in ihnen Würmchen euren Resten helfen, ihre Nährstoffe in die Erde zurückzugeben und die diese zu lockern.  

Ihr seht also, es gibt eine ganze Menge Möglichkeiten, wie man beim Essen nachhaltig sein und bleiben kann. Vielleicht ist es etwas zu viel verlangt, all diese Tipps und Ideen umzusetzen – aber wenn Jede*r einen Beitrag leistet, hilft das auch schon, die Welt ein bisschen nachhaltiger zu machen. In diesem Sinne: Lasst es euch schmecken und ganz viel Spaß! 

Das Beitragsbild stammt von Jasmin Sessler auf unsplash.

Der Beitrag Essen, aber nachhaltig – wie wir die Welt auf unseren Tellern verbessern können erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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E+Z/D+C 2020/06 – sw – Sudeh Dehnavi – gender justice

E+Z - 22. Mai 2020 - 10:06
Unequal income opportunities are the reason why women and girls must fetch water for poor families

The UN defines “water security” as people’s capacity to safeguard reliable access to adequate quantities of acceptable quality water for different uses. In many places, water security is ensured by public utilities, commercial providers and formal cooperatives. In poor communities that lack such infrastructure and services, however, the household itself is in charge of the matter. Typically, women and girls are put responsible of the matter – along with other duties such as preparing food, taking care of the sick and nursing children (also see Dagmar Wolf in D+C/E+Z e-Paper 2020/04, Monitor section).

Indeed, water fetching belongs to several time-consuming, but not income-generating activities that are essential for a family’s survival. Female household members must find out where they can get water, walk long distances to get there and carry back heavy buckets. The water is mostly used for drinking, cooking and hygiene purposes. Sanitation is typically a huge challenge.

Regardless of specific socio-economic, cultural and political contexts, traditions all over the world give women and girls responsibility for water matters. Indeed, 80 % of all households without on-premises water supply depend on women’s and girls’ efforts, according to UN data. According to estimates, women spend a collective 200 million hours per day fetching water.

There is a reason why this unfair division of labour persists in so many places. Women typically have fewer job opportunities. Moreover, they are paid less for the same jobs as men. This socio-economic imbalance means that women’s time is considered to be worth less than men’s. Since households are rational decision-making units, they allocate their available resources, including members’ time, in ways that maximise their benefits.

Finding and collecting water is mostly a non-income-generating exercise that consumes a lot of time. This work is therefore done by those whose time has the least value – the women. Girls are also sent to fetch water rather than boys. The reason is that the expected financial returns from their school attendance are lower. Indeed, they are often so low that families do not even consider relieving the burden on girls by investing in more expensive, but less time-consuming water provision.

Different developmental strategies focus on easing people’s access to water. They include:

  • building pipe-based distribution networks,
  • rainwater harvesting,
  • setting up water treatment capacities in homes and
  • offering microcredit to enable households to invest in safe water and sanitation solutions.

Research shows that these approaches make sense. They reduce the cost and time spent fetching water. They thus improve the opportunities of women, who will then do other work, and girls, who can then go to school. Unicef statistics show, for example, that reducing the time a Tanzanian girl spends fetching water from 30 to 15 minutes increases her school attendance by 12 %.

The policy options listed above are helpful. However, they do not change the fundamental injustice. Women’s and girls’ time is still considered to be worth less than the time of men and boys. Unless that changes, women and girls will always end up doing the least rewarding chores. ­Women and girls deserve better opportunities at work and in education. The more they are enabled to earn money, the more willing families and communities will become to invest in more sophisticated water-provision systems. Making that happen is the precondition for women and girls tapping their full potential and make the most of their lives.

Sudeh Dehnavi is a programme coordinator at the Institute for Technology and Resources Management in the Tropics and Subtropics of the University of Applied Sciences Cologne (TH Köln).
sudeh.dehnavi@th-koeln.de

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Elefanten umleiten und andere Herausforderungen

Unicef - 22. Mai 2020 - 10:00
UNICEF-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter kämpfen in Krisenregionen für das Überleben tausender Kinder. Unsere australische Kollegin Peta Barns war bereits in Ländern wie Bangladesch oder dem Jemen im Einsatz und gibt uns einen Einblick in ihren Alltag als UNICEF-Nothilfe-Spezialistin.
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Kinderrechte ins Grundgesetz – jetzt!

Unicef - 22. Mai 2020 - 8:45
UNICEF Deutschland und zahlreiche namhafte Unterstützerinnen und Unterstützer wenden sich zum Tag des Grundgesetzes mit einem öffentlichen Appell an die Politik. Sie fordern darin, mit der Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz die rechtliche Grundlage für ein kinderfreundliches Deutschland zu schaffen.
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Kommunikationsüberwachung durch den Bundesnachrichtendienst

SWP - 22. Mai 2020 - 0:05

Die NSA-Affäre mit ihren Deutschland-Bezügen wirft schwierige rechtliche Fragen auf. Problematisch ist vor allem die anlasslose, globale und massenhafte Überwachung elektronischer Kommunikation. Solche Aktivitäten sind mit den internationalen Normen zum Schutz der Menschenrechte kaum zu vereinbaren; und sie sind geeignet, außenpolitische Beziehungen zwischen Partnerstaaten empfindlich zu stören. Ernsthafte Kritik an den Aktivitäten ausländischer Nachrichtendienste lässt sich jedoch nur dann glaubhaft formulieren, wenn die eigene Praxis bestimmten Standards entspricht. Die vorliegende Studie untersucht, welche rechtlichen Anforderungen das Grundgesetz an die Kommunikationsüberwachung durch den Bundesnachrichtendienst (BND) stellt und wie diese Anforderungen legislativ umgesetzt worden sind. Von zentraler Bedeutung ist unter anderem, ob und in welchem Umfang auch ausländische Personen im Ausland durch die Grundrechte gegenüber der deutschen öffentlichen Gewalt geschützt sind. Davon hängt maßgeblich ab, welchen Bindungen der BND bei der Überwachung rein ausländischer Kommunikation unterliegt. Darüber hinaus geht es in der Studie auch darum, die rechtlichen Grenzen für einen Austausch personenbezogener Daten mit ausländischen Nachrichtendiensten auszuloten.

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Detaillierte Regeln für die Auslands­überwachung

SWP - 22. Mai 2020 - 0:00

Am 21. Oktober 2016 hat der Deutsche Bundestag erstmals ein Gesetz zur sogenannten Ausland-Ausland-Fernmeldeaufklärung verabschiedet. Dabei geht es um die Überwachung elektronischer Kommunikation von Ausländerinnen und Ausländern im Ausland durch den Bundesnachrichtendienst (BND). Diesbezüglich konnte sich der BND bislang nicht auf eine ausdrückliche gesetzliche Grundlage stützen. Das Gesetz schafft insofern ein gewisses Maß an Rechtssicherheit, wirft aber auch Fragen zur Reichweite des deutschen Grundrechtsschutzes auf. Außerdem zeichnet sich ab, dass es unter den Bedingungen moderner Datenübertragung zu praktischen Problemen bei der Umsetzung kommen wird.

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Mit Plantyflix die CO2-Emissionen deines Videostreamings ausgleichen

reset - 21. Mai 2020 - 7:51
Plantyflix ist ein Dienst, der die monatliche Beiträge seiner Abonent*innen ins Pflanzen von Bäumen investiert – um so die CO2-Emissionen zu kompensieren, die durch deren Streaming von Netflix entstanden sind.
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Zyklon Amphan und Covid-19: Eine doppelte Bedrohung für Kinder und Familien

Unicef - 20. Mai 2020 - 19:45
Der schwere Zyklon Amphan soll heute die indische Ostküste und das benachbarte Bangladesch erreichen. Allein in Bangladesch könnten rund 8 Millionen Menschen betroffen sein – darunter 2,8 Kinder. Hundertausende Menschen wurden bereits aus den Küstengebieten in Sicherheit gebracht.  
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Bangladesch: Zyklon Amphan gefährdet Kinder

Unicef - 20. Mai 2020 - 19:45
Der schwere Zyklon Amphan soll heute die indische Ostküste und das benachbarte Bangladesch erreichen. Allein in Bangladesch könnten rund 8 Millionen Menschen betroffen sein – darunter 2,8 Kinder. Hundertausende Menschen wurden bereits aus den Küstengebieten in Sicherheit gebracht.  
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Stellungnahme zur Überarbeitung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

#2030Agenda.de - 20. Mai 2020 - 18:26

Das Netzwerk Agenda 2030 fordert die Bundesregierung auf, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie endlich zur Maxime deutscher Politik zu erheben. Bisland wird die Nachhaltigkeitsstrategie dem Anspruch nicht gerecht, der zentrale Referenzrahmen für die Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 zu sein. Deshalb schlägt das Netzwerk in seiner aktuellen Stellungnahme „Nachhaltigkeit jetzt zur verbindlichen politischen Leitlinie erklären!“ konkrete Maßnahmen vor, die besonders geeignet sind, die Nachhaltigkeit im jeweiligen Politikfeld voranzubringen.

Das Netzwerk Agenda 2030 engagiert sich für die ambitionierte Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung in und durch Deutschland. Die in ihm aktiven Verbände setzen sich für eine Wende in Richtung Nachhaltigkeit in allen Politikfeldern ein. Sie entwickeln eigene Konzepte und Vorschläge, damit die Nachhaltigkeitsziele zügig erreicht werden. Darüber hinaus tragen sie durch eigene Projekte dazu bei, die Ziele der Agenda 2030 zu verwirklichen.

Download der Stellungnahme

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20.05.2020 Artenvielfalt schützen bedeutet Gesundheit schützen - Bundesminister Müller zum Tag der Artenvielfalt im Zoo Berlin

BMZ - 20. Mai 2020 - 14:00
Die Corona-Pandemie ist auch eine Folge von Naturzerstörung und des ausbeuterischen Umgangs des Menschen mit der Erde. Darauf haben heute Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller, Dr. Eckart von Hirschhausen, Gründer der Stiftung "Gesunde Erde – Gesunde Menschen" und Botschafter des Entwicklungsministeriums sowie der Direktor von Zoo, Tierpark und Aquarium Berlin Dr. Andreas Knieriem anlässlich des Internationalen Tags zum Erhalt der Artenvielfalt am 22. Mai im Zoo ...
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20. Mai 2020

ONE - 20. Mai 2020 - 12:41

1. Afrika: Hungerkrise bereits „im vollen Gange“
In einem Interview mit Zeit Online mahnt Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin von Brot für die Welt, an, dass in Afrika bereits jetzt eine schwere Hungerkrise herrscht. Diese werde von den reicheren Ländern bisher ignoriert. Sie kritisiert, dass viel zu lang nicht in die schwachen Gesundheitssysteme investiert worden sei. Impfungen durch private Finanziers seien wichtig, aber effektiver sei die langfristige Investition in Gesundheitssysteme. Um das Coronavirus einzudämmen, seien die in den meisten afrikanischen Staaten verhängten Lockdowns die richtige Vorgehensweise. Andere Schutzmaßnahmen für das öffentliche Leben wie die Verteilung von Masken sei leider oft zu teuer. Zudem seien kaum Beatmungsgeräte vorhanden. Jedoch habe der Lockdown fatale soziale und wirtschaftliche Folgen für die ohnehin schon gebeutelten Länder, so Füllkrug-Weitzel. Die vorausgesagte Hungerkrise, sehe sie schon jetzt „im vollen Gange“. Im Interview mit dem ZDF warnt auch Wirtschaftswissenschaftler Robert Kappel davor, dass das Virus die Entwicklungsfortschritte der letzten Jahre in Afrika wieder zerstören kann. Durch die Unterbrechung von Lieferketten, den Anstieg der Arbeitslosigkeit sowie auch ausbleibende Zahlungen von im Ausland lebenden Familienmitgliedern seien zusätzlich 80 Millionen Menschen von extremer Armut bedroht. Im Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung plädiert Entwicklungsminister Gerd Müller für ein stärkeres Engagement Europas und Deutschlands, um die ärmsten Staaten Afrikas in der Krise zu unterstützen. Die bisher getätigten Zusagen werden nicht reichen, meint Müller. Er fordere daher von Finanzminister Olaf Scholz weitere drei Milliarden Euro für den Entwicklungsetat 2020.

2. WHO: Kritik an Chinas Einfluss berechtigt?
Wie unter anderem das Hamburger Abendblatt und die Westdeutsche Allgemeine Zeitung thematisieren, wird der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit häufiger zu starke Nähe zu China vorgeworfen. US-Präsident Donald Trump drohe mit dem Ausstieg der USA und mache die WHO für die hohe Zahl der Toten verantwortlich. Trumps harsches Vorgehen werde kritisiert. Allerdings herrsche Zustimmung, dass China durch frühere Kommunikation die Pandemie besser hätte eindämmen können. Laut Bundesnachrichtendienst habe Peking die WHO dazu gedrängt, eine weltweite Warnung hinauszuzögern. Vier bis sechs Wochen seien dadurch beim Kampf gegen das Virus verloren gegangen. Die WHO betonte wiederholt ihre Unabhängigkeit. Entwicklungsminister Gerd Müller befürwortet Chinas weitreichende Unterstützung ärmerer Staaten in der Pandemie-Bekämpfung. In der Deutschen Welle kritisiert DW-Redakteur Dang Yuan die Coronahilfen Chinas. Er wirft China vor, damit eine eigene geopolitische Strategie zu verfolgen. Die Lücken, die die USA durch den Rückzug aus internationalen Organisationen unter der Trump-Administration erfahren, suche China nun zu füllen. Durch die Hilfen für Entwicklungsstaaten solle die Unabhängigkeit von den ehemaligen Kolonialmächten unterstützt werden. Gleichzeitig entstehe jedoch eine neue Abhängigkeit der Entwicklungsländer zu China, kritisiert Yuan.

3. Noch immer tödlich: HIV und Tuberkulose
Wie Hans Peter Seitel in der Rheinpfalz thematisiert, gibt es noch immer keinen Impfschutz gegen HIV. Jedoch sei die Bedrohungslage heute anders, da man gelernt habe mit der Krankheit umzugehen. Nach der Entdeckung und Bekanntmachung des HI-Virus vor 37 Jahren sei intensive Aufklärungsarbeit geleistet worden. Analogien zwischen Covid-19 und HIV seien mit Vorsicht zu betrachten, dennoch sei das Vorgehen des Robert-Koch-Instituts ähnlich. Es werde intensiv getestet, um so früh wie möglich eine Behandlung einleiten zu können. In einem Beitrag im SWR2 wird berichtet, dass Tuberkulose noch immer die tödlichste Infektionskrankheit der Welt ist. 500.000 Menschen sterben jedes Jahr an der vermeidbaren Krankheit. In den letzten Jahren seien immer mehr und besser verträgliche Medikamente zugelassen worden. Diese seien jedoch sehr teuer. Arzneimittelhersteller seien bereit, für ärmere Länder Rabatte zu gewähren. Trotzdem koste die Behandlung pro Person in Mosambik rund 8000 US-Dollar bei einem Pro-Kopf-Einkommen von rund 500 US-Dollar pro Jahr.

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19. Mai 2020

ONE - 20. Mai 2020 - 12:36

1. WHO: Trump droht mit Ausstieg
Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Welt berichten über die Jahresversammlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das 73. Treffen der 194 Mitgliedsstaaten findet aufgrund der Corona-Pandemie erstmalig digital statt. Viele Ländern fordern eine Diskussion darüber, wo das Coronavirus seinen Ursprung gefunden habe. China sei dadurch unter Druck gesetzt und habe sich für eine „Vorwärtsverteidigung“ entschieden. Chinas Präsident Xi Jinping habe zur Eröffnung der Jahresversammlung eine Hilfsinitiative für ärmere Länder, die besonders von der Pandemie betroffen sind, angekündigt. Die Volksrepublik wolle einen etwaigen Impfstoff als „globales öffentliches Gut“ zur Verfügung stellen, um auch Entwicklungsstaaten den Zugang zu ermöglichen, so Xi. Zudem sei Taiwan auf Betreiben Chinas nicht zur Konferenz eingeladen worden. Zuvor hatten sich unter anderem Deutschland, Großbritannien, Frankreich, die USA, Australien und Neuseeland dafür eingesetzt, dass Taiwan als unabhängiger Beobachter der Versammlung beiwohnen solle. Wie die Tagesschau, die Bild, die Rheinische Post, die Frankfurter Rundschau und T-Online berichten, droht US-Präsident Donald Trump mit einem entgültigen Austritt seines Landes aus der WHO. Er wolle der Organisation 30 Tage Zeit für „wesentliche Verbesserungen“ geben. Er wirft der WHO mangelnde Unabhängigkeit von China vor. Wie evangelisch.de meldet, fordert der entwicklungspolitische Dachverband Venro einen garantierten Zugang zu Corona-Medikamenten und Impfstoffen für alle. Dabei dürfen vor allem Entwicklungsländer nicht vergessen werden.

2. Burundi: Gewalt gegen Opposition
Wie unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Deutsche Welle und evangelisch.de thematisieren, geht die Regierung Burundis im Wahlkampf gewaltsam gegen Oppositionelle vor. Der autoritär herrschende Präsident Pierre Nkurunziza habe wenige Tage vor der morgen stattfindenden Präsidentschaftswahl mehr als 70 Mitglieder der Oppositionspartei „Nationaler Freiheitsrat“ (CNL) verhaftet. Darunter sei auch die populäre Abgeordnete Cathy Kezimana. Der Generalstaatsanwalt Burundis, Sylvestre Nyandwi, habe der Zeitung „Iwacu“, eine der wenigen unabhängigen Zeitungen des ostafrikanischen Landes, erklärt, die Oppositionspolitiker*innen hätten zur Gewalt aufgerufen. Vier der Journalist*innen der Zeitung seien derzeit in Haft. Seit Beginn des Wahlkampfs komme es in Burundi immer wieder zu Zusammenstößen zwischen Regimegegner*innen und Militär, Polizei und Anhänger*innen der Regierungspartei. Zwei Menschen seien bereits durch die Ausschreitungen ums Leben gekommen. Bisher gebe es in dem Land erst 15 Corona-Infizierte. Massenveranstaltungen und Versammlungen seien nach wie vor erlaubt.

3. Mindestens 20 Zivilist*innen bei Terrorangriff in Nigeria getötet
Wie unter anderem Zeit Online und Yahoo News melden, wurden bei einem Anschlag in Nigeria mindesten 20 Menschen getötet. Es handele sich um einen terroristischen Angriff der dschihadistischen Miliz Boko Haram. Mit Raketenwerfern haben Anhänger der Terrorgruppe das Dorf Gajiganna im Nordosten des Landes beschossen. Die Bewohner*innen seien gerade dabei gewesen, im Ramadan das Fasten zu brechen. Dabei seien mindestens 20 Menschen getötet worden. Mindestens 24 weitere seien bei dem Angriff auf das Dorf verletzt worden. Bereits seit 2009 kämpfe Boko Haram gewaltsam für einen eigenen Staat im Nordosten Nigerias. Dabei seien mehr als 36.000 Menschen getötet worden. Fast zwei Millionen seien auf der Flucht. Das Dorf Gajiganna sei in der Vergangenheit wiederholt Angriffsziel dschihadistischer Kämpfer geworden.

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From Science to Practice: Strengthening Research Uptake to Achieve the SDGs

EADI Debating Development Research - 20. Mai 2020 - 11:57
By Maggie Carter Humanity is currently facing a threat against which scientific knowledge is our most powerful weapon. Researchers are racing to learn more about the invisible enemy that is Covid-19. However, at the same time, we face another threat, one that has been rearing its head in recent years, but is becoming all the …
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Ernährungssicherung in Krisenzeiten: arme Entwicklungsländer sind anders

DIE - 20. Mai 2020 - 11:47

Die Corona-Krise hält die Welt im Bann. Während die unmittelbaren Risiken der Pandemie breit diskutiert werden, gilt dies eher selten für die zu erwartenden immensen Auswirkungen auf die Ernährungssicherheit der absolut Armen. Sie ent-stehen hauptsächlich durch Lockdown-Maßnahmen (LD-M) zur Bekämpfung der Ansteckung und beeinträchtigen schon jetzt über viele Wirkungsketten alle vier Säulen der Ernährungssicherheit: Der Zugang zu Nahrungsmitteln wird sich bei abnehmenden Einkommen und schwindender Kaufkraft massiv verschlechtern, die Verfügbarkeit durch Input-, Ernte-, Handels- und Transportausfälle wahrscheinlich ebenfalls. Die neue Instabilität kann sich leicht auf andere Bereiche wie Migration, Sicherheit und Staatlichkeit ausdehnen. Insbesondere Frauen und oft auch Kinder sind gefährdet.
Dabei sind verschiedene Haushaltstypen ganz unterschiedlich betroffen. Folgenschwer wird diese Krise zunächst für die nicht landwirtschaftlich orientierten Haushalte, meist städtische Arme. Sofern sie Bezüge zur Landwirtschaft haben, können sie von Nahrungsmitteltransfers profitieren oder zurück-/ teilmigrieren. Subsistenzorientierte kleinbäuerliche Haushalte, die den Großteil der Ärmsten stellen, werden von den Ernährungskonsequenzen dieser Krise (anders als bei naturbedingten Krisen) zumindest kurzfristig weniger betroffen sein. Größere landwirtschaftliche Betriebe, die verlässlich Nahrungsmittel für den Markt produzieren können, dürften sich als eine Stabilitätssäule in und nach der Krise erweisen, sofern für sie relevante Märkte nicht massiv einbrechen.
Insgesamt werden die Auswirkungen der Corona-Krise auf Ernährung, neben der Ausgestaltung der LD-M, insbesondere davon abhängen, wieweit die Wirtschaft sowie die Entflechtung der Landwirtschaft vom Rest der Wirtschaft entwickelt ist und wieweit Staat und wohlhabendere Schichten die Möglichkeit haben und behalten, Transfers zu leisten. In ärmeren Ländern gilt, dass bei der Abwägung von Corona-Bekämpfung und Wirtschaft letztere einen höheren Stellenwert haben muss als in reicheren Ländern: Die LD-M bedrohen in armen Ländern Leben und Gesundheit. Ausdrücklich wird hier betont, dass es bei „Wirtschaft“ um die komplexen Wirkungsketten Richtung Ernährungssicherheit geht, nicht nur um Wachstum und Jobs.
Für die Länder des armen Südens sollten Corona-Strategien daher anders aussehen als im globalen Norden und in Schwellenländern. Für die Entwicklungszusammenarbeit heißt dies zunächst, die Entwicklung spezifischer lokaler Strategien zu unterstützen. Beiträge müssen kurzfristig und flexibel v.a. Aufklärung, Gesundheit und Hygiene adressieren und ggf. Geld- und Nahrungsmitteltransfers sowie Beschäftigungsprogramme umfassen. Dabei sollten Wirtschaftsstrukturen und -akteure geschützt und gestützt werden. Die Resilienz gegenüber der Corona-Epidemie und anderen Epidemien kann mittelfristig insbesondere durch die Förderung nachhaltiger Landwirtschafts- und Ernährungssysteme gestärkt werden.
Dabei darf die Resilienz gegenüber anderen Krisentypen nicht vernachlässigt werden, bei denen teilweise andere Wirkungsketten aktiv und damit Maßnahmen nötig sind. So schädigen klimabedingte Krisen oft die lokale Landwirtschaft; der Zugang zum Weltagrarmarkt ist dann ein wichtiger Schutz. Die Forschung lehrt, dass umfassende Resilienz am besten über eine Mischung aus wirtschaftlicher Diversität, Rücklagenbildung, offenen Agrarmärkten, Versicherungen und sozia-len Sicherungssystemen erzielt werden kann.

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UNICEF-Foto des Jahres 2019: Bewegendes Bild

Unicef - 20. Mai 2020 - 10:00
Die 13-jährige Wenie sammelte Müll in einem Slum der philippinschen Hauptstadt Manila. Dabei hat der Fotograf Hartmut Schwarzbach sie fotografiert und mit dem Bild den UNICEF-Preis »Foto des Jahres 2019« gewonnen. Hier erzählt er, wie es Wenie heute geht.
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Aktuelles vom UN Global Compact: "Over 150 global corporations urge world leaders for net-zero recovery from COVID-19"

Global Compact - 20. Mai 2020 - 9:54
Über 150 CEOs rufen Regierungen weltweit dazu auf, ihre Maßnahmenpakete zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Krise in Einklang mit einer klimaneutralen Zukunft zu bringen. Als Zeichen haben diese Unternehmen, zu denen auch zahlreiche deutsche Global Compact-Unterzeichner zählen, ihre eigenen Commitments zu den Science Based Targets trotz der aktuellen Krise bekräftigt.
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