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Ausgebeuteten Minderjährigen bleibt die Schulbildung verwehr

E+Z - 11. Oktober 2021 - 10:40
Wegen weitverbreiteter Armut bleibt Kinderarbeit in Bangladesch Alltag

Im Juli 2021 starben 52 Menschen bei einem Fabrikbrand in der Nähe von Dhaka. Unter den Opfern waren auch Kinder und Jugendliche. Während ihrer langen Arbeitszeit war das Personal des Lebensmittelverarbeiters in der Produktionsstätte eingesperrt. 2013 hatte der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza für weltweites Aufsehen gesorgt – und auch damals waren Minderjährige betroffen.

Der Staat versucht schon lange, Kinder besser zu schützen. Seit 2013 sind Heranwachsende in Bangladesch mit 18 volljährig, dürfen aber schon mit 14 Jahren arbeiten. Erlaubt sind Tätigkeiten, die nicht offiziell als gefährlich eingestuft sind. Vor einer Reform von 2018 durften Kinder ab zwölf Jahren „leichte Arbeit“ verrichten. Mittlerweile besteht ein generelles Arbeitsverbot für Kinder unter 14 Jahren. Minderjährige auszubeuten ist eine Straftat.

Doch diese Regeln bestehen weitgehend nur auf dem Papier. Kinderarbeit bleibt verbreitet. Minderjährige arbeiten meist in der Fischerei, Landwirtschaft, Textilproduktion, in Gerbereien, Ziegelbrennereien sowie in Steinbrüchen und in Privataushalten. Die Arbeit von Haushaltshilfen unterliegt keinerlei Regulierung, sodass Hilfskräfte – vor allem Mädchen – extrem ausgebeutet werden. Manche leben in sklavenähnlichen Verhältnissen.

Dass Kinderarbeit in Bangladesch bisher nicht generell verboten ist, hat einen Grund. Sowohl Gewerkschaften als auch Arbeitgeber sagen, das westliche Ideal der Abschaffung von Kinderarbeit entspreche nicht der Lebensrealität in Bangladesch, wo große Armut herrscht und der Bildungsstand niedrig ist. Wenn Heranwachsende kein Geld verdienen dürften, um ihre Familien zu unterstützen, würden wesentlich mehr von ihnen im informellen Sektor arbeiten. Außerdem ist organisierter Kinderhandel ein großes Problem, das mit wachsender Armut noch schlimmer würde.

Bei einer Reform des Arbeitsrechts 2006 wollte der Gesetzgeber deshalb Kinderarbeit in Bangladesch nicht verbieten, sondern den Minderjährigen die Chance auf Bildung sichern. Nur gefährliche Tätigkeiten wurden unterbunden. Die Regierung erwartete, dass Arbeitgeber den bei ihnen angestellten Kindern den Schulbesuch ermöglichten. Doch es gelang nicht, ein Aufsichtssystem zu schaffen, um die Arbeitsbelastung der Kinder zu reduzieren und dieses Ziel erreichbar zu machen. Leider geht in Bangladesch trotz kostenfreier Grundschulen und Schulpflicht kaum ein arbeitendes Kind zur Schule. Es gibt Stipendien für Mädchen – doch es sind längst nicht genug.

Millionen von Kindern riskieren ihre Gesundheit und ihr Leben bei der Arbeit. Laut einer landesweiten Studie über Kinderarbeit von 2013 leisten 3,45 Millionen Minderjährige zwischen fünf und 17 Jahren Erwerbsarbeit. Mittlerweile ist diese Zahl vermutlich gestiegen. Viele Kinder schuften in ausbeuterischen, aber offiziell ungefährlichen Wirtschaftszweigen, etwa der traditionellen Fischverarbeitung. Allerdings hat das Verfassungsgericht die Regierung angewiesen, Kinderarbeit in diesem Wirtschaftszweig zu unterbinden. Laut einem Bericht aus dem Jahr 2020 sind 20 Prozent der Angestellten in dieser Industrie minderjährig.

In den vergangenen Jahren ist Bangladeschs Wirtschaft schnell gewachsen. Doch das kommt nicht allen zugute. In der aktuellen Entwicklungspolitik der Regierung kommen die Bedürfnisse und besonders die Bildung der Kinder zu kurz. Arbeitende Minderjährige bleiben außen vor.

Der Staat würde gut daran tun, das geltende Recht auch durchzusetzen. Er sollte gefährliche Kinderarbeit abschaffen und dafür sorgen, dass jüngere Kinder wirklich nur leichte Tätigkeiten verrichten. Vor allem sollte der Staat Familien finanziell unterstützen, damit in Armut lebende Kinder zur Schule gehen, anstatt zu arbeiten.

Ridwanul Hoque ist Jura-Professor an der University of Dhaka.
ridwandulaw@gmail.com

 

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11. Oktober 2021

ONE - 11. Oktober 2021 - 9:54

1. Regierungstruppen starten Offensive gegen Tigray-Rebellen

Äthiopische Regierungstruppen und ihre Verbündeten haben in der Region Amhara im Norden des Landes eine neue Offensive gegen die Tigray-Rebellen gestartet. Darüber berichten Stern.de, die Tageszeitung (taz) und das Hamburger Abendblatt. Das Militär habe am Donnerstag und Freitag in mehreren Gebieten Amharas Luft- und Bodenangriffe gestartet. Es handele sich um ein „massives Vorgehen“ der Regierungstruppen, „hauptsächlich aus der Luft, mit Drohnen und Artillerie“, so Getachew Reda, ein Sprecher der in Tigray herrschenden ehemaligen Regierungspartei Volksbefreiungsfront von Tigray (TPLF). Die Armee habe Zehntausende Soldaten zusammengezogen. Äthiopiens Ministerpräsident Abiy Ahmed sei am Montag für eine neue fünfjährige ­Amtszeit vereidigt worden und hatte geschworen, „Äthiopiens Ehre“ zu verteidigen.

 

2. Entführte Nonne in Mali befreit

In Mali ist eine im Jahr 2017 von Islamisten entführte kolumbianische Nonne freigelassen worden. Darüber berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (taz), die Hannoversche Allgemeine Zeitung, die Bergische Morgenpost und die Deutsche Welle. Gloria Cecilia Narváez sei am Samstag in der Hauptstadt Bamako eingetroffen und nach Rom weitergeflogen. Die Freilassung sei „der Höhepunkt” von vier Jahren und acht Monaten “gemeinsamer Bemühungen mehrerer Geheimdienste“ gewesen, so das Präsidialamt von Mali. Die 59-jährige Franziskanerin sei am 7. Februar 2017 in der Nähe von Koutiala, 400 Kilometer östlich von Bamako, entführt worden. Sie sei dort Missionarin gewesen. Narváez soll sich ihren Entführern freiwillig angeboten haben, als diese zwei jüngere Nonnen entführen wollten. Der amerika­nischen Beobachtungsorganisation ACLED zufolge habe es seit 2017 mehr als 900 Entführungen in Mali gegeben. Insbesondere Ausländer*innen werden häufig als Geiseln genommen, um Lösegelder für die Finanzierung terroristischer Aktivitäten zu erpressen.

 

3. Neuer Ebola-Fall in der Demokratischen Republik Kongo

Die Süddeutsche Zeitung, Spiegel.de und Deutschlandfunk berichten über die Registrierung eines neuen Falls der lebensgefährlichen Ebola-Krankheit in der Demokratischen Republik Kongo in der östlichen Provinz Nord-Kivu. Ein junges Kind sei am Mittwoch gestorben, nachdem es für Ebola typische Krankheitssymptome entwickelt hatte. Man versuche jetzt, rund 100 Kontaktpersonen aufzuspüren. Erst im Mai sei ein Ebola-Ausbruch in Nord-Kivu offiziell für beendet erklärt worden. Der Fall sei nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in der Region Butsili in der Nähe der Stadt Beni aufgetreten, wo es bereits von 2018 bis 2020 immer wieder Ebola-Ausbrüche gegeben hatte. Beni sei ein Handelsknotenpunkt in der Region mit engen Verbindungen in die Nachbarländer Ruanda und Uganda. Eine Ebola-Infektion führe meist zu hohem Fieber und inneren Blutungen und sei lebensgefährlich. 2014 und 2015 hatte es den größten Ausbruch der Krankheit in Westafrika mit mehr als 11.000 Toten gegeben.

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SAVE THE DATE: CPDE Communications Workshop 2021

CSO Partnership - 11. Oktober 2021 - 8:26

The global civil society platform CSO Partnership for Development Effectiveness (CPDE) is holding a communications workshop online, this October 19 and 21, 2021.

CPDE organised the event in response to the members’ different levels of skills and access to resources for communications around the Effective Development Cooperation (EDC) advocacy: many constituencies have had successes in conducting communications work, while others face some challenges. Promising technologies and spaces have also been emerging and need to be explored.

Through the event, CPDE aims to:
•    help build each other’s skills in developing and implementing a communications plan/strategy
•    provide an introduction to the tools and resources members can use for EDC-related communications work
•    create a space for information/best practices exchange around CPDE/civil society communications

The activity will be available in English, Spanish, and French, and several sessions will be open to all members. To register, visit this link.

More announcements to be posted soon. #

 

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Muschel-Power: Können Mollusken helfen, das Mikroplastik-Problem in unseren Meeren zu lösen?

reset - 11. Oktober 2021 - 6:59
Muscheln reinigen das Wasser - und sie können auch Mikroplastik aus Gewässern filtern. Wie effizient das ist, dem gehen Forschende nach.
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Adoption of investment facilitation measures for development

DIE - 10. Oktober 2021 - 20:35

To facilitate FDI in developing countries, understanding technical and financial needs to transition from idea to adoption is vital.

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Bundespräsident ruft zu Spenden auf

Welthungerhilfe - 10. Oktober 2021 - 11:00
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr der Welthungerhilfe, ruft zum Start der Woche der Welthungerhilfe 2021 dazu auf, die Menschen in den vom Klimawandel betroffenen Ländern zu helfen.
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Feeling the heat: climate risks and the cost of sovereign borrowing

DIE - 10. Oktober 2021 - 9:53

This paper empirically examines the link between the cost of sovereign borrowing and climate risk for 40 advanced and emerging economies. We find that vulnerability to the direct effects of climate change matters substantially more for sovereign borrowing costs than climate risk resilience. Moreover, the magnitude of the effect on bond yields is progressively higher for countries deemed highly vulnerable to climate change. Finally, a set of panel structural VAR models indicate that the reaction of bond yields to climate risk shocks become permanent after around 18 quarters, with high risk economies experiencing the largest permanent effects on yields.

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VENRO informiert! Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

SID Blog - 9. Oktober 2021 - 1:27


 

Nr. 6 / 2021

THEMENSCHWERPUNKT

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)
 

Liebe Leser_innen,

 

die Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft kann ohne entsprechende Bildung nicht gelingen. Sie soll nicht nur für globale Probleme sensibilisieren, sondern Menschen motivieren, sich für eine nachhaltige Entwicklung weltweit einzusetzen. Im Interview erläutert unser Vorstandsmitglied Chris Boppel, weshalb gerade vor dem Hintergrund des neuen UNESCO-Programms „BNE 2030" die entwicklungspolitische Bildungsarbeit deutlich gestärkt werden muss.

 

Auf einer Fachtagung am 3. und 4. November 2021 in Bonn nehmen wir das UNESCO-Bildungsprogramm genauer unter die Lupe und diskutieren mit Vertreter_innen aus der Politik darüber, wie die Umsetzung des Programms in Deutschland gelingen kann.

 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sein Konzept zur Förderung entwicklungspolitischer Bildungsangebote erst kürzlich aktualisiert. Allerdings hinkt es nach wie vor den gesellschaftlichen Realitäten in Deutschland hinterher. Rassismuskritische Angebote werden auch in der neuen Fassung nicht als Teil entwicklungspolitischer Bildungsarbeit anerkannt.

 

Was gute entwicklungspolitische Bildungsarbeit auszeichnet und wie sich die Wirkungen von Bildungsangeboten messen lassen, haben wir in zwei Handreichungen beschrieben. Druckexemplare inklusive eines Plakats, das die acht Schritte einer wirkungsorientierten Evaluation von Bildungsprojekten darstellt, können Sie kostenlos unter publikationen@venro.org bestellen.

 

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre!

 

Herzliche Grüße

 

Heike Spielmans
Geschäftsführerin

 

Rubriken dieses Newsletters

„Für die Bildungsarbeit fehlt es hinten und vorne an den nötigen Mitteln"

 

Das neue UNESCO-Programm „BNE 2030" setzt die Leitplanken, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) bis 2030 umgesetzt werden soll. Im Interview spricht Chris Boppel, Vorstandsmitglied von VENRO, über die Inhalte des Programms und die Anforderungen, die sich daraus für die Politik ergeben.

  Zum Interview

Neues BMZ-Bildungskonzept weist Schwachstellen auf

 

Das überarbeitete Bildungskonzept des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) umfasst grundlegende Änderungen für die entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit. Zwar weist das Konzept viele positiv hervorzuhebende Neuerungen auf, wird der Realität der Bildungspraxis jedoch stellenweise nicht gerecht.

  Zum Blogbeitrag
  Zur Presseinformation

Bildung ist der Schlüssel für eine nachhaltige Zukunft

 

Die UNESCO hat mit ihrem Programm „BNE 2030" einen ambitionierten Plan formuliert, wie die UNESCO-Mitgliedstaaten das SDG 4.7 „Bildung für nachhaltige Entwicklung" bis 2030 implementieren sollen. In einer Stellungnahme haben wir mit 41 Bildungsexpert_innen aus allen fünf Kontinenten Empfehlungen zur Umsetzung der UNESCO-Roadmap formuliert.

  Zur Stellungnahme (DE)
  Zur Stellungnahme (EN)

Fachtagung „BNE 2030 im deutschen Kontext"

 

Auf unserer Fachtagung „Umsetzen, diskutieren, fordern – BNE 2030 im deutschen Kontext" am 3. und 4. November 2021 in Bonn nehmen wir das UNESCO-Bildungsprogramm genauer unter die Lupe. Wir tauschen uns über Chancen und Herausforderungen einer zukunftsfähigen BNE aus, diskutieren, wie das Programm umgesetzt werden kann, und erörtern, welche Rolle zivilgesellschaftliche Akteur_innen dabei spielen.

  Zur Einladung (PDF)
  Zur Anmeldung

Neue Qualitätskriterien: Was zeichnet gute Bildungsarbeit aus?

 

In den vergangenen zehn Jahren haben sich die
Diskurse innerhalb der Bildungsszene maßgeblich weiterentwickelt. Zeit also auch für uns, unsere
Qualitätskriterien tiefgreifend zu überarbeiten.
Damit wollen wir neue Anregungen für eine
lebendige und offene Debatte über Qualität und
Wirksamkeit in der entwicklungspolitischen Bildung bieten. Kostenlose Druckexemplare können Sie unter publikationen@venro.org bestellen.

  Zur Handreichung (PDF)

Wirkungen verstehen, beobachten und nutzen

 

Für Bildungspraktiker_innen ist es oft eine Herausforderung, zu überprüfen, ob das eigene Angebot wirksam ist. Die Handreichung „Wirkungen verstehen, beobachten und nutzen" leistet hierbei Orientierungshilfe. Sie zeigt, wie Bildungsangebote wirkungsorientiert evaluiert werden können, so dass sie zur Weiterentwicklung und Verbesserung der eigenen Arbeit beitragen, ohne zu viele Ressourcen zu binden. Kostenlose Druckexemplare können Sie unter publikationen@venro.org bestellen.

  Zur Handreichung (PDF)
Rhetorik oder Realität? Kinderbeteiligung in der internationalen NRO-Arbeit  

Vor 30 Jahren wurde die UN-Kinderrechtskonvention verabschiedet. Wie steht es heute um die Beteiligung von Kindern in Auslandsprojekten? In welchem Ausmaß ist ihre Partizipation tatsächlich von Bedeutung? Rosilin Bock aus unserer Arbeitsgruppe Kinderrechte geht dieser Frage in ihrem Blogbeitrag auf den Grund. 

    Zum Blogbeitrag

Anpassung an den Klimawandel muss dringend verstärkt werden

 

Tausende von Menschen demonstrierten am 24. September in Deutschland und weltweit für mehr Klimagerechtigkeit und am 22. Oktober geht der Streik in Berlin weiter. Wir unterstützen den Streikaufruf von Fridays for Future und appellieren an die kommende Bundesregierung, ihre Anstrengungen zu verstärken, um die Lücke in der internationalen Klimafinanzierung zu schließen.

  Zur Pressemitteilung
 

#weltweitwichtig: Erwartungen an die nächsten vier Jahre

 

Der neu gewählte Bundestag und die neue Bundesregierung stehen in den nächsten vier Jahren vor großen Herausforderungen. Die kommende Legislaturperiode wird entscheidend dafür sein, ob die Ziele des Pariser Abkommens und der Agenda 2030 erreicht werden können. Wir haben vor der Wahl Fachpolitiker_innen aus den Bereichen Entwicklungspolitik und Menschenrechte zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Wer die Veranstaltung verpasst hat, findet hier die Aufzeichnung.

  Zu YouTube
 

Gerechte Bildungschancen, eine bezahlbare Gesundheitsversorgung für alle, die Einhaltung der Klimaziele: In kurzen Videos haben wir vor der Wahl Stimmen von Menschen auf der Straße und von unseren Mitgliedsorganisationen eingefangen, zu der Frage, was ihnen jetzt weltweitwichtig ist.

  Zu YouTube
 

Deutscher Engagementpreis

 

Bis zum 20. Oktober kann für den Publikumspreis des Deutschen Engagementpreises abgestimmt werden. Jeder hat die Möglichkeit, für seine Favorit_innen zu stimmen. 403 herausragend engagierte Personen und Initiativen haben dabei die Chance, die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung zu erhalten.

  Zur Abstimmung

Einladung zum VENRO-Forum 2021

(für VENRO-Mitglieder)

 

Auf dem diesjährigen VENRO-Forum widmen wir uns den Lehren, die wir aus eineinhalb Jahren Arbeit im Pandemie-Modus ziehen können. Was haben entwicklungspolitische und humanitäre NRO und deren Partner_innen gelernt? Was hat sich verändert? Und wie kann der Beitrag der zivilgesellschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit und Humanitären Hilfe in Zeiten von multiplen Krisen aussehen?

  Zum Save the Date
12.10.2021, Karl Kübel Stiftung, Online   Why Your Proposals Fail to Win Donors  

Very often NGOs submit project proposals to donors and fail to get a response or will get a rejection. Analysing and understanding WHY a donor denied your proposal is the first step to improve future requests and increasing your chances for funding. Hence this one-day training will help you understand the most common reasons of proposal rejection 

  Zur Veranstaltung
18.10.2021 - 19.10.2021, VENRO, Online   Dealing with counterterrorism measures  

Humanitarian organisations have to deal with counter-terrorism measures, country-specific sanctions and other related legal provisions. Developing strong internal risk management systems can help minimise or prevent negative consequences of these measures on their humanitarian work.  

In this online seminar participants will learn how to analyse associated risks. They will also identify policies and procedures agencies can adopt to mitigate the identified risks.  

  Zur Veranstaltung
27.10.2021 und 9.12.2021, VENRO, Online (Zoom)
  Digital und transformativ – wie wirkt Bildung im digitalen Raum?  

Das vergangene Jahr hat der Digitalisierung in der Bildung einen massiven Schub versetzt und für Bildungspraktiker_innen neue Möglichkeiten eröffnet. Gleichzeitig werden Bildungspraktiker_innen vor neue Herausforderungen gestellt. Die zentrale Frage dabei ist: Wie kann Bildung auch im digitalen Raum transformativ wirken?

 

Das Online-Seminar wird uns einen Einblick darin geben, wie das Ziel „vom Reflektieren zum Handeln" auch in der digitalen Bildung umgesetzt werden kann. Es stehen dabei zwei separate Termine zur Auswahl.

  Zur Veranstaltung
  Zur Einladung (pdf)
28.10.2021, Karl Kübel Stiftung, Online (Zoom)   Introductory Online Workshop on Organic Farming  

Organic farming often is associated with „no use of pesticides" by continuing existing farming practices. But organic farming is much more than just leaving out chemicals. There are useful methods to improve soil fertility, keep plants and in consequence animals healthy. However, these measures are much more demanding than „conventional farming" particularly it requires specific knowledge.

This Introductory online workshop on organic farming will answer the most frequently asked questions.

  Zur Veranstaltung

Brot für die Welt sucht Sachbearbeiter_innen für die Spendenverwaltung

 

MISEREOR sucht eine_n Abteilungsleiter_in im Bereich Qualitätssicherung Internationale Zusammenarbeit in Aachen

 

Die Stiftung Entwicklung und Frieden sucht eine_n Geschäftsführer_in

 

Der Weltladen-Dachverband e.V. sucht eine_n Leiter_in für den Bereich Lieferantenbetreuung und Messe

 

medica mondiale sucht eine_n Referent_in im Bereich Flucht & Asyl

 

AGIAMONDO sucht ein_n Psychosoziale_n Berater_in als Dozent_in in Monrovia, Liberia.

 

Save the Children sucht eine_n Co-Leiter_in für Face-to-Face- und Telefundraising.

 

Help – Hilfe zur Selbsthilfe e.V. sucht eine_n Programmadministrator_in

  Alle Stellenangebote
  Besuchen Sie uns auf    

sekretariat@venro.org

www.venro.org

Tel.: 030 2639299-10

 

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Stresemannstraße 72

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Afghanistan: Humanitäre Lage ist katastrophal

SID Blog - 9. Oktober 2021 - 1:26


Hunger und Armut auf dem Vormarsch in Afghanistan Welthungerhilfe: Die Lage der Menschen spitzt sich dramatisch zu

Bonn/Berlin, 06.10.2021. Die humanitäre Lage in Afghanistan ist nach 20 Jahren Militäreinsatz des Westens katastrophal. Die Welthungerhilfe warnt vor einer dramatischen Zuspitzung der humanitären Krise im kommenden Winter und einer weiteren Zunahme von Hunger und Armut. Mehr als die Hälfte der Menschen ist bereits heute auf Überlebenshilfe angewiesen, also auf Nahrung, Trinkwasser, medizinische Versorgung und Unterkünfte. 14 Mio. Menschen haben nicht ausreichend zu essen, d.h. jeder Dritte Einwohner des Landes hungert. Verschärft wird die Lage durch einen Anstieg der Vertriebenen und Rückkehrer: Seit Beginn 2021 sind rund 630.000 Menschen wegen der Kämpfe im Land aus ihren Dörfern geflohen. Hinzu kommen knapp 1 Million Rückkehrer aus den Nachbarländern wie Iran, von denen ebenfalls viele ohne Hilfe und Perspektive in Kabul landen. Die Vereinten Nationen befürchten, dass die Armutsrate im nächsten Jahr auf 97 Prozent steigt, wenn sich die Versorgungslage nicht verbessert.

„Das Land steht vor dem wirtschaftlichen Kollaps. Besonders in den ländlichen Regionen ist die Not groß. Unsere Erkundungsmissionen in Dörfern im Norden und Osten des Landes haben große Zerstörungen und ein riesiges Ausmaß an Armut, Hunger und Verzweiflung gezeigt. Die Menschen befinden sich in einem Teufelskreis. Das Bankensystem funktioniert nicht, es fehlt Bargeld, die Preise für Nahrungsmittel sind gestiegen und vor allem alleinstehende Frauen wissen nicht, wie sie ihre Kinder ernähren sollen. Sie haben keinerlei Einkommen mehr und können ihr Haus nicht ohne männliche Begleitung verlassen. Im Winter wird sich die ausweglose Lage noch einmal dramatisch verschärfen. Viele Häuser sind durch die Kämpfe zerstört worden und bieten kaum Schutz vor den Temperaturen weit unter Null,“ beschreibt Thomas tenBoer, Landesdirektor der Welthungerhilfe, die dramatische humanitäre Lage im Land.

Die Welthungerhilfe wird in den kommenden Wochen knapp 60.000 Menschen zusätzlich in verschiedenen Provinzen, vor allem im Norden Afghanistans, mit Überlebenshilfe unterstützen. Die Familien erhalten warme Kleidung und Decken für den Winter. Außerdem werden Nahrungsmittel wie Mehl, Reis, Öl und Linsen sowie Pakete mit Hygieneartikeln wie Seifen verteilt. Die Welthungerhilfe plant, die Nothilfe im Winter weiter auszuweiten. Seit fast 30 Jahren leistet die Welthungerhilfe humanitäre und langfristige Entwicklungshilfe in Afghanistan und hat bislang auch mit Unterstützung der Bundesregierung 160 Projekte im Wert von 130 Millionen Euro durchgeführt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.welthungerhilfe.de/presse 

 






EWIK Newsletter Oktober: 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG)

SID Blog - 9. Oktober 2021 - 1:25

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe Oktober 2021: 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG)

Liebe Leserinnen und Leser,

die neuen Nachhaltigkeitsziele verbreiteten 2015 Aufbruchsstimmung. Sie stellten den Menschen und dessen gutes Leben in den Mittelpunkt aller Entwicklung - überall. Umweltschutz wird in vielen der 17 Ziele direkt oder indirekt angesprochen. Wie schön! Denn wir stellen immer deutlicher fest, wie abhängig und gefährdet unser Leben vom Weltklima und den planetaren Ressourcen ist.

Die SDGs tragen leider auch einen Widerspruch in sich, der sich aus dem konsensorientierten Vorgehen bei der Zielsetzung erklärt. Wirtschaftliches Wachstum und menschenwürdige Arbeit für alle (Ziel 8) konterkarieren die Bemühungen um Klima, Naturschutz und Artenreichtum (Ziele 13, 14 und 15). Denn die „heutige dominante Wirtschaftstheorie ist nicht geeignet, die ökologische Krise zu beheben", wie die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen ausführt.

Die Formel „Wohlstand = Konsum = Glück" hat also keine Zukunft mehr. Sozial- und Wirtschaftspolitik brauchen einen neuen Horizont. Wir als Bürger*innen brauchen andere Visionen für unser Leben.

Im gerade zu Ende gegangenen Wahlkampf waren solche Visionen kaum zu sehen. Stattdessen wurde Klimaschutz gegen die Angst vor einer schwachen Wirtschaft und den Verlust von Privilegien ausgespielt, obwohl so viele Organisationen hart gekämpft haben, um die Bundestagswahl zur Klimawahl zu machen.

Der non-formale Bildungssektor darf sich auf die Fahne schreiben, dazu beigetragen zu haben, dass das Problem in der Gesellschaft angekommen ist. Aber die Hoffnung, Menschen müssten nur um das Problem wissen um ihr Verhalten zu ändern, hat sich nicht erfüllt.

Die politische und entwicklungspolitische Bildungsarbeit muss sich offenbar weiter verändern, stärker auf Visionen setzen und die Angst vor dem großen Wandel nehmen, um die in den SDGs formulierten Chancen greifbar zu machen.

Volkshochschulen sind dafür mit ihren vielfältigen Zielgruppen und deren Bildungsabsichten für eine solche Bildungsarbeit gut geeignet. 900 VHS in Deutschland erreichen Menschen in fast allen Lebensbereichen. Globales Lernen und BNE sind bereits Teil vieler vhs-Programme. Der Blick auf die Welt mit ihren politischen, ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Verflechtungen ist da. Verbunden mit guten Erfahrungen damit, das eigene Leben nachhaltig und solidarisch auszurichten, kann das die Angst vor Veränderung und Verlust in Freude und Optimismus umwandeln und die Transformation der Gesellschaft unterstützen.

Der Deutsche Volkshochschulverband mit DVV International, dem Institut für internationale Zusammenarbeit, wie auch die vhs-Landesverbände wenden viel Mühe auf, um Globales Lernen und BNE an der vhs zu intensivieren. Es wird als Querschnittsthema in allen Lernbereichen verankert. Das möchten wir beitragen.

Lassen Sie uns nicht nachlassen in unserem gemeinsamen Bemühen, mit Bildung die Welt umzugestalten. Lassen Sie uns Visionen erhalten und neu erschaffen.

Dieser Newsletter bietet eine Auswahl an neuen Unterrichtsmaterialien, Spielen, Aktionen, Fortbildungen und Hintergrundinformationen u.v.m. zum Thema SDGs sowie schwerpunktunabhängige aktuelle Meldungen und Veranstaltungshinweise.

Benedict Steilmann
Referent Globales Lernen in der vhs
 
EWIK-Kooperationspartner Aktuelles
Neuer Durchgang: Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele – Lernsnacks für Lehrkräfte"

Nach erfolgreicher Durchführung der Fortbildungsreihe „Die 17 Nachhaltigkeitsziele – Lernsnacks für Lehrkräfte" im Frühjahr dieses Jahres und der großen Nachfrage wird es ab dem 2. November 2021 einen zweiten Durchgang geben. Veranstaltet wird die Reihe von einem Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen, die sich in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und für das Globale Lernen engagieren. Sie richtet sich an Lehrer*innen aller Schulformen und Jahrgangsstufen und weitere Interessierte. Fünf Wochen lang werden jeweils dienstags und donnerstags zwei Lernsnacks à 60 Minuten zu verschiedenen Nachhaltigkeitszielen angeboten.
  Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik

Extreme Armut vollkommen beseitigen? Sauberes Wasser für alle? Ein gesundes Leben für alle Menschen weltweit und ausnahmslos? „Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action!" – auch in Ihrem Klassenzimmer. Mit dem Thema der zehnten Runde ruft der Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen, Schulformen und -fächer auf, nachhaltige und innovative Projekte für die EINE WELT zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen. Es warten attraktive Preise im Gesamtwert von über 50.000 Euro.
Weltklasse!-Material der Globalen Bildungskampagne

Die Globale Bildungskampagne (GBK) hat neues Weltklasse!-Material für Schülerinnen und Schüler veröffentlicht. Es ist dem Recht auf Bildung gewidmet und stellt Möglichkeiten vor, für eine weltweite Förderung von Bildung aktiv zu werden. Die GBK ist ein Zusammenschluss deutscher und internationaler NRO, die sich für das Ziel 4 „Hochwertige Bildung" der Agenda 2030 einsetzen. Das Material besteht aus sechs Modulen, die sich im Kontext des Globalen Lernens damit auseinandersetzen, wie das Recht auf Bildung im Globalen Süden umgesetzt wird.
 

Aktionswoche „Geschmacklose Zutaten"

Ausbeutung, Landraub, Umweltzerstörung: Das alles sind „geschmacklose Zutaten", die häufig den Weg in unsere Supermarkt-Produkte finden. Industrie und Handel tun freiwillig zu wenig, um globale Lieferketten im Lebensmittelbereich fair zu gestalten. Die internationale Kampagne „Our Food. Our Future.", an der die Christliche Initiative Romero (CIR) beteiligt ist, ruft vom 9.-16. Oktober zur Aktionswoche „Geschmacklose Zutaten" auf. Neben Straßenaktionen und Veranstaltungen wird es einen Protestmail-Aufruf für ein starkes europäisches Lieferkettengesetz geben.

Transformatives Lernen durch Engagement

Das Handbuch für Kooperationsprojekte des Umweltbundesamtes ist ein Ergebnis des Forschungsprojektes „Transformatives Lernen durch Engagement – Soziale Innovationen als Impulsgeber für Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung". Es liefert theoretisches Hintergrundwissen, praktische Empfehlungen, Methoden und Materialien zur Durchführung solcher Lernwerkstätten im Kontext von Bildung für nachhaltige Entwicklung.

 

Fairtrade-Dokuserie Farmers – Gemeinsam gegen die Krise

Wie stark sind wir als Gesellschaft, als Einzelne, wenn eine Krise die ganze Welt erschüttert? Egal wer du bist oder wo du lebst, die Pandemie wird dein Leben verändert haben. Das gilt auch für diejenigen, die täglich die Welt mit Lebensmitteln versorgen: Farmer. Die Schicksale der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern bleiben in der Krise oft unerwähnt. Bei dieser Fairtrade-Dokuserie lernen die Schülerinnen und Schüler drei besondere Farmer kennen: Ponisih, Caroline und Roberto. Sie erfahren, welche Hoffnungen, Ängste und Herausforderungen sie antreibt, wie sie nicht klein beigeben und sich stark machen für eine faire Zukunft.

Das 1x1 digitaler Veranstaltungen im Globalen Lernen - nun als Online-Handreichung verfügbar!

Die letzten Monate waren geprägt von Online-Veranstaltungen. Doch es zeigte sich auch: Diese interaktiv und innovativ zu gestalten und die Aufmerksamkeit der Teilnehmenden halten zu können, ist herausfordernd. Umso wichtiger ist ein guter Werkzeugkasten, der die bunte Vielfalt an Methoden und Tools im online Bereich aufzeigt. Eine Vielzahl von Ideen stellt DVV International nun in seiner Handreichung „Digitale Veranstaltungen im Globalen Lernen konzipieren" vor.
 Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien


#FUTURENOW Karten zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung

Gemeinsam mit dem Goethe-Institut Irland hat BildungsCent e.V. dieses Kartenset zu den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen entwickelt. Zu jedem Ziel gibt es passende Vorschläge für kleinere und größere Projektideen, die zu Hause und in der Schule, analog und digital durchgeführt werden können. Das Material gibt es in deutscher und englischer Sprache und ist ab 14 Jahren geeignet.


Global Stories – Geschichten nachhaltigen Handelns


Mit der Plattform „Global Stories – Geschichten nachhaltigen Handelns" möchte das Globale Klassenzimmer im Eine Welt Forum Aachen nicht Probleme, sondern Lösungsansätze in den Vordergrund stellen, um globale Zusammenhänge zu verdeutlichen. Auf www.global-stories.de werden Geschichten von Menschen und Initiativen aus verschiedenen Kontinenten vorgestellt, die sich erfolgreich in ihrem Handlungsfeld für einen nachhaltigen Wandel einsetzen, authentisch, partizipativ, mitreißend. Die Geschichten bieten Anknüpfungspunkte für zahlreiche Themen des Globalen Lernens und eignen sich besonders für die Arbeit mit Schulklassen und Jugendgruppen.
  Der Countdown läuft: Es ist Zeit für Action! Unterrichtsmaterialien zum Schulwettbewerb zur Entwicklungspolitik 2021/2022
für die Klassen 1-6 und für die Klassen 7-13

Was genau sind eigentlich die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) – und wie kann ich diese im Unterricht behandeln? Die begleitenden Unterrichtsmaterialien zur zehnten Runde des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik führen in diese Thematik ein und vertiefen sie anhand ausgewählter Ziele: In den Lerneinheiten für die Klassen 1-6 geht es um die Ziele Frieden (SDG 16), menschenwürdige Arbeit (SDG 8) und Bildung (SDG 4) und ihren Bezug zu den Kinderrechten.
Die Materialien für die Klassen 7-13 nehmen die Ziele Gesundheit und Wohlergehen (SDG 3), Innovation und Infrastruktur (SDG 9), Leben an Land (SDG 15) und Frieden (SDG 16) näher unter die Lupe. Diese Auswahl steht zugleich für die unterschiedlichen Dimensionen von Nachhaltigkeit – Soziales, Ökonomie, Ökologie und Politik. Ergänzende Arbeitsblätter und Materialhinweise für beide Altersgruppen sind online verfügbar. SDG-Material zur Ausleihe und zur Bestellung im EPiZ Reutlingen

Im EPiZ Reutlingen können verschiedene haptische SDG-Materialien für Bildungsveranstaltungen und Aktionen mit Jugendlichen und Erwachsenen in der Bibliothek entliehen sowie bestellt werden, etwa ein SDG-Kartenset, SDG-Bodenfliesen, SDG-Spielwürfel aus Holz sowie
verschiedene didaktische SDG-Poster. Auf den didaktischen Postern "Welt gerecht gestalten lernen" in blauer oder weißer Farbe finden Sie eine Übersicht der 17 Globalen Nachhaltigkeitsziele und ihrer wichtigsten Inhalte.
  Kleine Schritte auf einem langen Weg – Fairer Handel und SDGs

Das Unterrichtsmaterial von TransFair e.V. beschäftigt sich mit den Hintergründen und der Umsetzung des Konzepts des Fairen Handels und zeigt, wie Fairer Handel und die SDGs miteinander verbunden sind. Das Material gibt außerdem Inspirationen und Handlungsoptionen, um selbst oder in der Gruppe aktiv zu werden.
Alles gleich? Gender und Gleichberechtigung im Unterricht

Gender und Geschlechterrollen im Unterricht: Dieses neue Unterrichtsmaterial von Plan International e.V. bietet einen Einstieg in die Themen Gender, Geschlechterrollen und Gleichberechtigung (SDG 5). Neben Hintergrundinformationen und Fallbeispielen aus drei Kontinenten beinhaltet es sieben ausführlich beschriebene Übungen für den Unterricht in Klassen ab Stufe 7.
  Knack die Nuss – Bildungsmaterial für die Grundschule

In den „Knack die Nuss"-Bildungsmaterialien von kikuna finden pädagogische Fachkräfte eine Vielfalt an Anregungen für Globales Lernen und Bildung für Nachhaltige Entwicklung. Die Materialien regen zu einem weltbewussten und nachhaltigen Konsum an. Das bedeutet, dass sich alle damit auseinandersetzen, woher die Dinge und Lebensmittel kommen, die man tagtäglich verwendet. Gemeinsam wird erkundet, wie sie produziert werden und wie die Menschen leben, die sie produzieren. Es wird überlegt, welche Auswirkungen die Produktion und der Handel auf Mensch und Natur haben. Mit einem verantwortungsvollen, nachhaltigen Konsum leisten alle einen wichtigen Beitrag für eine lebenswerte Zukunft auf unserem Planeten.
Neue Materialien zu Gesundheit von GEMEINSAM FÜR AFRIKA für Grundschule und Sekundarstufe

In afrikanischen Ländern ist die medizinische Versorgung für viele Menschen schwer zugänglich, doch kluge Köpfe entwickelten einzigartige medizinische Innovationen, um die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Die flexiblen Unterrichtsmaterialien von GEMEINSAM FÜR AFRIKA umfassen differenzierte Hintergrundinformationen, Arbeitsblätter für den praktischen Unterricht, ein Role Model, das Handlungsoptionen für Schülerinnen und Schüler aufzeigt und ein Projektbeispiel aus Afrika. Mit wenig Vorbereitungszeit können Lehrkräfte einführende Unterrichtseinheiten zu den jeweiligen Themen gestalten.
 Zum Schwerpunkt: Multimediales


Make The World a Better Place – Fairtrade und die globalen Nachhaltigkeitsziele

Die Weltgemeinschaft hat sich im Jahr 2015 auf 17 globale Nachhaltigkeitsziele geeinigt, um die Welt gerechter und nachhaltiger zu gestalten. Doch wie geht es benachteiligten Menschen im Globalen Süden fünf Jahre später? Welche Herausforderungen haben sie? Haben sie Hoffnung in die Zukunft? In dem Video „Make The World a Better Place" von Fairtrade Deutschland sprechen die Menschen, die direkt erleben, wie nah unsere Welt gerade an einem unumkehrbaren Punkt steht. Menschen, die Initiative ergreifen und etwas verändern, damit wir gemeinsam das Steuer rumreißen und die Welt fair neugestalten.

SDG-Spiele von RENN.West

RENN.West hat drei Spiele zu den 17 Nachhaltigkeitszielen erstellt: SDG-Domino, SDG-Glücksrad und das SDG-Tool Wirkel. Die Spiele eignen sich für Gruppen und Einzelpersonen. Sie animieren zum Nachdenken und Diskutieren und fördern so den Austausch zu den Nachhaltigkeitszielen.
 

Mit digitalen Formaten neue ‚Erprobungsräume' zu den SDGs für Jugendliche lokal und weltweit ermöglichen

Seit mehreren Jahren beschäftigt sich der Verein Peer-Leader-International e.V. mit den SDGs und lehnt jedes seiner Projekte an mindestens eines der 17 Ziele an. Während der Corona Pandemie wurden dazu neue digitale Formate entwickelt, womit insbesondere breitere Zielgruppen angesprochen werden konnten. So sind digitale Workshops und Factsheets zu den einzelnen SDGs entstanden, die junge Menschen zum kritischen Reflektieren und Handeln anregen.

Neu aufgelegt: Kartensets zum Fairen Handel

Der Faire Handel ist nicht immer einfach zu erklären, u. a. auch wegen seiner Vielzahl von Organisationen, Firmen, nationalen und internationalen Netzwerken, deren Aufgaben sich teilweise deutlich voneinander unterscheiden, teilweise aber auch überschneiden. Der Weltladen-Dachverband hat seine beliebten Kartensets zum Fairen Handel nun überarbeitet: Insgesamt drei Karten-Sets stehen zur Verfügung, die sich für Fortbildungen in der Gruppe, Arbeit mit Schulklassen, Gesprächen am Aktionsstand und vieles mehr anbieten.
 

Sauberes Wasser und Sanitärversorgung für alle! – Rapper Graf Fidi, Jugendliche und die CBM fordern das in einem Musikvideo

Menschen mit Behinderungen gehören zu der Personengruppe, die oftmals vergessen werden. So wird beispielsweise der Zugang zu sauberem Wasser, Sanitärversorgung und Hygiene für sie besonders erschwert. Dieser soll laut dem SDG 6 jedoch für alle Menschen bestehen. Von dem Menschrecht auf Wasser handelt auch der Song, den das CBM-Bildungsteam in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern des Amandus-Abendroth-Gymnasiums Cuxhaven und Rapper Graf Fidi produziert hat.

Projekt „EinBlick" von EPiZ: 17 Stimmen über die Chancen und Grenzen einer Pandemie

Noch immer ist unser Alltag vielfach geprägt von Kontaktbeschränkungen und häuslichem Rückzug. Dadurch verliert man schnell aus dem Blick, was andere Menschen in anderen Orten der Welt in der andauernden Krise durchmachen. Dem will das Videoprojekt „EinBlick" vom EPiZ entgegensteuern. In 17 Interviews stellen BtE-Referentinnen und -referenten Menschen aus dem Globalen Süden Fragen zu Auswirkungen der Krise auf ihren Alltag. Persönliche Einblicke wie auch allgemeine Erzählungen zeigen, welche Chancen und Grenzen die Corona-Krise birgt.

 Zum Schwerpunkt: Aktionen, Kampagnen, Angebote


Globale Themen in den Unterricht bringen – aktuelle Seminarangebote des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik

An Lehrkräfte, die mehr darüber erfahren möchten, wie sie die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung in ihren Schulunterricht und -alltag integrieren und ihre Schülerinnen und Schüler für Themen globaler Entwicklung begeistern können, richtet sich das aktuelle Seminarangebot des Schulwettbewerbs zur Entwicklungspolitik. Es greift genau diese Inhalte auf und bietet im Herbst 2021 unterschiedliche Veranstaltungsformate für Lehrkräfte der Grundschule und Sekundarstufe an.

Neues Aktionsmaterial „Agenda 2030 und SDGs"

Das neue Aktionsmaterial „Agenda 2030 und SDGs" des EPiZ Reutlingen ermöglicht eine spielerische Einführung in die SDGs und Agenda 2030 für Aktionen und Fortbildungen von schulischen und außerschulischen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren. Das Aktionsmaterial enthält verschiedene haptische Materialien, etwa didaktische Poster (A1), Spiele (SDG-Memory, Kartenspiel), ein SDG-Kartenset (A5), SDG-Spielwürfel, dazu didaktische Anregungen sowie weiterführende Informationen.


Africa Today – ein Schul-Event über Afrika

Das Schul-Event Africa Today ist eine kostenfreie, großformatige Bildungsveranstaltung für bis zu 125 Schülerinnen und Schüler und eignet sich ideal für Projekttage und die Zusammenarbeit von mehreren Klassen oder Gruppen. Die Referentinnen und Referenten von GEMEINSAM FÜR AFRIKA kommen dafür an die Schule und leiten die Lernenden mit Unterstützung der jeweiligen Lehrkräfte durch 180 Minuten. Den Schülerinnen und Schülern soll durch Africa Today ein realistisches und differenziertes Bild des afrikanischen Kontinents in der heutigen Zeit vermittelt werden. Dazu stellen die Referentinnen und Referenten fünf gesellschaftliche Bereiche des afrikanischen Kontinents vor. Darunter: Menschen, Mode, Innovationen, Stadt und Infrastruktur sowie Umwelt.

Vielfalt im Kunstunterricht

Im Projekt „Faszination Vielfalt" werden neue Räume für Bildung für Nachhaltige Entwicklung erschlossen. Schülerinnen und Schüler an zwei Bonner Schulen konnten nach fachlicher Einführung in das Thema Biodiversität im Kunstunterricht der Frage nachspüren: „Was bedeutet Biodiversität für euch? Die entstandenen Plakate geben erhellende Einblicke in die Gedanken und Ängste junger Menschen. Biodiversität begeistert sie und ihren Verlust empfinden sie als katastrophal. Die 21 farbenfrohen und zugleich auch mahnenden Werke sind noch bis zum Herbst im öffentlichen Raum in Bonn ausgestellt.
 

Schülerinnen und Schüler werden changemaker an ihrer Schule

Das changemaker-Projekt von CARE geht in eine neue Runde. Das Projekt richtet sich an Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse aller Schulformen in ganz Deutschland. Im Sinne einer Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) unterstützt changemaker Schulen dabei, entwicklungspolitische und globale Themen in Form von Globalem Lernen aktiv in den Schulalltag zu integrieren. Dabei stehen Ideen und Engagement der Schülerinnen und Schüler im Fokus. Mit dem changemaker Projekt leistet CARE einen Beitrag zur Agenda 2030 und den 17 Nachhaltigkeitszielen für eine nachhaltige Entwicklung weltweit.

E-Learning Kurs: Die SDGs und Nachhaltige Entwicklung

Was bedeutet nachhaltige Entwicklung? Was sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN – Sustainable Development Goals (SDGs)? Die AWO-Kampagne „Wir arbeiten dran" hat zum Ziel, die Gemeinsamkeiten der Agenda 2030 mit den eigenen Grundsätzen herauszuarbeiten und aufzuzeigen, was nachhaltige Entwicklung für den Verband in der Praxis bedeutet. In einem E-Learning-Modul wird zunächst Grundwissen zum Thema „Nachhaltige Entwicklung" vermittelt.


KITA Weltbewusst 2030

Mit dem Projekt „KITA.weltbewusst.2030" will das EPiZ Reutlingen Globales Lernen (GL) und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Bereich der frühkindlichen Bildung in Baden-Württemberg in vier ausgewählten Regionen sowie auf Landesebene stärker verankern und sichtbar machen. Akteure in der frühkindlichen Bildung sollen ein umfassendes Verständnis von Themen und Methoden einer global gerechten, zukunftsfähigen Weltgestaltung im Sinne der Agenda 2030 und eines Whole Institution Approach bekommen.

Kampagne „Ziele brauchen Taten – Sport im Westen"

Gemeinsam mehr erreichen – das gilt nicht nur im Sport, sondern auch beim Thema Nachhaltige Entwicklung. Mit der Kampagne „Ziele brauchen Taten – Sport im Westen" will RENN.west Aktive, Vereine, Verbände und Fans für Nachhaltigkeit im Sport begeistern, über die 17 Nachhaltigkeitsziele informieren, sowie in neuen Kooperationen zusammenbringen. Die Kampagne startet ab jetzt und gibt den Anstoß in NRW, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland. Es lohnt sich, die Kampagnenseite auch in den folgenden Wochen im Auge zu behalten: Neue Veranstaltungen und Medienformate werden regelmäßig ergänzt.
Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen


Zeitfragen des Jahrhunderts

17 Ziele für nachhaltige Entwicklung haben die Vereinten Nationen im September 2015 verabschiedet. Jetzt ist es an der Zeit, den Stand der Umsetzung in den Blick zu nehmen. Die „Zeitfragen des Jahrhunderts", eine Sonderveröffentlichung von Engagement Global und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zur Agenda 2030, macht genau das.

Handreichung „Globales Lernen im Wandel – Eine transformative Reise durch die Jahreszeiten"

Die neue Handreichung der VEN-Fachstelle Globales Lernen geht dem transformativen Potential von Lernprozessen in der Bildungsarbeit des Globalen Lernens und in der Bildung für nachhaltige Entwicklung nach. Die Handreichung lädt ein, in der Bildungsarbeit mit neuen Denkweisen und ungewöhnlichen Herangehensweisen zu experimentieren und somit SDG 4 ganzheitlich umzusetzen. Reflektionen zu jahreszeitlichen Vorgängen dienen als Orientierungssystem für einen persönlichen und gesellschaftlichen Wandel und werden experimentell auf Ansätze und Methoden der Bildungsarbeit übertragen.


Bildung2030: SDG-Bildungsplattform aus Österreich

www.bildung2030.at ist die Adresse für unterschiedliche Bildungsangebote, die einen offenen Dialog fördern und gesellschaftliche und ökologische Veränderung mitgestalten. Die vielfältigen Ideen, Methoden und Materialien eignen sich sowohl für den Einsatz im Unterricht als auch für den außerschulischen Bereich. Aktueller Schwerpunkt auf der Plattform ist das Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen.

Bericht zur Umsetzung der SDGs in Deutschland

Im Rahmen des jährlich stattfindenden Hochrangigen Politischen Forums für Nachhaltige Entwicklung (HLPF) hat die Bundesregierung ihren zweiten freiwilligen Staatenbericht zur Umsetzung der Agenda 2030 vorgestellt. Die deutsche Bundesregierung will mit der im März 2021 beschlossenen Weiterentwicklung der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie schneller und ehrgeiziger bei der Umsetzung der Agenda 2030 vorgehen. Dazu bedürfe es einer Transformation, die wichtige Bereiche wie Energie, Kreislaufwirtschaft, Wohnen, Verkehr, Ernährung und Landwirtschaft umfasst.
 

Roadmap ESD 2030 – Jetzt auch auf Deutsch

Bereits im September 2019 wurde das UNESCO-Programm „ESD for 2030 – Towards achieving the SDGs" (UNESCO-Programm BNE 2030), kurz „BNE 2030", der UN vorgelegt und von der UN-Vollversammlung am 19. Dezember 2019 beschlossen. Im November 2020 wurde auch die „Roadmap" dazu von der UNESCO publiziert. Diese auf internationaler politischer Ebene entstandenen Dokumente stellen das Lehren und Lernen ins Zentrum der notwendigen Transformation hin zu einer nachhaltigeren und gerechteren Welt und bilden einen wichtigen Rahmen für Globales Lernen, BNE und transformative Bildung auf allen Ebenen. Nun wurden Auszüge des Dokuments übersetzt, die die wichtigsten Teile und Aspekte aus Kapitel vier und fünf des UNESCO-Programms BNE 2030 umfassen.

Agenda 2030: Wo steht die Welt? 5 Jahre SDGs – eine Zwischenbilanz

Der Anspruch war ehrgeizig, doch die Bilanz nach fünf Jahren ist bestenfalls gemischt: Zwar haben viele Länder die Agenda 2030 in nationale Nachhaltigkeitsstrategien übersetzt. Doch in weiten Teilen der Welt nimmt die soziale Ungleichheit zu, Umweltzerstörung und Klimawandel schreiten voran. Wo steht die Welt bei der Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele, der SDGs, die die Vereinten Nationen 2015 beschlossen haben? Wie hat sich die die Nachhaltigkeitsagenda in Deutschland entwickelt? Diese Fragen untersucht der neuste Report des Global Policy Forums. Er bietet – als SDG-Handbuch – grundlegende Analysen zum Stand des Umsetzungsprozesses in Deutschland und der Welt sowie wesentliche Zahlen, Fakten und Fallbeispiele zu jedem der SDGs von 1 bis 17. Das Handbuch kann bestellt werden und steht zum kostenlosen Download bereit.
 

SDG-Bilanz in Zeiten von Corona

Vom 6. bis 15. Juli 2021 fand die diesjährige Tagung des Hochrangigen Politischen Forums (High-Level Political Forum, HLPF) der Vereinten Nationen statt. Das HLPF ist das zentrale UN-Gremium für nachhaltige Entwicklung und soll hauptsächlich die Umsetzung der Agenda 2030 und ihrer globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) überwachen. Offizielles Ergebnis des HLPF war eine Ministererklärung, der nicht nur zivilgesellschaftliche Gruppen, sondern auch manche Regierungen einen „Mangel an Ambition" attestierten. Diplomaten werteten es hingegen bereits als Erfolg, dass, anders als im Vorjahr, überhaupt eine gemeinsame Erklärung verabschiedet werden konnte.

Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik „Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.



Klima und Gerechtigkeit

Die Methodensammlung „Klima und Gerechtigkeit" von NETZ e.V. (verfügbar auf Englisch und Deutsch) ist ab der frühen Mittelstufe bis zum Erwachsenenalter nutzbar und enthält interaktive Übungen, die den Klimawandel, die Frage nach globaler Gerechtigkeit, sowie diverse Formen des Klimaaktivismus thematisieren.
Mit den überarbeiteten und neuen Methoden möchte NETZ e.V. die Möglichkeit geben, in der Bildungsarbeit verstärkt einen Fokus auf die historische Einbettung und die Machtstrukturen im Kontext der Klimakrise zu legen.

 

Methoden und Bildungsmaterial „Der digitale Fuß- und Fingerabdruck"

Die Methoden für die Zielgruppe Jugendliche ab ca. 15 Jahren beschäftigen sich mit Zusammenhängen zwischen digitaler Technik, Nachhaltigkeit und globaler Gerechtigkeit. Unter dem Begriff digitaler Fußabdruck thematisiert das Material die ökologischen und sozialen Kosten der Produktion, Nutzung und Entsorgung digitaler Geräte, deren globale Zusammenhänge sowie die Auswirkungen auf das Arbeiten für und mit digitaler Technik. Die Methoden zum digitalen Fingerabdruck behandeln grundlegende Fragen rund um Daten, Datenverarbeitung und Datenschutz und regen dazu an, diese mit Blick auf Demokratie und Machtverhältnisse zu diskutieren.

„Plastic Pirates" auf Mission gegen den Plastikmüll

„Plastic Pirates – Go Europe!" ist eine länderübergreifende Citizen-Science-Aktion der Bildungs-, Wissenschafts- und Forschungsministerien Deutschlands, Portugals und Sloweniens und findet im Rahmen ihrer Trio-Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union statt. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Bedeutung und den Schutz von Flüssen als natürliche Ressourcen zu stärken und den Mehrwert internationaler Forschungszusammenarbeit hervorzuheben. Die Aktion ruft Jugendliche zwischen 10 und 16 Jahren dazu auf, sich mit dem Thema Plastikmüll in der Umwelt – insbesondere in und an Gewässern unterschiedlicher Art – auseinanderzusetzen. Die begleitenden Lehr- und Arbeitsmaterialien sowie das Aktionsheft führen durch die Aktion und sind kostenfrei bestellbar. Der nächste Aktionszeitraum läuft vom 15. September bis zum 15. November 2021.

Neues vom Blog EineWeltBlaBla


EineWeltBlaBla im September 2021

Naturschutz und Gewalt? Das passt doch nicht zusammen! Was kann an dem Schutz von Artenvielfalt und Natur schon falsch sein? Im ersten Blogbeitrag des Monats haben wir uns mit militarisiertem Naturschutz auseinandergesetzt.

Im Beitrag „Bildung für alle?" hat die Jugend-Task-Force der globalen Bildungskampagne über den Stand der Bildungsgerechtigkeit weltweit informiert und dabei den Einfluss der COVID 19-Pandemie sowie die Rolle Deutschlands aufgegriffen.

Wer Lust hat, nicht nur privat Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zu leben, sondern sich darüber hinaus dafür einsetzen möchte, sollte in den Gastbeitrag der Fairactivists reinschauen. Mitte des Monats wurde dann vom neuen Weltacker in Landshut, Bayern berichtet. Und kennt ihr schon das Projekt OUR VOICES – OUR PLANET? Dort dreht sich alles um den Themenkomplex Demokratie und Nachhaltigkeit, ein Blick in das Projekt lohnt sich!

Gegen Ende des Monats haben wir in Kooperation mit dem Eine Welt Forum Aachen e.V. die Reihe „Global Stories" gestartet. Im ersten Beitrag geht es um zwei Schwestern, die 2013 mit gerade einmal 10 und 12 Jahren die Initiative „Bye Bye Plastic Bags" auf Bali gegründet haben, um Plastiktüten zu verbieten. Seid gespannt auf den nächsten Beitrag der „Global Stories"!

Im neusten Beitrag berichten Freiwillige der Peer-Leader-International e.V. von ihrer Arbeit zu den Sustainable Development Goals (SDGs).

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG)

COVID-19 hat das Leben und die Lebensgrundlagen vieler Menschen stark beeinträchtigt. Während die Fortschritte für das Erreichen der SDGs schon vor der Pandemie nur langsam vorankamen, wurden sie durch die Pandemie vielfach zusätzlich zurückgedrängt.
Es setzt Einsicht, Kenntnis und Mut voraus, gegebene Umstände, die den globalen Nachhaltigkeitszielen entgegenlaufen, nicht hinzunehmen, sondern sie zu erkennen und zu verändern. Filme, die auf intellektuelller und emotionaler Ebene Wirkung entfalten, bieten Anregung zur Auseinandersetzung mit den unterschiedlichsten Aspekten globaler Entwicklung und befördern den Perspektivenwechsel.
Einige dieser bewegenden Filme stellt die Datenbank Eine Welt Medien in diesem Monat vor - jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen.
 Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Eine Auswahl aktueller Neuerscheinungen finden Sie hier.
Veranstaltungen
Seminar zu machtkritischen Konzepten des Globalen Lernens - ¡Yo me organizo y resisto!
09.10.2021 in Berlin Seminar für Multiplikator*innen: Machtkritische Bildungsarbeit zur Digitalisierung
09.10.2021 - 10.10.2021 in Berlin Multiplikator*innenschulung "Online-Weltspiel" für Interessierte
14.10.2021 online E-Mobilität und Öko-Kolonialismus - Perspektiven aus Kupfer- und Lithium-Bergbauregionen in Chile
19.10.2021 online Fachkonferenz für sozial nachhaltige IT-Beschaffung
21.10.2021 - 22.10.2021 in Bremen und online Der zerpflückte Elefant - Brücken von der Nachhaltigkeitsidee zu den Interessen Jugendlicher in der Reihe „Grundlagen der BNE
21.10.2021 in Güstrow Einstieg in die Entwicklungszusammenarbeit
23.10.2021 online Fachmesse ENGAGEMENT WELTWEIT 2021
23.10.2021 in Siegburg Digital und transformativ – wie wirkt Bildung im digitalen Raum?
27.10.2021 online
Virtueller hessischer Zukunftskongress für Schüler und Schülerinnen „Gerechtigkeit und Schule - Wie geht das in Hessen?"
29.10.2021 online Seminar für Multiplikator*innen: Vom Wissen zum Handeln – jetzt aber wirklich
29.10.2021 - 31.10.2021 in Halle (Saale)
Die SDGs in Schule und Unterricht bringen
02.11.2021 online Globales Lernen im Schulgarten
02.11.2021 online Fachtagung „Umsetzen, diskutieren, fordern – BNE 2030 im deutschen Kontext"
03.11.2021 - 04.11.2021 in Bonn FEMNET-Studierendenkonferenz 2021: It's time to act – Handeln für eine sozial-gerechte Modeindustrie
04.11.2021 - 05.11.2021 in Köln Be the change! Globales Lernen im Weltladen zu Klimagerechtigkeit
05.11.2021 - 07.11.2021 in Erfurt Mein Verein: zukunftssicher mit jungen Ideen. Strategien zur Förderung des Engagements junger Menschen in entwicklungspolitischen Vereinen und Nachhaltigkeitsinitiativen
08.11.2021 online Online-Filmabend „Klima der Zukunft" mit Podiumsdiskussion
08.11.2021 online KlimaGesichter – Interkulturelle Umweltbildung. Symposium: Warum Menschen vor dem Klima fliehen?!
11.11.2021 in Bremerhaven Transformation im Globalen Lernen
12.11.2021 - 14.11.2021 in Berkheim
#digital_global. Machtkritsche Bildungsarbeit zur Digitalisierung
20.11.2021 - 21.11.2021 in Bochum 12. KMK/BMZ-Fachtagung zum Orientierungsrahmen Globale Entwicklung (OR-Fachtagung)
25.11.2021 - 26.11.2021 in Bad Honnef Vorschau Ausgabe November 2021: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Anfang November 2021 zum Thema

Innovationen, Technologien und Digitalisierung für transformativen Wandel nutzen (Schwerpunkt: Innovationen aus Lateinamerika, Asien und Afrika)

Zusendungen sind bis zum 25. Oktober 2021 willkommen.
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  September 2021 Ziel 4 der Agenda 2030:
Hochwertige Bildung

 Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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Storytelling für Bildungsgerechtigkeit

ONE - 8. Oktober 2021 - 17:26

Dies ist ein Gastbeitrag von Dianne Charles, Kommunikationskoordinatorin und Creative Content Creator bei Tai Tanzania. 

Geschichten haben die Macht, uns in ihren Bann ziehen und gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Das ist von jeher in der Geschichte der Menschheit so gewesen – angefangen von der Tradition des Geschichtenerzählens am Lagerfeuer unserer Urahnen bis zu modernen Kinofilmen und Theatervorstellungen. Wie eine Geschichte erzählt wird, entscheidet darüber, ob sie sich positiv oder negativ auf ihre Zuhörer*innen auswirkt.

Das weiß auch das Team von Tai Tanzania. Die tansanische Nichtregierungsorganisation kombiniert traditionelles Storytelling mit modernsten Medientechnologien, um Jugendliche mit ihren Inhalten positiv zu beeinflussen und für mehr Bildungsgerechtigkeit in der tansanischen Gesellschaft zu sorgen.

Hinter Tai Tanzania steht eine Gruppe kreativer junger Menschen, die gemeinsam Projekte umsetzen und Dialoge fördern, um gleiche Bildungschancen für alle zu erkämpfen. Im Sinne von Vielfalt und Inklusion besteht das Team auch aus Animatorinnen und kreativen Storytellerinnen, die Geschichten über Menschen in Form von 3D-Animationen, Hörspielen und Comic-Postern erzählen. Dabei geht es immer darum, die Hauptzielgruppe – jugendliche Schüler*innen in Tansania – auf unterhaltsame Weise zu informieren, aufzuklären und zu inspirieren.

Das Team von Tai Tanzania

Die größte Inspirationsquelle für Jugendliche sind andere junge Menschen, die mit gutem Beispiel vorangehen. Dementsprechend haben wir uns bemüht, Figuren zu erschaffen, in die sich die Jugendlichen hineinfühlen können und die sie gleichzeitig ermutigen, sich für den Wandel in ihren Dörfern und Gemeinden einzusetzen.

Ngeti: Heldin der tansanischen Jugend

Wer wäre besser geeignet, um Jugendliche zu einer intensiven Diskussion über die Herausforderungen anzuregen, die Schüler und vor allem Schülerinnen in ihrer Pubertät erleben, als eine Schülerin selbst? Ngeti, eine leidenschaftliche junge Frau, setzt sich aktiv für die Rechte ihrer Mitschülerinnen in den Bereichen Menstruationshygiene, Sexualerziehung und Zugang zu Bildung ein. Sie kämpft für die Überwindung kultureller Normen, welche die Bildungschancen von Mädchen beschneiden.

Mit unseren Zeichentrickfilmen rund um die Figur Ngeti wollten wir die Lebenswirklichkeit von jugendlichen Schülerinnen und Schülern in Tansania realistisch nachzeichnen. Deshalb haben wir uns für ein afrikanisches Mädchen entschieden, das nicht nur die Sprache der tansanischen Jugend spricht, sondern auch Lösungen für die Probleme in Bezug auf den gleichberechtigten Zugang zu Bildung skizziert. Wir bezeichnen Ngeti gerne als „Heldin der Jugend“ – auf Swahili: „Shujaa wa Vijana“.

Ngeti, aus der Serie „Harakati Za Ngeti

Njaro: modern und furchtlos

Alle Kinder und Jugendlichen haben das Recht auf Bildung, ungeachtet von Geschlecht, Herkunft oder Behinderung. Denn zur Vielfalt der heranwachsenden Schüler*innen gehören auch Menschen, die vermeintlich anders sind. In Wahrheit gibt es keine Unterschiede zwischen ihnen: Sie sind alle Schüler*innen und sollten deshalb auch gleiche Bildungschancen haben.

Njaro ist eine moderne und ehrgeizige junge Frau mit Albinismus. Sie stammt aus einem Dorf, wo sie ausgegrenzt und für abergläubische Riten missbraucht wird. Njaro weigert sich jedoch, ängstlich zu sein und ihre Talente zu verbergen. Ungeachtet der Grenzen und Hürden, die ihr Umfeld ihr auferlegt, geht sie ihren eigenen Weg auf der Suche nach Bildung und Innovation – ihren beiden größten Leidenschaften. Und sie ermutigt andere Mädchen und Jungen in ähnlichen Situationen, ihre Angst zu überwinden und nicht aufzuhören, ihre Träume zu verfolgen. Die Figur Njaro wurde extra detailreich gezeichnet, um die Lebenswirklichkeit von Menschen mit Albinismus in der tansanischen Gesellschaft realitätsgetreu wiederzugeben.

Njaro, aus der Serie „Mwangaza“: Nivushe

Storytelling für den gesellschaftlichen Wandel

Tai Tanzania ist eine NGO mit Sitz in der tansanischen Stadt Daressalaam und kombiniert traditionelles Storytelling mit modernsten Medientechnologien, um die Gesellschaft Tansanias positiv zu beeinflussen. Mit steigender Nachfrage nach unserem Content wächst Jahr für Jahr auch unsere Reichweite. In enger Zusammenarbeit mit internationalen Organisationen wie der UNESCO, UNICEF, UNFPA und vielen anderen wollen wir in Tansania ein Umfeld schaffen, in dem Mädchen gleichberechtigten Zugang zu Bildung bekommen. Bis heute haben wir mit unseren Inhalten rund 8.000 Schüler*innen in 80 Schulen in sieben Regionen sowie mehr als 3 Millionen Online-User erreicht.

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E+Z/D+C 2021/11 – sw – Sundus Saleemi – biodiversity and food – box

E+Z - 8. Oktober 2021 - 15:39
Ecosystem services are vital for mitigating climate crisis

Research suggests that the greater an ecosystem’s biodiversity is, the greater its capacity for carbon sequestration becomes. Oceans and seas, for example, remove carbon dioxide from the atmosphere and dissolve it in water. It is consumed by marine algae and aquatic plants which ­either store carbon or convert it into environmentally valuable compounds. The carbon-sequestration capacity of forests similarly depends on their biodiversity.

The climate crisis and the erosion of biodiversity are therefore mutually reinforcing trends. Global heating puts stress on species, while the loss of species exacerbates global heating. Humanity must get a grip on both.

Rio 1992

It is, of course, no coincidence that the UN Earth Summit in Rio de Janeiro in 1992 resulted in three interrelated multilateral conventions. Apart from the Convention on Biodiversity (CBD), that was the UN Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) and the UN Convention to Combat Desertification. The former has attracted more public attention than the CBD, the latter less attention.

Implementation of the CBD is organised in a similar way as the UNFCCC. There are regular conferences of parties (COPs) where UN member nations assess recent trends and agree on global targets (see Günther Mitlacher in opinion section of D+C/E+Z e-Paper 2019/01). COP 15 was supposed to take place in Kunming, China, this year. Due to the Covid-19 pandemic, the first part took place digitally last week, and the decisive in-person sessions were postponed to 25 April to 8 May 2022. The idea is to adopt a plan that would resemble the Paris Agreement on Climate Change. The digital first part resulted in the Kunming Declaration. It's content is considred to be promising, though binding committments have not been made yet. Sensible goals would include cutting the current extinction rate tenfold, for example.

Sundus Saleemi is senior researcher at the Center for Development Research (ZEF) of Bonn University. She recently worked with the independent Scientific Group that supported the UN Food Systems Summit in September 2021.
sundus.saleemi@gmail.com
 

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E+Z/D+C 2021/11 – sw – Sundus Saleemi – biodiversity and food

E+Z - 8. Oktober 2021 - 15:28
Humanity’s food security depends on biodiversity and ecosystem services

The vast majority of nations have ratified the UN Convention on Biological Diversity (CBD). It was agreed at the Earth Summit in Rio de Janeiro in 1992 and took force in late 1993, when 60 nations had ratified the treaty. The CBD is an acknowledgement of the intrinsic value of biological diversity on earth as well as a recognition of its importance for humanity. The Convention’s goals are the protection, preservation and restoration of biodiversity, which is defined as the “variety of life on earth and the natural patterns it forms”. This variety includes plants, animals and micro-organisms. Apart from the diversity between species, the genetic diversity within species is important.

Planet earth’s ability to sustain life depends on biodiversity – and not only, because the dwindling of species and the climate crisis are interrelated (see box next page). Unchecked, the erosion of biodiversity will doom humanity to disaster. Hunger would spread further, and eradicating it as envisioned in the UN’s first Sustainable Development Goal (SDG 1) would become even more difficult.

According to estimates of the UN Food and Agriculture Organization (FAO), approximately 9.9 % of the world population faced hunger in 2020, while 12 % faced severe food insecurity. Additional serious challenges are under- and malnutrition. Nutrient deficiencies undermine a person’s health. The impacts include stunting (low height for age), which currently affects about 22 % of the world’s children under five, and wasting (low weight for height), which affects almost seven percent. The Covid-19 pandemic has exacerbated food insecurity, with more people suffering hunger in 2020 than in 2019.

In view of these facts, it is important to understand the links between biodiversity and food security. Indeed, agriculture, forestry and fisheries depend on biodiversity in many different ways. The dwindling of species and the erosion of genetic variety within species has a negative impact on productivity and can make established agricultural practices unviable.

Ecosystem services

Biodiversity is the basis of ecosystem services, which the CBD defines as “benefits humans derive from ecosystems”. The most obvious of these services is the direct provision of food. In developing countries, the diets of many people include wild-grown food (such as fruits, vegetables, tubers, fish and hunted animals). Prosperous nations consume wild food resources too. Most of the world’s aquatic food consumption is not based on aquaculture but on the harvesting of natural resources.

Not only the wild growth of food depends on ecosystem services however. The cultivation of crops does so too. Relevant ­issues include pollination, soil health and the resilience to shocks. Ecosystems, moreover, have an impact on micro-climates, water supply and air quality.

Bees are the most important pollinators. The evidence shows that pollination by bees improves the more other insect populations are also in abundance. Global declines in bee and other insect populations adversely affect crop yields, according to recent studies. As a matter of fact, various other insects are pollinators too, and so are some bats and birds.

Studies prepared on behalf of the UN conclude that land insect populations have declined on average by one to two percent annually in the past 40 years. At the same time, yields of crops have been 13 % lower for animal-dependent crops than for others. According to a publication for the UN Food Systems Summit, 75 % of crop types, including fruits, vegetables and various cash crops, are pollinated by animals.

Biodiversity in soils enhances a field’s productivity. Healthy soils support higher yields. Soil quality depends on microorganisms, insects and small animals, which all contribute to the decomposition of matter into essential nutrients, but also help to retain soil nutrients. Microorganisms play a key role in nitrogen and other nutrient cycles. Bacteria fix atmospheric nitrogen and break down proteins in dead organic matter, with compounds boosting plant growth. Earthworms in soils have an impact on physical properties. Various organisms are in symbiotic relationships with one another.

Agriculture’s resilience to shocks, moreover, depends on the biodiversity of its plants and animals. The greater the diversity is, the less damage extreme weather or new diseases are likely to cause.

If people’s food supply depends on a single crop variety, disaster can strike fast. That happened in Ireland when the potato blight disease caused famine in 1840s. Moreover, genetic diversity within cultivated species helps farming systems withstand stress caused by drought, heat or excessive rain. Accordingly, the FAO praises farmers in Ethiopia and in the Sahel region for systematically growing several different varieties. This approach helps to prevent devastating crop failures because shocks do not affect all cultivars in the same way. Indeed, environmentalists have been arguing for decades that traditional land races are very important in this context (see interview with Melaku Worede in D+C/E+Z 2012/03, p. 102).

It is sometimes argued that high-tech agriculture with hybrid seed, innovative pesticides and ample use of fertilisers are what will save humanity. This is a fallacy. Monocultures are particularly vulnerable, pesticides are poisonous and fertilisers result from energy-intensive production processes. Food-production systems of this kind are actually major drivers of biodiversity loss, reducing the gene pools that facilitate the breeding of varieties resilient against various kinds of shocks.

Scientists sounding the alarm

Scientists’ understanding of how agricultural productivity is related to biodiversity keeps improving. The trends they detect are worrisome. The Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) reckoned in 2019 around a million species of animals and plants were threatened with extinction. Supposedly “modern” agricultural practices are part of the problem. The IPBES is based in Bonn and serves at the equivalent of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC). Both bodies regularly publish reports. The FAO too has released various reports relating to biodiversity and ecosystem services.

Humankind has too long systematically failed to fully grasp the economic relevance of ecosystem services. Since they are not paid for, economists’ models have generally taken them for granted. This must change, as was stated compellingly in a flagship report which was prepared on behalf of the British government. Partha Dasgupta of Cambridge University was the lead author (see Katja Dombrowski in magazine section of D+C/E+Z e-Paper 2021/04).

Food researchers emphasise the need for efforts at local, national and global levels to protect and preserve biodiversity in all its forms. Our common future depends on fast and determined action to stem the dangerous erosion of biodiversity.

Sundus Saleemi is senior researcher at the Center for Development Research (ZEF) of Bonn University. She recently worked with the independent Scientific Group that supported the UN Food Systems Summit in September 2021.
sundus.saleemi@gmail.com

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Transitioning to low-carbon economies under the 2030 Agenda: minimizing trade-offs and enhancing co-benefits of climate-change action for the SDGs

DIE - 8. Oktober 2021 - 14:17

The 2030 Agenda with its Sustainable Development Goals (SDGs) and the Paris Agreement on climate change were adopted in 2015. Although independently defined, the two agreements are strongly interlinked. We developed a framework that scores the impacts of climate-change actions on all SDG targets based on directionality (i.e., trade-offs or co-benefits) and likelihood of occurrence (i.e., ubiquitous or context-dependent), and categorizes them by dependence on four key context dimensions—geographical, governance, time horizon and limited natural resources. Through an extensive literature review, we found that climate-change mitigation measures directly affect most SDGs and their targets, mostly through co-benefits. Improving energy efficiency, reducing energy-services demand and switching to renewables provide the most co-benefits. In contrast, carbon capture and storage and nuclear energy likely lead to multiple trade-offs. We show how understanding the relevant context dimensions facilitates policy design and policy mixes that enhance co-benefits and minimize trade-offs. Finally, by assessing the prevalence of climate-change mitigation measures in G20 countries, we found that measures with more co-benefits are more frequently adopted. Our study advances the knowledge of climate–SDG interactions, contributing to climate and sustainable development governance research, and facilitating policy design for a joint implementation of the Paris Agreement and the 2030 Agenda.

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Reise für das Leben: Eine Delegation von Zapatistas aus Mexiko bereist Europa

EINEWELTblabla - 8. Oktober 2021 - 13:29

Im Juni 2021 hat eine erste Delegation von Zapatistas aus dem mexikanischen Bundesstaat Chiapas nach wochenlanger Reise auf hoher See mit einem Boot in Spanien angelegt und eine Rundreise durch Europa begonnen. Damit kamen sie 500 Jahre nach der Eroberung Mexikos durch Spanien an. Die Zapatistas sind indigene Personen, die gegen Unterdrückung und Landraub und für selbstverwaltete basisdemokratische Strukturen kämpfen. Bei ihrer Reise geht es um einen politischen Austausch sowie die weltweite Vernetzung, in der sie ihre Erfahrungen weitergeben können. Auch möchten sie sich persönlich für die Unterstützung durch die Weltöffentlichkeit bedanken. Seit September sind auch in Deutschland Delegationen unterwegs.

Die zapatistische Bewegung: Ya Basta! – Es reicht!

Der Name Zapatistas bezieht sich auf den mexikanischen Bauernführers Emiliano Zapata. Er hat im mexikanischen Bürgerkrieg des vorherigen Jahrhunderts „Tierra y Libertad“ (Land und Freiheit) gefordert. In der von ihm geforderten Landreform sollten alle Bevölkerungsteile berücksichtigt werden, auch marginalisierte Personen wie die Indigenen Mexikos.

Die Zapatistische Armee der Nationalen Befreiung (EZLN) wurde 1983 im mexikanischen Bundesstaat Chiapas gegründet, um Strukturen gegen ihre Vertreibung und strukturelle Diskriminierung seitens der Regierung aufzubauen. 1994 trat sie anlässlich des Inkrafttretens des Freihandelsabkommens NAFTA zwischen Kanada, den USA und Mexiko in Erscheinung. Mit der Aufhebung der Zölle für landwirtschaftliche Produkte wurde die Existenzgrundlage der Kleinbäuerinnen und Kleinbauern zerstört. Um ihrem Protest gegen NAFTA Ausdruck zu verleihen, besetzten sie bewaffnet Regierungs- und Verwaltungsgebäude in Chiapas, wogegen die mexikanische Armee mit Waffengewalt vorging. Dank breiter internationaler Aufmerksamkeit zog sich die Armee zurück und die Zapatistas bauten ihre eigenen Strukturen weiter aus. Sie konnten ihre Länder durch Enteignung der Großgrundbesitzer wieder selber nutzen und entwickelten eigene, basisdemokratische Strukturen. Diese müssen sie weiterhin verteidigen.

Die Reise für das Leben

Die Zapatistas beschreiben sich als Teil einer globalen Bewegung. Auch wenn sie viele lokale Kämpfe ausfechten mussten und müssen, sehen sie sich als Teil einer Revolution für eine bessere Welt:

Gegen die Internationale des Schreckens, die der Neoliberalismus darstellt, müssen wir die Internationale der Hoffnung aufstellen. Die Einheit, jenseits der Grenzen, Sprachen, Hautfarben, Kulturen, Geschlechter, Strategien und Gedanken, all derer, denen eine lebende Menschheit lieber ist.” (Aus der ersten Erklärung von La Realidad des CCRI der EZLN, 1996)

Bisher gibt es international viel Unterstützung und Solidarität mit den Bestrebungen der Zapatistas, ein selbstbestimmtes Leben im Einklang mit der Natur zu leben. Der Kampf soll kollektiv und horizontal stattfinden statt an einer Leitfigur ausgerichtet. Mit der Reise für das Leben durch fünf Kontinente wird die globale Vernetzung und der Austausch vorangetrieben und damit neue Chancen für die Kämpfe eröffnet. Zu der Reise und einzelnen Stationen könnt ihr auch auf www.ya-basta-netz.org informieren. Beim Nachrichtenpool Lateinamerika gibt es einen Radiobeitrag über eine Willkommensveranstaltung in Berlin.

-Marina-

Das Beitragsbild ist von Lorena Cassady auf flickr, CC BY-NC-SA 2.0.

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Die Türkeipolitik der künftigen Bundesregierung: Konfliktlinien und Kooperationsfelder

SWP - 8. Oktober 2021 - 13:00

Verglichen mit der letzten Wahl zum Bundestag 2017 hat die Türkei im diesjährigen Wahlkampf kaum eine Rolle gespielt. Doch die zurzeit relativ entspannte Atmosphäre zwischen Berlin und Ankara und die damit zusammenhängende geringe Pro­minenz der Türkei im deutschen Wahlkampf bedeuten nicht, dass die Gestaltung der zukünf­ti­gen Türkeipolitik ein leichtes Unterfangen wäre. Ankara stellt eine ganze Reihe von Forderungen an die Europäische Union (EU). Die Zusammenarbeit in der Flücht­lings­frage soll fortgesetzt und die Zollunion mit der EU vertieft werden. Die türkische Regie­rung will außerdem in europäische Konsultationen einbezogen werden. Hier muss sich die neue Bundesregierung positionieren. Doch die Türkei ist kein leichter Part­ner, und um zu einer regelbasierten Kooperation zu kommen, müssen Berlin und Brüssel ihrerseits klare Bedingungen formulieren, zum Beispiel für die Migrations- und die Rüstungszusammenarbeit. Zudem müssen sie entscheiden, wie das künftige Verhältnis der Türkei zu Europa gestaltet werden soll.

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8. Oktober 2021

ONE - 8. Oktober 2021 - 10:40

1. 500 Millionen Impfstoffdosen aus Afrika

Der Impfstoffhersteller Moderna will mRNA-Impfstoffe in Afrika herstellen. Darüber berichten die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Jährlich sollen mithilfe von Investitionen von umgerechnet 432 Millionen Euro bis zu 500 Millionen Impfstoffdosen produziert werden. Im August hatte BioNTech angekündigt, man wolle Malaria- und Tuberkulose-Impfstoffe in Afrika herstellen und prüfe dazu den Aufbau nachhaltiger Produktionsmöglichkeiten in Ruanda und Senegal. Ende 2022 sollen klinische Studien für die mRNA-Impfstoffe beginnen. Auch in Südafrika soll nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Zentrum zur Herstellung von mRNA-Impfstoffen entstehen. Ferner berichten das Redaktionsnetzwerk Deutschland und evangelisch.de über die erneute Forderung der WHO, bis Mitte 2022 70% der Weltbevölkerung zu impfen. Sie habe alle Länder der Welt aufgerufen, an einem Strang zu ziehen und die Impfung der gefährdetsten Menschen in allen Ländern der Welt schnellstens zu ermöglichen. Das ursprüngliche Ziel der WHO, bis Ende September zehn Prozent der Bevölkerungen in allen Ländern zu impfen, hatten 56 Länder überwiegend in Afrika nicht erreicht.

 

2. Das unauflösbare Dilemma in Mali

Stefan Brändle thematisiert in der Frankfurter Rundschau den Konflikt zwischen Frankreich und mehreren Sahel- und Sahara-Anrainern. Die malische Staatsführung habe diese Woche ihren Botschafter in Paris zurückgerufen. Sie protestiere damit unter anderem gegen die Behauptung Macrons, sie sei ohne die französische Barkhane-Operation hilflos gegen die Dschihad-Kommandos. Frankreich sei ebenso frustriert. Man habe das Gefühl, dass sich die 5000 französischen Soldat*innen im Sahelgebiet seit Jahren “aufopfern”. Die europäischen Partner Frankreichs in Mali, darunter Deutschland, zeigen sich um die Zukunft des Landes, den Sahel-Schlüsselstaat in Sachen regionaler Terrorbekämpfung, besorgt. Es komme immer wieder zu Gewalt. Am Donnerstag seien bei einem mutmaßlich dschihadistischen Angriff im Zentrum Malis nach örtlichen Angaben mehr als ein Dutzend malische Soldaten getötet worden. Über den Anschlag berichten die Bergische Morgenpost und evangelisch.de. Das fragile Regime in Bamako setze immer offener auf andere Schutzmächte. Vor allem Russland etabliere sich zunehmend. Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer stelle „Konsequenzen“ in Aussicht, falls Bamako russische Söldner anheure.

 

3. Ökologische Bedrohungen und Konflikte bilden einen Teufelskreis

Politische Konflikte und ökologische Bedrohungen hängen laut einer aktuellen internationalen Analyse des Institute for Economics and Peace eng miteinander zusammen. Das thematisiert ein Artikel in der Deutsche Welle. Die Zerstörung von Umweltressourcen mache Konflikte wahrscheinlicher und diese führen wiederum zu einer weiteren Zerstörung. Die Autor*innen des “Ecological Threat Report” fordern die Industriestaaten dazu auf, entsprechende Mittel bereitzustellen, um die Widerstandsfähigkeit von Krisenregionen zu stärken. Elf der 15 Länder, die am stärksten unter ökologischen Bedrohungen leiden, seien aktuell auch von Konflikten betroffen. Zu diesem Schluss kommen die Wissenschaftler*innen auf Basis einer Auswertung von Daten aus 178 Staaten. Das am stärksten gefährdete Land sei Afghanistan, gefolgt von Niger, Madagaskar, Malawi und Pakistan. Das Institut sehe einen Zusammenhang zwischen Unterernährung und höherer Gewaltbereitschaft, die noch weiter erforscht werden müsse.

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Harsum erhält das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“

Unicef - 8. Oktober 2021 - 10:00
Die Gemeinde Harsum erhält heute das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit würdigt der Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. die Verabschiedung eines Aktionsplans, der die kommunale Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention zum Ziel hat.
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COVID-19, asset markets and capital flows

DIE - 8. Oktober 2021 - 9:44

This paper empirically examines the reaction of global financial markets across 38 economies to the COVID-19 outbreak, with special focus on the dynamics of capital flows across 14 emerging market economies. The effectiveness of fiscal and monetary policy responses to COVID-19 is also tested. Using daily data over the period January 4, 2010 to August 31, 2020, and controlling for a host of domestic and global macroeconomic and financial factors, we use a fixed effects panel approach and a structural VAR framework to show that emerging markets have been more heavily affected than advanced economies. In particular, emerging economies in Asia and Europe have experienced the sharpest impacts on stock, bond and exchange rates due to COVID-19, as well as abrupt and substantial capital outflows. Quantitative easing and fiscal stimulus packages mainly helped to boost stock prices, notably for advanced and emerging economies in Asia. Our findings also highlight the role that global factors and developments in the world's leading financial centers have on financial conditions in EMEs. Importantly, the impact of COVID-19 related quantitative easing measures by central banks in advanced countries extended to EMEs, with significant positive spillovers to EME stock markets in Asia, Europe and Latin America. Going forward, while the ultimate resolution of COVID-19 may be expected to lead to a market correction as uncertainty declines, our impulse response analysis suggests that there may be persistent effects on bond markets in emerging Europe and on EME capital flows.

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E+Z/D+C 2021/11 – mo –now – Jeffrey Moyo – Zimbabwe – old age poverty

E+Z - 8. Oktober 2021 - 8:36
Zimbabwe’s senior citizens face lives of grinding poverty

But don’t tell that to Odreck Matande of Harare, age 87, a former labourer for the National Railway. When he was laid off from his job at the age of 58, there was no pension as he had not reached full retirement age of 65 years. There were also no jobs for a worker of his age. Then, when he turned 65, there was no pension to support him.

“In Zimbabwe, pension income effectively was written off because of hyperinflation,” says Jonathan Mandaza, chairman of the Zimbabwe Older Persons Organisation, which advocates for people over 65. “That is in addition to the fact that pensions never have and never will match the incomes received during one’s working life.” “From independence in 1980 to today, there never has been any scheme to help the aged here,” Mandaza adds. “Yet we were the backbone of the liberation struggle.”

Odreck Matande has scraped by on donations from neighbours and churchgoers. “I have for years depended on handouts from well-wishers,” Matande says. “Sometimes I get a bit of money from my tenants, but they often don’t pay because they are also suffering. My children cannot help either as they are facing their own struggles.”

His story is not unusual in Zimbabwe. According to Mywage.org, an organisation that collects and compares labour market information, pensions in Zimbabwe are tiny, ranging from $10 to $100 per month. The research organisation also says that pensioners in Zimbabwe have been dispossessed by deliberate action.

“In February 2009, following the switch to multi-currencies, pension and life funds started converting policies to US dollars,” says Mywage’s report on Zimbabwe. “The prices arbitrarily reduced the balance on accounts to values less than $100, regardless of how long each policy had run.”

Monthly pension payouts in Zimbabwe are so low, it says, that “banks are currently exempting pensioners earning $25 per month from paying service charges. Whilst employees and workers have been dutifully contributing part of their salaries into the various pension funds, inflation and the multi-currency exercise have had a devastating effect.”

Monthly pension payouts “are so low as to be worthless,” the report continues. “They cannot cover living expenses. With the sharp rise in the cost of food it is a daily struggle to survive and many have to rely on charity.”

According to Priscilla Gavi, executive director of HelpAge Zimbabwe, a non-governmental organisation, old-age poverty is rampant in Zimbabwe. As of July 2021 there were approximately 713,000 people over age 65 in Zimbabwe. Of these, “80 % live in abject poverty with no source of income, no resources to fall back on, no medical insurance and no pension,” Gavi says.

Zimbabwe’s hyperinflation has hit the country’s elderly hard. Inflation peaked at an eye-popping 557 % in 2020, according to Statista, a German research company. For the elderly, the lack of pension income has been compounded by the loss of savings to hyperinflation, Gavi says.

Jeffrey Moyo is a journalist living in Harare.
moyojeffrey@gmail.com

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