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Civil society organizations and managerialism: on the depoliticization of the adaptive management agenda

DIE - 15. März 2022 - 8:54

In the last decade, a movement formed around making aid delivery more adaptive, relying on principles such as context-sensitivity, flexibility and ownership. The approaches seem promising for civil society organizations (CSOs) to fulfil their mission of fostering social transformation. While several donor agencies have started engaging with such approaches, the authors hardly see their political implications in practice.
The article aims to provide evidence on an adaptive project and demonstrate how the social transformative and political nature of adaptive development management is rendered technical and is depoliticized in practice.
We use a case study of a development programme based on a social transformative policy framework that is implemented through CSOs in Uganda and Vietnam. Data was collected by means of interviews, participant observation and document analysis.
We find that, in practice, the social transformative policy framework is competing with managerial logics. We compare this process with the depoliticization of the Paris Declaration on Aid Effectiveness, finding striking similarities. By using practice theory, we show how managerialism remains the dominant paradigm in the civil society aid sector, fuelling the ‘anti-politics machine’.
The article shows that policy frameworks do not always work as intended. Donors should therefore not only change policy frameworks, but also start addressing institutional and operational requirements.

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Geopolitics of Electricity: Grids, Space and (political) Power

SWP - 15. März 2022 - 1:00

Although electricity grids shape and define both political and economic spaces, the geopolitical significance of electricity remains underestimated. In political communities and beyond, such grids establish new channels for projecting geopolitical influence and new spheres of influence. In the Europe-Asia continental area, integrated electricity grids meet inter­connectors – that is, cross-border transmission lines linking different elec­tric grids. Interconnectors define new, partly competing vectors of integra­tion that extend beyond already integrated electricity grids. In this context, it is attractive for non-EU states to belong to the electricity system of continental Europe. This is because interconnected synchronous systems form “grid communities” that share a “common destiny” – not only in terms of electricity supply but also in terms of security and welfare. Germany and the EU must develop an electricity foreign policy in order to optimise, modernise, strengthen and expand the European electricity grid. Above all, however, Germany and the EU should help shape interconnectivity beyond the EU’s common integrated electricity grid. China is gaining considerable influence in the electricity sector, setting standards and norms as well as expanding its strategic outreach – to the benefit of its own economy. Its efforts are part of Beijing’s larger Belt and Road Initiative (BRI), an attempt to reorient global infrastructure and com­mercial flows. In the EU’s eastern neighbourhood, geopolitical issues have dominated the configuration of electricity grids since the end of the Cold War. There is unmistakable competition over integration between the EU and Russia. The eastern Mediterranean region, the Black Sea and Caspian Sea regions, and Central Asia are, each in their own way, changing from peripheral zones into interconnecting spaces. The EU, China, Russia and – across the Black Sea – Iran and Turkey are competing in these zones to influ­ence the reconfiguration of electricity grids. And in South and Southeast Asia, India’s influence is on the rise.

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Beitrittsgesuch der Ukraine setzt EU unter Druck

SWP - 15. März 2022 - 1:00

Während russische Panzer und Artillerie nach Charkiw und Kiew vorstießen, unter­zeichnete Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Aufnahmegesuch an die EU. Er fordert eine besondere Aufnahmeprozedur, die die Ukraine schnell in die EU führt. Die Ukraine strebt nicht erst unter Raketenbeschuss eine EU-Mitgliedschaft an; sie sieht – ähnlich wie Moldau und Georgien – in ihrem heutigen Status der Assoziation mit der EU nur eine Vorstufe zum Beitritt. Der Antrag vom 28. Februar ist ein Hilferuf aus dem schrecklichen Krieg heraus. Erste Antworten aus der Kommission und dem Euro­päischen Parlament bezeugten zwar viel politische Sympathie für das Drängen der Ukraine. Dennoch stellen die EU-Spitzen keine schnelle Mitgliedschaft in Aussicht. Die Zurückhaltung entspringt der Erfahrung, dass Aufnahmeverhandlungen in der Regel anspruchsvoll und langwierig sind, es also keine Abkürzungen zum Ziel gibt. Es gibt aber auch Interessen der EU, die selbst einer expliziten Beitrittsperspektive entgegenstehen. In jedem Fall sollte die EU ihre Politik der Integration und Koope­ration mit Ländern der Östlichen Partnerschaft sicherheitspolitisch flankieren.

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CETA-Urteil: Bundesverfassungsgericht gibt grünes Licht

SPD - 15. März 2022 - 0:00
Das Bundesverfassungsgericht hat alle Klagen zu CETA abgewiesen. Bereits seit 2016 sind mehrere Verfahren vor dem Bundeverfassungsgericht anhängig gewesen, die die Zuständigkeitsverteilung zwischen der EU und den Mitgliedstaaten sowie die Rolle des Gemischten CETA-Ausschusses betrafen. Der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat diese Klagen jetzt alle als unbegründet abgewiesen, sagen Bernd Westphal und Markus Töns.
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Ukraine: Kinder und Familien auf der Flucht schützen und unterstützen

Unicef - 14. März 2022 - 11:00
Heute besucht Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, eine Anlaufstelle von UNICEF für geflüchtete Kinder und Familien an der Grenze zwischen Rumänien und der Ukraine.
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14. März

ONE - 14. März 2022 - 10:45

1. Folgen des Ukraine-Kriegs für Afrika
Auch aktuell beschäftigen sich wieder mehrere Medien mit den Folgen und Verflechtungen des Ukraine-Kriegs für und mit Afrika. Nicht nur die Nahrungsmittelpreise, sondern auch die Kosten für Treibstoffe schnellen in die Höhe, schreibt Norbert Hahn für Tagesschau.de. Afrika sei gespalten in der Bewertung des Ukraine-Kriegs, was auch Claudie Böll in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung thematisiert. Am Rande der vergangen UN-Vollversammlung kritisierte ein Mitglied einer afrikanischen Delegation, das anonym bleiben wollte, dass Afrika “keine Stimme” habe, da die UN-Charta nur bemüht werden, wenn es um Länder des Globalen Nordens gehe. Eine Folge des Ukraine-Kriegs könne zudem sein, dass Grenzen, die von den Kolonialmächten gezogen wurden, wieder infrage gestellt werden. Darüber hinaus brechen Exporte in Ostafrika weg, berichtet Simone Schlindwein in der Tageszeitung (Taz). Betroffen seien insbesondere “Blumen, Gewürze, Kaffee, Tee”, aber auch Obst. Der Grund: Russland, traditionell einer der größten Abnehmer, habe sich vorerst als Großimporteur zurückgezogen. 

2. Afrika & Europa: Echte Partnerschaft wagen
Im Leitartikel der Samstagsausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung setzt sich Tatjana Heid kritisch mit dem “Partnerschaft auf Augenhöhe” auseinander, die von der Politik oft bemüht wird, um die Beziehungen zwischen Afrika und Europa zu beschreiben. Sowohl die Corona-Pandemie als auch die Migrationskrise haben deutlich gemacht, dass es eine solche Partnerschaft gar nicht gebe. Auch die Infrastrukturinvestitionen, die beim vergangenen Gipfel der Afrikanischen und der Europäischen Union zugesagt wurden, stehen bereits auf wackeligen Füßen. Obwohl Europa auf Afrika angewiesen sei (u.a. als Rohstofflieferant), werde Afrika noch immer als “Krisen- und Armutskontinent” betrachtet. Es sei wichtig, nicht nur über Geld, sondern stärker über Inhalte zu sprechen, so Heid. Beide Kontinente müssen mehr auf Kooperation beim Handel oder beim Technologietransfer setzen und dabei ihre Strategien mit der Agenda 2063 abstimmen, der Entwicklungsagenda, die sich die Afrikanische Union selbst gesetzt hat.

3. Kenia: Regierungs- und Oppositions-Partei schmieden Bündnis
In Kenia ist Oppositionsführer Raila Odinga zum gemeinsamen Präsidentschaftskandidaten der oppositionellen Orange Democratic Movement (ODR) und der Regierungspartei Jubilee von Präsident Uhuru Kenyatta gekürt worden. Das meldet Dominic Johnson in der Tageszeitung (Taz). Der 77-jährige Odinga habe seit 1997 alle Wahlen verloren. Bei den Wahlen 2007 und 2017 habe das Land am Rand eines Bürgerkriegs gestanden. Das Bündnis sei auch ein Signal an die Bevölkerung, dass man bei den kommenden Wahlen auf “blutige Konfrontationen” verzichten wolle. Mit Odinga stehe ein Wechsel in vielerlei Hinsicht bevor. Er gehöre der Volksgruppe der Luo an, die bisher noch nie das Präsidentenamt bekleidet hatten. Zudem sei er ein Sozialist, wodurch er sich von den bisherigen Präsidenten unterscheide, die eher dem konservativen Lager zuzurechnen seien. Allerdings werde die Wahl zum Präsidenten nicht zur reinen “Formsache”. Vizepräsident William Ruto trete ebenfalls zur Wahl an. Zudem strebe Präsident Kenyatta offenbar das Amt des Premierministers an.

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