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31. Mai 2021

ONE - 31. Mai 2021 - 10:01
1. Bundesregierung erkennt Völkermord in Namibia an

Die Bundesregierung erkenne die Verbrechen an den Herero und Nama zu Beginn des 20. Jahrhunderts erstmals als Völkermord an, berichten unter anderem die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, Zeit Online, ZDF.de und Deutschlandfunk. Die Nachkommen der Opfer sollen in den kommenden 30 Jahren mit Wiederaufbauhilfen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro unterstützt werden. Dabei werde das Geld in Landreform, Landwirtschaft, ländliche Infrastruktur und Wasserversorgung sowie Berufsbildung investiert. Geplant sei auch, dass Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier bei einem Festakt im namibischen Parlament offiziell um Entschuldigung bittet. Dies sei ein erster Schritt in die richtige Richtung, so ein Sprecher von Namibias Präsident Hage Geingob. Kritik kam dagegen von der Opposition in Namibia. Sie plädieren für direkte Reparationen an die Betroffenen. Rechtliche Ansprüche auf Entschädigung, so Bundesaußenminister Heiko Maas, ließen sich aus der Anerkennung der deutschen Gräueltaten als Völkermord nicht ableiten.

2. Jens Spahn in Südafrika

Gesundheitsminister Jens Spahn ist auf Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel nach Südafrika aufgebrochen und hat dem Land Unterstützung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie zugesichert. Das berichten unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Welt, Tagesschau.de, Deutschlandfunk und die Deutsche Welle. Zum Treffen in der Hauptstadt Pretoria war auch der französische Präsident Emmanuel Macron angereist. Deutschland und Frankreich wollen den Aufbau einer eigenen Corona-Impfstoffproduktion in Afrika unterstützen, für den Deutschland bis zu 50 Millionen Euro bereitstellen will. Hintergrund des Besuchs sind auch Ankündigungen der EU, Herstellung und Zugang zu Impfstoffen in Afrika zu fördern. “Eine freiwillige Kooperation aus Überzeugung ist immer effektiver als eine erzwungene”, so Spahn mit Blick auf Debatte über eine Aufweichung des Patentschutzes. Entscheidend sei jetzt, so Karoline Lerche, Interims-Direktorin von ONE Deutschland, dass die Lizenzen zu einem fairen Preis weitergegeben werden, der auch für wirtschaftlich schwächere Länder erschwinglich ist. Entwicklungsminister Gerd Müller forderte, so die Süddeutsche Zeitung, die Impfdosen so schnell wie möglich Risikogruppen in Entwicklungsländern zur Verfügung zu stellen. Nur eine weltweite Impfkampagne führe aus der Krise.

3. Macron droht mit Abzug der Truppen in Mali

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will die französischen Truppen aus Mali abziehen, sollte sich das Krisenland islamistisch regiert werden, berichten die Frankfurter Allgemeine Zeitung, der Tagesspiegel, Tagesschau.de und die Deutsche Welle. “Radikaler Islamismus mit unseren Soldaten dort? Niemals”, sagte Macron in einem Interview mit der Zeitung “Journal du Dimanche”. In Mali gebe es derzeit die “Versuchung”, sich dem radikalen Islamismus anzunähern. Auch die Westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft habe Mali nach dem zweiten Militärputsch binnen eines Jahres vorerst ausgeschlossen. Das verkündeten die westafrikanische Staats- und Regierungschefs auf einem gestrigen Sondergipfel der Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS. Sie forderten die sofortige Nominierung eines zivilen Ministerpräsidenten. Nach einem ersten Putsch im August 2020 hatten die ECOWAS-Länder die Grenzen zu Mali geschlossen und die finanziellen Transaktionen sowie den Handelsaustausch mit dem Land gestoppt.

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Die größten Hindernisse für erneuerbare Energien sind politisch, so ein neuer Bericht

reset - 31. Mai 2021 - 5:41
Einem aktuellen Bericht von Carbon Tracker zufolge könnten Solar- und Windenergie mehr als das 100-fache unseres weltweiten Energiebedarfs abdecken – sogar dann, wenn wir nur die Technologien nutzen, die uns bereits zur Verfügung stehen.
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