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Libanon: Kinder müssen zum Schulstart wieder in die Schule können

Unicef - 4. September 2020 - 2:01
Einen Monat nach den verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut ruft UNICEF die internationale Gemeinschaft zu dringender Unterstützung auf, damit betroffene Kinder und Jugendliche zu Beginn des neuen Schuljahres wieder lernen können.
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Politischer Umbruch in Sri Lanka

SWP - 4. September 2020 - 0:00

Die Ergebnisse der 16. Parlamentswahl in Sri Lanka bedeuten in mehrfacher Hinsicht einen politischen Umbruch. Erstens verfügt die 2016 gegründete Sri Lanka Podujana Peramuna (SLPP) mit ihren Verbündeten nun über eine Zweidrittelmehrheit im Par­lament. Premierminister Mahinda Rajapakse und sein Bruder, Präsident Gotabaya Rajapakse, haben daher freie Hand, eine neue Verfassung durchzusetzen. Diese wird ihre Machtfülle und die Privilegien der buddhistischen Bevölkerungsmehrheit stär­ken. Zweitens ist das schwache Abschneiden etablierter Parteien – etwa der United National Party (UNP) und Sri Lanka Freedom Party (SLFP), die seit der Unabhängigkeit 1948 die politische Entwicklung geprägt haben – Ausdruck eines Elitenwandels. Drit­tens schwächt die Fragmentierung der tamilischen Parteien deren traditionelle For­derung nach größerer regionaler Autonomie. Sollten die Rajapakse-Brüder wie in der letzten, 2015 beendeten Amtszeit Mahindas erneut einen autoritären Kurs ein­schlagen, wird die gesellschaftliche Polarisierung sowohl innerhalb der singhale­sischen Mehrheit als auch bei den Minderheiten erneut zunehmen.

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Frauen, Frieden und Sicherheit: Bundesregierung muss wirkungsorientierter handeln

VENRO - 3. September 2020 - 18:05

Vor 20 Jahren verabschiedete der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einstimmig die Resolution 1325 „Frauen, Frieden und Sicherheit“. Die Resolution war bahnbrechend in ihrem Bekenntnis zum Schutz und zur Teilhabe von Frauen.

Mit neun Folgeresolutionen schafften die Vereinten Nationen schließlich eine umfassende Agenda, um Frauen an Friedensprozessen zu beteiligen, ihren Schutz vor sexualisierter Kriegsgewalt zu verbessern und humanitäre Hilfe geschlechtergerecht zu gestalten. Laut UN-Sicherheitsrat trägt die Umsetzung dieser Agenda maßgeblich zur Wahrung von Frieden und internationaler Sicherheit bei.

Gegenwärtig erarbeitet die Bundesregierung ihren Dritten Nationalen Aktionsplan, um der Resolution „Frauen, Frieden und Sicherheit“ in der deutschen Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik Rechnung zu tragen. In der aktuellen Legislaturperiode kann die Bundesregierung einige Fortschritte verzeichnen. Unter anderem hat sie die Agenda zu einem Schwerpunkt ihrer nichtständigen Mitgliedschaft im UN-Sicherheitsrat gemacht.

Nach wie vor bleibt jedoch problematisch, dass die Bundesregierung die Agenda vor allem als Frauenförderungsinstrument behandelt. Geschlechtersensible Konfliktanalysen und Folgeabschätzungen von politischen Entscheidungen existieren hingegen kaum. Wie unerlässlich solche Analysen sind, zeigen jedoch die Herausforderungen unserer Zeit: Ob Corona-Pandemie, Klimakrise oder der weltweit zunehmende Demokratieabbau – sie alle haben geschlechtsspezifische Auswirkungen und bedürfen geschlechtergerechter Lösungen. In ihrem Aktionsplan sollte sich die Bundesregierung daher dazu verpflichten, ihre Politik im In- und Ausland geschlechtergerecht zu gestalten.

Damit dies gelingt, muss der Dritte Nationale Aktionsplan stärker als bisher wirkungsorientiert ausgerichtet werden. Dafür wären – in Anlehnung an die Empfehlungen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa – folgende Schritte notwendig: Zunächst muss die Bundesregierung den spezifischen nationalen Handlungsbedarf analysieren. Auf dieser Grundlage sollte sie Schwerpunkte, Ziele, Maßnahmen, Indikatoren und Verantwortlichkeiten festlegen. Zudem muss die Bundesregierung den Aktionsplan mit ausreichenden finanziellen und personellen Ressourcen ausstatten. Eine wichtige Maßnahme wäre unter anderem, spezifische 1325-Referate in allen zuständigen Ministerien einzurichten. Außerdem sind verbindliche und transparente Mechanismen der Rechenschaftslegung erforderlich.

Und schließlich sollte die Zivilgesellschaft an dem Monitoring der Umsetzung des Aktionsplans beteiligt werden.

PM Faktencheck: Initiative Lieferkettengesetz widerlegt irreführende Behauptungen von Wirtschaftsverbänden zur Unternehmenshaftung - Lieferkettengesetz ohne Haftung wirkungslos

agl - 3. September 2020 - 17:24

Berlin, 2.9.2020 - Vertreter der deutschen Wirtschaft wehren sich gegen das von den Bundesministern Gerd Müller und Hubertus Heil angekündigte Lieferkettengesetz. Insbesondere die Frage, ob deutsche Unternehmen für Menschen-rechtsverletzungen in Auslandsgeschäften zivilrechtlich haften müssen, ist umstritten. Darum hat die Initiative Liefer-kettengesetz heute eine Analyse vorgestellt, die zeigt: Ein starkes Lieferkettengesetz braucht eine Haftungsklausel.

 

Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung der Initiative Lieferkettengesetz.

 

Weiterführende Informationen:

 

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E+Z/D+C 2020/10 – covid – Jeffrey Moyo – authoritarianism

E+Z - 3. September 2020 - 14:43
Western embassies urge Zimbabwe’s government not to use Covid-19 as a cover for breaching human rights

Hopewell Chin’ono is an award-winning journalist. The latest scandal he uncovered concerned Zimbabwe’s health ministry and the misuse of Covid-19 funding. In July, the president fired the health minister. A little later, on 20 July, police broke into Chin’ono’s house and arrested him. After 45 days in prison, he was recently granted bail: $ 120. He stood accused of inciting public violence, not least because he endorsed a call to protest on 31 July in spite of lockdown. The protest never took place. His lawyer says he is ill and needs medical care.

Other opposition activists have experienced detention too. One of them is Jacob Ngarivhume, who also recently got bail. He tried to organise the 31 July protest. Others are Cecilia Chimbiri, Netsai Marova and Joana Momombe. The three youth leaders of the opposition party MDC Alliance were abducted from police, beaten and rearrested. They suffered multiple injuries. They are accused of having infringed on the lockdown by protesting.

According to the government, the lockdown serves to fight the spread of Covid-19. Activists see a malign angle however. Owen Dhliwayo, a prominent human-rights defender, says that the government has “taken advantage of the presence of coronavirus to bar anti-government protests”. In his eyes, the novel coronavirus is “providing a cover for human-rights violations”.

Diplomats from major western countries agree. On 20 August, several western embassies issued a joint statement, pointing out: “COVID-19 must not be used as an excuse to restrict citizens’ fundamental freedoms. Freedom of the press, of opinion, of expression and of assembly are all universally recognised human rights and are guaranteed by the Zimbabwean Constitution.” The heads of mission involved were from Britain, Canada, Germany, the Netherlands, Norway, Poland and the USA.

While Zimbabwe’s government denies it has done anything wrong, its critics feel reminded of the abusiveness that marked the rule of Mugabe, the independence leader and strongman who was in power from 1980 to 2017 and died last year.

Dewa Mavhinga, who is the southern Africa director of Human Rights Watch insists that Zimbabwe’s government must not dismiss claims of rights abuses. It must investigate them.

Link
Embassies’ statement:
https://zw.usembassy.gov/joint-statement-from-the-heads-of-missions-of-c...

Jeffrey Moyo is a journalist who lives in Harare, Zimbabwe.
moyojeffrey@gmail.com

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Climate change impacts on human (im-)mobility in Sub-Saharan Africa: recent trends and options for policy responses

DIE - 3. September 2020 - 9:02

This study examines the negative effects of climate change and how they relate to human mobility in designated countries located in East, West and Southern Africa. It outlines the risks on the livelihood faced by many Africans because of increasingly unpredictable weather events that complicate access to primary necessities while deteriorating health infrastructures and slowing down economic growth. Through the lenses of three major climate change impacts – namely: droughts, water scarcity and rainfall variability – it argues that environmental change risks to increase (forced) migration and the number of trapped populations unable to migrate. It concludes with a set of recommendations on how regional policymakers can best deal with future migration movements.

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Die globale Energiewende mit Open Source vorantreiben

reset - 3. September 2020 - 8:17
Mit frei verfügbaren Modellierungswerkzeugen zur Energiesystemoptimierung wollen Wissenschaftler*innen der Helmholtz-Gemeinschaft Kooperationen bei der Umsetzung der Energiewende erleichtern.
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Sind Sie #bereitzumwandel?

Misereor - 3. September 2020 - 8:15
Bereit zum Wandel? Unterzeichnen Sie den Aufruf #bereitzumwandel und setzen sich an der Seite MISEREORs für ein gutes Leben und eine sichere Zukunft ein – für alle Menschen.

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„Ita Feto Mos Bele – Wir Frauen können es auch!“ Wie ein „Flügel-Laden“ in Osttimor Freiheiten schenkt

Misereor - 3. September 2020 - 6:43
Das MISEREOR-Partnerprojekt CTID in Osttimor ist ein Ausbildungszentrum für Frauen. Hier wird ihre ökonomische Unabhängigkeit gefördert. Isabela hat das Start-Up-Programm bei CTID absolviert. Nun hilft sie anderen Frauen, ihren Weg zu gehen.

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UNICEF: Kindeswohl auch in reichen Ländern in Gefahr

Unicef - 3. September 2020 - 2:01
Mentale Probleme, Übergewicht und unzureichende schulische Kenntnisse kennzeichnen das Aufwachsen von viel zu vielen Kindern in wohlhabenden Ländern. Dies ist das Ergebnis der neuesten Report-Card des UNICEF-Forschungszentrums Innocenti.
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Werde Klimabotschafter*in für Mecklenburg-Vorpommern!

EINEWELTblabla - 2. September 2020 - 15:51

Schüler*innen in Mecklenburg-Vorpommern aufgepasst:

Ihr seid zwischen 13 und 20 Jahre alt? Klimawandel, Klimagerechtigkeit und Nachhaltigkeitsstrategien sind eure Themen? Schon länger sucht ihr einen Weg euch im Alltag mehr zu engagieren?

Vom 21. bis 26. September findet erstmals eine nicht-bundesweite Ausbildung zur Klimabotschafter*in in Malchin in Mecklenburg-Vorpommern statt. 15 Schüler*innen zwischen 13 und 20 Jahren lernen in 6 Tagen das Know-How und bekommen die Unterstützung an die Hand, um eigene regionale Klima-Projekte zu starten und als Klima-Botschafter*innen ihr Wissen in bundesweiten Workshops an andere Schüler*innen weiter zu geben. Unterstützt werden sie dabei von den jugendlichen Aktiven vom RUN (Rat für Umwelt und Nachhaltigkeit), der von Fridays for Future-Aktivist*innen in Mecklenburg-Vorpommern gegründet wurde. Neben der gemeinsamen Entwicklung von Konzepten für Workshops und dem Sammeln von Projektideen lernen die Schüler*innen auch Grundlagen in Projektmanagement, Moderation und Prozessbegleitung. Natürlich darf der Spaß dabei auch nicht fehlen.

Und das tolle ist: Die Ausbildung kostet euch nichts, da Fahrtkosten, Übernachtungskosten etc. übernommen werden.

Also meldet euch schnell an und bringt somit den Klimaschutz in eurer Region voran.

Anmeldung und weitere Informationen: http://www.schule-klima-wandel.de/termin/regionale-ausbildung-fuer-klima-botschafterinnen-in-mecklenburg-vorpommern/

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Risto za Namba Nane | Eine Reihe von Kurzgeschichten über die Auswirkungen von COVID-19 auf Kibera

DSW - 2. September 2020 - 15:27

Gastbeitrag mit freundlicher Genehmigung der Deutschen Botschaft Nairobi.

Nairobi, die Hauptstadt Kenias, ist in Zeiten von COVID-19 eine Stadt von gegensätzlichen Realitäten. Während es in einigen Vierteln still ist – die Straßen menschenleer, die Bewohner unsichtbar in üppigen Grünanlagen, ihre Häuser mit Wasser, Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs gefüllt – sieht Kibera, die größte informelle städtische Siedlung Afrikas und Heimat von Hunderttausenden von Menschen, einer anderen Realität ins Auge.

 

 

Die Zahlen der Volkszählungen variieren, aber UN Habitat schätzt, dass in dem dicht besiedelten Teil Nairobi’s 500.000 bis 700.000 Menschen leben. Armut definiert seit langem das tägliche Leben; COVID-19 ist nur ein weiteres Hindernis in einem Leben in Armut und Not. Die meisten Menschen bemühen sich täglich so sehr ums Überleben, dass die Bedrohung durch COVID-19 im Vergleich dazu verblasst.

Der Zugang zu Wasser ist extrem eingeschränkt. Mit nur 200 Wasserstellen für die rund 700.000 Bewohner ist regelmässiges Händewaschen fast unmöglich. Antibakterielle Handdesinfektionsmittel und Schutzmasken sind eine unerschwingliche Anschaffung und eine Selbstquarantäne ist einfach keine Alternative. Die Aufrechterhaltung der physischen Distanz in Kibera ist unmöglich: Die Menschen leben in winzigen, überfüllten Häusern. Diese Bedingungen machen es allzu leicht für eine Virus wie COVID-19 sich auszubreiten.

Nachdem der erste Fall in Kenia festgestellt worden war, hat die Regierung am 12. März umfassende Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung von COVID-19 zu verlangsamen. Von 19.00 Uhr bis 5.00 Uhr (seit kurzem von 21.00 Uhr bis 4.00 Uhr morgens) werden in Nairobi alle Aktivitäten eingestellt. Die Ausgangssperre, mit der die Ausbreitung von COVID-19 gestoppt werden soll, hat ganz eigene Konsequenzen: Verlust des Arbeitsplatzes und Unfähigkeit, die Familie zu ernähren oder Miete zu zahlen. Die meisten Einwohner von Kibera sind Tagelöhner, die keine oder nur wenige Ressourcen haben; das bedeutet, dass sie arbeiten müssen, um genug Geld zu verdienen, um Nahrung für ihre Familien und andere Grundbedürfnisse wie Miete zu bekommen.

Doch Kibera lässt sich kaum zu einem Ort der Armut und Not reduzieren. Vielmehr ist Kibera eine Mischung aus Vielfalt, Lebendigkeit und Talent – besonders in Zeiten von COVID-19, in denen die Menschen in Kibera in der engen Gemeinschaft Kraft finden. Es gibt unzählige Geschichten, die darauf warten, erzählt zu werden; Geschichten, in denen die Menschen ihr Schicksal selbst in die Hand genommen haben; Geschichten, die der Gemeinschaft Hoffnung geben; denn selbst in den angstvollsten Zeiten gibt es Hoffnung.

Mit “Risto Za Namba Nane” wollen Stephen Okoth Ochieng – bekannt als Ondivow oder Picha Marangi (“farbenfrohe Bilder”) – ein Filmemacher und Stylist aus Kibera und Chris Innocent Owino – bekannt als Imchristogram – CEO und Gründer von NovatechMedia, einer Gemeinschaft von Kreativen, die sich leidenschaftlich für Projekte engagieren, die ein transformatives Potenzial für die Gesellschaft Kenias haben – das Narrativ ändern, das Kibera in Zeiten von COVID-19 beherrscht.

Ja, ich komme von einem Ort, den viele als einen Hort von Krankheit, Verzweiflung und Unordnung, von Armut und Not gemalt haben. Aber trotz der harten Realität des täglichen Lebens gibt es Geschichten von Freude und Glück. Meine Mission ist es, diese Geschichten ans Licht und dadurch Hoffnung nach Kibera zu bringen – und von Kibera aus in die Welt.

Folgen Sie @Ondivow Photography und @NovatechMedia, um über dieses spannende Projekt auf dem Laufenden zu bleiben!

Das Projekt wird von der Deutschen Botschaft Nairobi unterstützt!

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Cotonou-Folgeabkommen auf der Zielgeraden

EurActiv - 2. September 2020 - 14:52
Der deutlich verspätete Nachfolger des Cotonou-Abkommens zwischen der EU und den AKP-Staaten scheint sich der Ziellinie zu nähern. Die Erfolgschancen, in diesem Jahr ein Folgeabkommen zu erreichen, liegen nach Ansicht beider Seiten bei "99 Prozent".
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Jetzt mitmachen: E-Mail an Peter Altmaier

SID Blog - 2. September 2020 - 11:56
Newsletter 04-2020

Liebe Leser*innen,

liebe SÜDWIND Interessierte,

über 200.000 Menschen haben die Petition für ein Lieferkettengesetz unterschrieben, im Koalitionsvertrag ist ein solches Gesetz gar verankert. Und dennoch versucht Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU/CSU) die Vorstöße zu einem wirkungsvollen Gesetz zu verwässern oder gar ganz zu blockieren. 
Machen Sie mit und helfen Sie uns, den Druck auf Herrn Altmaier zu erhöhen. Zu unserer E-Mail Aktion erfahren Sie weiter unten mehr.

Außerdem haben wir tolle Nachrichten in eigener Sache und neue Artikel auf dem EU-Afrika Blog.

Kommen Sie gesund durch den Spätsommer!
Das SÜDWIND-Team wünscht eine anregende Lektüre

SÜDWIND intern
Jahrespartnerschaft 2021

SÜDWIND wird im Jahr 2021 Jahrespartner der Stadt Bonn. Wir begrüßen die Entscheidung, die der Ausschuss für Internationales und Wissenschaft der Stadt am 13. August getroffen hat und freuen uns auf die einjährige Partnerschaft. Die Jahrespartnerschaft wird seit zehn Jahren an eine wechselnde, internationale Organisation in Bonn vergeben, auch als Beitrag einer vertieften kommunalen und internationalen Zusammenarbeit. Die Stadt würdigt das Institut damit in einem ganz besonderen Jahr: 2021 wird SÜDWIND sein 30-jähriges Bestehen feiern.

Vera Schumacher zurück aus Elternzeit

Nach 18 Monaten freuen wir uns, dass unsere Kollegin Vera Schumacher zurück ist aus der Elternzeit.
Ab sofort ist Vera wieder zuständig für alle Fragen rund um Mitgliedschaft und Spenden.
Das Resort Öffentlichkeitsarbeit bleibt bei Nathalie Grychtol, sie war vor eineinhalb Jahren als Elternzeitvertretung zu SÜDWIND gekommen.

EU-Afrika-Blog
Schwerpunkt Migration Auf Einladung Italiens widmete sich am 13.07.2020 eine Online-Konferenz einiger Innenminister der EU mit ihren nordafrikanischen Kollegen aus Algerien, Libyen, Mauretanien, Marokko und Tunesien dem „Kampf gegen Menschenschmuggel" und formulierte als Ziel die „Verringerung des menschlichen Leids, der Ausbeutung verletzlicher Menschen und des Verlusts von Menschenleben auf See". Solange aber ein nach Afrika vorgelagerter Grenzschutz und die Abschottung das Angebot der EU an die Partner ist, wird eine menschenwürdige Migrationspolitik auf Augenhöhe kaum möglich sein. Lesen Sie mehr zu der Konferenz und der „freiwilligen Rückkehr" auf dem EU-Afrika Blog.
Kampagnen
Zwangsarbeit in Xinjiang stoppen!

20 Prozent der weltweit verarbeiteten Baumwolle stammen aus Xinjiang. Somit ist in jeder fünften Baumwolltextilie das Risiko von Zwangsarbeit enthalten: Millionen Uyghur*innen werden in der Autonomen Region Xinjiang und in Fabriken innerhalb Chinas im Rahmen von „Umerziehungsmaßnahmen" zur Arbeit gezwungen, auch in der Baumwollproduktion und der Textilindustrie. Textil- und Bekleidungsunternehmen außerhalb Chinas profitieren von diesen Zuständen. Gemeinsam mit einem internationalen Bündnis fordert SÜDWIND daher alle Unternehmen, die (Vor-)Produkte aus Xinjiang beziehen, dazu auf, sicherzustellen, dass ihre Produkte keine Zwangsarbeit enthalten. Den Aufruf der internationalen Kampagne können Sie hier nachlesen. Auf dem SÜDWIND-Blog sind Hintergrundartikel zu Xinjiang, der neuen Seidenstraße und dem Einfluss von Corona erschienen.

Gegen die Blockade von Menschenrechten und Umweltschutz: Protestmail zum Lieferkettengesetz an Minister Altmaier

Die Diskussion um ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist in den vergangenen Wochen mit großen Schritten vorangekommen: Nachdem auch eine zweite und abschließende Unternehmensbefragung zu dem Ergebnis kam, dass nur wenige Unternehmen ausreichende Maßnahmen ergreifen, um Menschenrechtsverstößen in ihren Lieferketten zu begegnen, kündigten Entwicklungsminister Müller und Arbeitsminister Heil an, nach Abstimmung von Eckpunkten im Kabinett einen Gesetzesentwurf vorzulegen. Gespannt erwarten wir nun den Entwurf. Doch der Kampf um das Gesetz und seine Inhalte wird hart: Denn weiterhin blockiert Wirtschaftsminister Altmaier eine gesetzliche Regelung. Gegen seinen Kurs des Verwässerns und Verzögerns machen wir mit der Initiative Lieferkettengesetz mobil: Senden Sie hier eine Protestmail an den Wirtschaftsminister. Protestpostkarten können bei der Initiative Lieferkettengesetz bestellt werden.

Handreichung zum kirchlichen Engagement wieder bestellbar

Nachdem unsere Handreichungen zum kirchlichen Engagement in der Initiative Lieferkettengesetz zwischenzeitlich vergriffen waren, sind sie jetzt in leicht aktualisierter Fassung hier wieder bestellbar. Sie enthält  Bausteine für Gottesdienste und politische Abendgebete unter dem Leitvers "Schafft Recht und Gerechtigkeit" (Jeremia 22,3) und weitere Anregungen für Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen. Der Handreichung beigefügt ist ein Informationsblatt zum Engagement für ein Lieferkettengesetz in Zeiten der Corona-Pandemie.

Covid-19 und...
...das Engagement in der Initiative Lieferkettengesetz

Die Corona-Pandemie und die gebotenen Kontaktbeschränkungen stellen auch das Engagement für ein Lieferkettengesetz vor Herausforderungen. Wir müssen neue Formen des Aktivwerdens finden und in unserer Ansprache auf die veränderte Situation eingehen. Doch gerade die Auswirkungen der Pandemie in den globalen Lieferketten zeigen: Der Einsatz für einen gesetzlichen Rahmen ist jetzt wichtiger denn je. Möglichkeiten des Aktivwerdens in Zeiten der Corona-Pandemie werden in einem neuen Informationspapier vorgestellt, das hier bestellt werden kann. Auch haben wir noch Sprühkreideschablonen vorrätig.

Termine
+++ 17.09.: Rheine - Menschenrechte achten – Diskussion zum Lieferkettengesetz
+++ 22.09.: Webseminar – Was ändert ein Lieferkettengesetz? Perspektiven aus dem Globalen Süden
+++ 22.09.: Hilden – Ende der Freiwilligkeit. Die Diskussion um ein Lieferkettengesetz
+++ 06.-12.10.: Online-Seminar-Reihe Nachhaltige Elektronik – Politische Lösungsansätze zu Rohstoffen und Menschenrechten
+++ 16.11.: Webseminar – Geschlechtergerechtigkeit in weltweiten Lieferketten
MITMACHEN
Seit fast 30 Jahren engagiert sich SÜDWIND für wirtschaftliche, soziale und ökologische Gerechtigkeit weltweit. Anhand von konkreten Beispielen zu Missständen decken wir ungerechte Strukturen auf. Dabei verbinden wir unsere Recherchen mit entwicklungspolitischer Bildungs-und Öffentlichkeitsarbeit und tragen Forderungen in Kampagnen, Gesellschaft, Unternehmen und Politik. SÜDWIND arbeitet gemeinnützig und unabhängig. Finanziert wird SÜDWIND aus Zuschüssen, Einnahmen aus Auftragstätigkeiten sowie Mitgliedsbeiträgen und Spenden. Werden auch Sie jetzt Mitglied.

KONTAKT
SÜDWIND e.V.
Kaiserstraße 201                                                                       
53113 Bonn
Tel.: +49 (0)228-763698-0
Fax: +49 (0)228-763698-22

E-Mail: info@suedwind-institut.de
Website: www.suedwind-institut.de
Gefördert aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes durch Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst, durch den Evangelischen Kirchenverband Köln und Region und die Evangelische Kirche im Rheinland.

Verband des Fairen Handels fordert Fairen Neustart

SID Blog - 2. September 2020 - 11:55
Berlin, 02.09.2020 – Anlässlich seiner Jahrespressekonferenz fordert das Forum Fairer Handel (FFH) einen fairen Neustart nach der Covid-19-Krise, der sich an sozialen und ökologischen Kriterien ausrichten muss. Der Faire Handel in Deutschland blickt in 2020 auf 50 Jahre zurück und konnte viel bewegen. „In einem ‚normalen' Jubiläumsjahr wären die positiven Umsatzzahlen des Fairen Handels in Deutschland ein Grund zur Freude gewesen", erklärt Matthias Fiedler, Geschäftsführer des Forum Fairer Handel. „Doch die Prognose für 2020 gibt uns Anlass zur Sorge und offenbart einen grundlegenden Missstand im Welthandel: Unternehmen, die sich solidarisch mit ihren Partnern zeigen und Menschen und Umwelt generell über den Profit stellen, haben im bestehenden Wirtschaftssystem das Nachsehen", kritisiert Fiedler. „Für eine zukunftsfähige Weltwirtschaft muss das Prinzip ‚Menschen und Umwelt vor Profit' zum Standard werden", erklärt Andrea Fütterer, Vorstandsvorsitzende des Forum Fairer Handel. „Doch dafür haben wir keine weiteren 50 Jahre Zeit", ergänzt sie.

Fairer Handel im Geschäftsjahr 2019 weiterhin „im Aufwind"

Im Geschäftsjahr 2019 gaben die Verbraucher*innen in Deutschland 1,85 Milliarden Euro für Produkte aus Fairem Handel aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Zuwachs von 9 %. Innerhalb der letzten sieben Jahre hat sich der Umsatz im Fairen Handel fast verdreifacht. Im Durchschnitt gaben die Verbraucher*innen in Deutschland pro Kopf 22,23 Euro für faire Lebensmittel und Handwerksprodukte aus. „Vor dem Hintergrund des 50-jährigen Bestehens der Fair-Handels-Bewegung in Deutschland freuen wir uns besonders darüber, dass die Pioniere' des Fairen Handels, die Weltläden und Weltgruppen sowie die Fair-Handels-Unternehmen ein gutes Umsatzplus aufweisen", erklärt Matthias Fiedler.  Die anerkannten Fair-Handels-Unternehmen vertrieben im vergangenen Jahr fair gehandelte Waren im Wert von 226 Millionen Euro (+ 8 %). In den Weltläden, den Fachgeschäften des Fairen Handels, wurden Waren im Wert von 83 Millionen Euro verkauft (+ 6 %). Wie auch in den Vorjahren wurde der größte Teil des Umsatzes mit Fairtrade-gesiegelten Produkten generiert (1,49 Milliarden, + 9,7 %).

 

Fairer Kaffee: Eine relative Erfolgsgeschichte

Das umsatzstärkste Produkt im Fairen Handel, der Kaffee, ist weiterhin auf dem Weg aus der Nische. Doch mit 6,7 % Marktanteil in Deutschland ist der Einfluss auf die Ungerechtigkeiten des globalen Kaffeemarktes aus Sicht der Produzent*innen noch immer zu gering. „Der Weg zu gerechten globalen Handelsstrukturen bleibt steinig, zumal die COVID-19-Krise die ausbeuterischen Mechanismen entlang globaler Lieferketten sogar zum Teil verstärkt. Sie hat drastisch offenbart, dass viele konventionelle Lieferketten nicht krisenfest, geschweige denn fair und nachhaltig sind", betont Matthias Fiedler. Dass Selbstverpflichtungen von Unternehmen nicht ausreichen, um die Ausbeutung entlang internationaler Lieferketten zu stoppen, zeigt der konventionelle Kakaosektor. Immer noch leben viele der weltweit ca. 5,5 Millionen Kakaobäuer*innen und ihre Familien unterhalb der international definierten Armutsgrenze und arbeiten Millionen Kinder unter ausbeuterischen Bedingungen auf Kakaoplantagen – und das, obwohl die Kakaoindustrie sich schon 2001 dazu verpflichtet hat, die schlimmsten Formen der Kinderarbeit zu beenden.

 

Solidarisch durch die Krise: Fairer Handel in Zeiten von Corona

Auch die Akteure des Fairen Handels agieren im bestehenden Wirtschaftssystem und unterliegen dabei Wettbewerbsnachteilen, weil sie viel in die Unterstützung ihrer Handelspartner investieren. Während große konventionelle Handelsunternehmen Aufträge stornieren, steht der Faire Handel weiterhin zu seinen Zusagen, finanziert seine Lieferungen vor und unterstützt seine Handelspartner auf vielfältige Weise – sei es durch Solidaritäts- und Spendenaktionen oder mit ganz konkreten Hilfeleistungen an Handelspartner. FFH-Vorstandsvorsitzende Andrea Fütterer bringt den Unterschied auf den Punkt: „Fair-Handels-Unternehmen wollen die Krise gemeinsam mit ihren Handelspartnern überstehen, nicht auf deren Kosten." Von der Politik fordert sie, dass solche zukunftstauglichen und dem Gemeinwohl verpflichteten Handelspraktiken zur Leitlinie einer neuen Handelspolitik nach Covid-19 gemacht werden.

 

Prognose für 2020

Wie fällt also die Prognose für den Fairen Handel in 2020 aus? Aufgrund der Schließung vieler Weltläden im Frühjahr, voraussichtlicher steigender Lieferkosten sowie Transportschwierigkeiten aus dem Globalen Süden, wird es im Geschäftsjahr 2020 in vielen Bereichen zu Umsatzeinbußen kommen. Obwohl sich die Lage im Lebensmittelbereich im Juni und Juli etwas entspannt hat, bleibt die Situation trotzdem prekär. Vor allem im Bereich Handwerk sind die Prognosen deutlich schlechter. Hier werden Einbußen von 10 bis 20 % befürchtet. „Das ist insofern dramatisch, als dass Handwerksproduzent*innen häufig keine andere wirtschaftliche Tätigkeit ausüben können und selten Land für die Eigenversorgung besitzen. Ihre Situation ist also besonders kritisch", erklärt Andrea Fütterer.

 

Fairer Neustart nach Covid-19

„Wir brauchen ein System, in dem die Differenzierung zwischen ‚fairem' und ‚konventionellem' Handel obsolet wird, weil ein nach ökologischen und sozialen Kriterien ausgerichteter Fairer Handel der Standard geworden ist", erklärt Matthias Fiedler. Ein starkes Lieferkettengesetz und das Verbot von unfairen Handelspraktiken wären wichtige erste Schritte zu einer Handelspolitik, die den Menschen und die Natur in den Vordergrund stellt und sich damit als zukunftsfähig erweist. 

Service

Die Broschüre „Aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel 2020" sowie das Factsheet „Auf einen Blick: Aktuelle Entwicklungen im Fairen Handel" sowie Infografiken zur honorarfreien Verwendung stehen Ihnen am 02.09. ab ca. 10:30 Uhr unter www.forum-fairer-handel.de/presse als Download zur Verfügung.



 

EWIK Newsletter September: Frieden

SID Blog - 2. September 2020 - 11:54

Newsletter Eine Welt Internet Konferenz

Der Infodienst des Portals Globales Lernen

Ausgabe September 2020: Frieden

Liebe Leserinnen und Leser,

im Februar hatte ich begonnen, die ersten Zeilen für dieses Editorial zu schreiben. Davon ist nicht viel übrig geblieben. Ich hätte mir „damals" nicht vorstellen können, dass ein Virus innerhalb kürzester Zeit die ohnehin fragile Weltordnung so radikal in Frage stellen kann.

Wie schön wäre es gewesen, wenn wir angesichts der plötzlichen Infragestellung eigener Gesundheit sensibler, friedlicher geworden wären. Warum gelang es nicht, global-menschlich die notwendigen Schritte gemeinsam zu gehen? Statt gegenseitiger Hilfe tun sich dagegen neue Konflikte auf. Dabei macht Corona uns klar, dass wir alle in einem Boot, auf einer Erde sitzen. Niemand ist vor Covid-19 sicher. Auch die größten Volkswirtschaften sind bedroht. Da sollte es doch möglich sein, Frieden neu zu denken und zwar umfassend. Stattdessen: geschlossene Grenzen, ausgegrenzte Menschen, im Stich gelassene Kontinente.

Es wird viel über die Langzeitwirkung einer Corona-Erkrankung gerätselt. Aber nicht nur Menschen, auch die Welt wird sich von dieser Pandemie nur schwer erholen, und es werden Langzeitfolgen bleiben, die wir heute noch nicht überblicken können. Das ohnehin vorhandene Versagen in Bezug auf Klima, Bildung, Ernährung, Chancengleichheit verstärkt sich vor allem in den Ländern, die auch vorher schon abgehängt waren.  

Kurz vor Ausbruch des Golfkrieges im Jahr 2003 entwickelten wir ein neues Friedenssymbol, das „Weiße Friedensband", das später unserem Verein den Namen gab. Das geschah unter dem Slogan „Konflikte friedlich lösen". Wir übersetzten diesen Satz in fünf Sprachen, machten ein Foto und verschickten die Mail an 180 Friedensorganisationen weltweit und produzierten zigtausend Satinschleifen.

Es waren vor allem die Gespräche mit den Jugendlichen auf den Straßen und bei den Demos, die uns dazu bewegten, Bildungsaktionen mit und für Jugendliche zu entwickeln. Die Jugendlichen brachten es damals auf den Punkt: „Wir brauchen Werkzeuge gegen die Borniertheit der Erwachsenen. Sie verstehen einfach nicht, dass sie nicht das Beste für uns tun, sondern eine kaputte Welt hinterlassen." Eigentlich ist es gar nicht so schwer: Lasst doch einfach die Kluft zwischen Sprechen und Handeln kleiner machen.

Das geht nur, wenn wir die Jugendlichen stärker beteiligen! Wir brauchen also mehr Friedenspädagogik in Schule und Jugendarbeit, aber auch eine Erwachsenenbildung, die sich  Verschwörungstheorien entgegenstellt und Feindbilder abbaut. 

In dieser Newsletter-Ausgabe finden sich entsprechend Material- und Medienhinweise zum Thema Frieden und Verständigung, Aktions- und Fortbildungsangebote sowie Hintergrundinformationen. Außerdem lohnt ein Blick auf unsere schwerpunktunabhängigen aktuellen Meldungen und die letzten Beiträge vom Blog EineWeltBlaBla.

Anregende Lektüre!

Günter HaverkampAktion Weißes Friedensband e.V.
EWIK-Kooperationspartner
Aktuelles

Interkulturelle Woche 2020: Zusammen leben, zusammen wachsen

"Zusammen leben, zusammen wachsen. So lautet das Motto der Interkulturellen Woche (IKW) 2020, die vom 27. September bis 4. Oktober stattfindet. Die Interkulturelle Woche (IKW) setzt sich für ein gutes Zusammenleben aller in Vielfalt und Respekt ein. Das ist nötiger denn je, denn die Akteure, die spalten, hetzen, aufwiegeln und vermeintlich einfache Lösungen für komplexe Probleme an­bieten, werden stärker. Die Zivilgesellschaft hält dagegen: Gegen Ausgrenzung und Rassismus und für gleich­berechtigte Partizipation setzen sich die vielen tausend Aktiven ein, die die IKW vor Ort vorbereiten und durchführen. Die Themen 2020: "Bedrohte Räume der Vielfaltsgesellschaft", "Flucht und kommunale Handlungsmöglichkeiten" und "Ankommen - Gestalten - Verteidigen?".

Digitalisierung und globale Gerechtigkeit – 17. Brebit

Die BREBIT 2020 mit dem Jahresthema "Mehr als Smartboards, Likes und Influencer. #Digitalisierung und globale Gerechtigkeit" findet vom 24. August bis 4. Dezember 2020 im ganzen Land Brandenburg statt. Im Rahmen zahlreicher Veranstaltungen möchte die BREBIT den Teilnehmenden vermitteln, dass Digitalisierung als technische und gesellschaftliche Entwicklung für Fragen globaler Gerechtigkeit relevant ist. Der aktuelle BREBIT-Katalog mit 70 Angeboten für Schulen ist jetzt verfügbar.

Förderprogramm "Bildungsarbeit in Schulen zu Kolonialismus und Verantwortung" (BIKO)

Die Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Familie Berlin implementiert ein Förderprogramm "Bildungsarbeit in Schulen zu Kolonialismus und Verantwortung" (BIKO). Das Programm soll einen Beitrag dazu leisten, dass Berlin seiner Rolle und historischen Verantwortung im Zeitalter des deutschen und europäischen Kolonialismus gerecht wird und eine intensivere und differenziertere gesellschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Kolonialismus angeregt wird. Gefördert werden Projekte der schulischen Bildungsarbeit wie Projekttage/Projektwochen, Fortbildungen, Entwicklung und Erstellung von Unterrichtsmaterialien oder pädagogischen Begleitkonzepten/Begleitmaterialien zu Ausstellungen oder Erinnerungsorten.

Umfrage für Eine-Welt-Akteur*innen in NRW

Die weltweite Corona-Pandemie hat unsere Welt in vielen Bereichen ins Stocken gebracht. Auch die Eine Welt-Arbeit in NRW hat sich mit und durch das Covia-19-Virus enorm verändert. Doch mit welchen internen und externen Herausforderungen sehen sich Engagierte abseits von Corona konfrontiert? Konnten einige Herausforderungen bereits gelöst werden? Welche Zielgruppe möchten sie ansprechen? Wie gelingt die Vernetzung mit anderen Akteur*innen? Das Eine Welt Netz NRW möchte es ganz genau wissen und sucht engagierte Personen aus Gruppen, Vereinen, Weltläden und Kommunen, die sich an einer Umfrage zum Eine Welt-Engagement in NRW beteiligen.

F.A.Z.-Schulprojekt zur amerikanischen Wahl – Students for President

Der Wettbewerb "Students for President" der Partner Google und Frankfurter Allgemeine Zeitung beschäftigt sich mit dem amerikanischen Wahlkampf 2020. Er verfolgt das Ziel, das politische Bewusstsein von Schüler*innen zu schärfen und sie gegen Fake News zu wappnen. Die Schüler*innen schreiben oder filmen aus der Perspektive des siegreichen Kandidaten eine fiktive, aber realistische Rede. Für die Teilnahme am Wettbewerb können sich Lehrkräfte mit ihren Klassen, Kursen oder Projektgruppen bis zum 14. September 2020 anmelden. Alle Teilnehmer des Wettbewerbs erhalten die digitale F.A.Z. inkl. F.A.S. kostenfrei sowie umfangreiches begleitendes Unterrichtsmaterial.

Entwicklungspolitisches Engagement mit neuen Formen der Beteiligung

Entwicklungspolitische Vereine und Studierende erarbeiten gemeinsam neue und attraktive Formen des Engagements für junge Mitstreiter*innen und liefern neue Impulse für die Vereinsarbeit. Im Projekt "Engagement 2030" bringt finep diese Akteursgruppen in Kooperation mit drei baden-württembergischen Hochschulen zusammen.

Zum Schwerpunkt: Bildungsmaterialien

„Damit es nicht gleich kracht!" – Unterrichtsmaterialien und Wettbewerb zum Thema Frieden und Gerechtigkeit

In diesem von MISEREOR und dem Auer-Schulbuchverlag realisierten Unterrichtsmaterial werden unterschiedliche Aspekte von Frieden und Gerechtigkeit anhand von elf Länderbeispielen aus Afrika, Asien und Lateinamerika näher beleuchtet. Abwechslungsreiche Texte und Arbeitsblätter bieten spannende Einblicke: ob Rohstoffe im Kongo oder der lange Weg zum Frieden in Kolumbien. Das Material eignet sich für den gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht in den Klassen 8-13.

Frieden und Sicherheit 

Das aktuelle Schülermagazin und die Lehrerhandreichung von "Frieden & Sicherheit" ermöglichen Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrkräften einen kompakten Einblick in die internationale Friedens- und Sicherheitspolitik. Sie vermitteln Orientierungswissen zur Einordnung und Bewertung aktueller Krisen und Konflikte sowie politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und militärischer Instrumente zur internationalen Friedenssicherung. Die Unterrichtsmaterialien "Frieden & Sicherheit" sind vor allem für den Politik-, Sozialkunde- oder Gemeinschaftskundeunterricht in den Klassen 9 und 10 und in der Sekundarstufe II konzipiert.

Beethoven Moves! Mit Musik für solidarisches Zusammenleben

Zum 250. Geburtstag Beethovens können Lehrer*innen mit dieser Handreichung gemeinsam mit ihrer Klasse erfahren, wie Beethovens Musik unser Zusammenleben bewegt. Das Material ist Teil des globalen Kunst- und Bildungsprojekts "Beethoven Moves!", das Don Bosco Mission Bonn gemeinsam mit dem Beethoven Orchester Bonn durchführt und damit ein Zeichen gegen Gewalt und Ausgrenzung setzen möchte.


Kinder und Jugendliche für Frieden und Verständigung: Frieden lernen am Beispiel des Nahostkonflikts

Seit 1999 arbeitet das Forum Ziviler Friedensdienst e.V. (forumZFD) gemeinsam mit lokalen Partnerorganisationen in Israel & Palästina für den Frieden. Mit diesem Heft lädt forumZFD Lehrkräfte ein, mehr über Friedensarbeit in dieser Region zu lernen. Ganz besonders richtet sich dieses Heft an alle Schulen, die an einem der Friedensläufe zur Unterstützung des forumZFD teilnehmen (in 2020 gibt es andere Aktionsmöglichkeiten, siehe unter Aktionen). Begleitend zu dem sportlichen Einsatz vermittelt das Unterrichtsheft Kindern und Jugendlichen der Jahrgangsstufen 3-6 in vier Unterrichtseinheiten einen Einblick in die Lebenswirklichkeit arabischer und jüdischer Kinder und Jugendlicher aus Jerusalem und Haifa.

Das neue Begleitheft zum Lateinamerika Puzzle von Bildung trifft Entwicklung (BtE)

Im neuen Begleitheft zum beliebten Lateinamerika-Puzzle möchte BtE den unterschiedlichen Perspektiven zu Umwelt- und Klimafragen, Ungleichheit und Unabhängigkeitsverhältnissen mit Hilfe von zahlreichen Zitaten und Bildern Raum geben und für Migrationsbewegungen sowie Friedensinitiativen in und aus Lateinamerika sensibilisieren. Die Übungsanregungen sollen zur Bildungsarbeit mit dem Puzzle inspirieren.

"Gib Frieden!": Vorurteile überwinden – das Fremde kennen lernen – die Gesellschaft gestalten 

In diesem Unterrichtsmaterial zur MISEREOR/BDKJ-Jugendaktion 2020 werden verschiedene Wege aufgegriffen, die den Jugendlichen zeigen, wie sie eine friedliche Gesellschaft gestalten können – ganz ohne Vorurteile und mit einem offenen Blick auf das Fremde.

Materialien der "Sternsinger" zum Thema Frieden

Das Kindermissionswerk 'Die Sternsinger' bietet eine Reihe von Materialien und Medien zum Thema Frieden für den Einsatz in der Kita und den Sekundarstufen an, u.a. den Film "Willi im Libanon" mit Begleitheft oder das KITA-Sonderheft zum Thema "Wir entdecken die Weltreligionen". Alle Materialien sind kostenlos bestell- und downloadbar.

Lernarrangements des EPiZ Reutlingen zum Thema Frieden

Das Entwicklungspädagogische Informationszentrum Reutlingen - EPiZ hält zum Thema Frieden zwei Lernarrangements bereit: so bietet die „Friedenskiste" Informationen, Spiele, Kopiervorlagen und didaktische Anregungen für die Arbeit mit Vorschulkindern. Eine „Friedenstasche" zum SDG 16 richtet sich an Schüler*innen der Sek. I, die an verschiedenen Stationen dazu angeregt werden, sich kreativ, mit Bezug zur eigenen Lebenswelt und unter Einbezug unterschiedlicher Perspektiven mit Aspekten zum Thema „Frieden" auseinanderzusetzen. Zum Schwerpunkt: Multimediales
Jetzt mal ganz friedlich: Zuhören, wie Frieden gemacht wird. Ein Podcast des Zivilen Friedensdienstes

Krieg vom Zaun brechen geht einfach. Aber wie macht man eigentlich Frieden? Jule Koch und Sebastian Niesar sprechen in dieser Podcast-Reihe mit dem Titel "Jetzt mal ganz friedlich" mit Kolleginnen und Kollegen, die das versuchen. Damit geben sie Einblicke in die Lebensrealitäten in Krisenregionen und erzählen Geschichten aus der internationalen Friedensarbeit.

Corona-Blog des Zivilen Friedensdienstes

Die Projektpartner*innen des Zivilen Friedensdienstes haben ihre Friedensarbeit schnell an die neuen Herausforderungen der Pandemie angepasst. Das Online-Portal stellt zahlreiche Beispiele dieser Arbeit aus verschiedenen Ländern des Globalen Südens vor.

Planspiel "Ach und Krach" zum Thema Frieden

Das Planspiel "Ach und Krach" in Stelzenbach thematisiert friedensethische Fragestellungen ausgehend von der Thematik Waffenhandel. Die Themen Waffenhandel sowie Ethik und Verantwortung stehen im Mittelpunkt des im Zentrum für Konfliktforschung in Marburg erarbeiteten Materials. Die hier vorliegende aktualisierte und erweiterte Fassung wurde 2017 von der BDKJ-Bundesstelle erstellt. Das Spiel ist für Jugendliche ab einem Alter von etwa 15 Jahren geeignet.

Bilderset „Menschen im Krieg – Menschen gegen Krieg" – 40 Fotos für den Frieden

Mit dem Bilderset "Menschen im Krieg – Menschen gegen Krieg" hat die Servicestelle Friedensbildung bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (LpB) ein neues Lernmedium für den Einsatz im schulischen wie außerschulischen Unterricht entwickelt. Das Bilderset enthält 40 nach friedenspädagogischen Kriterien ausgewählte Fotos, mit denen sich Kinder und Jugendliche niederschwellig konkreten Krisen und Konflikten wie dem Syrienkrieg nähern können. Sie werden angeregt, über Kriegsfolgen nachzudenken und auch über Motivationsgründe für Menschen, sich an Kriegen zu beteiligen. In einer Begleitbroschüre finden sich didaktische Anregungen und Hinweise.

SDG 16 vor Ort umsetzen: ein Interview-Videoclip

Engagierte aus dem Programm "Weltoffen-Solidarisch-Dialogisch (WSD)" haben Menschen in Ostdeutschland befragt, was für sie eine friedliche und inklusive Gesellschaft ist. Herausgekommen ist ein 14-minütiges Video, in dem ganz unterschiedliche Menschen, vom Bürgermeister über geflüchtete Frauen bis hin einem Buchhändler berichten, unter welchen Bedingungen für sie das Nachhaltigkeitsziel SDG 16 vor Ort Realität wird.
Zum Schwerpunkt: Aktionen, Angebote, Fortbildungen

Transformative Friedenspädagogik: Vom Konflikt zum Dialog in Theorie und Praxis

Der Kurs bietet die Möglichkeit, sich mit dem State of the Art der Friedenspädagogik sowohl auf theoretischer als auch praktischer Ebene auseinanderzusetzen und sich fachspezifisches Wissen und Kompetenzen in der Vermittlung verschiedener Inhalte anzueignen. Der Kurs richtet sich an Mitarbeiter*innen von NGOs, Stiftungen, Ministerien und Fördereinrichtungen sowie an interessierte Pädagog*innen, die im praxisnahen Feld im In- und Ausland tätig sind.

Kreativ im Konflikt. Eine theaterpädagogische Fortbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung

Kreativ im Konflikt ist eine theaterpädagogische Fortbildung in gewaltfreier Konfliktbearbeitung der KURVE Wustrow von Januar bis September 2021. Dieser Grundkurs eröffnet einen spielerischen Zugang zu Konflikten und lässt neue Perspektiven und Handlungsmöglichkeiten entstehen. Es kommen sowohl Techniken aus der gewaltfreien Konfliktbearbeitung und Konfliktanalyse als auch Theatermethoden von Augusto Boal zur Anwendung.
Der Kurs findet in Zusammenarbeit mit dem Friedenskreis Halle seit vielen Jahren statt und bietet die Möglichkeit eines professionellen Einstiegs in den Bereich der Konfliktbearbeitung.

Referent*innenvermittlung zum Thema Friedensbildung in Niedersachsen

Expert*innen in ziviler Konfliktbearbeitung stehen bereit, um an niedersächsischen Schulen und in der außerschulischen Bildung über ihre Einsätze in Krisen- und Kriegsgebieten zu berichten und über Grundsätze der zivilen Konfliktbearbeitung sowie deren Chancen und Risiken zu diskutieren. Das Angebot gilt ab Klasse 9 in allen Schulformen. Es handelt sich um ein Projekt der Evangelischen Erwachsenenbildung Niedersachsen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Kultusministerium.

Multiplikator*innenWERKSTATT für friedenspolitische Bildungsarbeit 2020

Angeleitet durch eine Theaterpädagogin entwickeln die Teilnehmenden dieses Fortbildungsangebots des Zivilen Friedensdienstes Ideen, Inhalte und Methoden für friedenspolitische Workshops in Schulen. Alle Teilnehmenden qualifizieren sich für die Aufnahme in einen festen Pool an Bildungsreferent*innen, mit denen das forumZFD eine langfristige (freie) Zusammenarbeit plant.

Lernen und Laufen für den Frieden - Spendenaktionen statt Friedensläufe

15.000 Schüler*innen wollten bei den Friedensläufen des forumZFD an den Start gehen. Nach der Absage aufgrund von Covid-19 können einzelne Schüler*innen und ganze Klassen nun in wenigen Schritten eine eigene Spendenaktion starten. Ob Friedenslauf, Rad fahren, Skaten, Postkarten schreiben, eine "Zu-Verschenken-Kiste" vor das Haus stellen – das alles sind kleine "Schritte für den Frieden". Durch begleitende Bildungsangebote verstehen die Schüler*innen, wofür sie sich engagieren.

Zum Schwerpunkt: Hintergrundinformationen
Im Schatten der Pandemie: letzte Chance für Europa. Das Friedensgutachten 2020

Die Corona-Pandemie hält die Welt im Jahr 2020 in Atem. Sie verschlingt ungeahnte Ressourcen und hat weitreichende politische Interventionen in das gesellschaftliche Zusammenleben zur Folge. Gerade in fragilen Weltregionen drohen sozioökonomische Verwerfungen und politische Unruhen. Eine globale Pandemie braucht globales Handeln, in der Reichweite und im Design. Der EU kommt dafür besondere Verantwortung zu. Das Friedensgutachten als gemeinsames Gutachten der deutschen Friedensforschungsinstitute beschreibt internationale Konflikte aus einer friedensstrategischen Perspektive und gibt klare Empfehlungen für die Politik.

Gerechtigkeit schafft Frieden - Friedensdossier von Misereor

Frieden ist für Misereor ein Schwerpunktthema, da Frieden und Entwicklung eng miteinander verbunden sind. Dieser Fokus zeigt sich sowohl in der weltweiten Unterstützung von Partnerorganisationen als auch in der Inlandsarbeit. Auf einer Schwerpunktseite zum Thema sind neben einführenden Informationen und weiterführenden Links auch thematische Publikationen zu finden.

Dossier: Frieden fördern

Wie kann friedliches Verhalten von klein auf gefördert werden? Und wie kann man Kindern die Themen Krieg und Frieden vermitteln? Diese und andere Fragen greift das Themendossier "Frieden fördern" des Kindermissionswerks ,Die Sternsinger' e.V. auf. Beiträge von Fachleuten, Projektpartnern, Kindern und Jugendlichen beschreiben, was Frieden gefährdet und zeigen Wege für ein friedlicheres Miteinander auf.

Rundbrief Bildungsauftrag Nord-Süd zum SDG 16

Die letzte Ausgabe des Rundbriefs  Bildungsauftrag Nord-Süd (Ausgabe 103 Juni 2020) widmete sich Ziel 16 der Agenda 2030: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen.
Der Leitartikel wurde von Dr. Frauke Bachler, Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e. V. verfasst.
Die 8-seitige Print-Publikation kann kostenlos bestellt werden und steht auch zum Download bereit.

Aus unseren Fokusrubriken
Das Portal Globales Lernen setzt mit seiner Rubrik "Im Fokus" thematische Schwerpunkte, um aktuelle Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung ausführlicher behandeln zu können.

Diese Schwerpunkte sind aktuell:

Fridays for Future
Digitalisierung und Globales Lernen
Weniger ist mehr / Degrowth
Sustainable Development Goals (SDG)
Flucht und Asyl
Abfall und Müllexporte weltweit
Lebensmittelverschwendung

Im Folgenden präsentieren wir Ihnen aktuelle Meldungen aus diesen Rubriken.

Wo und wie ist Bäume pflanzen für den Klimaschutz sinnvoll? Positionspapier von OroVerde

Baumpflanzaktionen sind spätestens seit den Amazonas-Bränden im letzten Jahr in Mode. Doch nicht jede Fläche eignet sich für die Wiederaufforstung. In einem neuen Positionspapier zeigt OroVerde - Die Tropenwaldstiftung auf, wie ein nachhaltiger und durchdachter Waldwiederaufbau zum Erreichen von Klimaschutzzielen beiträgt. Die Tropenwaldstiftung gibt außerdem Tipps, welche Fehler Spender*innen und Unternehmen unbedingt vermeiden sollten, wenn sie erfolgreich Bäume in den Tropen pflanzen möchten.

Neue Bildungsmaterialien zu den SDGs von Plan

Plan International stellt Unterrichtsmaterial mit Aufgabenstellungen rund um sieben der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung kostenlos zur Verfügung. Die Materialien stehen unter der Leitfrage "Was hat das mit mir zu tun?" und stellen den Zusammenhang zwischen den Globalen Zielen und der eigenen Lebenswelt her. Sie sind als Open Educational Resources (OER) angelegt und können somit leicht an die jeweiligen Gegebenheiten in der Klasse angepasst werden.

Wimmelbild „Ernährung – von SuperKonsum bis Saatgutfestival"

Das Wimmelbild "Ernährung – von SuperKonsum bis Saatgutfestival" gibt Einblicke in das Ernährungssystem, zeigt Probleme auf, aber auch positive Ansätze. Es veranschaulicht die Komplexität und die Zusammenhänge in Bezug auf unsere Lebensmittelproduktion und Ernährung und kann als niedrigschwelliges Material in der Jugendbildungsarbeit, an Schulen oder in verschiedenen Gruppen, Seminaren und Initiativen eingesetzt werden.

Online-Seminar-Reihe: Nachhaltige Elektronik – Politische Lösungsansätze zu Rohstoffen und Menschenrechten

Mobiltelefone, Fernseher, Laptops, Drucker – Elektronikgeräte gehören zu unseren alltäglichen Begleitern. Für den Abbau der in ihnen enthaltenen Rohstoffe werden immer wieder Menschenrechte verletzt. Welche Auswirkungen hat der Abbau der Rohstoffe im Globalen Süden? Welche Weichen müssten gestellt werden, damit Geräte langlebiger und besser reparierbar werden und das fachgerechte Recycling wertvoller Rohstoffe gestärkt wird? Wie können wir in der Bildungsarbeit für Ressourcengerechtigkeit und den Schutz der Menschenrechte sensibilisieren?
In einer Online-Seminar-Reihe des Netzwerks der Handy-aktionen vom 6.-12. Oktober 2020 wird diesen Fragen nachgegangen.

Vorhang auf – Bildungsarbeit in Aktion! Weltläden bieten innovative Bildungsarbeit an

Weltläden bieten innovative Bildungsarbeit an. Aber was heißt das eigentlich konkret? Ab jetzt gibt es auf der Webseite des Weltladen-Dachverbandes regelmäßig neue inspirierende Beispiele aus der Bildungsarbeit der Weltläden zu wichtigen Themen wie Plastikfrei, Klimawandel sowie Umwelt- und Naturschutz. Hier teilen Weltläden ihre kreativen Materialien und Bildungskonzepte von ökologischen Fußabdrücken über die Station Plastik bis zu dem Konzept „Wo kommt der Honig her" und vieles mehr. In den nächsten Monaten werden mehr spannende Ideen aus der Bildungspraxis der Weltläden folgen – zum Beispiel zum Thema "Gutes Leben für Alle".

Neues vom Blog EineWeltBlaBla.de

Im Urlaubsmonat Juli ging es im Blog u.a. um den Umgang mit Fernweh in Pandemiezeiten - ihr meint: lieber ein Spielchen spielen? Aber wie steht es eigentlich um Diversität in unserer Spielewelt?

Letzten Monat wurde es bei uns dann politisch.
Wir beschäftigten uns mit dem Lieferkettengesetz und stellten euch das F.A.Z.-Schulprojekt zur amerikanischen Präsidentschaftswahl vor. Aber nicht nur die politische Partizipation von jungen Menschen beschäftigte uns in den Blogbeiträgen.
Passend zum Tag der Indigenen Völker am 9. August befassten wir uns mit indigenen und nationalen Minderheiten in Europa. Im unserem Blogbeitrag erfahrt ihr, wie viele indigene Minderheiten in Europa existieren und wie diese überhaupt definiert werden.

Kennt ihr schon unseren Instagram und Facebook Account? Da werdet ihr regelmäßig über die Veröffentlichung unserer neuen Beiträge informiert!
Wir freuen uns, wenn ihr mitredet!

Neues aus den Datenbanken
Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien

In der Datenbank Eine Welt Unterrichtsmaterialien können sich Lehrkräfte und Interessierte über das aktuell verfügbare Angebot an didaktischen Printmaterialien zur Einen Welt informieren. Die Datenbank bietet die Möglichkeit, über eine umfassende Suchmaske gezielt nach Publikationen zu suchen. Hier gelangen Sie zu einer Zusammenstellung aktueller Bildungsmaterialien.

Datenbank Eine Welt Medien – Filmtipps zum Thema Frieden

Die Datenbank Eine Welt Medien hat eine Liste mit ausgewählten Filmempfehlungen im Themenfeld Frieden / Krieg, Gerechtigkeit und starke Institutionen zusammengestellt, jeweils mit ausführlicher Beschreibung, Altersempfehlung und Verleihstellen.
Veranstaltungen
Nachhaltigkeit im Unterricht am Beispiel Fairer Sportbälle
07.09.2020 online Fit für Bildung - Workshop zum Globalen Lernen
07.09.2020 in Kiel Intersektionalität und Diversität : ein machtkritischer Ansatz
08.09.2020 online Zukunfsfähige Ernährung - Materialien und Methoden für den Unterricht und Schulalltag
09.09.2020 online Vortrag: Transformative Bildung: Eine Einführung für entwicklungspolitisch Aktive
10.09.2020 online Digitalisierung — Chancen für die sozial-ökologische Transformation
10.09.2020 online und in Aachen Fairtrade-Schüler*innenakademie
10.09.2020 online Werkstatt-Treffen: Friedensbildung in der KiTa
15.09.2020 in Trier Fortbildung: „Transformation und Konflikt"
18.09.2020 in Frankfurt am Main Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit
18.09.2020 europaweit Tagung: Wie kann die Zivilgesellschaft helfen, den Frieden zu sichern?
18.09.2020 - 19.09.2020 in Bad Boll Ein neues Klima für den Frieden - Klimawandel bekämpfen. Gewalt verhindern.
21.09.2020 in Bonn Buen Vivir: Was heißt Gutes Leben? - Materialien und Methoden für den Unterricht und Schulalltag
24.09.2020 online Offene und freie Bildungsmaterialien (OER) für den Unterricht selbst erstellen. Themenschwerpunkt: Globales Lernen
25.09.2020 online Tagung: Von Fast zu Fair: Wie kann eine gerechtere Modewelt gelingen?
26.09.2020 online Political Art Days – Fokus: „Wald"
01.10.2020 - 03.10.2020 in Dresden We shall overcome!" - Gewaltfrei aktiv für die Vision einer Welt ohne Gewalt und Unrecht. Drei biographische Zugänge
17.10.2020 in Gammertingen Transformative Friedenspädagogik: Vom Konflikt zum Dialog in Theorie und Praxis
21.10.2020 - 23.10.2020 online Vorschau Ausgabe Oktober 2020: 
Die nächste Ausgabe des Newsletters der Eine Welt Internet Konferenz erscheint Ende September 2020 zum Thema

Flucht / Migration und nachhaltige Entwicklung

Zusendungen sind bis zum 18. September 2020 willkommen.
EWIK-Umfrage: Bitte bewerten Sie uns! Ihre Meinung ist gefragt:
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Um Ihre Suche nach passenden Bildungs- und Unterrichtsmaterialien, nach aktuellen Aktionen, Veranstaltungen und Kooperationsmöglichkeiten zu erleichtern, versuchen wir stets, die Vielfalt der Angebote im deutschsprachigen Raum möglichst umfassend darzustellen.

Wir möchten daher gerne wissen: Werden wir unserem Anspruch gerecht, einen schnellen und übersichtlichen Zugang zu allen relevanten Informations- und Bildungsangeboten zum Globalen Lernen zu bieten?

Hier geht es zur Umfrage. Das könnte Sie auch interessieren:
Publikationen der Informationsstelle Bildungsauftrag Nord-Süd
Print-Rundbrief  –  Ausgabe Juni 2020

SDG Nr. 16 – Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen


Der Rundbrief erscheint viermal jährlich und berichtet über die entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Bund und Ländern, Fortbildungsangebote, Veranstaltungen, neue Materialien, Kampagnen und Aktionen.
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Der Newsletter informiert monatlich per E-Mail über Neuigkeiten aus dem Bereich der entwicklungsbezogenen Bildungsarbeit.


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Goebenstraße 35
65195 Wiesbaden    
                      
Telefon: +49 (0)611-9446170
Fax: +49 (0)611-446489
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Dr. Kambiz Ghawami (V. i. S. d. P)

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Wir informieren Sie in regelmäßigen Abständen zu Themen des Globalen Lernens und der Bildung für nachhaltige Entwicklung
und möchten dies gerne auch weiterhin tun. Ihre Daten werden ausschließlich für diesen Zweck verwendet und nicht an Dritte weitergegeben.


„Uniting Business LIVE“ - UN Global Compact Event anlässlich der UN Generalversammlung

Global Compact - 2. September 2020 - 11:53
Im Rahmen der 75. UN Generalversammlung lädt der UN Global Compact zur Sonderveranstaltung „Uniting Business LIVE“ ein.
Kategorien: Ticker

BMZ und Continental machen Kautschuklieferkette erstmals digital rückverfolgbar

SID Blog - 2. September 2020 - 11:52
Hannover / Berlin, 27.08. 2020 - Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) und das Technologieunternehmen Continental machen erstmals eine Kautschuklieferkette lückenlos elektronisch rückverfolgbar – vom Anbau in Indonesien über die Weiterverarbeitung bis zur Reifenproduktion.

 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller: „Wir brauchen ein Umdenken in der globalen Wirtschaft, um Mensch und Natur besser zu schützen. Ich freue mich, dass Vorreiter wie Continental zeigen: im digitalen Zeitalter können soziale und ökologische Mindestkriterien entlang der Lieferkette kontrolliert werden. Durch nachhaltige Anbaumethoden und ein digitales Rückverfolgungssystem tragen wir dazu bei, die Zerstörung der Natur zu stoppen und die Einkommen der Kleinbauern vor Ort zu verbessern."

 

Christian Kötz, Leiter des Geschäftsfeldes Reifen und Mitglied des Vorstands der Continental AG, betont: „Die Schaffung nachhaltiger und rückverfolgbarer Lieferketten ist ein wesentlicher Bestandteil unserer umfassenden Sustainability-Strategie bei Continental. Im Rahmen des mit dem BMZ erfolgreich etablierten Pilotprojekts in Indonesien gelingt es uns erstmals, eine Kautschuklieferkette vom Anbau über die Weiterverarbeitung bis in unser Reifenwerk in Deutschland lückenlos nachzuverfolgen. Damit sorgen wir gemeinsam für mehr Transparenz und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Existenzsicherung der am Projekt beteiligten Kleinbauern.

Unser Ziel ist, die elektronische Rückverfolgbarkeit innerhalb unserer Naturkautschuklieferketten sukzessive auszubauen und damit zur globalen Verbesserung der Nachhaltigkeit im Naturkautschuksektor beizutragen."

 

Continental kooperiert mit der deutschen Entwicklungszusammenarbeit konkret im indonesischen West-Kalimantan auf Borneo. Der Distrikt Kapuas Hulu hat zwei Nationalparks mit ausgedehnten Naturwäldern, ausgezeichnet als UNESCO-Biosphärenreservat. Die Projektpartner dokumentieren alle Schritte in der Lieferkette mit einem digitalen Rückverfolgungssystem. Die bislang 450 beteiligten Kleinbauern erzielen deutlich höhere Verkaufspreise als üblich für den von ihnen produzierten qualitativ hochwertigeren Naturkautschuk. Das liegt daran, dass sie in nachhaltiger Anbaupraxis und besserer Technik geschult werden, etwa wie die Bäume angeschnitten werden müssen, um möglichst viel Kautschuk zu gewinnen. Die Kleinbauern erhöhen so deutlich ihre Flächenerträge und können die Bäume länger nutzen.

 

Anhand des digitalen Rückverfolgungssystems können die Produktion und die Lieferkette des Kautschuks detailliert ausgewertet werden. Die per GPS kartografierten Produktionsflächen, Rohkautschuk-Liefermengen und erzielten Verkaufspreise werden im System direkt bei Anlieferung im Warenhaus dokumentiert. Zudem kontrolliert das System die gelieferte Rohkautschukmenge in Bezug zur Produktionsfläche. Übersteigt die angelieferte Menge das zu erwartende Produktionsvolumen, gibt das System einen Hinweis. Mitarbeiter können so verhindern, dass Kautschuk aus nicht-registrierten Flächen, etwa illegal abgeholzten Gebieten, in die Lieferkette gelangt.

 

Sowohl das BMZ als auch Continental sind Mitglieder der im März 2019 gegründeten Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR), einem Zusammenschluss der wichtigsten Akteure des Naturkautschuksektors aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Gemeinsam mit weiteren Mitgliedern arbeiten sie an der globalen Verbesserung der Nachhaltigkeit im Naturkautschuksektor.



Amerikanische Chinapolitik und transatlantische Beziehungen

SWP - 2. September 2020 - 0:00

In den USA hat eine konfrontativ-kompetitive Politik gegenüber China Gestalt an­genommen. Sie beruht auf dem problematischen Narrativ, die Politik des Engagements sei eine Selbsttäuschung und amerikanischen Interessen abträglich gewesen. Washington will verbündete Staaten in die neue Chinapolitik einbeziehen. Die Covid-Pandemie und die wechselseitigen Beschuldigungen haben den Abwärtstrend in den amerikanisch-chinesischen Beziehungen verstärkt. Für Deutschland und Europa wird sich mehr denn je die Frage stellen, wie man sich im eskalierenden amerikanisch-chinesischen Konflikt positioniert, wie viel Schulterschluss mit den USA geboten, wie viel eigenständige Politik gegenüber Peking notwendig und möglich ist.

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