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29. April 2022

ONE - 29. April 2022 - 12:01
1. Dreifache Krise bedroht Ostafrika

In vielen Ländern Ostafrikas bleiben derzeit viele Marktstände leer. Darüber berichtet die Tageszeitung (TAZ). Auch im sonst fruchtbaren Uganda seien Lebensmittel knapp und teuer. Grund dafür sei unter anderem eine teils anhaltende Dürre: Die im Februar erwartete Regenzeit sei in Uganda deutlich zu spät eingetroffen, während sie in Kenia, Somalia, Südsudan und Äthiopien bisher gänzlich ausgeblieben sei. Laut Oxfam bedrohe die Dürre die Nahrungsmittelversorgung von 28 Millionen Menschen in Ostafrika. Schon jetzt seien 13 Millionen Menschen auf der Flucht. Hinzu kämen steigende Lebensmittel- und Kraftstoffpreise aufgrund des Ukraine-Krieges. So seien vor allem Weizen und Sonnenblumenöl erheblich teurer geworden, während einige Tankstellen in Kenia und der Demokratischen Republik Kongo keinen Kraftstoff geliefert bekämen. Das wirke sich wiederum auf die Preise des Lebensmittel- und Rohstofftransports aus. Schon durch die Corona-Pandemie waren Preise gestiegen und Einkommen geschrumpft. Die Preissteigerungen, so UN-Generalsekretär Antonio Guterres, “bestrafen vor allem die Entwicklungsländer weltweit sehr hart”. Nun würden die Regierungen Ostafrikas gegensteuern: Uganda wolle beispielsweise die Produktion von Palmöl ausbauen, während das Parlament über Steuersenkungen auf Kraftstoff diskutiere. Laut Martin Bwalya, Direktor für Wissensmanagement und Programmbewertung bei der Entwicklungsagentur der Afrikanischen Union (Auda-Nepad), könne der Ausbau der Afrikanischen Freihandelszone AfCFTA oder der Einsatz dürreresistenten Saatguts helfen.

2. Hunger als Waffe in Putins Arsenal

Am Ende ihrer Äthiopien- und Libanon-Reise spricht sich Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für “eine Politik für Ernährungssicherheit” und eine “Globalisierung der Nachhaltigkeit” aus. Um diese Ziele zu erreichen, plädiert sie im Interview mit dem Handelsblatt für ein weltweites Bündnis. Zu den schwerwiegenden Folgen von Pandemie und Klimawandel würden sich die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs einreihen, die sich vor allem in Entwicklungsländern bemerkbar machten. Kurzfristig ginge es nun darum, dass die vorhandenen Reserven bei den Menschen ankämen. Dazu müssten Agrarprodukte bei den Sanktionen gegen Russland ausgespart bleiben. Jedoch sehe sie auch, dass Putin den Hunger als gezielte Waffe einsetze. Daher sei es für Entwicklungsländer nötig, mehr Nahrungsmittel selbst produzieren zu können, um weniger abhängig von Importen zu sein. Ein weiteres Problem sei die hohe Verschuldung vieler Entwicklungsländer. Für einen Schuldenschnitt wäre laut Schulze eine Schuldenrestrukturierung notwendig, die alle Akteure einbeziehe. Schließlich sei in vielen Ländern China der größte Gläubiger, in anderen Staaten würden hingegen private Gläubiger dominieren.

3. Zweiter Online-Corona-Gipfel im Mai

Am 12. Mai 2022 wird erneut ein internationaler Online-Corona-Gipfel stattfinden. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Staats- und Regierungschef*innen sowie Mitglieder der Zivilgesellschaft, Nichtregierungsorganisationen und Teilnehmende aus dem privaten Sektor seien aufgerufen, “neue Verpflichtungen einzugehen, um die Welt zu impfen”, wie die Mitteilung des Weißen Hauses verkündete. Gastgeber seien die USA, Deutschland, Senegal, Belize und Indonesien. Die Süddeutsche Zeitung (SZ) berichtete bereits im Februar über Pläne der Firma BioNTech, u.a. im Senegal Impfdosen produzieren zu wollen.

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Hoffnung auf das alte Leben

Welthungerhilfe - 29. April 2022 - 8:26
Unsere Kollegin Fasika ist in die Regionen Amhara und Afar in Äthiopien gereist. Dort hat sie zwei starke Frauen getroffen, die ihr von ihren Erfahrungen bei der Flucht aus ihren Heimatdörfern erzählten.
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Failing to Deter Russia’s War against Ukraine: The Role of Misperceptions

SWP - 29. April 2022 - 2:00

Despite what looked like tremendous efforts by the West to deter Russia’s aggression against Ukraine, the Kremlin started a full-scale military invasion across the Ukrainian border from the north, east, and south. Clarifying why these deterrence efforts did not work as expected could provide useful insights for building more effective strat­egies to stop Russia’s aggression. It would also allow for adjusting future policies of deterrence against Russia. The EU and NATO should consider their misperceptions about Russia that undermined their ability to politically and militarily discourage Rus­sia’s aggression. They also should consider what actions have fuelled Russia’s mis­perceptions about the West and emboldened the Kremlin to launch its military invasion of Ukraine.

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UNO-Flüchtlingshilfe: Düstere Prognosen für Flüchtlinge in Afrika

SID Blog - 28. April 2022 - 19:44
PRESSEMELDUNG DER UNO-FLÜCHTLINGSHILFE 12/2022

Bonn, 28. April 2022

In vielen afrikanischen Ländern droht sich die ohnehin schwierige Lage von Millionen Flüchtlingen und Vertriebenen weiter zu verschlechtern, warnt die UNO-Flüchtlingshilfe. Treibende Faktoren für diese Entwicklung sind fortlaufende Konflikte, die Auswirkungen von Covid-19 und des Klimawandels sowie die exorbitant steigenden Preise für Nahrungsmittel, Energie und Treibstoff. Der Krieg in der Ukraine hat die Lage zusätzlich verschärft.

 

„Flüchtlinge und Vertriebene gehören zu den verletzbarsten Gruppen und sind auf Schutz und Hilfe angewiesen, um zu überleben. Sie gehören zu den Ersten, die mit voller Wucht von den Krisen getroffen werden. Schnelle internationale Unterstützung ist daher dringend erforderlich", fordert Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe, dem nationalen Partner des UNHCR.

 

Neben der chronischen Unterfinanzierung von Hilfsprogrammen ist die stetig wachsende Zahl von Flüchtlingen in einigen Ländern Afrikas ein weiterer Grund für die oft katastrophale Situation. Im letzten Jahrzehnt hat sich diese Zahl im östlichen Afrika nahezu verdreifacht: Von 1,82 Millionen im Jahr 2012 auf aktuell fünf Millionen Flüchtlinge. Allein im letzten Jahr kamen 300.000 Menschen hinzu. Die steigenden Zahlen stehen im deutlichen Widerspruch zu den zur Verfügung stehenden Mitteln für die Flüchtlingshilfe.

 

Weiterer Faktor Klimawandel

 

Weltweit nehmen sintflutartige Regenfälle, verheerende Überflutungen und Dürren zu. Klimatische Veränderungen beeinflussen zunehmend die Lebensgrundlagen geflüchteter Menschen. Auch afrikanische Staaten wie Äthiopien, Kenia, Somalia, der Sudan und Südsudan sind davon betroffen. Länder, in denen Millionen Flüchtlinge und Vertriebene leben und der Mangel an Nahrungsmitteln inzwischen dramatische Ausmaße erreicht hat, wie das Beispiel Südsudan zeigt.

 

Südsudan

 

Aktuell warnt der UNHCR vor den möglichen Folgen der Regenzeit im Mai. Länger anhaltende Überflutungen könnten zu weiteren Landkonflikten und Vertreibungen führen. Die verheerendsten Überschwemmungen verzeichnete der Südsudan im letzten Jahr: Mehr als 835.000 Menschen wurden in Mitleidenschaft gezogen. Rekordregenfälle in den letzten drei Jahren sorgten dafür, dass Tausende Hektar Farmland in acht Provinzen in den Fluten untergingen, Ernten ausfielen und geschätzte 800.000 Nutztiere verendeten.

 


Should Finland and Sweden join NATO?

SWP - 28. April 2022 - 18:04
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Côte d’Ivoire: Ein Dorfvorsteher bietet Malaria die Stirn

ONE - 28. April 2022 - 17:18

Dies ist ein Gastbeitrag des Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria.

Krayé Agenor ist der Vorsteher des ivorischen Dorfs Ménékré. Schon im Kindesalter hinterlässt Malaria Spuren in seinem Leben, zu denen über die Jahre weitere hinzukommen werden. Erst als Lehrer, dann als Dorfvorsteher, nutzt er seine Position, um die Eindämmung von Malaria voranzutreiben und so Menschenleben zu retten. Mit dem koordinierten Einsatz von Gesundheitsfachkräften auf Gemeindeebene verzeichnen Krayé und andere ivorische Gemeinden trotz der zusätzlichen Bedrohung durch COVID-19 schließlich deutliche Erfolge.

Eine Kindheit von Malaria geprägt

Schon in Kindstagen zeichnet Malaria Krayé Agenors Leben. Zwei seiner damals schwangeren Tanten starben an der Fieberkrankheit – eine Erinnerung, die sich einbrannte. Zu jener Zeit verstanden Krayé und die anderen Bewohner*innen seines Heimatdorfs Ménékré Malaria noch nicht vollends. Als Kind folgte er daher dem Fluchtinstinkt seines älteren Bruders, um der unbestimmten Bedrohung von Malaria zu entkommen. Doch es zog ihn zurück nach Ménékré, um dort zunächst als Lehrer und später als Dorfvorsteher Verantwortung in der Dorfgemeinschaft zu übernehmen – und sich um ihr Wohlergehen zu kümmern.

Krayé weiß, dass das Wohlergehen seiner Dorfgemeinschaft auch vom Schutz vor Malaria abhängt. In der Côte d’Ivoire ist Malaria endemisch. Die Bevölkerung lebt in dem ständigen Risiko, daran zu erkranken. Eine besonders akute Bedrohung stellt die von Mücken übertragene Krankheit jedoch für Kinder dar: 2020 starben weltweit 627.000 Menschen an Malaria, davon 96 Prozent in Sub-Sahara Afrika, und 80 Prozent waren Kinder unter fünf Jahren. Schätzungsweise stirbt in jeder Minute ein Kind an Malaria. Krayé bedrückt diese Gefahr für Kinder: „Wenn du siehst, wie ein unschuldiges Kind sein Leben einfach so verliert, ist was falsch“, sagt er. „Der Schmerz ist heftig. Man stellt sich vor, wie sich das Kind entwickelt hätte und die Welt nimmt es dir einfach weg.“

Lehrer, Dorfvorsteher, Malariabekämpfer

Schon in seiner Arbeit als Lehrer hat Krayé seine Schüler*innen über die Gefahren von Malaria aufgeklärt und ihnen gezeigt, wie sie sich und ihre Familien schützen können. Nachdem er eines Tages selbst an Malaria erkrankte und dank der schnellen Gesundheitsversorgung außerhalb des Dorfes überlebte, transformierte er in seiner neuen Funktion als Dorfvorsteher die Bekämpfung von Malaria in Ménékré.

Als Krayé 2018 von Gesundheitsfachkräften auf Gemeindeebene hörte, war er direkt überzeugt. „Sie besuchen Familien und gehen von Tür zu Tür, um zu beraten, Eltern aufzuklären und Kinder zu versorgen“, erklärt er. Nachdem er die große Wirkung sah, die schon eine Person mit dieser Arbeit in seinem Dorf erzielte, beauftragte er vier weitere. „Malaria wird nun mit Bildung, dem Einsatz behandelter Moskitonetze und kostenlosen Medikamente eingedämmt“, fasst er die Strategie zusammen.

Gesundheitspersonal gefördert vom Globalen Fonds

Das Gesundheitspersonal auf Gemeindeebene wird vom Globalen Fonds seit Jahren unterstützt. Seit 2007 hat er knapp 500 Millionen US-Dollar in der Côte d‘Ivoire investiert. So konnte er gemeinsam mit den Gemeinden sowie lokalen und internationalen Partnern die Ausbildung und den koordinierten Einsatz von Gesundheitspersonal auf Gemeindeebene fördern: zwischen 2018 und 2021 hat sich die Zahl der Gesundheitsarbeiter*innen landesweit von 5.900 auf 10.000 erhöht. Darüber hinaus stellt der Globale Fonds Diagnose-Tests, Präventiv-Behandlung für Schwangere und Medikamente für an Malaria Erkrankte bereit. Die finanziellen Mittel werden zudem für die Verteilung von Moskitonetzen eingesetzt, darunter die klassischen mit Insektizid behandelten Netze und, in Regionen mit einer hohen Insektizid-Resistenz, Moskitonetze mit einer neuen Technologie. Bei allen Maßnahmen achten der Globale Fonds und seine Partner besonders darauf, Schwangere und Kinder zu erreichen, da diese besonders gefährdet sind.

Malaria-Strategie in der Corona-Pandemie

Die Maßnahmen tragen Früchte: In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Malaria-Todesfälle in der Côte d’Ivoire halbiert. Jedoch stellt COVID-19 weltweit eine Herausforderung in der Bekämpfung von Malaria dar: die Todesfälle stiegen 2020 um 12 Prozent. Auch die Côte d’Ivoire musste ihre Malaria-Strategie an die neue Pandemie anpassen und schaffte es 2021 mit einer nationalen Verteilungskampagne, trotz COVID-19 96 Prozent der ivorischen Haushalte mit Moskitonetzen zu versorgen. COVID-19 erschwerte zwar die klassische Verteilungsstrategie über zentrale Ausgabestellen, doch dank der kontinuierlich aufgebauten Infrastruktur des dezentral arbeitenden Gesundheitspersonals auf Gemeindeebene konnten die Moskitonetze kontaktarm in die Haushalte gebracht werden.

Auch Krayé zieht ein positives Fazit mit Blick auf die vergangenen Jahre. Seitdem die Gesundheitsarbeiter*innen in seinem Dorf tätig sind, sind die Malaria-Zahlen merklich zurückgegangen. „Ich weiß, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, Malaria in diesem Dorf auszurotten. Wir müssen zwar noch einige Schritte gehen, aber Leben wurden gerettet“, fasst er die bemerkenswerte Entwicklung in Ménékré zusammen.

Willst du auch alles Menschenmögliche tun, um weitere Millionen Todesfälle durch HIV/Aids, Malaria und Tuberkulose zu verhindern? Dann füge deinen Namen zu unserem Aufruf hinzu.

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The War in Ukraine and Its Impact on Syria

SWP - 28. April 2022 - 17:00

In Syria, the immediate effects of the war in Ukraine have made an already difficult humanitarian situation even worse. Protracted violence in Ukraine or an expansion of the Ukraine war into a larger NATO-Russia confrontation would endanger multilateral cooperation on conflict management, conflict resolution and humanitarian issues in Syria. Protracted conflict in Ukraine could also disrupt the volatile status quo in Syria, potentially endangering ceasefire agreements, tilting the power balance in favour of Iran and thereby increasing the risk of military escalation between Iran and its an­tago­nists, complicating the fight against ISIS, and endangering cross-border humanitarian aid deliveries. Europeans should attempt to insulate the war in Ukraine from Syria as much as possible, double down on efforts to renew the UN Security Council resolution that allows for humanitarian access to northwest Syria and contribute to the long-term objective of an inclusive regional security architecture.

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„Der Gepard kann für die Ukraine noch sehr nützlich werden"

SWP - 28. April 2022 - 13:42
Über die praktischen Aspekte deutscher Panzerlieferungen an die Ukraine
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28. April 2022

ONE - 28. April 2022 - 13:19
1. Kabinettsentwurf: Etat für Entwicklung wird aufgestockt

Der Etat des Bundesentwicklungsministeriums soll dieses Jahr um eine Milliarde Euro aufgestockt werden. Darüber berichtet Evangelisch.de. Am gestrigen Mittwoch sei ein ein vorangegangener Entwurf des Ergänzungshaushaltes vom Kabinett beschlossen worden. Allerdings müsse das entsprechende Gesetz erst noch im Bundestag verabschiedet werden. Derweil warb Entwicklungsministerin Schulze auf ihrer Reise in Äthiopien für ein weltweites Bündnis zur Ernährungssicherheit, schreibt Deutsche Welle (DW). Dort würden die Preise für Brot, Gemüse und Salat weiter steigen. “Jedes Prozent Steigerung der Lebensmittelpreise führt dazu, dass mindestens zehn Millionen Menschen auf der Welt mehr in Armut, in Hunger fallen”, sagte Schulze. Neben dem Krieg in der Ukraine herrsche in der Tigray Region im Norden Äthiopiens ein blutiger Konflikt. Hinzu kämen die Auswirkungen der Corona-Pandemie und des Klimawandels, der sich mit der schwerste Dürre seit Jahrzehnten sowie einer Heuschreckenplage bemerkbar mache. All diese Krisen würden das Land zusätzlich belasten.

2. Verwüstung der Böden schreitet fort

Die Böden der Welt sind stark belastet. Das meldet die Frankfurter Rundschau unter Berufung auf einen Bericht der Vereinten Nationen (UN). Demnach gelten 40 Prozent der Böden als geschädigt, woraus eine geringere Fruchtbarkeit der Böden resultiere. Dies sei vor allem in Entwicklungsländern ein Problem. Um Ernährungssicherung, Biodiversität und Klimaschutz zu verbessern, empfehle der Bericht eine Wiederherstellung eines Drittels der Landfläche. Der Vorsitzende der UN-Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD), Ibrahim Thiaw, erklärte: “Wir müssen dringend unsere globalen Lebensmittelsysteme überdenken, die für 80 Prozent der Entwaldung und 70 Prozent des Süßwasserverbrauchs verantwortlich sind und die größte Ursache für den Verlust der biologischen Vielfalt auf dem Land darstellen”.

3. Masern-Fälle steigen rasant an

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht durch einen Anstieg der Masernfälle eine Millionen Kinder in Gefahr. Die gemeldeten Masernfälle seien im Vergleich zum Vorjahr in den ersten beiden Monaten um 79 Prozent gestiegen. Das meldet der Tagesspiegel. Ursache sei ein mangelnder Impfschutz. Dieser sei beispielsweise mit der Unterbrechung von Impfprogrammen während der Corona-Pandemie oder der Umschichtung von Mitteln, die eigentlich für Masernimpfungen vorgesehen waren, zu erklären. Hinzu kämen Kriege und Konflikte, die zu Flucht und engem Zusammenleben führten. Die größten Ausbrüche zwischen April 2021 und April 2022 seien in Somalia, dem Jemen, Nigeria, Afghanistan und Äthiopien gemeldet worden.

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Why we should talk about megatrends in Africa

DIE - 28. April 2022 - 11:53

Megatrends have become ubiquitous phenomena in public policy debates. A thorough understanding of what this concept entails is often missing. We address this gap by unpacking the notion “megatrend” and tracing the significance it has for understanding the transformation of African societies.

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Europe’s global gateway: a new geostrategic framework for development policy?

DIE - 28. April 2022 - 11:31

The proposal by the European Union (EU) to build a “Global Gateway” to the world is potentially an important juncture in EU foreign relations. Since its official launch in December 2021, most attention has been put on the initiative’s geo­strategic implications and whether the EU can compete with China. Less attention has been paid to the Global Gateway’s implications for EU development policy in terms of strategic objectives, decision-making, thematic focus and financing. Two aspects are important in this regard. The first is whether the Global Gateway is a serious proposal that can deliver on its headline promises to massively increase European infrastructure financing in developing countries, provide partners with an alternative economic and political model to that being offered by China, and make a meaningful contribution to their efforts to realise the 2030 Agenda. The EU’s announcement that the Global Gateway will generate up to EUR 300 billion in investment by 2027 grabbed headlines, many of them sceptical. There is, however, no reason to doubt that the initiative will be adequately financed. Although the planning for the EU’s international aid budget for 2021-2027 has mostly been completed, a significant proportion remains flexible and could be spent on Global Gateway projects. As for the EU’s implementing capacity, the Gateway’s financial toolbox draws on the EU’s recent experiences with the Juncker Investment Plan and the External Investment Plan, which have both been utilised by development banks and private investors. The second aspect is whether the Global Gateway heralds a change in the EU’s motivations, objectives and modalities for cooperation with developing countries and regions. On the surface, the Global Gateway does not seem to change much. There are many thematic overlaps with existing strategic frameworks for engaging with Africa and the EU’s Neighbourhood. There is even a sense that the Global Gateway turns back the clock to the days when the EU focussed aid spending on infrastructure and emphasised its “political neutrality”. The geopolitical context in which the EU finds itself is, however, being transformed by pandemic, wars and multipolarity. The impacts of epochal events such as the Covid-19 pandemic and Russia’s invasion of Ukraine are still playing out. The Global Gateway signals a major adjustment in the EU’s response to these transformations, particularly regarding its engagement with the “Global South”. This will create a new paradigm for EU development policy, defined by strategic interests. It is likely that the new geostrategic framework will weaken the EU’s commitment to, and observance of, core develop­ment policy principles, especially the focus on poverty, partner country ownership, open governance and the “do no harm” principle. The Global Gateway’s use of aid to cata­lyse commercial investment risks further instrumentalising EU development policy. Specific measures are therefore needed to safeguard and promote the principles that the EU and its member states have committed themselves to.

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COVID-19 safety measures and socioeconomic status in urban Zimbabwe

DIE - 28. April 2022 - 11:23

As a medical condition, the coronavirus, which causes COVID-19, infects everyone regardless of social status. However, the capacity to adhere to the recommended safety measures follows the contours of existing socioeconomic dynamics in which social inequality is a major determinant. This chapter addresses the socioeconomic dimension of COVID-19, paying particular attention to how people’s circumstances influence their capacity or lack thereof to practice the recommended safety measures in urban Zimbabwe. The chapter specifically discusses limited mobility, social distancing, self-isolation, handwashing/sanitizing, and wearing of masks as precautions against coronavirus infection and the practicability of these measures based on varied socioeconomic circumstances among residents in urban Zimbabwe. The chapter draws attention to the structuring of urban space in Zimbabwe and its intertwinement with socioeconomic factors in ways that render people living in economic precarity less capable of observing the recommended safety measures.

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UNICEF und WHO warnen vor "perfekten Bedingungen" für Masernausbrüche

Unicef - 28. April 2022 - 11:15
Der Anstieg der Masernfälle im Januar und Februar 2022 lässt befürchten, dass sich das Risiko einer Ausbreitung von durch Impfung vermeidbaren Infektionskrankheiten weiter erhöht.
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Feminismus, Future und (Selbst-)Findung – das ist das „Females for Future“-Camp von Modell Morgen

EINEWELTblabla - 28. April 2022 - 10:00

Anfang des Monats stellten wir euch das Modell Morgen und seine Feriencamps für Menschen zwischen 15 und 24 Jahren vor. Heute erzählt Rieke von ihren Erfahrungen auf einem solchen Camp im Sommer 2021:

Erwartungen hatten wir eigentlich keine, als wir durch eine Bekannte zufällig von dem Camp erfuhren und uns einfach anmeldeten. Females for Future, das bedeutete für mich ein bisschen allgemeines Frauenrecht und das auf fünf Tage verteilt. „Es ist sehr natürlich und das Essen ist lecker“, viel mehr als das hatten wir im Vorhinein auch gar nicht erfahren. Dementsprechend überrascht war ich, als wir am ersten Abend das Programm vorgestellt bekamen. Nachhaltigkeit, Berufsorientierung und vieles mehr hatte ich zwar nicht erwartet, habe mich aber sehr gefreut.

Doch besonders lag der Fokus auf dem Thema Nachhaltigkeit. Und dabei meine ich nicht nur, dass ich mich fünf Tage lang fast vegan – und das auch noch seeehr lecker – ernährt habe. Für mich waren Feminismus und Nachhaltigkeit immer zwei klar voneinander abgegrenzte Themen, die sich zwar nicht ausschließen, aber auch nicht das Gleiche meinen.

Im Laufe dieser Woche habe ich einiges von Modell Morgen mitnehmen können. Zum einen, wie ich schauen kann, welcher Beruf wirklich geeignet für mich ist. Denn es geht nicht nur darum, womit ich Geld verdienen kann, sondern auch darum, was mir wirklich Spaß macht, worin ich vielleicht schon Erfahrungen sammeln konnte und was in der Welt benötigt wird. Ich habe mitgenommen, dass Feminismus nicht erst seit den 1960ern existiert, sondern schon in den unterschiedlichsten Epochen ein Thema war. Besonders spannend, dass es mehr oder weniger immer um die gleichen Themen ging, für die wir uns auch heute noch einsetzen. Ich habe mitgenommen, was Nachhaltigkeit tatsächlich bedeutet und warum Feminismus so untrennbar mit ihr verknüpft ist. Ich habe Konzepte, die zur Nachhaltigkeit beitragen, kennengelernt. Ich habe neue Leute kennenlernen dürfen und mit ihnen auch ganz neue Perspektiven und Ansätze.

Besonders die Atmosphäre ist mir im Gedächtnis geblieben. Wir hatten immer genug Zeit für uns und um das Aufgenommene zu reflektieren. Wir konnten immer eigene Fokusse setzen und das erarbeiten, was uns besonders interessiert. Nach jeder Einheit haben wir uns einen Moment genommen, um in der Runde darüber zu sprechen und eventuell offene Fragen zu klären. Jeden Morgen haben wir eine Runde gemacht, in der wir gesagt haben, wie es uns gerade geht. Uns ist aufgefallen, wie besonnen wir auch noch nach dieser Woche gesprochen haben – Entspannung und Achtsamkeit sind hier die Stichworte.

Aber vor allem habe ich mich selbst ein Stückchen mehr gefunden. Mir sind meine Stärken und was ich wirklich will, viel klarer geworden. Ich habe mitgenommen, wie ich überzeugender auftreten kann. Ich habe ein Stück mehr gelernt, wer ich selbst bin.

Es war eine total inspirierende Woche, aus der ich sowohl inhaltlich als auch persönlich sehr viel mitgenommen habe. Vielen Dank an alle Beteiligten und die Teamenden! Sehr gerne wieder!

Rieke Duhm nahm am Modell morgen-Feriencamp „Females for Future“ vom 26.–30.07.2021 teil.

Foto von Sinitta Leunen auf Unsplash

Der Beitrag Feminismus, Future und (Selbst-)Findung – das ist das „Females for Future“-Camp von Modell Morgen erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Rethinking Strategic Sovereignty

SWP - 28. April 2022 - 2:00

The Russian war of aggression against Ukraine is forcing Europeans into a confron­tational security order. This also makes European strategic sovereignty – in defence policy, but also in economics, technology, energy policy, and institutional framework – a more significant goal for the European Union (EU). Until now, however, a central narrative has been that the EU must be able to act autonomously without the United States (US). In the new security environment, the primary aim of strategic sovereignty should be protecting EU member states and asserting common European interests. For the foreseeable future, however, the Union remains confronted with a fundamental dilemma that can only be attenuated but not fully resolved: In Europe’s new con­frontational security order, its strategic dependence on the US is likely to grow, while America’s long-term alliance commitments remain fraught with question marks. Stra­tegic sovereignty must therefore include the pursuit of Europe’s collective defence capability in close cooperation and coordination with the EU and the North Atlantic Treaty Organization (NATO).

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Ukraine-Ergänzungshaushalt: eine Milliarde Euro für Entwicklungszusammenarbeit

SID Blog - 27. April 2022 - 22:15
Berlin – Das Bundeskabinett hat heute den Entwurf eines Ergänzungshaushalts beschlossen, der verschiedene Maßnahmen zusammenfasst, um die Folgen des völkerrechtswidrigen russischen Angriffs auf die Ukraine zu bewältigen. Darin enthalten sind zusätzliche Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit in Höhe von einer Milliarde Euro, um sowohl die Ukraine direkt zu unterstützen als auch die Folgen des Krieges für Entwicklungs- und Schwellenländer abzumildern. Der Ergänzungshaushalt wird in den kommenden Wochen im Bundestag beraten. Weitere Mittel über den Kabinettsbeschluss hinaus befinden sich derzeit in der parlamentarischen Beratung.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze: „Russlands Angriffskrieg sorgt nicht nur in der Ukraine für Leid und Zerstörung sowie die größte Fluchtbewegung in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Wenn Getreidelieferungen aus der Kornkammer der Welt ausfallen und Preise weltweit steigen, trifft das die Ärmsten der Armen weltweit. Es droht eine Ernährungskrise, wie die Welt sie seit Jahrzehnten nicht mehr erleben musste. Gerade in Entwicklungsländern kann der Hunger ganze Gesellschaften aus dem Gleichgewicht bringen. Deutschlands Antwort auf den Krieg gegen die Ukraine hat daher eine starke entwicklungspolitische Komponente, die auch die globalen Folgen des Konflikts in den Blick nimmt. Das wird mit dem heutigen Beschluss des Bundeskabinetts für einen Ergänzungshaushalt deutlich. Knapp die Hälfte der Mittel, die das Bundesentwicklungsministerium nach dem Entwurf für den Ergänzungshaushalt erhält, sind für die Reaktion auf die globale Ernährungskrise vorgesehen. Mit weiteren Maßnahmen werden wir die Ukrainerinnen und Ukrainer schnell und direkt unterstützen, vor allem die Menschen, die aufgrund des Krieges innerhalb der Ukraine und in den Nachbarländern auf der Flucht sind. Ein wichtiger Schwerpunkt wird dabei die Versorgung mit Wasser und Energie sein."

Konkret soll mit den jetzt geplanten Zusatzmitteln unter anderem die Grundversorgung der ukrainischen Bevölkerung im Wasser-, Sanitäts-, Gesundheits- und Energiebereich gesichert werden. Um russischer Desinformation zu begegnen, werden auch Medien etwa mit der Beschaffung mobiler Radiostudios und Sendetechnik unterstützt. Die psychologische Unterstützung traumatisierter Kinder und ihrer Familien wird weiter ausgebaut, insgesamt sollen rund 200.000 Kinder erreicht werden. Neben der Stabilisierung der Ukraine geht es auch darum, die von dem Krieg in der Ukraine betroffenen Länder in der direkten Nachbarschaft zu stärken. Ein weiteres Ziel ist die Abmilderung der durch akute Preissteigerungen drohenden globalen Ernährungskrise.

Aus vorhandenen Haushaltsmitteln setzt das BMZ bereits ein Sofortprogramm für die Ukraine mit einem Gesamtwert von 122 Millionen Euro um. Schwerpunkte des Sofortprogramms sind unter anderem der Bau von Unterkünften für Binnenvertriebene in der Ukraine, die Unterstützung des ukrainischen Katastrophenschutzes sowie die Bereitstellung von medizinischem Material.

 




Global Crisis Response Group der UN warnt vor Kaskadeneffekten des Ukrainekriegs

#2030Agenda.de - 27. April 2022 - 21:35

Im März 2022 hat UN-Generalsekretär António Guterres die Gründung einer Global Crisis Response Group on Food, Energy and Finance (GCRG) angekündigt. Sie soll den Ländern dabei helfen, Strategien zu entwickeln, um die miteinander verknüpften Auswirkungen des Ukrainekriegs zu bewältigen. Als „Champions“ der Gruppe fungieren die Staats- und Regierungschef*innen von Bangladesch, Barbados, Dänemark, Indonesien und Senegal sowie Bundeskanzler Olaf Scholz.

Koordiniert wird die Global Crisis Response Group von einem Steering Committee unter Leitung der Stellvertretenden UN-Generalsekretärin Amina Mohammed, dem die Spitzen zahlreicher UN-Organisationen und Entwicklungsbanken, aber auch der Generalsekretär der International Chamber of Commerce angehören.

Am 13. April 2022 hat die Gruppe ein erstes Briefing veröffentlicht, in dem sie die vielfältigen, globalen und interdependenten Auswirkungen des Krieges auf Ernährung, Energie und Finanzen beschreibt und einige Handlungsempfehlungen ausspricht.

Zu den Kernbotschaften dieses Briefings gehört insbesondere der Appell an alle Staaten, sich weiterhin in multilateralen Foren zu engagieren und die kommenden Herausforderungen in ihrer globalen Dimension anzuerkennen. Bestehende Mechanismen sollten sofort und unbürokratisch genutzt werden und alle Akteur*innen, staatliche und zivilgesellschaftliche, seien gut beraten, ihre Anstrengungen besser zu koordinieren. Die GCRG wird stellenweise auch etwas konkreter und schlägt im Bereich der Ernährung etwa die Stabilisierung von Frachtpreisen und die Eindämmung von Spekulationsgeschäften und

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