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23. Juli 2020

ONE - 23. Juli 2020 - 10:43

1. Staudammstreit: Äthiopien schafft Fakten
Äthiopien hat damit begonnen, den Stausee am Blauen Nil zu fluten, wie unter anderem Tagesschau.de, Spiegel, FAZ.net und die Tageszeitung (taz) melden. Äthiopiens Premier Abyi Ahmed nannte diesen Schritt für das 2011 begonnene Projekt „historisch“. Laut äthiopischer Regierung sei durch die Stauuung der Wassefluss stromabwärts nicht unterbrochen worden. Das Großprojekt sei ein großer Streitpunkt zwischen Äthiopien, Sudan und Ägypten. Vor allem Ägypten, das rund 90 Prozent seines nationalen Wasserbedarfs aus dem Nil decke, befürchte, dass die Wasserknappheit im Inland dadurch verschärft werde. Unter Moderation der Afrikanischen Union habe es gestern Gespräche zur Schlichtung des Konflikts gegeben. Die Parteien haben dort vereinbart, die Gespräche fortzusetzen, um zu einer Einigung zu kommen.

2. Kolonialismus – ein deutsches Tabu?
In der Frankfurter Rundschau kritisiert Miriam Keilbach, dass Deutschland versäumt seine Kolonialgeschichte aufzuarbeiten. Die daruch ausbleibende Aufklärung erschwere die Bildung einer antirassistischen Gesellschaft. Mit 30 Jahren währte die deutsche Kolonialgeschichte deutlich kürzer als die anderer europäischer Mächte, die bereits im 16. Jahrhundert begannen, Handel mit Afrika und Afrikaner*inenn zu betreiben. Allerdings werden schwarze Deutsche heute noch immer unter anderem durch Straßennamen oder Denkmäler „mit den Mördern ihrer Vorfahren konfrontiert“.  In Deutschland werde diese Epoche unter anderem mit Hinweis auf die Taten anderer Kolonialmächte relativiert und verdrängt. Hinzu komme, dass die Greueltaten aus der Zeit des Dritten Reiches die Geschehnisse im Kolonialismus im kollektiven Gedächtnis überlagere und sich so eine „Kultur der kollektiven Vergessens“ etabliert habe. Die Proteste rund um die ‚Black lives matter‘-Bewegung „erinnern die weiße Bevölkerung an ihre Verantwortung“.

3. Verschwörungstheorien im Fakten-Check
Seit Micorosoft-Gründer Bill Gates sich mit seiner Stiftung für einen Impfstoff gegen das Coronavirus stark mache, gerate er zusehends ins Fadenkreuz von Verschwörungstheoretiker*innen, wie der Deutschlandfunk thematisiert. Professor Andreas Jungherr von der Universität Konstanz sagt, dass durch die Verschwörungstheorien die Schwere der gegenwärtigen Corona-Pandemie heruntergespielt werde. Zudem erreichen diese hohe Klickzahlen, die sich wiederum positiv auf Werbeinnahmen auswirken. Allerdings müsse unterschieden werden zwischen kruden Theorien und legitimer Kritik. In einem Faktencheck der Deutschen Presse-Agentur werden die geläufigsten Theorien zu Bill Gates auf ihren Warheitsgehalt geprüft.

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„Wir alle sind Teil des Problems, aber auch Teil der Lösung.“ Interview mit der Aktivistin Lynn Ocharoenchai

reset - 23. Juli 2020 - 5:05
Klimawandel, ungleiche Machtverhältnisse und soziale Ungleichheit sind eng miteinander verknüpft. Die Aktivistin Nanticha "Lynn" Ocharoenchai aus Thailand möchte mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf den Umweltschutz lenken und fordert soziale Gerechtigkeit in einem Land, das zunehmend vom Klimawandel betroffen ist.
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„Wir alle sind Teil des Problems, aber wir sind auch Teil der Lösung.“ Interview mit der Aktivistin Lynn Ocharoench

reset - 23. Juli 2020 - 5:05
Klimawandel, ungleiche Machtverhältnisse und soziale Ungleichheit sind eng miteinander verknüpft. Die Aktivistin Nanticha "Lynn" Ocharoenchai aus Thailand möchte mehr öffentliche Aufmerksamkeit auf den Umweltschutz lenken und fordert soziale Gerechtigkeit in einem Land, das zunehmend vom Klimawandel betroffen ist.
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Nach dem EU-Gipfel: Historische Integrationsschritte unter Zeitdruck

SWP - 23. Juli 2020 - 0:05

Die Europäische Union hat Handlungsfähigkeit bewiesen – nach episch langen, harten und zum Teil quälenden Verhandlungen haben die Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten am 21. Juli 2020 einen Kompromiss gefunden. Mit seiner Verständigung auf einen neuen mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die nächsten sieben Jahre und einen auf vier Jahre befristeten europäischen Konjunkturhaushalt unter der Überschrift »Next Generation EU« (NGEU) hat der Europäische Rat ein immenses Finanzpaket mit einem Umfang von insgesamt 1,8 Billionen Euro geschnürt.

Diese Einigung beinhaltet einige fundamentale Neuerungen: die Möglichkeit der EU, zur Finanzierung des Konjunkturhaushalts nun selbst Kredite in bisher nicht gekanntem Umfang an den Finanzmärkten aufzunehmen, und die Einführung neuer Finanzierungsquellen für den EU-Haushalt. Weitgehende Maßnahmen also, die vor der Pandemie-Krise undenkbar erschienen und kaum durchsetzbar waren. Ob sie aber als großer Schritte hin zu einer vertieften Integration zu werten sind, wird sich erst noch erweisen müssen. Denn der erzielte Kompromiss ist nur ein Auftakt, dem bis Ende des Jahres eine Reihe weitere Schritte folgen muss, damit er zu einem wirklichen europäischen Erfolg werden kann.

Zunächst muss der politische Konsens des Europäischen Rates in konkrete Gesetzestexte gegossen werden. Auch hier sind harte Verhandlungen zwischen den beiden europäischen Gesetzgebern, dem Ministerrat der Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament, zu erwarten. Dann müssen alle nationalen Parlamente den weitreichenden Neuerungen bei der Finanzierung des europäischen Budgets zustimmen. Schließlich müssen die neuen Regelungen in angewandte Politik umgesetzt und mit Leben gefüllt werden. Dies ist eine gewaltige Aufgabe für den deutschen Vorsitz im Ministerrat, denn alle Elemente des Pakets sollen bis zum 1. Januar 2021 in Kraft treten. Zudem ist jeder Schritt mit einem hohen Risiko des Scheiterns oder der Blockade verbunden.

Nationale Parlamente müssen die Integrationsschritte legitimieren

Die Zustimmung der nationalen Parlamente zu der erstmaligen Verschuldung der EU in Höhe von 750 Mrd. Euro und den neuen Finanzierungsquellen ist nicht nur ein zeitliches Problem, sondern auch ein politisches, denn die Größe des Schritts zu einer enger zusammenwachsenden Union ist unübersehbar; seine Legitimation erfordert breite parlamentarische Debatten. Doch für eine sorgfältige Abwägung der Integrationsschritte und ihrer Folgen bleibt unter dem Druck der Covid-19-Krise und der unbedingt erforderlichen schnellen europäischen Reaktion kaum ausreichend Zeit.

Nicht leichter dürfte es werden, die gefundenen Kompromisse des Gipfels in konkrete Programme umzusetzen. So müssen die Mitgliedstaaten sogenannte Aufbau- und Resilienzpläne mit ihren Reform- und Investitionsvorhaben erarbeiten, um europäische Fördermittel aus dem neuen Aufbaufonds abrufen zu können. Diese Pläne müssen sie der Europäischen Kommission zur Prüfung und Billigung vorlegen. Dabei sollen sie die sogenannten länderspezifischen wirtschaftspolitischen Reformempfehlungen sowie die Klimaschutz- und die Digitalisierungsziele der EU beachten. Sowohl die Mitgliedstaaten als auch die Europäische Kommission müssen also sehr schnell konkrete Ideen entwickeln, wofür das Geld sinnvoll verwendet werden soll. Denn die Fördergelder sollen erst fließen, wenn die Mitgliedstaaten die zugesagten Reformanstrengungen wirklich aufgenommen und die vereinbarten Etappenziele tatsächlich erreicht haben. Dies macht die genaue Prüfung und ein kontinuierliches Monitoring der nationalen Umsetzung erforderlich. Dass es den Mitgliedstaaten ernst damit ist, dass das Geld nur im Gegenzug für nachhaltige Strukturreformen und Investitionen fließt, haben die sehr harten Debatten im Europäischen Rat gezeigt.

Zeitdruck gefährdet Zielgenauigkeit der Förderung

Es ist eine kaum zu lösende Aufgabe, die nationalen Pläne in der Kürze der Zeit zu erstellen und zu bewerten sowie neue Formen des Monitorings aufzubauen. Wissenschaftliche Gutachten oder die Begleitung weitreichender nationaler Strukturreformen durch Kommissionen, wie sie zum Beispiel in Deutschland zum Braunkohleausstieg erfolgte, sind in wenigen Monaten kaum vorstellbar. Trotz des hohen Drucks, schnell und wirkungsvoll auf die Folgen der Pandemie zu reagieren, müssen Nachhaltigkeit und Zielgenauigkeit der Maßnahmen mit einer sorgfältigen Bewertung der Programme und der einzelnen Maßnahmen verbunden werden. Nur so kann das in den Verhandlungen des Europäischen Rats sichtbar gewordene Misstrauen zwischen den Mitgliedstaaten überwunden werden.

Ein hohes Tempo bei der Umsetzung der vom Europäischen Rat vorgezeichneten Schritte ist zweifelsohne nötig. Für diese Dynamik bei den Verhandlungen über die konkreten Rechtsgrundlagen kann die deutsche Ratspräsidentschaft sorgen. Um jedoch den Kompromiss des Europäischen Rats zu einem wirklichen und langfristigen Integrationserfolg zu machen, müssen das gegenseitige Vertrauen zwischen den Mitgliedstaaten wieder wachsen und die Unionsbürgerinnen und -bürger diesen Integrationsschritten zustimmen. Das sind große Aufgaben, die gegenseitiges Verständnis, Toleranz und auch Zeit erfordern. Ob die Quadratur des Kreises gelingen kann, bleibt abzuwarten. Immerhin hat der EU-Gipfel die Diskussion über die Weiterentwicklung der EU angestoßen.

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Arktische Seewege

SWP - 23. Juli 2020 - 0:00

Das Eis im Nordpolarmeer schmilzt, wodurch die arktischen Seewege zunehmend schiffbar werden. Die Nordostpassage ist schon heute für längere Zeiträume im Sommer befahrbar, während die Nordwestpassage wohl in den 2030er Jahren, die Transpolare Route wiederum frühestens ab den 2040er Jahren für die Schifffahrt häufiger – und damit kommerziell – nutzbar, da »eisfrei« sein wird.

Neben den Klimaveränderungen wirken auch Ressourcennutzung und Großmachtkonkurrenz – jeweils unterschiedlich in Art, Ausmaß und Folgen – als Treiber für einen Wandel in der Arktis.

Die Erwärmung der Arktis ermöglicht es, bislang unzugängliche Lagerstätten von Rohstoffen zu nutzen, und eisfreie Seewege erleichtern deren Transport. Doch geht es dabei um kostenträchtige, riskante und lang­wierige Projekte, zumal bei der Öl- und Gasförderung auf See (offshore).

Die USA haben hat die Arktis als geopolitische »Arena« im Kampf um Macht und Einfluss identifiziert. Russland will über die Nördliche See­route maßgeblich seine Rolle als Energiegroßmacht bewahren.

Als neuer Akteur kann China in der Arktis an sein Seidenstraßen-Projekt anknüpfen, Transportwege diversifizieren und die eigene Versorgungs­sicherheit erhöhen. Im Konfliktfall lassen sich Versorgungsrouten militärisch nutzen, weshalb das Nordpolarmeer auch für Peking strategisch zunehmend wichtig ist.

Neben den negativen Auswirkungen des Klimawandels ist eine Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage im Norden festzustellen. Die widerstreitenden Ambitionen Chinas, Russlands und der USA machen einen Dialog über militärische Sicherheitsfragen nötig.

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Monitoring in German bilateral development cooperation: a case study of agricultural, rural development and food security projects

DIE - 22. Juli 2020 - 15:33

Monitoring and evaluation have gained importance in recent decades in development cooperation to increase evidence, and thereby aid effectiveness. However, the focus on measuring results needs to be coordinated with other strategically important aspects of the aid and development effectiveness agenda, such as adapting to local needs and harmonisation among development actors. Combining these different goals remains a challenge in the development community. Studies show that most donors have similar problems when measuring results. The quality of the collected data can oftentimes be questioned because data collection methods lack methodological rigor. The data collected and used is often of limited relevance for the project. Reporting by implementing agencies to BMZ focusses more on accountability than on using the results for learning. This discussion paper offers an in-depth analysis of the efforts undertaken by German bilateral development cooperation actors to measure results and in how far the reported data can contribute to increase the effectiveness of development cooperation. Thirteen projects by German implementing agencies GIZ and KfW were selected and analysed by means of project documents and interviews with staff. In addition, general monitoring and evaluation guidelines of German development cooperation were consulted. The results show that BMZ does not have a comprehensive results-based management system in place for planning, monitoring and evaluation in German development cooperation, which leads to quality challenges with regard to the collected data. Many projects do not have a comprehensive theory of change, use methodologically contestable indicators and are not able to demonstrate causality between their activities and the results measured. Indicators are often selected with only the limited involvement of partner countries, and there are challenges with using partner countries’ secondary data. BMZ has recently started a reform process with the aim of establishing a more comprehensive RBM system and providing additional guidance to projects on how to define indicators and measure results. The findings of this paper offer important lessons learnt and recommendations for the reform process.

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Rassismus in Deutschland geht alle an: Afrozensus, #NenntihreNamen und…Kartoffelpuffer

EINEWELTblabla - 22. Juli 2020 - 11:36

Als Weiße Person in Deutschland lebend, könnte man meinen, Rassismus sei für diese Person kein großes Thema. Rassismus nicht gut finden, klar. Rassismus im Großen erkennen, joa. Die wirklichen Auswirkungen und Strukturen im Kleinen und Alltäglichen bei Betroffenen und sich selber erkennen – verdammt erschreckend und auch neu.

In den letzten Wochen wurde vor allem unter dem #blacklivesmatter viel darüber aufgeklärt warum es sehr wohl ein großes Thema für jede*n sein sollte. Wer, wenn nicht Weiße, können etwas gegen das von Weißen geschaffene und aufrechterhaltene System tun?

Eine Möglichkeit, um das System zu verändern, ist, zuzuhören, wie sich Menschen aktuell darin fühlen. Genau damit startet jetzt der Afrozensus und es gibt weiteres (eher) Neues wie Nennt ihre Namen und die Videoreihe Kartoffelpuffer.

Hört von Rassismus betroffenen Menschen zu: Afrozensus

Afrozensus ist die erste große Befragung, um die Lebensrealitäten, Diskriminierungserfahrungen und Perspektiven Schwarzer, afrikanischer und afrodiasporischer Menschen in Deutschland zu erfassen. Dass dies nicht nur eine Befragung ist, sondern aus den Ergebnissen auch Maßnahmen folgen sollen, gibt die Möglichkeit, die erlebte Diskriminierung und Rassismus zu erkennen und dem entgegenzusteuern. Die Befragung läuft noch bis August – verbreitet sie damit möglichst viele teilnehmen!

Rassismus tötet – auch in Deutschland

Seit dem gewaltsamen Tod von George Floyd durch Polizisten in Minneapolis hat die lebensbedrohliche Seite von Rassismus mehr Aufmerksamkeit erlangt. Es mag seltsam klingen, aber irgendwie scheint dadurch sogar mehr Aufmerksamkeit für Rassismus in Deutschland aufgekommen zu sein als durch die Anschläge des NSU, in Halle oder in Hanau. Und das sind leider auch bei weitem nicht die einzigen rassistischen Morde.

Auf Instagram ruft der Account Nennt ihre Namen dazu auf, Opfer von Rassismus, die getötet oder schwer verletzt wurden, zu zeichnen und unter dem Hashtag #nenntihrenamen sichtbar zu machen. Im Juni gab es bereits eine Ausstellung von Bildern, auf Instagram geht es weiter.

Das Beitragsbild zum Beispiel zeigt Laye Condé. Er starb 2004 durch Ertrinken, ausgelöst durch die brutale Zwangsvergabe von Brechmittel. Er war in Polizeigewahrsam in Bremen.

Was ist Rassismus?

Nicht nur wer sich diese Frage stellt, sondern jede*r sollte sich mit dem Thema beschäftigen. Dafür eignet sich zum Beispiel Kartoffelpuffer – Gifty und Steffie vs. Rassismus auf Youtube. Es geht um Begriffserläuterungen und das Phänomen Rassismus auf unterschiedlichen Ebenen – gut verständlich und sogar mit kleinem Inhaltsverzeichnis zu den Themen einer Folge.

Das sind ein paar aktuelle Vorschläge, wie ihr euch mit Rassismus auseinandersetzen und etwas dagegen tun könnt. In unserem Artikel Rassismus und was wir dagegen tun können findet ihr weitere Ideen.

Fällt euch noch mehr ein? Dann kommentiert gerne den Beitrag!

Das Beitragsbild ist von Jenny Adam auf Instagram.

Der Beitrag Rassismus in Deutschland geht alle an: Afrozensus, #NenntihreNamen und…Kartoffelpuffer erschien zuerst auf EineWeltBlaBla.

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Hungersnot, Ernährungskrise, Mangelernährung – Was ist das?

Unicef - 22. Juli 2020 - 11:30
In Ländern wie Somalia, Südsudan oder Jemen hungern Hunderttausende Menschen. Bilder von ausgemergelten Kindern, Berichte von qualvoll verhungerten Mädchen und Jungen sind immer wieder in den Nachrichten oder auf Social Media. Trotzdem gibt es offiziell momentan in keinem Land der Welt eine Hungersnot – warum?
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False Promises: The Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA)

Global Policy Forum - 22. Juli 2020 - 11:14

An international study published by the Rosa-Luxemburg-Stiftung, Biba, Bread for the World, FIAN Germany, Forum on Environment and Development, INKOTA-netzwerk, IRPAD, PELUM Zambia, Tabio, and TOAM documents the dramatic negative impacts of the Alliance for a Green Revolution (AGRA) on small-scale food producers in the 13 African countries the initiative focuses on.

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False Promises: The Alliance for a Green Revolution in Africa (AGRA)

Global Policy Forum - 22. Juli 2020 - 11:14

An international study published by the Rosa-Luxemburg-Stiftung, Biba, Bread for the World, FIAN Germany, Forum on Environment and Development, INKOTA-netzwerk, IRPAD, PELUM Zambia, Tabio, and TOAM documents the dramatic negative impacts of the Alliance for a Green Revolution (AGRA) on small-scale food producers in the 13 African countries the initiative focuses on.

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Migration and the 2030 Agenda: making everyone count migrants and refugees in the Sustainable Development Goals

DIE - 22. Juli 2020 - 10:24

With the 2030 Agenda for Sustainable Development and its guiding principle “Leave no one behind”, the international community has set itself the goal of improving the living conditions of poor and marginalised groups. In many cases, these groups include migrants and refugees. A sophisticated review process has been set up to monitor the implementation of the 2030 Agenda. Here, the Sustainable Development Goals (SDGs) play a decisive role. Migrants and refugees were explicitly included from the outset. However, this creates additional data requirements: Data disaggregated by migratory status is necessary to capture changes in the living conditions of migrant population groups within the structured review and follow up process of the SDGs. This disaggregation allows to draw conclusions about the well-being of migrants and refugees. SDG 17.18 explicitly calls for the differentiated consideration of this population group in the SDGs, where relevant, and the necessary building up of capacities for data collection and analysis.
Census data, data from national administrative registers and sample surveys are possible data sources to achieve this objective. These data sets, however, differ in their scope and extent to which they capture different types of information. Hence, each represents only a partial reality.
Five years after the adoption of the SDGs, the balance sheet is sobering: Data disaggregated by migratory status are still lacking in most countries. As a result, there is a growing danger that existing disadvantages will become more permanent or more pronounced. In line with its overarching commitment to the implementation of the SDGs, the German government should work to ensure that migrants and refugees are systematically taken into account in the follow-up and review of the 2030 Agenda. For the remaining period until 2030 – touted as the Decade of Action and Delivery - the following recommendations are derived:
•    Harmonise migration definitions: Data collections should apply definitions and methods recommended by the UN Statistical Commission.
•    Support data collection: The personnel and financial capacities of the national statistical authorities in partner countries should be systematically strengthened.
•    Strengthen synergies: Bridges should be built between migration-specific data initiatives and thematically broader data initiatives that are closely linked to the SDG process.
•    Expand migration expertise in the SDG review process: Migration expertise should be more systematically integrated into the SDG review process than has been the case to date in order to take greater account of changes in the living conditions of migrants and refugees.

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22. Juli 2020

ONE - 22. Juli 2020 - 9:59

1. Afrika neuer Spitzenreiter bei Waldrodung
Wie unter anderem Tagesschau.de, Spiegel, die Frankfurter Allgemeine Zeitung und der Deutschlandfunk melden, hat Afrika Südamerika als den Kontinent eingeholt, in dem am meisten Wald gerodet wird, so eine Studie der UN-Landwirtschaftsbehörde FAO. Jährlich werden in Afrika rund vier Millionen Hektar Wald gefällt. Dies sei insbesondere auf das hohe Bevölkerungswachstum zurückzführen sowie auf den wachsenden Bedarf von Kleinbauern und -bäuerinnen an landwirtschaftlichen Nutzflächen. Auch Investitionen aus dem Ausland intensivieren die Abholzung. Laut FAO finden mehr als 90 Prozent der Rodungen in den Tropen statt.

2. Gewalt in Nigeria nimmt zu
Mehrere Medien, darunter die Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung und der Deutschlandfunk thematisieren die bewaffneten Konflikte in Nigeria. Bei einem Hinterhalt im Nordwesten Nigerias seien 23 Soldat*innen ums Leben gekommen. Einige seien möglicherweise verschleppt worden. Es handle sich bei den Angreifern um „Banditen“, wie Sicherheitskreise angeben. Diese finanzieren sich hauptsächlich über Lösegelderpressungen und Viehraub. Die Bandenkriminalität nehme in vielen Orten Nigerias stark zu. Seit 2011 seien über 8000 Menschen im Nordwesten Nigerias gewaltsam ums Leben gekommen. Mehr als 200.000 seien auf der Flucht, so die Denkfabrik International Crisis Group (ICG). Besonders die islamistisch motivierte Gewalt nehme laut ICG stark zu. Es gebe in der Region allerdings auch einen großen Konflikt um Nutzflächen zwischen Ackerbetreibenden und Viehirt*innen. Das enorme Bevölkerungswachstum verschärfe diesen Konflikt zusätzlich.

3. Al-Bashir erneut auf Anklagebank
Unter anderem die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Tageszeitung (Taz), die Frankfurter Rundschau und die Deutsche Welle melden, dass sich Sudans Ex-Diktator Omar al-Bashir  ein zweites Mal vor Gericht verantworten muss. Dieses Mal gehe es um den Militärputsch, der ihm 1989 zur Macht verholfen habe. Im vergangenen Dezember sei er bereits wegen „Korruption, Devisenbesitzes und Geldwäsche“ zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. In seiner Amtszeit habe er einen Völkermord in Darfur sowie die brutale Niederschlagung von Protesten zu verantworten. Dabei seien auch Fassbomben zum Einsatz gekommen. Er habe zudem dem internationalen gesuchten Terroristen Osama bin Laden Unterschlupf gewährt. Nun drohe al-Bashir lebenslange Haft oder gar die Todesstrafe.

 

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Magazin VEN Positionen: Zivilgesellschaft unter Druck

agl - 22. Juli 2020 - 9:25

 

Zivilgesellschaft unter Druck – mit der Wahl dieses Schwerpunktthemas möchte das Magazin Positionen vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) auf die seit Jahren schrumpfenden Handlungsspielräume zivilgesellschaftlicher Akteure weltweit aufmerksam machen. 

 

Der Einsatz für Menschenrechte, Demokratie und Teilhabe – hier und weltweit – ist nicht selbstverständlich. Eine Welt-Aktive und andere zivilgesellschaftliche Akteure leisten dabei einen wichtigen Beitrag. Das Magazin zeigt, wodurch ihre Arbeit erschwert wird. Dabei kommen nicht nur Menschen aus Niedersachsen zu Wort, sondern auch Partner*innen aus dem Globalen Süden.

 

Mit einem Leitartikel des agl-Geschäftsführers Dr. Ramirez-Voltaire zur aktuellem Rolle der Zivilgesellschaft.

Das Heft gibt es zum Download und kann in größerer Menge als Printversion bestellt werden.

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„Foodrevolution“ und Corona-Pandemie in Brasilien

Misereor - 22. Juli 2020 - 9:15
Die Film-Doku „Foodrevolution“ stellt Menschen vor, die sich weltweit für gute Ernährung einsetzen. Nun stellt Corona sie vor große Herausforderungen.

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„Völkermord in Brasilien“ – offener Brief von Frei Betto

Misereor - 21. Juli 2020 - 16:27
In Brasilien findet ein Völkermord statt. Dafür macht der Theologe und Franziskaner Frei Betto in erster Linie die skrupellose Politik von Präsident Bolsonaro verantwortlich.

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21. Juli 2020

ONE - 21. Juli 2020 - 12:51

1. Masernalarm durch Corona
Sowohl die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) als auch die Tageszeitung (taz) thematisieren die Vernachlässigung von vermeidbaren Krankheiten im Zuge der Corona-Pandemie. Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen warnt davor, dass mehr Kinder an Masern sterben werden als noch 2018 – damals erlagen rund 140.000 Kinder der vermeidbaren Krankheit. Gleichzeitig schlagen Gesundheitsexpert*innen in einem offenen Brief an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm, dass insbesondere die Bekämpfung von Masern vernachlässigt werde. Rund 30 Masern-Impfkampagnen seien abgesagt worden und über 60 Länder melden Lieferengpässe für die benötigten Impfdosen an. Nach einer gemeinsamen Studie der WHO und dem UN-Kinderhilfswerk Unicef habe sich zum ersten Mal seit 30 Jahren die Zahl der verabreichten Mehrfach-Impfungen gegen Diphterie, Tetanus und Keuchhusten deutlich reduziert. Darüber hinaus drohen bis zu 400.000 zuzsätzliche Tote durch Malaria, da keine imprägnierten Moskitonetze mehr verteilt werden können. Der Grund sei die Reaktion auf die Corona-Pandemie – Grenzen seien geschlossen und Ausgangssperren verhängt worden, was Lieferketten unterbrochen und Arbeitsplätze gekostet habe. Ferner sei in mindestens 106 Ländern der Kampf gegen HIV und Tuberkulose beeinträchtigt, da die ohnehin begrenzten Ressourcen in erster Linie für die Diagnose und Behandlung von Covid-19 in Anspruch genommen werden.

2. Politische Unruhen in Mali
Die poltiische Situation in Mali bleibt verhärtet, wie Katrin Gänsler in der Tageszeitung (taz) berichtet. Nachdem eine Delegation der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas eine Regierung der nationalen Einheit vorgeschlagen hatte, gehen die Proteste im Land weiter. Die Regierung habe sich für den Vorschlag offen gezeigt, allerdings werde er nicht von der Protestbewegung M5-RFP mitgetragen. Sie fordere einen sofortigen Rücktritt von Präsident Ibrahim Boubacar Keïta und schlage einen Premierminister aus den Reihen der Protesbewegung vor, der sich grundsätzlich um bessere Regierungsführung bemühe.

3. Staudammprojekt bleibt Zankapfel zwischen Ägypten und Äthiopien
In einem Interview mit N-tv beleuchtet Nicole Hirt vom Giga-Institut für Afrika-Studien den aktuellen Streit zwischen Ägypten und Äthiopien um Äthiopiens Staudammprojekt. Mit dem Staudamm wolle Äthiopien Energie gewinnen, um seine 110 Millionen Einwohner*innen mit ausreichend Strom zu versorgen. Durch die geplante Stauung des Nils sehe sich Ägypten seines Wasserzugangs beraubt – das nordafrikanische Land beziehe knapp 97 Prozent seines Wasserbedarfs aus dem Fluss. Das Projekt stehe kurz vor der Vollendung und es sei noch kein Ende des Streits in Sicht. Wie die AFP weiter meldet, will die Afrikanische Union in einem Online-Gipfel zwischen den Parteien vermitteln.

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Organic defaults in online‐shopping: immediate effects but no spillover to similar choices

DIE - 21. Juli 2020 - 8:48

Changing defaults—the preselection that becomes effective without active choice—is becoming a prominent policy tool, after having been proven to be effective in areas as varied as retirement savings, organ donation and product customization. Yet, little is known about how default effects spill over to subsequent similar behaviors. In an online shopping scenario, we found standard default effects on the share of organically produced products in the overall selection of products. These effects did not spill over to subsequent active shopping choices. This was true for defaults that were hard and easy to change (Exp. 1, N = 90), for immediate and delayed subsequent choices (Exp. 2, N = 106) and for self-selected defaults (Exp. 3, N = 181). These findings suggest that the reach and scalability of default manipulations in policy making may be limited, but also speak against the possibility for negative spillover.

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Vereinte Nationen: Was kann die neue Roadmap für digitale Kooperation?

reset - 21. Juli 2020 - 5:03
Die UN stellt eine Roadmap für digitale Kooperation vor. Ziel des Aktionsplans ist es, die Entwicklung zu einer sichereren und gerechteren digitalen Welt voranzubringen. Der Plan ist ambitioniert. Doch wird er auch erfolgreich sein?
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Was kann die UN Roadmap für digitale Kooperation?

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Die UN stellt eine Roadmap für digitale Kooperation vor. Ziel des Aktionsplanes ist es, die Entwicklung zu einer sichereren und gerechteren digitalen Welt voranzubringen. Der Plan ist ambitioniert. Doch wird er auch erfolgreich sein?
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