Sie sind hier

Ticker

Agrarökologie – eine andere Landwirtschaft ist möglich

INKOTA - 19. Dezember 2019 - 13:58
Was: Podiumsdiskussion "Agrarökologie – eine andere Landwirtschaft ist möglich" der Heinrich-Böll-Stiftung in Kooperation mit INKOTA, Brot für die Welt, Oxfam und MISEREOR Wann: Freitag 17.01.2020 17.00 – 19.00 Uhr Wo: Heinrich-Böll-Stiftung, Großer Saal 1, Schumannstr. 8, 10117 Berlin Seit mehr als einem Jahr demonstrieren junge Menschen auf der ganzen Welt für mehr Klima- und Umweltschutz und fordern ein ambitioniertes Umsteuern in allen Sektoren, auch in der Landwirtschaft. In Südasien weisen soziale Bewegungen wie La Via Campesina mit Straßenprotesten auf den Zusammenhang zwischen Klimagerechtigkeit und Ernährungssouveränität hin. Initiativen wie die Solidarische Landwirtschaft und Ernährungsräte finden immer stärkere Unterstützung von bäuerlichen Erzeuger*innen und Verbraucher*innen weltweit. Von Bauern und Bäuerinnen betriebene Saatgutbanken auf Gemeindeebene schützen vielfältige und traditionelle Saatgutsorten. Die intensive Landwirtschaft verschärft seit Jahrzehnten die globalen ökologischen und sozialen Krisen – mit drastischen Auswirkungen: degradierte Böden, ruinöse Erzeugerpreise, Hunger und der Verlust an Biologischer Vielfalt sind nur einige der vielen Baustellen, die die industrielle Landwirtschaft der nächsten Generation hinterlässt. Während die Politik weiter Änderungen, wenn überhaupt, in kleinsten Schritten angeht, machen sich immer mehr Bäuerinnen und Bauern auf den Weg um nachhaltig und sozialgerecht zu wirtschaften. Eine andere Welt ist möglich - aber nicht ohne weiteres Vielfältige, lokale und regionale Ernährungssysteme fördern mit agrarökologischen Ansätzen die Vielfalt über und unter der Erde, stärken bäuerliche Betriebe und die gleichberechtigte politische Teilhabe von Bauern und Bäuerinnen. Sie werden in immer mehr Regionen dieser Welt gefördert und liefern schon jetzt vielfältige und frische Lebensmittel für eine ortsnahe Versorgung. Trotz der Erfolge erhalten agrarökologische Ansätze viel zu wenig Unterstützung. Weder Forschungsgelder noch Subventionen werden so ausgegeben, dass sie agrarökologisches, solidarisches Wirtschaften stärken. Im Gegenteil, die Machtkonzentration im Agrar- und Ernährungssektor blockiert den wichtigen sozial-ökologischen Wandel. In ihrem Buch „Eine andere Welt ist möglich – Aufruf zum zivilen Ungehorsam“ geht die Physikerin und Umweltaktivistin Vandana Shiva der Frage nach, was passieren muss, damit die agrarökologische Bewegung an Kraft gewinnt und wie sich die Gesellschaft einmischen kann, um Strukturen in der Landwirtschaft zu ändern. Nach einem Vortrag von Vandana Shiva wollen wir mit unseren Gästen aus Kenia, Brasilien, Indien und Deutschland darüber sprechen, was wie die Chancen für eine starke agrarökologische Bewegung sind und jede und jeder Einzelne dafür tun kann. INKOTA-Ausstellung Agrarökologie Im Rahmen der Veranstaltung zeigen wir die INKOTA - Ausstellung „Zukunft säen“. Sie zeigt nicht nur, was schief läuft im aktuellen Landwirtschafts- und Ernährungssystem, sondern auch, wie es anders besser geht – mit dem Konzept der Agrarökologie. Programm
  • Begrüßung: Barbara Unmüßig, Präsidentin der Heinrich-Böll-Stiftung
  • Input:  Vandana Shiva, Physikerin und Wissenschaftsphilosophin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Aktivistin und Autorin
Podiumsdiskussion
  • Vandana Shiva, Physikerin und Wissenschaftsphilosophin, Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Aktivistin und Autorin
  • Layla Liebetraut, Road to Food, Kenia
  • Reinhild Benning, Germanwatch
  • Sarah Schneider, MISEREOR
  • Antônio Andrioli, Agrar- und Wirtschaftswissenschaftler, Universidade Federal da Fronteira Sul (UFFS) in Santa Catarina, Brasilien
  • Moderation: Barbara Unmüßig, Präsidentin der Heinrich-Böll-Stiftung
Ohne Anmeldung

Sprache: Deutsch

Für Rückfragen wenden Sie sich gerne an Lena Bassermann: bassermann@inkota.de Erfahren Sie mehr über Agrarökologie Erfahren Sie mehr über die INKOTA-Ausstellung zu Agrarökologie
Kategorien: Ticker

Bildung als Motor für Klimaschutz

Engagement Global - 19. Dezember 2019 - 12:58
V.l.n.r.: Kai-Oliver Farr, Matthias Güldner, Christopher, Duis, Sarah Kumpf (Moderation), Anna Braam, Tanja Gerstenberger, Stefan Rostock Foto: Engagement Global

Anlässlich der 25. Klimakonferenz der Vereinten Nationen (COP25) in Madrid fand am Montag, 16. Dezember 2019, eine Podiumsdiskussion zum Thema „Bildung für nachhaltige Entwicklung als Motor für Klimaschutz: Eine Nachschau auf die UN-Klimakonferenz in Madrid“ im Klimahaus in Bremerhaven statt.

Im Mittelpunkt standen die Ergebnisse der Klimakonferenz und die Frage, welche Rolle Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und nachhaltige Lebensweisen bei der Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen spielt. Durchgeführt wurde die Veranstaltung von der Außenstelle Hamburg von Engagement Global in Kooperation mit der Deutschen KlimaStiftung.

Stefan Rostock, Teamleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung bei Germanwatch e.V. und Bundeskoordinator Klima & Entwicklung der Arbeitsgemeinschaft der Eine Welt-Landesnetzwerke in Deutschland e.V., führte mit einem Impulsvortrag in das Thema des Abends ein. In Bezug auf BNE hob er die UNESCO-Definition (Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur) des Begriffs hervor, die darauf abzielt, dass Lernende dazu befähigt werden müssen, sich selbst und die Gesellschaft, in der sie leben, zu transformieren.

An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Anna Braam, Vorstandsmitglied der Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen, Christoph Duis vom Bremer Entwicklungspolitischen Netzwerk e.V., Kai-Oliver Farr von Engagement Global, Tanja Gerstenberg, Kuratoriumsmitglied der Deutschen KlimaStiftung, Matthias Güldner vom Zentrum für Arbeit und Politik der Universität Bremen sowie Stefan Rostock teil.

Anna Braam forderte, Klimaschutz als Schulfach einzuführen, da ethische Verantwortung für die Zukunft so früh wie möglich beigebracht werden müsse. Zudem appellierte sie, nationale Klimaschutzpläne nachzubessern und die Jugend miteinzubeziehen.

Kai-Oliver Farr ergänzte, dass BNE in alle Lebensbereiche integriert werden müsse. Über die Schule hinaus müsse das Thema Nachhaltigkeit in Kitas, Hochschulen und in der außerschulischen Bildung behandelt werden. In diesem Zusammenhang waren sich die Anwesenden einig, dass alle Altersgruppen miteinbezogen werden müssen, um eine Veränderung herbeizuführen.

Während der Podiumsdiskussion wurde aber auch betont, dass vor allem die Politik Verantwortung übernehmen müsse. Wichtig sei hierbei auch, dass alle Ressorts beziehungsweise Akteure zusammenarbeiten, da die Ziele der Agenda 2030 nur gemeinsam erreicht werden könnten.

Die Veranstaltung bildete den Auftakt zur Kooperation der Außenstelle Hamburg von Engagement Global mit der Deutschen KlimaStiftung im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Zusammenarbeit verbindet das Beratungsangebot der Servicestelle für Stiftungen und Philanthropie von Engagement Global mit dem Programm Entwicklungsbezogene Bildung in Deutschland (EBD) der Außenstellen von Engagement Global.

Weitere Informationen
Kategorien: Ticker

Haiti wackelt noch immer

Welthungerhilfe - 19. Dezember 2019 - 12:50
Zehn Jahre nach dem Erdbeben ist das Leben in Haiti alles andere als stabil. Die einst reichste Kolonie Frankreichs ist heute das ärmste Land der westlichen Hemisphäre. Extremwetter und die Folgen des Klimawandels treffen auf ohnehin schon schwache Strukturen. Die Welthungerhilfe ist in dem Karibikstaat mit Projekten aktiv, die Haiti in die Zukunft helfen sollen.
Kategorien: Ticker

Gefährliche Kindheit im Slum - Interview zum UNICEF-Foto des Jahres

Unicef - 19. Dezember 2019 - 11:00
Das Siegerbild des Wettbewerbs “UNICEF-Foto des Jahres” stammt in diesem Jahr von dem deutschen Fotografen Hartmut Schwarzbach. In unserem Interview erzählt er von seinen Besuchen der Slums in Manila und wie es Wenie, dem Mädchen auf seinem Siegerbild, heute geht.
Kategorien: Ticker

Kinder sind das Wertvollste, das wir haben

Unicef - 19. Dezember 2019 - 11:00
Das UNICEF-Foto des Jahres 2019 erzählt vom mutigen Überlebenskampf von Kindern angesichts gleich dreier Tragödien unserer Zeit: Armut, Umweltverschmutzung und Kinderarbeit. Auf dem Siegerbild porträtiert der deutsche Fotograf Hartmut Schwarzbach die 13-jährige Wenie.
Kategorien: Ticker

Der Klimagipfel ist gescheitert – jetzt sind wir alle gefragt!

reset - 19. Dezember 2019 - 6:53
Nach dem wenig ambitionierten Klimagipfel ist es spannender denn je, ob wir im entscheidenden nächsten Jahrzehnt noch das Ruder herumreißen können oder sehenden Auges in die Klimakatastrophe steuern. Aber: Wir alle können etwas tun und die Klimabewegung vorantreiben!
Kategorien: Ticker

Europe’s Third Way in Cyberspace

SWP - 19. Dezember 2019 - 0:00

Cybersecurity has become a key issue for Europe in the global digital transformation. The EU Cybersecurity Act lays down a legal framework whose aim is to achieve global reach. Embedded in a policy that combines digital sovereignty with strategic inter­dependence, the Act could represent the gateway to a third European pathway in cyber­space, something in between the US model of a liberal market economy and the Chinese model of authoritarian state capitalism. The Cybersecurity Act will be a bind­ing framework for action and provide a tailwind for German cybersecurity policy.

Kategorien: Ticker

Das »window of opportunity« in Korea schließt sich

SWP - 19. Dezember 2019 - 0:00

Trotz eines weiteren persönlichen Treffens zwischen Donald Trump und Kim Jong Un im Juni und einer neuerlichen Begegnung auf Arbeitsebene zwischen Vertreterinnen und Vertretern beider Länder im Oktober liegen die Positionen Pyongyangs und Washingtons im Hinblick auf eine Denuklearisierung Nordkoreas nach wie vor weit auseinander. Eine Verständigung über zentrale Fragen, zum Beispiel darüber, was Denuklearisierung genau bedeuten und wie der zukünftige Verhandlungs­prozess ablaufen soll, setzt jedoch voraus, dass es ausreichend Raum für flexible Diplomatie und auf allen Seiten den entsprechenden politischen Willen gibt. Auch Europa sollte aktiv auf eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen der internationalen Gemeinschaft und Nordkorea hinarbeiten. Denn die politischen Rahmenbedingungen in Pyongyang und Washington lassen erwarten, dass sich das gegenwärtige »window of opportunity« für eine Lösung der Nuklearfrage im kommenden Jahr wieder schließen und Nord­korea sein selbstauferlegtes Moratorium für Nuklear- und Interkontinental­raketentests wieder aufheben könnte.

Kategorien: Ticker

Verkehrswege sind Lebensadern

E+Z - 18. Dezember 2019 - 15:38
Verkehr muss nachhaltig gestaltet, Infrastruktur mit Augenmaß ausgebaut werden

Deshalb ist Verkehrsinfrastruktur ein öffentliches Gut. Besonders deutlich ist das dort, wo sie kaum ausgebaut ist – zum Beispiel im ländlichen Raum von Entwicklungs- und Schwellenländern. Es gibt Orte, die gar nicht erschlossen sind oder nur durch eine Lehmpiste, die in der Regenzeit unpassierbar ist.

In Städten dagegen ballt sich die Verkehrsinfrastruktur. Allerdings gibt es auch hier große Qualitätsunterschiede. Straßen haben alle Städte – aber es kommt darauf an, ob Busse und Bahnen sie entlasten und wie weit sie das Umland erschließen. Für nachhaltige urbane Mobilität ist auch der nicht-­motorisierte Verkehr wichtig, weshalb Rad- und Gehwege nötig sind.

Mobilität ist vor allen Dingen eine Frage der Möglichkeiten. Nur rund drei Prozent der Menschen fliegen, ein eigenes Auto ist für die große Mehrheit ein ferner Traum. Individuelle Freiheiten beruhen aber auch auf gesellschaftlichen Voraussetzungen. Wer Straßen baut, erntet Verkehr. Das gilt auch für andere Infrastruktur wie Bahnlinien, Häfen oder Flughäfen. Das ist gewollt, denn es beflügelt den Handel und kurbelt die Wirtschaft an. Hätte Benin keinen Überseehafen, wäre seine Volkswirtschaft um 40 Prozent kleiner.

Andererseits bringt der massive Ausbau eine Reihe von Problemen mit sich. Für Autobahnen und Tiefseehäfen werden Menschen vertrieben und Natur teils rücksichtslos zerstört. Die meisten Autos, Lkw, Schiffe, Eisenbahnen und Flugzeuge funktionieren mit Erdöl. Sie verschmutzen die Luft und befeuern die Erderhitzung. Der Verkehr verursacht rund ein Viertel aller Treibhausgasemissionen weltweit, allein aus dem Straßenverkehr stammen 18 Prozent.

Der Bahnverkehr führt indessen zu relativ geringeren Pro-Kopf-Emis­sionen und lässt sich mit Strom aus erneuerbaren Quellen betreiben. Der Umstieg auf die Bahn ist klimapolitisch sinnvoll, reduziert Staus und dient somit der Nachhaltigkeit. Damit er gelingt, muss die Gleisinfrastruktur das Straßen-netz stimmig ergänzen.

Relevant ist auch, dass Verkehrsunfälle weltweit zu den häufigsten Todesursachen zählen. Besonders dramatisch ist die Lage in Entwicklungsländern, wo Straßen in schlechtem Zustand sind, Planung mangelhaft ist und Regulierungen fehlen oder nicht durchgesetzt werden. Verkehrsinfrastruktur muss deshalb Sicherheitskriterien befolgen.

Die Erfindung der Dampfmaschine am Ende des 18. und des Verbrennungsmotors im ausgehenden 19. Jahrhundert haben das Transport- und Verkehrswesen revolutioniert, Globalisierung und zuvor ungeahnte individuelle Mobilität ermöglicht. Heute besteht die größte Herausforderung darin, die Errungenschaften möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und gleichzeitig Verkehrssysteme nachhaltig zu gestalten, insbesondere durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Das ist auch im 11. UN-Ziel für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goal – SDG) festgeschrieben. Die traditionellen Geber engagieren sich seit langem in dieser Aufgabe – mit unterschiedlichem Erfolg. Zum Teil waren soziale Nachteile, Umweltzerstörung und Überschuldung der Regierungen die Folge. In jüngerer Zeit ist China weltweit zum Motor des Verkehrsinfrastrukturausbaus geworden. Das Engagement ist willkommen – solange die Fallstricke vermieden werden.

Katja Dombrowski ist Redakteurin von E+Z Entwicklung und Zusammenarbeit / D+C Development and Cooperation.
euz.editor@dandc.eu

Kategorien: Ticker

Podcast: So klingt die Digitalisierung in der Landwirtschaft

INKOTA - 18. Dezember 2019 - 15:04
Die Digitalisierung ist in aller Munde und aus unserem Alltag ist sie kaum noch wegzudenken, dabei verspricht die Digitale Transformation die Lösung nahezu aller Probleme: Dem Fachkräftemangel wird durch die digitalisierte Arbeitswelt „4.0“ und künstliche Intelligenz begegnet. Die Auswirkungen des Klimawandels könne man mit „smarten digitalen Lösungen“ abbremsen oder gar umkehren und damit ganz nebenbei auch noch die Welt besser ernähren. In diesem Prozess werden die Grenzen fließender, die Grauzonen breit. Denn nicht nur die Unterscheidung zwischen realer und virtueller Welt löst sich zunehmend auf, je stärker Beruf, Freundschaften, Freizeit aber auch Beziehungen im Internet stattfinden und das Leben zu einem großen digitalen Malstrom wird, dann verschiebt sich die Perspektive und die Verantwortlichkeit ändert sich. Diese tiefgreifende Veränderung unserer Wirklichkeit und Arbeitswelt hat inzwischen auch die elementarsten Bereiche unseres Lebens erreicht: Die Lebensmittelproduktion. Wie werden wir in der Zukunft unser Essen erzeugen? Seit knapp 15 Jahren pflügt die „Digitale Revolution“ auch den Agrarsektor um - verändert Produktionsweisen, Besitzstandsverhältnisse und somit auch unsere Verbindung zum Acker, zu den Tieren und Pflanzen. Schon längst tragen Kühe digitale Bewegungsmelder und werden von Milchrobotern gemolken. Wetterdaten von Satellitenbildern werden von Computern mit Hilfe von künstlicher Intelligenz analysiert, automatisch zu Hilfe genommen, um zu entscheiden, wann Felder geerntet oder mit welchen Pestiziden sie besprüht werden. Aber was macht das mit der Landwirtschaft? Welche Folgen hat dieser Transformationsprozess für die Landwirte und unsere Lebensmittelproduktion? Wo liegen die Chancen und Risiken dieser Transformation? Der Journalist Peter Kreysler hat sich auf die Spurensuche begeben. Sie können den folgenden Text auch hören. Einfach klicken und auf Soundcloud anhören.
Peter Kreysler: „Digitale Landwirtschaft, ein großes Thema. Können Sie uns sagen, was Sie damit verbinden?“ Hubertus Paetow, DLG Vorstand: „Digitalisierung ist einerseits natürlich eine wahnsinnig faszinierende große neue Technologie, mit unendlich vielen Möglichkeiten in ganz vielen Bereichen des täglichen Lebens.“ So Hubertus Paetow, Präsident der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft. Als ich den Präsidenten der DLG an einem stürmischen Novemberabend in Berlin Mitte treffe, diskutiert er bei der Deutschen Bank mit Politikern, Agrarexperten und Lobbyisten über die Probleme mit der Düngeverordnung. „Sehen Sie, das Thema Digitalisierung der Landwirtschaft ist allgegenwärtig“, wie er lachend einräumt, denn auch das Problem der Überdüngung könnte man in Zukunft vielleicht mit Hilfe der Digitalisierung in den Griff bekommen. Peter Kreysler: „Können Sie ein paar konkrete Beispiele nennen, wo das Sinn macht?“ Hubertus Paetow: „Ein Bereich ist der ganze Bereich Erntescheidungsunterstützung, Prognosesysteme, Satelliten-Daten für bessere Düngungen. Da müssen wir zwar noch viel viel dran arbeiten, dass wir die Systeme da so konsistent hinkriegen, dass sie auch wirklich zum Erfolg führen.“ So gibt es bereits computergesteuerte Traktoren, die genau so viel Gülle ausbringen, wie auf jedem Meter eines Feldes benötigt wird. Die Informationen dazu liefert eine mit Sensoren ausgestattete Drohne, die das Feld vorher abgeflogen hat und den Nährstoffbedarf des Feldes misst. „Sicherlich, alles noch Zukunftsmusik“, räumt Paetow ein. Hubertus Paetow: „Den größten ,Drive’ haben wir im Moment bei der Automatisierung. Zum Beispiel Unkrautroboter in Reinkulturen sind eine Technologie, die ist heute verfügbar, die können Sie heute kaufen. Im Gemüseanbau laufen die ersten Systeme auch schon mehrere Jahre und sind da wirklich erfolgreich. Das ist eine Technologie, die sehe ich unmittelbar im Kommen.“ Hier könnte dann im Gemüseanbau auf Herbizide ganz verzichtet werden - geschont würde die Umwelt. Schaumschlägerei ist nicht die Sache von Paetow, lieber dämpft er heute die hohen Erwartungen und falschen Heilsversprechen. Hubertus Paetow: „Auf der anderen Seite müssen wir ein bisschen vorsichtig sein, ob wir in so einem Bereich wie Landwirtschaft nicht dann die Möglichkeiten und Potentiale digitaler Lösungen auch überschätzen. Am Ende sind es Werkzeuge, die uns bei unserer Gesamtaufgabe ständig in der Produktion, die richtige Entscheidung zu treffen, unterstützen oder eben auch Vorgänge autonom ausführen können, die ansonsten in mühevoller Handarbeit durchgeführt werden.“ Ich will genauer wissen, wie es denn um die Chancen und Risiken bei der Digitalisierung bestellt ist. In der Potsdamer Straße am Rande des Berliner Regierungsviertels wird über diese Fragen nachgedacht. Im Institut für ökologische Wirtschaftsforschung zerbrechen sich Forscher über Nutzen und Schaden der digitalen Landwirtschaft den Kopf. Steffen Lange, Institut ökologische Wirtschaftsforschung: „Mein Name ist Steffen Lange, ich bin Wirtschaftswissenschaftler und Forscher und arbeite vor allen Dingen zu nachhaltigem Wirtschaften. Digitalisierung spielt bei uns in ganz vielen Bereichen eine Rolle, im Energiebereich, im Mobilitätsbereich und eben auch im Landwirtschaftsbereich. // Wir haben gerade ein Forschungsprojekt zu Digitalisierung und Biodiversität, in dem wir untersuchen, welche Chancen und Risiken es dazu gibt.“ Peter Kreysler: „Das klingt doch ganz spannend, was haben Sie denn da rausgefunden?“ Steffen Lange: „Das Projekt läuft noch, aber was wir uns da anschauen sind neue Technologien, wie zum Beispiel Feldroboter und drohnen-basierte Systeme, und versuchen herauszubekommen, was man damit an Biodiversität fördern könnte, wenn man es denn richtig großflächig installieren würde. Das sind erst einmal Pilot-Projekte, die noch nicht breitflächig in der Praxis umgesetzt wurden. Und auf der anderen Seite schauen wir uns auch die Risiken an.“ Peter Kreysler: „Wo sehen Sie die Risiken?“ Steffen Lange: „Wenn die Digitalisierung mit einer fortwährenden Monopolisierung einhergeht, mit einer Machtkonzentration bei den Konzernen, denen die Daten gehören, dann sind das - aus ökonomischer, aber auch aus ökologischer Perspektive - eher Risiken als Chancen.“ Der Forscher Lange erklärt mir das nun etwas genauer. Zwar könnte die neue digitale Technologie es inzwischen nicht nur theoretisch ermöglichen, dass mehr unterschiedliche Pflanzensorten auf ein Feld gepflanzt werden oder aber dass Dünger und Pestizide besser abgestimmt angewendet werden, aber bisher waren das alles nur Pilotversuche. Das so genannte „Precision-Farming“, also die so beschworene „Präzisionslandwirtschaft“ würde bisher hauptsächlich für die „Ertragssteigerung“ genutzt, aber nicht, um Nachhaltigkeit zu verbessern oder um die Biodiversität zu stärken. Steffen Lange: „Das Risiko ist aus meiner Sicht, dass die Digitalisierung ganz anders genutzt wird: Dass die Monokultur bestehen bleibt, dass die Maschinen noch vergrössern könnten, dass man zwar Drohnen einsetzt, das schon, aber dass man sehr große Traktoren einsetzt und sogar noch größere und dass insbesondere die Unternehmen, die dahinterstehen, immer größer werden, weil es immer wichtiger wird, wem die Daten gehören, und dass man ohne eine große Datenanalyse eigentlich gar keine Landwirtschaft mehr betreiben kann. Und einem kleinen Bauern fällt das erst mal schwerer, weil er die finanziellen Mittel nicht hat. Und gerade geht die Tendenz dahin, dass ihm die Daten gar nicht mehr gehören und er dann auch nicht mehr die Macht darüber hat, diese Daten auszuwerten - das müsste anders sein.“ Zur Zeit bewertet der Berliner Forscher am Ende meines Gesprächs die Chancen noch skeptisch, und er fragt sich, ob in Zukunft der Nutzen der Digitalisierung auch die Nachteile überwiegen wird. Am Schluss sagt er mir noch, dass hier die Politik in die Verantwortung kommt, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen. Auch im globalen Süden erhofft man sich durch vermehrte Nutzung der neuen digitalen Technologien Ertragssteigerungen, wie mir Neth Daño von der ETC Group aus den Philippinen erklärt. Sie ist neuen technischen Lösungen offen gegenüber, sieht den jetzigen Trend der Digitalisierung jedoch kritisch: Neth Daño, ETC Group (Englisch): “Wir sehen wirklich nicht, wie die Digitalisierung eine Entwicklung einleiten wird, die unsere Bauern und Bäuerinnen aus Armut führen wird. Alle diejenigen, die sich keine digitalen Werkzeuge leisten können, werden noch mehr marginalisiert. 25 Prozent der Menschen in den Philippinen leben von der Landwirtschaft. Und das ist eine große Zahl arbeitender Menschen, die dann ihren Job in diesem Sektor verlieren werden. Das wird passieren, wenn die Digitalisierung der Landwirtschaft, wie sie jetzt hier von der Regierung propagiert wird, eingeführt wird.“ Dabei sind Bauern das zur Zeit noch recht offen. Gerade auch die Biobranche sieht in der Entwicklung eher Chancen, wie mir der Landwirt Bernd Voss erklärt. Bernd Voß, Landwirt, Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft: „Auf der einen Seite ist völlig klar, dass die Digitalisierung ein Hilfsmittel ist in der Landwirtschaft, hinsichtlich der Arbeitsqualität für die Menschen selber, aber auch hinsichtlich der Qualität der Arbeit mit den Tieren, auf den Feldern, und viele Perspektiven und Möglichkeiten gibt. Ich glaube, das muss man einmal festhalten und von daher muss man auch versuchen, das maximal zu nutzen. Und Digitalisierung in der Landwirtschaft ist ja überhaupt nicht neu, sondern ist einer der am meisten digitalisierten Bereiche, das wird häufig vergessen. Wir haben eben den Melk-Roboter, Kälber- und Rinderfütterung seit vielen vielen Jahren auf den Betrieben. Das ist das eine. Das andere ist, dass es häufig so dargestellt wird, dass alle Probleme der Landwirtschaft mit Digitalisierung gelöst werden. Und das ist ein ,Schmarren’, wenn ich das mal so sagen darf.“ Bernd Voß fasst die entscheidenden Punkte so zusammen: Bernd Voß: „Wem gehört das Wissen? Wem gehören die Daten? Das ist ein ganz wichtiger Grundsatz.“ Geht es bei der Digitalisierung vornehmlich darum? „Also: Wem gehört das Wissen und wem gehören die Daten?“ Ich habe mich auf den Weg gemacht nach Hannover, um mir einen genaueren Eindruck zu verschaffen, wohin die Entwicklung der Landwirtschaft geht. Wie wird die Zukunft aussehen? Wie werden dann in dieser neuen Welt unsere Lebensmittel hergestellt? Vielleicht finde ich ja hier Antworten. Hier in Hannover-Laatzen findet alle zwei Jahre die grösste Agrarmesse der Welt: Die Agritechnica. DB-Zugansage: „Verehrte Fahrgäste, wie bereits „angedroht“: Wir erreichen jetzt Hannover-Laatzen. Reisende zur Agritechnica steigen bitte jetzt hier aus!“
 
Zu dem riesigen Messegelände strömen tausende Menschen; drinnen in den Hallen dominieren gigantische Traktoren, Mähdrescher und Landmaschinen das Bild. Dort sehe ich selbstfahrende Traktoren ohne Lenkrad und Kabine und hier an diesem Messestand werden mit einem Laser Unkräuter bekämpft. Über mir schwebt eine überdimensionale Drohne, aus deren weißen Plastiktank könnten auch auf unwegsamen Hanglagen von Weinbergen Pestizide versprüht werden. Auf großen Bildschirmen des Veranstalters wird das diesjährige Motto der „Agritechnica“ beworben: Innovation. Auch der größte Traktoren-Hersteller John Deere ist gekommen, um hier seine Zukunftsvision zu präsentieren: John Deere Messestand: „Herzlich Willkommen in der Zukunft, meine Damen und Herren. Ich möchte sie einladen, einen Blick in die Zukunft der Landtechnik zu werfen. Alles, was sie hier sehen, sind Konzepte und Prototypen, einige davon werden in den nächsten Jahren in Serie gehen, aber alle Maschinen hier sind voll funktionsfähig und dienen der Entwicklung von drei großen Kerntechnologien.“ Ich schaue mich um. Auch auf diesem Messestand überwiegen die selbstfahrenden Fahrzeuge. „Automation“ ist hier das neue Zauberwort, sie soll Arbeitserleichterung schaffen, Effizienz steigern. Alle vorgestellten Landmaschinen werden von künstlicher Intelligenz betrieben und gelenkt. John Deere Messestand: „Das Spritzen [von Pestiziden] berührt auch das Thema künstliche Intelligenz. // Dabei handelt es sich hier um ein Ausbringungs-Verfahren – lassen Sie sich das auf der Zunge zergehen –, bei dem jede Pflanze einzeln erkannt und behandelt wird, möglich gemacht durch spezielle Hochleistungskameras und eine intelligente Software.“
 
Eins wird klar: Die industrielle Landwirtschaft hat sich bereits seit langem aufgemacht, die neuen digitalen Werkzeuge in ihren Produktionsalltag zu integrieren. Die nächste Station meiner Spurensuche: Silicon Valley. Heute hängen die Wolken tief in der San-Francisco-Bay. Die Sonne wird sich auch am Nachmittag nicht durchkämpfen können. Die gegenüberliegenden Hügelketten sind nur schemenhaft zu erkennen. Dort, im fernen Dunst liegen die Firmenzentralen von Google, Apple und Facebook, weiter südlich hat sich der Autobauer Tesla-Motors aufgemacht, und zwar nicht nur, um die Elektro-Mobilität in Schwung zu bringen. Firmengründer Elon Musk schießt Satelliten in die Umlaufbahn, um Daten von den Äckern zu sammeln. Innovationen werden in der Bay am laufenden Band entwickelt. Auch die erfolgreichste Felderkennungssoftware „Field View“ des Unternehmens Climate Copperation stammt von hier. Doch die Digitalisierung der Landwirtschaft macht nicht Halt bei Maschinen, Traktoren und Sensoren. Bis in die „Software des Lebens“, der DNA, ist sie bereits vorgedrungen. Die programmierbare Genschere Crispr/Cas9 wird zunehmend eingesetzt, um das Saatgut zu verbessern und neue Nutztiere zu erschaffen. In dem weißen lang gezogenen Flachbau, vor dem ich jetzt stehe, wurden vor einigen Jahren, diese so genannten „Genscheren“ entwickelt: Megan Hochstrasser vom „Innovative Genomics Institute“ empfängt mich an der Sicherheitsschleuse. Sie will mir zeigen, wie „kinderleicht“ es ist, DNA umzuprogrammieren; aber auch, welche Wucht diese Entwicklung inzwischen hat. Wir laufen durch die Labore, wo überall an neuen Anwendungen geforscht wird. Megan Hochstrasser (Englisch): “Heute ist es also die simpelste Sache der Welt, RNA und DNA-Sequenz neu zu programmieren, zu schreiben oder zu verändern. Ich kann mich an meinen Computer setzen und diese Sequenz bestellen. Sagen wir, ich will die Kombination der Basenpaare A C T C C und dann klicke ich hier auf ,Bestellen’. Ein paar Tage später kommt genau die synthetisch hergestellte RNA hier mit der Post an. Es gibt inzwischen eine Reihe von Firmen, die DNA und RNA synthetisch schnell herstellen können. Es ist sehr billig geworden und es wird jeden Tag immer günstiger.“ Das Lesen und Schreiben von Gensequenzen hat noch Anfang dieses Jahrtausends mehrere Millionen Dollar verschlungen und Jahre gedauert. Heute erledigt das eine Zulieferindustrie für 1000 Dollar und es dauert nur noch ein paar Tage. Fährt man mit dem Auto von der Westküste der Vereinigten Staaten in Richtung Osten, erreicht man Tage später den „Corn Belt“. Hier erstrecken sich bis zum Horizont Mais-, Soja- und Weizenfelder. In St. Louis befindet sich die Firmenzentrale von Monsanto, das inzwischen von der deutschen Bayer AG übernommen wurde. Um „fit für die Zukunft zu sein“, muss das Unternehmen stetig seine Geschäftsfelder erweitern - nach der horizontalen Integration folgt die vertikale. Nicht nur in der Neuen Gentechnik und bei Pestiziden ist das Unternehmen führend, auch bei dem Thema „Precision Farming“ wird ständig an neuen Lösungen geforscht und spannende „Start Ups“, die Agrar-Lösungen entwickelt haben, werden aufgekauft. Erklärtes Ziel ist es, „dass der Landwirt auf einer Plattform Komplettlösungen bekommt.“ Saatgut, Pflanzenschutz, Dünger, Feldbearbeitung und Ernte lägen dann gebündelt in der Kompetenz eines Unternehmens. Zwei Mitarbeiter der PR-Abteilung sind bereit, mich durch das Forschungs- und Innovationszentrum von Monsanto zu führen. Jetzt gewinne ich einen ersten Überblick, wie umfassend die Geschäftsfelder des Unternehmens sind. Im Keller fangen wir an: Mitarbeiter Barton, BAYER-Monsanto (Englisch): “Der Chipper-Roboter wird von einem Computer gesteuert, Millionen von Samenkörnern werden geschnitten, bearbeitet und dann analysiert. Am Ende dieses Vorgangs bleibt nur eine Handvoll von Saatgutsorten mit der besten DNA.“ In der ersten Etage befindet sich das weltweit einzige Genlesegerät für Agrarprodukte. Ein unscheinbarer, aber leistungsstarker Kasten, wie ich erfahre: Barton (Englisch): „Diese Maschine kann innerhalb eines Tages die DNA einer Pflanze erfassen. Um das menschliche Genom zu sequenzieren, brauchte es Jahrzehnte und hat Millionen von Dollar gekostet. Diese Maschine schafft das in ein paar Tagen und es kostet uns nur einige tausend Dollar.“ Eine Etage drüber werden neuste chemische Pflanzenschutzmittel hochautomatisch getestet, auch die Fußballfeld-großen Gewächshäuser auf den Dächern laufen hochautomatisch und werden von Computern gesteuert. Am Ende der mehrstündigen Tour zeigt mir Barton, wohin das Unternehmen zukünftig steuern will. Barton: „Sie sind ja gerade durch Iowa gereist, das ist was Sie gesehen haben: große, unendliche Felder, tausende von Hektar. Sie sehen wie eins aus, aber wenn man die Hektar auf zehn Quadratmeter große Parzellen einteilt, dann stellt man fest: jedes dieser Parzellen ist unterschiedlich. Manche brauchen mehr Dünger, haben viel Wasser oder weniger, manche brauchen anderes Saatgut oder andere Pestizide. Durch unsere GPS-gelenkte Software können wir Pflanzmaschinen so steuern, dass sie Saatkörner dichter oder weiter voneinander entfernt pflanzen, kann Dünger mehr oder weniger verteilt werden. In unserer „Field View“ Technologie sehen wir den nächsten Wachstumsbereich im Agrarsektor.“ Im November 2019 kündigte der Landmaschinenhersteller Claas an, dass er mit Field View arbeiten wird. Die Landwirtschaftssoftware „Field View“ sammelt bereits von 150 Millionen Hektar Informationen und ist damit das führende Produkt in der digitalen Ackeranalyse. Damit konnte der führende Agrarkonzern Bayer auch in diesem Sektor seine Marktführerschaft deutlich behaupten. Klar wird, die Digitalisierung hat in der industrialisierten Landwirtschaft schon längst Fahrt aufgenommen, aber was bedeutet das für die Landwirtinnen und Landwirte? „Digitale Landwirtschaft“ ein INKOTA Podcast 2019 von Peter Kreysler. Es sprachen: Barbara Becker, Wolfgang Glum und Peter Kreysler. Musik: Zoe Keating, Redaktion: Lena Michelsen. Das ist die erste Folge aus einer deriteiligen Podcast-Reihe, die sich mit dem Einfluss digitaler Technologien in der Landwirtschaft beschäftigt. Folge zwei und drei erscheinen im Frühjahr 2020. Abonnieren Sie unseren Newsletter, um keine Folge zu verpassen. Erfahren Sie mehr zum Thema Digitalisierung in der Landwirtschaft Bestellen Sie Material zu Digitalisierung in der Landwirtschaft

Dieser Podcast wurde gefördert durch das Umweltbundesamt und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Die Mittelbereitstellung erfolgt auf Beschluss des Deutschen Bundestages. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei den Autorinnen und Autoren.

 
Kategorien: Ticker

Weihnachtsgrüße in acht verschiedenen Sprachen

ONE - 18. Dezember 2019 - 15:00

Wie wünscht man sich eigentlich frohe Weihnachten in Simbabwe, Burundi und Südafrika? Und in den USA, Großbritannien, Frankreich, Italien & den Niederlanden?

Eines der besten Dinge, mit Menschen aus der ganzen Welt zusammenzuarbeiten, ist es, ihre Kulturen, Traditionen und Sprachen kennenzulernen. Diese sind so reich und vielfältig, dass es immer etwas Neues zu entdecken gibt. Passend zur Jahreszeit haben wir mal in unseren Büros rumgefragt & wollen euch heute zeigen, wie man sich in den unterschiedlichen Sprachen unserer Kolleg*innen „Fröhliche Weihnachten“ wünscht.

Auch wir bei ONE wünschen euch besinnliche Feiertage und einen guten Start ins Jahr 2020.

 

Auf Shona in Simbabwe Auf Xhosa in Südafrika

Auf Afrikaans in Südafrika

Auf Kirundi in Burundi Auf Italienisch Auf Französisch

Auf Niederländisch

Auf Englisch

Und auf Deutsch

 

Frohe Weihnachten wünscht ONE Deutschland!

The post Weihnachtsgrüße in acht verschiedenen Sprachen appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

18. Dezember 2019

ONE - 18. Dezember 2019 - 15:00

1. Geflüchtete: Maas lobt Einsatz armer Länder
Unter anderem die Süddeutsche Zeitung und Zeit Online melden, dass Außenminister Heiko Maas beim Globalen Flüchtlingsforum in Genf mehr Solidarität für Geflüchtete gefordert hat. Die Lasten müssten auf „mehr und breitere Schultern“verteilt werden. Insbesondere die Länder, die selbst am stärksten von Armut betroffen seien, tragen die größte Last, indem sie überproportional viele Geflüchtete aufnehmen, so Maas. Unter den zehn größten Aufnahmeländern befinde sich mit Deutschland lediglich eine Industrienation. Derzeit seien über 70 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht. Das hänge auch damit zusammen, dass es der internationalen Gemeinschaft nicht gelinge, Lösungen für die „Dauerkrisen und Krisen“ dieser Welt zu finden. Innerhab der letzten sechs Jahre habe Deutschland seine Mittel für humanitäre Hilfe auf jährlich 1,6 Milliarden Euro vervierfacht.

2. 2020: Bundeswehr weiter aktiv in Mali
Wie die Rheinische Post meldet, will Verteidigungsministerin und CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer die Bundeswehr ab dem kommenden Jahr „effektiver“ in Afrika einsetzen. Konkret gehe es um die beiden auslaufenden Bundestagsmandate zur UN-Mission MINUSMA und die EU-Ausbildsungs-Mission EUTM, die beide in Mali stattfinden. Von einer Stabilisierung der Sahelzone profitiere auch Europa, so Kramp-Karrenbauer. Dazu sein ein vernetzter Ansatz vonnöten, der den Menchen vor Ort „Entwicklungsperspektiven“ eröffne.

3. Südsudan: USA erhöhen Druck
Die Vereinigten Staaten erhöhen den Druck auf die südsudanesische Regierung, um die Blockade des Friedensprozess aufzuheben, schreibt Dominic Johnson in der Tageszeitung (taz). Zwei Minister werden fortan auf einer Sanktionsliste gelistet, da die US-Administration sie als „Störer des Friedensprozesses“ einordne. Verteidigungsminister Kuol Manyang Juuk und Kabinettsminister Martin Lomuro sollen ethnische Milizen aufgebaut haben. Präsident Salva Kiir und Oppositionsführer Riek Machar hatten sich auf einen Fahrplan zur Bildung einer Einheitsregierung geeinigt, deren Gründung immer noch ausstehe.

The post 18. Dezember 2019 appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

E+Z/D+C 2020/01 – mo – nowadays – Roli Mahajan – India – water

E+Z - 18. Dezember 2019 - 14:57
Overuse and mismanagement of resources are creating an impending water crisis in India

Several weeks ago, a special train carrying millions of liters of water made its last journey to the South Indian city of Chennai, home to more than 8 million people. This train made its first journey in July 2019, as the city was experiencing its worst drought in 70 years.

The situation in the city was dire, as its four reservoirs ran dry in mid-June. Some people living there were relying on government tankers to provide water. Others were paying large sums to private companies to get water to their homes.

Although the special trains have stopped running, India’s water crisis persists. According to a report  by the government-run think-tank National Institute for Transforming India (Niti Aayog), the water-supply situation is "only going to get worse".

The report cautions that 21 major cities will run out of groundwater by 2020, including the national capital and the information technology hub Bengaluru (Bangalore). At the global level, India ranks thirteenth among the 17 countries where "water stress" is "extremely high".

Indian cities often run dry during the summer. The main reasons are lack of proper infrastructure to carry water to houses, water mismanagement and ever-increasing demand for groundwater supplies. The picture is bleak in both urban and rural areas.

In the northern state of Haryana, farmers have protested by taking public mud-baths to highlight the short supplies of clean water. In November 2018, farmers marched on the parliament in Delhi to highlight the problem.

Farmers increasingly depend on underground water sources. Apart from the short monsoon season, rivers have become dryer as their waters are used for irrigation or industrial purposes.

Groundwater makes up about 40 % of India's water supply. The country accounts for a quarter of global demand for groundwater and is more dependent on water pumped from aquifers than any other nation.

Today, there are more than 20 million bore wells (wells drilled into the earth for retrieving water) pumping water from the ground. That has contributed to a 61 % decline in the groundwater level between 2007 and 2017, according to India’s Central Water Commission, a technical organisation.

As a mitigation measure, Prime Minister Narendra Modi created the Ministry of Water and Sanitation last July to promote water management. In rural areas, the Ministry hopes to implement district water conservation plans, and to promote efficient water use and better crop choices. In urban areas, targets are being developed for reusing waste-water. 

Meanwhile, the Aam Aadmi political party, inspired by the efforts of environmentalist and activist Aabid Surti, has been leading the effort to recruit volunteers in the national capital. Some community-level solutions include using WhatsApp groups to send messages about water conservation and organising volunteer groups to repair water leaks.

India is moving fast towards the day when taps will run dry across the country. Even if water supply only slows to a trickle, that will harm the quality of life of millions of people and impact economic development.

Roli Mahajan is a freelance journalist.
roli.mahajan@gmail.com

Kategorien: Ticker

Schändliche braune Umschläge

E+Z - 18. Dezember 2019 - 14:41
Qualitätsmedien müssen nach Wahrheit streben und brauchen dafür Unabhängigkeit und professionelle Normen

Manche Regierungen seien dabei, die Demokratie zu unterhöhlen, warnt Gilberto Scofield Jr. von Agencia Lupa, einem Fakten-Check-Nachrichtendienst aus Rio de Janeiro. Außer für sein Heimatland Brasilien gelte das auch für die USA, Venezuela, die Türkei oder Ungarn. Ökosysteme der Desinformation gingen einher mit „extremer Polarisierung“ und „geringer Medienkompetenz“ der Bevölkerung.

Waldbrände im Amazonasbecken sind ein Beispiel dafür, wie Fakten verzerrt werden. Es empört Scofield, dass Präsident Jair Bolsonaro, weil ihm die Bestandsaufnahmen der bestehenden staatlichen Stellen nicht gefallen, eine neue Behörde gefordert hat, die über Frostschäden berichten soll. Bislang galten brasilianische Daten diesbezüglich international als zuverlässig. Die Bolsonaro-Regierung leugnet aber die wissenschaftlich erwiesene Klimakrise.

In solch einem Umfeld müssten Medien nicht einfach für ausbalancierte Berichterstattung sorgen, indem sie beide Seiten zu Wort kommen ließen, sagt Scofield. Vielmehr müssten Qualitätsmedien nach Wahrheit streben. Er verwendet ein Bild: „Wenn jemand sagt, es regne, und jemand anders widerspricht, reicht es nicht, beide zu zitieren. Journalisten und Faktenprüfer müssen den Kopf aus dem verdammten Fenster stecken, um zu sehen, was wirklich los ist.“

Seiner Einschätzung nach haben sich zu viele brasilianische Medienhäuser in der Vergangenheit nicht ausreichend um Wahrheit gekümmert und sich damit zufriedengegeben, „beide Seiten“ zu erwähnen. Das habe sie viel Vertrauen gekostet. Im Zuge des Aufstiegs der sozialen Medien und angesichts der großen Menge der dort geteilten Informationen hätten immer mehr Menschen erkannt, dass Überparteilichkeit meist nur postuliert, aber nicht praktiziert werde. Ein Mittel, mit dem Journalisten ihre Voreingenommenheit kaschierten, sei es, in einem langen Artikel ein oder zwei kurze Absätze mit einer abweichenden Sicht unterzubringen.

Finanzschwache Unternehmen

Die Unabhängigkeit von Medien war schon immer ein Thema, und zwar besonders in armen Gesellschaften. Ein wichtiges Qualitätskriterium ist, ob sie gründlich recherchieren, wobei sie nicht nur mehr als eine Quelle zitieren sollten, sondern auch tatsächlich relevante Fachleute zurate ziehen müssen. Finanzschwache Radiosender oder Zeitungen werden sich offensichtlich immer schwer damit tun, hochwertige journalistische Produkte zu liefern.

Südlich der Sahara gibt es leider die Praxis „brauner Umschläge“, wie Sulemana Braimah von der nichtstaatlichen Media Foundation for West Africa berichtet. Der Begriff steht dafür, dass Journalisten nicht von den Medien bezahlt werden, die ihre Beiträge verbreiten. Ihr Geld bekommen die Autoren vielmehr von den Behörden oder Unternehmen, über deren Veranstaltungen sie berichten. Unabhängig kann ihre Arbeit also nicht sein.

Ein weiteres typisches Problem ist laut Braimah, dass Regierungen typischerweise in seiner Weltgegend bis zu 70 Prozent der Anzeigeneinnahmen von Medienhäusern finanzieren. Auf Kritik reagieren sie dann gern mit Werbungsreduktion. „Das ist ein echtes Problem“, sagt Braimah. Er wünscht sich, dass Medien sich mehr um ihr Publikum kümmern und dessen Interessen in der Berichterstattung bedienen, anstatt vor allem die Informationen zu verbreiten, die reiche und mächtige Personen wichtig finden.

Über die Rolle der sogenannten vierten Gewalt wurde schon immer heftig debattiert. Klagen über einseitige Medien sind nichts Neues. In fortgeschrittenen Nationen haben aber bislang professionelle Standards einen gewissen Schutz bewirkt. Diese Normen entstanden im heftigen Wettbewerb von kommerziellen Medien und öffentlich-rechtlichen Sendern wie etwa der britischen BBC. Vielen Bürgern ist klar, dass publizistische Einheiten, die diese Standards nicht erfüllen, weniger vertrauenswürdig sind – weshalb Boulevardzeitungen auch ein geringeres Ansehen genießen.

In den vergangenen Jahren hat aber die digitale Revolution viele Institutionen und Konventionen erschüttert. Das ist auch in reichen Weltgegenden so. An vielen Orten gibt es heute nur noch eine einzige Lokalzeitung – wenn es denn überhaupt noch eine gibt. Nachrichten gibt es gratis im Internet, und Fake News verbreiten sich rasend schnell. Je weniger den Bürgern klar ist, wie Journalisten arbeiten und was Qualitätsjournalismus von bloßer Propaganda unterscheidet, desto leichter ist es, die Öffentlichkeit zu manipulieren. Je ärmer eine Gesellschaft ist, desto größer sind tendenziell die Probleme.

Carsten von Nahmen, der Leiter der Deutschen Welle Akademie, urteilt, die Digitalisierung habe die Medien für immer verändert. Die Schattenseiten seien Desinformation und der Kollaps etablierter Geschäftsmodelle. Positiv sei dagegen, dass heute mehr Menschen Zugang zu mehr Informationsquellen hätten als je zuvor und dass mehr Stimmen als je zuvor die Chance hätten, gehört zu werden.

Erfreulicherweise entstehen auch neue Geschäftsmodelle im Online-Journalismus (siehe Kasten). Einige der
interessantesten Beispiele gibt es in Schwellen- und Entwicklungsländern. Selbst unter extrem widrigen Umständen gelingt es manchen Websites, sich mit zuverlässiger Berichterstattung eine Marke zu schaffen und ein treues Publikum um sich zu scharen.

Link
Agencia Lupa:
https://piaui.folha.uol.com.br/lupa/

Kategorien: Ticker

Wir haben die fatale Politik satt - Agrarwende jetzt!

INKOTA - 18. Dezember 2019 - 14:32
Es ist eine wichtige Tradtition für den Start in das neue Jahr: Zum zehnten Mal ruft das Kampagnen-Bündnis „Wir haben es satt!“ in 2020 bereits dazu auf, gemeinsam für eine Agrar- und Ernährungswende auf die Straße zu gehen. INKOTA ist natürlich wie immer mit dabei! Treffen Sie uns bei der Schnippeldisko, auf der Demo oder im Anschluss beim Soup & Talk in der Heinrich Böll Stiftung. Schnippeldisko 17. Januar 2020, Cabuwazi Tempelhof, Columbiadamm 84, 10965 Berlin Dieses Mal (ganz neu!) heißt es in den Cabuwazi Zirkuszelten auf dem Tempelhofer Feld hereinspaziert in die Manege! Es wird getanzt, getalkt und geschnippelt für das Klima und gegen Lebensmittelverschwendung. An dem Abend warten wieder 1,5 Tonnen krummes und ungewolltes Gemüse aus Brandenburg auf uns alle. Wie immer wird aus dem geschnippelten Gemüse eine vegane Suppe zum sofortigen Verspeisen und für die Wir haben es satt!-Demo am nächsten Tag gekocht. Groovy Musik von verschiedenen DJs und Live-Bands sorgen dafür, dass es nicht nur in Töpfen brodelt! Neben schnippeln, Essen und Tanzen gibt es auch ein inhaltliches Rahmenprogramm, zu dem INKOTA mit zwei Kurzveranstaltungen dabei ist: „Agrarökologie als Bewegung“ und „Bayer-Pestizide in Brasilien und warum es ein Lieferkettengesetz braucht“. Wir freuen uns darauf, Sie dort zu treffen! Erfahren Sie mehr zum Thema Agrarökologie Erfahren Sie mehr zum Thema Bayer und Pestizide Demo: Zehn Jahre „Wir haben es satt!“ 18. Januar 2020, INKOTA-Treffpunkt: 12 Uhr, am Starbucks vor dem Brandenburger Tor in Berlin In den letzten zehn Jahren ist eine starke Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen entstanden, die jedes Jahr aufs neue auf die Straße geht. Doch der Widerstand von Agrarlobby, Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner, Bauernverband und anderen ist groß. Die diesjährige Demonstration steht ganz im Zeichen einer klima- und insektenfreundlichen Landwirtschaft, die die Bauern und Bäuerinnen mitnimmt. Auch gegen das geplante EU-MERCOSUR-Abkommen wird protestiert, das den Anbau von Gensoja in Südamerika und die Abholzung des Amazonasregenwaldes für Rinderweiden noch mehr vorantreiben könnte. Seien Sie mit uns dabei, wenn es heißt „Agrarwende anpacken“! Nach der Demo: "Soup & Talk" 18. Januar 2020, 15.30 bis 19.30 Uhr, Heinrich-Böll-Stiftung, Schumannstraße 8, Berlin In langjähriger Tradition findet im Anschluss an die Wir haben es satt!-Demo in der Heinrich-Böll-Stiftung das Format "Soup & Talk" statt - ein gemütliches Zusammenkommen zum Aufwärmen, inhaltlichen Austausch und zum Vernetzen. Hier wird sich auch INKOTA mit der Initiative Lieferkettengesetz präsentieren. Kurz und knackig werden wir vorstellen, wie Bayer in Brasilien Pestizide verkauft, deren Inhaltsstoffe in der EU längst verboten sind, und wie ein Lieferkettengesetz diese und andere unfaire Geschäftspraktiken verbieten könnte. Erfahren Sie mehr zum Themenbereich Welternährung bei INKOTA Unterzeichnen Sie die Petition für ein Lieferkettengesetz Bestellen Sie unsere Materialien zum Thema
Kategorien: Ticker

E+Z/D+C 2020/01 – mo – EADI Anzeige

E+Z - 18. Dezember 2019 - 12:00
Young researchers from Global South can apply for mentoring programme and then attend EADI/ISS conference

In connection with the EADI/ISS General Conference 2020Solidarity, Peace and Social Justice”, to be held from 29 June to 2 July 2020 at the International Institute of Social Studies (ISS) in the Hague, PhD and early career researchers from the Global South are invited to apply for the JUMP Journal Mentoring Programme. EADI is the European Association of Development Research and Training Institutes.

JUMP offers the opportunity to work closely with an experienced scholar from the same field of interest, in order to prepare a paper for submission to the European Journal of Development Research (EJDR) or any other scientific journal. A one-day writing workshop at the conference will kick off the programme. Conference fees, travel and accommodation expenses of the mentees are covered by the programme. The call is open until 20 January 2020.

Ideally, JUMP applicants have submitted an abstract to either one of the conference panels (abstract submission deadline is 6 January 2020), or the 17th ISS Development Dialogue being held alongside the conference. The Development Dialogue is an annual ISS conference, organised by and for PhD researchers and young scholars in development studies. The related call for abstracts is still open until 15 January. Applications independent from these two events are welcome too.  

Links
https://www.eadi.org/gc/2020/
https://www.eadi.org/jump/

Kategorien: Ticker

“Klimalog” at COP25 in Madrid

DIE Blog - 18. Dezember 2019 - 11:39

From left to right: Gabriela Iacobuta, Mariya Aleksandrova, Sander Chan, Idil Boran ©DIE

The 2019 UN Climate Change Conference (COP 25) from 2-13 December was all about raising ambitions of countries’ climate plans, rules for global emissions trading and addressing loss and damage from climate change. Together with partners from around the world, DIE co-hosted a series of events on managing climate risk and loss and damage, the prospects of EU climate cooperation, the role of non-state actors, and on climate-induced migration.

Climate risks, and loss and damage

DIE co-hosted an official UNFCCC side event on “Breaking new ground: advancing loss and damage governance and finance mechanisms” together with the Institute for Sustainable Development and International Relations (IDDRI), Bread for the World, and ACT Alliance. Heike Henn, Commissioner for Climate Policy and Climate Financing of Germany’s Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) discussed critical areas for enhanced action on loss and damage and the potential role of Germany in supporting these processes. Richard Klein (Stockholm Environment Institute) delivered a thought-provoking keynote on practical approaches to deal with loss and damage, and DIE Associate Researcher Idil Boran (York University) presented elements of an effective climate risk governance.

 

©DIE

Moreover, Mariya Aleksandrova presented her research on climate risks and opportunities for the social protection sector during the Development and Climate Days organized by the Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO), the Red Cross Red Crescent Climate Centre (RCCC), International Institute for Environment and Development (IIED), United Nations Disaster Risk Reduction (UNDRR) and the InsuResilience Global Partnership.

Harnessing development cooperation to enhance climate ambition

Further, DIE co-organized a science-policy event, together with IDDRI and the EU Commission’s DG DEVCO, on harnessing external cooperation to raise climate ambition. More than ever, the EU is expected to exert strong leadership on climate action. This event highlighted key opportunities to enhance climate ambition through development cooperation with EU partner countries.
The first session of the event highlighted key features of EU and German external cooperation – past, present and future – in relation to climate change through presentations from DG DEVCO and BMZ, and engaged the perspective of partner countries through an input from Dr Godfrey Bahiigwa, Director of the Department of Rural Economy and Agriculture of the African Union. Further highlighting the links between climate and development policies and the need for policy coherence, the second session brought in scientific perspectives to identify key opportunities and areas that warrant greater attention, with a particular focus on land-use and agriculture in Africa.

©DIE

DIE researcher Gabriela Iacobuta presented research on NDC-SDG linkages and recommendations of the European Think Tanks Group (ETTG). Zinta Zommers, lead author of the IPCC Special Report on Climate Change and Land and Jonathan Mockshell, agricultural economist from International Centre for Tropical Agriculture (CIAT), provided expertise on climate change implications for future land-use in Africa.

Gabriela Iacobuta shared her expertise on the importance of raising climate ambition through development cooperation in an interview at the UNFCCC’s Climate Action Studio.

 

 

Global climate action

In another official UNFCCC side event DIE, together with York University (Canada), and partners from Brazil and Italy, discussed the role of nature-based solutions (NBS) in Global Climate Action beyond 2020. The event featured inputs from both the secretariats of the UNFCCC and the Convention on Biological Diversity (CBD), as well as examples of NBS from urban areas and forests. The discussion was moderated by DIE Associate Researcher Idil Boran (York University). DIE researcher Sander Chan presented empirical findings on the Global Climate Action agenda in the context of the UNFCCC.
Moreover, Sander Chan presented recommendations and a research plan that emerged from a climate action workshop during a high level panel session, with inter alia, High-level Climate Champion Gonzalo Munoz, and Special Envoy of the Secretary General for the 2019 Climate Action Summit, Luis Alfonso de Alba. In an additional side event on “Lessons learned for future NDCs: making climate action more transparent and ambitious”, Sander Chan shared data-based findings from a study on links between national climate strategies and non-state and subnational climate action in NDCs.

Our video shows the tremendous potential of non-state and subnational actors to contribute to a low-carbon future, and a future that is sustainable and beneficial for all.

Climate-induced migration

©DIE

Diogo Andreola Serraglio, DIE guest researcher and Alexander von Humboldt Research Fellow, discussed legal approaches to address climate-induced migration in Latin America and the Caribbean at the side event “Strategies for climate action in Latin America: human mobility in the spotlight” organised by the South American Network for Environmental Migrations (RESAMA) and the Observatory on Climate Change, Disasters and Human Mobility in Latin America and the Caribbean (MOVE-LAM), with the support of EUROCLIMA+.

Migration and climate change are both highly complex phenomena. Our video explains terms, concepts and cases worldwide.

 

 

Here you will find more impressions by our colleagues from COP25.

Der Beitrag “Klimalog” at COP25 in Madrid erschien zuerst auf International Development Blog.

6 gute Vorsätze für Aktivist*innen

ONE - 18. Dezember 2019 - 11:35

Sich für eine gerechtere und gleichberechtigte Zukunft für alle Menschen stark zu machen, ist nicht immer einfach. Angesichts momentaner politischer Entwicklungen stellt sich manchmal vielleicht das Gefühl ein, auf der Stelle zu treten oder sogar einen Schritt zurück gemacht zu haben. Das ist normal. Allen Aktivist*innen geht es von Zeit zu Zeit so. Das Wichtige ist, im Wirbel schlechter Neuigkeiten oder angesichts unüberwindbar scheinender Hürden nicht den Kopf hängen zu lassen, sondern sich an ein paar kleine, aber essenzielle Dinge zu erinnern. Wir stellen euch deshalb hier 6 gute Vorsätze für Personen vor, die sich 2020 mit neuem Mut für positiven Wandel einsetzen wollen. Wir schreiben sie uns auch selbst direkt hinter die Ohren.

  1. Konzentriere dich auf gute Nachrichten

In einer Welt, in der so oft schlechte Neuigkeiten dominieren, ist es sehr wichtig, den Fokus auf die Dinge zu legen, die gut funktionieren und uns freuen. Denn es passiert tatsächlich sehr viel mehr Gutes am Tag, als wir manchmal denken. Wie das gehen soll, wenn die sozialen Medien und das Internet voll von negativen Nachrichten sind? Tweetet und postet selbst positiver, geht ab und zu einfach mal offline oder sucht euch Content, den ihr lest, bewusster aus – wir haben da beispielsweise die monatlichen Good News.

  1. Nicht vergessen: Du kämpfst nicht allein

Auch wenn es sich nicht immer so anfühlt: Es gibt so viele Menschen, mit denen du gemeinsam an einem Strang ziehst! Aus diesem Gedanken lässt sich sehr viel Kraft schöpfen. Mit anderen engagierten Menschen ins Gespräch zu kommen, sich auszutauschen und gegenseitig zu inspirieren, sollte deshalb ganz oben auf deiner Agenda stehen.

  1. Atme von Zeit zu Zeit durch …

… und mache einfach mal gar nichts. Es ist unglaublich wichtig, ab und an ganz und gar abzuschalten, um neue Energie zu tanken. Ob das für dich bedeutet, in die Natur zu gehen, mit Freunden zu kochen oder Sport zu machen – ganz egal. Hauptsache, es tut dir gut und erlaubt dir, erholt wieder durchstarten zu können.

  1. Denk dran: Auch kleine Taten schlagen große Wellen

Wir tendieren oft dazu, sehr groß denken zu wollen. Aber dabei vergessen wir, dass auch die kleinen Dinge einen großen Effekt haben können. Vor allem, wenn sie viele Menschen gleichzeitig tun. Denk also daran, dass nicht nur große Aktionen Einfluss nehmen können. Es fängt im Kleinen an. Und manchmal ist das auch vollkommen ausreichend.

  1. Schritte zurück sind normal

Und positiver Wandel passiert meistens nicht über Nacht. Manchmal kann es auch einen positiven Effekt haben, einen Rückschlag einstecken zu müssen, denn es regt neue Ideen und Initiativen an. Wenn man dann nicht die Hoffnung aufgibt, können Schritte rückwärts sogar dazu beitragen, dass es im Anschluss mit neuer Kraft vorwärts geht.

  1. Glaub an dich!

Und lass dir von niemandem sagen, dass dein Vorhaben unmöglich ist. Als Aktivist*in hört man häufig, dass die eigenen Pläne unrealistisch oder nicht zu verwirklichen sind. Umso wichtiger, dich mit anderen zusammenzutun und gegenseitig zu ermutigen – gemeinsam wird nämlich viel ‚Unmögliches‘ möglich.

So turbulent das letzte Jahr auch war, so viele Möglichkeiten birgt auch das nächste! Der Weg zu einer fairen Welt für alle ist kein Spaziergang. Der Kampf gegen extreme Armut, vermeidbare Krankheiten und Geschlechterungerechtigkeit ist noch lange nicht gewonnen. Der Klimawandel hat bisher nicht die politischen Taten auf den Plan gerufen, die es dringend braucht. Nichtsdestotrotz wurden sehr große Schritte getan. Gemeinsam. Und dafür könnt ihr euch alle einmal auf die Schulter klopfen. Und mit Tatendrang und frischen Ideen ins neue Jahr starten. ONE wünscht ein frohes neues Jahr!

The post 6 gute Vorsätze für Aktivist*innen appeared first on ONE.

Kategorien: Ticker

Brazilian expert on South-South and Trilateral Cooperation presenting at DIE

DIE Blog - 18. Dezember 2019 - 10:41

On 9 December 2019, Geovana Zoccal presented her research project “Beyond North and South Differences – Strengthening trilateral cooperation for global development”. Geovana is researcher at the BRICS Policy Center in Rio de Janeiro, an important partner of the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) in Brazil, and has been working in the Federal Ministry for Economic Cooperation and Development (BMZ) for the past two years thanks to a scholarship by the Alexander-von-Humboldt Foundation. The panel was chaired by Heiner Janus (DIE) and included Geovana, Rita Walraf (BMZ), JI Lanlan (China Institute for South-South-Cooperation in Agriculture and participant of the 2019 MGG Academy) as well as Sven Grimm (DIE). The discussion highlighted the strategic potential of trilateral cooperation as a special form of a multi-stakeholder setting. Beyond the small financial volume of this cooperation modality, trilateral cooperation can be seen as particularly apt for mutual learning and for cooperation with states that have graduated from development assistance.

Especially from the turn of the 21st century, new modalities, new actors and new relationship dynamics have been established in international development coopeartion. No longer is traditional Official Development Assistance (ODA) between a donor and a recipient country the sole guiding practice of international development cooperation. March 2019 saw the 2nd UN High-Level Conference on South-South Cooperation (BAPA+40), consolidating South-South cooperation as central to achieving the 2030 Agenda and highlighting the role of triangular cooperation.

Der Beitrag Brazilian expert on South-South and Trilateral Cooperation presenting at DIE erschien zuerst auf International Development Blog.

Seiten

SID Hamburg Aggregator – Ticker abonnieren