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10. Fachtagung zum Orientierungsrahmen

Engagement Global Presse - 11. November 2019 - 10:06
Heidi Weidenbach-Mattar, ständige Vertreterin des Generalsekretärs der Kultusministerkonferenz. Foto: Alexander Schmidt

Rund 220 Fachleute aus Ministerien, Wissenschaft, Lehrerbildung, Schulen und Zivilgesellschaft trafen sich zur 10. Fachtagung zum Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung (OR) am 4. und 5. November 2019 in Leipzig. Bei der Tagung wurden sie von über 30 Schülerinnen und Schülern sowie Jugendlichen unterstützt, die sich für nachhaltige Entwicklung engagieren.

Ziel der jährlichen Fachtagungen, die im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Kultusministerkonferenz (KMK) von Engagement Global gGmbH durchgeführt werden, ist die Weiterentwicklung und Umsetzung des Orientierungsrahmens sowie die Vernetzung von Akteuren der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit. Das Thema der diesjährigen Tagung war, wie Engagement für nachhaltige Entwicklung durch Schule unterstützt und gefördert werden kann und soll. Dabei spielten die aktuellen Diskurse um politische Beteiligung von Jugendlichen, aber auch generelles individuelles Engagement eine besondere Rolle.

Heidi Weidenbach-Mattar, Ständige Vertreterin des Generalsekretärs der KMK, freute sich, so viele junge Menschen begrüßen zu können. Auch ihnen sei es zu verdanken, dass die Notwendigkeit, den globalen Krisen entgegenzusteuern, stärker ins öffentliche Bewusstsein rücke. Um die Handlungsspielräume zu nutzen und Einfluss zu nehmen, sei die Bildung für nachhaltige Entwicklung ein zentraler Baustein – und zu deren Umsetzung in der Schule sei der Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung ganz zentral. „Wir sind hier auf einem guten Weg. Viele Länder ergreifen Initiativen, um Bildung für nachhaltige Entwicklung mittels des Orientierungsrahmens in der Schule strukturell zu verankern und umzusetzen.“

Dirk Schwenzfeier, Unterabteilungsleiter im BMZ, sagte, das große Interesse an der Fachtagung spiegele die hohe Aktualität von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE). Er verwies auf die beachtliche Leistung des Orientierungsrahmens als Referenz für entwicklungspolitische Bildungsarbeit an Schulen: 2008 erstmals von der KMK verabschiedet und 2015 erweitert, habe er auf die Gestaltung des Lernbereichs Globale Entwicklung und somit auf BNE in Deutschland beträchtlichen Einfluss. Die Erweiterung des Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung (OR) auf die gymnasiale Oberstufe wäre ein nächster wichtiger Schritt zur Vorbereitung von Schülerinnen und Schülern auf ein Wissenschaftsverständnis „das nicht nur auf Rezeption, sondern auch auf eine aktive Teilhabe an wissenschaftlichen und öffentlichen Diskursen zu nachhaltiger Entwicklung abzielt“. Aktuell berät die KMK über diese Erweiterung.

Nicht nur thematisch, auch methodisch bot die Tagung innovative, beteiligungsorientierte Formate an. Elemente für neue Konzepte und Strategien, beispielsweise zu BNE in virtuellen Welten oder zur Peer-to-Peer-Arbeit in Schulen, erarbeiteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in insgesamt acht Workshops.

Die Ergebnisse der OR-Fachtagung werden ab Februar 2019 auf der Internetseite Globale Entwicklung in der Schule veröffentlicht werden.

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Digital Transformation and Sustainability; The Mittelstand 4.0 Zooms in on These Megatrends

SCP-Centre - 11. November 2019 - 9:08

87% of companies believe that digital transformation is a competitive opportunity! [1] Climate change, digitalisation, blockchain and new work environments have already arrived – How is your business affected? The Mittelstand 4.0 event presents answers to these questions during insightful, practice-orientated workshops.

Digital transformation and sustainability present a wealth of opportunities and challenges for Small and Medium Size Enterprises (SME’s). Crucial for the global agenda, these two major topics were the focal point of an event hosted by Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum eStandards on 10 October 2019. The keynote speeches and active workshops enabled participants to consider how their companies could benefit from becoming more digital and sustainable.

Michael Kuhndt, the director of the CSCP, opened the event with a speech on the importance of digitalisation for a good life. Elisabeth Kraut, sustainability manager of Adolf Würth GmbH & Co. KG, focused on the importance of data gathering, particularly with regards to product ingredients. Anna Yona, Founder of Wilding Shoes, demonstrated how digitalisation can be at the core of sustainable business models.

Workshop topics were diverse, yet complementary of each other. True to the core CSCP approach, they fostered collaboration and enabled participants to see the bigger picture. The main topics were:

  • Supply chain transparency: examples from sustainabill regarding supply chain traceability, along with the GS1’s tool Ecotraxx and blockchain project.
  • Resource efficiency and climate change mitigation: case studies presented by Maag, producer of flexible packaging, Happy Power Hour project and Cambio Analytics Gmbh.
  • Corporate digital responsibility: highlighted that digitalisation should take place in harmony with society and the environment and addressed how this could be achieved.
  • New work: presented workplaces of the future thanks to the Durchblick exhibition, as well as input from Impact Hub Ruhr
  • Digital sustainable business models: The CSCP and Resourcify helped participants to evaluate their status quo and understand the related challenges.
  • Circular economy: example of Cradle-to-Cradle certified Würth assembly system, circularity challenges faced by Wilding Shoes company and tools from R2Pi project helping companies to become circular.

Every workshop finished with open discussions or brainstorming on possible solutions. Participating companies engaged with speakers but also learned from each other.

“The practical orientation of the input providers has made complex topics very tangible. We benefit greatly from the fact that practical examples were used in such concrete ways”. Elisabeth Kraut was impressed by the diverse real-world examples.

The final panel-discussion on the future of digitalisation involved representatives from different organisations who provided perspectives on what companies could already do short-term, and which goals are to be accomplished long-term, in order to develop sustainably.

Anna Yona praised the insightfulness of the event:

“Even though we are already a very sustainable and digital company, we were able to take many concrete points for new ideas and further improvements with us from the event.”

For further information contact Patrik Eisenhauer.

[1] The secret to a successful digital transformation

 

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"Decolonize Chocolate" – Kinovorstellung in Hamburg

INKOTA - 10. November 2019 - 12:51
Warum wird Schokolade eigentlich so gut wie nie in den Ursprungsländern des Kakaos hergestellt? Was für politische Rahmenbedingungen sind nötig, um die Schieflage im globalen Handels- gefüge zu durchbrechen und welches Engagement zeigen europäische Schokoladen- firmen hinsichtlich einer gerechteren Wertschöpfung und einer Verbesserung der Arbeits- und Produktionsbedingungen in den Kakao-Anbauländern?
  • Was: Film "Decolonize Chocolate" + Diskussion
  • Wann: Di, 19. November 2019, 20 Uhr
  • Wo: Lichtmess Kino, Gaußstraße 25, 22765 Hamburg
  • Mit: fairafric + Evelyn Bahn, Referentin vom INKOTA-netzwerk
Der Film „Decolonize Chocolate“ (Ghana 2019, 70 Min, Deutsch/Englisch mit Deutschen/Englischen UT) geht dieser Frage nach und gibt exklusive Einblicke in die Pionierarbeit der ghanaischen Schokoladenproduktion. Auf einer Reise durch Ghana trifft fairafric Gründer Hendrik die Bio-Kakaobäuerin Mavis, den Schokoladenfabrik-Arbeiter Michael und Yayra, den Gründer der ersten Bio-Kakao-Initiative Ghanas, und spricht mit ihnen über ihren Arbeitsalltag und die Schwierigkeiten eines gleichberechtigten Kakaohandels. Im Anschluss an das Filmscreening diskutiert Evelyn Bahn vom INKOTA-netzwerk mit Vertreter*innen von fairafric darüber, wie Gewinne aus der Schokoladenproduktion gerecht verteilt werden können, sodass die Länder des globalen Südens nicht mehr länger nur als reine Rohstofflieferanten dienen. Wie wirken sich Kolonialismus und Globalisierung bis heute auf Welthandel, globale Arbeitsteilung und Produktion aus?

Seien Sie dabei und diskutieren Sie mit!

Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen
Fallbeispiel Kakao: Damit Menschenrechte nicht durch den Kakao gezogen werden
Infoblatt 5: Kinderarbeit Die Veranstaltung ist Teil von arbeit global und findet statt in Kooperation mit dem Lichtmess Kino, fairafric und dem INKOTA Netzwerk sowie mit Unterstützung von Zusammen Leben und Arbeiten e.V.
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Schuh- und Leder-Fokus bei Fast-Fashion-Ausstellung

INKOTA - 10. November 2019 - 10:30
Im Rahmen des Thementages "Reduce Reuse Recycle" der Ausstellung "Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode" stellt INKOTA die Kampagne Change Your Shoes vor und informiert über die Initaitive Lieferkettengesetz. Wir wollen mit Euch und Ihnen über die Missstände in der Leder- und Schuhindustrie diskutieren und aufzeigen, welche Alternativen es zu den aktuellen Ausbeutungsstrukturen gibt.
  • Was Infostand zur Kampagne Change Your Shoes und Initative Lieferkettengesetz
  • Wann So, 24. November 2019, 13-17 Uhr
  • Wo Museum Europäischer Kulturen, Arnimallee 25, 14195 Berlin
  • Eine Anmeldung ist nicht erforderlich
Die größten Modesünden begegnen einem nicht auf der Straße, sie finden versteckt in den Fabriken der Modeindustrie statt. Arbeiter*innen werden unter unmenschlichen Bedingungen ausgebeutet und erhalten weniger als einen Hungerlohn. Sie arbeiten dabei häufig mit giftigen Chemikalien, die nicht nur fatale Folgen für ihre Gesundheit, sondern auch für die Umwelt haben. Die Ausstellung "Fast Fashion. Die Schattenseite der Mode" zeigt anschaulich diese Ungerechtigkeiten auf. Um zu zeigen, dass es auch Alternativen zu diesen Ausbeutungsstrukturen gibt veranstaltet das Museum Europäischer Kulturen am Sonntag, den 24. November, den Thementag "Reduce Reuse Recycle". Die Berliner Aktionsgruppe der Kamapgane für Suabere Kleidung von INKOTA ist mit einem Infostand vertreten. Wir klären dabei nicht nur über die aktuellen Misstände besonders in der Lederschuhindustrie auf, sondern zeigen auch wie ein Lieferkettengesetz Verbesserungen bewirken kann. Denn wir sind überzeugt: Nur mit einem gesetzlichen Rahmen werden Menschenrechte endlich mehr zählen als Profite. Weitere Informationen Hier geht es zur offiziellen Ausstellungsseite Mehr zur Kampagne Change Your Shoes Mehr zur Initiative Lieferkettengesetz
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Südsudan: Hunderttausende Kinder von Überschwemmungen und Hunger bedroht

Unicef - 10. November 2019 - 0:01
Starke Regenfälle haben seit Ende Oktober ganze Landstriche im Südsudan unter Wasser gesetzt. Mehr als 900.000 Menschen leiden unter den Folgen, darunter 490.000 Kinder. Die Regierung hat den Ausnahmezustand ausgerufen. UNICEF-Mitarbeiterin Sandra Bulling besucht im November den Südsudan und steht für Interviews bereit.
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Ausstellung: Süß & Bitter auf der chocolART in Tübingen

INKOTA - 9. November 2019 - 12:15
Im Rahmen des Schokoladenfestivals chocolART gastiert die INKOTA-Wanderausstellung „Süß & Bitter“ vom 26.11. bis 14.12.2019 in der Fair Trade Stadt Tübingen. Interessierte Besucher*innen können dann an fünf Entdeckerstationen erfahren, ob Schokolade wirklich glücklich macht, und lernen den Weg von der Kakaobohne zur Schokolade kennen. Mit einem Mix aus Texttafeln, Fühl-, Video- und Hörstationen regt die Ausstellung alle Sinne an und macht das Thema Kakao erfahrbar. Doch die Ausstellung will nicht nur informieren, sondern auch aktivieren. So werden die kreativen Aktionen der Kampagne Make Chocolate Fair! mit streikenden Weihnachtsmännern und protestierenden Osterhasen an einer weiteren Videostation präsentiert. Außerdem regt die Ausstellung dazu an, über das eigene Konsumverhalten nachzudenken und zeigt Beispiele auf, wie Verbraucher*innen selbst aktiv werden können. Die Ausstellung "Süß & Bitter" wird am 28. November 2019 um 17Uhr in der Stadtbibliothek Tübingen eröffnet. Als Kostprobe wird die Tübinger Stadtschokolade Kallari präsentiert. Raquel Cayapa informiert über die Kooperative, die die Schokolade ökologisch produziert und eigenständig vermarktet. Gertrud von Ackern (Beauftragte für Bürgerengagement der Stadt Tübingen) und Winfried Brugger (Aktionszentrum Arme Welt e.V.) halten ein Grußwort. INKOTA und die Kampagne Make Chocolate Fair! wünschen einen erkenntnisreichen Besuch! Hier erfahren Sie mehr über die Ausstellung "Süß & Bitter" Unsere Mitgliedsgruppen können die INKOTA-Ausstellungen kostenlos ausleihen. Interessiert und noch kein Mitglied? Dann jetzt einfach Mitglied werden!

Gefördert durch Brot für die Welt aus Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes, die Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Berlin, die Stiftung Nord-Süd-Brücken, durch Engagement Global im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie die Deutschen Postcode Lotterie. Für den Inhalt dieser Publikation ist allein das INKOTA-netzwerk verantwortlich; die hier dargestellten Positionen geben nicht den Standpunkt der Zuwendungsgeber wieder.

   
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Den Schnäppchen ein Schnippchen schlagen

INKOTA - 9. November 2019 - 10:12
Rabatte, Discount, Supersale – am Black Friday, dem Schnäppchen-Tag des Jahres, sollen wir alle möglichst viel für möglichst wenig Geld kaufen. Woran viele dabei nicht denken: Wer hat die billigen Klamotten, die reduzierten Handys, die günstigen Pralinen eigentlich hergestellt? Wurden die Menschen dafür ausreichend bezahlt? Haben sie ihre Gesundheit dabei aufs Spiel gesetzt? Genau diese Fragen wollen wir am 29. November in die Öffentlichkeit tragen und so dem vorweihnachtlichen Schnäppchentag ein Schnippchen schlagen. Doch dafür brauchen wir eure Unterstützung! Statt dass Unternehmen mit billigen Preisen den Druck auf Arbeiter*innen weiter erhöhen, erhöhen wir gemeinsam den Druck auf Unternehmen: Gemeinsam fordern wir ein Lieferkettengesetz für wirksamen Umweltschutz und die Achtung der Menschenrechte durch Unternehmen! Ob auf der Flaniermeile in der Innenstadt, im Einkaufszentrum oder Supermarkt in deiner Stadt: Lasst uns zum Auftakt des Weihnachtsgeschäfts überall in Deutschland mit vielfältigen Aktionen zeigen, dass wir dringend ein Lieferkettengesetz brauchen. Wenn ihr eine Aktion planen wollt, unterstützen wir euch gerne dabei. Wir haben sogar ein kleines Aktionspaket für euch, dass ihr bei uns bestellen könnt:
  • Unterschriftenlisten
  • Flyer zur Initiative Lieferkettengesetz
  • Fallbeispiel-Flyer
  • Aktionsmaterial für einen Flashmob: Weiße Anzüge, Papiertüten
Flashmob Idee Mit dem Aktionspaket senden wir euch bei Bedarf auch Material für eine einfache Flashmob Idee mit: Locker verteilt mischt ihr euch unter die Passant*innen in der Einkaufsstraße. Auf ein Signal hin finden sich ein paar von euch zusammen, ziehen weiße Maleranzüge an und strecken Shoppingtüten mit Slogans wie "Gewinne ohne Gewissen stoppen" in die Luft. Die anderen verteilen um die Gruppe herum Flyer und sammeln Unterschriften. Nach kurzer Zeit zerstreut sich eure Gruppe wieder und findet sich an anderer Stelle in der Einkaufsmeile wieder zusammen. Das ist nur eine von vielen anderen Aktionsideen. Mehr Anregungen findet ihr auf der folgenden Seite unter der Überschrift "Straßenaktionen organisieren!" Meldet euch bei Johannes Schorling: konzernverantwortung[at]inkota.de, 030 / 420 8202-57 Die Vielfalt der Aktivitäten soll auch in den sozialen Medien sichtbar werden. Macht Bilder von eurer Aktion und postet/twittert sie mit dem Hashtag #Lieferkettengesetz. Markiert @INKOTA auch gern auf Twitter. Dann können wir eure Aktionsbilder teilen. Jetzt Petition für ein Lieferkettengesetz unterzeichnen Jetzt Aktionsmaterial zur Kampagne bestellen Setze dich aktiv für ein Lieferkettengesetz ein
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Pressemitteilung: Recherche belegt Lobbyoffensive - Arbeitgeberverbände verweigern gesetzliche Menschenrechts-Vorgaben für Unternehmen

Global Policy Forum - 8. November 2019 - 18:07

Elf Treffen in fünf Monaten: Arbeitgeberverbände und Unternehmen haben sich in zahlreichen nicht-öffentlichen Lobbytreffen mit dem Bundeswirtschaftsministerium gegen gesetzliche Menschenrechts-Vorgaben ausgesprochen. Das zeigt eine heute veröffentlichte Studie von Global Policy Forum, Brot für die Welt und Misereor. Aktivistinnen und Aktivisten der „Initiative Lieferkettengesetz“ protestierten mit einer symbolischen Aktion vor dem Tagungszentrum des Deutschen Arbeitgebertags gegen den „Kuschelkurs“ von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der zulasten der Menschenrechte gehe.

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Sorgfältig verwässert: Wie die Wirtschaftsverbände versuchen, ein Lieferkettengesetz zu verhindern

Global Policy Forum - 8. November 2019 - 17:56

Im Jahr 2016 hat die Bundesregierung den „Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte“ (NAP) verabschiedet, um die Einhaltung von Menschenrechten entlang der Lieferketten deutscher Unternehmen durchzusetzen. Der NAP beruht jedoch vollständig auf freiwilligen Maßnahmen von Unternehmen: Verbindliche Regeln hatte die Bundesregierung auf Druck von Unternehmensverbänden aus dem NAP gestrichen. Die vorliegende Recherche zeigt, dass dieser Lobbydruck seither nicht nachgelassen hat. Im Gegenteil: Wirtschaftsverbände versuchen aktiv, auch die im Herbst 2018 gestartete Überprüfung der menschenrechtlichen Sorgfalt deutscher Unternehmen zu verzögern und zu verwässern. Die Bundesregierung möchte dieses sogenannte „NAP-Monitoring“ zur Entscheidungsgrundlage nehmen, ob sie ein Lieferkettengesetz einführt oder nicht. Für die vorliegende Recherche haben Brot für die Welt, Global Policy Forum und MISEREOR sechs Anfragen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gestellt, unter anderem an das Auswärtige Amt (AA), das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und an das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Darin wurden Information zu Treffen und schriftlichem Austausch der Ministerien mit Unternehmen und Wirtschaftsverbänden zu den Themen „NAP-Monitoring“ und „Lieferkettengesetz“ angefragt. Die Auswertung der Dokumente zeigt: Eine wichtige Rolle in der Lobbyoffensive spielte Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der bis 2015 noch Staatssekretär im Bundesfinanzministerium (BMF) war und daher über beste Kontakte zum Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und zum Bundeskanzleramt verfügt. Unter massiven Druck geriet auch der Bundesentwicklungsminister Gerd Müller, nachdem im Februar 2019 der Entwurf aus seinem Ministerium für ein Wertschöpfungskettengesetz an die Öffentlichkeit gelangt war. Brot für die Welt, Global Policy Forum und MISEREOR haben sich der „Initiative Lieferkettengesetz“ angeschlossen und fordern von der Bundesregierung die Einführung verbindlicher Regeln für Unternehmen - unabhängig von dem auf Druck der Wirtschaftslobby stark verwässerten NAP-Monitoring.

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08. November 2019

ONE - 8. November 2019 - 15:21

1. Menschenrechtsgerichtshof verurteilt ehemaligen Rebellenführer
Viele Medien, darunter zdf.de, FAZ.net, SPIEGEL ONLINE, die tageszeitung (taz), der Standard und euronews berichten über die Verurteilung des ehemaligen kongolesischen Rebellenführers Bosco Ntaganda durch den Internationalen Strafgerichtshof (ICC) in Den Haag. Nachdem das Gericht Ntaganda bereits in allen 18 Anklagepunkten für schuldig befunden habe, sei er nun zur Höchststrafe von 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der ehemalige Militärchef und Kommandant mehrerer kongolesischer Rebellengruppen habe sich damit für ethnisch motivierte Verbrechen gegen die Gruppe der Lendu in den Jahren 2002 und 2003 verantworten müssen. Zum ersten Mal sei hier auch sexuelle Gewalt als Kriegswaffe geahndet worden. Ntaganda könne nun innerhalb von 30 Tagen Berufung gegen das Urteil einlegen.

2. EU: Abschottung statt Entwicklungspolitik?
In der tageszeitung (taz) kommentiert Christian Jakob ausführlich die EU-Entwicklungspolitik der letzten Jahre. Jakob kritisiert, dass die EU-Mittel für Entwicklungszusammenarbeit in auffälliger Regelmäßigkeit an afrikanische Länder als „Lohn für […] Migrationskontrolle“ gezahlt werden. Derzeit werde innerhalb der EU-Institutionen das EU-Siebenjahresbudget verhandelt. Abzusehen sei, dass die Entwicklungszusammenarbeit keinen eigenen Einzeletat mehr innehaben werde. Der Europäische Entwicklungsfonds (EEF) werde abgesetzt. Gleichzeitig beleuchtet Jakob eingehend die erhöhten Ausgaben für Grenzschutzmaßnahmen, die den Ausbau der EU-Grenzschutzagentur Frontex beinhalten. Mark Kellermann, Wissenschaftler am Transnational Institute (TNI) in Amsterdam, warnt die EU davor „Abschottung als Wachstumsmarkt“ zu verstehen.

3. Äthiopien: Regierungschef mit dem Rücken zur Wand
Premierminister Äthiopiens und diesjähriger Friedensnobelpreisträger, Abiy Ahmed, äußert sich menschenverachtend gegenüber der ethnischen Gruppe der Qeerroo, wie Christoph Titz auf Spiegel Online meldet. Abiy habe den Friedensnobelpreis für den Friedensschluss mit dem Nachbarland und einstigem Erzfeind Eritrea erhalten sowie für Schritte zur Liberalisierung des Landes. Jawar Mohammed, einer der amnestierten ehemaligen Staatsfeinde suche nun den offenen Konflikt mit Abiy. Der Anführer einer Gruppe radikaler Oromo, genannt ‚Qeerroo‘, stachele seine Gefolgsleute zu gewalttätigen Protesten gegen Regierungschef Abiy auf. Dieser habe in einer Pressemitteilung auf die immer wieder eskalierenden Demonstrationen reagiert und dort die Qeerroo als „Unkraut” bezeichnet, das man „ausreißen“ müsste. Titz stellt infrage, ob solche Aussagen eines Friedensnobelpreisträgers würdig seien.

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30 Jahre Mauerfall

Vereinte Nationen - 8. November 2019 - 14:05

08. November 2019 - Am 09. November vor 30 Jahren fiel die Berliner Mauer. Dieses hatte weltweite Auswirkungen, auch auf Deutschland und dessen Beziehungen zu den Vereinten Nationen. Mit der Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten im Oktober 1990 wurde die 17-jährige Doppelmitgliedschaft Deutschlands in den Vereinten Nationen beendet und damit völlig neue Rahmenbedingungen für die deutsche UN-Politik und den UN-Standort Bonn geschaffen.

Der "Zwei-plus-Vier-Vertrag" vom 12. September 1990, der die außenpolitischen Aspekte der deutschen Wiedervereinigung regelte, brachte dem vereinten Deutschland die vollständige Souveränität über seine inneren und äußeren Angelegenheiten. Bereits zum Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 1990 kündigte der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl eine aktivere Rolle Deutschlands in den Vereinten Nationen an. Der Bonn-Berlin-Beschluss vom 20. Juni 1991 setzte so für den Standort Bonn, an dem sich bereits 1951 die erste Organisation der Vereinten Nationen niedergelassen hatte, „die Übernahme und Ansiedlung neuer Funktionen und Institutionen von nationaler und internationaler Bedeutung" eine neue Zielmarke.

Die Rolle Bonns als Standort für Entwicklungspolitik sowie für die Einrichtung und Ansiedlung nationaler, internationaler und supranationaler Einrichtungen wurde damit festgeschrieben, der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Bonn verstärkten gemeinsam ihre Anstrengungen für den Auf- und Ausbau des UN-Standortes Bonn. Mit dem Berlin/Bonn-Gesetz und einer Ausgleichsvereinbarung konnte Bonn die dieser Rolle entsprechenden Infrastrukturen schaffen, vor allem die räumlichen Bedingungen für die künftige Arbeit multilateraler Einrichtungen. Mit der Ansiedlung des Freiwilligenprogramms der Vereinten Nationen im Jahr 1996 - und wenig später des Klimasekretariates - begann Bonns Entwicklung zur deutschen Stadt der Vereinten Nationen und Zentrum für globale Zukunftsthemen. Äußeres Symbol dieser Entwicklung ist der wachsende Bonner UN-Campus im Herzen des ehemaligen Regierungsviertels um den “Langen Eugen” herum, der den rund 1.000 Beschäftigten der Vereinten Nationen in Bonn Platz bietet.

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Nachhaltigkeit in der Textilbranche

Engagement Global - 8. November 2019 - 11:23
Allein in Deutschland werden durchschnittlich 55 Kleidungsstücke pro Kopf und Jahr gekauft. Foto: Pixabay

Vor welchen Herausforderungen steht die Textilindustrie? Welche Ansätze zur Umsetzung von Umwelt- und Sozialstandards gibt es bereits? Wie wirken sich Veränderungen unserer Konsummuster und Produktionsweisen auf die Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung aus? Diesen und weiteren Fragen widmet sich die Ringvorlesung 2019 zum Thema „SDGs konkret – Nachhaltigkeit in der Textil- und Bekleidungsbranche“, die am Montag, 4. November 2019, in der Repräsentanz der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Berlin eröffnet wurde.

Den Anfang machte Gunther Beger, Abteilungsleiter für Grundsatzfragen Wirtschaft, Handel, ländliche Entwicklung im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). In seiner Rede erinnerte er an den Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch im Jahr 2013, bei dem über 1100 Menschen ums Leben kamen, und betonte, wie wichtig die Forderung nach einer gerechten Globalisierung sei. In diesem Zusammenhang stellte er das staatliche Textilsiegel Grüner Knopf vor, das gemeinsam von BMZ und GIZ entwickelt und im September 2019 eingeführt wurde. Um das Siegel zu erhalten, müssen Unternehmen gewisse Sozial- und Umweltkriterien erfüllen und sich einer unabhängigen Prüfung unterziehen.

Liza Sander, Dozentin für Nachhaltigkeit an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin, und Rolf Heimann, Vorstand der hessnatur Stiftung, widmeten sich mit ihren Vorträgen anschließend dem Thema der ersten Vorlesung der Reihe: „Die Rohstoffgewinnung in der Textilindustrie: Raum für Nachhaltigkeit“.

Liza Sander zeigte beispielsweise die globalen Produkt- und Lieferketten auf, die hinter den Textilien stehen, die in Deutschland gekauft werden. Rohstoffe würden unter ausbeuterischen Bedingungen gewonnen werden und nicht selten würden Textilien einen Weg von Westafrika über den Nahen Osten, China und Südostasien bis nach Europa zurücklegen, erklärte sie. Liz Sander hob außerdem hervor, dass nur ein sehr geringer Teil unserer Kleidung wiederverwertet werden könne, da die meisten Textilien aus unterschiedlichen Materialien bestünden, die nur schwer zu trennen seien. Nur etwa ein Prozent der Altkleider werden weltweit zu neuer Kleidung recycelt, wohingegen 73 Prozent verbrannt werden.

Gemeinsam mit den rund 100 Teilnehmenden diskutierten die Vortragenden im Anschluss unter anderem darüber, wie sich Ziel 12 (Nachhaltiger Konsum- und Produktionsmuster) der Agenda 2030 in Bezug auf die Textil- und Kleidungsbranche weltweit umsetzen lässt. Rolf Heimann wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass es wichtig sei, die Ressourcen in einen Kreislauf zu bringen – Materialien und Produkte also so lange wie möglich wiederzuverwenden, aufzuarbeiten und zu recyceln. Liza Sander betonte wiederum, dass insgesamt das eigene Konsumverhalten häufiger hinterfragt werden sollte.

Weitere Vorlesungen

An vier weiteren Abenden stellen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Zivilgesellschaft und Entwicklungszusammenarbeit ihre Ansätze und Sichtweisen zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele vor:

  • Montag, 11. November 2019, 18 Uhr: „Macht und Ermächtigung in der globalen Textilindustrie“
  • Montag, 18. November 2019, 18 Uhr: „Welchen Einfluss haben Konsumentinnen und Konsumenten auf die Produktionsweisen im Textilbereich?“
  • Montag, 25. November 2019, 18 Uhr: „Wer wird denn gleich das Handtuch (weg-)werfen?“
  • Montag, 2. Dezember 2019: „Wer trägt hier die Verantwortung?“

Die Ringvorlesung „Transformation unserer Welt - Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wird gemeinsam von GIZ und Engagement Global veranstaltet. Weitere Kooperationspartner sind die Stabsstelle Nachhaltigkeit und Energie der Freien Universität Berlin, Sustain IT!-Initiative für Nachhaltigkeit und Klimaschutz und die Studentische Initiative Nachhaltigkeitsbüro der Humboldt-Universität Berlin.

Die Teilnahme ist öffentlich und kostenfrei. Bitte melden Sie sich online zur jeweiligen Veranstaltung an.

Allein in Deutschland werden durchschnittlich 55 Kleidungsstücke pro Kopf und Jahr gekauft. Auf dem Weg von der Natur- oder Chemiefaser über zahlreiche Veredelungsschritte bis hin zur Konfektion werden große Mengen an Chemikalien, Energie und Wasser verbraucht. Abwässer werden oft ungeklärt in natürliche Gewässer eingeleitet. Zudem gibt es in vielen Produktionsländern noch immer Missstände in den Bereichen Menschenrechte, Arbeitssicherheit, Mindestlohn sowie Kinder- und Zwangsarbeit.

Veranstaltungsort

GIZ Haus Berlin
Reichpietschufer 20
10785 Berlin

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Ecosia – Pflanze Bäume mit deiner Suchmaschine

EINEWELTblabla - 8. November 2019 - 11:05

Wir Menschen sind in Sachen Umweltbewusstsein wirklich faul und ignorant. Das bestätigen weltweit Wissenschaftler*innen – zumindet indirekt. Nach Angaben der tagesschau warnten nämlich mehr als 11.000 Forscher*innen vor einem Klimanotfall. Und „obwohl die Alarmzeichen zunähmen, wäre im Allgemeinen so weitergemacht worden wie immer“. Auch wenn die Welt also untergeht, krümmen wir nicht einen Finger..? Was aber, wenn Engagement in unsere alltäglichen Tätigkeiten bereits integriert wäre?

Schon mal was von Ecosia gehört?? Für leidenschaftliche Umweltschützer*innen ist es sicherlich nichts Neues. Die „grüne Suchmaschine“ ist interessant für jede*n. Denn sie hilft uns, mittels weniger Klicks etwas Gutes für die Umwelt zu tun (und, zugegeben, auch unser Gewissen zu beruhigen…).

Was ist Ecosia?

Ecosia ist eine Suchmaschine wie Google. Die Suchen laufen aber über den Google-Gegner Bing. Gegründet wurde das Unternehmen von Christian Kroll vor fast genau 10 Jahren. Der wesentliche Unterschied zu herkömmlichen Suchmaschinen ist, dass Ecosia seine Werbeeinnahmen dazu nutzt, der Umwelt zu helfen. Die ökologische Suchmaschine gibt mindestens 80 Prozent der Einkünfte zugunsten von Baumpflanzprojekten aus. Diese umfassen über 20 Projekte, die sich über 15 Länder wie Peru, Brasilien und Burkina Faso erstrecken. Dabei wird darauf Wert gelegt, dass besonders Partner vor Ort finanziell unterstützt werden.

Jede Suche zählt! Nach schon 45 Suchen wird ein Baum gepflanzt. Auf der Ecosia-Startseite ist die stetig steigende Zahl der gepflanzten Bäume zu sehen. Zudem sieht man mithilfe eines Zählers auch, wie viel man selbst schon beigetragen hat. Laut der „grünen Suchmaschine“ kostet eine Baumpflanzung nur 20 Cent und durchschnittlich wird nicht mal nach einer Sekunde ein Baum gepflanzt. Dem ist aber hinzuzufügen, dass die Bäume selbstverständlich nicht im Sekundentakt zur selben Zeit gepflanzt werden. Vielmehr wird eine immer höhere Anzahl der monatlichen einzusetzenden Bäume vor der Regenzeit angepflanzt.

Wieso gegen Google tauschen?

Der Hauptgrund ist natürlich das Umweltbewusstsein. Jedoch behauptet Ecosia auch sich in Sachen Datenschutz, Transparenz und ihrer positiven CO2-Bilanz maßgeblich von Google zu unterscheiden. Auch beschreibt das Technikmagazin CHIP die Qualität der Suchergebnisse als hochwertig. Ecosia warnt die Nutzer*innen zudem vor Unternehmen, die Kohlekraftwerke unterstützen. Dafür benutzt die Suchmaschine kleine Kohlekraft-Icons neben den jeweiligen Suchergebnissen.

Zum Datenschutz formuliert das Unternehmen: „Wir interessieren uns für Bäume, nicht für deine Daten: Deine Suchen werden nicht permanent gespeichert, die von dir besuchten Websites nicht getrackt, deine Daten nicht an Werbeanbieter verkauft und deine Suchen sind immer SSL-verschlüsselt.“ Ebenso versprechen sie radikale Transparenz. „Deshalb veröffentlichen wir monatliche Finanzberichte und Förderbescheinigungen über unsere Aufforstungsaktivitäten auf der Ecosia-Website. Wir haben zudem einen rechtsgültigen Vertrag unterschrieben, der uns verpflichtet, unserem gemeinnützigen Zweck für immer treu zu bleiben“. Das klingt auf jeden Fall vielversprechend.

Trotz allem ist die nachhaltige Suchmaschine noch lange nicht so erfolgreich wie Google. Denn Ecosia hat ca. sieben Millionen Nutzer*innen, das ist ein Marktanteil von 0,01 Prozent. Währenddessen hält Google aber 98 Prozent des Marktanteils in Deutschland.

Wie richte ich Ecosia als Startseite ein?

Man muss nicht technikaffin sein, um Ecosia als Startseite einrichten zu können. Ecosia bietet auch technische Unterstützung an und erläutert die Umstellung in einzelnen Anleitungen für die jeweiligen Browser. Zudem gibt es auch eine kostenlose Ecosia-App für iOS- und Android-Geräte.

Es gibt somit für jede*n die Möglichkeit, sich in irgendeiner Weise für unsere Umwelt zu engagieren. Ecosia ist die einfachste und bequemste Art. Falls euch Baumpflanzaktionen interessieren, solltet ihr auf jeden Fall unseren Artikel zum Einheitsbuddeln lesen!

Beitragsbild: Rechte bei Ecosia

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Nairobi Summit: sexuelle und reproduktive Rechte noch immer in weiter Ferne

DSW - 8. November 2019 - 10:00
25 Jahre nach der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo: „Die Weltgemeinschaft hat Frauen ein Versprechen gegeben – nun muss sie es einhalten”

Vor 25 Jahren wurde die Bevölkerungspolitik auf den Kopf gestellt: 179 UN-Mitgliedsstaaten einigten sich 1994 bei der Weltbevölkerungskonferenz in Kairo darauf, dass Bevölkerungspolitik auf dem Menschenrecht für freiwillige Familienplanung und sexuelle Selbstbestimmung basieren muss. Die Mitgliedsstaaten geben sich damit die Aufgabe, die sexuelle und reproduktive Gesundheit aller Menschen unabhängig von Geschlecht, Einkommen oder Herkunft zu schützen. Darauf macht die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) anlässlich des 25. Jubiläums der Konferenz und dem anstehenden „Nairobi Summit“ aufmerksam.

Das Kairoer Aktionsprogramm hat dazu geführt, dass sich seitdem die Zahl der Frauen, die verhüten können, im östlichen und südlichen Afrika verdoppelt hat. Frauen bekommen dort jetzt im Schnitt 1,7 Kinder weniger als noch vor 25 Jahren. Das 25-jährige Jubiläum bietet aber auch Anlass, an die verbleibenden Aufgaben zu erinnern: Noch immer kommt es jedes Jahr allein in den „Entwicklungsländern“ zu 89 Millionen ungewollten Schwangerschaften. Jede vierte Frau, die dort verhüten möchte, hat keinen Zugang zu modernen Verhütungsmitteln. Dadurch wird ihr Recht auf körperliche Selbstbestimmung verletzt.

„Das Interesse an dem Thema ‚Weltbevölkerung‘ ist groß“, so DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr. „Doch gleichzeitig erleben wir sowohl in unseren Projekten als auch in unserer politischen Arbeit starken Gegenwind, wenn es um die Umsetzung der sexuellen und reproduktiven Rechte von Frauen geht. Angesichts dieses Widerstands ist es umso wichtiger, das Menschenrecht auf freiwillige Familienplanung und Selbstbestimmung zu verteidigen und voranzubringen. Hierfür werden wir den Nairobi Summit nutzen.“

 

Weiterführende Informationen Über den Nairobi Summit

Der Nairobi Summit wird vom 12. bis 14. November in der Hauptstadt Kenias stattfinden. Durch ihn machen Regierungen und zivilgesellschaftliche Organisationen auf das dringend benötigte Engagement der Weltgemeinschaft für sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte aufmerksam. Anlass ist das 25. Jubiläum der wegweisenden Weltbevölkerungskonferenz in Kairo, bei der sich 179 Staaten Aktionsprogramm zur Umsetzung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit einigten. Die Konferenz wird von UNFPA und den Regierungen von Kenia und Dänemark ausgerichtet.

Über die DSW

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Ihr Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Daher unterstützt sie junge Menschen dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringt sie sich auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein.

Weitere Informationen:

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Erziehung als Mittel gegen Antisemitismus und Intoleranz

Vereinte Nationen - 8. November 2019 - 9:55

08. November 2019 - Intoleranz kann verhindert und verlernt werden, denn niemand sei zum Hass geboren worden, sagte der UN-Generalsekretär Guterres am Donnerstag. Er unterstrich seinen anhaltenden Kampf gegen Antisemitismus, Rassismus und andere Formen des Hasses.

Guterres sprach im New Yorker Museum of Jewish Heritage anlässlich des 81. Jahrestages des vom NS-Regime durchgeführten Kristallnacht-Pogroms.

"Jahrzehnte nach dem Holocaust ist eine der ältesten Formen des Hasses immer noch bei uns vorhanden", bemerkte er.

Terroristen und Neonazis verstärken die Rekrutierung und Radikalisierung, setzte er fort, während das Internet dazu beiträgt, Bigotterie und gewalttätige Frauenfeindlichkeit zu verbreiten.

Der Generalsekretär forderte dringend Maßnahmen von Eltern, Lehrern und politischen Führern.

Guterres hob die Bemühungen der Weltgemeinschaft hervor, diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, wie zum Beispiel die UN-Aktionspläne zur Bekämpfung von Hassreden und zur Gewährleistung der Sicherheit von Gotteshäusern.

„Menschen sind nicht geboren, um zu hassen; Intoleranz wird erlernt und kann so verhindert und auch wieder verlernt werden “, erklärte er.

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Rundreise: Wasser darf keine Ware sein!

INKOTA - 8. November 2019 - 9:36
Wasser ist ein kostbares Gut – und es wird knapp: In El Salvador haben immer mehr Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Verstärkt wird diese dramatische Entwicklung auch durch den Klimawandel und die damit verbundenen Wetterextreme. Gleichzeitig versuchen Unternehmen und rechte Parteien die Privatisierung des Wassers in El Salvador voranzutreiben. Dadurch gefährden sie vor allem den Zugang finanziell benachteiligter und marginalisierter Menschen zu sauberem Wasser massiv.
  • Wer: Omar Flores, von der INKOTA-Partnerorganisation Fespad
  • Wo: Berlin, Huntlosen, Köln, Frankfurt/M., Eschborn, München, Stuttgart, Konstanz und Zürich
  • Was: Rundreise mit Diskussion
Doch es regt sich Widerstand: Eine breite Allianz von zivilgesellschaftlichen Organisationen will die Privatisierung des Wassers verhindern – und hat stattdessen einen eigenen Gesetzesvorschlag ins Parlament eingebracht, der auf Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit beim Zugang zu Wasser setzt. Doch dieses Engagement ist in El Salvador nicht ungefährlich:  Regelmäßig werden Aktivist*innen Ziel von Übergriffen und Opfer von Gewalt. Omar Flores, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte bei Fespad, der wichtigsten Menschenrechtsorganisation in El Salvador, ist einer der mutigen Aktivist*innen – und jetzt zu Gast in Deutschland. Auf Einladung von INKOTA berichtet er bei einer Inforeise durch Deutschland von seinem Kampf, das Recht auf Wasser zu verteidigen. INKOTA unterstützt die Organisation Fespad bei dieser wichtigen Arbeit. Sie ist eine von drei Organisationen eines von INKOTA geförderten Programms für das Menschenrecht auf Wasser in El Salvador. Dabei geht es vor allem darum, Menschen darin zu stärken, ihren Zugang zu Wasser selbst zu erkämpfen, die Wasserversorgung selbst zu verwalten und die vorhandenen, natürlichen Wasserquellen zu schützen. Termine
  • 04. November, 19 Uhr, Berlin
    Kulturschöpfer, Grünberger Str. 13, Berlin. In Kooperation mit der Lateinamerika Gruppe Berlin von Amnesty International und Patenprojekt Atiquizaya.
  • 06. November, 19 Uhr, Huntlosen
    Seminarhaus, Am Forst 29. In Kooperation mit Kornkraft Naturkost.
  • 07. November, 19 Uhr, Köln
    Allerweltshaus, Körnerstraße 77. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Allerweltshaus, ila und Oscar-Romero-Haus.
  • 08. bis 10. November, Frankfurt/M.
    Jährliches Koordinationstreffen der El-Salvador-Solidarität. Haus der Jugend, Deutschherrnufer 12. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Kaffee-Kampagne El Salvador und Zentralamerika-Sekretariat Zürich.
  • 11. November, 19.30 Uhr, Eschborn
    Kath. Pfarrgemeinde Christ-König, Hauptstraße 52. In Kooperation mit Infostelle El Salvador.
  • 13. November, 19 Uhr, München
    Ligsalz 8, Ligsalzstraße 8. In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Ökumenisches Büro für Frieden und Gerechtigkeit.
  • 14. November, 19 Uhr, Stuttgart
    Uni-Bibliothek, Holzgartenstraße 16. In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Amnesty International.
  • 15. November, 19.30 Uhr, Konstanz
    Café Mondial, Zum Hussenstein 12. In Kooperation mit Infostelle El Salvador, Weltladen Konstanz und Amnesty International.
  • 16. November, Zürich
    In Kooperation mit Infostelle El Salvador und Zentralamerika-Sekretariat Zürich.
Ansprechpartner bei Fragen zur Rundreise ist INKOTA-Referent Michael Krämer (kraemer[at]inkota.de)

Weitere Informationen: Zum Wasser-Projekt in El Salvador
Artikel im Südlink 187 „Wir verteidigen unser Wasser“
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Bänke, Tische, Fenster, Böden

E+Z - 8. November 2019 - 9:16
Renovierte Schule mit guter Ausstattung schafft ein positives Lernumfeld

Früher saßen die Kinder auf dem Boden. Sie hatten keine Schulbänke, keine Stühle und es gab auch keinen Strom. Das war unbequem, besonders für die Mädchen, von denen manche immer noch eine Capulana, eine traditionelle Tracht, tragen. „Sich damit auf den Boden zu setzen, fiel ihnen schwer“, erinnert sich die Grundschullehrerin Felizarda Zaqueu.

Überhaupt fand sie es mühsam, unter solchen Umständen ein kreatives Umfeld zu schaffen. „Ich konnte kein angenehmes Lernklima herstellen“, beschreibt die 55 Jahre alte Lehrerin die frühere Situation. Zumal die Schule auch noch in einer Art Sumpfgebiet gebaut war, so dass bei Regen alle dreckige und nasse Füße bekamen. Wasser und Feuchtigkeit waren nicht nur unangenehm, sondern stellten auch eine ernste Gesundheitsgefahr dar.

Das ist zum Glück Vergangenheit. Heute sitzen die Schülerinnen und Schüler im Trockenen: in renovierten Räumen, an robusten Bänken, auf soliden Steinböden. Und: Felizarda Zaqueu hat auch didaktisches Material, Bücher und Tafeln zur Verfügung. „Jetzt können sich die Schüler aufs Lernen konzentrieren“, sagt die Lehrerin.

Sie unterrichtet an der Escola Unidade 30 in der Hauptstadt Maputo, einer Grundschule, die in den letzten Jahren auch mit Unterstützung aus Deutschland renoviert worden ist. Die Arbeiten waren Teil eines größeren Programms, mit dem in Mosambik 1.000 Klassenräume im Jahr gebaut oder modernisiert werden sollen. Denn das Land hat sich das Ziel gesetzt, die Einschulungsrate gemäß den Nachhaltigkeits-Entwicklungszielen (SDGs) zu erhöhen und die Qualität des Unterrichts spürbar zu verbessern.

Erste Erfolge haben sich bereits eingestellt: Inzwischen besuchen knapp 85 Prozent aller sechsjährigen Kinder eine Schule. Die KfW finanziert im Auftrag der Bundesregierung Baumaßnahmen im Bildungssektor zusammen mit einer Reihe anderer Geber, um den großen Mangel an angemessen ausgestatteten Klassenzimmern zu beheben.

In der Escola Unidade 30 freuen sich Lehrer und Schüler über eine gut ausgestattete und renovierte Schule. Professora Felizarda Zaqueu unterrichtet seit 23 Jahren dort. Keinesfalls möchte sie zurück in ihre alte Bildungswelt. „Alles ist einfacher heute“, sagt die Mutter von drei Kindern. „Jetzt haben wir alles, was wir brauchen, um die Entwicklung der Kinder zu fördern. Darüber bin ich sehr glücklich.“
 

Link
KfW, 2019: Afrika – Kontinent der Chancen.
https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Download-Center/PDF-Dokumente-Medienkooperation-mit-E-Z/2019_10_Afrika_D.pdf

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Pionier in schwierigen Märkten

E+Z - 8. November 2019 - 9:01
Tischler, Maler, Architekten und Jugendliche ohne Ausbildung lernen Trockenbau im Ausbildungszentrum der Firma Knauf in Ghana

Die Kurse dauern zwischen einem Tag und zwei Wochen, insgesamt gibt es rund 800 Plätze pro Jahr. „Der Bausektor in Ghana boomt, gleichzeitig ist der Fachkräftemangel groß“, erklärt Daniel Thomann, Fachkoordinator für das develoPPP.de-Programm bei der DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft. „Das kommt dem Projekt sehr entgegen.“

Das im Februar eröffnete Zentrum ist Teil einer groß angelegten Ausbildungsoffensive von Knauf, einem international tätigen Baustoffhersteller mit Sitz in Deutschland, der DEG und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Insgesamt sind in der aktuellen Projektphase neun Trockenbauschulungszentren in sechs afrikanischen Ländern und dem Irak geplant. Im Juni 2018 startete das Zentrum in Tansania, Ghana ist das zweite und im Oktober kommt ein Zentrum in Erbil hinzu. Knauf finanziert das Projekt mit 2,8 Millionen Euro, die DEG steuert weitere 2,3 Millionen Euro aus Mitteln des develoPPP-Programms des BMZ bei. In späteren Projektphasen sollen Schulungszentren in weiteren afrikanischen Ländern, im Nahen Osten und Asien gebaut werden.

„Knauf hat bereits langjährige Erfahrung mit derartigen Ausbildungszentren, zum Beispiel in Tunesien und Algerien“, sagt Thomann. „Sie laufen sehr gut – die Firma hat das Schulungsverfahren stark professionalisiert.“ Die Absolventen hätten gute Chancen, einen Job zu finden oder, wenn sie vorher schon im Bausektor tätig waren, einen besseren als vorher. Viele machten sich auch selbstständig. Das hätten Evaluierungen in Tunesien ergeben. „Wir wollen auch in den neuen Zentren systematisch erheben, was aus den Leuten wird“, kündigt Thomann an.

Insgesamt ist es das Ziel, mit dem Projekt mindestens 2.000 Arbeitsplätze zu schaffen. Bei 12.000 Menschen, die innerhalb von drei Jahren qualifiziert werden sollen, sei das konservativ geschätzt, sagt Thomann. Trockenbau sei zwar in Afrika noch die Ausnahme – vorherrschend sei die Ziegelbauweise –, aber er habe Vorteile, die auch dort zunehmend wichtiger würden. So benötige Trockenbau weniger Energie und Wasser, die Häuser würden schneller fertig und könnten individueller gestaltet werden.

Für Knauf liegt der Vorteil vor allem darin, seine Produkte bekannter zu machen und sich neue Märkte zu erschließen. Die DEG hat schon mehrere Investitionen des Unterneh-mens begleitet und sieht es als „Pionier in schwierigen Märkten“, wie Thomann sagt. „Knauf ist ein ‚Early Mover‘ und hat eine Sogwirkung für andere deutsche Unternehmen.“ Der DEG sei es wichtig, mehr als nur Finanzierung zu bieten: Ihre Unterstützung gebe Knauf in Ghana und anderen Ländern mehr Sicherheit und öffne neue Vertriebskanäle.
 

Link
KfW, 2019: Afrika – Kontinent der Chancen.
https://www.kfw-entwicklungsbank.de/PDF/Download-Center/PDF-Dokumente-Medienkooperation-mit-E-Z/2019_10_Afrika_D.pdf

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