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Dissertation project „Transformative institutions? The impact of national sustainability institutions on countries’ climate performance”

DIE Blog - 26. März 2020 - 16:18

In her dissertation project, Okka Lou Mathis explores the role that national sustainability institutions – in the sense of political bodies like sustainability councils or commissions for future generations – play in shaping countries’ climate performance. Motivated by the problem that day-to-day politics is structurally blind to the long-term perspective, she examines whether governance bodies that are explicitly created to promote sustainability actually succeed in bringing sustainability into decision-making.

Okka Lou Mathis, ©DIE

Okka Lou Mathis started her dissertation in autumn 2019. She is currently building a global database on national sustainability institutions that will serve as a basis for her research. In her first paper, she clarifies the concept of sustainability institutions and develops an analytical framework for assessing their political impact potential. Subsequently, she will carry out comparative case studies in countries of the Global South and North to better understand how those bodies work in practice and to find causal mechanisms how they influence politics. With the help of a quantitative analysis based on the dataset, she will then assess the link between sustainability institutions and countries’ climate performance. Finally, she will answer the question what makes sustainability institutions effective as well as how to anchor sustainability better in countries’ political systems.

This dissertation project contributes to understanding how global agendas like the Paris Climate Agreement and the 2030 Agenda  for Sustainable Development are implemented at the level of states and how national governance can be strengthened to achieve better outcomes.

Okka Lou Mathis works in the research project “Klimalog” at the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) and is a PhD candidate at Leuphana University of Lüneburg. She has a background in political science and public management as well as in development studies.

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Dissertationsprojekt „Transformative Institutionen? Der Einfluss nationaler Nachhaltigkeitsinstitutionen auf die Klima-Performanz von Staaten”

DIE Blog - 26. März 2020 - 16:14

In ihrem Dissertationsprojekt untersucht Okka Lou Mathis den Einfluss nationaler Nachhaltigkeitsinstitutionen – im Sinne von politischen Gremien wie Nachhaltigkeitsräte oder Kommissionen für zukünftige Generationen – auf die Klima-Performanz von Ländern. Motiviert durch das Problem eines kurzfristigen Planungshorizontsin der Politik will sie herausfinden, ob es den explizit zur Förderung der Nachhaltigkeit geschaffenen Institutionen tatsächlich gelingt, politische Entscheidungsfindung zu prägen.

Okka Lou Mathis, ©DIE

Okka Lou Mathis hat ihre Dissertation im Herbst 2019 begonnen. Sie ist derzeit dabei, eine globale Datenbank über nationale Nachhaltigkeitsinstitutionen aufzubauen, die als Grundlage für ihre Forschung dient. In ihrem ersten wissenschaftlichen Artikel definiert sie ihr Verständnis von Nachhaltigkeitsinstitutionen und entwickelt einen Analyserahmen zur Bewertung ihres politischen Wirkungspotenzials. Danach wird sie mehrere vergleichende Fallstudien in Ländern des globalen Südens und Nordens durchführen, um kausale Mechanismen zu finden, wie sie die Politik beeinflussen. Mit Hilfe einer quantitativen Analyse auf der Grundlage des Datensatzes will sie daraufhin den möglichen Zusammenhang zwischen nationalen Nachhaltigkeitsinstitutionen und der Klima-Performanz von Ländern schätzen. Schließlich will sie die Frage beantworten, unter welchen Bedingungen Nachhaltigkeitsinstitutionen einen politischen Einfluss haben und wie das Nachhaltigkeitsprinzip generell besser im politischen System verankert werden kann.

Dieses Dissertationsprojekt soll zum Verständnis beitragen, wie globale Agenden wie das Pariser Klimaabkommen und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung auf der Ebene der Staaten umgesetzt werden und wie nationale Governance gestärkt werden kann, um bessere Ergebnisse zu erzielen.

Okka Lou Mathis arbeitet im Forschungsprojekt „Klimalog“ am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) und schreibt ihre Dissertation an der Leuphana Universität Lüneburg. Sie hat Politik- und Verwaltungswissenschaften sowie Entwicklungsstudien studiert.

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26. März 2020

ONE - 26. März 2020 - 16:06

1. G20: Retter in der Coronakrise?
Angesichts der Coronakrise fordern der Internationale Währungsfond (IWF) und die Weltbank die Stundung von Schulden ärmerer Staaten, wie die Welt, Focus Online und das Handelsblatt melden. Staatliche Kreditgeber sollen Ländern, die stark von Armut betroffen sind, ihre Schuldenrückzahlungen vorerst erlassen. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Pandemie seien für Entwicklungsländer ohnehin stärker spürbar. Durch eine Stundung könne ihnen mehr finanzieller Spielraum ermöglich werden, um die Krise zu bekämpfen. Kanzlerin Merkel hofft, im G20-Sondergipfel zu Corona eine international verbindliche Strategie zu erreichen, wie Stern, Welt und Arte berichtet. Das Treffen findet heute per Videokonferenz statt. UN-Generalsektretär António Guterres hat von den Regierungen der G20 Zugeständnisse an Entwicklungsländer und einen internationalen Konjunkturplan gefordert, wie unter anderem die Junge Welt, die Westdeutsche Zeitung der Nordkurier berichten. Er erwarte Informationen der dpa zufolge einen „Plan wie zu Kriegszeiten“ mit einer immensen Ressourcenzuführung. Er appelliert für einen Zinserlass gegenüber stärker von Armut betroffenen Ländern und eine Neuordnung des Handels mit Abbau bürokratischer Hürden im medizinischen Bereich.

2. Corona: Lockdown in Südafrika
Südafrikas Wirtschaft leidet besonders unter der Ausbreitung der Corona-Pandemie, wie die Frankfurter Rundschau und N-tv.de berichten. Die Zahl der Neuansteckungen steige täglich rasant an. Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa habe daher ab Freitag eine dreiwöchige totale Ausgangssperre verhängt. Mit nur 5000 Intensivbetten im ganzen Land und den Prognosen einer Londoner Studie mit bis zu einer Million Infizierten binnen drei Monaten habe die Weltgesundheitsorganisation (WHO) keinen anderen Ausweg gesehen. Jedoch habe eine Ausgangssperre weitreichendere Folgen als in Industriestaaten. Im informellen Wirtschaftszweig, in dem ein Großteil der Townshipbewohner*innen beschäftigt sei, gebe es bei ausbleibender Arbeit auch kein Geld. Die Arbeitslosenrate sei mit etwa 30 Prozent ohnehin schon hoch und der Staat sei stark verschuldet. Unternehmen können daher keine staatliche Unterstützung erhalten und werden wohl Pleite gehen. Die Umsetzung der Maßnahmen sei aber grundsätzlich fraglich, da die Bürger*innen sich nach wie vor in großen Menschenmengen bewegen. Die Lebensbedingungen in Slums lassen eine Umsetzung der Abstandsregelungen für die Bewohner*innen gar nicht erst zu, die geforderten Hygienebedingungen seien ebenfalls nicht gegeben. Es sei möglich, dass der Lockdown wirkungslos bleibt. Dadurch wäre die Wirtschaft sowie die Gesundheit der Bevölkerung durch eine weitere Ausbreitung der Pandemie gefährdet.

3. Terror im Tschad
Wie unter anderem das ZDF, die Frankfurter Rundschau, die Tageszeitung (taz) und die Deutsche Welle melden, sind bei zwei Angriffen der Terrormiliz Boko Haram in Nigeria und Tschad weit über hundert Soldaten getötet und Dutzende verletzt worden. Im Tschad alleine seien 92 Soldat*innen bei Kämpfen mit Boko Haram ums Leben gekommen. Die Armee sei in einen Hinterhalt auf dem Stützpunkt auf der Halbinsel Boma im Tschadsee geraten. Auch zur Verstärkung gesandte Gruppen seien von der Terrormiliz angegriffen worden. Ein ähnlicher Anschlag sei zur selben Zeit in Goneri in Nigeria verübt worden. Durch einen Angriff der Boko Haram seien auch hier Dutzende Soldat*innen gestorben.

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Call for Papers: Social contracts in the MENA region

DIE Blog - 26. März 2020 - 15:58

After its extensive work on social contracts in the Middle East and North Africa (MENA) region and the obligations these state-society-contracts entail in different countries and sectors, the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) is now interested in advancing research on the actors and processes involved in changing these contracts. With the notable exception of Tunisia, and efforts of updating existing social contracts in Morocco and Jordan, social contracts in the region remain largely dysfunctional like in Iraq, or brought authoritarian regimes back to the front, like in Egypt.

Both, scholarly and development policy-guiding publications are now available that use the social contract ‘lens’ for framing state-society-relations, and their transformation. Challenges arise not only from assessing the transformations from one contract to a new one, but also from understanding the normative implications of new contracts in the making.

The German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) will therefore host a workshop on 23 – 25 November 2020 to discuss methodological avenues –both qualitative and quantitative– and empirical insights to:

– identify drivers of contemporary transformations of social contracts, both structural and actor-centered, in the MENA-region
– assess/measure/model the drivers’ respective contribution to change – both ‘objectively’ and in the perception of the social contract stakeholders.

The empirical research of the expected contributions will focus on comparisons between countries, between MENA and another world region, between policy fields, or on the trajectory of specific social contracts over time. Domestic drivers – or, by extension, ‘spoilers’ – of change and their (dis-)incentives will mostly stand at the center of analysis. However, the significance of enabling/disabling regional and global structures and/or actors will most likely also have to be taken into account.

We invite researchers in any country and from any relevant discipline (sociology, economics, political science, law studies etc.) to submit abstracts, please check the details here.

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Call for Papers: Gesellschaftsverträge in der MENA-Region

DIE Blog - 26. März 2020 - 15:54

Das MENA-Team am Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) hat in den vergangenen Jahren umfangreiche Forschung zu den Gesellschaftsverträgen in der Region des Nahen Ostens und Nordafrikas (MENA) und den wechselseitigen Verpflichtungen von Staat und Bürgern hierbei betrieben, und dies in verschiedenen Ländern und Sektoren untersucht. Vor diesem Hintergrund möchte das Team nun die Forschung zu den Akteuren und Prozessen des Wandels dieser Verträge noch stärker vorantreiben. Mit der bemerkenswerten Ausnahme Tunesiens und den Bemühungen um die Aktualisierung bestehender Gesellschaftsverträge in Marokko und Jordanien sind die Sozialverträge in der Region nach wie vor weitgehend dysfunktional, wie im Irak, oder haben autoritäre Regime wieder an die Front gebracht, wie in Ägypten.

Inzwischen gibt es sowohl wissenschaftliche als auch entwicklungspolitisch orientierte Publikationen, die die „Brille“ des Gesellschaftsvertrags für die Analyse der Beziehungen zwischen Staat und Gesellschaft und deren Transformation nutzen. Herausforderungen ergeben sich nicht nur aus der Bewertung der Transformationen von einem Vertrag zu einem neuen, sondern auch aus dem Verständnis der normativen Implikationen neuer Verträge.

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) veranstaltet daher am 23. bis 25. November 2020 einen Workshop, um sowohl qualitative als auch quantitative methodische Forschungsansätze und empirische Erkenntnisse zu diskutieren. Ziel ist dabei:

– die Triebkräfte der gegenwärtigen strukturellen und akteurszentrierten Transformationen von Sozialverträgen in der MENA-Region zu identifizieren;
– den jeweiligen Beitrag einzelner Treiber des Wandels zu analysieren/messen/modellieren – sowohl „objektiv“ als auch in der Wahrnehmung der Parteien des Gesellschaftsvertrags.

Beiträge zum Workshop können dabei empirische Untersuchungen sein, die Vergleiche zwischen Ländern, zwischen MENA und einer anderen Weltregion, zwischen Politikfeldern oder den Verlauf spezifischer Sozialverträge im Laufe der Zeit untersuchen. Dabei können inländische Triebkräfte – oder im weiteren Sinne „Spoiler“ – des Wandels und ihre Motive im Zentrum der Analyse stehen. Die Bedeutung regionaler und globaler Strukturen und/oder Akteure in diesen Prozessen kann jedoch ebenfalls berücksichtigt werden.

Wir laden Forscher*innen aus allen Ländern und aus allen relevanten Disziplinen (Soziologie, Wirtschaft, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften usw.) ein, Vorschläge für Beiträge einzureichen. Weitere Details sind hier abrufbar.

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Julian Bergmann as expert speaker in the Sub-Committee on Civilian Crisis Prevention

DIE Blog - 26. März 2020 - 15:50

On 9 March 2020, the German Bundestag’s sub-committee on “Civilian Crisis Prevention, Conflict Management and Comprehensive Approach” held a public meeting on “Peace mediation: How can Germany strengthen its capacities?”. Julian Bergmann from the German Development Institute / Deutsches Institut für Entwicklungspolitik (DIE) participated as an invited expert speaker in this debate.

Julian Bergmann during the hearing, ©Bundestag

In his statement, he argued for strengthening the European dimension of Germany’s engagement in peace mediation and for fostering the coherence between mediation initiatives by the member states and EU institutions. In the ensuing debate, the invited experts and the Members of the German Bundestag discussed ways to improve the effectiveness of German peace mediation efforts and how to promote parliamentarians’ active support for mediation processes.

A video documentation of the public debate can be accessed via the media centre of the German Bundestag (in German only).

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Julian Bergmann als Sachverständiger im Unterausschuss Zivile Krisenprävention

DIE Blog - 26. März 2020 - 15:41

Am 9. März 2020 nahm Julian Bergmann als Sachverständiger an einer öffentlichen Anhörung des Unterausschusses „Zivile Krisenprävention, Konfliktbewältigung, Vernetztes Handeln“ des Deutschen Bundestages zum Thema „Friedensmediation: Wie kann Deutschland seine Fähigkeiten weiter ausbauen?“ teil.

Julian Bergmann bei der Anhörung, ©Bundestag

In seiner Stellungnahme argumentierte er dafür, das deutsche Engagement im Bereich der Mediation noch stärker in einen europäischen Zusammenhang zu stellen und die Aktivitäten der Mitgliedstaaten untereinander und mit der Europäischen Union noch besser zu verzahnen. Die geladenen Sachverständigen und Bundestagsabgeordneten diskutierten zudem, wie das deutsche Engagement in der Friedensmediation noch größere Wirkung entfalten könnte und, wie sich Bundestagsabgeordnete stärker in Mediationsprozesse einbringen könnten.

Eine vollständige Videoaufzeichnung des öffentlichen Fachgesprächs ist in der Mediathek des Deutschen Bundestages verfügbar.

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Demografischer Übergang

E+Z - 26. März 2020 - 15:14
Die Länder des globalen Nordens sind Pioniere einer Bevölkerungsentwicklung, die nun auch in anderen Weltregionen um sich greift

Da die Sterberaten stets vor den Kinderzahlen sinken, wächst die Bevölkerung vorübergehend rasch an. Erst zeitverzögert, bedingt durch mehr Wohlstand, bessere Bildung und die Möglichkeiten für eine individuellere Lebensplanung, sinken die Geburtenziffern. Das Bevölkerungswachstum verlangsamt sich, bis es langfristig ganz zum Erliegen kommt. Aufgrund geringer Kinderzahlen und einer hohen Lebenserwartung wird die Bevölkerung zunehmend älter.

Pioniere dieser demografischen Entwicklung sind die Länder des globalen Nordens. Sie sind in der letzten Phase dieses Transformationsprozesses angekommen, in der das Bevölkerungswachstum bereits abgeklungen ist. Die Geburtenrate liegt hier meist deutlich unter dem sogenannten Reproduktionsniveau von 2,1 Kindern je Frau, bei der eine Bevölkerung auch ohne Zuwanderung langfristig stabil bleibt.

Das gilt allerdings auch für Länder in anderen Regionen, etwa für Brasilien, Chile, Malaysia oder Nepal. Bereits etwa die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen Frauen im Laufe ihres Lebens im Schnitt weniger als 2,1 Kinder zur Welt bringen. Neben der weltweit zunehmenden Alterung zeigt dies in einigen Industriestaaten bereits andere Effekte: Die Bevölkerung beginnt zu schrumpfen.

Link
DSW-Datenreport 2019:
https://www.dsw.org/wp-content/uploads/2019/12/DSW-Datenreport-2019.pdf

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26.03.2020 Minister Müller begrüßt angekündigtes Corona-Krisenprogramm von IWF und Weltbank und sieht Notwendigkeit für ein weitergehendes Maßnahmenpaket

BMZ - 26. März 2020 - 15:00
Weltbank Präsident David Malpass hat ein 14-Milliarden-Dollar-Paket zur Corona-Krisenreaktion angekündigt. Damit sollen Staaten dabei unterstützt werden, die rasche Ausbreitung von Corona zu verhindern. Entwicklungsminister Gerd Müller: "Alle international zur Verfügung stehenden Instrumente müssen jetzt gebündelt werden, um gerade die ärmsten Staaten bei der Eindämmung, Diagnose und Behandlung von Corona schnell und wirksam zu unterstützen. ...
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Noch mehr und immer älter

E+Z - 26. März 2020 - 14:50
Alternde Gesellschaften sowie wachsende, junge haben ihre jeweils eigenen Herausforderungen zu meistern

Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit übertraf 2018 die Zahl der Menschen über 64 Jahren die der Kinder unter fünf Jahren. Laut UN-Prognosen wird sich die Zahl der Menschen im Rentenalter in den nächsten 30 Jahren noch einmal verdoppeln. Dann werden die älteren Jahrgänge zahlenmäßig auch die Altersgruppe der 15- bis 24-Jährigen übersteigen. Die Weltbevölkerung wird künftig also vor allem eines: immer älter.

Wer etwa aus Italien, Portugal oder Deutschland kommt, ist darüber kaum verwundert. Hier liegt das Medianalter, das die Bevölkerung in zwei gleich große Gruppen teilt, bei über 45 Jahren. Das sind Spitzenwerte in Europa, der ältesten Weltregion. Nur in Japan sind die Menschen mit einem Median von 48 Jahren noch älter.

Dass die Menschen immer älter werden, bringt vor allem dort Probleme mit sich, wo der Anteil der Älteren gegenüber den Menschen im Erwerbsalter zunimmt. Denn Letztere müssen die Mittel erwirtschaften, die für die Versorgung der Rentner nötig sind. Die Frage, wie Sozial- und Rentensysteme auf die zunehmende Alterung ausgerichtet werden können, bestimmt in den Ländern des globalen Nordens viele politische und gesellschaftliche Debatten. Nachhaltige Lösungen dafür zu finden wird immer dringender, denn die schwierigen Jahre stehen den Staaten durch die alternden Jahrgänge der „Babyboomer“ erst noch bevor.

Die Alterung der Gesellschaft betrifft aber nicht nur den globalen Norden, sondern zunehmend auch Schwellen- und Entwicklungsländer. Da in Lateinamerika, Nordafrika und dem Nahen Osten die Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten gestiegen ist, dürfte sich der Anteil der über 64-Jährigen an der Gesamtbevölkerung dort bis 2050 verdoppeln. Die Staaten stehen vor der Herausforderung, die Gesundheits- und Sozialsysteme auszubauen, um den Bedürfnissen der wachsenden Zahl älterer Menschen gerecht werden zu können.

Die zunehmende Alterung ist das Ergebnis eines Entwicklungspfades, der als demografischer Übergang bezeichnet wird (siehe Kasten). Am Ende dieses Prozesses schrumpft die Bevölkerung. Bis 2050 dürften insgesamt 55 Länder weltweit einen Rückgang ihrer Einwohnerzahlen von mindestens einem Prozent erleben, viele davon in Europa. Die größten absoluten Verluste sind allerdings in China zu erwarten: Laut UN-Schätzungen wird der Bevölkerungsriese, der heute mit 1,4 Milliarden mehr Einwohner zählt als der gesamte afrikanische Kontinent, Mitte des Jahrhunderts etwa 37 Millionen Menschen weniger haben. Die Folgen der Ein-Kind-Politik werden das Land sehr bald vor neue demografische Herausforderungen stellen (siehe Beitrag von Felix Lee im Schwerpunkt des E+Z/D+C e-Paper 2020/04).

Insgesamt wird die Weltbevölkerung künftig langsamer wachsen als in der Vergangenheit. Seit Mitte der 1960er Jahre hat sich die Wachstumsrate bereits von zwei auf ein Prozent halbiert. Doch da heute deutlich mehr Menschen im reproduktiven Alter auf der Erde leben als vor knapp 60 Jahren, wächst die Bevölkerung aktuell noch jährlich um etwa 80 Millionen. Bis 2050 entspricht das einem Zuwachs von rund 2 Milliarden auf 9,7 Milliarden Erdenbürger. Der Zuwachs konzentriert sich vor allem auf Süd- und Zentralasien sowie auf Afrika. Allein auf Subsahara-Afrika wird in den nächsten 30 Jahren über die Hälfte des globalen Bevölkerungswachstums entfallen.

Den Übergang meistern

Eine wachsende Bevölkerung stellt kein Problem dar, solange die steigende Zahl an Menschen gut versorgt werden kann. Allerdings liegt genau hier die Herausforderung für Subsahara-Afrika: In vielen Staaten der Region fehlt es schon heute an Nahrung, Sanitäreinrichtungen, Krankenhäusern oder Schulen. Zudem mangelt es nahezu überall an Arbeitsplätzen, die ein auskömmliches Leben ermöglichen und den Menschen eine Zukunftsperspektive bieten (siehe Beitrag von Samir Abi im Schwerpunkt des E+Z/D+C e-Paper 2020/04).

Der Hauptgrund für das rasche Wachstum der afrikanischen Bevölkerung liegt in den anhaltend hohen Kinderzahlen in der Region. Während die Sterberaten in allen Ländern des Kontinents bereits stark gesunken sind, fallen die Geburtenziffern deutlich langsamer als zuvor in anderen Weltregionen. So bringen Frauen in Afrika im Laufe ihres Lebens heute durchschnittlich 4,5 Kinder zur Welt und damit beinahe doppelt so viele wie in allen anderen Teilen der Welt.

Der Blick auf die Durchschnittswerte verschleiert jedoch die große Spannbreite, die es in Sachen demografischer Entwicklung in Afrika gibt. Einige Länder, wie die hoch entwickelten Inselstaaten Mauritius und Seychellen oder die nordafrikanischen Staaten Marokko und Tunesien, sind für afrikanische Verhältnisse bereits weit im demografischen Übergang vorangeschritten. Die Geburtenziffern liegen dort bei unter 2,5 Kindern je Frau.

Andere Länder erleben zurzeit einen raschen Rückgang der Kinderzahlen, da sie an den wesentlichen Stellschrauben gedreht haben: So ist es beispielsweise in Ghana gelungen, durch Investitionen in der Landwirtschaft die Einkommen von Kleinbauern zu erhöhen, was sich positiv auf die Kindergesundheit ausgewirkt hat. Gepaart mit hohen Bildungsinvestitionen, hat dies dazu geführt, dass sich die Sicht auf die ideale Familiengröße verändert und Frauen im Schnitt nun 3,9 Kinder bekommen. Das gilt auch für Äthiopien, wo die Geburtenziffer von über sieben Kindern pro Frau in den 1990er Jahren auf etwas mehr als vier Kinder gesunken ist – vor allem dank Verbesserungen im Gesundheitssystem, einem leichteren Zugang zu Verhütungsmitteln und mehr Mitbestimmung und Bildung für Frauen.

Die Beispiele zeigen, dass es im Hinblick auf die demografische Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent einige positive Trends gibt. Andere Länder können von diesen Erfahrungen lernen und daraus Maßnahmen ableiten, um ihren eigenen demografischen Übergang zu beschleunigen. Sollten die Fertilitätsraten in Subsahara-Afrika künftig schneller sinken als bisher, dürfte langfristig nicht nur der Versorgungsdruck nachlassen. Mittelfristig würde das auch einen Wandel der Altersstruktur mit sich bringen, der einen ökonomischen Vorteil für die afrikanischen Staaten darstellen kann: nämlich dann, wenn sich der Schwerpunkt der Bevölkerung von den jüngsten Jahrgängen hin zu jenen im Erwerbsalter verschiebt, die wenige Kinder und Ältere zu versorgen haben. Dann stehen der Wirtschaft überproportional viele Menschen zur Verfügung, die für einen demografiebedingten Entwicklungsschub sorgen können – vorausgesetzt die nötigen Arbeitsplätze sind vorhanden (siehe Infokasten zur demografischen Dividende – Box Samir Abi im Schwerpunkt des E+Z/D+C e-Paper 2020/4).

Unter den richtigen Rahmenbedingungen könnte die demografische Entwicklung den afrikanischen Staaten in Zukunft also einen Vorteil gegenüber den alternden Gesellschaften des globalen Nordens einbringen, denen zunehmend die Erwerbsfähigen ausgehen. Dazu müssten die Regierungen Subsahara-Afrikas allerdings in jenen Bereichen für Verbesserungen sorgen, die nachweislich einen Einfluss auf die Kinderzahlen haben: im Gesundheits- und Bildungssektor und bei den Arbeitsplätzen.

Auf der anderen Seite müssen die Staaten des globalen Nordens Wege finden, mit Alterung und Schrumpfung umzugehen und dabei Wirtschaft und Wohlfahrtssysteme am Laufen zu halten. Ein Mittel, um beide Entwicklungen abzufedern, ist Migration. Dagegen gibt es allerdings in den entwickelten Staaten momentan große Vorbehalte. Der demografische Wandel könnte diese Staaten schon sehr bald dazu zwingen, sich einzugestehen, dass sie in Zukunft auf Zuwanderung angewiesen sind.

Alisa Kaps ist Wissenschaftlerin am Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und beschäftigt sich hauptsächlich mit den demografischen Herausforderungen in Subsahara-Afrika.
kaps@berlin-institut.org

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Sustainable Cities Workshop

RNE Termin - 26. März 2020 - 14:13
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Von der Kultfigur zum Freund - Ernesto Cardenal, die DDR und INKOTA

INKOTA - 26. März 2020 - 13:05
Ernesto Cardenal war Revolutionär, Priester, Dichter und Kulturminister Nicaraguas. Willi Volks, ehemaliger Geschäftsführer von INKOTA, blickt auf vier Jahrzehnte der Begegnungen und Zusammenarbeit zurück. Ein Nachruf auf einen Freund und Wegbegleiter. Ernesto Cardenal war unter der DDR-Bevölkerung bestens bekannt: Seine Bücher wurden vom Aufbau-Verlag und dem Union-Verlag herausgegeben und die Solidarität mit Nicaragua gehörte nach dem Sieg der Sandinistischen Revolution über die Somoza-Diktatur 1979 zur Staatsräson. Dementsprechend präsent war das Land in den Medien. Ernesto Cardenal selbst besuchte die DDR mehrmals. Seine Anziehungskraft hielt noch lange an: Beispielsweise war noch fünfzehn Jahre nach der Wende eine Konzertlesung mit ihm in der Kulturbrauerei im Ostberliner Prenzlauer Berg völlig ausverkauft. Zusätzliche Stühle wurden in den Saal gestellt und Stehplätze vergeben. Erste Begegnung mit Cardenal: SED-Funktionäre überrumpelt Für uns als Mitglieder der kirchlichen „Initiativgruppe Hoffnung Nicaragua“ (IHN) in Leipzig, die sich als INKOTA-Mitgliedsgruppe verstand, hatte Ernesto Cardenal eine ganz besondere Bedeutung: Er war die Kultfigur der Sandinistischen Revolution, mit der wir die Hoffnung auf einen dritten Weg, einen demokratischen Sozialismus mit menschlichem Antlitz, verbanden. Bereits mit seinem ersten offiziellen Staatsbesuch in der DDR, als nicaraguanischer Kulturminister im Jahr 1982, verband sich für die IHN ein Ereignis der ganz besonderen Art. Mit einem kleinen Kreis von Mitgliedern der SED-Bezirksleitung besuchte Ernesto Cardenal die vorher abgeschlossene und scheinbar menschenleere Thomaskirche. Einige Mitglieder der Gruppe hatten sich jedoch zuvor hineingeschmuggelt, kamen hinter den Bänken hervor und Karim Saab, einer der Mitbegründer der IHN, überreichte Ernesto Cardenal ein sehr wertvolles antiquarisches Buch und berichtete über die Solidaritätsarbeit der erst seit etwa einem Jahr bestehenden Gruppe. Die SED-Funktionäre sollen recht sauertöpfisch geschaut und krampfhaft versucht haben, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Ernesto Cardenal gefiel es offensichtlich. Jedenfalls sagte er später seinem deutschen Verleger Hermann Schulz vom Wuppertaler Peter Hammer Verlag, dass dies die interessanteste Begegnung währende seines DDR-Aufenthalts gewesen sei und schickte Karim Saab eine persönliche Dankeskarte. Zugleich schmückte die Klappkarte unserer Gruppe das Foto vom Papstbesuch 1983 in Nicaragua, als Johannes Paul II. Ernesto Cardenal den Segen verweigerte und stattdessen mit erhobenem Zeigefinger mahnte, er möge sein politisches Engagement sowie seine Nähe zur Befreiungskirche überdenken.                                                                                                            Bild: AP Photo/Barricada Repression gegen praktische Solidarität Ich stieß erst Ende 1983 zur IHN. Erzählungen über die für DDR-Verhältnisse schlicht unvorstellbare Begegnung in der Thomaskirche machten immer wieder die Runde und die Karte von Ernesto Cardenal wurde von uns behandelt wie ein Heiligtum. Auch im Alltag der Gruppe spielten vor allem die Werke Cardenals, die in seiner christlichen Kommune auf einer Insel im Solentiname-Archipel im Nicaraguasee entstanden waren, eine wichtige Rolle. So lasen und besprachen wir begeistert das „Evangelium der Bauern von Solentiname“ und führten zusammen mit nicaraguanischen Studenten (es waren ausschließlich Männer) in Kirchen die Bauernmesse (Misa Campesina) auf. Das Publikum war begeistert, nicht aber die Partei und die Staatsorgane: Unsere Gruppe wurde als verlängerter Arm des CIA diffamiert und den Nicaraguaner*innen wurde der Kontakt mit uns bei Strafe untersagt – ein Nicaraguaner wurde deswegen vom Studium suspendiert und nach Hause geschickt. Auch das war Teil der offiziellen Solidaritätspolitik der DDR. Eifersüchtige Wache vor Cardenals Büchern Auch eine meiner ersten Aktivitäten in der IHN war indirekt mit Ernesto Cardenal verbunden: Ich durfte seine Bücher „bewachen“. Bei der Buchmesse 1984 in Leipzig gab es einen Gemeinschaftsstand des Peter Hammer Verlags von Hermann Schulz und dem Lamuv Verlags von René Böll, dem Sohn Heinrich Bölls. Beide Verlage aus der BRD waren nicht sehr finanzkräftig, weshalb sie sich den täglichen Zwangsumtausch von West-Mark in DDR-Mark und die Aufenthaltskosten nicht leisten wollten. Darum übernahmen wir die Standbetreuung. Die Regale von westdeutschen Ständen waren am Ende der Messe normalerweise fast leergefegt, da das westdeutsche Personal an den letzten Tagen kulant darüber hinwegsah, wenn Bücher geklaut wurden. Unsere Regale hingegen waren noch gut gefüllt. Wir bewachten sie eifersüchtig, denn ein Teil von ihnen, vor allem Bücher von Ernesto Cardenal, gingen nach der Messe in den Bestand der IHN über. Sehnsuchtsort Monte Fresco Der Verleger Hermann Schulz war inzwischen ein guter Freund und Unterstützer unserer Arbeit geworden. Er versorgte uns mit Informationen, schenkte uns Bücher aus seinem Verlag, stellte Kontakte her und half uns, diese über die geschlossene Grenze hinweg am Laufen zu halten. Das betraf vor allem unsere direkten Kontakte nach Nicaragua, denn wir hatten inzwischen unseren konkreten Ort der Hoffnung und Sehnsucht ausgemacht: Das kleine Nest Monte Fresco, am Kilometer 28 der alten Straße von Managua nach León gelegen. Wir unterstützten die dortige Schule „Tania La Guerillera“, benannt nach der aus der DDR kommenden Tamara Bunke, die in Bolivien an der Seite von Che Guevara kämpfte und dort umkam. Schon die Entstehungsgeschichte der Partnerschaft mit der Schule in Monte Fresco war mühsam und kam vor allem durch die Unterstützung von Maria Eisenhuth vom Solidaritätskomitee Dietzenbach zustande. Sowohl sie als auch Hermann Schulz besuchten Monte Fresco, transportierten Briefe, machten Fotos und überbrachten uns die Grüße der Lehrer*innen und Wunschlisten und Zeichnungen von den Kindern. Unser „Bruder und Freund Ernesto Cardenal“ Hermann Schulz unterstützte uns auch beim Aufrechterhalten der Kontakte zu Ernesto Cardenal. Ich erinnere mich an zwei oder drei Briefe von ihm in dieser Zeit. Er nannte uns „Liebe Freunde der Gruppe Hoffnung Nikaragua“ (man beachte die Schreibweise mit „k“, die in der DDR üblich war) und bedankte sich für unsere Solidarität mit Monte Fresco. Wir wiederum schrieben an unseren „Bruder und Freund Ernesto Cardenal“. Das muss man sich mal vorstellen! Ernesto Cardenal, diese schillernde und faszinierende Persönlichkeit der Sandinistischen Revolution, war unser Bruder und Freund geworden. Etwas Schöneres und Größeres konnte es für uns in der eingemauerten DDR kaum geben! Der Alltag unserer Gruppe war dagegen eher bescheiden, mühsam und vor allem durch zwei Dinge bestimmt: Pakete mit Heften, Stiften, Radiergummis und anderem zu verschicken und auf Post aus Monte Fresco zu warten. Da half es sehr, wenn unser Alltag mal durch eine etwas andere Aktion unterbrochen wurde: Bei einer kirchlichen Veranstaltung in Berlin konnten wir Ernesto Cardenal ein Akkordeon übergeben, das sich ein kleines Mädchen aus der Schule in Monte Fresco gewünscht hatte. Cardenal: Gegenentwurf zum Sozialismus Marke DDR Eine Persönlichkeit wie Ernesto Cardenal als Kulturminister im „sozialistischen Bruderland“ Nicaragua wollte die DDR-Führung natürlich als einen der ihren vereinnahmen. Ich erinnere mich beispielsweise an eine Veranstaltung im Jahr 1985 in einer Berliner Kirche. Der Veranstalter war die Christliche Friedenskonferenz (CFK) der DDR, die sehr staatsnah agierte und selbst die gewaltsame Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 guthieß. Ernesto Cardenal hielt eine Rede über Christentum und Sozialismus. In der sich anschließenden Diskussion wurden einige vorsichtig-kritische Fragen gestellt. Das genügte Heinrich Fink, dem damaligen Vorsitzenden der CFK in der DDR, die Veranstaltung abrupt zu beenden. Fink erklärte den bis dahin sehr munter wirkenden Ernesto Cardenal kurzerhand für müde und erschöpft und geleitete ihn aus dem Altarbereich. Peinlich!
Der DDR-Führung gelang es nicht, Ernesto Cardenal zu vereinnahmen. Er war zu groß für sie und bewegte sich in anderen, höheren Dimensionen. Seine Sozialismus-Vorstellung war der Gegenentwurf zum Sozialismus Marke DDR.
Wenn die Führung der DDR von der Weltrevolution schwafelte, konnte das angesichts des verkrusteten und kleinbürgerlichen „real existierenden Sozialismus“ in der selbsternannten Diktatur des Proletariats nur noch ein müdes Lächeln hervorrufen. Sprach Cardenal von Revolution, dann tat sich ein Raum auf: visionär, befreiend, emanzipatorisch. Als ganzheitliche Persönlichkeit von Wort, Tat und Haltung war er glaubwürdig. Diese Glaubwürdigkeit war der DDR-Führung längst abhandengekommen. Cardenal vereinigte die drei Wirkungsbereiche als Priester und Befreiungstheologe, als Dichter und als Politiker auf beeindruckende Art und Weise. Seine mystische und wundervoll bildhafte Poesie verband sich mit der Vision einer gerechten Gesellschaft und der praktischen revolutionären Politik des Aufbaus von Kulturzentren und Dichterwerkstäten des Volkes im sandinistischen Nicaragua. „Wie kann ein wirklicher Christ Kapitalist sein?“ Er nannte sich mitunter Kommunist. Für ihn war Christ sein und Kommunist sein kein Widerspruch. Im Gegenteil: ihm war es wichtig, beides zu vereinen. Aus christlicher Nächstenliebe wollte er eine gerechte sozialistisch-kommunistische Gesellschaft schaffen. Für alle. Vor allem aber für die Ärmsten der Armen. Dies begriff er als Liebe und Befreiungsakt für alle Völker und es war ihm eine Verantwortung, die ihn in die Unendlichkeit des Lebens und des Universums führte – wie seine Poesie. „Kommunismus – das heißt das Reich Gottes auf Erden – was für mich dasselbe ist“, schrieb er. Wer diese Aussage heute belächelt oder gar abtut, möge den geschichtlichen Kontext bedenken: Es war die Zeit des Kalten Krieges zwischen dem sozialistischen und dem kapitalistischen Block. Für viele Menschen– auch in der DDR – war ein demokratischer Sozialismus ein erstrebenswertes Ziel.
Und wenn Ernesto Cardenal auf die Frage: „Wie kann ein Christ Marxist sein?“ antwortete: „Wie kann ein wirklicher Christ Kapitalist sein?“, so scheint mir das noch heute, angesichts der Politik von sich christlich nennenden Parteien, sehr bedenkenswert. Cardenal und INKOTA: vereint in der Opposition gegen Ortega Wie wir wissen, ist die Revolution in Nicaragua Vergangenheit. Cardenal hat sich vom einstigen Revolutionshelden und heutigen Präsidenten Daniel Ortega öffentlich distanziert und ihn einen Diktator genannt. Auch INKOTA ist schon lange auf Distanz zum Regime Ortegas gegangen. Heute unterstützen wir Projekte von Partnerorganisationen der Zivilgesellschaft, die sich mehrheitlich ebenfalls von den regierenden Sandinist*innen gelöst haben oder, wie die Stiftung Popol Na, Hilfe für die Opfer dieser neuen Diktatur leisten.

Als INKOTA im Jahr 2001 einen Beirat aus Prominenten zur Unterstützung seiner Arbeit bildete, fiel uns als einer der ersten Ernesto Cardenal ein, der ohne großes Zögern zusagte. In der Folgezeit unterstützte er mehrmals Kampagnen für unsere Projekte in Nicaragua. Ich erinnere mich diesbezüglich an eine sehr schöne Konzertlesung mit der Grupo Sal 2004 in der Dreikönigskirche in Dresden, mit deren Erlös ein Projekt vom Frauenzentrum Xochilt Acalt, einer INKOTA-Partnerorganisation im Landkreis Malpaisillo, gefördert wurde. Quicklebendig noch mit 85 Jahren In den folgenden Jahren traf ich Ernesto Cardenal noch mehrfach auf der (fast) jährlich stattfindenden Konzertlesungstournee durch Deutschland mit der Grupo Sal. Wegen seiner damals schon angeschlagenen Gesundheit, stand hinter jeder abgeschlossenen Tournee die bange Frage, ob dies nicht die letzte war. Ich erinnere mich noch gut an ein Abendessen nach der Konzertlesung 2010 in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berlin-Kreuzberg. Im Gegensatz zu manchen Vorjahren schien er bei bester Gesundheit. Jedenfalls aß und trank er mit Genuss und erzählte. Die Zeit schritt erheblich voran und die Musiker, die am nächsten Morgen sehr früh aus den Federn mussten, um die Weiterfahrt nach Hamburg vorzubereiten, wurden langsam ungeduldig – doch es brauchte mehrere geschickte Anläufe, ehe Ernesto sich durchringen konnte, die Gaststätte zu verlassen. Am 1. März dieses Jahres ist Ernesto Cardenal im Alter von 95 Jahren gestorben.
Mir werden die Bilder von dem quicklebendigen Ernesto in der langen Kreuzberger Nacht wohl immer im Gedächtnis bleiben.

Für mich bleibt von dem Vielen, was er uns gegeben hat, vor allem eins:
Seine Sehnsucht nach einer gerechteren Welt lebt weiter, auch bei INKOTA!

Gracias, Padre* Ernesto!

Willi Volks

*Ernesto Cardenal wurde 1985 durch den Vatikan das Priesteramt entzogen, Papst Franziskus hat Anfang 2019 alle Sanktionen gegen ihn aufgehoben. Darüber war er sehr glücklich.

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Für Jugendliche: Trotz Kontaktverbot wegen Coronavirus – zuversichtlich bleiben!

Unicef - 26. März 2020 - 12:00
Isoliert, enttäuscht und beunruhigt – Jugendliche, die sich wegen der weltweiten Pandemie so fühlen sollten wissen: Du bist nicht allein! Hier kommen sechs hilfreiche Strategien für Jugendliche zum Thema Achtsamkeit und psychische Gesundheit in Zeiten von "Corona".
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Democracy is democracy is democracy? Changes in evaluations of International institutions in academic textbooks, 1970–2010

DIE - 26. März 2020 - 11:34

This article examines what democracy means when it is used in academic textbook evaluations of international institutions and how the meaning of the term “democracy” in such evaluations has changed over time. An analysis of 71 textbooks on international institutions in the policy areas of international security, environmental, and human rights politics leads us to several answers. We observe slight changes in relation to three aspects. First, the range of democracy-relevant actors expands over time, most notably in relation to nonstate actors as important participants in (or even subjects of) international policymaking. Second, representational concerns become more relevant in justifying demands for greater participation in international institutions. Third, international organizations are increasingly discussed not only as subjects that enhance the transparency and accountability of the policies of their member states, but also as the objects of democratic demands for transparency and accountability themselves.

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Vernetzte Probleme

E+Z - 26. März 2020 - 11:14
Afrikanische Entscheidungsträger müssen mehrere übergreifende Trends berücksichtigen

Der Klimawandel spielt eine Rolle. Der Äquator verläuft durch Afrika, und der Kontinent sei schon überdurchschnittlich heiß, sagt Songwe. Andererseits biete innovative erneuerbare Energieversorgung neue Möglichkeiten. Auch die Digitalisierung biete Chancen, die Afrika nicht verpassen dürfe. In Nairobi leisteten junge Leute heute digitale Dienste für ausländische Kunden. Ihre absolute Zahl sei noch klein, wachse aber schnell. Gleichzeitig urteilt die Ökonomin, dass nicht nur Afrika, sondern auch Europa die digitale Entwicklung großenteils verschlafen habe. Die führenden Konzerne kämen nämlich aus den USA und China.

Songwe urteilt, afrikanische Staaten müssten mehr Steuern eintreiben und mehr Infrastruktur aufbauen. Auf Entwicklungshilfe (Official Development Assistance – ODA) dürften sie sich – besonders angesichts ihres eigenen Wirtschaftswachstums – nicht dauerhaft verlassen. Andererseits lobt Songwe die beschlossene Continental Free Trade Area (CFTA), die mehr innerafrikanische Wirtschaftsbeziehungen ermöglichen werde. Sie spricht von einer „neuen Art des Multilateralismus“.

Die Ökonomin warnt, Afrikas Volkswirtschaften seien dabei, die Chance einer demografischen Dividende zu verpassen (siehe Hauptbeitrag). Südafrika und Nigeria hätten das schon getan. Andererseits sei es positiv, dass 92 Prozent aller afrikanischen Mädchen heute zur Schule gingen und unter Studierenden an Hochschulen die Geschlechterparität erreicht sei. Auf dem Arbeitsmarkt sehe es aber anders aus, denn beispielsweise nur sieben Prozent der Angestellten der Finanzwirtschaft seien weiblich. Fachleuten ist klar, dass Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung junge Frauen mehr betrifft als junge Männer, was traditionelle Rollenvorstellungen stärkt und möglicherweise dazu führt, dass Geburtenraten langsamer sinken (siehe auch Beitrag von Samir Abi im Schwerpunkt des E+Z/D+C e-Paper 2020/04).

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Strategies to strengthen socially responsible public procurement practices in German municipalities: a mapping exercise

DIE - 26. März 2020 - 10:34

Socially Responsible Public Procurement (SRPP) is a tool to use the market power of the public sector to trigger private companies to provide socially responsible products and services. In this sense, SRPP contributes to achieving SDG 12 of the Agenda 2030 (“Ensure sustainable consumption and production patterns”). However, while regulations at EU level and within the member states encourage SRPP, German municipalities lack effective implementation of social criteria in their tenders. This gap seriously decreases the triggering effect of the country’s procurement expenditures of which municipalities account for more than 50 per cent. By triangulating interview data with secondary literature, this paper identifies success factors and triggers for the introduction and consolidation of SRPP practices in German municipalities. Our research shows that there is not one gold standard of implementing SRPP in a municipality (as suggested by most existing toolboxes and handbooks on the topic). Rather, our paper presents a compilation of various different entry points from which practitioners may embark on fitting pathways. Beyond this, we have translated the most crucial success factors and triggers into nine recommendations for political action, for example, with regard to clear and ambitious regulations; measures to ensure broad support for SRPP within the municipal administration; and approaches for a more strategic procurement management. Our research also highlights the role played by individuals, that is, the importance of personal commitment for successful implementation of SRPP. This finding, however, is problematic when it comes to transferring and upscaling good practices. To reach a high level of broad and ambitious SRPP action, the balance between individual, regulatory and institutional measures has to change for the benefit of the latter two.

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Kaum Jobs, Massen junger Leute

E+Z - 26. März 2020 - 10:13
Weshalb Vollbeschäftigung in Afrika von kluger Politik abhängt

Die Zahlen sprechen für sich. Tilman Altenburg vom Deutschen Institut für Entwicklungspolitik (DIE) schätzt, dass 350 Millionen Afrikaner unter harten Bedingungen, ohne soziale Sicherung und mit geringen Einkommen im informellen Sektor rackern (siehe hierzu auch Hans Dembowski im Monitor von E+Z/D+C e-Paper 2019/11). Erschwerend kommt hinzu, dass jährlich 13 Millionen junge Menschen auf die Arbeitsmärkte drängen. Laut Altenburg braucht Afrika jährlich 25 Millionen neue, menschenwürdige Arbeitsplätze.

Gut wäre eine demografische Dividende, wie sie Schwellenländer in Ost- und Südostasien in den vergangenen Jahrzehnten erlebten. Wie Altenburg ausführt, ermöglichte dort das große Angebot an jungen Arbeitskräften, die sich nicht um abhängige Familienmitglieder – ob Kinder oder Senioren – kümmern mussten, Industrialisierung (siehe Box Samir Abi im Schwerpunkt des E+Z/D+C e-Paper 2020/04). Die Beschäftigungsbedingungen waren hart. Trotz niedriger Löhne waren die Einkommen aber höher als in der Vergangenheit. Die Exporte expandierten schnell und Volkswirtschaften begannen zu prosperieren.

Die große Frage ist, ob solch eine Dynamik auch in Afrika ausgelöst werden kann. Bei einer DIE-Konferenz im Februar wies Altenburg daraufhin, dass globale Megatrends eine Rolle spielen – wie etwa der demografische Wandel, Verstädterung und neue Muster im Welthandel. Derlei könne nützlich, aber auch hinderlich sein.

Fachleute erkennen derzeit jedenfalls keinen Entwicklungsmotor, der sich in Afrika als so wirkungsvoll erweisen könnte wie das Wachstum der Leichtindustrie in Asien. Die Problemlage ist außerordentlich komplex (zur Einschätzung der Lage durch die UN Economic Commission for Africa siehe Kasten).

Manche Wissenschaftler hoffen, dass chinesische Industrieunternehmen ihre Produktion in Niedriglohnländer verlagern, weil die Löhne in der Volksrepublik deutlich steigen. Die Erwartung, dass so Millionen neuer Jobs in Afrika entstehen, ist aber vermutlich überzogen. Dafür sprechen jedenfalls Studien des DIE sowie des Londoner Overseas Development Institute (ODI). Deren Forschungsstand besagt,

  • dass chinesische Firmen am liebsten in Asien investieren,
  • dass sie wegen Automatisierung und Digitalisierung weniger Arbeitskräfte brauchen, und
  • dass chinesische Unternehmen umso größeres Interesse an Auslandsinvestitionen haben, je größer die Anteile nicht chinesischer Investoren an ihrem eigenen Kapital sind, was hieße, dass westliche Investoren auch in diesem Kontext für Direktinvestitionen in Afrika entscheidend blieben.

Lindsay Whitfield von der Universität Roskilde hat sich auf internationale Lieferketten spezialisiert. Sie sagt, es reiche nicht mehr, Sonderwirtschaftszonen einzurichten, um beispielsweise die Textilindustrie ins Land zu holen. Trotz großer diesbezüglicher Anstrengungen habe sich beispielsweise Äthiopien mit der Integration in Lieferketten sehr schwer getan. Niedrige Löhne hätten nicht gereicht. Wie Whitfield ausführt, kommt es darauf an, internationale Markenunternehmen ins Boot zu holen. Lieferketten seien heute sehr anspruchsvoll und würden präzise gemanagt. Äthiopien sehe nun erste Erfolge, aber diese Strategie könne nicht in vielen Ländern funktionieren.

Wachsende Städte

Eine weitere Hoffnung ist, dass Urbanisierung und die Nachfrage wachsender Mittelschichten Chancen für breitenwirksame Entwicklung bieten. Ousmane Badiane vom multilateralen International Food Policy Research Institute (IFPRI) in Washington erkennt ein großes Beschäftigungspotenzial in der Modernisierung der wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Stadt und Land. Ernten sollten regional verarbeitet werden und die Produkte dann effizient an städtische Verbraucher geliefert werden (siehe seinen mit Shenggen Fan verfassten Aufsatz in der Tribüne von E+Z/D+C e-Paper 2019/12). Dabei kann sich moderne digitale Technik als nützlich erweisen (siehe Interview mit Peter Njonjo im Schwerpunkt von E+Z/D+C e-Paper 2019/11).

Abebe Shimeles von der multilateralen afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) erkennt solche Chancen auch, warnt aber, sie dürften nicht überschätzt werden. Afrikas neue Mittelschichten hätten sich noch nicht stabilisiert. Viele Familien fielen wieder in Armut zurück, während andere neu den Aufstieg in die Mittelschicht schafften. Soziale Ungleichheit bleibe stark ausgeprägt.

Bildung sei wichtig, sagt Shimeles, bringe aber bislang eher individuelle als gesellschaftliche Erträge. Höhere Produktivität könnte Volkswirtschaften beflügeln, aber weder Berufsbildung noch Hochschulen hätten solche Trends in Afrika ausgelöst.

Weil die Privatwirtschaft allein voraussichtlich nicht die nötigen Arbeitsplätze anbieten wird, spricht sich Joachim von Braun von der Universität Bonn für Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen aus. Staaten müssten sich um Beschäftigung kümmern, und zugleich bestehe ein großer Bedarf an zusätzlicher Infrastruktur. Arbeitsbeschaffungsprogramme dienten beiden Zielen.

Es gibt kein Rezept, um demografische Dividenden in Afrika einzustreichen. Nötig ist jedenfalls kluge Wirtschaftspolitik. Regierungen müssen erkennen, welche Branchen in ihrem Land Wettbewerbsvorteile haben und entsprechende Förderkonzepte umsetzen.

Leider besteht Zweifel daran, dass afrikanische Politiker ihren Aufgaben gewachsen sind. Stefan Dercon von der Universität Oxford warnt, Neopatrimonialismus sei weit verbreitet: Regierungen verwendeten staatliche Ressourcen, um Allianzen mit mächtigen Interessengruppen zu schließen, und die Beteiligten sicherten dann gemeinsam ihre Privilegien.

Dercon befindet, allzu wenige Länder in Afrika hätten die nötigen Grundlagen für einen „nationalen Wachstumspakt“. Einigen traut er Erfolg zu – beispielsweise Kenia und Äthiopien in Ostafrika oder Ghana und Senegal in Westafrika. Um die Art von politischem Konsens zu erreichen, der in asiatischen Schwellenländern wertvoll war, müssten folgende Grundvoraussetzungen erfüllt sein:

  • Frieden und politische Stabilität,
  • effektive Staatsapparate sowie
  • Spitzenpolitiker und Eliten, die Wirtschaftswachstum zur Priorität machten.

Ein erfahrener Vertreter einer bilateralen Entwicklungsagentur, der nicht namentlich genannt werden will, erkennt einen markanten Widerspruch: Regierungsführung zu verbessern sei eine langfristige Aufgabe, die nicht viel Geld koste, aber intensive Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Fachleuten, der Stärkung von Institutionen und der Definition von Normen erfordere. Entwicklungshilfe (Official Development Assistance – ODA) sei dagegen auf möglichst großen Mittelabfluss ausgerichtet und stütze sich dabei regelmäßig auf Behörden mit neopatrimonialen Eigenschaften. Quantitativ hohe ODA-Zielmarken seien deshalb tendenziell dysfunktional.

Auch Carlos Lopes von der Afrikanischen Union (AU) räumt ein, die Komplexität der Herausforderungen überfordere die Kapazitäten vieler Regierungen. Die internationale Debatte sei aber hilfreich und führe zu höheren Ansprüchen.

Aus seiner Sicht könnte auch das Bevölkerungswachstum in Afrika schneller zurückgehen, als bislang erwartet. Rückläufige Mütter- und Kindersterblichkeit seien vielversprechend. Da Gesellschaften auf anderen Kontinenten schnell alterten, könnte Afrikas Jugendlichkeit, die heute vielfach als Zeitbombe wahrgenommen wird, sich sogar als globales öffentliches Gut erweisen, urteilt Lopes.

Hans Dembowski ist Chefredakteur von E+Z/D+C.
euz.editor@dandc.eu

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