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Von der Kuh zum Kunden – Bäuerinnen in Bangladesch organisieren sich

Welthungerhilfe - 29. März 2020 - 15:37
Eine Kooperative wächst mit Geldern des Globalen Programms für Landwirtschaft und Ernährungssicherheit (GAFSP).
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"Drei Beatmungsgeräte für acht Millionen Menschen"

Unicef - 28. März 2020 - 12:00
Von Ostasien bis nach Afrika: Weltweit arbeiten UNICEF-Helfer rund um die Uhr daran, die Verbreitung des Coronavirus einzuschränken und Kinder und ihre Familien vor den Folgen der Pandemie zu schützen. Auch deutsche Mitarbeiter sind dabei im Einsatz. Wie erleben Sie die derzeitige Situation?
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Die globale Corona-Krise

#2030Agenda.de - 28. März 2020 - 3:44
Global Policy Forum Europe

Die globale Corona-Krise hat neben den gesundheitlichen Aspekten des Virus auch finanzielle, sozioökonomische und nicht zuletzt auch entwicklungspolitische Konsequenzen. In jüngster Vergangenheit wurden deshalb eine Vielzahl von Maßnahmen von Regierungen und internationalen Organisationen in Gang gesetzt, die zur Eindämmung des Virus einerseits und zur Verhinderung noch schwerwiegender wirtschaftlicher Konsequenzen (siehe dafür unser Briefing Paper ,,Die globale Coronakrise Weltwirtschaftliche Auswirkungen und internationale Reaktionen – eine Momentaufnahme (Stand 18.3.2020)‘‘) andererseits dienen sollen.

Letztere enthalten beispielweise Hilfspakete verschiedener Form und Umfang und sollen dabei vor allem die gravierenden wirtschaftlichen und daher auch sozialen Konsequenzen weltweit abfedern. Adressaten sind dabei vor allem das Gesundheitssystem sowie größere Banken und Unternehmen, denen mit Krediten und Finanzspritzen ausgeholfen werden soll. Einige Strategien richten sich allerdings auch an kleine und mittelständische Unternehmen sowie Privatpersonen und deren Erspartes, private Renten und andere private Vermögenswerte.

Besonders problematisch wird die Situation für viele Entwicklungsländer. Ihre Gesundheitssysteme sind schwach, die Regierungen haben kaum finanziellen Spielraum, und der Großteil der Bevölkerung genießt keinen Schutz durch das soziale Sicherungsnetz, weshalb Krankheit, Arbeitslosigkeit und Lohnausfälle hier noch problematischer sind als in Europa. Internationale Organisationen wie die Weltgesundheitsorganisation und die Weltbank beginnen daher damit, Maßnahmen speziell auf sie zuzuschneiden.

Um einen

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Flüchtlingslager in Griechenland: Kinder vor dem Coronavirus schützen

Unicef - 27. März 2020 - 17:45
Auch in Zeiten von Corona dürfen wir die Not der Kinder in den griechischen Flüchtlingslagern nicht vergessen. Sie leben auf engstem Raum und haben keine angemessene medizinische Betreuung. Die Hygienebedingungen in den Flüchtlingslagern sind schlecht. Was können wir für sie tun?
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G20 Leaders Need to Resume the Decade of Action

#C20 18 - 27. März 2020 - 16:40
C20 Follow Up Statement on the Outcomes of the G20 Extraordinary Leaders’ SummitG20 Leaders Need to Resume the Decade of ActionThe Civil Society Engagement Group (C20) welcomes the convening of the G20 Extraordinary Virtual Summit in response to the COVID-19 pandemic and its global impact on people and the economy. We strongly agree with the G20 [...]
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G20 Leaders Need to Resume the Decade of Action

#C20 18 - 27. März 2020 - 16:34
C20 Follow Up Statement on the Outcomes of the G20 Extraordinary Leaders’ SummitG20 Leaders Need to Resume the Decade of ActionThe Civil Society Engagement Group (C20) welcomes the convening of the G20 Extraordinary Virtual Summit in response to the COVID-19 pandemic and its global impact on people and the economy. We strongly agree with the G20 [...]
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Coronavirus in Nicaragua: Regierung instrumentalisiert Krise

INKOTA - 27. März 2020 - 16:06
Ein Aufruf für „Liebe in Zeiten von Covid-19“ zu demonstrieren und Hoffnung in den Tourismus während der Karwoche. Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist die Antwort der nicaraguanischen Regierung auf die globale Corona-Pandemie. Oppositionelle, Gesundheitsorganisationen und die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte kritisieren Desinformation durch das Ortega-Regime und befürchten Schlimmes für das Land. Regierung lässt demonstrieren, bleibt aber fern Um die Zehntausend Menschen schoben sich am 14. März durch die Straßen der Hauptstadt Managua. Sie folgten einem Aufruf der Regierung, unter dem Motto „Wir gehen mit der Kraft des Glaubens und der Hoffnung. Liebe in Zeiten von Covid-19“ zu demonstrieren. Während die mittelamerikanischen Nachbarländer Maßnahmen wie Quarantänen und Verbote größerer Versammlungen verhängt haben, leugnet die nicaraguanische Regierung nach wie vor die Gefahren des Coronavirus. Das Bezeichnende: Weder Präsident Daniel Ortega noch seine Ehefrau und Vizepräsidentin Rosario Murillo folgten ihrem eigenen Aufruf. Interamerikanische Kommission für Menschenrechte besorgt Auf den ersten Blick erscheint die Situation in Nicaragua noch wenig besorgniserregend: Nur zwei Corona-Fälle hat das Land bisher offiziell zu verzeichnen (Stand: 27.03.2020). Doch in den Krankenhäusern häufen sich Fälle von „Lungenentzündungen“ und Oppositionelle und zivilgesellschaftliche Gruppen sind überaus besorgt. Bislang hat die Regierung keinerlei Anstrengungen gezeigt, über Präventionsmöglichkeiten aufzuklären oder transparent über die Corona-Pandemie zu informieren. Um sich selbst zu schützen übernehmen dies nun Teile der Bevölkerung aus eigener Initiative. Die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte zeigte sich in einem Tweet besorgt darüber, dass bislang keine „dringenden Maßnahmen in Übereinstimmung mit internationalen Standards der Gesundheit und Menschenrechte getroffen wurden“. Die Regierung ruft sogar in- und ausländische Tourist*innen aktiv dazu auf, während der bald anstehenden Karwoche im Land zu verreisen. Weiter Repression gegen Oppositionelle Während die Regierung also alle Ratschläge von Virolog*innen missachtet, schreckt sie nicht davor zurück, die Krise politisch für ihren Kampf gegen die Opposition zu instrumentalisieren. Oppositionelle Medien berichten davon, dass Plakate in öffentlichen Krankenhäusern aufgetaucht seien. Auf diesen werden oppositionelle Gruppen angegriffen, die über Gefahren des Coronavirus und Möglichkeiten seiner Vorbeugung informieren. Diese Informationskampagnen seien ein „mediales Spektakel der Putschist*innen“. Juan Carlos Ortega, der für seinen extravaganten Lebensstil bekannte Medienunternehmer und Sohn des Präsidentenpaares, twitterte: „Der gefährlichste Virus ist die Lüge.“ Seit dem Ausbruch der Massenproteste gegen die diktatorische Herrschaft Ortegas im April 2018, hat die Regierung die Opposition immer wieder des „Putschismus“ bezichtigt. Die Proteste seien das Resultat einer vom CIA gesteuerten Verschwörung und Lügenkampagne. Die Sicherheitskräfte reagierten mit brutaler Gewalt auf die Proteste, in deren Folge hunderte Menschen starben und tausende Nicaraguaner*innen das Land verlassen haben. Seitdem geht die Regierung noch drastischer gegen Oppositionelle und die Zivilgesellschaft vor. Auch die Arbeit unserer Partnerorganisationen hat darunter zu leiden.
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Drei Fragen an… Anna-Katharina Hornidge

DIE Blog - 27. März 2020 - 15:47

Seit 1. März 2020 ist Professorin Dr. Anna-Katharina Hornidge neue Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE). Die Newsletter-Redaktion war mit ihr im Austausch darüber, welche ersten Ziele und Herausforderungen sie für ihre Arbeit am DIE sieht und was sie in diesen Tagen bewegt.

Redaktion: Worauf freuen Sie sich am meisten im Rahmen Ihrer neuen Aufgabe als Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE)?

Anna-Katharina Hornidge: Ich freue mich darauf, mit dem gesamten Team am DIE, dieses ganz besondere fachliche und partnerschaftliche Feld, das wir hier am Institut bearbeiten, auszufüllen. Dieses liegt zwischen empirischer Entwicklungsforschung und Theoriediskussion, einem offen kommunizierten Anwendungsbezug, politischer Beratung sowie universitärer Lehre und Ausbildung. Das ist eine breite Aufstellung, die uns die spannende Möglichkeit bietet, uns wissenschaftlich und gegenwartspolitisch immer wieder selbst herauszufordern.

Redaktion: Welche Rolle sehen Sie derzeit für globale Kooperation und Entwicklungsforschung in Zeiten von Corona?

Anna-Katharina Hornidge: Die Coronakrise unterzieht die Strukturen globaler Kooperation und Zusammenarbeit einem Test. Sind sie und der sie definierende Solidaritätsanspruch trag- und arbeitsfähig in Zeiten zunehmender Grenzziehungen? Zahlreiche unserer Partnerländer in Asien, Afrika, Lateinamerika werden massiv von der Krise betroffen sein. Einige sind es bereits. Die Aufgabe von Entwicklungsforschung und -politik ist es, im Sinne eines globalen Gemeinwohls Gesundheitssysteme, Wirtschaft und Sozialsysteme in unseren Partnerländern bei der Bewältigung der Krise zu stützen. Deutschland muss sich fragen, welche Rolle es in und nach der Krise im internationalen Staatengefüge spielen möchte – und entsprechend jetzt handeln. Der Vorsitz Deutschlands im Rat der Europäischen Union, den wir in der zweiten Hälfte des Jahres übernehmen, stellt hier eine Möglichkeit dar, eine entwicklungspolitische Vorreiterrolle zu demonstrieren.

Redaktion: Was würden Sie gerne nach 100 Tagen im Amt sagen können?

Anna-Katharina Hornidge: Meine ursprünglichen Pläne sahen vor, einen Meeresgovernance-bezogenen Forschungsschwerpunkt zu etablieren. Außerdem wollen wir die Drittmittelstrategie am Institut weiter ausbauen. Inhaltlich möchte ich die aktuelle Forschungsstrategie des Institutes gemeinsam mit den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern reflektieren und wir wollen uns mit der Frage befassen, für welche Wissenschaft, Politikberatung und Ausbildung das DIE unter der neuen Leitung steht. Diese Punkte sind weiterhin wichtig und ich werde sie angehen. Sie wurden aber durch die aktuelle globale Situation ergänzt: Im Moment steht im Fokus, dass wir die Gesundheit und die besonderen Lebensumstände unserer Mitarbeiter*innen im Blick haben und gleichzeitig sicherstellen, dass wir unser Mandat auch unter diesen besonderen Umständen als Institut erfüllen. Ich möchte mich daher an dieser Stelle ganz besonders für das besondere Engagement aller Mitarbeiter*innen des DIE in diesen dynamischen Zeiten bedanken: Ich danke allen im administrativen Bereich, die mich und die Geschäftsleitung darin unterstützen, flexible Lösungen zu realisieren, und allen wissenschaftlichen Mitarbeiter`*innen, die in dieser durch große Unsicherheiten geprägte Situation Forschung, Ausbildung und Beratung des Instituts weiter sicherzustellen. Mein Dank gilt außerdem dem lebendigen Netzwerk des DIE, Ihnen und vielen weiteren Partnern und Freunden des Instituts, die unsere Kooperationen gerade virtuell und kreativ weiter aufrechterhalten. Auf Basis dieser großen Unterstützung blicke ich daher dennoch positiv und mit viel Freude auf die ersten, und folgenden, Wochen im Amt.

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Research Team Botswana continues work virtually

DIE Blog - 27. März 2020 - 15:39

On 26 January 2020, together with our team leader Sebastian Ziaja, we took off on our research trip to Botswana to investigate e-government and democracy in Botswana. Faster than expected, the Corona developments caught up with us and brought us back to Germany from one day to the next only seven weeks later. However, even though our research stay was shortened by a few weeks, we were able to implement our plans and had a very exciting time in Gaborone.

Research-team Botsuana, ©DIE

Arriving in the capital of Botswana, we were welcomed by bright sunshine. On the same day, we had our first meeting with our project partner Professor David Sebudubudu, Dean of the Faculty of Social Sciences at the University of Botswana. In the following two weeks, further meetings with partners and relevant actors followed, such as Statistics Botswana, Afrobarometer and the Water Utilities Corporation. The goal for our research stay was to conduct an experiment on digital tax returns and a survey on e-government in Gaborone. After the questionnaire had been prepared and we had trained 27 research assistants, our survey was ready to start. In three intensive weeks, we were able to conduct more than 2,123 interviews. Before the survey, we had conducted an information campaign in cooperation with Botswana Unified Revenue Service in order to inform taxpayers in Gaborone about the option of e-filing (filing tax returns over the internet).

In the following week, events took a turn for the worse due to the worldwide corona pandemic. Our planned presentation of our preliminary research results at the University of Stellenbosch had to be cancelled. Likewise, the planned presentation of our final research results at University Botswana, as well as further background interviews should not take place. During the course of March, the decision was made to return to Germany early.

After an intensive time spent together, we are now working on our research report from our homes with regular video conferences. We are very very excited about the results of our analysis and would be happy if you continue to follow us on our Twitter channel: @EgovBotsTeam.

Best greetings and all the best for the time to come.

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Forschungsteam Botswana setzt Arbeit virtuell fort

DIE Blog - 27. März 2020 - 15:36

Hier ein Erlebnisbericht von den Mitgliedern des Forschungsteams Botsuana:

Das ging schneller als gedacht: Am 26. Januar 2020 starteten wir gemeinsam mit unserem Teamleiter Sebastian Ziaja unsere Forschungsreise zum Thema e-Government und Demokratie in Botsuana. Knappe sieben Wochen später sollten uns die Corona-Entwicklungen einholen und uns von einem auf den anderen Tag zurück nach Deutschland bringen. Doch auch wenn unser Forschungsaufenthalt verkürzt wurde, konnten wir unser Vorhaben umsetzen und hatten eine sehr spannende Zeit in Gaborone.

Forschungs-Team Botswana, ©DIE

In der Hauptstadt Botsuanas angekommen, empfing uns strahlender Sonnenschein. Noch am gleichen Tag hatten wir unser erstes Treffen mit unserem Projektpartner Professor David Sebudubudu, dem Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften an der Universität Botsuana. In den kommenden zwei Wochen folgten weitere Treffen mit Partnern und relevanten Akteuren, wie Statistics Botswana, Afrobarometer und der Water Utilities Corporation. Das Ziel unseres Forschungsaufenthaltes war es, ein Experiment zur digitalen Steuererklärung sowie eine Umfrage zu e-Government in Gaborone durchzuführen. Nachdem der Fragebogen überarbeitet und wir 27 Forschungsassistent*innen geschult hatten, konnte unsere Umfrage losgehen. In drei intensiven Wochen führten wir mehr als 2.123 Interviews durch. Vorab organisierten wir in Kooperation mit dem Botswana Unified Revenue Service eine Informationskampagne, um Steuerzahler*innen in Gaborone über die Möglichkeit des e-Filings (elektronische Abgabe der Steuererklärung) zu informieren.

In der folgenden Woche überschlugen sich die Ereignisse aufgrund der weltweiten Corona-Pandemie. Die erste Vorstellung unserer Forschungsergebnisse an der Universität Stellenbosch musste abgesagt werden. Ebenso sollten die geplante Präsentation an der Universität Botswana sowie weitere Expert*innengespräche nicht mehr stattfinden. Im Laufe des März fiel schließlich die Entscheidung vorzeitig nach Deutschland zurückzukehren.

Nach einer intensiven gemeinsamen Zeit arbeiten wir nun mit regelmäßigen Videokonferenzen weiter an unserem Forschungsbericht. Wir sind gespannt, auf unsere Analyseergebnisse und freuen uns, wenn Sie uns weiterhin auf unserem Twitter-Kanal folgen: @EgovBotsTeam.

Beste Grüße und alles Liebe für die kommende Zeit.

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Osterhasen: Ab ins Netz!

INKOTA - 27. März 2020 - 14:44
Viele von euch waren total motiviert, an unserer diesjährigen Osteraktion teilzunehmen: Als Osterhasen verkleidet wolltet ihr durch die Innenstädte ziehen, gegen unfaire Schokolade protestieren und Unterschriften für ein Lieferkettengesetz sammeln. Wegen der Corona-Pandemie ist es gerade nicht möglich, die Aktion so umzusetzen. Doch euer großes Interesse hat uns so gefreut, dass wir uns jetzt eine Online-Variante für den Osterhasen-Protest überlegt haben. Denn gerade durch die Corona-Krise wird einmal mehr deutlich, wie dringend wir ein Lieferkettengesetz brauchen! Nicht nur das Virus selbst, sondern auch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie treiben viele Menschen im globalen Süden an den Rand ihrer Existenz. Denn sie sind häufig schlechter abgesichert als viele Menschen hier in Europa: Keine Sozialversicherung, informelle Arbeitsverhältnisse, schlechte Gesundheitsversorgung. Aus Indien wissen wir bereits, dass viele Arbeiter*innen in der Schuh- und Textilproduktion von heute auf morgen ihr Einkommen verloren haben, weil Unternehmen aus Deutschland, Italien und China ihre Aufträge stornieren. Auch im Kakaoanbau könnte sich die Pandemie in den kommenden Monaten negativ auswirken: Der Weltmarktpreis für Kakao ist infolge der Krise innerhalb weniger Wochen um 20 Prozent in den Keller gestürzt. Wenn dieser Trend weitergeht, könnte die Armut von Kakaobauernfamilien zunehmen – die schon jetzt eine der Hauptursachen für ausbeuterische Kinderarbeit ist. Für uns ist klar: Diese globale Krise können wir nur gemeinsam meistern. Dazu gehört auch, dass Unternehmen entlang ihrer gesamten Lieferkette Verantwortung übernehmen müssen – auch für Menschen im globalen Süden. Die Forderung nach einem Lieferkettengesetz ist also aktueller denn je. In der aktuellen Lage ist es wichtig, dass wir zusammenrücken und solidarisch miteinander sind. Diesen Gedanken wollen wir mit unserer Osteraktion aufgreifen: Wir zeigen uns solidarisch mit denjenigen Menschen, die in globalen Lieferketten gerade wegen der Corona-Krise besonders bedroht sind, und fordern ein Lieferkettengesetz!

Vieles spielt sich gerade im Internet ab, und genau dorthin tragen wir jetzt auch unseren Protest. Hier kommt unser Aktionsvorschlag:
  1. Bastelt euch für die Online-Aktion einen „gesetzlichen Rahmen“ und (wer Lust hat) Osterhasen-Ohren. Eine Vorlage dafür findet ihr hier
  2. Verabredet euch mit eurer Gruppe zu einer Video-Konferenz (z.B. per Skype oder Jitsi)
  3. Ladet eure Freund*innen, Bekannte, Oma, Opa, Tante, Onkel zu diesem Termin ein und sendet ihnen mit der Einladung den Link zu unserer Bastel-Vorlage: bit.ly/bastelvorlage-osteraktion
  4. Wenn alle im Video-Chat sind, macht einen Screenshot (ein Beispiel dafür seht ihr oben in der Meldung).
  5. Sendet euren Screenshot an rupp@inkota.de. Wir verbreiten euer Bild dann auf unserer Webseiten und in unseren Social Media-Kanälen, um den Protest für ein Lieferkettengesetz sichtbar zu machen!
  6. Teilt euer Aktionsfoto gerne auch auf eurer eigenen Webseite oder in euren Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #Lieferkettegesetz und dem Aufruf, die Petition für ein Lieferkettengesetz zu unterzeichnen: www.inkota.de/lieferkettengesetz
Tipp: Nicht alle haben einen Drucker zuhause, um sich den Rahmen oder die Ohren auszudrucken. Kein Problem: Bastelt euch einfach selbst ein Schild mit der Aufschrift „Lieferkettengesetz jetzt!“, nehmt eure Oster-Deko mit ins Bild oder Frühlingsblumen. Lasst eurer Kreativität und eurem Improvisationstalent freien Lauf! Für alle, die noch mehr wollen: Wir fordern euch heraus! Auf unserem INKOTA-Team-Foto (oben in der Meldung) haben wir immerhin sechs Leute zusammen bekommen. Schafft ihr mehr? Wer die meisten Menschen in einer Video-Konferenz versammelt, bekommt von uns ein schokofaires Überraschungspaket zugesendet! Was ihr noch tun könnt: Macht Pressearbeit zu eurer Aktion! Viele Lokalredaktionen suchen gerade händeringend nach Themen, weil das öffentliche Leben durch die Corona-Krise stillsteht. Daher sind die Chancen nicht schlecht, dass sie über eure Aktion berichten. Wir haben eine Muster-Pressemitteilung für euch erstellt, die ihr an eure lokalen Pressekontakte schicken und sie damit über die Online-Osteraktion informieren könnt. Bei Interesse stellen wir euch gerne die Muster-Pressemitteilung zur Verfügung. Schreibt dafür einfach eine Mail an rupp@inkota.de. So, jetzt sind wir gespannt, wie viele von euch sich auch an unserer Online-Aktion beteiligen. Seid dabei und sorgt so dafür, dass viele Menschen erfahren, wie wichtig ein Lieferkettengesetz ist und sich unserer Forderung anschließen. Wir zählen auf euch! Unterzeichnet die Petition für ein Lieferkettengesetz Erfahrt mehr über die Kampagne Make Chocolate Fair!
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bl-dem-covid-19-II

E+Z - 27. März 2020 - 14:40
an incomplete selection of important statements concerning global response to Covid-19

Last week, I wrote a blog post in which I argued that Covid-19 required a global response, both in regard to health and economic challenges. In the meantime, more competent people have been weighing in spelling out similar messages. Here is an incomplete compilation of some important statements.

Abiy Ahmed, Ethiopia's prime minister, explains in today's Financial Times why developing countries like his will be especially hard-hit: “Ethiopia has made steady progress in the provision of health services over the past two decades. But nothing has prepared us for threats posed by Covid-19. Access to basic health services remains the exception rather than the norm. Even taking such common-sense precautions as washing hands is often an unaffordable luxury to the half of the population who lack access to clean water. Even seemingly costless social distancing is hard to implement. Our lifestyle is deeply communal, with extended families traditionally sharing the burdens and bounties of life together, eating meals from the same plate. Our traditional and rain-dependent agriculture is dictated by the fixed timeframes of weather cycles in which planting, weeding and harvesting must happen. The slightest disruption to that chain, even for a brief period, can spell disaster, further jeopardising already tenuous food supply and food security.”

He warns that the disease must not be allowed to spread in Africa, and not only for the sake of Africans, but for the sake of the entire world community. If Covid-19 spins out of control in one world region, it will spread from there again even if it is contained in more prosperous places, where success would only prove momentary. The Ethiopian leader wants the World Health Organization, the G 20 and other international institutions to act fast and responsibly.

As the world economy is dropping into a deep economic slump, the World Bank and International Monetary Fund have issued an unusual call for debt relief. They express particular concern for low–income countries which are eligible to loans from IDA (International Development Association):“With immediate effect – and consistent with national laws of the creditor countries – the World Bank Group and the International Monetary Fund call on all official bilateral creditors to suspend debt payments from IDA countries that request forbearance. This will help with IDA countries’ immediate liquidity needs to tackle challenges posed by the coronavirus outbreak and allow time for an assessment of the crisis impact and financing needs for each country. We invite G20 leaders to task the WBG and the IMF to make these assessments, including identifying the countries with unsustainable debt situations, and to prepare a proposal for comprehensive action by official bilateral creditors to address both the financing and debt relief needs of IDA countries.”

The stance the World Bank and the IMF are taking fits in well with what African governments and non-governmental organisations want. Both international financial institutions have announced huge lending programmes, especially for boosting health care. The big question, of course, is whether developing countries can afford to borrow at all, which is why debt relief is so important.

The global community is experiencing an unprecedented crisis, and conventional policy approaches need to be reconsidered. That is especially true in regard to government spending. Paul Krugman, the Nobel Prize-winning economist and New York Times columnist, points out that economies cannot simply be stimulated as would normally be the case in a financial crisis: “What we’re seeing in those surging unemployment claims isn’t a conventional recession; it’s more like a medically induced coma, done for the patient’s own good – which is why Trump’s desire to get people back to work is lethally misguided. But people need to eat even while they can’t work. So two cheers for the $ 2 trillion legislation the Senate just passed. People keep calling it a ’stimulus’ bill, but that’s not what it really is. Instead, it’s mainly disaster relief: checks to families, enhanced unemployment benefits, aid to hospitals and hard-pressed states, and loans to help small businesses survive.”

Krugman's column implicitly supports the idea of international debt relief. The point is that not only prosperous nations need financial firepower. Neither financially week individuals nor financially week nations must be overburdened with debt. Therefore, new loans from governments and multilateral bodies make less sense than grants. This is not the time to worry about irresponsible indebtedness. Covid-19 requires decisive action, and that action has negative impacts on economies. Not taking such action is  irresponsible. The implication is that nobody is guilty of recklessly causing economic slowdown. We are facing a collective crisis, and international solidarity is needed to escape from it.

It is a good sign that G 20 held a digitised meeting this week, but the results were disappointing. The promise of boosting the world economy with $ 5 billion spending looks minuscule when compared with the multi-billion programmes the USA and Germany have adopted at the nation-state level. G 7 coordination has been even more disappointing. Its foreign ministers could not agree on a joint declaration because Mike Pompeo, the US secretary of state, insisted on calling the novel coronavirus the “Wuhan virus” . No, it does not help to blame China for this crisis. As the WHO has correctly pointed out, this is a global crisis that requires global action. Blame shifting does not help.

       
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Nachhaltige Beschaffung in wissenschaftlichen Einrichtungen

#HOCHN - 27. März 2020 - 14:00
In der April-Ausgabe des Magazins "Kleine Kniffe" geht es um nachhaltige Beschaffung im Bildungssektor. Die Projekte LeNa und HOCH-N stellen Handreichungen für Wissenschaftsinstitutionen vor.

Foto: Juri B./pixabay.com

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Increasing policy coherence between NDCs and SDGs: a national perspective

DIE - 27. März 2020 - 13:14

Fewer than 10 years remain to achieve Agenda 2030, yet no country is on track to meet all 17 Sustainable Development Goals (SDGs). Countries are also far behind in achieving the low-carbon and climate-resilient society envisioned in the Paris Agreement; their climate pledges, or nationally determined contributions (NDCs), are far less ambitious than required to keep global warming to the Paris target of “well below” 2°C above pre-industrial levels.

The goals of the NDCs intersect both positively and negatively with the SDGs; progress on climate goals can therefore either help or hinder progress on the SDGs. The success of both can be helped by policy coherence, wherein countries promote synergies and address conflicts in the implementation of both their NDC and SDG agendas.

This policy brief presents initial findings on coherence in the joint implementation of these two agendas in 6 countries: Germany, Kenya, South Africa, Sri Lanka, Sweden and the Philippines. We chose these countries to provide a diverse representation with respect to levels of income and domestic dependence on fossil fuels.

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Gemeinsam gegen Corona: Solidarisch und präventiv

Welthungerhilfe - 27. März 2020 - 13:08
Das Coronavirus breitet sich global weiter aus. Das Virus kennt keine Grenzen und kann uns alle treffen. Die Ressourcen hingegen dem Virus entgegenzuwirken, sind sehr ungleich verteilt. Darum sei globale Unterstützung im Kampf gegen das Virus nun dringend erforderlich, betont die Welthungerhilfe zusammen mit dem NGO-"Bündnis Entwicklung hilft".
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News from the Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

DIE Blog - 27. März 2020 - 12:54
Events

Panel discussion: The promise of happiness of sustainability, on 12.03.2020 in Duisburg

Käte Hamburger Dialogue, ©DIE

16th Käte Hamburger Dialogue took place as part of the Duisburger Akzente in cooperation with VHS Duisburg and Studio 47.

„There’s not much to happiness,“ is a common saying. But what about happiness at a time when sustainability guides our actions and implicitly calls us to renunciation and moderation? Is „having a lot“ then still possible at all? And in our growth-oriented society, in which, despite all the clichés to the contrary, a life of abundance is still regarded as the ultimate happiness, can satisfaction be achieved despite less consumption? These questions were debated by a round of speakers from the local science and sustainability sector as part of the 16th Käte Hamburger Dialogue at the Duisburg adult education centre. And right at the beginning a lively discussion relaxed about what kind of luxury it really is to be able to afford to do without.

Speakers from the local science and sustainability area during the Käte Hamburger Dialogue, ©DIE

As long as a sustainable lifestyle is reserved for the privileged sections of society, it is out of the question that it can be a recipe for „becoming happy“. There was agreement on the podium, however, that sustainability is not the same as renunciation. Rather, it means a rethinking of the value attributed to certain goods and behaviour. In this way, profits can be made and new products manufactured, also in the sense of a sustainable economy. One difference to conventional value creation, however, is that there is an awareness of the consequences of this action. If, therefore, we consume in the knowledge of our own effectiveness in such a way that we can exert a positive influence on other people and at the same time achieve desirable effects, this will, in doubt, even generate more happiness than if we only reward ourselves with a purchase.

Second annual conference of the Centre on communicative power postponed
Because of the Corona crisis and in accordance with the requirements of the North Rhine-Westphalian state government, the Centre has decided to postpone its 2nd annual conference, which was scheduled for 16 April 2020. A new date – probably in November 2020 – will be announced in time on the Centre’s website.

About: The annual conference will examine the functioning of communicative power as opposed to structural, material and positional power in creating opportunities and obstacles to transnational and global cooperation. A better understanding of the functioning of communicative power is of utmost importance in a context where global cooperation is increasingly controversial despite pressing problems of planetary scope such as climate change. Communicative power is of central importance for processes of criticism and justification of (global) public policy, all the more so in times of often conflicting ideas of world order.

New Fellows

Dr des. Joanna Simonow

Dr des. Joanna Simonow, ©KHK

The historian works on the topics of gender, anti-colonialism and anti-imperialism, humanitarian movements and their history, South Asia, food and hunger relief. After studies in Heidelberg, New Delhi, Groningen, Uppsala and a stopover at the Overseas Development Institute, she completed her doctorate at the Institute of Contemporary History at ETH Zurich. From March 2020 to February 2021, Dr Simonow will be a Postdoctoral Research Fellow in the research group ‚Pathways and Mechanisms of Global Cooperation‘. Her research project is entitled ‚The Private in the Political. Intimacy as a Pathway of Global Cooperation: Feminism, Anti-Imperialism and Indian Nationalism in Europe, North America and South Africa, c. 1900s-1960s‘ and aims to provide a feminist historical investigation of the role of (interethnic) love and sexual intimacy as paths of global cooperation of social and political movements in the first six decades of the twentieth century.

Dr. Umberto Mario Sconfienza, ©KHK

Dr. Umberto Mario Sconfienza

The legal philosopher Umberto Mario Sconfienza works on the environment and climate change from the perspective of political philosophy. He was Postdoctoral Research Fellow at the Cluster of Excellence ‚Normative Order‘ at the Goethe University Frankfurt and is a Postdoctoral Research Fellow at the Käte Hamburger Kolleg in the research group ‚Global Cooperation and Polycentric Governance‘ from January to December 2020. Dr. Sconfienza is developing a theory for the description and better understanding of global environmental policy under the title ‚The Post-Sustainability Trilemma‘.

Publications

Katja Freistein, Frank Gadinger, Christine Unrau
From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language (Global Cooperation Research Papers 24), Duisburg 2020
ISSN: 2198-1949 (Print)
ISSN: 2198-0411 (Online)
DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-24
https://www.gcr21.org/publications/gcr/research-papers/

Publikcation: From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language, ©KHK

Abstract

In this paper, we ask how exactly right-wing populists make anti-globalization appealing. We follow the growing interest in the ambivalent features of populist language and performances by suggesting a methodological framework around narratives, metaphors, and emotions. We argue that right-wing populists skilfully present abstract phenomena of globalization and translate them to individual experiences of ‘ordinary people’. Metaphors play a crucial role in populist storytelling as they make sense of a complex reality through imagery. They mobilize collective emotions and reach a wider audience through a high degree of linguistic adaptability and normative ambiguity.
We demonstrate these narrative operations using two recent cases of ‘successful’ right-wing populist, anti-globalization storytelling, which build on strong metaphors. One is the metaphor of the ‘House’, used by former Italian Deputy Prime Minister and Interior Minister Matteo Salvini, and the other is U.S. President Donald Trump’s metaphor of ‘The Wall’. We argue that these metaphors are used to create an inside/outside distinction that externalizes threats which are possibly internal (e.g. drug consumption) to a polity (e.g. external drug abuse or organized crime) but can be blamed on globalization through the use of metaphors. What is more, metaphors can be utilized to construct a crisis, which in turn makes it possible for populists to adopt the savior-role of an energetic hero, who alone is able to resolve the supposed crisis.

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Neues aus dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21)

DIE Blog - 27. März 2020 - 12:26
Events

Podiumsdiskussion: Das Glücksversprechen der Nachhaltigkeit, am 12.03.2020 in Duisburg

Käte Hamburger Dialog, ©DIE

Der 16. Käte Hamburger Dialogue fand im Rahmen der Duisburger Akzente, in Kooperation mit VHS Duisburg und Studio 47, statt.

„Es gehört nicht viel zum Glücklichsein“ – so lautet eine gängige Redensart. Wie verhält es sich aber mit dem Glück in einer Zeit, in der Nachhaltigkeit unsere Handlungen leitet und uns implizit zu Verzicht und Mäßigung auffordert? Ist „viel haben“ dann überhaupt noch möglich? Und kann sich in unserer auf Wachstum fixierten Gesellschaft, in der allen anderslautenden Floskeln zum Trotz ein Leben im Überfluss immer noch als das ultimative Glück gilt, Zufriedenheit trotz weniger Konsum einstellen? Über diese Fragen debattierte eine Runde von Referent*innen aus dem lokalen Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsbereich im Rahmen des 16. Käte Hamburger Dialogues in der Duisburger VHS.

Referent*innen aus dem lokalen Wissenschafts- und Nachhaltigkeitsbereich während des Käte Hamburger Dialogs, ©DIE

Gleich zu Beginn entsponn sich eine angeregte Diskussion darüber, was für ein Luxus es tatsächlich ist, sich einen Verzicht überhaupt leisten zu können. Solange nämlich eine nachhaltige Lebensweise nur den privilegierten Teilen der Gesellschaft vorbehalten bleibt, ist ohnehin ausgeschlossen, dass es als Rezept zum „Glücklich-Werden“ taugt. Einigkeit herrschte indes auf dem Podium darüber, dass Nachhaltigkeit nicht mit Verzicht gleichzusetzen ist. Vielmehr bedeute es, dass ein Umdenken darüber stattfindet, welchen Stellenwert bestimmte Güter und Verhaltensweisen zugeschrieben bekommen.

So können auch im Sinne einer nachhaltigen Konjunktur Gewinne erwirtschaftet und neue Produkte hergestellt werden. Ein Unterschied zur konventionellen Wertschöpfung liegt jedoch darin, dass ein Bewusstsein für die Konsequenzen dieses Handelns herrscht. Wenn wir demnach im Wissen unserer eigenen Wirkmächtigkeit so konsumieren, dass wir damit einen positiven Einfluss auf andere Menschen ausüben und gleichzeitig wünschenswerte Effekte erzielen können, erzeugt dies im Zweifel sogar mehr Glück, als wenn man mit einem Kauf nur sich selbst belohnt.

Zweite Jahreskonferenz des Kollegs zu kommunikativer Macht wird verschoben
Entsprechend den Vorgaben der nordrhein-westfälischen Landesregierung zur Corona-Krise hat das Kolleg beschlossen, seine zweite Jahreskonferenz, die für den 16. April 2020 geplant war, zu verschieben. Ein neuer Termin – voraussichtlich im November 2020 – wird rechtzeitig auf der Website des Kollegs bekannt gegeben.

Zum Thema: Die Jahreskonferenz will die Funktionsweise von kommunikativer Macht im Unterschied zu struktureller, materieller und positioneller Macht bei der Schaffung von Möglichkeiten und Hindernissen für transnationale und globale Zusammenarbeit untersuchen. Ein besseres Verständnis der Funktionsweise von kommunikativer Macht ist in einem Kontext, in dem globale Zusammenarbeit trotz drängender Probleme von planetarischer Tragweite wie dem Klimawandel zunehmend umstritten ist, von größter Bedeutung. Kommunikative Macht ist zentral für Prozesse der Kritik und Rechtfertigung (globaler) öffentlicher Politik, und dies umso mehr in Zeiten oft gegensätzlicher Weltordnungsvorstellungen.

Neue Fellows

Dr des. Joanna Simonow, ©KHK

Dr des. Joanna Simonow

Die Historikerin arbeitet zu den Themen Gender, Anti-Kolonialismus und Anti-Imperialismus, Humanitäre Bewegungen und ihre Geschichte, Südasien, Nahrung und Hungerhilfe. Nach Stationen in Heidelberg, New Delhi, Groningen, Uppsala und einer Zwischenstation am Overseas Development Institute promovierte sie am Institut für Zeitgeschichte der ETH Zürich. Dr Simonow forscht von März 2020 bis Februar 2021 als Postdoc Research Fellow in der Forschungsgruppe „Pfade und Mechanismen globaler Kooperation“. Ihr Forschungsprojekt unter dem Titel „The Private in the Political. Intimacy as a Pathway of Global Cooperation: Feminism, Anti-Imperialism and Indian Nationalism in Europe, North America and South Africa, c. 1900s-1960s“ will eine feministische historische Untersuchung der Rolle von (interethnischer) Liebe und sexueller Intimität als Wege der globalen Zusammenarbeit sozialer und politischer Bewegungen in den ersten sechs Jahrzehnten des zwanzigsten Jahrhunderts liefern.

Dr. Umberto Mario Sconfienza, ©KHK

Dr. Umberto Mario Sconfienza

Der Rechtsphilosoph Umberto Mario Sconfienza arbeitet zu den Themen Umwelt und Klimawandel aus der Perspektive der politischen Philosophie. Er war Postdoctoral Research Fellow am Exzellenzcluster „Normative Ordnung“ der Goethe-Universität Frankfurt und forscht von Januar bis Dezember 2020 als Postdoc Research Fellow am Käte Hamburger Kolleg in der Forschungsgruppe „Globale Kooperation und polyzentrische Governance“. Dr. Sconfienza entwickelt am Kolleg eine Theorie zur Beschreibung und für ein besseres Verständnis globaler Umweltpolitik unter dem Titel ‚The Post-Sustainability Trilemma‘.

Publikationen

Publikation: From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language, ©KHK

Katja Freistein, Frank Gadinger, Christine Unrau
From the Global to the Everyday: Anti-Globalization Metaphors in Trump’s and Salvini’s Political Language (Global Cooperation Research Papers 24), Duisburg 2020
ISSN: 2198-1949 (Print)
ISSN: 2198-0411 (Online)
DOI: 10.14282/2198-0411-GCRP-24
https://www.gcr21.org/publications/gcr/research-papers/

Der Beitrag Neues aus dem Käte Hamburger Kolleg / Centre for Global Cooperation Research (KHK/GCR21) erschien zuerst auf International Development Blog.

27. März 2020

ONE - 27. März 2020 - 12:13

1. Corona: Müller fordert Aktionsplan für Entwicklungskänder
Beim gestrigen G20-Sondergipfel per Videokonferenz zur Corona-Pandemie sicherten die teilnehmenden Staats- und Regierungsoberhäupter Entwicklungsländern Unterstützung zur Bewältigung der Pandemie zu, wie unter anderem der Tagesspiegel, Zeit Online und die Frankfurter Rundschau berichten. Insgesamt wollen die G20-Staaten fünf Billionen Dollar in die Weltwirtschaft investieren, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Entwicklungsminister Gerd Müller orderte zudem ein „umfassendes, international abgestimmtes Stabilisierungspaket“. Darin sollen konkrete Maßnahmen festgelegt werden, wie Entwicklungsstaaten in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, soziale Sicherung und Wirtschaft unterstützt werden können. Er hob hervor, dass nicht nur die humanitären Folgen katastrophal, sondern auch die wirtschaftlichen Folgen weitreichend sein werden. Solche konkreten Maßnahmen seien beim G20-Treffen nicht erarbeitet worden. Jedoch zeigen sich die G20 grundsätzlich bereit, entwicklungspolitische und humanitäre Maßnahmen zu finanzieren.

2. UNICEF warnt vor Rückgang der Impfrate
Aufgrund der gegenwärtigen Corona-Pandemie werden weltweit weniger Kinder geimpft, warnt das UN-Kinderhilfswerk Unicef. Das melden unter anderem die Junge Welt und Yahoo Nachrichten sowie die Agentur AFP. Aufgrund der Ausgangssperren lassen weniger Eltern ihre Kinder impfen. Zudem komme es zu einer „Knappheit“ medizinischer Produkte. Dadurch neigen mehr Eltern dazu, die Impfung aufzuschieben. Dies könne in stärker von Armut betroffenen Ländern verheerende Folgen haben. In vielen Ländern sind andere Infektionskrankheiten wie Cholera oder Masern, für die es bereits einen Impfschutz gibt, weit verbreitet. Ohne Impfung steige auch das Risiko, sich mit diesen Krankheiten zu infizieren. Unicef-Chefin Henrietta Fore fordert daher, die „Immunisierungsbemühungen zu intensivieren“.

3. Mali: Oppositionsführer entführt
Soumaila Cissé, Vorsitzender der malischen Oppositionspartei URD, ist in seinem Wahlbezirk Niafunké entführt worden, wie die Tageszeitung (taz), die Junge Welt und Yahoo Nachrichten melden. Bei einer Wahlkampftour sei es zu einem Überfall mit Schusswechsel gekommen. Seitdem werden Cissé und elf Mitglieder seiner Delegation vermisst. Die URD gab am Donnerstag bekannt, dass die Leiche von Cissés Leibwächter gefunden worden sei. Die Entführung sei auch seitens der Regierung bestätigt worden. Sie bemühe sich um die Auffindung des Vermissten. Derzeit sei kein Erkennungsschreiben bekannt. Mehrere islamistische Terrorgruppen seien in der Region aktiv. Bereits eine Woche zuvor habe die Opposition Sicherheitsbedenken für Politiker*innen im Wahlkampf geäußert.

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