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How Germany and France could play a leading role in international donor coordination

DIE - 15. Mai 2020 - 13:15

The future shape of European trade policy and the right stance to take in security and climate matters are currently the subject of fierce Franco-German debate. These issues are also relevant to development policy in the context of the overarching 2030 Agenda for Sustainable Development. Despite the opportunities afforded to them as strong donor countries to pursue joint approaches, Germany and France often tend to cooperate on an ad hoc basis rather than as part of a strategy (Krüger & Vaillé, 2019). Signed on 22 January 2019, the Aachen Treaty serves to renew the cooperation on Franco-German development cooperation (DC) formalised in the Élysée Treaty and offers the two countries a way to overcome differences and contribute jointly to global sustainable development (Aachen Treaty, Chapter 2, Article 7). Against this backdrop, this paper discusses challenges and opportunities for Franco-German DC based on two case studies in Cameroon and Morocco, which illustrate how differing mandates and methods being applied by the implementing organisations are preventing closer cooperation on the ground. Diverging political priorities, including within the national donor administrations, are also making it harder to engage in dialogue with the partner countries, especially if these have only limited capacity for donor coordination. If Germany and France succeed in overcoming their current differences, they will be able to attract other donors, particularly EU actors, for joint initiatives. Four policy recommendations can be derived from this:
1.    Improving coherence between DC systems:
Even if the donor countries continue to maintain different political structures, the functional cooperation between the relevant actors will need to be supported at upper political levels. Coherence within the German and French DC systems should also be increased.
2.    Germany and France should make it easier to launch joint projects:
Programming cycles need to be better coordinated in the interests of the political dialogue on DC. At the same time, the mutual recognition of procedures that form part of both countries’ technical cooperation (TC) and financial cooperation (FC) should be afforded greater political support.
3.    Selecting partner countries and sectors strategically:
Focusing on common priorities and sectors is advisable, especially in partner countries with limited capacity for coordination. Franco-German cooperation with middle-income countries should also be strengthened strategically in order to support projects requiring substantial financing in sectors such as renewable energy.
4.    Structuring Franco-German cooperation so as to be open to other partners:
Germany and France should commit to a common Europe-wide implementation approach and promote its application in partner countries through pilot projects. Franco-German DC should also be structured so as to be open to other actors and should campaign for the preservation of global public goods in international organisations in which both donors play an active part (e.g. in the Global Fund to Fight AIDS, Tuberculosis and Malaria).

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15.05.2020 Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller zum Bericht "Kompass 2020" von Welthungerhilfe und terre des hommes Deutschland

BMZ - 15. Mai 2020 - 13:00
"Auch in der Corona-Krise bleibt das wichtigste Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit die Überwindung von Hunger und Armut. Schon jetzt befinden sich die Entwicklungs- und Schwellenländer nicht nur in einer Gesundheitskrise, sondern auch einer Ernährungs- und Wirtschaftskrise. Gerade die schwächsten Menschen brauchen unsere Unterstützung – das sind Kinder und Familien in Krisen- und Flüchtlingsregionen. Für sie werden wir unser Engagement in den ...
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„Dieser Sturm wird vorübergehen“

Misereor - 15. Mai 2020 - 12:26
Claudette Azar hilft bei unserem Projektpartner JRS in Syrien Kindern und Jugendlichen, die unter den Folgen des Krieges leiden. Im März kam sie nach Deutschland, um im Rahmen der MISEREOR-Fastenaktion „Gib Frieden“ über die Situation in ihrem Heimatland zu berichten. Dann kam Corona. Claudette Azar kehrte nach Hause zurück und musste feststellen, dass zu der ohnehin schwierigen Situation, eine neue Gefahr hinzugekommen war. Doch davon lässt sie sich den Mut nicht nehmen.

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Der Beitrag „Dieser Sturm wird vorübergehen“ erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

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Afrika braucht die WHO

E+Z - 15. Mai 2020 - 11:56
Trumps Streichung von WHO-Mitteln kommt Afrika teuer zu stehen

Aus afrikanischer Sicht haben weder China noch die USA überzeugend auf die Pandemie reagiert. Hätte China schneller und transparenter gehandelt, hätte die Ausbreitung des Coronavirus vielleicht gestoppt werden können. Andererseits ist es der US-Regierung offensichtlich auch nicht gelungen, eine schlüssige Politik zur Eindämmung der Krise zu formulieren, sodass sie jetzt Sündenböcke braucht. Die wachsende Spannung zwischen den beiden Supermächten ist unheimlich, denn sie macht internationale Zusammenarbeit schwieriger.

Trump wirft der WHO Fehlverhalten vor. Sie habe die Probleme verheimlicht und Partei für China ergriffen. Zur Strafe hat er die US-Beiträge zu ihrer Finanzierung gestrichen. Mitte Mai drohte er dann, die Mitgliedschaft der USA in der WHO zu beenden. All das ist aus Kritikersicht Teil seiner Jagd auf Sündenböcke. Wer seine Äußerungen in den vergangenen Monaten verfolgt hat, weiß, dass die WHO im Vergleich zu ihm kompetent und kohärent agiert hat.

Unmut über Trumps Entscheidung wurde sofort laut – und zwar in Washington. Lawrence Gostin, Professor für globale Gesundheitspolitik an der dortigen Georgetown University, sagte: „Wenn die WHO nicht mit ganzer Kraft arbeiten kann, wird es sehr viel mehr Tote geben – und zwar nicht nur in Subsahara-Afrika, sondern auch in den USA.“

Der Nationale Rat der zivilgesellschaftlichen Organisationen Guineas (CNOSCG) bezeichnet Trumps Entscheidung als „irrational“. Der Chef der Westafrikanischen Gesundheitsorganisation, Stanley Okolo, warnt, die Länder seiner Weltregionen könnten bald weniger in der Lage sein, gefährliche Krankheiten wie Polio, HIV/Aids und Malaria zu bekämpfen. Besonders Impfkampagnen werden beeinträchtigt werden.

Okolos Organisation untersteht der westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS (Economic Community of West African States), aber die Lage ist auch in anderen afrikanischen Regionen ernst. Südafrikas Außenministerium teilte mit, es sei alarmierend, „dass diese Entscheidung mitten in einer globalen Krise gefallen ist, in der die WHO mit aller Energie den Kampf gegen die tödliche Covid-19-Pandemie unterstützen muss“.

Wir wissen seit langem, dass es den nationalen Gesundheitswesen südlich der Sahara selbst in normalen Zeiten allenthalben an Mitteln fehlt (siehe Gesundheitsdossier auf unserer Website). Zwar bekommen sie Unterstützung von Institutionen wie der Bill & Melinda Gates Foundation, der Weltbank und bilateralen Gebern. Diese werden aber die Schwächung der WHO nicht ausgleichen.

Der Journalist Omar Dieng aus Dakar urteilt: „Trump unterminiert die WHO und ihre Programme.“ Er fragt sich, ob es eine Rolle spiele, dass WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus Äthiopier ist. Dieng glaubt nicht, dass das Weiße Haus einem Spitzenmann aus den USA das Geld gestrichen hätte. Dieng hält es für richtig, Schwachpunkte der WHO zu kritisieren, aber in der aktuellen Krise dürfe die multilaterale Institution nicht geschwächt, sondern müsse gestärkt werden.

Bislang hat Covid-19 in Afrika noch vergleichsweise wenig Menschenleben gefordert, aber das kann sich noch ändern. Fest steht, dass der Kontinent schon riesige Gesundheitsprobleme hatte, bevor die Pandemie begann. Aus afrikanischer Sicht ist die WHO unverzichtbar.

Karim Okanla ist Mediendozent und freiberuflicher Autor in Benin.
karimokanla@yahoo.com

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The Role of preferences for pro-environmental behaviour among urban middle class households in Peru

DIE - 15. Mai 2020 - 11:38

Pro-environmental behaviour (PEB) is known to reflect people’s social preferences, time preferences and risk preferences. Previous research has tended to consider these in isolation, which means they may proxy for omitted ones, leading to biased estimates. Moreover, it has not considered ambiguity preferences, which for some PEBs is conceptually more relevant than risk preferences. Using a survey module from the Global Preference Survey (GPS), we investigate the role of a large range of preferences for PEB in a sample of 900 middle class households in Lima, Peru. The PEBs we consider are habitually saving energy, avoiding the use of plastics, and limiting expenditures on electricity. We find that social preferences matter mainly for saving-energy behaviour; time, risk and ambiguity preferences matter mainly for the consumption of plastics; and time and ambiguity preferences matter for expenditures on electricity. The insight that particular preferences matter for particular PEBs has important policy implications.

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Hilfswerke fordern stärkeres Engagement der Bundesregierung

Welthungerhilfe - 15. Mai 2020 - 11:00
Kompass 2020 – Bericht zur Wirklichkeit der deutschen Entwicklungspolitik: Corona-Krise hat verheerende Folgen für die ärmsten Länder
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Deutsche ODA in Daten, Fakten und Trends

Welthungerhilfe - 15. Mai 2020 - 9:40
Die Mittel für die staatliche Entwicklungszusammenarbeit halten nicht mit der Ambition der Agenda 2030 Schritt. Eine Analyse der Welthungerhilfe aus dem Bericht "Kompass 2020".
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Blauer Brief in Sachen Kinderrechte

Welthungerhilfe - 15. Mai 2020 - 9:39
Das BMZ möchte Kinder- und Jugendrechte in der Entwicklungszusammenarbeit stärken, doch genaue Zahlen fehlen. Ein Kommentar von terre des hommes aus dem Bericht "Kompass 2020".
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Corona ist sexistisch! 5 geschlechterspezifische Auswirkungen der Pandemie

ONE - 15. Mai 2020 - 9:31

Hier erklärt ONE-Jugendbotschafterin und Frauenrechtsaktivistin Shila, warum Frauen stärker von COVID-19 betroffen sind, als Männer. 

Das Corona-Virus hat mittlerweile alle Länder der Welt erreicht. Doch nicht alle sind gleich stark von den Auswirkungen des Virus betroffen. Bestehende Ungerechtigkeiten, wie Hunger oder Armut, werden durch die Pandemie verstärkt werden. So werden auch Frauen und Mädchen die Auswirkungen stärker und länger zu spüren bekommen als Männer und Jungen.

  1. Mehr Frauen im Gesundheitssektor

Auch das Risiko, sich mit dem Virus anzustecken ist abhängig vom Geschlecht. Dies könnte daran liegen, dass fast 70 Prozent des weltweiten Gesundheitspersonals weiblich sind. Während Männer immer noch leitende Positionen im Gesundheitssektor innehaben, sind es Frauen, die im Einsatz gegen COVID-19 ohne genügend Schutzmaterial und unter hoher Belastung an den Krankenbetten stehen. Somit sind sie einem erhöhten Risiko ausgesetzt, sich mit dem Virus zu infizieren.

Jugendbotschafterin Amina im Gespräch mit Arlinda. Seit 14 Jahren arbeitet sie im Gesundheitszentrum Xipamanine in Mosambik. (Foto: Gavi / Isaac Griberg)

  1. Weniger Zugang zu Verhütungsmitteln und Beratungsstellen

Die Schutzmaßnahmen gegen Corona führen auch zum Herunterfahren der Kondomproduktion und zur Schließung von Beratungsstellen für Familienplanung. Dies führt dazu, dass Mädchen und Frauen keinen oder nur einen eingeschränkten Zugang zu Verhütungsmitteln und Beratung haben. Die UN-Agentur für sexuelle und reproduktive Gesundheit, UNFPA, geht davon aus, dass mehr als 47 Millionen Mädchen und Frauen ihren Zugang zu Verhütungsmitteln verlieren. In den kommenden Monaten könnte das zu 7 Millionen ungewollten Schwangerschaften führen.

Eine Knappheit von Kondomen wird zudem auch Auswirkungen auf die Verbreitung von sexuell übertragbaren Krankheiten haben. Gerade in Subsahara-Afrika könnte das zu Problemen in der Eindämmung von HIV führen.

  1. Weniger Mädchen in der Schule

Durch die weltweiten Schulschließungen erhöhen sich auch die Schulabbrecherquoten. Wird heranwachsenden Frauen eine Schulbildung verweigert, haben sie ein erhöhtes Risiko von sexueller Ausbeutung, einer Frühschwangerschaft sowie von Früh- und Zwangsheirat, warnt die UNESCO.

Safi Mballo in ihrer Schule in der Kolda-Region im Senegal. Sie sagt, dass Bildung für Mädchen wichtig ist und es ein Problem ist, dass Mädchen früher von der Schule genommen werden, um verheiratet zu werden. (Foto: ONE Senegal)

  1. Mehr Armut

Wir bei ONE wissen: Armut ist sexistisch. Die wirtschaftliche Instabilität, die durch die Corona-Krise ausgelöst wurde und in der Zukunft noch verstärkt wird, werden besonders verheerende Auswirkungen auf Frauen haben. Denn schon vor Corona haben Frauen weniger verdient, weniger Zugang zu Sozialleistungen gehabt und überproportional häufig im informellen Sektor gearbeitet. Die UN geht davon aus, dass diese Startvoraussetzungen dazu führen, dass Frauen den wirtschaftlichen Schock der Pandemie weniger gut verkraften können als Männer und länger unter den wirtschaftlichen Auswirkungen leiden werden.

  1. Mehr Gewalt gegen Mädchen und Frauen

Aktuelle Zahlen zeigen, dass sich seit dem Ausbruch von COVID-19 Gewalt gegen Mädchen und Frauen und insbesondere häusliche Gewalt vervielfältigt hat. Da zur Eindämmung des Virus in vielen Ländern Quarantäne-Maßnahmen angeordnet wurden, werden Mädchen und Frauen, die mit gewalttätigen Partnern zusammenleben, von Hilfseinrichtungen und Unterstützung aus ihrem Umfeld isoliert.

António Guterres, UN-Generalsekretär, appelliert an die Weltgemeinschaft, dass die Erholung von der Corona-Krise zu einer besseren Welt führen muss. Das kann jedoch nur gelingen, wenn geschlechterspezifische Auswirkungen der Krise analysiert und adressiert werden. Alle Reaktionspläne, Rettungspakete und Finanzierungsmaßnahmen müssen umfassend geschlechtersensibel sein. Außerdem sollten Frauen und Frauenrechtsorganisationen an der Gestaltung dieser Lösungsansätze teilhaben. Nur so ist es uns möglich, die geschlechterspezifischen Auswirkungen der Pandemie zu überwältigen und einen Schritt vorwärts – und nicht rückwärts – in Richtung einer geschlechtergerechteren Welt zu machen.

Du möchtest dich dafür einsetzten, dass wir nach der Krise besser dastehen als vorher? Dann unterzeichne jetzt unsere Petition und rufe führende Politiker*innen weltweit zu einem internationalen und inklusiven Pandemie-Reaktionsplan auf!

 

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Digitalizing agriculture in Africa: promises and risks of an emerging trend

EADI Debating Development Research - 15. Mai 2020 - 9:22
by Fabio Gatti and Oane Visser  | EADI/ISS Blog Series The potential of the digitalization of agriculture in Africa to contribute to food security, poverty reduction and environmental sustainability agendas is being increasingly recognized, as shown by growing investment in digital technologies that are supposed to help small-scale farmers to ‘upgrade’ the way they farm. However, …
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Wenn Hunger zur Kriegswaffe wird

Welthungerhilfe - 15. Mai 2020 - 9:22
Die grausame Methode der Kriegsführung schien allmählich der Vergangenheit anzugehören. Doch seit einigen Jahren kommt sie wieder vermehrt zum Einsatz. Ein Kommentar der Welthungerhilfe aus dem Bericht "Kompass 2020".
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Tornado-Nachfolge: Fähigkeiten und Anpassungszeiträume sind entscheidend

SWP - 15. Mai 2020 - 0:00

Der Prozess der Auswahl eines Nachfolgemodells für den Tornado der Luftwaffe nähert sich der finalen Phase. Die Bundesministerin der Verteidigung hat den ressortintern erarbeiteten Vorschlag Mitte April dem Verteidigungsausschuss des Bundestages vorgestellt und damit auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die verbindliche Entscheidung über die Beschaffung trifft das Parlament voraussichtlich in der näch­sten Legislaturperiode. Eine weitere Verzögerung des Auswahlprozesses wäre in mehr­facher Hinsicht schädlich. Dabei geht es längst nicht mehr nur um ein neues Flugzeug – die Politik hat zugleich darüber zu entscheiden, welche Luftwaffe sie haben will.

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UN Monitor : COVID-19 Tour d’horizon 15/05/2020

Global Policy Watch - 14. Mai 2020 - 23:53

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Télécharger UN Monitor (version pdf).

“Le SDN [système de développement des Nations unies] est mieux positionné et prêt à accompagner les pays qui cherchent à répondre à la pandémie COVID-19 et à accélérer la mise en œuvre des SDG. Le système revigoré des coordonnateurs résidents [CR] est désormais fermement en place, ce qui garantit un leadership plus fort et indépendant du SDN au niveau national. Une nouvelle génération d’équipes de pays des Nations unies, plus cohésives et plus réactives aux besoins et priorités nationaux, est en train de prendre forme. Des bases solides ont été jetées pour favoriser une culture de résultats et d’apprentissage et pour améliorer l’efficacité des opérations. Il reste cependant des défis à relever et des efforts continus sont nécessaires pour assurer une consolidation plus poussée grâce à un leadership permanent de toutes les parties concernées, un financement durable du système de CR, une capacité renforcée en matière d’évaluations à l’échelle du système et une meilleure mise en œuvre du pacte de financement”.

Ces mots du Secrétaire général des Nations unies, António Guterres, introduisent un rapport et évaluation des progrès de la réforme du système de développement des Nations unies, qui sera examiné lors du segment des activités opérationnelles pour le développement (OAS) de l’ECOSOC. Ce segment se déroulera virtuellement, du 19 au 22 mai et le 27 mai, et son programme officiel ainsi qu’une série de rapports sont maintenant disponibles en ligne.

En amont des délibérations de l’Assemblée générale des Nations unies qui auront lieu plus tard cette année, ce segment de l’ECOSOC mesure la mise en œuvre de l’examen quadriennal complet des activités opérationnelles de développement du système des Nations unies (QCPR). Il sert également de “responsabilité et d’accélération des performances et des résultats à l’échelle du système en ce qui concerne l’Agenda 2030”. À la lumière de COVID-19, le segment évaluera dans quelle mesure les réformes de l’UNDS ont amélioré la capacité des Nations unies à répondre aux besoins de développement dans les pays.

Le rapport du Secrétaire général sur la “Mise en œuvre de la résolution 71/243 de l’Assemblée générale sur le QCPR” souligne comment le repositionnement et la réforme en cours de le SDN ont aidé les réponses nationales à la COVID-19. Le processus du QCPR a débuté il y a quatre ans et, en septembre-novembre 2020, l’Assemblée générale examinera le cadre et les recommandations. Le prochain OAS de l’ECOSOC alimentera directement ce processus de révision.

Le rapport donne la priorité à la poursuite du travail de réforme, ce qui laisse entendre que : “Le SDN que nous voyons aujourd’hui répondre à la crise COVID-19 est, à bien des égards, le SDN vers lequel nous nous sommes orientés au cours des quatre dernières années”.

Il comprend une analyse du financement, répondant à l’appel du QCPR “pour plus de transparence et de responsabilité dans le financement des activités opérationnelles pour le développement”. En outre, le rapport du Bureau de coordination du développement évalue les progrès réalisés dans la redynamisation du système des coordinateurs résidents et la reconfiguration de la structure de l’équipe de pays des Nations unies.

Lors d’une récente réunion du Conseil économique et social (ECOSOC), les membres de le SDNS ont examiné les efforts déployés à l’échelle du système pour traiter la COVID-19 et ses effets de grande portée : “Unir nos forces : Solutions politiques efficaces pour la réponse à la COVID-19”.

Le secrétaire général adjoint aux affaires économiques et sociales, Liu Zhenmin, a souligné certaines conclusions initiales du prochain rapport d’avancement du SDG 2020 dans ce contexte, en declarant :

“Entre 40 et 60 millions de personnes sont susceptibles d’être repoussées dans l’extrême pauvreté à la suite de COVID-19, la première augmentation de la population pauvre en trois décennies. Le manque de ressources financières nationales, les niveaux élevés d’endettement et la fragilité des systèmes de santé constituent un défi urgent pour de nombreux pays… Les inégalités préexistantes, à divers niveaux, semblent aggraver la vulnérabilité des personnes à la pandémie et à ses impacts”.

Lors de la réunion, la présidente de l’ECOSOC, Mona Juul, a donné des précisions :

“Et bien que ce virus nous affecte tous, il n’a pas été un égalisateur. Il a mis en évidence les inégalités dans nos sociétés et les a aggravées. Ces disparités devraient être notre catalyseur, et notre appel à mieux reconstruire. Avec des réponses au niveau national qui sont façonnées par les droits de l’homme et les respectent”.

Elle a ensuite souligné le rôle de l’ECOSOC en tant que coordinateur de le SDN:

“L’ECOSOC a un pouvoir de rassemblement unique pour toute une série de parties prenantes, des États membres à nos partenaires de la société civile et au secteur privé. Ceci, ajouté au rôle de l’ECOSOC pour guider et coordonner son écosystème d’entités – et d’agences spécialisées – nous place dans une position idéale pour préparer une réponse multilatérale pour l’avenir. Une réponse qui permette aux pays de faire face à la crise sanitaire immédiate, d’endiguer les impacts sociaux et économiques et d’accélérer nos efforts pour atteindre les objectifs de développement durable”.

La vice-secrétaire générale Amina Mohammed a souligné le rôle des Nations unies au niveau des pays dans le cadre de la COVID-19. Elle a cité des exemples d’équipes de pays des Nations unies au Ghana qui s’efforcent de protéger les moyens de subsistance, au Népal qui créent des centres d’appel, et au Cameroun qui élargissent l’accès à l’eau, à l’assainissement et aux services d’hygiène dans les communautés vulnérables. Elle a ensuite décrit la stratégie, ancrée dans l’Agenda 2030 :

“En tirant les leçons des crises précédentes et en tirant parti de notre capacité à travailler efficacement ensemble grâce à la réforme des Nations unies, nous avons mis tous les atouts du système de développement des Nations unies au service des pays. Notre réponse reflète :

    • Une offre intégrée et coordonnée des Nations unies sous la direction du système renforcé des coordonnateurs résidents ;
    • Une expertise politique de l’ensemble du système pour soutenir les gouvernements dans les difficiles compromis nécessaires pour aider à maintenir les progrès dans le temps sans aggraver l’instabilité économique et sociale et la dégradation de l’environnement ;
    • Modalités établies et nouvelles pour le financement rapide des programmes liés à COVID-19 dans les pays ;
    • et des partenariats plus solides avec les institutions financières internationales, les organisations de la société civile, le secteur privé, les universités et la communauté scientifique ;”

Elle a ajouté : “Le Secrétaire général a créé le Fonds d’intervention et de redressement COVID-19 au début du mois d’avril pour aider à catalyser l’action conjointe des équipes de pays des Nations unies afin de soutenir les pays et les communautés les plus vulnérables… Une mobilisation et un soutien international accrus sont toutefois nécessaires. Nous avons estimé à des milliards et nous en recevons des millions”.

Une liste impressionnante de plus de 150 signataires, dont des dirigeants mondiaux, passés et présents, des experts en santé, en économie et en droits de l’homme, lancent un appel en faveur d’un vaccin populaire – “Accessible à tous. Dans tous les pays. Gratuit”.

La lettre note : “Ce n’est pas le moment de permettre que les intérêts des entreprises et des gouvernements les plus riches soient placés avant la nécessité universelle de sauver des vies, ou de laisser cette tâche massive et morale aux forces du marché. L’accès aux vaccins et aux traitements en tant que biens publics mondiaux est dans l’intérêt de toute l’humanité. Nous ne pouvons pas nous permettre que les monopoles, la concurrence grossière et le nationalisme myope fassent obstacle”.

Leur appel : “pour un accord mondial sur les vaccins, les diagnostics et les traitements COVID-19 – mis en œuvre sous la direction de l’Organisation mondiale de la santé” précise qu’un tel accord :

  • Garantit le partage mondial obligatoire de toutes les connaissances, données et technologies liées à COVID-19 avec un ensemble de licences COVID-19 librement accessibles à tous les pays. Les pays devraient être habilités et autorisés à utiliser pleinement les sauvegardes et les flexibilités convenues dans la déclaration de Doha de l’OMC sur l’accord sur les ADPIC et la santé publique afin de protéger l’accès aux médicaments pour tous.
  • Établir un plan mondial et équitable de fabrication et de distribution rapide – entièrement financé par les pays riches – pour le vaccin et tous les produits et technologies COVID-19, qui garantisse la transparence “au prix coûtant réel” et l’approvisionnement en fonction des besoins. Il est urgent d’agir pour renforcer massivement les capacités mondiales de fabrication de milliards de doses de vaccins et pour recruter et former les millions d’agents de santé rémunérés et protégés nécessaires à leur distribution.
  • Garantit que les vaccins COVID-19, les diagnostics, les tests et les traitements sont fournis gratuitement à tous, partout. L’accès doit être prioritairement réservé aux travailleurs de première ligne, aux personnes les plus vulnérables et aux pays pauvres les moins à même de sauver des vies”.

Parmi les signataires figurent Nana Addo Dankwa Akufo-Addo – Président de la République du Ghana ; Imran Khan – Premier ministre de la République islamique du Pakistan ; Cyril Ramaphosa – Président de la République d’Afrique du Sud et Président de l’Union africaine ; Macky Sall – Président de la République du Sénégal ; Anciens dirigeants de la Finlande, de la Lettonie, de l’Équateur, des Pays-Bas, du Royaume-Uni, du Canada, de l’Italie ; Membres de la société civile, universitaires et membres du système des Nations unies, y compris des agences et des secrétaires exécutifs régionaux.

Prochaines réunions, decisions

  • Le segment des activités opérationnelles de l’ECOSOC aura lieu virtuellement du 19 au 22 mai
    et le 27 mai
  • La déclaration ministérielle pour les négociations informelles du FPHN se poursuivra virtuellement en juin 2020, pour préparer le Forum en juillet 2020
  • Dialogue interactif informel avec le candidat au poste de président de l’Assemblée générale pour la 75e sesión

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Gesucht: Graphiker*in für Publikationsprojekt

Forum Umwelt & Entwicklung - 14. Mai 2020 - 18:10

Das Forum Umwelt und Entwicklung (www.forumue.de), ein zivilgesellschaftliches Netzwerk, sucht eineN Graphiker*in für ein neues Layoutkonzept für zwei unserer Print/pdf Publikationen: Positionspapiere und Policy Briefings.

Bsp. Postionspapier: https://www.forumue.de/wp-content/uploads/2019/02/Stellungnahme-dt.-NGOs-zu-SAICM-Post2020.pdf

Bsp. Policy Paper: https://www.forumue.de/deutschland-muss-endlich-nachhaltig-werden/

 

Wir sind auf der Suche nach kreativen Ideen für ansprechende, seriöse Layoutvorlagen für diese beiden, regelmäßig erscheinenden Publikationen, die Meinungen und Lobbyforderungen des Forums und seiner Mitglieder umfassen. Die Graphikvorlagen sollen dementsprechend verbandsneutral (keine corporate identity schaffen/umfassen) und für vielseitige Themen nutzbar sein und neue Formen finden, textlastige Inhalte modern und leicht zugänglich dazustellen.

 

Der Auftrag umfasst Absprachen mit dem Team des Forum Umwelt und Entwicklung und das Erstellen sowie Bereitstellen von Layoutvorlagen in für uns weiterverarbeitbaren Formaten (bspw. Indesign).

 

Bei Interesse bis zum 22.05. melden bei abshagen@forumue.de inkl. Anhang/ Verlinkung von Arbeitsbeispielen und realistischer Berechnung von zeitlichem und materiellem Aufwand und einem marktüblichen Stundensatz. Ausdrücklich erwünscht sind Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Behinderung, LGBTIQ und Frauen.

 

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Couch-Aktivismus hat´s voll drauf!

ONE - 14. Mai 2020 - 16:56

Hier bloggt unsere Jugendbotschafterin Toni über ihre Erfahrungen mit „Home Activism“.

Zurzeit verbringen wir alle mehr Zeit zuhause in den eigenen vier Wänden. Selbst wer noch regulär zur Arbeit oder wieder zur Schule geht, verbringt meist den Rest des Tages kaum unter Menschen oder unterwegs. Durch die entschleunigte Welt des Konsumierens und des Unterwegsseins bleiben doch mehr kleine Momente der Ruhe, des Nachdenkens und der Zeit in der Natur. Aber wie kann man sich in dieser schwierigen Zeit für etwas einsetzen, das einen bewegt? Wir ONE-Jugendbotschafter*innen haben mal ausprobiert, was vom Sofa aus alles so möglich ist.

E-Mails für den Minister

Am 8. April 2020 haben sich die Entwicklungsminister*innen der Europäischen Union virtuell getroffen. Ihr Anliegen? Wie die EU bei der weltweiten Bekämpfung der Corona-Pandemie unterstützen und helfen kann. Das haben wir zum Anlass genommen, um Kontakt zu unserem Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller aufzunehmen. Viele von uns haben ihm eine persönliche E-Mail geschrieben und unsere Sorgen zur Krise und Bitten für die anstehende Konferenz mitgeteilt. Das Virus stoppt nämlich nicht an unserer Haustür oder Ländergrenze. Es trifft vor allem Länder, in denen extreme Armut herrscht, wo die Gesundheitssysteme schon jetzt überlastet sind und eine solche Pandemie die Kapazitätsgrenzen des Landes sprengt. Umso wichtiger sind jetzt globale Solidarität, Menschlichkeit und finanzielle Unterstützung für diejenigen, die besonders stark betroffen sind. Denn nur wenn langfristig und dauerhaft in die Stärkung der Gesundheitssysteme weltweit investiert wird, können extreme Armut und vermeidbare Krankheiten erfolgreich bekämpft werden.

Toni schreibt eine E-Mail an den Minister

Und es wirkt!

Zu unserer großen Überraschung haben wir tatsächlich zwei Wochen später eine Antwort vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung erhalten, welche mit dem persönlichen Dank von Minister Müller für unseren Einsatz versehen ist. Das Antwortschreiben stimmt uns sehr zuversichtlich: Das Ministerium sichert zu, sein „Engagement im Gesundheitsbereich breiter aufstellen und erheblich verstärken“ zu wollen. Dies soll „Priorität in den kommenden Monaten sein“ und die Arbeit „darüber hinaus entscheidend prägen“. Das ist ein super Schritt in die richtige Richtung und deswegen werden wir in den kommenden Wochen und Monaten auch immer wieder nachhaken und den Minister an seine Vorsätze erinnern. Vor allem muss sichergestellt werden, dass das Engagement nicht nach der Eindämmung der Corona-Pandemie aufhört, sondern wie angekündigt, die nachhaltige Stärkung der weltweiten Gesundheitssysteme Priorität wird.

Brief von Minister Müller an die ONE-Jugendbotschafter*innen

Couch-Aktivismus – let´s get started!

Jeder kann, egal von wo und in welchem Ausmaß etwas bewirken. Das zeigt die Antwort von Herrn Müller nochmal deutlich. Hast Du jetzt auch Lust auf ein wenig Couch-Aktivismus bekommen? Dann unterschreibe und verbreite doch unsere ‘ONE World‘-Kampagne und setz dich so für eine globale Reaktion auf die Covid-19-Pandemie ein. Falls Dir das noch nicht reicht, gibt es auf unserem Blog noch mehr Ideen für dein Engagement in den eigenen vier Wänden.

Und hier noch ein Zitat von der wunderbaren Anne Frank für alle, die schon als Couch-Aktivist*innen aktiv sind und an alle, die es noch werden wollen:

Viel Spaß und ich versichere Euch: Es lohnt sich!

 

 

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Wieso du das Global Agriculture and Food Security Programme (GAFSP) kennen solltest 

ONE - 14. Mai 2020 - 16:24

Für das Jahr 2030 streben wir das Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele an. Diese umfassen in Ziel 2 (Sustainable Development Goal 2, SDG2) das Vorhaben, dass kein Mensch auf der Welt mehr an Hunger leiden soll. Viele Organisationen setzen sich seit vielen Jahren für nachhaltige Landwirtschaft und stabile Ernährungssysteme ein. Dazu gehören Regierungen und die Welternährungsorganisation (FAO) genauso wie Nichtregierungsorganisationen.  

Was ist GAFSP?  

Einen besonderen Ansatz hat dabei das Global Agriculture and Food Security Programme (GAFSP). Die 2010 von den G20 ins Leben gerufene Organisation ist eine nachfrageorientierte globale Partnerschaft, bei der die direkte Unterstützung von Kleinbäuer*innen, und besonders von Frauen in der Landwirtschaft, im Mittelpunkt steht. Die Herangehensweise von GAFSP regt lokale Regierungen zu effektiver Zusammenarbeit mit Produzent*innen an, da diese sich erst nach Rücksprache mit Bäuer*innen für Gelder bewerben können. So stellt GAFSP sicher, dass seine Mittel an die Stellen fließen, an denen sie tatsächlich gebraucht und auch direkt eingesetzt werden.  

Landwirtschaft ist ein Schlüsselsektor in vielen Ländern Afrikas (Credit: A.Fleuret, USAID)

Ernährungssicherheit in Zeiten von COVID-19 

Mehr als 1 Milliarde Menschen auf der Welt haben täglich mit Unterernährung und fehlendem Zugang zu Lebensmitteln zu kämpfen. Viele von ihnen leben in den am wenigsten entwickelten Ländern (Least Developed Countries, LDCs), von denen eine Großzahl in Subsahara-Afrika liegt. Diese Menschen treffen Gesundheitskrisen wie COVID-19 und finanziellen Engpässe besonders hart. Wirtschaftlicher Abschwung, Wegfall an Einkommen und Rücküberweisungen und steigende Lebensmittelpreise erschweren den Zugang zu Lebensmitteln zusätzlich. Deshalb müssen Pandemien wie COVID-19 dringend auch als Krisen für globale Ernährungssicherheit erkannt werden. Organisationen wie GAFSP denken hier schnell und ergreifen Maßnahmen für akute Auswirkungen in der Landwirtschaft sowie Post-Pandemieszenarien.  

Nachhaltige Landwirtschaft und Ernährung müssen in einem globalen Pandemie-Reaktionsplan mitgedacht werden. Durch COVID-19 könnte sich die Zahl der an Hunger leidenden Menschen auf der Welt bis Ende 2020 verdoppeln und Millionen zurück in die extreme Armut gedrängt werden. Um das zu verhindern, müssen Programme wie GAFSP erfolgreich ausfinanziert werden.  

Finanzierungskonferenz für 2020 – 2025 

Diesen Sommer ruft GAFSP erstmals weltweit Regierungen und Geber*innen auf, seine wichtigen Projekte für die kommenden fünf Jahre mit 1,5 Mrd. US-$ zu finanzieren. Mit diesen Geldern würde ein Erreichen von SDG2 in Reichweite rücken. Eine erfolgreiche Finanzierungskonferenz stellt nicht nur sicher, dass akute Schwachstellen globaler Ernährungssysteme unterstützt, sondern diese auch auf lange Sicht für Herausforderungen wie Pandemien, Wirtschaftskrisen und die Auswirkungen des Klimawandels gerüstet werden. Diese Hürden hat GAFSP frühzeitig erkannt und zu Kernelementen des kommenden 5-Jahres-Plans gemacht. Die deutsche Bundesregierung wird die virtuelle Konferenz im Sommer 2020 ausrichten und hat damit die Chance, sich in der Gastgeberrolle besonders vehement für eine starke Finanzierung auszusprechen.  

10 Jahre … 

Diese Zeit bleibt uns noch für das Erreichen der Nachhaltigen Entwicklungsziele. Organisationen wie GAFSP verknüpfen viele dieser Ziele in ihrem Einsatz und setzen sich so beispielsweise für einen Zugang zu Lebensmitteln für alle Menschen auf der Welt, nachhaltige Landwirtschaft mit gleichberechtigter Beteiligung von Frauen und Klimaschutz ein. Wenn diese Ansätze ineinandergreifen, haben wir eine reelle Chance, globale Herausforderungen zu meistern und unvorhergesehenen Katastrophen und Pandemien vorzubeugen.  

Mehr zu GAFSP erfährst du auf der Website der Partnerschaft und bei Twitter kannst du zu aktuellen Projekten auf dem Laufenden bleiben. Zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen kannst du bei 17 Ziele Genaueres nachlesen.

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Die Rolle der Zivilgesellschaft in Zeiten von Covid-19

SÜDWIND - 14. Mai 2020 - 16:15

von Vitalice Meja

Ich habe viele von uns in den letzten anderthalb Monaten auf verlorenem Posten gesehen. Wir warten darauf, dass sich die Dinge wieder normalisieren! Wir haben uns zurückgenommen oder überprüft, wie wir mit unseren Regierungen zusammenarbeiten. Sie haben jetzt die Führung, und Maßnahmen zur Rechenschaftspflicht fehlen. In vielen Ländern der Welt sind zivilgesellschaftliche Organisationen (CSO) gezwungen, die (potenziell unbegrenzten) Maßnahmen und Verlautbarungen zu akzeptieren ohne Fragen zu stellen, damit sie nicht als unpatriotisch und als gezielte Kritiker*innen der Regierung hingestellt werden. Dies gilt vor allem für die Regierungen im Globalen Süden.

Für viele Regierungen geht das Leben jedoch weiter, sie erfüllen noch immer ihre Funktionen – ihre Pflichten. Sie sind noch immer dabei, ihre politische Richtung zu bestimmen, soziale und wirtschaftliche Aktivitäten zu steuern und Strategien zu entwickeln, um auf diese Pandemie zu reagieren – Covid 19. Denn die Bekämpfung dieser Pandemie und vieler anderer Probleme gehört zu ihren Aufgaben und ist Teil ihrer Daseinsberechtigung. Dafür zahlt die Gesellschaft Steuern, damit sie Führung, Orientierung und Motivation bereitstellen können. Daher müssen sie für unsere Gesundheit und Sicherheit sorgen. Darum müssen wir CSO sie immer weiter zur Rechenschaft ziehen. Mit anderen Worten, als Organisationen der Zivilgesellschaft müssen wir unsere Arbeit in diesen schwierigen Umständen weiter leisten. Wir müssen die Stimme derer sein, die eingesperrt sind, und derer, die sich in Quarantäne befinden. Wir müssen für diejenigen sprechen und sie schützen, die in der informellen Wirtschaft arbeiten, denn hier gibt es keine Regierungspolitik und keine Strukturen, die eine weiche Landung ermöglichen. Regierungen sind für alle da, sie müssen daher für alle sorgen – mit einer entsprechenden Politik und Mittelausstattung.

Die Anpassung an die “neue Normalität” (die viele Monate oder Jahre als Gesundheitskrise andauern kann) ist ein Unglück für diejenigen, für die wir in diesen Zeiten versuchen, die Stimme in Regierungs- und Politikprozessen zu stärken. Wir müssen uns der Herausforderung von COVID-19 in unserem eigenen Kontext stellen und nicht in dem Rahmen, der zunehmend zu einer Gefahr für unsere Meinungs- und Vereinigungsfreiheit wird, und der unsere Möglichkeiten zur Teilnahme an Entscheidungsfindungsprozessen schmälert.

Dinge, die wir in diesen schwierigen Zeiten genau beachten sollten:

Der Kampf gegen die COVID-19-Pandemie ist nicht nur eine Gesundheitskrise, sondern hat schnell einen politischen und wirtschaftlichen Verlauf genommen. Er beinhaltet Verhandlungen zwischen verschiedenen Interessensgruppen der Gesellschaft über die Zuteilung von Gesundheitsressourcen, und wie wir die Produktionsmittel in diesen Zeiten verteilen. Es geht auch darum, wie und wann wir zur Normalität zurückkehren werden. Das Traurige ist, dass wir auf dem ganzen Kontinent nicht Teil dieser Diskussionen sind. Die Organisationen der Zivilgesellschaft können eine wichtige Rolle bei der Gestaltung dieses Prozesses und der Initiativen der Regierung gegen die Pandemie spielen, sowohl im Gesundheitssektor als auch im Wirtschaftsmanagement und bei der Steuerung unserer Länder. Wir müssen eine stärkere Einbeziehung der Gesellschaft fordern und Mittel und Wege finden, damit diese Stimmen im Entscheidungsprozess gehört werden. Wir müssen Mechanismen zur Rechenschaftslegung fordern, die über die derzeit vorab abgestimmten Medieninformationen hinausgehen. Die Schaffung eines stärkeren Kontrollmechanismus zur Rechenschaftslegung muss unsere Forderung für mehr Klarstellung sein.

Für höhere öffentliche Gesundheitsausgaben eintreten: Diese Pandemie bietet die beste Gelegenheit, die jahrzehntelange Zerstörung unserer Gesundheitssektoren durch die Weltbank zu überwinden. Im Rahmen der Strukturanpassungsprogramme waren unsere Regierungen gezwungen, die Gesundheitsausgaben zu kürzen, Maßnahmen zur Kostenteilung einzuführen und die Lohnkosten im Gesundheitssektor zu senken. Das verhinderte die Ausweitung der Gesundheitsdienste in ländliche Regionen, führte zu weniger Gesundheitshelfer*innen in den Gemeinden und es gibt nur sehr wenige Anbieter von Gesundheitsdiensten, darunter Krankenpfleger*innen und Ärzt*innen, im öffentlichen Gesundheitssektor. Diese Tatsachen sind die Basis für einen mächtigen Sturm in der anstehenden Katastrophe.

Unsere Regierungen müssen daher einen umfassenden Politikwechsel vollziehen – einen Wechsel hin zu einer finanziellen Aufstockung des Gesundheitssektors, die auch den freien Zugang zu privaten Gesundheitssystemen als Antwort auf diese Pandemie beinhaltet. Dies ist der richtige Zeitpunkt dafür einzutreten. Niemand wird eine Regierung in Frage stellen, solange sie eine Pandemie bekämpft. Als zivilgesellschaftliche Organisationen müssen wir von unseren Regierungen ebenso wie von den Geberregierungen fordern, dass sie Finanzierungsmechanismen bereitstellen, die den Zugang zu Gesundheitsdiensten für alle gewährleisten, für die verwundbarsten in dieser Pandemie und für die Menschen, die in Armut leben.

Wir müssen die gegenwärtigen Strategien in Frage stellen, bei denen das Versicherungsrisiko (über privaten Versicherungsschutz) nur für privilegierte Gruppen in der Gesellschaft gewährleistet ist (zum Beispiel für Verbeamtete oder Personen, die im formellen Sektor arbeiten), die ohnehin schon mit öffentlichen Mitteln subventioniert werden. Die öffentlichen Gesundheitsausgaben sollten so aufgeteilt sein, dass sie das Versicherungsrisiko für die gesamte Bevölkerung tragen.

Jenseits von Zoom, Go-to-meeting und anderen Anwendungen der sozialen Medien, die für unsere neue Normalität zur Verfügung stehen, muss auch volle Transparenz herrschen, damit wir uns beteiligen können an den Debatten über den Kauf von Dienstleistungen mittels öffentlicher Gesundheitsausgaben, das schließt die Mittel aus dem öffentlichen Gesundheitsbudget der Regierung ebenso ein wie Ressourcen, die derzeit im Zuge von COVID 19 mobilisiert werden. Wir müssen sicherstellen, dass die Zuteilung dieser Mittel effizient ist und die Schwächsten in unserer Gesellschaft in den Blick nimmt. Insbesondere sollten wir wachsam sein hinsichtlich ausgeglichener Zuteilungen, die in unverhältnismäßiger Weise der tertiären Krankenhausversorgung zugutekommen würden, wie z.B. durch den Kauf von Beatmungsgeräten auf Kosten von Investitionen in die lokale medizinische Grundversorgung. Wir sollten fordern, dass neue und zusätzliche Mittel für das öffentliche Gesundheitswesen ein gewisses Maß an Ausgewogenheit mit Blick auf Prävention, Unterstützung und Behandlung in den öffentlichen Gesundheitsausgaben bringen. Es ist an der Zeit, eine Mittelbeschaffung und -zuweisung zu fordern, die sicherstellt, dass die bedürftigsten und verwundbarsten Gruppen ihren gerechten Anteil an den Leistungen erhalten und nicht in unfairer Weise zur Subventionierung unserer Volkswirtschaften beitragen. Zu diesen Gruppen gehören Frauen, Kinder, ältere Menschen, Menschen mit Behinderung, ärmere Mitglieder der Gesellschaft, marginalisierte ethnische Gruppen, Menschen mit chronischen Krankheiten und ländliche Gemeinden.

Vitalice Meja ist der geschäftsführende Direktor der afrikanischen Nicht-Regierungsorganisation Reality of Aid Africa Network. Der Artikel ist erstmals auf Enlisch erschienen: unter: https://www.roaafrica.org/index.php/media-center/blog/item/277-civil-society-role-in-covid-19-pandemic

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