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Welternährung 2030 – 11 Schritte für eine Zukunft ohne Hunger

Forum Umwelt & Entwicklung - 12. Oktober 2020 - 11:57

Zum Welternährungstag: Politik muss Hungernde unterstützen und einbeziehen, statt Konzerne zu hofieren

 

Bündnis fordert zum Welternährungstag radikale Kehrtwende, um Hunger bis 2030 zu beenden

 

Aachen/Berlin/Köln, 12. Oktober 2020: Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass ohne eine radikale Kehrtwende bei der Hungerbekämpfung im Jahr 2030 150 Millionen Menschen mehr Hunger leiden werden als heute. Ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden fordert die Bundesregierung in einem Positionspapier auf, ihren Einfluss zu nutzen, damit die globalen Ernährungssysteme in Zukunft gerecht, agrarökologisch und demokratisch ausgerichtet werden. Der Einsatz neuer und alter Gentechnik in der Entwicklungszusammenarbeit soll ausgeschlossen, Landarbeiter und Landarbeiterinnen vor Ausbeutung besser geschützt und die Vereinnahmung der Politik durch Konzerne verhindert werden.

 

MISEREOR, FIAN, INKOTA, Oxfam und Brot für die Welt fordern in einem Bündnis von 46 Organisationen eine radikale Kehrtwende, um Hunger weltweit zu überwinden. Dazu gehört eine Abkehr von Ansätzen der Grünen Revolution und der Grünen Gentechnik sowie ein zügiger agrarökologischer Umbau der Ernährungssysteme. Erfolgreiche Methoden vor Ort müssen verstärkt und in der Strategie der Hungerbekämpfung ausgebaut werden. Zum Beispiel sollte die Politik die bäuerliche Verarbeitung und ihre ortsnahe Vermarktung sowie Gemeinschaftsverpflegung aus regionaler, agrarökologischer und fairer Produktion fördern.

 

Stimmen von Erzeuger*innen und Arbeiter*innen müssen gehört werden.

 

„Wer den Hunger bekämpfen will, muss die Rechte der Menschen stärken, die von Hunger betroffen sind“, erklärt Sarah Schneider, Expertin für Welternährung von MISEREOR. Sonst gehe die Hungerbekämpfung auch in Zukunft an denen vorbei, die sie erreichen soll. Die Bundesregierung und die Vereinten Nationen müssen deswegen den Grundsatz „Nichts über uns ohne uns“ in allen Politikbereichen und Programmen zentral verankern und auch den für das kommende Jahr geplanten UN-Welternährungsgipfel (Food Systems Summit) danach ausrichten. „Kleinbäuerliche Betriebe erzeugen einen Großteil der Lebensmittel und sind zugleich überproportional von Hunger betroffen. Deshalb brauchen sie Zugang zu politischen Entscheidungsprozessen, damit ihr Zugang zu Land, Wasser, Saatgut und Wissen endlich gesichert wird. Sie müssen über ihre Zukunft mitbestimmen können“, so Stig Tanzmann, Landwirtschafts-Experte von Brot für die Welt. „Gerade die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie problematisch es ist, wenn Kleinbauern, Landarbeiterinnen, Indigene und Frauen bei Entscheidungen übergangen werden.“ Bislang werden die am meisten von Hunger und Armut Betroffenen weder in der Politik noch in den aktuell laufenden Planungen für den Gipfel einbezogen.

 

Konzernmacht begrenzen

 

Das Bündnis sieht die Gründe für die fehlenden Fortschritte bei der Hungerbekämpfung maßgeblich darin, dass sich die Politik an den Interessen großer Konzerne statt am Menschenrecht auf Nahrung ausrichtet. „Kleinbäuerliche Erzeuger und Landarbeiterinnen hungern, weil sie in globalen Lieferketten ausgebeutet werden, weil ihre Lebensgrundlagen zerstört werden und der Klimawandel sie besonders stark trifft“, kritisiert Philipp Mimkes, Geschäftsführer von FIAN. Sie erzielen trotz harter Arbeit keine existenzsichernden Einkommen und Löhne.

 

Landwirtschaft und Ernährung sollten nicht den konzerndominierten Märkten überlassen werden. „Die enorme Macht von großen Konzernen ist nicht alternativlos. „Die Bundesregierung hat es in der Hand, die Macht der Konzerne zurückzudrängen“, erklärt Marita Wiggerthale, Agrarexpertin bei Oxfam. Sie könnte etwa Patente auf Leben verbieten und eine rechtliche Grundlage schaffen, um übermächtige Konzerne zu entflechten.

 

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Energiewende ohne Subventionen

E+Z - 12. Oktober 2020 - 11:12
Chile verzeichnete seit 2014 prozentual einen der weltweit größten Zuwächse erneuerbarer Energien im Stromsektor

Noch bis vor etwa 15 Jahren hing die Stromversorgung Chiles größtenteils von Gasimporten aus Argentinien ab. Diese endeten 2007 unvermittelt aufgrund der Versorgungskrise in Argentinien. Um die Stromversorgung – insbesondere der Kupferabbaubetriebe im Norden Chiles – zu sichern, wurden dort Dieselkraftwerke errichtet und schrittweise durch günstigere Kohlekraftwerke ersetzt.

Die Nutzung erneuerbarer Energien hatte damals noch keine Priorität. Dabei besitzt Chile in der Atacama-Wüste die weltweit höchste Solareinstrahlung und vor allem im Süden des Landes ideale Standorte für Windenergie. Doch Unwissenheit und Misstrauen gegenüber den neuen Technologien bestimmten den Energiemarkt. Das änderte sich durch eine Studie der GIZ, die Chile im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) bei der Energiewende berät. Eine detaillierte Analyse der Erneuerbare-Energien-Potenziale gab die notwendige Planungssicherheit für deren Ausbau. Demnach verfügt Chile über ein realistisches Potenzial von mehr als 1 865 Gigawatt (GW) Kapazität aus Wind-, Solar- und Kleinwasserkraft. Dies ist in etwa das 75-Fache der derzeit installierten Stromerzeugungskapazität von rund 25 GW.

Durch zahlreiche Expertendiskussionen und den intensiven Austausch mit deutschen Stromnetzbetreibern sind die anfangs noch skeptischen chilenischen Netzbetreiber und andere wichtige Akteure des Energiesektors zu großen Befürwortern der Erneuerbaren geworden. In der Folge, und nicht zuletzt aufgrund fallender Technologiepreise, verzeichnete Chile von 2015 bis 2018 prozentual den weltweit größten Ausbau erneuerbarer Energien im Stromsektor – und zwar ohne staatliche Subventionen. Aktuell kommt rund ein Fünftel des Stroms aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen (Sonne, Wind, Kleinwasserkraft); große Wasserkraft mit eingerechnet sind es 45 Prozent.

Grüner Wasserstoff

Im nächsten Schritt ging es darum, auch andere Sektoren außer Strom nachhaltig zu gestalten. Seit 2015 laufen Aktivitäten im Bereich grüner Wasserstoff, der mittels Elektrolyse aus erneuerbarem Strom hergestellt wird. In Chile ist das heute fast schon wirtschaftlich. Somit kann Wasserstoff einen Beitrag zur Reduktion von Treibhausgasen im Energiebereich, in der Industrie und im Transport leisten und zur Klimaneutralität des Landes bis 2050 beitragen. Zudem könnte grüner Wasserstoff zum neuen Exportschlager Chiles neben Kupfer werden. Derzeit unterstützt die GIZ die chilenische Regierung bei der Erarbeitung einer nationalen Wasserstoffstrategie, die für Ende 2020 angekündigt ist. Deutschland hat ebenfalls in diesem Jahr eine nationale Wasserstoffstrategie vorgelegt und kann neben afrikanischen Staaten wie Marokko auch Chile als Lieferanten für grünen Wasserstoff oder dessen Derivate in Betracht ziehen.

Ein weiteres spannendes Thema ist Chiles schrittweiser Ausstieg aus der Kohle, der parallel zum Erneuerbaren-Ausbau und in enger Abstimmung mit der Industrie erfolgt. Fast zwei Drittel der Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 5 529 Megawatt sind erst weniger als zehn Jahre in Betrieb. Trotzdem haben sich die Kraftwerksbetreiber freiwillig und ohne staatliche Zuschüsse zur Beendigung der Kohleverstromung bis 2040 verpflichtet.

Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und zwei Kohlekraftwerksbetreibern analysiert die GIZ nun, ob die stillzulegenden Kohlekraftwerke zu thermischen Energiespeichern für Sonnen- und Windenergie umgebaut werden können. So könnte ein Großteil der vorhandenen Infrastruktur weiter genutzt und die Abschaltung der Kraftwerke beschleunigt werden. Die Erfahrungen aus Chiles Kohleausstieg können für viele Schwellenländer von Nutzen sein. Und die mit deutscher Hilfe erfolgte Energiewende in dem südamerikanischen Land ist auch ein gutes Beispiel für erfolgreiche internationale Zusammenarbeit.

Rainer Schröer leitet das Programm für erneuerbare Energien und Energieeffizienz der GIZ in Chile.
rainer.schroeer@giz.de

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Was wir Neues über Kleinstkredite wissen

DIE - 12. Oktober 2020 - 10:00

Fast auf den Tag genau vor 14 Jahren wurde Muhammad Yunus, der als Begründer der Mikrokredite gilt, als Friedensnobelpreisträger des Jahres 2006 benannt. In seiner Preisrede unterstrich er die Rolle kleiner Kredite in der Armutsbekämpfung. Ein Jahr zuvor hatten die Vereinten Nationen das Internationale Jahr der Mikrokredite ausgerufen. Diese Ereignisse haben dem Finanzinstrument große Beachtung in der Öffentlichkeit beschert. Seitdem ist das Mikrofinanzwesen weitergewachsen, in einigen Ländern durch schwere Krisen gegangen und sowohl medial als auch in der Wissenschaft unter Druck geraten. Das alte Narrativ um Mikrokredite gilt nicht mehr, da das Instrument seine Grenzen in der Armutsbekämpfung zeigt: Es muss in eine größere Entwicklungsstrategie eingebettet werden.

Die Vergabe von Mikrokrediten und anderen Finanzdienstleistungen an Menschen, die keinen Zugang zu konventionellen Banken haben, begann im Jahr 1983 in Bangladesch mit der Gründung der Grameen Bank durch den Wirtschaftsprofessor Muhammad Yunus. Obwohl das Konzept in zahlreichen Ländern kopiert wurde, war um die Jahrtausendwende eine rigorose Wirkungsmessung nur bedingt möglich. Die öffentliche Wahrnehmung wurde vor allem von anekdotischen Erzählungen geprägt: Dass kleine Kredite ärmere Personen befähigten ihre Geschäftsideen zu verwirklichen und damit ihren Weg aus der Armut zu gehen. Der marktbasierte Ansatz mit dem Versprechen einer doppelten Dividende (ökonomisch und sozial), fand großen Anklang unter Gebern und wurde durch Zuwendungen und subventionierte Kredite gefördert. Mikrofinanz wuchs auf über 211 Millionen Kreditnehmer*innen weltweit und entwickelte sich von einem NGO-dominierten zu einem profitorientierten Sektor, bei dem einzelne Mikrofinanzinstitutionen sogar an die Börse gingen. Die Kommerzialisierung des Mikrofinanzsektors sorgte für eine beachtliche Verbreitung und Verfügbarkeit von Mikrokrediten, führte in verschiedenen Ländern aber auch zu schweren Krisen mit Überschuldung, Kreditausfällen und meist drastischen sozialen Folgen. Hohe Wellen schlugen beispielsweise Nachrichtenbeiträge über die Entwicklungen in Indien als 2010/11 Mikrokreditnehmer*innen den Suizid als einzigen Ausweg aus ihrer Schuldenspirale sahen.

Randomisiert kontrollierte Studien (RCTs) ermöglichten in den 2010er-Jahren eine verlässliche Wirkungsmessung, die weder die vielversprechenden Anekdoten noch die scharfe Kritik von Mikrofinanzgegnern unterstützte. RCTs aus verschiedenen Ländern zeigen, dass der durchschnittliche Effekt auf unternehmerische Aktivitäten sehr moderat ist.  Es gibt positive Effekte auf Investitionen in langlebige Güter wie Werkzeuge und einfache Maschinen, und teilweise auch auf Unternehmensgröße und Profite. Allerdings stellen sich keine dauerhaften Veränderungen im Einkommens- oder Konsumniveau auf Haushaltsebene und dadurch auch keine transformativen Effekte auf Bildung, Gesundheit, Teilhabe von Frauen oder subjektives Wohlbefinden ein. Nach heutigem Wissensstand scheiden Mikrokredite also als Instrument zur Armutsbekämpfung aus. Dennoch gibt es eine Daseinsberechtigung aus ökonomischer und entwicklungspolitischer Sicht: Zum einen ermöglichen Mikrokredite mehr Selbstbestimmung und Sicherheit für ärmere Haushalte durch größere Freiheiten in der Berufswahl und das Ausgleichen von Einkommensschwankungen. Zudem schneiden Mikrokredite im Vergleich zu anderen Entwicklungsinstrumenten in Kosten-Nutzen-Analysen relativ gut ab, so dass Subventionen im Mikrofinanzbereich gerechtfertigt werden können, auch wenn die Effekte klein sein mögen.

Aktuelle DIE Forschung zu kleinen und mittleren Unternehmen, betrachtet unter anderem Mikrofinanz im größeren Kontext des nationalen Finanzsystems. Dabei zeigt sich, dass ein starker Mikrofinanzsektor den Zugang zu ausreichend großen Krediten für erfolgreiche kleine Unternehmen verschlechtern kann. Der Grund ist, dass für diese Unternehmen Mikrokredite zu niedrig, aber höhere Kredite bei konventionellen Banken nicht verfügbar sind. Unter anderem weil Banken nicht „downscalen“, das heißt keine geeigneten Finanzinstrumente für diese Unternehmen entwickeln, da starke Mikrofinanzinstitutionen dieses Marktsegment und die damit verbundenen Profitmargen einengen. Eine unbeabsichtigte Folge von Mikrofinanz ist also, dass gerade erfolgreiche kleine Unternehmen, die aufgrund ihres Wachstums wichtige Impulse für die Schaffung von Arbeitsplätzen und die lokale wirtschaftliche Entwicklung setzen, durch Finanzierungsengpässe ausgebremst werden.

Deshalb gilt es den Mikrofinanzsektor in eine größere Strategie für die Finanzsystementwicklung einzubetten. Beispielsweise können funktionierende Kreditbüros, denen auch Mikrofinanzinstitutionen zur Meldung verpflichtet sind, für kleine Unternehmen den Übergang von Mikrofinanz zu einem Anschlusskredit im konventionellen Finanzsystem erleichtern. Mikrofinanzinstitutionen leisten einen wichtigen Beitrag, da der Zugang zu Finanzdienstleistungen für ärmere Menschen mehr Selbstbestimmung und Sicherheit im Alltag schafft. Allerdings müssen wir uns der Grenzen von Mikrokrediten bewusst sein: Um transformative Effekte und Fortschritte in der Armutsbekämpfung zu erzielen, braucht es soziale Sicherung und umfassendere Programme wie beispielsweise „multi-faceted programs“, die neben Mikrofinanzdienstleistungen auch Training, Coaching, und einmalige Zuwendungen beinhalten.

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Welthungerhilfe stellt Welthunger-Index 2020 vor

Welthungerhilfe - 12. Oktober 2020 - 10:00
Corona, Kriege, Klimawandel: Die Welt ist nicht auf Kurs, den Hunger bis 2030 zu besiegen
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3D-Druck und GPS-Sensoren sollen illegalen Handel mit Schildkröteneiern eindämmen

reset - 12. Oktober 2020 - 7:43
Meeresschildkröten sind bedroht, doch viele Nester werden geplündert und die Eier illegal verkauft. Um den illegalen Handel nachzuverfolgen, werden künstliche, mit GPS ausgestattete Eier in den Markt eingebracht.
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Wie China Weltpolitik formt

SWP - 12. Oktober 2020 - 0:10

Unter der Führung Xi Jinpings hat sich die Ausrichtung der chinesischen Außenpolitik deutlich verändert. Es geht Peking heute in erster Linie darum, eine größere Kompatibilität zwischen der sich verändernden Weltordnung und dem chinesischen Einparteienstaat herzustellen.

Maßgeblich für den chinesischen Kurs ist das Zusammenwirken der Handlungsprinzipien »Andocken« (Duijie) und »Diskursmacht« (Huayuquan).

In Verbindung mit bestimmten strategischen Narrativen wie etwa der »Schicksalsgemeinschaft der Menschheit« (Renlei mingyun gongtongti) ist es chinesischen Kadern möglich, in den Außenbeziehungen des Landes eine einheitliche »China-Erzählung« zu vermitteln.

Gegenwärtig ist die internationale Ordnung von einem Interregnum geprägt, in dem etablierte Strukturen nicht mehr die gewohnte Sicherheit und Stabilität gewährleisten können. Vor diesem Hintergrund ergeben sich immer wieder Möglichkeiten für chinesische Akteure, in ihrem Sinne auf die bestehende Ordnung einzuwirken.

Die deutsche und europäische Politik muss sich mit dem Interregnum der Weltordnung auseinandersetzen. Dabei eröffnen sich auch Chancen für die Staaten und Gesellschaften der EU, die künftige internationale Ordnung nach liberalen Maßstäben entscheidend mitzuprägen.

Deutsche und europäische Akteure benötigen ein tiefergehendes Verständnis der chinesischen Handlungslogik. Dies hilft dabei, Chinas Aktivitäten auch in solchen Bereichen richtig einzuordnen, in denen die politisch-ideologischen Differenzen zwischen Peking und dem Westen nicht immer offensichtlich sind.

Nur auf dieser Basis können Deutschland und Europa eine eigenständige Handlungslogik entwickeln und Xis »China-Erzählung« die passenden eigenen Narrative entgegensetzen.

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Die Pandemie als »Armee Allahs«

SWP - 12. Oktober 2020 - 0:00

Am 24. August 2020 verübten zwei Selbstmordattentäterinnen einen Doppelanschlag im südphilippinischen Jolo, bei dem 14 Menschen getötet und mehr als 75 verletzt wurden. Er wurde vom »Islamischen Staat« (IS) für sich beansprucht und war das erste aufwendig geplante und öffentlichkeitswirksame Attentat seit Beginn der Corona-Pandemie. Zudem kommt es beinahe wöchentlich zu An­schlägen und An­griffen in Indonesien und auf den Philippinen. Zuvor hatten Anhänger des IS die Pan­demie als »Armee Allahs« bezeichnet, welche die Gegner des IS schwäche und so die Gelegenheit für neue, größere Anschläge biete. Befürchtungen, islamistische Attacken könn­ten sich infolge von Covid-19 massiv häufen, bestätigten sich indes bislang nicht, obwohl der IS in der Region weiterhin präsent ist. Dort gehen die Sicherheitskräfte nach wie vor militä­risch gegen die Organisation vor. Die strukturellen Ursachen des Terro­ris­mus dagegen werden bei seiner Bekämpfung immer noch vernachlässigt.

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Machbarkeitsstudie Klimaneutraler Campus Erschienen

#HOCHN - 12. Oktober 2020 - 0:00
Das HIS-Institut für Hochschulentwicklung e. V. (HIS-HE) hat im Auftrag der hessischen Landesregierung eine Analyse zum Themenbereich „Klimaneutraler Campus“ durchgeführt.

Foto: kazuend on Unsplash/CC0

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Bundespräsident ruft zu Spenden auf

Welthungerhilfe - 11. Oktober 2020 - 15:00
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Schirmherr der Welthungerhilfe, ruft zum Start der Woche der Welthungerhilfe 2020 zu globaler Solidarität angesichts der Corona-Krise auf.
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C20 Summit Outcome: Civil Society Warns of Dire Fallout and Demands Reform

#C20 18 - 10. Oktober 2020 - 17:43
Civil Society Warns G20 of Dire Global Fallout & Demands Bold ReformsThe Civil 20 Virtual Summit has convened, with more than 30,000 attendees representing 109 countries, the biggest non-government organizations gathering in the G20 history, channeling their concerns and demands ahead of the G20 Virtual Leaders’ Summit next month.The Civil 20 Communiqué released during the [...]
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Klima-Bündnis gegen EU-Mercosur-Handelsabkommen

SID Blog - 10. Oktober 2020 - 1:53
Städte und Gemeinden lehnen Freihandelsabkommen ab

Frankfurt am Main, 9. Oktober 2020. Klima-Bündnis-Mitglieder haben den Europäischen Rat aufgefordert, das Mercosur-Abkommen in seiner jetzigen Form abzulehnen. Bei der gestrigen Mitgliederversammlung haben sie eine entsprechende Resolution verabschiedet. Nachdem das EU-Parlament am Mittwoch für einen Änderungsantrag gestimmt hat, spricht sich mit dem Klima-Bündnis und seinen europäischen Mitgliedskommunen nun auch die lokale Ebene öffentlich gegen das Freihandelsabkommen aus.

„Das Freihandelsabkommen ist ein Abkommen für Großbetriebe. Es untergräbt Umwelt- und Sozialstandards und bedroht vor allem Kleinbauern und Familienbetriebe. Dieses Abkommen wird den Regenwald in Lateinamerika noch stärker in Bedrängnis bringen, daher ist es unsere Aufgabe als Kommunen dagegen aufzutreten", betont Rainer Handlfinger, Vorstandsmitglied des Klima-Bündnis, der die Resolution in die Versammlung eingebracht hat.

Mit der Verabschiedung der Resolution nimmt das Städtenetzwerk die Verantwortung gegenüber seinen indigenen Partner*innen in Amazonien wahr. Es fordert die EU-Kommission dazu auf, mit ihrer Handelspolitik kommunale Bemühungen im Klimaschutz nicht zu untergraben. Stattdessen soll ein Handel im Einklang mit europäischen Klimazielen und sozialen Standards gestaltet werden.

„Das EU-Mercosur-Handelsabkommen ist eine frontale Attacke gegen unsere Klimaziele, sowohl als Netzwerk von Kommunen als auch als Staatsbürger", kommentiert Dietmar Mirkes, Nationalkoordinator des Klima-Bündnis in Luxemburg, das Vorhaben der Europäischen Union.

Das Klima-Bündnis steht seit den Anfängen des Netzwerks vor 30 Jahren an der Seite der indigenen Völker im Amazonasbecken. Die nun verabschiedete Resolution ist in Zusammenarbeit mit einer Vielzahl anderer Organisationen des Seattle2Brussels Netzwerks entwickelt worden.

Weitere Informationen

Das Klima-Bündnis
Seit 30 Jahren setzen sich die Mitgliedskommunen des Klima-Bündnis mit ihren indigenen Partnern der Regenwälder für das Weltklima ein. Mit über 1. 800 Mitgliedern aus 27 europäischen Ländern ist das Klima-Bündnis das weltweit größte Städtenetzwerk, das sich dem Klimaschutz widmet, und das einzige, das konkrete Ziele setzt: Jede Klima-Bündnis-Kommune hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Da sich unser Lebensstil direkt auf besonders bedrohte Völker und Orte dieser Erde auswirkt, verbindet das Klima-Bündnis lokales Handeln mit globaler Verantwortung. klimabuendnis.org

 

Klima-Bündnis
Europäische Geschäftsstelle | Hauptsitz
Galvanistr. 28 | 60486 Frankfurt am Main | Deutschland
T. +49 69 717 139 -0
E. europe@klimabuendnis.org

klimabuendnis.org

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Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder | Alianza del Clima e.V.
Amtsgericht Frankfurt am Main | VR 10149 | Ust.IdNr. DE244331692 | Vorstandsvorsitzende: Andreas Wolter & Tine Heyse

UNICEF Deutschland gratuliert dem Welternährungsprogramm zum Friedensnobelpreis 2020

SID Blog - 10. Oktober 2020 - 1:52
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UNICEF Deutschland gratuliert dem Welternährungsprogramm zum Friedensnobelpreis 2020

Statement von Christian Schneider, Geschäftsführer UNICEF Deutschland

© UNICEF/UNI323517/Ryeng

Köln, den 9.Okotber.2020 // „Wir gratulieren dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, einer unserer wichtigsten Partnerorganisationen, herzlich zum Friedensnobelpreis 2020!

Die Auszeichnung ist ein Aufruf, den Kampf für Ernährungssicherheit für die ärmsten Familien gerade jetzt zu verstärken. Aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Covid-19-Pandemie könnten bis Ende des Jahres zusätzlich 6,7 Millionen Kinder unter fünf Jahren von akuter Mangelernährung betroffen sein. Eine solche Tragödie können und müssen wir stoppen", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland.

Mehr Informationen: Mangelernährung und Covid-19

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Weltmädchentag 2020: Elf Fakten über Mädchen

Unicef - 10. Oktober 2020 - 0:00
Am Sonntag ist Weltmädchentag. Deshalb haben wir die wichtigsten Fakten darüber zusammengestellt, mit welchen Problemen Mädchen immer noch zu kämpfen haben – und was sie bewegen können, wenn man ihnen die Chance dazu gibt. 
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Day 4 Highlights of C20 Summit

#C20 18 - 9. Oktober 2020 - 20:57
Day 4 of the C20 Summit kicked off with distinguished panelists emphasizing the urgent need to reconfigure security from territorial and national notions to a paradigm that centers human needs and aspirations. The failure of the existing order which has been magnified by the global pandemic crises provides an opportunity to realise the salience of [...]
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16. Oktober 2020: Einladung zur Jahresmitgliederversammlung von SID-Frankfurt

SID Frankfurt - 9. Oktober 2020 - 17:45

Liebe Mitglieder von SID-Frankfurt,

Corona-bedingt mussten wir in diesem Jahr unsere jährliche Mitgliederversammlung vom Früh­jahr auf den Oktober verlegen. Wir freuen uns aber sehr, Sie jetzt dank der Unterstützung durch die Stadt Frankfurt wieder in den Römer einladen zu können.

Zur Bilanz für 2019, zur Diskussion der Programmplanung für 2020/2021 und zu den notwendigen Regularien laden wir Sie ein zur:

Jahresmitgliederversammlung von SID-Frankfurt am Freitag, den 16. Oktober 2020, um 17:00 Uhr
im Römer, Frankfurt am Main, Raum „Haus Silberberg“

Zur Tagesordnung beachten Sie bitte das beigefügte Einladungsschreiben. Den Jahres- und Finanzbericht 2019, sowie ein Merkblatt zum Corona-Hygienekonzept erhalten Sie ebenfalls anbei. In diesem Jahr sind keine Neuwahlen zum Vorstand vorgesehen.

Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen und bitten Sie, sich diesmal namentlich anzumelden unter unserer eMail-Adresse vorstand@sid-frankfurt.de.

"Moria darf es nicht mehr geben!" – Interview zur aktuellen Lage der Kinder auf Lesbos

Unicef - 9. Oktober 2020 - 16:15
Nach dem Brand auf der griechischen Insel Lesbos ist nur wenige Kilometer von Moria entfernt ein neues Flüchtlingslager errichtet worden. Desirée Weber, Referentin für Flucht & Migration bei UNICEF Deutschland, besuchte in der vergangenen Woche das Übergangslager und berichtet über die Lage der Kinder.
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Sub- and non-state climate action: a framework to assess progress, implementation and impact

DIE - 9. Oktober 2020 - 15:57

The rising importance of cities, states and regions, firms, investors, and other subnational and non-state actors in global and national responses to climate change raises a critical question: to what extent does this climate action deliver results? This article introduces a conceptual framework that researchers and practitioners can use as a template to assess the progress, implementation, and impact of climate action by sub- and non-state actors. This framework is used to review existing studies that track progress, implementation, and achievement of such climate action between 2014 and mid-2019. While researchers have made important advances in assessing the scope and future potential of sub- and non-state climate action, we find knowledge gaps around ex-post achievement of results, indirect impacts, and climate action beyond the realm of greenhouse gas reductions.
Key policy insights
• While we increasingly understand the scale, scope, and potential of climate action by sub- and non-state actors, we lack rigorous evidence regarding the results achieved and their broader impacts.
• More information on progress and impact is essential for the credibility of sub- and non-state climate action. Policymakers need to understand which approaches are working and which are not, promoting the diffusion of best practice and creating conditions for stronger action in the future.
• The proposed conceptual framework can be tailored and applied to a wide range of initiatives that target mitigation, adaptation, and other spheres of climate action. By providing a template to identify key elements of progress tracking and evaluation, the framework can help align both research and practitioner communities around the data and metrics required to understand the overall impact of climate action.

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Bericht von vor Ort: So hilft UNICEF jetzt auf Lesbos

Unicef - 9. Oktober 2020 - 15:30
UNICEF-Mitarbeiterin Claudia Berger ist nach Griechenland gereist um zu erfahren, wie UNICEF vor Ort hilft. Auf Lesbos spricht sie nach dem Brand in Moria mit Familien und Helfern. UNICEF-Landeskoordinator Luciano Calestini erklärt im Interview, wo jetzt die Prioritäten der UNICEF-Hilfe liegen.
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Rio Tinto unter Druck – Betroffene legen Beschwerde bei Regierung ein

Misereor - 9. Oktober 2020 - 15:24
Der MISEREOR-Partner Human Rights Law Centre hat bei der australischen Regierung Beschwerde gegen den Bergbau-Multi Rio Tinto eingereicht. Unter der Umweltzerstörung durch die Panguna-Mine auf Bougainville leidet die Bevölkerung noch heute.

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Der Beitrag Rio Tinto unter Druck – Betroffene legen Beschwerde bei Regierung ein erschien zuerst auf MISEREOR-BLOG.

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Joint Statement with the L20: Action Needed for Debt Sustainability in Developing Countries

#C20 18 - 9. Oktober 2020 - 14:04
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