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Die globale Coronakrise - Weltwirtschaftliche Auswirkungen und internationale Reaktionen – eine Momentaufnahme

Global Policy Forum - 18. März 2020 - 16:39

Die globale Corona-Pandemie hat nicht nur gravierende Auswirkungen für die Gesundheitssituation in vielen Ländern der Welt. Sie wird auch den Welthandel, die Finanzmärkte und die Verwirklichung der international vereinbarten Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) massiv beeinflussen. Das ganze Ausmaß der Krise und ihrer Folgen lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Fest steht aber schon jetzt, dass das Coronavirus die Weltwirtschaft in einer kritischen Phase getroffen hat. In vielen Ländern des Globalen Südens hatte sich die gesamtwirtschaftliche Lage bereits vor Ausbruch des Virus erheblich verschlechtert. Ein Teufelskreis von Verschuldung und Austeritätspolitik bedrohte die sozio-ökonomische Entwicklung von Argentinien bis zum Libanon. Infolge der weltwirtschaftlichen Abhängigkeiten spitzt sich die Lage nun auch in den Ländern zu, die vom Coronavirus selbst zunächst kaum betroffen waren. Diese Momentaufnahme vom 18.03.2020 ordnet in Form eines Briefings die Entwicklungen ein und erläutert verschiedene sozio-ökonomische Auswirkungen auf die SDGs.

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Verschuldungskrise und Coronakrise: die sehr reale Gefahr der gegenseitigen Verstärkung

erlassjahr.de - 18. März 2020 - 16:21

Die Coronakrise wird hierzulande vor allem als ein Phänomen wahrgenommen, das zwar von China ausgegangen ist, nun aber vor allem uns, das heißt Deutschland, die EU, die USA und weitere Industrieländer betrifft. Das ist nicht falsch, aber es verdeckt, dass die einmal ausgebrochene Pandemie in ärmeren Ländern weitaus dramatischere Folgen für Leib und Leben der Betroffenen wie auch für die wirtschaftliche Zukunft der Länder haben kann.

Insbesondere besteht die Gefahr, dass es zu Rückkoppelungseffekten kommt, also eine einmal ausberochene Corona-Epidemie umso dramatischere Folgen für das Leben der Menschen und die Wirtschaftsleistung der ganzen Gesellschaft hat, je ärmer das Land zuvor schon ist. Und umgekehrt eine geschwächte Volkswirtschaft auch weiter an Möglichkeiten verliert, sich der Epidemie mit effektiven gesundheitspolitischen Maßnahmen entgegenzustellen.

EURODAD hat diese Zusammenhänge in mehreren Blog-Beiträgen aufgezeigt. Die wichtigsten Ergebnisse:

Der Schuldendienst ärmerer Länder verschlingt im Durchschnitt mehr Mittel als die Aufwendungen für öffentliche Gesundheit.

Von 76 vom Internationalen Wärungsfonds (IWF) als „Volkswirtschaften mit niedrigem Einkommen“ (Low Income Economies, LIEs) klassifizierten Ländern wenden 46 mehr Mittel für die Bedienung öffentlicher Schulden als für die öffentliche Gesundheitsvorsorge auf. Dabei geht es um Länder, in denen sich – anders als bei uns – allenfalls eine hauchdünne Minderheit auf eine rein private Gesundheitsvorsorge verlassen kann und die Mehrheit auf öffentlich finanzierte Dienstleistungen angewiesen ist. Im Schnitt aller 76 Länder werden 7,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für die Tilgung und Verzinsung öffentlicher Schulden und nur 1,8 Prozent des BIP für die öffentliche Gesundheitsvorsorge aufgewendet. Die WHO schätzt, dass zur Erreichung des auf Gesundheit bezogenen SDG 3 bis 2030 mindestens 8,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts notwendig sind. Die untenstehende Graphik zeigt, dass die große Mehrheit dieser Länder weit dahinter zurück bleibt: 59 Länder investieren nicht einmal die Hälfte dessen, was in 2030 nötig wäre. Sie zeigt auch, welches Potenzial eine Umschichtung von dem Segment links oben in der Graphik nach rechts unten – also vom Schuldendienstzahlung zu Investitionen in die Gesundheitsvorsorge haben könnte, um das von allen Staaten beschlossene SDG 3 zu erreichen.

Graphik 1: Zinsen und Tilgungen auf die öffentlichen Schulden und Aufwendungen für das öffentliche Gesundheitssystem als Anteil am BIP

Die Rezession in China kann ärmere Länder in den Bankrott treiben.

Berechnungen der UNCTAD zur Abhängigkeit von Ländern vom Rohstoffexport unterstreichen die Gefahr, dass der wirtschaftliche Einbruch in China sich auch in eine Insolvenz derjenigen Länder übersetzen wird, die bislang den Rohstoffhunger der „Werkbank der Welt“ gestillt haben. Noch sehr vorläufige Schätzungen gehen davon aus, dass chinesische Importe seit Jahresbeginn um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind. Das klingt noch nicht sehr viel, hat aber wegen der riesigen Nachfrage Chinas schon zu einem durchschnittlichen Preisrückgang für die von China importierten Rohstoffe um rund 30 Prozent geführt. Zusammen kann das Länder, die ohnehin am Rande der Zahlungsfähigkeit stehen, tatsächlich in den Staatsbankrott treiben. Von den 76 LIEs sind mehr als die Hälfte bereits im Zahlungsausfall oder haben ein hohes Risiko es in nächster Zeit zu werden.

Einige Ländersind besonders betroffen.

In den folgenden Ländern besteht ein besonders hohes Risiko, dass Ressourcenabflüsse für den Schuldendienst das Gesundheitssystem der Fähigkeit zu einer angemessenen Antwort auf die Coronakrise berauben (Länder mit bereits registrierten Corona-Fällen kursiv, Stand 18.03.2020):

bereits im Zahlungsausfall: Gambia, Rep. Kongo, Mosambik, São Tomé und Príncipe, Simbabwe, Somalia, Sudan

hohes Überschuldungsrisiko: Afghanistan, Dschibuti, Ghana, KapVerde, Mauretanien, Sambia, Tadschikistan

mittleres Überschuldungsrisiko: Jemen, Kenia, Togo

niedriges Überschuldungsrisiko: Senegal, Tansania.

Afrika könnte sich selbst helfen – mit den nötigen Mitteln.

Anders als die oft hilflosen und zu spät agierenden europäischen Regierungen, haben die Verantwortlichen in zahlreichen afrikanischen Ländern aus den zahlreichen Pandemien des Kontinents gelernt und mit zeitigen und entschlossenen Maßnahmen ihre Länder selbst Corona-frei halten können. Eng werden kann es allerdings, wenn (siehe oben) die finanziellen Mitteln dafür nicht mehr ausreichen. Pakistans Premierminister Imre Khan hat heute als erster Staatschef eines ärmeren Landes über die Medien Schuldenerleichterungen für sein Land, aber auch den Erzrivalen Indien und weitere, unter anderem afrikanische Länder gefordert.

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Absage Präsenzveranstaltung weltweitwissen 2020

agl - 18. März 2020 - 16:12

 

Aufgrund der aktuellen Lage rund um den Corona-Virus sehen wir gezwungen den Kongress WeltWeitWissen 2020 nicht in der geplanten Form stattfinden zu lassen. Demnach wird der Präsenzkongress vom 07. bis 09. Mai 2020 in der Landessportschule Bad Blankenburg nicht stattfinden!

 

Wir arbeiten gerade an einer Neukonzipierung des Kongresses und wollen geplante Inhalte, im Rahmen unserer Möglichkeiten, in den virtuellen Raum verschieben.

 

Nähere Informationen dazu werden wir in den kommenden Wochen über die Webseite www.weltweitwissen2020.eu veröffentlicht. 

 

Der Anmeldebereich ist ab sofort geschlossen. Bereits überwiesene Teilnahmebeiträge werden bis Ende April zurückerstattet. 

 

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Enhancing the capacity of water governance to deal with complex management challenges: a framework of analysis

DIE - 18. März 2020 - 15:10

Despite numerous efforts to promote and implement more integrated approaches, coordination problems persist and impede sustainable water governance and management. This paper introduces a framework for guiding a transdisciplinary diagnostic approach (i.e. a context-sensitive assessment of multi-level water governance, which is combined with a change management process) to address such coordination problems. The approach aims at addressing some of the challenges identified in scientific scholarship and water governance practice by combining context-specific participatory assessments of individual cases with comparative case analysis guided by a generic conceptual framework. The focus is on implementation processes at regional and local scale and their embedding in a multi-level water governance system and a specific environmental and societal context.
A coherent approach and formalized representation across individual cases is essential to develop cumulative knowledge and to improve the diagnostic strength of the approach. Based on a broad literature review and exploratory study of multiple, diverse cases conceptual framework identifies a variety of factors that are expected to be important for understanding the performance of environmental governance and management systems. The paper makes explicit the hypotheses on relationships between core variables that resulted from framework development. The framework, including the collection of hypotheses, offers a structured approach for analysing a phenomenon as complex and multi-facetted as coordination. It allows identification of multiple pathways that may lead an improvement or a decline in performance, respectively. The framework can find more widespread application in supporting comparative case study analyses with a focus on improving the understanding of policy implementation also beyond the field of water governance and management.

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Enhancing the capacity of water governance to deal with complex management challenges: a framework of analysis

DIE - 18. März 2020 - 15:10

Despite numerous efforts to promote and implement more integrated approaches, coordination problems persist and impede sustainable water governance and management. This paper introduces a framework for guiding a transdisciplinary diagnostic approach (i.e. a context-sensitive assessment of multi-level water governance, which is combined with a change management process) to address such coordination problems. The approach aims at addressing some of the challenges identified in scientific scholarship and water governance practice by combining context-specific participatory assessments of individual cases with comparative case analysis guided by a generic conceptual framework. The focus is on implementation processes at regional and local scale and their embedding in a multi-level water governance system and a specific environmental and societal context.
A coherent approach and formalized representation across individual cases is essential to develop cumulative knowledge and to improve the diagnostic strength of the approach. Based on a broad literature review and exploratory study of multiple, diverse cases conceptual framework identifies a variety of factors that are expected to be important for understanding the performance of environmental governance and management systems. The paper makes explicit the hypotheses on relationships between core variables that resulted from framework development. The framework, including the collection of hypotheses, offers a structured approach for analysing a phenomenon as complex and multi-facetted as coordination. It allows identification of multiple pathways that may lead an improvement or a decline in performance, respectively. The framework can find more widespread application in supporting comparative case study analyses with a focus on improving the understanding of policy implementation also beyond the field of water governance and management.

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18.03.2020 Minister Müller: Entwicklungshaushalt 2021 bleibt stabil – stärken damit Krisen- und Flüchtlingsregionen

BMZ - 18. März 2020 - 15:00
Das Kabinett hat heute die Eckpunkte für den Bundeshaushalt 2021 beschlossen. Für die Entwicklungspolitik sind 10,88 Milliarden Euro vorgesehen – so viel wie für das laufende Haushaltsjahr. Bundesentwicklungsminister Gerd Müller erklärt dazu: "Der Entwicklungsetat bleibt 2021 stabil – das ist auch während der Corona-Pandemie wichtig, um gezielt die Gesundheitsinfrastruktur in Entwicklungsländern zu stärken und die überlebenswichtige Arbeit ...
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A quid pro quo to save the WTO’s Appellate Body

DIE Blog - 18. März 2020 - 14:00

Emerging countries such as Brazil, Mexico, India, China, Korea, Thailand, Indonesia and to a lesser degree, Vietnam and Turkey have actively and successfully invoked the World Trade Organization (WTO) dispute settlement system (DSS) to defend their commercial interests. With increased participation in world trade, their stake in an effective compulsory and binding mechanism for resolving conflicts becomes even more relevant to enforce the rules and uphold foreign market access. In a global context of great trade frictions, the preservation of such a mechanism, including the quasi-automatic adoption of reports under the reversed-consensus rule, which means that actions can go ahead unless there is a consensus of WTO members not to do so, becomes a first-order priority. The mechanism could be perfected further to level power imbalances. But the task at hand now is more fundamental: to unblock the impasse of the Appellate Body (AB). While this crisis is not of the emerging countries’ making, they may hold a key to unlock it: they could give up their prerogative to “special and differential treatment” (SDT) in future trade negotiations in return for a commitment by the United States to restore the AB.

The WTO dispute settlement system has worked for the larger developing economies

Figure 1. Source: Author, based on WTO, https://data.wto.org

Since 2000, developing countries’ share in world merchandise trade has increased from 34.7 percent to 47.8 percent in 2017 driven mostly by China, which accounts for about a third of that growth, and by 14 other developing economies: Korea, Hong Kong, Mexico, Singapore, United Arab Emirates, India, Thailand, Saudi Arabia, Malaysia, Brazil, Vietnam, Indonesia, Turkey and South Africa. With 35.5 percent of global merchandise exports in 2017, up from 22.7 percent in 2000, these economies account for some three-quarters of all developing countries’ exports of goods.

With such a remarkable trade performance comes increased potential for trade conflict. It is thus no surprise that with a cumulative participation as parties in a total of 328 cases during the 1995-2019 period, the 15 larger developing countries (DgC15) have actually become the main users of the DSS (see figure 1).

Among the DgC15, China, India, Brazil, Mexico and Korea have participated in a total of 249 cases as complainants and respondents, which accounts for about three-quarters of this group’s participation (see table 1). They are also the most active third parties. Indonesia, Thailand and Turkey, with 25, 18 and 17 cases each, emerge as important users of the system, though not as active as the first group. The rest of the countries have participated in a limited number of disputes, ranging from 1 to 5.

Table 1. Source: WTO

The system has worked well for the DgC15. As complainants, they have won, partially won or reached a mutually agreed solution in 48 percent of cases (excluding ongoing cases), whereas as respondents the comparable figure is 25 percent. This is in line with the view that there is a process of self-selection of disputes, with countries normally activating the system to pursue cases they consider potential winners.  In both cases, some 40 percent of conflicts have been terminated, withdrawn or dropped for unknown reasons.  The “losing” record is higher when these countries participate as respondents, with some 35 percent of cases lost, than when they initiate a case, where some 13.5 percent of cases are lost. Even when a respondent “loses” a case in the legal sense it most frequently “wins” in economic terms by defeating domestic protectionist interests and restoring its own commitment to non-discrimination and open markets.

A deal to restore the Appellate Body

In negotiations, expanding the scope of the discussion sometimes helps to reach a bargain. In this case, another source of US frustration with the WTO is the perception that larger developing countries are exploiting the multilateral trading system unfairly because of advantages conferred to them under the SDT they may claim in negotiations. While the content of SDT is determined in the context of each WTO agreement, as a result of a negotiating process, typical SDT may include preferential market access or technical assistance, or it may allow exceptions to specific rules and liberalization commitments. The flexibilities accruing to developing country status are useful mostly for smaller and poorer countries, which may need them to implement complex agreements and to prepare to leverage the opportunities of international trade. But the evidence is mixed on the overall effectiveness of “special and differential” benefits. Lack of reciprocal engagement in negotiations has resulted in continued constraints for export sectors where developing countries typically possess comparative advantage, like agriculture or apparel. And by sometimes exempting themselves from reciprocal commitments, developing countries have missed opportunities to foster domestic reforms to support integration into global markets. Thus while  the benefits accrued under the SDT are at best mixed, the loss of the WTO compulsory third-party adjudication regime is significant and real.

A quid pro quo, where the larger developing countries proactively propose to drop their request for SDT in ongoing and future negotiations in exchange for the US agreeing to the nomination of AB members could be the starting point of a bargain to preserve and improve the appeals procedure. Building on the decisions of Brazil and Korea to forego SDT, a broader group of emerging economies could come together to craft such a deal. Lifting the blockage of the AB nominations could pave the way for reasserting its role in the system.

But this bargain cannot work without the US engagement. It would remain to be seen if in the face of a deal, the United States will be ready to negotiate.

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Eckwertebeschluss: NGOs warnen vor Kürzungen im Entwicklungsetat

DSW - 18. März 2020 - 12:28

Berlin, 17. März 2020. Morgen veröffentlicht das Bundesfinanzministerium von Olaf Scholz den Eckwertebeschluss der Bundesregierung. In einem gemeinsamen Appell warnen sechs deutsche Entwicklungsorganisationen Scholz davor, die Mittel zur Bekämpfung extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten zu kürzen. Die UN-Nachhaltigkeitsziele könnten so nicht erreicht werden. Eine Kürzung stünde auch in starkem Widerspruch zum Koalitionsvertrag.

Die Entwicklungsorganisationen Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW), Global Citizen, ONE, OXFAM Deutschland, Plan International Deutschland und Save the Children Deutschland appellieren gemeinsam an die Bundesregierung:
„Jedes Jahr bei der Veröffentlichung des Eckwertebeschlusses kann sich Olaf Scholz scheinbar plötzlich nicht mehr an den Koalitionsvertrag erinnern. Wir nehmen das nicht hin. Wir fordern nicht mehr und nicht weniger als die Einhaltung des Koalitionsvertrags. Konkret heißt das: Mehr Investitionen für die Bekämpfung extremer Armut und die Stärkung von Gesundheitssystemen. Nur so können wir die Menschen auf der Welt erreichen, die Unterstützung benötigen. Mit seinem wirtschaftlichen und politischen Gewicht ist der globale Einfluss Deutschlands erheblich, um die UN-Nachhaltigkeitsziele bis 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung muss endlich ihrem Versprechen nachkommen, 0,7 Prozent seiner Wirtschaftskraft für Entwicklungszusammenarbeit zur Verfügung stellen. Ein Beispiel ist die Nutzung der Mittel aus der geplanten Finanztransaktionssteuer. Schreitet Deutschland hier voran, werden andere Länder folgen.“

Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt, ein Absinken der sogenannten ODA-Quote zu verhindern. Die ODA-Quote misst den Anteil der Wirtschaftsleistung, die in die Entwicklungszusammenarbeit investiert wird. Die Große Koalition wollte zudem darauf hinarbeiten, das international vereinbarte Ziel zu erreichen, 0,7 Prozent der Wirtschaftsleistung für Entwicklungszusammenarbeit aufzuwenden. 2018 betrug die deutsche ODA-Quote 0,61 Prozent –  Tendenz sinkend. Ohne die Einrechnung der Kosten für Geflüchtete im Inland betrug sie sogar lediglich 0,51 Prozent. Außerdem hatten Union und SPD beschlossen, Mehreinnahmen im Verhältnis von 1:1 in Entwicklung einerseits und Verteidigung andererseits zu investieren. Auch hier werden die NGOs genau hinschauen.

„Corona-Krise zeigt, wie wichtig es ist, in starke Gesundheitssysteme zu investieren“

 

Zur aktuellen Corona-Krise äußert sich das Bündnis wie folgt:
„Wie damals bei der Ebola-Epidemie macht heute das Coronavirus deutlich, wie wichtig es ist, in starke Gesundheitssysteme zu investieren. Länder wie Deutschland sind robust genug, um ihre Bürger*innen grundlegend zu versorgen und so die Folgen der Epidemie abzumildern. Anders sieht es in Staaten aus, die am stärksten von Armut betroffen sind. Breitet sich das Coronavirus großflächig zum Beispiel in den Ländern Subsahara-Afrikas aus, wird für viele Menschen jede Hilfe zu spät kommen. Auch die Wirtschaft vieler Staaten könnte kollabieren. Darum ist es wichtig, die richtige Vorsorge jetzt zu treffen. Organisationen wie die Impfallianz Gavi helfen gerade Entwicklungsländern dabei, ihre Gesundheitssysteme robuster zu machen, um besser gegen vermeidbare Krankheiten gewappnet zu sein. Sie müssen daher finanziell voll ausgestattet werden.“

+++

Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung (DSW) ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Unser Ziel ist es, zu einer zukunftsfähigen Bevölkerungsentwicklung beizutragen. Wir engagieren uns für die Umsetzung des Menschenrechts auf Familienplanung. Insbesondere unterstützen wir junge Menschen in Ostafrika dabei, selbstbestimmte Entscheidungen über ihre Sexualität und Verhütung zu treffen. Gleichzeitig bringen wir uns auf nationaler und internationaler Ebene in politische Entscheidungsprozesse in den Bereichen Gesundheit, Familienplanung und Gleichstellung der Geschlechter ein. Mehr Informationen auf www.dsw.org.

ONE ist eine internationale Bewegung, die sich für das Ende extremer Armut und vermeidbarer Krankheiten bis 2030 einsetzt. Damit jeder Mensch ein Leben in Würde und voller Chancen führen kann. Wir sind überparteilich und machen Druck auf Regierungen, damit sie mehr tun im Kampf gegen extreme Armut und vermeidbare Krankheiten, insbesondere in Afrika. Zudem unterstützt ONE Bürger*innen dabei, von ihren Regierungen Rechenschaft einzufordern. Mehr Informationen auf www.one.org.

Global Citizen ist eine Kampagnenorganisation mit dem Ziel, extreme Armut bis zum Jahr 2030 weltweit zu beenden. Unterstützt werden wir dabei von Millionen Global Citizens rund um den Globus, die sich auf unseren Plattformen über entwicklungspolitische Themen informieren und dadurch inspiriert werden, an unseren Aktionen teilzunehmen. Seit Global Citizen im Jahr 2011 mit der Kampagnenarbeit begann, sind Global Citizens mehr als 25 Millionen Mal aktiv geworden. Diese Aktionen haben zu Zusagen von Regierungen, Institutionen und Unternehmen in Höhe von über 48 Milliarden US-Dollar geführt, die bis heute das Leben von 880 Millionen Menschen verbessert haben. Um die Umsetzung der Global Goals der Vereinten Nationen voranzutreiben, haben wir unsere bisher größte Kampagne namens “Global Goal Live: The Possible Dream” ins Leben gerufen, die am 26. September 2020 mit einem 10-stündigen Medienevent und Festivals auf fünf Kontinenten ihren Höhepunkt finden wird. www.globalcitizen.org/de

Oxfam ist eine internationale Nothilfe- und Entwicklungsorganisation, die weltweit Menschen mobilisiert, um Armut aus eigener Kraft zu überwinden. Dafür arbeiten im Oxfam-Verbund 20 Oxfam-Organisationen Seite an Seite mit rund 3.600 lokalen Partnern in mehr als 90 Ländern. Mehr unter www.oxfam.de

Plan International ist eine unabhängige Organisation der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe. Mädchen und Jungen sollen weltweit die gleichen Rechte und Chancen haben und ihre Zukunft aktiv gestalten. Um das zu erreichen, setzen wir in unseren Partnerländern effizient und transparent Projekte zur nachhaltigen Gemeindeentwicklung um und reagieren schnell auf Notlagen und Katastrophen, die das Leben von Kindern bedrohen. In mehr als 75 Ländern arbeiten wir Hand in Hand mit Kindern, Jugendlichen, Unterstützenden und Partnern jeden Geschlechts, um unser globales Ziel zu erreichen: 100 Millionen Mädchen sollen lernen, leiten, entscheiden und ihr volles Potenzial entfalten. Die nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bestärken uns in unserem Engagement.

Save the Children ist als größte unabhängige Kinderrechtsorganisation der Welt in mehr als 120 Ländern tätig. Die Schwerpunkte liegen in den Bereichen Schule und Bildung, Schutz vor Ausbeutung und Gewalt sowie Überleben und Gesundheit – auch in Katastrophensituationen. Save the Children setzt sich ein für eine Welt, die die Rechte der Kinder achtet. Eine Welt, in der alle Kinder gesund und sicher leben und frei und selbstbestimmt aufwachsen können. Mehr Informationen auf www.savethechildren.de.

Pressekontakt:
ONE: 
Scherwin Saedi: 030 319 891 578, 0152 037 71 429, scherwin.saedi@one.org
DSW: Anke Witte: 0551 94373-32, presse@dsw.org
Global Citizen: Friederike Meister: +49 171 73644 70, friederike.meister@globalcitizen.org
Oxfam: Nicolai Link: +49 30 45 30 69 712 | +49 177 73 75 288, nlink@oxfam.de
Plan International: Alexandra Tschacher: 040/607716-278, presse@plan.de
Save the Children: Susanne Sawadogo: +49 (30) 27 59 59 79 120,  susanne.sawadogo@savethechildren.de

 

 

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Politische Verlässlichkeit und Solidarität mit Ärmsten ist Gebot der Stunde

Welthungerhilfe - 18. März 2020 - 12:06
Welthungerhilfe zum Eckwertebeschluss der Regierung
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Gemeinsam für Zukunftsfähigkeit

Engagement Global Presse - 18. März 2020 - 11:50
Die Handreichung richtet sich an Akteurinnen und Akteure der schulischen Praxis. Foto: Engagement Global

Die Einbindung des gesellschaftlichen Umfelds und insbesondere außerschulischer Partnerinnen und Partner in den Schulalltag ist eine gute Möglichkeit, Schulen zu öffnen für zukunftsfähiges Lernen.

Dies kann durch die Etablierung von besonderen Zeiträumen, beispielsweise eine spezielle Lernzeit pro Woche, in die Schulstruktur geschehen. Solche Zeiträume können Initiativen von Lernenden wie etwa in der Folge der Fridays for Future-Bewegung dabei unterstützen, sich anhand des eigenen Lebensweltbezugs und dennoch im schulischen Rahmen zu entwickeln.

Eine weitere Möglichkeit, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) stärker zu verankern, eröffnet das große Spektrum von Angeboten seitens außerschulischer Bildungspartnerinnen und -partner. Diesem Thema widmet sich die neue Veröffentlichung zum Orientierungsrahmen. Die Handreichung ist eine praxisnahe Zusammenstellung der Ergebnisse der Studie „Globale Entwicklung als Lernbereich an Schulen? Kooperationen zwischen Schulen und Nichtregierungsorganisationen“ und richtet sich insbesondere an Akteurinnen und Akteure der schulischen Praxis. Unter dem Titel „Gemeinsam für Zukunftsfähigkeit“ stellt sie unterschiedlichen Möglichkeiten und Formen einer Kooperation dar. Sie beschreibt, welche Bedingungen es braucht, damit Kooperationen gelingen und welche Stolpersteine ein Gelingen behindern können. Sie nimmt dabei sowohl strukturelle als auch individuelle Bedingungen in den Blick und zeigt Gestaltungsspielräume für die Akteure auf.

Die Handreichung versteht sich als Beitrag, um Möglichkeiten der Öffnung von Schulen in ihr gesellschaftliches Umfeld zu unterstützen. Die Autorin Dr. Marie Bludau ist BNE-Fachreferentin des Landes Niedersachsen.

Weitere Informationen
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Join Our Webinar: Making Circularity a Priority for Cities, Towns, Villages and Municipal Utilities, 1 April 2020 at 1pm CET

SCP-Centre - 18. März 2020 - 11:48

In the light of new developments related to the coronavirus, the NetWorkshop on Circular Cities>Towns>Villages and Municipal Utilities, originally planned for 1 and 2 April 2020 is postponed and will be rescheduled on a later date. However, the CSCP and Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) have put together an informative and hands-on digital programme to deliver Circular Economy insights and support municipalities in exploring their role as circular change agents.

A selected group of keynote speakers will share their expertise and insights during a 90 min webinar, taking place during the originally planned start of the NetWorkshop.

Speakers:

Circular Economy as European priority – the new EU Circular Economy Action Plan and the role of cities
Emmanuelle Maire, European Commission, Directorate-General for Environment, Head of Unit B1 – Sustainable Production, Products and Consumption

Starting the transition towards a Circular City – Why, how, with whom? The case of Copenhagen
Bo Asmus Kjeldgaard, former mayor of Copenhagen and CEO of Greenovation

Circular city approaches and success stories – Insights and case examples
Mark Hidson, Deputy Regional Director, ICLEI – Local Governments for Sustainability

Join the Webinar Circular Cities > Towns > Villages on 1 April 2020, 13:00-14:30 – an insightful session helping us to understand the relevance of circularity for cities and municipal utilities, the role of regulation as well as the opportunities and challenges facing municipalities in their journey towards more circularity.

To join the webinar, please register here.

To learn more about circularity in the context of local municipalities, please also check out our Circular Economy Guidebook for Cities.

Please contact Stephan Schaller for further questions.

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Coronavirus: Wenn der Unterricht ausfällt – diese Tipps helfen gegen Langeweile zuhause

Unicef - 18. März 2020 - 11:33
Schulen und Kitas sind wegen des Ausbruchs von COVID-19 geschlossen. Droht deshalb Langeweile zuhause? Keine Sorge! Wir haben Ideen zum Lernen, Spielideen und Bastelaktionen für Sie zusammengestellt. 
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Die Coronakrise – unaufhaltbare Katastrophe oder notwendige Unterbrechung?

Misereor - 18. März 2020 - 9:47
Seit ein paar Tagen befindet sich die Welt durch das Coronavirus in einem Ausnahmezustand. Das, was zunächst nach einem Problem einer chinesischen Provinz aussah, weit entfernt von unserer Lebenswirklichkeit, verbreitete sich mit rasender Geschwindigkeit über den ganzen Globus und bricht immer mehr in unser Leben ein. Gefühle von Angst und Panik machen sich breit angesichts dieses neuen noch unbekannten Virus und der Ungewissheit über das tatsächliche Ausmaß an gesundheitlichen Gefahren, die es mit sich bringt.

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17. März 2020

ONE - 17. März 2020 - 15:50

1. Kulturförderung in Afrika
In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung erklärt Patrick Gaspard, Präsident der Open Society Foundations, warum seine Stiftung Initiativen zur Rückgabe kolonialer Objekte finanziert. Es gehe dabei nicht nur um den eigentlichen Besitz bestimmter Objekte, sondern auch um die gerechtere Verteilung von Wohlstand sowie darum, die Objekte dorthin zu bringen, „wo das spirituelle und gesellschaftliche Leben ist“. Die Stiftung wolle lokale Akteur*innen stärken und ein Netzwerk aus Künstler*innen und Aktivist*innen bilden, erklärt Gaspard. Forschungsprojekte und Konferenzen seien ebenso Teil des Engagements. Konkret wolle man so Museen in Afrika fördern und dort eine Nachwuchsgeneration im Kulturbereich ausbilden. Schwerpunkt der Investitionen werden die westafrikanischen Staaten Benin, Nigeria und Senegal sein. Gaspard sehe das Engagement von deutschen Akteuren wie dem Goethe-Institut oder dem Auswärtigen Amt mitunter kritisch. Zu oft werde sich nur auf angeblich mangelnde Infrastruktur oder Kompetenz seitens afrikanischer Museen fokussiert. Er betont, dass gerade in Deutschland Artefakte jahrelang inadäquat gelagert und behandelt worden seien. Gaspards betont, dass seine Stiftung bewusst keine Museen nach europäischen Vorbild bauen, sondern individuell für jedes Objekt den passenden Ort finden wolle. Dabei sei es im Ermessen der entsprechenden afrikanischen Expert*innen und der Gemeinschaft zu entscheiden, wo dieser Ort sei. In der politischen Debatte gehe es darum, ein Bewusstsein für das passierte Unrecht zu schaffen, damit koloniale Ansätze nicht einfach weiter reproduziert werden.

2. Gasexplosion in Nigeria
Wie Zeit Online, die Berliner Morgenpost und der österreichische Standard berichten sind bei einer Gasexplosion im nigerianischen Lagos mindestens 17 Menschen getötet worden. Weitere 25 Menschen seien verletzt. Etwa 50 Häuser seien zerstört worden, darunter eine Schule und ein Schlafsaal einer Mädchenschule. Die Explosion habe einen Großbrand ausgelöst. Ursache sei ein LKW-Unfall in einer Gasverarbeitungsanlage gewesen, wodurch auch eine Pipeline beschädigt worden sei. Unfälle wie diese seien keine Seltenheit in Nigeria, da immer wieder LKWs auf den schlecht ausgebauten Straßen verunglücken.

3. Repression in Niger
In der Tageszeitung (taz) thematisiert Christian Jakob die Repressionen der nigrischen Regierug gegen ihre Bevölkung. Bei Demonstrationen gegen die Korruption der Regierung seien die örtlichen Sicherheitskräfte hart gegen Oppositionelle vorgegangen. Dabei seien vier Menschen verbrannt, so der Präsident der Händlergewerkschaft von Niamey, Sani Chekraou. Bei internen Untersuchungen des Verteidigungsministerium sei herausgekommen, dass Mittel von bis zu bis 2,6 Milliarden Euro veruntreut worden seien – bei einem jährlichen Gesamthaushalt von umgerechnet rund zwei Milliarden Euro. Seitens der Armee seien Waffenkäufe angegeben worden, die nie stattgefunden haben. Viele vermuten zudem, dass Präsident Mahamadou Issoufou ebenfalls in diese Korruption verwickelt ist. Die Tatsache, dass die Regierung den Bericht nicht veröffentlichen wolle, verstärke für viele diesen Verdacht. Als Grund für die Nicht-Veröffentlichung werde seitens Regierung auch auf die Gefahren des Corona-Virus verwiesen, was die Opposition erzürne. Weder sei bisher ein Coronafall im Land bekannt noch seien bisher Einschränkungen bei anderen Veranstaltungen vorgenommen worden.  Gleichzeitig sitze der Journalist Mamane Kaka Touda wegen „Verbreitung von Informationen, die zur Störung der öffentlichen Ordnung führen“ im Gefängnis. Er habe zuvor über einen Coronaverdachtsfall berichtet und auch darüber, dass sich der Verdacht nicht bestätigt habe.

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