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Jahresbilanz der UNO-Flüchtlingshilfe - Mehr als 80 Millionen Menschen auf der Flucht

SID Blog - 29. Dezember 2020 - 15:10
Trauriger Rekord in 2020 - Noch nie waren so viele Menschen auf der Flucht

Mehr als 80 Millionen Menschen sind aktuell weltweit auf der Flucht – und damit fast so viele Menschen wie Deutschland Einwohner hat. Ein Allzeitrekord, verschärft durch die Corona-Pandemie: So waren diese Menschen, die in vielen Ländern im informellen Sektor arbeiten und von sozialen Sicherungen ausgeschlossen sind, besonders hart von dem wirtschaftlichen Rückgang durch die Krise betroffen. Im Vergleich zum Vorjahr sind knapp zehn Millionen Menschen mehr auf der Flucht. Denn während bei den Langzeitkonflikten im Jemen oder in Syrien kein Frieden in Sicht ist, eskaliert die Situation in der afrikanischen Sahel-Zone, und es entstehen neue Brandherde wie aktuell in Äthiopien. Die UNO-Flüchtlingshilfe, der deutsche Partner des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR), appelliert daher an die Zivilgesellschaft, Menschen auf der Flucht gerade jetzt im Winter nicht allein zu lassen. Neben der akuten Nothilfe brauchen die Flüchtlinge weltweit eine Perspektive für eine bessere Zukunft.

 

Peter Ruhenstroth-Bauer, Geschäftsführer der UNO-Flüchtlingshilfe: „Corona hat 2020 weltweit die Lebensrealität der Menschen verändert, für viele der 80 Millionen Menschen auf der Flucht kommt jetzt der pure Überlebenskampf an erster Stelle. Diese Menschen dürfen wir nicht alleine lassen." Für 2020 lag der Bedarf des UNHCR bei 9,1 Milliarden US-Dollar, um den Geflüchteten weltweit zu helfen. Doch bis Anfang Dezember standen nur rund die Hälfte der benötigten Gelder zur Verfügung. 

 

Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit entwickelte sich die Krise in der Sahelzone 2020 mit Ländern wie Mali, Tschad oder Niger dramatisch: Fast 3,6 Millionen Menschen sind dort derzeit auf der Flucht. Etwas weiter östlich führt ein innerstaatlicher Konflikt in Äthiopien aktuell dazu, dass innerhalb weniger Wochen mehr als 53.000 äthiopische Flüchtlinge die Grenze zum Sudan überquert haben. Der UNHCR war direkt vor Ort und konnte unmittelbar mit mehr als 6.000 Familienzelten, 80.000 Decken und 25.000 Schlafmatten den Menschen auf der Flucht helfen. Im Sudan werden jedoch dringend mehr Ressourcen benötigt, um lebensrettende Hilfe zu leisten, einschließlich Nahrungsmitteln, Wasser, sanitären Einrichtungen und medizinischer Versorgung.

 

In Europa lösten die Brände im Flüchtlingscamp Moria, das im September vollständig zerstört wurde und über 12.000 Schutzsuchende obdachlos gemacht hat, Bestürzung aus. Die Situation der Schutzsuchenden in Bosnien spitzt sich aktuell weiter zu. An Europas tödlichster Grenze, im Mittelmeer, sind auch in diesem Jahr mehr als 1.000 Tote oder vermisste Menschen zu beklagen. Gleichzeitig hat es eine beeindruckende Solidaritätswelle der deutschen Zivilgesellschaft gegeben. Die Botschaft der Zivilgesellschaft, so Peter Ruhenstroth-Bauer, ist eindeutig: „Eine solch unwürdige Behandlung von Schutzsuchenden darf es in einem Europa mit seinen Werten wie Humanismus und Frieden schlichtweg nicht geben."

 

Verstärkte internationale Solidarität und Hilfe sind auch in einem Konflikt nötig, der länger dauert als beide Weltkriege zusammen: Ungefähr 12 Millionen Syrer*innen hat der andauernde Bürgerkrieg zu Flüchtlingen oder zu Vertriebenen innerhalb ihres Landes gemacht. Sie bilden damit die größte Flüchtlingsgruppe der Welt. Bestandteile des UNHCR-Winterprogramms sind u.a. Bargeldhilfen für besonders schutzbedürftige Familien, damit sie ihren täglichen Lebensbedarf zusätzlich mit speziell für die kalte Jahreszeit benötigten Gütern bestreiten können.

 

Mehr Informationen unter: uno-fluechtlingshilfe.de

 

 

Helfen Sie Flüchtlingskindern und ihren Familien.

Jetzt #SCHUTZSCHENKEN: www.uno-fluechtlingshilfe.de/schutz

 

Die UNO-Flüchtlingshilfe ist der deutsche Partner des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR). 

Bitte unterstützen Sie die Arbeit des UNHCR mit einer Spende und geben Sie den Menschen 

auf der Flucht ein Dach über dem Kopf. Spenden Sie jetzt: www.uno-fluechtlingshilfe.de

UNOSAT: Mit Satelliten die Zukunft der humanitären Hilfe gestalten

reset - 29. Dezember 2020 - 6:53
Das Satellitenprogramm der Vereinten Nationen, UNOSAT, nutzt Geodaten, um fundierte, evidenzbasierte Lösungen für Fragen der menschlichen Sicherheit, des Friedens und der nachhaltigen Entwicklung zu entwickeln.
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Ziele der biologischen Vielfalt in weiter Ferne

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

Berlin: Die bisher ergriffenen Maßnahmen reichen nicht aus, die in der Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt gesetzten Ziele in allen Teilaspekten zu erreichen. Dies geht aus dem Indikatorenbericht 2019 zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt hervor, den die Bundesregierung als Unterrichtung (19/23910) vorgelegt hat. Zwar seien viele Maßnahmen bereits in Angriff genommen worden; die daraus resultierenden positiven Wirkungen ließen aber häufig noch auf sich warten.

Relativ nah am Zielbereich liegen demnach die Indikatoren "Landschaftszerschneidung" und "Nachhaltige Forstwirtschaft". Mit einem Zielerreichungsgrad von weniger als 50 Prozent sehr weit entfernt von Zielbereich sind hingegen die Indikatoren "Gefährdete Arten", "Ökologischer Gewässerzustand", "Flächeninanspruchnahme", "Ökologischer Landbau" und "Bewusstsein für biologische Vielfalt".

Der Bericht kommt der Verpflichtung aus der im Jahr 2007 beschlossenen Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt nach, fortlaufend zu erfassen und zu bewerten, ob die gesetzten Ziele erreicht werden. Zu diesem Zweck wurden 18 Indikatoren entwickelt, die sich auf fünf Themenfelder verteilen: Komponenten der biologischen Vielfalt, Siedlung und Verkehr, wirtschaftliche Nutzungen, Klimawandel und gesellschaftliches Bewusstsein. Damit stelle der Indikatorenbericht wichtige Entwicklungstrends dar und bilanziere, wo Deutschland im Hinblick auf das Ziel stehe, den Verlust an biologischer Vielfalt zu stoppen, hält die Bundesregierung fest.

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8 Punkte für eine globale Agenda strukturellen Wandels in der COVID-19-Pandemie

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

Von Jens Martens

Regierungen haben weltweit mit beispielloser Intensität auf die COVID-19-Pandemie reagiert. Sie haben damit bewiesen, dass sie handlungsfähig sind und der Privatwirtschaft nicht das Feld überlassen müssen, wenn der politische Wille dazu vorhanden ist. Jetzt braucht es eine zweite Welle der politischen Reaktionen auf die Pandemie, die nicht nur auf die Erholung der Wirtschaft zielt, sondern vielmehr die global notwendigen systemischen Veränderungen in Gang setzt.

Building back better?

In zahllosen Erklärungen haben die meisten Regierungen bekräftigt, dass eine Rückkehr zu business as usual nach der Krise keine Option sei. Stattdessen ist der Aufruf der UNO „Building back better“ zu einem Leitmotiv der internationalen Reaktionen auf die COVID-19-Krise geworden. Aber führt „Building back“ wirklich zu dem dringend notwendigen strukturellen Wandel?

In der ersten Phase enthielten viele der COVID-19-Notfallprogramme soziale Komponenten, die (mehr oder weniger gezielt) darauf gerichtet waren, Unterstützung für bedürftige Familien zu leisten, Arbeitslosigkeit zu verhindern und kleine Betriebe finanziell am Leben zu erhalten. Doch abgesehen davon, dass selbst diese insgesamt riesigen Geldsummen den weltweiten Anstieg von Arbeitslosigkeit, Armut und Unternehmenskonkursen nicht verhindern konnten, droht die Wirkung der Ad-hoc-Maßnahmen schnell zu verfliegen, wenn die Unterstützung ausläuft. Die soziale Katastrophe kommt dann lediglich mit Verzögerung. Darüber hinaus spielten ökologische

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Zum Welternährungstag: Politik muss Hungernde unterstützen und einbeziehen, statt Konzerne zu hofieren

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

Aachen/Berlin/Köln, 12. Oktober 2020: Die Vereinten Nationen prognostizieren, dass ohne eine radikale Kehrtwende bei der Hungerbekämpfung im Jahr 2030 150 Millionen Menschen mehr Hunger leiden werden als heute. Ein breites Bündnis von zivilgesellschaftlichen Organisationen und Verbänden fordert die Bundesregierung in einem Positionspapier auf, ihren Einfluss zu nutzen, damit die globalen Ernährungssysteme in Zukunft gerecht, agrarökologisch und demokratisch ausgerichtet werden. Der Einsatz neuer und alter Gentechnik in der Entwicklungszusammenarbeit soll ausgeschlossen, Landarbeiter und Landarbeiterinnen vor Ausbeutung besser geschützt und die Vereinnahmung der Politik durch Konzerne verhindert werden.

MISEREOR, FIAN, INKOTA, Oxfam und Brot für die Welt fordern in einem Bündnis von 46 Organisationen eine radikale Kehrtwende, um Hunger weltweit zu überwinden. Dazu gehört eine Abkehr von Ansätzen der Grünen Revolution und der Grünen Gentechnik sowie ein zügiger agrarökologischer Umbau der Ernährungssysteme. Erfolgreiche Methoden vor Ort müssen verstärkt und in der Strategie der Hungerbekämpfung ausgebaut werden. Zum Beispiel sollte die Politik die bäuerliche Verarbeitung und ihre ortsnahe Vermarktung sowie Gemeinschaftsverpflegung aus regionaler, agrarökologischer und fairer Produktion fördern.

Stimmen von Erzeuger*innen und Arbeiter*innen müssen gehört werden.

„Wer den Hunger bekämpfen will, muss die Rechte der Menschen stärken, die von Hunger betroffen sind“, erklärt Sarah Schneider, Expertin für Welternährung von MISEREOR. Sonst gehe

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Zum Tag der Industrie: Große Unternehmensverbände wollen Rückschritte beim Menschenrechtsschutz

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

Berlin, 05.10.2020. Anlässlich des Tages der Industrie des BDI hat die Initiative Lieferkettengesetz eine Untersuchung des Lobbyismus der Wirtschaftsverbände gegen ein wirksames Lieferkettengesetz veröffentlicht. Unternehmensverbände wie BDI, BDA und DIHK wollen das derzeit diskutierte Lieferkettengesetz lediglich auf 280 Unternehmen begrenzen, nur direkte Zulieferer einbeziehen und Geschäfte in Ländern außer Acht lassen, mit denen die EU Handelsabkommen abgeschlossen hat. Eine zivilrechtliche Haftung soll grundsätzlich ausgeschlossen werden. UnternehmensGrün, ein Verband von mehr als 350 mittelständischen Unternehmen, setzt sich wiederum für ein Lieferkettengesetz inklusive Haftung ein. Die Initiative Lieferkettengesetz, ein Zusammenschluss von über 110 Organisationen fordert, von der Bundesregierung jetzt Fortschritte beim Menschenrechtsschutz durch ein wirksames Lieferkettengesetz, keine Verwässerungen oder gar Rückschritte.

„Brennende Fabriken, ausbeuterische Kinderarbeit oder zerstörte Regenwälder: Deutsche Unternehmen müssen alles dafür tun, solche Zustände in ihren Lieferketten zu beenden“, kommentiert Johannes Heeg, Sprecher der Initiative Lieferkettengesetz. „Die Vorschläge der großen Verbände bringen uns keinen Schritt weiter. Im Gegenteil: Sorgfaltspflichten nur bezogen auf direkte Zulieferer blendet die größten Risikobereiche aus und bleiben hinter internationalen Standards weit zurück".

Die Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen von 2011 erwarten von allen Unternehmen, egal welcher Größe, dass sie die Menschenrechte achten. Sorgfaltspflichten gelten für die gesamte Wertschöpfungskette. Ein Ausschluss ganzer

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RECORDING | Spotlight Report 2020 - Virtual Launching Event

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

On the eve of the (virtual) United Nations 75th anniversary event and the Global Goals Week authors presented this year's global civil society report Spotlight on Sustainable Development.

 

If you missed the virtual launching event you can watch the recording here.

Find the report & further information here.

 

 

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Krisenmanagement weltweit koordinieren

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

29. September 2020

Gastbeitrag von Bodo Ellmers, Global Policy Forum in der Frankfurter Rundschau

Der Gipfel der Vereinten Nationen (UN) am heutigen Dienstag zur Entwicklungsfinanzierung ist eine einmalige Chance. Der Gipfel kann verhindern, dass die Corona-Krise noch mehr Menschen in armen Ländern in Leid und Elend stürzt. Gleichzeitig ist die UN-Debatte die wohl letzte Chance, um die Agenda 2030 zur nachhaltigen Entwicklung zu retten, deren Umsetzung schon vor der Pandemie nicht nach Plan lief und durch die Krise völlig aus der Bahn geworfen wurde. 

Lesen Sie den kompletten Artikel in der Onlineausgabe der Frankfurter Rundschau

 

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NRW-Landesregierung verabschiedet weiterentwickelte Nachhaltigkeitsstrategie

#2030Agenda.de - 28. Dezember 2020 - 11:55

Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen hat eine aktualisierte und um wichtige Zukunftsthemen ergänzte Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Sie schreibt die erste Nachhaltigkeitsstrategie fort, die 2016 verabschiedet wurde.

Nach eigenen Worten orientiert sich die Landesregierung mit der neuen Nachhaltigkeitsstrategie noch stärker an der Agenda 2030 und an den in ihr enthaltenen 17 globalen Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs). Inhalte, Ziele und Maßnahmen der Strategie sind nunmehr auch eng an der Systematik der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung (in der Fortschreibung von 2018) ausgerichtet. So soll erreicht werden, dass sich die Aktivitäten von Bund und Land gegenseitig unterstützen und ein insgesamt substanzieller deutscher Beitrag zur Umsetzung der SDGs gelingen kann.

Kernstück der neuen Nachhaltigkeitsstrategie ist ein Set aus 67 konkreten Zielen und Indikatoren. Diese sind eng mit den Zielen auf Bundesebene verzahnt und orientieren sich an den globalen Nachhaltigkeitszielen, die von den Vereinten Nationen am 25. September 2015 mit der weltweiten Agenda 2030 beschlossen wurden. Ökologie, Wirtschaft und das soziale Miteinander finden dabei gleichermaßen Berücksichtigung.

Die Bandbreite der Ziele und Indikatoren reicht von einer Erhöhung des Öko-Landbaus auf 20 Prozent der landwirtschaftlich genutzten Fläche, über die Stärkung der Umweltwirtschaft als wichtiges Zukunftssegment, bis hin zu einer Mindestinvestition von 3,5 Prozent des BIP in Innovationen und Lösungen für die

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„Corona ist Brandbeschleuniger für Hunger und Armut“

Welthungerhilfe - 28. Dezember 2020 - 9:44
Dies bestätigt eine Umfrage der Welthungerhilfe und weiterer Hilfsorganisationen in 23 Ländern des globalen Südens.
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Lasst uns solidarisch bleiben

Welthungerhilfe - 28. Dezember 2020 - 9:42
Die Lage in Deutschland bleibt weiterhin von der Pandemie bestimmt und der Ausblick auf 2021 ist ungewiss. Für Mathias Mogge, Generalsekretär der Welthungerhilfe, ist es jedoch die überwältigende Solidarität, die besonders in Erinnerung bleibt – und ihm Hoffnung gibt. In unserem Blogartikel blickt er nach vorne.
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10 (+ 1) Krisen, die wir in 2021 nicht vergessen dürfen

Unicef - 28. Dezember 2020 - 9:00
Wenn es keine Schlagzeile gibt, ist die Katastrophe dann wirklich passiert? Im Jahr 2020 stand Corona im Rampenlicht. Doch auch in diesem Jahr gab es Konflikte und Naturkatastrophen, die das Leben von Kindern geprägt haben. Sehen Sie hier, bei welchen Krisen wir in 2021 nicht wegschauen dürfen.
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100 klimaneutrale Städte bis 2030 in Europa – wie realistisch ist dieser Plan?

reset - 28. Dezember 2020 - 5:03
Europa startet eine ehrgeizige Mission, um viele seiner städtischen Gebiete innerhalb eines Jahrzehnts zu dekarbonisieren. Aber wie kann das gelingen?
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Jahresrückblick 2020: Unsere Lieblingsfotos (und Videos!)

Unicef - 26. Dezember 2020 - 9:00
Sie wissen ja: Dieses Jahr war alles anders. Vielleicht war es uns gerade deshalb so wichtig, eine liebgewonnene Tradition fortzuführen. Wir haben erneut für Sie unseren ganz persönlichen Jahresrückblick zusammengestellt: mit unseren Lieblingsfotos und -videos 2020. Viel Freude beim Anschauen!
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Tier- und Naturfilme schauen hebt die Stimmung

reset - 25. Dezember 2020 - 6:18
Bei winterlichem Grau-in-Grau und extrem eingeschränktem Freizeitprogramm gute Laune zu bewahren ist für viele von uns eine Herausforderung. Doch kleine Reisen in die Natur und zu wilden Tieren sollen helfen – sogar vom heimischen Sofa  aus.
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Covid-19 Impfungen: „Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen“

SID Blog - 24. Dezember 2020 - 23:23
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Covid-19 Impfungen

UNICEF: „Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen"

UNICEF plant Transport von 850 Tonnen Covid-19-Impstoffen pro Monat im Rahmen der COVAX-Initiative

© UNICEF/UN0293657/Keïta

Köln/New York, 18. Dezember 2020 // Unter der Voraussetzung, dass genügend Covid-19-Impfstoff zur Verfügung steht, könnte UNICEF im nächsten Jahr den Transport von voraussichtlich 850 Tonnen Covid-19-Impfstoffen pro Monat gewährleisten. UNICEF würde damit sein durchschnittliches monatliches Transportvolumen von Impfstoffen verdoppeln. 

Dies ist das Ergebnis einer von UNICEF durchgeführten Logistikanalyse. UNICEF wird unter dem Dach von COVAX zusammen mit der Panamerican Health Organization (PAHO) die Beschaffung und Verteilung von Impfdosen gegen Covid-19 für 92 Länder mit geringem und niedrigem mittlerem Einkommen leiten. 

„Jetzt, wo nach und nach Impfungen gegen das Virus starten, beginnen wir, an die Zukunft nach der Pandemie zu denken", erklärte Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland anlässlich der Rede des UN-Generalsekretärs António Guterres im Deutschen Bundestag heute. "Unsere Aufgabe ist es, für Gerechtigkeit zu sorgen und überall auf der Welt den Zugang zu Impfungen möglich zu machen. Das Licht am Ende des Tunnels muss für alle Kinder und Familien scheinen und Covid-19 überall gestoppt werden. Nur so kann die Pandemie besiegt werden."

„Wir stehen vor einer historischen Mammutaufgabe", sagte UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore. „Die Aufgabe ist gewaltig und es stand noch nie so viel auf dem Spiel, aber wir gehen das an."

Die Analyse globaler Luftfrachtkapazitäten und Transportwege ergab, dass kommerzielle Fluggesellschaften in der Lage sind, die Impfstoffe in fast alle 92 Länder mit geringem und niedrigem mittleren Einkommen zu liefern. Der Kostenaufwand dafür beträgt schätzungsweise 70 Millionen US-Dollar. 

Die Frachtkapazitäten auf den weltweiten Flugrouten reichen derzeit aus, um Impfstoffe für 20 Prozent der Bevölkerung der meisten 92 Länder mit geringem und niedrigem mittleren Einkommen bereitzustellen, die Teil der COVAX-Initiative sind. Für den Transport sollen in erster Linie vorhandene Flugkapazitäten genutzt werden – jedoch könnten zusätzliche Charterflüge oder alternative Transportmöglichkeiten erforderlich sein, um Menschen in kleineren Ländern oder schwer erreichbaren Regionen zu erreichen. UNICEF arbeitet dazu mit Fluggesellschaften und der Logistikbranche zusammen.

Eine große Herausforderung besteht darin, in manchen Ländern auch auf lokaler Ebene eine lückenlose Kühlkette sicherzustellen, damit die Impfstoffe sicher und wirksam bleiben. 

Gemeinsam mit Gavi und der WHO hat UNICEF einen Leitfaden zum Logistikmanagement der Impfstoffe entwickelt, um Länder bei der Planung von Maßnahmen für den Empfang, die Lagerung, die Verteilung und das Management der COVID-19-Impfstoffe und anderer Materialien zu unterstützen. Angesichts der unterschiedlichen Lagertemperaturen für die COVID-19-Impfstoffe müssen die Länder Personal im Logistik- und Gesundheitsbereich darin schulen, die Kühlung der Impfstoffe sicherzustellen.

Im Rahmen eines seit 2017 laufenden Projektes wird UNICEF mit Unterstützung von Gavi bis Ende kommenden Jahres zudem die Beschaffung und Installation von 70.000 Kühlschränken unterstützen, die Hälfte davon Solar-Kühlschränke. Darüber hinaus unterstützten UNICEF, GAVI und die WHO die Entwicklung nationaler Pläne zur Verteilung der Impfdosen. 

UNICEF benötigt 2021 410 Millionen US-Dollar für technische Hilfen, Medikamente und Tests. Hinzu kommen 133 Millionen US-Dollar für die Logistik der Impfungen innerhalb der 92 ärmsten Länder und die Sicherstellung der Kühlketten. 

Service für die Redaktionen
Bildmaterial steht hier zur Verfügung

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Rudi Tarneden, Pressesprecher, 0221/93650-315, presse@unicef.de

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Weniger Meeresmüll in der Karibik

SID Blog - 24. Dezember 2020 - 23:22
BMU unterstützt Projekte in der Dominikanischen Republik, Costa Rica und Kolumbien mit 4,9 Millionen Euro

Das Bundesumweltministerium (BMU) unterstützt die „Prävention von Meeresverschmutzungen in der Karibik" (PROMAR) mit 4,9 Millionen Euro. Das Projekt gehört zu den ersten Bewilligungen des BMU-Förderprogramms gegen Meeresmüll "Marine Debris Framework – Regional hubs around the globe" (Marine:DeFRAG). Es soll in den kommenden drei Jahren zur Reduzierung von Kunststoffabfällen im Karibischen Meer beitragen.  

Bundesumweltministerin Svenja Schulze: „Plastikmüll in den Meeren gelangt in die Nahrungskette, beeinträchtigt die marinen Ökosysteme und wird damit zum globalen Problem. Die Abfallmenge sollte direkt an der Quelle vermieden werden, damit der Müll möglichst gar nicht erst ins Meer gelangt. Dabei ist ein nachhaltiges Abfallmanagement unverzichtbar. Mit unserem Förderprogramm nimmt Deutschland seine besondere Verantwortung in der Welt wahr: Einerseits sind wir bei Umwelttechnologien  und -verfahren führend, gleichzeitig sind wir auch Industrie- und Sitzstaat internationaler Unternehmen der Plastikökonomie. Mit unserer Unterstützung lösen wir einige unserer Zusagen zu den G7- und G20-Aktionsplänen gegen Meeresmüll ein."

Hinter dem Projekt PROMAR steht das Berliner Unternehmen adelphi research gemeinnützige GmbH. Mit verschiedenen Maßnahmen soll der Eintrag von Kunststoffabfällen aus der Dominikanischen Republik, Costa Rica und Kolumbien in das Karibische Meer reduziert werden. Dabei sollen Mengen und Verbreitungsrichtungen von Plastikmüll überwacht und kartiert werden. Mithilfe dieser Messungen werden dann kreislaufwirtschaftliche Pilotlösungen umgesetzt. Dazu gehören unter anderem der Einsatz von solarbetriebenen Müllsammelstellen und -behältern, elektrischen Müllsammelfahrzeugen sowie technischen Hilfsmitteln zur Berechnung von Abfallgebühren. Außerdem werden die politischen Partner in den Ländern bei der Bewertung von Technologieoptionen und Konzepten zur Politikgestaltung beraten.

Die erarbeiteten Lösungsansätze sollen auch in anderen Ländern der Karibik und Lateinamerikas zur Anwendung kommen. Das Projekt erzielt damit eine Multiplikatorwirkung und fungiert als Leuchtturmprojekt in der Region. Dazu wird PROMAR unter anderem mit dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP), insbesondere der Cartagena-Konvention (Convention for the Protection and Development of the Marine Environment in the Wider Caribbean Region) und ihren Vertragsstaaten zusammenarbeiten.

Förderprogramm „Marine Debris Framework"

Das BMU fördert mit seinem Programm Marine: DeFRAG Projekte zur Reduzierung von Meeresmüll. Die Projekte sollen dabei helfen, die Abfallmenge direkt an der Quelle zu vermeiden, so dass Plastikmüll gar nicht erst in die Meere gelangt. Gefördert werden daher Kooperationen, die mit erprobten oder innovativen Lösungen die Menge an produziertem Plastikmüll reduzieren oder Abfall- und Kreislaufmanagementsysteme zur Erfassung des Mülls aufbauen. Neben flussbürtigen Einträge liegt der Fokus auch auf küstennahen Regionen und Inselstaaten, die Plastikmüll in das Meer eintragen.

Das Programm unterstützt unter anderem Projekte zu Politikberatung, Kapazitätsaufbau, Technologiekooperation und Investitionen sowie zur Implementierung von Politiken und Strategien. Es richtet sich an Durchführungsorganisationen des Bundes, Nichtregierungsorganisationen, Wirtschaftsunternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deutsche Ableger internationaler und multilateraler Organisationen und Einrichtungen, die einen Sitz in Deutschland haben. Mit seiner Betreuung ist die bundeseigene Projektträgerin Zukunft – Umwelt – Gesellschaft (ZUG) gGmbH beauftragt.




EPN Hessen Newsletter 11&12/2020

SID Blog - 24. Dezember 2020 - 23:21




Entwicklungspolitisches Netzwerk Hessen e.V.
Newsletter 11 & 12/2020





EPN Hessen in Bewegung


[] Gutes und gesundes neues Jahr 2021!
[
] Aktuelle EPN Hessen-Kooperationsveranstaltungen:
• FERN:WELT:NAH: Staffel XI auf Sommer verschoben!
• Online Veranstaltung: : Info-Gespräch "Ich zeig´ dir MAIN Frankfurt" (28.01.2021)
[] Aus dem Netzwerk:
• Weltladen Gießen: Ladenkoordination und Bildungsreferent:in gesucht!
• Weltladen Marburg feiert 40. Jubiläum!
• Rhein.Main.Fair: Wir heißen unsere neue Mitgliedsorganisation willkommen!
• NourEnergy feiert 10 Jahre!
[] Aus der Geschäftsstelle:
• EPN sucht: Anstellungsträger einer Eine Welt-Promotor:innen-Stelle zu Migration, Diaspora und Partizipation in Hessen
[] „Hessen entwickeln für die Eine Welt" –
Neues aus dem PromotorInnenprogramm:

• Online Workshop: Stadtkaffee und mehr. Mit fairen Stadtprodukten den Radius erweitern
• Highlights aus dem Promotor:innen-Program 2020 
 
Glokales


[] Hessische Initiative Lieferkettengesetz fordert Landesregierung zu weiteren Schritten auf
[] Virtuelle Rundreise „Toxi Tour Mexiko – Wirtschaft, die vergiftet" erfolgreich in Deutschland beendet

Weiterlesen, mitmachen, hingehen


[
] Materialien
[] Mitmachen: Kampagnen, Wettbewerbe & Ausschreibungen
[] Terminlese 


[] Gutes und gesundes neues Jahr 2021!
Liebe Leser:innen,
Nach einem schwierigen Jahr rufen uns die Pandemie und ihre Auswirkungen zu Solidarität, Hoffnung und gemeinsamer Achtsamkeit auf. Wir mussten viele unseren geplanten Veranstaltungen absagen, verschieben oder virtuell planen. Alle diese Umstände wären nicht möglich gewesen, ohne Ihre Bereitschaft, Zusammenarbeit, und Unterstützung. Wir möchten Ihnen dafür Danke sagen!
Für das neue Jahr haben wir weitere Kooperationsveranstaltungen geplant. Bewerbungen als Anstellungsträger einer der Eine Welt-Promoto:innen-Stellen sind bis 31. Januar 2021 möglich. Auch fröhliche Nachrichten unserer Mitgliedsorganisationen werden hier geteilt: Stellenausschreibungen, Jubiläen und neue Mitgliedschaften!

Wir wünschen Ihnen frohe Feiertage und ein gutes neues Jahr 2021!!

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[
] Aktuelle EPN Hessen-Veranstaltungen

09.06.-13.07.2021 (19.00h), Frankfurt/Main
FERN:WELT:NAH: Staffel XI auf Sommer verschoben!
Wir haben sehr gehofft, Anfang nächsten Jahres mit unserer elften Staffel der Film- und Diskussionsreihe FERN:WELT:NAH zu starten. Leider mussten wir den Nachholtermin des Filmes Power to the Children im November diesen Jahres sowie den Start der XI Staffel der Filmreihe im Januar 2021 absagen. Wir wollten sicher gehen, dass die Filmreihe FERN:WELT:NAH in Form von Präsenzveranstaltungen stattfindet. Zusammen mit den Organisator:innen und Kooperationsveranstalter:innen haben wir uns dafür entschieden, die vier Filmabende auf den Sommer zu verschieben. Im Juni und Juli kommenden Jahres setzen wir die FERN:WELT:NAH -Reihe fort.

Do., 28.01.2021 (18.00h), online
„Ich zeig´ dir MAIN Frankfurt"
Frankfurt am Main ist bekannt als Bankenmetropole, Standort internationaler Firmen und für einen der größten europäischen Flughäfen. Aber Frankfurt ist viel mehr als das. Frankfurt hat eine jahrhundertelange Zuwanderer- und Migrationsgeschichte und ist das Zuhause für Menschen aus 180 Nationen. Sie alle sind ein fester Bestandteil der städtischen Identität Frankfurts und tragen wesentlich zur Internationalität, Diversität und Wirtschaft dieser Stadt bei.

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[] Aus dem Netzwerk

Weltladen Gießen: Ladenkoordination und Bildungsreferent:in gesucht!
Der Weltladen Gießen sucht eine Ladenkoordination und ein:en Bildungsreferent:in für das neue Jahr. Die Ladenkoordination soll helfen, die Tätigkeit der Ehrenamtlichen zu unterstützen und die haltgebende Struktur dafür zu schaffen. Die Stelle als Ladenkoordinator:in ist unbefristet. Bei Interesse bitten wir um eine kurze schriftliche Bewerbung bis 15.1.2021.

Weltladen Marburg feiert 40. Jubiläum!
Der Weltladen Marburg mit der Initiative Solidarische Welt Marburg e.V. feiert sein 40-jähriges Jubiläum. Solidarische, nachhaltige und globale Produkte gehören von Beginn an zum Weltladen in Marburg. Statt eine Feier in diesem Jahr gibt es Jubiläumsprodukte, wie den Jubiläumsespresso der honduranischen Frauenorganisation APROLMA oder eine Jubiläums-Schokolade. Für 2021 ist die große Jubiläumsveranstaltung geplant. Wir gratulieren dem Weltladen Marburg ganz herzlich!

Rhein.Main.Fair: Wir heißen unsere neue Mitgliedsorganisation willkommen!
Der Rhein.Main.Fair e.V. arbeitet seit fünf Jahren als Initiative, um die Region zu vernetzen und diese in die dritte Fairtrade Metropolregion Deutschlands zu verwandeln. Rhein.Main.Fair besteht aus Vertreter:innen von Kommunen, Kirchen, Landesministerien, Landesnetzwerken und Nicht-Regierungsorganisationen aus Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz. Wir freuen uns sehr über den Zuwachs und heißen Rhein.Main.Fair e.V. herzlich willkommen!

NourEnergy feiert 10 Jahre!
Mit dem Hashtag #GrünNurNichtHinterDenOhren feiert NourEnergy sein 10-jähriges Vereinsjubiläum! Mit der Vision „Technik als Hilfsmittel verwenden, um Menschen und Umwelt nützlich zu sein" setzten sich 2010 junge Studenten in Darmstadt ein. Mittlerweile haben sie zwei Projekte umgesetzt, die viel Licht nach Darmstadt und Weinheim gebracht haben. Die Montage der Solaranlagen auf der Emir-Sultan-Moschee in Darmstadt und auf der Mevlana-Moschee in Weinheim gehören zu den HightLIGHTS von NourEnergy. Wir gratulieren NourEnergy zum 10-jährigen Jubiläum!

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]  Aus der Geschäftsstelle:

EPN sucht: Anstellungsträger einer Eine Welt-Promotor:innen-Stelle zu Migration, Diaspora und Partizipation in Hessen
EPN Hessen sucht zum 01.04.2021 einen migrantisch-diasporischen Verein als Anstellungsträger der Fachpromotion zu Migration, Diaspora und Partizipation. Die Stelle ist aktuell noch bei dem Programmträger und damit in der Geschäftsstelle des Landesnetzwerks angesiedelt, soll aber im Sinne der Stärkung migrantisch-diaporischer Selbstorganisation baldmöglichst an einen entsprechenden Verein übergehen. Bitte senden Sie Ihre Bewerbung bis spätestens 31. Januar 2021 .

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]  „Hessen entwickeln für die Eine Welt" – Neues aus dem PromotorInnenprogramm:

Di., 02.02.2021 (10.00h - 11.30h), online
Online Workshop: Stadtkaffee und mehr. Mit fairen Stadtprodukten den Radius erweitern
Ob Stadtkaffee oder -schokolade, -tee, Fruchtgummi-Give-aways oder regio-fairer Apfel-Mango-Saft: Ein lokaler Bezug kann Menschen erreichen, die bisher noch wenig mit dem Fairen Handel zu tun hatten. Im Workshop geht es um die Schritte zum individuellen Produkt und um mögliche Vertriebswege.

Highlights aus dem Promotor:innen-Programm 2020 
Die rund 150 bundesweit aktiven Eine Welt-Promotor:innen vermitteln Wissen zu globalen Zusammenhängen, beraten, vernetzen und qualifizieren Engagierte vor Ort, entwickeln Kampagnen und unterstützen Aktionen für verschiedene Zielgruppen. Durch die Corona-Pandemie haben sie viele Angebote kurzfristig in digitale Formate umgewandelt.
Eine Auswahl der erfolgreichen Projekte aus dem Eine Welt-Promotor:innen Programm werden in der Ausgabe der Highlights mit dem Schwerpunkt Digitalisierung vorgestellt.

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[] Hessische Initiative Lieferkettengesetz fordert Landesregierung zu weiteren Schritten auf

Am 27.11.2020 forderte die hessische Steuerungsgruppe des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Initiative Lieferkettengesetz" in einer Pressemitteilung an die hessische Landesregierung weitere Schritte zu ergreifen, damit deutsche Unternehmen auch im Ausland Menschenrechte achten und Umweltzerstörung vermeiden.

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[] Virtuelle Rundreise „ToxiTour Mexiko – Wirtschaft, die vergiftet" erfolgreich in Deutschland beendet 
 
Vom 07.11. bis 27.11.2020 fand die virtuelle ToxiTour-Rundreise statt. In sechs verschiedenen deutschen Städten stellten die mexikanischen Menschenrechtsorganisationen „Centro Fay Julián Garcés" und „Un Salto de Vida" die verschmutzten Flüsse, die zerstörte Umwelt und die gesundheitlichen Folgen auf die Menschen und die Natur vor Ort dar. Am 25.11.2020 waren die Gäste aus Mexiko virtuell in Frankfurt.

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[
] Materialien

• SODI: Themenheft Weitwinken „Solidarität und Kooperation"

• Nationalen Plattform Bildung für nachhaltige Entwicklung: „Über die Kunst, den Wandel zu gestalten"

• Deutsches Institut für Menschenrechte: Materialien zur Menschenrechtsbildung

• CLIO: Projekt „Angstfreies Einstehen für Demokratie und Toleranz"

• Eine Welt-Netz NRW: „Sichert(e) sich auch unser Land einen Platz an der Sonne?"

• VEN-Magazin: Globale Lieferketten- globale Verantwortung

• Brot für die Welt und terre des hommes: „Deutsche Rüstungsexporte verletzen Kinderrechte"

• SKEW: „Hauptstadt des fairen Handels 2019"

• Germanwatch: Climate Transparency-Reports 2020

• Netzwerk der Landesarbeitsgemeinschaft Lesben NRW: Coalition of African Lesbians

• BUND: Jugend Podcast „Unser Klima"

• Welt-Sichten: „Auf die Heißzeit vorbereiten"

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• Deutsche Sporthochschule Köln: Fairness im Sport- Fairness in der Gesellschaft?

• Bundesweite Vorbereitungstagung zur Interkulturellen Woche 2021 (19.-20.02.2021)

• fairunterwegs: JA zur Konzerninitiaitve- für Ferien mit Zukunft

• Start des Wettbewerbs zur Europawoche 2021

• Freiwilligendienste: Bewerbungen für die Ausreise 2021 jetzt einreichen!

• Mission Inklusion: „Dein Ding- deine Ideen und dein Engagement für Vielfalt und Inklusion"

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Details...

[] Terminlese

Mi., 06.01.21 (17.00h - 19.00h), Online
Soziale Arbeit in stationären Einrichtungen der Altenhilfe im Kontext der von Migration
Wie inklusiv sind Kitas und Schulen wirklich? Wie sehen Beratungsstrukturen in sozialen Einrichtungen wie der Alten- und Behindertenhilfe für Menschen mit Migrationsbiographien aus? Die Hochschule Niederrhein bietet eine Reihe von kostenlosen Online-Vorträgen an, in denen es um Migrationsgesellschaftliche Differenzverhältnisse entlang der Lebensphasen geht. Veranstalter*in: Veranstalter:in: Forum postmigrantische Perspektiven.

Fr., 05.02. - Sa., 06.02.21, Königswinter
Was ist ein gutes Auslandsprojekt?
Ein Qualifizierungsseminar zur Einführung in die Planung, Begleitung und Antragstellung für Auslandsprojekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Das Seminar richtet sich an gemeinnützige Organisationen in Deutschland, die Kontakte in Länder des Globalen Südens haben und ein Partnerschaftsprojekt planen und durchführen möchten. Methoden und Instrumente der Projektentwicklung und -begleitung werden vorgestellt und praktisch eingeübt. Ebenso wird der Frage nachgegangen, wie Erfolge im Projekt über sogenannte Indikatoren nachgewiesen werden können.
Veranstalter:in: Schmitz-Stiftungen
 
Fr., 05.02. – So., 07.02.21
Save the Date: Diaspora-Forum und Einladung zur Partizipation
Das Diaspora-Forum (ehemals CIM-Forum) ist eine Veranstaltung für Menschen mit Migrationsgeschichte und Diaspora-Organisationen in Deutschland, die sich für nachhaltige Entwicklung engagieren. Das Event schafft eine Plattform, um voneinander zu lernen, sich zu vernetzen und mit anderen Akteuren der Diaspora, der GIZ sowie dem BMZ in Dialog zu treten. Veranstalter:in: Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM)

Do., 18.02.21 (9.30h - 16.00h), Münster
Studientag: "Öko-Faire Beschaffung"
Der von FEMNET veranstaltete Studientag setzt sich mit der Frage auseinander, wie ökofaire Beschaffung gelingen und umgesetzt werden kann. Anhand von Beispielen aus der Praxis, wird erarbeitet, wie öffentliches Beschaffungswesen ökofair gestaltet werden und weiterentwickelt werden kann. In drei verschiedenen Workshops berichten Referent*innen von ihren Erfahrungen in der ökofairen Beschaffung verschiedener Produkte. Die Teilnehmenden diskutieren mit ihnen und lernen von ihrer Expertise in der Beschaffung von fairen Bällen, fairem Schulessen und fairer Flachwäsche. Veranstalter:innen: FEMNET e.V., Fair Trade Steuerungsgruppe Münster, Aktion Humane Welt e.V., Rheine; Kreis Steinfurt; Vamos e.V.

Mo., 29.03.21- Di. 30.03.21, Hamburg
Hybridveranstaltung: „Digital Social Summit"
Die Digital Social Summit 2021 am 29. und 30.03.2021 soll wieder mehr ins Gestalten kommen und die Frage stellen: Welche Digitalisierung wollen wir leben? Wie gelingt eine „gute" Digitalisierung – wo kann und muss die Zivilgesellschaft sich einmischen in die Debatte um eine werte- und teilhabeorientierte Digitalisierung?. Veranstalter:innen: BMI, Robert-Bosch-Stiftung,Baden-Württemberg-Stiftung, BMFSFJ, ZiviZ, betterplace Academy, Deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamt, Bürgermut Stiftung, WHU, Zeit-Stiftung

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Aktuelle politische Rahmenbedingungen verhindern weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und untergraben Klimaziele

SID Blog - 24. Dezember 2020 - 23:19

Neue Studie: Aktuelle politische Rahmenbedingungen verhindern weltweiten Ausbau der erneuerbaren Energien und untergraben Klimaziele Berlin, 18. Dezember 2020 - Während Regierungen weltweit Hilfspakete in Milliardenhöhe schnüren, um in Zeiten der Corona-Pandemie den wirtschaftlichen Einbruch zu verhindern, wird versäumt genügend Investitionen für die dringend notwendige Energiewende bereitzustellen. So sind die weltweiten Ausbauziele viel zu niedrig, um das erforderliche exponentielle Wachstum der erneuerbaren Energien herbeizuführen und damit die Ziele des Pariser Abkommens zu erfüllen. Auch der zunehmende Einsatz von Ausschreibungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien schafft erhebliche zusätzliche Hindernisse für das notwendige exponentielle Wachstum. Letzteres ist das Ergebnis einer neuen Studie im Auftrag der energiepolitischen Think Tanks Energy Watch Group (EWG), World Future Council (WFC)/ Global Renewables Congress (GRC) und der Haleakala Stiftung. Die Forschungsergebnisse gelten insbesondere für die Marktsegmente der kleinen und mittleren Erneuerbare-Energien-Projekte, da diese erheblich zur Erhöhung der Ausbaukapazitäten für erneuerbare Energien beitragen können und entscheidend für lokale Beschäftigung und regionale Entwicklung sind.

Die umfassende Analyse beruht auf empirischen Beobachtungen in mehr als 20 Ländern weltweit und kommt zu dem Schluss, dass ein breiterer Politik-Mix dringend erforderlich ist, um den offensiven Ausbau der erneuerbaren Energien voranzubringen. Die Autor*innen plädieren dafür, den Einsatz einzelner Politikinstrumente je nach Marktsegment anzupassen:
  • Fortgesetzte Nutzung von Ausschreibungen für große Projekte
  • Verwendung von Einspeisetarifen oder -prämien für kleine und mittlere Projekte
  • Anwendung von Eigenversorgungsmodellen für sehr kleine Projekte
Die sechs Kernprobleme einer Erneuerbare-Energien-Politik basierend auf Ausschreibungen:
  1. Ausschreibungen bieten keinen fairen Zugang für alle und schrecken kleine Akteure ab.
  2. Ausschreibungen fördern keine unterschiedlichen Projektgrößen, da größere Projekte in der Regel kleinere unterbieten können. Kleinere & mittlere Projekte werden dadurch häufig ausgeschlossen.
  3. Ausschreibungen fördern Prozesse der Marktkonzentration zugunsten von finanzstarken und großen Akteuren.
  4. Ausschreibungen beeinträchtigen wichtige Voraussetzungen für die Akzeptanz neuer Projekte.
  5. Ausschreibungen leiden oft unter Unterzeichnung, nicht oder nur verzögert realisierten Projekten, was das rechtzeitige Erreichen der Ausbauziele für erneuerbare Energien erschwert.
  6. Ausschreibungen garantieren weder ein niedriges Vergütungsniveau, noch haben sie die jüngsten Kostensenkungen der erneuerbaren Energien verursacht.
„Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, dass Ausschreibungen entscheidend dazu beitragen, das exponentielle Wachstum der erneuerbaren Energien zu behindern. Dieser alarmierende Trend gefährdet die Einhaltung der Pariser Klimaziele durch die internationalen Regierungen, da der Wechsel zu kostengünstigen und technologisch ausgereiften erneuerbaren Technologien der Schlüssel dazu ist, die Emissionen auf Null zu senken", sagt EWG-Präsident Hans-Josef Fell. „Dabei sind die erneuerbaren Energien in vielen Teilen der Welt bereits heute die günstigsten Quellen der Energieerzeugung. Gleichzeitig werden ihre sozioökonomischen Vorteile nicht ausreichend ausgeschöpft und die Investitionen in erneuerbare Energien stagnieren."

Aktuelle Daten der Internationalen Organisation für Erneuerbare Energien (IRENA) bestätigen, dass die Investitionen in erneuerbare Energien seit 2017 rückläufig sind; ein Trend, der sich infolge der COVID-19-Pandemie voraussichtlich auch 2020/2021 fortsetzen wird. „Ausschreibungen sind zu einem beliebten Instrument für den Ausbau der erneuerbaren Energien geworden und erfüllen dabei gleichzeitig auch andere Entwicklungsziele. IRENA hat die Stärken und Schwächen von Ausschreibungen ausgiebig untersucht und analysiert weiterhin innovative Modelle, die die vielfältigen Ziele der Bereitstellung von Strom aus erneuerbaren Energien zu den niedrigsten Preisen, Maximierung der sozioökonomischen Vorteile, Sicherstellung der rechtzeitigen Fertigstellung von Projekten und der Unterstützung der Integration von höheren Anteilen variabler erneuerbarer Energien in das System erreichen können. Die Ergebnisse der neuen Studie liefern wertvolle Erkenntnisse für die weitere Analyse der Wirksamkeit der Politikgestaltung für diese Ziele.", kommentiert Francesco La Camera, IRENA-Generaldirektor.

Anna Leidreiter, Projektleiterin des Global Renewables Congress des WFC betont: "Erneuerbare Energien müssen im kommenden Jahrzehnt den Löwenanteil des Strom-, Wärme-, Kälte- und Verkehrsbedarfs decken. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, müssen alle an der Umstellung mitwirken. Dafür brauchen wir politische Rahmenbedingungen, die den Energiemarkt für neue Akteure öffnen. Diese Studie zeigt, dass Ausschreibungen dies allein nicht leisten können."

„Wenn die EU die in Paris beschlossenen Klimaziele tatsächlich einhalten will, muss sie den Mitgliedstaaten in der neuen Richtlinie für erneuerbare Energien die Freiheit gewähren, ihre eigenen Politikinstrumente zu wählen – entsprechend der Energiefreiheit der Nationalstaaten, verankert im Vertrag von Lissabon. Dazu muss die Überprüfung staatlicher Beihilfen für erneuerbare Energien eingeschränkt werden." erklärt Co-Autorin Dörte Fouquet von der Energierechtskanzlei Becker Büttner Held (BBH).

Mark Z. Jacobson, Professor an der Stanford University und eine der wissenschaftlichen Stimmen hinter dem amerikanischen Green New Deal stellt fest: „In den USA funktioniert der Ausbau der erneuerbaren Energien auf der Ebene der Energieversorger mit den sogenannten Renewable Portfolio Standards recht gut. Wir müssen aber auch bürgerliche, dezentrale und mittlere Investitionen in saubere, erneuerbare Energien stärken, um die Ziele der kommenden Biden-Administration zu erreichen, die einen vollständig emissionsfreien Stromsektor bis 2035 vorsieht. Dazu gibt die Studie wertvolle, wissenschaftlich fundierte Politikempfehlungen."

Die vollständige Studie wurde erstellt durch Dr. David Jacobs (IET – International Energy Transition), Katherina Grashof (IZES), Dr. Pablo del Río (Spanish National Research Council – CSIC) und Dr. Dörte Fouquet (Becker Büttner Held) und ist hier abrufbar.
  Über die Energy Watch Group
Die Energygress (GRC) ist ein neues Netzwerk von Parlamentarier*innen, das sich für den Ausbau erneuerbarer Energielösungen einsetzt. Er wurde vom World Future Council (WFC) initiiert und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und der Stiftung Mercator kofinanziert.
www.renewablescongress.org, www.worldfuturecouncil.org

Über die Haleakala Stiftung
Die Haleakala-Stiftung wurde 2008 von Dr. Paul Grunow und Frauke Eysell gegründet. Die GLS-Treuhand e.V. führt die Haleakala-Stiftung treuhänderisch. Die Stiftung fördert Menschen und Initiativen, die daran mitwirken, die Welt für Mensch und Natur zukunftsfähiger zu gestalten. Insbesondere gilt dies für die Umsetzung von Bildungsprojekten, die Achtung der Menschenrechte sowie den umweltfreundlichen Umbau unserer Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien.
www.haleakala-stiftung.de


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Zusammentreffen mehrerer Krisen gefährdet Kinder in Afrika | UNICEF

SID Blog - 24. Dezember 2020 - 23:19
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Millionen Kinder in Afrika südlich der Sahara durch gefährliches Zusammentreffen mehrerer Krisen bedroht

UNICEF-Weihnachtsaktion 2020

UNICEF Deutschland warnt vor Folgen von Covid-19, Klimawandel und Konflikten

© UNICEF/UNI350983/Pouget

Köln, den 17. Dezember 2020 // Eine gefährliche Kombination mehrerer Krisen bedroht laut UNICEF das Überleben, den Schutz und die Zukunft von vielen der rund 550 Millionen Mädchen und Jungen, die in Afrika südlich der Sahara leben. Besonders Kinder, die schon vor der Pandemie unter extremer Armut, Konflikten und den Folgen des Klimawandels litten, treffen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie massiv. Schätzungsweise 280 Millionen Mädchen und Jungen – fast die Hälfte aller Kinder in der Region – könnten von Ernährungsunsicherheit betroffen sein.

UNICEF ruft deshalb mit seiner Weihnachtsaktion 2020 zur Hilfe für mangelernährte Kinder auf. Schon 60 Euro ermöglichen die lebensrettende Therapie mit Erdnusspaste für zwei Kinder.

„Die Pandemie, Gewalt und Vertreibung, Dürren, Überschwemmungen und eine immense Heuschreckenplage: In Ländern wie Südsudan, Mali, Niger, Somalia und Mosambik haben sich mehrfache Krisen zu einem ‚perfekten Sturm' zusammengebraut, der jetzt Millionen Kinder bedroht", sagt UNICEF-Geschäftsführer Christian Schneider. „Wir müssen alles tun, um sie vor einem tödlichen Kreislauf aus Hunger und Krankheiten zu bewahren. Jede und jeder Einzelne kann helfen und Leben retten – für die Kinder zählt jeder Beitrag."

Seit Anfang des Jahres 2020 sind in der Region aufgrund der durch die Pandemie ausgelösten Wirtschaftskrise schätzungsweise 50 Millionen Menschen in extreme Armut abgerutscht, so der UNICEF-Bericht „Eine Katastrophe für Kinder in Subsahara-Afrika". Rund 250 Millionen Kinder waren in den vergangenen Monaten zeitweise von Schulschließungen betroffen, zusätzlich zu den 100 Millionen Mädchen und Jungen, die schon vorher keine Schule besuchten. Damit haben viele Kinder nicht nur einen sicheren Ort zum Lernen verloren, sondern auch die einzige Chance auf eine regelmäßige Mahlzeit. Zudem wurden vielerorts lebensrettende Gesundheitsdienste, Impfprogramme und Ernährungsprogramme unterbrochen. 

In Ländern wie Südsudan, Kenia, Somalia, Äthiopien, Burkina Faso, Mali, Niger und Mosambik bedrohen zusätzlich bewaffnete Konflikte, Dürren, Überschwemmungen sowie Heuschreckenplagen die Lebensgrundlagen zahlreicher Familien.

Ein gefährliches Zusammenspiel mehrerer Krisen

  • Im Südsudan prägen weiter Gewalt und Hunger das Aufwachsen der Kinder. Ein jahrelanger Bürgerkrieg, Überschwemmungen und Dürren sowie die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben zu einer schweren humanitären Krise geführt. Einzelne Regionen des Landes stehen in diesen Tagen kurz vor einer Hungersnot. Schätzungsweise 292.300 Kinder sind bereits lebensbedrohlich mangelernährt.
  • In weiten Regionen des östlichen Afrika hat eine Heuschreckenplage die Ernten vernichtet und Menschen ihrer Lebensgrundlage beraubt. Hier verstärken sich die Folgen von Überschwemmungen und Dürren sowie der Pandemie für die Familien. Allein in Somalia benötigen schätzungsweise 3,9 Millionen Kinder humanitäre Hilfe, 962.000 der Mädchen und Jungen sind von akuter Mangelernährung bedroht.
  • In Burkina Faso, Mali und Niger bedrohen bewaffnete Konflikte und die damit verbundene Unsicherheit immer mehr Kinder. Rund 7,2 Millionen Mädchen und Jungen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Schätzungen zufolge könnten über 2,9 Millionen Kinder in diesem Jahr an akuter Mangelernährung leiden. In Teilen Burkina Fasos droht ebenfalls eine mögliche Hungersnot. 
  • In der Provinz Cabo Delgado in Mosambik verschärfen Überschwemmungen und starke Regenfälle die Not – nur ein Jahr, nachdem die Wirbelstürme Kenneth und Idai die Region verwüstet hatten. Gleichzeitig nimmt die Gewalt durch bewaffnete Gruppen zu. Mehr als 425.000 Menschen wurden in den zurückliegenden Monaten aus ihrem Zuhause vertrieben, darunter 191.000 Kinder. Schätzungsweise 28.000 Kinder leiden an akuter Mangelernährung. 

Kinder vor dem Verhungern retten: #daskannstdu

Mit seiner Weihnachtsaktion 2020 ruft UNICEF Deutschland gezielt zu Spenden für mangelernährte Kinder in Afrika auf. Wird akute Mangelernährung rechtzeitig erkannt und behandelt, haben die Kinder gute Chancen, zu überleben und wieder gesund zu werden. Deshalb lautet der Slogan der Aktion „Kinder vor dem Verhungern retten: #daskannstdu". Mit den Spenden aus der Weihnachtsaktion sorgt UNICEF dafür, dass Kinder so schnell wie möglich behandelt und versorgt werden. Sauberes Trinkwasser hilft, die Kinder vor gefährlichen Infektionskrankheiten zu schützen.

So wirken Spenden für die UNICEF-Weihnachtsaktion 2020

  • 60 Euro ermöglichen die lebensrettende Therapie mit Erdnusspaste für zwei Kinder. Jedes Päckchen Erdnusspaste enthält 500 Kalorien sowie viele Vitamine und Mineralstoffe.
  • Mit 136 Euro kann UNICEF 40 Packungen Spezialmilch für Kinder bereitstellen, die so geschwächt sind, dass sie noch keine feste Nahrung zu sich nehmen können.

» Download: Bildmaterial steht hier zur Verfügung.

» Interviewanfragen: Daniel Timme, deutscher UNICEF-Mitarbeiter in Mosambik, hat gerade die Region Cabo Delgado in Mozambik besucht und steht für Interviews zur Verfügung.

Pressekontakt: 
UNICEF Deutschland, Christine Kahmann, Pressesprecherin, 0221/93650-315, presse@unicef.de

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